Montag, 01.07.2013
Heute in den Feuilletons
01.07.2013 Jeff Jarvis kann es nicht fassen: Es ist Prism-Skandal, und die amerikanischen Journalisten fragen sich vor allem, wer als Journalist gelten und die Öffentlichkeit informieren darf. In der New York Times protestiert der Grünen-Politiker Malte Spitz gegen den Skandal, während der Guardian neue Details zur Bespitzelung europäischer Botschaften bekanntmacht. In der taz bezweifelt der NSA-Experte James Bamford, ob die ganze Bepitzelung überhaupt etwas bringt. Die Presse fragt, sich, ob man den Bachmann-Wettbewerb wirklich vermissen sollte. In der NZZ freut sich die kroatische Autorin Slavenka Drakulic trotz allem auf die EU.
Bücherschau des Tages
01.07.2013 Die SZ feiert einen Prachtband über den portugiesischen Architekten Alvaro Siza und lobt auch Manfred Hildermeiers "Geschichte Russlands". Die FAZ folgt Edi Zollingers literarischer Spurensuche "Proust - Flaubert - Ovid" und lässt ausgerechnet Joscha Schmierer zwei Bücher über den Schrecken der Roten Khmer besprechen.
Vorgeblättert
01.07.2013 Vierzig Jahre nachdem sie sich in Paris kennengelernt und geliebt haben, macht sich Jean auf die Suche nach Margaret und landet in Berlin. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem neuen Roman "Der Horizont" von Patrick Modiano.
Medienticker-Archiv
01.07.2013 Buchmarkt: In Amerika entscheidet sich die Zukunft des Buches, Amazon beherrscht den Selfpublishing-Markt & Bertelsmann und Pearson gründen mit Penguin Random House den größten Buchverlag der Welt - Die Traffic-Geheimnisse Welt, SZ, FAZ & Handelsblatt - Internetüberwachung: Undercover durchs Netz - Theater-Nachtkritiken aus Berlin, Dessau und Hannover & Steuerjagd auf Bühnenbildner + Renate von Mangoldts Dichter, Buchlawinen und Labyrinthe.
Dienstag, 02.07.2013
Magazinrundschau
02.07.2013 Die London Review zieht den Hut vor Edward Snowden. Rue 89 erklärt, warum Stefan Zweig so beliebt in Frankreich ist. Micromega sieht die Bürgerrechte in Italien zerfallen. Der Believer erinnert an die Village People. Das TLS hält Genderfragen absolut nicht für Bildungsfragen. Die New York Review of Books versinkt in Laszlo Krasznahorkais Roman "Satantango".
Heute in den Feuilletons
02.07.2013 Nun ist der Prism-Skandal im Wahlkampf angekommen: Sigmar Gabriel attackiert in der FAZ die Kanzlerin: "Merkel muss sagen, ob sie davon gewusst und es geduldet hat." In den deutschen Blogs ist der Ton der Debatte um Prism dagegen bisher erstaunlich resignativ. Die Welt berichtet über die Insolvenz des Insel Verlags. Die NZZ schildert die nach wie vor schwierige Lage der Journalisten in Birma. Cicero.de erinnert an die Zeiten, als die Grünen "ein Herz für Sittenstrolche" hatten. Die SZ fragt, wie sozialer Wohnungsbau heute aussehen könnte.
Bücherschau des Tages
02.07.2013 Als einen "Charakterschöpfer erster Güte" feiert die NZZ den Auor J.G. Farrell für seinen bitterkomischen, tragischen Roman über die "Troubles". Die SZ stellt Steffen Kvernelands Künstler-Comic "Munch" vor sowie Rafael Cardosos Erzählungen "Sechzehn Frauen" aus Rio de Janeiro. Die taz verneigt sich vor dem Poeten Ernst Herbeck. Und die FR liest bewegt Peter Schneider "Die Lieben meiner Mutter".
Medienticker-Archiv
02.07.2013 US-Datenskandal: Edward Snowden beantragt Asyl auch in Deutschland - Schluss mit dem Theater: Wuppertaler Schauspielhaus geschlossen & Wie Sachsen-Anhalt seine Kultur abwickelt - Literarische Systemkritik: Über Upton Sinclairs "Öl!" & Ilf/Petrows "Das goldene Kalb" - Peter Stephan Jungk weiß zu berichten: Peter Handke ist Franz Kafka auf die "Schliche gekommen: alles Trick" + Wiederveröffentlicht: Paul Desmonds & Gerry Mulligans "Two Of A Mind".
Redaktionsblog - Im Ententeich
Mittwoch, 03.07.2013
Heute in den Feuilletons
03.07.2013 Die Debatte um Snowdens Enthüllungen geht weiter: Muss man die Geschichte des Internets in die Zeit vor und die Zeit nach den Enthüllungen einteilen, fragt Carta. Wir verweisen auch auf das Liveblog des Guardian über den Irrflug von Evo Morales' Präsidentenmaschine. Aber es gibt auch andere Themen: Die FAZ klagt über literarische Überproduktion bei nachlassender Nachfrage. In der FAZ fordert auch Hamed Abdel-Samad mehr Säkularisierung in Deutschland. Die Welt beschuldigt die SZ des Antisemitismus auf Stürmer-Niveau.
Bücherschau des Tages
03.07.2013 Genauso interessant wie die im Band "Geschichte als Schlüssel zur Welt" gesammelten Vorlesungen des Historikers Fernand Braudel findet die NZZ deren Entstehungsgeschichte in deutscher Kriegsgefangenschaft. Nicht unbedingt tröstlich, aber unbedingt lesenswert findet die FAZ Günter Kunerts "Tröstliche Katastrophen". Außerdem freut sie sich über Odo Marquardts Würdigung des Humors. Und die SZ lässt sich von Hartmut Rosas Kritik der Beschleunigung überzeugen.
Medienticker-Archiv
03.07.2013 Feuilleton-Sprache entschlüsselt: Fabian Baumann ist dem Schwurbel auf die Schliche gekommen & Toni Keppeler will die Reportage retten - Schwächelndes Stammgeschäft: Zeitungen verlieren 3,3 Prozent Umsatz und hoffen auf das Leistungsschutzrecht - Klage gegen Google Book Settlement: Autoren verlieren Gruppenklage-Status - Realitätsflucht: André Grzeszyk über Unterhaltung bei ARD & ZDF + Das Wettlesen beginnt: Kaputt in Klagenfurt.
Im Kino
03.07.2013 Der Animationsfilm "Ich - einfach unverbesserlich 2" von Pierre Coffin und Chris Reynaud findet in den Shoppingmalls dieser Welt zu sich selbst. Wir empfehlen: Kaufen! Pedro Almodóvar legt dagegen mit seiner nur auf den allerersten Blick anarchisch-queeren Flugzeugkomödie "Fliegende Liebende" eine veritable Bruchlandung hin.
Appell
03.07.2013 Am Donnerstag den 4. Juli um 10.45 Uhr findet eine Demo vor dem Kanzleramt statt - mit der Forderung, Edward Snowden in Deutschland aufzunehmen. Der Perlentaucher dokumentiert den Appell und schließt sich ihm an.
