Perlentaucher - Online Kulturmagazin mit Presseschau, Rezensionen, Feuilleton

zuletzt aktualisiert 10.02.2026, 15.41 Uhr
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  • Monotheismus-Debatte im Perlentaucher: Angestoßen von Jan Assmann. Mit Beiträgen von Klaus Müller, Peter Sloterdijk und anderen
  • Die Beschneidungsdebatte: im Perlentaucher und in anderen Medien
  • Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
  • Der dänische Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
  • Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
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Perlentaucher-Fakten

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Perlentaucher Archiv

Sortiert nach Datum | Rubriken

Montag, 01.10.2012

Heute in den Feuilletons

Gott ist der einzige Universalhistoriker

01.10.2012 In der taz verortet Joachim Unseld die Zukunft des Buchs irgendwo zwischen Manufactum und Amazon. Die NZZ trinkt keinen Cappuccino in Triest. In der FR wendet sich Jörg Fischer gegen die Idee der Globalgeschichte. In der SZ fordert Marcel Beyer mehr Fantasie von deutschem Aufklärungspersonal.

Bücherschau des Tages

Das Unmögliche geht immer

01.10.2012 Besprechungen gibt es heute nur in der FAZ: Sie kündigt an, künftig nur noch mit Wulf Kirstens Gedichten "Fliehende Ansicht" durch Thüringen zu wandern. Empfehlen kann sie auch Holger Hintzens Doppelporträt "Paul Raphaelson und Hans Jonas"; weniger überzeugt ist sie von Hans Peter Schütz' Schäuble-Biografie.

Literarischer Rettungsschirm für Europa

Kino Polonia

01.10.2012 Ostap Slyvynskys Vater baute sich während der Sowjetzeit in der Ukraine sein eigenes Europa: Es bestand aus Büchern in den Sprachen befreundeter sozialistischer Länder, vor allem aus Polen. Ausländische Prosa, schwarze Bände von Existenzialisten, oder ein Album mit Luftschiffen. Ein Europa aus Papier, in einem Dutzend Bücherregale.

Medienticker-Archiv

Es gibt keine Presse mehr

01.10.2012 Christian Jakubetz über den Tagesschau-App-Streit: Ein Ansinnen, das von Anfang kaum Erfolgsaussichten hatte - Deutsche Tablets-User besonders zeitungsaffin: Online-Segment legt kräftig zu - Huffington Post: Die Braut, die sich umschaut - US-Fernsehserien: Warum die Glotze es mit großer Literatur aufnehmen kann - Nachtkritiken von der Ruhrtriennale, aus Frankfurt und Mannheim + 60 Jahre MAD.

Vorgeblättert

Heinrich Detering: Thomas Manns amerikanische Religion

01.10.2012 Thomas Mann schloss sich im kalifornischen Exil den Unitariern an, die nicht nur in dogmatischen, sondern auch in politischen Fragen einen dezidiert liberalen Standpunkt einnahmen. Heinrich Detering begibt sich auf die Spuren von Thomas Manns Verhältnis zu Religion und Weltanschauung. Lesen Sie hier einen Auszug aus Heinrich Deterings Buch über "Thomas Manns amerikanische Religion".

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

01.10.2012 Ich bin die Paywall.

Dienstag, 02.10.2012

Magazinrundschau

An Logos indes mangelt es

02.10.2012 Der New Yorker untersucht das Phänomen unzufriedener amerikanischer Milliardäre. In der Lettre analysiert der Philosoph Kostas Axelos in einem Text von 1954 das griechische Wesen. Texas Monthly erzählt von einem Maler und Hermès-Designer, der nachts in Waco Post sortiert. Osteuropa widmet satte 550 Seiten Russland. Im TLS lernt Robert Skidelsky: Reichtum macht glücklich, darum muss er verteilt werden. Wired-Autor Chris Anderson druckt seinen Kopf. In Edge droht Professor Albert-László Barabási: Her mit euren Daten, sonst wird die wissenschaftliche Gemeinschaft aktiv.

Heute in den Feuilletons

Verwildertes Freund-Feind-Denken

02.10.2012 In der taz beschwört Daniel Cohn-Bendit die Perspektive eines Europas mit viel weniger Deutschland. In der NZZ fragt sich der Historiker Christoph Jahr, warum Eric Hobsbawm sein Leben lang dem Glauben an den Kommunismus treu blieb. Wir verlinken auf die Prêt-à-porter-Schauen in Paris: Endlich Puschen mit Absätzen! In Zeit online wendet sich der Jurist Reinhard Merkel gegen den "kläglichen" Gesetzesentwurf zur Beschneidung. Die FAZ verteidigt die Aura eines hinter seinem Buch verschwindenden Autors gegen die Digitalisierung.

Bücherschau des Tages

Querschädelig bodenlos

02.10.2012 Gebannt folgt die FAZ Reinhard Kaiser-Mühleckers Generationen umspannende Familiengeschichte "Roter Flieder". Ein bisschen zu intertextuell, aber faszinierend und verunsichernd findet die NZZ Clemens Setz' Roman "Indigo". Die taz kommt mit Thomas Kapielskis Prosa "Neue Sezessionistische Heizkörperverkleidungen" auf ihre Kosten. Die SZ liest Bücher zur deutschen Geschichtspolitik von Peter Steinbach, Harald Welzer und Dana Giesecke.

Literarischer Rettungsschirm für Europa

EUROPA. Wer bist du? Wer möchtest du sein?

02.10.2012 Im letzten der 19 Europe-now-Texte skizziert die dänische Autorin Janne Teller die fünf wesentlichen Voraussetzungen für ein Europa der Bürger. Zuerst jedoch müssen wir Europäer sein wollen. Und eine europäische Identität entwickeln, auf die sich alle beziehen können, ungeachtet ihrer Hautfarbe oder Kultur, Religion, ihrer Traditionen, Ess- oder anderer Gewohnheiten. Besonderes Kennzeichen dieser Identität: Diskrete Qualität.

Medienticker-Archiv

Ganz und gar nicht blöd!

02.10.2012 Georg Seeßlen und Markus Metz über Empörung im digitalen Kapitalismus - Prophet der Transparenz: Angela Richters "Assassinate Assange" in Hamburg - Doku "Griffen": Auf den Spuren von Peter Handke - Liebe zum Lesen: Das Buch zu Michael Hanekes Film - Salman Rushdie über die Notwendigkeit, über Religion lachen zu dürfen - Imagekampagne: "Rebranding European Muslims" in Graz + Frankreich spart an der Kultur: Und die Banlieue, Madame?

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

02.10.2012 Zu eurem Besten.

Donnerstag, 04.10.2012

Heute in den Feuilletons

Unselbständig aber glücklich

04.10.2012 Yasmina Rézas neues Stück "Ihre Version des Spiels" nimmt das Ritual der Dichterlesung aufs Korn. Die Kritiker sind begeistert. Weniger begeistert ist dagegen Thomas Hettche von den Kritikern, die sich mit den Autoren nicht mehr solidarisieren, klagt er in der Zeit. Wie gut passt die Shortlist des Buchpreises zum eigentlich lesenden Publikum, den Damen über sechzig?, fragt der Freitag. Die SZ arbeitet sich mal wieder an der Aufklärung ab. Und Slate hat alle Experten gefragt: Aber keiner fand im Kandidatenduell Obama besser als Romney.

