Perlentaucher - Online Kulturmagazin mit Presseschau, Rezensionen, Feuilleton

zuletzt aktualisiert 10.02.2026, 15.41 Uhr
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  • Perlentaucher-Debatte Literaturkritik im Netz: Angestoßen von Wolfram Schütte. Mit Beiträgen von Sieglinde Geisel, Jan Dress und anderen
  • Daniele Dell'Agli: Aufruhr im Zwischenreich: Plädoyer für eine Befreiung des Themas Sterbehilfe aus dem Griff der Politik und mit ihr paktierender Verbandseliten
  • Monotheismus-Debatte im Perlentaucher: Angestoßen von Jan Assmann. Mit Beiträgen von Klaus Müller, Peter Sloterdijk und anderen
  • Die Beschneidungsdebatte: im Perlentaucher und in anderen Medien
  • Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
  • Der dänische Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
  • Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
  • Der 11.September: Eine Presseschau
  • Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Perlentaucher-Autoren
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Perlentaucher-Fakten

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Bücher
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Buchautoren

Perlentaucher Archiv

Sortiert nach Datum | Rubriken

Samstag, 02.01.2010

Heute in den Feuilletons

Allein machen sie dich ein

02.01.2010 Der dänische Karikaturist Kurt Westergaard ist nur knapp einem Mordanschlag entkommen, meldet der Tagesspiegel. In der Welt überlegt Ulla Unseld-Berkewicz, wo man heute als Qualitätsverlag vorne steht. In der FAZ überlegt Geert Lovink, wo man heute im Internet vorne steht. Die SZ portätiert den palästinensischen Wanderer Raja Shehadeh. In der FR demonstriert Ulrich Beck wie man etwas und dann sein Gegenteil behaupten und am Ende trotzdem Recht behalten kann. Der Perlentaucher wünscht seinen Lesern ein frohes und gesundes Neues Jahr!

Bücherschau des Tages

Sprechen und anderweitige Lautproduktion

02.01.2010 Der Sprache den Sinn und Michael Lentz in der FAZ fast die Sprache verschlägt Carlfriedrich Claus in den "Basalen Sprech-Operationsräumen", die jetzt als Hörbuch vorliegen. Die SZ möchte mit Paul Kirchhof Steuern zahlen und wissen warum. Die taz amüsiert sich mit dem  neuen Roman von Helmut Krausser, den sie sich verfilmt vorstellt. Die FR empfiehlt Viola Roggenkamps Roman "Die Frau im Turm".

Montag, 04.01.2010

Heute in den Feuilletons

Eine Art Mauseloch der Angst

04.01.2010 Die Karikatur Kurt Westergaards ist so plump, dass sie die Verteidigung nicht lohnt, meint die SZ. Anders sieht es Henryk Broder in Spiegel Online: Bei Rushdie gab es noch einige Verteidiger, heute obsiegt die Kapitulation. Wolfgang Benz zieht in der SZ außerdem eine Parallele zwischen Islamkritik und Antisemitismus. Alle Zeitungen erinnern an Albert Camus, der vor fünfzig Jahren gestorben ist: "Es sind die Einzelnen, denen die Gesellschaften zu danken haben. Nicht umgekehrt", lernt  Arno Widmann in der FR von Camus.

Bücherschau des Tages

Mit zarter Metzgerhand

04.01.2010 Ein bizarres Dreieck aus Tanz, Revolution und Todessehnsucht hat die SZ in den Erinnerungen der amerikanischen Autorin Alma Guillermoprieto "Havanna im Spiegel" erlebt. Außerdem lernt sie von Wolfram Weimer, dass Bürgerlichkeit keine Frage der Terrasse, sondern der Haltung ist. Bewegt und begeistert liest die FAZ Claus Stephanis siebenbürgischen Roman "Blumenkind". Die FR bestaunt Eva Menasses Filetierkunst.

Vorgeblättert

Kristof Magnusson: Das war ich nicht

04.01.2010 Der zweite Roman von Kristof Magnusson ist so vergnüglich zu lesen wie sein erster. "Das war ich nicht" erzählt von einem jungen Banker, einem ausgebrannten Schriftsteller und einer ehrgeizigen Übersetzerin, deren Wege sich kreuzen. Hier eine Leseprobe.

Medienticker-Archiv

Essayistisches Schaulaufen

04.01.2010 Über die Grundbegriffe der europäischen Geistesgeschichte: Schönheit, Wahrheit, Gerechtigkeit, Freiheit, Glück ... - Im Mahlwerk des Regimes: Amir Hassan Cheheltans "Teheran. Revolutionsstraße" - Die Kraft der Worte: Robert Littells "Das Stalin-Epigramm" - Wiederentdeckte Weltliteratur: Leonid Dobyčins "Die Stadt N." - Die Torpedierung der Athenia: Klaus-Jürgen Bremms "Drei Tage im September.

Dienstag, 05.01.2010

Magazinrundschau

Ihr Gewicht war das ideale Gewicht

05.01.2010 In der New York Review of Books fragt Wyatt Mason die Pleiade, warum er nicht den ganzen - und eben auch den antisemitischen - Celine lesen darf. In Tygodnik Powszechny denkt der Soziologe Marek Kucia darüber nach, wie man Auschwitz als Erinnerungsort erhalten kann. In Slate stellt John Maxwell Hamilton die interessantesten Auslandskorrespondenten seit Benjamin Franklin vor. Im Express erinnert Philippe Gavi daran, dass der Prophet Mohammed kein verrückter Killer war. In NZZ Folio wundert sich eine Kalifornierin über die Reinkarnation eines Fabrikarbeiters. Die jüngere Autorengeneration mag nur noch Kuschelsex, klagt die New York Times und ruft nach Philip Roth.

Heute in den Feuilletons

Die kochen mit Bouillon

05.01.2010 Die Diskussion um den Mordanschlag an Kurt Westergaard geht weiter. Der Tagesspiegel kritisiert die SZ, welche Westergaards Zeichnung wegen mangelnder Qualität für nicht verteidigenswert befand.  Der Zeichner war selbst schuld, denn er ist mindestens so verblendet wie sein Attentäter, meint die Südwestpresse. Die Dänen sind eben ein Volk ohne Religion, findet Nancy Graham Holm im Guardian. In Telepolis wird mitgeteilt, welche Autorenrechte in diesem Jahr gemeinfrei wurden: unter anderem die von Sigmund Freud und Joseph Roth. Die NZZ fürchtet ein städtebauliches Desaster am Ground Zero. 

Bücherschau des Tages

Sprachmasken und Sprachfratzen

05.01.2010 Höchst spannend findet die SZ Kurt Kreilers Biografie des Edward de Vere, Earl of Oxford, der angeblich der Autor von Shakespeares Werken war. Als einen der besten deutschsprachigen Nachkriegsromane feiert die NZZ Ulrich Bechers wiederaufgelegte "Murmeljagd". Die taz findet das "Kapital" sogar als Hörbuch große Klasse. Und die FR bewundert Walt Whitmanns Gedichtband "Grasblätter" in Jürgen Brocans Neuübersetzung.

Medienticker-Archiv

Der Bibliotheksphantast

05.01.2010 Umberto Eco auf neuen Wegen - Erst denken, dann bloggen: Ein Sprach-Videoblog von Wolf Schneider - Die Kommentarwut des Jung-Verlegers: Wie Konstantin Neven DuMont ein Medienblog "aufmischt" - Einigung im Dumpinglohn-Streit bei Zeitungen: Verleger billigen Regelhonorare für Freie - Bildhauer Georg Kolbe: Wilde Welten in der Einsiedler-Klause - Maurizio Pollini: "Pianisten sind privilegiert".

