Perlentaucher - Online Kulturmagazin mit Presseschau, Rezensionen, Feuilleton

zuletzt aktualisiert 10.02.2026, 15.41 Uhr
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  • Perlentaucher-Debatte Literaturkritik im Netz: Angestoßen von Wolfram Schütte. Mit Beiträgen von Sieglinde Geisel, Jan Dress und anderen
  • Daniele Dell'Agli: Aufruhr im Zwischenreich: Plädoyer für eine Befreiung des Themas Sterbehilfe aus dem Griff der Politik und mit ihr paktierender Verbandseliten
  • Monotheismus-Debatte im Perlentaucher: Angestoßen von Jan Assmann. Mit Beiträgen von Klaus Müller, Peter Sloterdijk und anderen
  • Die Beschneidungsdebatte: im Perlentaucher und in anderen Medien
  • Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
  • Der dänische Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
  • Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
  • Der 11.September: Eine Presseschau
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Perlentaucher-Autoren
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Perlentaucher-Fakten

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Perlentaucher Archiv

Sortiert nach Datum | Rubriken

Montag, 01.10.2007

Heute in den Feuilletons

"Deutschland entwestlicht sich"

01.10.2007 Der indische Autor Amitav Ghosh erklärt in der Sonntags-FAZ, warum ihm die Unruhen in Burma Hoffnung machen. Die Welt stellt eine beunruhigende Diagnose: Deutschland entwestlicht sich. Die FR findet: Auf dem Art Forum Berlin gibt's Qualität zu sehen. In der SZ beschreibt der amerikanische Religionshistoriker Philip Jenkins den zunehmenden Einfluss evangelikaler Kirchen in Europa. In der NZZ gratuliert Luc Bondy seinem Kollegen Peter Stein zum Siebzigsten.

Bücherschau des Tages

Held und Hochstapler

01.10.2007 Die SZ liest fasziniert Tor Bomann-Larsens Biografie des Südpolentdeckers, Nationalhelden und Hochstaplers "Amundsen". Als ganz und gar unwahrscheinlich empfiehlt die FR Michael Köhlmeiers Roman "Abendland" über die Hybris des 21. Jahrhunderts. "Die FAZ lobt Christian Geulens offenbar luzide und pointenreiche "Geschichte des Rassismus". Und nach Elke Heidenreichs und Christian Schullers Opernbuch "Das geheime Königreich" ist sie mit ihren Kindern gleich in die "Zauberflöte" gestürmt.

Medienticker-Archiv

Die Kommissarin und der Himmelszorn

01.10.2007 Heute u.a.: Es weihnachtet schon sehr! - Wo der Zuschauer nur Zaungast ist - Eine Form der Kritik, die man sich noch leisten kann - Schäuble macht den Menschen gar keine Angst - Free Burma! + Buchkritik und Kultur im Radio. Von Rüdiger Dingemann

Bücherbrief

Religion und andere Affären

01.10.2007 Gott wird gelassen attackiert, die Israel-Lobby monokausal verantwortlich gemacht, die Romantik zu einer deutschen Angelegenheit erklärt und die Postmoderne virtuos gehandhabt: all das in den besten Büchern im Oktober.

Essay

Urheberrecht in Richtung Steinzeit

01.10.2007 Leserkommentare zu den Artikel: "Die Zeitungen und die Rechte ihrer Autoren" von Ilija Braun und "Fast wie bei Amazon - Rechteeinkauf bei der FAZ" von Thierry Chervel.

Dienstag, 02.10.2007

Magazinrundschau

Sigrid Löffler: Martin Mosebachs Secondhand-Charme

02.10.2007 Literaturen konstatiert: Nur einem Feuilleton, das "aus dem Denkerstübchen in den bürgerlichen Salon umgezogen ist", konnte Martin Mosebach zum Repräsentanten werden. Die New York Review of Books erklärt den Iran zum Sieger des Irak-Kriegs. NZZ Folio freut sich auf das 2.000-Dollar-Auto. In Telerama bekennen belgische Künstler ihre Sorge vor einer Spaltung des Landes. Elet es Irodalom analysiert populistische Tendenzen in Ungarn und Polen. Der Spectator empfiehlt Facebook als das MySpace der Upper Class. Al Ahram debattiert über das Für und Wider der Fatwas.

Heute in den Feuilletons

Die Quandts im Nationalsozialismus

02.10.2007 Die Welt fragt: Warum verteidigt Sigrid Löffler Peter Handke, nicht aber Martin Mosebach? Die FR ist amüsiert über die amerikanischen Milliardäre und ihre Berücksichtigung in den amerikanischen Museen. Die taz staunt über den gezähmten Kapitalismus nach Scharia-Regeln. Die FAZ befürchtet eine Entphilologisierung der Orientalistik. Die SZ greift die Berichte über die Quandts und die Zwangsarbeit auf.

Bücherschau des Tages

Weltbürger

02.10.2007 Die NZZ hat sich überzeugen lassen von Kwame Anthony Appiahs brillanter Philosophie des Weltbürgertums "Der Kosmopolit" (Leseprobe hier). Von Lars Myttings Roman "Fyksens Tankstelle" fühlt sie immerhin gut unterhalten. Die FAZ schwärmt von Larissa Boehnings Roman "Lichte Stoffe". Und die SZ stellt nach "Zapfenstreich" klar, dass Ford Madox Ford ein sympathischer und respektabler Autor sei, aber kein James Joyce.

Vorgeblättert

Bernd Mattheus: Cioran

02.10.2007 Eine spannende Biografie hat Bernd Mattheus über den Rumänen Emile M. Cioran (1911-1995) geschrieben - einer der widersprüchlichsten und konsequentesten Denker des 20. Jahrhunderts. Lesen Sie einen Auszug aus: "Cioran: Portrait eines radikalen Skeptikers". Ausgewählt

Medienticker-Archiv

Der Justiziar schaut fern

02.10.2007 Heute u.a.: Erfolgreich faul sein - Blut auf Schwabisch - VTO wird umbenannt - RTL II sucht den Superskandal - Marianne Fritz gestorben + Buchkritik und Kultur im Radio. Von Rüdiger Dingemann

Donnerstag, 04.10.2007

Heute in den Feuilletons

"Ich würde mich nicht mehr mit der FAZ einlassen"

04.10.2007 In der FR vergleicht Günter Grass die deutsche und die amerikanische Literaturkritik. Die amerikanische gewinnt. In Spiegel Online kommentiert Leon de Winter die erzwungene Rückkehr Ayaan Hirsi Alis in die Niederlande. Die taz liest Joschka Fischer, der mit ihrem Übervater nicht zurecht zu kommen scheint: "'Ströbele! Immer wieder Ströbele. Dieser Meister grüner Selbstzerstörung', stöhnt er." Im Tagesspiegel kritisiert der chinesische Filmregisseur Jia Zhangke seinen Kollegen Zhang Yimou. In der Welt schildert der Schriftsteller Ljubko Deresch, wie Julia Timoschenko mit Motiven aus der Popkultur die Ukraine erobern wollte. Die SZ besucht den Prozess gegen die Mörder von Hrant Dink. Die FAZ bringt Hildegunst von Mythenmetz und seinen Übersetzer Walter Moers an einen Tisch.

