Stichwort

Steve Jobs

14 Artikel

Wer den Apfel küsst

Redaktionsblog - Im Ententeich 09.05.2012 […] medial-infrastrukturellen Komplexes. Das leicht hingeworfene "Spotify und Itunes funktionieren offenbar gar nicht schlecht", in dem Hanks Artikel kulminiert, offenbart eine weitere Verkennung der Lage. Steve Jobs diente sich den Konzernen der Musikindustrie mit dem Argument an, das "Geistige Eigentum" respektieren zu wollen. Dafür schuf er sein hermetisches Abbild des Internets namens Itunes und schaltete […] mich (aber es gibt ja nicht so viele, die es sagen): Apple ist gefährlicher als das viel häufiger angegriffene und längst geschwächte Google, im Grunde sogar gefährlicher als Amazon oder Facebook. Steve Jobs hat es hinbekommen, einen der Vorteile des Netzes - die ubiquitäre Verfügbarkeit kultureller Inhalte - mit der proprietären Logik der alten Kulturindustrien zu kombinieren. Und dafür noch die allseits […] Von Thierry Chervel

Diesen Kuss der ganzen Welt

Redaktionsblog - Im Ententeich 16.02.2012 […] ganz wo anders statt. Der Springer Konzern macht einen Jahresumsatz von 3 Milliarden Euro. Apple verbuchte allein im letzten Quartal einen Gewinn von 13 Milliarden Dollar! Mathias Döpfner wollte vor Steve Jobs niederknien, als dieser den Ipad brachte, aber aus Jobs' Perspektive ragte er auch damals schon kaum aus dem Staub zu seinen Füßen auf. Es war der Öffentlichkeit noch nicht so bekannt: Zu sehr war […] Kindersex! Auf dem Ipad wird die Welt, die im Internet noch so groß und gefährlich, aber auch so frei erschien, wieder beherrschbar. Das ist wohl auch der Grund, warum Mathias Döpfner niederknien wollte. Steve Jobs wollte Kontrolle – und hat sie bekommen. Und seltsamerweise fällt auf ihn nicht ein Schatten jener Kritik, die Bill Gates – der anders als Jobs immerhin für plattformübergreifende Offenheit stand […] Von Thierry Chervel

Netz hat keine Grenzen

Redaktionsblog - Im Ententeich 20.12.2011 […] Bertelsmann war damals viel größer als Amazon -, sondern daran, dass Bertelsmann mit den Mitteln eines Konzerns die Dynamik der neuen Technologie einfach nicht erfassen konnte. Die Entscheidung eines Steve Jobs oder Jeff Bezos lässt sich auch mit 17 Ausschusssitzungen bei Bertelsmann nicht kontern! Der Triumph der Netzkonzerne ist gewissermaßen der Triumph von Einzelunternehmern gegen Industriestrukturen […] Schumpeter. Du hast recht, dass Verlage heute auf die Entwicklung blicken wie das Kaninchen auf die Schlange. Sie sind heute in der gleichen Situation wie seinerzeit die Musikindustrie gegenüber Steve Jobs. Ihre Alternative war Itunes oder totaler Kontrollverlust. Seitdem kassiert Apple bei ihnen 30 Prozent Provision und verwaltet die Kundendaten. Amazon ist für die Verlage zur Zeit sogar noch g […] Krieg gegen Google Books. Solange Google nicht dauerhaft das Monopol auf die Digitalisate bekommen hätte, wäre sein Modell fairer gewesen als das automatische Handaufhalten des allseits beliebten Steve Jobs. Die Digitalisierung ist nicht amerikanisch. Europa hat einen großen Anteil daran: Linux, HTML, MP3 sind in Europa erfunden worden, leider nicht die Geschäftsideen, die ihr Potenzial realisieren […] Von Thierry Chervel

Betonierung des status quo

Redaktionsblog - Im Ententeich 22.06.2011 […] hat sich vom Ipad zurückgezogen und bietet stattdessen eine ipad-optimierte Website, weil sie aus verständlichen Gründen Apple den Dreißigprozentanteil an den Einnahmen und mehr noch den Zugriff Steve Jobs' auf sämtliche Leserdaten missgönnt (mehr hier). Übrigens haben Leser - zumal in Deutschland durch die hohen GEZ-Gebühren - einen begrenzten Medienetat und werden nicht die Probleme sämtlicher Medien […] Von Thierry Chervel

Wie tot ist das Web?

Redaktionsblog - Im Ententeich 19.08.2010 […] sich aus dem von Google kontrollierten offenen Web absetzen konnten, waren erfolgreich: Facebook und Apple, die Paralleluniversen schufen. Alle anderen sind dem Untergang geweiht oder setzen auf Steve Jobs. (Wolffs Artikel ist der im roten Balken) In einem zweiten Artikel (weißer Balken) versucht Wired-Chefredakteur Chris Anderson ("Free"!), dies dem Leser schmackhaft zu machen: Wir nutzen doch jetzt […] Aber Chanel wird auch nicht auf dem Ipad schalten, weil Jobs mitbestimmen will, wie die Anzeige aussehen soll. 5. Das Netz hat das Leserverhalten verändert. Kein Mogul kann das zurückdrehen, auch Steve Jobs nicht. Wie Evan Hansen, ebenfalls in Wired, schreibt: "Reading, it turns out, is not a passive, solitary enterprise; it is deeply tied to social activities. Thanks to the web, readers are no longer […] that mean for journalism?" Wie wäre es damit: eine gemeinsame, webbasierte, durchsuchbare, Google klug ausspielende, kostenpflichtige Plattform für Medien. Dafür müssten die Medien ihren eigenen Steve Jobs oder Mark Zuckerberg hervorbringen. Aber der ist nirgends in Sicht. Medienbesitzer wollen nicht mehr Mogul sein. Sie wollen sich einem Mogul unterwerfen. Die alten Zeiten sind wirklich tot. Anja […] Von Anja Seeliger

Achtzig Prozent Gut: Moses, der iPad und ich.

Virtualienmarkt 09.02.2010 […] Der Geschwurbel-Smog hat sich noch immer nicht verzogen, aber bei so viel Nebelwerferei wie rund um den Auftritt des Steve-Jobs-Hiob mit der Mosestafel vor seltsamerweise japanisch anmutender Banzai-Sonne (so anspielungsreich ironisch nur vom Economist porträtiert) gibt es eine Chance, ein bisschen Klarheit zu schaffen, nämlich zurückzufinden zu den ganz einfachen Fragen: Worum geht es? Was wird das […] das katholische Haus Weltbild aus Augsburg - die Konsumenten bei der Hand, die sich beinahe wie eine verlorene Herde auf all den Wiesen mit so unendlich vielen leckeren Angeboten verstreut hätten. Steve Jobs versammelt die Herde indessen um sich, organisiert rund um die Marke den wahren Glauben, und verspricht Erlösung und ein gutes Leben. Mit iPod, iPhone und nun iPad dürfen wir alles, und sogar beinahe […] Von Rüdiger Wischenbart