Bücherschau des Tages

Elegante Vitrinen in voller Fahrt

04.10.2012 Die SZ betrachtet begeistert Karl Hugo Schmölz' Fotografien von Kölner Nachkriegsarchitektur und begegnet in Lucía Puenzos "Wakolda" Josef Mengele im argentinischen Exil. Die FAZ denkt bei David Mitchells Roman "Die tausend Herbste des Jacob de Zoet" an Shakespeare und Eco. Die NZZ freut sich über Robert Menasses antizyklisches Europa-Plädoyer "Der Europäische Landbote". Und die Zeit beteuert: Joanne K. Rowlings neuer Roman sieht vielleicht nicht aus wie große Literatur, ist aber welche.

Bücherbrief

Denker der Technik

04.10.2012 Clemens Setz spielt mit einer Bande Kopfschmerzen erzeugender Kinder, A. L. Kennedy mit einem Trickbetrüger und Antonio Ungar mit einem getöteten Politiker. Erstrangige Autoren mit funkelndem Intellekt widmen sich einer Globalgeschichte der Jahre 1870 bis 1945. Saul Friedländer sucht nach der sexuellen Andersartigkeit Kafkas. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Oktober.

Vorgeblättert

John Stuart Mill: Ausgewählte Werke Bd.1

04.10.2012 Der Begriff der Menschenrechte entfaltet sich erst in dem der Gleichberechtigung der Frauen. Vordenker der so gedachten Freiheit war John Stuart Mill. Er entwickelte seine Theorie zusammen mit Harriet Taylor. Die erste deutsche Mill-Ausgabe wird von Ulrike Ackermann und Hans Jörg Schmidt ediert.

Medienticker-Archiv

Aus Libri.de wird ebook.de

04.10.2012 Wann explodiert der deutsche E-Commerce-Markt? Der Online-Handel könnte die 100 Mrd-Euro-Marke schon vor 2020 erreichen - Libri.de verwandelt sich in ebook.de: Sinnbild für den Trend hin zum digitalen Buch - Hyperlokal 2.0: Ulrike Langer über Hyperlokalen Journalismus im Netz + Wie Richard Yates den Weg zurück in den Buchhandel fand.

Im Kino

Es schäumt im Reagenzglas

04.10.2012 Joe jagt Joe in Rian Johnsons bemerkenswertem Science-Fiction-Zeitreise-Noir "Looper" und lernt dabei: die Vergangenheit ist ungeschrieben. Und schon seit letzter Woche transformiert Adam Sandler in Sean Anders' "Der Chaos-Dad" unseren Blick auf die Welt zugunsten der Dicken, Uncoolen und Großmutterverführer.

Freitag, 05.10.2012

Heute in den Feuilletons

Der Sieg des kapitalistischen Spaßes

05.10.2012 Einen höchst deprimierten Zustandsbericht über die deutsche Literaturkritik veröffentlicht buchreport.de: Freie Journalisten können das Genre allenfalls noch als Hobby betreiben. In der FAZ rät Salman Rushdie von Respekt vor Religionen ab. Die NZZ berichtet aus Malmö, wo der sozialdemokratische Bürgermeister nach Ausschreitungen gegen Juden sagte, er dulde weder Antisemitismus noch Zionismus.  Außerdem feiern die Feuilletons goldene Hochzeit mit den Beatles und James Bond.

Bücherschau des Tages

Ein Gegengift zum pinkfarbenen Alb

05.10.2012 Die FAZ empfiehlt zwei deutsche Debütromane übers Erwachsenwerden: "Das große Leuchten" von Andreas Stichmann und "Hikikomori" von Kevin Kuhn. Die SZ liest Kinder- und Jugendbücher aus Korea, Australien und USA und freut sich in Kiran Nagarkars "Die Statisten" über ein Wiedersehen mit Ravan und Eddie in Bombay (Leseprobe bei "Vorgeblättert").

Medienticker-Archiv

Drohnenjournalismus

05.10.2012 Medienforscher Matt Waite über den Einsatz von journalistischen Drohnen - "Nichts als die Wahrheit": Hans Hoff über einen Journalisten-Mythos - German Edition: Basteln uns eine deutsche Huffington Post - Google-Books-Streit mit US-Verlegern beigelegt - Stephan Dörner über Missverständnisse zum "geistigen Eigentum" in der Presse - Wie im Dschungelcamp: Deutscher Fernsehpreis 2012 + Trash-TV: Die Macher über ihre Erfolgsformate.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

05.10.2012 Chancengleichheit für alle.

Samstag, 06.10.2012

Heute in den Feuilletons

Favelas der unteren Mittelschicht

06.10.2012 In der NZZ erklärt der neuseeländische Autor Alan Duff, warum der schönste Geistesblitz manchmal nichts wert ist. Die taz experimentiert mit dem E-Book und lobt die Widerstandskraft des Taschenbuchs. In der Welt planiert Ulf Poschardt schon mal Berlins Schrebergärten. FR und SZ sind entsetzt über die Ausstellung "Russen und Deutsche": weich gespülte Geschichtsversion, kritisiert die SZ. Die FR plädiert gleich fürs Einmotten. NZZ und FAZ erscheinen heute mit Literaturbeilage.

Bücherschau des Tages

Im Selbstverneinungsmodus

06.10.2012 Etwas gemischt fällt die Kritik der SZ zur monumentalen Autobiografie Mark Twains aus: Als recht eitel entpuppe sich Twain da, aber manche Passagen läsen sich dennoch erheiternd oder ergreifend. Ganz groß feiern FR und NZZ Ursula Krechels Roman "Landgericht", der als einer der Favoriten für den Deutschen Buchpreis gilt.

Montag, 08.10.2012

Heute in den Feuilletons

Wahnsinnig toll gezeichnet

08.10.2012 In der Welt erfahren wir, wie Peter Zadek seinen Freund Christoph Schlingensief vom Krebs befreien wollte. In der FAZ beteuert der Schriftsteller Laurent Binet, dass François Hollande gar nicht mal so langweilig sei. In der SZ feiert Willibald Sauerländer die Karlsruher Camille Corot-Ausstellung. Die taz fragt: Wie kann man die "Begegnung" mit einem Land inszenieren, das ausländische NGOs als Spione behandelt. Die NZZ nimmt Russlands "heroische Geschichtsschreibung" unter die Lupe.

Bücherschau des Tages

Zwischen Wäscherei und Mansarde

08.10.2012 Die FAZ ist sehr dankbar für den Einblick, den Kristin Helberg ihr mit "Brennpunkt Syrien" in die verworrene Lage des Bürgerkriegslandes gibt. Die SZ ackert sich durch neue Bände von Max Weber und liest außerdem mit großer Freude Norbert Scheuers Eifel-Roman "Peehs Liebe".

Vorgeblättert

John Lanchester: Kapital

08.10.2012 Die Bewohner der Pepys Road in London: Ein Banker mit Frau, ein senegalesischer Fußballspieler, eine pakistanische Familie mit Kiosk, und Mrs. Howe, die Älteste in der Straße. Eines Tages liegt bei allen eine Nachricht im Briefkasten: "Wir wollen, was ihr habt." Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Roman von John Lanchester: "Kapital".

