Perlentaucher - Online Kulturmagazin mit Presseschau, Rezensionen, Feuilleton

zuletzt aktualisiert 10.02.2026, 15.41 Uhr
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Sortiert nach Datum | Rubriken

Montag, 01.10.2018

Efeu - Die Kulturrundschau

Retroland ist anerkannt

01.10.2018 Andres Veiel stößt mit seinem Schreckensszenario "Let them eat money" am Deutschen Theater auf ein geteiltes Echo: Die SZ hört zuviel Reden im Konjunktiv, die taz lernt, dass auch die Wohlmeinenden ein Debakel in Gang setzen können. Die FAZ erlebt auf dem Filmfestival in Gdynia eine Blüte des polnischen Films. Die Situationisten-Ausstellung im HKW zeigt ihr, wie aus Künstlern die Kreativszene wurde. Die FR tröstet sich über die neue Altstadt: Noch trifft sich Frankfurt nicht am Römerberg.

9punkt - Die Debattenrundschau

Westmark oder Ostmark?

01.10.2018 In der FAS wirft Didier Eribon der "Aufstehen"-Gründerin Sahra Wagenknecht keinen Schokoladenkuchen ins Gesicht. In der NZZ kommt Jörg Baberowski zu der Einsicht, dass "es die beste aller Gesellschaften nicht geben wird". In der SZ zeichnet der brasilianische Autor Luiz Ruffato das Bild eines gespaltenen Landes. Im Observer zieht Kenan Malik dreißig Jahre nach Erscheinen der "Satanischen Verse" eine bittere Bilanz der Rushdie-Affäre. Und in Fastcompany.com erfindet Tim Berners-Lee das Web neu.

Medienticker

Intellectual Dark Web

01.10.2018 Aktualisisert: Charles Aznavour ist gestorben - Sprache lesen: Marcel Beyer & Kerstin Preiwuß denken über Verrohung, Enthemmung & Aggressivität nach - Michael Spreng sieht in der Bild eine Vorfeldorganisation der AfD - Manipulation und Social Media: Carolin Emcke über Demokratie in Zeiten der Desinformation - Historikertag: Die Lehrer Deutschlands + Erdogans Staatsbesuch: "Lesen für die Freiheit" & Video der Solidaritätsaktion mit verfolgten Autoren.

Bücherschau des Tages

Der eine welterschließende Satz

01.10.2018 Die taz atmet mit Dina Nayeris Roman "Drei sind ein Dorf" den Duft von Aprikosen, Gewürzen und Opium. Die SZ räkelt sich mit Karine Laval am Pool. Etwas skeptisch blickt sie auf das monumentale Denkmal, das Josef Joffe "Dem guten Deutschen" errichtet. Der FAZ wird ganz schwer ums Herz, wenn sie sich mit Friedrich Anis Detektiv Tabor Süden auf die Suche nach Cornell Woolrich begibt.

Dienstag, 02.10.2018

9punkt - Die Debattenrundschau

Bürgernahe Regenkleidung

02.10.2018 Ungemütliche Stimmung vorm Tag der Einheit: In Chemnitz wurde nach Wochen der Leugnung eine rechtsextreme Terrorgruppe festgenommen. taz-Autor Daniel Schulz schildert eine Jugend in den Neunzigern, als rechtsextremes Gedankengut in den neuen Ländern Normalität war. Welt-Autor Thomas Schmid resümiert: die Revolution von 1989 war keine liberale Revolution. Die Jungle World erzählt, wie Genitalverstümmelung in Indien im Namen der Religionsfreiheit verteidigt wird.

Efeu - Die Kulturrundschau

Heiser, rau und nicht eben gefällig

02.10.2018 Sehr alt und ganz neu: Der New Yorker begeistert sich für die lauernd animierten Silhouetten des noch in die Sklaverei geborenen Bill Traylor. Die neue musikzeitung erlebt einen stürmischen, bildgewaltigen Prokofjew am Staatstheater Nürnberg. Die SZ rechnet mit der literarischen Kompetenz der Schwedischen Akademie ab. Die Musikwelt trauert um den unverzichtbaren, unverwechselbaren Charles Aznavour.

Magazinrundschau

Skala von Hintergedanken

02.10.2018 Der New Yorker würdigt die toughen amerikanischen Malerinnen der Nachkriegszeit. Der Merkur verbeugt sich vor einem farcierten Truthahn mit Himbeeren und François-Pierre de La Varenne, dem Begründer der Haute Cuisine. Das TLS erinnert an das immer noch ungesühnte Blutbad von Tlatelolco 1968. In Longreads erklärt Tim Mohr, warum der SED die Punks unheimlich waren. In n+1 bringt Navtej Singh Dhillon seinen Vater aus London zum Sterben zurück in den Punjab.

Medienticker

Cross-Border-Journalismus

02.10.2018 Aktualisiert: Causa Rowohlt: Einstweilige Verfügung gegen Holtzbrinck-Buchverlage-Chef  & Gesprächsangebot an die Autoren - Journalisten-Tagung: Nationalismus können wir uns nicht mehr leisten - Gebühren: EU-Journalisten sollen für Akkreditierung bezahlen, EU-Kommission lehnt die Gebühr ab - Türkei: Journalist Ahmet Altan sitzt seit zwei Jahren im Gefängnis & Kraftprobe für kurdische Verlage - Ex-Bild-Chef Diekmann lehnt Leistungsschutzrecht ab + #frauenzählen: Studie zur Männerdominanz im Literaturbetrieb.

Bücherschau des Tages

Der Widerstand der Welt

02.10.2018 Die FAZ begutachtet einige Brillanten aus dem noch immer nicht ganz erschöpften Bergwerk Hans Blumenbergs. Die SZ lässt sich von Usama al Shahmanis Roman "In der Fremde sprechen die Bäume arabisch" aufs schönste in Ungewissheit wiegen. Außerdem zieht sie eine Schnute auf Günter de Bruyns "Neunzigstem Geburtstag", zu polemisch wird ihr dort diskutiert.

Donnerstag, 04.10.2018

9punkt - Die Debattenrundschau

In wahnwitzigem Tempo

04.10.2018 Der Staat sollte die Katholische Kirche wie jede andere Organisation behandeln, meint der Soziologe Uwe Bork mit Blick auf den Missbrauchsskandal in Dlf-Kultur. In der NZZ erinnert Sonja Margolina an den Staatsantisemitismus und die routinierte Diskriminierung  der Juden in der Sowjetunion. Überall wird "Respekt vor Religion" verlangt. Wie wäre es dagegen einmal mit Respekt vor säkularen Errungenschaften, fragt ebenfalls die NZZ. In der Zeit erzählt Bartosz T. Wieliński von der Gazeta Wyborcza, wie in Polen die Demokratie zerstört wird.

Efeu - Die Kulturrundschau

Das Chaos des vielen

04.10.2018 Die Welt versinkt in dem dunkel Unerkannten der Bruegelschen Welt. Der Tagesspiegel verliebt sich in die signalhaften Farben von Lea Mysius' Debütfilm "Ava". In der NZZ fürchtet Daniel Kehlmann das Internet mehr als die KI. Außerdem möchte die NZZ lieber Musik als unterkomplexe politische Stellungnahmen von Musikern hören. Die Welt erinnert sich anlässlich Ruth Beckermanns Waldheim-Doku daran, dass Kurt Waldheim 1986 die erste erfolgreiche antisemitische Wahlkampagne der Nachkriegszeit führte.

Medienticker

Wenn Zensoren knurren

04.10.2018 Aktualisiert: Amnesty kritisiert Journalisten-Festnahme - EU-Urheberrechtsreform: Licht ins Dunkel - Österreich: Innenminister gegen Falter - China: Westliche Wissenschaft duckt sich - Türkei: Lebenslang Haft für Ahmet Altan - Sinkende Umsätze: Barnes & Noble erwägt Verkauf - Bücher in Zeiten von Netflix: Wie Droemer Knaur Leser zurückgewinnen will - Login-Allianz der Verleger: Ein Datenpool gegen die Google-Dominanz + Medien & Rechtspopulismus: Rassistische Texte sind nie freie Meinungsäußerung.

Bücherschau des Tages

Selbstschädigende Reflexionsschleifen

04.10.2018 Intellektuellen Spaß hat die FAZ mit Roberto Bolanos "Geist der Science-Fiction". Außerdem lernt sie mit Bernhard Strobels Roman "Im Vorgarten der Palme" den Neurotizismus im idyllischen Eigenheim kennen. Die FR reist mit Inger-Maria Mahlke durch die Geschichte Teneriffas. Und die SZ lernt von der Mormonentochter Tara Westover, dass man sich auch im Westen manchmal noch das Recht auf Bildung und Freiheit von der Familie erkämpfen muss. Schließlich haben wir die Literaturbeilage der Zeit ausgewertet: alle Notizen finden Sie hier.