Donnerstag, 04.07.2013
Heute in den Feuilletons
04.07.2013 Für die Zeit begibt sich Clemens Setz ganz tief ins Deep Net. Außerdem schickt die Zeit ein moralisches Care-Paket nach Amerika, das zur Zeit nicht die Energie habe, sich selbst zu korrigieren. Die NZZ verabschiedet sämtliche Freiheitsideen, die sich je mit dem Internet verbanden. Zeit.de fragt, ob Snowden zum Wahlkampfthema werden kann - für die SPD wäre das nicht so komfortabel. Der Freitag reanimiert die leider eingeschlafene Debatte um die Öffentlich-Rechtlichen. In der Homotaz erinnert sich Elmar Kraushaar an die Befreiung der Schwulenbewegung durch Michel Foucault.
Bücherschau des Tages
04.07.2013 Der Journalist Andrew Blum vermittelt der Zeit in "Kabelsalat" ein Bewusstsein für die Materialität des Internets. Großes Vergnügen bereiten der Zeit außerdem Grace Paleys Kurzgeschichten über "Die kleinen Widrigkeiten des Lebens". Die SZ freut sich über Matthias Glaubrechts Biografie des Evolutionsbiologen und Darwin-Rivalen Alfred Russel Wallace. Und die FAZ preist Iman Humaidans "Andere Leben" als feinfühligen Roman über Beirut nach dem Bürgerkrieg.
Medienticker-Archiv
04.07.2013 London: Lauschangriff auf Assanges Botschaftsversteck - DuckDuckGo & Ixquick:Konkurrenz bewirbt Datenschutz - Antisemitismus-Vorwurf wg. Karikatur: SZ bezeichnet Veröffentlichung als "Fehler" - Gerüchte: Spiegel Verlag will Manager Magazin verkaufen - Der Sinn von Literaturzeitschriften: Neue Schriftsteller findet man hier zuerst - Tabubruch: Über Arnon Grünbergs "Der jüdische Messias" + Wolfram Schüttes Petits riens.
Freitag, 05.07.2013
Heute in den Feuilletons
05.07.2013 Le Monde enthüllt ein "Prism à la française". Sämtliche Telefon- und Internetkommunikation wird gesammelt und gespeichert - ohne jede gesetzliche Grundlage. In der FAZ macht die Essayistin Rebecca Solnit Google und Facebook als das Hauptroblem mit dem Netz aus, und Frank Schirrmacher fordert erneut ein europäisches Google. In der Welt spricht der malische Sänger Kouyaté über die Rolle der Griots und über den Islamismus in seinem Land. Die Berliner Zeitung, die selbst einige Entlassungen zu verkraften hatte, befragt einen Psychologen zur "Kultur des Kündigens".
Bücherschau des Tages
05.07.2013 Hellauf begeistert ist die FAZ von Birgit Weyhes und ihrem Comic "Im Himmel ist Jahrmarkt", der subtil, souverän und ungeheuer innovativ die Geschichte ihrer Familie erzähle. Glücklich taumelnd folgt sie außerdem Julien Marets "Tirade". Die übrigen Literaturkritiker sind heute alle am See.
Medienticker-Archiv
05.07.2013 Auf einer Glatze Locken drehen: Lothar Struck antwortet auf Fabian Baumanns Feuilleton-Philippika - Leistungsschutzrecht: Planen die Verlage eine eigene Verwertungsgesellschaft? - Adblock Plus in der Kritik: Deutschlands heimliche Werbemacht - Minus im alten System: GEZ-Gebühren waren 2012 rückläufig + Gauck über Snowden: Interpretationen eines Interviews + Unknown pleasures: Die Joy Division Story.
Virtualienmarkt
05.07.2013 Edward Snowden zeigt wie einst Mathias Rust, dass sich selbst massivste Machtsysteme überraschend leicht unterlaufen lassen. Auch für den digitalen Buchmarkt sollten seine Enthüllungen Folgen haben: Unternehmen, die an europäische Kunden verkaufen, sollen auch europäischen Gesetzen gehorchen.
Samstag, 06.07.2013
Heute in den Feuilletons
06.07.2013 Auch Herfried Münkler hat's natürlich gewusst. Und jetzt sagt er uns in der NZZ, wie's nach Prism weitergeht: Nicht gut für Europa. Eine Initivative von Wissenschaftlern ruft die Justizministerin auf, für Edward Snowden einzuschreiten. Die taz verteidigt den klassischen Intellektuellen gegen die taz. Die New York Times versucht die Preispolitik von Amazon zu verstehen. In der Welt erzählt David Mitchell, wie es ist, mit einem autisitschen Kind zu leben. Die FAZ hat die Verkörperung des korrupten Zusammenspiels von Regierung und Privatwirtschaft persönlich getroffen. Und eins ist der SZ klar: Amerika zerfällt.
Bücherschau des Tages
06.07.2013 Unerbittlich, aber nicht herzlos ist das "Karge Leben" im Nordosten Brasiliens, feierlich ist die Kritik dieses brasiliansichen Klassikers von Graciliano Ramos in der FR. Die FAZ und die NZZ freuen sich über die Neuausgabe von Upton Sinclairs Roman "Öl!". Die SZ hat mit Dan Kierans "Slow Travel" das schönste Reisebuch des Jahres gefunden.
Montag, 08.07.2013
Heute in den Feuilletons
08.07.2013 Die Enthüllungen über die versammelten Geheimdienstaktivitäten gehen weiter. In der FAZ fordert Georg Mascolo ein internationales Freiheitsabkommen. Auf Spiegel Online erklärt Hamed Abdel-Samad, warum die Muslimbrüder in Ägypten zurecht geschasst wurden. Aber auch die Opposition auf dem Tahrirplatz hat bezüglich des Verhältnisses von Mann und Frau noch einges zu lernen, zeigt der Guardian. Der Bachmann-Wettbewerb ist überstanden und gerettet. Die "bezaubernde Katja Petrowskaja" trifft mit ihrer Holocaust-Geschichte den allgemeinen Konsens.
Bücherschau des Tages
08.07.2013 Die FAZ lobt die neue Paul-Klee-Biografie als einen wichtigen Schritt zur Entsakralisierung des großen Modernen. Außerdem empfiehlt sie Mischa Gabowitschs Blick auf die russische Protestbewegung "Putin kaputt?" Die taz begrüßt sehr Mark Fishers Essay zur gegenwärtigen Malaise "Kapitalistischer Realismus ohne Alternative? Und die SZ liest Steven Johnsons Innovationsgeschichte "Wo gute Ideen herkommen" als Plädoyer gegen ein restriktives Patentrecht.
Vorgeblättert
08.07.2013 Jens Steiner erzählt in seinem Roman "Carambole" vom Leben in einem Dorf, den Jugendlichen, die vor Langeweile nicht wissen, was sie noch tun sollen, von den Streitigkeiten zweier Brüder und von Schorsch und seinen Freunden. Lesen Sie hier einen Auszug.
Medienticker-Archiv
08.07.2013 Qualitätsjournalismus: Andreas Von Gunten empört sich über den "Röntgenmann" in der NZZ vom Sonntag - Spiegel überholt: Bild nun meistzitiertes Medium - Wissenschaftsbetrieb: Maulkorb bei Plagiatsverdacht? - Klagenfurter Wettlesen: Die aufgeschobene Abschaffung & Ein Interview mit der Preisträgerin Katja Petrowskaja + Snowden-Epidose I: Bereits 1960 gab es eine NSA-Spionage-Affäre.
