Perlentaucher - Online Kulturmagazin mit Presseschau, Rezensionen, Feuilleton

zuletzt aktualisiert 10.02.2026, 15.41 Uhr
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  • Perlentaucher-Debatte Literaturkritik im Netz: Angestoßen von Wolfram Schütte. Mit Beiträgen von Sieglinde Geisel, Jan Dress und anderen
  • Daniele Dell'Agli: Aufruhr im Zwischenreich: Plädoyer für eine Befreiung des Themas Sterbehilfe aus dem Griff der Politik und mit ihr paktierender Verbandseliten
  • Monotheismus-Debatte im Perlentaucher: Angestoßen von Jan Assmann. Mit Beiträgen von Klaus Müller, Peter Sloterdijk und anderen
  • Die Beschneidungsdebatte: im Perlentaucher und in anderen Medien
  • Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
  • Der dänische Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
  • Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
  • Der 11.September: Eine Presseschau
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Perlentaucher-Fakten

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Buchautoren

Perlentaucher Archiv

Sortiert nach Datum | Rubriken

Montag, 03.01.2011

Heute in den Feuilletons

Umworben werden müssen die konstruktiven Kräfte

03.01.2011 Die FAZ erzählt, was passieren kann, wenn in China ein Dorfvorsteher energisch protestiert. Die Blogs machen sich Sorgen um den RSS Feed. Die SZ rät im Fall der Journalisten Marcus Hellwig und Jens Koch zur Beschwichtigungspolitik. In der Berliner Zeitung veröffentlicht der ivorische Autor Venance Konan einen Brief an seinen abgewählten, aber nicht weichenden Präsidenten  Laurent Gbagbo. Die taz interviewt Monika Piel. Die FR interviewt Monika Piel. Die SZ interviewt Monika Piel. Die Welt interviewt Monika Piel.

Bücherschau des Tages

Schlecht gestimmte Welt

03.01.2011 Von Jean-Henri Fabres "Erinnerungen eines Insektenforschers" ist nun der zweite Band erschienen, und die FR lässt sich von ihm freudig in die wundersame Welt der Mörtelbienen, Pelzbienenölkäfer und Kreiselwespen führen. Die taz lernt von Murray Schafer, "Die Ordnung der Klänge" wieder zu schätzen. Und die FAZ genießt die schwüle Schläfrigkeit in Zora del Buonos Roman "Big Sue" (hier unser Vorgeblättert).

Medienticker-Archiv

Was läuft falsch?

03.01.2011 WikiLeaks tröpfelt: Durchschnittlich werden nur noch 20 Depeschen von insgesamt 260.000 veröffentlicht - "Ich bedaure, 'ne Niete zu sein": Im Buch "A Hedonist's Guide To Art" denken Kritiker und Sammler über das Verhältnis von Kunst und Hedonismus nach - Männerphantasien im Konzentrationslager: Rüdiger Suchsland über Israels schmutzige kleine Geheimnisse + Klangexperimente im Netz: Ist das noch Musik oder schon ein Spiel?

Essay

Islamophobie - Parallele in den Abgrund

03.01.2011 Islamistische Lobbies haben den Begriff der "Islamophobie" konstruiert, um ihn mit dem des Antisemitismus zu parallelisieren. Westliche Intellektuelle machen sich zu Nachbetern dieser Ideologie.

Dienstag, 04.01.2011

Magazinrundschau

Das obszöne Glück

04.01.2011 Die LRB liest George W. Bushs Memoiren und stellt fest: Reine Postmoderne. Spiked fragt mit Gabriel Josipovici die Nachkriegsautoren: Wo ist der Urschmerz der Modernität? In Elet es Irodalom erklärt der Autor György Spiro seinen Lesern: Der "Herr Schriftsteller" weiß auch keinen Rat. Eurozine fühlt der westlichen Presse den Puls. In NZZ-Folio schreibt Wilhelm Genazino über Melancholie. In der NYT denken fünf Kritiker über die Rolle der Kritik heute nach.

Heute in den Feuilletons

Anlass zur Theoriebildung

04.01.2011 In der taz spricht der iranische Filmemacher Rafi Pitts über einen Raum im Teheraner Filmmuseum, in dem Jafar Panahis Preise ausgestellt werden. Er ist größer als Panahis Gefängniszelle. Neunetz kann die Ansichten der ARD-Vorsitzenden Monika Piel über die "Geburtsfehler des Internets" nicht teilen. Christopher Hitchens gießt in Slate das Wasser über den Teebeutel und lehnt jede andere Methode rundweg ab. In der FAZ schildert der Autor  Michael Hvorecky das so gut wie nicht mehr existente afghanische Literaturleben.

Bücherschau des Tages

Lebens- und Denkform

04.01.2011 Mit Begeisterung stürzt sich die FR auf Peter Watsons 250 Jahre umfassende Geistesgeschichte "Der deutsche Genius", die auch Pietismus und Kleinstaaterei zu ihrem Recht kommen lässt. Außerdem stellt sie sich hinter Lale Akgüns Aufruf zum "Aufstand der Kopftuchmädchen". Die SZ begrüßt sehr Viktor E. Kelners Biografie des jüdischen Historikers Simon Dubnow. Die NZZ schwärmt von den bitterschönen Bildern in Kim Thuys kostbarem Roman "Der Klang der Fremde" und stellt Ngugi wa Thiong'os Erinnerungen an seine Kindheit in Kenia "Träume in Zeiten des Krieges" vor (hier unser Vorgeblättert).

Medienticker-Archiv

Ernstfall Ungarn

04.01.2011 Ungarns Mediengesetz blamiert die EU: "Das gewohnte 'Familienfoto' vom Gipfel wäre eine Schande für Angela Merkel und ihre Kollegen", meint Peter Frey - Die Aufreger 2011: Es wird wieder wuschig und die Pop-Vorschau 2011: Auferstanden aus der Rehab - Boheme: Legende und Mythos - Das Ende eines ungeliebten Dienstes: Sven Regeners Rückblick im Zorn auf "den Bund" + Ritualisiert: Radioautomatismen.

Essay

Eines jener semantischen Hackebeile

04.01.2011 Islamophobie: Ein einfaches Wort übt einen schweren Druck aus. Man muss es schon deshalb zurückweisen, weil es eine moralische Erpressung im Sinn hat. Eine Antwort auf Alan Posener

Mittwoch, 05.01.2011

Heute in den Feuilletons

Literarische Anfütterung

05.01.2011 In der FR attackiert Theodor Buhl ("Winnetou August") seinen Kollegen Günter Grass, dessen "Blechtrommel" er gnadenlose Verdrängung vorwirft. Die NZZ wundert sich über die verschämte Anonymisierung der beiden deutschen Staatsgeiseln des Iran, Marcus Hellwig und Jens Koch. Die Zeit nennt die Namen zum ersten Mal. Die Welt hat eine gute Nachrichten: Erstmals wollen deutsche Theaterintendanten auch für sich selbst einen Moralkodex schaffen. Die SZ entwickelt einen höchst fälligen Würgreflex angesichts der immer häufigeren Marshmallows in unseren Stadtbildern.

