Perlentaucher - Online Kulturmagazin mit Presseschau, Rezensionen, Feuilleton

zuletzt aktualisiert 10.02.2026, 15.41 Uhr
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  • Perlentaucher-Debatte Literaturkritik im Netz: Angestoßen von Wolfram Schütte. Mit Beiträgen von Sieglinde Geisel, Jan Dress und anderen
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  • Monotheismus-Debatte im Perlentaucher: Angestoßen von Jan Assmann. Mit Beiträgen von Klaus Müller, Peter Sloterdijk und anderen
  • Die Beschneidungsdebatte: im Perlentaucher und in anderen Medien
  • Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
  • Der dänische Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
  • Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
  • Der 11.September: Eine Presseschau
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Perlentaucher-Fakten

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Buchautoren

Perlentaucher Archiv

Sortiert nach Datum | Rubriken

Montag, 02.03.2009

Heute in den Feuilletons

Zack, ich bin Muslim

02.03.2009 In der taz beklagt der Islamwissenschaftler Jamal Malik die Islamisierung der Muslime - durch die Deutschen. Die FR wünscht dem Dramatiker Albert Ostermaier einen Lektor an den Hals. Pop ist Mist, behauptet Helge Schneider in der Berliner Zeitung. In der NZZ warnt Emir Kusturica vor dem reinen Gift Hollywoods. In der FAZ verteidigt der Anwalt Gunnar Schnabel das Recht jüdischer Erben, alle Rechtsmittel auszuschöpfen, um geraubte Kunst zurückzuerhalten.

Bücherschau des Tages

Schutzlos ausgeliefert

02.03.2009 Die SZ geht mit Matthias Zschokke "Auf Reisen" und staunt, wie sich dabei Melancholie und Skepsis in Eleganz und Leichtigkeit verwandeln. Begeistern kann sie sich auch für Magnus Mills' Roman "Entdecker des Jahrhunderts", in dem es um Maultiere geht. Erfrischend schräg findet die FR Sibylle Lewitscharoffs Bulgarien-Roman "Apostoloff". Die FAZ liest Andrea Maria Schenkels neuen Roman "Bunker".

Vorgeblättert

Vladimir Zarev: Familienbrand

02.03.2009 "Familienbrand" erzählt von der Familie Weltschev in einer Kleinstadt am Unterlauf der Donau zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Die unterschiedlichen Karrieren der Brüder spiegeln alle Möglichkeiten der Zeit wieder: Bankier, Fabrikant, Sozialist und ein Hellseher. Ein großes Epos, erzählt von dem bulgarischen Schriftsteller Vladimir Zarev. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Familienbrand".

Medienticker-Archiv

Das literarische Dorf

02.03.2009 Elke Heidenreichs "lesen!" auf litcolony.de nach vier Folgen - Zunder, Zaster und Zitronen: Warum sechs Kriminalromane das deutsche Geistesleben erschüttern - Hearst will online kassieren - New York Times mit Stadtteil-Blogs - Fehlgeburt: SZ stellt Familienmagazin "Wir" ein - E-Books auf libreka!: Viel digitaler Stoff - Hans Küng über Pius XII. + Jazz aus der Tube: Eddie 'Lockjaw' Davis' "Ghost of a Chance".

Virtualienmarkt

Das E-Book und die Folgen: größer als Gutenberg

02.03.2009 Das E-Book wird nicht nur kommen, es wird auch den Buchpreis und das Urheberrecht verändern - so sehen es heute auch der Verleger Jason Epstein und andere Akteure im internationalen Buchmarkt

Redaktionsblog - Im Ententeich

Börsenverein hackt Kindle?

02.03.2009 Ist es noch vor der deutschen Markteinführung des Amazon Kindle gelungen, das von dem US-amerikanischen Online-Buchhändler entwickelte E-Book-Lesegerät zu hacken? Das könnte man bei der Lektüre einer in der FAZ veröffentlichten dpa-Meldung meinen. Auf der vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels initiierten Online-Plattform libreka, so heißt es dort, sollen ab März 2009 100.000 Bücher zur Verfügung stehen, welche "direkt auf die gängigen E-Book-Lesegeräte 'Kindle' oder 'Reader' heruntergeladen werden können. Welcher "Reader" auch immer gemeint sein mag (der Adobe Reader? Sonys Reader Digital Book, das erst im März erhältlich sein soll?) - das "Kindle" ist jedenfalls dafür bekannt, dass darauf bislang nur solche E-Books angezeigt werden können, die der Kunde bei Amazon gekauft hat - ein Geschäftsmodell, das wegen seiner quasi-monopolistischen Struktur vielfach kritisiert worden ist (siehe auch). Sollte es den libreka-Machern etwa gelungen sein, das Amazon-Gerät zu hacken? Das wäre erstaunlich, setzt der Börsenverein sich sonst doch für ein "zivilisiertes Internet" ein, bekundet Sympathien für das französische Olivennes-Modell und verklagt gerade die Universität Würzburg, weil diese ihren Studierenden Lehrmaterial an Leseplätzen zugänglich gemacht hat. Oder strebt man mit Amazon, immerhin einem der größten Konkurrenten des…

Dienstag, 03.03.2009

Magazinrundschau

Demokratie ist eine Sünde

03.03.2009 In Salon.eu.sk kritisiert Jaroslav Formanek die Arroganz des BHL. Prospect erliegt der Verbindung von Schurken, Charme und Chablis in Odessa. In Dissent beschreibt der Historiker Michael B. Katz seine Erfahrungen als Geschworener in einem Mordprozess. Philosophen haben sogar eine eigene Art zu sterben, stellt Europa fest. In Edge.org erklärt Denis Dutton unseren Kunstsinn zum Produkt der Evolution. Frieden mit den Islamisten sucht Fareed Zakaria in Newsweek. In Outlook India erklärt uns der Islamist Maulana Sufi Mohammed, wie er sich diesen Frieden vorstellt. Der Observator Cultural lässt uns Stefan Agopian lesen.