Bücherschau des Tages

Aufstieg zur Macht

04.10.2007 Als einen Bildungsroman über den Aufstieg zur Macht liest die taz Joschka Fischers "Die rot-grünen Jahre" und findet das Buch für eine Politikerautobiografie gar nicht so übel. Die SZ goutiert Werner Schwabs Extremprosa "Joe Mc Vie alias Josef Thierschädl" als weiteres Stück aus dem Genre monströses Österreich. SZ und NZZ lernen außerdem von Gerd Gigerenzers "Bauchentscheidungen", dass die Intuition dem vernunftgesteuerten Optimierungshandeln weit überlegen ist. Die heutige Literaturbeilage der Zeit werden wir in den nächsten Tagen auswerten, erste Notizen finden Sie hier.

Medienticker-Archiv

Ubuntu-Tagebuch: Digitales Kunstwerk

04.10.2007 Heute u.a.: Bücher als Blickfang - Das Marburger Krimifestival - Online-Videos werden zur Virenschleuder - Nichts für Gerfingerpoken und Mittengrabben - Der gegrillte Daumen - Deutscher Buchpreis: Der Fall ist sonnenklar + Buchkritik und Kultur im Radio. Von Rüdiger Dingemann

Im Kino

Perfekt komponiert

04.10.2007 Eine aus der Art geschlagene Ratte mit bestem Geschmack präsentiert der hinreißende neue Pixar-Film "Ratatouille". In seinem in Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichneten Film "Still Life" beobachtet Jia Zhang-ke das vergehende Leben der auf die Flutung wartenden Stadt Fengje.

Freitag, 05.10.2007

Heute in den Feuilletons

"Stabilität eines Leichenschauhauses"

05.10.2007 Die taz lässt sich vom russischen Satiriker Wiktor Schenderowitsch über Stabilität in Russland aufklären. Die NZZ feiert Peter Zumthors protestantische Ethik, die sich in Bregenz besichtigen lässt. Die SZ diagnostiziert bei den Franzosen seit der Rugby-WM ein Fieber der Physis. Der Tagesspiegel meldet: Tom Cruise muss seine Szenen im Bendler-Block noch mal drehen. Während die FAZ nicht mehr nur in neuer Rechtschreibung, sondern auch ohne Fraktur erscheint, setzen sich zwei Medien mit dem FAZ-Feuilleton auseinander: Der Freitag würdigt Frank Schirrmachers filmkritisches Schaffen. Im titel-magazin kommt Gunther Nickel noch einmal auf die Inszenierung der Walser-, Grass- und Handke-Debatten zurück.

Bücherschau des Tages

Giftsspritzen

05.10.2007 Eine ebenso melancholische wie realistische Bestandsaufnahme des heutigen China erblickt die FAZ in Yan Liankes "ironisch-erotischem" Kammerspiel "Dem Volke dienen". Empfehlen kann sie auch Martin Haidingers Geschichte der Todesstrafe "Von der Guillotine zur Giftspritze", Hanns-Josef Ortheils Roman "Das Verlangen nach Liebe" jedoch nur reiferen Kunstliebhabern. Die SZ lernt von Wolfgang König, wie frappierend modern unser Kaiser Wilhelm war.

Medienticker-Archiv

Bürgerjournalisten und Blogger Spitzel

05.10.2007 Aktualisiert: Unsichtbares Licht - Leser lieben Promis - Lukas und die Lokomotivführer - Wolfram Schütte über Jia Zhang-Kes filmische Meditation - Schwellenmarkt E-Books - Walter Kempowski ist tot + Buchkritik und Kultur im Radio. Von Rüdiger Dingemann

Link des Tages

Walter Kempowski ist tot

05.10.2007 Der Schriftsteller Walter Kempowski ist nach langer Krankheit gestorben. Hier einige Links zu letzten Interviews und ersten Nachrufen.

Samstag, 06.10.2007

Heute in den Feuilletons

"Sentimentale Massenliebesaffäre"

06.10.2007 Die Norweger fürchten sich vor Mädchen, die besser Mathe können als Jungs, berichtet die NZZ. In der Welt erklärt Opernregisseur Calixto Bieito den Unterschied zwischen einem Katalanen und einem Galizier. In der FAZ macht ein gewisser Ralph Martin den Antiamerikanismus verantwortlich für die Vorliebe der Deutschen zur amerikanischen Highbrow-Literatur. Alle Zeitungen würdigen den verstorbenen Walter Kempowski.

Bücherschau des Tages

Böses Ende

06.10.2007 Für eine Liebeserklärung, die zum Himmel schreit, hält die NZZ Katja Lange-Müllers Roman "Böse Schafe". Pawel Sanajews ungeheurer Kindheitsroman "Begrabt mich hinter der Fußleiste" geht ihr ebenfalls ziemlich an die Nieren. Deftige Komik und viel Tragik entdeckt die FAZ in Katja Oskamps Roman "Die Staubfängerin", der die Liebe böse enden lässt: mit Putzfimmel und einem Fleischklops als Mann. Die taz fühlt sich von Louis Auchincloss' Roman "East Side Story" an die Ostküste zwischen Rockefeller, Harvard und Börsencrash versetzt.

Sonntag, 07.10.2007

Die Buchmacher

Scheidung von Thalia und Karstadt

07.10.2007 Wie es mit der hochverschuldeten BAG weitergeht. Warum Digital Rights Management bald in der Buchbranche passe ist. Weshalb Thalia und Karstadt getrennte Wege gehen. Und wie viele Fehler pro Schulbuch normal sind.

Montag, 08.10.2007

Heute in den Feuilletons

Musalsalat im Ramadan

08.10.2007 In der taz wundert sich Micha Brumlik, dass die Protestanten glauben, was sie glauben. Die NZZ zieht Parallelen zwischen dem Terror der RAF und dem Terror der Islamisten. Die FAZ stimmt sowohl ihre deutschen als auch ihre internationalen Leser auf die Buchmesse ein. Die Welt stellt den Science-Fiction-Autor Cory Doctorow vor, dessen letzter Roman kostenlos im Netz steht und 700.000 mal heruntergeladen wurde. Die SZ sieht sich die Seifenopern an, die in Ägypten zum Ramadan gereicht werden.

Bücherschau des Tages

Schöner niedergehen

08.10.2007 Schöner sei der Niedergang einer Familie noch nie beschrieben worden, schwärmt die FAZ von Ford Madox Fords Roman "Zapfenstreich". Begeistert ist sie auch von den Erzählungen "Erhöhte Temperatur" des katalanischen Autors Jordi Punti. Die SZ gibt sich gegenüber Martin Walsers Tagebüchern "Leben und Schreiben" geschlagen.

Medienticker-Archiv

Spiegel bleibt rot

08.10.2007 Heute u.a.: Premiere kritisiert deutsche Filmbranche - Mancher Marktwert macht ihn fassungslos - Balla-Balla 2.0 - Rowlings Interviews für Straßenzeitungen - Illegale Musik-Downloads - Nacht der westlichen Werte + Buchkritik und Kultur im Radio. Von Rüdiger Dingemann

Dienstag, 09.10.2007

Magazinrundschau

BHL Ich mag diese chauvinistische Linke nicht

09.10.2007 Wie kann man noch links sein, fragt Bernard-Henri Levy im Nouvel Obs. Trouw feuert die niederländische Integrationsdebatte an. Il Foglio stellt den einzigen Indianer vor, der Mussolini unterstützte. Die New York Review of Books feiert das beste Buch über Mozart. Elet es Irodalom feiert Magda Szabo. Im New Republic erklärt Steven Pinker den semantischen Unterschied zwischen Liebemachen und ficken. Der New Statesman sucht nach dem Erbe Che Guevaras. Die New York Times fürchtet das englische Verleumdungsrecht.