Freitag, 05.10.2018

9punkt - Die Debattenrundschau

Durch eine Geheimtür ins Freie

05.10.2018 Streit um die Stasi-Gedenkstätte Hohenschönhausen. Nach seinem Stellvertreter ist auch Hubertus Knabe entlassen worden. Von Knabe sei "etwas Diabolisches" ausgegangen, so laut Tagesspiegel einer der Vorwürfe. Jan Fleischhauer vermutet in Spiegel online eine Intrige der Linkspartei. Die Welt bringt Walter Laqueurs "mildem Pessimismus" noch eine Hommage dar.  Warum propagieren westliche Organisationen wie die Bill-and-Melinda-Gates-Stiftung so massiv die Beschneidung von Jungen in Afrika, fragt der Humanistische Pressedienst.

Efeu - Die Kulturrundschau

Bis ans Ende des Kaninchenbaus

05.10.2018 So lässt man sich von der AfD vorführen, schäumt die SZ angesichts von Olu Oguibes abgebautem Obelisken in Kassel. In der NZZ fragt die Dramaturgin Eva-Maria Voigtländer angesichts der Proteste gegen die Wiener Inszenierung von Bernard-Marie Koltès' "Der Kampf des Negers und der Hunde" mit Jean Genet: "Wer ist überhaupt ein Neger, und welche Farbe hat er?" In der Welt freut sich Intendant Peter Theiler über die Fans von Dynamo Dresden in der Semperoper. Die FAZ feiert die goyadunkle Musik von Cat Power.

Medienticker

Kein Abschied von der Zivilisation

05.10.2018 Aktualisiert: Montserrat Caballé ist tot - Friedensnobelpreis für KämpferInnen gegen sexuelle Gewalt - Weniger Infos für Journalisten? Wie Bundesministerien mit IFG-Anfragen umgehen - Reporter: Besserer Schutz für Journalisten - Daniel Kehlmann sieht für die heutige Verlagsbranche schwarz - Wie Newsrooms in Unternehmen funktionieren - "Werk ohne Autor": Gerhard Richter kritisiert Film - #YouToo? Wie stark die Verlagsbranche von Sexismus betroffen ist - Der geschredderte Banksy: Der Street-Art-Künstler erklärt sich + Die Hörfunk-Wochenendtipps.

Bücherschau des Tages

Starklilienroth und Dunkelschöngrün

05.10.2018 Die FAZ nimmt mit der Ökonomin Shoshanna Zuboff den Kampf gegen den Überwachungskapitalismus auf. Mit Patrick Baty reist sie durch farbige Interieurs der letzten Jahrhunderte. Die SZ lobt Gerd Krumeichs kühle Analyse der Dolchstoßlegende und lernt in "Anmut und Feigheit": Frank Schulz kann mehr als witzig.  Die NZZ verfällt der wilden Denkathletik von Peter Sloterdijk in dessen "Neuen Zeilen und Tagen".

Samstag, 06.10.2018

Efeu - Die Kulturrundschau

Metaphysik ohne Jenseitsseligkeit

06.10.2018 Fünf Tage vor Beginn der Buchmesse stürzen sich die Feuilletons nun auf Georgien: In der taz erklärt Nana Ekvtimishvili, wie sich Georgien an den Hinterlassenschaften der Sowjetunion abarbeitet. Wojciech Smarzowskjs Film "Kler" über Macht- und Kindesmissbrauch in der katholischen Kirche setzt polnische Rechte und Klerus ordentlich unter Druck, weiß die FR. Ebenfalls in der FR fordert Igor Levitt mehr als leere Floskeln gegen rechte Kräfte.Der Tagesspiegel träumt von einer neuen Berliner Altstadt. Und: Montserrat Caballe ist tot.

9punkt - Die Debattenrundschau

145 Tage des Kampfes, 20 Kilo weniger

06.10.2018 Libération berichtet, dass der ukrainische Filmemacher Oleg Senzow seinen Hungerstreik aufgeben musste: "Ich habe mein Ziel nicht erreicht." Der Schriftsteller Rafael Cardoso beschreibt in der FAZ, wie über Jahre hinweg die öffentliche Debatte in Brasilien brutalisiert und unkontrollierbar wurde. Ein Jahr nach Beginn von #MeToo sieht die taz eine Kultur von Konsens und Respekt näherrücken. Die Berliner Zeitung fragt, ob deutsche Männer weniger sexistisch sind als amerikanische oder ob sich deutsche Frauen einfach mehr gefallen lassen.

Bücherschau des Tages

Verzweifeln an der Hässlichkeit

06.10.2018 In der SZ liest Georg Klein berührt, wie Leonard Cohen über den Verlust seines Sex-Appeals trauerte. Außerdem bewundert sie Kathleen Collins schimmernde Erzählungen "Nur einmal", die sie in die Sechzigerjahre der Bürgerrechtsbewegung zurückführen. Klug und unterhaltsam findet die FAZ Thomas Hürlimanns Abenteuerroman, der sie nach Italien, Afrika und in die DDR führte. Mit angehaltenem Atem liest die FR Susanne Röckels exquisit schaurigen Roman "Der Vogelgott". Und die Welt amüsiert sich köstlich über Zaza Burchuladzes Parodie auf ein esotierisches Speißerpaar "Der aufblasbare Engel".

Montag, 08.10.2018

9punkt - Die Debattenrundschau

Gerechtigkeit nur für die Richtigen

08.10.2018 Verschwundene und Ermordete: Der Journalist Jemal Khashoggi soll im Istanbuler Konsulat Saudi Arabiens ermordet worden sein, die bulgarische Journalistin Viktoria Marinova wurde in einem Park in Sofia ermordet aufgefunden - nur zwei Meldungen des Tages. Depression herrscht über die Ernennung des Supreme-Court-Richters Brett Kavanaugh. Die SZ berichtet über einen akademischen Hoax, der sich über Gender Studies lustig macht. Die fast schon vergessen geglaubte "Erklärung 2018" muss jetzt laut FAZ im Bundestag diskutiert werden.

Efeu - Die Kulturrundschau

Ein Dasein in farbenfroher Traurigkeit

08.10.2018 Erschöpft, aber glücklich jubeln SZ und Nachtkritik nach Christopher Rüpings zehnstündigem Theatermarathon "Dionysos Stadt". Im Tagesspiegel beschreibt Jan Fabres früherer Assistent Felix Schnieder-Henniger ein wohl choreografiertes System aus Faszination und Übergriffigkeit. Die NZZ liest in den neuen Romanen  von einem sich zuspitzenden Kampf der Klassen um Ressourcen.  In der FAS beschreibt Leila Slimani, wie der Körper der Frau in der arabischen Welt zum Schlachtfeld wird. Und die Welt deklassiert Banksy zum Zeitgeistversteher.

Medienticker

Herbstlicht golden, Stimmung trübe

08.10.2018 Aktualisiert: Buchpreis für Inger Maria Mahlke -  Mord an bulgarischer Journalistin - 70. Messse-Jubiläum: Interview mit Buchmessenchef Juergen Boos & Ausblick - Buchmarkt in Schwierigkeiten: Verlage reagieren panisch auf die Krise - Studie "Trendmonitor Deutschland": Jeder Fünfte will mehr Printbücher kaufen - Rowohlt: Die Laugwitz-Debatte gewinnt zur Buchmesse an Fahrt - Zahlreiche Urheberrechtsverstöße: ARD+ZDF prüfen rechtliche Schritte gegen AfD + Geschreddert: Banksy erklärt seine selbstzerstörerische Kunst.

Bücherschau des Tages

Auf Resilienz setzen oder auf Gelassenheit?

08.10.2018 Große Melancholie überkommt die taz, wenn Petros Markaris sie mit "Drei Grazien"  behutsam durch die Straßen Athens führt. Als karnevalistischen Schelmenroman erster Güte feiert die SZ Thomas Hürlimanns Roman "Heimkehr". Als zuverlässig schaurige Lektüre erfreut sie Bob Woodwards nun auch auf Deutsch vorliegender Bericht aus Donald Trumps Weißen Haus "Furcht" .

Dienstag, 09.10.2018

Magazinrundschau

Domäne der Frauen

09.10.2018 Der New Yorker untersucht die Kommunikationskanäle von Trumps Wahlkampfteam mit der russischen Alfa-Bank. In der New York Review of Books sieht der Historiker Christopher R. Browning Donald Trump all die Fehler wiederholen, die zur großen Wirtschaftskrise und zwei Weltkriegen führten. Intercept sucht verschwundene saudische Frauenrechtlerinnen. In der London Review erklärt die Sozialwissenschaftlerin Sheng Yun: Frauen sind die größten Kapitalistinnen und damit die Zukunft Chinas. In The Nation lernt der Historiker Richard J. Evans, wie deutsche Frauen vom Nationalsozialismus profitierten.

Efeu - Die Kulturrundschau

Wachstum der Depotbestände

09.10.2018 Auftakt Frankfurter Buchmesse: Den Buchpreis für Inger-Maria Mahlke und ihren bei Rowohlt erscheinenden Teneriffa-Roman "Archipel" wertet der Tagesspiegel auch als Betriebspolitikum. Die FAZ fragt, warum deutsche AutorInnen eigentlich politisch so leise treten. Die SZ feiert eine große Pieter-Bruegel-Schau in Wien. Die NZZ plädiert für unsentimentale Entsorgung überflüssiger Kunstwerke. Der Guardian lernt von Peter Barber: Architektur kann lustig sein.