Medienticker-Archiv

Weinberg statt Elfenbeinturm

08.10.2012 Barock-hyperbolische Opulenz: Über Peter Sloterdijks "Zeilen und Tage" - Jan Philipp Reemtsma fragt: Wie redet man über Literatur? - Predigt & Dichtung: Was Gott den Dichtern verdankt - Internationaler Trend: Journalisten werden immer mehr von PR vereinnahmt - Nachtkritiken u. a. aus Berlin, Bern, München und Dresden - Interview: Richard Ford über seinen Roman "Kanada" + Hallo Ekstase! Mit Martin Heidegger auf der Wiesn.

Virtualienmarkt

Buchgewerbe im Zangengriff

08.10.2012 Das deutsche Buchgewerbe macht einen Hauptteil seines Umsatzes mit gebundenen Büchern. Aber dieser große Kuchen wird von vielen Seiten angefressen. Dabei wehrte sich die Branche lange gegen den falschen Gegner: Nicht Google, sondern Amazon heißt die Herausforderung.

Dienstag, 09.10.2012

Magazinrundschau

Verführungen der Unterwelt

09.10.2012 In The New Inquiry bewundert Teju Cole die geheimnisvollen Fotos Gueorgui Pinkhassovs. In der LRB möchte Christian Lorentzen aus David Foster Wallace lieber keinen Heiligen gemacht sehen. Ähnlich ergeht es in der NYRB Fintan O'Toole mit James Joyce. In ADN Cultura kann der französische Philosoph Jacques Rancière das Gerede von "der Krise" nicht mehr hören und bittet um Präzision. Bloombergs Businessweek fühlt Sizilien den Puls. Ars technica sucht die Vier von der Pirate Bay. In The Awl erinnert sich Fran Lebowitz an eine Zeit, in der man Sex für gesund hielt, nicht Radfahren. Die NYRB und der Rolling Stone schildern, wie Occupy-Aktivisten vom Staat zu Terroristen gemacht werden.

Heute in den Feuilletons

Material und Moral

09.10.2012 Ursula Krechel erhält für ihre Vergangenheitsbewältigung "Das Landgericht" den Deutschen Buchpreis. Die FR freut sich. Die FAZ noch mehr. Die Welt nicht ganz so. Die taz bleibt neutral. Der Merkur eröffnet ein Blog. Die NZZ erliegt dem Charme des sanft vor sich hinrostenden West-Berlin und seiner verwitternden Wahrzeichen. In der FAZ sind sich Kultur- und Wirtschaftsteil über die Freuden der Digitalisierung im Buchgewerbe uneins. Die SZ huldigt den Vasen Carlo Scarpas. Außerdem Bilder von Bäumen und Straßenkreuzungen, Paris und James Deen.

Bücherschau des Tages

Sarg mit Düsenantrieb

09.10.2012 In der FAZ feiert Jochen Schimmang "Limonow", nicht unbedingt den "Drecksack", sondern wie Emmanuel Carrères es schafft, ihn literarisch und intellektuell dingfest zu machen (hier unser Vorgeblättert). Die taz begibt sich mit Boualem Sansal auf Spurensuche in die "Rue Darwin" in Algier. Die SZ liest über Michi Strausfelds lateinamerikanische Lyrik-Anthologie "Dunkle Tiger". Sehr anregend - auf auf allerhöchstem Niveau - findet sie auch Peter Handkes "Versuch über den Stillen Ort".

Medienticker-Archiv

Fernsehen war gestern

09.10.2012 Nischenkanäle: YouTube startet 60 "Originalkanäle", zwölf in Deutschland - Vor der Eröffnung: Auf welche Messe fahren wir? - Literaturmarkt: E-Books, Online-Buchhandel, Erlebnisläden und die Zukunft des Buches ist die Avantgarde! - Zehn Vetos gegen den Trend: Bücher, die sich zum Ärgernis entwickelt haben und warum immer mehr Autoren digital publizieren - Buchpreisträgerin Ursula Krechel im Interview + Döpfner, Precht und die Freiheit zu schwafeln.

Mittwoch, 10.10.2012

Heute in den Feuilletons

Moderner Weltverkehr

10.10.2012 Auch die Intellektuellen in Ägypten interessieren sich nicht für die Rechte der Frauen, erklärt in der NZZ die Autorin Salwa Bakr. Kafka wollte keinen Sex mit Frauen, behauptet in der FR Saul Friedländer. In der SZ warnt der Jurist Stefan Huster vor dem Betroffenheitskitsch in politischen Debatten. Alle freuen sich über den Buchpreis für Ursula Krechel. Nur die SZ hätte sich etwas mehr ästhetischen Furor gewünscht.

Bücherschau des Tages

Bedürfnis nach etwas halbwegs Erquicklichem

10.10.2012 Als eine völlig neue Art der Briefedition feiert die FAZ die um Hintergrundgespräche ergänzte Korrespondenz des Satirikers Gottlieb Wilhelm Rabener. Die SZ sieht in Paula Morris' biografischem Roman "Rangatira" das Großbritannien des 19. Jahrhunderts durch die Augen eines Maori-Häuptlings. Und die FR begrüßt die Aufnahme Felix Krulls in die Große Frankfurter Thomas Mann-Ausgabe.

Medienticker-Archiv

Skandal 2.0

10.10.2012 Krieg der Plattformen: Was treibt Amazon, Kobo & Co. auf dem E-Book-Markt an? - Elf Prozent der Deutschen lesen E-Books und wie der Nutzer zum gläsernen Leser wird - Dummheit und kein Entkommen: Robin Detjes E-Book-Selbstversuch - IVW-Klickzahlen: Wirtschaftsmedien brechen ein - Netz statt Laden: Weltbild will Verkaufsflächen reduzieren + Wolfgang Michal über die geheimnisvolle Nabelschnur "geistiges Eigentum".

Im Kino

Holzhammer-Humanismus

10.10.2012 In "Die Stooges - Drei Vollpfosten drehen ab" der Brüder Bobby und Peter Farrelly reimt sich Hiebe noch jedesmal auf Liebe. In Olivier Megatons "Taken 2" setzt der 59-jährige Liam Neeson seine unwahrscheinliche Actionkarriere fort.

Donnerstag, 11.10.2012

Heute in den Feuilletons

Zu verdammt sauber

11.10.2012 Die Welt besichtigt in Paris staunend die unangepasste Kunstsammlung Michael Werners. Der Tagesspiegel porträtiert die 14-jährige afghanische Schülerin Malala Yousafzai, der Taliban eine Kugel in den Kopf schossen, weil sie zur Schule gehen wollte. Die taz spaziert durch ein wiederbelebtes Belgrad. Die Zeit möchte eigentlich keine von Anders Breivik inspirierten Theaterstücke sehen. In der SZ macht sich Oliver Stone nichts aus perfekten skandinavischen Mädchen. Die FAZ wirft ihm prompt männerbündlerische Ausgekochtheit vor.

Bücherschau des Tages

Leibhaftige und geklonte Ängste

11.10.2012 Die Zeit erklärt, warum Ursula Krechel den Deutschen Buchpreis gewonnen hat. Nicht recht ernst nehmen kann sie den politischen Dichter Günter Grass und den Kunsttheoretiker Jonathan Meese. Ergriffen liest die NZZ Liao Yiwus Gesprächsband des Tiananmen-Massakers. Die taz kann den Erfolg des französischen Politik-Comics "Quai d'Orsay" nachvollziehen. Die FAZ zieht sich mit Peter Handke auf den stillen Ort zurück und ergötzt sich an von Alex Stock ausgewählten "Lateinischen Hymnen".