Dienstag, 09.07.2013
Magazinrundschau
09.07.2013 Der Guardian erinnert sich an die Zeiten, als der Engländer Spionage noch als unethisch und "französisch" empfand. Slate.fr schildert den Kulturkampf der amerikanischen Food and Drug Administration gegen den Mimolette-Käse. In HVG empfiehlt Peter Eötvös, nicht in der Vergangenheit zu leben. Little White Lies beleuchtet die Veröffentlichungsstrategie des Films "A Field in England". In Le Monde sieht Gilles Kepel schwarz für Ägypten. In der Paris Review denkt Karl Ove Knausgaard über Welt und Sprache nach. Für die New York Times befinden wir uns gerade in einem klassischen Zustand der Ironie.
Heute in den Feuilletons
09.07.2013 In der Washington Post versteht Amerikas berühmtester Whistleblower, Daniel Ellsberg, sehr gut, warum Edward Snowden Amerika verließ. Der Guardian bringt neue Auszüge aus dem Snowden-Interview. Das Wall Street Journal erzählt, wie das FISA-Geheimgericht das Wörtchen "relevant" neu definierte. Die NZZ durfte die Google-Datenbrille leider nicht aufsetzen. In der FAZ attackiert Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger die Rotgrünen, die von Vorratsdatenspeicherung träumen.
Bücherschau des Tages
09.07.2013 Die SZ feiert noch einmal Julia Kissinas tragikomischen Roman "Frühling auf dem Mond" über ihre Kindheit in Kiew. Von Oliver Sacks lernt sie über Halluzinationen: Es ist kein Problem, Paraden kleiner Eichhörnchen zu sehen, man darf nur nicht ihren Befehlen gehorchen. Die NZZ preist Pierre Michons semifiktionalen Revolutionsroman "Die Elf". Die FAZ folgt dem abenteuerlich-revolutionären Leben der Caroline Schlegel-Schelling.
Bücherbrief
09.07.2013 Die besten Bücher des Monats Juli führen uns unter anderem nach Mexiko-Stadt, in eine Kneipe in den korsischen Bergen, eine winzige Schule auf der indonesischen Insel Belitung, in die zukünftige Gegenwart des Netzes und in die Vergangenheit einer schwedischen Reise durch Kambodscha.
Medienticker-Archiv
09.07.2013 Was steht den Urhebern vom Leistungsschutzrecht zu? Ungefähr nichts, weiß Stefan Niggemeier - Anzeigenportale heiß begehrt: Springer bleibt Scout24 auf der Fährte - Info-Hunger: Flut von Klicks auf Zeitungsseiten - Mithilfe von IT-Experten: Journalisten nutzen Big Data & Die digitale Unterwerfung & Klage gegen die NSA - Es pocht, sprotzt und sprudelt munter wie am ersten Tag: Upton Sinclairs "Öl!" ist das Buch des Monats Juli der Darmstädter Jury.
Mittwoch, 10.07.2013
Heute in den Feuilletons
10.07.2013 Auf Spiegel Online erklärt Sascha Lobo, warum totale Überwachung in Demokratien nicht irgendwie okay ist. In Österreich dient die Vorratsdatenspeicherung gerademal zur Bekämpfung von Kleinkriminalität, weiß die taz. In der FAZ rechtfertigt Alaa al-Aswani den Sturz Mursis: Der sei ein gewählter, aber kein legitimer Präsident mehr gewesen. In der Welt sieht das Hamed Abdel-Samad ähnlich: Lange vor dem Militär habe Mursi geputscht. Außerdem porträtiert die NZZ den stachligen Architekten Rudy Ricciotti. Und die SZ stellt klar: Europas Schuldenkrise hat nichts mit Schlafgewohnheiten oder Konfessionen zu tun.
Bücherschau des Tages
10.07.2013 In Olga Martynovas Roman "Mörikes Schlüsselbein" begegnet die NZZ Paaren und Patchworkfamilien und gelangt bis nach St. Petersburg und in die Taiga. Tief beeindruckt zeigt sich die NZZ außerdem von Yehuda Bauers Studie über den "Tod des Schtetls". Die FAZ liest erstmals ins Deutsche übertragene Gedichte des israelischen Lyrikers Natan Zach. Und die FR verschlägt es in Benjamin Percys Debutroman "Wölfe der Nacht" in die Wildnis Oregons.
Medienticker-Archiv
10.07.2013 Korruptionsbericht: Deutsche verlieren Vertrauen in die Medien - Überwachung: Wer hat uns verraten? Metadaten! - Macht im Internet: Was Qualität ist, bestimmt nur Google - Kultur und Medien-News: "Die Hölle, das sind die anderen" - Theater und Täterschaft: Matthias Dells Versuch, das Theater im "Tatort" wiederzuerkennen - Plus ist stuss: Was die Branche von "Bild" lernen kann + Traum, Binnenschiffer zu sein: Annett Gröschner über Uwe Radas "Elbe".
Im Kino
10.07.2013 In der Henry-James-Reimagination "Das Glück der großen Dinge" von Scott McGehee und David Siegel kommt eine aufgeräumt-aseptische Ästhetik einer reinen Kino-Wahrnehmung in die Quere. Alex Gibneys Dokumentarfilm "We Steal Secrets: The Story of WikiLeaks" erzählt ein Königsdrama, das zum Erkenntnistool wenig taugt.
Donnerstag, 11.07.2013
Heute in den Feuilletons
11.07.2013 In der Zeit beteuert die Kanzlerin ihre totale Ahnungslosigkeit über Prism und die fürsorgliche Belagerung durch die Briten. Geheimdienste seien auch so intransparent! Gawker berichtet über Yochai Benklers Verteidigung von Wikileaks im Bradley-Manning-Prozess. Die FAZ porträtiert die Dokumentarfilmerin Laura Poitras, die Edward Snowden interviewte. Und Eugen Ruge wendet sich in seiner Eigenschaft als bloßer Ausländer an Barack Obama.
Bücherschau des Tages
11.07.2013 Selbstbewusstsein und Subjektivität sind keine angeborenen Eigenschaften, sondern werden sozial erlernt, lernt die Zeit aus der Studie "Selbst im Spiegel" des Kognitionspsychologen Wolfgang Prinz. Die SZ ist begeistert von Grace Paleys Storys über "Die kleinen Widrigkeiten des Lebens" und freut sich schon auf die angekündigte Gesamtausgabe. Und die NZZ liest neue Biografien zum Büchner-Jahr von Christian Milz, Hermann Kurzke und Jan-Christoph Hauschild.
Vorgeblättert
11.07.2013 Ein alter deutscher Filmproduzent hat all seine Mittel in ein Filmprojekt gesteckt, in dem Nicole Kidman spielen und Ridley Scott Regie führen soll. Um es zu promoten gewährt er einem jungen ehrgeizigen Journalisten ein Interview - es beginnt ein spannendes Katz- und Maus-Spiel. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem neuen Roman von Matthias Göritz: "Träumer und Sünder".