9punkt - Die Debattenrundschau

Suchbewegung ohne Ziel

09.10.2018 Buchmesse 2! Hier geht's mehr um den Markt. So schlecht steht es gar nicht um die Branche, versichert Buchmessenchef Juergen Boos in der FR. Die Umsätze seien stabil, außerhalb Deutschlands wachse der Markt. Die kleinen Verlage sollen trotzdem Subventionen bekommen, fordert die taz. Rüdiger Wischenbart schildert im Perlentaucher das Dilemma der Verlage. Außerdem: Es gibt eine neue Normalität des Antisemitismus in Europa, beobachtet Richard C. Schneider in den Blättern. Und Google plus macht dicht.

Medienticker

Wolf im FAZ-Pelz

09.10.2018 Aktualisiert: Wie soll der Journalismus mit Populisten umgehen? - Die Sehnsucht nach dem Leser: Trotz sinkender Absätze scheuen Buchverlage den Wandel - Studie: E-Books verdrängen gedruckte Bücher nicht - Ungeprüft: Medien übernehmen ungeprüft Zahlen von Bild⁩ - Wolf Wondratschek im Interview über seinen Soundtrack des Lebens - Weniger schmökerhaft: Schwacher Buchpreis-Finalisten-Jahrgang - Schluss mit Plus: Google stellt Google+ nach Datenleck ein + Floskel des Monats: "Grünes Licht".

Bücherschau des Tages

Ein fast manischer Sinn für Humor

09.10.2018 Die SZ erlebt mit J.G. Ballards "Millennium People", wie sich das aufgeklärte  Bürgertum in London selbst zerlegt. Die NZZ macht mit Michael Chabons Großvater Jagd auf Wernher von Braun. Außerdem bewundert sie die Gedichte des altersweisen W.S. Merwin.  Die FAZ lernt vom Kulturanthropologen Carlo Severi, wie schriftlose Völker ein kulturelles Gedächtnis bilden. Und von David Kowalski erfährt sie, welche Rolle jüdische Dissidenten in Polen spielten.

Mittwoch, 10.10.2018

9punkt - Die Debattenrundschau

Gedanken zur Elitenkritik

10.10.2018 Illiberale Demokratien gibt es nicht, nur undemokratische, warnt die NGO Democracy Reporting International in der SZ. Hat Alexander Gauland eine Rede Hitlers für seine Elitenkritik in einem FAZ-Kommentar zur Vorlage genommen? Das behauptet Wolfgang Benz im Tagesspiegel. Wer soll die Probleme denn richten, wenn nicht die Eliten, fragt der Literaturwissenschaftler Alfred Koschorke in der NZZ: Egomane Clowns? Neue Cybercrime-Gesetze machen die arabische Welt zu einem einzigen Freiluftgefängnis, warnt die jordanische Journalistin Rana Sabbagh auf Zeit online.

Efeu - Die Kulturrundschau

In schönster Eigensinnigkeit

10.10.2018 Und schon wird das neue Museum des 20. Jahrhundert in Berlin das Doppelte kosten, bemerkt die SZ zu den revidierten Plänen von Herzog und de Meuron, dafür bleibt die Platane stehen. Auf der Buchmesse lauscht sie gebannt Chimamanda Adichies Appell für mehr Frauenrechte. In der FR erklärt sich der Autor Davit Gabunia auch die Homophobie in Georgien mit einem Hass auf Frauen. Der Tagesspiegel bemerkt eine neue, geradezu luxuriöse Fülle in der Ausstattung von DDR- Filmen. Und der Guardian schwelgt in der Strenge und Sinnlichkeit von Anni Albers Webarbeiten.

Medienticker

Imagination des literarischen Raumes

10.10.2018 Deutscher Buchpreis & die deutschen Buchpreise: Zwischen literarischer Valorisierung und kreativökonomischer Kommerzialisierung - Monika Grütters will einen Preis für Verlage - Twitter-User entdeckt Parallelen zwischen Gauland-FAZ-Text & Hitler-Rede - Was kaufen Sie denn? fragt sich Ursula März - Messe-Splitter: Wie rechte Verlage sich zu Opfern stilisieren + Buchmessen-Gastland: Georgien ist spannend. Doch! Wirklich! ... Interviews, Essays & Rezensionen sowie die Buchmesse in Hörfunk+TV.

Bücherschau des Tages

Durchgehaltener Moll-Ton

10.10.2018 Die FAZ blickt mit Delphine de Vigans Roman "Loyalitäten" in den Abgrund einer dysfunktionalen Familie. Die NZZ fröstelt angesichts der Kälte der Schweiz gegenüber Gastarbeitern in den 60ern, wie sie Vincenzo Todisco in "Das Eidechsenkind" beschreibt.  Die FR lässt sich mit Adolf Endlers "Kleinem kaukasischen Divan" beglückt nach Georgien entführen.

Donnerstag, 11.10.2018

Medienticker

Streaming-Republik

11.10.2018 Erschütternde Ergebnisse: PEN-Studie zur Meinungsfreiheit in Deutschland - EU-Projekt gegen Fake News - ARD/ZDF-Online-Studie: Junge schauen mehr On-Demand - Netflix für Hörbücher? Audioboom & Buchclub 2.0 -  Ernst-Wilhelm Händler über Literatur in Zeiten der Internetplattformen - Literaturbetrieb: "Man kann gut Bücher besprechen, die man nicht gelesen hat" - Buchmesse: Hörfunk+TV-Tipps u. a. Interviews mit Robert Seethaler, Heinz Strunk & über das Protokoll des NSU-Prozesses.

9punkt - Die Debattenrundschau

Gegensatzpaare

11.10.2018 Brandgefährlich findet auf Zeit online der Schriftsteller Zaza Burchuladze die mächtige Kirche in Georgien. In der taz wünscht sich der Sozialwissenschaftler Werner Schiffauer mehr Zusammenarbeit von Juden und Muslimen, schließlich lebten beide hier in einem "Drittland". Die taz findet durchaus Analogien in Alexander Gaulands Antiglobalisierungskommentar in der FAZ zu einer Hitler-Rede. Die NZZ winkt dagegen ab: So reden Linke doch schon lange. In der Zeit zieht Eva Illouz positive Bilanz von #MeToo. Politico schlägt vor, Facebook zu verstaatlichen.

Efeu - Die Kulturrundschau

Sklave der Taktstriche

11.10.2018 Der Guardian lernt im Londoner Barbican Centre,  moderne Kunst und Moderne Liebe gehen Hand in Hand. Die taz beobachtet in der NGBK, wie die Schönheit von Gesten in ökonomische Strategie überführt wird. Außerdem feiert der haitianische Jazzsaxofonist Jowee Omicil in der taz die kreolische Mischung. Und zur zweiten Staffel der Neuköllner Clan-Serie "4 Blocks" stellt sich die Frage: Ist der Stoff high end oder ist er gestreckt?

Bücherschau des Tages

Ästhetisch-pathologische Exzentriker

11.10.2018 Die FAZ reist mit Ursula Le Guin zur fantastischen Inselwelt "Erdsee". Die FR blickt auf einen sowjetischen Gulag mit "Schermanns Augen". Die Zeit besucht staunend mit einem superpotenten Rudolf Borchardt den "Weltpuff Berlin". Und die NZZ erlebt mit Cyprian Broodbank "Die Geburt der mediterranen Welt".

Freitag, 12.10.2018

Efeu - Die Kulturrundschau

Bitte alleine lesen

12.10.2018 Die Literaturkritiker schämen sich für Rowohlt bei der Vorstellung von Rudolf Borchardts vor 80 Jahren verfasstem pornografischen Nachlass-Roman "Weltpuff Berlin": Musste das so herrenabendartig ablaufen, fragt die SZ. In der Welt berichtet der georgische Dichter Zviad Ratiani von Polizeiübergriffen und Missständen in seinem Land. Die Musikkritiker streiten über die Teilnahme an der Red Bull Music Academy. Die SZ entdeckt italienische Malerei der Zwanziger.

9punkt - Die Debattenrundschau

Von der Peripherie des westlichen Kapitalismus

12.10.2018 In der taz fordert die tschechische Politologin Veronika Sušová-Salminen die Europäer auf: demokratisiert euch erstmal, bevor ihr Russland kritisiert. Die FAZ lernt aus zwei Studien: syrische Flüchtlinge können eigentlich nirgends hin. In der SZ kritisiert der Anwalt Wolfgang Kaleck Monika Grütters juristische Tricks zum Umgang mit Raubkunst aus Afrika. Meedia meint zum FAZ-Kommentar Alexander Gaulands: War doch gut für die Meinungsvielfalt. Und die Welt meint zu Gauland: Mit mehr Globalisten hätte es weniger Fehler in der Flüchtlingsdebatte gegeben.

