Perlentaucher - Online Kulturmagazin mit Presseschau, Rezensionen, Feuilleton

zuletzt aktualisiert 10.02.2026, 15.41 Uhr
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  • Perlentaucher-Debatte Literaturkritik im Netz: Angestoßen von Wolfram Schütte. Mit Beiträgen von Sieglinde Geisel, Jan Dress und anderen
  • Daniele Dell'Agli: Aufruhr im Zwischenreich: Plädoyer für eine Befreiung des Themas Sterbehilfe aus dem Griff der Politik und mit ihr paktierender Verbandseliten
  • Monotheismus-Debatte im Perlentaucher: Angestoßen von Jan Assmann. Mit Beiträgen von Klaus Müller, Peter Sloterdijk und anderen
  • Die Beschneidungsdebatte: im Perlentaucher und in anderen Medien
  • Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
  • Der dänische Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
  • Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
  • Der 11.September: Eine Presseschau
  • Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Perlentaucher-Autoren
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Perlentaucher-Fakten

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Bücher
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Buchautoren

Perlentaucher Archiv

Sortiert nach Datum | Rubriken

Samstag, 01.12.2012

Heute in den Feuilletons

Das Fest verglüht

01.12.2012 Die taz erzählt am Beispiel des traurigen Niedergangs der FR, wie die FAZ das Diskursmonopol der anderen Seite knackte. Die FAZ wehrt sich gegen alle, die ihr geistiges Eigentum zusammenklauben wollen. Die FAZ bringt auch einen Appell zur Befreiung des Autors Li Bifeng. Die FR preist die Verdinglichung in Form kaptitalismuskritischer Popmusik. c-monster präsentiert eine Reihe psychedelischer Torten aus Peru.

Bücherschau des Tages

Bei mir ist die Phantasie alles

01.12.2012 Die NZZ stellt heute zwei große französische Romane vor: Raymond Roussels surrealistisches Meisterwerk "Locus Solus" von 1914 und Henri Thomas' Roman von 1964, "Der Meineid" - eine meisterhaft verrätselte Geschichte um einen Belgier, der 1954 versucht, in den USA eine neue Existenz zu gründen. Die SZ zieht den Hut vor Heinrich Deterings großer Arbeit über "Thomas Manns amerikanische Religion" (Leseprobe). Erste Notizen zur heutigen Literaturbeilage der FAZ finden Sie hier.

Sonntag, 02.12.2012

Redaktionsblog - Im Ententeich

Sendeschluss

02.12.2012 Die Financial Times Deutschland ist tot, die Frankfurter Rundschau ist pleite, der Berliner Verlag streicht Stellen, der Spiegel baut ab. In Medien und Blogs bricht die notorische Debatte wieder los. Die Zeit veröffentlicht ein Dossier mit den deprimierenden Äußerungen deutscher Medienhierarchen zu ihrer Krise.

Montag, 03.12.2012

Heute in den Feuilletons

Kritik und Kampf

03.12.2012 Die SZ verteidigt Theodor Eschenburg. Die FAZ verfolgte das zentrale NRW-Vorsprechen von Absolventen der Schauspielschulen. Mehr als ein Leistungsschutzrecht brauchen wir eine Kontrolle der entstehenden Monopole im Netz findet Stefan Plöchinger von sueddeutsche.de auf Carta. Befreit das Öffentlich-Rechtliche von den Anstalten, fordert Thierry Chervel im Perlentaucher. Die FAZ macht Verlust wegen des wegbrechenden Stellenmarkts, meldet turi2. Alle gratulieren Alice Schwarzer zum Siebzigsten.

Bücherschau des Tages

Urmomente der Kindheit

03.12.2012 Andächtig hält die SZ die traurig-schönen Bilder des tschechischen Fotografen Josef Sudek in Händen. Außerdem freut sie sich über eine Wiederbegegnung mit Christa Wolfs "August" und lernt mit Geoff Dyers Essay "Die Zone", Andrej Tarkowskis "Stalker" zu verstehen. Die FAZ bespricht politische Bücher, darunter die Erinnerungen des israelischen Journalisten Ari Rath: "Ari heißt Löwe".

Medienticker-Archiv

Fischeinwickelpapier ?

03.12.2012 Das globale literarische Leben mitgeschnitten: Marc Reichwein besuchte das Innsbrucker Zeitungsarchiv - Der Umblätterer jubelt über die "extrem tolle" deutsche Zeitungslandschaft und Michael Jürgs fordert die Journalisten-Kollegen auf, sich nicht länger selbst zu bemitleiden - Verlag: Amazon-Publishing bereitet Europa-Dependance vor - Debatte: Wolfgang Tischer über die große E-Book-Schizophrenie + Theater-Nachtkritiken u. a. aus Bochum, Basel und Saarbrücken.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

03.12.2012 Der neue Dreistufenplan.

Dienstag, 04.12.2012

Magazinrundschau

Jetzt genau der Moment

04.12.2012 Lasst die Champagnerkorken knallen! Die Fabrikjobs kommen zurück und der neue Buchladen in Nashville läuft auch, freut sich The Atlantic! Der nette junge Mann von Facebook, der nicht Zuckerberg heißt, wird den Journalismus retten, hofft das New York Magazine. Elisabeth Murdoch wird das Imperium des Bösen zähmen, hofft der New Yorker. Selbst Drohnen lassen sich gewinnbringend und zivil nutzen, versichert der Economist. Nur wenn Zeitungen sterben, können neue geboren werden, lernt Vanity Fair aus dem großen Zeitungsstreik in den Sechzigern. Der Merkur gräbt ein Nest Autorinnen aus.

Heute in den Feuilletons

Wir nahmen LSD und gingen in den Richmond Park

04.12.2012 In der Berliner Zeitung erklärt der Konzertagent Berthold Seliger, wer tatsächlich an den gestiegenen Preisen für Konzertkarten verdient. Die Welt bringt geschichtstheoretische Erörterungen von Lemmy Kilmister. In der FAZ erledigen Frank Rieger die Debatte um die Leistungschutzrechte und Dennis Meadows die Menschheit. Und Eigenzitattherapie: Aus Anlass der Zeitungskrise macht die taz den Kollegen mit der Erinnerung an die Berichterstattung über die Schlecker-Pleite viel Mut.