Heute in den Feuilletons

"Traurige Frauenschicksale supreme"

09.10.2007 In der taz kritisiert Jörg Sundermeier vom Verbrecher Verlag die Rabatt- und Verramschungspolitik der großen Verlage. Der Tagesspiegel findet die Vergabe des Deutschen Buchpreises an Julia Francks Roman "Die Mittagsfrau" wegen hoher Zielgruppenkompatibilität irgendwie konsequent. Die Welt ist mit der Wahl einverstanden, fand aber schon die Longlist vollkommen richtungsfrei. Die NZZ besucht eine Englisch-Sommerschule im brandenburgischen Dorf Wust. Die SZ untersucht den leisen Fundamentalismus in der Schweiz. In der FAZ erfahren wir, welcher Autor den Leser treten und welcher ihn lieben will.

Bücherschau des Tages

Mit und ohne Köpfchen

09.10.2007 Die FR feiert Joanot Martorells epischen Roman vom Weißen Ritter, der fünfhundert Jahre nach seinem Erscheinen zum ersten Mal von Fritz Vogelgsang aus dem Katalanischen ins Deutsche übersetzt wurde. Und Tirant lo Blanc kann nicht nur prima Köpfe spalten, er ist auch schön, belesen, intelligent, verführerisch und unbesiegbar. Die NZZ stellt klar, dass die Autobiografie "Ein Stammbaum" nicht Patrick Modianos schönstes Buch sei, sondern sein traurigstes. Die heutige Literaturbeilage der SZ werden wir in den nächsten Tagen auswerten.

Medienticker-Archiv

Deutscher Buchpreis ist zur Marke geworden

09.10.2007 Heute u.a.: Das lukrative Geschäft der Vorleser - Kein Mann vieler Worte: Zum 100. Geburtstag Tatis - Tageskarte Buch: Schönheit von Format - Auf der Suche nach den Lesern von übermorgen - Die Medienstrategie der Militärs in Burma + Buchkritik und Kultur im Radio. Von Rüdiger Dingemann

Mittwoch, 10.10.2007

Heute in den Feuilletons

"Autor ohne Vaterland"

10.10.2007 Die Buchmesse ist eröffnet: Die NZZ meldet gute Stimmung in der Branche und einen Hauch von Wachstum. Der Tagesspiegel sieht den Buchmarkt dagegen immer gleichförmiger werden. Die FR sieht im Gastland-Konzept der Buchmesse einen politischen Wurm. In der Welt fragt die katalanische, aber spanisch schreibende Schriftstellerin Nuria Amat, ob es eigentlich der zweisprachige Kafka auf die Buchmesse geschafft hätte. Ebenfalls in der Welt fragt Salman Rushdie, ob die niederländische Regierung aus Feigheit oder Dummheit Ayaan Hirsi Ali den Personenschutz entziehen will.

Bücherschau des Tages

Attila war schuld

10.10.2007 Erfrischend revisionistisch findet den NZZ Peter Heathers Buch "Untergang des Römischen Reiches", das mit einer eindeutigen Erklärung aufwartet: Schuld waren die Hunnen! Sehr berührt ist die NZZ vom Brief des Philosophen Andre Gorz an seine Frau Dorine "Brief an D." (hier eine Leseprobe). Die SZ verortet Botho Strauß' Bewusstseinsnovelle "Die Unbeholfene" zwischen Brillanz und Verstiegenheit. FAZ, FR und taz haben heute ihre Literaturbeilagen herausgebracht, für ihre Auswertung werden wir aber noch einige Tage brauchen.

Im Kino

Mit offenen Karten

10.10.2007 Michael Moore bleibt ein Populist, liegt deswegen aber noch lange nicht falsch mit "Sicko", seiner Anklage gegen das US-Gesundheitssystem. Und Jan Bonny macht in seinem Spielfilmdebüt "Gegenüber" verständlich, wie es kommen kann, dass eine Frau ihren Mann verprügelt.

Medienticker-Archiv

Wie erfolgreich die deutsche Literatur wirklich ist

10.10.2007 Heute u.a.: Von Frankfurt in die weite Welt? - Gratis-Zeitungen kommen - Roger Schawinski steigt beim Verlag Kein & Aber ein - Leo, der Libero oder vom Saulus zum Paulus: Kirchs Rückkehr - Als Joschka mal ein Pinsel war - Heute in Karlsruhe: Das Ende der Privatsphäre? + Buchkritik und Kultur im Radio. Von Rüdiger Dingemann

Donnerstag, 11.10.2007

Heute in den Feuilletons

"Die große Penetrationsschlacht"

11.10.2007 Die FR feiert Suhrkamps neue Bibliothek der Weltreligionen als Dokument der Entweihung. Die taz freut sich über die Romantik des Weitermachens bei kleinen Verlage. Warum Europa die Türkei braucht, erklärt in der SZ die Schriftstellerin Elif Shafak. In der FAZ sind die Komponisten Walter Zimmermann und Dieter Schnebel geteilter Meinung über Pfitzners Kantate "Von deutscher Seele". In der Zeit rekapituliert Jane Fonda ihre große Penetrationsschlacht.

Die Buchmacher

Nervöse Buchmesse

11.10.2007 Warum die Grundstimmung auf der Buchmesse positiv, aber nervös ist. Wo die jungen Leser am liebsten kaufen. Weshalb Joseph von Westfalen die Messe dieses Jahr scheut. Und wie KNV zum Buchhändler wird.

Bücherschau des Tages

Nicht gleich, sondern ähnlich

11.10.2007 Die FAZ ist begeistert von Juan Marses Roman "Liebesweisen in Lolitas Club", der von einem Antiterror-Ermittler erzählt, dessen geistig behindertert Bruder Faktotum im örtlichen Bordell wird. Sehr eingenommen ist sie auch von David Mitchells Pubertätsgeschichte "Der dreizehnte Monat". Die NZZ stellt klar, dass es sich bei Alex Capus' Kolonial-Abenteuergeschichte "Eine Frage der Zeit" nicht um ein reines Männerbuch handelt, sondern um einen großartigen Roman. Und die SZ lernt von Kwame Anthony Appiahs scharfsinnigem Buch "Der Kosmopolit", dass Menschen nicht gleich, sondern ähnlich sind (hier eine Leseprobe).

Medienticker-Archiv

"Libreka" Buch-Online-Plattform gestartet

11.10.2007 Aktualisiert: Verlagen fehlt Fachpersonal - Fakt bleibt Fakt -  Geisteswissenschaften: zum Dienen - Premiere unzufrieden mit neuem Liga-Modell - Google fürs Handy: Reklame in der Hosentasche - Komponist Kurt Schwaen gestorben + Buchkritik und Kultur im Radio. Von Rüdiger Dingemann

Meldungen

Nobelpreis für Doris Lessing

11.10.2007 Der Literaturnobelpreis geht in diesem Jahr an die britische Schriftstellerin Doris Lessing.

Freitag, 12.10.2007

Heute in den Feuilletons

"Weiterbildung ist in Redaktionen ein Fremdwort"

12.10.2007 Fast alle Zeitungen gratulieren Doris Lessing zum Literaturnobelpreis. Die FR erkennt auf der Londoner Kunstmesse Frieze Grenzen der Subversion. Die NZZ beschreibt die Unfähigkeit der Zeitungsverlage, klug auf das Internet zu reagieren. Die taz möchte endlich gewürdigt wissen, dass die RAF immerhin Nazis ermordete.