Heute in den Feuilletons

Es ist auch eine Inhaltekrise

03.03.2009 Die Kulturwissenschaftlerin Mithu M. Sanyal erklärt in der taz den Unterschied zwischen Vulva und Vagina. Berliner Zeitung und SZ schreiben über den neuen Prozess gegen Michail Chodorkowski, dem nochmal 22 Jahre Lager drohen. Die FR beschreibt den Sieg der kleinen über die großen Verlage in den USA.

Bücherschau des Tages

Buch für Demokratiefeinde

03.03.2009 Sehr ausführlich setzt sich die SZ mit Nicholson Bakers heftig kritisiertem Buch über den Zweiten Weltkrieg "Menschenrauch" auseinander. Baker fragt darin, ob Churchill sich nicht besser mit Hitler friedlich geeinigt hätte. Mit Alex Capus bewundert sie zudem Schweizer "Himmelsstürmer". Die FAZ freut sich über eine Anthologie zum dichtenden Schmerzensmann Rolf Dieter Brinkmann.

Medienticker-Archiv

Artist in seiner Zirkuskuppel: turnend

03.03.2009 Wolfram Schütte über Daniel Kehlmanns "Ruhm" - Twitteratur auf 140 Zeichen: Literaten entdecken Twitter - Cebit 2009: Das Prinzip Hoffnung - Unliebsame Inhalte im Web 2.0: Die Weißwäscher kommen - Lobos Webciety: Das Netz der Welt - Ausgedruckt: Das rasche Sterben des US-Zeitungsmarktes - Aufm Pott: Die WAZ-Gruppe und die Parteien - Dafür zahl' ich nicht: Gegen doofes Fernsehen + Jazz aus der Tube: Gato Barbieris "Bolivia".

Im Kino

Der wahre Kowalski

03.03.2009 In seinem wohl letzten Film als Darsteller zeigt Clint Eastwood in "Gran Torino", was Worte vermögen - und wann ein Mann zur Tat schreiten muss. Zack Snyder bleibt in seiner mit Spannung erwarteten "Watchmen"-Verfilmung von Alan Moores Comicvorlage oberflächlich sehr nah, und verfehlt sie doch um Längen.

Mittwoch, 04.03.2009

Heute in den Feuilletons

Die sogenannten Nahesteher

04.03.2009 In der Welt fürchtet der Kulturtheoretiker Hans-Jürgen Heinrichs, dass Suhrkamp seine Aura nicht mit nach Berlin nehmen kann. In der FR wettert Christopher Hitchens gegen den israelischen Rechtspopulisten Avigdor Lieberman. Im Kölner Stadtanzeiger bestreitet der Wikipedia-Gründer Jimmy Wales, dass das Internet oberflächlich macht. Die FAZ erblickt in den zusammengekniffenen Augen Clint Eastwoods die Möglichkeit der Veränderung.

Bücherschau des Tages

Schön und edelmütig

04.03.2009 Die SZ liest gefesselt Pascale Hugues' Geschichte ihrer beiden Elsässer Großmütter "Marthe und Mathilde". Andrea Maria Schenkel nimmt sie ihren neuen Krimi "Bunker" übel. Als "grimmigen Spaß" goutiert die FAZ die "Zensurspiele" von Simone Barck und Siegfried Lokatis. Die NZZ empfiehlt Jugendbücher, darunter Tamar Verete-Zehavis israelischen Roman "Aftershock".

Medienticker-Archiv

Runter mit den E-Book-Preisen!

04.03.2009 Aktualisiert: Amazon bringt Kindle-Software auf das iPhone - Verlage wollen E-Bücher genauso teuer anbieten wie gedruckte - Schluss mit Luxus: WiWo-fivetonine eingestellt - Dissertationen von Feuilletonisten - Wahlcomputer sind verfassungswidrig - Fusion in der Schweiz: Tamedia übernimmt Edipresse - Ein Mann, ein Web: Berufsjugendlicher Markus Kavka - Kurz vorgestellt: Blank, We-Magazine, Drive Style + Von wegen "Papa Haydn"!

Post aus Ouagadougou

Wir müssen Filmstars schaffen

04.03.2009 In Burkina Fasos Hauptstadt Ouagadougou hat das afrikanische Filmfestival Fespaco begonnen. Und so viel kann man nach den ersten Filmen schon sagen: Der Gegensatz zwischen moderner und traditioneller Lebenswelt prägt die Filme weniger als das Thema Armut.