Bücherschau des Tages

Ringen um Zusammenhänge

04.12.2012 Schön wüst findet die taz Iris Hanikas neues Buch "Tanzen auf Beton" und feiert die Autorin als Meisterin der Unglücksversprachlichung. Die NZZ lernt mit Helmut Böttiger, Legende und Wirklichkeit der Gruppe 47 voneinander zu trennen. Die FAZ folgt Tom Bulloughs freudig durch "Die Mechanik des Himmels" und in die Gehirnwindungen des Raumfahrtvisionärs Konstantin Ziolkowski.

Medienticker-Archiv

Schwarz auf Weiß

04.12.2012 Ende des Papiers? In den USA wurden erstmals mehr digitale Bücher als in gedruckte verkauft - Gegen den Trend: Murdoch stellt iPad-Magazin The Daily ein - Uwe Vorkötter warnt die Branche: FTD und FR werden nicht die letzten sein - Komplexe Gebilde im Safer Space: Interview mit der Krimiautorin Merle Kröger - Der Papst lässt twittern: Habemus@Pontifex + "Wenn du wach bist, melde dich": Zwanzig Jahre SMS.

Mittwoch, 05.12.2012

Heute in den Feuilletons

Hola, das gibt eine Öko-Bilanz!

05.12.2012 Die Berliner Zeitung fragt: Ist der Tunnel unter der Staatsoper in Wahrheit ein Abgrund? Die Welt schildert die Schwierigkeiten der Stadt Mainz mit der Renovierung ihres Rathauses.Die NZZ porträtiert den makedonischen Schriftsteller Nikola Madzirov. Die Columbia Journalism Review präsentiert deprimierende Grafiken über Zeitungseinnahmen aus Online und aus Print. Die SZ feiert Honoré Daumier.

Bücherschau des Tages

Nicht ohne protestantische Selbstgeißelungslust

05.12.2012 Buchpreiswürdig, wenn auch inhaltlich ein wenig überholt, erscheint der SZ Irena Breznás autobiografischer Roman "Die undankbare Fremde" über Migration in die Schweiz in den Sechzigern. Topaktuell findet die FAZ hingegen Simon Reynolds' Diagnose der "Retromania" im Pop. Die NZZ vergisst über Florian Illies' Chronik des Jahres 1913 beinahe ihre Rezensentenpflichten.

Medienticker-Archiv

Verwandlung von Leben in Kunst

05.12.2012 Genug der schlechten Nachrichten: Zeitungsverleger planen millionenschwere Werbekampagne & Klaus Staeck schlägt staatliche Unterstützung für Zeitungen vor - Das Netz zwischen Kommerz und Freiheit: Das Urheberrecht wird die Künstler nicht schützen - Eigenverleger: Die Gesellschaft bekommt jene Bücher, die sie verdient + Leben in der Erzählung: Neue Bücher von und über Peter Handke.

Im Kino

Überhitzte Bildmaschine

05.12.2012 Joe Wright rennt in "Anna Karenina" offene Türen ein - gelegentlichen Anwandlungen von breit aufgetragener Opulenz zum Trotz. Nicht im Kino, aber neu auf DVD: Francis Ford Coppolas genial abstruses mittelgroßes Wunder "Twixt".

Donnerstag, 06.12.2012

Heute in den Feuilletons

Die gute, kluge, liebe Violetta

06.12.2012 Laut Spiegel Online ist der CDU-Politiker Norbert Lammert empört: Google hat die E-Mail-Adressen des Bundestags geleaked! Auch Mathias Döpfner vom Springer-Verlag ist in der Zeit nicht gut auf Google zu sprechen: Eine Hehler-Bande sei das, die der Bild die Seite 3-Qualitätsmädchen entführt. Medienpromiskuität auch zwischen Zeit-Magazin und SZ-Magazin, die jetzt füreinander publizieren. Da bleiben wenige reine Kulturthemen: Die Kritiker halten zum siebzigsten Geburtstag unverbrüchlich an Peter Handke fest. Und der FAZ wurde in Andrea Breths "Traviata"-Inszenierung ganz anders.

Bücherschau des Tages

Das, pardon, Ausscheiden von eigentümlich Neuem

06.12.2012 Zum Siebzigsten lesen alle begeistert Peter Handke: seinen "Versuch über den stillen Ort" und den Briefwechsel mit seinem Verleger Siegfried Unseld. Die Zeit preist Elisabeth Edls Neuübertragung von "Madame Bovary" als höchste Übersetzungskunst. Die NZZ ist tief beglückt von einem letzten Gedichtband von Wisława Szymborska. Und die FAZ meint: Thomas Hauschilds "Weihnachtsmann" ist das schönste Sachbuch des Jahres.

Medienticker-Archiv

Störsender.tv

06.12.2012 Kulturkampf: Wolfgang Michal über die kalifornische Ideologie und den deutschen Reflex - Stefan Niggemeier über Ausgewogenheit, wie sie Hubert Burda meint - Zukunft der Medien: Promis, Facebook, Dudelfunk - Kabarett per Crowdfunding: Dieter Hildebrandt goes online - Nur noch Bestseller? André Schiffrin sieht für den Buchmarkt schwarz - Never again Take Five: Dave Brubeck ist tot + Der Gärtner von Chaville und 70 Jahre Einsamkeit.

Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 5

06.12.2012 Dieser Band dokumentiert für die Zeit vom deutschen Einmarsch bis Mitte 1942 die schrittweise Entrechtung der Juden in West- und Nordeuropa, ihre Isolation und die Zerstörung ihrer Existenzgrundlage mittels Berufsverboten und Enteignung. In Briefen und Tagebüchern schildern sie das Leben unter deutscher Besatzung und die Versuche, diesem Leben durch Emigration doch noch zu entkommen. Lesen Sie einen Auszug.

Freitag, 07.12.2012

Heute in den Feuilletons

Dezidiert unhübsche Mädchen

07.12.2012 Wird Mo Yan in seiner Nobelpreisrede Liu Xiaobo erwähnen?, fragt die Welt. Das ganze chinesische Volk würde ihm jedenfalls zuhören. In der taz lotet Najem Wali die Schizophrenien arabischer Politik aus. Die Financial Times Deutschland verabschiedet sich mit Witz und ohne Bitterkeit. Alle würdigen Oscar Niemeyer. Wir setzen Links auf viele Bilder seiner Bauten. Und die New Republic feiert die einstige Vogue-Chefin Diana Vreeland, die so viele Heldinnen als möglich erschaffen wollte.