Redaktionsblog - Im Ententeich

Scholl-Latour: Kristina Köhler ist ein Skandal

05.01.2010 Peter Scholl-Latour war immer schon berühmt als Experte für alles und für tiefen Einblicke in die Seelen der Völker. Hier ein weiterer Beweise für das Ausmaß seiner Völkerverständigung, ein FAZ-Interview, das wir (dank Cora Stephan) erst jetzt entdecken:

Mittwoch, 06.01.2010

Heute in den Feuilletons

Dreißig Jahre aufgestaute Frustration

06.01.2010 In der FR kritisiert die iranische Publizistin Haideh Daragahi die westlichen Medien für ihre Fixierung auf die Machtfiguren im Land. Die Welt erzählt, wie chinesische Internetsurfer plötzlich Zugang zum gesamten Netz hatten - vermutlich wegen Wartunsarbeiten an der Großen Firewall. Ilja Braun kritisiert im Perlentaucher die neue "Vergütungsregel" für freie Journalisten: Haben sich die Gewerkschaften die Festschreibung kümmerlicher Zeilensätze durch eine Zustimmung zur Forderung nach Leistungschutzrechten abkaufen lassen.? Carta sieht die "Vergütungsregel" als Augenwischerei.

Bücherschau des Tages

Multizellengewitter

06.01.2010 Bewegt verfolgt die FR, wie sich Jean Echenoz in "Laufen" an die Fersen von Tschechiens Langstreckenlegende Emil Zatopek heftet. Die FAZ ist hingerissen von Victor Lodatos "Mathilda Savitch". FR und FAZ können Wolfgang Martynkewiczs Buch über den "Salon Deutschland" empfehlen. Die NZZ liest mit Interesse Julius Schoeps' Familiengeschichte "Das Erbe der Mendelssohns".

Bücherbrief

Unermessliche Weidegründe

06.01.2010 Reportagen, wie man sie in Deutschland kaum findet - wer würde hier schon sachlich beschreiben, wie man am Nil ein Krokodil fängt; Geschichten um große Geschäftemacher und kleine Kriminelle in der Ukraine; stille Beharrungskraft, die Stalin zur Weißglut brachte; eine superselbstbewusste Unterweisung in lyrischer Demokratie; Eiternessel für miese Kollegen, und Beethoven auf differenziertestem Niveau - die Bücher des Monats Dezember.

Medienticker-Archiv

Orte des Hörens

06.01.2010 Heute vor 140 Jahren wurde der der Wiener Musikvereinssaal eröffnet - Hummer Holocaust: David Foster Wallaces Essay "Am Beispiel des Hummers" an der Berliner Volksbühne - Herman Melvilles "Billy Budd": Das unbegreifliche und unabwendbare Böse - Neue Taschenbücher: Die schönen hässlichen Deutschen - "Godfather" des US-Comics Will Eisner: Vertrag mit Gott + Martin Walser: "Ich werde nie älter sein als dreiundsechzig".

Essay

Zementierung der Misere

06.01.2010 Die Journalistengewerkschaften haben sich überraschend mit Zeitungsverlegern auf eine "Vergütungsregel" für freie Journalisten geeinigt. Lassen sich djv und Ver.di die Absicherung kümmerlicher Honorare mit ihrer Zustimmung zu den Forderungen der Verleger nach Leistungsschutzrechten abkaufen?

Im Kino

Echts

06.01.2010 In ihrem umwerfenden SciFi-Videospiel-Actioner "Gamer" zeigen Mark Neveldine und Brian Taylor etwas wie Live-Bilder aus der Höhle des Löwen der zeitgenössischen Unterhaltungsindustrie. Als Mann von gestern erweist sich dagegen Terry Gilliam mit seiner aufwendigen Fantasieapparatur "Das Kabinett des Dr. Parnassus", in der Heath Ledger seinen letzten Auftritt hat.

Donnerstag, 07.01.2010

Heute in den Feuilletons

Ist er plötzlich Johnny Depp

07.01.2010 Es ist schon bitter, wie sich deutsche Medien, wenn's um Meinungsfreiheit geht winden, klagt Necla Kelek gegenüber dpa. In seinem SZ-Blog versucht Andrian Kreye zu erklären, was er eigentlich über die Meinungsfreiheit sagen wollte. Die Freischreiber fragen, warum die Journalistengewerkschaften jetzt eigentlich die Total-Buyout-Verträge der Verlage akzeptieren. Die FR kompiliert einen Text Roberto Savianos über die 'Ndrangheta.In der Zeit plädiert Andreas Maier für die Entbreloerisierung Thomas Manns.

Bücherschau des Tages

Seelische Wahrheit

07.01.2010 Furchtlos setzt sich die NZZ der niederschmetternden Tristesse in Alais neuem Tibet-Toman "Ferne Quellen" aus. In Dan Lungus Roman "Die rote Babuschka" begegnet sie dann dem recht grässlichen Exemplar einer rumänischen Mitläuferin. Die FAZ liest fasziniert Assja Djebars Erinnerungen an ihre Jugend "Nirgendwo im Haus meines Vaters". Die SZ liest ein avantgardistisches Manifest des Schweizer rebell.tv: "Die Form der Unruhe". Und die Zeit stellt Thomas Heckens Geschichte des Pop vor.

Medienticker-Archiv

Kommunikationswandel

07.01.2010 Die vier Subsysteme des Medienapparats - Doktor Trash: Reality-Fernsehen im Brennpunkt - e.clips: Entertainment-Kanal droht das Aus - Wikileaks: Wer zahlt für Hacker? - Apps: Spiegel-Start auf dem iPhone steht kurz bevor - e-Reader: Angriff auf dem Bildungsmarkt - Katz: Annäherung ans digitale Publizieren - Deutscher Hörbuchpreis 2010: Die Nominierungen + Sex, Action, Geist und Seele? Ernst-Wilhelm Händlers "Welt aus Glas".

Freitag, 08.01.2010

Heute in den Feuilletons

Mein Denken scheint mir flüssiger geworden

08.01.2010 Auf der Website von Prospect und in Blogs wird heftig über den Nutzen sozialer Medien für die Demokratiebewegung im Iran debattiert. In Carta fordern die Medienökonomen Hanno Beck und Andrea Beyer, dass die Rundfunkgebühren nicht mehr in die Anstalten, sondern in einen Rundfunkfonds gesteckt werden, der per Ausschreibung über den besten Anbieter entscheidet. Die FAZ übersetzt einige Artikel zur Edge-Frage des Jahres: Wie hat das Internet Ihr Denken verändert? Das Provokante an Kurt Westergaards Karikatur ist ihre Wahrhaftigkeit, meint Daniele Dell'Agli in der Welt. Die NZZ widmet sich der Geschichte des Falsett-Gesangs in der Popmusik.

Bücherschau des Tages

Ultimative Verdichtungsstufe

08.01.2010 Die FAZ erlebt mit Alexander Kluges "Labyrinth der zärtlichen Kraft", wie sich ein Intellektueller in einen Poeten zurückverwandelt. Als Kabinettstücke engagierter Literatur empfiehlt die SZ Marko Martins Erzählungen aus aller Herren Länder "Schlafende Hunde". Außerdem hat sie sich durch die nächsten 4000 Seiten der Marx-Engels-Gesamtausgabe gearbeitet. Die FR liest zumindest eine von zweitausend möglichen Versionen von Nanni Balestrinis "Tristano".

Medienticker-Archiv

Blättern Sie noch ...

