Freitag, 01.07.2005
Heute in den Feuilletons
01.07.2005 In der FAZ erklärt Monika Maron, wo rechts und links ist, wenn man sich um 180 Grad dreht. Die taz erklärt, warum die italienische Herrenmode heute solchen Wert darauf legt, italienisch zu sein. In der NZZ erzählt Richard Wagner, wie Europa auch in Osteuropa zur realen Existenzform wird. In der SZ resümiert Björk ihren neuen Film: " Die Beine fallen ab, uns wachsen fötusähnliche Schwänze."
Bücherschau des Tages
01.07.2005 Mit Kritiken zu Julian Nida-Rümelin: "Über menschliche Freiheit" in der FAZ, Itzik Manger: "Dunkelgold" in der FAZ, Anosh Irani: "Die Weisheit meines verlorenen Arms" in der FAZ, Antonio Serrano Gonzalez: "Ein Tag im Leben eines Gerichtspräsidenten" in der FAZ und Ulrich Sonnenberg: "Hans Christian Andersens Kopenhagen" in der SZ.
Medienticker-Archiv
01.07.2005 Heute u.a.: Überall Vertrauensfragen - Verlagswesen wird digital - 94 Prozent der deutschen Firmen sind online - Orkla Media kauft Netzeitung - Wikipedia erhält Grimme Online Award - dpa mit Jahresüberschuss - Napsters Erben in Bedrängnis - Die Zukunft des Kapitalismus - Der Satan im Taschentelefon + Freitags Entspannung. Von Rüdiger Dingemann
Samstag, 02.07.2005
Heute in den Feuilletons
02.07.2005 In der Welt bewundert Burkhard Spinnen die Raffinesse der deutschen Intellektuellen, sich nicht die Finger zu verbrennen. Die SZ spottet über die DDR-geschulte Leisetreterei der CDU. In der FR fragt sich Karl Schlögel nach einem Besuch in Kaliningrad, wie man eine ganze Stadt zum Verschwinden bringt. In der Berliner Zeitung spricht die Autorin Elif Shafak über die polarisierte Türkei. Die taz staunt über die zentralasiatische Kunst in Venedig. Die NZZ liest Leo Strauss. Und in der FAZ rechnet Gerhard Stadelmaier mit dem Regietheater des Gerhard Schröder ab.
Bücherschau des Tages
02.07.2005 Mit Kritiken zu Dylan Thomas: "Die Liebesbriefe" in der NZZ, David Cannadine: "Winston Churchill" in der TAZ, Richard Swartz: "Adressbuch" in der TAZ, Janos Szekely: "Verlockung" in der TAZ und Roddy Doyle: "Rory und Ita" in der SZ.
Montag, 04.07.2005
Heute in den Feuilletons
04.07.2005 In der SZ erinnert uns Slavoj Zizek an Takt 331 im letzten Satz von Beethovens Neunter und an alles, was daraus folgt. Die taz berichtet über Unstimmigkeiten bei der Berliner Ausstellung "Fokus Istanbul". Die FAZ zeigt sich entsetzt über einen Kotau russischer Künstler vor dem Urteil gegen den Ex-Oligarchen Chodorkowskij. In der Welt empfiehlt Tim Robbins eine adäquatere Hilfe für Afrika. Die "Live 8"-Spektakel sind allenthalben ganz gut angekommen.
Bücherschau des Tages
04.07.2005 Mit Kritiken zu Joschka Fischer: "Die Rückkehr der Geschichte" in der SZ, Beqe Cufaj: "Der Glanz der Fremde" in der FAZ, Tina Uebel: "Horror vacui" in der SZ, Sayed Kashua: "Da ward es Morgen" in der NZZ und : "Enzyklopädie der Neuzeit" in der FAZ.
Medienticker-Archiv
04.07.2005 Heute u.a.: USA wollen Internet weiter kontrollieren - Megatrends 2030 betreffen auch den Buchhandel - Oldies kaufen immer mehr online: auch Bücher? - Anders schreiben nach dem Urteil? - Ohne Rockstar-Ökonomie lebten Afrikaner besser - Der Traum von der einen Stimme - Noch einmal Literarisches Quartett - Bill Gates will sich nicht verkabeln lassen + Was der Vatikan nicht gern sieht. Von Rüdiger Dingemann
Dienstag, 05.07.2005
Magazinrundschau
05.07.2005 Folio widmet sich den besten Keulen der Welt. Foreign Policy stellt den typischen Pro-Amerikaner vor. Plus-Minus ärgert sich über die Feiern in Kaliningrad. In Outlook India analysiert der Schriftsteller Pankaj Mishra das Indienbild von Amartya Sen. Die London Review schwärmt von einem Roman über den Physiker Erwin Schrödinger. In spiked vermisst die Sängerin Barb Jungr den Sex im Pop. Im Nouvel Obs erklärt Patrice Chereau, warum Komiker ihn lähmen. Die New York Times beneidet die Franzosen ums Atmen.
Heute in den Feuilletons
05.07.2005 In der Welt erklärt die Mezzosopranistin Susan Graham, warum sie französische Operetten liebt: sie sind so unanständig! Die Berliner Zeitung beschimpft ihre Stadt, die heute eine ihrer meistbesuchten Attraktionen abräumt. Die SZ kritisiert die europäische Linke, die unter lautstarken Beschimpfungen Tony Blairs in den Nationalismus abdriftet. Die FAZ sinniert über die großartig einsame Bundestagsrede des Werner Schulz. Die NZZ sieht sich in Rustschuk um. In der FR entwirft Ulrich Beck ein europäisches Imperium.