Bücherschau des Tages

Lese-, Denk-, Sing- und Summstoff für ein Leben

07.12.2012 Endlich erscheinen Ezra Pounds unerschöpfliche "Cantos" in deutscher Übersetzung, frohlockt die FR. Die FAZ liest gerührt den Briefwechsel zwischen Bettine von Arnim und ihrem bemerkenswert unsympathischen Sohn Siegmund. Und Ulrike Sterblichs "Die halbe Stadt, die es nicht mehr gibt" ist nicht das Berlin-Buch, auf das die SZ gewartet hat.

Medienticker-Archiv

Im Innern eines Holzstoffkopfs

07.12.2012 Zoff im Hause Suhrkamp: Wie ein Verlag sich zu Grunde richtet - Untergang und Zukunft der Zeitung oder von den Kutschenherstellern lernen - Gefährliche Nestwärme: Zeitungen und Werbeindustrie - Das Internet ist überall: Wird das Netz das Papier besiegen? - Moritz Meyer erklärt, wie und warum jetzt die Paywalls kommen und wieder verschwinden werden + John Jeremiah Sullivan avanciert zu einem verkappten Chronisten der USA.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

07.12.2012 Die Inflation kann kommen.

Samstag, 08.12.2012

Heute in den Feuilletons

Ungeheuerlich chinesisch

08.12.2012 Über Mo Yan wird weiter kontrovers diskutiert: die FR sammelt Stimmen zu seinen dubiosen Äußerungen über Zensur, in der FAZ befindet seine Übersetzerin Karin Betz: Mo Yan kokettiert mit seiner Exotik. Die Welt wünscht sich staatliche Regulierung des haifischkapitalistischen Internets. Nicht nur die Prophezeiungen der Apokalypse haben sich mittlerweile erschöpft, meint Thomas Macho in der NZZ angesichts des bevorstehenden Weltuntergangs, sondern auch deren Dementis. Alaa al-Aswani erzählt in der SZ von Begegnungen mit dem verblüffend umgänglichen Mohammed Mursi.

Bücherschau des Tages

Ein vom Höllenfeuer angesengtes Seelengemälde

08.12.2012 In der Tradition der großen russischen Literatur sieht die SZ Michail Schischkin und seinen neuen Roman "Briefsteller". Die FAZ ist tief beeindruckt von Mauro Coronas archaischem Friaul-Roman "Im Tal des Vajont" und dem von Ágnes Zolt herausgegebenen Auschwitz-Tagebuch ihrer Tochter Eva. Die NZZ feiert die Wiederentdeckung von Nicolaus Taurellus, einem Philosophen der Reformationszeit, und von Walter Buchebner. Die taz staunt über Siegfried Unselds Nehmerqualitäten im Schlagabtausch mit Peter Handke.

Montag, 10.12.2012

Heute in den Feuilletons

Auf einer Stufe mit der Elbphilharmonie

10.12.2012 Wer ist eigentlich dieser Hans Barlach, der jetzt den Suhrkamp Verlag leiten will?, fragt der Tagesspiegel. Die SZ verteidigt den Nobelpreisträger Mo Yan gegen Kritik aus dem Westen. Die Welt lernt aus seiner Rede (auf die wir verlinken), wie man in China die Wahrheit sagt und wie nicht. Auch die FAZ verortet Mo Yans wahres Ich in der Literatur. Laut Kontakter plant jetzt auch der WAZ-Konzern drastische Einsparungen. Und das NYRBlog zeigt einen Buster Keaton, der lacht.

Bücherschau des Tages

Generation Manufactum

10.12.2012 Die SZ reibt sich die Hände vor Freude über Silke Scheuermanns Roman "Die Häuser der anderen", der mit wunderbarer Nonchalance unsere neobürgerliche Tristesse schildert. Die FAZ bewundert Energie und Authentizität in Zakhar Prilepins Krawall-Roman "Sankya". Außerdem stellt sie Shulamit Volkovs Porträt des durch und durch widersprüchlichen Walther Rathenaus vor.

Bücherbrief

Höchst gefährliche Fiktion

10.12.2012 Eine arbeitslose Verkäuferin, Außenseiter auf dem Land, Brückenbauer in Kalifornien und ein empfindsamer Henker - das sind nur einige der Helden in den besten Büchern des Monats Dezember.

Medienticker-Archiv

Ich bin dann mal harmlos

10.12.2012 Aktualisiert: Ulla Unseld-Berkéwicz als Suhrkamp-Chefin abberufen - Nächste Runde: WAZ-Konzern vor hartem Sparprogramm - Anästhesie des Widerstands: Theater-Nachtkritiken aus Dresden, Frankfurt, Freiburg, Hamburg, München und Wien - Kreuz.net offline: Kardinal Lehmann bedankt sich bei Schwulen + Videolesung John Jeremiah Sullivans aus "Pulphead - Vom Ende Amerikas".

Dienstag, 11.12.2012

Magazinrundschau

Böse Verlockung

11.12.2012 Rue89 sieht Frankreichs qualifizierte Jugend nach Südkorea auswandern. Der New Yorker stößt im Laufe einer Recherche über psychochemische Kriegsführung im Kalten Krieg auf ein Fässchen LSD. In Elet es Irodalom warnt Karl-Markus Gauß vor Victor Orbans Attacke auf ein aufgeklärtes Europa. Im Guardian erklärt Jonas Mekas sein Credo als Filmemacher. In HVG warnt der ägyptische Verleger Mohammed Haschim vor der Zensur der Muslimbrüder. Al Ahram sieht - noch ganz unzensiert - Ägypten schon auf dem Weg in die Diktatur. Die Globe and Mail stellt die beiden smarten Juristinnen vor, die erstmals eine Bewertungsagentur - Standards and Poor - für ihr inkompetentes Urteil zur Verantwortung zogen.

