Perlentaucher - Online Kulturmagazin mit Presseschau, Rezensionen, Feuilleton

zuletzt aktualisiert 10.02.2026, 15.41 Uhr
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Sortiert nach Datum | Rubriken

Samstag, 02.01.2021

Efeu - Die Kulturrundschau

Höchste, fiebrige Intensität

02.01.2021 Der Tagesspiegel zählt mit der Künstlerin Birgit Brenner die Sekunden zum Weltuntergang runter - und setzt noch schnell den Hund aus. Transhumanismus ist auch keine Alternative, nehmen die TheaterkritikerInnen aus Michael Maertens Soloperformance am Burgtheater mit. In der taz begibt sich Detlef Diederichsen mit der brasilianischen Musikerin Tuca auf eine durchgedrehte Hochgeschwindigkeitsreise. Die Welt will Cesare Paveses Tagebuchnotizen, in denen er den Faschismus verherrlicht, lieber nicht überbewerten.

9punkt - Die Debattenrundschau

Das Gesetz eiskalter Nützlichkeit

02.01.2021 In der taz fragt Silke Mertins, seit wann die Kritik am Islamismus keine linke Position mehr ist. Für Michael Wolffsohn sind 1700 Jahre jüdische Geschichte in Deutschland in der Welt kein Grund zu feiern. In der FR warnt der Philosoph Rainer Forst vor demokratischer Regression. Die SZ prangert den Filz des Kulturhauptstadt-Programm an. Im Tagesspiegel geißelt Folkert Uhde die obszönen Spitzengagen in der Klassik. In der Welt wünscht sich Janina Gelinek dagegen mehr kapitalistisches Gerempel von den Kulturinstitutionen.

Bücherschau des Tages

Still steht da nichts

02.01.2021 Die FAZ erntet mit der Lyrikerin Kathrin Schmidt schon "Sommerschaum" und demontiert mit Marcel Beyer und diebischer Freude die Kunstszene. Die FR erfährt bei Lois Hechenblaikner in Ischgl, was passiert, wenn man Tourismus mit dem Penis denkt. Die taz blickt mit Orlando Figes und Iwan Turgenjew auf europäische Kultur. Dlf ruft mit Judith Butler zu Gewaltlosigkeit auf. Und die Welt lernt von Ulrich Weber: Dürrenmatt war nie weg.

Montag, 04.01.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Zivilgesellschaft ist eine Dauerbaustelle

04.01.2021 Die FR setzt ihre Serie über die Gründung des Deutschen Reichs vor 150 Jahren fort. Der Historiker Christoph Nonn lernt durch den Blick aufs Kaiserreich: "Der Glaube, dass die Moderne unausweichlich zur Demokratie führt, war offensichtlich naiv." Wenn es den Chefs der Kulturinstitutionen in ihrem "Weltoffen"-Aufruf nur um die Zulassung israelkritischer Positionen ging, warum stellen sie geschichtstheoretische Thesen auf, fragt Alan Posener in starke-meinungen.de. In der taz spricht die Ärztin Cornelia Strunz und Autorin eines Buchs über Genitalverstümmelung über das Ausmaß der Barbarei und die Opfer.

Efeu - Die Kulturrundschau

Ein Myzel der Assoziationen

04.01.2021 In der FAZ entwirft der Architekt Stefano Boeri die Stadt der Zukunft als ein Archipel aus einzelnen Vierteln mit Hausdächern als Orten der Begegnung. Die Berliner Zeitung drückt sich an den Glasfassaden der generalsanierten Neuen Nationalgalerie die Nase platt. Die NZZ geißelt die Verkrümmung des Theaterbetriebs vor dem Zeitgeist. Im Standard entdeckt Lydia Mischkulnig die umwälzende Kraft von Louise Glücks Gedichten. Im Freitag hört Marie Darrieussecq Schweine pfeifen. Und die SZ erlebt, wie Goyo Montero einen Stubentiger zum Wolf macht.

Medienticker

Literatur als Schlachtfeld

04.01.2021 Hochaktuell: Zum 100. Geburtstag von Friedrich Dürrenmatt - Verleger Christoph Links im Interview - Kinderbuch: Zwischen Comic und Lehrbuch - Klischee & Karikatur: Political Correctness in der Literatur - Gnadenlos bleibt die innere Stimme: Susan Sontags Erzählungen - Frank Zappa: Respektlos aus Prinzip - Alter Hut? Debatte um Textinhalte von ARD+ZDF - Politiker fordern Assanges Freilassung + Eilmeldung: Urteil in London: Assange darf nicht ausgeliefert werden -  China: Untersuchungen gegen Alibaba.

Bücherschau des Tages

Rebellieren, weggehen, wiederkommen

04.01.2021 Der DlfKultur begibt sich mit der niederländischen Widerstandskämpferin Henriette Roosenburg auf eine gespenstische Odyssee durch Sachsen im Frühjahr 1945. Äußerst tragfähig findet SZ, was Cas Mudde in seinem Studie "Rechtsaußen" über politischen Extremismus zusammenträgt. Mit Begeisterung liest der Dlf Christoph Nußbaumeders Familiensaga "Die Unverhofften". Die FAZ liest neue Krimis, darunter Tim MacGabhanns mexikanische Todeschronik "Der erste Tote". Und Wolfgang Tillmans' Bilder haben immer noch Sex-Appeal, versichert die taz zur Neuausgabe seiner "Four books".

Dienstag, 05.01.2021

Efeu - Die Kulturrundschau

Die kosmische Weite seines Hirns

05.01.2021 Die Feuilletons befreien Friedrich Dürrenmatt aus den Schulbüchern und feiern den vor hundert Jahren geborenen als großen Infragesteller der Welt. Die NZZ hat allerdings noch die ein oder andere Rechnung mit ihm zu begleichen. FAZ und Welt würdigen zum neunzigsten auch Alfred Brendel als den Poeten unter den Pianisten. Der Guardian beobachtet bekümmert den Verfall brutalistischer Bauten im Norden Englands. Der Tagesspiegel erinnert an  die Lehren der Moskauer Werkstätten WChUTEMAS. Und der Standard verabschiedet sich vom Prinzip Zwischennutzung.

9punkt - Die Debattenrundschau

Wenig Substanz für eine positive Erzählung

05.01.2021 Julian Assange wird vorerst nicht ausgeliefert, entschied eine Londoner Richterin. Die Medien sind dennoch nicht zufrieden mit ihrem Urteil. In der NZZ empfiehlt der Japanologe Raji Steineck unter Rekurs auf Ernst Cassirer einen Pluralismus der symbolischen Formen statt Kulturrelativismus. Warum ist so wenig Erinnerung an die Hohenzollern übrig, fragt der Historiker Martin Kohlrausch in der FAZ: Liegt's an ihrem Abgang? 

Magazinrundschau

Flieg erst mal los

05.01.2021 The Atlantic liest Yang Jishengs Geschichte der chinesischen Revolution. Grubstreet sucht vergeblich eine Bucatini-Nudel in den USA. Der New Yorker stellt die neue Newsletter-Abo-Plattform Substack vor. In der London Review klärt Perry Anderson über die faschistischen Ursprünge der ersten Mitglieder des EuGH auf. En attendant Nadeau bewundert den ungarischen Autor und investigativen Journalisten Arpád Soltész. Quillette studiert die Neue Rechte in den USA.

Medienticker

Vom Beobachten des Beobachters der Beobachter

05.01.2021 Betreutes Lesen: Verständlicherweise Zensur oder Warum Richard Greenes "Die 24 Gesetze der Verführung" vom Markt genommen wurde - Stiftung Preußischer Kulturbesitz: Bleiben die Länder mit im Boot? - 90 Jahre BBC Symphony Orchestra - Zum 90. Geburtstag des Pianisten Alfred Brendel - Raoul Schrott über den "Meister des Abgründigen" Friedrich Dürrenmatt zum Hundertsten + In memoria: Zum 5. Todestag von Pierre Boulez.

Bücherschau des Tages

Nachtwächter im Schauspielhaus

05.01.2021 Die taz verleiht dem Musikkritiker und Ruhrpottchronisten Wolfgang Welt postum den Peter-Weiss-Preis des Herzens. Die FAZ bewundert mit Lea Singer und Alexa Hennig von Lange emanzipierte Herrscherinnen. Der DlfKultur lässt sich von Stefano Massinis "Buch der fehlenden Wörter" zum lexikalischen Suchen und Finden ermuntern. Der Dlf liest Alex Feuerherdts und Florian Markls Abrechnung mit der Israel-Boykottbewegung.

Mittwoch, 06.01.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Neubauvermeidung

06.01.2021 Statt ein Islamkolleg zu gründen, sollte der Staat den bekenntnisorientierten Religionsunterricht lieber ganz abschaffen, fordert Wolfgang Hummes in hpd.de. Im Standard insistiert die Philosophin Eva von Redecker, dass Individualismus doch keine ganz schlechte Idee ist. Seit Neujahr sind Max Beckmann, George Orwell und Kurt Weill gemeinfrei, wenn auch letzterer nicht ganz, notiert Netzpolitik. In der taz freut sich Charlotte Wiedemann über die neue "jüdische Diversität", die dem Zentralrat der Juden alle Autorität in Antisemitismusfragen nimmt.

