Samstag, 01.10.2005
Heute in den Feuilletons
01.10.2005 Ulrich Beck und Anthony Giddens fordern in einem Offenen Brief dazu auf, Europa als neuartiges kosmopolitisches Projekt zu begreifen. Die Welt findet: Mao war mehr als nur ein übler Charakter. In der NZZ bringt eine Beilage mit Schriftstellertexten über Musik. Die taz sucht das Geheimnis des Erfolgs von Harry Potter zu ergründen. Die FR stellt einen höchst amüsanten Fake-Ratgeber für den aufstrebenden Asiaten im westlichen Kunstsystem vor. Die FAZ findet ihre Vermutungen über den Antisemitismus Martin Walsers bestätigt.
Bücherschau des Tages
01.10.2005 Mit Kritiken zu Nicole Krauss: "Die Geschichte der Liebe" in der TAZ, Frank Goosen: "Pink Moon" in der TAZ, Cornelia Funke: "Tintenblut" in der TAZ, Matthias Micus: "Die 'Enkel' Willy Brandts" in der TAZ und : "Marken. Labels. Brands" in der TAZ.
Dienstag, 04.10.2005
Magazinrundschau
04.10.2005 Die New York Review of Books besucht die Leiterin der Abteilung für Ideologiefragen in Venezuela. Im Express erklärt Salman Rushdie, warum ihn indische linke Intellektuelle im Kaschmirkonflikt als islamistischen Sektierer beschimpfen. Holmi feiert Janos Tereys Drama "Wohnkomplex Nibelung". Der Dramatiker Tom Stoppard besuchte für den Guardian Kollegen in Weißrussland und es öffnete sich ein Abgrund zwischen Form und Inhalt. In Literaturen bekennt Michael Frayn seine Lesefaulheit. Der Economist hofft auf ein Plisch und Plum in der deutschen Politik. In Ästhetik und Kommunikation erscheint die Bonner Republik in erstaunlich mildem Licht.
Heute in den Feuilletons
04.10.2005 Die FAZ beschreibt apokalyptische Szenen an den Rändern der Festung Europa. In der Welt freut sich Hans Küng, dass er es überall auf die Titelseiten brachte, nur in der FAZ nicht. Die Berliner Zeitung staunt über die Erfolge des Berliner Artforums. Die NZZ besucht die Kunstszene von Dhaka in Bangladesch. Die taz schwärmt über Kunst aus Indonesien, Thailand und Singapur, die gerade in Berlin gezeigt wird.
Die Buchmacher
04.10.2005 In dieser Woche: Wann mit der Realisierung einer unabhänigigen digitalen Plattform für Bücher zu rechnen ist. Und warum der Potter-Hype abflaut. Von Sandra Evertz
Bücherschau des Tages
04.10.2005 Mit Kritiken zu Gert Loschütz: "Dunkle Gesellschaft" in der NZZ, Friederike Mayröcker: "Und ich schüttelte einen Liebling" in der SZ, Masha Gessen: "Esther und Rusja" in der FAZ, Jan Philipp Reemtsma: "Folter im Rechtsstaat?" in der NZZ und Tom Wolfe: "Ich bin Charlotte Simmons" in der TAZ.
Medienticker-Archiv
04.10.2005 Heute u.a.: Lesen ist gefährlich - Ermittlungen gegen Cicero weiten sich aus - Das Ende der Informationsgesellschaft - Yahoo launcht Onlinebibliothek - Drahtlos und umsonst ins Internet - Suhrkamp muß Buch veröffentlichen - Große Verdächtigungsmaschine - Er war ein Fechtmeister und ein Sänger + Österreicher sind Workaholics. Von Rüdiger Dingemann
Bücherbrief
04.10.2005 Wir präsentieren die Finalisten des Deutschen Buchpreises. Ergänzt durch unsere eigene handverlesene Auswahl der besten Bücher des Monats über umtriebige Tote und gefährliche Protokolle.
Mittwoch, 05.10.2005
Heute in den Feuilletons
05.10.2005 In der SZ kritisiert Adam Krzeminski die "Brutal-Rhetorik" in der Politik Polens. In der FAZ fürchtet der ukrainische Autor Andrij Bondar um die Errungenschaften der "orangenen Revolution". Die NZZ schildert die Wallungen um das "Schwarzbuch der Psychoanalyse" in Frankreich. In der taz bekennt sich Joachim Lottmann als letzter Schröderist. Und die FR fragt, warum der Ort der Information im Holocaust-Mahnmal ausgerechnet am 3. Oktober geschlossen war.
Bücherschau des Tages
05.10.2005 Mit Kritiken zu Guy Helminger: "Etwas fehlt immer" in der FR, Nils Havemann: "Fußball unterm Hakenkreuz" in der NZZ, Hans Boesch: "Samurai" in der FAZ, Christoph Wilhelm Aigner: "Kurze Geschichte vom ersten Verliebtsein" in der FR und Yuri Slezkine: "Paradoxe Moderne" in der FAZ.
