Perlentaucher - Online Kulturmagazin mit Presseschau, Rezensionen, Feuilleton

zuletzt aktualisiert 10.02.2026, 15.41 Uhr
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  • Perlentaucher-Debatte Literaturkritik im Netz: Angestoßen von Wolfram Schütte. Mit Beiträgen von Sieglinde Geisel, Jan Dress und anderen
  • Daniele Dell'Agli: Aufruhr im Zwischenreich: Plädoyer für eine Befreiung des Themas Sterbehilfe aus dem Griff der Politik und mit ihr paktierender Verbandseliten
  • Monotheismus-Debatte im Perlentaucher: Angestoßen von Jan Assmann. Mit Beiträgen von Klaus Müller, Peter Sloterdijk und anderen
  • Die Beschneidungsdebatte: im Perlentaucher und in anderen Medien
  • Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
  • Der dänische Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
  • Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
  • Der 11.September: Eine Presseschau
  • Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Perlentaucher-Autoren
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Perlentaucher-Fakten

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Bücher
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Buchautoren

Perlentaucher Archiv

Sortiert nach Datum | Rubriken

Dienstag, 01.07.2008

Magazinrundschau

Herr Kafka war nie zu spät

01.07.2008 Im American Scholar erkennt Yaleprofessor William Deresiewicz die Nachteile einer Elite-Erziehung, als er seinem Klempner gegenübersteht. Al Ahram beschreibt die Scharlatanerie postmoderner Literaturkritik. Tygodnik Powszechny besucht die "Sacroexpo". In der New York Review of Books analysiert Zadie Smith den Supra-Kafka. Im Espresso erklärt Umberto Eco italienischen Ministerialbeamten den Vokativ. Im Merkur empfiehlt Heinz Schlaffer Kunstkritikern die Lektüre von Theokrits Idyllen. Die New York Times sucht Kinder in Europa.

Heute in den Feuilletons

Lächelnde Guillotine

01.07.2008 Die FR weiß, warum der Moskauer Kurator Andrej Jerofejew entlassen wurde: die Russen fürchten, dass die Kunst aufs Bewusstsein einwirkt. In der Berliner Zeitung erzählt William Gibson, wie er den Cyberspace erfand.  Die SZ stellt mit Fethullah Gülen den wichtigsten weinenden Intellektuellen der Welt vor und verabschiedet die Aufklärung gleich mit: Dieser Mann wird geachtet als Lehrer, geliebt als Führer, ersehnt als Prediger. 

Bücherschau des Tages

Gegenangriff auf das eigene Selbst

01.07.2008 Die SZ warnt nach Oliver Sacks Buch über Musik und das Gehirn "Der einarmige Pianist": Blitzschläge können nach Klaviermusik süchtig machen. Als unbedingt zwingende Lektüre empfiehlt sie Friedrich Dieckmanns Goethe-Interpretationen "Geglückte Balance". Die NZZ folgt mit "Anatolin" Hans-Ulrich Treichel in die leeren Weiten Wolhyniens und der Seele. Die FAZ liest Jean Giraudoux' "Doppelmemoiren".

Medienticker-Archiv

Blogs und Blockaden

01.07.2008 Freedom of Speech - Rabulistik und Überwachen? Geht nicht immer gut - Ein Test: Semantische Suchmaschinen - Google-Recherche: Fakten? Check! - iGoogle wird zum Social Network - 10 Gründe gegen das Netz - Studenten-Kunstschau: Der Widerspenstigen Förderung - Ferienliteratur:Lockruf des Gebirges + Kuriosester Buchtitel gesucht.

Mittwoch, 02.07.2008

Heute in den Feuilletons

Danton ist nicht Hitler!

02.07.2008 In der NZZ sucht Ralf Dahrendorf den Weg zum wahren Europa. Die Welt liest ein Schwarzbuch der Französischen Revolution. Die FAZ fragt: Wie stellt sich ideale Schönheit in den Hirnaktivitäten dar? In der Achse des Guten googelt Hannes Stein das Wort "Existenzrecht". Und die Medienlese nennt zehn Gründe gegen das Netz.

Bücherschau des Tages

Gemeineidgenössische Abwehrreaktion

02.07.2008 Tapfer steckt die NZZ die Schläge weg, die Roger Sablonier dem freiheitlichen Gründungsmythos der Schweiz versetzt. Echten theoretischen Mehrwert verspricht die FR mit W.J.T. Mitchells "Bildtheorie". Über Udo Pollmers und Susanne Warmuths Report zur Nahrungsmittelindustrie "Pillen, Pulver, Powerstoffe" vergeht der FAZ fast der Geschmack an Kaffee. Im Streit um Reinhard Kaiser-Mühleckers Romandebüt "Der lange Gang über die Stationen" schlägt sich die SZ auf die Seite der Anhänger.

Bücherbrief

Mordsgefährliche einfache Leute

02.07.2008 Ein Kriegstagebuch, das mit den Mythen des serbischen Nationalismus abrechnet, eine drei Frauengenerationen umspannende Familiensaga, Mathematik und Sex, der Wagner-Clan, John McEnroe und Europas Weg zum Frieden - das alles und noch mehr in den besten Büchern des Monats.

Link des Tages

Blaupause der Macht

02.07.2008 Kann ein Olympiastadion ein undemokratisches Regime kräftigen? Gibt es Bauten des Bösen? Seit dem Erscheinen von Deyan Sudjics Buch "The Edifice Complex: How the Rich and Powerful Shape the World" wird in Zeitungen und Zeitschriften lebhaft über Architektur und Moral gestritten. Wir haben Artikel und Interviews zum Thema zusammengestellt.

Medienticker-Archiv

Erfinder der Autobiografie

02.07.2008 Aktualisiert: Berliner Zeitung: Depenbrock behält Doppelfunktion - Augustinus' Bekenntnisse und Logik des Schreckens - Kopftuchapostel wird 2000 - Buch heute: Radio für Leser - Netzeitung ist bedroht - Nutzer sauer, Seite bitter: Yigg mit neuer Version - Marcel Beyer erhält Breitbach-Preis + Furchterregende Alles-Maschine: Fortsetzung "10 Gründe gegen das Netz".

Im Kino

Was mit Tieren

02.07.2008 Wie aus einem faulen fetten Panda der gefürchtete Drachenkrieger wird, das führt der Animationsfilm "Kung Fu Panda" als feuchten Traum jeden Nerds vor. Am in jeder Hinsicht anderen Ende der Kino-Skala befindet sich der Berliner Agenda- und Agentur-Microcinema-Film "After Effect". Tiere spielen allerdings auch hier eine wichtige Rolle.

Donnerstag, 03.07.2008

Heute in den Feuilletons

Kreuz und quer und vor allem weit

03.07.2008 Die Presse erklärt, was der UN-Menschenrechtsrat unter "Missbrauch der Meinungsfreiheit" versteht. Heise.de und viele Blogs wehren sich gegen neue EU-Pläne, die eine drastische Überwachung von Internetnutzern vorsehen. Zu Kafkas 125. Geburtstag preisen die Feuilletons den zweiten Band von Reiner Stachs Biografie. In der Zeit erklärt Roberto Saviano, wie die Mafia die Herzkammern der italienischen Wirtschaft eroberte. In der NZZ fragt Zafer Senocak: "Warum erfährt die türkische Aufklärung so wenig Unterstützung im Ausland?"