08.01.2010 ... oder lesen Sie schon? Die CES 2010 - Kommunikation im Web 2.0: Die Angst der Unternehmen vor Blogs - Guter Hacker, böser Hacker: Digital-Desperados oder Freunde der IT-Industrie? - Google-Steuer: Frankreich prüft, hierzulande chancenlos - Literatur & Verbrechen, Wirklichkeit & Wahnwitz: Wolfram Schütte über Roberto Bolano - Musikalisches Literarisieren: Die Edition Elke Heidenreich - Von DAUs und DEPs oder Bin ich zu blöd?

Samstag, 09.01.2010

Heute in den Feuilletons

Ein honoriger Skriptgeber

09.01.2010 In der Welt stellt Stefan Chwin klar, dass Polen nicht im Westen ankommen muss, der Westen muss Polens Dazugehörigkeit nur endlich realisieren. Die taz recherchiert in eigener Sache, wie ihr die Stasi mit Hilfe von Stefan Heym die Theorie unterjubelte, das Aids-Virus sei in amerikanischen Labors erfunden worden. Die SZ beobachtet Auswüchse in der Debatte um die nationale Identität in Frankreich. Für die NZZ verstößt jeder Nackt-Scanner gegen die Persönlichkeitsrechte. Und die Berliner Zeitung macht Bekanntschaft mit Skinny Bitches.

Bücherschau des Tages

Zuckersüß

09.01.2010 Die FAZ lacht über die Findigkeit, mit der Kristof Magnusson in seinem Roman "Das war ich nicht" (Leseprobe) das Schicksal eines Börsenspekultanten, eines Bestsellerautors und einer Übersetzerin zu einer flotten Boulevardkomödie verwebt. Die SZ erliegt dem größten Metaphysiker unter den deutschen Krimiautoren, Friedrich Ani. Die taz sieht mit großen Augen, wie in dem Comic "Jenseits" niedliche Mädchen verwesen und Dämonen absondern. Spannung verspricht sie bei der Lektüre von Stephen Kings "Die Arena". FAZ und SZ ziehen den Hut vor Alissa Walser, die mit ihrem Roman "Am Anfang war die Nacht Musik" noch über die literarische Ambitioniertheit Daniel Kehlmanns hinauszielt.

Montag, 11.01.2010

Heute in den Feuilletons

Komm zur Ruh

11.01.2010 Die amerikanischen Blogs diskutieren über eine Äußerung des Facebook-Gründers Mark Zuckerberg, der meint, dass Internetnutzer immer weniger Privatsphäre wollen. Das Blog Bewegliche Lettern ist auf eine Diskrepanz gestoßen: Der Bund will 5 Millionen Euro für die Digitalisierung von Kulturgütern ausgeben. In Frankreich liegt die Summe bei 750 Millionen Euro.  Die New York Post meldet, dass das Metropolitan Museum in New York ab sofort keine Mohammed-Bilder mehr zeigt.  Die Welt veröffentlicht ein Manifest der grünen Bewegung im Iran, und Abdolkarim Soroush erklärt, warum der Aufstand eine Theorie braucht. Die FAZ erklärt ihre Bereitschaft zum Selbstopfer für das Recht aufs islamische Kopftuch.

Bücherschau des Tages

Dicke Brocken

11.01.2010 Ganz leicht verdaulich erscheinen der der FAZ Ian Stewarts "Meilensteine der Mathematik", selbst die Berechnung von Pi. Gefesselt liest sie auch Andre Dubus' Roman "Der Garten der letzten Tage". Die SZ feiert die von Alfred Margul-Sperber zusammengestellte Anthologie deutsch-jüdischer Dichtung aus der Bukowina "Die Buche". Außerdem folgt sie Joe Sacco in einer Comic-Reportage nach Palästina.

Medienticker-Archiv

Stramm bei Laune gehalten

11.01.2010 Stasi-Hörbuch: "Wir sind eine feste Bastion" - Von Caligari zu Tony Blair: Das Cabinet des Doctor Gilliam - Komm zur Ruhr: Europäische Kulturhauptstadt Ruhr 2010 - Wie das Netz uns formt: Denken in Zeiten des Internets - Monopolgefahr, zu wenig Transparenz, Größenwahn: Bundesjustizministerin wirft Google Gigantomanie vor - Monumentale Studie: Jean-Michel Palmiers "Walter Benjamin. Lumpensammler, Engel und bucklicht Männlein".

Dienstag, 12.01.2010

Magazinrundschau

Eigelb auf der Krawatte

12.01.2010 Der Spectator sagt leise Servus zum Shabby Chic. In Le Monde lehnt Bernard-Henri Levy jede staatlich verordnete Debatte ab. Qantara ahnt, wer an der Misere in den arabischen Ländern schuld ist: der Vater. Im Espresso findet Umberto Eco heutige Tageszeitungen viel zu aufgebläht. The Nation will den Journalismus mit jährlich 30 Milliarden Dollar Subventionen retten. In Tygodnik Powszechny erklärt der Schriftsteller Wojciech Albinski, warum Polen exotisch ist. Der New Yorker entdeckt arabisches Leben in der Literatur.

Heute in den Feuilletons

Wo genau ist eigentlich die Panik?

12.01.2010 FR und taz kritisieren die immer neuen Sicherheitsmaßnahmen auf den Flughäfen. "Sicherheitsbehörden genießen inzwischen eine falsche, nahezu absolute Autorität", schreibt Peter Schneider in der FR. Die Vergütungsregeln für freie Journalisten sorgen in den Blogs weiterhin für Aufruhr - ein Aufruf fordert jetzt die Gewerkschaften zu einer breiteren Diskussion auf. Liberation bringt Videos und Le Monde bringt Bilder zum Tod von Eric Rohmer. In der SZ beklagt der Historiker Aram Mattioli die neue Salonfähigkeit des Faschismus unter Berlusconi.

Bücherschau des Tages

Kopfverwirrender Überscharfsinn

12.01.2010 Ganz hingerissen ist die NZZ von der amerkanischen Autorin ZZ Packer und ihren Südstaaten-Geschichten "Kaffee trinken anderswo (hier unsere Leseprobe). Die NZZ preist Leonid Dobycins lange verschmähten Roman "Die Stadt N.". Beglückt liest die SZ noch einmal Thomas Manns "Betrachtungen eines Unpolitischen". Für reines Ressentiment hält die FAZ Kurt Kreilers Theorie, dass Shakespeare nicht der Sohn eines Handschuhmachers, sondern ein Earl of Oxford gewesen sein soll.

Medienticker-Archiv

Goldener Maulwurf

12.01.2010 Der Umblätterer kürt die zehn angeblich besten Feuilletonartikel 2009 - Wie Literatur entsteht: Eine Erwiderung von Andreas Maier auf Julia Schoch - Eine Parabel kapitalistischer Exzesse: Oscar Heyms Roman "Die Reserven" - DDR-Musik: Blubbern für den Sozialismus - AOL Deutschland macht dicht - Ausblick: Das Internet wird mobil - Scheindebatte: die Klage über die grassierende Informationsflut - Kino: 2010 soll 1A für 3D sein + Alles über Kühe.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

12.01.2010 Schneetreiber.

Mittwoch, 13.01.2010

Heute in den Feuilletons

Zeichen der Henzeschen Spätmeisterschaft

13.01.2010 Google droht, sich aus China zurückzuziehen, weil die Gmail-Konten von Regimekritikern gehackt wurden, melden die New York Times und das offizielle Blog des Konzerns. Anne Applebaum fragt in Slate: Wie wird man mit gebildeten Islamisten fertig? Wie anrüchig ist Islamkritik?, fragt Henryk Broder in einer Replik auf Wolfgang Benz in der Welt. In der FR spricht Alexander Kluge mit dem Virologen Alexander Kekule über die Unruhe im Genom.

