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Techno

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Bücher der Saison: Frühjahr 2015. Erinnerungen, Reportagen

Bücher der Saison 02.04.2015 […] Und natürlich sind auch die Popmusiker längst im memoirenfähigen Alter: Kim Gordon von Yonic Youth hat ihre Erinnerungen als "Girl in a Band" aufgeschrieben. Und der Techno-DJ Westbam rekapituliert "Die Macht der Nacht" Dazu passen Oskar Roehlers hochgelobten Erinnerungen ans Westberlin der achtziger Jahre "Mein Leben als Affenarsch" inklusive Blixa Bargeld, SO 36 und Berlin-Zulage, über die er ja auch einen Film gedreht hat. […]

Drifting Away

Essay 23.12.2014 […] Gemeint ist nicht das ornamentale Hintergrundgeräusch einer musique d"ameublement im Sinne Saties, wie sie von der barocken Tafelmusik bis zur Muzak dokumentiert ist; ebensowenig die weichgespülten Ethnomixturen esoterischer "Neosynthetiker";17 nicht die plätschernden Easy-Listening-Arrangements oder die tröpfelnden und blubbernden Soundtracks, die seit ER und CSI traumatische Szenerien in eine meta-physische Distanz rücken; und auch nicht die tanzfähigen Hybridbildungen mit Dub, Triphop, House und Techno. Man nähert sich einem ästhetisch satisfaktionsfähigen Konzept von Ambient Music am ehesten, wenn man die imaginäre Frequenzmischung verschiedener, strenggenommen inkompatibler Momente anpeilt, die gleichwohl bereits in den frühen Arbeiten Enos und Rober Fripps angelegt war: die auf den kanadischen Umweltakustiker zurückgehende Soundscape-Schizophonie, die konkrete Umgebungslaute aufnimmt und elektronisch verfremdet; das von Tony Scott 1964 inaugurierte Genre der Meditationsmusik, dessen analoge Spielart wahlweise japanische Shakuhachi- oder indische Sitar-Traditionen aktualisiert, während ihre elektronische Variante 1973 eine zu Unrecht vergessene, von allen Orientalismen entschlackte Initialzündung durch die "Music for Meditation" von Eberhard Schoener erlebte; die Minimal Music in ihren verschiedenen Ausprägungen, von den Sound-Environments La Monte Youngs über Pauline Oliveros" "Deep Listening"-Drones bis zu den instrumentalen Mantras eines Terry Riley auf halbem Wege zwischen asiatischer Meditations- und elektronischer Trancemusik; und schließlich, allerdings mehr der Idee als ihrer gängigen Ausführung nach: die Chillout-Atmosphären, in denen hypertone Raver von ihren Techno-Frenesien wieder "runterkommen". […] Von Daniele Dell'Agli

Jungskino

Im Kino 22.05.2013 […] Auf den Spuren des internationalen Terroristen und Waffenschiebers Owen Shaw, an dessen Seite auch Dom Torettos seit "Fast & Furious" totgeglaubte Freundin Letty (Michelle Rodriguez) agiert, gilt es den Bau einer hochdestruktiven "Techno-Bombe" (sic!) zu verhindern. "Fast & Furious 6" leidet an den gleichen Schwächen wie seine beiden direkten Vorgänger - und überzeugt erfreulicherweise auch mit ähnlichen Stärken wie zuletzt "Fast Five". […] Von Elena Meilicke, Jochen Werner

Erosmonster

Im Kino 09.11.2011 […] In solchen vorsichtigen Korrespondenzen fügt sich "Eine dunkle Begierde" denn auch in Cronenbergs restliches Werk gut ein, das techno- und media-kulturelle Schübe und deren Auswirkungen auf Körper und Psyche in phantasmagorische Bilder explodieren lässt: Ein trotz seines konzentrierten Charakters eskalierendes Kino, das von der archaischen Rhetorik der drei Meister der Psychoanalyse - Freud, Jung, Lacan - motivisch durchdrungen scheint. […] Von Thomas Groh

Hipsterköpfiger Breloer: 'Howl' von Robert Epstein und Jeffrey Friedman im Wettbewerb

Außer Atem: Das Berlinale Blog 12.02.2010 […] Wär's nicht so traurig, müsste man lachen, dass der ganze dumme Literatur-muss-erlebt-sein-Quatsch, auf dem der Film reitet, justament dieser Tage in Feuilletons Urstände feiert, in denen authentizitätsfetischistische Blogger von "Echtheit" rhabarbern und wohlbestallte Beamte des Kulturbetriebs den Kitzel von Sex, Drugs & Techno fordern und Literatur mit ihren spießbürgerlichen Vorstellungen traktieren wie Mary-Louise Parker als den "Faust" umgeschrieben habende "Dichterin" im Zeugenstand des Films "Howl". […] Von Ekkehard Knörer
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