Medienticker-Archiv
11.07.2013 "Geben Sie Snowden Asyl, Frau Merkel": Rolf Hochhuth schreibt in der FAZ an die Bundeskanzlerin - John Le Carré & Co: Michael Angele über Literatur und Geheimdienste - Bei Bloggern nachgefragt: Hat die Huffington Post hierzulande eine Chance? - Die DFG und die Whistleblower: Zero Toleranz für falsches Zitieren & Stefan Heßbrüggens Versuch, die DFG-Empfehlung zu verstehen + Nachrichten-Websites: Die Traffic-Geheimnisse von stern.de & Co.
Mord und Ratschlag
11.07.2013 Mit seinem dritten Spionagethriller um den CIA-Agenten Milo Weaver, "Die Spinne", zeigt Olen Steinhauer: Echte Spitzenkräfte arbeiten in diesem Metier nicht nur für eine Seite. Und Adrian McKinty schickt einen "Katholischen Bullen" zwischen alle Fronten im Belfast des Jahres 1981.
Freitag, 12.07.2013
Heute in den Feuilletons
12.07.2013 Outlook, Hotmail, Skype - der Guardian erklärt, wie Microsoft der NSA beim Bespitzeln seiner Kunden hilft. Unsere Existenz ist ein Provisorium, seufzt die NZZ angesichts zahlreicher Baustellen. Die taz bewundert das urbane Mosaik von Glaubensfacetten in München. Die SZ lernt von den Pet Shop Boys, Marx und Lacan: Liebe ist ein bourgeoises Konstrukt. Die FAZ fürchtet die vorsorgliche Entmachtung des Bürgers.
Bücherschau des Tages
12.07.2013 Angesichts immer protestantischerer Päpste plädiert Mario Perniola in seiner Studie "Vom katholischen Fühlen" für die Rückkehr zu einem äußerlicheren, ritualisierteren Glauben, erfährt die SZ. Die FAZ reist mit Roman Widders Debütroman "Ibissur" im Tschechow-Tempo durch Kamtschatka. Und Manuele Fior überrascht die begeisterte NZZ mit seiner psychoanalytischen Science-Fiction-Graphic Novel "Die Übertragung".
Medienticker-Archiv
12.07.2013 Sehnsucht nach dem guten König: Gregor Keuschnig über Peter von Matts Plädoyer für den unberechenbaren Intellektuellen - Pressefreiheit siegt: Freispruch im "Sachsensumpf" rechtskräftig - Paperback sorgt für Marktverschiebungen: Taschenbuch-Verlage drosseln Produktion um 11 Prozent - NSA Android: In Android steckt Code der NSA & Sichere Schreibmaschinen für Russland-Geheimdienst + Eine Liste der "Vernachlässigten Nachrichten".
Karikaturen und Cartoons
12.07.2013 Reaktionen auf Prism.
Essay
12.07.2013 Beim Literaturfestival im Thermalbadeort Leukerbad wird die Kränkung des Schöpfers zum Glück des Lesers.
Samstag, 13.07.2013
Heute in den Feuilletons
13.07.2013 Die Financial Times fordert Straffreiheit für den lauteren Edward Snowden und meint: Naiv sind die Verteidiger der NSA. Die SZ informiert über den umfassenden Reizwörter-Katalog, nach denen die sozialen Netze abgefischt werden: Beklagen Sie sich bloß nicht über "Grippe" oder andere "Symptome", bei "Schnee" oder in "Tucson"! Die FAZ verfolgt eine Sitzung des Gremiums, das die FISA-Gerichte kontrollieren soll. Die Welt lässt sich dagegen vom CDU-Politiker Peter Tauber erklären, warum Snowden doch irgendwie ein Verräter ist. Weitere Themen: Die SZ lernt la deutsche Vita kennen. Der NZZ offenbart sich die Substanz des Lichts.
Bücherschau des Tages
13.07.2013 Glückstag für die FAZ: nichts als gute Bücher! Darunter die gesammelten Storys von E.L. Doctorow, Fawwaz Haddads erschütternder Islamismus-Roman "Gottes blutiger Himmel" sowie Kinder- und Jugendbücher von Oliver Jeffers und Jacqueline Kelly. Die NZZ erfreut sich am Zynismus und Aberwitz von Ingomar von Kieseritzkys neuem Roman "Traurige Therapeuten" und flaniert mit Ilma Rakusa durch Berlin. Die taz ist hingerissen von Brecht Evens' geistreichem Kunstbetrieb-Comic "Die Amateure".
Montag, 15.07.2013
Heute in den Feuilletons
15.07.2013 Die FAZ stellt eine Handvoll amerikanischer Politiker vor, die sich gegen das Wuchern der Geheimdienste wenden - aber auch sie interessieren sich nur für die Rechte der Amerikaner. Warum ist Innenminister Friedrich nach Washington gereist, fragen Netzpolitik und Bild: um sich zu beschweren oder um sich zu bedanken? Die SZ analysiert den Feminismus der Facebook-Geschäftsführerin Sheryl Sandberg. Die taz entlockt Jacques Derrida ein posthumes Interview. Die NZZ ist begeistert von der Kulturmetropole Kinshasa.
Bücherschau des Tages
15.07.2013 Die SZ warnt: Wer heil durch Donald Ray Pollocks brutale Erzählwelt "Knockenstiff" kommen will, braucht viel literarisches Feingefühl. Die FR folgt Hans Stiletts Erinnerungen "Eulenrod" an eine Kindheit in Thüringen in den zwanziger Jahren. Und die FAZ liest Gedichte von Doris Runge.
Medienticker-Archiv
15.07.2013 Die VG Wort gibt 8 aufs Wort: Aufs Geld und aufs Recht vielleicht nicht so, meint Stefan Niggemeier - Versandbuchhändler: Amazon zahlt kaum Steuern in Deutschland - Internet: Der Versicherer und Google - Krimi unter Pseudonym: Robert Galbraith alias Joanne K. Rowling und der Erfolg blieb aus - Theater-Nachtkritik aus Berlin, Dessau-Wörlitz und München + Montreux-Nostalgie : Rory Gallaghers "A million miles away" (1977).
Vorgeblättert
15.07.2013 Jean-Baptiste Baratte hat den Auftrag (aus Versailles) den "Friedhof der Unschuldigen" zu demolieren, dessen Gestank unerträglich geworden ist und Paris verpestet. Kurz vor Ausbruch der französischen Revolution wird dieses Unterfangen zur wahren Hölle. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Roman des britischen Schriftstellers Andrew Miller.
Karikaturen und Cartoons
15.07.2013 Dafür gibt es niedrigere Löhne!
Dienstag, 16.07.2013
Magazinrundschau
16.07.2013 In le Monde sieht Olivier Roy die Muslimbrüder in der Sackgasse. Inzwischen lassen sich die Libyer vom Sturz Mursis inspirieren, berichtet Al Ahram. In The New Republic hat Adam Kirsch beim Freispruch George Zimmermans ein grässliches Déjà vu. Im Espresso bewundert Roberto Saviano Zigarette und Buch der tunesischen Aktivistin Amina. In El Pais Semanal fühlt sich Bernardo Bertolucci ein wenig antiquiert. Der New Yorker jagt Eierdiebe.