Bücherschau des Tages

Herrschaft der Hormone

12.10.2007 Die FAZ hat schon Doris Lessings neuen Roman "Die Kluft" gelesen: Die Geschichte erscheint ihr etwas sonderlich, aber bis zur letzten Zeile fesselnd geschrieben! Von Vivienne Parry hat sie viel über den "Tanz der Hormone" gelernt, weiß aber immer noch nicht, ob sie nun von selbigen beherrscht wird. Die FR freut sich riesig über den Prachtband mit Bernd Pfarrs "Sondermann"-Zeichnungen. Und die SZ vermutet hinter Michael Ondaatjes Roman "Divisadero" eher großen Kitsch als großen Können.

Medienticker-Archiv

Google startet Videowerbung auf YouTube

12.10.2007 Heute u.a.: Keep on rockin' - Schlechtester Texter aller Zeiten: Sting - Radio zu laut - Das Handy trägt Prada - Hörbuchverlage rüsten sich für die Zukunft - Spiegel-Verlag bläst Einstieg bei FTD ab + Buchkritik und Kultur im Radio. Von Rüdiger Dingemann

Samstag, 13.10.2007

Heute in den Feuilletons

"kalt-vergnügte Bauchfrei-Marie"

13.10.2007 Maxim Billers Roman "Esra" ist vom Bundesverfassungsgericht endgültig verboten worden, was einige verdammen, nicht wenige aber auch nachvollziehen können. Den Friedensnobelpreisträger Al Gore kürt die FAZ zum Weltinnenpolitiker neuen Typs. Die NZZ malt sich mit Freeman J. Dyson dagegen lieber aus, wie kunterbunt das schon angebrochene Jahrhundert der Biologie werden könnte. Und im Tagesspiegel bezweifelt Saul Friedländer, dass in Nazi-Deutschland viel verdrängt wurde.

Bücherschau des Tages

Berichte von der Inflation

13.10.2007 Zum Ende der Buchmesse zeigt sich die Literaturkritik leicht ermattet. Nur FAZ und taz können sich noch Rezensionen abringen: Sehr erhellend findet die taz die Reportagen "Das Schlangenei" des katalanischen Reporters Eugeni Xammar aus dem Deutschland der Zwanziger Jahre. Brigitte Kronauer erlebt sie mit ihrem Roman "Errötende Mörder" auf einem Gipfel ihrer Kunst. Die FAZ rühmt den amerikanischen Poet Laureate Charles Simic und seine Essays "Die Wahrnehmung des Dichters".

Montag, 15.10.2007

Heute in den Feuilletons

"Zeigen, was fehlt"

15.10.2007 Die NZZ vernahm bei der Laudatio Wolfgang Frühwalds auf Saul Friedländer billiges Klatschen im Publikum. Die anderen Zeitungen fragen sich, ob Friedländer nun auf Martin Walsers Friedenspreisrede antwortete oder nicht. Der Tagesspiegel porträtiert den ägyptischen Fernsehprediger Amr Khaled. Die SZ beschreibt, wie die Griechen maximalen Druck auf London ausüben, um den Parthenonfries wieder ganz zu haben. In der Welt fürchtet Richard Dawkins den Einfluss der Religion auf die amerikanische Politik.

Bücherschau des Tages

Nüchterne Poesie

15.10.2007 Die FAZ schwärmt von den ebenso nüchternen wie poetischen Erzählungen Richard Yates' "Verliebte Lügner". Von Silke Scheuermanns Lyrikband "Über Nacht ist es Winter" ist sie nicht ganz so begeistert, auch wenn sie einige durchaus geglückte Gedichte in dem Band gefunden hat. Die SZ preist das Werk des großen katalanischen Dichters Salvador Espriu, das nun erstmals auf Deutsch erschienen ist.

Mord und Ratschlag

Blondes Gift

15.10.2007 Duane Louis setzt seinen Helden im rasanten Thriller "Blondes Gift" unter heftigen Zeit-, Raum- und Sozialdruck. Und Giwi Margwelaschwili lässt in "Officer Pembry" das "Schweigen der Lämmer" zukünftige Wirklichkeit werden.

Medienticker-Archiv

Journalismus und Weblogs

15.10.2007 Heute u.a.: Dem "verlorenen Wissen" auf der Spur? - Mike Hodges: Ethnologe unter Kannibalen - Fritz Stern über Selbstdarstellung unter Historikern - Das zerbrechliche Gut der Erinnerung - Esra-Urteil: Unerträgliche Situation für einen Künstler + Buchkritik und Kultur im Radio. Von Rüdiger Dingemann

Dienstag, 16.10.2007

Magazinrundschau

Alex Ross: Das wohltemperierte Internet

16.10.2007 Der New Yorker stellt das wohltemperierte Internet vor. In Magyar Narancs sucht der Schriftsteller Richard Fekete im Internet den Kontakt zum Publikum, den die Zeitschriften meiden. Der Economist beobachtet Graswurzelorganisationen mittelalter Vorstädter im Netz. Der Spectator begutachtet ein chinesisches Gefängnis von innen. Reset.doc diskutiert Moscheenbau in Italien. Il Foglio kennt einen ganz dicken. In der Weltwoche erklärt der Agrarwissenschaftler Norman Borlaug den Reichen und Verwöhnten: es gibt kein Null-Risiko. In Salon.com diskutieren die zehn mächtigsten Frauen Hollywoods.

Heute in den Feuilletons

"Sie wollen den Alten endlich loswerden"

16.10.2007 Günter Grass ist achtzig! Die Welt verteidigt ihn gegen die Bürgerkinder des liberal-urbanen Justemilieu und andere Wortführer unter seinen Verächtern. Die FR bringt eine lange Hommage von John Irving. In der taz tragen heute alle Schnauzbart. Im Tagesspiegel äußert er sich selbst - und zwar gegen den Überwachungsstaat. Die SZ bedauert, dass er nicht immer auf der Höhe seiner Kunst blieb. Die FAZ stellt sich an die Spitze des Justemilieu, in dem sie Grass praktisch gar nicht gratuliert.

Bücherschau des Tages

Schlagkraft

16.10.2007 Entwaffnende Naivität und treffsicheren Sarkasmus entdeckt die NZZ in Bernice Eisensteins skurrilem Buch "Ich war das Kind von Holocaust-Überlebenden". Gut gefallen hat ihr auch Michal Witkowskis Roman über die polnische Schwulenszene "Lubiewo". Die FAZ verschlingt Robert Harris ebenso fesselnden wie polemischen Thriller über das Großbritannien Tony Blairs "Ghost". Margit Schreiners Buch "Haus, Friedens, Bruch" attestiert sie echte und immer wieder überraschende Schlagkraft (Leseprobe). Die SZ liest Briefe von Günter Grass, seiner früheren Frau Anna und Uwe Johnson.