Medienticker

Zwischen Krise & Hoffen

12.10.2018 Aktualisiert: Alternativer Literaturnobelpreis für Maryse Conde - Deutscher Buchmarkt in Krisenstimmung: Netflix, du hast die Leser geschrumpft & Wie sieht die Zukunft der Buchkultur aus? - Jonas Lüscher setzt auf Taten statt Worte & ruft zu europaweiten Demonstationen gegen Nationalismus auf - ARD/ZDF-Studie: Warum der Begriff "online" inzwischen Unsinn ist - Gesetz für Whistleblower: Gut für JournalistInnen + Messe -Hörfunk+TV-Tipps für das Wochenende u. a. Interviews mit Juli Zeh & mit dem Comicautor Flix.

Bücherschau des Tages

Schwebende Dissonanz

12.10.2018 Die FR lobt Schönheit und Dringlichkeit in Richard Powers' Wald-Roman "Die Wurzeln des Lebens". Außerdem blickt sie mit den zum zehnten Todestag herausgegebenen Essays von David Foster Wallace unter die Oberfläche der Gedanken. Gebannt liest die FAZ Josef H. Reichholfs Thesen zum Aussterben der Schmetterlinge. Die NZZ empfiehlt Dima Wannous' Debütroman über eine Amour Fou während des Syrien-Kriegs. Und die SZ liest Kinder- und Jugendbücher.

Samstag, 13.10.2018

Efeu - Die Kulturrundschau

Wald ist schwer zu fotografieren

13.10.2018 Die NZZ freut sich, dass der neu ausgelobte alternative Literaturnobelpreis an die in Guadeloupe geborene Schriftstellerin Maryse Condé geht. Die SZ bemerkt in Frankfurt, dass AutorInnen aus Afrika noch immer an der Sorbonne oder in Oxford studiert haben müssen, um international erfolgreich zu sein. In Amsterdam lernt sie, die Maler Gauguin und Laval, nicht aber die Kolonialisten. In der Welt spricht Elena Ferrante über die Verfilmung ihrer "Genialen Freundin". Tagesspiegel und Nachtkritik genießen mit Simon Stones "Griechischer Tragödie" am Berliner Ensemble feministischen Antikensplatter.

9punkt - Die Debattenrundschau

Ein Prosit auf die Wohlstandsgemütlichkeit

13.10.2018 In der NZZ beschreibt die Historikerin Marine-Janine Calic den Streit in Serbien und Kroation über die ideologische Deutung ihrer faschistischen Terrorgruppen im Zweiten Weltkrieg. Die FAZ warnt die Bayern: Wer nicht wählen geht, hat schon verloren. Die SZ fordert, die Information über Abtreibung aus der rechtlichen Grauzone zu nehmen. Sonst gibt's bald keine Ärzte mehr, die überhaupt noch Abtreibungen vornehmen, sekundiert die taz. In der NZZ kritisiert Francis Fukuyama die destruktive Macht der Mini-Identitätspolitik und plädiert für nationale Identitäten.

Bücherschau des Tages

Würgen an der Fischgräte namens Karl Marx

13.10.2018 Die FAZ freut sich königlich über den ersten Band der kritischen Gesamtausgabe von Hannah Arendts Schriften. Die FR befreit sich mit Udo Lindenberg aus grauer Kleinstädte Mauern. Die SZ taucht mit Burghard Klaußners Roman "Vor dem Anfang" ins Kriegsende ein. Die taz erlebt mit Robert Gerwarth die Novemberrevolution in Deutschland.

Montag, 15.10.2018

9punkt - Die Debattenrundschau

Sie, und nicht der Prinz

15.10.2018 Die Zeitungen staunen über die Zweistimmigkeit der gemeinsamen Rede Aleida und Jan Assmanns zum Friedenspreis. Der Guardian bringt die längst fällige Hommage auf das Bürgerjournalismusprojekt Bellingcat, das über die Skripal-Attentäter mehr herausfand als die Geheimdienste.  Guardian und SZ stellen sich der düsteren Perspektive eines möglichen Präsidenten Jair Bolsonaro in Brasilien. Und ein Glück, das die CSU so stark verloren hat, meint Bernd Ulrich in der Zeit.

Efeu - Die Kulturrundschau

Debüt, Skandalaufregung, Genieverdacht

15.10.2018 Die taz erkennt in ihrem Resümee der Buchmesse: Auf dem Buchmarkt sind schnelle Erfolge nicht mehr so leicht zu haben. Die Nachtkritik feiert mit Alice Birch am Berliner Ensemble  Punani Power, aber Marlene Streeruwitz muss draußen bleiben. Die NZZ horcht auf, wenn Paavo Järvi die Muskeln des Tonhalle-Orchesters spielen lässt. Die Welt blickt im Pariser Institut de Monde Arabe auf die gebrochenen Knochen Mossuls.

Medienticker

Verknöcherungen abtrainieren

15.10.2018 Aktualisiert: Klaus Brinkbäumer verlässt den Spiegel -  Zahlreiche Feinde der Medienfreiheit - Begriffe: Alle reden über Framing - Handelsblatt- Sendungsbewusst: Video & Paid Content - Messe-Interviews & Nachlese: Abgesagte Party, Ideen & Bücher sowie Grenzen der Satire -  Wieso die Nichtleser unsere Hoffnung sind & Was passiert, wenn wir das richtige Lesen verlernen? - Digitalisierung: Hilflosigkeit & Handlungsdruck - Digitalsteuer: Eine bessere Google-Steuer + Theater-Nachtkritiken aus Berlin, Düsseldorf & Linz.

Bücherschau des Tages

Mal Rhapsode, mal rasender Reporter

15.10.2018 In der Hörbuch-Version von Alfred Döblins "Berlin, Alexanderplatz" erlebt die FAZ, wie das Icke des Franz Biberkopf zum Teil eines babylonischen Ganzen wird. Gut unterhalten fühlt sie sich, wenn Udo Lindenberg von Alkohol, Geld und Lust auf Luxus erzählt. Als Geschichte einer Verwilderung liest die taz Magdalena Jagelkes Debüt "Ein gutes Verbrechen". Die SZ würde gern mit Uwe Schneidewind "Die Große Transformation" einläuten.

Dienstag, 16.10.2018

Magazinrundschau

Planetarischer Chauvinismus

16.10.2018 Im Zeit Magazin erklärt der chinesische Autor Cixin Liu, warum alle Welt plötzlich chinesische SciFi liest. Eurozine untersucht die französische Literatur der Ungerechtigkeit. Qantara schildert Ägyptens wenig freundlichen Umgang mit Einwanderern. In Words without Borders erinnert sich die Dalit-Autorin Kausalya Baisantry, wie ihre Verwandtschaft jeden Bildungsversuch unterminierte. La vie des idees kritisiert den Kommunitarismus in Marseille. In Elet es Irodalom sieht Timothy Snyder das System Ungarn (und Russland) auf lange Sicht scheitern. Die New York Times fragt: Welche Einwanderungspolitik wollen die Demokraten?

9punkt - Die Debattenrundschau

Eine Provokation, selbst für Hirnforscher

16.10.2018 Die Saudis bereiten laut CNN eine Erklärung zum Fall des mutmaßlich ermordeten Journalisten Jamel Khashoggi vor. Sie klingt wie ein Geständnis. Der Brexit würde um einiges leichter, wenn sich Irland endlich vereinigen würde, meint die Publizistin Patricia Mac Bride in politico.eu.  Netzpolitik fürchtet, dass EU-Politiker die ePrivacy-Verordnung auf Druck von traditionellen Medien und Internetkonzernen fallen lassen. Und der Dlf findet die "Armen Dienstmägde" gar nicht so heilig.

Efeu - Die Kulturrundschau

Die Gestaltung der schönen Widersprüchlichkeit

16.10.2018 Die NZZ lernt in Mailands Bibliothek der Bäume gesellschaftliche Auswüchse zu vermissen. Die Berliner Zeitung verehrt die sanfte Malerei Otto Müllers. Die Zeit folgt Annie Ernaux auf dem Weg zur Versöhnung mit sich selbst. Außerdem versucht das Musikfeuilleton die Meldung zu verkraften, dass die Spex, Zentralorgan der kritischen Pop-Theorie, zum Ende des Jahres dichtmacht.

Medienticker

Mia san emanzipiert

16.10.2018 Kulturwandel durch die Bayernwahl & ein Gespräch mit  Armin Nassehi - Alles nur geklaut? Lokaljournalismus als Plagiatsopfer - Shakespeares Enkel: Überleben auf dem Büchermarkt - Podiumsdiskussion: Der Kampf um den Leser - Leseforscher zur Digitalisierung: Der Kontakt zu unserer Kultur steht auf dem Spiel - Schweiz: Wie Google zum Medien-Mäzen wurde - "War or peace"-Festival am Maxim Gorki-Theater: Worte gegen die gnadenlose Vereinfachung - Zusammenhalt und Textur: Weniger Angst vor Agit-Prop.

Bücherschau des Tages

Freude an gegenstandsloser Exaktheit

16.10.2018 Als rumänisches Pendant zu Prousts Recherche feiert die NZZ Gabriela Adamesteanus Klassiker "Verlorener Morgen" von 1983. Ebenso soghaft wie die Neapel-Trilogie findet sie zudem Elena Ferrantes nachgereichten Debütroman "Lästige Liebe". Die FAZ genießt zu Louis Althussers Hundertstem eine doppelte Portion "aleatorischen Salatmaterialismus". Als "großen Murks" legen FAZ und SZ Stephen Hawkings "Kurze Antworten auf große Fragen" schnell beiseite.