Medienticker-Archiv

Digitaler Urknall des Buches

11.10.2012 Buchmessen-Streiflichter: Die Branche wird das E-Book-Thema nicht los, Autoren lassen Leser über Buchpreise bestimmen und Stanzhuber & Murr machen sich auf die Suche nach der Aura des Buches - Sortiment: "Buy local" oder jeder fünften Buchhandlung droht das Aus - Über den Sinn und Zweck eines Leistungsschutzrechtes für Presseverlage + Jung-und-Jung-Lektor Paul Jandl hat andere Parameter als große Verlage.

Mord und Ratschlag

Komposition für dreizehn Windräder

11.10.2012 Wenn es um die Behandlung von Roma geht, dann ist Europa in Rom genauso hässlich wie in Kollwitz-Fichtenberg: Das zeigen gleich zwei neue Krimis: In Roberto Costantinis Thriller "Du bist das Böse" ermittelt ein altersmilder Ex-Faschist gegen Vatikan und Staatsmacht. In Merle Kröger "Grenzfall" nimmt es eine heitere Vagabundin mit Regionalgrößen und der NPD in Vorpommern auf.

Meldungen

Mo Yan gewinnt den Nobelpreis für Literatur

11.10.2012 Der Nobelpreis für Literatur wurde dem chinesischen Schriftsteller Mo Yan verliehen, der "mit halluzinatorischem Realismus Volkssagen, Geschichte und die Gegenwart verbindet", wie es in der Begründung heißt.

Freitag, 12.10.2012

Heute in den Feuilletons

Die wildesten Anekdoten

12.10.2012 Die Jungle World geißelt die humorlosen Feuilletonreaktionen auf Rainald Goetz' Roman "Johann Holtrop". In der NZZ sieht der Harvard-Kunsthistoriker Jeffrey F. Hamburger mit dem geplanten Umzug der Berliner Gemäldegalerie auf die Museumsinsel imperiale Ansprüche aufleuchten. Und alle denken darüber nach, was der Literaturnobelpreis für Mo Yan bedeutet. Kritik kommt von Ai Weiwei, wie die Welt berichtet. Die deutschen Rezensenten sehen Mo Yan dagegen eher als gewitzten Literaten, der die Zensur mit Gewalt, Komik und Obszönität unterläuft.

Bücherschau des Tages

Seelenexegesestriptease und Stimmungsexhibitionismus

12.10.2012 Noch mehr Lob für Liao Yiwu, der am Sonntag den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verliehen bekommt und dessen Buch "Die Kugel und das Opium" die SZ gleichermaßen bedrückt und beeindruckt hat. Eher trivial und selbstverliebt findet sie hingegen Hans Magnus Enzensbergers Kurz-Essays. Dasselbe Urteil fällt die FAZ über Roger Willemsens Erinnerungsmosaik "Momentum".

Medienticker-Archiv

Schluss mit der Selbstzensur

12.10.2012 Interview-Autorisierung: Die New York Times schafft eine Unart ab - Bild.de gewinnt, faz.net verliert: Die IVW-Langzeit-Bilanz der News-Websites - Media Control E-Book-Forum: Einblicke in den Markt 2012 - Epochenwandel: Kann man ohne Bücher leben?, fragte sich Malte Herwig ... und löste seine Bibliothek auf - MyVideo: P7S1 startet Live-TV fürs Web + Die Brüggemanns: Das neue Dreamteam des deutschen Kinos.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

12.10.2012 Nicht alles fließt.

Meldungen

Friedensnobelpreis für die EU

12.10.2012 Der Friedensnobelpreis 2012 geht an das sanfte Monster Brüssel.

Samstag, 13.10.2012

Heute in den Feuilletons

Walser? Ein Psychopath!

13.10.2012 Die Welt erlebte, wie sich der neue Literaturnobelpreisträger Mo Yan bei seinem ersten Auftritt in China mit dem inhaftierten Liu Xiaobo solidarisierte. Außerdem lernt sie in Hans Werner Richters Tagebüchern, warum die Bundesrepublik vielleicht ein politisch-wirtschaftliches, aber kein literarisch-ästhetisches Erfolgsmodell wurde. In der NZZ huldigt Laszlo Földenyi dem Heiligen Sebastian und Peter Nadas. Die SZ taucht in die vertonte Comicwelt von Kiss. Und die FAZ gönnt den Griechen nicht einmal das Preisgeld für den Nobelpreis.

Bücherschau des Tages

Das verdiente Quarkhäubchen

13.10.2012 Als Hommage an Neuseeland, den Comic und die ästhetische Leidenschaft feiert die taz Dylan Horrocks' "Hicksville". Mit Begeisterung liest sie auch Rudolph Wurlitzers Metawestern "Zebulon". Die NZZ bewundert Arthur Koestler nach Lektüre seines "Spanischen Testaments" noch mehr. Die SZ freut sich über Jakob Arjounis neuen Kayankaya-Krimi "Bruder Kemal". Die FAZ reist mit Paula Morris' Maori-Urgroßvater "Rangatira" in das viktorianische London. Außerdem lernt sie von Martina Badstuber, wie alt welche Tiere werden: Zum Beispiel "Der Hummer wird 100".

Montag, 15.10.2012

Heute in den Feuilletons

Dieses Imperium muss auseinanderbrechen

15.10.2012 Die Buchmesse klingt nach. FAZ und taz sind ergriffen von Liao Yiwus Friedenspreisrede. Liao Yiwu hat das Allerheiligste des chinesischen Regimes angegriffen, beobachtet die Welt. Christoph Kappes erzählt den Medienfischen, was er und Sascha Lobo mit ihrem E-Book-Verlag vorhaben. Das Ebook boomt dank erotischer Literatur, und diese Literatur wird von Frauen gekauft, konstatiert AFP. Der Tagesspiegel liest ein Buch über Beschneidung und stellt fest, dass hier auch Menschenrechtsargumente nicht zählen.

Bücherschau des Tages

Kein William Faulkner

15.10.2012 In der SZ hat Gert Raeithel viel Lob übrig für Bernd Stövers große Geschichte Amerikas, auch wenn er die Kultur arg unterbelichtet findet. Die FAZ empfiehlt Peter Bergens spannende Reportage "Die Jagd auf Osama bin Laden". Im Gegensatz zu den bisherigen Kritikern bespricht sie auch die Trotzki-Biografie von Robert Service sehr positiv.

Medienticker-Archiv

Warum liest man das?

15.10.2012 Buchmessen-Nachlese: Mehr Publikum, weniger Fachbesucher und von der "Wucht des Preises" - Chancen für das gebundene Buch: Berlin-Hanser-Verlegerin Elisabeth Ruge über E-Books - Digitale Bibliothek eröffnet: Amazon startet E-Book-Verleih - Investorengespräche: N24 an insolventer Nachrichtenagentur dapd interessiert + Harald Martenstein liest Klatschmeldungen im Vermischten um sich aufzuregen.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

15.10.2012 Berliner-Luft-Brücken-Finanzierung.

Dienstag, 16.10.2012

Magazinrundschau

Zu viel Reverenz

16.10.2012 Der Verleger Colin Robinson schlägt 9,5 Thesen gegen Amazon an die Guardian-Wand. Gawker und Reddit streiten über das Recht auf Anonymität im Internet. In Outlook India erzählt Regisseur Karan Johar, welcher Schauspieler ihn ohnmächtig werden ließ. Der New Yorker rät ab vom Zugfahren in China. Armut gab's in Indien auch unter einer sozialistischen Regierung, erinnert sich Martha Nussbaum im TLS. Eurozine stellt die zwei armenischen Minderheiten in Ungarn vor. Elet es Irodalom feiert Peter Nadas. Rue 89 widmet sich dem Urheberschafts-Betrug.