Donnerstag, 05.03.2009

Heute in den Feuilletons

Kaputtverblödet

05.03.2009 In der NZZ betrauert der dänische Autor Christian Groendahl die ungeheuchelte Solidität elektrischer Apparate aus der vordigitalen Zeit. In der FR erklären Chamisso-Preisträger, wie sie deutsch lernten. In der Welt fragt der Washington Post-Journalist Walter Pincus: Was tun, wenn man 19 Pulitzer-Preise gewinnt und 140.000 Auflage verliert? In der Zeit meint Eva Menasse: Das einzige was an Kärnten noch lecker ist, sind die Knödel.

Bücherschau des Tages

Reizintensive Verdichtung

05.03.2009 Die Zeit bleibt nach Nicholson Bakers Textcollage zum Zweiten Weltkrieg "Menschenrauch" erschüttert und ein wenig ratlos zurück. Frösteln macht sie John Farrows Montreal-Krimi "Eishauch". Die FAZ liest mit Interesse Philipp Sarasins Buch über "Darwin und Foucault". Die NZZ lobt Klaus Merz' Novelle "Der Argentinier". Und die SZ empfiehlt Volker Reinhardts Buch über den Sacco di Roma "Blutiger Karneval" als wirklich gute Geschichte.

Vorgeblättert

Olga Tokarczuk: Unrast

05.03.2009 "Die Reise ist wohl die größtmögliche Annäherung an das, was unsere moderne Welt zu sein scheint: Bewegung und Instabilität" schreibt Olga Tokarczuk. Virtuos erzählt die polnische Schriftstellerin in ihrem neuen Buch "Unrast" Geschichten von Getriebenen, Flüchtenden, Ruhelosen ... Hier eine Leseprobe der Erzählungen aus "Unrast".

Medienticker-Archiv

Täglich eingedampft

05.03.2009 Politik in 100 Sekunden - Twitter und Politik - Cebit 2009: Dunkle Wolken über der Webciety - Top 10 der US-Zeitungen vor dem Aus - SF-Literaturclub: Gleichgewicht des Schreckens - Historische Wahrheit, gibt es das?: über Nicholson Baker - Von hehren Ideen der Liebe und des Lebens: über T. C. Boyle (+ Video) - Hölzerne Figuren, bunt kostümiert: über Salman Rushdie + Herr Heidenreich vom NDR: Posse um GEZ-Parodie.

Freitag, 06.03.2009

Heute in den Feuilletons

Sehen Sie diese Boje, Herr Kunert?

06.03.2009 In der FR erinnert sich Günter Kunert an Uwe Johnson. Die Achse des Guten deckt auf, wie das ZDF seinen Politikern die Reverenz erweist. Die Berliner Zeitung schildert die traurige Lage der Männer im chinesischen Volk der Mosuo, wo die Frauen herrschen. Die SZ bringt einen Nachruf auf Rüsselsheim. In The Daily Beast begrüßt George Clooney den Haftbefehl gegen Omar al-Bashir.

Bücherschau des Tages

Teenager-Tristesse

06.03.2009 Mit großer Freude liest die FAZ Marta Kijowskas Biografie des großen polnischen Aphoristikers Stanislaw Jerzy Lec "Die Tinte ist ein Zündstoff". Einspruch erhebt sie gegen Detlef Balds Bismarckisierung Helmut Schmidts. Die SZ begeistert sich für Paul Hornschemeiers virtuosen Comic "Die drei Paradoxien" und lobt sehr Karl-Heinz Otts Händel-Biografie "Tumult und Grazie".

Medienticker-Archiv

Autorenbranding 2.0

06.03.2009 Der Autor Hanns-Josef Ortheil als Buchhändler - Wolfram Schütte verabschiedet sich von seinem Kollegen Jörg Drews - Facebook attackiert Twitter - Google sucht Autoren und Klimakiller Google - Vom Ende der Mythen: Parforceritt durch die deutsche Geschichte - Der wilde Westen, ein Vorort von Detroit - So ein bisschen YouTube: ARD startet eigenen YouTube-Channel - Einen Silvio Koch brauchen nicht!

Post aus Ouagadougou

Kleine Gefälligkeiten

06.03.2009 Die Filme des Festivals von Ouagadougou zeigen, dass Recht noch immer nicht herrscht, sondern eingefordert werden muss. Aber einige Filmemacher glauben trotzdem schon an neue afrikanische Wirklichkeiten.

Samstag, 07.03.2009

Heute in den Feuilletons

0,8 Prozent des ganzen Trümmerberges

07.03.2009 In der NZZ erzählt Karl Schlögel, wie er seinen Studenten den Stalinismus nahebringt. Die FAZ macht sich ein Bild von der Lage am Kölner Stadtarchiv - sie ist desolat. In der SZ rechnet Ingo Schulze mit den Siegern der Geschichte ab. Die taz stellt zum Tag der Frau fest: 88 Prozent aller Männer haben Angst vor Frauen.

Bücherschau des Tages

Helle Erinnerung, dunkler Ernst

07.03.2009 Alle lieben Klara, eine Aushilfskellnerin im Kaffeehaus Neugröschl. Und die nimmt sich mal den einen, mal den anderen. Die FAZ ist hingerissen von Klara und den Männer-Psychen, die Verena Roßbacher in ihrem Debütroman "Verlangen nach Drachen" zeichnet. Die NZZ zeigt sich tief beeindruckt von Emir Suljagics Erinnerungen an das Massaker von Srebrenica. Wunderbar leicht findet die taz Rayk Wielands DDR-Roman "Ich schlage vor, dass wir uns küssen".

