Montag, 02.07.2012
Heute in den Feuilletons
02.07.2012 In der NZZ meldet György Dalos: In Ungarn werden Freiheitsplätze jetzt nach Reichsverweser Horthy umbenannt. In der Welt führt Dalos seine Vorwürfe weiter aus. In der FR nennt Claus Leggewie die Forderung Martin Mosebachs nach Wiedereinführung einer religiösen Zensur frivol und schlägt statt dessen einen freiwilligen Verzicht auf böse Gedanken vor. Die FAZ hat einen Piraten gefunden, der in der Gema ist. Und der vierte Teil der "Ice Age"-Serie mit der Oma von Faultier Sid kommt besser an als der vierte Teil des Münchner "Rings" mit Hagens Callgirls.
Bücherschau des Tages
02.07.2012 Die FAZ empfiehlt Roberto Savianos Schrift "Der Kampf geht weiter" als Gegengift zu Korruption, Bürokratismus und mangelnden Bürgersinn. Sehr lesenswert findet sie auch Julia Angsters Geschichte der Royal Navy "Erdbeeren und Piraten". Die SZ spaziert mit Dieter Hoffmann-Axthelm durch Berlin und grübelt über Wilfried Huismanns "Schwarzbuch WWF".
Vorgeblättert
02.07.2012 Von einer Jugend in der Provinz erzählt Stephanie Gleißner, von Annemut und Johanna, die Heiligenbilder sammelt und Laubfrösche über die Landstraße trägt. Das weitere Leben hat die Freundschaft der beiden beendet und zumindest Annemut sucht nach einer Erklärung dafür. Hier eine Leseprobe aus dem Erstlingsroman.
Medienticker-Archiv
02.07.2012 Videoprojekt: Huffington Post präsentiert Huffpost Live - Studie: Bezahlschranke bei Regionalzeitungen wird kommen - Digitaler Lifestyle hat erst gerade begonnen: Zukunftsmusik E-Reader und Print und E-Book im Kombipack - Ein Jahr Google+: Sozialer Klebstoff und viele Männer - Schweiz: Zeitschrift ohne Journalisten startet + Piraten würden das Urheberrecht nicht abschaffen, meint Matthias Spielkamp.
Dienstag, 03.07.2012
Magazinrundschau
03.07.2012 In La Regle du Jeu wehrt sich der Rabbiner Yeshaya Dalsace gegen den Vorwurf Michel Onfrays, das Judentum habe den Monotheismus verbrochen. Bloomberg untersucht die Finanzen von Nummer 2 in China. Gatopardo stellt einige echte Mutbürger vor. Der Merkur klagt: Angela Merkel ist so langweilig. In Edge erklärt Joichi Ito im MIT die Vorteile disruptiver Erfindungen. Ars technica erzählt die traurige Geschichte von Winamp, dessen disruptive Entwicklung von Aol gestoppt wurde. Die NYT erinnert sich, dass Dichten mal eine Olympische Disziplin mit einem sehr rüden Schiedsrichter war.
Heute in den Feuilletons
03.07.2012 Die Welt stellt ein Videospiel vor, das seine Teilnehmer dazu bringt, sich für ihre Gräueltaten zu schämen. In der FR warnt Micha Brumlik: Wenn der deutsche Staat nicht einen rechtlichen Rahmen für die Beschneidung schafft, muss er zur Strafe laizistisch werden. In der SZ lehnt der Psychoanalytiker Wolfgang Schmidbauer Beschneidung dagegen ab. Die taz freut sich über die Wiederentdeckung Jean Gremillons. Und die FAZ zweifelt: Wie fest ist Martin Mosebachs Glaube?
Bücherschau des Tages
03.07.2012 Die FAZ lernt mit Esther Freud, wie es möglich ist, als Schauspielerin zu leben. Sehr loben kann sie auch Philipp Theisohns Essay zum "Literarischen Eigentum". Die FR ist hingerissen von Etel Adnans Gedichten "Arabische Apokalypse". Die NZZ feiert Nedim Gürsels Roman "Allahs Töchter" ebenso wie Hermann Ungars epochales Werk "Die Klasse".
Bücherbrief
03.07.2012 Angelika Meier zeichnet ein witziges Bild unserer durchtherapierten Gesellschaft. Goncalo M. Tavares lehrt uns das Fürchten. Felix Philipp Ingold stellt uns russische Dichter vor, die wir noch nicht kannten. Serhij Zhadan führt uns auf eine polnisch-ukrainische Fußballreise. Konrad Clewing und Oliver Jens Schmitt erzählen die ganze Geschichte Südosteuropas. Dies alles und mehr in den Büchern des Monats Juli.
Medienticker-Archiv
03.07.2012 Kundendienst? Datenschützer gegen Datensammlung bei T-Entertain - Debatte in Straßburg: Wird ACTA ad acta gelegt? - Gebührenstreit: Koalition lässt Gema fallen - Robert Pattisnson: DeLillos Worte sind wie die Bibel - Ror Wolf: Der Wortakrobat und Meister des Luftanhaltens - Stefanie Voigts philosophischer Spaziergang durch die Gärten der Lüste + Die Juli-Besten Romane, Krimis, Sach- und Hörbücher.
Mittwoch, 04.07.2012
Heute in den Feuilletons
04.07.2012 In der taz erinnert sich Najem Wali an die erste Begegnung mit der Folter: Das war, als der Arzt ihm die Vorhaut abschnippelte. Es gibt keine empirischen Beweise für eine Traumatisierung durch Beschneidung, versichert der Theologe Thomas Lentes in der FR. In Wired erinnert Clay Shirky an das Versagen der Medienindustrie nach dem Internetcrash vor zehn Jahren. In der FAZ spricht Karl Heinz Bohrer über seine Jugend in den Dreißigern. Die SZ macht sich Sorgen um die Berliner Gemäldegalerie. Und in der NYRB beschwört Tim Parks den Geist Hamlets in der Literatur des letzten Jahrhunderts.
Bücherschau des Tages
04.07.2012 In Susanne Müllers Medienkulturgeschichte des Baedeker erfährt die FAZ, warum es am Rhein so schön ist. Die NZZ staunt über Iva Procházkovás "Orangentage": ein Pferdebuch ganz ohne Sentimentalität! Die SZ hat Respekt vor dem österreichischen Richter Alfons Dür, der in Vorruhestand ging, um die tragische Liebes- und Fluchtgeschichte eines "Ariers" und einer "Volljüdin" zu rekonstruieren.
Medienticker-Archiv
04.07.2012 Aktualisiert: Straßburg legt ACTA ad acta - "Springer ist der liberalste Verlag in Deutschland", meint Konzernchef Matthias Döpfner im Hacker-Interview - Digitale Zukunftsvisionen: Sieben Wege zum digitalen Qualitätsjournalismus, wenn alle Elektronik in eine Armbanduhr passt und QR-Code, der Link zwischen Leser und Verlag - Auch so ein deutscher Wert: Thomas Knüwer über Meinungsfreiheit + Gema: Versteckte Bohlensteuer.