Bücherschau des Tages

Wer zu spät siegt, hat auch verloren

05.01.2011 So detailliert und so spannend wie Bertrand Patenaud in  "Trotzki" hat noch nie niemand über die Ermordung des Weltrevolutionärs geschrieben, lobt Gerd Koenen in der FAZ. In der Zeit huldigt Peter Sloterdijk Hermann Scheer und seinem "EnergEthischen Imperativ". Die SZ bewundert, wie E.L. Doctorow in "Homer und Langley" von den mit der Welt hadernden Brüdern Collyer erzählt. Und die FR liest mit Vergügen Hans Magnus Enzensbergers Anekdoten aus dem Kulturbetrieb "Meine Lieblingsflops".

Medienticker-Archiv

Wer ist hier der Esel?

05.01.2011 Friedrich Dürrenmatt wäre heute 90 alt geworden: Einige Hörspiele aus den 50er bis 70er Jahren sind nun auf CD erhältlich - György Dalos über Ungarns neue Medienwächter - Meister des unendlichen Dialogs: Zur Wiederentdeckung von William Gaddis' furios-widerspenstigem Roman "JR" - Sebastian Haffner: Ein publizistisches Chamäleon - Sprachbetrachtungen: "Papa, warum ist der Himmel blau?" + Neue Erkenntnisse Jacques Derridas Essgewohnheiten.

Im Kino

Platinblonder Kampfpanzer

05.01.2011 Die feministisch wie gentrifizierungskritisch informierte Abstiegsgeschichte einer Frau aus dem Gegenwartsberlin erzählt in ihrem Regiedebüt "Eine flexible Frau" Tatjana Turanskyj. Noch deprimierender ist allerdings die Erzählung vom Aufstieg Christina Aguileras zur "Burlesque"-Tänzerin in einer von Cher geleiteten Lokalität.

Donnerstag, 06.01.2011

Heute in den Feuilletons

Schnell empört, schnell resigniert

06.01.2011 Nach dem Anschlag gegen die Kopten in Alexandria erinnert Hamed Abdel-Samad in der Welt an die Verantwortung des Westens für die Zustände in Ägypten. Die FR bringt eine wissenschaftlich belegte Widerlegung Thilo Sarrazins. In der NZZ schildert Adam Krzeminski die Angst der polnischen Katholiken vor dem spanischen Gespenst. Im Freitag riskiert Hans Ulrich Gumbrecht einen Schlag gegen den intellektuellen Mainstream. Die FAZ rät der Berlinale, am 11. Februar für zwei Stunden die Arbeit niederzulegen.

Bücherschau des Tages

Von Müll erschlagen

06.01.2011 Die FAZ liest voller Bewunderung - und hin und wieder etwas irritiert - Thomas Manns Essays von 1945 bis 1950. Auch Georges Perecs Literaturexperimente an der Place Saint Sulpice verfolgt sie fasziniert. Als stilles Meisterwerk rühmt die NZZ E. L. Doctorows Roman über die beiden so tragischen Messies "Homer und Langley".

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

06.01.2011 Man muss nur auch etwas davon haben.

Freitag, 07.01.2011

Heute in den Feuilletons

Weg zur Marktreife

07.01.2011 Das Plädoyer der PDS-Chefin Gesine Lötzsch für die Zerschlagung von 9.999 Glühbirnen stößt nicht auf ungeteilte Zustimmung. Toter kann Kommunismus gar nicht sein, meint die Welt. Die FR erinnert an die Folgen der letzten Zerschlagungen von Glühbirnen. Achgut bittet, diesmal nicht zerschlagen zu werden. Die NZZ greift die Islamophobiedebatte auf. In der FR spricht Juri Andruchowytsch über die katasrophale Situation in der Ukraine.

Bücherschau des Tages

Die Natur der Krisen

07.01.2011 Sehr empfehlen kann die FAZ Ruth Klügers Essays über Schriftstellerinnen "Was Frauen schreiben", nur hin und wieder findet sie ihren Geschmach sehr eigenwillig. Sehr berührt liest die FR Miguel Gallardos Bilderzählung über seine autistische Tochter "Maria und ich". Und die SZ liest vergnügt Richard Russos Roman "Diese alte Sehnsucht".

Samstag, 08.01.2011

Heute in den Feuilletons

Der Morgen grüßt mit krankem Licht

08.01.2011 Die taz zeichnet einen erbitterten Streit in der Wikipedia nach: Es geht um "Neoliberalismus". In der NZZ liest Rüdiger Görner die Briefe an T.S. Eliot viel lieber als die Briefe Eliots. Die FR versucht die Chimäre Berlusconi zu fassen. In der Welt fürchtet Wolf Lepenies um das Collegium Budapest. Soll man universale Prinzipien auch mit Gewalt durchsetzen?, fragt Egon Flaig in der FAZ. Klar, entwortet er, sonst gäbe es bis heute Sklaverei.

Bücherschau des Tages

Sparsamer Farbeinsatz

08.01.2011 Die FAZ begibt sich mit Sebastian Junger ein Jahr in den Krieg und mit den amtlichen Kleist-Verwaltern in eine lesbare Ausgabe. Die NZZ liest zwei neue Bücher über die Mafia in Italien. Die SZ ist hingerissen von James Hamilton-Patersons Reportagen über das Meer.

Montag, 10.01.2011

Heute in den Feuilletons

Vermutlich auf Befehl der Sowjetunion

10.01.2011 Die NZZ berichtet über den Exodus von Christen aus orientalischen Ländern und beklagt die Gleichgültigkeit der Bevölkerungen. Die taz warnt vor politischem Missbrauch dieses Phänomens.Mit Google geht's bergab, meint Techcrunch. Mit Facebook aber auch schon, meint Douglas Rushkoff. Die FAZ fürchtet, dass das Multikulti-Projekt Belgien demnächst in aller Stille begraben wird. Die SZ interviewt Samuel Friedländer zur Debatte über "Das Amt".