Bücherschau des Tages

Liebende Distanzlosigkeit

03.07.2008 Alle huldigen Franz Kafka, dem lachenden Heiligen. Und Reiner Stach für den zweiten Teil seiner Kafka-Biografie "Jahre der Erkenntnis": Die Zeit hat sie atemlos gelesen, die FR ertappte sich sogar dabei, auf ein gutes Ende zu hoffen. Gelobt wird auch Louis Begleys Kafka-Buch "Die ungeheure Welt, die ich im Kopf habe. Sehr empfehlen kann die Zeit außerdem Linda Bilmes' und Joseph Stiglitz' Bilanz des Irakkriegs "Die wahren Kosten des Krieges". Die FAZ liest Will Selfs Groteske aus dem London der achtziger Jahre "Dorian".

Medienticker-Archiv

Kafka-Tag

03.07.2008 Franz K. allerorten - Weltweit werden die Menschen glücklicher, aber nicht die Deutschen - 80 Jahre verschollen: Szenen von Fritz Langs "Metropolis" - Deutsches Kino: Dieser Film schreibt Geschichte - Warum Jack Nicholson streiken will: Droht Hollywood der große Schauspielerstreik? - Berliner Zeitung: "Verleger gesucht" (2) - Pöbeln a la française - Schon wieder 120.000 neue Bücher! + Endlich! Website verjagt Mücken.

Freitag, 04.07.2008

Heute in den Feuilletons

Riesenburger grillen

04.07.2008 In der Welt erklärt Jonathan Franzen, warum er Berlin liebt: Es ist ein Schatten seiner selbst. Die Berliner Zeitung weiß, warum es in der Berliner Staatsbibliothek künftig keinen Sinn hat, nach neuen Büchern zu suchen. Die FR rät: Keine Angst vor den Chinesen. Die NZZ blickt in die Zukunft des Kinos, die digital sein wird. Die Blogs schreiben über ein Gerichtsurteil, das Google zwingt, Nutzerdaten an die Musikindustrie herauszugeben.

Bücherschau des Tages

Beton-Epoche des verwalteten Lebens

04.07.2008 Unbekümmerte Wildheit entdeckt die SZ in William Blakes satirisch-lyrischer Prosa "Eine Insel im Mond". Von Hanns-Josef Ortheil und Klaus Siblewski erfährt sie, wie Romane entstehen. Die FAZ lobt Geradlinigkeit und Klugheit von Oskar Bätschmanns Monografie "Giovanni Bellini". Die NZZ empfiehlt Robert Kagans neues Buch "Die Demokratie und ihre Feinde" über das Rückkehr der Autokraten.

Medienticker-Archiv

Schlecht geredet

04.07.2008 Thesen zur deutschen Sprache - Martin Walsers Zeitgeist im Alleingang - Peter Handke erhält den Thomas Mann-Literaturpreis - Vom Irrsinn des Schwarz-Weiß-Denkens - Springer sieht sich als digitaler Gewinner - Literaturseite "Mindestens haltbar": Verfallsdatum abgelaufen? - Zukunft der Zeitung: Die blutigste Woche des Jahres - Jazz-Propagandakrieg:"Wirkungsvoller als Bomber- Geschwader" + Geogeeking für zu Hause.

Sonstiges

Stöbern

04.07.2008 Seit März 2000 baut der Perlentaucher eine Buchdatenbank auf und ordnet sie durch Schlag- und Stichworte. Durchsuchen Sie unsere Datenbank

Samstag, 05.07.2008

Heute in den Feuilletons

Dieser Reinheitseifer

05.07.2008 Grenzen sind für die Feuilletons heute zum Überschreiten da: In der Welt möchte Thea Dorn mit Doping das demokratische Mittelmaß überwinden, in der SZ erteilt Martin Walser allen Siemens-Bestechern die Absolution. Die NZZ fragt sich, ob der Medienrummel der Geisel Ingrid Betancourt genutzt oder geschadet hat. Spiegel Online erschaudert vor der Datenkrake Google. Und die FAZ genießt abseits des Sternerummels still ihren Seewolf mit Meeresalgen-Gurkensalat.

Bücherschau des Tages

Verführerisch gescheit

05.07.2008 Die FAZ liest mit großem Vergnügen John O'Haras neu übersetzte Satire über New Yorks Upperclass "Butterfield 8". Als literarisches Ereignis feiert sie Roland Barthes' "Die Vorbereitung des Romans". Die taz lobt Olivier Schrauwens Comic "Mein Junge". Sehr empfehlen kann sie auch Luciano Canforas Schrift "Die Freiheit exportieren" und Tom Segevs Geschichte "Die ersten Israelis".

Montag, 07.07.2008

Heute in den Feuilletons

Kein Grund für Grausamkeit

07.07.2008 In der SZ erklärt der geschasste Kurator Andrej Jerofejew, wie Selbstzensur im Putinismus funktioniert. Die FR konstatiert: Wenn in den USA gefoltert wird, dann auf Anweisung von ganz oben. Heute stimmt das EU-Parlament über das "Telekom-Paket" ab. Die Blogs befürchten ein "sowjetisches Internet", in dem nicht mal Firefox ohne Behördenzertifizierung auskäme.

Bücherschau des Tages

Weltversteher

07.07.2008 Als berührendes Dokument des Freiheitswillens und der Mutterliebe liest die FR Ingrid Betancourts Brief aus der Gefangenschaft "Meine liebe Maman". Ehrfürchtig hält die FAZ David Attenboroughs Prachtband "Wunderbare seltene Dinge" mit Naturdarstellungen aus den Sammlungen des britischen Königshauses in den Händen. Mit Spannung liest sie Margrit Schribers Doku-Roman "Die falsche Herrin" gelesen, in dem die Wäscherin Inderbitzin wegen Schelmerei zum Tod verurteilt wird.

Medienticker-Archiv

Bertelsmann-Weltbild

07.07.2008 Geht der Weltbild-Verlag an Bertelsmann? - Bertelsmanns Ostrowski gibt sich ganz konziliant - Verhandlungssache Meinungsfreiheit? - Montgomery spart: Netzeitung in Lebensgefahr - Literaturfestival: Poetische Sommertage - Deutscher Buchmarkt wächst um 3,4 Prozent - Hunter S. Thompson: Gonzo kommt ins Kino - Antifaschismus zum Nulltarif: Geköpfter Wachs-Hitler + Lord Byrons Haarlocken.

Essay

Ego_Firmen im Alltagsdiskurs

07.07.2008 Vor nicht allzu langer Zeit wurde der Autor für tot erklärt. Nun ist er zurück. Lebt er schon?

Dienstag, 08.07.2008

Magazinrundschau

Speziell unheimlich und lo-fi

08.07.2008 In der Gazeta Wyborcza fordert Adam Michnik: Finger weg von Lech Walesa! Auch Polityka verteidigt ihn gegen den Hass der Kaczynskis. In Vanity Fair liefert Christopher Hitchens ein Highlight des investigativen Journalismus und lässt sich foltern. Fahren Sie nach Indien, besuchen Sie einen Slum, ermuntert Suketu Mehta im Espresso. Elet es Irodalom staunt über die Holländer in Ungarn. Der Diskurs der Vielfalt, meint Kenan Malick im New Humanist, ende leider oft im Rassismus.

Heute in den Feuilletons

Rasante Blicke

08.07.2008 Die FR bedauert die Langzeitwirkung der von den 68ern instituierten Hochkultur-Idiosynkrasie. Stefan Niggemeier hat sich in dem Prozess über die Frage, wann unrechtmäßige Internetkommentare zu löschen sind, mit der klagenden Firma Callactive geeinigt. Die NZZ bedauert: Auf dem Jazzfestival von Montreux gibt es immer weniger Jazz. Die Netzeitung beschäftigt sich in ihrem Altpapier mit sich selbst. Die SZ hat beobachtet: Handke ist nicht nur für Serben, sondern auch für Sorben. Die FAZ verteidigt die Jünger-Ausgabe in der Pleiade gegen Georges-Arthur Goldschmidt.