Karikaturen und Cartoons
04.07.2012 Im Stellungskrieg.
Im Kino
04.07.2012 David Cronenberg verfilmt Don DeLillo: In "Cosmopolis" gleitet Robert Pattinson durch ein verrätseltes, schallgedämpftes New York. Der spanische Horrorspezialist Jaume Balagueró lässt uns in seinem bitterbösen neuesten Streich "Sleep Tight" durch die Augen des Täters blicken.
Donnerstag, 05.07.2012
Heute in den Feuilletons
05.07.2012 Die NZZ hat die Manifesta besucht, bei der es mal nicht um Kunst und Kohle, sondern um Kohle und Kunst ging. Netzpolitik feiert die Verhinderung des Acta-Abkommens, und die taz versichert an die Adresse von FAZ und SZ, dass Demokratie kein Shitstorm ist. In der Welt versichert der Chef der Berliner Nationalgalerie, dass er als Museumsdirektor schon alles richtig macht. In der Zeit besteht besteht der Philosoph Robert Spaemann auf die Freiheit der Eltern zur Beschneidung der Kinder. In der FR will der Grüne Omid Nouripour Aufklärung statt Verbot. Ach ja, und mit Leistungsschutzrecht wird das wohl nix mehr vor dem Sommer.
Bücherschau des Tages
05.07.2012 Die NZZ freut sich, dass William Faulkners 50. Todestag mit gleich zwei deutschen Ausgaben seiner danse macabre "Als ich im Sterben lag" gefeiert wird. Weniger begeistert ist die Zeit von der Biografie, die Mitch Winehouse zum ersten Todestag seiner Tochter Amy vorlegt. Die SZ feiert die Fertigstellung der dreibändigen kritischen Ausgabe von Georg Wilhelm Friedrich Hegels "Grundlinien der Philosophie des Rechts". Die FR ist verzaubert von Günter Herburgers kleinen wilden Romanen. Und die FAZ führt sich einen Softporno über schöne Bücher zu Gemüte.
Medienticker-Archiv
05.07.2012 Semantisches Netz, Jäger, Bots und Joachim Jakobs warnt: Vorsicht Facebook-Nutzer! - E-Books: Ermäßigter Mehrwertsteuersatz und Amazon & Co. analysieren das Leseverhalten ihrer E-Reader-Kunden - Sex sells: Weltbild/Hugendubel warnt vor "Shades of Grey" - Bachmannpreis 2012 im Livestream + Liebe Medien: Das Higgs-Boson ist kein "Gottesteilchen", weiß Florian Freistetter.
Freitag, 06.07.2012
Heute in den Feuilletons
06.07.2012 Die FAZ liest den prüden Porno "Shades of Grey". Die Welt wundert sich über deutsche Literaten, die sich über Ruth Klüger wundern, weil sie ihre Rede beim Bachmann-Wettbewerb vom Ebook-Reader abliest. Außerdem lotet Peter Singer die Grenzen der Religionsfreiheit aus. Die taz fragt: Wie können sich Musiker im Zeitalter des Internets noch durchwurschteln. in der NZZ will der libysche Politiker Ahmed Shebani den Koran und den Säkularismus versöhnen.
Bücherschau des Tages
06.07.2012 Weil "Shades of Grey" von E.L. James alle Verkaufsrekorde bricht, kommt auch das Feuilleton nicht drum herum. Die FAZ findet es sprachlich und ideologisch allerdings wenig stimulierend. Ganz anders William Faulkners Roman "Als ich im Sterben lag", der pünktlich zum heutigen 50. Todestag des Autors von Maria Carlsson neu übersetzt wurde, und zwar nicht angemessen, sondern brillant! Die SZ kann da nur beipflichten.
Medienticker-Archiv
06.07.2012 Meinungsbildung: Tagesschau, Google und Bild - AWA 2012: Weniger Reichweitenschwund bei den Printmedien - Paid Content: Neues Online-Fachzeitschriftenmodell - Arte: TV- und Webangebot mehr verknüpft - Ökonomie der Beziehungen: Aron Grünberg im Video-Gespräch - Rap für die Schule - Dani Levy über seine (ideologische) Verwandtschaft mit Woody Allen + Der Meister aus Yoknapatawpha: Vor 50 Jahren starb William Faulkner.
Samstag, 07.07.2012
Heute in den Feuilletons
07.07.2012 Caravaggio in Mailand? Gelungene Kunstaktion, findet die FR. In der Welt sucht Ruth Klüger die Wahrheit bei Ingeborg Bachmann. Die NZZ fürchtet einen intellektuellen und kulturellen Kahlschlag in Rumänien. In der FAZ schwelgt Georg Stefan Troller in Erinnerungen an seine Buchbinder-Ausbildung. In der SZ gibt sich Willi Winkler der rohen Kraft der Rolling Stones hin, und Richard Beck fordert die Abschaffung der Ehe. Und Foreign Policy ist auf den Twitterstream zur amerikanischen Revolution gestoßen.
Bücherschau des Tages
07.07.2012 Wer künftig über das nachrevolutionäre China mitreden will, muss dieses Buch gelesen haben, meint die taz über Yang Jishengs monumentales Werk "Grabstein", das von Maos Sprung nach vorn, der großen Hungerkastastrophe und dem Kannibalismus erzählt. Sehr empfehen kann sie auch Ivan Klimas tschechoslowakischen Roman "Stunde der Stille" von 1963. Die FAZ lobt Angelika Overaths Geschichten "Fließendes Land" und Manfred Kochs Brevier über die "Faulheit".
Montag, 09.07.2012
Heute in den Feuilletons
09.07.2012 In der NZZ wünscht sich die ägyptische Autorin Mansura Eseddin echte revolutionäre Kunst: kühn, voranstürmend und überraschend. Das hätten sich auch die Beobachter des Bachmann-Wettbewerbs gewünscht. Der erste Preis für Olga Martynova ging aber okay. Die internationale Kunstszene in China lernt gerade die Bedeutung des Spruchs "Schlachte das Huhn, dann kreischen die Affen", informiert die Welt. Die FAZ porträtiert den Danziger Lyriker und Informatiker Piotr Czerski, der illegale Kopien als kulturelles Erbe des Samizdat versteht.
Bücherschau des Tages
09.07.2012 Die FAZ liest mit Freude bei Sybille Steinbacher nach, wie in den Fünfzigerjahren der Kampf gegen Schmutz und Schund verloren wurde. Für die SZ ist Nedim Gürsels Roman "Allahs Töchter" Teil der religiös-imperialen Renaissance in der Türkei. Und die taz unterhält sich prächtig mit Caitlin Morlans "How to be woman".
Vorgeblättert
09.07.2012 Maarten Koning heißt der Held in "Das Büro", einem niederländischen Institut für Volkskunde, und er muss sich als wissenschaftlicher Beamter um das Aufkommen von Wichtelmännchen kümmern: Der niederländische Autor J.J.Voskuil (1926-2008) erzählt von einem Büroalltag, der erst durch ergebnislose Sitzungen und nutzlose Forschung seine wahre Würze erhält. Hier eine Leseprobe aus dem ersten auf Deutsch erschienenen Band.