Efeu - Die Kulturrundschau

Ausgerechnet in Brandenburg

06.01.2021 In der FAZ ordnet Hans Belting mit V.S. Naipaul unser kulturelles Bildgedächtnis neu. Die taz vernimmt in Oslo den demokratischen Sound einer ausgemusterten Rathausglocke. Die NZZ entdeckt in den Verlagsvorschauen so viel hintergründige Komik und existenzielle Wucht wie nie zuvor. Die Welt stürzt sich in die Aufregung um die Besetzung der "Kleopatra". Und das ZeitMagazin freut sich auf die Unisex-Zukunft des Morphsuits.

Medienticker

Länger, härter, weiter

06.01.2021 ARD+ZDF müssen modernisiert werden - Autor & Aktionär: Lübbe-Autor Dirk Rossmann wird nun Aktionär seines Verlages - Onlinehandel boomt: Digitalsteuer statt Paketabgabe? - Regierungskritik: 50 Festnahmen in Hongkong - Dürrenmatt verkauft im Jahr immer noch 100.000 Bücher -  Cicero: Christoph Schwennicke steigt aus - Regionalzeitungen in krisengebeutelten Zeiten - Bund & Länder verlängern und verschärfen Lockdown - 20 Jahre Wikipedia: Wissen für alle - aus westlicher Perspektive + Buchcharts: Die aktuellen Bestsellerlisten.

Bücherschau des Tages

Rezepte für die Henkersmahlzeit

06.01.2021 Die NZZ blickt mit Alfons Kaiser hinter die Zopffassade von Karl Lagerfeld. In der FAZ bewundert Herfried Münkler Aleida Assmans Mut, sich des Themas nationaler Identität anzunehmen, ohne sich in der Vergangenheit zu verheddern. Der Dlf blickt zurück auf 50 Jahre Frauenstimmrecht in der Schweiz und ist per du mit Fritze nach Ulrich Webers Dürrenmatt-Biografie. Dlf-Kultur lauscht mit Yvonne Adhiambo Owuor den Dschinns der Meere und lernt bei Naomi Pollock, wie japanisches Design die Welt eroberte.

Donnerstag, 07.01.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Der Pöbel im Parlament

07.01.2021 Ein Mob hat das Capitol in Washington angegriffen, angefeuert von Donald Trump, der dann abwiegelte - aber am Märchen von der gestohlenen Wahl festhält. "Setzt Trump ab", ruft David Frum in Atlantic. Die Demokratie war nicht in Gefahr, analysiert Zeit online. Die SZ staunt über Kardinal Woelki, der nur veröffentlichen will, wenn Journalisten versprechen geheimzuhalten. In der FR prangert Olivia Mitscherlich-Schönherr das einsame Sterben der Covid-Opfer an.

Efeu - Die Kulturrundschau

Das Schöne sei der Glanz des Wahren

07.01.2021 Die taz bewundert auf Netflix die unorthodoxe Energie von Kornél Mundruczós "Pieces of a Woman". Die SZ empfiehl Heiner Goebbels' neues, auf Gedichten von Henri Michaux basierendes Hörspiel "Gegenwärtig lebe ich allein..." Die FAZ sorgt sich um die deutsche Spieloper, die niemand mehr aufführen will. In der Zeit ermuntert Holger Noltze von der digitalen Plattform takt1, das Netz als Ding eigener Art zu begreifen und nicht nur als drögen Abspielort. Die FAZ  bestaunt die Muskulosität der neuen John-Cranko-Ballett-Schule.

Medienticker

Der Dichter hat recht, verdammt

07.01.2021 Gespräch mit Friedrich Ani über seinen Balladen-Band "Die Raben von Ninive" - Keine Laptops für Schüler, aber Milliarden Staatshilfe für einen Reisekonzern? - Wort und Unwort des Jahres: Schlaglichter auf akutelle Debatten - Buchhandel: Aufmerksamkeit für Nischen-Titel & Nur Sachsen verbietet Abholung - Pandemie in Kinder- & Jugendbüchern + Buch-Branchen-Monitor: Jahresbilanz 2020 Ausgebremst.

Bücherschau des Tages

Fruchtbares Stolpern

07.01.2021 Die SZ amüsiert sich mit Deborah Levys munter durch die Zeit springendem Roman "Der Mann, der alles sah", in dem Abbey Road, die Stasi, der Brexit ihre Rolle spielen. Die Welt lernt ein nahezu unbekanntes Berlin kennen mit dem "Ingenieurbauführer Berlin". Die FAZ liest vergnügt Rutu Modans Comic "Tunnel", eine Art Indiana Jones unter Tage der israelisch-palästinensischen Grenze. Dlf Kultur stürzt sich in den ersten Band der Balkan-Trilogie Olivia Mannings, die uns ins Bukarest von 1939 führt. Die Zeit hört Englisch als Fremdsprache in den Gedichten Jimmie Durhams.

Freitag, 08.01.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Ungrammatische Ausdrücke

08.01.2021 Tag 2 nach der Attacke aufs Washingtoner Kapitol. Die Medien räumen die Trümmer beiseite. Schuld sind auch andere Medien, schreibt Margaret Sullivan in der Washington Post, und nicht nur Fox News, sondern auch das Wall Street Journal. "Der Westen ist an ein Ende gekommen", befürchtet der Politologe Tobias Endler in der FR. Auch die Netzöffentlichkeit spaltet sich, konstatiert Netzpolitik - Rechtsextreme ziehen sich in ihre eigenen sozialen Netze zurück. Und FAZ und Welt protestieren: Der Duden schafft das generische Maskulinum ab.

Efeu - Die Kulturrundschau

Der Moderne gewachsen

08.01.2021 Domus lernt von Gegia Bronzini, wie man Leinen, Seide und Wolle mit Ginster oder Maiswickel verwebt. In der taz würdigt der Anti-Mafia-Aktivist Nando Dalla Chiesa den sizilianischen Schriftsteller Leonardo Sciascia, der heute vor 100 Jahren geboren wurde. Dass Tantra wenig mit Sex, aber sehr viel mit rasenden Göttinnen zu tun hat, lernt Artforum in einer Ausstellung des British Museum. Mit dem Sturm aufs Kapitol sind nicht nur ein paar Fensterscheiben kaputt gegangen, fürchtet die FAZ und blickt traurig auf die Trümmer der großen amerikanischen Präsidentenserien.

Medienticker

Ja-ja-ja & nee-nee-nee

08.01.2021 Aktualisiert: Digitale Antiquariatsmesse Stuttgart - 100 Jahre Joseph Beuys - Gerecht oder irreführend? Duden-Reform gendersensibler Berufsbezeichnungen - Ausblick literarischer Höhepunkte 2021 - Fall Julian Assange: Ohne Pressefreiheit keine Demokratie - Krimibestenliste Januar - Marburger Workshop: Wurzeln antijüdischer Stereotype  + Sven Regener wird 60: Absurde Komik & lakonische Poesie - Twitter sperrt Trump dauerhaft + das aktuelle Radio+TV- Wochenendprogramm.

Bücherschau des Tages

Schnörkellos galoppierend

08.01.2021 Die FAZ lauscht mit Alex Ross dem Wagner im Jazz. Der Dlf lernt bei Jedediah Purdy „Politik im Anthropozän“ verstehen und Wege aus der Spaltung der amerikanischen Gesellschaft kennen. Die SZ ermittelt mit Nanni Balestrini im Todesfall des Verlegers Giangiacomo Feltrinelli. Die NZZ gerät mit Annie Zaidi zwischen die Fronten einer muslimischen und einer hinduistischen Familie in einem indischen Dorf. Außerdem freuen sich SZ und NZZ über neue Übersetzungen von Werken Leonardo Sciascias. Und Dlf Kultur empfiehlt eine Kulturgeschichte des Erdöls.

Samstag, 09.01.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Wo nur ein Funke reichte

09.01.2021 Ob das Impeachment-Verfahren fruchten wird, bleibt abzuwarten, bei Twitter hat sich Donald Trump jedenfalls schon in Luft aufgelöst. Inzwischen wird spekuliert: Trump könnte einen Putsch geplant  haben, um die Macht zu übernehmen, schreibt der Historiker Wolfram Siemann in der FAZ. Er könnte noch einen Krieg gegen den Iran anzetteln, fürchtet Daniel Ellsberg im Guardian. Bari Weiss beklagt in der Welt, das sich der liberale Konsens durch Attacken rechts, aber auch links aufgelöst hat. Die taz untersucht Reaktionen deutscher Rechtsextremer: Man ist enttäuscht über die mangelhafte Organisation des Mobs.