Heute in den Feuilletons

Die Normalität weiblichen Daseins und Schreibens

11.12.2012 Suhrkamp ist Thema Nummer 1: Das Landgericht Berlin erklärt Ulla Unseld-Berkéwicz für abgesetzt - allerdings muss das Urteil noch in zwei Instanzen bestätigt werden. Für die FAZ ist das Urteil dennoch eine Katastrophe, weil die jetzige Geschäftsführung nur noch auf Abruf bestellt sei. Die SZ sieht bereits das Ende der von Ulla Unseld-Berkéwicz geprägten Ära dämmern. Die Welt sucht den Kompromiss. Télérama interviewt den Dokumentarfilmer Paul Moreira, der zur Lage der Frauen und zu Sexualität in Ägypten und Tunesien nach der Revolution recherchierte. In der Welt erklärt Javier Bardem, warum er sich für die Unabhängigkeit der West-Sahara einsetzt.

Bücherschau des Tages

Ein ganz normal Trauernder

11.12.2012 Die taz liest begeistert Owen Hatherleys Essay "These Glory Days" über Pulp, Jarvis Cocker und das heruntergekommene Sheffield. Als klassisch irisch preist die NZZ Joseph O'Connors Roman "Irrlicht", der die irische Schauspielerin Molly Allgood wunderbar wütend monologisieren lässt. Und die FR macht es sich schön ungemütlich mit Hakan Nessers "Am Abend des Mordes".

Medienticker-Archiv

Gesinnungskopfnoten

11.12.2012 Im richtigen Leben: Der skandalisierte Literaturnobelpreis - Bezahlschranke: Ab morgen ist Welt Online kostenpflichtig - IVW-Klickzahlen im November: Bild.de verliert, Focus.de legt kräftig zu - Buchhandelswandel: Von Amazon bis Au - Von Kraken lernen: Daniel Lenz über Perspektiven von Amazon Publishing - Ang Lee findet in der Literatur oft die besten Stoffe + Verlag und Autoren unter Schock: Interviews u. a. mit Albert Ostermaier und Claus Leggewie zur Causa Suhrkamp.

Mittwoch, 12.12.2012

Heute in den Feuilletons

Aufgrund eigener Wertung

12.12.2012 In der Suhrkamp-Sache holen die Zeitungen nach einem Tag der Schockstarre jetzt groß aus. Die FAZ klärt Ulla Unseld-Berkéwicz über ihre Dienstpflichten auf. Die SZ kritisiert ihren juristischen Beistand. Die taz bringt (mit dem Börsenblatt) bereits Nachfolgeverleger ins Spiel. Auch die Debatte um Leistungsschutzrechte für die guten alten Zeitungen geht weiter: Nach einer Anfrage der Linksfraktion weiß die Regierung auch nicht, wer von Regelungen betroffen ist und schlägt eine Klärung auf dem Rechtsweg vor.

Bücherschau des Tages

Stark ausgeprägter Sesshaftigkeitshintergrund

12.12.2012 Ein Panorama des Bürgertums im Aufbruch bietet der überwältigten FAZ auf über 2500 Seiten der erste Band von Ferdinand Benekes Tagebüchern aus dem ausgehenden 18. Jahrhundert. Die NZZ lässt sich von Herbert Schnädelbach das Wissen der Philosophen und von Martin Mulsow das prekäre Wissen der frühen Neuzeit vermitteln. Die SZ bewundert derweil Max Goldts unbestechliches Sprachgefühl.

Medienticker-Archiv

Die Luft wird immer dünner

12.12.2012 Das Internet ist nicht gleich Häppchenjournalismus, weiß Michael Geffken und die Lebenslügen der Digitalen Avantgarde und der Verlage kennt Stephan Dörner - Rundfunkgebühren: Verlage machen öffentlich-rechtlichen Sendern das Leben schwer - Europäischer Buchmarkt: Deutsche Verlage mit größten Umsätzen - Von den Beatles bis zu Yehudi Menuhin: Der Weltmusiker Ravi Shankar ist tot + Seit 60 Jahren warten wir auf Godot.

Im Kino

Unterm Nudelholz

12.12.2012 Im ersten Teil von Peter Jacksons Verfilmung des "kleinen Hobbit" kommt das Leichte und Naive der Vorlage gründlich und in 48 frames per second unter die Räder. Todd Lincolns "Apparition - Dunkle Erscheinung" inszeniert ein geisterhaftes Technokratenduell.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

12.12.2012 Die Eintagsfliegen des Internets.

Redaktionsblog - Im Ententeich

#LSR oder das Ausmaß der Desinformation

12.12.2012 Marcel Weiß und ich haben im neuen Podcast des Neunetzes über das Leistungschutzrecht für Presseerzeugnisse und das Ausmaß der Desinformation zum Thema in den Zeitungen selbst gesprochen. Außerdem reden wir über ein paar verdrängte Aspekte in der deutschen Debatte zum Medienwandel - etwa, dass sich einige globale Medienmarken etabliert haben, die heute in Konkurrenz zu deutschen Medien stehen - etwa die New York Times, der Guardian, die großen englischsprachigen Wirtschaftszeitungen oder der Economist. Hinzu kommt die Konkurrenz der Wissenskonzerne, auf die Rüdiger Wischenbart im Virtualienmarkt hingewiesen hat.

Donnerstag, 13.12.2012

Heute in den Feuilletons

Substanzielle Entschädigung

13.12.2012 Update um 11 Uhr: Google einigt sich mit der belgischen Presse. Man will zwar künftig nicht für Zitate bezahlen, einigt sich aber auf eine Werbekooperation mit den Zeitungsverlagen. Google versteht das in seinem offiziellen Blog als Botschaft an die Presse in anderen Ländern. In der FAZ erklärt Hans Barlach, warum er als Herausgeber von TV Today für die Leitung des Suhrkamp Verlags qualifiziert ist. Die taz besucht ein riesiges Filmarchiv (nämlich das Internet). Die Welt ist entsetzt über die Schalheit längst gerissener Witze in der neuen Pardon. Die NZZ besucht die größte französische Stadt außerhalb Frankreichs: London.

Bücherschau des Tages

So unschuldig wie die nicht getöteten Kinder

13.12.2012 Das Christentum hat dem schlechten Ruf von Herodes viel zu verdanken, lernt die FR aus Ernst Baltruschs Biografie. Der NZZ wird das Vergnügen an Annalena McAfees Journalismus-Satire "Zeilenkrieg" dadurch erschwert, dass die Realität leider wirklich so schlimm ist. Die FAZ ergötzt sich an sämtlichen Gemälden Gustav Klimts im Folioformat und lässt sich von Thomas Manns Briefen aus den Vorkriegsjahren über die für diese Zeit fehlenden Tagebücher hinwegtrösten. Die Zeit liest prominente Post an den Weihnachtsmann.