Heute in den Feuilletons
16.07.2013 Es gab auch schon Whistleblower, denen Amerika dankbar war, erinnert Gawker. Zeit Online wundert sich über die Untätigkeit der Politiker angesichts der britischen Spionage. In den Blogs und bei Spiegel Online wird gefragt, inwieweit in Deutschland noch von einem Rechtsstaat die Rede sein kann. New Republic und NZZ beleuchten die Lage in Ägypten und Tunesien. In der SZ erteilt der Internetforscher David Weinberger der Brockhaus-Nostalgie eine Absage. Die FAZ besucht das ehemalige Lager Maly Trostinez bei Minsk.
Bücherschau des Tages
16.07.2013 Sergej Lebedews Roman "Der Himmel auf ihren Schultern" hat das Potenzial, die Mauer des Schweigens über den Gulag zu durchbrechen, glaubt die NZZ. Die SZ ist hingerissen von Raymond Carvers intensiven Gedichten und empfiehlt Jürgen Erbachers "Papst Franziskus" als die beste Biografie von Jorge Mario Bergoglio. Die taz ist schwer beeindruckt von der Novelle "Auflaufend Wasser", dem Duo-Debüt von Astrid Dehe und Achim Engstler.
Medienticker-Archiv
16.07.2013 Snowden und die US-Medien: In den Mainstream-Medien spielt die NSA-Schnüffelei kaum noch eine Rolle & Merkels Friedrich bezweifelt Snowden-Enthüllungen - Hype um Big Data: Big Brothers große Schwester - Vom Nur-So zum Roman: Juli Zehs Poetikvorlesung - Nielsen meldet: Medien-Werbeumsätze auf Vorjahresniveau + Das Spex-Archiv: Online-Archiv für "literarischen Journalismus".
Mittwoch, 17.07.2013
Heute in den Feuilletons
17.07.2013 In der FAZ bemerkt Gerd Antes, dass die Politiker immer nur von vereitelten Anschlägen sprechen, aber nicht von all den Fällen, in denen die Geheimdienste Schäden anrichten, die sich bei mehr Daten ebenfalls vermehren werden. Roberto Saviano beschreibt in La Repubblica die mexikanische Drogenmafia als eine der effizientesten Militär- und Wirtschaftsmaschinerien der Welt. Die Welt durchleuchtet die brasilianische Protestbewegung, die sich gegen die etablierten Kräfte von links und rechts stellt. Wir bringen den Trailer zu einem Film über Julian Assange mit Benedict Cumberbatch in der Hauptrolle.
Bücherschau des Tages
17.07.2013 "Putin kaputt!?", fragt sich die NZZ angesichts Mischa Gabowitschs Studie über Russlands neue Protestkultur. Als äußerst aufschlussreich empfiehlt sie außerdem "Shakespeare in Kabul" von Qais Akbar Omar und Stephen Landrigan sowie die ersten beiden der auf zehn Bände angelegten "Ideengeschichte des Christentums" von Jan Rohls. Die FAZ freut sich, den palästinensischen Dichter Taha Muhammad Ali endlich auch auf Deutsch lesen können.
Medienticker-Archiv
17.07.2013 Stephan Russ-Mohl über Qualitätsjournalismus zu Zeiten des Internets - Journalismus oder Aktivismus? Es gibt keine richtige Frage im Falschen, weiß Matthias Krämer & Wolfgang Michal fragt sich, ob man Enthüllungen bald in der Pfeife rauchen kann? - Cafés gegen Leserschwund: Guardian und Monocle betreiben eigene Coffeshops & beim Guardian fangen die Digital-Umsätze die Print-Einbußen auf + Abenteuer in den Nicht-Idyllen: Die Gedichte von Nico Bleutge.
Im Kino
17.07.2013 Durch und durch modern: An Adam Sandler hätte neben dem Mainstream-Publikum bestimmt auch Gilles Deleuze seine Freude. Fantastikmeister Guillermo del Toro verliert sich unterdessen in naiver Science Fiction zwischen schwerem Geschütz und Monsterspeck.
Donnerstag, 18.07.2013
Heute in den Feuilletons
18.07.2013 Die taz stellt fest, dass es Hollywood-Filme sind, die uns längst an die Idee der Totalüberwachung gewöhnt haben. Der Guardian erklärt in diesem Zusammenhang, was der Begriff "Three-Hop-Queries" bedeutet. Thomas Stadler empfiehlt in Internet-Law ein Nachdenken über den Sinn von Geheimdiensten in Demokratien. In der NZZ erklärt Urs Widmer, warum er sich in seinen Memoiren auf die ersten dreißig Jahre beschränkt. Und in der Zeit verabschiedet sich Boris Groys vom Internet als einem Raum der Freiheit: Willkommen in der erweiterten Kampfzone.
Bücherschau des Tages
18.07.2013 Es ist an der Zeit,
Niklas Frank als brillanten Autor und verdienstvollen Aufarbeiter des deutschen Traumas anzuerkennen, meint die
Zeit. Die bestens unterhaltene
NZZ kommt mit
Hans Christoph Buchs Roman "Baron Samstag" (Leseprobe bei
Vorgeblättert) in der Welt herum und lernt dazu noch etwas.
Dieter Grimm macht der
FAZ die Auswirkungen der Globalisierung auf die Verfassung begreiflich. Und die
SZ liest mit Gewinn
Wayne Gradys und
David Suzukis Biografie einer Douglasie.
Medienticker-Archiv
18.07.2013 Delegitimation durch Verschleierung: Stefan Heßbrüggen über Wissenschaftsfreiheit - Heiko Hilkers zwölf Gedanken zur Reform der Rundfunkgremien - Neues Geschäftsfeld: Google will Pay-TV in USA starten - Wie Verlage Konkurrenten loswerden wollen: Wolfgang Michal über Huffpost light - 2 x Prism = 1 Datenbank: BND bestätigt Pläne für NSA-Abhörzentrum & Michael Spreng über eine deutsche Maus in Washington.
Freitag, 19.07.2013
Heute in den Feuilletons
19.07.2013 In der taz ruft der syrische Autor Yassin al-Haj den Westen auf, endlich in Syrien einzuschreiten: "Es gibt keine gleichgewichtigen Bösen in Syrien." Die NZZ findet es ganz okay, dass die große Le Corbusier-Ausstellung im Moma seine Zeit als Berater des Vichy-Regimes nicht thematisiert. In der Welt kritisiert Gidon Kremer die Putinisten unter seinen Klassikkollegen. Die FAZ findet Götz Georges Filmporträt seines Vaters beschönigend. Und nach der Zeit wird jetzt auch die Zeit Online hinter eine Paywall gesteckt, meldet Horizont.
Bücherschau des Tages
19.07.2013 Mit seiner Museumsdiebstahl-Rekonstruktion "Die leere Wand" verdeutlicht Sandy Nairne der SZ, wie hoffnungslos naiv die romantischen Verbrechermythen Hollywoods sind. Die FAZ liest gerührt den Briefwechsel zwischen den DDR-Schriftstellern Brigitte Reimann und Siegfried Pitschmann. Die NZZ lässt derweil mit Christoph Wagner "Die magischen Jahre des westdeutschen Musik-Underground" Revue passieren.