Bücherschau des Tages

Mitleid mit dem Henker

08.07.2008 Bestechend schön findet die NZZ, wie Ivan Vladislavic in seinen Prosastücken von Johannesburg, der Insel aus Zufall, erzählt. Die SZ liest hervorragende Comic-Biografien zu Martin Luther King, Che Guevara und Houdini. Empfohlen werden auch Politische Jugendbücher. Erschreckendes Denunziationsvokabular entdeckt die FAZ in Anna Seghers Briefen. Die FR ist aufgewühlt von Tom Segevs Geschichte einer Staatenbildung "Die ersten Israelis".

Medienticker-Archiv

Online gehen oder sterben?

08.07.2008 Herausforderung Internet für den Zeitungsmarkt - Weltbild und die Bischöfe: "Geld verdienen mit Sex und Porno" und Holtzbrinck erwägt Einstieg - Bertelsmann-Buchklubs vor Verkauf: Ostrowski kennt keine Tabus - Spiegel: Mario Frank muss gehen - Wolfram Schüttes Ende einer Dienstfahrt nach Klagenfurt - Medienblogcharts: Die Sache mit den Links - Die digitale Stimme der "Early Adopter + Presse-GAU.

Mittwoch, 09.07.2008

Heute in den Feuilletons

Das Internet-Kulturklatschmagazin meldet:

09.07.2008 In der taz hat Ilija Trojanow herausgefunden, dass sich schon das Mittelalter im interkulturellen Dialog befand. Die SZ berichtet über einen nicht unpikanten Rechtsstreit zwischen Springer und FAZ. NZZ und FR feiern die Wiedergeburt von Fritz Langs "Metropolis".

Bücherschau des Tages

Bekenntnis zur Wechselhaftigkeit

09.07.2008 Für das reinste Glück hält die SZ die Erinnerungen des Insektenkundlers Jean-Henri Fabre "Ich aber erforsche sie mitten im Leben". Viel über Bienen und Kupferkopfschlangen gelernt hat sie in Sue Hubbells "Ein Jahr in den Ozark Mountains". Einem ganzen Panoptikum skurriler Gestalten begegnet die FAZ in Josh Emmons' Debütoman "Leon Meed beschließt zu gehen". Die NZZ kann Pia Reinachers Essays zur literarischen Dreifaltigkeit "Liebe, Lüge Libertinage" empfehlen.

Medienticker-Archiv

Der Online-Faktor

09.07.2008 Das Internet verändert unser Leben. Bloß wie? - Enorme Fehler: Ärger im Springer-Verlag - Keller-Klimperer: Klassik mit Blue Notes - Gruselkabinett der Ideen - Gebrochenes Versprechen: China gängelt Reporter trotz Olympischer Spiele - Radio profitiert von Podcasts - Janwillem van de Wetering ist tot - Ann Cottens Vorliebe für Wörterbücher + Wie funktioniert eigentlich unser Gehirn, Mr. Sacks?

Im Kino

Ursprachenwärts

09.07.2008 Nach innen geht der Weg für Francis Ford Coppola, der sich vom Ertrag seines kalifornischen Weinguts das religionsphilosophische Alterswerk "Jugend ohne Jugend" geleistet hat. Nach Osten geht der Weg dagegen in "Alle Alle", einem deutschen Film, in dem viel Herzblut und Milan Peschel stecken.

Donnerstag, 10.07.2008

Heute in den Feuilletons

Geistige Werte der Völker Russlands

10.07.2008 Die FR hat miterlebt, wie Bundespräsident Horst Köhler gerade mal nicht da war (es ging um Tibet). In der Welt erzählt Said, warum er in Berlin nicht zusammen mit einem israelischen Kollegen lesen darf. Die NZZ berichtet, dass der russische Staat künftig wieder große Spielfilme in Auftrag gibt, um die Idee des Patriotismus zu verbreiten. In der FAZ berichtet der mongolische Autor Galsan Tschinag über die Proteste in Ulan Bator. Die Zeit porträtiert den chinesischen Umweltaktivisten Wu Lihong, der im Gefängnis sitzt. Die SZ demontiert den Intendanten des Bayerischen Staatsschauspiels, Dieter Dorn.

Bücherschau des Tages

Tonleiter des Grauens

10.07.2008 Höchst verdienstvoll findet die Zeit, wie Sun Shuyun mit den Legenden von Maos Langem Marsch aufräumt. Hingerissen ist sie vom zärtlichen Witz in Tony Ross' und Jeanne Willis' Büchlein "Kopf hoch, Fledermaus!". Schön schaurig findet sie die Donaufahrt in Algernon Blackwoods "Die Weiden". Die NZZ liest Frido Manns Autobiografie "Achterbahn" vor allem als Befreiungsbewegung. Empfehlen kann sie auch Abdourahman Waberis "In den Vereinigten Staaten von Afrika".

Medienticker-Archiv

Fernsehen, sei umschlungen!

10.07.2008 TV und Internet - Absurder Journalistenalltag auf einem G8-Gipfel - Zoomer fragt die User: Darf?s noch etwas hässlicher sein? - Neil Youngs Nein zu Krieg und Bush - Global integriert: BBC baut um - Ecuador: Comedy statt Nachrichten - Denn sie wissen nicht, was sie tun? - David Montgomery bekommt Gegenwind - Die Zeit: Prominent ignoriert - Wer ist es wert, Deutscher zu sein? + Die Hype-Maschine.

Freitag, 11.07.2008

Heute in den Feuilletons

Nichts, nirgends, nie

11.07.2008 Plebiszit ist, wenn wenige abstimmen und viele die Folgen tragen müssen, meint Alfred Grosser im Rheinischen Merkur und ist darum gar nicht mit Jürgen Habermas einverstanden. Die taz fürchtet um die unabhängige Kulturszene in Erfurt. Die Blogs befassen sich mal wieder mit der Zeitungskrise. Die SZ besingt die Blüte der dänischen Architektur. Die FAZ wendet sich gegen Sterbehilfe.

Bücherschau des Tages

Oktavenjupiter, Skalenpapst, Terzenritter

11.07.2008 Ganz hervorragend gefällt der FAZ die Interpreten-Sammlung "PianistenProfile" von Ingo Harden und Gregor Willmes. Die FR bewundert die Schriften "Zivilisation und Gefahr" des Universalgelehrten Franz Baermann Steiner. Die SZ lernt, J.M. Coetzees "Tagebuch eines schlimmen Jahres" als dreistimmige Partitur zu lesen. Informativ und lesenswert findet die NZZ Steve Colls Biografie der Familie "Bin Laden", der absoluten Gewinnerin des Kriegs gegen den Terrors.

Medienticker-Archiv

Keine Papierhändler

11.07.2008 Bild verzahnt On- und Offline - Hans Leyendecker: "Es wird eng für Zeitungen" und: Was wird aus dem investigativen Journalismus? - Salman Rushdie erhält Jubiläums-Bookerpreise - Verriss: Für immer ein Girlie - Lady Matschbeth: Warten auf die Feuchtgebieterin - Franzobel über seine Lieblings-Buchhandlung - Microsoft kauft Powerset: Das große Suchen - Die Urheber schlagen zurück + Jeder 9. will die Mauer zurück?