Medienticker-Archiv

Zwischen Verklärung & Verachtung

13.12.2012 Thomas Stadler über den weißen Ritter Springer und die Hehlerbande Google - Im Dichterhimmel angekommen: Martin Lüdke gratuliert Robert Gernhardt zum 75. - Jochen Jung fragt sich, ob er buchsüchtig sei - Keine Rolltreppen im Himalaya: Adorno für Gymnasiasten (für wen sonst?) - Lothar Struck über Dichtung & Wahrheit der Gruppe 47 + Logik des Zerfalls: Ulrich Breth zur Funktion des Erhabenen in Bob Dylans Spätwerk.

Freitag, 14.12.2012

Heute in den Feuilletons

Da habe ich gesagt, das ist kein Judaskuss

14.12.2012 Auch ohne die jüngste Zuspitzung ist die Lage bei Suhrkamp dramatisch, meint die Welt. In der FAZ erklärt Reto Hilty vom Max-Planck-Institut für Immaterialgüterrecht den Zeitungen, warum ein Leistungsschutzrecht Unsinn ist. Netzpolitik kommentiert ein Sampling-feindliches Urteil des BGH. Die SZ fürchtet Tugendterror in Ägypten. Die taz benennt das Aldi-Dilemma der Zeitungen. In der NZZ wundert sich Cees Nooteboom über sein Talent, stets zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein.

Bücherschau des Tages

Das Verharren der Geschichte im Manuskript-Status

14.12.2012 Als "unseren Borges" adelt die FAZ den deutsch-georgischen Schriftsteller Giwi Margwelaschwili angesichts seiner selbstreflexiven "Fluchtästhetischen Novelle". Außerdem verschafft sie sich mit dem Band "viceversa literatur 5" einen Überblick über das vielsprachige literarische Schaffen der Schweiz. Die SZ begrüßt die Wiederentdeckung des marxistischen Ökonoms Alfred Sohn-Rethel.

Medienticker-Archiv

Verlag ohne Autoren?

14.12.2012 Suhrkamp-Streit: Der Bundespräsident sollte vermitteln, meint Adolf Muschg & Stellungnahmen u. a. von Durs Grünbein und Christoph Hein - Hanser Verlag: Jo Lendle wird Nachfolger von Michael Krüger - Aufschub: FR erscheint bis Ende Januar -Als sei's ein Groschenroman: Theater-Nachtkritiken aus Berlin (2x) und Mühlheim - Gegen die Obrigkeit: Die Grimms und die anderen fünf Göttinger Aufrechten + Videolesung: Robert Seethaler liest aus "Der Trafikant".

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

14.12.2012 Die Mittelschicht nimmt ab.

Samstag, 15.12.2012

Heute in den Feuilletons

Ulla umschmeichelt das Publikum

15.12.2012 In der FAZ ärgert sich Hermann Parzinger über türkische Kulturpolitiker. Die Welt bestaunt ein strammes rechtes Bein mit Netzstrumpf. VS Naipaul schwärmt in The New Republic von Thomas Mann. Im Telegraph ist Hanif Kureishi entsetzt über die faschistische Atmosphäre in Pakistan. In der taz erklärt Alissa Ganijewa warum die russische Landbevölkerung nicht gegen Putin rebelliert. Die FR sitzt gebannt in der Barockoper Suhrkamp. In der NZZ erzählt Matthias Politycki, was ihn zum Schreiben bringt. In der SZ bewundert Alexander Kluge die Abstände der Gedanken von Jürgen Habermas.

Bücherschau des Tages

Wörter wie straubicht, schollern oder geglinster

15.12.2012 Der FR wird leicht unheimlich in Benjamin Lacombes "Bestimmungsbuch der Elfen". Die NZZ feiert Friedhelm Rathjens Joyce-Übersetzung und Fritz Senns Streiflichter über den Dichter. Außerdem freut sie sich, dass der nordirische Lyriker Derek Mahon erstmals auf Deutsch vorliegt. In der taz bespricht Detlev Claussen den ersten Band der neuen Globalgeschichte des Beck-Verlags.

Montag, 17.12.2012

Heute in den Feuilletons

Die konsequente Einführung von Zwischentiteln

17.12.2012 Nicht das Internet ist schuld an der Krise der Zeitungen, sondern jene Herren in den Verlagen, die sie jahrzehntelang herunterwirtschafteten, meint die ehemalige Literaturchefin der FR, Ina Hartwig, im Perlentaucher. Was sagen alle anderen französischen Kleinstädte zum Louvre-Vorposten in Lens, fragt die NZZ. Der Welt graust's vor der Filmmusik im Fantasy-Kino. Außerdem ein langes Radio-Interview mit Stanley Kubrick, und eine Brücke in Sarajewo überwindet die Schwerkraft. Und einstimmig wird eine Verschärfung der Waffengesetze in den USA gefordert.

Bücherschau des Tages

Sinnlichkeitsraser, Frauenverliebter, Wollusttoller

17.12.2012 Einen idealen Zugang zum bewegten Leben und lyrischen Talent Max Hermann-Neißes bilden seine vom Verbrecher Verlag herausgebrachten gesammelten Briefe, meint die SZ. Die FAZ erklärt Raimund Schulz' Studie über "Feldherren, Krieger und Strategen" zum Standardwerk. Und die taz freut sich über alltagstaugliche Ethik-Ratschläge von Harvard-Professor Michael J. Sandel.

Medienticker-Archiv

Gott am Apparat

17.12.2012 ITU-Konferenz in Duba: Keine Einigung auf Internet-Regulierung - Bestandsdaten: Bundesrat nickt schärfere Telefon-Überwachung ab - Des Medienmoguls posthume Rache: Deutsche Bank muss Schadenersatz zahlen - Theater-Nachtkritiken: "Sommergäste" in Berlin, "Faust" in Graz, Moritz Rinke in Frankfurt und Sibylle Berg in Bonn + Die Vagabundin des Geistes: Erinnerungen an die literarische Grenzgängerin Marguerite Yourcenar.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

17.12.2012 Rote Tinte.

Mord und Ratschlag

Die Nixe soll dich zerfetzen

17.12.2012 In ihrem Kriminalroman "Albanisches Öl" erzählt Anila Wilms voller Witz und Poesie von einem historischen Mord, dem alten Gesetz der Berge und einem Land, das seine Zukunft verlor, noch bevor es in der Gegenwart ankam. Keigo Higashino inszeniert in seinem Krimi "Verdächtige Geliebte" den kombinatorischen Zweikampf zwischen einem Mathematiklehrer und einem Physikprofessor.