Mittwoch, 17.10.2018

9punkt - Die Debattenrundschau

Sich von den Knochen zu ernähren

17.10.2018 Laut der New York Times verdichten sich die Hinweise, dass Jamel Khashoggi  von saudischen Sicherheitsleuten ermordet wurde. Forbes präsentiert eine Studie des Atlantic Council, die zeigt, wie Millionen von Euro unklaren Ursprungs die Populisten in Deutschland oder den USA päppeln - schuld sind die laxen Gesetze der traditionellen Parteien. Auch von jetzt schon geltenden Überwachungsgesetzen könnten populistische Parteien einst profitieren, warnt die Bloggerin Katharina Nocun in der SZ. Daphne Caruana Galizia ist vor einem Jahr umgebracht worden. Margaret Atwood fordert im Guardian eine unabhängige Untersuchung.

Efeu - Die Kulturrundschau

Wozu braucht die Frau einen Kopf?

17.10.2018 Die SZ berichtet vom heute beginnenden Moskauer Prozess gegen die Theatermacher Kirill Serebrennikow, Alexej Malobrodskij, Jurij Itin und Sofia Apfelbaum. Die taz bewundert in der Kunsthalle Mannheim die Ingenieure der schönen neuen Welt. Der Standard freut sich, dass Egon Schiele seinen nackten Frauenfiguren immerhin einen eigenen Blick ließ. Ebenfalls im Standard spricht Eva Sangiorgi über ihre Pläne für die Viennale. Und in der NZZ stellt sich Maxim Loskutoff seinem inneren Bären.

Medienticker

"Meschuggene Schwammerl"

17.10.2018 Aktualisiert: Meinungsfreiheit: Jeder zweite Autor erlebt persönliche Angriffe & Ermittlungen, nach Drohungen gegen Falter-Chefredakteur - Journalistenmorde: Welche Rolle spielt die Regierung - Türkei: Interpol soll nach Can Dündar fahnden & Ehemann von Mesale Tolu darf das Land verlassen - Luftnummer: "Alternative Fakten" für Österreichs Medien - Buchmessedirektor zieht Bilanz: Trotz PR-Gag flopppen rechte Verlage - Man Booker Prize für Anna Burns - Privat-Fernsehen: Kann das weg? + Vergesst das "Köln Concert"!: Keith Jarretts "La Fenice".

Bücherschau des Tages

Hochkultur zwischen Magdeburg und Leipzig

17.10.2018 Als perfekten Herbstroman mit reichlich Soul empfiehlt die FAZ Bergsveinn Birgissons "Die Landschaft hat immer recht" um ein paar knorrige Küstenfischer auf Island. An Antonio Ruiz-Camachos nach Art eines Testimonios verfassten Romans "Denn sie sterben jung" beeindrucken sie die Leerstellen. Die SZ lässt sich von Isak Samokovlijas Erzählungen "Der Jude, der am Sabbat nicht betet" in die Welt der bosnischen Sepharden entführen. Die NZZ liest einen wahren Wissenschaftskrimi über die Himmelsscheibe von Nebra.

Donnerstag, 18.10.2018

Medienticker

Silbenarbeit an jedem Satz

18.10.2018 Pressefreiheit in Polen: Diskutieren wir, statt uns zu beleidigen! - Paul Ingendaays Lob des Lesens: Ungefesselte Phantasie oder "Der Segen des Lesens ist, unter anderem, die völlige Kommunikationsstille" - Glückwunsch: Marie-Luise Scherer zum 80. Geburtstag - Topicus: Amazon Publishing setzt aufs Sachbuch - Künstliche Intelligenz: Googles Gorilla-Problem - Filter: Löschvorgänge bei YouTube -  Brexit & Booker: Dieser Preis ist eine Warnung + Vice-Reporter veräppelte Medien.

9punkt - Die Debattenrundschau

Alles mit allem erklären

18.10.2018 Die Washington Post veröffentlicht die letzte Kolumne des offenbar ermordeten Journalisten und Post-Kolumnisten Jamel Khashoggi: Es geht um Meinungsfreiheit. Auch in Polen wird jetzt über pädophile Priester und Machtmissbrauch der katholischen Kirche diskutiert, berichtet hpd.de. In der SZ erklärt Henrik Hanstein vom Auktionshaus Lempertz, warum er gern auch mal einen Schrumpfkopf versteigert. Und Bellingcat und Sascha Lobo in Spiegel online bringen uns einen neuen Begriff bei: "Red-Pilling".

Efeu - Die Kulturrundschau

Und das Gedicht/ mit Fingernägeln in die Wand

18.10.2018 Der Schriftsteller Tom Schulz besucht für die NZZ die griechische Insel Leros, auf der die deutschen Besatzer fast dreißigtausend Partisanen sterben ließ oder selbst töteten. Der Tagesspiegel feiert den magischen Realismus in der italienischen Malerei. Der New Yorker ist hin und weg von Hilma af Klint. Die taz fragt anlässlich von Lukas Dhonts Debütfilm "Girl" ernsthaft, ob nicht-transgender Filmleute einen Film über eine Transgender-Person machen dürfen. Die SZ trauert mit dem 76-jährigen Soulsänger Swamp Dogg um dessen verlorene Virilität.

Bücherschau des Tages

Spezifisch Sprachdenkerisches

18.10.2018 Die FAZ lässt sich von Dörte Hansens Roman "Mittagsstunde" erzählen, wie die kleinen Bauernhöfe in Norddeutschland starben. Mit Christian Metz lernt sie "Poetisch denken". Die FR empfiehlt beeindruckt Pascal Rabatés expressionistische Adaption von Alexej Tolstois Roman "Ibykus. Die Emigranten" als Graphic Novel.  Die Zeit findet Dylan Jones' neue Bowie-Biografie anregend, hätte er nur nicht die Hitlerverehrung des Musikers unter den Teppich gekehrt.

Freitag, 19.10.2018

Efeu - Die Kulturrundschau

Gebt mir die Volksbühne, den Bundestag, das Universum!

19.10.2018 FR und Critic.de finden in Frederick Wisemans Doku über die New York Public Library ihren Glauben an Menschheit und Demokratie wieder. Die SZ hört Bach pur, expressiv und kernig mit dem Cellisten Yo-Yo Ma. Die FAZ schildert ihre Extremerfahrungen in einer Fotoausstellung aus der Sammlung Olbricht. Die NZZ feiert die zum Niederknien komische Musikrevue "Drei Milliarden Schwestern" an der Volksbühne.

9punkt - Die Debattenrundschau

Hundertprozentige Tochter

19.10.2018 Putin fängt an Fehler zu machen, aber vorher hat er sein Volk an den Abgrund geführt, schreibt ein zorniger Viktor Jerofejew in der FAZ.  Russland versucht, mit einigen Medien Einfluss auf die linke Szene in Deutschland zu gewinnen, berichtet t-online.de. In der FAZ versuchen zwei Lobbyisten den Gegnern der EU-Urheberrechtsreform nachzuweisen, dass sie Lobbyisten sind.  Deutschland und EU zahlen Geld an die palästinensische Autonomiebehörde. Die palästinensische Autonomiebehörde zahlt Attentätern mit ihrem Geld stattliche Renten, berichtet die Welt.

Medienticker

Medienkrieg

19.10.2018 Aktualisisiert: IVW-Zahen: Viele Auflagenverlierer - Social Media: Nachrichtenquelle verblasst - Lokalnachrichten: auch im Netz profitabel - Twitters Propaganda-Archiv: Russische Internet-Trolle - Digitalisierung: Was noch mehr spaltet - EuGH zur Netz-Piraterie & Detlef Diederichsen über das Copyright: "Verstehen und dann verändern" - Streaming-Markt: Netflix' anhaltendes Wachstumspotenzial + Beispiellose Medienschelte des FC Mia san mia + Wochenend-Hörfunktipps.

Bücherschau des Tages

Exzentrisch leuchtender Mohn

19.10.2018 Die SZ lobt den pikanten Reiz von Emmanuel Carrères frühem Roman "Der Widersacher". Die FAZ lernt von dem Althistoriker Hartmut Leppin die Fremdheit der "frühen Christen" kennen. Außerdem blättert sie vergnügt in dem von Harald Neckelmann herausgegebenen Adressbuch von Hannah Höch. Ziemlich deprimiert liest die FR das fünfbändige Protokoll des NSU-Prozesses. Die NZZ verfällt der Wortmagie des  italienischen Dichters Alberto Nessi.

Samstag, 20.10.2018

9punkt - Die Debattenrundschau

Sehr spezifische Hässlichkeit

20.10.2018 Saudi Arabien bestätigt in einer komplett fabriziert wirkenden Mitteilung den Tod des Journalisten Jamal Khashoggi im Istanbuler Konsulat. Manchmal ist es der Tod eines einzelnen, der ein Schlaglicht auf ein verbrecherisches Regime wirft, schreibt Guardian-Autor Jonathan Freedland zum Fall Khashoggi.  In der NZZ plädiert Martin Amis dafür, die Zwiespältigkeit in den Äußerungen eines Autors zuzulassen. In Deutschland zerbrechen sich Soziologen den Kopf über die Genese des Populismus. Die taz inspiziert die Mauern von Belfast.

