Perlentaucher - Online Kulturmagazin mit Presseschau, Rezensionen, Feuilleton

zuletzt aktualisiert 10.02.2026, 15.41 Uhr
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  • Perlentaucher-Debatte Literaturkritik im Netz: Angestoßen von Wolfram Schütte. Mit Beiträgen von Sieglinde Geisel, Jan Dress und anderen
  • Daniele Dell'Agli: Aufruhr im Zwischenreich: Plädoyer für eine Befreiung des Themas Sterbehilfe aus dem Griff der Politik und mit ihr paktierender Verbandseliten
  • Monotheismus-Debatte im Perlentaucher: Angestoßen von Jan Assmann. Mit Beiträgen von Klaus Müller, Peter Sloterdijk und anderen
  • Die Beschneidungsdebatte: im Perlentaucher und in anderen Medien
  • Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
  • Der dänische Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
  • Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
  • Der 11.September: Eine Presseschau
  • Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Perlentaucher-Autoren
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Perlentaucher-Fakten

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Buchautoren

Perlentaucher Archiv

Sortiert nach Datum | Rubriken

Freitag, 01.10.2010

Heute in den Feuilletons

Nicht jedes Tabu ist falsch

01.10.2010 Die Welt sucht nach dem großen deutschen Gegenwartsroman, findet ihn aber nicht. Drei ostdeutsche Intendanten verkraften überdies das Trauma der Wiedervereinigung. Die taz bringt aus diesem Anlass einen Appell von Wissenschaftlern, Künstlern und Publizisten gegen Biologismus und die Ausgrenzung von Migranten. Außerdem plädiert die taz für Sprechverbote. Laut FR bringen die SZ und andere Zeitungen große Anzeigen der Jungen Freiheit, die von der Sarrazin-Debatte profitieren will. In der FAZ weist Thilo Sarrazin den Vorwurf des Biologismus zurück: "Mich interessiert das Zusammenspiel von 'Nature' und 'Nurture'." In der SZ erhofft sich Ingrid Thurner Denkanstöße von muslimischen Feministinnen zum Problem der Sexualisierung unserer Öffentlichkeit.

Bücherschau des Tages

Aufweichung aller Begriffe

01.10.2010 Von wegen sperrig und dunkel! Als ganz verspielt und humorvoll feiert die FAZ Georg Kleins neue Erzählungen "Die Logik der Süße". Auch dem Concierge des Frankfurter Hofs, Jürgen Carl, erweist sie ihre Reverenz. Sehr traditionell, aber auch sehr souverän findet die SZ John Darwins umfassende Globalgeschichte großer Reiche "Der imperiale Traum".

Medienticker-Archiv

Wo oben unten ist

01.10.2010 Zwanzig Jahre nach der Wende: David Oliveira und Arno Widmann sind in Deutschland unterwegs - Jaha, auch Dutschke war dafür: Springers "Kunstwerk der Einheit" - Jana Hensel: Wir sind anders oder Warum die Wirklichkeit des Ostens es so selten in die Medien und also in den Westen schafft - "Fragt doch das Volk": Horst-Eberhard Richter über die Atompolitik, Stuttgart 21 und Volksbefragungen.

Samstag, 02.10.2010

Heute in den Feuilletons

Schnelle Zunge

02.10.2010 In der NZZ fragt der Autor Tomas Eloy Martinez: Lebt der Peronismus denn ewig? In der taz fragt Michael Rutschky: Garantieren nur Dinge die Ordnung der modernen Welt?. Im Spiegel fragt Konrad Lischka: In welchem Zustand ist die Buchbranche, wenn sie das Libroid nicht selbst hervorbringt? In der SZ verkündet New-Yorker-Herausgeber David Remnick sein verlegerisches Credo.

Bücherschau des Tages

Böses Vergnügen

02.10.2010 Die FAZ lässt sich von Ingrid Noll in deutsche Spießerhöllen führen, die Mordgedanken gebären. Außerdem stellt sie zwei informative Bücher des pakistanischen Journalisten Ahmed Rashid über die Taliban vor. Die FR beobachtet teilnahmsvoll Florence Aubenas' Versuche, sich mit einem Putzjob über Wasser zu halten. Statt Sarrazin empfiehlt die taz lieber die Lektüre von Nourig Apfelds Buch "Ich bin Zeugin des Ehrenmords an meiner Schwester".

Montag, 04.10.2010

Heute in den Feuilletons

Sechzig lebendige Fliegen

04.10.2010 Zeit Online bringt einen Essay des Copyleft-Aktivisten Federico Heinz über das, was das Buch ist, wenn es digital ist. In Arthurmag erklärt der Bestsellerautor Douglas Rushkoff, warum er sein neuestes Buch außerhalb der etablierten Verlage veröffentlicht. Der Standard bringt einen Überblick über die österreichische Verlagsszene. In der FAZ erklärt David Simon, was "The Wire" von den "Mad Men" unterscheidet. Die taz erkennt in der Zeichnerin Molly Norris ein Opfer der naiv in Anspruch genommenen freien Meinungsäußerung.

Bücherschau des Tages

Interessante Gehirne

04.10.2010 Ebenso fasziniert wie schaudernd folgt die FR Philippe Claudels Dokumentation "Das Geräusch der Schlüssel" und hinter die Mauern französischer Gefängnisse. Die SZ liest seufzend Hans Christoph Buchs Nachruf auf das unglückliche Haiti. Und sehr dankbar ist die FAZ Nicholas Carr für die Warnung vor der Umverdrahtung unserer Gehirne. Empfehlen kann sie auch Kati Martons Porträts ungarischer Emigranten "Die Flucht der Genies". Die heutige Literaturbeilage der NZZ werden wir in den nächsten Tagen auswerten.

Bücherbrief

Nette Pynchon'sche Dödel

04.10.2010 Eine Entdeckung ist Sofi Oksanens Roman "Fegefeuer", der die Geschichte Estlands vom Ausbruch des Zweiten Weltkriegs bis zum Zusammenbruch des Kommunismus in den Erinnerungskampf zweier Frauen verwandelt. Im Roman "Angerichtet" des niederländischen Autors Herman Koch verhandeln zwei gut situierte Paare in einem vornehmen Restaurant die Schandtat ihrer Söhne. Außerdem: Tom Segevs Biografie über Simon Wiesenthal und Thomas Schulers kritischer Bericht über die "Bertelsmannrepublik Deutschland". Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Oktober.

Medienticker-Archiv

Ahnenparade

04.10.2010 Lothar Struck über Peter Handkes dramatische Epiphanien "Immer noch Sturm" - Wolfram Schütte über Colm Toibins "Brooklyn" - Willkommen im Wunderland: Jedediah Berrys "Handbuch für Detektive" - Schlingensiefs Requiem? Jens Joneleits Oper "Metanoia" in Berlin - Musikalisierung eines verunglückten Lebens: Monteverdis "Die Krönung der Poppea" in Hamburg - Jan-Philipp Reemtsmas über die Neuausgabe Arno Schmidts "Zettels Traum".