Medienticker-Archiv
09.07.2012 Liste der von den Medien vernachlässigten Themen - Social TV: Mehr oder weniger Aufmerksamkeit fürs Fernsehen? - ZDF-Intendant Bellut will Einigung über Online-Angebote - Leistungsschutzrecht: Was kann Google und was will Springer? - Bill Gates über Apple: "Jobs hat vieles besser gemacht" - Wenn Karl Heinz Bohrer erzählt + Interviews mit der diesjährigen Bachmann-Preisträgerin Olga Martynova.
Virtualienmarkt
09.07.2012 Was macht der Konzern Weltbild, den die Bischöfe aus Keuschheitsgründen verkaufen wollten und dann doch in eine Stiftung einbrachten, mit den leider pornografischen, aber dummerweise sehr erfolgreichen "50 Shades of Grey"? Und andere Streifzüge durch die Debatten ums Ebook.
Dienstag, 10.07.2012
Magazinrundschau
10.07.2012 In n+1 erklärt David Auerbach, warum wir immer dümmer werden müssen. In der New York Review of Books stellt Michael Chabon die Taube auf seinem Hut vor. Im Espresso plädiert Roberto Saviano für die Legalisierung von Drogen. Prospect studiert online in Stanford. Das Boston Magazine schildert das harte Leben von Orchestermusikern. In Outlook India stellt Aravind Adiga den indischen Kafka, Yashwant Chittal, vor. Im New York Magazine warnt Spike Lee vor Übergewicht.
Heute in den Feuilletons
10.07.2012 In der NZZ schlägt Mircea Cartarescu Alarm: In Rumänien schafft die Regierung gerade die Demokratie ab. In der FAZ erklärt der Sammler Heiner Pietzsch, warum in Berlin alles fließen soll: auch die Moderne in die Gemäldegalerie. Statt über Urheberrechtsfragen sollte die Gesellschaft über die exorbitanten Kosten wissenschaftlicher Zeitschriften diskutieren, meint der Medienrechtler Thomas Hoeren in Brandeins. Margaret Atwood erklärt im Guardian, wie sie ihre Angst vor Werwölfen überwand.
Bücherschau des Tages
10.07.2012 Zutiefst in den Bann gezogen ist die NZZ von Gaute Heivolls Roman "Bevor ich verbrenne", der von einem Schriftsteller erzählt, der nur mit viel Glück kein Brandstifter geworden ist. Außerdem liest sie mit Freude Tonino Guerras Geschichten "Scheuer Vogel Traum". Die FAZ lernt in dem spannenden Sammelband "Kriegsmaschinen", dass Roboter einen Krieg natürlich nicht humaner machen.
Medienticker-Archiv
10.07.2012 Die gute Zeitung wird bleiben, meint SZ-Chef Kurt Kister und wettert gegen Berater und Digital-Nerds - IVW-Klickzahlen im Juni - Kassensturz der Buchbranche: In Großbritannien knabbern E-Books an Print - Digital: Jonathan Littells "Notizen aus Homs" - Biedere Lachnummer: Barbara Vinken lacht über "Shades of Grey" - Georges Bataille und das Böse: Zum 50. Todestag + Felder, Ränder, Umgebungen: Jürgen Becker zum 80.
Essay
10.07.2012 Beim "Internationale Literaturfestival Leukerbad" streiten Jürg Laederach und Franz Schuh über die Schweiz und Österreich und über die Frage, ob Graz die Rettung der deutschen Literatur ist. Sibylle Lewitscharoffs Löwe aus "Blumenberg" spaziert in weitere Lesungen, beißt aber nicht.
Mittwoch, 11.07.2012
Heute in den Feuilletons
11.07.2012 Die FR liest Jonathan Littells große Reportage aus Syrien, die zuerst als Ebook herausgegeben wird. Wertvoll an der Beschneidung ist, dass sie auch künftige Atheisten zu Juden macht, findet Doron Rabinovici in der SZ. Der rumänische Präsident Traian Basescu wurde gekippt, weil er eine unabhängige Justiz wollte und die Regierung nicht, erklärt der in Bukarest lebende Autor Jan Koneffke in der taz. In der NZZ aber spricht Adolf Muschg: "In der Minderheit verbirgt sich die Seele der Demokratie."
Bücherschau des Tages
11.07.2012 Die FR will nicht bis Ende August auf die Printausgabe warten und liest Jonathan Littells große Syrien-Reportage gebannt und desillusioniert im vorab erschienenen E-Book. Tomás Sedlácek lässt die NZZ ein wenig ratlos zurück. Die FAZ lernt von Paulus Hochgatterer einiges über Sexualmetaphorik in der Kinderliteratur. Und die SZ kann nicht genug bekommen vom zynischen Maulhelden im Romandebüt von Kultregisseur Paolo Sorrentino.
Medienticker-Archiv
11.07.2012 Mafiöse Strukturen: Verlage behandeln ihre Schriftsteller schlecht - Regionalzeitungen lagern Berichterstattung aus - Unbotmäßig: Papst verklagt Titanic und siegt - E-Partizipation: Von der Computerdemokratie zu Open Governance - Moritz Meyer fordert: Journalismus braucht die Revolution von unten - John Young (Cryptome.org) meint: "WikiLeaks hat sich mit den Regierungen verbündet" + Der Philosoph unter den Dirigenten: Vor 100 Jahren wurde Sergiu Celibidache geboren.
Im Kino
11.07.2012 Gareth Evans inszeniert in "The Raid" einen testosterongesättigten Höllentrip und lässt dabei das Herz von Fans des Martial-Arts-Kinos überlaufen. In Bogdan George Apetris Debütfilm "Periferic" steht eine tapfere, kleine, starke Frau im Zentrum, die jedoch erst in der Begegnungen mit Männern Kontur gewinnen soll.
Donnerstag, 12.07.2012
Heute in den Feuilletons
12.07.2012 Jezebel lernt 99 Lektionen aus Jay-Z' Song "99 Problems" (naja, oder zumindest eine). Außerdem informiert das Blog: Facebook ist out. Letters of Note veröffentlicht den letzten Brief Marie-Antoinettes. Im Standard erklärt Boualem Sansal, warum der Nahostkonflikt kein Kolonialkrieg ist. In der taz erzählt Ingrid Caven, wie sie sich aus dem Banne RWFs befreite. In der FAZ verzichtet Kathrin Schmid auf ihr posthumes Urheberrecht. Die Zeit erklärt auf einer Seite sämtliche fünfzig Schattierungen von Grau zu Müll und wendet sich dem literarischen Kanon der vierziger Jahre zu.
Bücherschau des Tages
12.07.2012 Die FAZ findet in Ivo Andri?s Dissertation aus dem Jahr 1924 den Schlüssel für das spätere Werk des Autors. Die SZ findet in der Autobiografie des Politologen Ekkehart Krippendorff einen klassischen Bildungsroman. Keinen Josephsroman, einen Dreijosephsroman hat Patrick Roth geschrieben, staunt die NZZ. Die taz liest den Obduktionsbericht über Wittenberge. Die Zeit lernt von Dirk Schmidt und Sebastian Heilmann viel über China und von Robert Service wenig über Trotzki.
Vorgeblättert
12.07.2012 Berlin - Paris, kann man die beiden Städte überhaupt vergleichen? Man kann, sagt Unda Hörner und tritt den Beweis an: Geschichten über Nofretete und Mona Lisa, die Hauswartsfrau und die Concierge, Hobrecht und Haussmann und noch weitere verblüffende Parallelen sind zu lesen in "Berliner Luft - Pariser Leben". Hier ein Auszug.