Medienticker-Archiv
05.10.2005 Heute u.a.: Aber der Geist kommt mit - Deutschland braucht einfach mehr Rock 'n' Roll - Flimm an Jonke - Dicke Striche im Notizblock - Nur über seine Leiche - Sun und Google beschließen Zusammenarbeit - Gelb für den Bär, Rot für die Surfer + Es ist schön, mal angefasst zu werden. Von Rüdiger Dingemann
Donnerstag, 06.10.2005
Heute in den Feuilletons
06.10.2005 In der SZ freut sich Orhan Pamuk über die Eröffnung der Beitrittsverhandlungen der EU mit der Türkei. Im Standard freut sich Leon de Winter gar nicht darüber. Für die FAZ verkörpern die Türken gar das Antieuropäische schlechthin. In der Zeit erklärt Isabel Hilton, was eine gute Reportage ist. In der FR macht sich Eva Demski stark für die Rettung von Deutschlands ältester Steinbrücke. In der taz fragt Sven Regener, ob es wirklich cool ist, bei einem Lied von Bap über die "Kristallnacht" Feuerzeuge anzumachen. Die NZZ staunt über ein Balzritual von berührender Schönheit.
Bücherschau des Tages
06.10.2005 Mit Kritiken zu Kristof Magnusson: "Zuhause" in der ZEIT, Durs Grünbein: "Porzellan" in der SZ, Dolf Verroen: "Wie schön weiß ich bin" in der ZEIT, Hwang Sok-yong: "Der ferne Garten" in der NZZ und Hwang Sok-yong: "Die Geschichte des Herrn Han" in der NZZ.
Vorgeblättert
06.10.2005 "In erster Linie schreibe ich, um zu beichten. Ich meine es nicht im religiösen Sinne, nicht das Bekennen von Sünden, um göttliche Vergebung zu erlangen (....)", erklärt der koreanische Autor Yun Heunggil. Lesen Sie hier eine Geschichte aus dem Band "Der Mann, der neun Paar Schuhe hinterließ".
Medienticker-Archiv
06.10.2005 Heute u.a.: Die Zukunft des Kapitalismus - Nur die Ruhe, Sportsfreund - Krawallmacher im deutschen Wald - Musik und Sprachmagie - Europa will Bibliotheken digitalisieren - Viel Lärm um fast nichts - Tauschgeschäft: Pornographie zum Dank - Cicero-Affäre: Schily muss aussagen - Wechselseitige Umklammerung + Günter Grass: Freiheit nach Börsenmass. Von Rüdiger Dingemann
Essay
06.10.2005 Die Prospect-Liste der 100 wichtigsten Intellektuellen gibt Auskunft über die Provinzialität der wenigen bereits weltweit agierenden Medien, aber keineswegs über die Ideen der globalen Gegenwart.
Freitag, 07.10.2005
Heute in den Feuilletons
07.10.2005 Die FR klärt die Europäer auf, dass ihre gesamte Kultur aus der Türkei und einigen angrenzenden Ländern stammt. In der Welt wundert sich Zafer Senocak über das Phänomen des deutschen Selbsthasses. Die NZZ begibt sich zu den Flüssen von Babylon in der Karibik. In der taz erklärt der weißrussische Philosophieprofessor Gennadij Gruschewoj, warum er auf Guerilla-Kommunikation setzt. In der SZ versichert Ian McEwan: Ozeanische Gefühle gibt's auch ohne Religion.
Bücherschau des Tages
07.10.2005 Mit Kritiken zu : "Frauen an der Macht" in der FAZ, : "Das Literatur-Lesebuch" in der SZ, Andreas Novak: "'Salzburg hört Hitler atmen'" in der FAZ, : "Das Beste von allem" in der SZ und Amy Wallace / David Wallechinsky: "Das große Buch der Listen" in der SZ.
Medienticker-Archiv
07.10.2005 Heute u.a.: Sprechen und spielen - Kommt der iPod Video? - Irgendjemand wird das ausbaden - Ferngesteuert von Walt Disney - Zeitungsmarkt entwickelt kreative Überlebensstrategien - Die Zeitung der Zukunft: Die Flut filtern und lenken - Sober-Wurm lockt mit Klassentreffen - Strategische Kommunikation - Etwas befremdlich + Dunkle deutsche Seele. Von Rüdiger Dingemann
Samstag, 08.10.2005
Heute in den Feuilletons
08.10.2005 Per Olov Enquist erklärt in der NZZ, warum Schwedens Sozialdemokraten traditionell strikte Antikommunisten sind. Die FR vermisst Europa als Ganzes in der neuen Literatur. Die Welt reist ins leseverrückte Südkorea und besucht eine Stadt, die nur aus Verlagen besteht. In Moskau bestaunt die FAZ eine mannshohe Wodkaflaschenskulptur als Pop-Art nach russischem Verständnis. Die SZ gibt einem neuen New Deal in Amerika keine großen Chancen. Und der taz reicht es langsam mit dem neoliberalen Sermon.
Bücherschau des Tages
08.10.2005 Mit Kritiken zu Ulrike Draesner: "Spiele" in der TAZ, Ian Kershaw: "Hitlers Freunde in England" in der NZZ, Navid Kermani: "Der Schrecken Gottes" in der SZ, Marcia Angell: "Der Pharma-Bluff" in der TAZ und Werner Bergengruen: "Schriftstellerexistenz in der Diktatur" in der NZZ.
Montag, 10.10.2005
Heute in den Feuilletons
10.10.2005 Der Tagesspiegel präsentiert die beste Übersetzung von "Ottos Mops": "Fritz's bitch". In der Welt erzählt der Erfinder der "Neuen Leipziger Schule" Arno Rink, warum ihm dieses Label langsam lästig wird. Die Welt berichtet auch über den anhaltenden Streit um das "Schwarzbuch der Psychoanalyse" in Frankreich. Die SZ erklärt, warum die Araber Shakespeare so sehr lieben. Die Theaterereignisse des Wochenendes waren Michael Thalheimers Inszenierung des "Faust II" in Berlin und die Uraufführung von Botho Strauß' neuem Stück "Schändung" unter Luc Bondy in Paris.