Samstag, 12.07.2008

Heute in den Feuilletons

In einer Zahnpastatube versteckt

12.07.2008 In der NZZ beweist Ian Kershaw, dass es immer noch schlimmer kommen kann als es schon kam. In der SZ erklärt Hans-Ulrich Wehler, warum die Geschichte für ihn nie ein Ende hat. In der FAZ findet der designierte Friedenspreisträger Anselm Kiefer Frieden mit sich selbst. In der FR spricht die türkische Autorin Oya Baydar über die inneren Konflikte ihres Landes. In der Welt erklärt Andre Brink, warum er seiner Heimat Südafrika treu bleibt.

Bücherschau des Tages

Eine Liebesbeziehung schlechthin

12.07.2008 Was der psychopathische Serienkillerheld in Jonny Glyns "Sieben Tage" mit einem Tannenzapfen anstellt, will die SZ erst nicht und dann doch sehr gerne wissen. Die FAZ versteht jetzt, warum sich auch Gwyneth Paltrow gerne bereit erklärt, in den monumental künstlichen Tableaus des Fotografen Gregory Crewdson aufzutreten. Ein Kulturjournalist als Callboy - das Feuilleton der taz hält Norbert Krons "Begleiter" ganz unvoreingenommen für plausibel, gut beobachtet und ausreichend tiefgängig.

Montag, 14.07.2008

Heute in den Feuilletons

Angst vorm Zweibettzimmer

14.07.2008 In der Welt verteidigt der Soziologe Gerhard Schulze die Rentnerin Bettina S., die sich aus Angst vor dem Pflegeheim das Leben nahm. Die FR vermisst in Peking die typischen Siheyuan der Hutongs. In der NZZ prangert der algerische Autor Rachid Boudjedra die Mitschuld des Westens am Zustandekommen des Islamismus an. Die FAZ insistiert: Türkische Mädchen haben ein Recht auf Deutschunterricht.

Bücherschau des Tages

Im Namen der Flamen

14.07.2008 Großartig, schnoddrig und brillant übersetzt findet die SZ Hugo Claus' Roman "Der Kummer von Belgien" über Loyalität und Verrat. Die FR preist Hans Jansens heiter-gelassene Mohammed-Biografie. Loben kann sie auch Christiane Hoffmanns Bericht "Hinter den Schleiern Irans". Die FAZ moniert gewisse ideologische Einfärbungen in Gisela Elsners Roman "Otto, der Großaktionär".

Medienticker-Archiv

Das lyrische Ich als Rampensau

14.07.2008 Poesiefestival Berlin - Entdeckungsreise: Sechsmal um den Blog - ZDF in der Krise? Der amerikanische Freund - Im Test: Nebelspalter - "Voyeurismus ist lebensnotwendig" - Rosinen picken: Auf der Suche nach Literatur-Podcasts - Erstes Bibliotheksgesetz in Deutschland Bertelsmann verkauft US-Clubs an Najafi Companies - Kollektives Wir: Da gehörst Du hin - Ein Porträt: Das macht der Klaus W. + Wohin mit aussortierten Büchern?

Dienstag, 15.07.2008

Magazinrundschau

Ein Essay über die Unendlichkeit

15.07.2008 Der Observator Cultural stellt in einem ambitionierten und hochwillkommenen Übersetzungsprojekt wichtige Autoren in Rumänien vor: Zuerst Stefan Banulescu. Vanity Fair untersucht den mutmaßlichen Mord an Bear Sterns. Die ungarischen Magazine setzen sich intensiv mit der Gewalt gegen ungarische Homosexuelle auseinander. Im New Statesman erklärt die muslimische Rapperin Deeyah, warum Bescheidenheit nichts nützt. David Remnick verteidigt in der Huffington Post sein umstrittenes New-Yorker-Cover mit den Obamas als Terroristen. In der fiktiven Welt gibt es keinen Relativismus, ruft Umberto Eco im Espresso.

Heute in den Feuilletons

In einer kommoden neuen Welt

15.07.2008 Im Tagesspiegel plädiert der Dirigent Christian Thielemann zwar noch für den jetzigen Staatsopernsaal, aber der Streit scheint entschieden, und in der Berliner Zeitung gibt der Chef der Berliner Opernstiftung, Stefan Rosinski, der einen modernen Saal wollte, seine Niederlage schon zu. Die Welt staunt über die Lesezirkel in Großbritannien. In der FAZ verabschiedet Hans Magnus Enzensberger das gute alte Kursbuch der Bahn und artikuliert zugleich sein Unbehagen am Internet.

Bücherschau des Tages

Elend postmoderner Ironiker

15.07.2008 Die NZZ bewundert die Ernsthaftigkeit von Roberto Bolanos Erinnerungen "Exil im Niemandsland" und ist sehr beeindruckt von Elliot Perlmans Roman "Sieben Seiten der Wahrheit", in dem ein Literaturwissenschaftler den Sohn seiner Ex entführt. Die FAZ liest mit Freude Rishi Reddis Erzählungen aus dem Leben indischer Amerikaner "Karma". Höchstens zu sublim findet die FR Henri Thomas' Roman "Das Vorgebirge" in der Übersetzung von Paul Celan. Und die SZ stellt Mercedes Bunz' kurze Geschichte des Internets "Vom Speicher zum Verteiler" vor.

Medienticker-Archiv

Ohne Michel

15.07.2008 Wolfram Schütte über Walter Kempowski - Interviews mit Pieke Biermann und Christoph Steier - Blinde Künstler und Politiker:Thomas Rothschild über dubiöse Mäzene - Digitales Fernsehen: Gefangen in der analog-digitalen Phase - Viel Ärger und wenig Spaß: Der beschnittene Hulk - Mark Twains Nachrichten vom Eingang zur Hölle - Online-Buchhandel: Neues von Biblioman + Hier kommt die Online-Bürgerwehr.

Mittwoch, 16.07.2008

Heute in den Feuilletons

Thema verfehlt - setzen, fünf

16.07.2008 In der Staatsopernfrage bleibt's bei Paulicks DDR-Barock. Na also, warum nicht gleich so? Mussten wir doch erstmal meckern, stöhnen die Leitmedien. Die FR sah eine erstmals geschmiedete Allianz zwischen dem alten West-Berlin und der alten Ost-Bourgoisie am Werke. Die taz erkennt Sparpotenzial: Dafür braucht man keinen Barenboim, keine Staatskapelle. Die Welt befasst sich außerdem mit 1300 Jahren Sklaverei in der muslimischen Welt. In Spiegel Online schreibt Necla Kelek über die Kurdenfrage. Und Stefan Niggemeier löst die Rätsel des exorbitanten Klickaufkommens bei welt.de, sueddeutsche.de, zeit.de und faz.net: Sie sind zugleich die Lösung.

Bücherschau des Tages

Faustischer Zweikampf

16.07.2008 Den Kampf um Gerechtigkeit und die Seele einer Frau erlebt die FAZ in J.M. Coetzees "Tagebuch eines schlimmen Jahres". Von Gesine Junker lässt sie sich erklären, wie "Urbanismus auf Chinesisch" funktioniert. Die SZ bekommt dank Dorothea und Georg Franck immerhin ein Gefühl für "Architektonische Qualität". Die NZZ reist mit Christiane Neudecker nach Burma - "Nirgendwo sonst".