Die Buchmacher
05.07.2005 In dieser Woche: Warum sich das Bestsellergeschäft auf immer weniger Titel konzentriert. Und warum Hörbücher den Lesebüchern mittlerweile Konkurrenz machen. Von Sandra Evertz
Bücherschau des Tages
05.07.2005 Mit Kritiken zu Sven Hanuschek: "Elias Canetti" in der SZ, Hermann Scheer: "Energieautonomie" in der FAZ, Valeria Parrella: "Die Signora, die ich werden wollte" in der SZ, Hermann Vinke: "Fritz Hartnagel" in der FAZ und Matthias Micus: "Die 'Enkel' Willy Brandts" in der SZ.
Medienticker-Archiv
05.07.2005 Heute u.a.: Der Ketwurst eine Chance geben - Wikipedia meets Google Earth - Buch.de gegen Software-Patente - Kein Gmail mehr für Deutsche - Postbank-Kunden erneut im Visier der Phisher - Grundrecht hinkt nach - Praternutten und Soubretten - Das Betreten des Rasens ist verboten! + Das eigentliche Amerika. Von Rüdiger Dingemann
Mord und Ratschlag
05.07.2005 Erst hat Manuel Vazquez Montalbans Pepe Carvalho seiner Geliebten Laura die Welt der Bücher gezeigt, jetzt hat er ihre Asche im Wohnzimmer. Christine Lehmann konfrontiert ihre investigative Reporterin Lisa Nerz mit mordenden Polizisten und evolutionsbremsenden Teenagern.
Mittwoch, 06.07.2005
Heute in den Feuilletons
06.07.2005 In der Berliner Zeitung erkundet Gerd Koenen die Komplizenschaft des Berliner Verfassungsschutzes beim Bombenanschlag auf das Jüdische Gemeindehaus im Jahr 1969. In der FAZ erklärt Orhan Pamuk, warum es für ihn eine Riesenenttäuschung wäre, wenn die Türkei nicht der EU beitreten dürfte. In der FAZ erkundet Martin Mosebach die Gründe für den Erfolg von Dan Browns Roman "Sakrileg", während die NZZ die Dreharbeiten zur Verfilmung dieses Romans beobachtet. Die SZ konstatiert: "Der Honeymoon zwischen Architektur und Zeitgeist ist vorbei."
Bücherschau des Tages
06.07.2005 Mit Kritiken zu V.S. Naipaul: "Magische Saat" in der SZ, Michael Ondaatje: "Die Kunst des Filmschnitts" in der SZ, Svenja Leiber: "Büchsenlicht" in der FR, David Albahari: "Fünf Wörter" in der FR und Alfred C. Mierzejewski: "Ludwig Erhard" in der FR.
Vorgeblättert
06.07.2005 Paravion heißt das Land, aus dem die Träume sind, und auch Baba Baluk verfällt seinem Zauber: seinen Parks voller verführerischer Mädchen, dem Kaffeehaus, in dem die Einwanderer von den treuen Frauen ihrer Heimat träumen... Lesen Sie einen Auszug aus dem Roman "Paravion" des marokkanischen Schriftstellers Hafid Bouazza.
Medienticker-Archiv
06.07.2005 Heute u.a.: Literaturpreise unter Korruptionsverdacht - Sind Sie konservativ, Thomas Meinecke? - Trojaner versteckt sich in Telekom-Rechnung - Alle Zeichen stehen auf Rot - What will be the future? - Tune in, turn on, boot up - TV-Verbot für Sodann wäre diskrimierend - Ein klassische win-win-Situation - Das Ganze ist ein TV-Problem - Scheitern programmiert + Todesmüdigkeit. Von Rüdiger Dingemann
Donnerstag, 07.07.2005
Heute in den Feuilletons
07.07.2005 In der Zeit sorgt sich Ronald Dworkin, dass die USA Mut und Würde ihrer Sicherheit opfern könnten. Die FAZ empfängt den ersten chinesischen Geländewagen auf europäischem Boden. Die SZ gibt Raymond Carver die Schuld an der Monotonie der deutschen Gegenwartsliteratur. Die FR bilanziert rot-grüne Kulturpolitik. Im Tagesspiegel verpackt Volker Schlöndorff seine Botschaft in Schokolade. Die taz lauscht dem zweiten Tonwechsel von John Cages "Organ2/ASLSP" in Halberstadt. Und Spiegel Online fürchtet einen Angriff der Briten auf Schleswig-Holstein.
Bücherschau des Tages
07.07.2005 Mit Kritiken zu Peter Schneider: "Skylla" in der NZZ, Gerd Langguth: "Angela Merkel" in der ZEIT, Paul Morand: "Aufzeichnungen eines notorischen Schwimmers" in der NZZ, Tomas Eloy Martinez: "Der Tangosänger" in der ZEIT und Philippe Jaccottet: "Der Pilger und seine Schale" in der ZEIT.
Medienticker-Archiv
07.07.2005 Heute u.a.: Softwarepatente-Tigersprung des EU-Parlaments - Alles fest im Griff - Falscher Potter-Roman im Internet - Der Böse und das Biest - US-Reporterin Miller kommt ins Gefängnis - Fernsehen: Angriff auf das Gehirn? - Sodann bleibt Kommissar - Der Mörder und die Frauen - Geldof macht alles nur noch schlimmer - Der Duden wird 125 + Winders Wörterbuch zur Gegenwart. Von Rüdiger Dingemann
Freitag, 08.07.2005
Heute in den Feuilletons
08.07.2005 Alle Zeitungen sind heute voll mit Berichten und Kommentaren über die Bombenanschläge in London. Wir werden dazu gleich noch einen Link des Tages online stellen. Jetzt erstmal die Feuilletons: In der SZ bestätigt Alexander Linklater, was wir alle gestern im Fernsehen sehen konnten: Angesichts von Terror und Bomben holten die Briten das Beste aus sich heraus. Die FAZ ärgert sich maßlos über die Unfähigkeit deutscher Fernsehsender, angemessen und professionell auf Katastrophen zu reagieren. Die NZZ beobachtet deutsche Watchblogs. Die FR hat in Edinburgh das Ende der politischen Festivalkultur erlebt.