Bücherschau des Tages
10.10.2005 Mit Kritiken zu Theodor W. Adorno: "Traumprotokolle" in der SZ, Tom Wolfe: "Ich bin Charlotte Simmons" in der SZ, Rene Girard: "Die verkannte Stimme des Realen" in der FAZ, Margaret Forster: "Ich warte darauf, dass etwas geschieht" in der FAZ und Jacques Le Goff: "Ritter, Einhorn, Troubadoure" in der FAZ.
Medienticker-Archiv
10.10.2005 Heute u.a.: Ihm ist ganz kannibalisch wohl - Die Fieberkurve einer Auszeichnung - Der Teufel in Herrn Gründgens - Denkerwucht gegen Sexsucht - Vom Aberwitz der Geschichte - Google, Washington und die NASA und Online-Newsreader - Mann in the making - Leg' das Band ein, Elfriede! + Uneinsichtig. Von Rüdiger Dingemann
Link des Tages
10.10.2005 "Für uns wurde die Folter zu einer Arbeitsmethode. Du siehst sie als eine Herausforderung und zugleich als eine unangenehme Arbeit an." Am Sonntag wird der Lettre Ulysses Award für literarische Reportage zum dritten Mal verliehen. Aus der Shortlist bringen wir vorab einen großen Auszug aus einer Reportage des peruanischen Journalisten Ricardo Uceda, der jahrelang über den brutalen Kampf seines Landes und der Guerilla-Organisation "Leuchtender Pfad" recherchierte.
Dienstag, 11.10.2005
Magazinrundschau
11.10.2005 Die Lettre veröffentlicht Auszüge aus den Reportagen der sieben Finalisten für den Lettre Ulysses Award. Der New Yorker porträtiert den Galeristen Leo König. Outlook India blickt in die Zukunft des Journalismus. In Radar erzählt die Dichterin Silvina Ocampo, warum Affen am schönsten singen. Die Gazeta Wyborcza denkt über Weißrussland und Europa nach. In Polityka erzählt Dorota Maslowska von einer Reise nach Moskau. Im du-Magazin beschreibt Sybille Lewitscharoff das Wirken Satans in der Moderne. Die Weltwoche porträtiert Abu Mussab al-Sarkawi. Das New York Times Magazine zitiert afghanische Landays.
Heute in den Feuilletons
11.10.2005 In der Berliner Zeitung stöhnt Ingo Schulze über die Entstehungsgeschichte des ersten Satzes seines neuen Romans. Die Welt erzählt vom zähen Fortleben der "Protokolle der Weisen von Zion", die vor hundert Jahren erfunden wurden. In der taz erklärt die Berliner Autorin Hatice Akyün, warum ihr Leben als Deutsche und Türkin gar nicht problematisch ist. Die NZZ besucht das Städtchen Laugharne in Wales, das 400 Einwohner, einen Hafenvogt und einen Nationaldichter hat.
Die Buchmacher
11.10.2005 In dieser Woche: Warum der Buchreport noch an einen positiven Jahresabschluss des Buchhandels, und warum Wikimedia an Wikipedia glaubt. Und wie der Börsenvereins-Vorsteher Dieter Schormann im Börsenblatt seinen Übertritt zu Thalia erklärt. Von Sandra Evertz
Bücherschau des Tages
11.10.2005 Mit Kritiken zu Thomas Lehr: "42" in der SZ, Anne Weber: "Gold im Mund" in der NZZ, Henry Roth: "Requiem für Harlem" in der NZZ, Ulrich Woelk: "Einstein on the Lake" in der SZ und Berndt Georg Thamm: "Al Qaida" in der SZ.
Medienticker-Archiv
11.10.2005 Heute u.a.: Berlin, ein Kreischen - Der Pressekodex gilt auch für Verleger - Generationswechsel bei Zweitausendeins - In 300 Jahren sind alle Informationen der Welt zugänglich - Google startet eigenen Feedreader im Testbetrieb - Blogs: Meckerecke, Gerüchteküche, Ratgeber - Auflage ist nicht alles - Manipulierte Archive passieren Virenscanner - Prunkvolles Wohnzimmer des Frankfurter Bürgertums. Von Rüdiger Dingemann
Post aus der Walachei
11.10.2005 In Rumänien meldet sich eine junge Autorengeneration zu Wort. Sie ersetzt die Metapher durch harten Realismus. Einige dieser Autoren verdienten auch das Interesse westlicher Verlage.
Mittwoch, 12.10.2005
Heute in den Feuilletons
12.10.2005 Die SZ druckt den Artikel des schwedischen Akademiemitglieds Knut Ahnlund gegen den Nobelpreis für Elfriede Jelinek nach. In Spiegel Online kommentiert Cem Özdemir den Fall des türkisch-armenischen Journalisten Hrant Dink, der angeblich die türkische Identität erniedrigte. In der taz erklärt Daniel Cohn-Bendit, wie Europa auf die Ereignisse von Ceuta und Melilla reagieren sollte, die von der Kunst - so die FAZ - längst vorausgesehen wurden. Im Tagesspiegel fordert der Mikrobiologe Alexander S. Kekule eine nationale Akademie der Wissenschaften.