Medienticker-Archiv

Schöne Eitelkeiten

16.07.2008 Vanity-Fair: Porno, Adorno, Lifestyle und ein neuer Kulturchef - Googles Kampf gegen den Sex - YouTube darf Daten anonymisieren - Gute Nachricht: Feuerwehr rettet Kätzchen - Hulk: Das große grüne Männchen - Radiohead-Musikvideo ohne Kamera - Strafbarkeit der Holocaust-Leugnung - Internet-TV oder Gerade noch über Berlusconi echauffiert - Neo-Hippies im Paradiso + Benjamin von Stuckrad-Barre kniet vor Walter Kempowski.

Vorgeblättert

Hannelore Cayre: Das Meisterstück

16.07.2008 Christoph Leibowitz, gerade aus dem Knast entlassen, arbeitet wieder als Anwalt. Einer seiner ersten Klienten ist wegen Bilderraubs angeklagt. Die Beute darf nicht gefunden werden, und so holt Leibowitz mit dem Faschisten Lazare und der jüdischen Maklerin Nicole die Bilder aus ihrem Versteck. Und was finden sie? Einen bildschönen Schiele. Lesen Sie einen Auszug aus Hannelore Cayres Krimi "Das Meisterstück".

Im Kino

Exzess der Sichtbarkeit

16.07.2008 In ihrem Filmdebüt "Red Road" erzählt Andrea Arnold von einer Frau, die als professionelle Kontrolleurin die Kontrolle verliert. In die Zeiten des deutschen Musikfilms zurückversetzt fühlen darf man sich dagegen mit dem ABBA-Verbrechen "Mamma Mia!".

Donnerstag, 17.07.2008

Heute in den Feuilletons

Streber haben keinen Soundtrack

17.07.2008 In der FR protestiert Herta Müller gegen die Einladung von Securitate-Mitarbeitern ins rumänische Kulturinstitut in Berlin, im Tagesspiegel schließt sich Richard Wagner an. Die taz wendet sich gegen weibliches Weißweinschorlegejammer über Männer, die starke Frauen fürchten. Die SZ findet die deutsche Medienpolitik nicht satisfaktionsfähig. In Spiegel Online schlägt Robert Kagan einen Demokratienbund als Gegengewicht zu den Autokratien China und Russland vor.

Bücherschau des Tages

Stilübung mit Florett

17.07.2008 Die Zeit stürzt sich begeistert mit Ekkehard Eickhoff in die dunkel-pompösen Welten des Hochbarocks, als "Venedig, Wien und die Osmanen" um die Vorherrschaft in Südosteuropa kämpften. Als orpheischen Sänger empfiehlt sie außerdem den hierzulande noch zu entdeckenden Henri Thomas und seinen Roman "Das Vorgebirge". Die SZ bescheinigt Nathan Englander für seine Erzählungen "Zur Linderung unerträglichen Verlangens" echtes Talent. Und die NZZ liest Viktoria Tokarjewas Erzählungen "Liebesterror".

Medienticker-Archiv

Verleger schießen scharf

17.07.2008 Online-Streit um ARD und ZDF - Es rappelt in der Kiste: Thesen zu einer neuen Medienpolitik - Landesmedienanstalten wollen Netz-Sendungen kontrollieren - Köppel-Krawattenrätsel: Finde den Unterschied - Symbolischer Tritt in den Hintern der Branche: Depenbrock lagert Medienressort der Berliner Zeitung aus - Video-Suche erobert Webseiten - Peter Sloterdijk: Der mit den Gedanken tanzt + The Sounds of Sommer.

Freitag, 18.07.2008

Heute in den Feuilletons

Welche Botschaft die Botschaft vermitteln will

18.07.2008 In der FAZ traut der Kulturwissenschaftler Thomas Macho dem von Christian Wulff geäußerten Unwillen zur Macht nicht über den Weg. Die SZ findet ihn ebenfalls unfassbar. Hier schildert die Historikerin Diana Pinto auch das Phänomen des neuen Antisemitismus in Frankreich. Die Welt erklärt, wie die Hammond-Orgel dank moderner Software aus Berlin um 200 Kilo leichter wurde. Die NZZ stellt ein "Manifest für eine gemeinsame" Sprache in Spanien vor und verrät auch, welche das sein soll.

Bücherschau des Tages

Symphonischer Sprachwirbel

18.07.2008 Die FR taumelt vor Begeisterung über die neue amerikanische Zeitschrift n+1 und deren erste Anthologie "Ein Schritt weiter". Zarte Gemüter muss sie vor David Peace warnen: In seinem England des Jahres "1983" herrschen Erbarmungslosigkeit, Korruption und Maggie Thatcher. Die SZ unterhält sich prima mit Fritz von Herzmanovskys boshaftem Österreich-Roman "Scolio Pomo". Die NZZ geht mit Pippin Wigglesworth' "Viertel nach Handgelenk" an Zürichs Goldküste baden. Und die FAZ betrachtet erschüttert Liu Heung Shings "China"-Porträt.

Medienticker-Archiv

Frau Löffler, Frau Jelinek, das Internet ...

18.07.2008 ... und die Koketterie - Emanzipation mit Format - Was wären Superhelden nur ohne Zeitung? - Post: Gratis-Zeitungen rücken näher - Auflagen sinken: Zahlensalat nach Art des Hauses - Filme per Stream vorerst nur bei US-Amazon - Focus Verlag testet neues Reichweiten-Mess-Modell - Genetik und Rasse: Vom kleinen, großen Unterschied - Es tut sich was bei Aufbau + Return to Forever: Chick Coreas und Al DiMeolas Comback.

Samstag, 19.07.2008

Heute in den Feuilletons

Jenseits der Wirklichkeit

19.07.2008 In Liberation - und noch nachdrücklicher auf YouTube - fordert Ariane Mnouchkine den Boykott der Olympischen Spiele in Peking. In der taz ruft Ulrich Beck zur Gründung von Weltgewerkschaften auf. In der NZZ erinnert sich die russische Dichterin Olga Martynova an die westlichen Achtundsechziger als eine Bande gelangweilter Dummköpfe. In der Literarischen Welt erklärt Dan Diner das wachsende Interesse in Algerien für Albert Camus. Und die SZ trauert um die Überraschungen, die Heath Ledger dem Kino noch hätte schenken können.

Bücherschau des Tages

Handfeste Neurosen

19.07.2008 Bereits 1959 ist Yusuf Atilgans Roman "Der Müßiggänger" um einen überspannten und antriebsschwachen reichen Erben im Original erschienen. Macht nichts, findet die NZZ, es ist immer noch äußerst lebenswert. Sehr gut besprochen werden auch Anna Lesznais Märchen, die der Arsenal Verlag wiederentdeckt hat. Die SZ stellt nach Lektüre eines Buchs über die "Grundlagen und Grundfragen des Geistigen Eigentums" fest: Urheberrechtsverletzungen wurden schon im 18. Jahrhundert beklagt. Die taz findet Wole Soyinkas Erinnerungen "Brich auf in früher Dämmerung" unwiderstehlich.

Montag, 21.07.2008

Heute in den Feuilletons

David hat keinen Stein in der Schleuder

21.07.2008 In der NZZ möchte Olivier Roy den Islam zur "reinen Religion" entwickeln. In der FR klagt Carla Bruni über ihr schweres Los als Präsidentengattin. In der New York Times annonciert Benny Morris einen israelischen Angriff auf iranische Atomanlagen im nächsten halben Jahr. Don Alphonso kommentiert die gerichtlichen Auseinandersetzungen zwischen Facebook und StudiVZ. Die Blogger haben sich auch sonst sehr gern. Siegfried Lenz in der FAZ und die Welt erinnern an den Tag, der die Literaturkritik in Deutschland veränderte: Marcel Reich-Ranickis Rückkehr nach Deutschland vor fünfzig Jahren.