Bücherschau des Tages
08.07.2005 Mit Kritiken zu Robert Castel: "Die Stärkung des Sozialen" in der SZ, Martin Pfundner: "Die Alpenfahrt 1910 - 1973" in der SZ, Joachim Helfer: "Nicht zu zweit" in der FAZ, Erin Cosgrove: "Die Baader-Meinhof-Affäre" in der FAZ und Kerstin Ekman: "Zeit aus Glas" in der SZ.
Link des Tages
08.07.2005 Ein Dossier mit Pressestimmen zu den Bombenattentaten vom 7. Juli 2005 in London.
Medienticker-Archiv
08.07.2005 Heute u.a.: Lotse durch die Informationsflut - Scheitern will gelernt sein - Blogger und die Londoner Anschläge - Klick, Klick, Klick: Kündigung - Medien in den USA - Europas Regierungen bremsen IT-Ausgaben ein - Mobile Downloads werden zum Multi-Milliardengeschäft - Google öffnet Wechselstube - Telefonieren billig, E-Mail teuer + Kleiner Trojaner mit großer Wirkung. Von Rüdiger Dingemann
Samstag, 09.07.2005
Heute in den Feuilletons
09.07.2005 In der FAZ gibt A.L. Kennedy Tony Blair die Schuld an den Londoner Attentaten, und Ian McEwan schildert die Stimmung in der verletzten Stadt. Die taz bringt eine Liebeserklärung an die Filmemacherin Claire Denis. In der NZZ schreibt Laszlo Földenyi über seine Liebe zur deutschen Kultur. In der Welt erklärt Juri Andruchowytsch, warum Europa die Ukraine braucht. In der FR erklärt Hortensia Völckers die Arbeit der Bundeskulturstiftung. Die SZ besucht den funny Kafka Kim Young-ha.
Bücherschau des Tages
09.07.2005 Mit Kritiken zu Beqe Cufaj: "Der Glanz der Fremde" in der NZZ, Thomas P. Weber: "Darwin und die neuen Biowissenschaften" in der TAZ, Richard Sennett: "Die Kultur des Neuen Kapitalismus" in der TAZ, John Dupre: "Darwins Vermächtnis" in der TAZ und Detlef Bald: "Die Bundeswehr" in der NZZ.
Montag, 11.07.2005
Heute in den Feuilletons
11.07.2005 In der SZ fürchtet der britische Autor Lawrence Norfolk, dass nach den Attentaten eine chauvinistische Stimmung entstehen könnte. Im Tagesspiegel beschreibt der bosnische Dramatiker Almir Basovic das Morden von Srebenica als zeitgenössische Tragödie. In der taz erzählt Marcel Marceau, wie ihm die Pantomime einmal das Leben rettete. Der deutsche Filmpreis für "Alles auf Zucker" löst etwas missgelaunte Reaktionen aus. Und in der FAZ entdeckt die Fotokünstlerin Haleh Anvari einen paradoxen Hoffnungsschimmer im Ausgang der iranischen Wahlen.
Die Buchmacher
11.07.2005 In dieser Woche: Warum Marcel Reich-Ranicki das Literarische Quartett nun doch wieder öfter exhumieren möchte. Was der sechste Potter bringt. Und welche Kriterien deutsche Sachbücher erfüllen müssen, um auch in den USA erfolgreich zu sein. Von Sandra Evertz
Bücherschau des Tages
11.07.2005 Mit Kritiken zu Joschka Fischer: "Die Rückkehr der Geschichte" in der FAZ, Olga Flor: "Talschluss" in der FAZ, Yann Martel: "Die Hintergründe zu den Helsinki-Roccamatios" in der SZ, Uri Avnery: "In den Feldern der Philister" in der FAZ und Avraham Barkai: "Oscar Wassermann und die Deutsche Bank" in der SZ.
Medienticker-Archiv
11.07.2005 Heute u.a.: Wie wirklich ist die Wirklichkeit? - Politik und Medien gehen dem Terror wieder einmal in die Falle - Thomas Langs "Am Seil" - Deutschlands skurrilste Website gewählt - Verschiebung im Bild - Und immer wieder der eine Tag im Mai: Zum Tod von Claude Simon + Trojanische Technologien .Von Rüdiger Dingemann
Dienstag, 12.07.2005
Magazinrundschau
12.07.2005 Foreign Affairs warnt vor islamischen Attentätern mit europäischem Pass. In der Gazeta Wyborcza zieht Timothy Garton Ash eine Lehre aus den Anschlägen in London: Es gibt keine Außenpolitik mehr. Pascal Bruckner fragt sich im Figaro, ob die Europäer den Geschmack an der Freiheit verloren haben. In Plus-Minus charakterisiert Agnes Heller die Terroristen als frustrierte Intellektuelle mit wenig Talent. Im Espresso wundert sich Andrzej Stasiuk über die symbolische Erhöhung des polnischen Klempners. Im ES-Magazin feiert György Konrad den Hedonismus des europäischen Gehirns. Und Al Ahram skizziert die transglobale HipHop-Umma.
Heute in den Feuilletons
12.07.2005 In der NZZ fordert der Soziologe Tahir Abbas eine tiefgreifende Veränderung des Islam. Der Prozess gegen den mutmaßlichen Mörder von Theo van Gogh beschäftigt auch die Feuilletons. In der Welt möchte der niederländische Journalist Jaffe Vink der Zivilisation ihre Feinde zurückgeben. Und die taz lässt aus einem Vergleich der britischen und der niederländischen Gesellschaft erstere als Sieger hervorgehen. In der SZ bekennt der serbische Autor Vladimir Arsenijevic seine Scham über das Massaker von Srebrenica. In der FR lässt sich Georg Klein von Isabel Allendes "Zorro" nicht beeindrucken.