Bücherschau des Tages

Brennender Abgrenzungsbedarf

13.01.2010 Das perfekte Filmbuch hat die SZ entdeckt: Dominik Grafs gesammelte Texte "Schläft ein Lied in allen Dingen". Sehr fasziniert hat sie auch das Benimmbuch für Samurais, Jocho Yamamotos "Hagakure" vom Anfang des 18. Jahrhunderts. Die FAZ liest gleich zwei dicke Romane von Mo Yan. Und die FR empfiehlt Peter Wagners Studie "Moderne als Erfahrung".

Medienticker-Archiv

Im Mehr der Möglichkeiten

13.01.2010 Wolfram Schütte über Alfred Brendel und einen säkularen Schwindel mit Folgen - N24: Torsten Rossmann und Stefan Aust wollen den Sender kaufen - Zehn Jahre Big Brother und kein Ende: Die Trash-Reflexe lassen nach - Hier kommt kein Held mehr: Artes neues Programmschema - Medienarchiv 68: Springer macht Ernst - Focus-Krise spitzt sich zu: Helmut Markworts allzu langer Abschied.

Im Kino

Jesusmäßiges Lichtspiel

13.01.2010 Der europäische Autorenfilm lebt - in der Türkei: Die Rätselbilder von Semih Kaplanoglus "Süt - Milk" sind der Beweis. Eher ins Register Seelenbildung für Universitätsprofessoren dagegen gehört Thomas McCarthys zweiter Film "Ein Sommer in New York - The Visitor".

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

13.01.2010 Mutter.

Donnerstag, 14.01.2010

Heute in den Feuilletons

Hirn, Zunge, Mark

14.01.2010 In der Welt erklärt der Direktor des Islamischen Museums in Berlin, Stefan Weber, warum er nicht auf die Ausstellung von Mohammed-Bildern verzichten wird. Die taz feiert Gilles Deleuze' Lust an der Willkür des Alphabets. Die amerikanischen Blogs sind begeistert von Googles Drohung, China zu verlassen. Nun sollten Googles Programmierer noch Wege finden, die große chinesische Brandmauer einzureißen, rät Gawker. Die Zeit fordert Flashmobs gegen Google. Die SZ ruft: Toleranz den Intoleranten!

Bücherschau des Tages

Lächelndes Trotzdem

14.01.2010 Hingerissen preist die FAZ Hedi Kaddours ebenso monumentalen wie komischen Roman "Waltenberg", der Europas Phantome des 20. Jahrhunderts noch einmal aufziehen lässt. Neue Lust auf den Neorealismus machte ihr Daniel Illgers Filmgeschichte "Heim-Suchungen". Sehr empfehlen kann sie auch Horst Bredekamps Essays über Michelangelo. Die FR wünschte, es hätte Nicholas Boyles "Kleine deutsche Literaturgeschichte" schon viel früher gegeben. Die Zeit liest Briefe von Rilke und rühmt die unübertroffene Krimikunst der Barbara Vine.

Medienticker-Archiv

13,65 Euro pro Computer

14.01.2010 Urheberrechtspauschale für PC beschlossen - Kulturkampf online vs. offline: Über das Leben in zwei Welten - Studie Web 2.0: Jeder Vierte schummelt im Netz - TV-Trash: Die neue Leitkultur - MDR-Intendant Udo Reiter: Internet als Überlebensfrage für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk - Erinnerungsboom dank Digitalisierung: Gesellschaft wird vergangenheitsbezogener + Wohltuendes Vergessen vs. digitaler Datensammelwut.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

14.01.2010 Kampf der Kraken.

Freitag, 15.01.2010

Heute in den Feuilletons

Ebenmäßige Strahlkraft einer Cate Blanchett

15.01.2010 Eine Lücke im Internet Explorer erlaubt es chinesischen Spähern, in die Mailkonten von Dissidenten zu gucken - und sie spähen noch weiter: bis in die Google-Konten amerikanischer Menschenrechtsaktivisten, berichten Blogs und Zeitungen in den USA. Im Tagesspiegel spricht Hans Christoph Buch über die haitianische Katastrophe. Die NZZ lotet noch einmal ausführlich den Abgrund der Securitate-Bespitzelungen unter rumäniendeutschen Autoren aus. Claude Lanzmann hat in seiner Autobiografie nicht gelogen, hält die SZ fest.

Bücherschau des Tages

Boulevard schlägt Feuilleton

15.01.2010 Äußerst wirkungsvoll, nämlich pastellfarben, setzen Kerascoet und Fabien Vehlmann in ihrem Comic "Jenseits" das Grauen in Szene - die FR ist hingerissen. Immerhin ein Gespür fürs Schrullige attestiert die SZ Paul Torday in seinem Roman "Charlie Sumemrs". Die FAZ liest Martina Zöllners Roman über den dysfunktionalen Kulturbetrieb "Hundert Frauen".

Medienticker-Archiv

Zahm, albern und durchgeknallt

15.01.2010 Der Hofmeister in Zürich: Frank Castorf büchnert und müllert den Jakob Michael Reinhold Lenz - Die Räuber in Basel: Schiller rapt in der Fabrikantenvilla - Hape Kerkeling: "Gisela möschte keine Casting-Shows" - AP und Yahoo: Neuer Content-Deal? - Kluge-Köpfe-werbung: Stasi-Motiv für die FAZ + Bild-Kino: Die Bewegtbildstrategie von Bild.de - Iran: Die Macht der neuen Medien - Oscar Niemeyers tropische Projekt der Moderne.

Samstag, 16.01.2010

Heute in den Feuilletons

Die Welt in ihrem Urzustand

16.01.2010 Die Welt stellt die algerische Schauspielerin und Autorin Rayhana vor, die nur knapp einem islamistischen Anschlag entronnen ist. In der FAZ verurteilt Jaron Lanier den Autor zum Tod durchs Netz. In der NZZ schreibt Richard Wagner eine Hommage auf die Einzelgänger, Einsiedler und Eigenbrötler der Philosophie in Ostmitteleuropa unter dem Kommunismus. Die SZ porträtiert den Fotografen Sebastiao Salgado, bei dem die "Genesis" auf dem Programm steht. Alle Zeitungen trauern um Katharina Rutschky.

Bücherschau des Tages

Tödlich infiziert

16.01.2010 Die FAZ lässt sich gern von Ernst Schröder Anton Tschechows melancholische Novelle "Flattergeist" vorlesen. Die FR verliert sich im Labyrinth von Jean-Michel Palmiers Wissen über Walter Benjamin (Leseprobe). Die taz sehnt sich nach der Lektüre von Philip K. Dicks Roman "Unterwegs in einem kleinen Land" zurück in die fünfziger Jahre.

Sonntag, 17.01.2010

Redaktionsblog - Im Ententeich

Found Footage: Tilda Swinton.

17.01.2010 Tilda Swinton. An der schottischen Küste, in schottischen Wäldern, in einer schottischen Ruine. Barfuß. Als neues Gesicht für Pringle of Scotland. Ein Werbevideo - wenn man es denn so nennen kann - für die kommende Sommerkollektion, gedreht von Ryan McGinley.

Montag, 18.01.2010

Heute in den Feuilletons

Wir sind eure Hauptstadt, ihr Bauern!

18.01.2010 Die taz hyperventiliert: Sie musste feststellen, dass Feminismus rechts ist. Die NZZ bringt ein Gespräch über das Schweizer Unbehagen am deutschen Professor, der einfach ein bisschen präpotent ist. Warum hat Hertha keine Fans?, fragt Wolf Lepenies in der Welt.  Die New York Times wird demnächst zahlbar, melden Blogs und andere Medien. Verlinken ist ein Menschenrecht, ruft Jeff Jarvis an die Adresse Rupert Murdochs im Guardian. In der SZ schreibt Richard Fleming aus Haiti über die Rolle der sozialen Medien bei der Bewältigung der Erdbebenfolgen.