Bücherschau des Tages
12.10.2005 Mit Kritiken zu Dan Diner: "Versiegelte Zeit" in der SZ, Ilse Aichinger: "Unglaubwürdige Reisen" in der NZZ, Frank Westerman: "El Negro" in der FAZ, Volker Reinhardt: "Der unheimliche Papst" in der NZZ und Ferdinand Schlingensiepen: "Dietrich Bonhoeffer 1906-1945" in der FAZ.
Medienticker-Archiv
12.10.2005 Heute u.a.: Kalte Spiele des Geistes - Blick zurück im Zorn - Der Wandel ist greifbar - Das hohe und das hohle C - Google beseitigt Sicherheitslücken - Schwieriger Start für Wiki des Handelsblatts - Firefox verliert leicht am Browsermarkt - USB: Universeller serieller Blödsinn. Von Rüdiger Dingemann
Donnerstag, 13.10.2005
Heute in den Feuilletons
13.10.2005 Ingo Schulze erklärt in der taz, wie sein dicker Roman "Neue Leben" mit seiner schmalen Autobiografie in Zusammenhang steht. Die Zeit besucht die einzige ökologisch korrekte Musterstadt rund ums Buch in Korea. Die FAZ zählt graziöse Achal-Tekkiner-Hengste, mit Schwanenhals, überlangem Leib und seidig dünnem Glitzerfell zum täglichen Bedarf russischer Milliardäre. In der SZ beschreibt der ugandische Autor Moses Isegawa , wie er selbst beinahe als Flüchtling in Ceuta oder Melilla gelandet wäre. Und in der Welt plädiert der israelische Politologe Shlomo Avineri für eine Teilung des Iraks.
Bücherschau des Tages
13.10.2005 Mit Kritiken zu Arno Geiger: "Es geht uns gut" in der SZ, Raul Zelik: "Berliner Verhältnisse" in der SZ, Joseph Duss-von Werth: "homo mediator" in der SZ, Tom Sharpe: "Puppenmord" in der SZ und Rainer Metzger: "Buchstäblichkeit" in der NZZ.
Medienticker-Archiv
13.10.2005 Heute u.a.: Mehr Glotze, mehr Internet, mehr Buch - Die Bücher-Missionarin - Best of unpublished German bookdesign - Google Purchase und eigene Stiftung - Flotter Dreier in Berlin - iGlotze: iPod spielt Videos ab - Desktopsuchmaschine wird erwachsen - Die Ente, die keine sein darf - Drückt sie jetzt den roten Knopf? - Grass: Wir werden Schröder noch einmal vermissen - Der Merkel-Faktor + Er hegt elterlichen Stolz. Von Rüdiger Dingemann
Meldungen
13.10.2005 Der Nobelpreis für Literatur 2005 geht an den englischen Dramatiker Harold Pinter.
Freitag, 14.10.2005
Heute in den Feuilletons
14.10.2005 Die FAZ gerät angesichts der Nobelpreisentscheidung für Harold Pinter in ein hoch bedenkliches Kopfnicken. Die SZ findet die Entscheidung der schwedischen Akademie erratisch, die Welt abstrus, die FR enttäuschend, die taz fast weise. Aber in der SZ bekennt Luc Bondy: "Für mich wird von Pinter mehr bleiben als von Brecht."
Bücherschau des Tages
14.10.2005 Mit Kritiken zu Anka Muhlstein: "Die Gefahren der Ehe" in der FAZ, Sönke Neitzel: "Abgehört" in der FAZ, Gerhart Hauptmann / Erhart Kästner: "Perseus-Auge Hellblau" in der SZ, Peter Sprengel: "Geschichte der deutschsprachigen Literatur 1900-1918" in der SZ und Klaus Dermutz: "Das Burgtheater 1955-2005" in der SZ.
Medienticker-Archiv
14.10.2005 Heute very pinteresk: Absurdes Theater - Da lacht der Buchhändler! - Zur Sprache, Schwätzchen - Er fühlt Musik, wenn er schreibt - Meisterdramaturg und politischer Mahner - Blick ins Bodenlose - Der eingebildet Dramatische - Gewalt ist Verlust - Briten greifen nach Berliner Zeitung + Melodisch, dreckig, gut! Von Rüdiger Dingemann
Samstag, 15.10.2005
Heute in den Feuilletons
15.10.2005 Die NZZ spricht heute wunderbar koreanisch. Die FR erklärt, warum die Türkei sich mit ihrem größten Schriftsteller, Orhan Pamuk, so schwer tut. Die Welt liest Ingo Schulzes "Neue Leben". In der SZ erzählt Navid Kermani von seinen Gesprächen mit afrikanischen Flüchtlingen in Marokko. Die Berliner Zeitung bringt ein großes Gespräch mit Cornelia Funke.
Bücherschau des Tages
15.10.2005 Mit Kritiken zu Zeruya Shalev: "Späte Familie" in der TAZ, Sabine Schiffner: "Kindbettfieber" in der TAZ, : "Fair Future" in der TAZ, Christine Schirrmacher / Ursula Spuler-Stegemann: "Die Frauen und die Scharia" in der TAZ und Angelika Overath: "Nahe Tage" in der NZZ.