Medienticker-Archiv

Kampf ums Digitalsein

16.10.2007 Heute u.a.: Voll-Grass und zum 80. einen Kopfstand - Nicht ärgern lassen - Kongress der Weißwäscher - Astrid Lindgren und die deutschen Kinderzimmer - Kunst oder Denunziation: Wolfram Schütte zum "Esra"-Urteil - Was sollte ich lesen? Und was lesen die Leute? - Werdet Lesekünstler! + Buchkritik und Kultur im Radio. Von Rüdiger Dingemann

Mittwoch, 17.10.2007

Heute in den Feuilletons

"Adrenalinarchitektur für 300 Millionen Euro"

17.10.2007 In der taz bewertet der Random-House-Jurist Rainer Dresen das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu Maxim Billers Roman "Esra" als deutlichen Fortschritt für die Kunstfreiheit. In der SZ kritisiert der Theologe Jochen Teuffel den Paternalismus europäischer Missionarsgegner. Die FAZ gruselt es vor dem Putin-Kult. Die FR begutachtet die Adrenalinarchitektur von Coop Himmelb(l)aus BMW-Zentrum.

Bücherschau des Tages

Melancholisches, strenges Capri

17.10.2007 Die SZ schwärmt von Capri, das für sie zumindest in den Fotografien von Umberto D'Aniello in einem melancholisch strengen Weltzustand erscheint. Beeindruckt aber nicht überzeugt ist die NZZ von Dominique Bourels Biografie des Aufklärers Moses Mendelssohn. Die FAZ liest Bücher, die sich mit dem Straftatbestand des Verschwindenlassens von Personen beschäftigen.

Im Kino

Grenzverkehr

17.10.2007 Ulrich Seidl wendet in "Import/Export" seine gnadenlose Drastik ins Menschliche. Und "Der Sternwanderer" ist ein Fantasy-Film, in dem Robert De Niro als Piratenkapitän in Frauenkleidern Cancan tanzt.

Medienticker-Archiv

MySpace spricht bald Russisch

17.10.2007 Heute u.a.: Franz Schubert: ein Winterkind - Roboter scannen 7,5 Millionen historische Bücher  - Vogonische Gedichte beim Frühstück in der Waschstraße - Booker-Preis für Anne Enright - Neues Suchmaschinenzentrum + Buchkritik und Kultur im Radio. Von Rüdiger Dingemann

Donnerstag, 18.10.2007

Heute in den Feuilletons

Das Massaker in Rechnitz

18.10.2007 In der Welt sieht Adam Krzeminski die Kaczynskis mit ihrer Vergangenheitspolitik scheitern. In der NZZ findet Bahman Nirumand westliche Finanzhilfen für Regimegegner im Iran eher kontraproduktiv. In der SZ erklärt der Literaturhistoriker Bernd W. Seiler, warum das Esra-Urteil für ihn in Ordnung geht. In der FAZ beschreibt David R.L. Litchfield den Mord an 200 Juden im Haus Thyssen-Bornemisza. Im Tagesspiegel erklärt Klaus Wagenbach, warum nicht wenige 68-er zu Antizionisten wurden - aus Hass auf Axel Springer. Auch die taz weiß: Wenn die RAFler die Juden ins Meer treiben wollten, dann nicht aus Antisemitismus.

Bücherschau des Tages

Schrecken eines Jahrhunderts

18.10.2007 Die NZZ feiert den Roman "Blindlings" als das Beste, was Claudio Magris je geschrieben hat: Es geht aber auch um nicht weniger als sämtliche Schrecken des 20. Jahrhunderts. Beeindruckt hat die NZZ auch Slavenka Drakulics Roman über Frida Kahlo. Die FAZ liest mit Bestürzung die Gedichte "Wenn der Tod sich nähert, nur ein Atemzug", in denen der brasilianische Dichter Paulo Cesar Fonteles de Lima von seiner Folterung unter der Militärdiktaur erzählt. Empfehlen kann sie auch Peter von Matts Essays über Literatur "Das Wilde und die Ordnung".

Medienticker-Archiv

Gratiszeitung: Post auf neuen Wegen

18.10.2007 Heute u.a.: 3,2 Mrd. Suchmaschinenabfragen monatlich aus Deutschland - FR-Zoff: SPD soll doch Einfluss genommen haben - Fernsehen verliert Zuschauer an das Internet - Nobelpreis und Nachdrucke - Österreich ebnet Weg für den Bundestrojaner - Mogadischu/Stammheim + Buchkritik und Kultur im Radio. Von Rüdiger Dingemann

Freitag, 19.10.2007

Heute in den Feuilletons

"der schleimige Übergang von Vegetation in Feuchte"

19.10.2007 In der FR spricht Anita Albus über den Raum, der ihr zugewiesen wurde. In der NZZ meditiert der Literaturwissenschaftler Sandro Zanetti über das in Schreibkrisen schließlich Geschriebene. In der FAZ erklärt Werner Spies, warum der schleimige Übergang von Vegetation in Feuchte bei Courbet nicht nach Baudelaires Geschmack war. Im Tagesspiegel schwärmt Neil Young von seinem eigenen Autofriedhof, auf dem die originellsten Modelle vor sich hinrosten. Und die SZ staunt über das europäische Wunder Rumänien.

Bücherschau des Tages

Wogender Bilderozean

19.10.2007 In einen wogenden Bilderozean getaucht ist die SZ mit prächtigen Barock-Bildband "Wandmalerei in Italien". Viel Sinn für Schönheit findet sie auch in dem Sprachglossen-Band mit dem großartigen Titel "Je näher man ein Wort ansieht, desto ferner sieht es zurück". Die FAZ erfreut sich an einer Neuausgabe von Frank Wedekinds früher Lyrik "Liebesklänge". Und die FR ist begeistert von Josef Winklers "Roppongi".

Medienticker-Archiv

Anna Amalia restauriert

19.10.2007 Heute u.a.: Zuerst war die Nudel! - Rumflippen nach Fahrplan - Weimarer backup_festival 2007 - Ein Ausbund an Tugend: Deborah Kerr - The Thyssen Art Macabre - YOU_ser: Das Jahrhundert des Konsumenten - Alt werden immer nur die anderen - 30 Jahre Deutscher Herbst + Buchkritik und Kultur im Radio. Von Rüdiger Dingemann

Samstag, 20.10.2007

Heute in den Feuilletons

"erprobte imperialistische Kunst"

20.10.2007 Die taz spürt dem Verhältnis Heiner Müllers zu seinem Vater nach. Die NZZ fragt sich, ob David Litchfield seine Geschichte über das Massaker in Rechnitz ein bisschen aufgemotzt hat, um es in Independent und FAZ zu schaffen. Die FR bewundert die Vervollkommnung imperialistischer Kunst durch die russische Künstlergruppe AES+F. Im Tagesspiegel denkt Fritz Stern über den Widerstand der Deutschen gegen ihre Widerständler nach. Georg Klein feiert in der SZ Harald Bergmanns monumentale Dokumentation über Rolf-Dieter Brinkmann. In der FAZ erklärt der Skyrunner Christian Stangl, wie er sich für einen Dauerlauf auf den Mount Everest motiviert.