Medienticker-Archiv
12.07.2012 Lizenz zum Schreiben entziehen: Thomas Goppels (CSU) medienpolitische Ideen - Bis zum Jüngsten Gericht: Blasphemie ist ein Menschenrecht - Sascha Lobo über den Meldemurks - Knallharter Pragmatiker: Jeff Bezos' (Amazon) Geschäftsstrategie - Internetnutzung: Der falsche Traum vom Offlinesein - TV: BBC will Internet integrieren - Nachreichen, bitte! Frank Fischers "Weltmüller" + Start Up am 12. Juli 1962: Die Steine beginnen zu rollen.
Freitag, 13.07.2012
Heute in den Feuilletons
13.07.2012 In der FR erklärt Martha Nussbaum, warum sie Blasphemiegesetze ablehnt. Zeitungen sind oft auch deshalb wenig innovationsfreudig, weil ihre Chefs der Rente entgegendämmern, meint Raju Narisetti vom Wall Street Journal in themediabriefing.com. Die Deutschen werden die Griechen als Faulenzer am Strand beschimpfen, und die Griechen werden den Deutschen ihre Wirtschaftskrise vorwerfen - schrieb Arnulf Baring im Jahre 1997. Auch der Regisseur Charlie Kaufman finanziert seinen nächsten Film per Kickstarter, meldet Engadget. In NZZ und SZ wird weiter über das Kölner Beschneidungsurteil gestritten.
Bücherschau des Tages
13.07.2012 Die FAZ liest begeistert Gedichte des karibischen Literaturnobelpreisträgers Derek Walcott, im Original und in Werner von Koppenfels' kongenialer Übersetzung. Die SZ ist äußerst angetan von Tristram Hunts ausgewogener Engels-Biografie und den melancholisch-selbstironischen Aufsätzen von Angelika Overath. Gert Heidenreich hätte hingegen besser daran getan, den Täter in "Mein ist der Tod" nicht so früh zu verraten.
Medienticker-Archiv
13.07.2012 Zeitungsmarkt München: SZ verliert deutlich und Wolfram Schütte über den "Relaunch" des Qualitätsblattes - Urheberrecht: Auf ACTA folgt angeblich CETA - Agof-Zahlen: "VZ-Netzwerke" verlieren ein Zehntel ihrer Besucher - Yahoo: Hacker entwenden mehr als 450.000 Zugangsdaten - Kampfansage: dapd-Übernahme von AP Frankreich perfekt - Schnoddrig: Oliver Storz' "Als wir Gangster waren" + Thomas Hürlimanns Texte von der Treppe.
Karikaturen und Cartoons
13.07.2012 Wir sind beleidigt.
Samstag, 14.07.2012
Heute in den Feuilletons
14.07.2012 In der NZZ sucht Alfred Brendel den historischen Kompromiss zwischen Carl Philipp Emmanuel Bach und Denis Diderot. Die taz ist sich sicher: Dass die Muslime ihre Knaben weiter beschneiden dürfen, haben sie den Juden zu verdanken. Die New York Times bereitet die Meldung um syrische Massaker mit Hilfe sozialer Medien auf. Der ehemalige FAZ-Kunstkritiker Eduard Beaucamp ist entsetzt über die geplante Schleifung der Berliner Gemäldegalerie. Aber schließlich ist die neue Pinakothek ja auch marode.
Bücherschau des Tages
14.07.2012 Die FAZ liest mit Vergnügen die kapriolenschlagenden Verse Olga Martynovas. Und lässt sich von Chris Adrian durch die Abgründe eines Sommernachtstraums in San Francisco führen. Die NZZ versinkt in Taeko Tomiokas "Wogen", der traumhaften Affäre einer Ökofeministin mit einem reizlosen Mann. Die SZ vertieft sich in die atemberaubende Geschichte der Bronnens. Die taz lernt alles Wissenswerte über Woody Guthrie in Barbara Mürters Biografie des Folksängers.
Montag, 16.07.2012
Heute in den Feuilletons
16.07.2012 In der SZ sucht Richard Swartz nach einer Diagnose für Rumänien und erkennt auf "byzantinischen Postmodernismus". Die taz bringt einen Nachruf auf den Rocker als sozialromantische Projektionsfigur und erklärt Frankreichs neues Gesetz gegen Prostitution. In der Jungle World fürchtet Thomas Osten-Sacken, dass eine gesetzliche Verankerung der Beschneidung zu einem neuen Rechtsverständnis in Deutschland führt, nach dem fortan die Priester mitregieren. Edmund de Waal zeigt auf seiner Website seine hübschesten Netsuke, und Celeste Holm beweist ihre Grandezza in "High Society". Eric Schmidt meint in Techcrunch: Das einzig Doofe an selbstfahrenden Autos ist, dass sie sich ans Tempolimit halten.
Bücherschau des Tages
16.07.2012 Die FAZ feiert Antonio Skarmetas Hommage an Pablo Neruda und lernt: "Die Dichtung gehört nicht dem, der sie schreibt, sondern dem, der sie benutzt." Mit Interesse liest sie auch die Bekenntnisse des Radsportlers David Millar "Vollblutrennfahrer". Die SZ begibt sich mit Francesco Piccolo in das Heimatland des Furbo.
Vorgeblättert
16.07.2012 Elija kehrt nach zwanzig Jahren in Amerika in sein Heimatdorf im Libanon zurück und begibt sich auf die Suche nach den Mördern seines Vaters, der bei einem Massaker umkam. Und immer ist es eine andere Wahrheit, die ihm von Nachbarn und Freunden erzählt wird. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Morgen des Zorns" des libanesischen Schriftstellers Jabbour Douaihy.
Medienticker-Archiv
16.07.2012 Hans Christoph Buch über die Ambivalenz der Politik - Hörbuchmarkt: Durch den Hörwolf gedreht - Branchen-Monitor Buch: Umsatzrückgang von 2,6 Prozent - PEN, VS & Co. sind die Verhältnisse im Buchhandel nicht gleichgültig - Bigott: Weltbild verkauft "Shades of Grey" mit spitzen Fingern und setzt Aufklärungsbuch auf den Index - Leseförderung: Lesestart per Smartphone? + Death and Destruction in Oberammergau: Christian Stückls Shakespeare als irdische Passion.
Dienstag, 17.07.2012
Magazinrundschau
17.07.2012 Bloomberg staunt über das Vermögen der Mormonenkirche. Slate erzählt, wie in den sechziger Jahren ein Ring aufgedeckt wurde, der sich auf die Erpressung von Homosexuellen spezialisiert hatte. In Polityka schimpft Dorota Maslowska über das Internet, den Kapitalismus und den Niedergang der Buchkultur. In Harper's erklärt der Autor Gideon Lewis-Kraus, warum Berlin ihn paralysierte. NZZ Folio reist mit Chinesen durch die Schweiz. Le Monde diplomatique erzählt, wie in New York schwarzer Islam auf weißen Islam kracht. In Wired bekommt der Künstler Kyle McDonald Besuch vom Secret Service.
