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Rafi Pitts

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Komplett entortet: Rafi Pitts 'Soy nero' (Wettbewerb)

Außer Atem: Das Berlinale Blog 16.02.2016 […] zwar eben in dem Moment, in dem das Silvesterfeuerwerk beginnt und seiner Migration, die eigentlich eine Rückkehr ist, den passenden Rahmen verleiht. Das ist tatsächlich ein schönes Bild, auch, weil Rafi Pitts, wie oft in dem Film, auf Abstand geht, seinen Hauptdarsteller durch farbige Raketenreflektionen ins gelobte Land huschen lässt. Freilich ist schon da unklar, was genau der Film mit dem metaphorischen […] BIG in der Wüste. Gefilmt ist das allerdings gerade nicht im Stil einer Groteske. Der Tonfall bleibt straight, die Bildsprache ruhig und konzentriert, einem realistischen Register verpflichtet. Rafi Pitts gehört zu den großen Mysterien des Berlinalewettbewerbs der Ära Kosslick. "Soy Nero" ist bereits sein dritter Film, der um den goldenen Bären konkurrieren darf. Ein auch nur halbwegs gelungener war […] französischen Förderinstitutionen. Globalisierter Europudding, der letztlich komplett entortet ist. Ein Film, der aus dem Nichts ins Nichts hinein spricht. Und nur Kosslick hört zu. Soy nero. Regie: Rafi Pitts. Mit Johnny Ortiz, Rory Cochrane, Aml Ameen, Darrell Britt-Gibson, Michael Harney. Deutschland / Frankreich / Mexiko 2016, 120 Minuten. (Vorführtermine) […] Von Lukas Foerster

Vorhutkonkurrenz: Ausblick auf die Berlinale 2011

Außer Atem: Das Berlinale Blog 09.02.2011 […] Berlinale gezeigter jüngster Film "Offside". Den weniger berühmten, aber als Regisseur sehr wohl interessanten Rasoulof lässt man leider ziemlich links liegen. Dem Aufruf des iranischen Filmemachers Rafi Pitts, am Freitag zwei Stunden lang alles ruhen zu lassen zur Mahnung an die Urteile gegen die beiden Künstler, folgt die Berlinale nicht, allerdings in Absprache mit Pitts, der aus Paris zu einer Dis […] Von Ekkehard Knörer

Das ganze Vokabular des Bewegungsfilmens

Außer Atem: Das Berlinale Blog 19.02.2010 […] Weltkinogeschehens angesiedelte Bergdorftrance "Bal", Kritik). Daneben gab es so ziemlich alles, was den Wettbewerb seit Jahren ungenießbar macht: prätentiöse Todlangeweile von wenig begabten Epigonen (Rafi Pitts' "The Hunter", Alexei Popogrebsky endlose Arktis-Erstreckung "How I Ended This Summer"), inkompetenter Gutgemeintheitsschmarrn aus deutschen Landen ("Shahada") und dann noch amerikanisches Indie-Kino […] Von Ekkehard Knörer

Schweigt und brütet: Rafi Pitts in 'Shekarchi'

Außer Atem: Das Berlinale Blog 18.02.2010 […] n taten, gerade eines der wirklich unerfreulichen Berlinale-Erlebnisse hinter sich zu bringen. In die Kritikerspiegel blicke ich bis zum Ende des Festivals lieber nicht. Rafi Pitts: "Shekarchi - Zeit des Zorns". Mit Rafi Pitts, Mitra Hajjar, Ali Nicksaulat, Hassan Ghalenoi. Deutschland, Iran 2010, 92 Minuten. (Wettbewerb, Vorführtermine) Alexei Popogrebsky: "Kak ya provel etim letom - How I Ended […] beinahe jeder Film, so sehr man selbst unter ihm leidet, seine Freunde, Anhängerinnen und Fürsprecher findet. Ein besonders eklatanter Fall ist da für mich der vorgestern im Wettbewerb gelaufene Rafi-Pitts-Film "Shekarchi". Ich saß in meinem Cinemaxx-Sessel und konnte, je länger er dauerte, desto weniger fassen, was mir da zugemutet wird. Den Saal verließ ich im Bewusstsein, eines der wirklich une […] Wald, zwei Polizisten jagen ihn, ergreifen ihn - und finden nicht mehr heraus aus dem Wald. Eine etwas abstruse Geschichte, aber noch die abstruseste Geschichte lässt sich plausibel erzählen. Was Rafi Pitts aber tut: Er setzt diesen Mann, seinen Helden, einfach ins Bild. Meist schweigt er und brütet. Pitts spielt ihn selbst. Das ist schon der Beginn aller Probleme: Er ist eine Null-Präsenz und weder […] Von Ekkehard Knörer

Der Wettbewerb: eine tiefinnere Liebe zum Kompromiss

Außer Atem: Das Berlinale Blog 11.02.2010 […] dem Debütfilm der Coen-Brüder, verfallen. Thomas Vinterberg, der an seinen Dogma-Erfolg "Das Fest" bislang nicht mehr anschließen konnte, ist jetzt mit dem Brüder-Drama "Submarino" im Wettbewerb. Rafi Pitts erwies sich zuletzt mit "Es ist Winter" (Berlinale 2007) als überernst-miserabilistischer Kunstfilmer, Pernille Fischer Christensen war mit "En Soap" (Kritik) schon mal da und hat den Vorteil, dass […] Von Ekkehard Knörer