Bücherschau des Tages

Ein Cockerspaniel, Marienfelder Schule

10.01.2011 Die FAZ beginnt nach Karen Duves Selbstversuch "Anständig essen", tatsächlich am System zu zweifeln. Ganz groß findet sie aber Ann Cottens "Florida-Räume". Die taz erlebt Mathias Enards Europa-Roman "Zone" als halluzinogene Erinnerungsorgie.  Die SZ feiert Tristan Garcias im Paris der 80er und 90er angesiedelten Roman "Der beste Teil des Menschen: magistral! Und die FR liest mit Begeisterung Iwan Bunins frühe Erzählungen "Am Ursprung der Tage".

Bücherbrief

So viel Erhellendes

10.01.2011 E. L. Doctorow erzählt die Geschichte der zwei berühmtesten amerikanischen Messies, Homer & Langley. Peter Esterhazy krachende Parodie auf den sozialistischen Produktionsroman von 1979 amüsiert die Rezensenten 30 Jahre später noch. Parsua Bashi schickt Briefe aus Teheran. Bei Ling schildert das Leben Liu Xiaobos, Bertrand M. Patenaude den Tod Trotzkis. Und Peter Watson feiert den deutschen Genius. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats.

Medienticker-Archiv

Echoräume des Ungeheuerlichen

10.01.2011 Ödipus und seine Kinder in Zürich: Sebastian Nüblings Antikentetralogie nach Sophokles, Euripides und Aischylos - Familie unterm Rettungsschirm: Die erste Theaterarbeit von Bettina Blümner - Die Erniedrigten und die Sorglosen: "Kleiner Mann, was nun?" in Dresden - Der verzweifelte Optimist: Über Raymond Federmans "Eine Lebesgeschichte oder so was" + So noir, dass es noirer nicht geht: Vor 50 Jahren starb Dashiell Hammett.

Dienstag, 11.01.2011

Magazinrundschau

Wischi-Waschi-Liberale wie ich

11.01.2011 Vanity Fair schildert die konfliktuelle Komplizenschaft zwischen Julian Assange und Alan Rusbridger vom Guardian. In Le Point beklagt BHL die kulturelle Verarmung der arabischen Länder durch den Exodus der Christen. Im Merkur erklärt der israelische Philosoph Yoram Hazony, warum die Europäer Israel fallen lassen. Wired erklärt, wie Künstliche Intelligenz entsteht: einfach Datenhaufen zu Code verdauen. Literaturen feiert den Journalisten Heinrich von Kleist. Himal feiert den Dichter Faiz Ahmed Faiz. The Atlantic beobachtet die neue Nation der Superreichen.

Heute in den Feuilletons

Es war so, es war nicht so

11.01.2011 Die FR meint: Lieber Stephane Hessel als Thilo Sarrazin. Thomas Knüwer fordert strengere Datenschutzrichtlinien gegen Zeitungen. Meedia berichtet über einen möglichen neuen Stellenabbau in der FR (sofern das noch möglich ist). In der Welt korrigiert Fotoreporter Rolf Bauerdick Andre Glucksmanns und Günter Grass' romantisches Zigeunerbild. So proislamisch war Goethe gar nicht, schreibt Necla Kelek an die Adresse des verstorbenen Hadayatullah Hübsch in der FAZ. In der SZ feiert Salman Rushdie das Paradoxe.

Bücherschau des Tages

Laboratoriumsmensch

11.01.2011 Die SZ liest Adornos Vorlesungen "Einführung in die Dialektik" und ergibt sich selig der Erkenntniskraft theoretischen Denkens. Die NZZ ist von Georg Kleins Erzählungen "Die Logik der Süße" so verstört wie begeistert. Die FR lobt Dieter Bachmanns klugen Text "Unter Tieren". Und die FAZ stellt Christoph Peters Erzählungen vor.

Medienticker-Archiv

Im Osten nichts Neues

11.01.2011 Verklärendes Helden-Epos oder Anti-Kriegsdokumentation? Über Sebastian Jungers "War - Ein Jahr im Krieg" - Wie William Boyd die Kunstwelt reinlegte - Sarrazin und seine Leser: Wer hat Angst vorm fremden Mann? - Bodo Hombach über die katastrophale Lage der Medien in Südosteuropa - Der Spiegel: Das "Sturmgeschütz der Demokratie" unter Beschuss der Internetgemeinde + Goldener Maulwurf: Des Umblätterers Feuilleton-Top-Ten des Jahres.

Redaktionsblog - Im Ententeich

Die Namen der beiden deutschen Reporter im Iran sind Marcus Hellwig und Jens Koch

11.01.2011 Es ist wichtig, dass sich deutsche Journalisten und Verleger mit ihre Kollegen Marcus Hellwig und Jens Koch solidarisieren. Die beiden Reporter werden jetzt seit mehreren Monaten als Staatsgeiseln des Iran festgehalten - gegen jedes internationale Recht. Nun präsentieren die Kollegen in vielen Zeitungen diese Anzeige:

Mittwoch, 12.01.2011

Heute in den Feuilletons

Es könnten auch reaktionäre Motive gewesen sein

12.01.2011 Die Welt greift die Diskussion um das Wörtchen "Christenverfolgung" auf. Wired lobt Twitter für sein Verhalten gegenüber amerikanischen Behörden, die Wikileaks-Daten wollten. Die NZZ beobachtet die langsamen Fortschritte der modernen Kunst in Syrien. Die SZ liest Stephane Hessels "Indignez-vous" als Antidepressivum.

Bücherschau des Tages

Das Verschwinden des Editors

12.01.2011 Andächtig blickt die SZ auf die Ruinenpracht von Detroit, der Yves Marchand und Romain Meffre einen Fotoband widmen. Außerdem begrüßt sie die Wiederbelebung der politischen Ökonomie durch Joseph Vogls "Das Gespenst des Kapitals". Die NZZ vergnügt sich mit Peter Esterhazy. Und die FR bejubelt die neuen "ausnehmend schönen", dabei vollständigen und unredigierten Kleist-Geamtausgaben.

Medienticker-Archiv

Dramatiker-Hype, heruntergekocht

12.01.2011 Herkules Manhattans holistisches Kompendium: Nis-Momme Stockmann und Waldemar Scheiermann feiern den Trash in Frankfurt - "Hier ward ein Mensch, so hab ich ihn gewollt!": Heinrich Kleists "Penthesilea" in München - Menschliche Versuchsanordnung: Katherine Anne Porters "Das Narrenschiff" - Der Weltverbesserer: Armin Thurnher über Alfred Brendel + Polarisierender Panter: Zum 120. Geburtstag von Kurt Tucholsky.

Im Kino

Spontaner Sex am Baggersee

12.01.2011 Ein vorpommersches Filmwunder, in dem aller guten Dinge am Schluss drei sind, ist Rudolf Thomes jüngstes Werk "Das rote Zimmer". M. Night Shyamalan ist bei "Devil" nur Story-Erfinder und Produzent, die Pranke des Löwen erkennt man doch: Hier steckt der Teufel leibhaftig im Aufzug.