Bücherschau des Tages

Schwester der Feder

21.07.2008 Die FAZ liest mit großem Vergnügen Günter Gentschs Biografie der Orientreisenden und Frühfeministin Lady Mary Montagu "Roulette des Lebens". Willig folgt sie Hans Haid auf den "Wegen der Schafe" ins Ötztal. Die SZ genießt mit Sybille Bedford im Bordeaux "La Vie de Chateau". Und die taz findet das ganze kurze, aber intensive Leben der Brigitte Reimann in ihren Briefen "Jede Sorte von Glück".

Medienticker-Archiv

Die Stunde der Buchentwerter

21.07.2008 Verlage verramschen ihre Backlist - Blogs in Deutschland: "Man spricht nicht darüber" - Futtern wie bei Google und Google will mit Telegate-Verkäufern ins lokale Anzeigengeschäft - iPhone-Wahnsinn: Überall dieselben Bilder - Fotograf+Schreiber: Szenen einer Zwangsehe - Mankell und der entfesselte Moralismus des Kriminalromans - Henryk M. Broder: Die Moderne ist nicht rückgängig zu machen + Der Klon gewinnt immer.

Dienstag, 22.07.2008

Magazinrundschau

Daten des Bösen

22.07.2008 In Hungarian Quarterly erinnert sich Magda Szabo an den ersten deutschen Lektor ihrer Bücher, Hermann Hesse. Die New York Times porträtiert den Medienmogul S.I. Newhouse. Portfolio porträtiert die neue Chefin der Washington Post, Katharine Weymouth. Die Financial Times porträtiert den Chefredakteur des New Yorker, David Remnick. Im Espresso erzählt Roberto Saviano, warum Schauspieler nicht zur Mafia wollen. Der Economist bestaunt Anzeichen von Lernfähigkeit bei der Musikindustrie. Im New Yorker fragen chinesische Studenten, wozu sie eigentlich Demokratie brauchen.

Heute in den Feuilletons

Ein Mephisto, der Anabolika geschluckt hat

22.07.2008 Was will Fethullah Gülen, fragt Necla Kelek in der FAZ. In der taz spricht der iranische Komponist Peyman Yazdanian über die Schwierigkeiten seines Metiers in Teheran. In der FR staunt Noam Chomsky über die US-Iranische Gemeinherrschaft im Irak. Heath Ledger ist als Joker in "Batman" gaga und nihilistisch, findet die Welt. Der Spiegel artikuliert seine Erleichterung über die Irrelevanz der deutschen Blogger jetzt auch online. Und: Die Serben haben Radovan Karadzic festgenommen.

Bücherschau des Tages

In der Teppichetage

22.07.2008 Einem besonders narzisstischem Exemplar von einem Asozialen und Aussteiger begegnet die NZZ in Marlene Streeruwitz' neuem Roman "Kreuzungen": dem Manager. Die FAZ begibt sich mit Ibrahim al-Koni zu den Tuaregs in die Sahara. Die SZ entdeckt Ernst und Schönheit, heitere Gelassenheit und knirschenden Zynismus in Henning Ahrens' Gedichten "Kein Schlaf in Sicht". Außerdem versinkt sie in Liu Heung Shings grandiosem Bildband zu "China".

Vorgeblättert

Aravind Adiga: Der weiße Tiger

22.07.2008 Balram Halwai ist Diener, Philosoph, Mörder und Unternehmer. In einem langen Brief an den chinesischen Ministerpräsidenten erklärt Halwai in sieben Nächten, was das ist: ein Unternehmer. Und warum dies das Jahrhundert des gelben und braunen Mannes wird. Lesen Sie einen Auszug aus Aravind Adigas Roman "Der weiße Tiger".

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Troja bleibt Troja

22.07.2008 Umstrittener Schauplatz der Ilias und Denis Scheck auf den Spuren Raoul Schrotts Homer - Alphajournalist Frank A. Meyer: Folgt ihm das eigene Blatt noch? - Beta-Journalisten und Beta-Blogger - China-Blog: Von staatlichen und privaten Verlagen - Die allergrößte Medienseite - Radioropa: Sat-Ausstrahlung der Hörbuch-Sender eingestellt + Rafael Chirbes: Glühende Landschaften.

Mittwoch, 23.07.2008

Heute in den Feuilletons

Unheilpraktiker

23.07.2008 In der FR fragt Juli Zeh, was es bedeutet, dass die Serben selbst Karadzic festgenommen haben. Der Tagesspiegel wünscht sich nun Eile und Präzision im Verfahren gegen den mutmaßlichen Kriegsverbrecher. In der SZ erzählt Slavenka Drakulic, wie Karadzic dem russischen Dichter Eduard Limonow ein MG in die Hand drückte und dieser tatsächlich schoss. Die NZZ beschreibt eine Initiative innerbelgischer Vökerverständigung.

Bücherschau des Tages

Lyrik für Optimisten

23.07.2008 Die NZZ hat mit großer Freude Peter Wendes Geschichte "Das britische Empire" gelesen - dank einer flüssigen Prosa und feinen Ironie. Sehr doppelbödig und unbehaglich findet die FAZ Christiane Neudeckers Burma-Roman "Nirgendwo sonst". Großes Lob vergibt sie auch an Sieglinde Geisels Reise-Essay "Irrfahrer und Weltenbummler". Zwischen Lebendigkeit und Melancholie hin und her gerissen wird die SZ von Barbara Frischmuths "Vergiss Ägypten".

Medienticker-Archiv

Jugend schützt die Umwelt

23.07.2008 Weniger junge Zeitungsleser - Bully klagt gegen Bully - Obama ante portas: Mit Charisma allein ist kein Staat zu machen und US-Medien wundern sich - Kulturgedächtnis für die Ewigkeit im Barbarastollen - Lesetipp: Kaffee-Hokuspokus - Berliner Literatour mit Julia Franck - Ringiers E360: Digitalwelt für Einsteiger - Warum die deutsche Kommunikation noch nicht so weit ist! + Männersender: Ein deutsches Biotop.

Donnerstag, 24.07.2008

Heute in den Feuilletons

Vermutungsverdächtigungsvirtuosen

24.07.2008 In der FAZ sieht Dzevad Karahasan den mutmaßlichen Alternativmediziner Karadzic als Opfer, und Beqe Cufaj sieht ihn als Täter. Die SZ leitet aus Karadzics Tarnungserfolgen Regeln für abgehalfterte Kriegsverbrecher ab: pünktliches Aufstehen, mit Bus oder Bahn zum Arbeitsplatz. De:Bug fürchtet: Das Internet, wie wir es lieben, ist ein Auslaufmodell. Martin Walser beklagt laut Capital die Verfolgung korrupter Manager als "deutsch, deutsch bis ins Mark". Die Zeit ist einem Starsystem auf der Spur, welches dazu führt, dass Journalisten zusammen mit PR-Agenten verreisen. Google erklärt, was ein Knol ist.

Bücherschau des Tages

In der Wutschule

24.07.2008 Um Längen besser als den bereits sehr gelobten Nathan Englander findet die Zeit Shalom Auslander und seine  bitterbösen, absurden und besessenen Geschichten "Vorsicht, bissiger Gott". Existenziellen Furor entdeckt sie in seinen Erinnerungen "Eine Vorhaut klagt an". Ebenso begeistert ist sie von Robert Bracks Krimi "Und das Meer gab seine Toten wieder", der dem Tod zweier Polizistinnen vor Pellworm nachspürt. Die NZZ erlebt in Hans-Jürgen Heises Essays "Rangierbahnhof fremden Lebens" die Moderne als eine Epoche der Neurosen. Die SZ verfolgt fasziniert die Geschichte der Berge in der Kunst.