Heute in den Feuilletons
17.07.2012 In der FR erklärt der Kunsthistoriker Jeffrey Hamburger, warum er eine Petition gegen die Schleifung der Berliner Gemäldegalerie lancierte. Die Welt hat nichts dagegen, die alten Meister ins Depot wandern zu lassen: Denn Berlin ist eine Stadt der Moderne. The American Scholar hat mitgeschrieben, was Jorge Luis Borges in seinen späten Jahren über das Lesen sagte. Der Guardian besucht die Buchmesse in Hargeisa, Somaliland. In der FAZ schafft Thilo Sarrazin den Euro ab.
Bücherschau des Tages
17.07.2012 Die FAZ folgt mit Entsetzen dem nigerianischen Autor Helon Habila auf seiner düsteren Reise durch das ölverseuchte Nigerdelta. Großes Leseglück beschert Mathias Glatzeder der FR mit seinem Roman "Der Augentäuscher". Die NZZ feiert noch einmal Janet Frames bewegendes Familienporträt "Wenn Eulen schrein". Und die SZ legt die Trotzki-Biografie von Robert Service beiseite: Nein, so erlegt man keine Leiche.
Medienticker-Archiv
17.07.2012 Deutsche Tageszeitungen: 333 Verlage, 1.527 (Lokal-)Ausgaben und 130 Vollredaktionen - Reporterforum: Teuer auf Papier, umsonst im Netz? - IVW: Zeitschriften-Auflagen im freien Fall - Studie: Youtube wird zur Konkurrenz der Nachrichtensender - Joint Venture: Microsoft und NBC beenden MSNBC.com - NY Tmes Blog The Local: Der Hype ist vorbei - Denis Scheck über Schrottprosa zwischen zwei Buchdeckeln + Abwechslung: ARD lässt im Sommer Qualität zu.
Essay
17.07.2012 Begründen grüne Spitzenpolitiker und JuristInnen jetzt ihre Positionen zu Religion, Familie und Minderheiten mit wortwörtlichen Zitaten aus heiligen Büchern?
Mittwoch, 18.07.2012
Heute in den Feuilletons
18.07.2012 In der Welt erklärt Olga Martynova, wie angenehm es für Russen ist, in zwei Zeiten zu leben: Man fährt nach Mallorca und erzählt sich am Strand, wie nett es in der UdSSR war. Die FAZ erlag dem hölzernen Gesang der von Andras Schiff dargebrachten Schubertschen G-Dur-Sonate. FR und taz protestieren gegen die Schleifung der Berliner Gemäldegalerie. Überall wird immer noch über das Beschneidungsurteil diskutiert: Die Grüne Eva Quistorp attackiert im Perlentaucher die "postmoderne Religionspolitik" ihrer Parteiführung. Der Rechtsanwalt Thomas Stadler meint in seinem Blog, dass es schwierig werden dürfte, das Recht auf Beschneidung als Gesetz zu formulieren. Aber das soll bis Herbst geschehen, meldet die FAZ.
Bücherschau des Tages
18.07.2012 Die SZ fährt mit Kevin Vennemann den Sunset Boulevard entlang und wird wütend auf den Fotografen Julius Shulman: seinetwegen ist moderne Architektur unerschwinglich. Angesichts von Ingram Hartingers prometheischem Zorn hält die NZZ ergriffen inne wie nach einem Gewitter im Gebirge. Gunther Teubner spendet der FAZ Hoffnung auf einen Ausweg aus der Krise. Und von Krisztina Toth lernt sie, was es mit der magischen Anziehungskraft von Strichcodes auf sich hat.
Medienticker-Archiv
18.07.2012 Zeitungsverleger-Bilanz: 8,5 Mrd. Umsatz, höhere Verkaufspreise kompensieren sinkende Auflagen - BDZV-Attacke: Verleger schalten auf Angriffsmodus und setzen auf Bezahlinhalte - Online: Reiseführer aus der Schwarmintelligenz - Armselig: Der NSU und das Versagen des Journalismus - Hilfe, ich werde reaktionär! Reinhard Mohr über autoritäre Tendenzen und Bernd Cailloux' Gefühlswelt der 68er + Maschmeyers Papagei.tv.
Im Kino
18.07.2012 Der japanische Regisseur Sion Sono stellt in "Guilty of Romance" der japanischen Männergesellschaft ein vernichtendes Zeugnis aus. Madeleine Dewald und Oliver Lammert verbinden in ihrem klugen Essayfilm "Global Viral - Die Virusmetapher" Wissenschafts- und Geistesgeschichte.
Donnerstag, 19.07.2012
Heute in den Feuilletons
19.07.2012 In der Welt erklärt der Psychologe Ahmad Mansour, warum er gegen Beschneidung ist. Michael Wolffsohn möchte das Recht auf Beschneidung bewahrt wissen, stellt sie im Deutschlandfunk als religiöse Notwendigkeit aber in Frage. NZZ und SZ machen sich Sorgen um das Treiben der Salafisten in Tunesien. In der Zeit geißelt Paul Auster unterdes den "amerikanischen Dschihadismus" der Tea Party. In der taz spricht Ilija Trojanow mit der nigerianischen Autorin Chika Unigwe über Menschenhandel. Außerdem fragt der Medienberater Thomas Koch in der FAZ: Wo ist der Warren Buffett unter den deutschen Verlegern?
Bücherschau des Tages
19.07.2012 In der Zeit ist Martin Walser begeistert von Cornelia Hallers historischem Hexenjagd-Roman, der in seinem Heimatort Wasserburg spielt. Die SZ freut sich über Band 8 von Armistead Maupins Stadtgeschichten aus San Francisco. Claude Levi-Strauss' Vorlesungen über "Anthropologie in der modernen Welt" spenden der FAZ Zuversicht, dass es für die Probleme der Gegenwart Lösungen gibt. Die NZZ lernt bei Alan Pauls argentinische Zeitgeschichte als Frisurengeschichte kennen. Die FR liest Paul Austers neuen Roman über anständige junge Menschen in Brooklyn.
Medienticker-Archiv
19.07.2012 Diese verflixten tausend Euro: Das unstete, opportunistische Milieu der digitalen Berliner Bohème - Spendeneinbruch: Wikileaks ist nahezu pleite - Medienjournalistischer Mythos: Es gilt das genehmigte Wort - Verfassungsrichterin Gertrude Lübbe-Wolff erhält den Hegel-Preis - Experiment: eBookCards im Sotimenter-Test + Rainer Moritz im Erotik-Workshop: Das Comeback des Schlüpfers oder Die gefährdeten Wörter und sexgestählte Seminaristen.
Karikaturen und Cartoons
19.07.2012 Heute: Unschwule Pfadfinder.
Freitag, 20.07.2012
Heute in den Feuilletons
20.07.2012 Die FR interviewt den Affenforscher Volker Sommer, der gleichzeitig Theologe ist. GQ macht sich Sorgen um die wirtschaftliche Lage des Guardian. In Le Monde nimmt Thomas Ostermeier die Generation aufs Korn, die ihr Herz links und ihr Portemonnaie rechts trägt. Die FAZ schildert, wie das Putin-Regime die Opposition mit Blasphemievorwürfen unterdrückt.