Bücherschau des Tages

Rätsel und Unbehagen

18.01.2010 Großer Auftritt der Lyrik: Die FAZ freut sich über die lebendige, vielstimmige Szene, die ihr in der Anthologie "Lyrik von Jetzt" entgegentritt. Gutes Schwarzbrot genießt die SZ mit der Sammlung "Der gelbe Akrobat". Sehr aufschlussreich findet die FAZ auch Eva Horns und Lucas Gisis Band über die geschmeidige, aber begrenzte Intelligenz von "Schwärmen". Die SZ vertieft sich in Siegfried Kracauer. Und die taz liest Ror Wolf.

Medienticker-Archiv

Heischen nach später Genugtuung

18.01.2010 Steffen Grimberg über Springers Medienarchiv '68 - Dichter Diekmanns Büttenrede gegen Medienpreis - Interview mit Richard Sennett: "Die Stasi war eine Organisation wie Google" - Pro & Contra: Schüren die Medien die Hysterie? - China: Der Staat, die Angst und die Freiheit - DRadio Wissen: Radiolabor mit Netzanschluss - Das Knirschen der Bühnenmühle: Uraufführung von Dea Lohers "Diebe".

Vorgeblättert

Aatish Taseer: Terra Islamica

18.01.2010 Was bedeutet es Muslim zu sein? Die Reise des indisch-britischen Journalisten Aatish Taseer durch islamische Länder nach Pakistan zu seinem muslimischen Vater ist auch die Suche nach seiner Identiät. Lesen Sie hier einen Auszug aus seiner Reportage "Terra Islamica".

Redaktionsblog - Im Ententeich

Das Behagen an der Unkultur

18.01.2010 Henryk Broder ist ein Riese! Ganz allein ist er in der Mehrheit gegenüber all den kleinen Feuilletons. Die tapfere kleinere Minderheit aus Freitag, taz, Zeit, Süddeutsche, FAZ und FAS hat in den letzten Wochen ihren ganzen Mut zusammengenommen, um hinter dem anarchistischen Witz Broders den dunkel schimmernden "Fundamentalismus der Aufklärung" bloßzulegen. In einer ganzen Flut von Artikeln zurren sie ihn fest und pieken ihn, wie das Zwergenvölkchen bei Swift. Broder, schrieb Thomas Assheuer in der Zeit, "gibt sich stets Mühe, lustig zu schreiben, aber er meint es bitterernst". Das ist der Unterschied: Seine Gegner sind nicht mal lustig.

Dienstag, 19.01.2010

Magazinrundschau

Das ist besser als Sex

19.01.2010 Open Democracy erzählt, warum ein Roman des weißrussischen Autors Victor Martinovich wieder aus den Buchhandlungen verschwand. Prospect fürchtet, ein Verbot von Islam4UK könnte die Demokratie in Großbritannien untergraben. Die Gazeta Wyborcza untersucht das Verhältnis von Polen und Juden. Le Monde diplomatique beobachtet die Zerstückelung Afrikas. Und Gerhard Richter beschert The Nation eine Überraschung.

Heute in den Feuilletons

Wie eine Reinkarnation von Baron Samedi

19.01.2010 Hans-Christoph Buch spricht in der FR ausführlich über die dunkle Geschichte Haitis. Die taz fürchtet ein neues Bündnis zwischen der Türkei und dem Iran. Die FAZ trauert um die Schweizer Armee, die leider pleite ist. In der Welt polemisiert Hamed Abdel-Samad gegen den feuilltonistischen Dschihad von SZ, FAS und vielen anderen Zeitungen gegen Islamkritiker. Ebenso der Perlentaucher.

Bücherschau des Tages

Über den Treulosen triumphieren

19.01.2010 Die FAZ lässt sich mit Begeisterung von Joachim Sartorius auf die Prinzeninseln ins türkische Marmarameer entführen. Die NZZ liest Alissa Walsers Roman über den Magnetiseur Franz Anton Mesmer "Am Anfang war die Nacht Musik". Kruden Wohlfühl-Biologismus sieht die SZ in Jeremy Rifkins "Empathischer Zivilisation" am Werke.

Medienticker-Archiv

Personal des Schreckens

19.01.2010 Was uns an Grusel-Moderatoren fasziniert - Bundeskartellamt: Verleger legen Beschwerde gegen Google ein - Google-Zensur: Starblogger über Zukunftsszenarien - Goggles: Im Google-Wahn - Google Maps: Was wird gesucht in der Welt? - Blog-Azubi Kai Diekmann: Blogger der 100 Tage - Diffuser Schwamm: "Massen handeln idiotisch und dumm" - Sting: Englishman im Lyrikland + FDP-Spende: "Rechts vom Gustl nur Dschingis Khan".

Mord und Ratschlag

Emotional labiler Federfetisch

19.01.2010 Wäre Inspektor Jensen nicht von einem Feticheur mit einem Fluch belegt worden, dann wäre er nicht nach Island gefahren, nicht von einer Fremden im Bett gebissen worden und würde nicht von einem Psychopathen verfolgt. Dies alles und noch etwas Quantenphysik findet man in Linus Reichlins "Assistent der Sterne". Jochen Schmidt präsentiert mit "Gangster, Opfer, Detektive" eine 1.100 Seiten starke Typengeschichte des Kriminalromans.

Redaktionsblog - Im Ententeich

Found Footage: A Letter to Uncle Boonmee - und anderes.

19.01.2010 Zwar kann man das Video nicht einbetten und eine (ratzfatz erledigte) Registrierung bei der Online-Cinémathèque "The Auteurs" ist obendrein nötig (so ganz im übrigen: die schlechteste Sache nicht), einen Hinweis aber ist dies unbedingt wert: Dort, bei "The Auteurs", kann man sich derzeit A Letter to Uncle Boonmee, den neuen Kurzfilm des thailändischen Regisseurs Apichatpong Weerasethakul, anschauen - weltweit ohne Geoblocking, kostenfrei und in hervorragender Qualität. Nehmen Sie sich die 17 Minuten Zeit!

Mittwoch, 20.01.2010

Heute in den Feuilletons

Die Stimmen, die da ins Dunkel aufstiegen

20.01.2010 Die Welt freut sich auf die vollständige Fassung von Fritz Langs "Metropolis".  Außerdem plädiert Gerhard Schulze in der Welt gegen einen Abzug der westlichen Truppen aus Afghanistan. Die FAZ fragt sich, was eigentlich in die Professorin Birgit Rommelspacher gefahren ist, die Islamkritikerinnen in die Nähe von Nazis rückt.  Henryk Broder hat für den Spiegel Kurt Westergaard besucht. Die SZ lotet die Krise der Literturkritik in der Schweiz aus. Die SZ ist außerdem entsetzt darüber, dass die SZ lobende Blogger für die SZ-Werbung kaufte.

Bücherschau des Tages

sie sind im schweigen die berühmte lücke

20.01.2010 Gomringer lesen! Zwei Bände mit Sonetten sind jetzt erschienen, die die FAZ empfiehlt. Die NZZ freut sich über die turbulenten bulgarischen Screwball-Comedys in Alek Popovs Erzählband "Für Fortgeschrittene". Die FR möchte, dass wir Siegfried Jägendorfs Geschichte über "Das Wunder von Moghilev" (Leseprobe) auf unsere Leseliste setzen. Die SZ ist voller Lob für Joachim Gaucks Erinnerungsband "Winter im Sommer - Frühling im Herbst".

