Perlentaucher - Online Kulturmagazin mit Presseschau, Rezensionen, Feuilleton

zuletzt aktualisiert 10.02.2026, 15.41 Uhr
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  • Perlentaucher-Debatte Literaturkritik im Netz: Angestoßen von Wolfram Schütte. Mit Beiträgen von Sieglinde Geisel, Jan Dress und anderen
  • Daniele Dell'Agli: Aufruhr im Zwischenreich: Plädoyer für eine Befreiung des Themas Sterbehilfe aus dem Griff der Politik und mit ihr paktierender Verbandseliten
  • Monotheismus-Debatte im Perlentaucher: Angestoßen von Jan Assmann. Mit Beiträgen von Klaus Müller, Peter Sloterdijk und anderen
  • Die Beschneidungsdebatte: im Perlentaucher und in anderen Medien
  • Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
  • Der dänische Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
  • Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
  • Der 11.September: Eine Presseschau
  • Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Perlentaucher-Fakten

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Buchautoren

Perlentaucher Archiv

Sortiert nach Datum | Rubriken

Sonntag, 01.07.2007

Medienticker-Archiv

Medienticker

01.07.2007 Aktualisiert: Bachmannpreis geht an Lutz Seiler - Gib dem Affen Albarn - ARD+ZDF-Internet: Bayern fordert "begrenzende" Regeln - Alles Laa-Laa - Lesen Sie fern! - Book meets film - Ranking: Die Flaggschiffe der Medienbranche - Genialischer Nichterzähler: Ror Wolf zum 75. - Slavoj Zizek oder Der erhabenste aller Hysteriker + Kultur im Radio am Sonntag. Von Rüdiger Dingemann

Montag, 02.07.2007

Heute in den Feuilletons

Heute in den Feuilletons

02.07.2007 Alle Zeitungen sind mit dem Bachmannpreis für Lutz Seilers Erzählung "TurkSib" (auf die wir verlinken) mehr als einverstanden: Ein "geradezu klassisches Stück Literatur" ist diese Erzählung zum Beispiel laut FR. Der FAZ liegen Aufnahmeanträge Martin Walsers, Dieter Hildebrandts und Siegfried Lenz' für die NSDAP vor, die sie aber nur sehr vorsichtig kommentiert. Und die Glamourqueen Barbra Streisand hat alle, die eine Pressekarte bekommen haben, in den Bann geschlagen.

Bücherschau des Tages

Bücherschau des Tages

02.07.2007 "Keine Methode, keine Manier. Wie Gott": Die FAZ geht vor den Gedichtband "Heilige Kühe" des Australiers Les Murray schlichtweg in die Knie. Dank Gerd Gigerenzers "Bauchentscheidungen" weiß sie nun, dass einen die Intuition weiterbringt als der Verstand. Die SZ schwelgt in George Meredith' leidenschaftlicher Liebesgeschichte "Die tragischen Komödianten". Außerdem stellt sie Politische Bücher für Jugendliche vor. Die taz liest alte, aber aktuelle Filmkolumnen von Frieda Grafe.

Vorgeblättert

Margit Schreiner: Haus, Friedens, Bruch

02.07.2007 Niemand und nichts wird geschont in Margit Schreiners neuem Roman "Haus, Friedens, Bruch". Vergnüglich zu lesen, messerscharf und gnadenlos zeichnet sie die Welt ihrer Figuren. Lesen Sie einen Auszug.

Medienticker-Archiv

Medienticker

02.07.2007 Heute u.a.: Günter Grass' Prophetenkost - Aufbau baut ab - Der Sommer der Kunst - Bezahl-Netz vor dem Aus? - Gott und die Wissenschaft - Die Apple-Lüge: Tag 1 mit dem I-Phone und ein Wunder mit Pannen - Das strafbare Lachen + Kultur im Radio am Montag. Von Rüdiger Dingemann

Dienstag, 03.07.2007

Magazinrundschau

Benny Lai: Der Geruch der Priester ist unergründlich

03.07.2007 Foglio erschnuppert den Geruch der Priester. Der Merkur analysiert den Opfernationalismus in China. Die London Review erinnert an das Ereignis in China, dessen Name nicht genannt werden darf. Der New Yorker schreibt über die Frage, die sich Jean Sibelius einmal zu oft gestellt hat. Outlook India wirft Salman Rushdie ein übersteigertes Interesse am Küssen vor. Die Gazeta Wyborcza versucht, die Grenzen der antideutschen Phobie auszuloten. Die New York Review of Books beschreibt Putins Waffen der Wahl für die Presse. Nepszabadsag sorgt sich um die Überalterung Osteuropas. Al Ahram verzweifelt an der arabischen Welt. Die Weltwoche bescheinigt Hillary Clinton die Emotionalität einer Parkuhr.

Heute in den Feuilletons

Heute in den Feuilletons

03.07.2007 Für die taz hat der Schriftsteller Joachim Lottmann herausgefunden: Es gibt keine Prostitution auf Kuba. Nur Frauen, die sich über ein kleines Geschenk freuen. In der SZ legt der Kunsthistoriker Beat Wyss dar: Die Kunst braucht keine Theorie mehr. Sie hat ja jetzt den Markt. Die NZZ erlebte bei einer Lesung Robert Menasses in Leukerbad eine denkwürdige Szene. In der FAZ erklärt Florian Henckel von Donnersmarck, warum Scientology-Mitglied Tom Cruise den Hitler-Attentäter Stauffenberg spielen muss. Das Blog der Publizistikstudenten in Berlin kritisiert die Perlentaucher-Berichterstattung der FAZ.

Bücherschau des Tages

Bücherschau des Tages

03.07.2007 Hellauf begeistert ist die NZZ von Jachym Topols ausgesprochen klugem Roman "Zirkuszone", der vom Prager Frühling und seiner Niederschlagung als ausweglosen bösen Karneval erzählt. Sehr gelobt werden auch Theodor Nüssleins Neuübersetzung von Ciceros Schrift "Über den Redner" und noch einmal Navid Kermanis subtiler Roman "Kurzmitteilung (hier eine Leseprobe). Die SZ preist Karlheinz Lüdekings Kunstessays "Grenzen des Sichtbaren" und kann auch Klaus Bringmanns Biografie des Kaisers Augustus empfehlen.

Medienticker-Archiv

Medienticker

03.07.2007 Aktualisiert: Verbotszirkus oder mediale Verwertung des deutschen Widerstandes - Gruner + Jahr-Boss über das Internet - Historisches Pech für Walser, Lenz, Hildebrandt - Auf der Jagd nach den Zettelkästen der Zukunft - Rosige Journalismus-Zukunft (?) - ADAC-Verlag+CartoTravel+ Mairdumont - Lieber Ingeborg-Bachmann-Preis... + Kultur im Radio am Dienstag. Von Rüdiger Dingemann

Im Kino

Der Nymphomaninnen-Blues

03.07.2007 In "Black Snake Moan" legt Samuel Jackson als Blues-Sänger namens Lazarus eine nymphomanische Christina Ricci in Ketten - zu ihrem Besten. Und in "Sketches of Frank Gehry" porträtiert Sydney Pollack seinen Freund, den Architekten Frank Gehry, als Genie.

Mittwoch, 04.07.2007

Heute in den Feuilletons

Heute in den Feuilletons

04.07.2007 In der SZ gibt die Witwe Hrant Dinks, Rakel Dink, den türkischen Behörden Mitschuld an der Ermordung ihres Mannes. Die FAZ zeigt am Beispiel Frankreichs, dass die Konkurrenz des Internets der Pressefreiheit in den etablierten Medien nützt. Die Frage, wie und wo Tom Cruise in Berlin Stauffenberg spielen kann, erhitzt die Gemüter. In der SZ wehren sich die Zeitungsverleger noch gegen die Konkurrenz der Öffentlich-Rechtlichen im Netz, während diese in der FAZ schon andeuten, dass die Zeitungen etwas von den Gebühren abbekommen könnten. An der angeblichen NS-Mitgliedschaft Martin Walsers, Siegfried Lenz' und Dieter Hildebrandts kann niemand wirklich etwas finden.