Montag, 09.03.2009

Heute in den Feuilletons

Wir beliefern keine Blogs

09.03.2009 Die FAZ überzeugt die FR von der Sinnlosigkeit staatlicher Interventionen in der Krise. Das Blog Carta ist traurig, denn es muss ohne ein PR-Bild von Nikolaus Brender auskommen. Die taz erlebte Slavoj Zizek bei einem Vortrag in Berlin als Leibhaftigen. Die SZ lässt sich auch von der Meldung, dass Nicolas Sarkozy Briefmarken sammelt, nicht über den Niedergang der Philatelie täuschen. Die Welt testet Sonys E-Book. Alle Feuilletons feiern ein Wiedersehen mit der "Trilogie des Wiedersehens".

Bücherschau des Tages

Rasende Vorwärtsbewegung

09.03.2009 Die SZ ist tief beeindruckt, mit welch offenen Augen Per Olov Enquist in seiner Autobiografie "Ein anderes Leben" in die eigenen Abgründe blickt. Die FAZ lernt mit Jose Eduardo Agualusa, Angola aus dem Blickwinkel eines Geckos zu betrachten. Die FR lobt die brillante Dialektik von Rainer Hanks Analyse zum Finanz-Crash "Der amerikanische Virus".

Vorgeblättert

Perry Anderson: Nach Atatürk

09.03.2009 Der Historiker und Journalist Perry Anderson beschreibt anschaulich die Entwicklung der Türkei im 20. Jahrhundert, hin zum modernen Land nach Atatürks Reformen sowie die autoritären Staatsstrukturen, die einen Beitritt zur EU erschweren. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Nach Atatürk. Die Türken, ihr Staat und Europa".

Medienticker-Archiv

Webciety?

09.03.2009 Kunstwort-Irrsinn: Was ist Webciety? - Entrümpelungsaktion in Sachen Kanon: 17 Verrisse der FAS - Barnes & Noble kauft E-Book-Händler - Kölner Kulturkatastrophe: Schockfrosten binnen 48 Stunden - Neutralität des Netzes in Gefahr? - Drei Gründe, Roland Koch dankbar zu sein - Kabarettisten-Zoff: Hildebrandt verbietet "Scheibenwischer" - YouTube-Remix: Work it, make it, do it + Jazz aus der Tube: Archie Shepps "Revolution".

Dienstag, 10.03.2009

Magazinrundschau

Nicht gucken!

10.03.2009 Die Realität existiert! Aber nur, wenn wir nicht hinsehen, behauptet der Economist. Vanity Fair sucht das Wikinger-Gen im isländischen Mann. Wir bekommen vielleicht ein bezahltes und ein freies Internet, meint James V. DeLong in The American. Im Believer trauert der Autor und Filmemacher C.S. Leigh um eine stinkende menschliche Erfahrung. Im Espresso feiert Naomi Klein außergewöhnliche Politik mit Elektrosäge. Italien verrottet, ruft MicroMega. Blindheit ist die reinste Form des Blicks, versichert Claude Lanzmann im Nouvel Obs. Joseph Stiglitz fordert in der Nation: The polluter pays! Die New York Times sieht Würstchen bei der Lektüre von Jonathan Littells Roman "Die Wohlgesinnten".

Heute in den Feuilletons

Ein Haar von Gottes Haupt

10.03.2009 In der FR erklärt Salman Rushdie, warum er immer die ganze Welt in seine Bücher packt. Die taz fragt: Wenn 25 Prozent aller UN-Resolutionen von Israel handeln, finden dann 25 Prozent des Weltunrechts in Israel statt? Die Welt fragt sich, warum es so wenige globale Bestseller-Autoren gibt. Und die Berliner Zeitung meldet: Während die Medien der Welt darben, investieren die Chinesen fünf Millarden Euro zur Verbesserung ihres Images.

Bücherschau des Tages

Lasst uns alle Kleinbürger sein

10.03.2009 Viel Stoff heute: Mit Begeisterung liest die SZ, wie scharfsinnig György Dalos in "Der Vorhang geht auf" vom Ende der Diktaturen in Osteuropa erzählt (hier eine Leseprobe). Joseph O'Neills Roman "Niederland" war für sie voll verwirrender Energie. Die FR liest mit großem Interesse Gerhard Gnaucks Buch über MRRs polnische Jahre "Wolke und Weide". Die NZZ lobt Marta Kijowskas "Die Tinte ist ein Zündstoff" und Sibylle Lewitscharoffs "Apostoloff". Die heutigen Literaturbeilagen der SZ und FR werden wir in den nächsten Tagen auswerten.

Bücherbrief

Werbender Liebhaber

10.03.2009 Sibylle Lewitscharoff fährt eine Leiche nach Bulgarien. Peter Adolphsen verwandelt ein Pferd in einen Öltropfen. Mariusz Wilk meditiert am Onegasee. Nicholson Baker riecht Menschenrauch. Adam Zagajewski wünscht sich mehr Leidenschaft - dies alles und mehr in den Büchern des März.

