Stichwort

Denis Cote

4 Artikel

Betrügt den Zuschauer: Denis Cotes "Repertoire des villes disparues - Ghost Town Anthology" (Wettbewerb)

Außer Atem: Das Berlinale Blog 11.02.2019 […] Das passt, dient aber doch nicht der Geschichte. Messier-Rheaults Schuld ist das nicht: Es gibt keine Geschichte. Anja Seeliger Répertoire des villes disparues - Ghost Town Anthology. Regie: Denis Coté. Mit Robert Naylor, Josée Deschênes, Jean-Michel Anctil, Larissa Corriveau, Rémi Goulet. Kanada 2018, 96 Minuten (alle Vorführtermine) […] Von Anja Seeliger

Weniger sonderbar als andere Côté-Filme: Denis Côtés 'Boris sans Béatrice' (Wettbewerb)

Außer Atem: Das Berlinale Blog 13.02.2016 […] Denis Côté ist regulärer Gast auf der Berlinale, inner- und außerhalb des Wettbewerbs. Mit "Boris sans Béatrice" betritt er nicht nur soziologisches Neuland: Die Außenseiter- und Unterschichtsfiguren früherer Filme weichen einem grantigen, arroganten und stinkreichen Kapitalisten - was genau in seiner Fabrik hergestellt wird, interessiert den Film wenig, solange sich die Maschinenhalle für ein schmuckes […] als ob es sich die ganze Zeit über nur darum gehandelt hätte, einen Hebel im Erzählmechanismus von aus auf ein zu schalten: viel Lärm um einen geglückten Augenblick. Boris sans Béatrice. Regie: Denis Côté. Mit James Hyndman, Simone-Élise Girard, Denis Lavant, Isolda Dychauk, Dounia Sichov. Kanada 2016, 93 Minuten (Vorführtermine) […] Von Nikolaus Perneczky

Denis Cotes 'Vic+Flo haben einen Bären gesehen' (Wettbewerb)

Außer Atem: Das Berlinale Blog 11.02.2013 […] Geld, damit ich einen Anreiz bekomme, besser zu werden, sagt das Kind. In allen Beziehungen, auch solch flüchtigen, wie dieser ersten, an der Bushaltestelle, gibt es mindestens zwei Perspektiven. Denis Cotes "Vic et Flo ont vu un ours" zeigt eine ganze Reihe von Beziehungen; und keine einzige davon kann man in einer Perspektive erfassen. Flo findet etwas später in den Film. In der ersten Einstellung […] Lebensstil. Toll ist der Film nicht zuletzt darin, wie er Menschen und Sprechweisen in Bild und Ton setzt, die im Kino sonst kaum präsent sind – und wenn doch, dann höchstens als "soziale Attraktionen". Denis Côtés Kamera interessiert sich für Gesichter um derer selbst willen; der Film ist durchzogen von quasi-Porträtaufnahmen, die oft außerhalb des Handlungsflusses stehen; die den narrativen Drive momenthaft […] erwähnt sei, ein entscheidendes Detail aus Arslans "Gold" aufgreift - nimmt einem dann sehr nachhaltig den Atem. Lukas Foerster "Vic+Flo ont vu un ours" (Vic+Flo haben einen Bären gesehen). Regie: Denis Côté. Mit Pierrette Robitaille, Romane Bohringer, Marc-André Grondin. Kanada 2013, 90 Minuten. (Alle Vorführtermine) […] Von Lukas Foerster

Tierbeobachtungen: 'Bestiaire' von Denis Côté (Forum)

Außer Atem: Das Berlinale Blog 12.02.2012 […] vorsichtigen Strichen ein ausgestopftes Tier abzeichnen, das in ihrer Mitte steht. Dasselbe Tier, unterschiedliche Bilder. Wo das Tier herstammt, sieht man im späteren Verlauf in "Bestiaire", wenn Denis Côté bei einem Erkundungszug durch den Parc Safari in Quebec auch die taxidermische Abteilung in den Blick nimmt. Dieser ist zugewandt, aber gerade insoweit interesselos, dass sich eine Sphäre zwischen […] e im Park - man wäre bei Frederick Wiseman. Zwischen diesen beiden Protagonisten des vorsichtig beobachtenden Dokumentarfilms - überdies keine Unbekannten im Internationalen Forum - richtet sich Denis Côté gut und für den Zuschauer mit Gewinn ein. Der Prolog mit den Studenten hat freilich nicht nur heranführenden, sondern programmatischen Charakter: Es geht um das in seiner Ausgestelltheit zum Bild […] ches Gegenüber. Das kann im schlimmsten Fall grauenhafte Anthropomorphisierungen nach sich ziehen - oder auch so wunderbare, kleine große Filme wie "Bestiaire". Thomas Groh "Bestiaire". Regie: Denis Côté. Dokumentarfilm, Kanada/Frankreich 2012, 72 Minuten. Keine Dialoge. (Vorführtermine) […] Von Thomas Groh