Montag, 17.10.2005
Heute in den Feuilletons
17.10.2005 Bei der Berliner Zeitung wird's dramatisch. Der Chefredakteur Uwe Vorkötter wendet sich in einem "Brief an die Leser" gegen die Übernahme des Berliner Verlags durch britische Investoren. In den anderen Zeitungen wirft die Buchmesse ihre Schatten voraus: Die FAZ nennt schon mal die Romane und die Sachbücher der Saison. In der FAZ am Sonntag antworten Autoren auf ihre Kritiker. Die Welt am Sonntag bringt eine Liste der wichtigsten Personen des Literaturbetriebs. Die SZ bringt eine Reisebericht aus dem Gastland Südkorea. Und in der NZZ spricht Orhan Pamuk über Islamismus, Nationalismus und Armut.
Die Buchmacher
17.10.2005 In dieser Woche: Warum die Affäre Schormann für den Börsenverein ein Desaster ist. Und wie sich der neue "Harry Potter" verkauft. Von Sandra Evertz
Bücherschau des Tages
17.10.2005 Mit Kritiken zu Harald Welzer: "Täter" in der SZ, Martin Walser: "Leben und Schreiben" in der SZ, Wigbert Benz: "Paul Carell" in der SZ, Karin Kersten: "Die Aufgeregten" in der FAZ und Dirk van Laak: "Über alles in der Welt" in der FAZ.
Medienticker-Archiv
17.10.2005 Heute u.a.: Der Frankfurter Hofstaat - Buchstabensuppe ist kein Zaubertrank - Börsenvereins-Chef Schormann gibt auf - Zeitschriftenauflagen klettern - Ein Loch im Blatt - Fragwürdiger Journalismus - Fehler eingeräumt - Wahnsinn siegt bei Wikipedia - Springsteen könnte Boss den Job kosten - Das freundliche Gesicht der Freiheit + Langschläfer aller Länder vereinigt Euch. Von Rüdiger Dingemann
Dienstag, 18.10.2005
Magazinrundschau
18.10.2005 In der New York Review of Books bewundert Timothy Garton Ash die Bikinis der Iranerinnen. Le Monde diplomatique stellt fest, dass auch strenggläubige Iraner amerikanisches Fernsehen lieben. In Plus-Minus hofft der Philosoph Wojciech Sadurski unverdrossen auf die Vereinigten Staaten von Europa. Der Spectator hasst Blairpop von Coldplay, Franz Ferdinand und anderen Wimps. Die Weltwoche dekonstruiert Giorgio Agamben. Die London Review of Books liest bei Andrew Bacevich, dass die Amerikaner ihr Militär lieben, ihm aber nicht dienen wollen. In Le Point wünscht Mario Vargas Llosa den Franzosen einen eigenen Tony Blair.
Heute in den Feuilletons
18.10.2005 In der FAZ konstatiert Ian McEwan: "Wenn Frauen nicht mehr lesen, ist der Roman tot." Die Welt erzählt, wie die Stasi Ex-Nazis erpresste, um missliebige DDR-Bürger auszuspionieren. Die SZ bricht eine Lanze für das "wichtigste Ost-West-Laboratorium der Republik", die Berliner Zeitung. Die FR weiß, dass der Suhrkamp Verlag einen Verlag der Weltreligionen und eine edition unseld plant. Die taz hört Hard-Gore mit Ginger Ale.
Bücherschau des Tages
18.10.2005 Mit Kritiken zu Nick Hornby: "A Long Way Down" in der NZZ, Marion Poschmann: "Schwarzweißroman" in der SZ, Anka Muhlstein: "Die Gefahren der Ehe" in der FR, Walter Kappacher: "Selina oder Das andere Leben" in der NZZ und Ute Schneider: "Der unsichtbare Zweite" in der SZ.
Medienticker-Archiv
18.10.2005 Heute u.a.: Überraschung beim Deutschen Buchpreis - Der Kampf um die Bücher - Bücher werden billiger - Der Feind in meinem PC - Feldherr der Finsternis - Informantenschutz über alles - Reinhardt-Schule des Journalismus - Mehr PR-Agenten als Journalisten - Zeitungsbranche sucht Online-Wege - Nachkarten nach Literatur-Nobelpreis + Unterwegs im Auftrag des Herrn. Von Rüdiger Dingemann
Mittwoch, 19.10.2005
Heute in den Feuilletons
19.10.2005 Im Tagesspiegel erzählt der koreanische Schriftsteller Kim Young Ha, wie Jimmy Carter in Korea eine westliche Toilette bekam. Die FR versucht vergeblich, im Internet eine Bahnfahrkarte für Frankreich und Deutschland zu kaufen. Die taz träumt von talentierten deutschen Autoren, die sich nicht zu fein sind für das Fernsehen zu schreiben. Die Welt träumt von talentierten britischen Regisseuren, die "Effi Briest" verfilmen. In der SZ erinnert sich der irakische Schriftsteller Najem Wali an seinen Folterer, dem jetzt der Prozess gemacht wird.
Bücherschau des Tages
19.10.2005 Mit Kritiken zu Hwang Sok-yong: "Der ferne Garten" in der SZ, Werner Dahlheim: "Julius Caesar" in der NZZ, Jon Halliday / Jung Chang: "Mao" in der FR, Nils Havemann: "Fußball unterm Hakenkreuz" in der FAZ und Eric Frey: "Das Hitler-Syndrom" in der FR.