Bücherschau des Tages

Bücherschau des Tages

04.07.2007 Die FAZ amüsiert sich Frank Kelly Richs Trinker-Handbuch "Die feine Art des Saufens", das in der deutschen Übersetzung allerdings bedeutend derber daherkomme als das amerikanische Original. Die SZ gelangt über Arnold Stadlers Roman "Komm, gehen wir" zu der nüchternen Erkenntnis, dass Liebe und Glück nur ein großer Witz sind. Sehr beeindruckt ist sie auch von Maria Barbals wuchtigem Erstlingswerk "Wie ein Stein im Geröll".

Medienticker-Archiv

Medienticker

04.07.2007 Heute u.a.: DDR-Punk: Der Totentanz der Diktatur - Wie Monopoly, nur ungerechter - Ich, ich, ich! - Wolfram Schütte über deutsche Karteileichenfledderei im Fokus - Buchhandlungen behaupten sich gegen E-Commerce - Aufbau Verlag leidet unter Druck der Buchhandelsketten - taz stellt ein + Kultur im Radio am Mittwoch. Von Rüdiger Dingemann

Donnerstag, 05.07.2007

Heute in den Feuilletons

Heute in den Feuilletons

05.07.2007 Die FAZ unterhält sich mit Albrecht Müller und Hubert Burda und beschwört die für traditionelle Medien irgendwie problematische Freiheit im Internet. In der SZ rät Politiken-Chefredakteur Toger Seidenfaden von allzu starkem Insistieren auf westliche Werte ab. Welt und Zeit denken über den Benefiz-Glamour von Live Earth-Konzerten nach.

Bücherschau des Tages

Bücherschau des Tages

05.07.2007 Die FAZ jubelt den Revolutionären der Comicwelt zu: Patrice Killoffer und Paul Hornschemeier, die ihr Genre gerade gehörig umwälzen. Außerdem verteidigt sie den baskischen Autor Bernardo Atxaga und seinen Roman "Der Sohn des Akkordeonspielers" gegen seine spanischen Kritiker. Die NZZ lobt György Konrads "Buch des Kalligaro" als ziemlich lässig. Die SZ liest den "erotische Pepys", wie ihn uns Helmut Krausser präsentiert. Die taz staunt, dass nicht schon vor Luc Boltanski jemand auf die Idee gekommen ist, eine "Soziologie der Abtreibung" vorzulegen. Und die FR empfiehlt Louise Richardsons interessante Studie "Was Terroristen wollen".

Medienticker-Archiv

Medienticker

05.07.2007 Heute u.a.: Paparazzi aus Zufall - Es bleibt die Berliner Schnoddrigkeit - Computer Bild hat im Internet viel vor - Neue Comics: Als die Spinne aus der Zeitung krabbelte und die Rückkehr der rauchenden Colts - Peter Stamm: Nur etwas stiller - Das letzte Wettlesen oder Das Warten auf Harry Potter - Kultur des Wirtshauses + Kultur im Radio am Donnerstag. Von Rüdiger Dingemann

Freitag, 06.07.2007

Heute in den Feuilletons

Heute in den Feuilletons

06.07.2007 In der FR wirft Perlentaucher Thierry Chervel der FAZ vor, sie benutze ihre Zeitung, um einen Konkurrenten bei seinen Auftraggebern anzuschwärzen. Die NZZ stellt eine 95-jährige Bloggerin vor. Die Berliner Zeitung freut sich, dass Warlam Schalamows "Erzählungen aus Kolyma" endlich auch auf Deutsch zu lesen sind. In der SZ ruft Al Gore den planetaren Notfall aus.  In der FAZ fordert der Biophysiker Stefan Klein seine Kollegen auf: Sprecht Deutsch!

Bücherschau des Tages

Bücherschau des Tages

06.07.2007 Für einfach sensationell hält die FAZ Richard Pares Band "Verlorene Avantgarde" über Russische Revolutionsarchitektur von Moskau über Baku bis Sotschi. Als "Poesiekrimi" lobt sie Albert Ostermaiers am Film noir angelehnte Gedichte "Polar". Die SZ preist Hilary Spurlings Monografie des Künstlers Henri Matisse als ganz hervorragend geschrieben und verlockend ausgestattet.

Samstag, 07.07.2007

Heute in den Feuilletons

Heute in den Feuilletons

07.07.2007 In der NZZ warnt Imre Kertesz Europa eindringlich vor den Schlünden der Apokalypse und dem Verrat der Freiheit. Die SZ empfängt selig das päpstliche Sendschreiben summorum pontificum zur Wiederzulassung der lateinischen Messe. Die Welt rümpft die Nase über den Pöbel linker Ex-Nazis. In der Berliner Zeitung erklärt Kirill Petrenko die Tücken des russischen Rhythmus. In der FAZ beschreibt Hedi Slimane, wie die Form aus dem Chaos erwächst. Die FR analysiert die Durchgrübelung der Musik durch Tocotronic. Und die taz vermisst das Moment des Wandels bei Al Gores Live Earth.

Bücherschau des Tages

Bücherschau des Tages

07.07.2007 "Palermo sehen und sterben", ruft Roberto Alajmo und die SZ folgt gerne. Die NZZ reist mit Jan Neruda zum Abschluss der Tschechischen Bibliothek nach Paris, Konstantinopel und Judäa. In Putins Modernisierungsdikatur ist kein Platz für Ziviles, lernt die FAZ von Roland Haugs Porträt der "Kreml AG". Christopher Marlowe als Geheimagent in prekärer Lage versüßt der taz dieses kühl-nasse Wochenende.

Sonntag, 08.07.2007

Medienticker-Archiv

Medienticker

08.07.2007 Aktualisiert: Live Earth klimpert für den Klimaschutz - Parallelwelten: Katz und Maus mit Ente - Tätowierte Mumien - William Friedkin: Pose, Wahn und Hochdruckkino - Bin lachen: Arabische Humor-Konferenz - Prügel für Romanautor - Sydney Pollack wollte Gehry begreifen - Full Frontal: Warum die Amerikaner Günter Grass so lieben + Kultur im Radio am Sonntag. Von Rüdiger Dingemann

Montag, 09.07.2007

Heute in den Feuilletons

Heute in den Feuilletons

09.07.2007 In der SZ spricht sich Andreas Blühm, Direktor des Kölner Wallraf-Richartz-Museums gegen Leuchtstoffröhren in Museen aus: Da bleibt nichts von Yves Kleins Blau. Die NZZ macht sich Sorgen über den Hindu-Extremismus und bringt ein liebevolles Porträt des wiederzuentdeckenden Schriftstellers Klaus Hoffer. Die FAZ macht darauf aufmerksam, dass Graf Stauffenberg einer vefassungsfeindlichen Sekte angehörte.

Bücherschau des Tages

Bücherschau des Tages

09.07.2007 Berührt und ergriffen ist die SZ von Monika Rincks Essay "Ah, das Love-Ding", der zugleich Roman, Gedicht und Philosophiegeschichte der abendländischen Beziehungslogik sei. Unterhaltsam und lehrreich findet sie auch die "Schriften zur Musik" des Komponisten Manfred Trojahn. Die FAZ übt sich mit Andre de Guillaumes Handbuch zur "Weltherrschaft für Anfänger".

Vorgeblättert

Monika Maron: Ach Glück

09.07.2007 ..."Wochenlang las sie nur Bücher über Hunde. Sie warf die Kunstbände aus ihrem Bücherregal und ersetzte sie durch eine Hunde-Bibliothek". ... "Ach Glück" heißt der neue Roman von Monika Maron. Lesen Sie einen Auszug, ausgewählt .

