Perlentaucher - Online Kulturmagazin mit Presseschau, Rezensionen, Feuilleton

zuletzt aktualisiert 10.02.2026, 15.41 Uhr
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Perlentaucher Archiv

Sortiert nach Datum | Rubriken

Dienstag, 02.01.2024

9punkt - Die Debattenrundschau

Außerhalb des Blickfelds zu den Ahnen

02.01.2024 Zeitenwende? Hat die SPD offenbar schon wieder vergessen, meint der Historiker Martin Schulze Wessel in der FAZ. Die SZ verneigt sich vor ihren neuen Ahnen im Grassi-Museum. Auf ZeitOnline sucht die Historikerin Juliane Fürst nach Analogien zwischen der Ukraine und Israel. Am Autoritarismus der arabischen Staaten ist der Konflikt mit Israel Schuld, glaubt der ägyptisch-australische Soziologe Amro Ali auf SpiegelOnline. Der Perlentaucher wünscht allen Leserinnen und Lesern ein Frohes neues Jahr!

Efeu - Die Kulturrundschau

Ein gewisser Way of Life

02.01.2024 Die FAZ begegnet in einer Ausstellung in Stuttgart typischen Vertretern der Weimarer Republik und fühlt die Zerrissenheit der modernen Frau. Außerdem blickt sie skeptisch auf die französischen Solidaritätsbekundungen für Gérard Depardieu. Andreas Spechtl will mit dem neuen Album seiner Band "Ja, Panik" die Klassenfrage zurück in den Pop tragen, erzählt er der FR. Und die Popkritiker trauern um Torsun Burkhardt, der mit seiner Band Egotronic der antideutschen Linken das Feiern beigebracht hat.

Medienticker

Ein Denker gegen seine Zeit

02.01.2024 Andreas Pflüger über das Buch seines Lebens: "Homo Faber" von Max Frisch - Auch die Vernunft sei nicht frei von Aberglauben, davon war Johann Georg Hamann überzeugt: Auf dem Höhepunkt der Aufklärung begann er an der Vernunft zu zweifeln + Reine Bildgebung in Bonn: "Menschheitsdämmerung": Manchmal sagen Bilder mehr als tausend Worte ...

Bücherschau des Tages

Wilde Männer und absurde Klongesichter

02.01.2024 Die FR schaut mit Klaus Siblewskis Biografie zurück auf das Leben von Peter Härtling, der im Schreiben zu sich selbst fand. Spannend wie einen Kriminalroman findet die Welt Giovanni Catellis Recherche über den Tod Albert Camus, dessen Unfall vielleicht gar keiner war.  Die FAZ durchstreift in Joe Wilkins Roman "Der Stein fällt, wenn ich sterbe" die Berge und Wälder im Osten Montanas. Außerdem empfiehlt sie Doug Johnstones schwarzhumorigen Detektivroman "Eingefroren". Die SZ erfreut sich an den Lebensschilderungen des Juristen Karl Loewenstein und lässt dabei ein ganzes Jahrhundert Revue passieren.

Mittwoch, 03.01.2024

Efeu - Die Kulturrundschau

Heiliger lieber Vater, der Duce ist gut

03.01.2024 Die Welt möchte keine Documenta, zu der man nur mit zionistischem Leumundszeugnis und unter Absingen postkolonialer Reverenzformeln Zutritt erhält. Die FAZ präsentiert einen verblüffenden Archivfund, einen Brief Else Lasker-Schülers an Papst Pius zur Rettung Mussolinis. Der Rias-Kammerchor hat Händels "Israel in Ägypten" abgesetzt und setzt bei seinem Neujahrskonzert dennoch auf dröhnendes Erz und lärmende Pauke, moniert ebenfalls die FAZ. Lawrence Lessig feiert die urheberrechtsbefreite Micky Maus mit einem lustigen Remix.

9punkt - Die Debattenrundschau

Und dann gute Nacht!

03.01.2024 Aktuell gilt es, den Fokus vor allem auf muslimischen Antisemitismus zu legen, sagt der Berliner Antisemitismus-Beauftragte Samuel Salzborn in der taz. Die SZ warnt vor den katastrophalen Folgen einer Wiederwahl Donald Trumps für das demokratische Europa: Es drohe eine Situation wie 1938. Auch Richard Herzinger malt in seinem Blog aus, was passiert, wenn Trump regiert und Putin die EU angreift. Auf ZeitOnline beerdigt Can Dündar letzte Reste der Demokratie in der Türkei. Und in der FAZ sieht die Klimaforscherin Ricarda Winkelmann keinen Spielraum mehr in Sachen Klimakrise.

Medienticker

Friedrichs Collagen

03.01.2024 Florian Illies über den fehlenden Caspar David Friedrich & den Zauber der Stille - Erinnerung: Nachts wird das Gedächtnis konsolidiert + Hörtipps für den Abend: Peter Eötvös zum Achzigsten auf SRF2 - "Unter dem Milchwald" Originalhörspiel von Dylan Thomas auf NDR2 Kultur + "Meine Preise" Nach Texten von Thomas Bernhard in Deutschlandfunk Kultur ...

Bücherschau des Tages

wie heißt die zärtlichkeit, die sich vergisst

03.01.2024 Die FAZ blickt mit Dagmar Herzog auf den Wandel der Psychoanalyse seit dem Zweiten Weltkrieg.  Bora Chung lehrt ihr derweil mit Geschichten von sich selbst vermehrenden Hasen das Fürchten. Bewegt und beeindruckt liest die SZ, wie Daniel Gerzenberg in seinen unter dem Titel "Wiedergutmachungsjude" erschienenen Gedichten von Heilung nach einem Missbrauch erzählt. Und der Dlf lotet in neuen Gedichten von Uljana Wolf das Thema "Mutterschaft" aus und liest in Erzählungen von Natascha Wodin vom Versuch, ein bürgerliches Leben zu führen.

Donnerstag, 04.01.2024

Efeu - Die Kulturrundschau

Grandios kolorierte Sittiche

04.01.2024 Die Filmkritiker verlieren sich in der symbolistischen Wunderwelt von Hayao Miyazakis Anime "Der Junge und der Reiher". Mit Sofia Coppolas "Priscilla" warten sie im goldenen Käfig darauf, dass der Funke überspringt. Die taz berichtet, wie die Rechercheagentur Forensic Architecture mit Falschmeldungen Stimmung gegen Israel macht. Aufatmen kann derweil die polnische Kunstwelt, freuen sich SZ und Monopol: Mit dem Regierungswechsel wurde auch der rechte Künstler Ignacy Czwartos von der Biennale in Venedig abgezogen. Schön, dass Claudia Roth das Publikum in Bayreuth jünger und diverser machen möchte, nur von welchem Geld, fragt die SZ.

9punkt - Die Debattenrundschau

Wenn es Krieg gibt, na gut

04.01.2024 Die Historikerin Fania Oz-Salzberger erklärt in der Zeit, wie schwer es ist, eine linke Israelin zu sein - vor allem angesichts einer "westlichen Linken, die uns verraten hat". Der Völkermord an den Herero wurde von deutschen Siedlern nach Kräften unterstützt, sagt der Historiker Matthias Häussler der SZ. Der 7. Oktober muss auch in Deutschland ein Weckruf sein, fordert Ahmad Mansour im Focus: Schluss mit dem "Rassismus der niedrigen Erwartungen". Die Tage der Demokratie sind aber ohnehin gezählt, meint Emmanuel Carrère in der NZZ.

Medienticker

Autobiografie ohne Ich

04.01.2024 Hörfunk-Porträt des kommunistischen Autors Ronald M. Schernikau: Die Schönheit -  Annie Ernaux erzählt eine Autobiografie ohne Ich - Kein Klage gegen Andreas Scheuer: Freie Fahrt für politische Hasardeure? - Filmend an entlegene Orte der Welt: Kameramann Marcus Winterbauer im Gespräch - Hörtipps: Zerfall der alten Welt und Aufbruch: Die Schuberts Winterreise in der Bearbeitung von Hans Zender auf SR2 + Clavinet: Wie ein Instrument aus dem Schwarzwald die Popmusik veränderte ...

Bücherschau des Tages

Unter uns Blinde verstreut

04.01.2024 Der Dlf lernt mit der Sachbuchautorin Kate Summerscale den Unterschied zwischen Phobie und Manie und vor allem zwischen Erythrophobie und Arithomanie kennen. Die Zeit staunt über die freudianischen Absurditäten in Zeruya Shalevs neu übersetztem Debütroman "Nicht ich". Claus Leggewie wird auch nach Lektüre von Friedrich Lengers "Der Preis der Welt", einer Globalgeschichte des Kapitalismus, mit letzterem nicht froh.

Freitag, 05.01.2024

Efeu - Die Kulturrundschau

Nicht jammern, Clubs gründen

05.01.2024 Schöne Bilderrücken können auch entzücken, lernt die FAZ im Madrider Prado unter anderem beim Blick auf das entblößte Hinterteil einer Nonne. Gottfried Helnwein hingegen kann die NZZ in der Albertina nicht mehr so schockieren wie früher. Katharina Mückstein prangert in der taz Ausschlussprozesse im Kulturbetrieb an: Wer kein "wohlhabender Hetero-Mann" ist, hat wenig Chancen. Die SZ glaubt nicht an die Kassandrarufe, die das große Clubsterben prophezeihen. Und sie erfreut sich an dem neusten It-Boy.