Medienticker-Archiv
19.10.2005 Heute u.a.: Literarische Schattenspiele - Verrissen, verschmäht, verramscht - Literatur braucht keinen roten Teppich - Auftakt: Frankfurter Buchmesse - Spiegel plant Einstieg ins Buchgeschäft - Der Spiele-Inquisitor läuft Amok - Der Schwarm - In ständiger Angst vor einem neuen Hitler? + Wikipedia-Gründer über Qualität entsetzt. Von Rüdiger Dingemann
Donnerstag, 20.10.2005
Heute in den Feuilletons
20.10.2005 In der Zeit fordert Salman Rushdie die Europäer auf, Orhan Pamuk zu verteidigen. Die FAZ lehnt ab und kritisiert statt dessen Pamuks "schnelle Schlauheit". In der Welt spricht Orhan Pamuk selbst - über das schwierige Verhältnis der Türkei zu ihren Intellektuellen. In der Berliner Zeitung erzählt Markus Wolf, wie er die Freunde seines Bruders Konrad vor der Stasi beschützte. In der SZ warnt Mike Davis vor einer Grippe-Apokalypse in Europa. Frankfurt ist eine Hysterie, ruft atemlos die NZZ.
Bücherschau des Tages
20.10.2005 Mit Kritiken zu Ljubko Deresch: "Kult" in der NZZ, Anka Muhlstein: "Die Gefahren der Ehe" in der SZ, Inka Parei: "Was Dunkelheit war" in der SZ, Leonardo Padura: "Das Meer der Illusionen" in der ZEIT und Georgina Hammick: "Fluchtwege" in der NZZ.
Medienticker-Archiv
20.10.2005 Heute u.a.: Zeitung a la carte - Bibi Blocksberg und Benjamin Blümchen vermitteln Anarchie-Ideal - Blauer Berg trifft weiße Wolke - Wer gute Bücher klaut, wird freigesprochen - Gesund durch Blättern - Google Print startet in Europa - Wachstum im Buchhandel schwächt sich ab - Das Eigene mit dem Fremden verweben + Die Sehgurke. Von Rüdiger Dingemann
Freitag, 21.10.2005
Heute in den Feuilletons
21.10.2005 In der FAZ bemüht sich Botho Strauß, den Grünen und der Union doch noch eine Zweckehe schmackhaft zu machen. Diedrich Diederichsen diagnostiziert in der SZ bei einigen schwarz-gelben Kollegen den Juckreiz einer normativen Zeitgenossenschaft. Beim Anblick der Szenen von Ceuta und Melilla kommt beim senegalesischen Schriftsteller Boubacar Boris Diop in der NZZ dumpfe Wut auf. In der FR rechnet Alexander Schnackenburg vor, dass das mit 4,7 Millionen Euro verschuldete Theater Bremen vielleicht doch schuldenfrei ist. Der französische Philosoph Camille de Toledo bekommt in der globalisierten Welt keine Luft mehr, wie er in der taz bekennt.
Bücherschau des Tages
21.10.2005 Mit Kritiken zu Cees Nooteboom: "Paradies verloren" in der SZ, Dagmar Herzog: "Die Politisierung der Lust" in der FAZ, Susanne Fröhlich: "Familienpackung" in der SZ, Rolf Aurich / Wolfgang Jacobsen: "Der Sonnensucher Konrad Wolf" in der NZZ und Edo Reents: "Neil Young" in der SZ.
Medienticker-Archiv
21.10.2005 Heute u.a.: Resignation auf der Buchmesse - Digitale Bücher im Vormarsch - Ringelnatz auf Rum: Poesie und Promille - Google wächst weiter - Verleger gegen Google - Online-Buchhandel legt um 10 Prozent zu - Hören statt lesen - Literatur für die Ohren - Lexikon in der Hosentasche + Fahrt gegen die Nebelwand. Von Rüdiger Dingemann
Samstag, 22.10.2005
Heute in den Feuilletons
22.10.2005 In der Welt stellt Wolfgang Sofsky klar: Zwischen Freiheit und Demokratie besteht kein notwendiger Zusammenhang. Bei Spiegel Online erklärt Dan Diner, warum die arabische Welt Pluralismus mehr braucht als Demokratie. Die FAZ ist sehr stolz auf "unseren Mann in Beirut", den Staatsanwalt Detlev Mehlis. Die taz verteidigt Orhan Pamuk gegen seine Ankläger in Frankfurter Redaktionsstuben. Die FR fürchtet, dass unter einer Großen Koalition die die Kultur am Katzentisch platziert werden könnte. Die SZ prüft die Wirkung kultureller Schutzimpfungen in Dänemark.
Bücherschau des Tages
22.10.2005 Mit Kritiken zu Zsuzsa Bank: "Heißester Sommer" in der TAZ, Franzobel: "Das Fest der Steine" in der TAZ, Arnd Hoffmann: "Zufall und Kontingenz in der Geschichtstheorie" in der NZZ und Adalbert Stifter: "Adalbert Stifter: Sämtliche Erzählungen" in der SZ.
Montag, 24.10.2005
Heute in den Feuilletons
24.10.2005 Orhan Pamuks Friedenspreisrede erregt Aufsehen. Pamuk kritisiert eine europäische Türkenfeindlichkeit, die wiederum den türkischen Nationalismus schüre. Die FAZ wirft Pamuk einen allzu markierten Patriotismus vor. Die Welt kritisiert, dass Pamuk vom Mord an den "osmanischen Armeniern" spricht. Alles Unfug, meint die FR dazu. Die NZZ kritisiert dagegen deutsche Literaturstudenten, die nicht mal wissen, wer Pamuk überhaupt ist.