Dienstag, 05.10.2010

Magazinrundschau

Gloriose Sex-Extras

05.10.2010 In Al Ahram fragen ägyptische Autoren, warum ihre Bücher auf der Buchmesse in Kuweit verboten wurden. In The New Republik zerlegt Lawrence Lessig den Facebook-Film. In Salon.eu.sk erinnert der Autor Drago Jancar an die Ermordung tausender Slowenen durch die Kommunisten. Rue89 berichtet über den tödlichen Werbeboykott gegen das marokkanische Magazin Nichane. In Nepszabadsag wundert sich Agnes Heller überhaupt nicht über den Niedergang der Demokratie in Ungarn. In Granta erklären vier pakistanische Autoren, wie man über Pakistan schreibt.

Heute in den Feuilletons

Ihr gemeinstes Gesicht

05.10.2010 In der FR beschreibt der Autor Martin Caparros die Fallstricke argentinischer Erinnerungspolitik. In der taz erzählt der Autor Damian Tabarovsky, wie im Jahr 2001 in Argentinien die Künste neu erblühten. Die NZZ weiß, warum Schweden keinen Nobelpreis bekommen. Die SZ betrachtet mit 200 Kunstsammlern schwitzende Männer am Hochofen. Die FAZ betrachtet eine einsame Sexgöttin beim Brotscheibenkneten.

Bücherschau des Tages

Marzipanene Stutzer

05.10.2010 Für echtes Dynamit hält die FR Martin Caparros' Roman "Wir haben uns geirrt" über Schuld und Sühne in Zeiten der argentinischen Junta (hier unsere Leseprobe). Die NZZ erfreut sich an den Gedichten von Du Fu aus dem 8. Jahrhundert und liest mit großem Vergnügen Knigge. Und die FAZ bewundert Undine Gruenters nachgelassene "Epiphanien".

Medienticker-Archiv

Alle Macht dem Autor

05.10.2010 Zur Hölle mit den Quoten! Ein Gespräch mit TV-Autor David Simon - Schweizerin gewinnt Deutschen Buchpreis: Ein Hörfunk-Interview mit Melinda Nadj Abonji über ihren Roman "Tauben fliegen auf" - Stuxnet-Sabotagevirus: "Die Büchse der Pandora ist geöffnet" - Viele Ältere werden es gar nicht bemerken: MTV wird zum Bezahlkanal + Depressive Dandys: Spielformen der Dekadenz in der Pop-Moderne.

Mittwoch, 06.10.2010

Heute in den Feuilletons

Unterhalb des Kukident-Alters

06.10.2010 Im Tagesspiegel fragt Monika Maron, ob der Islam wirklich zu Deutschland gehört. Für die NZZ analysiert Oleg Jurjew die verheerenden Auswirkungen der Postmoderne auf die Petersburger Eremitage. Die FR starrt auf einen nackten Macho in Mullbinden vor bröckelnder Mauer. Schafft das ZDF ab, ruft die Welt, die "Mad Men" schon vor drei Jahren auf DVD gesehen hat. In der SZ erklärt "Mad Men"-Hauptdarsteller Jon Hamm: Digitale Technologie machte den Erfolg seiner Serie möglich. Die FAZ lässt sich auf der Buchmesse erklären, was ein "erweitertes E-Book" ist.

Bücherschau des Tages

Alteingesessen im Prekariat

06.10.2010 Die Literaturkritik tummelt sich derzeit in Frankfurt, da werden Rezensionen rar. Als kleines Meisterwerk feiert die FAZ immerhin Szilard Rubins "Eine beinahe alltägliche Geschichte", die von Kurbädern und einer raubkatzenartigen Geliebten erzählt, und Günter Wallraff rezensiert Frank Hertels Report "Knochenarbeit". Die heute erschienene Literataz werden wir in den nächsten Tagen auswerten.

Vorgeblättert

Wolfgang Kraushaar: Verena Becker und der Verfassungsschutz

06.10.2010 Warum wurde Verena Becker nie angeklagt, 1977 an der Ermordung des Generalbundesanwalts Siegfried Buback beteiligt gewesen zu sein? Obwohl man die Tatwaffe bei ihr fand. Auch von einem Alibi für den Tattag ist nichts bekannt. Hat Becker vielleicht gleichzeitig für den Verfassungsschutz gearbeitet? In seinem Buch "Verena Becker und der Verfassungsschutz" untersucht Wolfgang Kraushaar die Hintergründe und Motive, die für eine solche Zusammenarbeit sprechen. Lesen Sie hier einen Auszug.

Medienticker-Archiv

Zukunft des Lesens

06.10.2010 Der Libroid-Erfinder Jürgen Neffe über sein E-Book - Mehr Loriot als Thomas Mann: Helmut Böttiger über Martin Mosebachs Gesellschaftsroman "Was davor geschah" als Roman einer Parallelgesellschaft - Judith von Sternburg: Der Buchbranche geht es nicht schlecht; schade, dass Autoren nicht immer etwas davon haben - Das wird man ja wohl noch ignorieren dürfen: Jan Süselbeck über Sarrazin und kein Ende + Bruno Ganz: "Ich bin ein Teil von allem".

Im Kino

Schuss/Gegenschuss

06.10.2010 Ein stylishes Sittenbild, das um die nicht sehr ergiebige Frage kreist, ob Facebook-Gründer Mark Zuckerberg nun ein Arschloch ist oder nicht; außerdem ein Dialogfeuerwerk a la Aaron Sorkin: das ist David Finchers "The Social Network". John Hillcoat malt die Welt in seiner Cormac-McCarthy-Verfilmung "The Road" als einen Ort aus, mit dem es wirklich besser aus und vorbei wäre.

Donnerstag, 07.10.2010

Heute in den Feuilletons

Kennzeichen restaurativer Epochen

07.10.2010 In der NZZ rechnet der Autor Niyi Osundare mit Nigerias betrügerischer Herrscherclique ab. In der taz besteht Washington-Post-Reporterin Dana Priest auf der Trennung zwischen Meinung und Tatsachen. Die Schweiz tut nur liberal, meint Buchpreisträgerin Melinda Nadj Abonji in der Welt. Literaturdeutschland ist nur noch eine gediegene Mittelstandsparty, schimpft die Zeit.

Bücherschau des Tages

Du bist auserwählt!

07.10.2010 Die Zeit ist ganz hingerissen von Ian Mc Ewans Helden in neuem Roman "Solar": Der Mann ist sexsüchtig, egozentrisch, aber verdammt schlau. Ganz hingerissen ist sie auch von der Martin-Kippenberger-CD "I was born under a wand'rin' star". Die FAZ preist Vladimir Sorokins Zukunftsvision "Zuckerkreml". Zeit und FR lesen zudem Amartya Sens Schrift "Die Idee der Gerechtigkeit".

Medienticker-Archiv

Wir haben genügend Laster

07.10.2010 Aktualisiert: Mario Vargas Llosa erhält Literaturnobelpreis - "Mad-Men" Jon Hamm oder Der Reiz, eine Orgie mitzuerleben - Stadt ohne Geld: In Dortmund beginnt eine Projektreihe mit der Erstürmung des Theaters - 65 Jahre SZ: Heilige Handlung in zerbombten Hallen - Treppenwitzmaschine: FaceSkype, Charmeoffensive und Kinder können grausam sein: Matthias Dell über "The Social Network" - Schätzings literarischer Remix - David Shields' "Reality Hunger"oder Wie viel Wirklichkeit verträgt die Literatur?