Medienticker-Archiv

Sprachmüll

10.03.2009 Fromme Bedenken gegen fromme Top-Level-Domains - Die Wege des Herrn sind unergründlich - Die neue, alte Lust an der Provokation in der Literatur - Frisches Geld: New York Times verscherbelt Zuhause - Communities krempeln Netz-Nutzung um - Willkommen im Stream: Facebook vertwittert - The Next Google? - E-Books und das Urheberrecht: Lesen im digitalen Zeitalter + Neues Lesekonzept für Grundschüler.

Im Kino

Verdummung rulez!

10.03.2009 Tarsem Singh hat für "The Fall" vier Jahre lang die Welt bereist und Bilder mitgebracht, die vor allem den Atem rauben wollen. P.J. Hogans "Shopaholic" demonstriert, freiwillig und unfreiwillig, kreditkartengestützte Realitätsverluste.

Redaktionsblog - Im Ententeich

Wie albern waren die Mohammed-Karikaturen?

10.03.2009 Als die Zeitungen vor vier Wochen über die Fatwa gegen Salman Rushdie vor 20 Jahren und ihre Folgen bis heute nachdachten, kamen sie selbstverständlich auch auf den Karikaturenstreit vor drei Jahren zu sprechen.

Mittwoch, 11.03.2009

Heute in den Feuilletons

Aus dem Netz gefischt

11.03.2009 Die FAZ muss eine Richtigstellung zu einem Artikel über den Perlentaucher bringen. Der Tagesspiegel bringt ein Gespräch mit Karl Schlögel, der heute mit dem Leipziger Buchpreis ausgezeichnet wird. Navid Kermani erklärt im Blog von Eren Güvercin, warum er den Begriff des Dialogs der Kulturen für genauso sinnlos hält wie den des Kampfs der Kulturen. In der SZ fragt die Autorin Katharina Hagena: Kann man ein E-Book scheiben?

Bücherschau des Tages

Her mit Wein und Verdi

11.03.2009 Bewegt liest die SZ Susanne Schädlichs Abrechnung mit ihrem für die Stasi spitzelnden Onkel "Immer wieder Dezember". Die NZZ lernt durch Gerhard Gnauck Marcel Reich-Ranicki als einen modernen Wallenrod kennen. Rätselhaft findet die FAZ Nora Bossongs Roman "Webers Protokoll", der die Geschichte des deutschen Vizekonsuls in Mussolinis Italien erzählt. Vor Elke Heidenreich und ihrem Opernbuch "Passione" streckt sie freudig die Waffen.

In eigener Sache

FAZ muss Richtigstellung bringen

11.03.2009 Die FAZ muss eingestehen: Perlentaucher kann selber denken.

Medienticker-Archiv

Quatsch ausblenden

11.03.2009 Einfach Artikel lesen - WAZ-Werbeidee: Bye-bye, Glaubwürdigkeit - Zeitung ohne Funktion: Frank A. Meyer irrt sich - Warum die Post bald Deutsche Rost heißt - Hilde Heimatlos: Kinofilm über die Knef mit Heike Makatsch - Bach-Oratorien: Sakrale Brunft-Orgie - Google zeigt Twitter die kalte Schulter - Youtube-Künstler Kutimann: Taktvoller Bilderstürmer - Jazz aus der Tube: Joe Henrys "Scar".

Link des Tages

Durban 2: Diktatoren allein in Genf?

11.03.2009 Werden die EU-Staaten an der Durban Review Conference in Genf teilnehmen? Der Druck auf sie erhöht sich jedenfalls. Und morgen gibt die deutsche Initiative gegen "Durban 2", die sich nach einem Perlentaucher-Artikel Pascal Bruckners gebildet hat, eine Pressekonferenz.

Donnerstag, 12.03.2009

Heute in den Feuilletons

Furcht und Hochmut

12.03.2009 In der FR rät der Literaturwissenschaftler Roland Reuß zur Enteignung von Google. Denen geht's aber sowieso nicht mehr so gut, meint Gawker. In der Welt fürchtet Wolfgang Sofsky: Es gibt kein Mittel gegen Amok. Die SZ beschreibt den Verfall der amerikanischen Suburbs. Die Zeit hat herausgefunden: Unsere Städte gehören mehr oder weniger den Amerikanern. Die FAZ zeiht den Papst des Feuilletonismus!

Bücherschau des Tages

Mutmachprosa

12.03.2009 Die NZZ ist sehr beeindruckt von Julia Schochs poesiegeladenem Roman "Mit der Geschwindigkeit des Sommers". Die FAZ lobt Reinhard Stöckels Familienroman "Der Lavagänger". Und die FR findet in Navid Kermanis "Wer ist wir?" sehr scharfsinnige Beobachtungen zum muslimisch-deutschen Alltag.

Vorgeblättert

Paul Veyne: Foucault. Der Philosoph als Samurai

12.03.2009 Vor 25 Jahren starb Michel Foucault. Der französische Historiker Paul Veyne beschreibt in seiner lesenswerten Biografie den Kollegen am College de France und den Freund: "Nein, Foucault war kein Strukturalist, nein, er war auch kein 68er; er war ebenso wenig Relativist wie Historist, noch wähnte er überall den Einfluss der Ideologie. Nach eigener Aussage war er, was in diesen Zeiten selten ist, ein skeptischer Denker". Hier ein Auszug aus Veynes "Foucault. Der Philosoph als Samurai".