Bücherschau des Tages

Versunkenes Prag

20.10.2007 Nüchtern und nie pathetisch findet die FAZ Peter Demetz' Erinnerungen an "Mein Prag" - eine versunkene Stadt, in der Tschechen, Deutsche und Juden zusammenlebten. Auch Ralph Dutlis Essays zur Lyrik werden von der FAZ eindringlich empfohlen. Die SZ kann sich für Andrea Maria Schenkels "Kalteis" nicht erwärmen. Die taz wünscht sich ein Ende der Massenarbeitslosigkeit und der Verunglimpfung des Islams.

Link des Tages

Die FAZ, die Bild und das Massaker von Rechnitz

20.10.2007 Wie seriös sind die Recherchen David R. L. Litchfields zum Massaker an Juden im österreichischen Rechnitz? Und wie seriös sind die Zeitungen, die seine Behauptungen über eine Beteiligung der Familie Thyssen-Bornemisza übernehmen? Die Medien diskutieren.

Montag, 22.10.2007

Heute in den Feuilletons

"Das nenne ich Kreolisierung"

22.10.2007 Die FAZ sah einen Francis Ford Coppola in Rom, der wie ein Buddha war. Die SZ lässt sich von Edouard Glissant erklären, was Kreolisierung ist. Die Welt fragt, was Nicolas Sarkozy mit der alljährlichen Verlesung des Briefs von Guy Moquet an den französischen Schulen bezweckt. Die taz kritisiert die Fixierung des französischen Staates auf religiöse Vertreter des Islam, die die säkularen Netzwerke der Immigranten immer mehr verdrängen. Die NZZ lässt sich in der britischen Bahn von Heißluftballons überholen.

Die Buchmacher

Die Macht der Barsortimenter

22.10.2007 Welches Fazit die Branchenakteure nach der Frankfurter Buchmesse ziehen. Wie Buchhändler die Macht der Barsortimente einschätzen. Und warum Fischer mit Julia Franck Rekorde feiert.

Bücherschau des Tages

Mutter des italienischen Kommunismus

22.10.2007 Die FAZ empfiehlt nachdrücklich Seyran Ates' Buch "Der Multikulti-Irrtum", das ebenso kritisch auf die türkische Community wie die deutsche Integrationspolitik blicke. Sehr bewegt ist sie von Jurek Beckers autobiografischem Lehrbuch "Mein Vater, die Deutschen und ich". Die SZ liest die Memoiren der italienischen Kommunistin Rossana Rossanda "Die Tochter des 20. Jahrhundert" und lobt ein Buch über das Chaos im Kongo "Der alltägliche Ausnahmezustand".

Medienticker-Archiv

Holtzbrinck will die Süddeutsche

22.10.2007 Heute u.a.: Allein gegen alle oder so lernen wir die 60er Jahre kennen ... - Probleme des Online-Gebrauchtbuchhandels - Die Rückkehr des Francis Ford Coppola - Die Welt und El Pais in neuem Gewand - Diesseits und jenseits des Skandals: Literaturvermittlung als zunehmende Inszenierung von Paratexten + Buchkritik+Kultur im Radio. Von Rüdiger Dingemann

Essay

Nimmermehr nevermore

22.10.2007 Wie können literarische Übersetzer mit der Arbeit ihrer Vorgänger umgehen? Sind Sie Nach- oder Neuübersetzer? Eine Antwort auf Felix Philipp Ingold

Dienstag, 23.10.2007

Magazinrundschau

Norman Stone: Was hilft Armenien?

23.10.2007 Die New York Review of Books bezweifelt, dass der Islam eine an sich friedliche Religion ist. Przekroj befürchtet, der Kosovo könne die EU spalten. Im Spectator verbittet sich Norman Stone die Einmischung der Politik in die Geschäfte der Historiker. In Letras Libres nennt der Schriftsteller Gabriel Zaid die größten Irrtümer in den kulturellen Debatten auf. In der Gazeta Wyborcza plädiert die Philosophin Barbara Skarga für einen europäischen Patriotismus. In Le Point behauptet der Philosoph Rene Girard: Wir sind fast am Ende. Im TLS behauptet Martha Nussbaum, dass nicht alle Menschen gleich mies sind. In der Weltwoche behauptet Roger Schawinski, dass die Weltwoche so gut ist, weil die anderen Zeitungen so mittelmäßig sind.

Heute in den Feuilletons

"Regime von Ausschlusskriterien"

23.10.2007 Die meisten Zeitungen sind ja ganz begeistert von Keith Jarrett, nur die FR sieht ihn als tief sentimentalen amerikanischen Pianisten. In der SZ freuen sich polnische Schriftsteller: Die Kaczynskis sind weg vom Fenster. Die NZZ plädiert mit dem Postkolonialismusexperten Albert Memmi für die metissage.

Bücherschau des Tages

Die Schlacht um Ladysmith

23.10.2007 Die FAZ lässt sich von Margaret Atwoods Erzählungen "Das Zelt" in den Bann schlagen, vor allem von der nur neunzehn Zeilen langen Geschichte "Kleiderträume". Die FR entdeckt in Botho Strauß' Bewusstseinsnovelle "Die Unbeholfenen" alle Licht- und Schattenseiten des Autors, aber keine neuen. Die NZZ stürzt sich mit Giles Foden in die Schlacht um Ladysmith. Immanuel Wallersteins Kritik am europäischen Universalismus "Die Barbarei des anderen" kann sie immerhin in zwei von drei Punkten teilen.

Medienticker-Archiv

Wolfram Schütte: Die FAZ im Ausnahmezustand

23.10.2007 Heute u.a.: Krimi mit der Oma: Tchibo druckt Romane - Deutscher Buchpreis: "Soll ich aufstehen?" - Rossana Rossanda: Ohne Leidenschaft kein Leben - Google und die Bibliotheken - Exzellenzinitiative schwächt Geisteswissenschaften - Nicht ärgern lassen + Buchkritik und Kultur im Radio. Von Rüdiger Dingemann

Mittwoch, 24.10.2007

Heute in den Feuilletons

"als öffentliche Ächtung inszeniert"

24.10.2007 Die NZZ stellt die Seriosität der Behauptungen David R.L. Litchfields über das Massaker von Rechnitz in Frage. Im Titel-Magazin erregt sich Wolfram Schütte über die Inszenierung öffentlicher Ächtung durch die FAZ. Der Tagesspiegel bringt ein Porträt des niederländischen Autors A. F. Th. van der Heijden. In der FAZ wird Robert Redford geschirrmachert. Die Welt feiert Schönheit und Tragik der Mathematik. Spiegel Online war dabei, als Bild-Chef Kai Diekmann sein neues Buch präsentierte - ausgerechnet im taz-Gebäude. Alle staunen über die neue alte Anna-Amalia-Bibliothek.

Bücherschau des Tages

Weltumsegler

24.10.2007 Die FR hält bewundernd die Prachtaugabe von George Forsters Bericht "Reise um die Welt" in den Händen - drei Jahre lang, von 1772 bis 1775, war der Wissenschaftler mit James Cook um die Welt gesegelt. Die FAZ staunt, wie unterhaltsam und luzide sich Joe Boyd in "White Bicycles" an die sechziger Jahre erinnert, obwohl er sie erlebt hat. Sehr bewegt haben sie Lajser Ajchenrands Gedichte "Aus der Tiefe", die nun in einer zweisprachigen Ausgabe auf Jiddisch und Deutsch vorliegen. Und die NZZ empfiehlt das letzte Kapitel von Margit Schreiners Roman (Leseprobe) "Haus, Friedens, Bruch".