Die Buchmacher
24.10.2005 In dieser Woche: Was Dieter Schormann über seinen Rücktritt als Vorsteher des Börsenvereins sagt. Und was die Sondereditionen der Zeitungen für den Buchhandel bedeuten. Von Sandra Evertz
Bücherschau des Tages
24.10.2005 Mit Kritiken zu Richard von Schirach: "Der Schatten meines Vaters" in der SZ, Masha Gessen: "Esther und Rusja" in der SZ, Hans Belting: "Das echte Bild" in der SZ, Thomas Brechenmacher: "Der Vatikan und die Juden" in der SZ und Martin Kemp: "Leonardo" in der FAZ.
Dienstag, 25.10.2005
Magazinrundschau
25.10.2005 Prospect beklagt den Niedergang der Theaterkritik. In Reportajes lobt Mario Vargas Llosa die Spendierhosen im bankrotten Berlin. Im Espresso erklärt Umberto Eco den Unterschied zwischen Bullshit und Stuss. Der New Yorker porträtiert den Architekten Santiago Calatrava. In Plus-Minus erzählt Adam Zagajewski, wie es sich als Dichter in Paris lebte. Im Guardian fürchtet der Dramatiker Dave Edgar die Folgen des Rufs "Feuer!" Al-Ahram hofft, dass der Nobelpreis für Harold Pinter ägyptischen Intellektuellen Mut macht. Der Spectator betrachtet die Todeszuckungen Russlands. Nichts als Psychosen und Perversionen im Theater, klagt Regis Debray in Le Point.
Heute in den Feuilletons
25.10.2005 Im Interview mit der taz spricht Tilman Fichter über den Antisemitismus der 68er und die Umtriebe des Berliner Verfassungsschutzes, der den Terror nach Kräften förderte. In der FR erklärt Thomas Ostermeier, warum Ibsen zum Verständnis der Gegenwart besser geeignet sei als Tschechow. Der Tagesspiegel gibt einen Abriss der deutschen Denkmalschutzdebatte. In der Welt spricht Pawel Huelle über die Wahl Lech Kaczynskis zum polnischen Präsidenten. Und: der Berliner Verlag ist verkauft, meldet die FAZ.Net.
Bücherschau des Tages
25.10.2005 Mit Kritiken zu Rainer Merkel: "Das Gefühl am Morgen" in der SZ, Gerhard Roth: "Das Labyrinth" in der SZ, Matthias Göritz: "Der kurze Traum des Jakob Voss" in der NZZ, Klaus Garber: "Zum Bilde Richard Alewyns" in der FAZ und Michael Kittner: "Arbeitskampf" in der SZ.
Medienticker-Archiv
25.10.2005 Heute u.a.: Trotz aller Proteste: Berliner Verlag wird verkauft - Büchermäßig nicht so lesetechnisch unterwegs - Verleger planen Internet-Buchsuche - Onlinehandel gewinnt weiter Marktanteile - Surfen als Gemeinschaftserlebnis - Wem gehört das Internet - Voice over troubled IPs - Wer so eine Schwester hat, braucht keinen Journalisten mehr + Langeweile bestimmt nicht. Von Rüdiger Dingemann
Mittwoch, 26.10.2005
Heute in den Feuilletons
26.10.2005 Der Verkauf des Berliner Verlags an ein Konsortium unter dem Briten David Montgomery sorgt nach wie vor für Heulen und Zähneklappern in der Medienwelt. In der Berliner Zeitung selbst verspricht Montgomery, nicht auf schnelle Gewinne aus zu sein. In der SZ warnt Stefan von Holtzbrinck vor den internationalen Auswirkungen der "H-Debatte". In der FAZ verspricht Gerd Schulte-Hillen, aus der Berliner Zeitung etwas Besonderes zu machen. Außerdem beschäftigen sich die NZZ mit dem Antisemitismus der Linken, die SZ mit dem Antisemitismus der Iraner und die FAZ mit 9.000 brennenden Polizeiwagen sowie weiteren Details der europäischen Apokalypse.
Bücherschau des Tages
26.10.2005 Mit Kritiken zu Ingo Schulze: "Neue Leben" in der NZZ, Dagmar Herzog: "Die Politisierung der Lust" in der FR, Alberto Mendez: "Die blinden Sonnenblumen" in der FR, Nina Lugowskaja: "Ich will leben" in der NZZ und Frank Goosen: "Pink Moon" in der FR.
Medienticker-Archiv
26.10.2005 Heute u.a.: Ach du Heuschreck! Die Stadt der Lesemüden nach dem Motto: Alles muss raus - Bücher sind der Online-Renner - Drei Kulturstaatsminister sind genug - Arbeit an jedem Buchstaben - Von Nartum nach Berlin - Verlage klagen gegen Google-Bibliothek - PEN greift Google an + Nur ein Viertel liest gar keine Bücher. Von Rüdiger Dingemann
Post aus Neapel
26.10.2005 Ob es um Abtreibung geht, homosexuelle Coppie di fatto, alleinerziehende Mütter oder künstliche Befruchtung - in Italien mischt die katholische Kirche mit, als säße sie auf der Regierungsbank. Da kneift sogar die Linke.
Donnerstag, 27.10.2005
Heute in den Feuilletons
27.10.2005 In der Zeit erklärt Klaus Berger, Professor für evangelische Theologie, warum er immer katholisch war. Die FAZ hält das für einen einzigartigen Fall gelebter Ökumene. In der FR erklärt Kurt Scheel, warum er aus seiner deutschen Mördergrube kein europäisches Herz mehr machen kann. Die SZ fürchtet, das neue Konzerthaus in Hamburg könnte die Kunst in den Ruin treiben.