Freitag, 13.03.2009

Heute in den Feuilletons

Fußleisten bereits abgefallen

13.03.2009 In der NZZ hofft Christoph Schlingensief auf ein Treffen mit Luis Bunuel. Spiegel Online erzählt, wie der baden-württembergische Innenminister und mit ihm die gesamte Öffentlichkeit auf eine Internet-Fälschung hereinfielen. Die taz fürchtet, dass die Buchlobbyisten, die in Leipzig den "eskalierenden Fortschritt" beklagen, die Fehler der Musikindustrie wiederholen. Die SZ schildert, wie der Buchhandel auf das Internet reagiert: mit taktiler Unordnung.

Bücherschau des Tages

Aus der Spur gelaufen

13.03.2009 In der NZZ kann Beqe Cufaj nur denjenigen Peter Handkes Buch "Die Kuckucke von Velika Hoca" empfehlen, die sich nicht für den Balkan interessieren. Der FR wurde bei der Lektüre von Philipp Bloms Europa-Geschichte "Der taumelnde Kontinent" etwas schwindelig. Die FAZ lernt von Ralf Georg Reuth, dass sich "Hitlers Judenhass" nicht in Wien, sondern erst in München entwickelte.

Samstag, 14.03.2009

Heute in den Feuilletons

Die anderen sind einfach jünger

14.03.2009 In der NZZ blickt Hugo Hamilton dem deprimierten irischen Tiger in die Augen. Die FAZ reist ins noch deprimiertere Island. Die New York Times zeigt in einer Videodokumentation, wie die Taliban die Schülerinnen im Swat-Tal aus den Schulen vertreiben. In der FR spricht Sibylle Lewitscharoff über enttäuschte Liebe. Die Welt erkennt in Köln eine Stadt der Melancholie. Die SZ sah Britney Spears hell strahlen und niedrig springen. 

Bücherschau des Tages

Impulsiver Nonkonformist

14.03.2009 Die FAZ empfiehlt Rawi Hages Roman "Als ob es kein Morgen gäbe" aus dem Bürgerkriegs-Beirut. Außerordentlich erhellend und nie langweilig findet die NZZ Hugh Barr Nisbets Lessing-Biografie. Und die taz freut sich, dass es endlich eine Biografie über Fritz Bauer gibt, den Generalstaatsanwalt, der in den 60er Jahren den Auschwitz-Prozess vorbereitete.

Montag, 16.03.2009

Heute in den Feuilletons

Der großartigste Hut der Kunstgeschichte

16.03.2009 Die Welt fragt: War Vermeer in Wirklichkeit seine Tochter? Die FR seufzt: Hätten wir Bogdan Bogdanovic nur früher gekannt - dann hätten wir bessere Mahnmale. Die taz hat in Leipzig herausgefunden: Es sind die 11- bis 17-jährigen Mädchen, die den Buchmarkt bestimmen. Respekt, Respekt, sagt die vereinte Theaterkritik zu Christian Petzolds Debüt als Theaterregisseur am Deutschen Theater.

Bücherschau des Tages

Tiefere Daseinsfragen

16.03.2009 Sehr spannend findet die SZ, was der Pariser Islamexperte Gilles Kepel in "Die Spirale des Terrors" über die Fraktionskämpfe unter den Dschihadisten zu berichten weiß. Sehr empfehlen kann sie auch Dubravka Ugresic' Romanessay über die menschenfressende Hexe "Baba Jaga legt ein Ei". Die FAZ lässt sich von Helga Nowotny und Giuseppe Testa in die Molekularbiologie einführen und hört Händel.

Vorgeblättert

Mohammed Abed Al-Jabri: Kritik der arabischen Vernunft

16.03.2009 Kann es eine arabische Form der Moderne geben? Oder einen neuen islamischen Rationalismus? Der marokkanische Gelehrte Mohammed Abed Al-Jabri analysiert in seinem Werk "Kritik der arabischen Vernunft" die arabische Kultur zurückgehend bis auf ihre antiken Quellen. Sein Werk löste heftige Diskussionen aus. Lesen Sie hier einen Auszug aus der Einführung in das vierbändige Werk.

Link des Tages

Durban 2: Zieht sich Deutschland zurück?

16.03.2009 Aktualisiert am 20 April: Nach den USA bleiben nun auch Deutschland und mehrere andere EU-Staaten der Durban-Nachfolgekonferenz fern, meldet die SZ.

Im Kino

Scharf gegenkalkuliert

16.03.2009 Die vielfach oscargekrönte Manier, in der sich Danny Boyle indischer Realität zu nähern behauptet, ist in "Slumdog Millionär" nun auch in deutschen Kinos zu bewundern. Und Guy Ritchie versucht sich in "RocknRolla" völlig Oscar-unverdächtig an der Neuauflage von Altbewährtem.