Bücherschau des Tages
12.07.2005 Mit Kritiken zu Jenny Erpenbeck: "Wörterbuch" in der NZZ, Heinz Ludwig Arnold: "Von Unvollendeten" in der NZZ, Johann Nestroy: "Johann Nestroy: Sämtliche Briefe" in der NZZ, : "Germany and the Middle East 1871-1945" in der SZ und Armin Mueller-Stahl: "Hannah" in der FAZ.
Medienticker-Archiv
12.07.2005 Heute u.a.: Die neuen Bibliotheken von Alexandria - Harry Potter: Gericht verordnet Schweigen - Disneys Achterbahnfahrt der Gefühle - Er wollte nichts erklären, sondern zeigen: Claude Simon - Tageszeitungen verlieren an Reichweite - Die Skandinavier sind hungrig - Kanzlerrede für Boenisch - Internet-Verband bemängelt Breitband-Internet - Zeitdokumente vom Dachboden + Ferne Eltern. Von Rüdiger Dingemann
Mittwoch, 13.07.2005
Heute in den Feuilletons
13.07.2005 Aus Anlass der großen Goya-Ausstellung in Berlin prägt der Tagesspiegel den feierlichen Satz: "Goya ist nicht der Prophet der Moderne, sondern der Künder des modernen Alptraums schlechthin." In der taz analysiert Heinrich-August Winkler die europäische Stimmung nach dem Scheitern der Verfassungsreferenden. Die FAZ stellt Dani Karavans Denkmal für die verschwundene Synagoge der Stadt Regensburg vor. In der Welt meint Edward Luttwak: Wir sollten mit den Maßnahmen gegen den Terror nicht übertreiben. Der Kampf gegen den Terror ist ja auch gar kein Krieg meint der Soziologe Dierk Walter in der SZ.
Bücherschau des Tages
13.07.2005 Mit Kritiken zu Roger Willemsen: "Kleine Lichter" in der SZ, Roger Willemsen: "Kleine Lichter" in der FR, Thomas P. Weber: "Darwin und die neuen Biowissenschaften" in der FAZ, Yann Martel: "Die Hintergründe zu den Helsinki-Roccamatios" in der FAZ und Dirk Blasius: "Weimars Ende" in der FR.
Medienticker-Archiv
13.07.2005 Heute u.a.: Statt Klassikern: Hilfe, Harry Potter macht Schule! - Download aus Moskau - Verleger bestehen auf steuerfreien Zuschlägen - Eine Zeitung ohne Verlag - Karstadt beißt bei Verlagen auf Granit - Zwei Drittel der Kinofilme online verfügbar - Die Kannibalen sind unter uns - Merkels Aschenputtel-Strategie + Pathos im Verhuschten. Von Rüdiger Dingemann
Meldungen
13.07.2005 In unserer Leserumfrage vor zwei Wochen haben wir unsere Leser gefragt, ob sie Anregungen haben. Haben sie!
Donnerstag, 14.07.2005
Heute in den Feuilletons
14.07.2005 Im Zeit-Interview erklärt Ian Buruma, warum die Anschläge von London nicht als Rache für den Irakkrieg gedeutet werden sollten. Die NZZ staunt über die ungeheuer vielfältige Popmusik des indonesischen Archipels. In der SZ wünscht sich Richard Swartz den Kommunismus zurück - denn das war ein Feind, mit dem man es sich gemütlich machen konnte. Im Interview mit der Welt beschreibt Ulrich Beck die Brasilianisierung unserer Arbeitsmärkte. Die FAZ staunt über die Wahrhaftigkeit der Goyaschen Kartoffelnasen.
Bücherschau des Tages
14.07.2005 Mit Kritiken zu Ian McEwan: "Saturday" in der TAZ, Tim Parks: "Weißes Wasser" in der SZ, Nick Hornby: "A Long Way Down" in der ZEIT, Richard Sennett: "Die Kultur des Neuen Kapitalismus" in der NZZ und James Pastouna: "Guantanamo Bay" in der ZEIT.
Medienticker-Archiv
14.07.2005 Heute u.a.: Zeitgeist und die Sehnsucht nach Ruhe - 1,4 Mio Harry-Potter-Vorbestellungen - Die Bombenanschläge und das Harry-Potter-Marketing - Das Buch ausliefern - Web.de integriert Wikipedia - Internetarchiv verklagt - Gesetze gegen Geld - Jedem vierten Zeitungsverlag droht das Aus - Dicke Suppe - Unsachlich und untergriffig - Internet per Stromnetz - Die Lebenslüge der deutschen Politik + Nachtwachen für Adorno. Von Rüdiger Dingemann
Freitag, 15.07.2005
Heute in den Feuilletons
15.07.2005 Europa muss eine Sache des Herzens und der Jugend werden, fordert Urs Schoettli in der NZZ. Freiheit oder Einheit - Europa muss sich entscheiden, fordert Ralf Dahrendorf in der SZ. In der FR lehnt Felicitas Hoppe das "Kennzeichen konservativ" ab. Die taz stellt das neue Ding aus der Karibik vor. Und in der FAZ vermutet der Biologe Manfred Laubichler politische Motive hinter dem Zeitungskommentar des Wiener Kardinals Schönborn zur Evolutionslehre.
Bücherschau des Tages
15.07.2005 Mit Kritiken zu Christoph Menke: "Die Gegenwart der Tragödie" in der FAZ, Samuel Butler: " Wollschwein und Tafelsilber" in der SZ, Marguerite Droz-Emmert: "Catharina van Hemessen" in der SZ, Jakub Deml: "Pilger des Tages und der Nacht" in der FAZ und Leon de Winter: "Malibu" in der SZ.