Donnerstag, 13.01.2011

Heute in den Feuilletons

Achselzuckendes universelles Schweigen

13.01.2011 In der FAZ vergleicht Abdelwahab Meddab die Proteste der jungen Tunesier mit dem Aufstand nach den fabrizierten Wahlen im Iran im Jahr 2009. In der taz vergleicht sich Rudolf Thome, ohne mit der Wimper zu zucken, mit Howard Hawks. Der Freitag bringt ein historisches Porträt des Schweizer Nazi und Terroristenfreunds Francois Genoud, der sein Geld unter anderem mit Goebbels-Tantiemen verdiente.

Bücherschau des Tages

Die Haut erinnert sich

13.01.2011 Sehr ergriffen liest die Zeit den Briefwechsel zwischen Freya und Helmuth James von Moltke "Abschiedsbriefe". Außerdem empfiehlt sie John Updikes letzte Erzählungen "Die Tränen meines Vaters" und Ken Bruens tiefschwarzen Krimi "London Boulevard". Die NZZ freut sich über Greg Ames' hochkomischen, tieftraurigen Debütroman "Der bisher beste Tag meines Lebens". Die FAZ reist mit Ibn Battuta durch das Morgenland. Die SZ lobt eine Studie über den frivolen Aristophanes.

Medienticker-Archiv

Schreiben als Heimat

13.01.2011 Giwi Margwelaschwili ist ein jung gebliebener Rebell - Schmeiß dein Ego weg! Rene Pollesch sucht die Sprache der Körper - Unsere Unfreiheit am Hindukusch: Über Clemens Bechtels Dokumentarstück - Die Auslöschung: Paulo Coelho im Iran verboten - Suhrkamp-Archiv: Max Frisch und das verschwiegene Krächzen des Pfaus - Will McBride: Zwischen Politik und Aufklärung + Im Netz der Mode: Wie Fashion-Blogs den Modejournalismus verändern.

Freitag, 14.01.2011

Heute in den Feuilletons

Lindenberg säuft wenigstens

14.01.2011 Die FR rühmt das Artemis Quartett und seinen schroffen Beethoven. In der NZZ schimpft Richard Wagner auf Osteuropäer, die unter Verweis auf ihre traumatische Geschichte aus der Verantwortung für Freiheit und Bürgerrechte mogeln. Die Jungle World legt dar, dass die Verfolgung religiöser Minderheiten im Nahen Osten wahrlich  nichts Neues ist. Die New Republic feiert Jürgen Habermas als "the single most important public intellectual in all of Continental Europe". In der Welt wiederholt Rafi Pitts seinen Vorschlag, dass die Filmwelt (und auch die Berlinale!) am 11. Februar die Arbeit niederlegt - für Jafar Panahi.

Bücherschau des Tages

Die wahre Metaebene

14.01.2011 Die FAZ blättert sehr beeindruckt durch einen Bildband zu Albert Camus, den dessen Tochter Catherine zusammengestellt hat. Die SZ liest Helmut Kraussers "Zwei ungleiche Rivalen", eine Doppelbiografie der Komponisten Giacomo Puccini und Alberto Franchetti. Die taz stellt neue Meilensteine der Zappa-Exegese vor.

Medienticker-Archiv

"Germania, mir graut vor dir"

14.01.2011 Rolf-Bernhard Essig über deutsche Dichter und Denker, die ihre Landsleute beschimpfen - Empört Euch!: Stephane Hessels Manifest zum Volkszorn in Frankreich - Carl Wilhelm Macke über Rob Riemens "Adel des Geistes" - Margot Käßmann: Predigerin im Hörsaal - Der Gefühlsmarxist: "Kreisky, wer sonst. Folge 2" in Wien - Dosenprosecco im Kühlschrank: Schnitzerls "Liebelei" in Frankfurt + Schmeckt, aber macht nicht satt: Büchers "Woyzeck"in Dresden.

Samstag, 15.01.2011

Heute in den Feuilletons

Das Allerprivateste wird zum Ereignis

15.01.2011 Foreign Policy jubelt  über Tunesiens Revolution, bei der erstmals in der arabischen Geschichte ein arabischer Diktator vom Volk gestürzt wurde. In der taz erzählt Willi Winkler, wie der Schweizer Nazi Francois Genoud mit Hilfe von Carlos und der PFLP seinen antisemitischen Kampf fortsetzte. Die SZ freut sich über die winzigen Figuren des  Künstlers Slinkachu. Die FAZ meldet, dass Peking das Wort Zivilgesellschaft verboten hat. Die NZZ feiert den größenwahnsinnigen Humanismus der Wikipedia. Update: In The Atlantic wirft Jonathan Lethem der Wikipedia tödliche Pedanterie vor.

Bücherschau des Tages

Geküsst wird hier viel

15.01.2011 Endlich mal ein Gegenbild zur hässlichen Banalität der Berlusconi-Ära, freuen sich SZ und NZZ nach Lektüre von Mario Fortunatos Roman "Unschuldige Tage im Krieg". Georges-Arthur Goldschmidt hat es geschafft, mit "Meistens wohnt der den man sucht nebenan" ein wirklich originelles Kafka-Buch zu schreiben, lobt die SZ. Die FAZ zieht William Gaddis Jonathan Franzen allemal vor. Die NZZ vertieft sich in ein höchst anspruchsvolles Werk über den "iconic turn". Die taz liest mit Vergnügen William Boyds Biografie des fiktiven Künstlers Nat Tate, die vor 13 Jahren die Kunstwelt narrte.

Montag, 17.01.2011

Heute in den Feuilletons

Pathosstätte und Wundertüte

17.01.2011 In der FAZ hat der Film- und Theaterregisseur Fadhel Jaibi Hoffnung für das postrevolutionäre Tunesien: Es gibt genug begabtes Personal. Auch die NZZ blickt mit verhaltenem Optimismus auf die "Jasmin-Revolution". Das Blog AppleInsider hat Neuigkeiten für Zeitungsverleger: Apple verbietet ihnen, ihre Ipad-Apps als Schmankerl zum Printabo anzubieten. Die taz stellt ein neues Buch des amerikanisch-polnischen Historikers Jan T. Gross über Polen im Holocaust vor, das in Polen für Ärger sorgen könnte. Alle Zeitungen begutachteten das Suhrkamp-Archiv in Marbach.