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

07.10.2010 Die neue Welt.

Meldungen

Nobelpreis für Mario Vargas Llosa

07.10.2010 Der Literaturnobelpreis geht in diesem Jahr an den peruanischen Autor Mario Vargas Llosa.

Freitag, 08.10.2010

Heute in den Feuilletons

Nach Homers Art

08.10.2010 So richtige Beisterung kommt in den Feuilletons über den Literaturnobelpreis für Mario Vargas Llosa nicht auf. Die NZZ porträtiert ihn als Selbstdarsteller. Die taz findet ihn zu neoliberal. Die SZ nicht kühn genug. Nur FAZ und Welt freuen sich. Außerdem: Die SZ erklärt am Beispiel der Bloggerin Shiva Nazar Ahari, was es bedeutet, im Iran zur "Feindin Gottes" erklärt zu werden. Die Welt porträtiert die Heimatschriftstellerin Maria Beig.

Bücherschau des Tages

Produktive Verstörung

08.10.2010 Die SZ taucht mit Philipp Meyers Roman "Rost" in das Leben der Bewohner einer einer einstigen Stahlarbeiter-Region in den USA ein. Die FR versenkt sich in die mehrere Generatioen umspannende Geschichte von Erich Hackls "Familie Salzmann". Ziemlich mitgenommen ist die FAZ nach dem Debütroman über Flucht und Vertreibung aus Schlesien des 1936 geborenen Autors Theodor Buhl.

Medienticker-Archiv

Friedensnobelpreis für Liu Xiaobo

08.10.2010 Nachtkritiken aus München, Leipzig, Graz, Zürich und Berlin - Apokalypse mau: Über John Hillcoats Kinoversion von Cormac McCarthys Roman "The Road" - "Im Schatten": Thomas Arslan erfindet den Film Noir neu - Top Secret America oder Wie Dana Priest beim Geheimdienst recherchierte - Wie sich Giovanni di Lorenzo einen "kaufmännischeren Umgang" mit dem Internet vorstellt - Stuttgart 21: Mappus überfährt Geißler + Liu Xiaobo erhält den Friedensnobelpreis.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

08.10.2010 Heute: Schöne Schenkel

Samstag, 09.10.2010

Heute in den Feuilletons

Gottes Geschenk an China

09.10.2010 Die FR betrachtet muskulöse Männerkörper und -bäuche in der großen Michelangelo-Ausstellung in der Albertina. In der NZZ warnt Annette Schavan vor gottlosen Säkularismus. In der taz erklärt Norbert Bolz: Internet und Massenmedien brauchen sich. Die FAZ porträtiert den Berliner Fußballscout Roger Ülger. Die SZ erklärt, warum China heute kritische Autoren nicht mehr mundtot machen kann.

Bücherschau des Tages

Märchenvariante mit Räuberkindern

09.10.2010 In der SZ ist Brigitte Kronauer hin- und hergerissen von Vladimir Nabokovs Roman "Ada oder das Verlangen". Die FAZ liest zwei schöne Kinderbücher über Patchwork-Familien. Die FR versinkt in Heinz Dieter Kittsteiners Geschichtsbuch über die "Stabilisierungsmoderne" nach dem Dreißigjährigen Krieg.

Montag, 11.10.2010

Heute in den Feuilletons

Zumindest diskursiv im eigenen Saft

11.10.2010 Der iranische Philosoph Abdulkarim Soroush erklärt in seinem Blog, warum iranische Geistliche so gern eine islamische Wissenschaft hätten. Douglas Coupland legt in The Globe and Mail einen "radical pessimist's guide to the next 10 years" vor, in dem er sich auch endgültig von der Mittelschicht verabschiedet. Die SZ berichtet von einem Eklat bei der Verleihung des Leipziger Medienpreises an Kurt Westergaard: Shirin Ebadi boykottierte die Veranstaltung und findet, dass Westergaards Karikatur gegen die UN-Menschenrechtserklärung verstößt. Und endlich: Der Heatball ist da!

Bücherschau des Tages

Quasi dadaistisch

11.10.2010 Begeistert ist die FR von Peter Careys Roman "Parrot und Olivier in Amerika", der einen französischen Adligen und einen englischen Falschmünzer auf Tocquevilles Spuren schickt. Die SZ verfolgt den Schlagabtausch zwischen Leo Strauss und Eric Voegelin über "Glaube und Wissen". Und die FAZ kann Georges Didi-Hubermans Aby-Warburg-Studie "Nachleben der Bilder" empfehlen.

Medienticker-Archiv

Oh, der Mensch

11.10.2010 "Die Labdakiden": Roger Vontobel inszeniert in Bochum vier antike Tragödien als unerbittlich allgemeingültige Politsaga - Sei etwas Drittes! "Sozialistische Schauspieler" in Frankfurt - Aus dem Handbuch für Städtebewohner "Bakunin auf dem Rücksitz" am Deutschen Theater Berlin - Das Tier in dir: Jack Londons Wolfsgeschichte "Ruf der Wildnis" an den Münchner Kammerspielen + Marilyn Monroe: "Vielleicht liest dies jemand? Ich glaube kaum".

Dienstag, 12.10.2010

Magazinrundschau

Conan Doyle war gut in Form

12.10.2010 Im New Yorker hofft Gawker-Gründer Nick Denton auf die Goldader im Internet. In Elet es Irodalom glaubt Peter Nadas ganz fest: auch Ungarn bekommt eine Bourgeoisie. Prospect betreibt Trolleyology. Auch Frankreich hat seinen Sarrazin: Er heißt Hugues Lagrange und disputiert in Telerama. Das TLS stellt die Cricketschläger schwingenden Allahakbarries vor. In Open Democracy rufen Remi Brague und Jerome di Costanzo: Säkularität ist eine katholische Erfindung. In der NYRB geißelt Alma Guillermoprieto die mexikanische Katastrophe.

Heute in den Feuilletons

Elfenmusik mit herrlichen Glamourlichtern

12.10.2010 Der Guardian eröffnet eine Reihe von Blogs, in denen bekannte Autoren über längere Zeit ein Thema reflektieren sollen. Techcrunch erzählt, wie man ganz einfach die Freunde von Google-Chef Eric Schmidt identifizieren kann: Man eröffnet ihm ein Facebook-Konto. In der FAZ schildert der chinesische Exilautor Bei Ling den Liu-Xiaobo-Schock. Die NZZ feiert den polnischen Schriftsteller und Satiriker Slawomir Mrozek, die Welt den israelischen Dirigenten Omer Meir Wellber.

Bücherschau des Tages

Mit fröhlichem Grimm

12.10.2010 Momente von abgründiger Tiefe verdankt die NZZ Gaetan Soucys Roman "Die Unbefleckte Empfängnis". Die FAZ preist Wassili Grossmans erschütternde Erzählung "Alles fließt", die Geschichte des Iwan Grigorjewitsch, der nach dreißig Jahren Gulag-Haft in die sowjetische Freiheit entlassen wird. Von Richard Russos Familiengeschichte "Diese alte Sehnsucht" kann sie nur den ersten Teil empfehlen. 

Medienticker-Archiv

"Wie bleibe ich Feministin?"

