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Tristan und Isolde

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Reine Kinowesen

Im Kino 05.10.2011 […] Und dann schieben sich Himmelskörper über-, schließlich ineinander, dazu die ganze Zeit auf der Tonspur die Ouvertüre von Wagners "Tristan und Isolde". - Wie der Vorgänger "Antichrist" beginnt "Melancholia" mit einem hoch artifiziellen, extrem stilisierten Prolog, der bereits den gesamten Film in sich zu enthalten scheint und in mancher Hinsicht alles, was nach ihm kommt, als bloßen Nachhall, vielleicht als Verkomplizierung, vielleicht auch nur als Beschmutzung dieser perfekten, allzu perfekten ersten Bilder kennzeichnet. […] Von Lukas Foerster, Nikolaus Perneczky

Vorgeblättert

Vorgeblättert 15.09.2003 […] Eine Entsprechung dazu findet sich erst gut fünfzig Jahre später mit vollkommen anderem Ausdrucksgehalt bei Richard Wagner: Im rhythmischen Puls, der die große Liebesszene im zweiten Akt von Tristan und Isolde (O sink hernieder, Nacht der Liebe) durchzieht und den Anton Bruckner - wiederum zwei Jahrzehnte später - in seiner achten Symphonie leicht verwandelt aufgegriffen hat: Er setzte dies als lenkende Instanz des langsamen Satzes ein, zumindest des Hauptteils darin. […]