Dienstag, 17.03.2009

Magazinrundschau

Eine Armee von Bloggern

17.03.2009 In Osteuropa steigt Jachym Topol in die U-Bahn und sieht gleich den Unterschied zwischen Ost- und Westeuropa. In Frontline beklagt der Physiker Pervez Amirali Hoodbhoy die Saudisierung der pakistanischen Kultur. Reset Doc sieht lauter Dissidenten in den arabischen Ländern. Im Guardian spielt Roger Norrington Beethoven im richtigen Tempo. Nicht die Natur-, nur die Geisteswissenschaften können Religion dekonstruieren, ruft der New Humanist. Elet es Irodalom nimmt die ungarische Art des Antichambrierens aufs Korn. Der Economist staunt über ein Archiv des Warschauer Ghettos. Die New York Times porträtiert den Musiktycoon Valeri Gergiev.

Heute in den Feuilletons

Gottverlassene sandige Fläche

17.03.2009 In der Welt schreibt Karl Schlögel über die polnischen "Ameisenhändler", die vor zwanzig Jahren die Welt veränderten. In der FAZ ruft Thomas Hettche: Noch ist Frankfurt nicht verloren. In Slate polemisiert Christopher Hitchens gegen Fareed Zakarias Traum von den "moderaten Taliban". Die SZ erzählt von der polnischen Empörung über den amerikanischen Film "Defiance". In der taz geißelt Necla Kelek die Identifikation der Begriffe Rassismus und Islamfeindlichkeit durch Muslimverbände.

Bücherschau des Tages

Das fidele Herz des Kapitalismus

17.03.2009 Eine Welt, die durch den Fortschritt noch finsterer wurde, lernt die taz mit Alan Moores und Eddie Campbells Comic-Meisterwerk "From Hell" kennen. Die SZ empfiehlt zwei Neuerscheinungen zu Leben und Werk der amerikanischen Philosophin Ayn Rand. Die FR ächzt ein wenig unter Reinhard Jirgls Roman "Die Stille". Und die NZZ verfolgt freudig, wie Pierre Bayard mit seinem Essay "Freiheit für den Hund der Baskervilles" Sherlock Holmes einen schweren Irrtum nachweist.

Redaktionsblog - Im Ententeich

Lest Eisenstein!

17.03.2009 Wie fühlt sich Revolution an? Ich meine nicht den Vergleich zwischen dem Zustand davor und danach, sondern den Moment, wenn man mittendrin steckt? Chaotisch! Elisabeth Eisenstein hat das wunderbar beschrieben in ihrem 1979 erstmals erschienenen Buch "The Printing Press as an Agent of Change" (hier ein Auszug auf Deutsch) über die Erfindung des Buchdrucks. Clay Shirky hat in seinem Blog noch einmal darauf hingewiesen und Parallelen zur jetzigen Revolution gezogen:

Redaktionsblog - Im Ententeich

Wolframs schöne neue Antwortenwelt

17.03.2009 In zwei Monaten, verkündet Stephen Wolfram, werden wir das Wissen der Menschheit im Internet erfragen können. Die Vorstellung erscheint gleichermaßen verlockend und gruselig - praktisch jedenfalls und bequem, aber auch irgendwie eindimensional. Wolfram zumindest ist sich sicher: Das ist es, wovon der Mensch träumte, vor fünfzig Jahren, als die Computer groß wurden.

Mittwoch, 18.03.2009

Heute in den Feuilletons

Wenn man nicht so viel drauf dekoriert

18.03.2009 Die taz ist erleichtert: Zumindest zur Inspiration für Elfriede Jelineks neues Stück hat die Finanzkrise getaugt. Der Amoklauf ist ein relativ neues Phänomen, meint die Historikerin Dagmar Ellerbrock in der FR. In der Welt zweifelt die israelische Historikerin Rachel Elior an der Existenz der Essener (während die Existenz der Bochumer nach wie vor als gesichert gilt). Die SZ schaudert über das schlechte Verhalten der Broker, die uns alle in die Krise führten. Die FAZ freut sich über Jil Sander: Sie entwirft wieder.

Bücherschau des Tages

Fat Tails in den Volas

18.03.2009 Die NZZ hofft nach Jonathan Littells tschetschenischen Erzählungen "Ein Sonntag im Sommer" mal auf einen richtig guten Roman von ihm. Außerdem versinkt sie in Stewart O'Nans Roman "Alle, alle lieben dich". Die FAZ liest John Griesemers autobiografischen Roman "Herzschlag". Die SZ lässt sich von einer New Yorker Brokerin in das Kernzentrum der Finanzkrise führen.

Post aus Madrid

Gelöste Umarmungen

18.03.2009 Heute startet in Spanien Pedro Almodovars neuer Film "Los abrazos rotos" mit Penelope Cruz. Die Presse ist ganz aus dem Häuschen, und der Film trifft die Stimmung im Land.

Donnerstag, 19.03.2009

Heute in den Feuilletons

Außerdem graupelt es

19.03.2009 Die FAZ fragt: Ist noch ein Kraut gegen die Google Buchsuche gewachsen? Und eines gegen Grace Jones? Die taz weiß, warum die Journalisten nicht vor der Finanzkrise warnten: sie waren einfach nicht kompetent. In der Zeit verbreitet Roger Norrington Bad Vibrations. Die Blogs stricken Pullover für Legehennen. Die Welt ist froh: Christian Ströbeles Aktion "Waffen für El Salvador" hat's doch noch gebracht.