Medienticker-Archiv
19.07.2013 Affen an Suchmaschinen: Was lehrt uns die fantastische Literatur über die NSA? - Rasterfahndung für alle: Facebook Graph Search - Google-Bilanz: Drei Milliarden Gewinn - Millionen-Abschreibungen: Purzelnder PC-Markt rüttelt an Microsoft - Der Mann von Übermorgen: Hermann Bahr zum 150. - Russland: Alexej Nawalny auf freiem Fuß + Lyrik-Sommer: Thomas Kunsts "Die Arbeiterin auf dem Eis", Ulla Hahn über das Schreiben von Gedichten & Caroll Vanwelden singt Shakespeare-Sonnette.
Karikaturen und Cartoons
19.07.2013 We wanz you.
Samstag, 20.07.2013
Heute in den Feuilletons
20.07.2013 In der taz und in der FAZ lotet Ulrich Beck nach Prism das Freiheitsrisko aus. In der NZZ fragt Peter Glaser, ob sich die Revolution in 3D ausdrucken lässt. Zugleich stellt sich in der noch 2D gedruckten "Mega" heraus, dass Karl Marx an den Bewegungsgesetzen der Geschichte keine rechte Freude hatte. Die Welt analysiert die Symptome der Festivalitis. Die SZ zieht zu Prism und zu Cormac McCarthy rhetorisch die Magnum.
Bücherschau des Tages
20.07.2013 Die FAZ hinkt, leidet, jubelt, trinkt, raucht und kämpft mit Albertine Sarrazin. Und sie lässt sich von der jungen Min bezirzen, die dem Frauenschwarm Ed "43 Gründe" aufzählt, "warum es aus ist". Die NZZ empfiehlt drei Krimis von Dominique Manotti. Die SZ liest mit Vergnügen die "Ausgewählten Übertreibungen" des Peter Sloterdijk. Die taz schließt sich Jürgen Habermas' Plädoyer für eine supranationale Demokratie an.
Montag, 22.07.2013
Heute in den Feuilletons
22.07.2013 Die Welt bringt Karl-Heinz Bohrers Rede zum Gedenken an die Widerständler des 20. Juli: Er fragt, warum die Deutschen sie so wenig mögen. Viel Stoff gibt's zum heutigen Götz und Henrich George-Tag, den das Altpapier sorgsam aufgelistet hat. Nun reiten auch die Kuratoren auf dem "Schaumkamm der Retro-Welle" und veranstalten Austellungen über Ausstellungen , seufzt die NZZ. In der taz schildert Geert Mak die traurige Lage im Fly-over-Country der USA. In der FAZ bringt Georg Mascolo Rezepte gegen den Abhörwahn.
Bücherschau des Tages
22.07.2013 Die SZ empfiehlt nachdrücklich, wieder einmal Walter Benjamins "Kunstwerk"-Aufsatz zu lesen. An James Ellroys Erinnerungen "Hilliker-Fluchs" fällt ihr auf, wie bequem sich der Thriller-Autor in seinem Hardboiled-Leben eingerichtet hat. Die FAZ befreit sich mit Niels Werbers Hilfe aus der "Ameisengesellschaft". Überzeugt ist sie von Robert Kuwaleks Monografie über das Vernichtungslager Belzec.
Vorgeblättert
22.07.2013 Der Held im Roman "Flut" von Daniel Galera zieht sich an einen kleinen Küstenort zurück, mit Beta, dem Hund seines Vaters, der sich vor seinen Augen erschossen hat. Er will ein Familiengeheimnis ergründen und sucht nach Spuren seines verschwundenen Großvaters. Die Suche wird zu einem bedrohlichen Abenteuer, zumal er sich keine Gesichter merken kann. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Romen des brasilianischen Schriftstellers Daniel Galera.
Medienticker-Archiv
22.07.2013 Objektivität und Zweieurofuffzich: Matthias Krämer über die Werte des Journalismus - taz: Alle werden Online-Redakteure - Verleger über Lohnverhandlungen: Es fehlen die Geschäftsmodelle - Spionagesystem XKeyscore: Spähaffäre erreicht Kanzleramt - "Krömer": Henryk M. Broder über Matusseks Ärger mit der Late Night Show + Vor 25 Jahren: Als Springsteen die Mauer zum Wackeln brachte.
Dienstag, 23.07.2013
Magazinrundschau
23.07.2013 Der Rolling Stone sucht den Riss in der Golden-Boy-Fassade des Boston-Attentäters Dschochar Zarnajew. Die NYT liest überwältigt eine Biografie des Ökonomen Albert O. Hirschman, der ans Scheitern glaubte, nicht an große Theorien. In HVG findet Laszlo Martin ungarische Literatur auf Deutsch manchmal interessanter als im Original. Foreign Affair beleuchtet die segensreiche Auswirkung der Frankfurter Schule auf das Deutschenbild der Amerikaner. The New Republic freundet sich mit dem Übermenschen Peter Sloterdijks an. Im TLS erinnert Timothy Snyder daran, dass Katyn nicht nur in Polen liegt, sondern auch in Weißrussland. Wired beobachtet Syrer beim Granatenschleudern.
Heute in den Feuilletons
23.07.2013 Die taz staunt über die kulturelle Blüte im Ural. Auch Heise Online will ein Bezahlmodell entwickeln, meldet Meedia. Fünf große alte Männer der Zeit gehen ab sofort unter die Onlinejournalisten und erklären morgens ab 8 Uhr die Welt. Der New Yorker guckt Ramadan-Soap Operas mit Muslimbrüdern, die Geigen zerschmettern. Die SZ kritisiert in scharfen Worten die maximalste Intransparenz der amerikanischen Geheimgerichte. Wir verlinken auf die zehn teuersten Fotos der Welt. Das Royal Baby ist nicht dabei.
Bücherschau des Tages
23.07.2013 Die Literaturkritik lässt es sich heute im Grünen gutgehen: Die FR schwelgt mit Korbinian Aigners "Äpfel und Birnen" in alter Obstherrlichkeit. Außerdem lernt sie von Hans Werner Ingensiep, wie der Affe den Menschen kultivierte. Die SZ entdeckt mit Jürgen Goldstein die Natur, beißt die Zähne zusammen und erstümt Gipfel. Die NZZ lernt mit Maria Sonia Cristoffs Roman "Unter Einfluss", dass Liebe und Kunst einfach nicht zusammengehen.
Medienticker-Archiv
23.07.2013 Wolfgang Michal erklärt, warum Prism der Koalition nicht schadet und der Opposition nichts nützt - Nach der Klage des Verteidigungsministeriums: WAZ-Recherchegruppe will sich wehren - Was hätte sein können: Thomas Mann 1954 in Düsseldorf in Hans Pleschinskis Roman "Königsallee" - Zerrissene Persönlichkeit: Helmut Böttiger über Jochen Missfeldts Storm-Biografie + Vor 125 Jahren wurde Raymond Chandler geboren.
Karikaturen und Cartoons
23.07.2013 Immer schön vorausschauend fahren.
Mittwoch, 24.07.2013
Heute in den Feuilletons
24.07.2013 Collectors Weekly erzählt die Geschichte der lesbischen Bluessängerinnen Anfang des 20. Jahrhunderts. In der Welt singt der Rapper Mohammed al-Deeb ein Loblied auf die dritte Phase der ägyptischen Revolution. Die taz lernt von Steve McQueen, was radikale Blickführung ist. In der SZ findet Jan-Werner Müller Populismusvorwürfe elitär. In der FAZ erinnert Evgeny Morozov: Niemand ist gezwungen, Google zu benutzen.
