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Urheberrecht

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Anmerkung zu einem richtigen Urteil

Essay 01.07.2016 […] Vertreter von DJV und ver.di in den Gremien der VG Wort und der VG Bild-Kunst, die sich nun erklären müssen. Auch die auffällige Zurückhaltung der mit Verdi und dem DJV eng verbandelten Initiative Urheberrecht zu den Gründen des BGH-Urteil kann nicht überraschen, trägt doch ihr Sprecher als früherer Vorstand der VG Bild-Kunst dort die Verantwortung für die jahrelange rechtswidrige Verteilung zu Lasten […] rechtswidrige Verteilung als Ergebnis lediglich "formaler Schwächen". II. Die jetzt bestätigte Rechtslage ist seit einem halben Jahrhundert klar. Danach genießt der Urheber - dem Wesen des Urheberrechts entsprechend - einen umfassenden Schutz seiner materiellen und immateriellen Interessen in Bezug auf sein Werk. Die ihm zustehenden umfassenden Verwertungsrechte sind lediglich dort eingeschränkt […] eingezogen und nach festen Regeln an die Berechtigten verteilt. So entspricht es auch zwischenzeitlich harmonisiertem Unionsrecht. Folglich steht sowohl nach nationalem als auch nach europäischem Urheberrecht der gerechte Ausgleich (nach nationalem Recht die angemessene Vergütung) für die erlaubnisfreie Werknutzung allein den Urhebern, also nicht auch den Verlegern, zu. Das Unionsrecht betont - völlig […] Von Martin Vogel

Sven Regener hat immer noch nicht recht

Redaktionsblog - Im Ententeich 24.11.2014 […] Access argumentiert? - Ihr sprecht auch nicht an, dass das Urheberrecht mit den jetzigen Fristen die Auseinandersetzung mit Kultur und Ideen verhindert, statt sie zu ermöglichen, was ja der Sinn von Urheberrecht sein soll. - Es hat eine Signalwirkung, dass ein zentrales Thema des digitalen Wandels - die Notwendigkeit, ein neues Urheberrecht zu formulieren - in einem der Medien, die an der Zementierung […] einen möglichen taktischen Fehler der Piraten mit einem inhaltlichen gleich. - Ihr tut so, als würden Urheber vom Urheberrecht leben und nicht im wesentlichen von Honoraren oder ihrer Positionierung im Betrieb. Nur für umsatzstarke Größen des Musikbetriebs wie Sven Regener bot das Urheberrecht substanzielle Einnahmen, unbekannte Künstler hatten es zu seiner Zeit eher schwerer als heute. - Die Piraten […] Von Thierry Chervel

E-Book und Urheberrecht: Sind die Autoren endlich aufgewacht?

Redaktionsblog - Im Ententeich 12.09.2013 […] er diskutierten, wann und für wie lange man sein Buch verschenkt, um Aufmerksamkeit zu erreichen und dadurch richtig Geld zu verdienen, forderten Schriftsteller vor gut einem Jahr ein stärkeres Urheberrecht. Beim Wettern gegen die angebliche Kostenlosmentalität im Internet stellte ich damals die Frage, ob nicht speziell die literarischen Autoren viel ernstere Probleme haben. Wer nicht wahrgenommen […] Von Wolfgang Tischer

Glauben und Heucheln

Redaktionsblog - Im Ententeich 19.04.2013 […] veröffentlichen, war die taz am Ende ganz allein. Keine andere Zeitung traute sich mitzumachen. Die taz wurde am Ende gar noch vom Zeit-Kulturredakteur Ulrich Greiner angegriffen, weil sie Rushdies Urheberrechte verletzt hätte. Und überhaupt: Da "orgelt eine abgeschmackte Mut-Rhetorik übers Land". Die Zeit ist auch das Institut, das im Jahr 2006 eine Petition herausbrachte, in der sechzig "Migrationsforscher" […] Von Thierry Chervel

Die Nacht der Leistungsschutzrechte

Redaktionsblog - Im Ententeich 28.11.2012 […] die neueste Auskunft nach einem Anruf in der Pressestelle des Bundestags. In der Tagesordnung versteckt sich der Punkt Leistungsschutzrechte im TOP 19, in dem es um Urheberrechte geht (das Leistungsschutzrecht ist ja gerade kein Urheberrecht, aber man hat es so zusammengefasst). Der Entwurf ist hier nochmal als pdf-Dokument nachzulesen. Zur Kasse gebeten werden sollen "Anbieter von Suchmaschinen und […] Von Thierry Chervel