Bücherschau des Tages
27.10.2005 Mit Kritiken zu Harald Welzer: "Täter" in der ZEIT, Andre Glucksmann: "Hass" in der SZ, Navid Kermani: "Der Schrecken Gottes" in der ZEIT, Irene Dische: "Großmama packt aus" in der ZEIT und Daniel Kehlmann: "Wo ist Carlos Montufar?" in der ZEIT.
Medienticker-Archiv
27.10.2005 Heute u.a.: Gates sagt Boom für Online-Zeitungen voraus - Lieber Satire als Nachrichten - Klagen ist Silber, reden ist Gold: Medientage in München - Jetzt will auch Microsoft Bücher digitalisieren - Amazon hat Durchhänger - Zeitungsverleger wollen mehr Beteiligung an regionalem Rundfunk - Die Mannschaft gibt Montgomery Kredit oder Karriere als Taxifahrer + Fix und Foxi vollfettkrass. Von Rüdiger Dingemann
Freitag, 28.10.2005
Heute in den Feuilletons
28.10.2005 In der SZ erzählt Sonja Margolina, wie Michail Chodorkowskij versehentlich das Geheimnis des Kremls aufdeckte. Die NZZ erzählt, wie der Schriftsteller Francois Weyergans Verleger, Finanzamt, Wohnungssorgen, Mätressen und eine liebende Ehegattin befriedigt. In der taz erklärt der Architekturtheoretiker Georg Franck, was mentaler Kapitalismus ist. Die Welt feiert Thomas Ostermeiers "Hedda"-Inszenierung als tollen Thriller. In der FR wünscht sich Christina Weiss einen Bundeskulturminister.
Bücherschau des Tages
28.10.2005 Mit Kritiken zu Peter Carey: "Wrong about Japan" in der FAZ, Wolfgang Pehnt: "Deutsche Architektur seit 1900" in der SZ, Lucian Hölscher: "Geschichte der protestantischen Frömmigkeit in Deutschland" in der FAZ, Lutz Seiler: "Die Anrufung" in der SZ und Horst Haider Munske: "Lob der Rechtschreibung" in der FAZ.
Medienticker-Archiv
28.10.2005 Heute u.a.: Goethe launscht - Holtzbrinck-Manager: "Das ist eine traurige Woche" - Mit bangem Blick nach vorn - Meinungsmacht bei Google problematisch - Auch Groß- und Kleinschreibung auf dem Prüfstand - Ich gehöre diesem Bleistift + Ich glaub', es hakt! Von Rüdiger Dingemann
Samstag, 29.10.2005
Heute in den Feuilletons
29.10.2005 Heute beobachten wir das muntere Kreisen des Betriebs um sich selbst: In der taz beschreibt Christian Kortmann, wie das Mittelmaß an der Spitze das Talent an der Basis in die Emigration treibt. In der Welt anworten Frank Schirrmacher und Mathias Döpfner mit einer Analyse der eigenen Rolle im Kulturbetrieb. Die NZZ erklärt, warum Martin Walser gegen Marcel Reich-Ranicki klagt.
Bücherschau des Tages
29.10.2005 Mit Kritiken zu Kristof Magnusson: "Zuhause" in der TAZ, Detlef Bald: "Die Bundeswehr" in der TAZ, Manfred Messerschmidt: "Die Wehrmachtjustiz 1933-1945" in der TAZ, Franz-Xaver Kaufmann: "Schrumpfende Gesellschaft" in der NZZ und William Butler Yeats: "William Butler Yeats: Die Gedichte" in der SZ.
Montag, 31.10.2005
Heute in den Feuilletons
31.10.2005 Die FAZ stellt sich auf die nördliche Freitreppe des künftigen Berliner Hauptbahnhofs und erblickt das Nichts. In der taz unterhält sich Gabriele Goettle mit der Berliner Buchhändlerin Bettina Wassmann über die großen sechziger Jahre in Berlin. Die Welt verteidigt den katholischen evangelischen Theologen Klaus Berger gegen die Zeit. Der Tagesspiegel empfiehlt die Berliner Philharmoniker grundsätzlich als jung und innovativ.
Die Buchmacher
31.10.2005 In dieser Woche: Warum der Deutsche Buchpreis Zug in manche Gespräche bringt. Und warum die großen Buchhandelsketten immer weiter expandieren und sogar noch neue hinzukommen. Von Sandra Evertz
Bücherschau des Tages
31.10.2005 Mit Kritiken zu Reinhard Jirgl: "Abtrünnig" in der FAZ, Ian Kershaw: "Hitlers Freunde in England" in der SZ, Gabriel Garcia Marquez: "Cartagena und Barranquilla" in der SZ, Selim Özdogan: "Die Tochter des Schmieds" in der FAZ und Rudolf-Josef Fischer: "Genuszuordnung" in der FAZ.
Medienticker-Archiv
31.10.2005 Heute u.a.: Setz dein Ich in Gänsefüßchen - Rechtschreibreform: Die E-sel müssen weg! - Aus dem Bücherzoo - Walser droht Reich-Ranicki - Die Bücherpreise bleiben unten - Microsoft kämpft an Halloween gegen untote Computer - Schwitzkasten Deutschland - Elf Personen suchen keinen Autor - Mehr Mut zur Meinung - Angela Merkel ist urkomisch + Disney-Cartoons aus der Eiszeit. Von Rüdiger Dingemann