Medienticker-Archiv

Staatsziel Kultur

24.10.2007 Heute u.a.: Homo homini enemy - Google Brain - Autoren unter sich - Texteingabe per Kopfnicken - Dem IT-Zeitgeist auf der Spur - Die Rache des Kulturministers: Naumann vs. Diekmann - Online-Buchhandel: Gewinnsprung + Buchkritik und Kultur im Radio. Von Rüdiger Dingemann

Donnerstag, 25.10.2007

Heute in den Feuilletons

"am Ende feuerten sie sechzig Mal"

25.10.2007 Die Zeit hat Fragen zum Massaker von Rechnitz, zum Beispiel: Traute man bei der FAZ der "Enthüllung" doch nicht so recht? Die SZ meint zum gleichen Thema: Es geht nicht um die Gräfin Batthyany. In der Welt stellt Olga Tokarczuk klar: die Polen sind Westeuropäer. Die NZZ beweist: die Europäer sind den Westafrikanern genetisch unterlegen, zumindest was den Sinn fürs Bittere angeht. Der Standard begibt sich mit Martin Mosebach in ein lebensvolles Chaos. Die FR freut sich, dass nun auch die zeitgenössische Kunst in Berlin-Mitte einzieht. Die FAZ bringt eine Reportage über die Suche nach Massengräbern in Srebrenica.

Bücherschau des Tages

Vor Kublai Khan

25.10.2007 Die Zeit empfiehlt nachdrücklich zwei Analysen zur aktuellen Konfliktlage: Die Geschichte der al-Qaida bis zum 11. September "Der Tod wird euch finden" des "New-Yorker"-Reporters Lawrence Wright und das Buch "Der unerklärte Weltkrieg", in dem Bahman Nirumand die Fronten im gegenwärtigen Kalten Krieg erklärt. Die FAZ freut sich über eine Neuübersetzung von Italo Calvinos "Die unsichtbaren Städte", einer Art Neufassung von Marco Polos China-Bericht für Kublai Khan.

Im Kino

Arbeit am Mythos

25.10.2007 Der von Brad Pitt produzierte Spätest-Western "Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford" ist wild entschlossen, weiß nur nicht recht, wozu. Und Stefan Westerwelles Filmhochschul-Abschlussfilm "Solange Du hier bist" ist ein Geschenk, ein Versprechen und einer der schönsten deutschen Filme der letzten Jahre.

Medienticker-Archiv

Abgesang auf den Western

25.10.2007 Heute u.a.: Zur Sprache kommen - Heine-Professur für Durs Grünbein - Urs Widmer über seine Lieblingsbuchhandlung - Jahrestagung der BücherFrauen mit Iris Radisch - Denkt denn keiner an die Kinder? + Buchkritik und Kultur im Radio. Von Rüdiger Dingemann

Freitag, 26.10.2007

Heute in den Feuilletons

"das Ende der bürgerlich-liberalen Schweiz"

26.10.2007 In der FAZ erklärt der Dokumentarfilmer Eduard Erne, was das Massaker von Rechnitz von anderen Nazi-Verbrechen unterscheidet. In der NZZ bekennt Ralf König: Bloßes Schwulsein ist ihm allzu inhaltsleer. In der taz beweist Veteran Horst-Eberhard Richter, dass er den Schubkurbelflachkeilverschluss seiner Feldhaubitze bis heute blind bedienen kann. Die Berliner Zeitung stellt unbequeme Fragen über das Sexualleben der "Harry Potter"-Protagonisten. In der Welt fragt Meinhard Miegel: Was ist das Spezifikum unserer Kultur? Die Netzeitung trauert um ihren Pagerank.

Bücherschau des Tages

Die Wucht reduzierter Prosa

26.10.2007 Die FR feiert Annette Pehnts Roman aus der heutigen Arbeitswelt "Mobbing", der mit einer ganz reduzierten Prosa eine unglaubliche Wucht entfaltet. Die FAZ freut sich über die erste griechisch-deutsche Gesamtausgabe des "Handbuchs der Geografie" des Klaudios Ptolemaios. Und auch das absolut nicht vollständige "Große Katzenlexikon" von Detlef Bluhm hat ihr sehr gut gefallen. Die SZ liest Adalbert Stifters Feuilletons "Wien und die Wiener".

Medienticker-Archiv

Bibliothekensterben

26.10.2007 Heute u.a..: Klaus Reichert hält Martin Mosebach für einen ganz bedeutenden Autor - Von Löwen und Lämmern: Ein Intelligent gemachter Antikriegsfilm - Neue Web-2.0-Blase? - Google räumt auf oder das große Zittern! - Die selbstquälerische Suche nach dem Weichei - Von der Aktionskunst zur Literatur - Highlife auf Schloss Schöngrün + Buchkritik und Kultur im Radio. Von Rüdiger Dingemann

Post aus Istanbul

Dies ist keine Bombe

26.10.2007 Die zehnte Istanbuler Biennale geht zu Ende. Und es stellt sich heraus, dass ihr ebenso demonstrativer wie umstrittener Optimismus doch nicht so ganz unangebracht war, auch wenn sich einige Hoffnungen nicht erfüllt haben. Eine Bilanz.

Samstag, 27.10.2007

Heute in den Feuilletons

"deutscher Rübengeschmack"

27.10.2007 Die NZZ erlebt einen Tsunami der Jugend im polnischen Theater. Außerdem bemerkt sie Anzeichen für eine Wiederauferstehung des amerikanischen Liberalismus. Die Welt enttarnt das Netzwerk der Kunstbewertung aus Galeristen, Händlern, Kuratoren, Kritikern und Sammlern. Die FR verliert mit Don DeLillo und seinem 9/11-Roman "Falling Man" jeden metaphysischen Trost. Die SZ beerdigt den Mythos 68. Und die FAZ meldet, dass die Franzosen auf den deutschen Rübengeschmack gekommen sind.

Die Buchmacher

Größe ist nicht alles

27.10.2007 Warum Größe im Buchhandel nicht alles ist. Wer Weltbild ausgestochen hat. Welchen Buchhandlungen es 2006 besonders schlecht ging. Und wem Neil Youngs "We?re all just pissing in the wind" als Lebensmotto am besten gefällt.

Bücherschau des Tages

Stasis und Zerfahrenheit

27.10.2007 Als Offenbarung hat die auf hohem Niveau enttäuschte NZZ den Roman "Falling Man" über den 11. September von Don DeLillo nicht erlebt, andererseits könnte DeLillos Mischung aus Stasis und Zerfahrenheit dann doch ihre Berechtigung haben. Nur einer der Atlanten, die beide von sich behaupten, das Standardwerk zum deutschen Wein zu sein, mundet der taz. Tiefrote Einblicke in Chinas Justizsystem hat sie mit Xiao Rundcrantz' Erfahrungsbericht als "Rote Staatsanwältin". Die FAZ bewundert Annette Pehnts Lakonie, mit der sie furchtbares "Mobbing" beschreibt.