12.10.2010 Cross-Media Experiment: Marlene Streeruwitz lässt ihr neues Buch im Netz fortschreiben - Integration und demografischer Wandel: Frank Schirrmacher über Seehofers Stimmungspolitik - Brief aus Berlin: Ulrich Khuon über das Hamburger Kultur-Desaster - Das komische Manifest: Ben Lewis' "Witzgeschichte" des Kommunismus + S(tephanie)21: Die Schwäbische Hausfrau hat den Flammenwerfer ausgepackt.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

12.10.2010 Die Macht? Was ist das?

Mittwoch, 13.10.2010

Heute in den Feuilletons

Liberalistische Verirrung

13.10.2010 In der SZ stellt der Theologe Friedrich Wilhelm Graf klar: die westlichen Werte sind keine christlich-jüdischen Werte. Die Achse des Guten ärgert sich über säuerliche Kommentare der Mainstreammedien zu Mario Vargas Llosa. Hardy Prothmann wendet sich in seinem Blog gegen die Kostenloskultur der Zeitungen. In der FAZ findet der Soziologe Armin Nassehi, dass der Vorwurf des Biologismus gegen Sarrazin durchaus berechtigt ist.

Bücherschau des Tages

Ohne das übliche amouröse Inventar

13.10.2010 Rundum beglückt zeigt sich die SZ von Wolfgang Herrndorfs Roadnovel "Tschick", in der ein asozialer Russlanddeutscher und sein wohlstandsverwahrloster Kumpel mit geklautem Lada durch den Osten reisen. Die FR empfiehlt Michael Köhlmeiers Roman "Madalyn". Sehr loben kann die NZZ Peter Geimers Gegengeschichte der Fotografie "Bilder aus Versehen".

Medienticker-Archiv

"Alles Geschriebene ist Schweinerei ..."

13.10.2010 Über Roberto Bolaños "Lumpenroman" - "Obsessionen zwingen mich, Tod, Gewalt und Verlust zu thematisieren": Interview mit John Irving - Weit unter Null: Interview mit Bret Easton Ellis über seinen Roman "Imperial Bedrooms" - Florian Illies: "Auch wenn sich Deutschland abschafft, das Buch überlebt" - Geplatzte Schreckensszenarien: Selbstkritik ist keine Primärtugend von Journalisten - Seymour Hersh: Das Internet muss unkontrolliert bleiben.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

13.10.2010 Das bisschen Rente.

Im Kino

Verknappung des Sichtbaren

13.10.2010 Zweimal Israel: Samuel Maoz zeigt in seinem Venedig-Gewinnerfilm "Lebanon" Bilder aus dem Libanonkrieg des Jahrs 1982 (fast) ausnahmslos durchs Zielfernrohr eines israelischen Panzers. Eyal Sivan versucht in seiner Dokumentation über die "Jaffa"-Orange, die Möglichkeit des friedlichen Zusammenlebens von Juden und Palästinensern in einem gemeinsamen Staat historisch plausibel zu machen.

Post aus Istanbul

Warum kommt ihr hierher?

13.10.2010 Im Istanbuler Stadtviertel Tophane wurden vor drei Wochen Galeriebesucher verprügelt, die mit einem Glas Wein auf dem Bürgersteig standen. Die Einwohner von Tophane haben genug: Genug von teuren Bars, Restaurants und Galerien, die die Preise hochtreiben, genug von lauter Musik während gleichzeitig die Tom Tom Moschee ihre Lautstärker runterdrehen muss, und genug von schicken Menschen, die sich über sie lustig machen.

Donnerstag, 14.10.2010

Heute in den Feuilletons

Symbol der Versöhnung - ha!

14.10.2010 In der FAZ bringt es der Verleger Michael Klett, an sich S21-Befürworter, auf den Punkt: Stuttgart fürchtet um die Geborgenheit. Für die Zeit las Walser Steinbrück und fand Shakespeare. Die SZ staunt über eine wahre Inflation immer neuer alter Meisterwerke. Der Guardian freut sich: Genetik ist eine linke Wissenschaft. Die FR war entspannt in Neukölln. Der Boston Globe bringt große Bilder von der chilenischen Rettung.

Bücherschau des Tages

Kein Hauch von Poesie

14.10.2010 Martin Walser hat für die Zeit Peer Steinbrücks Finanzkrisendrama "Unterm Strich" gelesen und staunt, dass Banken genauso sorglos mit der Realität umgehen wie Feuilletons. Mannhaft steckt die Zeit auch weg, was Peter Zadek in den "Wanderjahren" über das Theaterpublikum in Berlin und Hamburg schreibt. Die taz blättert fasziniert durch Giorgia Fiorio Fotoband über "Rituale". Die SZ stellt Bücher über die Lebensmittelindustrie vor, die ihr ganz schön auf den Magen schlugen.

Medienticker-Archiv

Der gute Verrat

14.10.2010 Daniel Domscheit-Berg, der bis vor kurzem unter dem Decknamen Daniel Schmitt der deutsche Sprecher von Wikileaks war, über Whistleblowing - Buchmessen-Nachlese: Die üblichen Verdächtigen, Thomas Manns Erben und Polonaise ins Nichts - Münchner-Medientage: Medien-Elefanten in der Zeitschleife - Jeff Jarvis: "Vergesst Kontrolle und Vertrieb von Inhalten" + Die Absurdität der Wirklichkeit: Thomas Rothschild über Harold Pinter.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

14.10.2010 Ölgötzen.

Freitag, 15.10.2010

Heute in den Feuilletons

Abermillionen Bröckchen Kunst

15.10.2010 Die FR ist stinksauer auf die Berliner Ausstellung "Hitler und die Deutschen": "Man gibt sich frivol, und dann wird nichts Frivoles geboten. Die Schau ist aber auch noch feige." Die Jungle World fragt, warum die Deutschen so wenig überzeugt sind von den universalen Menschenrechten. In der FAZ erzählt Mario Vargas-Llosa, wie es neulich in seiner Leitung zwitscherte. Für die SZ ist Ai Weiwei der Warhol der Jetztzeit.

Bücherschau des Tages

Mythische Dimensionen

15.10.2010 Die SZ liest in Anna Katharina Fröhlichs Roman "Kream Korner" von den Abenteuern einer intellektuellen Erotomanin in Indien und der Provence. Die FAZ folgt freudig dem laufenden Helden durch Joshua Ferris' Roman "Ins Freie", und es ist ihr egal, wohin das Ganze führt.

Medienticker-Archiv

Blamagen, Hohn & Missgunst

15.10.2010 Wolfram Schüttes "Petits riens" über die Geschäfte eines Hundes, ungleiche Tote und Fehler & Korrektoren - Interviews mit Martin Walser: "Lebenslänglich Nietzsche" - Frank A. Meyer über den Zorn der kleinen Leute - Erst Gefühle, dann Fakten: Journalismus im Live-Zeitalter - Von der zersägten Sprache und durchlässigen Grenzen: Rafael Horzons "Das weiß Buch" + Von der "Knoppisierung" der Geschichte.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

15.10.2010 Ein paar ordentliche Schenkel.

Samstag, 16.10.2010

Heute in den Feuilletons

Das Spanien des ewigen Zorns

16.10.2010 Die NZZ stellt fest: Die Romandie gehört ganz eindeutig zum Stammgebiet der französischen Sprache. Die FR setzt ihre erschöpfende Berichterstattung vom Soziologentag fort. Die FAZ erinnert an die Palastrevolte "dritter Personen" bei Suhrkamp im wilden Jahr 1968. Für die SZ erkundet Georg Klein das Arno-Schmidtsche Wortgelände und erschauert vor dem  Oben-Ohne-Bikini.