Heute in den Feuilletons

Zahnlos, dafür aber schulterfrei

16.10.2012 In der SZ erzählt der kasachische Theaterregisseur Bolat Atabajew, wie ihm klar wurde, dass er auf die Weltbühne musste. Ähnliches hat laut Welt der Fantasy-Autor Christian Alexander Schreiber vor, der aber zunächst am Eingang der Frankfurter Buchmesse zu scheitern drohte. Die FR berichtet, dass Günter Grass auch im Alter von 85 Jahren an seinen Dummheiten festhält. Die FAZ empfindet dank einer Brüsseler Inszenierung neue Empathie für Lulu. SZ und FAZ befassen sich mit den Plagiatsvorwürfen gegen Annette Schavan.

Bücherschau des Tages

Schockartig in Richtung Zukunft

16.10.2012 Tolle Bücher heute: Die taz feiert das neue tausendseitige Großwerk "Error" des Universalgelehrten und Cyberpunks Neal Stephenson. Mit Simon Reynolds versucht sie der "Retromania" zu entkommen. Die NZZ preist Katherine Boos suggestive Reportage über die Slums von Mumbai "Annawadi oder der Traum von einem anderen Leben". Mehr politische Investigation als in der ganzen italienischen Presse findet sie in Massimo Carlottos Krimi "Tödlicher Staub". Nach Lektüre von Hansjörg Küsters "Entdeckung der Landschaft" nimmt Brigitte Kronauer in der SZ Abschied von der unberührten Natur.

Medienticker-Archiv

Lad mich, lies mich

16.10.2012 Digitales Logbuch oder Wohin die Reise geht: E-Books im Ländervergleich und die Diversität des Marktes - Frankfurt Academy: Crossmedial verschmolzen - Reuters Institute: Medien stehen erst am Anfang einer langen Transformationsperiode - Blaucrowd bleibt Blowkraut: Crowdfunding ein Finanzierungsmodell für den Buchmarkt? + Tatort mit Kampfspuren: Der Grafit-Verlag und das schwierige Geschäft mit der Krimiliteratur.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

16.10.2012 Heute: Identitätsprobleme

Mittwoch, 17.10.2012

Heute in den Feuilletons

Das ist Lyrik, das ist Kunst

17.10.2012 Die Welt feiert einen Film über die polnische Punkband Paktofonika. In der taz hat Hans Ulrich Gumbrecht Überlebensprobleme. Die NZZ fragt: "Wo lässt sich schöner von der Antike träumen als in Tunesien?" Für Spiegel Online fährt Sascha Lobo mit Big Brother in London Auto. In Meedia bedankt sich Zeit Online-Chef Wolfgang Blau bei den deutschen Onlinejournalisten, aber nicht bei den deutschen Medienkapitänen, und geht ab zum Guardian. Und natürlich: Dagens Nyheter besingt eine magische halbe Stunde.

Bücherschau des Tages

Katastrophe als Lebensform

17.10.2012 Erschütternd und wichtig findet die FR den Band "Breaking the Silence" mit Erfahrungsberichten von israelischen Soldaten im Westjordanland. Außerdem empiehlt sie den Comic "Quai d'Orsay" über Frankreichs Ex-Außenminister Dominique de Villepin. Die SZ lässt sich von Art Spiegelman Einblick in die 13jährige Entstehung seines Holocaust-Comics "Maus" gewähren.

Medienticker-Archiv

Nachrichten vom Kreativprekariat

17.10.2012 Ist das Literatur? Oder kann das weg? Jan Brandt über den Fluch der Popularität - Wegen neuer Regeln; Europas Datenschützer stellen sich gegen Google - Wolf Haas im Interview: "Der Leser denkt, jetzt spinnt er wieder" - Die Demokratie kommt auf den Hund: Joseph Stiglitz und sein "Preis der Ungleichheit" + Theater-Nachtkritiken aus Köln, Hamburg, Graz Frankfurt und Mainz.

Im Kino

Zugewandte Zärtlichkeit

17.10.2012 Gerardo Naranjos "Miss Bala" protokolliert den eskalierenden Passionsweg einer angehenden Schönheitskönigin. In Ken Loachs "The Angel's Share" lernt ein Schlägertyp die Vorzüge der gepflegteren Sauferei kennen.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

17.10.2012 Öl in der Banlieue.

Donnerstag, 18.10.2012

Heute in den Feuilletons

Sprachlich elegante Reduktion

18.10.2012 Die taz Online veröffentlicht einen Aufruf der bekanntesten deutschen Filmkritiker gegen den Deutschen Filmpreis, so wie er jetzt ist. Die Jüdische Allgemeine beschwert sich: Günter Grass bringt den literarischen Antisemitismus in Verruf - da gab's schon originellere Nobelpreisträger. David Cole wehrt sich im NYRBlog gegen Malise Ruthvens Forderung, Beleidigungen des Propheten Mohammed zu verbieten. In der Zeit erklärt Roberto Saviano, warum die Mafia für nichts tötet. Und die SZ mahnt: Museumsbesucher sind die eigentlichen Opfer der grassierenden Kunstraube.

Bücherschau des Tages

So weit, so krass

18.10.2012 Die Zeit lässt sich von Wilhelm Schmid und Sibylle Berg von den Vorzügen des negativen Denkens überzeugen. Außerdem würdigt sie den DDR-Bürgerrechtler Ludwig Mehlhorn. Die NZZ lässt sich mit großem Vergnügen auf die metatextuellen Spielchen in Wolf Haas' "Verteidigung der Missionarsstellung" ein. Und die FAZ fühlt sich von Martin Usbornes Fotos von Hunden in Autos in die Kindheit zurückversetzt.

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Meinungsmacht

18.10.2012 Mediendemokratie: Die Medien, das Internet und die Politik - Umbrucharbeiten: Warum wir arabische Medien mehr beachten müssen - AGOF-Zahlen: Die Top 50 der Nachrichten-Sites - EU-Verordnung: Peter Schaar hält Datenschutz-Pläne des Innenministers für gefährlich - Look@myBook: BoD startet Vermarktungs-App für Autoren + Der Größte der Rafffahrer: Wolfram Schütte über Lance Armstrong.

Freitag, 19.10.2012

Heute in den Feuilletons

Sprühend vor Klangfarbenwachheit

19.10.2012 Der Spiegel meldet: Frankreich will Links besteuern, die Google auf Zeitungen setzt. Aber nun will Google keine Links mehr setzen. Netzpolitik hat neulich eine Studie zur Bestechlichkeit von Abgeordneten veröffentlicht. Nun soll das Blog sie zensieren - aus urheberrechtlichen Gründen! Die taz prangert den Prozess gegen den türkischen Pianisten Fazil Say an, der angeblich den Propheten beleidigte. Die NZZ fragt: Ist es ein Problem, dass einer der Nobelpreis-Juroren zugleich der Übersetzer Mo Yans war? Und Mathias Döpfner verkündet: Welt Online wird zahlbar. Und alle trauern um Wolfgang Menge.