Medienticker-Archiv

Die renitenten Rezensenten

24.07.2008 Kritische Berichterstattung - Norbert Bolz' olle Kammellen - Google entlarvt Floskeln - Elektronische Bücher verändern das Lesen - Älteste Bibel der Welt wird im Web veröffentlicht - Macht und Medien in Europa - Auf den Hund gekommen: Knastfilm "Underdogs" - Kult+Glamour: Süchtig nach Stars - Intellektuelle: Die Top Ten - Reizüberflutung: Verblöden wir? + Gabriela Montero: "So, jetzt improvisiere ich für Sie!".

Freitag, 25.07.2008

Heute in den Feuilletons

Sehr singuläre Klangerforschung

25.07.2008 In Capital empfiehlt der Werber Sebastian Turner allen Sponsoren der Olympischen Spiele ein diskretes Auftreten. Die FAZ liest die Comics von Dave Sim. Laut SZ bringt Salzburg nach Schumann und Scelsi Sciarrino. Im Deutschlandradio sieht Ulrich Johannes Schneider die Zukunft des Buchs als kursorisch, rollenförmig. In der NZZ denkt Bora Cosic nochmal über den schrecklichen Doktor Karadzic nach. In der FR sagt Handke gar nix. Die Blogs freuen sich: Sie haben einen weiteren Alternativmediziner zu Fall gebracht.

Bücherschau des Tages

Gelassener Pessimismus

25.07.2008 Die FAZ hat ein Meisterwerk gelesen: Kaspar Schnetzlers lakonische, packende Familienchronik und Zürcher Stadtgeschichte "Das Gute". Kunstvoll findet sie auch Ulf Erdmanns Zieglers Autogeografie "Wilde Wiesen". Die SZ bewundert, wie unpathetisch Wilfried Nippel die Athener Demokratie gegen ihre Hobbes, Kant und Burckhardt verteidigt. Die FR lobt Ludger Pries' Studie zur "Transnationalisierung der sozialen Welt".

Medienticker-Archiv

Obama-mia!

25.07.2008 Nr. 44 hat gesprochen, Peter Schneider über den Kandidaten als Prophet und der Papst kann einpacken - Weißt Du noch oder glaubst Du schon? - Blogwerkers privat: Unsere Lieblingsmagazine - Dummy überrascht: Tom-Kummer-Story gefälscht! - Lex Sportschau - Authentizitätsfalle: Politiker, Journalisten und Wähler- Liverpooler Zauderer: Digital aufpolierte Beatles + Wagner in Shorts: Public Viewing in Bayreuth. Aktualisiert: Spiegel-Frank geht, G+J-Saffe kommt.

Samstag, 26.07.2008

Heute in den Feuilletons

Fein gezupftes Fleisch mit Speckschaum

26.07.2008 In der SZ erinnert sich der bosnische Dolmetscher Hasan Nuhanovic daran, wie die Holländer seine Eltern in Srebrenica in den Tod schickten. In der FR erinnert sich Andreas Maier an das Redestressklima in den Achtzigern. In der NZZ lauscht Felix Philipp Ingold dem metaphysischen Wabern Maurice Blanchots. In der Achse des Guten attackiert Richard Wagner den rumänischen Autor Mircea Cartaresecu, der ihm allzu versöhnlich über die Securitate-Spitzel schrieb. Aufbau und Abbau: Die taz befasst sich mit der Krise der mittelgroßen Verlagshäuser. Die Berliner Zeitung weiß: Chinese Democracy war nur eine schlechte Idee von Guns N'Roses.

Bücherschau des Tages

Ich fordere, dass die Welt blau ist

26.07.2008 Bitter, lustig und verdammt wahr findet die taz den Roman "Apples" des sehr jungen Autors Richard Milward. Außerdem empfiehlt die taz Victoria Wolffs Exilroman "Die Welt ist blau". Die SZ befasst sich mit dem britischen Empire und den Folgen. Die FAZ hört Hörbücher nach Feuchtwangers "Jud Süß" und "Erfolg". Die NZZ entdeckt den irischen Lyriker Matthew Sweeney.

Montag, 28.07.2008

Heute in den Feuilletons

Lesefrüchte in Aspik

28.07.2008 Die Kritik ist soweit beeindruckt von Stefan Herheims Bayreuther "Parsifal"-Inszenierung. Aber unter dem Erfolg lauert auch Gefahr: Landet Bayreuth in der Reflexionsfalle? Andrea Breths Salzburger Dostojewski-Inszenierung löst widersprüchliche Reaktionen aus. In der taz setzt sich Gabriele Goettle weiter mit 1968 und den Folgen auseinander. In der NZZ staunt der Philosoph Carlos Fraenkel über die hermeneutische Flexibilität der indonesischen Muslime.

Bücherschau des Tages

Verurteilt zur Selbstfindung

28.07.2008 Die SZ liest bewundernd Mariusz Szczygiels Reportagen aus dem tschechischen "Gottland" über die Kunst der Anpassung. Nicht Blues, sondern reinen Punk hört die FR aus Jack Blacks Erzählung "Der große Ausbruch aus Folsom Prison" heraus. Als Surrealisten aus dem Kesselhaus begegnet ihr noch einmal Wolfgang Helbig in seinen Gedichten. Echt und radikal findet die FAZ Georg Glasers Erzählung "Schluckebier".

Medienticker-Archiv

Alles digital?

28.07.2008 Die Studie Grid Media - Langeweile garantiert: Journalism Bloggers - Blogwerkers privat: Unsere Lieblingsmagazine (Teil 2) - "Mädel verpflichtet": Nazi-Worte im Sprachgebrauch - Roter Teppich in Bayreuth: Wellness-Hotel Wahnfried - Salzburger Festspiele: Fahr zur Hölle, Schätzchen - Microsofts nächstes Milliardengrab! - Wer ist der Herr der Bilder? - Feuilleton und Pornografie: XXX + Mosley will 1,5 Million Euro von Springer.

Dienstag, 29.07.2008

Magazinrundschau

Zweideutigkeit ist hier nicht

29.07.2008 Zumindest in einer Sache ist sich die London Review of Books einig mit General Franco. Tygodnik Powszechny sucht ein Museum für den Sozialismus. Rue89 fragt, wie antisemitisch ist der Karikaturist Sine. Das Wall Street Journal berichtet über einen niederländischen Karikaturisten, der wegen antimuslimischer Witze im Knast landete. Keine Hilfe auf der Welt für Simbabwe sieht die New York Review of Books. Im Espresso macht Umberto Eco die Pariser Taxifahrer für globale Überwachungsmaßnahmen verantwortlich. In ResetDoc erklärt Seyla Benhabib, wozu Blogs gut sind.

Heute in den Feuilletons

Kollektive Nachrichtenausbauorganisationen

29.07.2008 In ein paar Tagen beginnt Olympia. Wolf Lepenies erinnert in der Welt daran, dass das chinesische Regime immer noch die Intellektuellen schikaniert. In der FAZ greift Necla Kelek sehr scharf eine Initiative von Tariq Ramadan gegen Zwangsheirat an. Im Titel-Magazin fragt Wolfram Schütte, was Martin Walser an Geld so geil findet.  In der taz erzählt der russische Medienmogul Dmitri Lesnewski, wie er die Deutschen mit dem Vierten glücklich machen will.