Medienticker-Archiv

Medienticker

09.07.2007 Heute u.a.: Kleines Latinum mit Karacho - Popstars retten die Erde - Frank Schirrmacher: Die unmögliche Mission - Demokratie aus der Presse - Ludwig Harig wird 80 - Online-Expansion von ARD und ZDF bedrohe Pressevielfalt + Kultur im Radio am Montag. Von Rüdiger Dingemann

Dienstag, 10.07.2007

Magazinrundschau

Michail Ryklin: Russland und die Berufsverbrecher

10.07.2007 Osteuropa hat sein ganzes neues Heft Warlam Schalamow und seinen Erzählungen aus dem Gulag gewidmet. Michail Ryklin beschreibt aus diesem Anlass die traditionsreiche Verbindung zwischen russischer Politik und dem Berufsverbrechertum. Outlook India beobachtet einen Imagewandel der Südinder. Einfach toll findet Nepszabadsag die Sexszenen, mit denen die EU für Europa wirbt. In der Revista de Libros stellt sich Alberto Fuguet den idealen Kritiker vor. In al-Sharq al-Awsat erinnert sich der israelische Schriftsteller Sami Michael an den Irak, die Heimat, in der er geboren wurde. Polen lacht über Stasi-Akten im Teatr Osmego Dnia, erzählt die Gazeta Wyborcza. In der New York Times schickt John Irving eine Liebeserklärung an Günter Grass.

Heute in den Feuilletons

Heute in den Feuilletons

10.07.2007 Berlins ehemaliger Baudirektor Hans Stimmann war für die Welt in Schanghai und musste feststellen: Aufwändige Planverfahren mit den Möglichkeiten bürgerschaftlicher Mitsprache gehören hier noch nicht zum Alltag. In der FAZ kritisiert der letzte Nazijäger des Wiesenthal-Zentrums, Efraim Zuroff, die Rolle Osteuropas in Holocaust und Aufarbeitung. Die SZ hat die Erben der Wittelsbacher rappen hören: "Eure Armut kotzt uns an." Die NZZ porträtiert die ghanaische Schriftstellerin Amma Darko.

Bücherschau des Tages

Bücherschau des Tages

10.07.2007 taz und NZZ preisen Jürgen Beckers Gedichtband "Dorfrand mit Tankstelle", der tatsächlich so gut sei wie sein Titel. Die NZZ feiert außerdem Steven Halls fulminanten Roman "Gedankenhaie", in denen unter anderem ein Konzeptfisch eine entscheidende Rolle spielt. Die FR kann Mike Davis' "Geschichte der Autobombe" sehr empfehlen, die mit Budas Rache für den Tod der Anarchisten Sacco und Vanzetti ihren Anfang nahm. Die FAZ liest Briefe von Hermann Broch an Paul Federn, in denen es eigentlich nur um eins geht: "Frauengeschichten". Und die SZ stellt die neusten Comic-Zeichnerinnen aus der Schweiz vor.

In eigener Sache

Die Perlentaucher-Affäre oder die FAZ als Waffe

10.07.2007 Wenn's drauf ankommt, benutzen FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher und der Kreis der ihm Ergebenen ihre Zeitung als Waffe. Ein Blick auf die FAZ-Kampagne gegen den Perlentaucher: Fünf Artikel und zwei Prozesse in zwei Jahren.

Medienticker-Archiv

Medienticker

10.07.2007 Heute u.a.: Medienriesen investieren in Breitband-Online-Gaming - Web 2.0: Wo bleiben die Verlage? - Rowling schließt Fortsetzung nicht mehr aus - Klaus Hoffer: Das Massiv von Györ -Tendenz Hofberichterstattung - Goethe kehrt zurück - Romane als fehlender Rest: Jürgen Becker wird 75 + Kultur im Radio am Dienstag. Von Rüdiger Dingemann

In eigener Sache

Olaf Sundermeyer und sein FAZ-Artikel gegen den Perlentaucher

10.07.2007 Jüngst stellte die FAZ den Perlentaucher in einem Schmähartikel als Ausbeuter fremder Leistungen dar und verschwieg dabei, dass sie mit eben diesen Argumenten einen Prozess gegen den Perlentaucher führt. Einige Richtigstellungen.

Mittwoch, 11.07.2007

Heute in den Feuilletons

Heute in den Feuilletons

11.07.2007 Die Welt erinnert an die wenig bekannte Beteiligung griechischer Freiwilliger am Massaker von Srebrenica. Die FAZ macht sich Sorgen über den kommenden Bücherherbst, bei dem die Hechte die Karpfen vor lauter Heringen nicht mehr sehen könnten (oder war es umgekehrt?) Die FR warnt vor einer selbst gebauten Gedenkfalle und empfiehlt die Freigabe aller Drehorte für Tom Cruise. Und der Perlentaucher wehrt sich gegen die FAZ.

Bücherschau des Tages

Bücherschau des Tages

11.07.2007 Die NZZ liest mit großem Vergnügen Martin Mulsows Studie  über Libertinage und Blasphemie in der Frühen Neuzeit "Die unanständige Gelehrtenrepublik". Die SZ erkennt in Jachym Topol den interessantesten Autor des gegenwärtigen Tschechiens und in seinem Roman "Zirkuszone" viel dissidente Aufmüpfigkeit. Gefallen hat ihr auch Clare Allans Roman "Poppy Shakespeare". Die FAZ empfiehlt Horst Petri und seine Familienratschläge "Bloß nicht zu viel Liebe". Die FR freut sich über eine Edition von Briefen Nicolas Borns.

Medienticker-Archiv

Medienticker

11.07.2007 Heute u.a.: Das Prinzip Jauch - Wallraff in der Moschee - Snob-Alarm - Microsoft: Softwareriese entdeckt Winzlinge - Wer's glaubt, wird selig - Der glorreiche Siebte -Frische Verliebtheit tropft in die Oberpforte - Paul Wühr: Der falsche Feminist - Dichten am Meer + Kultur im Radio am Mittwoch. Von Rüdiger Dingemann

Im Kino

Gefangen im Mc-Job-Provisorium

11.07.2007 "Clerks 2 - Die Abhänger" zeigt die aus dem Original vertrauten Figuren noch immer im Mc-Job-Provisorium gefangen - aber mit Aussicht auf ein neues Leben am alten Ort. Und unter den Künstlerfilmen der letzten Wochen überzeugt "Henri Cartier-Bresson - Biographie eines Blicks" durch den klugen Umgang mit bescheidenen Mitteln.

In eigener Sache

Leserkommentare zu FAZ und Perlentaucher

11.07.2007 Leserkommentare zur Berichterstattung der FAZ über den Perlentaucher und die Antworten der Perlentaucher Anja Seeliger und Thierry Chervel.

Donnerstag, 12.07.2007

Heute in den Feuilletons

Heute in den Feuilletons

12.07.2007 In der FAZ freut sich Günter Wallraff über die ungemein befreiende Wirkung, die von der Lesung der "Satanischen Verse" in einer Moschee ausgehen wird, in der taz erklärt er die Hintergründe seiner Idee. Auch die Welt bewundert Wallraff für seine Idee. Die SZ kritisiert ihn. In der FR verteidigt Rolf Hochhuth seine Kollegen Walser, Lenz und Hildebrandt: "Nie wird gefragt, was ein 16- oder 19-Jähriger tun sollte, der zum Militär oder in die Partei berufen wurde." Die Zeit sieht sich Jonathan Meeses Hitler-Filmchen auf MySpace an und hat die Nase gestrichen voll von künstlerischen Hitler-Evokationen.