Montag, 29.10.2007

Heute in den Feuilletons

"Mosebach in Bestform"

29.10.2007 Die Frankfurter Zeitungen sind mit dem Frankfurter Schriftsteller Martin Mosebach hochzufrieden. In Bestform sei er bei seiner Büchner-Preisrede gewesen, meint die FR. Die FAZ ist ergriffen von Mosebachs Auseinandersetzung mit Büchner. Auch die NZZ findet: fulminant. Die Welt meint aber, dass selbst Mosebach einige Vorteile der Moderne hätte wahrnehmen dürfen.

Bücherschau des Tages

Ist Eric Clapton vielleicht doch...?

29.10.2007 Von Ruhm, Suff und Absturz liest die begeisterte FAZ in Eric Claptons Autobiografie "Mein Leben". Gespannt folgt sie auch Susan Blackmores "Gesprächen über Bewusstsein", die sich dem Rätsel des menschlichen Denkens über alle Disziplinen annähern. Die SZ widmet sich der Preisfrage Friedrich des Großen "Nützt es dem Volke, betrogen zu werden?" Empfehlen kann sie auch die Afghanistan-Reportagen "Geliebtes, dunkles Land" von Susanne Koelbl und Olaf Ihlau.

Medienticker-Archiv

Malermeister fordert Google heraus

29.10.2007 Heute u.a.: Macht Lesen glücklich? - Zimmermann der Maler - Sausenclown und Feinschliffwitzler - Glanz und Elend des deutschen Films - Google geht gegen Linkhandel vor + Buchkritik und Kultur im Radio. Von Rüdiger Dingemann

Essay

Die Möglichkeit des Romans

29.10.2007 Am Samstag hat Martin Mosebach den Georg-Büchner-Preis erhalten. In seiner Laudatio pries Navid Kermani den Schriftsteller, der noch an den modernen Roman glaubt, an den Roman als Anmaßung. Auch wenn in seinen eignen um zwölf Uhr zu Mittag gegessen wird.

Dienstag, 30.10.2007

Magazinrundschau

Volker Gerhardt: Die Romantik beginnt 1750

30.10.2007 Der New Yorker rekapituliert die Geschichte der Universalbibliothek und entdeckt viele viele Perlentaucher. Outlook India porträtiert den ersten indisch-amerikanischen Gouverneur in der Geschichte der USA. Der Merkur erklärt, wer die Zeche für die Franc-Zone bezahlt. Die Gazeta Wyborcza erinnert an den Untergrundverlag Nowa. In Nepszabadsag denkt der Dichter Akos Szilagyi über asymmetrische Kriege nach. Der Economist erklärt den Begriff "bewaffnete Sozialarbeit". In Le Point hält Peter Sloterdijk seinen Geigerzähler an den Reaktor französischen Irrsinns. Im New Statesman fragt der Dramatiker Kwame Kwei-Armah, warum schwarze britische Schauspieler in die USA gehen müssen, wenn sie eine Karriere wollen.

Heute in den Feuilletons

"grau und einsam auf der Türschwelle"

30.10.2007 Die FAZ bringt Martin Mosebachs Büchner-Preisrede: Saint-Just. Büchner. Himmler. Die NZZ beugt sich über die Stigmata des Padre Pio. Spiegel Online bringt eine Replik auf Frank Schirrmachers Rede gegen das Internet. Die SZ schildert das schwierige Leben der zeitgenössischen Kunst im Iran. In der Welt analysiert Adam Krzeminski die Wahlen in Polen, dessen Westen wächst und wächst.

Bücherschau des Tages

Liebe und anderes Elend

30.10.2007 In der FR preist Gert Loschütz die Essays "Meine ungeschriebenen Bücher" des Universalgelehrten George Steiner, dessen Wissen für uns unverzichbar ist. Die SZ ist beeindruckt von Jakob Ullmanns Untersuchung über die Grundlagen der abendländischen Musik und die Entdeckung des Tones "Logos agraphos". Die NZZ empfiehlt Kiran Nagarkars verspätet erscheinenden Debütroman "Sieben mal sechs ist dreiundvierzig" als ebenso wütende wie witzige Abrechnung mit dem Scheitern der Liebe und anderem Elend.

Medienticker-Archiv

Schwere Vorwürfe gegen Bertelsmann Stiftung

30.10.2007 Heute u.a.: Amazon ZVAB Datenumwandlung - Rekordumsätze im E-Commerce - Anna-Amalia-Bibliothek: "Das Wasser steht jetzt nicht bis Oberkante Unterlippe, aber immer noch bis zum Hals" + Buchkritik und Kultur im Radio. Von Rüdiger Dingemann

Virtualienmarkt

Falling Books

30.10.2007 Mit der Vermarktung von Don DeLillos neuem 9/11-Roman "Falling Man" beginnt auch ein neues Kapitel in der Vermarktung von Literatur. Immer mehr Verlage hoffen, direkt auf den Kunden zu zielen und dabei den teuren und mächtigen Buchhandel zu umgehen.

Mittwoch, 31.10.2007

Heute in den Feuilletons

"intellektuell attraktivster Limonadenstand"

31.10.2007 Der NZZ hat der Anbau vom Prado gut gefallen. Der Tagesspiegel freut sich auf den White Cube in Berlin-Mitte. In der SZ schlägt die ARD dem Grimm-Preisträger Frank Schirrmacher einen Deal vor. Die FR feiert Arts & Letters Daily. Und nun das Wetter: In der taz sagt die Punkband Gallows einen verfickten Tsunami aus Hass an.

Bücherschau des Tages

Leibhaftige Dreifachbelastung

31.10.2007 Die SZ preist den mittlerweile vierten Comic-Band von Katrin de Vries und Anke Feuchtenberger um die Hure H, die diesmal als leibhaftige Dreifachbelastung auftritt und den Handschuh wirft. Die NZZ ist gefesselt von Richard Weiners Science-Fiction-Krimi "Das Miniatom-Projekt", in dem es zu Komplikationen bei der Schrumpfung der Menschheit kommt. Die FR begrüßt, dass Tomi Mäkelä mit seinen Essays "Poesie in der Luft" Jean Sibelius von Adornos bösen Verdikten befreit. Die Zeit jubiliert vor Glück und Freude über Ulrich Peltzers Roman "Teil der Lösung" (hier eine Leseprobe).

Medienticker-Archiv

Die Medienstrategie der Nato

31.10.2007 Heute u.a.: Medienerziehung: Fernseher, Computer, Playstation - Herbert von Karajan zum 100.: Dynamischer Stromlinienklang - Wolfram Schütte: Die Phantasie des Dokumentarischen - Hörspielfest im Internet und in Karlsruhe + Buchkritik und Kultur im Radio. Von Rüdiger Dingemann

Im Kino

Astreine Indoktrination

31.10.2007 Im Rahmen des durch die Republik tourenden Aktion-Mensch-Festivals "ueber morgen" gibt es unter anderem Werner Herzogs sehr seltsame Science-Fiction-Fantasie "The Wild Blue Yonder" und die US-Evangelikalen-Kinder-Indoktrinations-Doku "Jesus Camp" zu sehen. Der australische Film "Jindabyne" demonstriert, wie man Raymond Carver besser nicht verfilmt.

Bücherbrief

Kosmopolitische Kompetenz

31.10.2007 Lange dauert es nicht mehr, dann haben wir unsere Bücher der Saison bestimmt. Bis dahin wird gemobbt, begradigt, von Verrat gezwitschert und die Hässlichkeit besungen. Einen beschaulichen November mit den besten Büchern des Monats!

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