Perlentaucher-Autor

Anja Seeliger

5 Artikel - Stichwort: Apple

Anja Seeliger, geboren 1961 in Koblenz, hat Jura studiert. Als freie Journalistin hat sie u.a. für die taz, Financial Times, Spiegel und Vogue geschrieben. Sie ist Mitbegründerin des Perlentauchers.

Wie tot ist das Web?

Redaktionsblog - Im Ententeich 19.08.2010 Die amerikanischen Medien haben in den letzten Jahren so viele Leichen aus den eigenen Reihen beerdigt, dass eine Zeitschrift jetzt den Spieß umdreht: "Das Web ist tot", titelt Wired und führt damit total in die Irre. Gemeint ist nämlich: Für die Medien ist das Web gestorben. Michael Wolff, als Vanity-Fair-Autor, Murdoch-Biograf und Gründer des Internetmagazins Newser mit reichlich eigener Erfahrung ausgestattet, nennt den Grund, den jeder kennt: Im offenen Web zählt nur Masse in der Größenordnung von Googlenutzern. Von Anja Seeliger

Passport!

Außer Atem: Das Berlinale Blog 15.02.2010

Rein publikumsmäßig gesehen ist die Berlinale auch in diesem Jahr ein voller Erfolg. Saal 8 im Cubix-Kino am Alexanderplatz ist fast ausverkauft, nur in den ersten zwei Reihen bleiben ein paar Plätze frei. Gezeigt wird ein russischer Film, und die russische Community ist gut sichtbar vertreten: viele pelzgefütterte Ledermäntel, in der Luft hängt mehr als nur ein Hauch Chanel. Anna Fenchenkos Film "Missing Man" ist ein sehr ruhiger Film über einen russischen Webdesigner - man sieht ihn in einer Szene kurz vor zwei großen Apple-Bildschirmen sitzen - der plötzlich aus seinem Leben gestoßen wird. Das Mietshaus, in dem er wohnt, wird abgerissen, seine Schwester verschwindet spurlos und seine Sachen ebenfalls. Er soll in eine andere Stadt ziehen und sich dort in der Behörde melden.
Von Anja Seeliger

Zeitungskrise und kein Ende

Redaktionsblog - Im Ententeich 27.02.2009 Droht den Zeitungen eine Knebelung durch Amazon wie die Musikindustrie sie durch Apple hinnehmen musste? Ausgelöst durch die Horrormeldungen über bankrotte Zeitungen kochte in den USA in den letzten zwei Monaten die Debatte um die Zukunft des Journalismus hoch. Den Anfang machte Joel Brinkley von der Stanford University, der vorschlug, die Zeitungskonzerne sollten sich zusammenschließen und alle für ihre Inhalte Geld verlangen. Hier die wesentlichen Argumente und Vorschläge in der Debatte (eine detailliertere Zusammenfassung mit Links zu allen Artikeln findet man bei Printed Matters): Von Anja Seeliger