9punkt - Die Debattenrundschau

Schützengrabenkerzen

05.01.2024 In der Welt fragt Henryk Broder die Kontextualisierer: "Wie viele deutsche Menschen dürfte ein jüdisches Waisenkind umbringen, dessen Eltern oder Großeltern in einem deutschen Lager ermordet wurden?" In der FAZ erzählt der russische Schriftsteller Igor Saweljew, wie schon Schulkinder in die Kriegspropaganda eingespannt werden. Der Rücktritt der Harvard-Präsidentin Claudine Gay beschäftigt die Medien immer noch: Plagiat ist Plagiat, insistiert The Atlantic. Postkolonialismus ist differenziert, nur in den sozialen Medien nicht, beteuert der Postkolonialist Aram Ziai in der FR. Der Buchreport ist pleite, teilt er in seiner letzten Meldung mit.

Medienticker

Kulturpass

05.01.2024 Aktualisiert: Kommt der deutsch-französische "Pass culture"? - Emmanuel Carrère warnt in einem Interview vor einer globalen Katastrophe - Dahin blicken, wo KI gefährlich werden kann - Hörtipps: "Ewiger Bluesbube mit Wucht": der amerikanische Gitarrist Jonny Lang & zu Gast in BR 2 die Schriftstellerin Julia Franck - 40 Jahre Privatfernsehen: Neue Wege und geplatzte Träum - Zensur in der DDR: Als Sputnik abstürzte - Inländerfeindlichkeit: Wie Medien über die AfD berichten+ "Tragisch kann jeder", meint Doris Dörrie + TV+Hörfunk-Tipps

Bücherschau des Tages

Literatur alter Schule

05.01.2024 Die SZ bewundert in einem Bildband, wie Basilius Besler in seinen Kupferstichen Blumen Persönlichkeit verlieh. Mit Ansgar Mohnkern philosophiert sie über Fußball. Zum Goldstandard erklärt die FAZ Karin Meesmanns Biografie des Komponisten Pal Abraham. Die FR lässt sich in Nathan Hills satirischem Eheroman "Wellness" tödliche Unwahrheiten auftischen. Der Dlf denkt mit Cesar Aira über Weltflucht in der Literatur nach.

Samstag, 06.01.2024

9punkt - Die Debattenrundschau

Denkt komplex, nicht in einem Narrativ

06.01.2024 In der FAZ betrachtet der Historiker Stephan Malinowski eine Urszene des Postkolonialismus: die Verteidigung des Nazi-Schlächters Klaus Barbie durch den linken französischen Anwalt Jacques Vergès: auch damals schon tobte die Manie des Vergleichs, stellt er fest. In der FR demonstriert Naomi Klein in der Spur Masha Gessens, wie das geht. Leander Scholz fürchtet in der NZZ, dass die von den "psychotischen Assassinen" in die Welt gesetzten Snuff Movies des 7. Oktober einen globalen Bürgerkrieg auslösen können. Einen Trost gibt es: Russland ist schwächer als es scheint, konstatieren taz und NZZ.

Efeu - Die Kulturrundschau

Dabei sind wir so süß

06.01.2024 Die FAS lernt im Moma, wie man als Architekt auch mit der zerstörten Umwelt umgehen kann: Indem man sich einen Stadtteil mit eingebauter heiler Natur errichtet. Die nachtkritik begutachtet den Trend zur Umschreibung klassischer Stücke an deutschen Bühnen. Die FAZ berichtet über den Erfolg der russischen Serie "Slowo Pazana" in Osteuropa: Es geht um Jugendbanden in der Sowjetunion Ende der Achtziger. Der NZZ graut es vor der neuen Lust am Grau.

Bücherschau des Tages

Zwischen Riesen-Walmarts und Abtreibungsdebatten

06.01.2024 Ein "gewitzteres" Buch zum Kant-Jubiläum 2024 kann sich die Welt kaum denken: In "Der Diener des Philosophen" erzählt Felix Heidenreich von einem der berühmtesten Herr-und-Diener-Verhältnisse - dem zwischen Immanuel Kant und seinem Diener Martin Lampe. Dlf Kultur liest mit Gewinn den fast hundert Jahre alten Russland-Reisebericht des kroatischen Autors Miroslav Krleža. Die FAZ ist nicht ganz zufrieden mit Winfried Nerdingers Geschichte der  Architektur in Deutschland im 20. Jahrhundert. Die NZZ amüsiert sich mit Stefanie Sargnagels "Iowa".

Montag, 08.01.2024

9punkt - Die Debattenrundschau

Glatteis der Instrumentalisierung

08.01.2024 Streit in Berlin. 4.000 Künstler wenden sich gegen eine von Kultursenator Joe Chialo geplante Antidiskriminierungsklausel, die Voraussetzung für eine Förderung werden soll: genauer gesagt geht es eigentlich nur um die Frage, ob es israelbezogenen Antisemitismus gibt, und zwar speziell in der Kunst. Ja, meinen Tagesspiegel und Welt. Die SZ macht sich dagegen Sorgen um Deutschland. Die FAZ fragt, was BDS ist. Die NZZ beleuchtet den polnischen Kulturbetrieb, wo die von der PiS-Partei installierten Funktionäre noch auf Jahre hinaus das Sagen haben werden.

Efeu - Die Kulturrundschau

Ein großes Stück aus der Welt beißen

08.01.2024 Die taz beobachtet begeistert, wie Nikolaus Habjan und Neville Tranter ihre Puppen am Deutschen Theater Berlin zum Leben erwecken. Einen Golden Globe hat Sandra Hüller zwar doch nicht gewonnen, aber umso inbrünstiger geht die Zeit vor der Schauspielerin auf die Knie: In ihrem Spiel zeigt sich die Verzweiflung dieser Tage. Die FAZ ist gespannt, ob die "Film Philharmonie" nach einem großen Deal mit den Morricone-Erben auch die avantgardistischen Arbeiten des Komponisten würdigen wird. Die NZZ bewundert in einer Retrospektive in Zürich, wie Margrit Linck die Keramik neu erfand. Und Errol Morris plaudert mit der Zeit über John le Carré, über den er einen Dokumentarfilm gedreht hat.

Medienticker

Ein Jahr auf der Couch

08.01.2024 Wie 2023 verarztet wurde: Anamnese, Epikrise - Cage als Motor: "Long Gone, Still Here" im Marta Herford: Ausstellung -  Offizielle Parteigründung: Das Feindbild Grüne macht für Wagenknecht absolut Sinn + Hörtipp: The Hub- Der Trompeter Freddie Hubbard ...

Bücherschau des Tages

Kugelförmige Mondwesen

08.01.2024 Artemisia Gentileschi als Opfer zu stilisieren, greift zu kurz, weiß die taz nach der Lektüre von Susanna Partschs Biografie über die berühmteste Barockmalerin. Die SZ erfährt aus Katharina Bluhms ausgezeichneter Analyse der jüngeren Geschichte Russlands, dass der Putinismus leider wohl nicht mit Putin sterben wird. Mit Moussa Tchangari nimmt sie die Sahelzone in den Blick und lernt, wie Europa dem islamistischen Terrorismus in die Hände spielt. Und der Dlf hofft, dass der Erzählungsband "Schwarze Spinne" von Jeremias Gotthelf dem "Schweizer Balzac des Landlebens" endlich zu angemessenem Ruhm verhilft.

Dienstag, 09.01.2024

Magazinrundschau

Wir sind gespalten

09.01.2024 Harper's lernt in einem Brief aus Russland den Platzhirsch des agrarischen Stalingrad kennen. In Moskau versuchen die Russen derweil, den Krieg zu ignorieren, berichtet die tschechische Schriftstellerin Alena Machoninová. Aber die Lust auf Macht ist spürbar, meint Desk Russie. Im New Yorker hofft der palästinensische Dichter Mosab Abu Toha auf einen eigenen Staat. New Lines probiert Quat im Jemen. Africa is a country lernt, dass es auch im Iran Rassismus gibt. Himal trauert um den zärtlichen, romantischen Schauspieler Shah Rukh Khan, der ein Comeback als martialischer Macho hat.

9punkt - Die Debattenrundschau

Hohes Maß an inhaltlichen Gemeinsamkeiten

09.01.2024 Im Tagesspiegel fordert Francis Fukuyama Waffenstillstand in Nahost. In der Welt widerspricht Michael Wolffsohn seinem Kollegen Moshe Zimmermann, der in Haaretz behauptet hatte, die "zionistische Lösung" sei gescheitert. Die Zweistaatenlösung dient nur dem Nationalismus, glaubt in der SZ der israelische Schriftsteller Tomer Dotan-Dreyfus. Ebenfalls in der SZ fordert Ronen Steinke Anklagen aus Den Haag sowohl gegen den Militärführer der Hamas als auch gegen "Hetzer" im Kabinett Netanjahus. In der taz ermuntert der Sozialwissenschaftler David Begrich zum Kampf gegen die AfD.