Medienticker-Archiv
15.07.2005 Heute u.a.: Pisa-Aufgaben und -Lösungen - Deutsche Suche bei Yahoo wird globaler - Internet sorgt für gute Geschäfte im Buchhandel - Buchbranche: Erstes Umsatzplus seit drei Jahren - Fans übersetzen Harry Potter im Netz - Autoren über Ebay gesucht! - Internet-ADAC gegründet - Wikipedia taugt nicht als Wahlkampftool + Sind Sie konservativ, Felicitas Hoppe? Von Rüdiger Dingemann
Samstag, 16.07.2005
Heute in den Feuilletons
16.07.2005 "Die deutschen Achtundsechziger waren ihren Eltern auf elende Weise ähnlich", stellt Götz Aly in der Welt zu Wolfgang Kraushaars Enthüllungen zum geplanten Bombenanschlag im Jüdischen Gemeindehaus 1969 fest. Außerdem verrät Jonathan Franzen, warum die Helden seines neuen Romans so deutsch sind. Die NZZ entdeckt in der Kunst frühe Hinweise auf 1968. In der FAZ stellt der Paläobiologe Simon Conway Morris klar: Kreationisten sind kümmerliche Technokraten. Die FR nimmt Abschied von ihrem nun veräußerten Verlagshaus in Frankfurt, während die taz mit dem Taurus-Express luxuriös von Istanbul nach Bagdad reist. Der Bundesverfassungsrichter Udo di Fabio erinnert die SZ mit seiner apologetischen Haltung zu den Deutschen im Nationalsozialismus an Steffen Heitmann.
Bücherschau des Tages
16.07.2005 Mit Kritiken zu Hans-Ulrich Treichel: "Menschenflug" in der TAZ, Cees Nooteboom: "Paradies verloren" in der FR, Jorge Edwards: "Der Ursprung der Welt" in der SZ, Rolf-Dieter Brinkmann: "Westwärts 1 & 2" in der NZZ und Ayaan Hirsi Ali: "Ich klage an" in der TAZ.
Montag, 18.07.2005
Heute in den Feuilletons
18.07.2005 Harry Potter 6 ist raus. Die deutschen Feuiletons haben in Windeseile gelesen und kommen zu zwiespältigen Eindrücken: Ist HP 6 nur ein Prolog zum finalen HP 7? Schafft es J.K. Rowling, die Fäden zusammenzuhalten? Die taz fragt anlässlich von Wolfgang Kraushaars Buch über den Bombenanschlag auf die jüdische Gemeinde in Berlin im Jahr 1969: Wie antisemtisch war die deutsche Linke?
Bücherschau des Tages
18.07.2005 Mit Kritiken zu John Maynard Keynes: "Freund und Feind" in der FAZ, Michael Wildenhain: "Russisch Brot" in der FR, Ulrich Deupmann: "Die Macht der Kinder" in der SZ, Hans Ulrich Gumbrecht: "Lob des Sports" in der SZ und Panos Karnezis: "Der Irrgarten" in der FAZ.
Vorgeblättert
18.07.2005 Zufall oder Schicksal? Ein sechzigjähriger Schriftsteller kommt zur Vorstellung seines Buches "L'art d'oublier" nach Paris und begegnet dort einer Frau, die er nicht wiedererkennt... Lesen Sie einen Auszug aus "Eine Liebe in Paris" des niederländischen Schriftstellers Remco Campert.
Medienticker-Archiv
18.07.2005 Heute u.a.: Irakkrieg als TV-Serie - Vergilbtes macht Karriere - Neue Kalkulationen: Der Papst und Harry Potter - Das Geschäft mit dem Goldflegel: Der nächste Harry-Potter-Rausch - Von Büchern zu Kondomen: Amazon unter Konkurrenzdruck + Zu viel ist nicht genug: Donald Sutherland wird siebzig. Von Rüdiger Dingemann
Dienstag, 19.07.2005
Magazinrundschau
19.07.2005 Im Espresso erklärt Umberto Eco, wie Priester die Katholiken vom Fundamentalismus abhalten. Outlook India erklärt den Briten, warum es keine britischen Asiaten gibt. Ozon grübelt über Tony Blair. Im Spiegel ärgert sich Ian McEwan über die Selbstgefälligkeit der Gegner des Irakkriegs. Der Spectator zeichnet die kommunistische Karriere des albanischen Schriftstellers Ismail Kadare nach. Im Nouvel Obs erklärt der Ethnologe Philippe Descola, was wir von den Jivaro lernen können. Das TLS stellt den Wittgenstein der Musikgeschichte vor. Das ES-Magazin feiert den Siebenbürger Schriftsteller Jehan Calvus. Im New York Times Magazine muss sich Michael Ignatieff von iranischen Studentinnen über die Universalität der Menschenrechte aufklären lassen.
Heute in den Feuilletons
19.07.2005 In der NZZ beschuldigt Ludwig Ammann die niederländische Politikerin Ayaan Hirsi Ali der "gezielten Lüge" über den Islam. In der FR meint Gerd Koenen, dass der geplante Anschlag auf das jüdische Gemeindehaus im Jahr 1969 nicht einfach Ausdruck eines linken Antisemistismus war. Die FAZ lotet die moralischen Abgründe aus, die Horst Köhler nun durchschreiten muss. Die SZ erklärt, warum moderne Regisseure nichts mit Schiller anfangen können, ihn aber dennoch inszenieren. Der Tagesspiegel fragt: Wie soll die Welt ohne "Kodachrome 40" auskommen?
Bücherschau des Tages
19.07.2005 Mit Kritiken zu Yasmina Reza: "Adam Haberberg" in der FR, Necla Kelek: "Die fremde Braut" in der NZZ, Hans Pleschinski: "Leichtes Licht" in der FR, Paula Fox: "Luisa" in der NZZ und Julie Orringer: "Unter Wasser atmen" in der SZ.