Bücherschau des Tages
24.07.2013 Mit seiner Studie über Post- und Telefonüberwachung in der alten Bundesrepublik hat Josef Foschepoth bereits im vergangenen Jahr das Buch zur aktuellen NSA-Debatte vorgelegt, meint die NZZ. Mit Abstrichen gut gefallen hat ihr außerdem Alessandro Bariccos neuer Roman "Emmaus". Die SZ ist angetan von der erzählerischen Ungerührtheit von Angelika Meiers Geschichten in "Stürzen, drüber schlafen". Und die FAZ lässt sich von Markus Gabriel erklären, warum es die Welt nicht gibt.
Medienticker-Archiv
24.07.2013 Die Klischee-Maschine: Alexander Kissler über Politikjournalismus, der mehr erklären statt geschliffene Geschichten erzählen sollte - Whistleblower & Medienaktivisten: Wenn ein falscher Link ins Gefängnis führt - Print-Reichweiten: Top-Zeitschriften verlieren Leser - Mauern wachsen: Verlagsgruppe Ippen errichtet Paywall - Wissenschaftsjournalismus: Von Besserwissern und Märchenonkeln + Telekom gewährte FBI schon vor 9/11 Datenzugriff.
Karikaturen und Cartoons
24.07.2013 Sinnvolle Beschäftigung gesucht.
Im Kino
24.07.2013 In seinem Technofilm "The Legend of Kaspar Hauser" lässt Davide Manuli ausgiebig die Puppen tanzen. Robert Redfords Linksterrorismus-Thriller "The Company You Keep" macht es einem leicht, sich in den zerfurchten Gesichtern der Darsteller zu verlieren.
Donnerstag, 25.07.2013
Heute in den Feuilletons
25.07.2013 Aktualisierung: Springer verkauft Hamburger Abendblatt, Berliner Morgenpost, die Hörzu an die Essener Funke Mediengruppe, meldet Meedia. Die Welt bewundert Brünnhildes Anfangs-Hojotohos auf den geölten Stimmbändern der Catherine Foster. Die Exilkubaner werden auch immer liberaler, notiert die NZZ. Die taz lässt sich anwaltlich versichern, dass die Veröffentlichung von Geheimpapieren nicht das Urheberrecht verletzt. In der Zeit verzweifelt Ingo Schulze angesichts der achselzuckenden Reaktionen deutscher Politiker auf amerikanische Überwachungsprogramme. Die FAZ lernt in einer Paderborner Ausstellung, wie der Loser am Kreuz doch noch im Volk ankam.
Bücherschau des Tages
25.07.2013 Was könnte es für eine bessere Strandlektüre geben als "Swim", Lynn Sherrs Kulturgeschichte des Schwimmens, fragt sich die SZ. Die Zeit versichert, sie würde Jonas Lüschers Debütnovelle "Frühling der Barbaren" auch ohne ihr zeitgeschichtlich relevantes Thema als die große Entdeckung dieses Jahres feiern. Und die NZZ empfiehlt den Band "Ich bin Henker" mit komischen, klugen und skurrilen Liebesgeschichten von Rajesh Parameswaran.
Medienticker-Archiv
25.07.2013 Zwischen News und Propaganda: Al Jazeera vom "Leuchtturm der Pressefreiheit" zum "Sprachrohr der Muslimbrüder"? & Der Sender wehrt sich gegen Ägyptens Behörden - Negatives Medienbild: Kritik der Medienkritik - Überwachung des Internets: Sascha Lobos Weg zum Ekel - Darf's ein bisschen weniger sein: Bascha Mika über Korruption im Journalismus - Paywalls: Zeitungsforscher Horst Röper zweifelt am Erfolg + 920 Millionen Euro: Der Mediendeal des Tages.
Redaktionsblog - Im Ententeich
25.07.2013 Hier schon mal eine kleine Vorschau auf unsere morgige Presseschau mit Links zu einigen Kommentaren in den Medienblogs.
Freitag, 26.07.2013
Heute in den Feuilletons
26.07.2013 In der New York Review of Books plädiert Martin Scorsese für die Archivierung aller Filme. Laut Cnet fordert die NSA jetzt die Schlüssel für verschlüsselte Kommunikation, Präsident Gauck ist laut Spon beunruhigt. In der NZZ erklärt der nigerianische Autor Helon Habila, warum Künstler sich nicht an die Tradition halten sollten. Die SZ möchte von Hans-Peter Uhl und Evgeny Morozov wissen, warum ihr Fernmeldegeheimnis nichts wert ist. In der FAZ warnt George Dyson: Wer sich vor gefährlichen Gedanken schützt, schützt sich auch vor orginellen Gedanken. Außerdem erklären 32 Autoren der Bundeskanzlerin: Wir wollen nicht warten.
Bücherschau des Tages
26.07.2013 So reich kommt Michail Bulgakows polyphone Prosa in Alexander Nitzbergs Neuübersetzung zur Geltung, dass man "Das hündische Herz" eigentlich laut lesen müsste, meint die SZ. Tief beeindruckt ist sie außerdem von "Deutschland oder Jerusalem", Claus-Steffen Mahnkopfs bewegendem Porträt seiner verstorbenen Frau, der Judaistin Francesca Albertini. Die FAZ staunt, wie der Fotograf Elliott Erwitt in "Personal Exposures" jedem Motiv eine heitere Seite abgewinnt.
Medienticker-Archiv
26.07.2013 Juli Zeh über die Kunst des politischen Schreibens: Deutlich wie am Stammtisch, aber nicht so hirnverbrannt - NSA: Deutsche Mediendebatte hinkt den Ereignissen hinterher & Der Whistleblower-Prozess Manning - Australien: Assange gründet Wikileaks-Partei - Nach dem Megadeal: DJV befürchtet Jobabbau - Content-Farm abgebrannt: Burda legt Autorennetz Suite101.de still - C3S: Verwertungsgesellschaft für das digitale Zeitalter.
Karikaturen und Cartoons
26.07.2013 Hier sprechen die Badegäste.
Samstag, 27.07.2013
Heute in den Feuilletons
27.07.2013 Julian Nida-Rümelin lässt Thomas de Maizière in der taz Nachlässigkeit nicht als Ausrede für Nachlässigkeit durchgehen. Die FR beschwört angesichts von Big Data und NSA finsterste Science-Fiction-Szenarien. Die nachtkritik gibt erste Entwarnung bezüglich Frank Castorfs "Ring". Greta Gerwig beklagt sich in der SZ über den jugendlichen Wildheitszwang. Der moderne Literaturbetrieb macht Autoren zu Autorendarstellern, bedauert Jochen Jung in der NZZ. Und Buzzfeed präsentiert die schwulsten Putin-Fotos.