Efeu - Die Kulturrundschau

Alternative zum Duckmäusertum

09.01.2024 Zeit Online reitet durch die Frühgeschichte der Micky Maus und findet eine Kultur der Aneignung. Die FAZ tanzt mit den Figuren aus Simon Stephens neuem Stück am Kammertheater Stuttgart über die Dunkelheit hinweg. Die NZZ geht im Petit Palais in Paris auf einen Streifzug durch die Avantgarde. Der Schriftsteller Reinhard Kaiser-Mühlecker versteht in der SZ die Verzweiflung der Landwirte - weil er selbst einer ist.

Medienticker

Schau'n mer mal

09.01.2024 Offener Brief gegen Berlin & die geplante Antisemitismusklausel - Die Außenseiter: Unbekannte Aufnahmen von "Blue Note Records" - Claudia Roth bedauert Kulturpolitik-Einsparungen - Gespräch mit dem israelischen  Schriftsteller Tomer Dotan-Dreyfuss

Bücherschau des Tages

Insgesamt rätselhaft

09.01.2024 Die FAZ empfiehlt sprachkritische Glossen von Wiglaf Droste und Stefan Gärtner. Die NZZ begegnet in Charles Lewinskys Roman "Schall und Rauch" einem sehr menschlichen und witzigen Johann Wolfgang von Goethe. Die SZ löst mit Ann Marks Biografie über die exzentrische Vivian Maier das Rätsel ihres turbulenten Lebens. Mehwish Sohails Roman "Like words on our skin" beginnt als romantischer Schmöker, wird aber bald kantig und komplex, frohlockt Dlf Kultur.

Mittwoch, 10.01.2024

9punkt - Die Debattenrundschau

Keine evangelischen Biker

10.01.2024 Die Palästinenser in Gaza erleben eine zweite Nakba, sagt der Historiker Tom Segev im FR-Gespräch, in dem er ein sofortiges Ende des Krieges fordert. Die Kultur ist ein Teil des Antisemitismusproblems, konstatiert DHM-Chef Raphael Gross in der Berliner Zeitung. Der Tagesspiegel resümiert indes die Kritik am Vorschlag der CDU, die Antidiskriminierungsklausel auch auf die Wissenschaft auszuweiten. In der Welt glaubt Henryk Broder nicht an härtere Strafen für antisemitische Straftaten.

Efeu - Die Kulturrundschau

Das Wunder von Bamako

10.01.2024 Die taz feiert C. J. Obasis nigerianischen schwarz-weiß-Thriller "Mami Wata" und hört sich begeistert durch die zehn Alben von John Zorns "Masada". Die Welt besucht ein Theaterfestival in Mali, wo Staatsstreiche zu 50 Franc verhökert werden. Die griechischen Götter sind schön, aber sind sie auch tugendhaft? Das fragt man sich in Indien, lernt die FAZ in einer Ausstellung in Mumbai. Die SZ blättert durch neue Kinderbücher, die ihr zeigen, wie man gegen den Klimawandel protestiert.

Medienticker

Percussion Bitter Sweet

10.01.2024 Hörtipp-Jazzfacts: In memoriam der Schlagzeuger Max Roach, der  vor 100 Jahren geboren wurde - What's going on? Features, Interviews & was die Szene so (um-)treibt + Gespräch mit Nathan Hill über seinen Roman "Wellness" & die Chicagoer 90er Jahre ...

Bücherschau des Tages

Voller Poesie und Lebensklugheit

10.01.2024 Die FAZ liest mit Vergnügen die Kolumnen von Clarice Lispector aus dem Brasilien der 40er bis 80er Jahre. Die SZ empfiehlt allen vor sich hindösenden Revolutionären die Erinnerungen Ernst Tollers. Die taz baut mit Philipp Oswalt am nationalen Haus. Dlf Kultur versinkt in Timo Parvelas Fantasy-Serie "Schatten".

Donnerstag, 11.01.2024

Efeu - Die Kulturrundschau

Blasphemisch und schamgrenzenbefreit

11.01.2024 Die Filmkritiker lassen sich von Catherine Breillats jungem Faun in ein Reich des Begehrens führen. Ist Elsa von Freytag-Loringhoven, die mit Vogelkäfig auf dem Kopf und Warnleuchten auf der Hüfte die Bourgeoisie veralberte, die eigentliche Urheberin von Duchamps Fountain, fragt die Zeit. Die taz erinnert sich mit Theu Boermans an die ermordeten jüdischen KünstlerInnen der Wiener Volksoper. Die NZZ versteht dank Juli Zeh und Michel Houellebecq die Proteste der Bauern besser. Außerdem testet sie in Peter Haimerls Waben das Wohnen der Zukunft.

9punkt - Die Debattenrundschau

Verdächtig zugespitzt

11.01.2024 Correctiv zeigt auf, dass die AfD noch extremer rechts ist als sie selber zugibt. taz und Zeit werfen unterschiedliche Blicke auf die Antidiskriminierungsklausel des Berliner Kultursenators Joe Chialo, die eine kontra, die andere pro. Inzwischen kursiert gar ein "Strike Germany"-Aufruf, der wegen mangelnden israelbezogenen Antisemitismus' Deutschland boykottieren will. SZ und FAZ fragen, ob die postkoloniale Linke tatsächlich so dumm ist oder hier nur persifliert wird. Die SZ zeigt, welche Auswirkungen KI schon jetzt auf die Filmbranche hat.

Medienticker

Geheimplan

11.01.2024 Gespräch mit Iris Wolff über ihren Roman "Lichtungen" über eine Freundschaft und den Fall des Eisernen Vorhangs - Das Berliner Label Altercat oder Die Wiederauferstehung Werthers -
2023: Anamnese, Epikrise & Ausstellung: Cage als Motor - Neue Rechte Geheimplan gegen Deutschland + Led Zeppelin: Jimmy Page wird 80 ...

Bücherschau des Tages

Weicher Zauberzustand

11.01.2024 Die FAZ zieht mit sieben marodierenden Schwestern durch die Wälder Lapplands. Die FR durchstreift mit Rijula Das die Bordelle in Shonagachi. Die SZ betrachtet mit Luigi Spinas Fotografien die sensationellen Innenräume von Pompeji. Dlf folgt mit Andrea Elliotts Sozialreportage einem "Kind im Schatten" der Türme New Yorks.

Freitag, 12.01.2024

9punkt - Die Debattenrundschau

Der sogenannte Binnenkonsens

12.01.2024 Die SZ denkt nach den neuesten Enthüllungen nochmal über ein AfD-Verbot nach. Wie antisemitisch müssen Feministinnen sein, die die Verbrechen der Hamas an Israelinnen leugnen, fragt Deborah Lipstadt im Guardian. Ein Bekenntnis gegen Antisemitismus, wie es in der Berliner Antidiskriminierungsklausel gefordert wird, könnte zur Provinzialisierung der deutschen Kulturszene führen, fürchtet die SZ. Bernd Stegemann ist kein Linker mehr, bekennt er in der Welt. Und: FAZ und taz begrüßen das Ende des Placebo-Effekts auf Krankenschein.

Efeu - Die Kulturrundschau

Mit dem Ethos eines Schwerarbeiters

12.01.2024 Die Welt fragt, warum die Homosexualität von Künstlern so oft verschwiegen wird. Die Zerrissenheit der Mütter zeigt sich der Berliner Zeitung eindrucksvoll im Haus am Lützowplatz. Artechock kritisiert den "Brandbrief" zur Filmförderung an Claudia Roth und fragt sich, ob eine hohe Gewinnmarge wirklich der geeignete Maßstab ist, um die Qualität eines Filmes zu beurteilen. Mehr junge Dirigentinnen wünscht sich die SZ: Dass in Bayreuth erstmals mehr Frauen als Männer dirigieren, sei ein guter Start. Die FAZ kritisiert die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit, die kein Geld mehr für die Internationalen Messiaen-Tage in Görlitz bereitstellt..

Medienticker

Verschlafen

12.01.2024 Aktualisiert: Claus Leggewie meint: "Das demokratische Deutschland pennt" - Mr. Amazon wird 60: Das Leben von Jeff Bezos in Bildern - Weihnachtsgeschenke: Das waren die Flops 2023 - Deutschschweizer Buchmarkt mit leichtem Minus - Radikaler Liberalismus: Eine Welt ohne Grenzen? -  Weltflucht, Spiegelungen & Rätselräumen: Haruki Murakami zum 75. - R.I.P. US-Avantgardist Phill Niblock - Instrument des Jahres Tuba: Ein eigener Charakter in Jazz/Pop + Hörfunktipps für das  Wochenende.