Redaktionsblog - Im Ententeich

Die Panik der Anderen

17.12.2012 Nicht das Netz ist schuld an der Insolvenz der Frankfurter Rundschau, sondern die Inkompetenz ihrer Hierarchen, die sie mit Medienpopulismus zu Tode wirtschafteten. Statt über den Tod sollten wir über die Zukunft der Zeitung nachdenken. =============

Dienstag, 18.12.2012

Magazinrundschau

Frisch, kess, irisch

18.12.2012 Der New Yorker trifft auf einem Linguistenkongress die Nummer zwei der ukrainischen Terroristen. Prospect blickt staunend auf 400 Jahre Oper. Die LRB bewundert die zwei Lincolns in Daniel Day-Lewis. In Le Monde fordert Abdelwahab Meddeb die Muslime auf, den Islam vom Islamismus zu befreien. GQ macht Bekanntschaft mit einem Schläger von der Partei "Goldene Morgenröte". In Elet es Irodalom ruft der Theatermacher Árpád Schilling seinen Kollegen auf, ihr "feiges Schweigen" zu beenden. The Awl leidet gleich zwei Mal an Berlin. Humanities liest den Briefwechsel zwischen Bram Stoker und Walt Whitman.

Heute in den Feuilletons

Die wahre Tugend des Adels

18.12.2012 Die Welt würdigt Leben und Werk des Pornofilmers José Benazeraf.  In der Berliner Zeitung fragt Götz Aly: In welchem europäischen Land ist der Gehaltsunterschied zwischen Männern und Frauen am höchsten? In der FAZ heilt der ägyptische Autor Alaa al-Aswani ein Stigma seines Präsidenten Mursi. Und Durs Grünbein fragt: Wie lebenswert ist ein Kapitalismus, der das Haus Suhrkamp gefährdet? 

Bücherschau des Tages

Eine kleine Schule der genauen Wahrnehmung

18.12.2012 In seinem Roman "Der Eindringling" stellt Raul Zelik den üblichen Vater-Sohn-Konflikt raffiniert auf den Kopf, staunt die FR. Die NZZ lässt sich von Stefan Breuer neue Seiten an Max Weber und von Arthur Rüegg an Le Corbusier zeigen. Die FAZ preist Matthias Zschokke als Aki Kaurismäki der Literatur und Olga Flors Roman "Die Königin ist tot" als hypermodernen Macbeth. Für die SZ ist Markus Färbers "Reprobus" das beste deutsche Comic-Debüt des Jahres.

Medienticker-Archiv

Digitalisierung verflüssigt die Kultur

18.12.2012 Wenn der Partner das Böse verkörpert: Michael Naumann will den Streit um den Suhrkamp Verlag schlichten - Dirk von Gehlen über Crowdfunding, die Verantwortung von Verlagen, Urheberrechte und die Einkünfte von Künstlern - Nichts für Nerds: Ingenieure und Soft Skills -Interview mit den Chefs von RTL: "Youtube macht uns keine Angst" + Jede Woche zwei Tote: 139 Journalisten wurden 2012 getötet.

Mittwoch, 19.12.2012

Heute in den Feuilletons

Ein Abgrundböser. Ein Unhold

19.12.2012 Peter Handke ist förmlich in die Luft gegangen. Hans Barlach ist das Opfer. Wie eine Eins stehen auch andere Autoren hinter Suhrkamp. Die FAZ zitiert unterdes aus den Urteilen gegen die Suhrkamp-Geschäftsführer. In der Welt erklärt Marko Martin, warum er keine Angst hat vor dem Weltuntergang. Die Ruhrbarone denken über neue Finanzierungsmodelle für Journalismus nach. In der NZZ rät die taiwanesische Kulturministerin Lung Ying-tai den Festlandchinesen einige Anpassungen an internationale Gepflogenheiten.

Bücherschau des Tages

Etwas Böses unter der Sonne

19.12.2012 Wie Normalität sachte ins Entsetzliche übergeht, erlebt die FR mit Nathan Englanders Geschichten "Worüber wir reden, wenn wir über Anne Frank reden". Die Zeit wünscht sich nach Lektüre von Sudhir Kakars Erinnerungen "Die Seele der anderen" mehr Universalgelehrte auch in Deutschland. Außerdem lernt sie mit Tristram Hunts Engels-Biografie den Part der zweiten Geige  zu schätzen. Die NZZ hebt Vladimir Sorokin mit dem "Schneesturm" in den Rang eines russischen Großschriftstellers.

Medienticker-Archiv

Der Garten des Philosophen

19.12.2012 Horst Bredekamp über Gottfried Wilhelm Leibniz' Vision der Moderne - "Das ist verfassungswidrig!": Kritik an der Rundfunkfinanzierung - Archäologie: Hermann Parzinger über Piraten vor Pergamon - Schriftrollen von Qumran sind komplett online - Als der Kalte Krieg in Rente ging: Über den Verschwörungstheoretiker Gerhard Löwenthal - Hörbuch des Monates: Harry Rowohlt liest Mark Twains geheime Autobiografie.

Im Kino

Tanzen, tanzen, tanzen

19.12.2012 Diese Woche ein etwas anderer Jahresrückblick: auf einige jener Filme, die es 2012 nicht auf die deutschen Leinwände geschafft haben. Mit dabei: unhedonistische Frivolitäten, Rotweinflecken auf weißen Hemden, bizarr-anrührende Schmerzensschreie, dehumanisierte Supersoldaten, ein fliegendes Pferd und sanft schaukelnde Baumwipfel.