Bücherschau des Tages

Du bist das Gegenteil von einem Frustrator

16.10.2010 Die taz feiert eine Entdeckung: K. Sello Duikers südafrikanischer Roman "Die stille Gewalt der Träume". Als Klassiker der linken Bolschewismuskritik empfiehlt sie Ante Ciligas Bericht "Im Land der verwirrenden Lüge" von 1938. Die FAZ verschlingt Haruki Murakamis neuen, tausendseitigen Roman "1Q84" mit angehaltenem Atem. Hingerissen ist sie von auch Peter Matics aristokratischer Lesung von Prousts "Wiedergefundener Zeit" und schlägt schließlich mit Siegfried Unseld den Aufstand der Suhrkamp-Lektoren nieder. Die NZZ liest schaudernd Antonio Machados Schriften über den Spanischen Bürgerkrieg.

Montag, 18.10.2010

Heute in den Feuilletons

Nicht allesamt blond und christlich

18.10.2010 Slate porträtiert den Risikokapitalisten Peter Thiel, der früh in Facebook investierte und nun die besten Geschäftsideen von Teenagern mit 100.000 Dollar belohnen will - auch wenn sie ihr Studium abbrechen müssen. In der Welt beklagt der Medientheoretiker Peter Weibel, dass heute niemand mehr an Bildung als  Aufstiegsmedium glaubt. Die FAZ am Sonntag hat die gleiche Datenschutzlücke bei Facebook entdeckt wie neulich Techcrunch. Auch evangelikale Eltern verprügeln häufig ihre Kinder, berichtet die SZ. Aber wieso "auch"?

Bücherschau des Tages

Ganz ohne zentrale Planung

18.10.2010 Das Glück auf den Flügeln der Schmetterlinge entdeckt die SZ in einem "wunderschönen" Buch von Hanns Zischler über das Forscherleben des Arnold Schultze. Die FAZ liest mit Spannung die allerdings nicht gerade selbstkritischen Bekenntnisse der Giuseppina Vitale: "Ich war eine Mafia-Chefin". Empfehlen kann sie auch zwei über über Schwarmintelligenz von Len Fisher und Peter Miller.

Medienticker-Archiv

Wie der Teufel unter die Krämer fiel

18.10.2010 Thomas Manns Heimatstadt bringt John von Düffels Bearbeitung des "Doktor Faustus" erstmals auf die Bühne - My Own Private Kampusch: Stefan Bachmann inszeniert Kathrin Rögglas "Die Beteiligten" in Wien - "Kinder der Sonne" in Berlin: Stephan Kimmig inszeniert Maxim Gorki im Milieu Mitte + Die Gefahr unter der Oberfläche: Armin Petras inszeniert Kleist "Die Hermannsschlacht" in München.

Mord und Ratschlag

Literat und Leser

18.10.2010 Silvina Ocampos und Adolfo Bioy Casares' Krimi "Hass der Liebenden" dekliniert die verschiedensten Arten des Giftmords durch. Guillermo Orsi liefert mt "Im Morgengrauen" einen aktuellen Politthriller, der wirr genug ist, dass man seinen Staatsstreich selbst planen muss.

Dienstag, 19.10.2010

Magazinrundschau

Der Grund? Pure Magie

19.10.2010 Wieviel Differenzierung verträgt der Islamismus, fragt Foreign Affairs. Mitterand war im Algerienkrieg für 45 Enthauptungen verantwortlich, schreibt Le Point. In Eurozine erklärt Michael Azar, warum Albert Camus trotzdem Frankreich für die bestmögliche Zukunft der Algerier hielt. Zsolt Lang bewundert in Elet es Irodalom Mario Vargas Llosas Dulcineas aus Fleisch und Blut. Atlantic Monthly sehnt sich nach der Zutiefst Unglücklichen Liebesgeschichte.

Heute in den Feuilletons

Widerspruchslose Informationskokons

19.10.2010 Die taz traf im Gaza-Streifen eine neue Fraktion Palästinenser, die sich für Geschlechtertrennung bei Friseuren ausspricht. Die NZZ greift den Fall des deutsch-türkischen Autors Dogan Akhanli auf, der in der Türkei drangsaliert wird. Die Blogs kommentieren Steve Jobs' neue Äußerungen gegen Google und das offene Netz, das ihm zu "fragmentarisch" ist und darum nicht im Interesse der Kunden liege. Sind die Kommentare im Blog von Stefan Niggemeier möglicherweise alle von Konstantin Neven DuMont? Und dann natürlich Oliver Stone in der Welt zum Zustand der freien Marktwirtschaft: "Es fühlt sich falsch an, zutiefst falsch." 

Bücherschau des Tages

Geheimnisse für die ganze Welt

19.10.2010 Überschwänglich preist die SZ Haruki Murakamis neuen Roman "1Q84", seine Frische, Schlichtheit und eine geradezu mütterliche Liebe. Die NZZ begeistert sich für Mariam Kühsel-Husseinis sehr musikalischen westöstlichen Roman "Gott im Reiskorn". Und in der FR schwärmt Ralf Bönt von Sofi Oksanens grandiosem Roman "Fegefeuer".

Medienticker-Archiv

Erdmöbel glitzern

19.10.2010 Alex Rühle über die "größte deutsche Band" unserer Tage mit Roman als Bonustrack - Ich, der Nazi-Spross: Zum Tode Thomas Harlans - Aufgeklärter Islam: Kai Ehlers über das Modell Tatarstan - Andrian Kreye über "Tatort Internet": Stephanie zu Guttenberg selbst am Pranger + Als uns Werner Höfer den Frühschoppen servierte: Frank Schirrmacher und Claudius Seidl unterhalten sich mit Giovanni di Lorenzo und Axel Hacke.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

19.10.2010 Junge Liebe.

Mittwoch, 20.10.2010

Heute in den Feuilletons

Wieder gegoogelt und so fort

20.10.2010 In der SPD gibt's noch Aufklärer! Die Welt veröffentlicht ein Papier von SPD-Laizisten, die eine Trennung von Staat und Religion fordern. Mit Twitter macht man vielleicht keine Revolution, meint Biz Stone in einem Blog des Atlantic Monthly, aber helfen kann es trotzdem. In der FR verteidigt die Theologin Regina Ammicht Quinn "den" Islam, den es aber gar nicht gibt. Die NZZ ist durch das neue Berlin spaziert und hat ein paar interessante Häuser entdeckt. Und die FAZ fragt: Flarf?