Efeu - Die Kulturrundschau

Die Gold- und Sahneadern

09.01.2021 Die New York Times unterhält sich mit mit Martin Scorsese und Fran Lebowitz über die Netflix-Doku-Serie "Pretend it's a City", für die die beiden durch New York flanieren. Die Literarische Welt vermisst den jähen Tempuswechsel in der neueren Literatur. Hyperallergic überlegt, warum die Briten so wenig mit abstrakter Kunst anfangen können. Die nachtkritik stellt ein Instagame vor, das Theater mit den Mittel des Internets - oder vielmehr der sozialen Medien - macht. Im Neuen Deutschland erinnert Berthold Seliger an den einst ungemein populären jüdischen Musiker, Dirigenten und Komponisten Walter Kaufmann.

Bücherschau des Tages

Ganz gewöhnlich provinziell

09.01.2021 Die FAZ bewundert das ungewöhnliche Gespann Neffe und Tante, von dem Eva Roman in ihrem Coming-of-Age-Roman "Pax" erzählt. Die FR begibt sich mit Adrian McKintys Detective Inspector Sean Duffy ins Belfast von 1992. Die SZ entdeckt die Gedichte Semra Ertans. Die taz liest beklommen Clemens Meyers Erzählung "Die Nacht im Bioskop" über das Massaker von Novi Sad im Zweiten Weltkrieg, und sie empfiehlt wärmstens das Tagebuch, das der litauische Teenager Yitskhok Rudashevski im Ghetto von Wilna bis zu seiner Ermordung 1943 führte. Dlf Kultur amüsiert sich mit den Aphorismen des brillanten Ungarn Miklós Szentkuthy.

Montag, 11.01.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Parziell erfolgreicher Angriff

11.01.2021 In einem großen New York Times-Essay warnt Timothy Snyder nochmal vor dem "Präfaschisten" Donald Trump. Die Gefahr ist noch nicht gebannt, sagen auch Daniel Ziblatt in Zeit online und Richard Herzinger in seinem Blog. Mehrere Medien beklagen den Einfluss der sozialen Medien auf das politische Geschehen. Wo ist das Pariser Voltaire-Denkmal geblieben, das von Antirassisten beschmutzt und seitdem nicht wieder aufgestellt wurde, fragt die FAZ.  Die Salonkolumnisten beleuchten den gesellschaftlichen Einfluss der Anthroposophie.

Efeu - Die Kulturrundschau

Männer raus aus Westberlin

11.01.2021 In der FAZ verteidigt Cornelia Funke ihre Schriftstellerkollegin J.K. Rowling, gegen die Kampagne ihrer GegnerInnen. Die SZ erlebt mit Sohrab Shahid Saless' "Utopia", wie das Berliner Bürgertum auf der Kantstraße seine existenzielle Not erblickte. Die taz beobachtet, wie Leon Ferraris Kunst Spaniens Erzkatholiken noch immer provoziert. Die Welt erkennt die Logik in der Rückkehr von Simon Rattle aus London nach München. Und der Guardian blickt in die Zukunft hybrider Bürowelten in der Füßgängerzone.

Medienticker

Zwischen Leselust und Umsatzfrust

11.01.2021 Verlage in Sachsen - Weltflucht: Comic und Corona & Kultur ist ein Lebensmittel - Buchhandlungen im Lockdown: Schlafen werden wir später oder Superman ist ein Buchhändler & Thalia Mayersche kippt Tarifbindung - Trumpismus sucht neue Plattform: Gespaltenes Land, gespaltenes Netz & Rechte Netzwerke abschalten: geht das so einfach?

Bücherschau des Tages

Die ulkige Kreatur

11.01.2021 Im Roman "Das Sägewerk" eines anonymen Franzosen liest sie von der Schwere der Arbeit und der Lust daran. Mit Interesse liest sich auch Eckard Michels' Geschichte der "Fremdenlegion". Der Dlf segelt mit Joseph Conrads und dem "Niemand von der Narcissus" über die Weltmeere. Die NZZ verehrt Ann Carson. Und der DlfKultur lässt sich von Cinzia Sciuto erklären, warum nur der laizistische Staat die Menschenrechte garantieren kann.

Dienstag, 12.01.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Dann erklärte er sich zum Kaiser

12.01.2021 Aber klar. Das was Trump da versuchte, war ein Putsch, schreibt Fiona Hill, ehemalige Sicherheitsberaterin der amerikanischen Regierung, bei Politico - und erinnert an Napoleon III. Die New York Times sieht zu, wie Evangelikalismus und QAnon fusionieren. Viel diskutiert wird über Twitter: "Twitter hat Trump erst möglich gemacht, aber Trump abzuschalten ist Zensur", so die Kritik, meist in einem Atemzug. Auch Alexej Nawalny hat ein Wort dazu zu sagen, und zwar auf Twitter. Die SZ fragt, woher eigentlich die Aversion vieler Menschen gegen das Impfen kommt.

Efeu - Die Kulturrundschau

Werd ich Prinzessin oder Engel

12.01.2021 Niemand versteht sich so gut auf Märchen wie Disney, denkt sich die NZZ und erlebt in der Doku "On Pointe" die Ballettschule als Hort der Fürsorge und Fairness. Nachtkritikerin Şeyda Kurt würde auch gern mal mit ihrer sechzigjährigen Mutter ins Theater gehen. Die FAZ überlegt, ob die Kunst eine Tätowierung ist. Mit Ringlicht werden wir in der Videokonferenz zu Influencern in eigener Sache werden, verrät die SZ. Außerdem trauern Dlf und SZ um die Lyrikerin Barbara Köhler, der alles Naturschöne so fern lag wie Epen, in denen Frauen sang- und klanglos verschwinden.

Magazinrundschau

Mit dem Chor der Waliser Minenarbeiter

12.01.2021 In Lapham's Quarterly erzählt Sisonke Msimang vom Zulu-Gangster Nongoloza und den Nineviten, die auch Teil des Freiheitskampfes in Südafrika waren. In 168 ora denkt die Regisseurin Eszter Csákányi über Corona als Generationenerfahrung nach. Die LRB feiert Georgias Stacey Abrams als Politikerin der Stunde. Simon Reynolds hört in Pitchfork Virginia Astleys pastoral-bukolische Musik von 1983 und denkt an Thatcher. Der New Yorker erklärt die Vorteile der Genschere Crispr.

Medienticker

Homeoffice Security

12.01.2021 Aktualisiert: Unworte des Jahres 2020: "Corona Diktatur" & "Rückführungspatenschaften"  - Österreichischer Buchmarkt: 12,8 Prozent Umsatzminus - Reaktion auf den Sturm des Kapitols: Twitter sperrt 70.000 Accounts - Wie ginge es besser? Debatte um Kontrolle der sozialen Medien - David Bowie im Interview 2002: "... Brecht hätte das so gemacht" - Trump-Figur im Krimi? Jerome Charyns "guter Bulle" Isaac Sidel - Ägypten: Justiz geht gegen "TikTok-Mädchen" vor.

Bücherschau des Tages

Der intellektuelle Kreuzweg

12.01.2021
Die taz freut sich über die Wiederentdeckung der neusachlichen Fotografin Aenne Biermann. Der Dlf lässt sich von Jutta Allmendinger erklären, wie Frauen nicht die Verliererinnen der Pandemie-Politik werden. Die FR streift mit Robert Moore über matschige Appalachen-Pfade und andere Wege der Erkenntnis. Der DlfKultur sehnt sich mit Hanns Cibulka nach Hiddensee. Und die SZ feiert noch einmal Ali Smith' großen Roman "Herbst", der ihr Misere und Verunsicherung Britanniens vor Augen führt.

Mittwoch, 13.01.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Denken und Ethik à la carte

13.01.2021 Die Diskussionen über die sozialen Medien gehen weiter: Lassen sie sich demokratisieren, fragt Georg Diez in der taz. Leon de Winter beklagt in der Welt Zensur. Nach Veröffentlichung eines Berichts diskutiert Irland wieder über Heime für alleinstehende Mütter, in denen die Kindersterblichkeit doppelt so hoch war wie üblich. In der NZZ attackiert Michael Wolffsohn deutsche Kulturinstitutionen, die mit BDS-Anhängern kooperieren wollen und Norbert Röttgen. Die taz fordert: Katzen kastrieren reicht nicht, sperrt sie ein.

Efeu - Die Kulturrundschau

Elfenbein! Ebenholz!

13.01.2021 Die FAZ protestiert gegen die Refeudalisierung der Stadtplanung und fordert mehr Architekturwettbewerbe. Der DlfKultur vernimmt Anzeichen für eine mögliche Verschiebung der Documenta. Mehr als das Theater selbst vermisst die SZ das Publikum. Die Welt ahnt, wie schwer es künftig für britische MusikerInnen sein wird, in die EU zu reisen. Die FAZ bewundert den französischen Chic der frühen DDR-Mode. Zur Abwechslung findet die taz verliebte, glückliche Schwarze im Film auch mal ganz schön.