In eigener Sache
19.07.2005 Digo Chakraverty hat ein Perlentaucher Search-Plugin für die Mozilla Browser entwickelt.
Medienticker-Archiv
19.07.2005 Heute u.a.: Streit um Rechtschreibreform neu entfacht - Warnung vor Googles Datensammlung - Hacken für die Online-Mafia - Wenn dem Chef der Kragen platzt - Infineon-Ex-Vorstand und 259.000 Euro Schmiergeld - Das alte Werk und das Meer + Läuft und läuft und läuft. Von Rüdiger Dingemann
Mittwoch, 20.07.2005
Heute in den Feuilletons
20.07.2005 In der Berliner Zeitung plädiert CDU-Politikerin Monika Grütters für ein Bundeskulturministerium. Die NZZ sorgt sich um den iranischen Journalisten Akbar Ganji. Die FR ärgert sich über schablonenhafte Kapitalismuskritik in Deutschland. In der taz erklärt die Schriftstellerin Ariane Grundies Harry Potter, wer zu den deutschen Fräuleinwundern zählt und wer nicht. In der SZ hofft der Politologe Franz Walter auf eine Große Koalition. Die FAZ kann weder dem britischen noch dem türkischen Multikulturalismus etwas abgewinnen.
Bücherschau des Tages
20.07.2005 Mit Kritiken zu Ian McEwan: "Saturday" in der NZZ, Herfried Münkler: "Imperien" in der NZZ, : "Der Maji-Maji-Krieg in Deutsch-Ostafrika 1905-1907" in der SZ, Hermann Vinke: "Fritz Hartnagel" in der FR und Alfred Grosser: "Wie anders ist Frankreich?" in der FR.
Medienticker-Archiv
20.07.2005 Heute u.a.: Rechtschreibreform: Niedersachsen lässt Bayern und NRW im Regen stehen - Duden nun auf allen Smartphones und PDAs - Harry Potter: verzaubert Aktien der Verlage, bricht alle Verkaufsrekorde und es geht noch billiger - Schmiergeld-Skandal bei Infineon - Product Placement ist die Pest - NBC Universal startet Free-TV-Sender - Amazon und Cendant zanken sich + Das Immer-mehr-Wollen der Susi Gern. Von Rüdiger Dingemann
Donnerstag, 21.07.2005
Heute in den Feuilletons
21.07.2005 Bausch dein Kopftuch! Die Zeit stellt den neuen, den coolen Islamismus vor. Die NZZ schildert einen Konflikt im polnischen Bilgoraj: Soll man ein Denkmal für Isaac Bashevis Singer setzen? In der FR fragt Martin Mosebach: Kann man heute denn noch konservativ sein? In der taz antwortet Alexander Gauland mit ja. Die SZ sehnt sich angesichts von Verunglimpfungen wie "Dr. Schwesterwelle" nach politisch korrekt bedruckten Batikbeuteln zurück. In der FAZ beschwert sich Hans Magnus Enzensberger über die nachlassende Qualität amerikanischer Siege.
Bücherschau des Tages
21.07.2005 Mit Kritiken zu Hans-Ulrich Treichel: "Menschenflug" in der NZZ, Svenja Leiber: "Büchsenlicht" in der SZ, Ernst Bloch: "Die Abenteuer der Treue" in der NZZ, Itzik Manger: "Dunkelgold" in der ZEIT und Christoph Menke: "Die Gegenwart der Tragödie" in der ZEIT.
Medienticker-Archiv
21.07.2005 Heute u.a.: Amazon.de startet Search Inside - Konzentration im Buchhandel steigt - WAZ-Gruppe steigt bei RTL Group aus - Tatort rechtsfreier Raum - Die Heimtücke der Haushaltsleiter - Google Moon: Der Mond ist aus Käse - Datenschutzrisiko Google? - Bloß nicht den Journalisten gefallen + Sind Sie konservativ, Martin Mosebach? Von Rüdiger Dingemann
Freitag, 22.07.2005
Heute in den Feuilletons
22.07.2005 In der Berliner Zeitung erklärt Michael Walzer, warum er nicht glaubt, dass der islamische Terrorismus eine Reaktion auf den Irak-Krieg sei. In der FR schreibt Micha Brumlik über die unheimliche Allianz von antisemitischen Achtundsechzigern und dem Verfassungsschutz im Jahre 1969. Die FAZ hat deutsche Schulbücher gelesen - der Völkermord an den Armeniern kommt praktisch nirgends vor. Die SZ hat kein Mitleid mit den Franzosen, die gezwungen werden, amerikanisches Joghurt zu essen. In der NZZ lernen wir Englisch mit Samuel Johnson: "Giglet, Fopdoodle, Dandiprat, Jobbernowl".
Bücherschau des Tages
22.07.2005 Mit Kritiken zu Sven Hanuschek: "Elias Canetti" in der TAZ, Herfried Münkler: "Imperien" in der SZ, Ian McEwan: "Saturday" in der SZ, Sonja Hilzinger: "Das Leben fängt heute an" in der FAZ und Malcolm Gladwell: "Blink!" in der FAZ.
Medienticker-Archiv
22.07.2005 Heute u.a.: Amazons Marketplace: Gefälschte Verkaufs-E-Mails - Grenze zum Fachchinesisch - Ebay gibt den Zockern wieder Futter - Und es hat Blog gemacht - Der Nachbarschafts-Netzwerker - GTA-Schweinkram - Handy als Personalausweis - Nach dem Ende der rot-gruenen Literatur - Wanderhure und Almwiesenfrau + Jakob Maria Mierscheid zur Rechtschreibreform. Von Rüdiger Dingemann
Post aus der Walachei
22.07.2005 Früher wollten alle in die Stadt Bukarest ziehen. Heute wollen alle raus. Ein kleines Panorama des Wohnens in Rumänien.