Bücherschau des Tages

Träume in Eiform

12.01.2024 Viel Lob für den neuen Murakami: Die SZ entdeckt die schönste Liebesgeschichte, die Murakami je geschrieben hat, die FR dringt vor zu kargen Abgründen und Dlf Kultur beginnt während der Lektüre zu meditieren. Die taz sinniert mit Stefanie Sargnagel über Wurstangebote, das Furzen und das Älterwerden in Punk und Würde. Die SZ krönt Adorno derweil mit dem Philosophiehistoriker Peter E. Gordon zum Denker des Glücks. Die NZZ versinkt in Helena Barops Globalgeschichte der Drogen. Dlf Kultur denkt mit Robert Fleck über klimasensible Kunst nach und lässt sich von Linus Reichlins Hund über Verschwörungstheorien aufklären.

Samstag, 13.01.2024

Efeu - Die Kulturrundschau

Selbst diese Müdigkeit hat was Heroisches

13.01.2024 Die FAZ erkennt in Rom im Werk von Max Peiffer Watenphul den William Turner des Bauhaus. Die taz lässt sich von Maren Wurster erklären, wie man über die eigene Familie schreibt, ohne sie bloßzustellen. Die SZ blickt am Staatstheater in Wiesbaden in ein "tiefes schwarzes Jammertal". Zum deutschen Liedermacher der Stunde kürt sie Tristan Brusch, den sie irgendwo zwischen Kunstliedkünstler und Pophansel verortet. Und der Tagesspiegel fragt sich mit Thomas Cailleys Fantasyfilm "Animalia", wie Zusammenleben nach dem Rücktritt des Menschen funktioniert.

9punkt - Die Debattenrundschau

Mit Worten statt Waffen

13.01.2024 Die FAZ wirft den demokratischen Parteien vor, in Bezug auf Migrationspolitik ein ähnliches Programm wie die AfD zu vertreten. Der Iran will gar keinen Krieg mit Israel, glaubt die Islamwissenschaftlerin Katajun Amirpur in der FR. Fania Oz-Salzberger hat in der FAS derweil Hoffnung für die Zukunft der israelischen Protestbewegung, aber nicht für die von Netanjahu. Philipp Peyman Engel wirft den deutschen Medien in der NZZ ihr jahrelanges Schweigen über Antisemitismus vor.

Bücherschau des Tages

Sprachzauber einer polyglotten Welt

13.01.2024 Die FAZ applaudiert Iris Wolffs neuem Roman "Lichtungen", der ihr vom Leben einer deutschen Volksgruppe im ländlichen Rumänien unter Ceausescu erzählt. taz und FR annoncieren glücklich Charlotte Mullins' "Geschichte der Kunst", die auch die Frauen der Kunstgeschichte endlich in den Blick nimmt. Außerdem freut sich die taz, dass Qiu Miaojins Meisterwerk "Letzte Worte vom Montmartre" endlich auf Deutsch vorliegt. Dlf Kultur bewundert, wie leichthändig Sigrid Nunez vom Älterwerden erzählt. Und der Dlf erkennt die Poesie des Alltags in Notizen von Orhan Pamuk.

Montag, 15.01.2024

9punkt - Die Debattenrundschau

Postmoderne ohne Moderne

15.01.2024 In der FAZ beschreibt Irina Rastorgujewa die Post-Realität in Russland, an der auch die kommenden "Wahlen" nichts ändern werden. Außerdem meldet die FAZ die annoncierte Schließung des Hamburger Institut für Sozialforschung 2028. In der SZ fordert der Historiker Norbert Frei auch von der AfD eine Ethik des Erinnerns ein. In Südafrika droht der ANC wegen seiner Korruption erstmals die Wahlen zu verlieren, dafür konnte in Guatemala die Zivilgesellschaft ihren Präsidenten gegen eine korrupte Oberschicht erfolgreich verteidigen, berichtet die taz. Auf Spon fragt die Präsidentin des Goethe-Instituts, Carola Lentz, ob Kultur wirklich demokratiefördernd sein muss, um gefördert zu werden.

Efeu - Die Kulturrundschau

Echo sagt: Peace!

15.01.2024 Die Kritiker verfallen in Dortmund der starken femme fatale in Augusta Holmès lang vergessener Oper "La montagne noire". Filme wie "Saltburn" oder "Triangle of Sadness" leisten in ihrer moralischen Empörung allenfalls verkürzte Kapitalismuskritik, kritisiert Zeit Online. Das Wohnen der Zukunft wird weich und gepolstert, glaubt die SZ. Und die Feuilletons trauern um den russischen Dichter und Putingegner Lew Rubinstein, der den Folgen eines Verkehrsunfalls erlegen ist.

Medienticker

Er gehörte zu den kritischen Stimmen

15.01.2024 Das Hamburger Institut für Sozialforschung soll geschlossen werden - Berichterstattung aus dem Gazastreifen bleibt eingeschränkt - "Remigration": Das Unwort des Jahres 2023 - Konzeptualismus Nachruf: Lew Rubinstein ist tot + Bodo Kirchhoff über seinen neuen Roman "Seit er sein Leben mit einem Tier teilt" ...

Bücherschau des Tages

Das Matroschka-Prinzip

15.01.2024 Die FR überschüttet Iris Wolffs Roman "Lichtungen" mit Lob. Auch die taz ist angetan von diesem feinsinnigen Porträt der dunklen rumänischen Vergangenheit. Die FAZ hört gebannt Bjarne Mädel zu, wenn er Maxim Znaks Notizen aus dem grausamen Gefängnisalltag in Belarus vorliest. Von Johannes Bähr und Ingo Köhler erfährt sie, wie die Nazis den Warenhauskonzern Herti seinen jüdischen Besitzern entrissen. Die SZ lernt von Friederike Otto, dass der Klimawandel auch eine Folge sozialer Ungerechtigkeit ist.

Dienstag, 16.01.2024

9punkt - Die Debattenrundschau

Das Aufmerksamkeitsprivileg

16.01.2024 "Er ist wieder da", ist die Überschrift zum FAZ-Essay von Dan Diner. Gemeint ist der Antisemitismus, besonders hässlich heute in seiner postkolonialen Form. In der NZZ erzählt Ernst Piper, wie zynisch die Briten vor der Gründung Israels Nahostpolitik machten. In der SZ blickt der Historiker Volker Weiß auf die Geschichte des Begriffs "Remigration". Mehrere Medien widmen sich dem bereits vermissten Hamburger Institut für Sozialforschung.

Magazinrundschau

Republik der Buchstaben

16.01.2024 Eurozine erzählt am Beispiel einer chinesischen Dissidentin, wie man einen Menschen zu einem "freien Gefangenen" macht. Elet es Irodalom fragt sich, wie eine Demokratie ohne Demokraten funktionieren soll. Der New Yorker würde sich nicht wundern, wenn Benjamin Netanjahu auch in zwei Jahren noch regiert. La vie des idees erzählt, wie Emile Zola half, die Literatur in Europa zu institutionalisieren. Auch Martin Luther King wusste, dass systemischer Rassismus nicht mit Farbenblindheit verschwindet, erklärt Quillette. Der Guardian erzählt, wer heute einen Bauernhof kauft.

Efeu - Die Kulturrundschau

Ein unglaublicher Sturschädel

16.01.2024 Nur zu gerne gruseln sich die Filmkritiker mit der vierten Staffel von "True Detective" an der Seite von Jodie Foster in der dunklen Polarnacht Alaskas. Die FAZ erfährt in Weimar, dass Goethes Wohnhaus gar nicht so authentisch ist, wie den Besuchern bisher weisgemacht wurde. Die Feuilletons trauern um die Schauspielerin Elisabeth Trissenaar.

Medienticker

Schlafschaf

16.01.2024 Ausstellung: Kant und seine Fragen in Bonn - "Remigration" Unwort des Jahres - Warnung vor dem ersten Billionär: Oxfam teilt vor dem WEF gegen Reiche und "Multis" aus - Als Goethe keine Verse mehr einfallen wollten, eilte ihm sein Schwager zu Hilfe: Charles Lewinsky über seinen vergnüglichen Roman "Rauch und Schall" + Mut zur Abweichung: Arnold Schönberg & Karl Kraus in Wien ...

Bücherschau des Tages

Eine Prise Größenwahn

16.01.2024 Die FAZ bekommt mit Menachem Kaisers Buch über die Restitution seines Familienerbes viel mehr als ein Memoir. Außerdem empfiehlt sie Torsten Konopkas Buch "Deutsche Blauhelme in Afrika" über die deutsche Beteiligung an internationalen Friedensmissionen. Der Dlf hält mit Christian Bommarius' "Todeswalzer" über die letzten Monate des Zweiten Weltkriegs ein fesselndes wie beklemmendes Werk in Händen. Die SZ mäandert mit Sigrid Nunez' New Yorker Protagonistinnen durch die Pandemie und profitiert von deren Lebensweisheiten.

Mittwoch, 17.01.2024

9punkt - Die Debattenrundschau

Die Substanz von Demokratie und Rechtsstaat

17.01.2024 Populismus ist "kein politischer Stil", mahnt der Historiker Christian Lotz in der FR, sondern erstarkt, wenn man gesellschaftliche Probleme ignoriert. In der Jüdischen Allgemeinen erzählt Alon Nimrodi, Vater einer Geisel, von hundert Tagen Hölle. Spon berichtet von einem hämischen Ratespiel der Hamas über die Überlebenschancen der israelischen Geiseln. Die Bauernproteste zeigen: man muss romantische Vorstellungen von der Landwirtschaft ablegen, fordern die Ruhrbarone. Warum sind alle überzeugt das Richtige zu tun, aber niemand ist zufrieden, fragt der Schriftsteller Etgar Keret in der SZ.