Bücherschau des Tages

Bücherschau des Tages

12.07.2007 Als schmalen Roman mit großer Wucht feiert die Zeit Mireille Geus' Jugendroman "Big" über ein wirklich böses Mädchen. Gut gefallen hat ihr auch Tim Wynne-Jones' "Dieb im Haus der Erinnerung". Richard Fords neuer Roman "Die Lage des Landes" enttäuscht dagegen ihre hohen Erwartungen. Die FAZ ist sehr beeindruckt von Yi Chong-Juns allegorischen Roman "Euer Paradies" über die Militärdiktatur Park Chung Hees. Die NZZ ist berührt von Andrew Millers Roman "Die Optimisten". Die SZ findet lobende Worte für Andre Hilles Reisegeschichten aus Schlesien "Erzähl mir vom Land der Birken".

Medienticker-Archiv

Medienticker

12.07.2007 Aktualisiert: CartoTravel: Schließung aller Standorte - Der Mohn ist aufgegangen - Genussleser gesucht - Google hilft Pool-Putzern und Panzer-Knackern - Radionutzung bei Jüngeren stark gestiegen - BKA rät von biometrischer Foto-Fahndung ab - Satan in der Moschee oder DITIB beim Wort genommen + Kultur im Radio am Donnerstag. Von Rüdiger Dingemann

Freitag, 13.07.2007

Heute in den Feuilletons

Heute in den Feuilletons

13.07.2007 In der FR ergründet Imre Kertesz das Mysterium des Schreibens. Die taz weiß: Seit der Abschaffung der Volksfeste sind wir melancholisch. Schuld ist der Kapitalismus. Die Welt schildert den Geschlechtermord in China - in manchen Regionen kommen nur noch 100 Mädchen auf 130 Jungen. Spiegel Online bringt ein Streitgespräch zwischen Necla Kelek und der SPD-Bundestagsabgeordneten Lale Akgün. Die NZZ befasst sich mit dem Genre der Literaturbetriebssatiren in der neueren deutschen Literatur. In der SZ schildert der deutsch-türkische Popstar Muhabbet seine Schwierigkeit mit dem Deutsch-Türkischsein.

Bücherschau des Tages

Bücherschau des Tages

13.07.2007 Die FAZ genießt Paul Tordays sehr komischen Roman "Lachsfischen in Jemen" als ironischen Abgesang auf eine Welt, in der Fisch und Mensch noch Träume haben (hier eine Leseprobe). Hin und her gerissen ist sie über David Helds Versuch, in seinem Buch die soziale Demokratie als globales Modell zu etablieren. Die SZ verschlingt Jan Costin Wagners neuen abgründigen Krimi "Das Schweigen". Die FR liest Imre Kertesz' Essays "Opfer und Henker".

Post aus Istanbul

Die Republik als Fetisch

13.07.2007 Am 22. Juli finden in der Türkei vorgezogene Neuwahlen statt. Die Annahme, im Land stehen sich ein aufgeklärter liberaler Laizismus und ein fundamentalistischer Islamismus gegenüber greift nicht nur zu kurz, sie ist schlicht falsch.

Medienticker-Archiv

Medienticker

13.07.2007 Aktualisiert: Fenster zur Welt: Zur Zukunft des Internet oder Mac-User löscht das Internet - Schuljungenreport oder Spätgeburt einer neuen Seele? - Digitalwelle von Deutschlandradio gestoppt - Ein Nebenjob für den Vollzeit-Vertreter - Buchbranche wieder im Aufwärtstrend oder Der Buchhandel zahlt drauf - Googles unerwünschter Untermieter: Brockhaus' LexiSout - Professoren und der Hund + Kultur im Radio. Von Rüdiger Dingemann

Samstag, 14.07.2007

Heute in den Feuilletons

Heute in den Feuilletons

14.07.2007 In der Welt erklärt Johannes Tuchel von der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, dass er im Ehrenhof des Bendlerblocks keine Hakenkreuzfahnen sehen will. Die FAZ war in Bayreuth Kuscheln mit Katharina. Die NZZ fragt, was aus Kunst in Zeiten der Events wird. Außerdem porträtiert sie den Bauingenieur Cecil Balmond. Für die Berliner Zeitung besucht der Historiker Omer Bartov die heute westukrainische Stadt Buczacz, wo seine Vorfahren lebten und ermordet wurden.  Die SZ erinnert an die Ausstellung "Entartete Kunst" vor siebzig Jahren.

Bücherschau des Tages

Bücherschau des Tages

14.07.2007 Sommerloch. Kaum Besprechungen heute. Immerhin: Die taz las mit großem Gewinn Zvi Yavetz' "Erinnerungen an Czernowitz". Außerdem stimmt sie in den Chor der begeisterten Kritiken für Richard Fords neuen Bascombe-Roman "Die Lage des Landes" ein. Die FAZ erfreut sich an Ingo Arndts atemberaubenden Fotoband "Affen in der Wildnis". Die NZZ feiert die neue Zürcher Bibel.

Montag, 16.07.2007

Heute in den Feuilletons

Heute in den Feuilletons

16.07.2007 In der Welt erklärt Katharina Wagner, was sie von Bayreuth will, wenn Bayreuth sie will. In der SZ fordert Nike Wagner vom Bayreuther Stiftungsrat dagen, endlich die "Fixation an dynastische Kontinuitätsträume" aufzugeben. Die NZZ unterhält sich mit der Opernregisseurin Tatjana Gürbaca, die sich eine Erneuerung des Musiktheaters von den Stücken erträumt. Die taz bangt um die Zukunft der Liebe zum Kino im WDR. Die Berliner Zeitung beklagt den Hirntod der deutschen Rapper Szene. Die FAZ fürchtet, dass die chinesischen Intellektuellen 50 Jahre nach der Kampagne gegen die Rechtsabweichler traumatisiert bleiben.

Bücherschau des Tages

Bücherschau des Tages

16.07.2007 Die FAZ feiert Michael G. Fritz' deutsch-deutschen Roman "Die Rivalen", wobei sie nicht nur seinen sprachlichen Wohlklang genießt, sondern auch den ihm entspringenden Odeur von DDR-Deo und Stasi. Sehr gelobt werden auch Wilfried Strohs altsprachliches Hohelied "Latein ist tot, es lebe Latein!" und ein Plädoyer für das Faksimile "Bilder der Handschrift". Die SZ empfiehlt Karl Lauterbachs radikale Sozialsystemkritik "Der Zweiklassenstaat" und Anselm Haverkamps Untersuchung der "Metapher".

Vorgeblättert

Jagoda Marinic: Die Namenlose

16.07.2007 "Die Namenlose" ist der erste Roman von Jagoda Marinic, ihre namenlose Heldin wird von Liebe, Trauer und Sehnsucht heimgesucht... Lesen Sie einen Auszug, ausgewählt .

Medienticker-Archiv

Medienticker

16.07.2007 Heute u.a.: Literarische Soiree überm Folterkeller: Wolfram Schütte über Roberto Bolano - Die Bedeutung der Nebengeräusche - Nachrichten aus dem Netz: Machen wir in Aktivismus! - Bestseller: Ungeliebte Schmöker - Literaturthema: Alltag. Wirklichkeit, echt jetzt - Let's talk about cult, Baby - Eine magische revolutionäre Tat + Kultur im Radio am Montag. Von Rüdiger Dingemann

Dienstag, 17.07.2007

Magazinrundschau

Seyla Benhabib: Anatolien hat gesprochen

17.07.2007 Die ungarische Demokratie ist in Gefahr, warnt Peter Nadas in Elet es Irodalom. In Nepszabadsag betrachtet Eszter Babarczy verwirrt die Symbolpolitik des Westens. Im New Yorker beschreibt William Dalrymple das Dilemma der bürgerlichen Opposition in Pakistan. In Reset.doc erklärt Seyla Benhabib den Kampf zwischen alten und neuen Eliten in der Türkei. Der Nouvel Obs staunt über die neue französische Justizministerin Rachida Dati. Der Economist beschreibt die Wende zur digitalen Projektion im Kino.

