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Wall Street

4 Artikel

Spaß am Zeltlager: 'Another World' im Panorama

Außer Atem: Das Berlinale Blog 09.02.2014 […] Herbst 2011, Occupy Wall Street. Die Bilder vom Zuccotti Park gehen um die Welt, Feuilletonisten aller Länder diskutieren sich einen Wolf, Ableger in anderen Städten bilden sich schnell heraus, Slavoj Zizek und Michael Moore kommen unvermeidlich zu Besuch vor Ort. Gerade mal zwei Jahre ist das her und im Grunde schon so beeindruckend konsequent zu den Akten gelegt, dass die Erinnerungen an den - in […] offenbart insbesondere darin aber eben auch einige Probleme: Sehr offensichtlich handelt es sich bei "Another World" um Erinnerungsbild und Werbefilm zugleich: Ohne weiteres nimmt man den Campern vor Wall Street ihren aus dem Moment heraus enstandenen Enthusiasmus ab - "wir sind viele und wir sind zu zweit, wir sind Big in Manhattan tonight", könnte man in Anlehnung an Die Sterne sagen. Auch soll der Film […] eben auch, dass diffuses Unbehagen und Spaß am Zeltlager, Trommelschlagen und Plakatemalen eben noch keine politische Analyse ersetzt oder dem Kapitalismus gar ernsthaft etwas entgegensetzt. Occupy Wall Street war letztlich eben doch vor allem eine Medienblase - toll für die Beteiligten und im Einzelnen auch mit positiven Folgen, die im Epilog zu beobachten sind, wenn einige Aktivisten Hurrikan Sandy mit […] Von Thomas Groh

Prism-Skandal, Frage 1: Was wissen wir?

Redaktionsblog - Im Ententeich 21.06.2013 […] Für beider Auffassung spricht das Anwachsen der genehmigten Überwachungsmaßnahmen, das Michael Isikoff bei NBC News beschreibt. Eine richterliche Ablehnung kommt so gut wie nie vor, berichtet das Wall Street Journal: Von den knapp 34.000 Überwachungsgesuchen, über die der FISA Court zwischen 1979 und 2012 entschied, wurden elf abgelehnt. Und was die Überprüfung durch das Parlament angeht: Als vorletzten […] Von Anja Seeliger

Unbezahlbar zahlbar

Redaktionsblog - Im Ententeich 19.05.2010 […] Sätze bleiben aus diesem historischen Treffen in Erinnerung: "Engagement is King", sagte Rona Fairhead von der Financial Times. Und: "Das Pendel schlägt zurück", sekundierte Andrew Langhoff vom Wall Street Journal of Europe. Ich weiß nicht wie, aber irgendwie war es der Maleki Group, die die Veranstaltung betreute, gelungen, Arthur Sulzberger nach Frankfurt zu holen, also den gerade regierenden Nachfahren […] ein zahlbares Modell, das sie dann zur allgemeinen Freude fallen ließ. Nun schlägt das Pendel wie gesagt zurück. Auch FAZ und SZ sind hierzulande kostenpflichtig, ohne dass ein Hahn danach kräht. Wall Street Journal und Financial Times waren ohnehin immer schon zahlbar und genießen wegen ihrer wirtschaftlich relevanten Informationen und einer Kundschaft, die das von ihren Arbeitgebern bezahlt bekommt […] Befreiung aus dem struppigen Internet verheißen. Aber da war noch etwas drittes, der eigentliche Schnitt: Man hatte den Eindruck, dass hier globale Marken über lokale triumphierten: New York Times, Wall Street Journal und Financial Times mögen den Schritt in die Zahlbarkeit und die Glitzerwelt von Multimedia 2.0 verkraften. Sie sind extrem aufwendige Maschinen, die die besten Journalisten und Techniker […] Von Thierry Chervel

Hilft Siemens den iranischen Zensoren?

Redaktionsblog - Im Ententeich 22.06.2009 […] Aktualisiert um 17 Uhr. Das Nokia Siemens Network reagiert in einem Blogeintrag auf den unten zitierten Artikel des Wall Street Journal: Das Konsortium habe das iranische Telekommunikationsnetz lediglich mit einer "Lawful Intercept capability" ausgestattet, die internationalen Standards entspreche. Die Technologie betreffe allein das Mobilfunknetz und umfasse keine Techniken zu "data monitoring, […] internet monitoring, deep packet inspection, international call monitoring or speech recognition". ___ Das Wall Street Journal beschuldigt in einem Artikel in seiner heutigen Ausgabe den Siemens-Konzern, das iranische Regime mit Internetzensur-Technologie beliefert zu haben. Ähnliche Vorwürfe erhebt die New Yorker Zeitung gegen Nokia. "In Reaktion auf den politischen Tumult", so die Zeitung, "scheint […] soll den iranischen Behörden von einem joint venture von Siemens und Nokia geliefert worden sein. Die Technologie soll bei den jüngsten Unruhen erstmals intensiv eingesetzt worden sein. Die von dem Wall Street Journal befragten Experten zeigten sich beeindruckt von den technologischen Kapazitäten des Systems. Auch die Chinesen scheinen diese Technologie einzusetzen. […] Von Thierry Chervel