Bücherschau des Tages

Im Allerweltsbefindlichen

17.01.2011 Die FAZ freut sich über eine Wiederentdeckung: Helene Bessettes verspieltes Langgedicht "Ida oder Das Delirium". Sehr empfehlen kann sie auch Wolfgang Ruges Biografie des Gewaltmenschen Lenin. Vor Nouriel Roubini und Stephen Mihm warnt sie: Ihr Buch "Das Ende der Weltwirtschaft und ihre Zukunft" macht klüger. Die SZ liest fasziniert Manfred Schneiders Geschichte der paranoischen Vernunft "Das Attentat".

Mord und Ratschlag

Wer öffnet heute noch nackt die Tür?

17.01.2011 Thomas Willmann zeigt in seinem Alpenwestern "Das finstere Tal", dass man einen Kampf nicht aufgeben darf, bevor er begonnen hat. Ross Thomas führt mit seinem Thriller "Der Yellow-Dog-Kontrakt" hinab in die höchsten Kreise des Wahlkampfmanagements.

Medienticker-Archiv

Lebensgier im Synthie-Swing

17.01.2011 Ibsens"Nora" in Berlin - Als sei's ein bürgerliches Trauerspiel: Shakespeares "König Lear" in Hamburg - Buße tun oder sich feiern lassen? Strindbergs "Rausch" in Wien - Furien im Schlachthaus der Projekte: Über Byung-Chul Hans postimmunologisches Panoptikum der "Müdigkeitsgesellschaft" - Herbert Debes über Neues Altes & Gutes von Thomas Bernhard + Der lange Weg zu "Shoah": Wolfram Schütte über Claude Lanzmanns Erinnerungen.

Dienstag, 18.01.2011

Magazinrundschau

Der Mann zeigte mir seine Liebe

18.01.2011 In The Nation singt Roberto Bolano das Lied vom Leiden des Exils nicht mit. Czeslaw Milosz litt laut Polityka gerade an der Schönheit des Exils. Al Ahram verirrt sich in einen literarischen Workshop mit Ingenieuren. In The Morning News erinnert sich Tyler Stoddard Smith daran, wie er als Neunjähriger Allen Ginsberg erschoss. In Le Monde wirft Antonio Tabucchi BHL und Fred Vargas Verachtung der italienischen Justiz vor. Prospect erklärt den Architekten der chinesischen Firewall, Jiang Zemin, zu einem Mann der Zukunft. Newsweek feiert die tunesischen Blogger. Die NYT versucht eine fliegende Kuh vorauszusehen.

Heute in den Feuilletons

Allenfalls ein Huster der Geschichte

18.01.2011 Die SZ stellt Kirill Petrenko, den Dirigenten der "Tosca" in Frankfurt, unter Genieverdacht. Die Welt findet immerhin, dass er dieses "Quälodram des Repertoirebetriebs" recht kultiviert präsentiert. In der Jüdischen Allgemeinen bekennt Enoch zu Guttenberg seinen metaphysischen Katzenjammer. Mashable meldet, dass man auf Ebay die Identität des Streetart-Künstlers Banksy ersteigern kann. Die FAZ blickt sich um in der Welt nach Stuxnet.

Bücherschau des Tages

Im Schlund vulkanischer Gefühle

18.01.2011 Die NZZ preist Mircea Cartarescus Adoleszenzroman "Travestie", der ihr den Glauben an den heiligen Furor der Poesie wiedergab. Mit Zsuzsanna Gahse reist sie die Donau hinab und erlebt "Das Nichts in Venedig". Die SZ liest Massimo Cianciminos Erinnerungen an seinen Vater "Don Vito", den berüchtigten Baudezernenten von Palermo.

Medienticker-Archiv

Populistisch, nicht einmal selbstkritisch

18.01.2011 Helmut Böttiger über die Misere der Literaturkritik - Radio per Mausklick: Elektro und Einstein für Hirn und Ohren - Wolf Jobst Siedler: Konservativer Liebling der liberalen und linken Kritik - Nike Wagner klagt über Vernachlässigung Franz Liszts - Commentarist für alle: Mehr als 1.000 Kommentatoren im Netz akkumuliert - Die Gazette: "Die Verachtung der Unterschicht" + Mathias Tretters Kennzeichen T: Der Genitiv ist dem Vergleich sein Fantasialand.

Mittwoch, 19.01.2011

Heute in den Feuilletons

Dieser kolloquiale Huch- und Krass-Ton

19.01.2011 "Wir sind keine Netzbenutzer mehr, wir sind Netzbenutzte", stöhnt der Publizist Eduard Kaeser in der NZZ. Die Tunesier demonstrieren vor allem für Menschenrechte, schreibt der Philosoph Ridha Chennoufi in der FR. Die Politologin Anne Bayefsky warnt in der Jerusalem Post vor der Durban 3-Konferenz, die ausgerechnet zum Jahrestag des 11. Septembers in New York stattfinden soll. Dem Blog Nerdcore soll der Domainname gepfändet werden - die Kollegen sind aufgeregt und solidarisch.

Bücherschau des Tages

Zärtlichkeit ordnen

19.01.2011 Fesselnd und verstörend findet die FAZ K. Sello Duikers südafrikanischen Roman "Die stille Gewalt der Träume". Die NZZ liest mit Interesse Peter Longerichs Goebbels-Biografie. Die SZ lässt sich von Johann Hinrich Claussen gern die Kunst des Kirchenbaus erklären - trotz seiner Vorbehalte gegen Katholiken und Beton. Über Sean Ellis' Fotografien seines Hundes "Kubrick" kann die taz nur sagen: extrem lässig.

Medienticker-Archiv

"Alternativlos"

19.01.2011 Unwort des Jahres 2011 - Welt-Leaks: Welt sichert sich Zugriff auf Wikileaks-Depeschen - Noch Elba oder schon St. Helena? Wolfram Schütte kleine Spekulation über Hartmut Mehdorn im Frankfurter Exil - Moebius im Museum: Eine Comic-Ikone als Museums-Blockbuster - Gebändigter Raum: Über Stein gewordene Gesellschaftspolitik - So finster die Macht: Tagung zu Verschwörungstheorien - Gefangen im Vulkan-Mantra: Michael Benthin spielt Michel Houellebecqs Touristen-Erzählung in Frankfurt.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

19.01.2011 Die Last des Herrschenden.

Im Kino

Kamera im Genick

19.01.2011 Eine so wilde wie sehenswerte Mischung aus Küchenpsychoanalyse und Horroraffekten ist Darren Aronofskys Schwanensee-Paraphrase "Black Swan". Pia Marais präsentiert in ihrem Zweitling "Im Alter von Ellen" eine von Jeanne Balibar gespielte Figur, die mit sich und der Welt auf verstörende Weise nicht im reinen ist.