Medienticker

Abgrund der Ent-Solidarisierung

13.01.2021 Aktualisiert: Nora Bossang über das Unwort des Jahres "Corona Diktatur" - Debatte um die Zukunft des Stadttheaters -  Messengerdienst: Whatsapp stellt Nutzern ein Ultimatum - Thomas Assheuer über Konservative als Revolutionäre - Boomender Onlinehandel & Buchcharts: Die aktuellen Bestsellerlisten - "Posikalypse" und Kultur im Jahr 2021 + Twitter & Verantwortung: Gespräch mit Markus Beckedahl.

Bücherschau des Tages

Poetischer Widerstand

13.01.2021 Die FAZ sticht mit Joseph Conrads "Narcissus" in See und erlebt ganz großes "Männergefühlskino". Mit den beiden Wiener Architekturforschern Gerhard Steixner und Maria Welzig fordert sie: Grüne Terrassen für alle! Die SZ begibt sich mit Josef Winkler auf eine Reise durch Kärnten und staunt, wie lebendig man vom Tod erzählen kann. Die taz liest Jay H. Gellers Familiengeschichte der Scholems als "Sozialgeschichte deutschen Judentums". Der Dlf lauscht vergnügt den Laber-Sessions von Martin Suter und Benjamin von Stuckrad-Barre. Und Dlf-Kultur gibt sich mit Julian Barnes den Exzessen der Dandys in der Welt der Pariser Belle Époque hin.

Donnerstag, 14.01.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Sachsen gibt es anderswo auch

14.01.2021 Wir haben verhandelt und verhandelt, dann kam endlich der Brexit, und was blüht uns jetzt? Verhandlungen, fürchtet Timothy Garton Ash im Guardian. Trump könnte immer noch putschen und sich dabei auf die Verfassung berufen,  sagt der Verfassungsrechtler Russell Miller in der FAZ. NZZ und Welt befassen sich mit Verschwörungstheoretikern, die zur größten terroristischen Bedrohung für die USA werden könnten. Die FAZ prangert die Praxis des Zitierens an. Zitate seien Enteignung.

Efeu - Die Kulturrundschau

Singsang unserer Zeit

14.01.2021 Im Filmdienst graust es Lars Henrik Gass vor der Abschaffung des individuellen Filmemachers zugunsten des Filmschaffenden, den er sich nur als Untertan vorstellen kann. In der nachtkritik hat der Theaterregisseur Tim Tondorf dagegen die Nase voll vom Theatergenie, das er sich nur als alten weißen Mann vorstellen kann. Die FAZ ist hin und weg von den Konzertfilmen des DSO-Symphonieorchesters, in denen die Trompeter, Hornisten und Posaunisten die Waldschrate geben. Der Tagesspiegel spaziert durch eine virtuelle Ausstellung zum Einfluss Caravaggios. In der SZ möchte sich Lukas Bärfuss in der Coronakrise dem "Scheißdreck" der Wirklichkeit stellen. Und: Die Musikkritiker gratulieren der großen Caterina Valente zum Neunzigsten.

Medienticker

Blogdown

14.01.2021 Gespräch mit Georg Diez über seine Notizen zur Krise - Französischer Buchhandel weniger Verluste als erwartet - Konditionen-Streit: Diogenes bei Libri nicht lieferbar - Gefangen in Idealen? Lothar Struck über Barack Obamas "Ein verheissenes Land" - Hongkong: 200 Regierungskritiker verhaftet - Zum Hundertsten: Die geniale Mrs. Highsmith & zum 125. Geburtstag von John Dos Passos: Pionier der Literatur +  Über Jedediah Purdys "Die Welt und wir. Politik im Anthropozän".

Bücherschau des Tages

Aus der Kehle der Frau

14.01.2021 Die Zeit lernt vom Mathematiker Philip Ording "99 Variationen eines Beweises", sogar ein Origami-Beweis ist darunter. Charmant, findet sie. Die FR lauscht dem kosmologischen Sound in den Gedichten der bulgarisch-deutschen Lyrikerin Dana Ranga. Die taz bewundert Tempo und Kniffe der ungarisch-slowakische Dichterin Mila Haugova. Die FAZ ist beeindruckt von Marguerite Andersens Bekenntnissen in "Ich, eine schlechte Mutter", und sie empfiehlt die Oxford Lectures von Durs Grünbein, der sich gegen revanchistische Tendenzen der Gegenwart wendet.

Freitag, 15.01.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Was wir über ein Geschehen wissen

15.01.2021 "Die Republikanische Partei ist eine nationale Peinlichkeit", sagt Jill Lepore in der FR und findet: Es ist Zeit für einen neuen amerikanischen Patriotismus. Im Gegenteil, der amerikanische Exzeptionalismus ist ein Problem, und die Verfassung ist sowieso Relikt aus der Sklavenhaltergesellschaft, meint die Historikerin Hedwig Richter in der SZ. Die Medien gratulieren der Wikipedia zum Zwanzigsten. Immer schon wurde ja an ihr rumgemäkelt - bis heute. Aber manche freuen sich auch! Wie absurd ist eigentlich Kirchensteuer, fragt Faustkultur.

Efeu - Die Kulturrundschau

Konzerthäuser und Theater sind keine Infektionsorte!

15.01.2021 Die NZZ blättert sich mit Begeisterung durch einen monumentalen Julian-Schnabel-Band. Die taz staunt über den Bourdieu-Habitus, mit dem Neuköllner Schüler August Sander ins 21. Jahrhundert holen. Die FAZ bewundert die Komplexität von Cassius Clay, Sam Cooke, Malcolm X und Jim Brown  in Regina Kings Film "One Night in Miami". Van schildert die prekäre Lage der Rundfunkorchester. Die SZ schmilzt dahin mit den Tangos von Astor Piazolla. Die Welt ist sauer, dass sie trotz vorbildlicher Hygieneregeln nur online Bühne und Kunst sehen darf.

Medienticker

Lesen im Lockdown

15.01.2021 Aktualisiert: Umsatzplus & Solidarität: Buchhandel in Frankreich boomt - Wettbewerb: Die Schönsten Deutschen Bücher 2021 - Ab in die Insolvenz: Corona & soziale Folgen & über den Code des Kapitals - Einmalige Sammlung menschlichen Wissens: Gespräch mit dem Wikipedia-Gründer Jimmy Wales über 20 Jahre der Online-Enzyklopädie - NYT über Germany's oldest bookseller - Peter-Huchel-Preis 2021 für Marcel Beyer + TV+Hörtipps fürs Wochenende.

Bücherschau des Tages

In der Stille gereift

15.01.2021 Die NZZ ergattert einen der 1000 signierten Julian-Schnabel-Prachtbände und dreht sich mit Peter Fabjan zaghaft zum Halbbruder Thomas Bernhard hin. Die FAZ reist mit Beat Bächi zu den Götterfleisch-Pilzen nach Mexiko. Die taz denkt mit Bregje Hofstede über die Bedeutsamkeit des Schweigens nach. Die SZ empfiehlt heute Lyrik für Kinder. Und Dlf Kultur taucht mit James Nestors "Atemjüngern" ab in die Katakomben von Paris.

Samstag, 16.01.2021

Efeu - Die Kulturrundschau

Zum Solo verdammt

16.01.2021 Wir brauchen Bilder der Trauer um die Corona-Toten, fordert die Kunsthistorikerin Brigitte Kölle im monopol-magazin. Die FAZ bläst Putin mit der russischen Avantgarde-Pop-Band IC3PEAK den Marsch. Die taz erkennt die Schönheit von Buchstaben. Die NZZ wirft einen Blick auf die Filmindustrie in der unberührten Wildnis von Jakutien. Die SZ erliegt dem Reiz von Peter Zumthors Entwurf für das Los Angeles County Museum of Art. Und der Freitag streift durch die Geschichte der Verschwörungstheorien im Hollywood-Kino.

9punkt - Die Debattenrundschau

Eine Art kosmisches Ungleichgewicht

16.01.2021 Der New Yorker beschreibt den emotionalen Mix aus aufrührerischer Wut und hämischer Freude, der Trumps Anhänger zum Sturm aufs Kapitol trieb. In der FAZ untersucht Philipp Felsch Ähnlichkeiten und Unterschiede von Verschwörungstheorie und spekulativem Denken. Die NZZ liest mit Entsetzen Jean-Pierre Obins Report über den Islamismus an Frankreichs Schulen. Die taz durchlebt die fünf Phasen der Corona-Bewältigung. Und in der SZ nimmt uns Slavoj Zizek auch noch die letzte Freude: unschuldigen Sex.

Bücherschau des Tages

Schiffspassage eines Revolutionärs

16.01.2021 Die SZ feiert die dänische Autorin Tove Ditlevsen, die mit bewundernswerter Präzision von ihrer Kindheit in Kopenhagen erzählt. Die NZZ sieht mit Roberto Bolanos Erzählungen "Cowboygräber" den Triumph der Poesie aufziehen. Die taz setzt mit Michael J. Sandel auf eine Versöhnung von urbanen Eliten und abgehängten Nichtakademikern. Mit Rutu Modans Comic "Der Tunnel" stürzt sie sich freudig in die Suche nach der Bundeslade.