Bücherschau des Tages

Produktiv verwirrt

20.10.2010 Die NZZ warnt dringend vor Peter Matics Lesung von Marcel Prousts "Suche nach der verlorenen Zeit": Höchste Suchtgefahr! Mit Superlativen belegt die SZ Uwe Wesels "Geschichte des Rechts in Europa". Die FAZ liest mit Entsetzen in Rainer Fromms und Richard Rickelmanns Buch "Ware Patient" von Korruption, Vorteilsnahme und Lobbyistentum unter Ärzten.

Medienticker-Archiv

Kölsches Klingeln

20.10.2010 Bizarres im Blog: Konstantingate zieht Kreise oder Wer hat an meiner Tastatur geschrieben? - Im Hallenser Sumpf: Der Dramatiker Dirk Laucke erklärt den Skandal der Demontage des Thalia Theaters Halle - Geistige Kessellage: "Der große Wurf" und das kleine Zeitfenster - "Tatort Internet": Leutheusser-Schnarrenberger gegen RTL-2-Pranger - Bach-Remixe: Parcourslauf mit Trompete + Politik? Macht man, wie man Wurst macht!

Im Kino

Bildspuckmaschine

20.10.2010 Immer noch auf der Suche nach dem Guten im Kapitalismus: Oliver Stone, in dessen "Wall Street"-Fortsetzung das Geld niemals schläft. Edgar Wright schickt in "Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt" seinen Helden als Avatar seiner selbst in den Videospielkampf gegen die Ex-Lover der Frau, die er begehrt.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

20.10.2010 Der Schrecken im Gesicht.

Donnerstag, 21.10.2010

Heute in den Feuilletons

Niemand weiß, wo Zürich ist

21.10.2010 In der FR graut dem deutsch-russischen Schriftsteller Oleg Jurjew vor dem anstehenden hundertsten Todestag Leo Tolstois. In der Welt fragt Benjamin von Stuckrad-Barre: Wie schaffen Die Guttenbergs das? Die SZ bringt eine Rede Ken Loachs gegen die in der Filmbranche grassierende Mediokrität. Der Freitag verliebt sich in den Bläuling - und zwar in alle 6.000 Arten.

Bücherschau des Tages

Aufklärerische Furor

21.10.2010 Pubertät als echten Horror erlebt die FAZ in Mircea Carterescu Roman "Travestie". In begrenzten Dosen genießt die NZZ Jean-Philippe Toussaints Roman "Die Wahrheit über Marie". Die FR lobt Linda Polmans kritische Untersuchung der "Mitleidsindustrie". Und die SZ lernt freudig bei den Science Busters, denn: "Wer nichts weiß, muss alles glauben".

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Wildes Konzert der Gefühle

21.10.2010 Das Böse, kulturhistorisch: Über Peter-Andre Alts "Ästhetik des Bösen" - "Die Schönheit und die Hölle": Über Roberto Savianos facettenreiche Textsammlung - Im Fadenkreuz der wunden Sehnsucht: Kleists "Penthesilea" im Nirgendwo zwischen Knast, Schulhof und Kriegsfront - Hommage an die Wetterau: Über Andreas Maiers Roman "Das Zimmer" - Comics als Literatur: Zu viel Bild schadet der Bildung + Digitaler Klon: Nie mehr sterben.

Freitag, 22.10.2010

Heute in den Feuilletons

Widerspruchloses von gestern

22.10.2010 Leitkultur ist alles andere als ein Gegenbegriff zu Multikulti, schreibt Richard Herzinger in der Welt. In der FAZ kritisiert Necla Kelek den Religionspolitiker Christian Wulff. Mark Lilla beschreibt für das NYRB-Blog die französischen Herbstkrawalle - und muss dabei an die Tea Party-Bewegung denken. In der FR fragt Ingo Schulze: Wofür ist der Wiederaufbau des Berliner Schlosses das Symptom? Die NZZ berichtet: Auch in Istanbul werden Roma vertrieben - und immer mehr Altstadtviertel werden abgerissen. 

Bücherschau des Tages

Emphase der Widerständigkeit

22.10.2010 Die SZ liest Giorgio Agambens "Herrschaft und Herrlichkeit" mit wachsender Ernüchterung und erkennt schließlich auf Demokratiefeindlichkeit. "Sadistische Präzision" kann sie dann aber bei Joshua Ferris' Roman "Ins Freie" loben. Die FAZ liest mit gemischten Gefühlen Antonio Scuratis Roman "Das Kind, das vom Ende der Welt träumte" zu Kindesmissbrauch und Medienhysterie.

Medienticker-Archiv

In der Parallelwelt gibt's Würstchen

22.10.2010 Erinnern oder Vergessen? Vergangenheitspolitik von der Antike bis heute - It?s a Man?s World: Über Moritz von Uslars "Deutschboden" - Jonathan Franzen ornithologische Lehrstunde - Wall Street 2: Geld ist ein Spiel - Jochen Jung über Lektüren: Alles geht nicht - Fast acht Millionen potenzielle E-Book-Leser - Philipp Meyer: Vom Banker zum Roman-Autor - Pop! Kampf der Generationen + Romandebüts: In der Parallelwelt gibt's Würstchen für alle.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

22.10.2010 Nicht ganz exakte Wissenschaften.

Samstag, 23.10.2010

Heute in den Feuilletons

Wahrung einer herausgehobenen Podestposition

23.10.2010 In der FAZ fordert Grünen-Politiker Franz Schulz, dass Eltern aus dem Mittelstand ihre Kinder auf Problemschulen schicken. Er würde es bestimmt auch tun, wenn er das Sorgerecht hätte. In der Welt fragt Ian McEwan: Warum hat eigentlich so gut wie kein deutscher Autor von Rang über die Berliner Mauer geschrieben? Wikileaks hat neue Dokumente aus dem Irak-Krieg an Qualitätsmedien verteilt. Der Spiegel hat sie gesichtet und fragt sich selbst, was das nun bringt. In der FR erklärt Hannelore Schlaffer, warum sie sich von ihren demokratischen Repräsentanten nicht demokratisch repräsentiert fühlt.

Bücherschau des Tages

Flohmarkt, Chipstüte, Kaninchen

23.10.2010 Die FAZ entschleunigt mit Peter Waterhouse, springt bei Akkuratus hoch zwei im Quadrat und lässt bei einer Neuübertragung von Grimmelshausens "Courage" den Mut sinken. Die SZ reist noch einmal mit Herta Müller auf einem Bein. Die taz fällt mit Colin McAdam und lässt sich von Jean-Philipp Toussaint die Wahrheit über Marie erzählen.

Montag, 25.10.2010

Heute in den Feuilletons

Mit Wachsklumpen miteinander verbunden

25.10.2010 Nun ist es doch raus: "Gott ist für tot zu erklären, sein Totenschein die Literatur." Und alle Zeitungen berichten über Reinhard Jirgls Rede zur Büchnerpreisverleihung. Die NZZ geht die Shortlist des Prix Goncourt durch: Und da gibt's Autorinnen, die sind salziger als Houellebecq. Die Achse des Guten muss nach einer von Joschka Fischer bestellten Studie konstatieren: Das Auswärtige Amt war an Hitlers Politik beteiligt.  Rudolf Augstein oder Gräfin Dönhoff sollten zu diesem Thema darum künftig besser schweigen, meint die FAZ dazu. Und außerdem: Einstürzende Altbauten .