Bücherschau des Tages

Diskursroboter

29.07.2008 Die taz liest mit großem Interesse Michail Ryklins Essays über "Kommunismus als Religion", die fragen, warum die westlichen Intellektuellen die atheistischen Bolschewiki derart gläubig verehrten. Viele Leser wünscht die FR der Geschichte der Sklaverei "Schwarzes Amerika". Einen klaren Blick auf die zeitgenössische Kunst verdankt die NZZ Jean-Christoph Ammann "Bei näherer Betrachtung". Die SZ begibt sich mit Majgull Axelssons Roman "Die ich nie war" in die dunklen Kammern des schwedischen Volksheims.

Medienticker-Archiv

Anschwellender Blogsgesang

29.07.2008 Zum Streit über die Lufthoheit der virtuellen Stammtische - Was nicht kritisiert werden darf - Ivy-Aus: Kein schöner Leben - Stephen Kings exklusiver Horror fürs Handy - Warum Langenscheidt nicht Leo ist! - Henryk M. Broder über Oliver Kahns Manager-Ratgeber - Luis Bunuels 25. Todestag - Bilds Obama: Fräulein unschuldig und der fitte Senator oder Der Pfeifton, der muss weg! Obama und das deutsche Fernsehen.

Vorgeblättert

R. Larry Todd: Felix Mendelssohn Bartholdy

29.07.2008 R. Larry Todds große Biografie über Felix Mendelssohn Bartholdy entfaltet ganz nebenbei ein Panorama Berlins im 19. Jahrhundert. Lesen Sie als Auszug zwei Passagen: Wie Mendelssohn eine Kantate zu Ehren Alexander von Humboldts aufführte, und natürlich das große Ereignis der Saison 1829: Bachs Matthäuspassion.

Mittwoch, 30.07.2008

Heute in den Feuilletons

Repressives Korsett

30.07.2008 In der Welt erklärt Anselm Kiefer, wie Stein brennt - bei Adalbert Stifter. In der NZZ zieht Abdelwahab Meddeb aus der Geschichte der christlichen Gewalt Hoffnung für die islamische Kultur. Die SZ schreibt der PDS ins Geschichtsbuch, dass Sozialstaat und Unterdrückung in der DDR ein und dasselbe waren. In der FAZ protestiert Rene Kollo gegen die Bayreuther Kundry: Die trinkt ja den ganzen Gral aus! Die taz schreibt über die mörderische Ökonomie, die die Flick-Sammlung in Berlin erst möglich machte.

Bücherschau des Tages

Speiseabfolgen und Begegnungen

30.07.2008 Die NZZ stellt ein Multitalent aus Kanada vor: Rudy Wiebe, aus dessen Roman "Von dieser Erde" sie viel über die Eigenheiten der Mennoniten, den borealen Urwald und den Reichtum des Plautdietschen lernt. Großes Lob vergibt sie auch an Volkmar Siguschs "Geschichte der Sexualwissenschaft". Die FR empfiehlt allen Computerspezialistenhassern Dieter Paul Rudolphs Roman "Menschenfreunde". Und die taz arbeitet sich durch die Studie zum "Flick-Konzern im Dritten Reich".

Medienticker-Archiv

Werkzeugkisten für Leser

30.07.2008 Literatur-Lexika auf dem Prüfstand - Bestseller: Psychogramm des deutschen Leseverhaltens - Eine Kiste voller Sprachen, eine Kiste voller Welten! - Online-Reputation und Verlagsblogs - Weltbild: Bischöfliche Millionenspiele - Verkehrte Fernsehwelt: Deutsche Serien aus der Krise? - Justin.TV: Ich sende, also bin ich - Googles Knol vs. Wikipedia - 6 vor 9: 500 Ausgaben, 3000 Links + Das Rauchverbot ist verfassungswidrig.

Donnerstag, 31.07.2008

Heute in den Feuilletons

Genetisch erworbene leuchtende Hautlappen

31.07.2008 Die FR und die SZ berichten über chinesische Zensur und die Kooperation westlicher Organisationen- blamiert hat sich hier unter anderem das IOC. Im Freitag schreibt der Journalist Ulf G. Stuberger eine Erwiderung auf Carolin Emckes RAF-Buch: Nicht nur die Terroristen schweigen, sondern auch die Staatsorgane, besonders über ihre Unfähigkeit, die Verbrechen aufzuklären. Der Perlentaucher berichtet über eine Initiative, die einen Appell Pascal Bruckners aufgreift: Bokyottiert Durban 2. Die SZ setzt sich mit der infernalischen Karriere des Radovan Karadzic auseinander.

Bücherschau des Tages

Durchdrehen auf höchstem Reflexionsniveau

31.07.2008 Als "Apotheose des Klatsches" bejubelt die Zeit Truman Capotes New Yorker Schlüsselroman "Erhörte Gebete". Sehr respektvoll bespricht sie auch Jochen Köhlers Biografie über Helmuth James von Moltke. Die FAZ ist entzückt von Gisela von Arnims jugendlichem Märchenroman "Das Leben der Hochgräfin Gritta von Rattenzuhausbeiuns". Und die SZ hält andächtig einen Band mit Arthur Zellers Viehfotografien aus dem Simmertal in den Händen.

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Adieu Gitanes

31.07.2008 Bonjour tristesse: Auf eine Zigarette ... - Firbanks für Liebhaber des Ausgefallenen - Habermas' Kontinent der Vernunft - Bolz' Wissen der Religion - Beck: Jeder kann seinen eigenen Gott erschaffen - Callcenter: Bei Anruf Mordgelüste - Fundgrube Blogs: Sauberer Themenklau - User-Beteiligung: So klappt?s mit Kommentaren - BBC muss halbe Million Euro Strafe zahlen - Walsers Recht auf Blamage + Verlage in der Dauerkrise.

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Sally Smith. Der Tote in der Crown Row - Ein Fall für Sir Gabriel Ward. Goldmann Verlag, München, 2025.Sally Smith: Der Tote in der Crown Row
Aus dem Englischen von Sibylle Schmidt. London 1901: Der Temple-Bezirk mit seinen alten Gebäuden und verwinkelten Straßen liegt im Herzen Londons und bildet das Zentrum der…
Hartmut Rosa. Situation und Konstellation - Vom Verschwinden des Spielraums. Suhrkamp Verlag, Berlin, 2026.Hartmut Rosa: Situation und Konstellation
Die Lehrerin, die Noten nicht zur Ermutigung vergeben kann, die Ärztin, die Bildschirme statt Patienten behandelt, der Schiri, dessen Augenmaß vom VAR verdrängt wird: Unmerklich…
Susanne Heim. Die Abschottung der Welt - Als Juden vor verschlossenen Grenzen standen. 1933-1945. C.H. Beck Verlag, München, 2026.Susanne Heim: Die Abschottung der Welt
Mit 19 Abbildungen und 2 Karten. In Deutschland drangsaliert und verfolgt, versuchten viele Juden verzweifelt, sich ins Ausland zu retten. Doch potenzielle Zufluchtsstaaten…
Daniel Bax. Die neue Lust auf links - Woher sie kommen, wohin sie gehen und wie sie unser Land verändern. Goldmann Verlag, München, 2025.Daniel Bax: Die neue Lust auf links
Die freundliche Revolution "Wir sind die Brandmauer!", schleuderte Heidi Reichinnek Friedrich Merz im Bundestag entgegen, als dieser im Januar 2025 mit den Stimmen der AfD…

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