Bücherschau des Tages

Pfützen sind die Ozeane des sehr kleinen Mannes

19.10.2012 Die FAZ lässt sich von Tilman Rammstedt "Die Abenteuer meines ehemaligen Bankberaters" berichten und von Bernd Brunner in "Die Kunst des Liegens" einführen. Nur gut, dass man in rechten Kreisen keine estnischen Romane liest, meint die FR zu Andrej Iwanows modernem Schelmenroman "Hanumans Reise nach Lolland". Die SZ lernt von Barry Michels und Phil Stutz die Psycho-Tricks der Hollywood-Stars.

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Karaoke-Gesellschaft

19.10.2012 Sapere aude: Peter V. Brinkemper über das Eigenleben des Sekundären - Nur noch online: Newsweek stellt Printausgabe ein - Alles wieder auf Null: Bertelsmanns G+J-Übernahme gescheitert - Saudi-Arabien: Wikipedia und die Zensoren - Tilman Spengler über Mo Yan, Liu Xiaobo und all die anderen - Literaturagent Andrew Wylie: Amazon verkauft Bücher wie Hotdogs + Warum man Buchhändlerinnen lieben muss: Ein Geständnis von Jochen Jung.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

19.10.2012 Auf der Psychocouch.

Samstag, 20.10.2012

Heute in den Feuilletons

Ob das wirklich die Wahrheit ist

20.10.2012 Die NZZ lotet die Untiefen des autobiografischen Romans aus. Telepolis fragt: Ist die Filmkritikerbranche eine Klassengesellschaft? Sollen sie doch moderne Kunst in seine Gemäldegalerie hängen, meint Christoph Sattler in der Welt: Aber achten Sie auf die Sockel! Die taz nimmt Liao Yiwu beim Wort. Die FR wandelt durch Bildwelten der DDR. Und auch die Leiden des Johnny Lydon haben ein Ende.

Bücherschau des Tages

Geld und Gier, Angst und Ambition

20.10.2012 Gleich zwei Bücher über den Freitod werden heute - sehr positiv - besprochen: Die FAZ begibt sich mit Anna Kim nach Grönland und untersucht die "Anatomie einer Nacht". Die NZZ findet mit Tor Ulven nur "Dunkelheit am Ende des Tunnels". Die SZ ist nicht zufrieden mit Elisabeth Edls Übersetzung der "Madame Bovary". Die taz empfiehlt den neuen Roman von Nora Bossong.

Montag, 22.10.2012

Heute in den Feuilletons

Die Tonerde von Virginia

22.10.2012 Die Welt feiert die von Ai Weiwei verantwortete Ausgabe des New Statesman. Heise.de verfolgte einen Vortrag Lawrence Lessigs, der auf einem Kongress der Grünen ein neues Urheberrecht forderte. Die NZZ rehabilitiert die DDR-Kunst. Die taz staunt über die amerikanische Pornoindustrie, die im Namen der freien Rede das Recht erstreiten will, auf Kondome zu verzichten. Außerdem führen wir per Video in die Schönheiten der Jagwa Music ein.

Bücherschau des Tages

Die Roten Zellen der Germanistik

22.10.2012 Die FR liest sehr vergnügt Gabriel Josipovicis Roman "Unendlichkeit" über den Thomas Pynchon der Neuen Musik: den aristokratischen Exzentriker Giacinto Scelsi. Großes Lob vergibt die SZ an Peter Sprengels Biografie Gerhart Haputmanns. Nach Helmut Lethens Bericht "Suche nach dem Handorakel" fragt sie bang: Ist die Weltrevolution 1968 an der falschen Pflichtlektüre gescheitert? Die FAZ liest nicht ganz überzeugt Geert Lovinks Abgesang auf das Web 2.0.

Dienstag, 23.10.2012

Magazinrundschau

Keine Haare auf dem Bauch

23.10.2012 National Geographic bewundert den Mut muslimischer Rebellenmädchen. Wittgenstein war ein ziemlicher Chauvi, erinnert sich Freeman Dyson in der NYRB. HVG möchte kein Talent mehr in Ungarn vergeudet sehen und plädiert für eine Frauenquote. Die LRB stellt beim Internet-Dating fest, dass ihr Körper mehr zählt als ihr Geist. Rue89 verlangt die Abschaffung der Subventionen für die Papierpresse. Das New York Magazine meldet ein Comeback der alten Männer - in der Literatur, der Wirtschaft und dem Pizza backen. In Clarin wünscht sich Howard Rheingold etwas mehr Geschichtsbewusstsein bei Netzkritikern. Die NYT reist nach Afghanistan und lernt die Baluchis kennen.

Heute in den Feuilletons

Was soll das, Freddy?

23.10.2012 Die SZ freut sich über wiederaufgefundene Aufnahmen amerikanischer Weill-Songs. Die taz findet es seltsam, dass sich das Weimarer Theater von der szenischen Lesung der Breivik-Gerichtsrede distanzierte. Die FAZ berichtet, dass El Pais ein Drittel der Redaktion entlässt - obwohl die Zeitung Gewinne schreibt. Der Guardian geht in Saudi Arabien heimlich ins Kino. In der Welt fragt Peter Singer: Warum werden Länder wegen Rassen-, aber nicht wegen Frauendiskriminierung sanktioniert? Und die Public Domain Review verliebt sich ins Volapük. Außerdem: Amazon schließt laut einem  Blog willkürlich Kindle-Kontos.

Bücherschau des Tages

Sexuelle Exzesse, psychologische Zwangslagen

23.10.2012 Die FAZ preist den kroatischen Autor Zoran Feric und seinen Roman "Das Alter kam am 23. Mai gegen 11 Uhr" (hier unser Vorgeblättert). Erschüttert liest die SZ Lyonel Trouillots Roman "Jahrestag", der ein sehr düsteres Bild von Haiti zeichne. Außerdem lernt sie von Yu Hua: Der chinesische Turbokapitalismus ist nur eine weitere maoistische Machttechnik.

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Gut ist das neue Geil

23.10.2012 Auflagenzahlen: Zeitschriften unter Druck, Land- und Billigtitel punkten und Tageszeitungs-Auflage erstmals unter 20 Mio. Exemplaren - Sie brauchen kein Papier: Wolfgang Koydl besuchte die NZZ - Politisch und gefühlsecht sollt ihr sein: Marc Reichwein über das Zeitgeistmagazin The Germans - Datenhandel Reloaded: Kim Schmitz hat einen Nachfolger für Megaupload angekündigt + Peter Handke wäre liebend gern ein Böser.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

23.10.2012 In der großen Stadt.

Mittwoch, 24.10.2012

Heute in den Feuilletons

Die Eule der Lady Gaga

24.10.2012 Die NZZ fragt: Will der SWR seine Orchester fusionieren? Oder liquidieren? In der Welt spricht Dani Karavan über seinen Entwurf des Mahnmals für die ermordeten Sinti und Roma in Berlin. Laut futurebooks.net will Amazon auch weiterhin nicht erklären, wann es Kindle-Kontos sperrt und warum. Laut FAZ hält Detlev Bucks Verfilmung der "Vermessung der Welt" dem Original nicht stand. Der New Yorker zitiert aus Sartres Blog: "An angry crow mocked me this morning. I couldn't finish my croissant, and fled the café in despair."