Bücherschau des Tages

Das Anrecht auf Innigkeit

25.10.2010 Die FAZ lernt in Markus Krajewskis Kulturgeschichte des Dieners alles über Domestiken und Faktoten und Mensch und Technik. Mit Freude schwelgt sie auch in den Gedichten von Nelly Sachs. Die SZ liest wehmütig Klaus Völkers Geschichte des "Kabaretts der Komiker". Die taz protestiert mit Christoph Twickel gegen Hamburgs Stadtpolitik und das "Gentrifidingsbums".

Medienticker-Archiv

Des Gutmenschen Nachtlied

25.10.2010 "Die letzten Tage der Menschheit": Patrick Wengenroth sucht in Karl Kraus einen Ahnen in Berlin - Friedrich Dürrenmatts "Panne" in Zürich: Die banal-böse Kraft der Selbsterkenntnis - In der Zyniker-Geisterbahn: Lucy Prebbles Wirtschafts-Realsatire "Enron" in Nürnberg - Das "Sonderwesen" Tilda Swinton: Ein Interview - Konstantingate und die Folgen: Konstantin Neven DuMont zieht sich ins Kreative zurück + Wikipedia: Wer schreibt da eigentlich?

Dienstag, 26.10.2010

Magazinrundschau

Digitale Medienmodelle

26.10.2010 Die Digitalisierung wird das Verlagswesen nicht umbringen, aber auf den Kopf stellen, meint Prospect. Esprit fragt sich, warum Wallonen und Flamen sich ausgerechnet über die Burka einigen können. Outlook India fühlt den Puls einer siechen Presse. In Slate findet es Anne Applebaum ganz logisch, wie unterschiedlich Briten und Franzosen auf die Krise reagieren. Die New York Times porträtiert die liberische Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf. Salon.com besucht ein ghanaisches Hexenlager. 

Heute in den Feuilletons

Dabei ist Tony Blair ein netter Mensch

26.10.2010 In der Presse erklärt Klaus Theweleit, wo der Kalte Krieg heute ist: im Internet. Und Hans Magnus Enzensberger gesteht, welchen deutschen Klassiker er garantiert nicht mehr lesen wird. In der Welt hat der Politologe Christian Hacke Bedenken an der von Joschka Fischer initiierten Studie über die Rolle des Auswärtigen Amtes in der Nazizeit. Die taz ist froh: New Orleans ist wiederauferstanden, dank seiner musikalischen Kraft. In der SZ erklärt Slavoj Zizek, was "liberale" Leitkultur ist.

Bücherschau des Tages

Verteidigung des Defätismus

26.10.2010 Geradezu in einen Sinnesrausch gerät die FAZ über Jose Eduardo Agualusas Roman "Die Frauen meines Vaters". Richard Dawkins' neues Buch "Die Schöpfungslüge" kann sie jedem zur Auffrischung naturwissenschaftlicher Grundkenntnisse empfehlen. Von Wahn und revolutionärer Kraft liest die NZZ in Sara Stridsbergs biografischem Roman "Traumfabrik" über Valerie Solanas, der ersten Gesellschafterin zur Zerstückelung von Männern. Mitgenommen hat sie auch Rodolfo Enrique Fogwills Roman über den Falklandkrieg "Die unterirdische Schlacht".

Medienticker-Archiv

Surreales zum Drüberstreuen

26.10.2010 Friederike Mayröcker und das Schreiben und das Schweigen - Sprechende Akten: Moshe Zimmermann und Norbert Frei über die Rolle des Auswärtigen Dienstes im Nationalsozialismus - Verbotene Bücher in China: Deutsche Welle stellt Hörbuch des Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo online - Wikileaks neuer Mediencoup oder Auch Millionen Details sind nicht die ganze Wahrheit + Wolfgang Michal über das "Dogma Anonymität".

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

26.10.2010 Auf Messers Schneide.

Essay

Kultur als politische Ideologie

26.10.2010 Der Kulturalismus der heutigen Linken speist sich stark aus anti-imperialistischen Diskursen. Aber wer so denkt, spielt nicht nur einer reaktionären Haltung im Islam, sondern auch einer Politik des "Teile und Herrsche" in die Hände.

Mittwoch, 27.10.2010

Heute in den Feuilletons

Erwünschte Meinungen

27.10.2010 Die NZZ resümiert den Streit zwischen Herta Müller und rumänischen Intellektuellen über die Rolle der letzteren unter Ceausescu. Im Perlentaucher analysieren Jens-Martin Eriksen und Frederik Stjernfelt die Symptome des Kulturalismus auf der Linken wie der Rechten. Die taz interviewt den Historiker Moshe Zimmermann zur Rolle des Auswärtigen Amtes in der Nazizeit. Die SZ rät angesichts bodenloser Zustände zum Urban Gardening. Deutsche Debatten? Zum Gähnen, findet Hans Ulrich Gumbrecht in der Welt.

Bücherschau des Tages

Scharfe, sachliche Feder

27.10.2010 Die FAZ fühlt sich pudelwohl auf Jean Rolins "Boulevard Ney" mit all seinen Fixern und Strichern, auch wenn sie manchmal den Anschluss verliert (hier unser Vorgeblättert). Die SZ lernt bei Keith Richards Profundes über reines Kokain, Frauen und Gitarrenriffs. Hingerissen ist sie auch von Serge Gainsbourgs Flatulenz-Poesie "Das heroische Leben des Evgenij Sokolov". Die taz preist den Zeichner Alex Robinson und seinen Comic "Unvergessene Zeiten". Die FR liest mit gemischten Gefühlen Oksana Sabuschkos Ukraine-Roman "Museum der vergessenen Geheimnisse".

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Ab in die Tonne

27.10.2010 brand eins: Im Messie-Land oder Vergessen lernen - Kulturtipp gone mad: Philipp Spreckels und Frank Fischer über 151 Folgen des Videoblogs von Matthias Matussek - Wikipedia Kompilationen: "Bullshit, amen, okay" - Leser auf der Flucht: Paywall kostet Murdochs Times fast 90 Prozent der Leser - Arcade Fire: Die Graswurzel-Maschinen + Überrascht und entsetzt: Joschka Fischer zur Studie über das Auswärtige Amt.

Im Kino

Gemälde der Macht

27.10.2010 Vom Eis der Tradition befreit sich im Lauf von Luca Guadagninos großer Kameraoper "I Am Love" die großartige Tilda Swinton - hier, weil ihr nichts unmöglich ist, als russlandstämmige Italienerin. Und in "Jackass 3D" kommen die Darsteller bei ihren Körperexperimenten dem Zuschauer sehr viel näher, als diesem lieb sein kann.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

27.10.2010 Haben die Belgier Paul umgebracht?

Donnerstag, 28.10.2010

Heute in den Feuilletons

Sushi im Lokal vom Bauch nackter Kellnerinnen

28.10.2010 FR und SZ beleuchten kritisch das Konzept für die in Berlin geplante Ausstellung über Vertreibung. Wer als Jude ins Establishment eintreten will, muss sich nicht mehr taufen lassen: Ein bisschen Israelkritik reicht schon, schreibt die Jüdische Allgemeine nach Lektüre des Romans "The Finkler Question" von Howard Jacobson. Der Rechtsvorstand von Hubert Burda Media erklärt im Blog Der Presseschauer, warum künftig auch "unwesentliche Teile" von Artikeln unter Schutz gestellt werden sollen.  Die NZZ feiert (wie die andere Zeitungen) Leos Janaceks "Katja Kabanova"in Brüssel.