Samstag, 23.07.2005
Heute in den Feuilletons
23.07.2005 Die NZZ polemisiert am Beispiel von A. L. Kennedy gegen die linke Sucht, schuld zu sein. In der taz erklärt Ian Buruma, warum der europäische Wohlfahrtsstaat die Integration von Migranten erschwert. Die FR widmet sich der Vollwertkostrepublik Deutschland. In der SZ nimmt Andrzej Stasiuk dem polnischen Klempner jeglichen Nimbus. Die FAZ erkennt in den Attentaten auf London eine Radikalisierung des Attentätertums. In der Welt schreibt Michael Maar eine tagesprophetische Rezension über Harry Potter 7, und Niall Ferguson denkt über die Londoner Attentate nach.
Bücherschau des Tages
23.07.2005 Mit Kritiken zu Jonathan Franzen: "Schweres Beben" in der TAZ, Jonathan Franzen: "Schweres Beben" in der NZZ, Hans-Peter Schwarz: "Republik ohne Kompass" in der NZZ, Elias Canetti: "Aufzeichnungen für Marie-Louise" in der NZZ und Christa Wolf: "Mit anderem Blick" in der TAZ.
Montag, 25.07.2005
Heute in den Feuilletons
25.07.2005 Eines erfahren wir schon über Christoph Marthalers "Tristan"-Inszenierung, die heute die Bayreuther Festspiele eröffnet: An der Wand wird's 'ne Menge Lichtschalter geben, verrät die Bühnenbildnerin Anna Viebrock in der SZ. In der FAZ verrät Angela Merkel, was sie am "Tristan" so umtreibt: das Durchscheinen des bitteren Endes. In der taz wird die Diskussion über die Frage des Antisemitismus der 68er fortgesetzt. In der FR erklärt der Philosoph Lutz Wingert die wahren Gründe für das französische und niederländische "Nein".
Bücherschau des Tages
25.07.2005 Mit Kritiken zu Udo Di Fabio: "Die Kultur der Freiheit" in der FAZ, Hermann Kant: "Kino" in der FR, Gabriele Gillen: "Hartz IV" in der SZ, Maria Frise: "Meine schlesische Familie und ich" in der FR und Muriel Spark: "Der letzte Schliff" in der FAZ.
Vorgeblättert
25.07.2005 "Wie heißt du? - Larus. - Er sah wieder auf den Monitor ... . - Larus Ludvigsson?, fragte er. - Ja. - Du bist tot. - Was? - Du bist im Einwohnerverzeichnis als tot eingetragen. - Aber ich bin Larus. - Ich kann einem Toten kein Video ausleihen. - Wann bin ich denn gestorben? ..." Zu lesen sind solche und andere Gespräche in Reykjavik in "Zuhause", dem ersten Roman von Kristof Magnusson. Hier der Anfang.
Medienticker-Archiv
25.07.2005 Heute u.a.: Elias Canetti: Der Mann, der mit Menschen kegelte: Da lachst Du, was! Aus dem Nachlass des Bruders - Danke, es ist sehr einsam hier oben - Wikimania 2005: Inhalte, Technik und Soziologie von Wikis - Bonbonniere Bayreuth + Nur acht Köhler-Sätze. Von Rüdiger Dingemann
Dienstag, 26.07.2005
Magazinrundschau
26.07.2005 In der New York Review of Books fürchtet Peter W. Galbraith, die Schiiten könnten den Irak übernehmen - ganz demokratisch. Der Spectator feiert die Größe Britanniens. Polityka fürchtet, der Antiislamismus könnte der neue Antisemitismus werden. Al-Ahram stellt zwei Bücher über Al Dschasira vor. Magyar Narancs feiert den ethischen Kapitalismus eines Budapester Fahrradkuriers. In Nepszabadsag erklärt Peter Bartok, warum Herzog Blaubart nicht mehr als drei Ehefrauen haben sollte. Im Guardian schildert Jane Stevenson ihre Erfahrungen im größten Männerclub der Welt. Die New York Times besucht ein Altersheim für Labor-Schimpansen.
Heute in den Feuilletons
26.07.2005 In der SZ fürchtet der Schriftsteller Alaa al-Aswani, dass die ägyptische Regierung durch ihre Repressionsmaßnahmen den Terror eher noch fördert. Im Figaro schreibt Gilles Kepel über die Rolle des Internets bei den Islamisten. Die NZZ berichtet über die Erfolge eines italienischen Films über Karol Woytila in Polen. In der taz formuliert Michael Rutschky ein Naturgesetz: Nur eine Linke, die sich verrät, ist fähig zu Politik. Die Welt rät: Keine Angst vor einer großen Koalition.
Bücherschau des Tages
26.07.2005 Mit Kritiken zu Adolf Muschg: "Eikan, du bist spät" in der FR, Raoul Schrott: "Handbuch der Wolkenputzerei" in der SZ, Durs Grünbein: "An Seneca. Postskriptum / Seneca: Die Kürze des Lebens" in der FAZ, Valeria Parrella: "Die Signora, die ich werden wollte" in der NZZ und Michel Serres: "Atlas" in der FR.
Medienticker-Archiv
26.07.2005 Heute u.a.: Löffel abgeben - Alles in Ordnung - Suchmaschinen finden vertrauliche Dokumente - Google startet Programmierwettbewerb - Bild plant Gratiszeitung - Multimedia im Flieger - Singet, und dann schweiget für immerdar! - Dr. Sommer untersucht die Internet-Generation - Schaulaufen auf Nummer sicher - Kandidatin mit Kultur: Glaube, Merkel, Hoffnung + Ein warmer, fester Ton: Zum Tod von Albert Mangelsdorff. Von Rüdiger Dingemann
Mittwoch, 27.07.2005
Heute in den Feuilletons
27.07.2005 Oh je oh je! Christoph Marthalers Bayreuther "Tristan"-Inszenierung kommt gar nicht gut weg. Die Sänger gurgeln, das Orchester brüllt (so FAZ und SZ) Und Jerry Lewis tritt als Sparkassendirektor auf (so die FR). Glücklich ist aber zumindest die FAZ über Barbara Freys "Wiener Wald"-Inszenierung, die das Drama genialerweise beim Wort nimmt. Robert Menasse geißelte im Standard die Barbarei der Hochkultur in Salzburg.