Montag, 18.01.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

In dunklen Kellern

18.01.2021 In der FAZ schreibt  Heinrich August Winkler zur Gründung des Deutschen Kaiserreichs von 150 Jahren. Der moderne Antisemitismus hat seine Wurzeln ebensosehr links wie rechts, schreibt Richard Herzinger in seinem Blog.  Wie soll Nigeria Kunstwerke zurückfordern, wenn das Land nicht mal weiß, was ihm gestohlen wurde, fragt der Tagesspiegel. Die Welt und die SZ blicken auf die fatale Rolle der EU und Amerikas in der ugandischen Politik. Zeit online fragt, was die Verhaftung Alexej Nawalnys für die bisher so apathische Opposition in Russland bedeutet.

Efeu - Die Kulturrundschau

Ausgefuchster Papierkrieg

18.01.2021 Die Berlinale findet im März erst einmal nur online und fürs Fachpublikum statt. Der Tagesspiegel fragt sich, für wen dann die Presse berichten soll. Die FAZ sieht immerhin Vorteile fürs Klima. Im DlfKultur berichtet Justo Barranco, wie sich die spanischen Theater ihre Wiedereröffnung erstreikten. ZeitOnline bemerkt, dass die Popmusik den Protestbewegungen keinen Sound mehr liefert.SZ und Standard schreiben zum Tod von Musikproduzent Phil Spector. Außerdem feiert die SZ fünfzig Jahre Hot Pants.

Medienticker

Macht & Meinung

18.01.2021 Ideen zur Regulierung sozialer Netzwerke - Netzkonferenz future!publish 2021 in diesem Jahr rein digital - Große & kleine Verbrechen: Hedonismus, Katzenliebe und große Literatur: Zum 100. Geburtstag von Patricia Highsmith - George Orwell  2021: Der große Hype um "1984": Gespräch mit Eva Menasse & Eike Schönfeld.

Bücherschau des Tages

Das Universum ist bodenlos

18.01.2021 Der DlfKultur lernt von Adam Kucharski das "Gesetz der Ansteckung" kennen, das mit seinen Superspreadern nicht nur bei Epidemien, sondern auch in Medien und Finanzwelt greift. Mit Begeisterung hat er auch Thomas Reverdys Roman "Ein englischer Winter" gelesen, der von der großen Unzufriedenheit 1978 erzählt. Die NZZ bewundert Michael Maars feines Gefühl für guten Stil. Sympathisch ist der SZ, wie Peter Fabjan vor dem Verachtungsfuror seines Bruders Thomas Bernhard kapitulieren muss. Mit Dana Rangas "Cosmos!" erkundet sie die Sphäre der Doku-Dichtung.

Dienstag, 19.01.2021

Magazinrundschau

Der König ist schwanger

19.01.2021 Im Guardian schildert Gulbahar Haitiwaji die grauenvollen Umerziehungsmethoden in den chinesischen Lagern für die Uiguren, in denen sie selbst zwei Jahre zubrachte. Nature erzählt, wie wir unsere Körperformen finden. In 168 ora beschreibt der Schriftsteller Janos Hay den Wandel auf dem Land in Ungarn. Im Filmdienst sucht Till Kadritzke nach dem Begehr eines Films. Im New York Magazine wirft der Schriftsteller Nicholson Baker einen gründlichen Blick in die Labore für Virologie auf der Welt.

9punkt - Die Debattenrundschau

Einblick in den Schmerz

19.01.2021  In der SZ staunt Friedrich Christian Delius über den Einfluss der Lyrik auf Joe Bidens politischen Werdegang. Golem.de berichtet, dass die VG Media sich jetzt in "Corint" umbenennt, um jetzt auch international die Bagatellgrenzen zu überwachen.  Die USA müssen sich politisch modernisieren, fordert der Philosoph Christian Lotz in der FR. In der NZZ hofft Timothy Garton Ash auf einen konservativ-sozialistischen Liberalismus.

Efeu - Die Kulturrundschau

Mit Bächlein und Bäumen

19.01.2021 Die Feuilletons feiern die vor hundert Jahren geborene Patricia Highsmith, die sich die Freiheit nahm, böse zu sein. Der Guardian stöbert beglückt in den Archiven des Fotografen Todd Webb, der in den später fünfziger Jahren Afrika im Aufbruch dokumentierte. Im Kampf gegen Smart-City-Pläne und die Infantilisierung des öffentlichen Raums setzt die FAZ auf das Neue Europäische Bauhaus. Le Monde erinnert an die vergebliche, aber wohltuende Wut des Filmemacher Jean-Pierre Bacri. Die Jungle World genießt Urlaub in Polen.

Medienticker

Memoiren & Falschinformation

19.01.2021 Abgründe & Humor: Peter-Huchel-Preis 2021 für Marcel Beyer - Expansion: BoD beteiligt sich an story.one - Fast wie ein Krimi: Hans Fallada wollte sich verhaften lassen: Gerichtsmedizinerin entdeckt unbekannteTexte - Simone Buchholz und ihre Kneipensehnsucht "Erinnerungsstadt" - Ultraschall Berlin: Festivalplanung in der Pandemie - Ikone der Künstlichkeit: Laf Überland gratuliert Dolly Parton zum 75. Geburtstag + Der Schrei der Eule & Requiem für eine Katze zum 100. Geburtstag einer Krimi-Klassikerin.
 

Bücherschau des Tages

Dunkle Grundierung

19.01.2021 Die FAZ stählt ihre Muskeln mit Henk Schiffmachers kiloschwerem Prachtband "Tattoo". In ihren Augen etabliert Kaska Bryla zudem mit ihrem Roman "Roter Affe" das Genre des manischen Realismus. Der DlfKultur bewundert, wie feinsinnig und brutal zugleich die dänische Autorin Tove Ditlevsen von ihrer Kindheit in Kopenhagen erzählt. Auch Ina Vultchanovas lebensweiser Roman "Crash Island" gefällt ihr ausnehmend gut. Die FR zieht böse Lehren aus den Geschichten der Patricia Highsmith.

Mittwoch, 20.01.2021

Efeu - Die Kulturrundschau

Eine Tüte Kippenberger

20.01.2021 Der Guardian feiert ganz unironisch die große Kunstnation Deutschland, die seit 150 Jahren mehr originelle und provokante Kunst hervorbringe als jedes andere Land. Die taz sucht beim digitalen CTM-Festival für elektronische Musik den Bass, der in den Körper dringt. Die FAZ sucht nach Lösungen für die Berliner Clubs. Die SZ goutiert sozialkritischen und lyrischen Realismus auf dem Max-Ophüls-Festival der Underdogs.

9punkt - Die Debattenrundschau

Heute etwas Neues

20.01.2021 54books erinnert mit Berit Glanz an all die Künstler, die ihren Geniekult mit Gewalt gegen Frauen zelebrierten. Der Guardian erklärt, wie clever britische Eliten Druck von unten zum Absahnen nutzen. Die Salonkolumnisten lassen sich von Alexei Nawalny Putins Palast am Schwarzen Meer zeigen. Im Neuen Deutschland fragt Veranstalter Berthold Seliger, warum von den 25 Milliarden Überbrückungshilfen bislang gerade mal 2,7 Milliarden bewilligt wurden. Und: zur Inauguration von Joe Biden blicken die Medien noch einmal zurück auf seinen hohe Auflage bringenden Vorgänger und den Trümmerhaufen, den er hinterlässt.

Medienticker

Mobile vulgus

20.01.2021 Kurzfristige Kultur der Coronakrise: Shutdown-Verlängerung bis 14. Februar - Click and Collect-Prinzip auf den Buchhandel - Mehr als 200 Millionen Menschen auf der Welt schauen Netflix - Zensur: Hanser & Dtv nehmen Buch vom Markt: Das Ende der toxischen Verführung +  Facebook verbessert KI für blinde Nutzer.

Bücherschau des Tages

Mit losen Bremsen durch die Nacht

20.01.2021 Die NZZ taucht tief ein in das Werk der großen russischen Dichterin Marina Zwetajewa. Die FAZ liest fasziniert Klaus Manns - am Ende abgelehntes - Drehbuch zu einer Episode von Roberto Rosselinis Film "Paisà". Die FR erschrickt vor den Veränderungen unserer Lebenswelt, die ihr der Tierfilmer David Attenborough aufzeigt. Die SZ lernt mit Melisa Erkurt die "Generation haram" kennen. Der Dlf bewundert den kühlen Minimalismus der jungen Patricia Highsmith.