Bücherschau des Tages

Was haben Sie für Ohren?

28.10.2010 Die FAZ stellt einen ganzen Stapel Filmbücher vor, darunter Alberto Moravias detaillierte Befragung Claudia Cardinales und eine Hommage an das Hollywood der dreißiger Jahre. Sehr aufgewühlt hat die Zeit Lisa-Marie Dickreiters tieftrauriger Debütroman "Vom Atmen unter Wasser", als große Wiederentdeckung feiert sie Gabriel Chevalliers Roman über den Ersten Weltkrieg "Heldenangst". Und die FR fände Michael Tomasellos vergleichende Tests von Menschen und Primaten noch überzeugender, wenn er den armen Tieren mal eine Chance ließe.

Essay

Hyperaktiver Celebrity-Netzwerker

28.10.2010 Kein klassisches Biopic: Olivier Assayas' fulminanter Actiongeschichtsfilm "Carlos" kartografiert eine Epoche des global vernetzten Terrors. Mittendrin Carlos als Anführer einer mittelständisch globalisierten Terror-Business-Zelle mit vollen Auftragsbüchern.

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Romantik ist die bessere Antwort

28.10.2010 Über den Jazz-Bassisten Charlie Haden und das 41. Deutsche Jazzfestival Frankfurt - Dylan im Ohr, Knarre in der Hand: Musik zum Vietnam-Krieg - Benzin und Salzsäure: Mafia bedroht Journalisten in Kalabrien und Antonio Tabucchi über Berlusconis weißen Totalitarismus - Sproogle: Springers Inhaltsuchmaschine - Android: Ein Männlein steht im Walde und ruft herum + Nicholas Carrs wehleidige Internet-Kritik: Wer ins Netz schaut, verblödet - wirklich?

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

28.10.2010 Der Widerstand gegen den Widerstand.

Freitag, 29.10.2010

Heute in den Feuilletons

Gericht muss wohl sein

29.10.2010 In der Welt protestiert Doron Rabinovici gegen die Konzessionen der gemäßigten österreichischen Parteien an die FPÖ: Neuerdings werden in Wien schon achtjährige Kinder mit vorgehaltenem Sturmgewehr in den Kosovo zurückexpediert. In Phase 2 zeigt Oliver Piecha am Beispiel des brasilianischen Präsidenten, wie weit Kulturrelativismus gehen kann. In Esquire singt Philip Roth ein Loblied auf einen "wonderful guy named Larry Cooper". Die NZZ befasst sich nochmal eingehend mit der irischen Rebellion von 1641. Und ganz Indien streitet über Arundhati Roy, der wegen einer Äußerung über Kaschmir eine Klage wegen Volksverhtzung droht.

Bücherschau des Tages

Auf der Teerspur

29.10.2010 Als geradezu tollkühnen Alpenroman in Cinemascope preist die FAZ Thomas Willmanns Debüt "Das finstere Tal". Sehr bewegt hat sie Aharon Appelfelds Bukowina-Roman "Katerina". Metaphysische Schauder erlebt die NZZ mit Marc-Antoine Mathieus Comic über "Gott höchstselbst". Die SZ erleidet bei Lektüre von Rafael Horzons "Weißem Buch" einen Anfall von Spontanekstase.

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Das Dichtertreffen von Pale

29.10.2010 Meister der Dämmerung: Peter Handke besuchte Radovan Karadzic - Wie irre ist das denn? Über die Netzkultur und selbst-kreierte Identitäten - Presserat: Beschwerde-Rekord erwartet - Next Generation: Nuran David Calis bringt in Bochum die Träume von Jugendlichen auf die Bühne - Deutscher Rundfunk: Gebühren, bis keiner mehr schaut + Europäischer Gerichtshof erklärt pauschale Kopiergebühren für illegal.

Samstag, 30.10.2010

Heute in den Feuilletons

Das Gefängnis ist wieder eine Kategorie der Politik

30.10.2010 In der Welt fasst Eckart Conze, Koautor der Studie über das Auswärtige Amt die Erkenntnisse des Bandes zusammen: Die Beamten waren Mittäter. Und später haben sie vertuscht. Besonders der FDP droht deshalb eine unangenehme Debatte, vermutet die taz, denn von 1969 bis 1998 stellte sie die Außenminister Die NZZ erinnert an Schanghai zur Kolonialzeit. Die FAZ berichtet von der Rückkehr der Finsternis in der Ukraine. Laut Irights.info will die Gewerkschaft Ver.di das Netz jetzt lückenlos überwachen: um Urheberrechtsverletzungen auf die Spur zu kommen.

Bücherschau des Tages

Anpackende Ostdeutsche

30.10.2010 Die FAZ taucht ein in die Welt von Svenja Leibers ländlicher Kleinkommune im Dorf russischen Dorf Schipino. Mit Interesse liest auch noch einmal die Essays Monika Marons zur Wiedervereinigung. Die NZZ freut sich, dass Gabriel Josipovicis endloser Redestrom in "Moo Pak" endlich einen kongenialen deutschen Übersetzer gefunden hat. Die SZ hat Sascha Lobos Roman "Strohfeuer" gelesen und muss zugeben: interessant. Die taz stellt einen Band vor, der Tagebücher und Briefe Jugendlicher zu einer deutschen Geschichte von 1900 bis 2000 Zusammenstellt.

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Gabriel Zucman. Reichensteuer - Aber richtig! . Suhrkamp Verlag, Berlin, 2026.Gabriel Zucman: Reichensteuer
Aus dem Französischen von Ulrike Bischoff. Gabriel Zucman gehört zu den bekanntesten und renommiertesten Ökonomen weltweit. Seit Jahren forscht er zu Steuergerechtigkeit…
Christoph Bartmann. Attacke von rechts - Der neue Kampf um die Kultur. Carl Hanser Verlag, München, 2026.Christoph Bartmann: Attacke von rechts
Anhand internationaler Beispiele zeigt Christoph Bartmann wie Rechtspopulisten die Kulturpolitik als Kampfplatz für ihre Ideologie nutzen. Museen, Theater und Bibliotheken…
Claudia Gatzka (Hg.) / Sonja Levsen (Hg.). Neue Wege zu einer Geschichte der Bundesrepublik. Suhrkamp Verlag, Berlin, 2025.Claudia Gatzka (Hg.), Sonja Levsen (Hg.): Neue Wege zu einer Geschichte der Bundesrepublik
Lange erzählten Historiker der Bundesrepublik Geschichten von wachsendem Wohlstand, Modernisierung, erlernter Liberalität und stabiler Demokratie. Deutschland schien "im…
Saki. Nie eine langweilige Zeile - Sämtliche Erzählungen. Dörlemann Verlag, Zürich, 2025.Saki: Nie eine langweilige Zeile
Aus dem Englischen von Werner Schmitzund Claus Sprick. Eine Frau, die mit einer Hauslehrerin verwechselt wird und den Irrtum erst nach mehreren Tagen Unterricht aufklärt,…

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