Stichwort
Expressionismus
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Vorgeblättert 21.07.2014 […] Außerdem wäre sie mir total dankbar, wenn ich nicht jedes Mal ausrasten würde, bloß weil es mir nicht passte, dass sie auf Raves ging, Joints drehte, mit einem Punk zusammen war, an einem Tag Grunge trug und sich am nächsten Kettengürtel und Kampfstiefel kaufte, von allen Fächern nur das elementarste Grundwissen beherrschte, für ihre Hausarbeiten Bios aus dem Netz herunterlud, beim Probeabi schummelte, Namen von Schriftstellern verhunzte, deren Romane sie mal eben überflogen hatte, billige Fantasy-, Vampir- und Zombiegeschichten verschlang, alles für Quatsch hielt, was sie nicht raffte, erst einen Arschtritt brauchte, um Geo zu lernen, sich nachmittags lieber verzog, statt die Kapitel über den Kolonialismus zu wiederholen, gähnte, wenn ich ihr Stummfilme zeigte, aber Griffith super fand und Stroheim geil mit seinem Monokel und den abgefahrenen Drehbüchern, nur ins Kino ging, wenn Katastrophenfilme liefen, Strophen aus den Songs einer angesagten Gruppe abkupferte und an ein Fanzine schickte, auf die Kunsthochschule gehen wollte, obwohl sie sich nur für Pop-Art und ein bisschen für deutschen Expressionismus interessierte, dass ich sie immer ins Museum schleppen und ermahnen musste, die Ausstellungskataloge durchzublättern, dass sie mir "Misoneismus" vorhielt, ein Wort, das sie aus dem Hut gezaubert hatte, um meinen Widerwillen gegen alles Neue zu beschreiben. […]
Essay 05.02.2014 […] Dies geschah wie bei den anderen Exponenten dessen, was man bald das "neue ungarische Kino" nannte - darunter Zoltán Fábri, István Szábo und András Kovács - in Auseinandersetzung mit dem polnischen Expressionismus à la Andrzej Wajda und den mittlerweile zugänglich gewordenen Werken des westeuropäischen Autorenkinos, allen voran Antonionis und Bergmans.
[…] Von Daniele Dell'Agli
Vorgeblättert 25.11.2013 […] Scheffler war womöglich mehr vom Expressionismus, den er eigentlich ablehnte, beeinflusst, als er wahrhaben wollte.
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Vorgeblättert 25.11.2013 […] Die wichtigsten Künstlergruppen des Expressionismus waren die »Brücke« und der »Blaue Reiter«. […]
Bücherbrief 03.06.2013 […] Riesenhaft, fett ironisch und gespickt mit Anspielungen auf die deutsche Moderne, den Expressionismus, Döblin, Brecht, Atomphysik, Nazis: so charakterisiert in der SZ Gustav Seibt den Roman, in dem er unter all dem Schabernack eine große Trauer wittert. […]
Außer Atem: Das Berlinale Blog 08.02.2013 […] Der Titel - angelehnt vermutlich an den einst in Hollywood sprichwörtlichen "Lubitsch Touch" - scheint absichtlich unspezifisch gewählt: Auf welche Art von Filiation er hinaus möchte, ist nicht so ohne weiteres klar, er meldet keine eindeutigen Erbschaftsansprüche an, interessiert sich oft weniger für Regisseure, Drehbuchautoren, Produzenten denn für vermeintliche Nebensächlichkeiten: stilisiertes Dekor, kontrastreiche Ausleuchtung, manisch anmutendes overacting, die Oberflächenreize des Expressionismus, die von Weimar aus in die Filmgeschichte diffundierten. […] Von Lukas Foerster
Bücherbrief 10.12.2012 […] Wobei, wie Stadelmaier weiter ausführt, die "Commedia" durchaus nicht den einzigen Bezugspunkt darstellt: Schuberts Impromptus, Heines Ironie, Rilkes Topografie oder die "Schreckensstürme" des Expressionismus spielen in Buselmeiers lyrischem Kosmos ebenso eine Rolle wie aktuelle politische Probleme in Afrika. […]
Im Kino 17.03.2010 […] Insbesondere die ausgedehnte Verfolgungsjagd als Höhepunkt des Films ist ein kleines Meisterstück des Actionfilm-Expressionismus.
Es gibt durchaus Kontinuitäten in dieser Szene: solche der Intensität, der reinen Wucht von Körpern und Bewegungen, die keinen Ort und kein Ziel mehr brauchen, nur noch die richtige Ausleuchtung, den richtigen Stil. […] Von Lukas Foerster, Thomas Groh
Bücherbrief 05.03.2010 […] Wie und warum Licht und Schatten eingesetzt werden, welche Ästhetik Hollywood bevorzugte, welche Dynamik der Wechsel von Hell und Dunkel entwickelt, und wann der Expressionismus begann, natürlicher zu wirken als der Realismus. […]
Post aus Ramallah 25.04.2006 […] Seine Bilder waren zu Anfang vor allem eine Auseinandersetzung mit der Situation des Isoliertsein, der Gefangenschaft, seine Mittel die des figurativen Expressionismus, ein wenig erinnernd an die Jungen Wilden der Achtziger Jahre in Berlin. […] Von Uta Ruge
Vorgeblättert 29.03.2004 […] Der Einfluß der sogenannten primitiven Kunst wirkte sich in Deutschland etwas später als in Frankreich, dafür um so stärker aus. Der Expressionismus ist ohne ihre Kenntnis nicht zu denken. 1902 gelangten reliefgeschmückte Pfähle von den Palau-Inseln im westlichen Mikronesien, die 1900 bis 1902 deutsches Schutzgebiet waren, in das Dresdner Völkerkundemuseum und übten eine große Anziehungskraft auf Künstler aus, die Pilgerfahrten zu diesen Kunstwerken unternahmen. […]
Post aus London 08.07.2003 […] Es ist tatsächlich fragwürdig - wie so vieles, nicht zuletzt, wer beispielsweise ein allumfassendes nationales Image bestimmen dürfte - , ob ein neu "ge-brand-etes" Deutschland beispielsweise Silvio Berlusconi beeindrucken würde - oder Kritiker wie Waldemar Januszczak: Vor ein paar Wochen musste er die Max-Beckmann-Austellung niederschreiben, und letzten Sonntag anlässlich der Werkschau von Ernst Ludwig Kirchner den deutschen Expressionismus ein für allemal erledigen. Bei so viel "deutscher" Kunst in London scheint der Beruf zur Qual zu werden. […] Von Henning Hoff