Donnerstag, 20.01.2011

Heute in den Feuilletons

Haben Sie etwas dagegen, wenn ich ebenfalls lache?

20.01.2011 Jungle World fragt: Ist 2011 das 1989 des Nahen Ostens? Die NZZ feiert die dänische Architekturavantgarde und besonders das Büro 3XN. Außerdem erzählt sie einen Schwedenwitz. Die FAZ traf den höflichen, sanften und israelkritischen Stephane Hessel. Die SZ ist einverstanden mit Okwui Enwezor. In der Welt erzählt der ukrainische Autor Andrej Kurkow, wie es seiner Kollegin Maria Matios erging, als sie Russland kritisierte.Die FR stellt den rumänischen Lyriker  Constantin Virgil Banescu vor: "zu der zeit als ich frauenkleider trug/ trank ich viel tee."

Bücherschau des Tages

Gerangel im Kopf

20.01.2011 In der FR preist Jan Wagner die "famosen Miniaturgrotesken" in Constantin Virgil Banescus Gedichten "Der Hund, die Frau und die Liebäugler". Die FAZ empfiehlt Richard Wagners eindringlichen Roman "Belüge mich". Die taz begrüßt eine Studie über Alain Resnais' Film "Nacht und Nebel". Die Zeit jubelt über John Rawls' Frühschrift "Über Sünde, Glaube und Religion" und begibt sich mit Tim Parks auf den Weg der Heilung.

Medienticker-Archiv

Zum Stand der deutschen Literatur

20.01.2011 Deutsch-deutsch oder Ost-West?: Neues von der Post-?89er Generation - Wolfram Eilenberger über Kehlmann, Sarrazin und die Vermessung der deutschen Leserschaft - Freud und die Literatur: 70 Jahre nach seinem Tod - In der Beratungsgewaltspirale: Philipp Hauß schickt Arthur Millers Biff Loman in Wien auf den Selbstfindungstrip - Mythos und Realität der Ballerina: "Black Swan", ein Ballettfilm als Psychothriller + Volles Rohr: Jazzmusiker in Bigbands.

Freitag, 21.01.2011

Heute in den Feuilletons

Montenegrinisch versteinert

21.01.2011 Im Tagesspiegel erzählt Laszlo F. Földenyi, wie Viktor Orban es schaffte, sowohl die Nostalgiker des Kadar-Kommunismus als auch die Anhänger des Horthy-Faschismus in seinem nationalistischen Projekt zu vereinen. Die Welt zeigt, dass die ungarische Medienzensur durchaus liberal sein kann, aber nur bei Antisemitismus. Gegenüber der FR fordert Amartya Sen mutige Redakteure. Die amerikanischen Medienblogs kommentieren das Stühleschieben bei Google.  Die NZZ informiert über die beste aller isländischen Sagas.

Bücherschau des Tages

Philologischer Eros

21.01.2011 Die SZ freut sich über die Gedichte des sizilianischen Lyrikers  Salvatore Quasimodo, die Christoph Ferber neu und sehr präzise übersetzt hat. Die FAZ lässt sich von Katharina Mommsen den geheimen Liebesdialog zwischen Goethe und Schiller dechiffrieren. Und in der FR begrüßt Hans Mommsen Ahlrich Meyers Studie über "Das Wissen um Auschwitz".

Medienticker-Archiv

Zum Kornsuff verdonnert

21.01.2011 Geschminkte Armut: Michael Thalheimer versetzt in Berlin Hauptmanns "Weber" ins Theatermuseumsdorf - Die Spinne und ihr Exorzist: Frank Castorf mixt in Zürich Gotthelf und Bulgakow zum Schießbudengrusel - Marbach tagt: "Über Ernst Jüngers Abgründen leuchtet oft ein überraschend heiterer Himmel" - Du Moslem, ich Christ: Die Rückkehr des Religiösen + Lessing und Mendelssohn: Toleranz gegenüber den Weltreligionen.

Samstag, 22.01.2011

Heute in den Feuilletons

Das choschted aber

22.01.2011 In der taz erzählt György Dalos, mit welchen miesen Tricks die Regierung von Viktor Orban Druck auf die Medien und Intellektuellen ausübt. In der Berliner Zeitung erinnert sich Angela Winkler an Klaus Michael Grüber. In der FAZ fragt Mercedes Bunz: Ist die Digitalisierung für die Angestellen, was die Industrialisierung für die Arbeiter war? Alle Zeitungen besprechen Michael Thalheimers Inszenierung der "Weber" am Deutschen Theater: Aber ist das wirklich Blut, das da rieselt?

Bücherschau des Tages

Die Unbehaustheit des Menschen

22.01.2011 Die FAZ feiert den Lyriker Stanley Moss und dankt Hans Magnus Enzensberger für Entdeckung und Vermittlung. Die NZZ setzt sich ausführlich mit neuen Koran-Übersetzungen auseinander, will diesen aber nicht als europäischen Text verstanden wissen. Die SZ liest die allerersten Bücher zu Wikileaks. Die taz vertieft sich in die neuen Romane von Doctorow und Martel und hat eine gute Nachricht: Die Kuh ist kein Klimakiller.

Montag, 24.01.2011

Heute in den Feuilletons

Ich habe gehört, dass der Frank am Ende ist

24.01.2011 Die FR ruft: "Vive la Tunisie libre! In der Welt erklärt die Geigerin Hillary Hahn, wie sie neues Repertoire sucht: nachts bei Wikipedia. Foreign Policy ist erstaunt über eine Rede des berühmten New Yorker-Journalisten Seymour Hersh, der überzeugt ist, dass sich die USA  buchstäblich auf einem Kreuzzug gegen die islamische Welt befinden. Alle Zeitungen sind begeistert von dem Architekten des Stuttgarter Bahnhofs, Paul Bonatz, dem in Frankfurt eine historische Retrospektive gewidmet wird.

Bücherschau des Tages

In der Rohfassung

24.01.2011 Auch in seinem neuesten Buch "Obamas Kriege" bwundert die SZ Bob Woodwards Talent, Herrschaftswissen zu ergattern und weiterzutragen. Von Thomas Hecken lernt sie, aus Solidarität mit den benachteiligten Schichten den Konsum zu lieben. Die FAZ lobt Victor Kelners Biografie des großen jüdischen Historikers Simon Dubnow.

Medienticker-Archiv

Ungeöffnete Königsgräber

24.01.2011 Chancen und Nutzen von Verlagsarchiven - Online-Buchhandel: Entwicklung des ZVAB-Büchermichel - Transaktionsmonitor: Rege Übernahmeaktivitäten bei Verlagen und im Buchhandel - Zeitunglesen gehört zu den Top 3-Beschäftigungen auf dem iPad - Im Dschungel des Leistungsschutzrechtes - Weiblich, ledig, mittlere Altersklasse: Eine GfK-Studie über eine typische Nutzergruppe + Drei Theater-Nachtkritiken.