Efeu - Die Kulturrundschau

Alle Gravitas unter den Teppich

20.10.2018 Was muss geschehen, damit die Staatlichen Museen Berlin und die Stiftung Preußischer Kulturbesitz endlich aus ihrem Beamten-Tiefschlaf aufwachen, fragt die Welt. Die nachtkritik sieht in Hamburg die Welt mit Karin Beyers "König Lear"-Inszenierung in Farbe untergehen. Die SZ streift mit dem Fotografen Martin Parr auf Motivsuche durch eine Kleingartenanlage bei Düsseldorf. taz und Zeit online werfen dem Bauhaus Dessau Einknicken vor den Rechtspopulisten vor, nachdem dort ein Konzert der linken Punkband Feine Sahne Fischfilet abgesagt wurde.

Bücherschau des Tages

Unnachsichtig auch mit der Heimat

20.10.2018 Erschreckend hellsichtig waren Peter Nadas' Essays über Literatur und den Zustand Europas, die jetzt in einem Band zusammengefasst sind, konstatiert die FAZ. Die Welt freut sich über eine Neuauflage von Jörg Schröders "Siegfried", die taz über die Lyrik von Christian Lehnert. Die NZZ bespricht Neuerscheinungen zum Dreißigjährigen Krieg.

Montag, 22.10.2018

9punkt - Die Debattenrundschau

Ruhe im Karton

22.10.2018 Die New York Times erzählt, wie Mohammed bin Salman seine Feinde per Twitter bekämpft. In der SZ verteidigt der Historiker Jörn Leonhard die Offenheit des historischen Moments. Wenn die Rundfunkbeiträge automatisch der Inflation angepasst werden, verstummen vielleicht endlich die Debatten über die Öffentlich-Rechtlichen, hofft die taz. Europäische Museen wollen laut SZ ein Museum in Nigeria bauen, um dort Skulpturen aus Benin zu zeigen, informiert die SZ. Schafft die Kirchensteuer ab, ruft Rainer Hank in der FAS.

Efeu - Die Kulturrundschau

Cool on the Kuhberg

22.10.2018 Die taz erobert mit der Fotografin Helen Levitt, der die Albertina eine große Retrospektive widmet, die Straßen New Yorks. Die NZZ erinnert an die coole Hochschule für Gestaltung in Ulm, die vor fünfzig Jahren schließen musste. Im Tagesspiegel spricht der syrische Schriftsteller Nather Henafe Alali über die bedrückend verbreitete Gattung der Gefängnisliteratur. Die FAZ hätte gern einen öffentlichen Zugang zur Himmels-Loggia von Seoul.

Medienticker

Drama, Drama, Drama

22.10.2018 Buchwerte: Wie geht es der deutschen Buchbranche wirklich? - Halbierte Freude: Bayern will Kleinverlagspreis nur noch alle zwei Jahre vergeben - Politischer Hintergrund: Brandanschlag auf  Matthias P. Gibert - Mitten in Berlin: Russlands heimliche Medienzentrale in Europa -  Theater-Nachtkritiken aus  Düsseldorf, Hamburg, München & Zürich +  FC Kicker-Medien-Wutbayern: Geschlossenheit als Drohung.

Bücherschau des Tages

Verlierer der Geschichte

22.10.2018 Die SZ lässt sich von Mark Zak an das wilde Leben des ukranischen Baunerführers Nestor Machno erinnern. Die taz entdeckt in Frank Schulz einen wahren Literaten und in seinem Roman "Anmut und Feigheit" eine berührende Familiengeschichte. Und die FAZ liest Kinderbücher, darunter einen "Atlas der Fabelwesen" und den Kinder-Comic "Mira", der die Grenze zwischen cool und kindisch erkundet.

Dienstag, 23.10.2018

Magazinrundschau

Von Idefix zu Tolkien

23.10.2018 The Atlantic beobachtet die Kolonisierung unseres Raums durch Amazons Alexa und unseres Gehirns durch das Pentagon. In der Sydney Book Review lässt sich J.M. Coetzee von drei SchriftstellerkollegInnen den Umgang mit den indigenen Kulturen in Argentinien erklären. Outlook India sieht #metoo in Indien in Gefahr. Der New Yorker sucht ein Konzept für Atheismus. In der London Review hört der Komponist Nico Muhly die Akkorde aufsteigen. Respekt berichtet über einen Streit um den tschechischen Staatspreis.

9punkt - Die Debattenrundschau

Treuer Vollstrecker der Befehle meines Herrn

23.10.2018 Die New York Times druckt eine Rede Jamal Khashoggis, in der der Journalist den arabischen Frühling beschwor und auf demokratische Prozesse setzte. In seinem Blog bekennt Bernard-Henri Lévy seinen Abscheu vor Michel Onfray, der Emmanuel Macron mit zotigen Anspielungen auf Homosexualität anschwärzt. In der SZ zweifelt der Historiker Jürgen Zimmerer am Willen der Bundesregierung, sich mit dem kolonialen Erbe Deutschlands auseinanderzusetzen. Das europäische Leistungsschutzrecht wird der Öffentlichkeit schaden, warnt Netzpolitik.

Efeu - Die Kulturrundschau

Genuss und Welt

23.10.2018 Das Konfetti-Blog erkennt im japanischen Maler Nagasawa Rosetsu auch einen großen Meister der Montage. So unwohl wie in der Wohnung reicher Leute fühlt sich die SZ in Schwedens restauriertem Nationalmuseum in Stockholm. Endlich traut sich mal wieder jemand was, freut sich der Tagesspiegel über Sebastian Hartmanns Collage "Hunger. Peer Gynt". Die NZZ liest sich durch neues Robert-Walser-Material. Und die Jungle World erkennt im Brecht-Biografen Stephen Parker einen jener Familienväter, die ihre Töchter am liebsten vor dem aufmüpfigen Dichter in Sicherheit bringen würden.

Medienticker

Für immer blau

23.10.2018 Repräsentativität: Mehr Sorgfalt bei Berichten über Umfragen gefordert -  Die brasilianische Lügenfabrik: Gekaufte WhatsApp-Nachrichten - Leipzig: Eröffnung des Reclam-Museum - Mörder-Literatur-Feste: Während Verlage straucheln boomen Krimifestivals - Trolle hetzen mit rassistischen Sprüchen - Dessau: Theater nimmt Ausladung von "Feine Sahne Fischfilet" zurück & entschuldigt sich - Haltungsfragen: Vom aufrechten Gang in stürmischen Zeiten + Die Schlümpfe werden 60: Papa Schlumpf als autoritärer Demokrat.

Bücherschau des Tages

Erster Winterregen

23.10.2018 Die NZZ liest japanische Lyrik und erlebt in den Haiku und Tanka der großen Meister die ganze Welt in einem Augenblick. Außerdem wächst ihr der schrullige Robert Walser ans Herz. Die FR erinnert sich mit Albert Manguel an die literarische Utopien aus fünfhundert Jahren. Die SZ lässt sich von der Ingenieurin Roma Agrawal freudig in die "Geheime Welt der Bauwerke" führen.

Mittwoch, 24.10.2018

9punkt - Die Debattenrundschau

Der Dank der übrigen Königssippe

24.10.2018 Selbst enttäuschende Revolutionen haben einen Nutzen, schreibt der Dichter Serhij Zhadan in der SZ. Der Politologe Christoph Butterwegge findet in der taz, dass die anderen Parteien nicht inhaltlich genug mit der AfD streiten. In der FAZ schreibt Bülent Mumay über die bizarre Informationspolitik der Türken im Fall Khashoggi - während zugleich auch türkische Journalisten im Exil die Konsulate ihres Landes nicht mehr betreten können. Die FAZ beschreibt auch, wie die Nowaja Gaseta in Russland bedroht wird.

Efeu - Die Kulturrundschau

Die Versicherung sah Klärungsbedarf

24.10.2018 Die SZ durchleuchtet die Geschäfte des hinter dem geplatzten DAU-Projekt stehenden Oligarchen Sergey Adoniev im Kokain-, Obst- und Holzhandel. Der Tagesspiegel erkennt mit Beatriz González in Orange, Lila und Grün die Farben Kolumbiens. In der taz überlegt Nancy Hünger​, ob im Bild des Autors das Schreiben sichtbar werden kann. Und die NZZ entdeckt bei den Donaueschinger Musiktagen zu wenig Schönheit und zu viel Kunsthandwerkerspaß.

Medienticker

Goldene Kartoffel

24.10.2018 Aktualisiert: Unterirdische Berichterstattung: Medienmacher zeichnen Bild-Chefredakteur aus - Buchwelt in Zahlen: Sachbücher haben in den ersten neun Monaten am stärksten zugelegt - Ein bisschen anonym? Wie Selfie-Journalismus Informanten gefährdet - Robert Menasse & Künstler wollen die Europäische Republik ausrufen - Glut & Wut: 50 Schriftstellerinnen aus 18 Ländern beim Schamrock-Festival + Eine Branche stirbt. Nur noch 600 Videotheken in Deutschland.