Heute in den Feuilletons

Heute in den Feuilletons

17.07.2007 Die SZ durfte zugucken (aber nicht mitessen), als ein von der Documenta ausgewähltes Paar bei Ferran Adria Kunst aß. Die FAZ eröffnet eine Serie zur Frage "Der Vormarsch des Islamismus - Wie groß ist die Gefahr wirklich?" Die NZZ macht sich Sorgen um die Altstadt von Damaskus. In der FR weiß man: Die Vogue war nie Avantgarde. Die taz ist für die Rushdie-Lesung in einer Moschee: "Ohne Symbolpolitik ist alles nichts."

Bücherschau des Tages

Bücherschau des Tages

17.07.2007 Very british findet die SZ den Humor in Paul Tordays intelligent-absurdem Unterhaltungsroman "Lachsfischen im Jemen". Die NZZ preist noch einmal Wojciech Kuczoks bereits hochgelobtes Desillusionierungsdrama "Dreckskerl". Die FR blättert in einem Hochglanzband zur Geschichte der Vogue und stellt Volker Hilmes' Biografie der "Herrin des Hügels", Cosima Wagner, vor. Sehr beachtlich findet die FAZ Jürgen Försters Studie "Die Wehrmacht im NS-Staat", die beweise, dass die Wehrmacht nicht nur Stütze, sondern Fundament des NS-Regimes war.

Medienticker-Archiv

Medienticker

17.07.2007 Heute u.a.: Wohin mit all den Büchern? - Ansturm auf die Barbie-Welt - Lesen als Frauendomäne? Abhilfe vonnöten - Jörg Fauser: Einer unserer Besten oder Das große Format - Schnellschuss zu Mosebachs neuem Roman - Dow Jones: Murdoch fast am Ziel + Kultur im Radio. Von Rüdiger Dingemann

Virtualienmarkt

Harry Potter und die Bücher des Schreckens

17.07.2007 Wie seine Vorgänger wird wohl auch der siebte Harry-Potter-Band das meistverkaufte Buch aller Zeiten werden. Dass auch der Buchhandel an dem Geschäft verdienen wird, ist nicht ausgemacht. Hohe Einstiegskosten und die ins Internet verlagerte Aufmerksamkeit machen die Gewinnchancen so unabwägbar wie beim Roulette.

Mittwoch, 18.07.2007

Heute in den Feuilletons

Heute in den Feuilletons

18.07.2007 In der FR widersetzt sich Heinz Holliger der Kulturmaschine. Und in der FR widersetzt sich der Philosoph Jason Hill dem Multikulti und will statt dessen kosmopolitisch werden. Die taz schimpft auf deutsche Rapper, die nur sensibel sind, wenn's ums eigene Persönchen geht, während sie Schwulen den Schwanz abschneiden wollen. Die NZZ war bei Prince und ist nach wie vor selig erschöpft: Es jault, dröhnt, kratzt des Prinzen Klampfe.

Bücherschau des Tages

Bücherschau des Tages

18.07.2007 Die FAZ goutiert die "Vorlesungen über die Esskunst" des Genussphilosophen Antonius Anthus, würde allerdings nicht unbedingt Kapernsalat zum Wildschwein empfehlen. Die SZ unterstützt Richard Münchs Angriff auf die deutsche Hochschulpolitik "Die akademische Elite". Die NZZ begeistert sich für Julia Voss' Studie über "Darwins Bilder". Und die FR lässt sich von Astrid Paprottas Krimi "Feuertod" ins Herz der Frankfurter Dunkelheit führen.

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18.07.2007 Heute u.a.: Comeback der Schallplatte - Picasso als Dichter - Halo, Home und Hula-Hoop - Schwarze Propaganda statt Schwarzer Block - Verbotene Früchte: Russlands erste schwarze Liste - Netzeitung: Wolke oder Nacht und Nebel - Lessing: Literatur und Musik - Rudolf Steiners "Eingebungen" + Kultur im Radio. Von Rüdiger Dingemann

Im Kino

Das Rohe und das Ausgekochte

18.07.2007 In Quentin Tarantinos grandioser Grindhouse-Hommage "Death Proof" sieht alles nur auf den ersten Blick einfach aus. In Wahrheit geht es um die Lust an der Sprache und an der Gewalt und um Frauen, die den Phallus wollen und kriegen. Und in Lee Tamahoris "Next" guckt Nicolas Cage in die Zukunft und immer etwas dumm aus der Wäsche. Trotzdem ein Spaß, sobald man die Suche nach Plausibilitäten aufgibt.

Donnerstag, 19.07.2007

Heute in den Feuilletons

Heute in den Feuilletons

19.07.2007 Die FAZ weiß ganz genau, warum Professor Peter Steinbach von Karlsruhe nach Mannheim geht, aber sonst hat sie nichts gegen den Mann. Die taz plädiert für mehr Akkuratesse im deutschen Journalismus. Die Zeit bringt ein Spezial zu den unweigerlich kommenden olympischen Spielen in Peking. Die Welt bringt eine Streitschrift Wolfgang Sofskys gegen den gläsernen Bürger, der sich mit seiner Transparenz auch noch anfreundet.

Bücherschau des Tages

Bücherschau des Tages

19.07.2007 Zeit und FAZ preisen die Kriegsberichte "Zwischen Erdbeben" des schillernden und ebenso sozialrevolutionären wie reaktionären Schriftstellers Curzio Malaparte, der heute vor fünfzig Jahren starb. Seufzend liest die Zeit auch das nachgelassene Romanfragment "Die Tournee" von Jörg Fauser, der schreiben konnte wie Raymond Chandler! Sehr instruktiv findet die NZZ Marc Angelils kritische Essays zur zeitgenössischen Architektur "Indizien". Die SZ weiß zu schätzen, wie unökonomisch Joyce Carol Oates ihren Roman "Niagara" erzählt.

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19.07.2007 Heute u.a.: Wie geht Copyright? oder Der Gerechtigkeit einen Korb geben - Open Library gibt erste Einblicke - USA verkaufen Potter zu früh - TV-Debakel: Fest im Sattel der Heuchelei - Ludwig Harig: Vielseitig begabter Versöhner - Präpotente Geschichte - Wenn der Blindtext spricht - Auf der Suche nach dem perfekten Exemplar - Eins minus + Kultur im Radio. Von Rüdiger Dingemann

Freitag, 20.07.2007

Heute in den Feuilletons

Heute in den Feuilletons

20.07.2007 Also so viel kann man wohl sagen, nachdem die New York Times legal und doch vorzeitig an ein Exemplar von "HP 7" kam: Harry Potter wird nicht sterben. Im titel-magazin greift Wolfram Schütte die Kampagne der FAZ gegen den Perlentaucher auf. Die FAZ bringt die Hommage der in Berlin geretteten Jüdin Annie Kraus an die "stillen Helfer" in der Nazizeit. Die Welt bringt einen Artikel der türkischen Schriftstellerin Elif Shafak zu den Wahlen am Sonntag. Die Welt feiert außerdem das kulturelle Großereignis der nächsten Woche: den neuen Simpsons-Film.

Bücherschau des Tages

Bücherschau des Tages

20.07.2007 Als vollmundig und treffsicher lobt die FAZ die in "Gonzo Generation" versammelten Reportagen, Essays und Short Stories von Hunter S. Thompson. Voll und ganz empfehlen kann sie auch Gerhard Amendts anschauliches, kluges und ausgezeichnet erzähltes Buch über "Scheidungsväter". Die SZ begeistert sich für Sean Rowes Debüt "Traumschiff", das von ziemlich viel krimineller Energie angetrieben wird. Und die taz empfiehlt Arnt Cobbers Interviewband mit den Frontfrauen des deutschen Pops "Wir sind jetzt!".