Medienticker-Archiv

Hindukuscheln

20.01.2010 Mathias Tretters Anmerkungen zu "Wehrvogt" Guttenberg und Margot "Päpstin" Käßmann - "KDD": Die TV-Krimiserie als Roman unserer Zeit - Datenschutzgesetz: Innenminister de Maiziere lässt sich das Netz erklären - Springer und die 68er: Medienhetzer und Politgammler - Charles Taylor und das Problematische an der Säkularisation + McSweeney?s Quarterly Concern: Eine Zeitung als Wunscherfüllungsmaschine.

Im Kino

Soifz Fähigmann

20.01.2010 Die Coens führen in "A Serious Man" einen Mann, der ihnen nichts Böses getan hat, an der Nase herum bzw. mit Fleiß in sein Unglück. Nach "Avatar" und "Gamer" ist Jonathan Mostows "Surrogates" schon wieder ein Film, der über die Logik der Stellvertretung nachzudenken versucht. Betonung in diesem Fall auf: versucht.

Redaktionsblog - Im Ententeich

Zu Hilal Sezgins Vorwürfen gegen den Perlentaucher

20.01.2010 Hilal Sezgin beschwert sich heute in der Zeit unter der Überschrift "Ihr Feiglinge" unter anderem darüber, dass die Feuilletonrundschau des Perlentauchers nicht namentlich gezeichnet ist und wir gewissermaßen nur rudelartig und anonym auftreten.

Donnerstag, 21.01.2010

Heute in den Feuilletons

100 Milliarden positive Kommentare

21.01.2010 In der Welt sucht Dirk von Lowtzow von der Band Tocotronic die Antwort auf die Frage, wie man Widerstand leistet, ohne in opportunistische Kapitalismuskritik zu verfallen. Die NZZ bewundern die Coen-Brüder, die ihren Pessimismus in in fröhlich schwebende Petitessen zu verpacken verstehen. In der FR sagt der Blogger Han Han voraus, wie die chinesische Regierung das Problem mit dem Netz bewältigt. 

Bücherschau des Tages

Halluzinatorische Entladung

21.01.2010 Einfach umgehauen hat Helene Hegemann die Zeit mit ihrem Kugelblitz in Prosaform "Axolotl Roadkill". Joachim Gaucks Erinnerungen "Winter im Sommer - Frühling im Herbst" nimmt sie als Lektion in Freiheitslehre gern an. Beglückt liest die FAZ Christoph Feists grafische und fintenreiche Erzählung von "Orfeus und Eurydike". Auch Radka Denemarkovas Roman "Ein herrlicher Flecken Erde" hat sie sehr beeindruckt. Die SZ preist Ruth Rehmanns Roman "Ferne Schwester". Und die NZZ empfiehlt nachdrücklich ein Werkbuch zu Michails Romms Film "Der gewöhnliche Faschismus".

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Vom Ende der Zukunft

21.01.2010 Literarische Dystopien zu Beginn des 21. Jahrhunderts - "Lysistrate": Ein drastischer Klassiker in neuer Übersetzung - Verlags-Neandertaler gegen Google Cro-Magnon - Twitter: Ist der Hype bald vorbei? - US-Studie: Google News kein Traffic-Bringer? - Peter Glasers 10 x 10 Gebote für die digitale Welt - Akademischer Ausverkauf: Lehre zum Spottpreis - Christoph Schlingensief über Fernsehen, Zeitungen, Boulevard.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

21.01.2010 A pfundige Sach.

Freitag, 22.01.2010

Heute in den Feuilletons

Der Drops ist gelutscht

22.01.2010 In der FAZ möchte Necla Kelek gerne wissen, warum Kritik am Islam so gern weggebissen wird, vor allem wenn sie von Muslimen kommt. Die SZ möchte bei allem Verständnis für Ayaan Hirsi Ali an ihrer toleranten Haltung festhalten. Die taz feiert Fritz Langs endlich komplettierten Film "Metropolis".  In der Welt spricht Martin Suter über die so überflüssige wie notwendige Kunst der Molekularküche. In den Blogs gibt es zur Zeit viele interessante Diskussionen über den Kampf der Giganten Google, Microsoft und Apple. Auf der Website des Datenschutzvereins FoeBuD e.V. fordert Gerhart Baum eine Bürgerbewegung für Datenschutz.

Bücherschau des Tages

Konsenskultur

22.01.2010 Wunderbare Stunden schwelgerischer Rokoko-Liebe haben der SZ die neu edierten "Sapphischen Lieder" der Anna Louisa Karsch beschert. Bewegt und beeindruckt liest die FAZ die Tagebuchaufzeichnungen des gerade verstorbenen jiddischen Dichters Abraham Sutzkever aus dem Wilnaer Getto. Völlig aus dem Häuschen ist sie über Helene Hegemanns Roman "Axolotl".

Medienticker-Archiv

Aufwärts, nicht vorwärts

22.01.2010 Thomas Rothschild über die Enzensberger-DVD "Ich bin keiner von uns" - Westerwelle rückwärts: Wolfram Schütte über das Einmillion-Euro-Geschenk als eine FDP-Absurdität - SZ-Magazin: Neues Futter für den Provokanten-Stadl - Online-Journalismus: Verlinken ist kein Diebstahl - Abseits des Mainstreams: 25 wunderbare deutsche Blogs - Im Netz der Ignoranten: Ralf Schwartz' Replik zum Spiegel-Artikel "Im Netz der Giganten".

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

22.01.2010 Und Schwesterle.

Samstag, 23.01.2010

Heute in den Feuilletons

Tempel des digitalen Zeitalters

23.01.2010 Die taz erklärt, warum Feminismus und Islamkritik sich vielleicht doch nicht ausschließen müssen. Die FR fordert nach Lektüre von Seyran Ates neuem Buch mehr Differenzierung bei der Betrachtung des Islam. Die NZZ feiert Conlon Nancarrows hochkomplexe Musik für mechanische Klaviere. In der Welt begrüßen Berliner Suhrkamp-Autoren ihren Verlag im neuen Domizil und geben Überlebenstipps für die Hauptstadt. In der SZ warnt Jaron Lanier vor dem maoistischen Google. In der FAZ erkennt Frank Schirrmacher in Google eine Akademie der Aufklärung.

Bücherschau des Tages

Raff Dich auf

23.01.2010 Die NZZ liest voller Bewunderung die Briefe Martha Gellhorn, die grausam sein konnte, aber nie herzlos (hier unser Vorgeblättert). Die FAZ labt sich an den gut gewürzten Erinnerungen des Sternekochs Vincent Klink "Sitting Küchenbull". Fasziniert folgt sie auch der Korrespondenz zwischen Siegfried Unseld und dem egomanischen Thomas Bernhard. Die taz ist begeistert, mit wieviel Witz und sprachlicher Eleganz Marx-Schwiegersohn Paul Lafargue "Die Religion des Kapitals" beschrieb. Der FR ist Seyran Ates' Streitschrift "Der Islam braucht eine sexuelle Revolution" zu undifferenziert.

Redaktionsblog - Im Ententeich

Found Footage: Gesperrtes Netz

23.01.2010 Das National Film Board of Canada gehört, was die Netzpräsenz betrifft, zu den vorbildlichsten Filminstitutionen weltweit. Gerade erst wurde der High Definition Channel um einige wunderbare Schätze der Animationsfilmkunst bereichert: Hochauflösend, weltweit abrufbar und embeddable.

Montag, 25.01.2010

Heute in den Feuilletons

Menschenfreundliche Wortwundverbände

25.01.2010 In der Berliner Zeitung klagt Wolfgang Benz über den "Hass", der ihm entgegenschlug. Im Tagesspiegel erklärt Henryk Broder, warum er es als Kompliment begreift, wenn ihn deutsche Feuilletonisten als "Hassprediger" bezeichnen. Die SZ berichtet über eine Kontroverse um Yannick Haenels Roman "Jan Karski". Die FAZ bringt einen Lobgesang auf den Jungdramatiker Nis-Momme Stockmann.  Und die Welt stellt den Autor Markus Albers vor, der sich künftig selbst verlegt.