Bücherschau des Tages

Dicke Mutter, Dorf, Dialekt

24.10.2018 Die SZ amüsiert sich prächtig mit Karen Duves Roman "Fräulein Nettes kurzer Sommer" über die Versuche, die junge Annette von Droste-Hülshoff ins Biedermeier einzupressen. Die FR liest eine moderne Antigone-Geschichte mit Kamila Shamsies "Hausbrand". Die Welt wirft einen erschreckten Blick auf die digitalen Möglichkeiten der staatlichen Überwachung mit Kai Strittmatters Buch über die "Neuerfindung der Diktatur" in China. Die FAZ feiert Judith Schalanskys "Verzeichnis einiger Verluste".

Donnerstag, 25.10.2018

Efeu - Die Kulturrundschau

Die Gewalt der Oberfläche

25.10.2018 Die Filmkritiker sehen mit Tränen in den Augen "Ex Libris", Frederick Wisemans Doku über die New York Public Library: Hier kann man noch einmal das Bildungsideal der Gründerväter bewundern. Die Welt lernt in der Wilhelm-Kuhnert-Ausstellung "König der Tiere": Wer ein Zebra malen will, muss es schießen. Die Zeit amüsiert sich prächtig mit neuer Musik und altem Publikum in Donaueschingen, die FAZ konstatiert ebendort entsetzt mit Adorno eine "Verfransung" der Sphären.

9punkt - Die Debattenrundschau

Das Begehren nach sich selbst

25.10.2018 In der New York Times schreibt Alexander Soros, Sohn des Mäzens George Soros, über die Bomben in der Post seines Vaters und das Klima, das die Bombenleger ermuntert. In der SZ erklärt die Autorin Eliane Brum , wie abscheulich der Populist Jair Bolsonaro tatsächlich ist. In der SZ muss ein exkommunizierter Ex-Priester konstatieren, dass ihm noch nicht mal die Kirchensteuer erspart bleibt. Die Türkei ist nicht viel besser als Saudi Arabien, schreibt Can Dündar in der Zeit.

Medienticker

Heult doch!

25.10.2018 Paid Content 4.0.: Zeitungsverlage entwickeln Content-Vermarktung weiter - Medien müssen die eigene Macht kritisch betrachten, meint Marlene Auer - Auslands-Berichterstattung: Penny-Markt der Publizistik - "Unsere Daten werden mit militärischer Effizienz gegen uns gerichtet": Apple-Chef Tim Cooks Vorwürfe gegen Facebook & Google - Nach mehreren Festnahmen wg. nichtöffentlicher Kommentare: Verschärfte Reisehinweise für die Türkei + Buch-Produktion: Höhere Papierpreise führen zu höheren Druckpreisen.

Bücherschau des Tages

Der große Knall

25.10.2018 Die FAZ lernt von Tara Westover, wie man sich mit Bildung aus Familienprägungen befreit. Von Dima Wannous' Roman "Die Verängstigten" lernt sie, wie man sich aus der Angst befreit. Die Zeit lernt mit Jochen Buchsteiner Briten und Brexit verstehen. Die NZZ hört mit Rainer Hermann das "Arabische Beben".

Freitag, 26.10.2018

Efeu - Die Kulturrundschau

Zigguraten, Zickzacke und gestufte Dreiecke

26.10.2018 Monopol freut sich auf den deutschen Beitrag zur Biennale 2019 in Venedig, von Natascha Süder Happelmann. Der Tagesspiegel feiert die völlig entfesselten Collagensequenzen des Kameramanns Wolf Wirth. Die SZ besucht die Jazz Kissaten in Tokio. Die Welt macht Party mit positivem Deutsch-Rap.

9punkt - Die Debattenrundschau

Gott als Machtmittel

26.10.2018 Die SZ wirft Monika Grütters vor, die deutsche Kulturpolitik aus schierer Machtfülle zu lähmen. Alle kannten die Namen, aber keiner hat sie genannt: Stefan Niggemeier erzählt im Freitag, wie Jan Böhmermann seinen Kollegen Oliver Polak in einen antisemitischen Sketch verwickelte. Heute ist es so weit: Die Iren schaffen ihren Blasphemie-Paragrafen ab, freut sich die taz. Libération porträtiert den tschechischen Milliardär Daniel Kretinsky, der Le Monde kaufen will.

Medienticker

Digitale Lesekreise

26.10.2018 Aktualisiert: Der Blick aus dem Text: Zum Tod von Friedmar Apel - Buchwelt in Zahlen: Preisanstieg pro Buch: +15 Cent - Amazons Rekordgewinn: Aktie stürzt trotzdem ab - Unerlässliches Kulturgut: Buch-Graswurzelbewegungen gesucht & Warum gute Vorlesebücher selten sind - Boykott: Bouffier & die Presse - New York Times: Wie The Daily zum erfolgreichsten News-Podcast der Welt wurde + Hörtipps für das Wochenende.

Bücherschau des Tages

Ruhe nach dem Sturm

26.10.2018 Die NZZ bewundert die literarische Vorstellungskraft in Ahmet Altans Texten aus dem Gefängnis. Die FAZ verdankt dem Historiker Robert Gerwarth ganz neue Perspektiven auf die deutsche Revolution von 1918. Die SZ amüsiert sich bestens mit Joshua Ferris' "Männern, die sich schlecht benehmen". Außerdem liest sie Heideggers "Schwarze Hefte" und hebt mit Josef Guggenmos' Kinderbuch "Oh, Verzeihung, sagte die Ameise" einen Familienschatz. Die FR lauscht noch einmal Wolfgang Herrndorfs "Stimmen".

Samstag, 27.10.2018

Efeu - Die Kulturrundschau

Leuchtende Zerbrechlichkeit

27.10.2018 Die Welt ärgert sich über die Frauenfiguren in der Serie "4 Blocks": Hat mit der Realität von Frauen in Neuköllner Clans wenig zu tun, meint sie. Der Guardian porträtiert die japanische Fotografin Rinko Kawauchi. In der SZ spricht Barbara Mundel über ihre Pläne für die Münchner Kammerspiele. In der Literarischen Welt versichert Peter Sprengel: Mit "Weltpuff Berlin" lernen wir Rudolf Borchardt nochmal neu kennen.

9punkt - Die Debattenrundschau

Jetzt stehen wir wieder allein

27.10.2018 In der Welt verachtet der Autor Marcelo Backes den brasilianischen Faschisten Jair Bolsonaro genauso herzlich wie das Proletariat, das mit ihm in den Untergang marschiert. Die SZ fürchtet, dass Lateinamerika für alle Zeiten aufs Verlieren spezialisiert bleibt. In der NZZ betont Marta Kijowska, dass es die Frauen sind, die in Polen politisch und juristisch den Kampf gegen die PiS anführen. Die New York Times blickt auf das von Saudi-Arabien in Armut und Hunger gebombte Jemen. Und die FAZ liest die heroische Geschichte des stolzen Britanniens.

Bücherschau des Tages

Zwischen Pokemon und Hofmannsthal

27.10.2018 Fasziniert liest die taz Tijan Silas Roman "Die Fahne der Wünsche", der vom Zusammenhang von Männlichkeitswahn, Frauenhass und totalitären Regimen erzählt. Die Welt lernt von Andreas Bernard, wie Hashtags Debatten bestimmen. Die NZZ bewundert, wie ungezähmt Teresa Präauer von Vertierungsformen in Literatur und Kunst erzählt. Die SZ freut sich über einen neuen Anti-Familienroman von Alexa Hennig von Lange.

Montag, 29.10.2018

Efeu - Die Kulturrundschau

So könntet ihr auch leben

29.10.2018 Am Samstag hat die Schriftstellerin Terézia Mora den Büchnerpreis erhalten. Und zwar als freier Mensch, nicht als Ausländerin und Frau, wie sie in ihrer Dankesrede anklingen lässt.  Die FAS fragt, wann eigentlich die große Bauhaus-Aktion zum Wohnen der Zukunft kommt. Die FR feiert die im MMk gezeigte amerikanische Bildhauerin Cady Noland als messerscharfe Analytikerin der Moderne. Die Nachtkritik erlebt Wahnwitz und Not in Yael Ronens Münchner Suche nach dem Ursprung "Genesis/A Starting Point".

9punkt - Die Debattenrundschau

Nichts, was es nicht gibt

29.10.2018 Pittsburgh und die Briefbomben konnten nur geschehen, weil verrückte Rechtsextreme der Propaganda Trumps glauben, kommentiert der Atlantic. Im Observer lotet Nick Cohen die Tragödie der Labour-Partei aus, deren Klientel gegen ihre Interessen stimmte und deren Führung vom Brexit träumt. Libération sucht nach Gründen für die Pandemie des Nationalismus.  In der SZ erzählen Jaroslav Rudis und Michal Hvorecky, wie Putin die Öffentlichkeiten in der tschechischen Republik und der Slowakei manipuliert.