Essay

Domenico Scarlatti - Der latente Zeitgenosse

20.07.2007 Horowitz liebte ihn, und der Cembalist Scott Ross ebenfalls. "Domenico Scarlatti does not belong" - nicht zu einem historischen Stil, einer Schule oder Tradition, nicht zu einer Epoche, nicht einmal zu einem Land. Genau hierin liegt seine Aktualität.

Samstag, 21.07.2007

Heute in den Feuilletons

Heute in den Feuilletons

21.07.2007 Die NZZ besichtigt in Ulan Bator Jurten mit drahtlosem Internetanschluss. Otfried Höffe betont, dass universale Werte universal sind. Die taz erfährt von Michael Schindhelm, wie werttolerant es in den Vereinigten Arabischen Emiraten zugeht. Die russische Journalistin Elena Tregubowa erklärt der Berliner Zeitung, warum Russland eine Diktatur ist. Und die FAZ trauert um den von Heuschrecken ausgeweideten Sender Sat.1.

Bücherschau des Tages

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21.07.2007 Als eine geniale Tragödie der Verkennung preist die FAZ Ian McEwans Roman "Am Strand", in dem eine junge Liebe an Verlangen, Scham, Schuld und Ekel zerbricht. Auch die taz hat das Buch sehr berührt. Uneinigkeit herrscht dagegen über Richard Fords Roman "Die Lage des Landes": Die SZ lobt Klugheit und Sarkasmus, die FAZ findet ihn immerhin noch verdienstvoll, die FR einfach nur unlesbar langweilig. Die NZZ erklärt Armin Senser nach seinem Gedichtband "Kalte Kriege" zum aufregendsten Lyriker unserer Tage. Die taz kann außerdem noch Neil Beltons Roman über das Irland während des Zweiten Weltkriegs "Ein Spiel mit geschliffenen Klingen" empfehlen.

Sonntag, 22.07.2007

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22.07.2007 Aktualisiert: Paul Auster: Die Wahrheit über die Welt - Ein klarer Fall publizistischen Machtmissbrauchs - Kultursherpas - Staufenberg-Dreh: Gut fürs Geschäft oder Cruisen zwischen Sekte und Geschichte - Der Gerichtsreporter und die Kammer des Schreckens - MySpace nach der Murdoch-Übernahme - Chinesischer Literaturpreis für Bonner Sinologen - Knochenmühle des Vergnügens + Kultur im Radio. Von Rüdiger Dingemann

Montag, 23.07.2007

Heute in den Feuilletons

Heute in den Feuilletons

23.07.2007 Die Reaktionen auf das Ende von Harry Potter sind widersprüchlich. Manche beklagen ein etwas plattes Happy End, andere loben den Mount Everest der Spannung, der vor diesem Happy End liegt. Und dritte beklagen, dass J.K. Rowling nicht mal in der Fiktion die britische Klassengesellschaft abschafft. In der taz kritisiert Tony Judt die Juden der Diaspora, die durch ihre Identifikation mit Israel für den Antisemitismus selbst verantwortlich seien. In der FAZ fragt Wolfgang Sofsky, warum es in Deutschland keine Sensibilität für die Bedrohung der Freiheit gibt. In der NZZ erklärt der Biochemiker Gottfried Schatz sein Unbehagen an der Klimadebatte.

Die Buchmacher

Respekt für Weltbild

23.07.2007 Warum sich der Potter-Verlag mit einer englischen Supermarktkette fetzt. Wie MairDumont bei Carto Travel ausmistet. Wer sich vor Weltbild verneigt. Und wieso die Branche ohne Siegfried Unseld aufgeschmissen ist.

Bücherschau des Tages

Bücherschau des Tages

23.07.2007 Die SZ sichtet die mittlerweile mannigfaltige Literatur über den alliierten Luftkrieg gegen Deutschland und kürt einen Gewinner: die instruktiven "Berichte aus der Abwurfzone", verfasst von unbekannten ausländischen Häftlingen bis zu Prominenten wie Edward Murrow oder Kurt Vonnegut. Die FAZ lernt vom Müßiggang-Papst Tom Hodgkinson, wie man genussvoll lebt, und von Hanno Schmidt, wie man richtig schläft.

Vorgeblättert

Tanguy Viel: Unverdächtig

23.07.2007 "Unverdächtig" erzählt von Sam und Lise in einer nordfranzösischen Kleinstadt. Schnörkellos wie Simenon seziert Tanguy Viel die Träume von Geld und Liebe, was bleibt, ist Verrat. Lesen Sie einen Auszug aus dem ersten Roman auf Deutsch des französischen Schriftstellers, ausgewählt

Post aus Tiflis

Fromme Boheme

23.07.2007 Drei Jahre nach der Rosenrevolution hat sich in Georgien der Geist der Freiheit ein wenig verflüchtigt, aber immerhin gibt es jetzt Strom: Zu Besuch bei der Boheme von Tiflis, im Stalin-Museum von Gori und im Pankisital. Aus dem Archiv - aber aktuell!

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23.07.2007 Heute u.a.: Laborsituation Nahost in 3D - ProSiebenSat.1: Portemonnaie bleibt zu - Potter-Verkaufsnacht - Andere Länder, andere Sitten - Cruisen zwischen Sekte und Geschichte - Dow Jones: Ein seltsamer Vorschlag - Paul Auster: Die Wahrheit über die Welt ... + Kultur im Radio. Von Rüdiger Dingemann

Dienstag, 24.07.2007

Magazinrundschau

Timothy Garton Ash: Die Zeit wird Günter Grass verzeihen

24.07.2007 Im Spiegel verteidigt Alexander Solschenizyn den KGB-Mann Wladimir Putin. In der New York Times porträtiert Bernhard-Henri Levy Nicolas Sarkozy als Freibeuter nationaler Identitäten. Magyar Hirlap versteht die Wut der Kaczynskis auf Europa. Nepszabadsag spürt es in Ungarns Tiefe gären. In Edge bereitet uns Kevin Kelly darauf vor, ein halberwachsenes Technium gehen zu lassen. Der New Yorker porträtiert Abraham Burg, den Herold des Zionismus und seines Endes. Der Spectator feuert Boris Johnson an, der jetzt Bürgermeister von London werden will. Für die New York Review of Books gibt Timothy Garton Ash Günter Grass einen halben Punkt. Und der Economist vermisst Reiche in Berlin.

Heute in den Feuilletons

Heute in den Feuilletons

24.07.2007 Die FR erfährt im Gespräch mit Luk Perceval, was Erleuchtung ist: Erleuchtung ist, wenn man beim Schälen der Kartoffel die Kartoffel schält. Die taz geißelt die antisemitischen Äußerungen des polnischen Paters Tadeusz Rydzyk. In der Welt begrüßt Zafer Senocak das türkische Wahlergebnis: "Bürgerrechte und Demokratie sind den Türken keine Fremdwörter mehr." Über die Nachfolge in Bayreuth wird vor den beginnenden Festspielen in taz und NZZ spekuliert. Die Berliner Zeitung schildert das Problem der FAZ mit den Perlentauchern: "Puh, die werden wir nicht los." 

Bücherschau des Tages

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24.07.2007 Die SZ jubelt über den Band "Die Simpsons und die Philosophie", mit dessen Hilfe sie endlich den Unterschied zwischen Husserls Epoche und Heideggers Kehre begriffen hat. Auch Howard Zinns sehr linke "Geschichte des amerikanischen Volkes" kann sie empfehlen. Die NZZ freut sich über die Neuauflage von Selma Lagerlöfs Roman "Die Geschichte von Gösta Berling" und P.J. O'Rourkes "Reisen in die Hölle". Und die FAZ findet nach Lektüre von Wolfgang Matz' Essay "1857" Stifter genauso modern wie Flaubert und Baudelaire.