Donnerstag, 21.01.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Eine gewisse Radikalität

21.01.2021 Joe Bidens Amtseinführung hat den Spuk erstmal hinweggefegt. Aber die amerikanische Verfassung bleibt altertümlich, und Jedediah Purdy zweifelt in der Zeit, ob sie sich modernisieren lässt. Die Ärztin Kristina Hänel ist nun rechtskräftig verurteilt, weil sie auf ihrer Webseite über Abtreibung informierte - in der taz zieht sie dennoch eine positive Bilanz ihres bisherigen Kampfes. Die Hufeisentheorie stimmt: Man muss nur auf das Verhältnis von Linkspartei und AfD zu Russland gucken, schreibt Alan Posener in der Welt. Die neue demokratische Regierung in den Vereinigten Staaten wird die Plattformkonzerne stärker regulieren, vermutet Netzpolitik.

Efeu - Die Kulturrundschau

For there is always light

21.01.2021 Der Kunst hat Donald Trump nicht gut getan, notiert monopol angesichts der doch reichlich banalen Protestkunst aus dieser Zeit. Auch Hollywood wird Trump nicht vermissen, hat er doch dessen China-Träume zerschlagen, erzählt die NZZ. Vielleicht wird's mit Biden besser, das Gedicht von Amanda Gorman zu seiner Inauguration lässt die taz jedenfalls hoffen. Die FR amüsiert sich mit der Science-Fiction-Miniserie "Eternal Peace" des Frankfurter Schauspiels. Die taz hört beim Berliner CTM-Festival "Sisters with Transistors", darunter die Klangkünstlerinnen Éliane Radigue und Pauline Oliveros. Die New York Times stellt eins der am häufigsten geklauten Gemälde vor.

Medienticker

Ofenkartoffel

21.01.2021 Hoffnungen New Yorker Autoren zu Bidens Amtsantritt - Neustart Kultur 2.0 - Gespräch mit Viktor Martinovich über Literatur & individuelle Freiheit in Weißrussland - Susan Taubes: Die intellektuelle Biographie - Sasa Stanisićs & sein Vogel des Jahres - Wenn Bücher geteilt werden - Florian Werner liest Lana del Reys "Chemtrails over the Country Club" + Buchcharts: Aktuellle Bestselllerlisten

Bücherschau des Tages

Kammerspiel vor Pandemie-Kulisse

21.01.2021 Weniger als Roman denn als Sammlung von Prosagedichten liest die FAZ James Noëls "Was für ein Wunder" über das Erdbeben in Haiti. Lob auch für Alexander Osangs "Fast hell", eine Art Doppelporträt des Autors und seiner aus dem Osten in die Welt aufbrechenden Figur Uwe. Die SZ amüsiert sich mit Oyinkan Braithwaites Roman über Mittelschichtsproblemen in Lagos. Die Zeit erliegt dem Charme von Martin Mosebachs Waffenhändler "Krass". Dlf Kultur bewundert die Wortschöpfungslust von Dmitrij Kapitelman, der für "Eine Formalie in Kiew" in die alte Heimat seiner Eltern aufbricht. FR und taz empfehlen Viktor Martinowitschs "Revolution".

Freitag, 22.01.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Psychologische Phänomene wie der Glaube

22.01.2021 Die Medien sind noch in Feierlaune, da stellt das Internetmagzin Axios fest, dass ihnen zumindest in den USA die Mehrheit der Bevölkerung gar nicht mehr traut. Wie kommt es, dass Menschen Medien misstrauen, obwohl sie Organe der Wahrheit sind, fragt auch das "Altpapier" im MDR. Die Türkei geht in der Regulierung sozialer Netze voran, und es läuft auf Zensur hinaus, konstatiert Netzpolitik. In Frankreich zahlt Google jetzt an Zeitungen, berichtet Golem. Mit dem Deutschen Reich institutionalisierte sich auch der Antisemitismus, und zwar gerade bei den Protestanten, schreibt Micha Brumlik in der FR.

Efeu - Die Kulturrundschau

Tyrannen fürchten den Dichter

22.01.2021 Der Tagesspiegel zieht den Hut vor Alexander Nanaus und Catalin Tolontans Doku "Kollektiv" über die Brandkatastrophe im rumänischen Club "Colectiv", der zum Rücktritt der Regierung führte. Andreas Schäfer hört für die taz Musik von Charlie Mingus, die so fantastisch ist, dass er sich auch als Nazi beschimpfen lässt. Die FAZ trauert um eine Ikone des Brutalismus: Das Haus der Räte in Kaliningrad soll abgerissen werden. Das ZeitMagazin bewundert die farbenprächtigen Garderoben bei Joe Bidens Inauguration. Und: Die Feuilletons liegen immer noch der Dichterin Amanda Gorman zu Füßen, die die Show auf dem Kapitol dominierte.

Medienticker

Trügerische Pressebilder

22.01.2021 Aktualisiert: Weil der Rundfunkbeitrag nicht steigt: ARD-Kulturangebot liegt auf Eis - Google und Frankreichs Verlage einigen sich  Pressefreiheit & Journalisten-Morde - US-Konzeptkünstlerin Adrian Piper bekommt den Goslarer Kaiserring 2021 - Kleist-Förderpreis für Ivana Sokolas Theaterstück "kill baby" - Monika Helfer über ihren Familienromane "Bagage" & "Vati"  - Theresia Enzensberger in einer Online-Veranstaltung des Museums Marta Herford - Ulrike Draesner zum Tod der Lyrik-Kabinett-Gründerin Ursula Haeusgen - Über Peter Fabjans Rapport "Ein Leben an der Seite von Thomas Bernhard" - Warum der Kapitalismus am Ende ist,aber es niemand wahrhaben will ... + Die Wochenend-Hörfunk+TV Tipps.

Bücherschau des Tages

Lektüre an der Substanz

22.01.2021 Die FR glaubt an die menschenverbessernde Kraft von Tarjei Vesaas Roman „Die Vögel“ und fordert: Alle sollen es lesen! Die SZ staunt über den „Drive“ von Voltaires unterhaltsamer Bibelkritik. Allen an Religion interessierten Lesern empfiehlt die FAZ Hans Joas’ Religionstheorie nach Hegel und Nietzsche. Die Welt blättert fasziniert in Tobias Roths und Moritz Rauchhaus’ neuem Standardwerk über Feindflugblätter. Und Dlf Kultur liest gebannt Angie Thomas’ „Concrete Rose“ über einen jungen Schwarzen in den 1990ern in den USA.

Samstag, 23.01.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Oder die Bande bekommt einen neuen Anführer

23.01.2021 In der Welt bekennt sich Außenminister Heiko Maas zur Antisemitismusdefinition der "Internationalen Allianz zum Holocaustgedenken" (IHRA), aber tut er es wirklich? Wer als arabischer Intellektueller für die Versöhnung mit Israel eintritt, wird von seinesgleichen verachtet, schreibt Najem Wali in der FAZ: Aber die Jugend denkt anders. Wie tot ist der Trumpismus, fragen taz und New York Times. Im Tagesspiegel erklärt Fatina Keilani, was ein "Token" ist. In der NZZ fragt Martin Pollack, warum gerade Polen mit seiner geglückten Wende  so anfällig ist für den Rechtspopulismus.

Efeu - Die Kulturrundschau

Thronverzichte und Thronbesteigungen

23.01.2021 In der taz stellt die Architektin Imke Woelk ihre Version einer umweltfreundlichen Bandstadt vor. In Saudiarabien ist etwas ähnliches schon im Bau, erzählt der Guardian, der außerdem an die Bandstadt des italienisch Kollektivs Superstudio von 1969 erinnert. Hyperallergic betrachtet in der Royal Academy das verbindende Elend in den Bildern von Tracey Emin und Edvard Munch. In der NZZ erinnert Karl-Markus Gauß an die Weltreisende Alma M. Karlin und ihre Reisegeschichten von unten. Die taz fragt, warum Amazon Sebastián Muñoz' explizit schwules Knastdrama "Der Prinz" aus seinem Programm gestrichen hat: Zuviel Gewalt oder zuviel Sex?

Bücherschau des Tages

Ein klein wenig Anmut

23.01.2021 Der Scharlatan verträgt keine Kritik und macht den Leuten trotzdem Hoffnung. Und es gibt ihn schon seit Hunderten von Jahren, lernt die FAZ aus Grete De Francescos wieder entdeckter Studie "Die Macht des Charlatans.  Die NZZ begibt sich mit Daniel Leese in "Maos langen Schatten". Die taz freut sich ohne Punkt und Komma an Bernardine Evaristos Roman "Mädchen, Frau etc." Und lernt im "Frauenatlas" viel über die Benachteiligung von Frauen und anderen Geschlechtern.

Montag, 25.01.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Wer schweigt, unterstützt

25.01.2021 Neue Funde von Dokumenten der Revolutionären Zellen werden kaum zur Aufklärung der vielen ungeklärten terroristischen Morde in Deutschland beitragen, fürchtet Anne Ameri-Siemens in der FAS. Sie fordert statt dessen viel mehr Druck auf jene, die schweigen. Ebenfalls in der FAS beschreibt Leonid Wolkow, der Stabschef Alexei Nawalnys, Putins Machtsystem, und wie es zu sprengen ist. In der NZZ erinnert der Theologe Jan-Heiner Tück an die Vernichtung der jüdischen Gemeinden in Österreich vor 600 Jahren auf Weisung Herzogs Albrecht V. Frauen in MINT-Berufen bleiben eine Seltenheit, konstatiert golem.de.