Bücherschau des Tages
27.07.2013 Die FAZ reibt sich vor Freude die Hände über Silvia Bovenschens Roman "Nur Mut", der in ein furioses Zerstörungsballett mündet. Außerdem begrüßt sie Nikolaus Nützels Anleitung zum Nonkonformismus "Ihr schafft mich!". Die taz feiert den subversiven Comic "Die große Odaliske", für den sich die drei Granden Jerome Mulot, Florent Ruppert und Bastien Vives zusammengetan haben. Und von Alea Torik lässt sie sich gern die Postmoderne gefallen.
Montag, 29.07.2013
Heute in den Feuilletons
29.07.2013 "Rheingold" und "Walküre" in Frank Castorfs Benzinuniversum geben der an sich gutwilligen Kritik manche Rätsel auf. Immerhin: Teufelskerlchen Kirill Petrenko erweist sich als abgefeimter Geschichtenerzähler. Und dann ist da noch Anja Kampe. In wirres.net setzt sich Felix Schwenzel nach einigem Zögern nun einen Alu-Hut auf. Der Tagesspiegel liest Orwells "1984" tatsächlich nochmal und findet ihn aktuell. Von Untertreibungen abgesehen. Und alle verabschieden sich von J.J. Cale.
Bücherschau des Tages
29.07.2013 Die
SZ feiert einen Prachtband, der dem
Wiener Pop endlich
historische Gerechtigkeit angedeihen lässt, und liest
Hans Christoph Buchs Reiseroman "Baron Samstag" (hier unser
Vorgeblättert). Die
FAZ stellt
Frank Lorenz Müllers Biografie des
99-Tage-Kaisers vor sowie eine Recherche zur "Radikalen Rechte in Europa" von
Martin Langebach und
Andreas Speit.
Medienticker-Archiv
29.07.2013 Ausverkauf: Springer verkauft auch französische Zeitschriften & für Friede Springer ist das die "logische Konsequenz" & Entrümpeln lernen mit Dr. Döpfner & "Schaut auf diese Stadt" ruft Michael Jürgs aus und sinniert über Hamburg und Springer - Joseph Beuys am Hof von König Artus: Harrison Birtwistles Oper "Gawain" in Salzburg + Surreale Szenen der Verstörung: Vor 30 Jahren starb Luis Buñuel.
Vorgeblättert
29.07.2013 William Stoners Leben ist genügsam, er kennt nichts anderes seit seiner Kindheit auf einer Farm. Er soll Landwirtschaft studieren, begegnet aber an der Universität der Literatur, der er sein Leben widmet, und weder Ehe, Kollegen noch Studenten können ihn beirren. Lesen Sie einen Auszug aus dem 1967 erschienenen Roman des amerikanischen Autors John Williams.
Dienstag, 30.07.2013
Magazinrundschau
30.07.2013 Die LRB beschreibt die Spaltung Ägyptens. Micromega porträtiert den neuen Papst. Vice konstatiert, dass pädophile Priester von der Katholischen Kirche besser versorgt werden als Nonnen. Salon schildert die zivilisierende Wirkung von Gruppensex. Slate.fr sucht ein Taxi in Paris. El Pais Semanal hebt die Moral der Zwangsgeräumten. In The Brooklyn Rail spricht Joshua Oppenheimer über seinen gefeierten Dokumentarfilm "The Act of Killing". Das TLS begutachtet den sportlich-industriellen Komplex rund ums Cricket.
Heute in den Feuilletons
30.07.2013 Die FAZ ist sich nicht ganz sicher: Ist Botho Strauß' neuer Essay über die Angst des Verschwindens Diagnose oder Symptom? Auch die Welt macht sich Sorgen um den Epiker das Gewesenen im Zeitalter seiner Retweetbarkeit. Die taz meldet: Springer will auch trotz glücklich errungenen Leistungsschutzrechts für Google schön bleiben. Die NZZ eruiert angesichts gefährdeter Geschäftsmodelle verschiedene Fördermöglichkeiten für die Presse. In der Berliner Zeitung staunt Götz Aly über das bayerische Gerechtigkeitsempfinden.
Bücherschau des Tages
30.07.2013 Gleich drei grandiose Comics werden heute besprochen: Die SZ feiert "Die große Odaliske", in der Vivès, Ruppert & Mulot einen Kunstraub wie eine Sommer-Choreografie inszenieren. Die taz ist ganz hingerissen von Birgit Weyhes Familiengeschichte "Im Himmel ist Jahrmarkt" wie auch von Derf Beckderfs traurig-düsterer Erzählung "Mein Freund Dahmer". Außerdem preist die NZZ Almudena Grandes' Roman "Der Feind meines Vaters" über die Zeit unter Franco. Und die FR liest Colin Crouchs neue Schrift zur Rettung der Sozialdemokratie "Jenseits des Neoliberalismus".
Medienticker-Archiv
30.07.2013 Berlin, Kraftwerk Mitte: Festival Atonal 2013 - Die Autorendarsteller: Was einst Lesung war, heißt heute Auftritt - Rivva und das Leistungsschutzrecht: 650 Lokalzeitungen, Magazine und Blogs werden künftig fehlen - Springer-Funke-Deal: Welt soll Artikel für Funke-Zeitungen liefern & Nicht der Untergang des Qualitätsjournalismus (?) - Griechenland: Oppositionsführer Tsipras vs. FAZ - Am Nullpunkt der Biografie: Über Norbert Gstreins "Eine Ahnung vom Anfang.
Karikaturen und Cartoons
30.07.2013 Würfelglück.
Mittwoch, 31.07.2013
Heute in den Feuilletons
31.07.2013 Das Urteil gegen Bradley Manning ist nicht gerade ein Sieg für die Transparenz, meint das New York Magazine. Jezebel besäuft sich am Sprachwitz der Franzosen. Die NZZ begeht die Passerelle des trois pays. Nicht der NSA ist es gewesen, die Hippies sind schuld am Überwachungsskandal, meint der Ökonom Max Höfer in der Welt. In der FAZ erklärt Handelsblatt-Chef Gabor Steingart einem ungläubigen Frank Schirrmacher, wie die Finanzkrise gemacht wurde. Außerdem verzichtet auch die FAZ wie Springer gegenüber Google News auf die Wahrnehmung der so heroisch erkämpften Leistungsschutzrechte.
Bücherschau des Tages
31.07.2013 Es ist unmöglich, über die Schwere des Lebens mit größerer Leichtigkeit zu schreiben, als es Lars Gustafsson in seinem Roman "Der Mann auf dem blauen Fahrrad" gelingt, schwärmt die FR. Hellmut Flashars übersichtliche Gesamtdarstellung des Werks von Aristoteles erspart dem Leser Regalmeter von Spezialforschung, meint die SZ. Und die NZZ ist berührt von "Am Rande der Welt", Roland Berbigs akribischer Teilbiografie über Günter Eich in den Jahren 1944 bis 1954.
Medienticker-Archiv
31.07.2013 Facelook: Facebook will TV-Spots gewinnen - Was steckt hinter dem Springer-Funke-Deal? Bettina Röhl vermutet, Springer wolle Funke übernehmen & Stephan Dörner kennt fünf Gründe für Journalisten jetzt zu bloggen - Lokaljournalismus: Wo die Lokalzeitung gar nicht mehr sterben kann - Nachtkritiken aus Salzburg und Bayreuth & Axel Brüggemann über Castorfs "Siegfried" + Cees Nooteboom zum 80.: Pilgern in ungläubigem Staune.