Efeu - Die Kulturrundschau

Mit Licht geworfen

17.01.2024 Die Schriftstellerin Lana Bastašić hat den S. Fischer Verlag wegen dessen Israelsolidarität verlassen: Die Feuilletons beklagen den einseitigen Gesprächsabbruch. Die Welt fragt sich, ob Yael Bartana und Ersan Mondtag mit ihren kommenden Biennale-Beiträgen die deutsche Staatsräson verteidigen werden. Elfriede Jelinek sehnt sich in ihrer Huldigung Einar Schleefs nach einer Sprache zum Anfassen. Einer FAZ-Kritikerin wird auf einem Inklusions-Theaterfestival an den Münchner Kammerspielen der Notizblock entrissen. In Yorgos Lanthimos' neuem Film "Poor Things" wird eine Steampunk-Welt in Grund und Boden gevögelt, freut sich die FAZ.

Medienticker

Kummerkastenfreundin

17.01.2024 Hörtipp: Jon Fosse, Norwegens Literatur-Nobelpreisträger im Jazz & Folk -  Persönliches Sachbuch über die Frauen-Unterdrückung im Iran -  Ziviler Widerstand ist das "Mittel der Wahl": Bundespolizistin und Klimaaktivistin im Gespräch + Musik als Regenschirm für jeden Tag:  Happy Birthday Francoise Hardy! - sie wird heute 80 ...

Bücherschau des Tages

Reise auf den Mond

17.01.2024 Die FAZ irrt mit Ludwig Hohl in "Die seltsame Wendung" durch das nächtliche Paris und von einem Saufgelage zum nächsten. Die FR findet sich in Adam Thirlwells Zukunftsroman auch in Paris wieder - allerdings in einer Parallelwelt. Die SZ verbeugt sich vor Natascha Wodin, die im Erzählband "Der Fluss und das Meer" von der Entstehung und Entfaltung des Unglücks erzählt. Und der Dlf ist berührt davon, wie feinhumorig Tiny Fisscher im Kinderbuch "Vogel ist tot" von der Trauer erzählt.

Donnerstag, 18.01.2024

9punkt - Die Debattenrundschau

Augenmaß und auch etwas Mut

18.01.2024 In der FAZ erinnert Alexander Estis Masha Gessen, Deborah Feldman und Susan Neiman daran, dass Gedenkkultur in erster Linie den Toten gilt und nicht der Erziehung der Lebenden. Die SZ freut sich über die Anti-AfD-Demos, auch der Soziologe Nils C. Kumkar, der die AfD darauf festnageln willl, dass man nicht ein bisschen rechtsextrem sein kann. Auch links tut sich was: Der Wokeismus hat seinen Peak überschritten, glaubt die Zeit. Weniger Antidiskriminierungsklauseln und mehr Mut zur Auseinandersetzung fordern der Tagesspiegel und die Philosophie-Professorin Maria-Sibylla Lotter im Interview mit der Zeit.

Efeu - Die Kulturrundschau

Das könnte empören

18.01.2024 "Strike Germany" unterstützen, aber ihre Romane dürfen gern weiter von deutschen Bühnen adaptiert werden - was ist bloß in Annie Ernaux gefahren, fragen sich die Feuilletons: Hat sie überhaupt begriffen, was sie da unterschrieben hat, möchte die Zeit wissen. Die Welt fragt sich derweil, ob die Sensation und die moralische Empörung, die die Correctiv-Recherche auf der Bühne des Berliner Ensembles auslöst, der Sache wirklich dienlich ist. In Paris erlebt sie noch einmal, wie Mike Kelley den amerikanischen Katholizismus aufmischte. Jenseits von Venedig macht Roman Polanskis "The Palace" richtig Spaß, versichert die SZ.

Medienticker

Schrift ist eine Welt

18.01.2024 Comic-Biografie zum Start ins Kafka-Jubliäumsjahr - Weimar 1756-1933: Helge Hesses über deutsches Versprechen - Grafiker Rainer Menschik im Gespräch + Autoren gegen ChatGPT: Jonathan Franzen, John Grisham und George R.R. Martin verklagen Open A.

Bücherschau des Tages

Nach Bolivien, funky, funky

18.01.2024 Die FAZ erlebt mit Natascha Kramberger Leid und Freud nachhaltiger Landwirtschaft auf einem Bauernhof in Slowenien. Viel Spaß hat sie auch mit Jörg Schiekes klugem Buchstabentanz in "Silverman schickt mich". Dlf Kultur empfiehlt wärmstens die wiederaufgelegte Autobiografie Manes Sperbers. Die FR lernt von Jean Amery, dass der neue Antisemitismus immer auch der alte ist. Und der Dlf liest beklommen Resoketswe Manenzhes "Wir Zerrissenen" über eine schwarz-weiße Familie im Südafrika der Apartheid.

Freitag, 19.01.2024

9punkt - Die Debattenrundschau

Wenn das keine intellektuelle Scheinheiligkeit ist

19.01.2024 In der SZ prangert eine desillusionierte Eva Illouz die Beschönigungen linker Autorinnen wie Judith Butler an. In Debatte um Migration und Klimawandel wird der Elefant im Raum meist beschwiegen, meint Daniele Dell'Agli im Perlentaucher: die Demografie. Miriam Rürup im Tagesspiegel und Ronen Steinke in der Jüdischen Allgemeinen plädieren für ein Verbot der AfD. In der Welt gratuliert Viktor Jerofejew dem "Pionier der kommunistischen Dummheit" Wladimir Iljitsch Lenin zum hundertsten Todestag.

Efeu - Die Kulturrundschau

Kirchentag auf Rum-Cola

19.01.2024 Die Inszenierung der Correctiv-Recherche am Berliner Ensemble beherrscht die Feuilletons: taz und Tagesspiegel halten die Fahne des politischen Theaters hoch, die Welt befürchtet, dass die AfD von diesem "Akt des Kulturkampfs" profitiert, die SZ entdeckt die Komik der rechten Runde. Das neue Green Day-Album spaltet: Die Zeit schwelgt im High-School-Lebensgefühl, für den Standard ist die Band zu Normies geworden. Der Tagesspiegel erforscht die Geschichte des Stilllebens in der Dresdner Gemäldegalerie. Die FAZ lauscht dem Dialog der Eremiten Michail Pletnjow und Martha Argerich.

Medienticker

feministische Hör-Tour

19.01.2024 Aktualisiert: Astrid Böhmisch, neue Direktorin der Leipziger Buchmesse, im Porträt - Sonntags-Primetime verliert in fünf Jahren fünf Millionen Zuschauer - Hörtipps: Zum 100. Geburtstag des Schlagzeugers Max Roach: "Treibende Kraft an den Trommeln" + Zeruya Shalevs Debüt der Erfolgsautorin aus Israel erscheint erstmals auf Deutsch + Hörtipps für das Wochenende

Bücherschau des Tages

Letzte Dinge

19.01.2024 Die FAZ lernt eine starke junge Frau kennen, in Barbara Beuys' Biografie der "Heldin von Auschwitz", Mala Zimetbaum. Lob gibt's auch für Johannes Preiser-Kapellers Geschichte des Byzantinischen Reichs. Die FR liest mit Sigrid Nunez' "Die Verletzlichen" einen beglückenden Lockdown-Roman. Dlf taucht ein in die marokkanische Gesellschaft mit Yasmine Chamis Ehebruchsdrama "Tief ins Fleisch".

Samstag, 20.01.2024

9punkt - Die Debattenrundschau

Eine ominöse Substanz

20.01.2024 Die Bilder aus Hamburg und anderen Städten sind beeindruckend: Endlich wird gegen Rechtsextremismus demonstriert, freut sich die taz: "Es geht um die Frage, auf welcher Seite man steht." Auch der Rabbiner Pinchas Goldschmid, der aus Moskau emigriert ist und den Karlspreis bekommen wird, bekennt laut der Jüdischen Allgemeinen seinen Stolz, auf der richtigen Seite der Geschichte zu stehen. Viel diskutiert wird über das neue deutsche Staatsbürgerschaftsrecht - die FAZ ist kritisch, der Tagesspiegel freut sich. Und Joschka Fischer redet in der Augsburger Allgemeinen Klartext über Israel und über Deutschland.

Efeu - Die Kulturrundschau

Intellektuelles Labyrinth der Hipness-Ebenen

20.01.2024 Die FAZ überlegt, ob ohne White Cube die Kunst wieder etwas rumpeliger, individueller würde. Die SZ durchleidet Luk Percevals Adaption von Hans Falladas Roman "Wolf unter Wölfen" am Hamburger Thalia-Theater, die nachtkritik erfreut sich dagegen an den weißen Billardkugeln von Bühnenbildnerin Annette Kurz. Die begeisterte taz entdeckt die 1966 bei einem Verkehrsunfall mit 23 Jahren gestorbene Autorin Diane Oliver. Zeit online trauert um das Musikmagazin Pitchfork, die SZ um Frank Z, den Sänger der Punkband "Abwärts".