Die schöne Seite der Kostenlosmentalität

Redaktionsblog - Im Ententeich 15.05.2012 […] Literaturszene getragen, obwohl gerade diese Szene bisher am wenigsten von illegalen Downloads und kostenlos zirkulierenden Kopien betroffen ist. Die Autoren verteidigen das Urheberrecht, obwohl sie gar nicht im wesentlichen vom Urheberrecht leben. Und das Internet wird in Aufrufen und Debattenbeiträgen - wie dem von Sibylle Lewitscharoff heute in der FAZ - ausschließlich als feindliche Sphäre wahrgenommen […] ern, die Reaktion in Funk und Fernsehen und am Ende vielleicht sogar - aber das ist im deutschen Betrieb gar nicht so ausschlaggebend - die Zahl der Buchverkäufe (und also ein sich auszahlendes Urheberrecht). Autorität wächst im Netz dagegen informell und anti-institutionell zu, durch Links, Kommentare, Pagerank. Der deutsche Literaturbetrieb sollte sich einmal dringend und unter Verzicht auf das […] ves Genöle: von links, aus der Mitte und von rechts, von unten und von oben, in Dolby 5.1. und in 3D. Und außerdem sollten die Autoren ihre Angst vom Netz ablegen. Sie leben doch gar nicht vom Urheberrecht. Die meisten der Autoren des Aufrufs leben vom Betrieb. Der Verkauf ihrer Bücher bringt ihnen allenfalls einen Anteil ihrer Einnahmen, der nur bei prominenten Autorinnen wie Charlotte Roche oder […] Von Thierry Chervel

Wer den Apfel küsst

Redaktionsblog - Im Ententeich 09.05.2012 […] opfern wohl kaum zu Boden legen. Die Piraten haben ein Papier zu diesen Fragen ins Netz gestellt, das auch manche der Argumente von Hank aushebelt. Die Piraten sind zum Beispiel nicht gegen ein Urheberrecht, wohl aber gegen den Begriff des "Geistigen Eigentums", den auch Hank hier verteidigt. Eigentlich ist jede der Grundbehauptungen in Hanks Artikel falsch, am besten man geht sie mal Punkt für Punkt […] Universitätsinstitute, Krankenhausflügel, Bibliotheken, Museen und Konzertsäle spenden - weil Kultur nur dann zu sich kommt, wenn sie tendenziell allen gehört, was wohlgemerkt nicht heißt, dass nicht Urheberrechte gelten. Auch Deutschland ist eine Marktwirtschaft: Und doch geben deutsche Länder und Gemeinden jährlich acht bis neun Milliarden Euro für Opern, Museen und andere Kulturinstitute aus - mit der […] zwanzig bis dreißig Prozent waren durch Buy-Out-Verträge die schlimmsten Ausbeuter "Geistigen Eigentums". Die Buchbranche dagegen hat den Autoren stets einen prozentualen Anteil gelassen. Also Urheberrecht, ja: Die Urheber sollten sogar wieder gestärkt werden, wie das Beispiel der Buy-Out-Verträge in Zeitungen zeigen. Ein Diskurs des "Geistige Eigentums" aber, der in Wahrheit nur immer mehr von dem […] Von Thierry Chervel

Das Leistungsschutzrecht wird floppen

Redaktionsblog - Im Ententeich 07.03.2012 […] nicht Blogs oder andere Anbieter, die aus Unwissen oder wider besseres Wissen ganze Artikel kopieren, um ihre eigenen Medien damit zu schmücken. Denn um solche Missetaten zu verfolgen, reicht das Urheberrecht, und manche Zeitungen beschäftigen ganze Abteilungen, um Blogger abzumahnen, die einen Absatz aus einem Artikel kopiert haben. Nein, hier geht es um den "kleinen Teil", von dem im Koalitionspapier […] Von Thierry Chervel

Diesen Kuss der ganzen Welt

Redaktionsblog - Im Ententeich 16.02.2012 […] Disney-Motiven verziert ist. Und schon jetzt bedeutet das Urheberrecht - entgegen den Behauptungen Prantls, Wergins und Hevelings - in unendlich vielen Fällen gerade keine Ermöglichung, sondern eine Verhinderung von Kultur. Warum wohl kommen genau jetzt Dramatisierungen von F. Scott Fitzgerald ins Kino und Theater? Weil die Urheberrechte frei wurden (mehr hier, in der Welt). Das Erlöschen der Rechte […] gemacht. Aber es vergeht noch ein Weilchen, bis sie siebzig Jahre tot sind. Auch das Beispiel Gustav Mahlers sollte zu denken geben, dessen Sinfonien erst in dem Moment weltberühmt wurden, als die Urheberrechte erloschen: Damals war das noch fünfzig Jahre nach seinem Tod. Wenn den Gelüsten der Verwerterindustrien stattgegeben wird, muss ein Komponist demnächst neunzig Jahre lang tot sein. Schon haben […] waren: Diese "Piraterie" war es, die die Revolution beflügelte. Die Verleger handelten im Eigennutz – und bewirkten doch das Gute! Revolutionäre wie Thomas Jefferson formulierten zwar am Ende Urheberrechte, standen ihnen aber zugleich skeptisch gegenüber. Denn es handelt sich um Monopolrechte, die die freie Zirkulation schließlich behindern. Man entschied, sie für eine gewisse Zeit nach Erscheinen […] Von Thierry Chervel

Ein eingelöstes Versprechen: Ly Bun Yims '12 Sisters' (Forum)

Außer Atem: Das Berlinale Blog 14.02.2012 […] populären indischen Kino. Eine Nähe zum ebenfalls sehr reichhaltigen phantastischen Kino Indonesiens oder Thailands ist noch wahrscheinlicher; der, freundlich ausgedrückt, großzügige Umgang mit dem Urheberrecht auf der Tonspur, hat in diesem Bereich beispielsweise ebenfalls Tradition. Einen Großteil des “technischen” (filmsprachlichen, erzählökonomischen, die Machart der Spezialeffekte betreffenden) V […] Von Lukas Foerster