Medienticker

Neues von Gott

29.10.2018 Aktualisiert: Brasiliens Bolsonaro: Reporter ohne Grenzen sieht die Pressefreiheit in Gefahr - Copyright-Affäre weitet sich aus: ARD+ZDF überprüfen Werbung von Linken, Grünen, FDP & CDU - Was haben sie gelacht: AfD im Gespräch mit ARD+ZDF - Onlinehandel: Amazon verzeichnet Gewinnsprung - Veränderte Debattenkultur: Terézia Mora kritisiert "hetzerisches Reden" - Frauen bei Wikipedia: Eine Frage der Relevanz + #Genesis an den Münchner Kammerspielen.

Bücherschau des Tages

Der antieuropäische Nationalcharakter

29.10.2018 Wurden die Briten in die "Sackgasse Brexit"getrieben oder zur "Flucht vor der europäischen Utopie"? Die taz liest Bücher zum Brexit von Peter Stäuber und Jochen Buchsteiner. Mit Vorsicht genieß die SZ zwar die Prognosen, mit denen Stephen Smith in seinem Buch "Nach Europa!" aufwartet, seine Erklärungen zur Migration aus Afrika findet sie nicht abwegig. Aufschlussreich findet sie Daniel Rysers Biografie des Schweizer Blatt- und Krawallmacher Roger Köppel.

Dienstag, 30.10.2018

Magazinrundschau

Ödipus kam nicht aus Dublin

30.10.2018 In En attendant Nadeau erklärt Georges-Arthur Goldschmidt: Kafka, das bin ich. Im New Statesman erklärt Fintan O'Toole den Vatermord zum Nationalsport irischer Schriftsteller. Osteuropa analysiert die polnische Justizreform. Im New Yorker erklärt Adam Hochschild, warum die Deutschen 1918 nicht verstanden, dass sie besiegt waren. Und das New York Magazine porträtiert Gentlewoman Penny Martin.

9punkt - Die Debattenrundschau

Das Leise in all dem Geschrei

30.10.2018 Heute gibt's fast nur ein Thema: Angela Merkel. "Wir werden uns noch nach ihr sehnen", ruft die taz. Überall Hommagen auf die Antidramaqueen, auch in der New York Times, und Zähneklappern angesichts des düsteren politischen Klimas in der Welt: "Der autoritäre Nationalismus wird stärker. Eine Politik der Rohheit macht sich breit", so Robert Misik in Zeit online. Der Tagesspiegel bringt eine Recherche zu Blackrock, dem größten Vermögensverwalter der Welt, wo ein gewisser Friedrich Merz wichtige Funkionen bekleidet.

Efeu - Die Kulturrundschau

Die Liebe zweier Lokomotiven

30.10.2018 Die taz blickt mit der Fotografien Margret Hoppe auf die unterbelichtete Moderne der DDR. Die NZZ entdeckt in der Amsterdamer Canova-Schau in Marmor gehauenen Körperkult. SZ und Berliner Zeitung begrüßen Nadin Deventer als neue Leiterin des Berliner Jazzfests. Der Tagesspiegel erlebt im Bukarester Muzeul de Arta Recenta, wie der libanesische Architekt Youssef Tohme den Geist eines stalinistischen Bunker bannte. Cargo berichtet vom Leipziger Dokfilmfestival. Und das Freddie-Mercury-Biopic "Bohemian Rhapsody" entlockt den Kritikern nur ein großes Gähnen.

Medienticker

Asymmetrische Vase

30.10.2018
Aktualisiert: Presseumsatz: Über 100 Milliarden Dollar weltweit & Paid Content-Anteil steigt - IVW-Zahlen: Spiegel, stern, Focus & Zeit wollen keine Heft-Auflagen mehr melden - Reporter bei #EndeGelände: Ausrüstung beschlagnahmt - Tech-Firmen nach Attentat in Pittsburgh: Erst das Geschäft, dann das Bedauern - Monika Grütters: Macht & maximale Verflechtung oder 20 Jahre Kulturstaatsministerium + Peter Sloterdijk schreitet mit seinen Notaten fort.

Bücherschau des Tages

Eine Vorliebe für Silhouetten

30.10.2018 Die FR stürzt sich mit Wolfgang Kraushaars vierbändiger 68er-Chronik in einen wahren Bilderfluss mit Aufnahmen aus Peking, Saigon, Berkeley, Ostberlin, Mexiko, Prag und Paris. Die FAZ freut sich über die Wiederentdeckung der österreichischen Frauenrechtlerin Rosa Mayreder. Großartig findet sie auch die von Burkhard Neie illustrierten "Deutschen Heldensagen". Als pointiert und lesefreundlich lobt die NZZ Volker Reinhardts Biografie Leonardo da Vincis. Als Kenzaburo Oes Vermächtnis liest die SZ den Roman über seinen Vater "Der nasse Tod".

Mittwoch, 31.10.2018

9punkt - Die Debattenrundschau

Die Auskunft, es sei kein Platz frei

31.10.2018 Twitter und Facebook sind für die Radikalisierung von Attentätern wie Cesar Sayoc genauso verantwortlich wie rechtsextreme Netzwerke, sagt die New York Times. CNN hat die Radikalisierung Sayocs auf Twitter genauer untersucht. In der NZZ schreibt der Historiker Faisal Devji über die Instrumentalisierung des Islams durch Länder wie Iran, die Türkei und Saudi Arabien. In der SZ fragt die französische Journalistin Cécile Calla, wie es in Deutschland mit der Emanzipation steht.

Efeu - Die Kulturrundschau

Damit man nicht religiös wird

31.10.2018 Die taz erlebt auf der Athen-Biennale das posthumane Desaster ohne jeden Ausweg. Der Guardian spürt in der Nottingham Contemporary die ganze Wucht feministischer Kunst.  Die FAZ verteidigt die freimütige Oberflächlichkeit des Queen-Films "Bohemian Rhapsody". Im Tagesspiegel erklärt Annemarie Jaeggi, die Direktorin des Berliner Bauhaus-Archivs, was jede große Utopie braucht: konkretes Können.

Medienticker

Angst vor der Wahrheit am Kiosk

31.10.2018 Aktualisiert: Unheilvolles Anti-Transparenz-Kartell der Qualitätsmedien-Verlage & Heftige Proteste gegen IVW-Teilverzicht von Spiegel & Co. - Einblicke in den Hauptstadtjournalismus: Das Spiel mit den Informationen - Schweizer Medien: Publizistische Vielfalt ist bedroht - Return of the Gruselpresse: 13 Horrorfilme mit Journalisten + "Es lebe die Europäische Republik": Künstler wollen eine EU ohne Nationen.

Bücherschau des Tages

Übung in echter Radikalität

31.10.2018 Elias Canetti war ein Oger, lernt die Zeit in dessen Briefen. Erschüttert liest sie auch von dem Fall des in den Vierzigern zu Unrecht verurteilten Bruno Lüdke, der in den Medien auch noch Jahre später immer wieder als Massenmörder hingestellt wurde. Fasziniert liest die SZ die Erinnerungen von Susan Faludi an ihren Vater, der sich nach der Scheidung zur Frau umwandeln ließ. Die NZZ empfiehlt Lukas Rietzschels Debütroman über Nazis in Sachsen als "Antiheimatliteratur". Und die FAZ staunt einmal mehr über die Mischung aus psychologischer Raffinesse und Sozialkritik im neuen Roman von Joyce Carol Oates.

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Sally Smith. Der Tote in der Crown Row - Ein Fall für Sir Gabriel Ward. Goldmann Verlag, München, 2025.Sally Smith: Der Tote in der Crown Row
Aus dem Englischen von Sibylle Schmidt. London 1901: Der Temple-Bezirk mit seinen alten Gebäuden und verwinkelten Straßen liegt im Herzen Londons und bildet das Zentrum der…
Hartmut Rosa. Situation und Konstellation - Vom Verschwinden des Spielraums. Suhrkamp Verlag, Berlin, 2026.Hartmut Rosa: Situation und Konstellation
Die Lehrerin, die Noten nicht zur Ermutigung vergeben kann, die Ärztin, die Bildschirme statt Patienten behandelt, der Schiri, dessen Augenmaß vom VAR verdrängt wird: Unmerklich…
Susanne Heim. Die Abschottung der Welt - Als Juden vor verschlossenen Grenzen standen. 1933-1945. C.H. Beck Verlag, München, 2026.Susanne Heim: Die Abschottung der Welt
Mit 19 Abbildungen und 2 Karten. In Deutschland drangsaliert und verfolgt, versuchten viele Juden verzweifelt, sich ins Ausland zu retten. Doch potenzielle Zufluchtsstaaten…
Daniel Bax. Die neue Lust auf links - Woher sie kommen, wohin sie gehen und wie sie unser Land verändern. Goldmann Verlag, München, 2025.Daniel Bax: Die neue Lust auf links
Die freundliche Revolution "Wir sind die Brandmauer!", schleuderte Heidi Reichinnek Friedrich Merz im Bundestag entgegen, als dieser im Januar 2025 mit den Stimmen der AfD…

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