Bücherschau des Tages

Die Einsamkeit fallender Tropfen

20.01.2024 Bei der hingerissenen FAS kochen die Emotionen hoch, während sie Simon Shusters Reportage über den Komiker, Präsidenten, Ehemann und Kriegsherrn Wolodymyr Selenskyj verfolgt. Der taz nimmt eine neue Lenin-Biografie jede Illusion über den ersten kommunistischen Führer. Die NZZ versenkt sich mit  Matsuo Basho, Kamo no Chomei und Bar Juyi in die Natur. Der Dlf unternimmt mit Uta Gosmanns Gedichten eine "Reise durchs Nimmerich". Dlf Kultur swingt mit John Giorno durch die schwule Kunstszene der USA in den 60er und 70er Jahren.

Montag, 22.01.2024

9punkt - Die Debattenrundschau

Schockierend, aber nicht schockierend neu

22.01.2024 "Da hat sich etwas ein Ventil gesucht", resümiert die taz nach den riesigen Demos am Wochenende, aber was genau? Viel kommt darauf an, wie lange Xi Jinping und Putin noch leben, sagt Russlandexperte Alexander Gabujew in der NZZ: je länger, desto enger die russisch-chinesische Freundschaft. Fania Oz-Salzberger zeichnet auf Twitter einen radikalen Stimmungsumschwung in Israel nach dem 7. Oktober nach. Joe Biden reagiert auf Twitter humorvoll auf Donald Trumps Aussetzer.

Efeu - Die Kulturrundschau

Sofa-Savanne und Weg-Champagner

22.01.2024 Die Nachtkritik sieht bei Claudia Bauers Adaption von Luis Buñuels "Der Würgeengel" in Frankfurt die Moralfassade der Gesellschaft bröckeln. Die Jungle World ist begeistert, wie Wes Anderson mit seinen neuen Kurzfilmen den Erzähler Roald Dahl vor sich selbst rettet. Die FAZ berichtet von Marienikonen in russischen Schützengräben. Und die FAS stapft mit der Musik von Maximilian Hecker durch verschneite Großstadtnächte.

Medienticker

Weltretten

22.01.2024 Das New Institute in Hamburg - "Zensur" in Deutschland & die Auswirkungen auf DAAD-Autoren-Stipendien - Historie: Der Untote auf dem Roten Platz - Angela Steidele über historische Lesben-Bücher

Bücherschau des Tages

Planetarische Nebel

22.01.2024 Die FAZ amüsiert sich mit Filiz Penzkofers Jugendbuch "Alles im Grünen" mit einer durchgeknallten Berliner WG, die eine Leiche beseitigen muss. Mit Fiona Longmuirs Kinderkrimi ist sie "Auf der Suche nach Emily McCrae" und dabei angenehm gegruselt. Der Dlf fliegt mit einem Kindersachbuch vom Katapult-Team in einem sprechenden Raumschiff ins Weltall. Die SZ liest mit Gewinn Melanie Wagers Studie zum antisemitischen Hetzblatt "Der Stürmer". Die NZZ erfährt von Jaroslaw Kuisz und Karolina Wigur, warum nationale Souveränität für Polen eine so große Rolle spielt. 

Dienstag, 23.01.2024

9punkt - Die Debattenrundschau

Reformwillig, aber nicht reformfähig

23.01.2024 Die Proteste am Wochenende galten nicht nur der AfD, sondern dem Rechtsruck, sagt Luisa Neubauer in der taz. Der "Antifaschismus" der Proteste ist wohlfeil, meint Thomas Schmid in der Welt. Der Berliner Kultursenator Joe Chialo lässt die Antidiskriminierungsklausel fallen, melden die Zeitungen. In der FAZ schreibt Dan Diner über die Gründung Israels. In der FR erklärt Christoph Menke, warum die Hamas nicht von Freiheit reden kann.

Efeu - Die Kulturrundschau

Modegötter und eine leibhaftige Königin

23.01.2024 Die Doppelspitze der Berlinale hat ihren letzten Festivaljahrgang vorgestellt - und der kann sich sehen lassen, findet der Filmdienst. Der Tagesspiegel schaut zurück auf die "glücklose Amtszeit" der Berlinale-Leitung. Die Welt feiert mit Herbert Fritschs Inszenierung von "Das Portal" in Stuttgart den gehobenen Trash. Schade, dass die Disneyserie über Modedesigner Cristóbal Balenciaga so erdenschwer geraten ist, findet der Tagesanzeiger: Seine Kleider schwebten doch!

Magazinrundschau

Orange wie ein unverblümtes Ende

23.01.2024 Wenn Hutu und Tutsi Frieden schließen können, schaffen das vielleicht auch Israelis und Palästinenser, hofft in New Lines die israelische Schriftstellerin Maya Savir nach einem Besuch in Ruanda. Der Guardian sieht künftige Märtyrer strammstehen im palästinensischen Flüchtlingscamp Shatila. Himal blickt in Pakistans Gefängnisse. Der New Yorker widmet sich zwei Künstlerinnen: Sofia Coppola und Emily Mason. Die London Review erinnert an den vergessenen Krieg in Tigray. Vice probiert Creepy Weed.

Medienticker

Kulturförderung

23.01.2024 Berlin setzt umstrittene Antidiskriminierungsklausel aus: "Bekenntniszwänge sind kontraproduktiv" - "Weiße Flecken": Lene Albrec und ihre koloniale Spurensuche - Die Kamalitäten mit den Buddenbrockhaus-Umbau & die Probleme mit dem Nobelpreisträger bis heute + Hörtipp: Ultraschall Berlin Aufnahmen vom Festival für neue Musik sowie Jazz Live: "Vier Hände, ein Flügel" Aki Takase & Alexander von Schlippenbach.

Bücherschau des Tages

Der Bienenfresser und sein Sang

23.01.2024 Die FAZ freut sich über das gruselige Rätsel, das ihr Susan Krellers Roman "Salzruh" aufgibt. Außerdem schaut sie Sarah Kirsch zufrieden bei der Weltflucht zu. Die SZ taucht mit Tuvia Tenenbom ab in die Welt des orthodoxen Judentums. Die NZZ bewundert den erzählerischen Furor in Laszlo Krasznahorkais Erzählungsband "Im Wahn der Anderen". Und Dlf verfolgt im finster-prachtvollen Roman der argentinischen Schriftstellerin Aurora Venturini, wie eine Hochbegabte mit Tieren und okkulten Mächten kommuniziert.

Mittwoch, 24.01.2024

9punkt - Die Debattenrundschau

Nicht nur das Leben von Kühen schützen

24.01.2024 Im Spiegel fordert Aleida Assmann, die Erinnerung an die Nakba in der deutschen Erinnerungskultur zu verankern. Im Guardian skizziert Timothy Garton Ash, wie schwierig es für Donald Tusk ist, die Demokratie in Polen wiederherzustellen. Demokratien sind "uns nicht von Natur aus gegeben", meint indes Timothy Snyder, der auf Zeit Online daran erinnert, dass wir auch an die Rechtsstaatlichkeit glauben müssen. Ebenfalls auf Zeit Online fragt Vanessa Vu, warum so wenige Stimmen von Migranten bei den Anti-AfD-Protesten zu hören waren. FAZ und taz denken weiterhin über Für und Wider der Antidiskriminierungsklausel nach.

Efeu - Die Kulturrundschau

Ich habe den Verhältnissen gekündigt

24.01.2024 Die Oscarnominierungen sind raus - nominiert sind neben Barbenheimer unter anderem Sandra Hüller sowie Filme von İlker Çatak und Wim Wenders. Die FR kann sich gut vorstellen, dass Hüller am Ende gewinnt. Die NZZ amüsiert sich in Basel mit Ariane Kochs "Kranken Hunden". Die FAZ begutachtet wulstige Stirnpartien französischer Politiker in der Daumier-Ausstellung im Frankfurter Städel. Uwe Eric Laufenburg verlässt das Staatstheater Wiesbaden, meldet die FR. Außerdem trauern die Feuilletons um die Lyrikerin Elke Erb, den Filmregisseur Norman Jewison und den Popproduzenten Frank Farian.

Medienticker

Wir sind Oscar

24.01.2024 Amazon muss Millionenstrafe wegen Überwachung von Mitarbeitern in Frankreich zahlen - Buchkritik: Daniel Falbs
Deutschland - Zum Tod der Lyrikerin Elke Erb + Hörtipps: Abstrakte Vokalmusik & Ultraschall Berlin vom Festival für neue Musik  im Radialsystem ...

Bücherschau des Tages

Der Ort der Wahrheit

24.01.2024 Dlf Kultur bewundert die kühne Opulenz von C Pam Zhangs dystopischem Roman "Wo Milch und Honig fließen". Die NZZ liest erschüttert die Aufzeichnungen des ukrainischen Journalisten Stanislaw Assejew aus einem russischen Foltergefängnis im besetzen Donezk. Die FAZ fröstelt bei der Lektüre von Sergej Lebedews Erzählungen im Wind, der über Stalins Datscha heraufzieht. Die FR wandert mit Hans Jürgen von der Wense durch die deutschen Mittelgebirge.