Bücherschau des Tages
20.07.2012 Ist "Niemandsland" von Blexbolex noch ein Comic oder schon ein Bilderbuch für Erwachsene, fragt sich die NZZ und antwortet: egal, es ist genial! Die FR reist mit René Caillié nach Timbuktu und bekommt von Stefan aus dem Siepen eine Lektion im Loslassen erteilt. Die FAZ lässt sich von Tina Bremer-Olszewski und Ann-Marlene Henning aufklären und stürzt sich mit Tor Ulven in Depressionen.
Medienticker-Archiv
20.07.2012 Frauenmagazine beraten nicht, sie entmündigen - Gesetzesverrat: Wolfram Schüttes Fragen zu den Unterlassungen & Tätigkeiten der Verfassungsschutzämter - China: Ai Weiwei scheitert vor Gericht - Spielzeug: Thalia kapituliert in Raten - Literaturproduktion im Netzzeitalter: Der Leser ist egal und der gläserne E-Book-Leser der Zukunft - Werbeboom: Google mehrt Dollars + Diktatur der Zeit oder Samba pa ti: Carlos Santana zum 65.
Karikaturen und Cartoons
20.07.2012 Heute: Es geht um die Wurst.
Samstag, 21.07.2012
Heute in den Feuilletons
21.07.2012 Gibt es ein Menschenrecht auf Vorhaut, fragt sich die taz. Die FR rechnet mit dem Dogma des Atheismus ab. Oliver Jens Schmitt sorgt sich in der NZZ, dass Albanien nicht von seiner kommunistischen Vergangenheit loskommt. Bernd Neumann hat eine neue Idee für die Gemäldegalerie, meldet der Tagesspiegel. Die SZ ist beeindruckt von der rasanten Entwicklung der syrischen Kunstszene. Und Frankreich führt einen aussichtslosen Kampf gegen den Import von deutschen Autos und englischen Wörtern, wie die Welt berichtet.
Bücherschau des Tages
21.07.2012 Die NZZ freut sich über neue Ausgaben der Werke des Ehepaars Paul und Jane Bowles und eine Anthologie mit junger lateinamerikanischer Lyrik. Die taz bewundert den todesmutigen Jonathan Littell und hofft auf weitere Horrorromane aus der Feder von Ror Wolf. Die FAZ zieht den Schriftsteller und Leser Günter Grass dem Leserbriefschreiber vor und ärgert sich über Jürgen Roths tendenziöse O-Ton-Sammlung über Franz Josef Strauß. SS eher ja, Stasi eher nein, lernt die FR aus Annette Leos Strittmatter-Biografie. Die SZ gurkt mit Tex Rubinowitz um die Welt.
Montag, 23.07.2012
Heute in den Feuilletons
23.07.2012 Das NYR Blog stellt ein Buch des Architekturhistorikers Jean-Louis Cohen vor, das zeigt, wie wohl sich Architekten der Moderne in totalitären Regimes fühlen konnten. Die SZ gibt einen Überblick über die afghanische Kunst- und Rockszene. Der Perlentaucher hat ein altes ZDF-Video gefunden, das Jean-Luc Godards hässlichsten Moment zeigt. Es wird weiter über Beschneidung diskutiert. Die FAZ veröffentlicht ein Manifest von 140 Ärzten, das die Politik auffordert, nicht vorschnell zu agieren. Der ehemalige FAZ-Feuilletonchef Patrick Bahners wittert in der Debatte einen "religionsfeindlichen Zeitgeist". Ähnlich sieht es die Achse des Guten.
Bücherschau des Tages
23.07.2012 Die FAZ lernt in Christina von Brauns "Der Preis des Geldes", dass sowohl der moderne Intellektuelle als auch der Feminismus Produkte des Geldes sind. Erhellend findet sie auch Nicole Kramers Studie zu Frauen im Nationalsozialismus "Volksgenossinnen an der Heimatfront". Außerdem liest sie Amnestys Bericht zur Lage der Menschenrechte 2012. Der SZ wird beim Lesen von Miroslav Penkovs "Wenn Giraffen fliegen" ganz behaglich zumute.
Vorgeblättert
23.07.2012 Janek Bilinski hat sein Leben fast hinter sich und die Erinnerungen kehren zurück - er erzählt von seiner Zeit als Zwangsarbeiter, sein Leben nach dem Krieg, von Paula, Agota und Hannah. Hier ein Auszug aus dem Roman von Sandra Hoffmann: "Was ihm fehlen wird, wenn er tot ist".
Medienticker-Archiv
23.07.2012 Qualitätsjournalismus in Deutschland unter Druck: Sind Journalisten gezwungen, sich zu verkaufen? - IVW-Bilanz der Regionalzeitungen: Starke e-Paper-Ausgaben und mehr Transparenz in der Online-IVW - Absatzbewegung: Rupert Murdoch distanziert sich von seinen britischen Zeitungen - Spiritueller Auftakt: Salzburger Festspiele 2012 + Literarisches Gegenprojekt der immer kürzeren Prosa: Sven Hillenkamps "Fußabdrücke eines Fliegenden".
Redaktionsblog - Im Ententeich
23.07.2012 Seit Jahren spüre ich einer Erinnerung an Godard nach, die mich nie losgelassen hat, auch wenn ich zugeben muss, dass ich nie wirklich systematisch nach ihr recherchierte. Mir steht eine Szene vor Augen, die ich beim ersten Sehen, vor sehr langer Zeit, als krasse Obszönität empfand. Meine Liebe zu Godard kratzte sie dennoch kein bisschen an. Diese Liebe blieb noch lange Zeit intakt, in melancholischen Bruchstücken bis heute.
Dienstag, 24.07.2012
Magazinrundschau
24.07.2012 In Elet es Irodalom erzählt der Schriftsteller Balázs Györe, wie er versuchte, mit einem Roman seine Stasiakte als Wirklichkeit zu begreifen. Gentlemen's Quarterly fährt nach Utoya. MicroMega erklärt die Eurokrise. In The New Republic erzählt Walter Kirn, wie sein Vater Mormone wurde. Im New York Magazine sieht Martin Amis die gute Energie der Nachkriegsjahre verpuffen. Open Democracy beschreibt die verzweifelte Lage der Frauen in Tschetschenien. In der Paris Review erzählt Brian Cullmann von seiner Begegnung mit Nick Drake. In Filmcomment erinnert sich Bette Davis an einen cleveren Liebhaber.
Heute in den Feuilletons
24.07.2012 Die taz plädiert gegen ein Schnellschussgesetz in Sachen Beschneidung. Wenn das IOC bei der Eröffnung der Olympischen Spiele schon keine Gedenkminute für die Opfer des Attentats in München 1972 abhalten will, dann könnten es doch die Fernsehsender tun, findet Commentary. Götz Aly erläutert in seiner Kolumne, dass die Idee der Vermögensabgabe keineswegs neu ist. Glaubt man der Welt, die über Timbuktu berichtet, dann ist der Islamismus die eigentliche Islamophobie: Sechzehn Mausoleen wollen die Gotteswütigen dort zerstören.