Dienstag, 25.01.2011

Magazinrundschau

Wie ein Frühling im Winter

25.01.2011 Im Blog von Farrar, Straus und Giroux denkt die Lyrikerin Gjertrud Schnackenberg über Pentameter, Bach und Carl Sagan nach. In der Literary Review liest Simon Sebag Montefiore fasziniert die Erinnerungen eines Gulagkommandanten. In Salon.eu.sk analysiert Laszlo Földenyi die antidemokratische Mentalität der Ungarn. In Eurozine diskutieren Kenan Malik und Fero Sebej über den Multikulturalismus. Al Ahram, Newsweek, Nation, Le Monde und der New Yorker denken über Tunesien nach. The New Republic liest eine Dietrich-Bonhoeffer-Biografie.

Heute in den Feuilletons

Das Land, das die moderne Propaganda erfand

25.01.2011 Die SZ bringt einen Aufruf von Jürgen Habermas und Julian Nida-Rümelin gegen das ungarische Mediengesetz und die lasche Reaktion der EU. In der Zitty wehren sich Berliner Künstler gegen die "neoliberale Rhetorik" von... äh, Klaus Wowereit. Die NZZ beschreibt die tief gespaltene Medienlandschaft in Belgien. In der FR fragt der in Italien lebende Autor Tim Parks: Wie ist es möglich, dass Berlusconi sich hält? Im Blog von Roger Ebert erklärt der Cutter Walter Murch, warum er ganz und gar nicht an 3D glaubt. Die FAZ schildert den Fall des weißrussischen Präsidentschaftskandidaten Wladimir Nekljajew, der im Gefängnis misshandelt wurde.

Bücherschau des Tages

Plebejische Derbheit

25.01.2011 Hellauf begeistert ist die NZZ von dem kühl-eleganten Erzähler Ricardo Piglia und seinem Noir-Roman aus der Zeit der argentinischen Militärdiktaturen "Ins Weiße zielen". Ein Fest ist für sie auch der Band "Rom, andere Stadt" mit Texten von Pier Paolo Pasolini. Die FR vergnügt sich mit Daniel Woodrells düsterem Missouri-Krimi "Winters Knochen".

Medienticker-Archiv

Zeugnisse der Emigration

25.01.2011 Stuttgarter Antiquariatsmesse: Ausstellung "Verleger, Buchhändler und Antiquare in der Emigration" - Verlag Faber & Faber: Willkommen und Abschied - Eichborn und Aufbau: Das Spiel der Verleger mit den Aktien - Der Tempel der Computer-Kultur: Kaliforniens History Museum - ePaper: Springer meldet ernüchternde Zahlen - Kraftwerk D: Vom iPad in die Zeitung - Eine Frage der Kommunikation: Journalisten- oder PR-Ausbildung in Leipzig?

Essay

Falsche Alternativen

25.01.2011 Es ist ebenso falsch, das Ressentiment gegen den Islam zu verleugnen, wie es falsch ist, jede Kritik an islamischen Autoritarismen als islamfeindlich zu delegitimieren.

Mittwoch, 26.01.2011

Heute in den Feuilletons

Systematische Reflexion über den Gegenstand

26.01.2011 Bernd Eichinger ist tot: Die Zeitungen bringen Nachrufe auf den "bayerischen Tycoon". Die Welt kratzt am Image des neuerdings so beliebten Architekten Paul Bonatz. Die NZZ versucht den Einfluss der Islamisten in Tunesien zu ermessen. Christopher Hitchens spricht in einem Videointerview und in Vanity Fair über seine Krebskrankheit. In der taz erklärt Berlinale-Chef Dieter Kosslick, dass die Berlinale nicht am Streik für Jafar Panahi am 11. Februar teilnehmen wird.

Bücherschau des Tages

Herr Geheimrat

26.01.2011 Die FAZ liest gefesselt Peter Betthausens Biografie des legendären Direktors der Berliner Nationalgalerie Ludwig Justi. Überzeugt ist sie auch von Adam Soboczynskis Plädoyer für Maßlosigkeit und gegen den Prenzlauer Berg, "Glänzende Zeiten". Die NZZ begrüßt den neunten Band des Historischen Lexikons der Schweiz, dessen Einträge von Mur bis Privilegien reichen und auch die Schweizerischen Neutralität und Grafiken zum Öffentlichen Haushalt umfassen.

Medienticker-Archiv

Leuchtturm der Aufklärung?

26.01.2011 "Staatsfeind Wikileaks": Julian Assange, die "Sphinx des digitalen Zeitalters"? - Info-Welt: Leben wir in einer Welt unendlicher Information? - US-Verlagsallianz bringt aggregierte News als Paid Content und iPad-Zeitung The Daily in wenigen Wochen startklar - Wie Burda dem Noch-Google-CEO Eric Schmidt huldigte - Dubiose Zahlenspiele: Wie die Weltwoche Kulturförderung diffamiert + Bunt getrieben: Wolfram Schüttes Petits riens.

Im Kino

Ins Diesseits erlöst

26.01.2011 Clint Eastwoods Film "Hereafter" rückt die Frage nach dem Wirklichkeitsgehalt der jenseitigen Dinge sehr an den Rand. Er konzentriert sich nicht auf die großen Bögen, sondern aufs äußerst Konkrete. In Mike Leighs "Another Year" ist nur ein altes Ehepaar glücklich. Alle anderen wünschen sich ein anderes Leben.

Donnerstag, 27.01.2011

Heute in den Feuilletons

Das literarische Paradox diskreter Blicke

27.01.2011 Der Tod Bernd Eichingers ist so einschneidend wie der Tod Rainer Werner Fassbinders vor bald dreißig Jahren, meint die Welt. Die anderen Zeitungen sehen es ebenso. In der FAZ staunt Abdelwahab Meddeb über das Tempo der Tunesier. Heute ist Holocaust-Gedenktag: In der SZ vergleicht Salomon Korn die Situation Muslime heute mit der Juden einst. Die Zeit bringt ein Dossier zur Lage der Juden in Europa. In Le Monde beklagt Slavoj Zizek Israels Tendenz zu existieren. In der taz fürchtet Mike Leigh die Heraufkunft eines neuen Faschismus. Im Freitag erklärt Oskar Negt, warum er die Sowjetunion vermisst. 