Donnerstag, 25.01.2024

Efeu - Die Kulturrundschau

Nur bedingt kultiviert

25.01.2024 Uneins sind sich die Kritiker über Kilian Riedhofs filmisches Porträt der jüdischen Kollaborateurin Stella Goldschlag: Zu kitschig, winkt die FAZ ab, der Tagesspiegel sieht sich hingegen mit der Frage konfrontiert: Was hättest du getan? Auch Milo Raus Genfer Inszenierung "Justice" über ein Tanker-Unglück im Kongo teilt die Kritik in zwei Lager: Eine "visuelle Pornographie der Grässlichkeit", sieht die FAZ, die "Gelüste verwöhnter Kulinariker" werden vollauf befriedigt, meint der Standard. Der Guardian gruselt sich in London derweil vor Hauskatzen, die Teepartys feiern. Und die SZ denkt über die Zukunft von Beton nach.

9punkt - Die Debattenrundschau

Zögern und Taktieren

25.01.2024 Zeit und SZ lernen in Polen, wie schwierig es ist, ein illiberales System mit legalen Mitteln zurückzu bauen. Bei Spon warnt Sascha Lobo davor, Rechte und Konservative in einen Topf zu werfen. Die Linke braucht einen Plan, erkennt der Journalist Vincent Bevins, der über erfolgreiche Demonstrationen hinaus reicht. Im Tagesspiegel begrüßt Meron Mendel das vorzeitige Aus für die Berliner Antidiskriminierungsklausel, fordert aber mehr Widerstand gegen BDS in den Kulturinstitutionen.

Medienticker

KI in der Kunst

25.01.2024 Wie kann KI Fälschungen erkennen? - SAP baut Konzern in Richtung KI um - 40 Jahre Macintosh: Das war damals eine Revolution - Buchkritik u. a. über Friedrich Lengers "Der Preis der Welt" bzw. die Globalgeschichte des Kapitalismus + Heinz Budes "Abschied von den Boomern" - Auflagen der Publikumszeitschriften: TV Spielfilm und Playboy große Gewinner, Bild am Sonntag und Spiegel große Verlierer + Glückwunsch für den Dichter Alfred Gulden zum 80.

Medienticker

Medienticker

25.01.2024

Bücherschau des Tages

Aus dem Leben des Personals

25.01.2024 Die FAZ erlebt mit Alvaro Enrigues "Von Königreichen hast du geträumt" die historische Begegnung zwischen dem spanischen Eroberer Hernan Cortes und dem aztekischen König Moctezuma II., in Thomas Lehrs "Manfred" begegnet sie einer humorvollen außerirdischen Entität namens Zorrgh. Die NZZ lauscht mit Stine Pilgaard in einem dänischen Genossenschaftshaus "Liedern in allen Lebenslagen". Die Zeit nimmt mit Heinz Bude "Abschied von den Boomern".

Freitag, 26.01.2024

9punkt - Die Debattenrundschau

Ausschließlich Wirklichkeiten

26.01.2024 In der Welt fürchtet der Politikwissenschaftler Asiem El Difraoui die Entstehung dschihadistischer Emirate in der Sahelzone. In Italien ist der Antisemitismus so stark geworden, dass man das Erinnern am Holocaust-Gedenktag lieber den Nichtjuden überlassen möchte, berichtet die FAZ. Der Tagesspiegel zählt die zerstörten Kulturstätten in Gaza. Der Dlf berichtet, wie bei den Corona-Hilfen in der Kulturbranche getrickst wurde. In der SZ konstatiert der Soziologe Hartmut Rosa eine Ablehnung der Leitmedien auch im akademischen Milieu.

Efeu - Die Kulturrundschau

Diskursiv inhalierter Ernst

26.01.2024 Die FAZ braucht gute Ohren und starke Nerven in Claudia Bossards Münchner Adaption von Thomas Manns "Zauberberg". Außerdem bewundert sie die neuen Synagogen in Dessau und Potsdam. SZ und Nachtkritik lassen sich von Stefan Kaegi daran erinnern, Taiwan nicht zu vergessen. Artechock schöpft beim Filmfestival Max Ophüls dank Bastian Gascho wieder Hoffnung für den deutschen Film. taz und Tagesspiegel fürchten mit dem Ende von pitchfork um die Zukunft des Musikjournalismus. Die Zeitungen trauern um den Künstler Carl Andre.

Medienticker

Wie, was, wann?

26.01.2024 Aktualisiert: Lesevorsätze 2024 - Kulturwissenschaftlerin Elisabeth Bronfen über ihren Drang, in Widersprüchen zu denken - Hörfrunk-Buchkritik: Jörg Magenau über witzigen Uni-Roman "Die Rassistin" von Jana Scheer - Dietmar Dath gratuliert Angela Davis zum 80: Präsenzlehre in Freiheit + Hörfunk -Wochenendtipps ...

Bücherschau des Tages

Abgründe einer wohlmeinenden Öffentlichkeit

26.01.2024 FAZ und FR hören gebannt zu, wenn ihnen die Philosophin Rahel Jaeggi erklärt, wann soziale Veränderungen fortschrittlich sind. Außerdem blickt die FAZ mit Tolkien, Dante und Carlo Rovelli in "Weiße Löcher". Die SZ lernt von Heinz Bude: Die Boomer haben noch ihre ökologische Verwüstung abzuarbeiten. Dlf Kultur lässt sich von Jana Scheerer eine groteske Geschichte über einen Rassismus-Vorfall an der Uni erzählen und lernt von Hektor Haarkötter allerhand über Küss-Kulturen.

Samstag, 27.01.2024

9punkt - Die Debattenrundschau

Die schöne Harmonie

27.01.2024 Wir sind verdammt dazu, mit der Hamas zu verhandeln, sagt David Grossman in der FAS. Derweil warnt der Internationale Gerichtshof vor einem Völkermord in Gaza - der Hamas gefällt das, weiß die Welt. Ebenfalls in der FAS fragt Michel Friedman, ob die "oft beschworene Erinnerungskultur" in Deutschland überhaupt stattfindet. Der Kampf gegen Antisemitismus im deutschen Kulturbetrieb werde immer "woker", klagt Deniz Yücel in der Welt. In der FR skizziert der Historiker Jens-Christian Wagner, wie die AfD das Tabu bricht, als Nazi zu gelten. Die Hürden für ein AfD-Verbot sind niedriger als angenommen, meint der der Verfassungsrechtler Andreas Fischer-Lescano in der taz.

Efeu - Die Kulturrundschau

Regie über Himmel und Horizont

27.01.2024 Die FAZ durchstreift mit Alexander Sokurows Animationsfilm "Märchen" ein geisterhaftes Schattenreich, in dem Hitler, Stalin und Mussolini auf ihre Erlösung durch Christus warten. Die NZZ beklagt Annie Ernauxs Neigung, jeden offenen Briefen zu unterschreiben, der bei Drei nicht auf den Bäumen ist. Die Welt sieht auf Jeff Walls Fotos in der Fondation Beyerler Unsichtbares sichtbar werden. Die taz ist beeindruckt von der "trotzigen Gefasstheit" der Kunstszene Taiwans. Und die FAS erfährt bei Kim Armstrongs lebendig-farbigem Klavierspiel was menschliches Musizieren ausmacht.

Bücherschau des Tages

Kraftwerk aus Quatsch

27.01.2024 Die FAZ kann kaum glauben, wie aktuell John Sanfords Roman "Menschen vom Himmel" von 1943 von Rassismus und Ausgrenzung in den USA erzählt. Die SZ hält mit dem von Corry Guttstadt herausgegebenen Sammelband über türkisch-islamischen Antisemitismus ein Glanzstück "politischer Bildung" in Händen. Der Dlf empfiehlt wärmstens Benny Morris' kluge geschichtliche Abhandlung über den ersten arabisch-israelischen Krieg. Außerdem rät er, die unterhaltsamen Vorlesungen des Wissenschaftsphilosophen Paul Feyerabend von 1985 "gewissermaßen mit den Ohren" zu lesen.

Montag, 29.01.2024

9punkt - Die Debattenrundschau

Gegen eine Wand

29.01.2024 Die Welt notiert, wie sehr die Hamas davon profitiert, im Gegensatz zu Israel die Menschenrechtskonvention nicht unterzeichnet zu haben. Deutsche Menschenrechtler haben Strafanzeige gegen protürkische Milizenführer in Syrien erstattet, die sich mittels gezielter Vertreibungen, Folterungen und Erpressung bereichern, berichtet die taz. Netzpolitik bedauert den Abgang des Bundesdatenschutzbeauftragten Ulrich Kelber.