Efeu - Die Kulturrundschau

Die Diversifizierung von Oberflächen

25.01.2021 Im Filmdienst kann die Autorin und Regisseurin Susanne Heinrich kaum glauben, wie sich die StudentInnen der dffb mit Hilfe eines "wertschätzenden Sprechens" auf Marktkonformität trimmen lassen. Die taz bejubelt York-Fabian Raabes deutsch-ghanaisches Drama "Borga", das beim Max-Ophüls-Festival zahlreiche Preise abräumte. Die vom saudischen Kronprinz geplante Bandstadt The Line erinnert die FAZ an einen Schlag mit dem Herrscherschwert. Und die Welt geht betört vor der ägyptischen Sopranistin Fatma Said auf die Knie.

Medienticker

Postfaktizität & Halbwahrheiten

25.01.2021 Aktualisiert:  Noam Chomsky: Wie wir die Apokalypse noch verhindern können -  Oxfam-Bericht: Corona-Pandemie verschärft soziale Ungleichheit - Phantastischer Realismus & Mitbegründer des Austropop: Arik Brauer ist tot - Hype um Clubhouse: Der Partytalk, der keiner ist - Nicola Gess über Fake News, Verschwörungstheorien & populistische Propaganda - Genossenschaft "Wider das Vergessen" - Philosophische Flaschenpost: Adorno & die Dialektik des Fortschritts - In memoriam Ruth Berghaus: Die Schönheit des Widersprüchlichen + Ansteckung: Seuchen in der Literatur.

Bücherschau des Tages

Religion und Geheimdienste

25.01.2021 Die FR fragt sich beim Lesen von Dan Morains Kamala-Harris-Biografie, ob sich die Politikerin wird gegen die Welt stellen können, die sie groß gemacht hat. Außerdem lernt sie von T.C. Boyles neuem Roman "Sprich mit mir" Respekt für die äffische Intelligenz. Die NZZ bewundert Helon Habila für seinen Roman "Reisen", der von den Überlebenden eines Schiffsunglücks vor Lampedusa erzählt. Witzig wie eine Film der Monty Pythons findet der Dlf dagegen Wyndham Lewis' Bloomsbury-Satire "Die Affen Gottes". Enttäuscht zeigt sich die SZ von Alaa al-Aswanis Roman "Die Republik der Träumer" über die ägyptische Revolution von 2011.

Dienstag, 26.01.2021

Magazinrundschau

Barriere gegen das Draußen

26.01.2021 GQ erzählt, wie der ruandische Kriegsverbrecher Félicien Kabuga jahrzehntelang der Justiz entkam. Im Merkur analysiert Christoph Möllers den Niedergang der SPD. Hlidacipes würdigt die deutsch-tschechischen Samstage für die Nachbarschaft. Eurozine erinnert an die Fotoschule Charkow, die den unperfekten sowjetischen Menschen zeigte. Wired erzählt, wie paramilitärische Waffenausbildung für Zivilisten in den USA zur Mode wurde. Die New York Times staunt über den neuen amerikanischen Wunsch zu verschwinden.

9punkt - Die Debattenrundschau

Erst werden die Begriffe besetzt, dann die Köpfe

26.01.2021 In seinem Blog erklärt Andrew Sullivan den Unterschied zwischen "equity" und "equality" und warum er ihm Sorgen macht. Die SZ fragt: wie kompatibel ist die gehypte Iphone-App "Clubhouse" mit deutschem Recht? SZ und Welt empören sich über einen Auftritt Xi Jinpings im virtuellen Davos. Die FAZ ist so weit zufrieden mit der kommenden Umsetzung der EU-Urheberrechtsreform. Die taz porträtiert die Familie von Walter Lübcke in den Tagen vor dem Urteil gegen den Terroristen Stephan Ernst.

Efeu - Die Kulturrundschau

Sie waren nicht mal Exzentriker

26.01.2021 Entgeistert fragt die SZ, warum der WDR der Literaturkritik den Sauerstoff abdreht. Der New Yorker feiert Josef Albers und Giorgio Morandi als Brüder im Geiste der individuellen Beharrlichkeit. In der NZZ erklärt Umweltpionier James Wines, dass nur eine kunstvolle Öko-Architektur auch wirklich nachhaltig ist. Die FAZ erlebte auf dem Ultraschall-Festival gurrende Klarinetten und Stimmen, die ein Pfauenrad schlagen. Dem Tagesspiegel offenbaren sich die Kräfteverhältnisse des Filmbranche.

Medienticker

Wer alles weiß, hat keine Ahnung

26.01.2021 Über die Überheblichkeit der Intellektuellen - Datensicherheit oder Abwehr von Cyberkriminalität - Zeitfracht GmbH heißt jetzt Buch&Co. - WDR3 streicht Buchkritiken oder Der Öffentlich-rechtlicher Rundfun begeht Verrat am Kulturauftrag - Eine Katastrophe: Typografie & Gender*-Sternchen - Freundinnen in der Literatur - Auf einmal fürsorglich? Spotifys neue Nachwuchspflege - Lyrik durchs Telefon & Antiquariatsmessen finden online statt Gestoppter + Überzeugungstäter: Facebook sperrt Israels Impfwerbung.

Bücherschau des Tages

Und die heilige Geistin

26.01.2021 Die NZZ rühmt die Poesie Osteuropas, die mit Maria Stepanowa, Serhij Zhadan und Volha Hapeyeva gerade über sich hinauswachse. Zehn Jahre nach der ägyptischen Revolution empfiehlt der Dlf Karim El-Gawharys Bestandsaufnahme "Repression und Rebellion". FR und FAZ erliegen der Sprachmacht Martin Mosebachs. Die SZ ist betört von der Zartheit und Liebe, mit der Monika Helfer in ihrem neuen Roman "Vati" erzählt. Auf geteilte Begeisterung stößt Otessa Moshfegh mit ihrer Morderzählung "Der Tod in ihren Händen" bei taz und DlfKultur.

Mittwoch, 27.01.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Das Schicksal des Gedenkens

27.01.2021 In Moskau hat das Internet die Medien besiegt, das Staatsfernsehen kommt gegen Alexei Nawalnys Film "Putins Palast" nicht an, berichtet die FAZ. Und Viktor Jerofejew sieht Putin und Nawalny in der FAZ  "in einem tödlichen Kampf". Heute ist Auschwitz-Gedenktag, aber "die deutsche Erinnerungskultur ist ein seltsames Wesen", schreibt Henryk Broder in der Welt. Springer-Chef Mathias Döpfner fordert in einem offenen Brief an Ursula von der Leyen die Entmachtung von Google, Facebook und Co. Die Schriftstellerin Nele Pollatschek grübelt in der SZ über das Für und Wider des generischen Maskulinums.

Efeu - Die Kulturrundschau

Ein scharfes Ohr für alle Niedertracht

27.01.2021 Die drohende Demontage der Literaturkritik beim WDR schlägt weiter Wellen. Eine Petition fragt, ob der Sender sein Publikum nicht ein bisschen unterschätzt. Die taz lässt sich von der Theaterkompanie toit végetal verzaubern, die Schmetterlinge zum Tanzen bringt. Die SZ erkennt, dass der Kunstmarkt nur so stark sein kann wie die Gesellschaft, die ihn trägt. Die NZZ hört mit angehaltenem Atem die B-Seite der Anthology of American Folk Music.

Medienticker

Thomas Mann mit Loriot überblendet

27.01.2021 Meister des Finsteren: Michael Laages zum Tod des Dramatikers Lars Norén - Mosaiksteinchen: Sendeschluss für Bücher?  - Enge Betrachtung von Literatur & Einschränkung der demokratischen Öffentlichkeit - YouTube zahlt 30 Mrd. Dollar für Content - Massives Wachstum: Streaming stark angestiegen + Buchcharts: Die aktuellen Bestsellerlisten.

Bücherschau des Tages

Zeit der Sinnenlosigkeit

27.01.2021 Als wunderbare Ergänzung zu Ulrich Raulffs Band über den George-Kreis empfiehlt die FAZ Annet Mooijs Buch über Gisèle van Waterschoot van der Gracht und ihre Verstrickung in den Männerbund "Castrum Peregrini". Spannend und hochaktuell findet die FR Ljudmila Ulitzkajas Roman "Eine Seuche in der Stadt" über einen Pestausbruch in einem sowjetischen Labor 1939. Die SZ lässt sich mit Karoline Georges "Totalbeton" in einem Hochhaus einschließen. Dlf Kultur folgt Murray Shanah begeistert in die Zukunft der Künstlichen Intelligenz.