Bücherschau des Tages

Sonst dominiert das gebogene Satzzeichen

24.10.2012 Das einzige, was man John Lanchesters beeindruckendem Immobilienroman "Kapital" (Leseprobe bei Vorgeblättert) vorwerfen kann, ist, dass er einen moralischen Standpunkt einnimmt, meint die SZ. Die NZZ stellt sich Padgett Powells "Roman in Fragen" und lernt dabei vor allem etwas über sich selbst. Herbert Schnädelbach beweist der FR, dass die Philosophie einen praktischen Nutzen hat.

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Der Frosch im Wasserglas

24.10.2012 Ohne E-Paper Auflageneinbußen: Doch die Stimmung ist besser als die Lage und die Zeitschriftenverleger erwarten Wachstum - PWC-Studie: Onlinewerbung überholt TV - Bibliotheken: Starker Finanzdruck, Magenschmerzen beim E-Book und Marbach, Weimar & Wolfenbüttel gründen Forschungsverbund - Auf dem Weg zum 3-Mrd-Verlag? Fusionsverhandlungen von Random House & Penguin + Eine Kleine Geschichte der TV-Literaturkritik.

Donnerstag, 25.10.2012

Heute in den Feuilletons

Im Deutschen weniger süffig

25.10.2012 Die NZZ würdigt das Bodybuilding als Bildhauerei am eigenen Leibe. Auf critic.de erfährt man Ungutes über den Zustand der Filmkritik im Internet. Die FAZ erblickt in den Bildwelten der DDR ein willkommenes Korrektiv zum "Kult um die Abstraktion" im Westen. Die SZ fühlt sich im "Homeland" nicht ganz wohl. In der Zeit versuchen Ulrich Beck und Daniel Cohn-Bendit nochmal zu erklären, was sie mit Europa meinen. Außerdem: die schönen Augen und die schöne Badehose von Franz Kafka.

Bücherschau des Tages

Kam es auf jedes Wort an?

25.10.2012 Äußerst angeregt sind SZ und taz von Florian Illies' Chronik des Jahres "1913". Die FAZ liest begeistert Kurzgeschichten von Charles D'Ambrosio und Iwona Mickiewicz. Die FR empfiehlt vielschichtigen Schund von César Aira. Die Zeit liest drei deutsche und eine amerikanische USA-Reportage und ist beeindruckt von Jenny Erpenbecks Roman "Aller Tage Abend" über deutsche Biografien des 20. Jahrhunderts.

Medienticker-Archiv

"Hier spricht der Strepplhans"

25.10.2012 Michael Naumann über den CSU-Anruf in der heute-Redaktion - Wolfgang Michal über Giovanni di Lorenzo und den Tugendterror der Empörten - So viele Zeitschriften wie noch nie: Roland Berger über die Print-Renaissance - Massenentlassung bei El País: Kasino-Kapitalisten fressen Journalisten - Die Masken sind jetzt gefallen: Google-Krieg der deutschen Medien + Wolfram Schütte über Walter Kempowskis Weg zum Autor.

Im Kino

Wie hingehaucht

25.10.2012 Die Schönheit von Ira Sachs' Liebesdrama "Keep the Lights On" hat etwas mit dem unwiederbringlichen Verstreichen von Zeit zu tun. Nadav Lapids "Policeman" untersucht die innere Zerrissenheit Israels.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

25.10.2012 Goethes Kinnpartie.

Freitag, 26.10.2012

Heute in den Feuilletons

Die Hintertür der Ironie

26.10.2012 Die NZZ berichtet über erbitterte polnische Debatten um das neue Schlesische Museum in Kattowitz. Richard Herzinger zeigt in seinem Welt-Blog wenig Respekt für die Forderung nach Respekt für die Religionen. Die taz hat bei der Affäre Strepp ein ähnlich ungutes Gefühl von Mediengekungel wie seinerzeit bei der Affäre Wulff. Reuters erzählt, wie sich Wladimir Putin vor ausländischen Journalisten über Pussy Riot echauffierte. In der SZ erklärt Peter Sloterdijk den Opernkomponisten des 20. Jahrhunderts, was sie eigentlich hätten tun sollen. In der FAZ erzählt Jochen Hieber, wie Peter Handke ihn vor 25 Jahren wirklich schlug.

Bücherschau des Tages

Ein Plätzchen im heimatlichen Sprachzoo

26.10.2012 Nichts als Lob gibt es heute! Unter anderem von der FAZ für John J. Sullivans USA-Reportagen in "Pulphead" und Sven Hillenkamps Schwund-Prosa in "Fußabdrücke eines Fliegenden". Von der FR für Carmen Stephans Malaria-Roman "Mal Aria" (erzählt von einem Moskito). Und von der SZ für Hans-Martin Gaugers "Kleine Linguistik der vulgären Sprache".

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Der mit den Ratten heult

26.10.2012 Schreiben in Zeiten des Web 2.0: Über Klaus Jarchows "Nach dem Journalismus" - Zugang gestalten: Zwischen Eigentumspopulismus und Beteiligungsoptimismus und ein Leistungsschutzrecht, das wir wirklich brauchen - Wolfgang Michal fragt, ob das Netz schon seine Kraft verloren habe - Theater-Nachtkritiken aus Wien, Berlin, München und Leipzig + Ein Besuch bei der Punk-Legende Jon Spencer.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

26.10.2012 Vollkommen transparent.

Samstag, 27.10.2012

Heute in den Feuilletons

Steh auf, nimm den Koffer und geh!

27.10.2012 Nicht das Christentum, sondern der Säkularismus war einst prägend für Europas Identität, erinnert sich Orhan Pamuk in der SZ. Die verabschiedet sich derweil schon einmal von Präsident Barack Obama. Die FAZ berichtet von den Unterdrückungsmethoden gegen die weißrussische Presse. Die taz erinnert sich an die Entführung der "Landshut" nach Mogadischu vor 35 Jahren und stellt fest: die Opfer gingen mal wieder leer aus. Vor einem allzu klaren Täter-Opfer-Bild warnt die Welt angesichts einer Ausstellung zur "Flucht und Vertreibung der Palästinenser". Und Gawker meldet, dass William Faulkners Rechteverwerter mit einem Prozess der Gefahr vorbeugen wollen, dass der Schriftsteller mit Sony verwechselt wird.

Bücherschau des Tages

Urszenen des Erzählens und Ergriffenseins

27.10.2012 Wichtig, witzig und allemal besser als der Film ist laut FAZ Shahrnush Parsipurs "Frauen ohne Männer". Viel Lob gibt es auch für die gründliche Recherchearbeit zum dreibändigen Handbuch über "Stefan George und seinen Kreis". Die taz ist hingerissen von Michael Roes' Roman "Die Laute" über einen gehörlosen Jungen, der Komponist werden möchte. Sehr verdienstvoll findet sie auch Martin Rupps' Aufarbeitung der Landshut-Entführung nach Mogadischu. Die NZZ liest mit Interesse und Gewinn Sylvia Weilers Studie zu "Jean Amérys Ethik der Erinnerung".

Montag, 29.10.2012

Heute in den Feuilletons

Der Mann ist Philosoph

29.10.2012 Alle schreiben Nachrufe auf Hans Werner Henze, der das Neue wollte, aber nicht als Neutöner. Und ab und zu mal einen Stein warf. Und mit besseren Librettistinnen zusammenarbeitete als zum Beispiel Jörg Widmann, der laut Zeitungsberichten arge Mühe hatte, Peter Sloterdijks "verquaste Gedankengänge" in Opernmusik umzusetzen. Gabriele Goettle verbringt für die taz mit einer Kritikerin des Gesundheitssystems etwas mehr als die veranschlagte Zeit. Und rechnen Sie mit dem Guardian. Und mit Sandy natürlich.

