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Todd Haynes

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Shapeshifter

Im Kino 27.02.2008 […] ist Cate Blanchett ist Richard Gere ist Billy the Kid. Dylan ist Ben Wishaw ist Arthur Rimbaud. Dylan ist jung ist alt ist schwarz ist weiß ist männlich ist weiblich. Dylan ist immer ein anderer, Todd Haynes, der Regisseur mit dem Queer- und Gender-Studies-Examen hat ein Leben, eine Identität, einen Superstar gründlich in seine Einzelteile zerlegt. Dazu läuft im Hintergrund Dylan-Musik. Dylan ist […] aber er ist, nicht nur als Name, sondern auch im Bild abwesend, nur ein paar Sekunden Echt-Dylan gibt es am Ende, ein fading out in die Schwarzblende, dann folgt der Abspann und der ist ellenlang. Todd Haynes betreibt die filmische Lebensbeschreibung als multiplikatives Verfahren, aus einer geradezu unendlichen Vielzahl von Dylan-Fakten und Dylan-Anekdoten und Dylan-Mythen und Dylan-Imaginationen filtert […] ung, auf vielen Ebenen. Einer Anverwandlung, die den Ehrgeiz hat, mit ihrem ungenannten, aus dem Hintergrund aber immerzu in den Film hineinsingenden Gegenstand auf Augenhöhe zu bleiben. Auch Todd Haynes ist ein Meister des Shapeshifting. In "Far From Heaven" hat er zum Beispiel Douglas Sirk nachgespielt, nicht täuschend echt, denn es gibt, so die tiefe dekonstruktive Überzeugung von Haynes, kein […] Von Thomas Groh, Ekkehard Knörer

Berlinale 9. Tag

Außer Atem: Das Berlinale Blog 17.02.2007 […] anzusehen etwa die beinahe schon surrealen Rückprojektionen mit Fahrten in London und britischer Landschaft bei Nacht. Minutenlang darf man sogar träumen, Ozon hätte hier Ähnliches im Sinn wie Todd Haynes mit seiner wundersam strengen Douglas-Sirk-Re-Imagination "Far From Heaven". Aber ach. Mitnichten. Denn allzu bald haben ihre Auftritte: Esme (Michael Fassbender), der Maler, der alles nur grau […] Von Ekkehard Knörer, Christoph Mayerl, Anja Seeliger