Donnerstag, 20.12.2012

Heute in den Feuilletons

Aus ihrem übervollen Herzen

20.12.2012 Der Streit um Suhrkamp geht weiter: Ulla Unseld-Berkéwicz' Position im Verlag ist sehr wohl legitim und sie hat sich nicht hineingedrängelt, betont Frank Schirrmacher in der FAZ. Die Welt erinnert an Fakten. Die FR spürt der Verknüpfung des Begriffs von individueller Freiheit und Waffenbesitz in den USA nach, ebenso ein ehemaliger Bush-Berater in der New York Times, der den Republikanern vorwirft, dass sie sich von der Waffenlobby erpressen lassen. Die NZZ zeichnet eine Debatte unter revolutionären ägyptische Künstlern nach: Dürfen besondere Graffiti versiegelt werden oder müssen sie flüchtig bleiben?

Bücherschau des Tages

Verantwortungsverweigerung

20.12.2012 Lehrreich, bildgewaltig und hochkomisch findet die FAZ Michael Weins' Roman "Lazyboy". Von Kerstin Schimandl lernt sie, dass nicht die Welt untergeht, sondern die Intelligenz. Die FR freut sich über Matthias Senkels Geschichte der Flugpioniere "Frühe Vögel". Die NZZ liest beglückt Sempés Erinnerungen an seine "Kindheiten" und Jürgen Brocans Gedichte "Antidot".

Medienticker-Archiv

Es war einmal ...

20.12.2012 Brüder Grimm-Tag: "In den alten Zeiten, wo das Wünschen noch geholfen hat" - Wir Selbstgerechten: Gunter Hofmann über das Selbstbild der Deutschen - Onlinejournalismus: Wie die Gratis-Kultur das Internet verschlief - Video-Interview mit dem Krimi-Autor Daniel Woodrell - "Wie alles kam": Eine Visitenkarte von Henry James + Ein Apfelbäumchen pflanzen: Die Welt geht erst in acht Milliarden Jahren unter.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

20.12.2012 Am seidenen Faden.

Freitag, 21.12.2012

Heute in den Feuilletons

Im Land der papierdünnen Wände

21.12.2012 Die NZZ beleuchtet die aktuelle Lage der Maya. Und sie feiert Weihnachten mit den Japanern. Arno Widmann erklärt in FR-Online, was 99 Jahre Leica der FR bedeuten könnten. In der SZ erinnert sich der Schauspieler Herbert Fritsch an seine heroischen Zeiten. Die FAZ feiert das bemerkenswerte Universum, in dem wir jetzt leben. Außerdem: ein bisschen Monteverdi mit Dinu Lipatti und Nadia Boulanger.

Bücherschau des Tages

Die kosmische Ausrichtung der Umstände

21.12.2012 Als klug und lehrreich preist die SZ die Herodes-Biografie des Althistorikers Ernst Baltrusch und stellt noch einmals klar, dass Herodes zwar ein paranoider Finsterling war, aber keinen Kindermord befohlen hat. Die FAZ ermittelt mit Walter Erhart im Fall Koeppen. Wo war nur die Muse, seufzt NZZ nach Neil Youngs Autobiografie "Ein Hippie-Traum".

Medienticker-Archiv

Ein Wunder-Werk

21.12.2012 Online-Medien: Vertrauenssache und Wolfgang Michal über die gute Butter und den guten Journalismus - Geschäftsmodell: Echtzeit-Journalismus - Eine Sache der Prioritäten: Gregor Keuschnig über Suhrkamp und den fortschreitenden Anti-Intellektualismus - Theater-Nachtkritiken aus München, Wien und Zürich - Eugen Ruges Erfahrungsbericht: Wer steckt denn wirklich in der Krise? + Wolfram Schütte über einen literarischen Opernbegleiter zur "Zauberflöte.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

21.12.2012 Und wieder haben wir die Griechen glücklich gemacht.

Samstag, 22.12.2012

Heute in den Feuilletons

Die Begierde nach Wirkung

22.12.2012 Rainald Goetz, oberster Suhrkamp-Prozessbeobachter, meldet sich in der SZ doch noch zu Wort, mit "schlimmen Geschichten" über Investor Hans Barlach, dem er überdies vorwift, dem Verlag wirtschaftlich schwer zu schaden. Die Welt buddelt dagegen weiter nach Material, das Ulla Berkewicz den Anspruch streitig machen könnte. Ansonsten lauscht sie hingerissen den "Stalinorgeln des britischen Spätfeudalismus". Die NZZ verfolgt die Tragödie der Brüderlichkeit von Thomas und Heinrich Mann. Die taz fragt, was die Rückkehr der Kreativen aus Berlin-Mitte in die City-West für die kapitalistische Ausdifferenzeierung der Stadt bedeutet.

Bücherschau des Tages

Leidenschaftliche Löwinnen

22.12.2012 Hier noch eine ganze Menge Geschenkideen für Kurzentschlossene: Als "humanes Buchs im Zottelfell der Diabolik" feiert die SZ M. Agajews wiederentdecktes Meisterwerk "Roman mit Kokain". Mit Adelbert von Chamisso reist sie beglückt um die Welt. Als reinsten Hörgenuss preist die FAZ James Joyce' "Dubliner" in der Hörspielversion von Ulrich Lampen. Mit großer Freude liest sie auch Joris-Karl Huysmans' Erzählung "Monsieur Bougran in Pension". Die FR überwindet mit Richard Yates das Unglück, ein Mensch zu sein. Und die taz jubelt über die Neuauflage des Schweizer Kinderbuchklassikers "Das große Buch vom Schellen Ursli".

Montag, 24.12.2012

Heute in den Feuilletons

Päckchen mit Diddlmäusen und Kuschelhasen

24.12.2012 Die Kunstgeschichte versagt im Internet, meint Jim Cuno vom J. Paul Getty Trust In The Daily Dot. In The American Scholar erklärt William Deresiewicz, was einen Intellektuellen von einem Akademiker unterscheidet. Und unvermeidlich in diesen Tagen: Weihnachten. The Daily Beast erzählt, warum Camille Paglia Christopher Hitchens so wenig mag: Er hat Religion kritisiert. Dennoch kreieren wir einen eigenen und unverwechselbaren Weihnachtssound. So dass selbst Richard Sennetts Sohn an den Weihnachtsmann glaubt.

Bücherschau des Tages

Generosität ohne Kontrolle

24.12.2012 Gott der Gaben oder nur ein bärtiger Alter, der uns den Konsumirrsinn verzaubert? Auf jeden Fall kann er jetzt wieder kommen, der Weihnachtsmann, da NZZ und SZ Thomas Hauschild gelernt haben, dass er nicht von Coca-Cola erfunden wurden! Sehr hilfreich findet sie auch Friedhelm Hengsbachs Versuch, mit dem Buch "Die Zeit gehört uns" die Turbokonsumgesellschaft einen Gang runter zu schalten. Die FR feiert die saloppe Dichtkunst der Mascha Kaleko und folgt fasziniert dem Kim Philby des Robert Littell durchs 20. Jahrhundert.