Bücherschau des Tages

Im Konjunktiv III

25.01.2010 Die SZ ruft mit Antonio Negri "Goodbye Mr. Socialism" und setzt jetzt ihre Hoffnungen auf das kreative Prekariat. In Stephen Carters "Schwarz und weiß" lernt sie die dunkle Seite der Macht kennen. Die FAZ lässt kein gutes Haar an Jeremy Rifkins "Empathischer Zivilisation", kann aber einen Band über "Kontinuitäten und Zäsuren" in der deutschen Justiz loben.

Vorgeblättert

Alain Mabanckou: Black Bazar

25.01.2010 Alain Mabanckou erzählt in seinem Roman "Black Bazar" sehr selbstironisch von den Träumen afrikanischer Männer, die in Paris ihr Glück suchen. Und hin und wieder auch einen Rückschlag verschmerzen müssen. Lesen Sie hier einen Auszug.

Medienticker-Archiv

Digital Natives

25.01.2010 Forschungen über eine neue Mediengeneration - Qualität im Sinkflug? oder wie kann der Journalismus in Zukunft noch bezahlt werden? - Zur Genealogie der Globalisierung: Wolfram Schütte über Jürgen Osterhammels "Die Verwandlung der Welt" - 75 Jahre unter uns: Der "unberechenbare Einzelgänger" Hermann Peter Piwitt im Porträt - Von Siegern und Besiegten: Ein Museum in Berlin-Karlshorst - Quantenpolitik: Mathias Tretters "Kennzeichen T".

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

25.01.2010 Auf Gleis 2. Oder 26. Oder gar nicht.

Redaktionsblog - Im Ententeich

Found Footage: Sundance.

25.01.2010 Als "middlebrow-Festival" ist das derzeit stattfindende Sundance Festival zwar nicht unumstritten, sehr schön ist deren Onlinepolitik aber doch: Neben viel Unerheblichem (ein Gitarrespieler in einem Café? Also gut.) und üblichem Festival-Chitchat (wichtig aussehende Leute sagen wichtig Klingendes in wichtig aussehende Kameras) finden sich im YouTube-Channel des Festivals auch Beiträge aus dessen Kurzfilmprogramm. Zwar muss man dabei ein bisschen Rosinen-Picken spielen (warum das Festival sich nicht auf einen tag einigt, der einem auf einen Blick alle Filme präsentiert, ist schon schleierhaft), doch zeigt dieser Testballon auch die ungefähre Richtung an, die internationale Filmfestivals im Zeitalter von Digitalisierung und Medienkonvergenz einschlagen könnten.

Dienstag, 26.01.2010

Magazinrundschau

In die Provinz!

26.01.2010 Das Magazin beschreibt in einer Reportage die zunehmenden Amokdrohungen von Schülern. Der Spectator warnt die Londoner City vor den mörderischen Dominas in der Schweiz. In Sinn und Form erinnert Marc Fumaroli an einen, dessen Name nicht genannt werden darf: Mario Praz. Im New Humanist erinnert sich Laurie Taylor an die heiligen Männer, die ihn als Kind missbrauchten. Der Guardian fragt, warum Piet Mondrian so viel bekannter ist als Theo von Doesburg. Und in der NYRB fragt Garri Kasparow die Schachprogrammierer: Warum seid ihr so uninspiriert?

Heute in den Feuilletons

Mit einem Martini und einem Orden

26.01.2010 Die FR bringt eine Diskussion über den Afghanistan-Einsatz. Die New York Times staunt über die Diskriminierung arbeitender Mütter in Deutschland. Netzpolitik und das 1 & 1-Blog diskutieren geplante Jugendschutzmaßnahmen, die es den Anbietern auferlegen, ausnahmslos jederzeit sämtliche Inhalte zu kontrollieren. Die Welt staunt über Brecht, der einen Kult für Kälte mit einer Abneigung gegen harte Butter in Einklang brachte. In der SZ spricht Jimmy Wales über die Erzeugung von Objektivität in der Wikipedia - dank der englischen Sprache. Die taz-Feministinnen zupfen weiter am Kopftuch. Stephan Grigat fordert in der Presse eine linke Kritik an der islamischen Menschenzurichtung.

Bücherschau des Tages

Realitätsnah leuchtend

26.01.2010 Als Haiku in Prosaform und Klassiker der modernen kanadischen Literatur empfiehlt die NZZ Leonard Cohens wiederaufgelegtes Romandebüt "Das Lieblingsspiel". Auf ein geteiltes Echo stößt Jochen Schimmang bei SZ und NZZ mit seinem Roman "Das Beste, was wir hatten". Als Epitaph nimmt die SZ die Bände "Wilner Getto 1941-1944" des gerade verstorbenen Abraham Sutzkever auf. Und die FAZ sichtet einen ganzen Stapel Neuerscheinungen zu Jane Austen.

Medienticker-Archiv

Eine neue Phobie

26.01.2010 Die deutsche Angst vor Google - Mann ohne Eigenschaften: Leon de Winter über Obama - Interview mit Jeff Jarvis: "Wir müssen im Journalismus radikal Neues probieren" - Haarfeine Beobachtungen: Siegfried Kracauers "Straßen in Berlin und anderswo" - Bildblog: Niggemeier mag nicht mehr - E-Books: Macht Sony Verlage überflüssig? - Apple-Tablet: Wunderflunder mit Schnick und Schnack - Stieg Larsson: Der Dichter und sein Denker.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

26.01.2010 Gesundheit.

Mittwoch, 27.01.2010

Heute in den Feuilletons

Nur Frankfurt kam mit keinem Wort vor

27.01.2010 Für die Welt ist Andrzej Stasiuk nach Belzec gefahren, wo es kaum noch Spuren des ehemaligen Todeslagers gibt. Im Guardian erklärt Chefredakteur Alan Rusbridger, warum er eine Paywall ablehnt: Seine Zeitung würde Millionen Leser verlieren. In der New Republic plädiert Lawrence Lessig gegen das Google Book Settlement. Alle waren beim Suhrkamp-Empfang in Prenzlauer Berg. Auch Martin Walser. Bei Spiegel Online erklärt Henryk Broder, dass er seine Karriere als Hassprediger aufgeben und jetzt Taliban werden will.

Bücherschau des Tages

Saubere Prosafläche

27.01.2010 Großen Erfolg wünscht die SZ Emmanuelle Paganos Roman "Die Haarschublade", der von einer aus der Bahn geworfenen Frau erzählt. Die NZZ begreift dank Kerstin Ekmans Roman "Hundeherz" die Gedanklichkeit des Geschöpfes. Die taz stemmt sich gegen den Medienhype, erliegt aber trotzdem Helene Hegemanns "Axolotl Roadkill". Die FR findet jede Menge Ganzbesonderheiten in der Anthologie "Ruhrgebiet". Und die FAZ würdigt die nun vollständig vorliegende Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager "Der Ort des Terrors".

Medienticker-Archiv

Ausstiegsprogramm

27.01.2010 Verlage fordern "Ausstiegsprogramm für gemäßigte Blogger" - Freier Informationsfluss: USA und China streiten - e-Book: Ian McEwan exklusiv bei Amazon - Urheberrecht: Positionspapier der Musikindustrie zur Kulturflatrate und Online-Petition für Neutralität und Gebührenfreiheit des Internets - Achim von Arnim und die Musik - SWR: Neues Kultur-Format ins Rennen - Europäer? Franzose? Wie Sarkozys Identitätsdebatte immer mehr zum Eigentor gerät.