Bücherschau des Tages
27.07.2005 Mit Kritiken zu Jonathan Franzen: "Schweres Beben" in der SZ, Bora Cosic: "Das Land Null" in der FAZ, Ludwig Norz / Jean-Paul Picaper: "Die Kinder der Schande" in der FR, Dino Buzzati: "Wie die Bären einst Sizilien eroberten" in der NZZ und Sandra Kalniete: "Mit Ballschuhen im sibirischen Schnee" in der FAZ.
Medienticker-Archiv
27.07.2005 Heute u.a.: Handkes Schreiben vor dem Schreiben - Von der Größe des Tierstimmenimitators - Die bewegten Blogs und Blogger-Pech: Chef liest mit - Amazon übertrifft Erwartungen der Analysten - Google als News-Aggregator - Keine Updates für Raubkopierer - Jakob Augstein bandelt mit der Zeit an - Weia, Walla, Winkewinke vor Wagners wogen dem Wohllaut-Wahnsinn + Plitsch, Plopp, Plöpp! Von Rüdiger Dingemann
Donnerstag, 28.07.2005
Heute in den Feuilletons
28.07.2005 Die Zeit schlägt den Angriff der Killerscheiben zurück. Die taz liefert allererste Einblicke in Ingo Schulzes stark erwarteten und sehr dicken Roman "Starke Leben". In der FR bittet der Historiker Aribert Reimann, die spezifisch ästhetischen Traditionen des Kunzelmannschen Terrorismus bei der Beurteilung des Bombenanschlags auf die Jüdische Gemeinde Berlins am 9. November 1969 in Rechnung stellen zu wollen. Im Tagesspiegel fragt Moritz Rinke: "Wo ist denn da der Konservatismus geblieben?" Die Welt schildert die Urangst der polnischen Rechten vor euroenthusiastischen Schwulen.
Bücherschau des Tages
28.07.2005 Mit Kritiken zu Sven Hanuschek: "Elias Canetti" in der ZEIT, Ian McEwan: "Saturday" in der ZEIT, Stewart O'Nan: "Abschied von Chautauqua" in der FR, Tim Parks: "Weißes Wasser" in der ZEIT und Elias Canetti: "Aufzeichnungen für Marie-Louise" in der ZEIT.
Medienticker-Archiv
28.07.2005 Heute u.a.: Ein Fernsehkrieg, der süchtig macht - Rußlands größter Spammer getötet - Avantgardistisches Cross-Over - Mit dem Handy auf Maria-Pirsch - Kein Freibrief für Überwachungen - Microsoft radiert Apple aus - Zappeladolf, Struwwelhitler - Nicht unterzukriegen - Lesen und Spenden + Handy weg, Unanständiges drin? Von Rüdiger Dingemann
Freitag, 29.07.2005
Heute in den Feuilletons
29.07.2005 In der SZ erklärt Anselm Kiefer, warum er im Moment noch Maler ist. In der FAZ klagt G. Ulrich Großmann vom Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg über den Niedergang der deutschen Kulturpolitik und ihrer Etats. Die taz porträtiert den Plattensammler und Archivar Frank Maier. In der Welt erklärt Haim Watzman, warum die Polizisten, die Jean Charles Menezes erschossen, richtig handelten. Die NZZ stellt die Palestinian Rappers vor.
Bücherschau des Tages
29.07.2005 Mit Kritiken zu Ian McEwan: "Saturday" in der FR, Helmut Koopmann: "Thomas Mann - Heinrich Mann" in der SZ, Uwe Schultz: "Madame de Pompadour" in der FAZ, Rainer Maria Rilke: "Silberne Schlangen" in der FAZ und Niels Christie: "Wieviel Kriminalität braucht die Gesellschaft?" in der SZ.
Medienticker-Archiv
29.07.2005 Heute u.a.: Wenn Melancholiker traurig schunkeln - Adolf Muschg meint: "Ihr seid traumatisiert" - Letzter Besuch beim Kanzler - Potter-Preisrhetorik - Botschaft aus dem Jenseits - Weltstar, Wendehals, Widerstandskämpfer - Caroline-Urteil: 150.000 Euro Schadenersatz - Und die Erde ist doch eine Scheibe + Schmäh und Schmähung: Kommt ein Paradeiser nach Cordoba und überrollt einen Piefke. Von Rüdiger Dingemann
Samstag, 30.07.2005
Heute in den Feuilletons
30.07.2005 In der Welt geißelt Hans Ulrich Gumbrecht das geschichtsversessene Biedermeier, das über all die Gedenk- und Jahrestage das heutige Leben vergisst. Die FAZ mahnt: Wer Blüten in Bayreuth pflücken möchte, muss an den Musikschulen säen. Die NZZ berichtet von einem literarischen Mauerfall am Vulkansee des Baekdu-Berges in Nordkorea. Die SZ wünscht sich einen selbstbewussteren Konservatismus in Deutschland. In der Berliner Zeitung erinnert sich Egon Bahr an die quälenden Zeiten der Großen Koalition. Die taz porträtiert den Künstler Douglas Gordon.
Bücherschau des Tages
30.07.2005 Mit Kritiken zu Claus Leggewie / Erik Meyer: "'Ein Ort, an den man gerne geht'" in der TAZ, Martin Heidegger: "Zu Ernst Jünger" in der NZZ, Sudabeh Mohafez: "Wüstenhimmel" in der FR, Tobias Wolff: "Alte Schule" in der NZZ und Elsbeth Büchin / Alfred Denker: "Martin Heidegger und seine Heimat" in der NZZ.