Efeu - Die Kulturrundschau

Hintergrund wird Vordergrund

29.01.2024 Die taz fiebert mit Katie Mitchells Inszenierung "Written on Skin" bei einer Liebesgeschichte mit furchtbarem Ausgang mit. Gianluca Valleros Kreuzberger Indiekomödie "The Woddafucka Thing" hat, was üppig mit Fördermitteln ausgestattete Filme oft missen lassen, jubelt sie außerdem: spontanen Witz und eine angenehme Lust am Verpeilten. Die FAZ bewundert in neuen Aufnahmen Bruckners existenzielle Zerrissenheit und Gesamt-Architektonik. Jungle World und Tagesspiegel lustwandeln mit dem Dokumentarfilm "Die Ausstattung der Welt" durch den Fundus der Filmrequisiten, die hier die eigentlichen Stars sind.

Medienticker

Erinnerungskultur

29.01.2024 Heinz Budde über den Abschied der Boomer - Hörtipp: "Nur aus Zufall Musiker" Luigi Nonos ideologisch motivierte Kunst + Buchkritik: "Magnolia" von Monica Brashears & die Hörbuch-Kritik zu Jens Wawrczecks How to Hitchcock

Bücherschau des Tages

Kleine Akte der Menschlichkeit

29.01.2024 Der Dlf zeigt sich nachhaltig beeindruckt von zwei Büchern aus den Niederlanden, die den Holocaust für junge Leser aufarbeiten: Martine Letteries Buch "Kinder mit Stern" erzählt die Schicksale jüdischer Kinder im Durchgangslager Westerbork. Astrid Sy folgt in ihrem Roman "Nenn' keine Namen" zwei Widerstandskämpferinnen während der deutschen Besatzung. Dlf Kultur empfiehlt Michel Friedmans Essay über Antisemitismus als Weigerung, sich vom grassierenden Hass anstecken zu lassen. Die SZ liest bei Stefanie Palm, wie ehemalige Nazis die Medienpolitik in der Nachkriegszeit beeinflussten.

Dienstag, 30.01.2024

9punkt - Die Debattenrundschau

Gegen die Gottheit tritt man nicht an

30.01.2024 Die Russen verhalten sich wie Sklaven, die die Größe ihres Herren anbeten, notiert ein deprimierter Michail Schischkin im Gespräch mit der Welt. Was bei den Demos gegen die AfD viel zu wenig zur Sprache kam, ist, wer der eigentliche Pate des Rechtsextremismus in Europa ist, nämlich Wladimir Putin, meint Richard Herzinger in seinem Blog. In Polen werden jetzt auch die superrepressiven Abtreibungsgesetze der Kaczynski-Regierung geschleift, freut sich hpd.de.

Efeu - Die Kulturrundschau

Zwiespältige Apparate der Erkenntnis

30.01.2024 FAZ und VAN begeistern sich für Nikolai Rimski-Korsakows bitterböse Russland-Oper "Der goldene Hahn" in Berlin, die auch heute noch das Zeug hat, die Eliten zu erzürnen. Der deutschsprachige Filmnachwuchs zeigt wieder mehr Lust am Experiment, nimmt die taz als Erkenntnis vom Filmfestival Max Ophüls Preis mit. In der Musik von Myra Melford beobachtet sie das Licht beim Singen. In den Romanen von Sayaka Murata entdeckt sich Japans junge Generation als stille Nonkonformisten wieder, notiert die NZZ.

Magazinrundschau

Projekt der ultimativen Freiheit

30.01.2024 Harper's erklärt, warum für einen Frieden im Nahen Osten eine grundlegende neue Verfassung in Israel nötig ist. Outlook India bestaunt in Ayodhya einen Hanuman mit Sixpack. Der New Yorker sieht die Kluft zwischen kämpfenden und verweigernden Ukrainern wachsen. Dinos gibts auch weiterhin nur im Kino, versichert die LRB. Wired beobachtet ein neues Space Race. New Lines lernt in Nigeria, warum die Pfingstbewegung die besten Horrorfilme produziert.

Medienticker

Zwischen Lizenzhimmel & Steuerhölle

30.01.2024 Ilse Helbich ist tot - Max Ophüls Preis: Mosaik der traurigen Herzen - Studie: Musik machen hält das Gehirn auch im Alter gesund -  Jon Fosse: Norwegens Literatur-Nobelpreisträger im Jazz und Folk + Eine Straßenkritik: "Alle helfen..." von Rike Drust + Hörtipp: Die besten Nono-Kompositionen

Bücherschau des Tages

Durch Kriege und über Kontinente

30.01.2024 Dlf Kultur ist begeistert von Aleksandar Hemons neuem Roman "Die Welt und alles, was sie enthält", dessen Protagonist gleichzeitig pikaresker Held, sephardischer Jude, Poet und Opiumjunkie ist. Ein luftiges Kunstwerk hat Alex Capus mit seinem schmalen Band "Das kleine Haus am Sonnenhang" geschaffen, schwärmt die NZZ. Die taz verliert sich gerne in Elias Hirschls irrem Roman "Content" - ein bisschen unbehaglich wird ihr bei dieser Dystopie über das Web 2.0 aber auch. Die SZ sieht in Laszlo Krasznahorkai einen modernen Kafka.

Mittwoch, 31.01.2024

9punkt - Die Debattenrundschau

Keiner von ihnen hat je widersprochen

31.01.2024 Der 7. Oktober dominiert nach wie vor die Debatten. Und er stellt auch das Gedenken an den Holocaust in ein neues Licht, meinen Josef Schuster in der Jüdischen Allgemeinen und Rachel Salamander in ihrer Rede zum Moses-Mendelssohn-Preis. Auch die Nähe der auch von Deutschland finanzierten UNRWA zur Hamas ist weiter Debattenthema. Atlantic prangert die  totalitären Fantasien von Techno-Königen wie Mark Zuckerberg und Elon Musk an.

Efeu - Die Kulturrundschau

Person, die nur rückwärtsgeht

31.01.2024 Boykottaufrufe allerorten: Zeit Online ärgert sich darüber, dass reihenweise Musiker auf die antisemitischen Narrative von "Strike Germany" hereinfallen. Auch die Forderung, Israel vom Eurovision Song Contest auszuschließen, sorgt für Ärger. Wer auf der Suche nach einem Schutzengel ist, sollte das neue Album von Tractus hören, so die Welt. Die FR blickt begeistert auf Maria Lassnigs rabiat verbeulte Figuren. Im Wiener Theater am Werk werden Ionescos "Stühle" mit Witz und Grazie zu Rollstühlen umfunktioniert, freut sich der Standard.

Medienticker

Durch Nichtstun Fakten schaffen

31.01.2024 Länder wollen Erhöhung des Rundfunkbeitrags umgehen - Das ist doch Kita-Sprech: Olaf Scholz & Juli Zeh im Gespräch in Zeiten des Umbruchs: Selten war Olaf so gut - Petitionen und Gegenpetitionen: Der Streit um Sylvain Tesson + Hörtipp: Zwei Tasten-Genies im Duo vereint: Michael Wollny & Joachim Kühn ...

Bücherschau des Tages

Psychotherapeutisches road movie

31.01.2024 Dlf Kultur besteigt mit Michael Köhlmeier im Jahr 1922 "Das Philosophenschiff" und begegnet dort Lenin, der mit einer 14-Jährigen über Macht diskutiert. Die FAZ erfährt mit einer Graphic Novel von Barbara Yelin das psychische Abenteuer des Überlebens der KZ-Überlebenden Emmie Arbel. Der Dlf  überfliegt mit Hannes Bajohrs "(Berlin, Miami)" die höchste Metaebene der Literatur. Die NZZ macht Bekanntschaft mit Maja Haderlaps "Nachtfrauen".

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BuchLink: Aktuelle Leseproben. In Kooperation mit den Verlagen (Info)

Tomer Gardi. Liefern - Roman. Tropen Verlag, Stuttgart, 2026.Tomer Gardi: Liefern
Aus dem Hebräischen von und in Zusammenarbeit mit Anne Birkenhauer. Sie sind überall, wir sehen sie jeden Tag. Egal ob in Delhi, Tel Aviv, Buenos Aires, Istanbul oder Berlin,…
Wolfgang Müller-Funk. Grenzen - Ein Versuch über den Menschen. Matthes und Seitz, Berlin, 2025.Wolfgang Müller-Funk: Grenzen
Grenzen sind in einer globalisierten Welt zum Dauerthema geworden: Die Überwindung von Grenzen wird zum Versprechen wie zum panischen Schrecken, und die Annahme, dass in…
Christoph Bartmann. Attacke von rechts - Der neue Kampf um die Kultur. Carl Hanser Verlag, München, 2026.Christoph Bartmann: Attacke von rechts
Anhand internationaler Beispiele zeigt Christoph Bartmann wie Rechtspopulisten die Kulturpolitik als Kampfplatz für ihre Ideologie nutzen. Museen, Theater und Bibliotheken…
Selma Asotic. Sag Feuer - Gedichte. Suhrkamp Verlag, Berlin, 2025.Selma Asotic: Sag Feuer
Aus dem Bosnischen von Marie Alpermann und Rebekka Zeinzinger. Selma Asotić hat sich als junge feministische Stimme aus Bosnien einen Namen gemacht. Ihre Lyrik ist einfach,…

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