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24.07.2007 Heute u.a.: Hier spielt die Musik - Helden jetzt und heute - Vor Harry war Carlsen eine symphathische WG - Die Simpsons: Friss mein Quiz - Henrik Pontoppidan: Weltliteratur aus Dänemark - Schlöndorff-Ekalt: Wer kritisiert, fliegt - Onliner stehen auf Unterhaltung und Kommunikation - Marketing: Die Innovationsschwätzer - Berauschender Rhabarber-Saft + Kultur im Radio. Von Rüdiger Dingemann

Mittwoch, 25.07.2007

Heute in den Feuilletons

Heute in den Feuilletons

25.07.2007 Die Feuilletons trauern um George Tabori, mit dem die Deutschen über sich selbst lachen lernten. Die NZZ erzählt die traumatisierende Kindheitsepisode, die Taboris  tragikomische Grundhaltung begründete. Die taz kritisiert die deutsche Filmförderung, welche nurmehr auf die großen Haufen scheißt. Die Welt plädiert im Bayreuther Erbfolgestreit für Katharina Wagner. 

Bücherschau des Tages

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25.07.2007 Viel Neues ist heute nicht zu entdecken: Die FAZ ist von Grigori Paskos russischem Gefängnistagebuch "Die Rote Zone" ebenso beeindruckt wie deprimiert. Die SZ liest mit großem Interesse die Essays "Keiner zu Hause" der kroatischen Weltbürgerin Dubravka Ugresic. Die NZZ würdigt Luc Boltanskis "Soziologie der Abtreibung", die ihr die Augen für einige anthropologische Widersprüche geöffnet hat. Lob geht schließlich auch an Oliver Hilmes für seine Biografie der "Herrin des Hügels", Cosima Wagner.

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25.07.2007 Heute u.a.: Regen in der Sprache - Das Format ist der Verlierer - Mircea Eliades Lebensthema Religion - Die Lücke im Zahnfleisch - Halbe Rolle rückwärts: ARD mit Tour-Magazin - Amazon verdreifacht Gewinn - Volltextsuche-Online und VLB im Doppelpack - G.T.: Fremdling und Spielmann - Heiße Luft im Sommerloch + Kultur im Radio. Von Rüdiger Dingemann

Donnerstag, 26.07.2007

Heute in den Feuilletons

Heute in den Feuilletons

26.07.2007 "Er war ein Schauspieler, der geistige Vorgänge spielen und sichtbar machen konnte." Der Tod Ulrich Mühes löst in allen Feuilletons Bestürzung aus. Die FR würdigt seine "körperliche Durchlässigkeit für Geschichte und Umwelt". Die Berliner Zeitung macht darauf aufmerksam, dass Mühe nur ein Jahr nach seiner zweiten Frau Jenny Gröllmann und dem quälenden Streit um ihre angebliche Stasi-Mitarbeit gestorben ist. Die Zeit liefert einen Schwerpunkt zu gutem Deutsch - und gegen Anglizismen. Die NZZ bringt Reaktionen türkischer Intellektueller zu den Wahlen. Und Spiegel Online hat bei Katharina Wagners Bayreuth-Debüt echte Wagner-Pizza serviert bekommen - "jede Menge Belag auf dünnem Boden".

Bücherschau des Tages

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26.07.2007 Souveräne Ironie, Tempo und märchenhaftes Grauen: Die Zeit amüsiert sich prächtig mit Alexandre Dumas' hierzulande verkannter Satire "Kapitän Pamphile". Über F.W. Bernsteins "Superfusseldüse" jubelt sie gar: "Sinnverlust ist Lustgewinn!" Die NZZ preist die Gedichte "Gefährliche Launen"  der rumänischen Lyrikerin Nora Iuga und ihre Fährigkeit, "in zwei Himmeln gleichzeitig zu atmen". Die FR empfiehlt Helga Grebings "Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung".

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26.07.2007 Heute u.a.: Rinnsteins Kopf - Ruth Klüger über den letzten Potter - Lesen als Zeitverschwendung - Spiegel überholt Focus und Wirtschaftszeitungen seufzen, taz jubelt - Dmitri Prigow und das Land der aufgehenden Sonne - Schicksal in Punktgröße - Die acht Besten + Kultur im Radio. Von Rüdiger Dingemann

Im Kino

Mehr überall als nirgendwo

26.07.2007 Umweltverbrechen, einen tumben Präsidenten Schwarzenegger, Springfield unter einer gläsernen Käseglocke und natürlich jede Menge Homer bietet "Die Simpsons - Der Film". Nicht irritieren lassen sollte man sich vom verschwiemelten Titel von Marion Hänsels "Als der Wind den Sand berührte": Es handelt sich um ein nüchtern erzähltes Drama um eine verdurstende Familie in der afrikanischen Wüste.

Freitag, 27.07.2007

Heute in den Feuilletons

Heute in den Feuilletons

27.07.2007 Katharina Wagners "Meistersinger"-Inszenierung stößt bei den Beckmessern und -messerinnen der Jetztzeit weitgehend auf Behagen. Katharina Wagner verzichtet schon mal ganz auf altnürrembergische Knusperkulissen, notiert die erleichterte FR.  Die FAZ sieht den unangenehm streng gescheitelten Hans Sachs als mutige Anspielung auf die Nazizeit. Die NZZ erspäht dennoch Leerstellen. Die SZ  ist mit der Musik nicht ganz zufrieden. Außerdem: ein NZZ-Essay von Dubravka Ugresic über die neuen Barbaren.

Bücherschau des Tages

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27.07.2007 Die FAZ begeistert sich für Olivier Adams Romandebüt "Keine Sorge, mir geht's gut", das der französischen Banlieue endlich eine literarische Heimat gebe, wenn auch eine triste. Im "Lexikon des Unwissens" von Kathrin Passig und Aleks Scholz erfährt sie viel über Flussaale und Kugelblitze. Sehr interessant findet sie auch ein Buch von Stanislaw Ciesielskis über die gewaltsame Westverschiebung Polens. Die SZ schwärmt von den Reisereportagen Jan Nerudas, der über München und Berlin die Nase rümpfte, aber bei den Straßenhunden von Konstantinopel Feuer fing. Und die NZZ versinkt in Ashley Kahns Geschichte des Jazz-Labels "Impulse!".

Samstag, 28.07.2007

Heute in den Feuilletons

Heute in den Feuilletons

28.07.2007 In der taz erzählt Ernst Tugendhat, warum ihn der Gedanken an den Tod schreckt. In der Literarischen Welt stellt Cees Nooteboom einen Klassiker der niederländischen Moderne vor, Ferdinand Bordewijks Roman "Charakter". In der NZZ fragt sich Adam Zagajewski, warum Zbigniew Herbert in einem späten Gedicht ausgerechnet das hässliche Städtchen Rovigo besang. Die SZ besucht das Dorf Kienbaum, wo die DDR ihre Olympiasieger machte.

Bücherschau des Tages

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28.07.2007 "Ach Glück" heißt Monika Marons neuer Roman (Leseprobe). Statt Leidenschaft gibt es nur noch Hoffnung auf Momente von Glück, meint die NZZ, erliegt aber dem Charme der mit Senf bestrichenen zarten Haxen Eleonore Carringtons. Die SZ stellt überrascht fest, dass G.K. Chestertons Pater-Brown-Geschichten echte Literatur sind. Die taz empfiehlt die Essays des strukturalistischen Marxisten Etienne Balibar aus den achtziger und neunziger Jahren: keine leichte Lektüre, aber lohnend. Die FAZ amüsiert sich über Lilian Faschingers herrlich bösen Blick auf Wien in "Stadt der Verlierer".

