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Clemens Meyer

8 Artikel

Man ist schließlich Mensch: Thomas Stubers "In den Gängen" (Wettbewerb)

Außer Atem: Das Berlinale Blog 23.02.2018 […] entzieht sie sich ihm plötzlich. Dann tauchen seine Kumpels von früher plötzlich im Großmarkt auf, tätowiert bis unter die Nasenflügel, Kippen und Wodkaflaschen schwenkend. Man kennt das schon, Clemens Meyer schrieb - zusammen mit Thomas Stuber - das Drehbuch. Als Marion krank wird, hört Christian von Bruno, dass sie verheiratet ist, mit dem Mann soll sie es schwer haben. Ob er sie schlägt? Christian […] Von Anja Seeliger

Frühjahr 2010

Bücher der Saison 06.04.2010 […] Seiten - Serben, Kroaten, Bosnier, Polen, Ustascha, Kommunisten - austeilt. Für Frauke Meyer-Gosau (Literaturen) ist Jergovic "ein europäischer Schriftsteller von Weltrang". Und in der Welt bekennt Clemens Meyer: "Ich bin gefangen in diesem großartigen Roman. Nein, mehr als das. Kosmos. Kroatien/Bosnien. Traumwelt. Höllenfahrt im Volvo. 1945-2005. Albtraum. Und wieso muss ich manchmal trotzdem lachen, wenn […] Perssons Roman "Zweifel" der um die Ermordung eines schwedischen Ministerpräsidenten kreist und der FR mit "messerscharfem Witz" und temporeichen Dialogen imponiert hat. Tagebücher / Erinnerungen Clemens Meyer, der 2006 die Kritik mit seinem Roman "Als wir träumten" über das Leipziger Kleinkriminellenmilieu beeindruckte und 2008 für seine Erzählungen "Die Nacht, die Lichter", den Leipziger Buchpreis erhielt […] n Alltagsberichte aus der (ost-)deutschen Wirklichkeit ziemlich beeindruckt haben. Feinste Prosa, lobt Jürgen Verdofsky in der FR. In der Zeit meint Adam Soboczynski es gut, wenn er schreibt: "Clemens Meyer ist Böll minus Kitsch." Nur Jutta Person wünscht sich in der taz, Meyer hätte seine auf das pralle, brutale Leben abgestellten Gewaltschilderungen öfter erfundene Szenen eingeschoben wie die Begegnung […]

"Es macht ding und dann dong"

Essay 20.03.2008 […] Nichts gegen Clemens Meyer. Es gibt nicht viele, die sich in Interviews so geben wie sie sind. "Ich möchte jetzt mal einen richtig großen Preis gewinnen, das sei mir doch auch mal vergönnt!", sagte er vor zwei Jahren, als er den Leipziger Preis nicht bekommen hatte und sich in Klagenfurt bewarb. Clemens Meyer ist ein Phänomen, allerdings kein literarisches. Über sein Schreiben sagt er: "Ich beschreibe […] au-Erdgeschosswohnung "herauszuschreiben", sagte Clemens Meyer einst in einem Interview. Auch wenn er nun zu den besser bezahlten Autoren Deutschlands gehört, wird er sich den Umzug in einen schicken Altbau kaum leisten können, denn dann wäre es um sein Hart-aber-ehrlich-Image geschehen. Das Preisgeld und sein Bier seien ihm gegönnt. Clemens Meyer ist nichts vorzuwerfen, außer vielleicht die Blauäugigkeit […] die neben mir auf dem Nachttisch stehen. Es macht ding und dann dong, und ich stehe auf. Ich gehe zum Fenster und blicke durch die Jalousien nach draußen", usw. Die erstaunliche Karriere des Clemens Meyer ist symptomatisch für einen hyperaktiven Literaturbetrieb, in dem schlagzeilenfähige Exotik wichtiger ist als die Literatur. "Da wäre der fettsüchtige Lehrer, der sich in einer verpönten Liebe zu […] Von Sieglinde Geisel