Bücherschau des Tages

Bücherschau des Tages

24.12.2012 Mit Kritiken zu Joseph Ratzinger: "Jesus von Nazareth" in der FAZ, Thomas Hauschild: "Weihnachtsmann" in der NZZ, Thomas Hauschild: "Weihnachtsmann" in der SZ, Alejandro Zambra: "Die Erfindung der Kindheit" in der FAZ und : "Breaking the Silence" in der FAZ.

Donnerstag, 27.12.2012

Heute in den Feuilletons

Der Sehnsucht eine Realität zu verschaffen

27.12.2012 Bei TorrentFreak erfahren wir, welche Filme in Hollywoodstudios gern schwarz heruntergeladen werden.Wir verlinken auf die besten Musikvideos des Jahres 2012 (so weit die Gema es gestattet). Der Streit zwischen FAZ und Welt um Suhrkamp geht weiter: Frank Schirrmacher antwortet auf Richard Kämmerlings, der auf Frank Schirrmacher antwortete. Die taz erklärt, warum konservative Kreise in der Türkei gegen eine Fernsehserie über das "Wunderbare Jahrhundert" kämpfen. In der Zeit schreibt Marlene Streeruwitz über Ulrich Seidls Film "Paradies: Liebe"

Bücherschau des Tages

Seine große Liebe in Moskau

27.12.2012 Die FAZ wünschte sich, das intellektuelle Dandytum einer Ali Smith würde bei uns mehr als ein Nischenerfolg werden. Die FR empfiehlt Annegret Helds Roman aus dem Westerwald über die streitbare Apollonia. Die NZZ betrachtet mit Alejandro Zambra das Chile der Militärdiktatur durch Kinderaugen. Die Zeit blickt tief gerührt auf eineinhalb tausend Liebesbriefe aus dem Gulag.

Im Kino

Enter Computertiger

27.12.2012 Ang Lees Bestsellerverfilmung "Schiffbruch mit Tiger" beginnt im Zoo und versteigt sich in kosmologische Allegorien. "Red Dawn" von Dan Bradley lässt ausgerechnet die nordkoreanische Armee in die USA einfallen.

Freitag, 28.12.2012

Heute in den Feuilletons

Eventselige Aufgeräumtheit

28.12.2012 Die NZZ bringt eine Hommage auf den brasilianischen Soul-Crooner Tim Maia. Im Smithsonian Magazine erklärt Jaron Lanier, warum er nicht mag, was er zu schaffen half. Die Welt erklärt, warum Weinkritiker Robert Parker seinen Wine Advocate an asiatische Investoren verkauft. In der SZ fordert der Politikphilosoph Henning Ottmann demokratische Instanzen, die langsam denken. Die FAZ porträtiert die türkische Autorin Asli Erdogan.

Bücherschau des Tages

Recht enttäuschendes Apfelbirnenmus

28.12.2012 Eine euphorische SZ lässt sich Joyces "Ulysses" in 23 CDs servieren. Die taz lässt sich von Dominik Grafs Begeisterung für die Fernsehserie "Homicide" anstecken. Die NZZ stellt sich mit der Finkenschar in Anders Nilsens Comic "Große Fragen". Die FAZ lässt sich von der New Yorker Küchenchefin Gabrielle Hamilton auftischen.

Samstag, 29.12.2012

Heute in den Feuilletons

Flundern, Heringe und Makrelen fliegen durch die Luft

29.12.2012 In der FR schimpft Claus Peymann auf zwei Seiten über alles Mögliche, inklusive seines reichlich knappen Gehalts. In der Welt blickt Ursula Krechel auf das Jahr 2012 zurück. Die taz beleuchtet die brutalen Geschäftspraktiken von Amazon. Die SZ guckt zu Silvester "Ironie des Schicksals". In der FAZ erklärt der ägyptische Rapper Mohamed El Deeb, wie die Muslimbrüder das mit der Mehrheit machen.  Korruption ist schuld daran, dass in Indien Vergewaltigungen nicht juristisch verfolgt werden, berichtet slate.fr nach dem Tod der vergewaltigten Frau, deren Fall riesige Demonstrationen auslöste.

Bücherschau des Tages

Zeichnerische Feindesliebe

29.12.2012 Die FAZ amüsiert sich mit elftausend Jungfrauen. Menschen mit und ohne Kindern legt sie "auf dem land" ans Herz - lautmalerische Poesie, die zum selber Dichten animiert. Die FR liest sich fest in Olga Flors Macbeth-Variante "Die Königin ist tot". Die SZ freut sich über Michael Mauls Geschichte der Leipziger Thomasschule.

Montag, 31.12.2012

Heute in den Feuilletons

Die Liebe zu den Drachen

31.12.2012 Dank Jörg Schönenborn vom WDR leben wir ab morgen in der besten aller möglichen Welten: Denn der Rundfunkbeitrag ist "genau genommen eine 'Demokratie-Abgabe'". Der Tagesspiegel war darüber aber nicht informiert und spricht noch von "Zwangsmilliarden". Die NZZ begibt sich auf die Spuren von Konfuzius nach China. In der FAZ schildert Indien-Expertin Christiane Brosius die missliche Lage der Frauen im Land, die sich bisher auch durch die Modernisierung nicht verbesserte. Und mit den Hives wünscht der Perlentaucher allen Perlentauchern und Menschen, die im Perlentaucher nach Perlen tauchen mit Blick auf ein Jahr ganz ohne Weltuntergang: "Go Right Ahead!"

Bücherschau des Tages

Raus aus der Endlosschleife

31.12.2012 Die FR liest mit großem Gewinn Martin Mulsows Kulturgeschichte "Prekäres Wissen" und lernt mit ihr die Schönheit einer Wahrheit in der Schwebe zu schätzen. Die FAZ liest in der Krakauer-Gesamtausgabe noch einmal seine Filmsoziologie "Von Caligari bis Hitler" und empfiehlt auch W.D. Wilsons Abhandlung "Goethe. Männer. Knaben".

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