Logischer Endpunkt aller Zivilisation: 'City of Jade' von Midi Z (Forum) Außer Atem: Das Berlinale Blog 14.02.2016 Ein Dokumentarfilm über die Jadegräber im Norden Myanmars und einen Onkel, der vom großen Fund träumt. Von Lukas Foerster
Gespür für Physiognomien: Jeff Nichols 'Midnight Special' (Wettbewerb) Außer Atem: Das Berlinale Blog 13.02.2016 Jeff Nichols Wettbewerbsbeitrag "Midnight Special" sucht nach einem Geburtshelfer für das Licht. Von Lukas Foerster
Trip in die Dämmerzone Außer Atem: Das Berlinale Blog 10.02.2016 Die Berlinale führt uns dieses Jahr in die High Society Quebecs, in einen Sex-Streik in Chicago, an die Grenze Chinas zu Myanmar, ins swingende Hollywood der 50er, in deutsche Genrefilme der 70er und japanische Independentfilme der 80er. Ein Blick ins Programm und auf einen veritablen Koloss. Von Lukas Foerster
Die Stadt ist Protagonist: Ion de Sosas 'Androids Dream' (Forum) Außer Atem: Das Berlinale Blog 10.02.2015 In Ion de Sosas "Androids Dream" - nach einer Vorlage von Philip K. Dick - spielen die spanische Stadt Benidorm und ihre Hochhäuser eine Hauptrolle. Von Lukas Foerster
Ins Außerweltliche: Marcin Malaszczaks kurzer Film 'Orbitalna' (Forum Expanded) Außer Atem: Das Berlinale Blog 12.02.2014 Wer in "Orbitalna" einem Laufband nachblickt, wird Geistes von Film und Welt angesichtig. Von Lukas Foerster
Dispersion von Sinn: Fruit Chans 'The Midnight After' (Panorama) Außer Atem: Das Berlinale Blog 09.02.2014 Am Ende eines Tunnels lauert eine Welt ohne Menschen: Fruit Chans grandiose Doomsday-Vision "The Midnight After" im Panorama Von Lukas Foerster
Elegant: Nguyen-Vo Nghiem-Minhs 'Nuoc' (Panorama) Außer Atem: Das Berlinale Blog 06.02.2014 Der vietnamesische Regisseur Nguyen-Vo Nghiem-Minh setzt in seinem Film "Nuoc" die Welt unter Wasser und erzählt mit großer Behutsamkeit eine Liebe- und Rachegeschichte. Von Lukas Foerster
Entweder rüstig oder gefördert Außer Atem: Das Berlinale Blog 05.02.2014 Nach einer kurzen Aufbruchsphase ist die Berlinale künstlerisch schon wieder in der Defensive. Die Sektionen sind homogenisiert und taugen nicht mehr zur Orientierung des Zuschauers. Für Überraschungen ist die Berlinale dennoch immer gut. Selbst knallharte Traditionalisten - wie unser Autor - werden fündig. Wer sich ab morgen unter gut 400 Filmen nicht entscheiden kann, dem bleibt immer noch die wunderbare Retrospektive. Ein Blick ins Programm von Lukas Foerster Von Lukas Foerster
Beängstigender Wald: Andreas Bolms 'Die Wiedergänge' (Perspektive Deutsches Kino) Außer Atem: Das Berlinale Blog 14.02.2013 Wohin man auch blickt, überall Bäume auf dieser Berlinale: Besonders im Wettbewerb jagt ein Waldfilm den nächsten. Nina Hoss schlägt sich bei Thomas Arslan als Teil einer exildeutschen Reisetruppe durchs unwirtliche, grenzmystische Nadelholz. Tendenziell mindestens ebenso aggressiv (genauer gesagt: mindestens eine Bärenfalle aggressiver) gebärt sich der - gleichfalls kanadische - Wald, in dem Vic und Flo bei Denis Côté abhängen. Von der freundlichen Seite zeigt sich die Pflanzenwelt bei David Gordon Green: Obwohl er gleich zu Filmanfang abbrennt, bietet ein (wieder aufgeforsteter und dezent verzauberter) Wald Paul Rudd und Emile Hirsch Unterschlupf, hilft ihnen beim bonding und beim Verarbeiten von Liebesproblemen. Den Waldfilm to end all Waldfilme hat, wen wundert’s, James Benning gedreht: Gut zwei Stunden lang steht im Forumsfilm "Stemple Pass" eine Hütte im Wald herum; die Jahreszeiten wechseln, die Lichtverhältnisse aus, manchmal werden Texte des Unabombers Theodore Kaczynski verlesen, der sich jahrelang in einer ähnlichen Hütte verkrochen hatte, dann herrscht wieder minutenlang, viertelstundenlang Stille, gelegentlich tritt Rauch aus dem Schornstein der Hütte - aber der Wald, der bleibt. Von Lukas Foerster
Ausblick auf die Berlinale 2012 Außer Atem: Das Berlinale Blog 08.02.2012 Benoit Jacquot, Brillante Mendoza, Miguel Gomes, Ursula Meier Von Lukas Foerster
The Dorks Shall Overcome: 'Gentlemen Broncos' von Jared Hess in Generation 14plus Außer Atem: Das Berlinale Blog 13.02.2010 Benjamin verkauft Nachthemden im Textilgeschäft seiner Mutter in der örtlichen Mall. In einer großartigen Sequenz bekommt er Besuch von Tabatha (Halley Feiffer). Während hinter ihm die bunten, langen Nachthemden adrett nebeneinander geordnet sind, sieht man hinter Tabatha die Schusswaffen des Nachbargeschäfts. Benjamin wird bei Tabatha keine Chance haben. Er schreibt ohnehin lieber Science-Fiction-Romane, als Nachthemden zu verkaufen. Und auch seine Mutter designt in ihrer Freizeit lieber Kleider, die gut in die Romane ihres Sohnes passen würden. Außerdem backt sie bizarre Kugeln aus Popkorn, die sich wie eine Seuche im Film verbreiten und überall kleben zu bleiben drohen. Mutter und Sohn wohnen irgendwo in der amerikanischen Provonz, vielleicht in Utah, dem Heimatstaat des Regisseurs Jared Hess. Eigentlich wohnen die beiden natürlich zuallererst in Jared-Hess-Country. Einem Ort, den man in "Napoleon Dynamite", Hess' vorzüglichem Erstling, ausführlich kennengelernt hat. Einige Details scheinen direkt aus diesem Erstling übernommen, wie etwa der Zaun hinter dem Haus der Familie, von dem aus Benjamin und Dusty, der neue Freund der Mutter, ekelhafte Pfeile mit einem Blasrohr verschießen. In "Napoleon Dynamite" stand hinter dem Zaun ein Lama.Benjamin hat allerdings im Film nicht viel Zeit für solchen Unsinn. Von Lukas Foerster