Sonntag, 29.07.2007

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29.07.2007 Aktualisiert: Streit um Online-Durchsuchungen - Zeremonienmeister des Terrors - Ein Hoch auf den System-Administrator! - Jesuiten entdecken Second Life - Inspiriert von Bayern - Rowling schreibt schon wieder - Erste Wieland-Edition gestartet - Dieter Wellershoff: nur zufällig überlebt - Trakl trifft Wittgenstein - Internetvideos der Woche + Kultur im Radio. Von Rüdiger Dingemann

Montag, 30.07.2007

Heute in den Feuilletons

Heute in den Feuilletons

30.07.2007 Die Hügel von Bayreuth und Salzburg dominieren weiterhin die Feuilletonlandschaft. Mit Haydns Oper "Armide" sind die nach Salzburg Versandten recht zufrieden, mit Thomas Bernhards Stück "Ein Fest für Boris" weniger. Bei Bayreuth überwiegen Kommentare zur schwierigen Finanzlage, die als ein Zeichen für Wolfgang Wagners nachlassenden Einfluss gewertet werden. In der taz erinnert Gabriele Goettle an DDR-Zeiten, in denen das "Waldsterben" noch als "Forstumwandlung" firmierte. Der Tagesspiegel sinniert über das Migratorische in der allerneuesten Kunst. taz und Welt erinnern an die Ermordung Jürgen Pontos vor dreißig Jahren.

Die Buchmacher

Gemalte Hasen zu agressiv für die USA

30.07.2007 Warum gemalte Hasen für die Amerikaner zu aggressiv sind. Wie das Buch 2.0 aussieht. Und weshalb der neue Potter alle Rekorde sprengt.

Bücherschau des Tages

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30.07.2007 Das jüngste Gericht, die Menschwerdung Gottes, die stillende Muttergottes mit ihrem Kind - alles Erfindungen der Ägypter, lernt die FR aus Jan Assmanns Band "Erinnertes Ägypten". Die NZZ kommt mit Lektüre von Roberto Savianos spannender Reportage "Gomorrha" Anziehungskraft, Geschäften und Methoden der Mafia auf die Spur. Die SZ empfiehlt Heinrich Deterings kluges Reclam-Heft über Bob Dylan. Die FAZ stellt zwei Bücher aus dem Inneren islamischer Gesellschaften vor: Marina Nemat berichtet in "Ich bitte nicht um mein Leben" von ihrem Leben als verfolgte Christin im Iran. Und Betsy Udink beschreibt in "Allah und Eva" die Unterdrückung der Frauen in Pakistan.

Vorgeblättert

Victor Catala: Solitud

30.07.2007 "Solitud", der Roman von Caterina Albert i Paradis alias Victor Catala erschien erstmals 1905 und ist nach wie vor ein wunderbares Stück der katalanischen Literatur. Lesen Sie einen Auszug der Geschichte der jungen Bäuerin Mila, ausgewählt

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30.07.2007 Aktualisiert: Ingmar Bergman ist tot: Ein Nachruf von Wolfram Schütte - Der Entdecker der Langsamkeit - Herausforderung Media 3.0 - Bitte lächeln Schwarzenegger wird 60! - Ästhetische Privatisierung - Spielfilm oder Filmspiel: am Ende ganz gleich? - Robert Redekers Leben mit der Fatwa - v. Donnersmarck: Ulrich Mühe war ein großer Mann + Buchkritik und Kultur im Radio. Von Rüdiger Dingemann

Dienstag, 31.07.2007

Magazinrundschau

Dubravka Ugresic: Denkmal für den polnischen Klempner

31.07.2007 Die New York Times trifft Mertz, den ersten auf soziales Verhalten programmierten Humanoiden. Das Tygodnik Powszechny trauert um Warschaus internationalsten Ort, den Jarmark Europa, der einem neuen Fußballstadion weichen soll. Die Gazeta Wyborcza begrüßt die unvollkommenen Retter Europas. In Nepszabadsag besichtigt Gaspar M. Tamas das ausgeweidete Osteuropa. In Elet es Irodalom betrachtet Gabor Schein das postkoloniale Osteuropa. The New Republic schildert, wie sich Washingtoner Politzirkel von der türkischen Regierung bezahlen lassen. Im Nouvel Obs hält Marshall Sahlins den Irakkrieg für die irrationalste Dummheit seit dem Einmarsch der Athener in Sizilien. Im Espresso findet Jeremy Rifkin Spuren seiner ältesten Vorfahren im Rift Valley im Nordosten Afrikas. Die Weltwoche bringt ein großes Interview mit dem Menschensammler Walter Kempowski. Und im Magazin lernt Ian McEwan die Fesseln Burka-verhüllter Frauen zu lieben.

Heute in den Feuilletons

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31.07.2007 Die Feuilletons würdigen Ingmar Bergman als säkulare Figur. Die SZ sieht ihn als Regisseur eines Natur- und Sommerkinos, der Tagesspiegel als Magier des Schmerzes, der Einsamkeit und des Verrats. Die FAZ stellt ihn in eine Reihe mit Tschechow und Strindberg. Die NZZ erinnert daran, dass die Regisseure der Nouvelle Vague schon 1958 abschließend über ihn schrieben. Welt und Titel-Magazin sprechen die europäische und universale Geltung seines Kinos an. Und die FR liebt Bergman und fertig.

Bücherschau des Tages

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31.07.2007 Die SZ lobt Tomi Mäkeläs Studie zu Jean Sibelius "Poesie in der Luft", die den finnischen Komponisten überzeugend gegen die Nörgler und hämischen Kritiker in Deutschland verteidige. Im Briefwechsel mit Max Horkheimer begegnet die taz einem ziemlich gehässigen Theodor W. Adorno. Der NZZ ist Paula Fox' neuer Roman "Der Gott der Albträume" durch und durch gegangen. Sehr berührt zeigt sie sich auch von der Sprache der Sterblichkeit in Norbert Hummelts Gedichten "Totentanz". Die FAZ begibt sich mit Julien Green in zwielichtige Psycholabyrinthe.

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31.07.2007 Aktualisiert: Immer absolut modern sein: Wolfram Schütte zum Tod von Michelangelo Antonioni - Der Seismograph und Sinnsucher Bergman: ein Erbe, das bleibt - Sommertheater um Online-Überwachung - Ein Kompliment ans Leben - Pfiffe für Musil - Stefan Zweigs Maria Stuart - Internet-Piraten vs. Kinobesucher + Buchkritik und Kultur im Radio. Von Rüdiger Dingemann

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BuchLink: Aktuelle Leseproben. In Kooperation mit den Verlagen (Info)

Gabriel Zucman. Reichensteuer - Aber richtig! . Suhrkamp Verlag, Berlin, 2026.Gabriel Zucman: Reichensteuer
Aus dem Französischen von Ulrike Bischoff. Gabriel Zucman gehört zu den bekanntesten und renommiertesten Ökonomen weltweit. Seit Jahren forscht er zu Steuergerechtigkeit…
Claudia Gatzka (Hg.) / Sonja Levsen (Hg.). Neue Wege zu einer Geschichte der Bundesrepublik. Suhrkamp Verlag, Berlin, 2025.Claudia Gatzka (Hg.), Sonja Levsen (Hg.): Neue Wege zu einer Geschichte der Bundesrepublik
Lange erzählten Historiker der Bundesrepublik Geschichten von wachsendem Wohlstand, Modernisierung, erlernter Liberalität und stabiler Demokratie. Deutschland schien "im…
Detlev Piltz. 150 Jahre Erbschaftsteuer - Prinzip und Wirklichkeit. C.H. Beck Verlag, München, 2025.Detlev Piltz: 150 Jahre Erbschaftsteuer
Die Erbschaftsteuer spiegelt den gesellschaftlichen Interessenkonflikt zwischen Reich und Arm wider. In Deutschland besteht der politische Kampf um die Erbschaftsteuer seit…
Maurice Crul / Frans Leslie. Gesellschaft der Minderheiten - Leben in der Superdiversität. C.H. Beck Verlag, München, 2025.Maurice Crul, Frans Leslie: Gesellschaft der Minderheiten
Aus dem Niederländischen von Annette Wunschel. Integration im Zeitalter superdiverser Gesellschaften Niemals zuvor in der Geschichte der Menschheit haben so viele Leute aus…

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