Donnerstag, 28.01.2021

Efeu - Die Kulturrundschau

Chateau de Tarot

28.01.2021 Die SZ feiert eine überwältigende Elsa Dreisig als Massenets "Manon Lescaut" - Aussteigerin und Luxussüchtige zugleich - und eine unvergleichliche Sophia Loren. Das Van Magazin wüsste gern, mit wem genau eigentlich Putinverehrer Valery Gergiev und die Stadt München einen Dialog führen. Die Welt fragt besorgt: Ist die Erotik im Film tot? Und die Haute Couture zeigt die schönsten Bodybuilderinnen, Törtchen und Tarot-Karten.

9punkt - Die Debattenrundschau

Großartiger Trend zur Sportwette

28.01.2021 Der Recherchedienst Bellingcat weist weitere politische Morde jener FSB-Einheit nach, die auch für die Vergiftung Alexei Nawalnys verantwortlich ist. Es sterben doppelt so viele Männer an Corona wie Frauen - darum sollten sie bei den Impfungen bevorzugt werden, fordert Ralf Bönt in der Zeit.  Die Mandarine vom "Weltoffen"-Aufruf verfechten einen einseitigen linken und politischen Begriff von Kunst, schreibt Alan Posener in der Welt, nur durch Mut zeichnen sie sich nicht aus. Und schließlich: Mit dem Hipster ist es vorbei, notiert Ijoma Mangold in der Zeit, Platz da für die Schneeflocken.

Medienticker

Kulturwatt & Zombie-Kapitalismus

28.01.2021 Neoliberalismus & Kapitalismus - Corona-Gewinner: Das Business mit dem Virus & Was hat Corona mit dem Buchhandel gemacht? -  Holtzbrinck mit mehr Podcast, Video & Multimedia - Beuys' politisches Erbe: Zukunftsdenker & Wegweiser - Kulturkampf von oben: Frankreich streitet über seine Karikaturisten + Sachbuchbestenliste Februar: Ein dichtes Netz geistiger Verbindungen

Bücherschau des Tages

Geplauder mit einem Schimpansen über Semiotik

28.01.2021 FAZ, SZ und Zeit bewundern die Imaginationskraft, mit der Haruki Murakami in seinem Erzählband "Erste Person Singular" über das Unbegreifliche des Lebens und Älterwerdens fabuliert. Die FAZ liest ergriffen Katrin Sobotha-Heidelks Roman "Interzonenjahre" über das Leben nach der Vertreibung in Ost- und Westdeutschland. Die taz versinkt sanft in der Altersmürbheit von Gabriel Josipovicis Roman "Wohin gehst du, mein Leben?" Der Dlf lernt aus Tove Ditlevsens Roman "Kindheit", wie es war, in den 1920er Jahren als Frühbegabte im Kopenhagener Arbeitermilieu aufzuwachsen.

Freitag, 29.01.2021

Efeu - Die Kulturrundschau

Falsch herum abgelesen

29.01.2021 Im Tagesspiegel fordert die Konzeptkünstlerin Adrian Piper bessere Bildungschance für alle: mit höchstens fünfzehn Schülern pro Lehrer. Die taz stellt die georgische Regisseurin Dea Kulumbegashvili vor. Die Zeit sieht in Kulumbegashvilis Kamera gar das Auge der Schuld. Die NZZ betrachtet den Premierenstau der Bühnen. Die SZ erzählt, wie die belarussische Literaturszene drangsaliert wird. Und hört confessional pop von Arlo Parks.

9punkt - Die Debattenrundschau

Neutralistische Tendenzen

29.01.2021 Europa ist ein Supertanker mit 27 Kapitänen an Bord. Möge er die Kraft haben, dem Rechtspopulismus zu widerstehen, hofft Geert Mak in der FR. Die übergreifende Bürgernummer kommt nun doch. Golem.de und Netzpolitik sind kritisch. In der SZ fragt der Historiker Norbert Frei, ob Donald Trump jetzt noch die Kraft hat, die Republikanische Partei zu spalten. Wer redet eigentlich über Armin Laschets außenpolitische Äußerungen, fragt Richard Herzinger im Perlentaucher.

Medienticker

Beschleunigte Transformation

29.01.2021 Aktualisiert: Leipziger Buchmesse abgesagt & Criminale 2021 fällt aus: Leipziger Lehren aus der Pandemie &  Was tun die Verlage jetzt? -  Pressefreiheit: Wo Journalisten zur Zielscheibe werden & - "Point of No Return" Digitaler Essay mit Gesprächen+Literatur aus Belarus - WDR3-Programmchef zur Buchkritik-Streichungen - Urteil: Sonntagsarbeit bei Amazon ist rechtswidrig -  Amanda Gorman bald auf Deutsch  + Hörtipp: Begegnung mit Gerhard Wolf  + Wochenend- TV+Hör-Tipps

Bücherschau des Tages

Äxteschwingende Frauen in Tangas

29.01.2021 Die FAZ lernt Ubychisch mit Harald Haarmann und begegnet bei Henry Keazor den Wiedergängern von Raffaels "Schule von Athen". Die NZZ lässt sich vergnügt von dem Hochstapler Georges Manolescu an der Nase herumführen. Mit Ulrikes Sterblichs "German Girl" macht sie das New York der Sixties unsicher. Die SZ taucht mit neuen Kinderbüchern ab in die spannende Welt der Viren und Bakterien. Und Dlf Kultur denkt mit der Bloggerin Emma über Ungleichheiten zwischen Mann und Frau nach - und pfeift mit Bernadine Evaristo gleich auf sämtliche Festlegungen.

Samstag, 30.01.2021

Efeu - Die Kulturrundschau

Geldspeicher der Emotionen

30.01.2021 Großes Entsetzen im Literaturbetrieb: Die Leipziger Buchmesse wird auch dieses Jahr nur digital stattfinden. Was wird jetzt aus den Debüts und ausländischen Titeln, seufzt die FR. Die NZZ stapft mit schneebedeckten Papierschirmen durch die Winterlandschaften der Kunstgeschichte. FAZ und Tagesspiegel schauen Gregor Schneider in Darmstadt beim Sterben zu. Die nachtkritik hat genug von Theater vorm Bildschirm und zieht eine Performance am Telefon mit dem New Yorker Theaterduo 600 Highwaymen vor. Und der Spiegel gibt sich dem "tiefenentspannten Fatalismus" von Dagobert hin.

9punkt - Die Debattenrundschau

Wer weiß?

30.01.2021 In der New York Times sieht Shoshana Zuboff einen epistemischen Coup, mit dem die Internetkonzerne die demokratische Wissensgesellschaft kapern. Die FAZ blickt mit Entsetzen nach Cambridge, wo jetzt Antirassismus-Seminare prophylaktische Pflicht werden. In der taz beobachtet Ljudmila Ulitzka eine zunehmende Grausamkeit des Kremls. Ebenfalls in der taz beschreibt die Historikerin Karina Urbach, wie die HohenzollerInnen die vaterländischen Frauenverbände für die Nazis aufputschten. Und die FR fragt bang, ob Corona uns reaktionär macht und wie sich das behandeln lässt.

Bücherschau des Tages

Begegnungen mit Sartre, Sarraute, Cioran

30.01.2021 Die FAZ lässt sich von Xue Mo ins bäurische China der Achtziger entführen, wo Frauen als Füchse und Hunde gelten. Die taz staunt, wie subtil Volha Hapeyeva das Aufwachsen im belarusischen Spätsozialismus schildert. Dichter noch als Eribon und Knausgard erzählt die Dänin Tove Ditlevsen von Bildungsaufstieg und Klassenflucht, findet die Welt. Mit Hans Pleschinski bewahrt sie Paul Heyse vor dem Vergessen. Der Dlf reist mit Jochen Hörisch durch eine wilde Kulturgeschichte der Hände und sucht mit Julia Phillips nach zwei verschwundenen Russinnen auf Kamtschatka.

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Das 1876 von Fritz Henkel gegründete Unternehmen Henkel ist ein Kind des frühen Deutschen Kaiserreichs. Der steigende Lebensstandard der Bevölkerung erhöhte die Nachfrage…
Jannis Brühl. Disruption - Die Ideologie der Tech-Oligarchen und das Ende der Demokratie, wie wir sie kennen. Deutsche Verlags-Anstalt (DVA), München, 2026.Jannis Brühl: Disruption
Man muss die Tech-Oligarchen des Silicon Valley als Avantgarde verstehen. Eine Handvoll Männer mit Milliardenvermögen, futuristischer Technologie und einer Vorliebe für Science-Fiction…
Charlotte Mew. Alle belebten Dinge halten den Atem an - Gedichte. Zweisprachige Ausgabe. C.H. Beck Verlag, München, 2026.Charlotte Mew: Alle belebten Dinge halten den Atem an
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Was, wenn es die Möglichkeit gäbe, die Erde abzukühlen, der Himmel dadurch aber nie wieder blau wäre? Hannah arbeitet an einer Ausstellung mit, die dieses Blau bewahren soll,…

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