Bücherschau des Tages
24.07.2012 Als brillant und etwas sehr Besonderes feiert die
FR Julie Otsukas Roman über junge
Japanerinnen in Kalifornien "Wovon wir träumten" (hier unser
Vorgeblättert). Sehr imponiert hat ihr auch
Marc-Antoine Mathieus kluger Comic "Drei Sekunden". Die
NZZ liest gebannt
Christof Hamanns Geschichte einer Freundschaft "Nur ein Schritt bis zu den Vögeln". Die
SZ opponiert gegen
Paul Austers "Sunset Park" als einem literarischen
patriot act.
Medienticker-Archiv
24.07.2012 ePaper: Bild und SZ verkaufen die meisten - Print+Digital kombiniert: Digitales Surplus & HardcoverPlus - Richard David Precht: Wozu brauchen wir Philosophie? - Mit Kanones auf Leser: Von Zeit zu Zeit liest der Literaturkritiker die Alten so gern - Biografie: Annette Leo über Erwin Strittmatter im Zweiten Weltkrieg - Christian Thielemann: "Ein Hakenkreuz geht nie" - Roland Barthes und die Poesie + Duckomenta: Arte all'Ente.
Mord und Ratschlag
24.07.2012 Helon Habila führt mit seinem dunkelleuchtenden Roman "Öl auf Wasser" ins Nigerdelta, auf das sich ein undurchdringlicher Schlick aus Öl, Habgier und Ignoranz gelegt hat. Emrah Serbes' melancholischer Kommissar Behzat Ç. gräbt sich durch die Parks von Ankara und den türkischen Staatsapparat.
Karikaturen und Cartoons
24.07.2012 Er hat die Welt verändert.
Mittwoch, 25.07.2012
Heute in den Feuilletons
25.07.2012 Die FAZ liest kurz vor Bayreuth aktuelle Auseinandersetzungen zum Thema Wagner. Die SZ fürchtet die Entortung Bayreuths durch die Kinoübertragungen - und mehr noch leere Sitze in Bayreuth selbst. In Libération erzählt Friedenspreisträger Boualem Sansal, wie ihm in Algerien zugesetzt wird, seitdem er eine Einladung nach Israel angenommen hat. LA Times und Wall Street Journal streiten über die Frage, wer das Internet erfand. In der taz beschreibt der Männerforscher Matthias Franz den eigentlichen Sinn der Beschneidung.
Bücherschau des Tages
25.07.2012 Glaubt dem Hype, ermutigt die taz: Tea Obrehts "Tigerfrau" hält den Erwartungen stand. Die NZZ liest verdienstvolle Neubewertungen von Machiavelli und Richard Wagner. In Steffen Martus Analyse der Freisinger Kinder-Hexenprozesse offenbart sich der SZ das Soziogramm einer Gesellschaft am Rand der Aufklärung. Ernst Jünger logierte gern auf Kosten anderer in teuren Hotels, erfährt die FAZ aus den Reisetagebüchern des Schriftstellers. Und entdeckt in Yi In-Seong einen koreanischen Kafka.
Medienticker-Archiv
25.07.2012 Verlage zu verkaufen: Cornelsen kündigt Strategiewechsel an - Weg von den Wurzeln: Holtzbrinck setzt auf Online-Gutscheine - Weltbild/DBH-Bilanz: Umsatz rückläufig, Online 40% - Griechenland: Wenige Verlage werden überleben - NSU-Ausschuss: Instant-Berichterstattung oder Die Öffentlichkeit ist nicht anwesend - Glossar: Urheberrecht für Anfänger + Multitasking & Warum wir scheitern: Das Gehirn ist ein Flaschenhals.
Karikaturen und Cartoons
25.07.2012 Wir sind jetzt sexy.
Im Kino
25.07.2012 Christopher Nolan beschließt seine Batman-Trilogie des heiligen Ernstes: In "The Dark Knight Rises" bekommt es Bruce Wayne mit einem psychotischen Maskenmann zu tun. Gabriel Rojas Vera leitet in "Karen llora en el bus" seine Protagonistin durch eine in Formelhaftigkeit erstarrte Emanzipationsgeschichte.
Donnerstag, 26.07.2012
Heute in den Feuilletons
26.07.2012 In der FAZ macht sich Robert Spaemann Gedanken über die Ausgestaltung eines Blasphemiegesetzes. Nicht die Beleidigung Gottes, sondern seiner Gefolgschaft will er unter Strafe stellen: Ob er auch den iranischen Musiker Shahin Najafi bestrafen würde, den die Zeit heute porträtiert, lässt er offen. Saudi Arabien probt inzwischen die Gender Revolution und schickt zwei Sportlerinnen nach London, die auf Twitter aber schon als "Huren" beschimpft werden, berichtet das Blog Global Voices. Die SZ findet den Ökofeminismus der Documenta reaktionär. Auf Spiegel Online schreibt Matthias Matussek einen sehr persönlichen Nachruf auf Susanne Lothar.
Bücherschau des Tages
26.07.2012 Die FAZ hat Réjean Ducharmes Roman "Von Verschlungenen verschlungen" verschlungen. Überwiegend beeindruckt ist sie von Uwem Akpans Erzählungen über das Leid afrikanischer Kinder. Der Schweizer Lyriker Frédéric Wandelère leistet der NZZ "Hilfe fürs Unkraut". Die SZ ist fasziniert von Felice Beatos handkolorierten Fotografien aus dem Japan des 19. Jahrhunderts. Außerdem liest sie filmtheoretische Texte des besessenen Unruhestifters Antonin Artaud. Die FR begibt sich mit Marie Pohl auf "Geisterreise".
Essay
26.07.2012 Indiskrete Zooms auf die gegenwärtige Krise der Autorschaft.
Medienticker-Archiv
26.07.2012 Steffen Meier über das ängstliche Blöken der Verlage - Analyse der Zeitschriften-MA: Magazine verlieren & herbe Verluste der Regionalzeitungen - 12 Mio. Deutsche hören regelmäßig Online-Radio - Mehr journalistisches Handwerk: Die Recherche kommt - Die eingeschüchterte Aufklärung: Wolfgang Michals Anmerkungen zu Heribert Prantl und Volker Beck - Relevanz: Erfahrungsbericht eines Wikipedia-Autors + Pardon! Wolfram Weimer will scherzen.
Freitag, 27.07.2012
Heute in den Feuilletons
27.07.2012 Die Debatte über Beschneidung geht weiter: Feridun Zaimoglu hat sie als eine idyllische Szene in Erinnerung, die er sich laut FAZ-Interview auch von der Aufklärung nicht vermiesen lassen will. Der Schwulenaktivist der Piraten, Ali Utlu, erzählt in der Siegessäule, was sie für seine Sexualität bedeutet: Er hat Orgasmusschwierigkeiten. Die SZ erkundet die afghanische Filmszene. Der Bayreuther "Holländer" hebt laut übereinstimmender Auskunft der Feuilletons nicht ab. Alle Feuilletons sind bestürzt über den Tod Susanne Lothars.
Bücherschau des Tages
27.07.2012 Nur drei Bücher heute, aber gute: Zeichnerisch und erzählerisch beeindruckend findet die SZ Reinhard Kleists Graphic Novel über Hertzko Haft, einen jüdischen Boxer, der im KZ zu mörderischen Kämpfen gezwungen wurde. Ebenso begeistert ist die FAZ von Baha Tahers Roman "Die Oase" aus dem kolonialen Ägypten. Den Debütautor Zachary Mason stellt sie für seine erfindungsreichen Variationen über die "Odyssee" gar in eine Reihe mit Borges und Calvino.