Bücherschau des Tages

Es war Null und verhimpelt

27.01.2011 Als historisches Lehrstück sehr empfehlen kann die SZ Salvatore Bonos spannende Geschichte der "Piraten und Korsaren Mittelmeer". Die NZZ liest Erzählungen von Grimmelshausen in modernem Deutsch. Die FAZ stellt Ioan Grosans rumänische Erzählungen "Die Kinokarawane" vor. Und die Zeit ist beeindruckt und erschüttert von Daniel Batmans Studie zu den "Todesmärschen". Über Amy Chuas "Die Mutter des Erfolgs" rümpft sie nur die Nase.

Medienticker-Archiv

Benedikt und das digitale Zeitalter

27.01.2011 Internet: Das Propagandamittel des Papstes - Una signora: Zum Tod der Journalistin Tullia Zevi - Studien: Der digitale Buchmarkt könnte Print-Absatz 2014 überholen - Blogger-Szene im Schleichwerbesumpf? Facebook macht aus Usern Testimonials - Stadtteil-Blogs: Hamburger Abendblatt wird hyperlokal - Whistleblower Bradley: Der eigentliche Held von WikiLeaks ist der Loser - Zwei Theater-Nachtkritiken + Topf & Söhne: Die Ofenbauer von Auschwitz.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

27.01.2011 Gruppenreisen.

Freitag, 28.01.2011

Heute in den Feuilletons

Eine Orchidee mit Dornen

28.01.2011 Die NZZ fragt: Wo ist die arabische Zivilgesellschaft, die die Gewalt gegen Christen geißelt. Bert Rebhandl hat für Cargo den türkischen Film "Tal der Wölfe - Palästina" gesehen: "Das ist ein lupenreiner Propagandafilm, Preisklasse Jud Süß." In der FR will György Konrad die Zustände in Ungarn nicht mit der Machtergreifung der Nazis vergleichen, tut es dann aber doch. Im Guardian verteidigt sich Ian McEwan gegen Israelkritiker, die ihn auffordern, den Israel Prize nicht entgegenzunehmen. Die SZ empfiehlt eine überrraschend aktuelle Inszenierung des tunesischen Theaterregisseurs Fadhel Jaibi.

Bücherschau des Tages

Die Abwertung der Welt

28.01.2011 Hingerissen ist die FAZ vom Witz und Esprit Pierre de Ronsards, der in den "Amoren für Marie" une petite pucelle Angevine besingt. Die SZ versinkt in den Träumen Meret Oppenheims und liest den Essay "Kultur ist Mittel, kein Zweck", den Manes Sperber als junger Kommunist schrieb.

Medienticker-Archiv

Ein Knopf, ein roter Knopf ...

28.01.2011 Ein Internet-Ausschaltknopf? Ein weiteres Beispiel für Aktionismus und Unlogik - Ägypten: "Stoppt die Zensur, oder wir legen eure Regierungsseiten lahm", drohen Web-Aktivisten der Kairoer Regierung - Facebook: Reaktionen auf Hack-Angriffe - In Gottes Hand: Dirk Stempel über das BGH-Urteil zur Übersetzervergütung aus Verlagssicht + Berlin - Frankfurt 2:0: Über den geplanten Umzug des Eichborn-Verlages nach Berlin.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

28.01.2011 Entfreundet.

Samstag, 29.01.2011

Heute in den Feuilletons

Unmanierlich nichtideologisch

29.01.2011 In der Welt erzählen Hubert Haddad, Boualem Sansal und Khaled al-Khamissi von der Stimmung in Tunesien, Algerien und Ägypten. Die taz staunt über junge Ägypter, die weder nationalistisch noch islamistisch sind. Die FAZ staunt über den volkstümlichen Charakter der Revolution. Die SZ freut sich, dass endlich mal die heimischen Unterdrücker aufs Korn genommen werden. Außerdem: In der NZZ stellt der Joyce-Forscher Fritz Senn "Finnegans Wake" als ideales e-Book vor. Und die FAZ porträtiert den schwedischen Tenor Jussi Björling.

Bücherschau des Tages

Nicht mit den Pferden sprechen

29.01.2011 Fasziniert erzählt die NZZ die Geschichte der tschechischen Autorin Milada Soukova und von ihrem Roman "Bel Canto". Die FAZ begeistert sich für die Horspielfassung von Mario Vargas Llosas Roman "Tante Julia und der Kunstschreiber". Die SZ liest mit Gewinn, wenn auch nicht ganz überzeugt Katharina Mommsens Buch über die Männerliebe von Goethe und Schiller "Kein Rettungsmittel als die Liebe". Und die taz zieht mit Angelika Overath ins Engadin.

Montag, 31.01.2011

Heute in den Feuilletons

Hier demonstriert das ägyptische Volk

31.01.2011 Für die Welt berichtet Hamed Abdel-Samad direkt aus der Demo in Kairo. In der FAZ fordert er den Westen auf, Mubarak fallen zu lassen. Die New York Times schreibt über die wichtige Rolle von Al Dschasira in den arabischen Unruhen.  In der NZZ erklärt die weißrussische Reporterin Swetlana Alexijewitsch, warum ihr Land keine Nation ist. In der SZ beschreibt Joachim Kaiser, wie Christian Thielemann das Horn zu überwältigender Klage animierte.Die Bild-Zeitung nennt die Namen von Marcus Hellwig und Jens Koch.

Bücherschau des Tages

Reinheitsbehinderung

31.01.2011 Die FR freut sich über Angelika Overaths kluges und sinnliches Tagebuch "Alle Farben des Schnees" aus ihrer neuen Heimat Sent im Unterengadin. Die FAZ liest gefesselt die dreifache Geschichte des Agenten Stiller, Werner Stiller. Kritisch geht sie mit Herfried Münklers "Mitte und Maß" ins Gericht.

Medienticker-Archiv

Das echte Leben

31.01.2011 Ein Tag, ein Film: Das Youtube-Projekt "Life In A Day" - Auch das ist Wertevermittlung: Unterhaltungsfernsehen und die unheimlichen Erzieher - Neuauflage: Rückkehr der Enzyklopädisten - e-Books: Durchbruch bei Verkaufszahlen - Amazon gibt Gas: Online-Händler veröffentlicht Jahresumsätze - Neuauflage: Rückkehr der Enzyklopädisten - Alternativlos? Vodafone und das ägyptische Internet abschalten? + Zwei Theater-Nachtkritiken.

Vorgeblättert

Katharina Born: Schlechte Gesellschaft

31.01.2011 Welche Geheimnisse zu Tage gefördert werden können, wenn ein ehrgeiziger Literaturwissenschaftler den Nachlass eines Dichters sichtet, davon erzählt Katharina Born in ihrer Familiengeschichte "Schlechte Gesellschaft". Lesen Sie hier den Anfang.

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