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Schlafen

10 Artikel

Kasuistische Fingerübung: Pia Marais' 'Layla Fourie' (Wettbewerb)

Außer Atem: Das Berlinale Blog 12.02.2013 […] hende Mutter eines kleinen Sohnes, fährt seit Stunden Auto, es ist stockfinster, der Scheinwerfer rast über den Asphalt. Da steht plötzlich ein Auto quer auf der Fahrbahn, der kleine Sohn macht im Schlaf ein Geräusch, Layla ist eine Zehntelsekunde abgelenkt – und hat einen Mann angefahren, einen weißen, älteren, der kurz darauf stirbt. Aus diesem Unfall mit (nicht einmal lupenreiner) Fahrerflucht […] Von Elena Meilicke

Zwischen Porno und Religion: Teddy Soeriaatmadjas 'Something in the Way' (Panorama)

Außer Atem: Das Berlinale Blog 09.02.2013 […] Taxis als Ort der sexualgeschäftlichen Transaktion freigibt – schnell als potenziellen Stalker identifiziert, lässt sie sich schließlich doch auf den schüchternen, wortkargen Verehrer ein. Irgendwann schlafen sie miteinander – oder eher: sie mit ihm – und alles könnte gut werden. Wenn da nicht immer, der Titel spricht es aus, etwas im Weg stünde: Ahmad begreift sich selbst als (ungewollten) Ritter und […] Von Karen Werner

Andere Künstlichkeit: Der 'Weimar Touch' in der Retrospektive

Außer Atem: Das Berlinale Blog 08.02.2013 […] Frauen haben am ebenso malerischen Ufer ihre drei Zelte aufgeschlagen - genauer gesagt: fein säuberlich nebeneinander aufgereiht, verbunden und geschmückt mit einer Art Girlande. Bevor sie sich zum Schlafen in ihre provisorischen, aber durch und durch gepflegten, verkleinbürgerlichten Behausungen zurückziehen, singt jede der drei ein süßliches Lied. Gerhard Lamprechts "Einmal eine große Dame sein", der […] Von Lukas Foerster

Flirrendes Gespensterhaus: Guy Maddins 'Keyhole' (Berlinale Special)

Außer Atem: Das Berlinale Blog 13.02.2012 […] e nicht so sehr in Zeit anordnet, sondern die Dinge aufeinander schichtet. Sitzt man selbst dazu berlinale-übernächtigt im dunklen Kino, geht man dazu ganz eigene Korrespondenzen ein. "Im Kino zu schlafen, heißt dem Film vertrauen", lautet ein Satz in Rudolf Thomes "Berlin Chamissoplatz". Bei Guy Maddins "Keyhole" kann man einschlafen, wieder aufwachen oder ganz in den Schwebezustand zwischen Traum […] Von Thomas Groh

Bromance im Leerlauf: Seyfi Teomans 'Our Grand Despair'

Außer Atem: Das Berlinale Blog 16.02.2011 […] eine Romanze". Ein wenig ähneln die beiden mittelalten Männer in ihren gemütlichen, albernen Routinen den schwulen Nachbarn aus "The Sarah Silverman Program" ("I'm so gay for you, dude"), allerdings schlafen Ender und Cetin zuhause in getrennten Zimmern, und selbst, wenn im Urlaub lautes Stöhnen aus dem Nachbarraum dringt, rücken sie ihre Betten nicht zusammen. Die Beziehungen beider zu Nihal - die sich […] Von Lukas Foerster

Bleibt immer trocken: Benjamin Heisenbergs 'Der Räuber'

Außer Atem: Das Berlinale Blog 15.02.2010 […] aus dem großartigen "Antares". Nicht umsonst war Andreas Lust erst kürzlich in Spielmanns "Revanche" zu sehen. Dass Heisenberg Menschen und Städte gut inszenieren kann, das zeigte schon sein Debüt "Schläfer". Inzwischen hat er noch einmal dazugelernt und außerdem ein deutlich besseres Drehbuch. "Der Räuber" ist ein kraftvoll und sorgfältig inszenierter Film, der sich auf das, was manch einer an den Filmen […] Von Lukas Foerster

Patrone für Patrone: Thomas Arslans 'Im Schatten'

Außer Atem: Das Berlinale Blog 15.02.2010 […] von 74 Minuten, ohne dass man sagen könnte, wo die restlichen 22 1/4 Stunden geblieben wären. Schließlich war alles da, was einen Tag ausmacht: Morgen, Mittag, Abend, Nacht, wieder Morgen, Essen, Schlafen, Lieben, Reden. "Im Schatten" nun braucht keine Berlinpostkarten in der Totale, keine Skyline, die den Schauplatz top down definieren, statt dessen entsteht die Stadt bottom up, Einstellung für E […] Von Lukas Foerster

In der Krabbenhölle: 'Kanikosen' von Hiroyuki Tanaka aka Sabu (Forum)

Außer Atem: Das Berlinale Blog 12.02.2010 […] (1904/05) auf einem Krabbendampfer arbeiten. Im Bauch des Schiffes leben sie zusammengedrängt, gezwängt in schwarz glänzende Latexanzüge, die eine alptraumhafte Dimension in den Film eintragen. Sie schlafen in engen, übereinander geschichteten Röhren, werden von Aufsehern gedemütigt und träumen von einem glücklicheren Schicksal. Der Film verdoppelt die Klaustrophobie, die sie erfahren, noch einmal: in […] Von Lukas Foerster

Essen, Singen, Scheiden, Regen: Wang Quan'ans 'Eröffnungsfilm 'Tuan Yuan' (Wettbewerb)

Außer Atem: Das Berlinale Blog 11.02.2010 […] folgt ein Schnitt auf den überschnellen Gleitzug, aus dem heraus ein solch touristisch abtastendes Verhältnis zur Stadt schon gar nicht mehr möglich ist: Die Außenwelt wird zur Schliere, die Touristen schlafen. Über den Dächern des alten Schanghais erhebt sich an anderer Stelle eine Hochhaussiedlung als Ankündigung dessen, was kommen mag. Viel findet in "Apart Together" deshalb im Innern der kleinen […] Von Thomas Groh