Im Kino

Koepp-Country

27.01.2010 Der Dokumentarfilmer Volker Koepp betrachtet in "Berlin-Stettin" sein eigenes Leben, aber stets so, dass es ihm als Zugang zu anderen Geschichten und zur (ost)deutschen Nachkriegsgeschichte ingesamt dient. Einen krachenden Erfolg hat Ex-Madonna-Gatte Guy Ritchie mit seiner "Sherlock Holmes"-Verfilmung gelandet: Er zeigt den Denker als Action-Star im Körper des Robert Downey Jr.

Donnerstag, 28.01.2010

Heute in den Feuilletons

Ein Fünkchen Leben, ein bisschen Idiotie

28.01.2010 Der Freitag polemisiert gegen den "postkolonialen Feminismus", der einen Abbau von Frauenrechten gutheißt, jedenfalls in anderen Kulturen. Das Ipad ist da: Gizmodo gibt Tipps für den Gebrauch. Im Tagesspiegel sieht die Juristin Sibylle Tönnies das Verbot der Burka in öffentlichen Gebäuden als Maßnahme in der Nachfolge des französischen Revolutionsterrors. Die Zeit geht in Dantes Hölle spielen.

Bücherschau des Tages

Erdige Konkretheit

28.01.2010 Schaudern machte die SZ der Comic "Elender Krieg", in dem Jacques Tardi und Jean-Pierre Verney noch einmal die Materialschlachten des Ersten Weltkriegs schlagen. Großen Genuss dagegen bereitete der Zeit Urs Widmers Lesung von Juan Rulfos großem Roman "Pedro Paramo". Sehr lehrreich findet die FAZ Steven Wax' Justizreport "Kafka in Amerika" und lobt Julia Bleskens Debütroman "Ich bin ein Rudel Wölfe" als stimmungsstark.

Medienticker-Archiv

Wollt ihr die totale IT?

28.01.2010 Datenüberwachung und Kommunikationsverhalten - ACTA-Abkommen: Copyright-Pakt Gefahr für die Meinungsfreiheit - Watchmi: Springer startet persönliches TV - Wahrnehmung und Wirkung: Jia Zhiping über Universelle Werte und Gehirnwäsche - Ein russischer Sommer oder Tolstoi lacht sich scheckig - Interview mit Jakob Augstein: "Eine Community muss man pflegen wie einen Garten" + Volker Lilienthal, der Professor für Qualitätsjournalismus.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

28.01.2010 Eisiges Klima.

Freitag, 29.01.2010

Heute in den Feuilletons

Und am Ende siegt immer diese Traurigkeit

29.01.2010 Im Hinblick auf den kommenden Tory-Sieg in Großbritannien informiert die NZZ schon mal über die angesagten Gummistiefelmarken zum Abschreiten der Landsitze. In der Berliner Zeitung wünscht sich Berlinale-Chef Dieter Kosslick Slow Filmfood. Für die FAZ ist jetzt ganz klar: Netz ändert Hirn. Carta fragt: Wer zahlt eigentlich Hotel und Jahrgangswein, wenn Vattenfall "Führende Medienmacher" zum Plausch einlädt? Die SZ bringt eine Sonderseite zu Ruhr 2010.

Bücherschau des Tages

Ins Kontrafaktische

29.01.2010 Großes Lob vergibt die SZ an Walter Grasskamps "Gespräche mit Bernd Zimmer", der darin vom Leben und Schaffen in Berlin, unter Wilden und am Rand der Abstraktion erzählt. Als Skeptiker ersten Ranges empfiehlt sie Walter Laqueur und seine Erinnerungen "Mein 20. Jahrhundert". Die NZZ freut sich über Posy Simmonds "süffiges" Comicdrama "Tamara Drewe". Und die FAZ stellt die Anthologie "Mikrofilm 09" vor.

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Randzeichen

29.01.2010 Kritzeleien von Hesse, Kästner und Rilke - Kehlmann/Hader: "Der Papst sieht aus wie der Star-Wars-Imperator" - Helene Hegemann: Wie ein Literaturstar gemacht wird - Gerhard Roth: Das Auge von Wien - Hermann Peter Piwitt zum 75.: "Noch erschlägt man uns nicht" - Peter Stein über den "leisen Autor" Anton Tschechow: Zukunft, die es nie geben wird - Der Welt widerstehen wie ein Kind: Zum Tod von J. D. Salinger + Provinzkritiker und Pseudokritik.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

29.01.2010 Eine iDee.

Samstag, 30.01.2010

Heute in den Feuilletons

Circa anderthalb goddamns pro Seite

30.01.2010 In der Welt polemisiert Ulrike Ackermann gegen einen Staat, der uns aus lauter Liebe lauter Freiheiten nimmt.  Die NZZ erinnert an den brasilianischen Journalisten Euclides da Cunhas, dessen Buch "Krieg im Sertao" von 1902 die Schrecken des 20. Jahrhunderts ankündigte. In der FAZ verteidigt Sonja Margolina das Recht auf Islamkritik. Die FR bringt einen Essay Salman Rushdies über die siebte Tosünde - die Trägheit. In der SZ staunt Joachim Kaiser über Maurizio Pollini, der alles richtig macht. Außerdem wird in einigen Zeitungen noch J.D. Salinger gewürdigt.

Bücherschau des Tages

Leidenschaftlicher Lebensentwurf

30.01.2010 Die FAZ bewundert Sprachwitz und Eleganz von Ulrike Draesners Roman "Vorliebe". Die NZZ liest mit großem Vergnügen zwei lateinamerikanische Romane: Cesar Airas Roman "Die Nächte von Flores" über Pizzaboten in Buenos Aires. Und Joaquim M. Machado de Assis' brasilianisches "Tagebuch des Abschieds". Die SZ lobt William R. Polks "Aufstand" als ein großes Werk über Fremdherrschaft. Die taz kann nicht genug bekommen von den Briefen Martha Gellhorns (Leseprobe). Lebenssatt und hochgradig zeitgenössisch findet sie die Erzählungen von ZZ Packer (Leseprobe)

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Thomas Halliday. Urwelten - Eine illustrierte Entdeckungsreise durch die Erdgeschichte. Carl Hanser Verlag, München, 2026.Thomas Halliday: Urwelten
Aus dem Englischen von Friedrich Pflüger. Mit Illustrationen von Gavin Scott. In diesem Buch reisen wir rückwärts durch 550 Millionen Jahre Erdgeschichte und besuchen die…
Detlev Piltz. 150 Jahre Erbschaftsteuer - Prinzip und Wirklichkeit. C.H. Beck Verlag, München, 2025.Detlev Piltz: 150 Jahre Erbschaftsteuer
Die Erbschaftsteuer spiegelt den gesellschaftlichen Interessenkonflikt zwischen Reich und Arm wider. In Deutschland besteht der politische Kampf um die Erbschaftsteuer seit…
Daniel Gerlach. Die Kunst des Friedens - Eine andere Geschichte des Nahen Ostens. C. Bertelsmann Verlag, München, 2025.Daniel Gerlach: Die Kunst des Friedens
In den Nachrichten erscheint der Nahe Osten oft als ewiger Krisenherd, wo Konflikte mit unerbittlicher Gewalt ausgetragen werden und niemand Kompromisse machen will. In einer…
Sighard Neckel. Katastrophenzeit - Die Gesellschaft im Klimawandel und die Fallstricke der Transformation. C.H. Beck Verlag, München, 2026.Sighard Neckel: Katastrophenzeit
In seinem neuen Buch analysiert der Soziologe Sighard Neckel das große Dilemma unserer Zeit: Während der Klimawandel auf eine ökologische Katastrophenzeit zuläuft, stellen…

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