Bücherschau des Tages

Sire!, Ihr erg., Trautwertester, Cher Confrère

29.10.2012 Nicht nur kunstvoll arrangiert, sondern auch fesselnd findet die SZ Julia Schochs Roman über die Liebe und das Glücksspiel "Selbstporträt mit Bonaparte". Mit Hochgenuss liest sie den geradezu höfisch anmutenden Briefwechsel zwischen Peter Hacks und André Thiele. Die FAZ feiert eine neue und gewichtige Monografie zu Caspar David Friedrich und empfiehlt den informativen Sammelband "Syrien".

Vorgeblättert

Ulrich J. Schneider: Die Erfindung des allgemeinen Wissens

29.10.2012 "Die Erfindung des allgemeinen Wissens" so Ulrich Johannes Schneider, begann im 18. Jahrhundert mit der erfolgreichen Vermarktung enzyklopädischer Werke. Beispielhaft ist Zedlers 68-bändiges Universal-Lexicon von 1732-1754, dessen Analyse auch die Strategien zeigt, die Leseerwartungen und die Leser selbst in das enzyklopädische Schreiben einzubinden. Lesen Sie hier einen Auszug.

Medienticker-Archiv

Die Angst vorm schwarzen Schwan

29.10.2012 Fusion mit britischem Konkurrenten: Bertelsmann schmiedet weltgrößten Buchverlag mit Random House und Penguin - Tageszeitungsfusion: Springer legt Welt und Abendblatt zusammen - Rowling erkämpft Teilerfolg gegen Onlineverbreitung ihres Romans - Ende einer App: News.me scheitert an strengen Twitter-Vorgaben - Büchnerpreis: Felicitas Hoppe träumt noch immer vom guten Ende + Gangnam-Style: 530 Millionen und mehr.

Dienstag, 30.10.2012

Magazinrundschau

Wahrheit als Lüge

30.10.2012 n+1 sucht den Derrida in Franzen. In Vozpópuli erklärt Javier Cercas, warum er gegen die Unabhängigkeit Kataloniens ist. In The Atlantic beschreibt Teju Cole die brutale Mobjustiz in Nigeria. Wer sich als Opfer fühlt, ist meist auch fremdenfeindlich, stellt der Sozialpsychologe Micha? Bilewicz in Elet es Irodalom fest. Auch Wired weiß nicht, was im Inneren von Peter Molyneuxs Würfel steckt. Beckett wollte nie bezaubern, notiert der New Statesman. Und der Guardian erklärt, warum Georges Simenon den Nobelpreis verdient hätte.

Heute in den Feuilletons

Die ganze Welt im Angebot

30.10.2012 Hurrikan in der Bücherbranche: die Medien kommentieren jetzt breit den Zusammenschluss von Random House und Penguin. Ob's für die Autoren gut ist, bezweifeln in der Welt Literaturagenten. Rüdiger Wischenbart rückt im Perlentaucher die Proportionen zurecht: Der neue Gigant ist fünfzehnmal kleiner als Amazon. Die FAZ fragt: Und was ist, wenn die Einsamen in den Städten auf den Gemälden Edward Hoppers glücklich sind? Von Sandy kursieren eine Menge Fotos. Manche davon sind echt. Wir setzen die richtigen Links. 

Bücherschau des Tages

Mit John Updike schlafen

30.10.2012 Mit Begeisterung folgt die NZZ Christoph Ransmayr auf seinen Reisen zum Stierkampf in Sevilla und zum Wasserfest in Kambodscha. In Julian Barnes' Erzählungen "Unbefugtes Betreten" lernt sie alles über glückliche Paare. Ganz ohne Wehmut liest die SZ in Hans Werner Richters Tagebüchern "Mittendrin" von den alten Literaturzeiten. Außerdem erfährt sie von Fred Pearce, was wir mit dem "Land Grabbing" anrichten. Die FR empfiehlt Anna Enquists Roman "Die Betäubung", und der FAZ imponiert Zsuzsanna Gahses "Südsudelbuch".

Medienticker-Archiv

Stil braucht Lässigkeit

30.10.2012 Ein Gespräch mit Fritz J. Raddatz über Kunst als Dekor, die Verwüstung der Sprache und Stil - Datenschutz: Joachim Jakobs über Opfer der Infogesellschaft - Paywall und Medien: SZ und FAZ sehen die Online-Zukunft in Bezahl-Inhalten - Umfrage: Jeder dritte Journalist liebäugelt mit den Grünen - Theater-Kritiken aus München, Wien Zürich und Stuttgart + Bruno Glanz: König des Zorns und der Lüste in Paris.

Virtualienmarkt

Der Pinguin im Random House

30.10.2012 Kampf mit den Elefanten: Mit dem Zusammenschluss von Random House und Penguin entsteht der größte Buchverlag der Welt. Allerdings ist der Umsatz von Amazon fünfzehnmal größer als der des neuen Konzerns. Dennoch ist der Schritt der beiden Verlage ein symbolischer Moment in der Geschichte des Buchs.

Mittwoch, 31.10.2012

Heute in den Feuilletons

Und quatsch nicht so viel

31.10.2012 Die Welt lernt von Tom Krell, dass sich Kant mit Soul verträgt. Die NZZ träumt vom kosmopolitischen Thessaloniki, bevor es griechisch wurde. In der FR erklärt Abdolkarim Soroush: Mit Gott darf man streiten - und mit Theologen auch. Die FAZ lässt sich von den HBO-Chefs erklären, wie man gutes Fernsehen macht. In der Zeit erinnert sich Michael Caine an drei Ratschläge von John Wayne.

Bücherschau des Tages

Furchtloser Umgang mit dem Erhabenen

31.10.2012 Große Übersetzerleistungen werden gewürdigt: Die NZZ bewundert Elisabeth Edls Neuübertragung der "Madame Bovary", die Zeit staunt über Eva Hesses Übersetzung von Ezra Pounds "Cantos". Die FR empfiehlt Christa Wolfs nachgelassene Erzählung "August", besonders in der Hörbuchfassung. Und die SZ adelt Heinz Schillings Luther-Biografie als das beste nichttheologische Buch über den Reformator.

Medienticker-Archiv

Die Kamera taumelt mit

31.10.2012 Embedded Blogs: Wolfgang Michal über Blogs als fluffige Anhängsel großer Medien - Horch & Kuck: Wie Facebook mit den Ermittlungsbehörden zusammenarbeitet - Traumatisierter Journalismus: Amok, Unfall, Katastrophen - Medienkunst: Fernsehen ist ja wohl durch und Michael Spreng über die Fernsehräterepublik - Unsere lächerlichen Fratzen: Junger deutscher Film in Hof + Die Flüchtigkeit digitaler Besitztümer.

Im Kino

Der Rest ist Körperarbeit

31.10.2012 Der Bond-Film zum 50. Leinwandjubiläum ist ein düsteres Geschenk des Himmels. Und mit Heino Jaeger erkundet man in einem Hamburg, das es nicht mehr gibt, dilettantisch-naive Zwittertiere.

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