Medienticker-Archiv
27.07.2012 Gekaufte Facebook- und Twitter-Profile: Weltweite Ausfälle bei Twitter, Facebook meldet Verlust und zensiert Zeit-Magazin-Cover - Volker Schwarz prognostiziert: Das wissenschaftliche Buch stirbt aus - Gegründet: Plattform zur Wissenschaftspolitik - Zu hohe Produktionskosten: Newsweek wird Online-Zeitschrift - Thomas Leif über bestellte Wahrheiten. Ganz exclusiv + Friedelind Wagner: Infant terrible des Bayreuth-Clans.
Karikaturen und Cartoons
27.07.2012 Lasst die Spiele beginnen.
Samstag, 28.07.2012
Heute in den Feuilletons
28.07.2012 Aktualisiert: Laut Spiegel Online liegt im Bundesjustizministerium ein erheblich abgeschwächter Entwurf für ein Leistungsschutzrecht vor. Die NZZ freut sich über eine Gesamtausgabe der Briefe Hemingways, die dieser nie wollte. Die taz erinnert daran, dass sich die Bayern 1972 als die eigentlichen Opfer des Münchner Terroranschlags empfanden. Der Tagesspiegel behauptet: SZ-Autor Heribert Prantl war nie bei Andreas Voßkuhle zum Essen eingeladen. Die SZ porträtiert den einst sehr populären afghanischen Sänger Aziz Ghaznavi, dem die Mullahs die Karriere vermasselten. Die FAZ guckt ins Gefrierfach von Richard Ford.
Bücherschau des Tages
28.07.2012 FAZ und SZ feiern Karl Heinz Bohrers "Granatsplitter" als "Meisterwerk der Erinnerung". Die FAZ besucht außerdem Richard Ford in "Kanada". Die FR freut sich über zwei Grimmelshausen-Neuerscheinungen. Die taz gibt sich Chimamanda Ngozi Adichies "Heimsuchungen" mit Freuden hin und stellt die Geschlechterfrage neu.
Montag, 30.07.2012
Heute in den Feuilletons
30.07.2012 In der Welt mahnt Karl Heinz Bohrer die Journalisten: Man sollte Selberdenken nicht mit dasselbe denken verwecheln. In der NZZ beklagt Slavenka Drakulic den Ausverkauf Venedigs an die Chinesen. In der Jungle World wendet sich Thomas von Osten-Sacken gegen ein Gesetz für Beschneidung. taz und heise.de sehen den neuen Entwurf für ein Leistungsschutzrecht als Klatsche für die Verleger. Im NYR Blog erklärt Emily Eakin, wie ausgerechnet die "Shades of Grey" zum Bestseller avancierten. Im Guardian erzählen Fotografen von Situationen, in denen sie fotografierten - statt einzuschreiten. Und in Salzburg regiert der Prinz von Homburg.
Bücherschau des Tages
30.07.2012 Die FAZ lässt sich vom großen John Searle erklären, wie Sprechakte die soziale Wirklichkeit konstituieren. Empfehlen kann sie auch den Roman "Vor der Stille der Sturm" des Hippie-Autors und Umweltaktivisten Wallace Stegner. Der SZ geht bei Wolfgang Behringers "Kulturgeschichte des Sports" die Luft aus, die FR liest Henning Mankells Roman "Erinnerung an einen schmutzigen Engel".
Vorgeblättert
30.07.2012 John Cage, bekannt als experimenteller Komponist, war der Universalkünstler des 20. Jahrhunderts. In "Empty Mind", herausgegeben von Marie Luise Knott und Walter Zimmermann, wird eine Auswahl von poetischen Texten vorgestellt. Hier eine Leseprobe.
Medienticker-Archiv
30.07.2012 Über Buchliebhaber, die sich mit einem Lesegerät nie abspeisen lassen werden - Mini-Gewinn: Amazon bereitet Anleger auf Verlust vor - Autor als Melkkuh: Daniel Lenz über Pearsons Selfpublishing-Aktivitäten - Hacker veröffentlicht Kommentar auf Internetseite der New York Times - Enthüllung: Ex-Mitarbeiter wirft Wallraff Sozialbetrug vor - ARD: 707 Mio Euro für Fußball-, 71 Mio für Olympia-Rechte + Oskar Negts Gesellschaftsentwurf Europa.
Dienstag, 31.07.2012
Magazinrundschau
31.07.2012 ICIJ schildert den Handel mit menschlichen Organen, an dem die deutsche Firma Tutogen maßgeblich beteiligt ist. Vanity Fair sieht zu, wie Microsoft verfettet. In den Blättern bilanziert Arundhati Roy zwanzig Jahre ökonomische Liberalisierung in Indien. Walrus porträtiert eine Madonna des viktorianischen Zeitalters. Die LRB schwimmt mit den Haien. Der Merkur besucht Rainald Goetz' Schreibwerkstatt. Der Economist besucht das Oberholz.
Heute in den Feuilletons
31.07.2012 Die taz ist nicht unzufrieden mit der Documenta, sieht aber noch keine Erdbeeren in der Akademie. Laut FR möchte Heribert Prantl seine Beschreibung der Voßkuhlschen Küche als "gleichnishafte Zusammenfassung" verstanden wissen. In der Basler Zeitung erklärt der Feuilletonchef der NZZ, warum er sich keine Gedanken mehr über seine Zukunft macht, seit er 22 ist. In der SZ propagiert Clay Shirky Open-Source-Ideen für die Demokratie. In der FAZ plädieren Sahra Wagenknecht und Michael Hudson für die Entwertung aller Schulden. Auch Ihrer! Und zwei Videos von Chris Marker.
Bücherschau des Tages
31.07.2012 Die
NZZ liest sehr beeindruckt
Jabbour Douaihys sehr aktuellen Roman "Morgen des Zorns" über
Libanonkrise von 1958 (
hier unser
Vorgeblättert). Sehr charmant findet die
taz Chandrahas Choudhurys Debüt "Der kleine König von Bombay". Die FAZ lobt
Sandra Hoffmanns "Was ihm fehlen wird, wenn er tot ist" (noch ein
Vorgeblättert hier). Die
FR begrüßt sehr
Hyman Minskys Aufsätze "Instabilität und Kapitalismus". Und die
SZ feiert noch einmal
David van Reybroucks grandiose Geschichte des
Kongo.
Medienticker-Archiv
31.07.2012 Wolfgang Michal über Journalistenverbandsfunktionäre, PR und Journalismus - Michalis Pantelouris fragt: Lehnt dpa die Realität eigentlich ab? - Leistungsschutzrecht: Verleger machen Front und schlechte Stimmung an der Zeitungsfront - Branchentreffen: Glanz und Elend der unabhängigen Verlage - Mit Gott gegen das Kapital: Jürgen Habermas und die Religion - Ökonomie, Politik und Ästhetik: Zum Tod des Vordenkers der Filmästhetik Chris Marker.
Karikaturen und Cartoons
31.07.2012 Beim Synchronspringen.