Bücherschau des Tages

Die Legende beim Mittagsschlaf

19.03.2009 Für die FAZ bestätigt sich Fritz Raddatz mit seiner Rilke-Biografie als "Turbo unter den deutschen Essayisten". Außerdem verschlingt sie John Dickies Buch "Delizia!" über die Italiener und ihre Küche. Die NZZ schwärmt von den "Frauen, die wir liebten" und empfiehlt Jiang Rongs Roman "Der Zorn der Wölfe" als groß, grausam und problematisch. Die Zeit sieht Daniela Danz als neuen Fixstern am Dichterhimmel aufgehen.

Medienticker-Archiv

Zweitverwertung Mitmach-Zeitung

19.03.2009 The Printed Blog - US-Zeitungskrise: Online geht?s weiter und Clay Shirky über das Ende der Zeitung - Falling Down: Qualitätsjournalismus live aus Winnenden und "Ich wollte Böses tun": Gustav Seibt über Gewalt in der Literatur - Die hehre Literaturkritik und das Internet - Jeder Verlag heut für ?ne Mark - Twitter als Linkschleuder + Jazz aus der Tube: Ornette Coleman zum 79. Geburtstag.

Redaktionsblog - Im Ententeich

Europa mit zwei Lungen

19.03.2009 Der Kongress "Die Freiheit im Blick", den die Zeitschrift Osteuropa gerade zusammen mit dem Goethe-Institut und der polnischen Botschaft in Berlin ausrichtet, dürfte wohl zu den spannendsten Veranstaltungen des gesamten Gedenkjahres gehören: Versammelt hat sich die halbe mitteleuropäische Intelligenzija, um über Aufbruch, Freiheit und die Verheißung Europa zu diskutieren. Rita Süßmuth seufzte in ihrem ansonsten etwas pastoralen Statement hübsch lakonisch: "Geist - davon kann es ruhig mehr geben". Der polnische Botschafter Marek Prawda warb sehr überzeugend für die unruhestiftenden Qualitäten der Polen.

Freitag, 20.03.2009

Heute in den Feuilletons

Sieh an, ein waidwundes sterbendes Rehkitz

20.03.2009 Die NZZ wundert sich über den Umgang der deutschen Presse mit dem Thema Rechtsextremismus. In der FR erklärt der Romancier Alfred Neven-Dumont, warum er nebenbei noch Zeitungen macht. Und Niall Ferguson sagt die Reihenfolge der aus der Krise folgenden Revolten an. Die taz räumt mit Mythen des Internets auf: Open Access in der Wissenschaft sei teurer als die Zeitschriften der Konzerne. Die FAZ räumt mit Sasha Waltz auf: Kitsch-Verdacht. In der Welt fordert Grand Master Flash mehr Respekt vor alten Werten.

Bücherschau des Tages

Ist dieser Schmerz Gott?

20.03.2009 Glückliches Polen, ruft die FR: Es hat nicht nur Autorinnen wie Olga Tokarczuk, sondern auch Jurys, die sie auszeichnen (hier eine Leseprobe ihres neuen Buchs "Unrast"). Die FAZ liest mit ebensolcher Begeisterung polnische Gedichte des 20. Jahrhunderts. Sehr freuen kann sie sich aber auch über den Roman "Die Monster von Templeton" der amerikanischen Autorin Lauren Groff.

Medienticker-Archiv

Ungezuckert, überkalauert

20.03.2009 Der Satire-Gipfel an opelster Stelle - Wolfram Schütte über Söhne im väterlichen Waffenhaus - Ausstellungstipp: Horror, Flower-Power und etwas RAF - Bange machen gilt nicht: Digitales Raubrittertum und die Verlage - Klickvieh-Gehege: Was Verlage von der Blogosphäre lernen können - Das iPhone als Zeitungsbote - Entwestlichung: Das Goldene Zeitalter des Westens ist vorbei + Thomas Rothschild: Das Theater muss gar nichts.

Samstag, 21.03.2009

Heute in den Feuilletons

Der Totengräber sagt, da war nichts

21.03.2009 Frankfurt ist enorm geistesarm, glaubt Ulla Unseld-Berkewicz, glaubt ein Suhrkamp-Autor in der FR. In der taz findet es Micha Brumlik weder islamophob noch rassistisch, den Einfluss einer totalitären Ideologie auf muslimische Immigranten zu untersuchen. Die Welt möchte, dass Google in die Künstlersozialkasse zahlt. In der NZZ erzählt Ismail Kadare, warum er in die Kommunistische Partei Albaniens eintrat. Die SZ verzweifelt über die Top Ten der deutschen Politik-Blogs.

Bücherschau des Tages

Spirituelle Übungssysteme

21.03.2009 Die taz freut sich über eine wunderbare und sehr rasante Neuübersetzung von Gogols "Toten Seelen". Gefallen hat ihr auch Fareed Zakarias Entwurf für das postamerikanische Zeitalter "Der Aufstieg der anderen". Die NZZ empfiehlt Stanislaw Lems Briefe "Der Widerstand der Materie" und hat auch Laszlo Martons Roman "Das Versteck der Minerva" sehr gern gelesen. Die SZ lässt sich von Peter Sloterdijk in die Philosophie der Anthropotechnik einführen. Und die FAZ liest wieder Saul Bellow.

Montag, 23.03.2009

Heute in den Feuilletons

Humorfrei und stahlgrau

23.03.2009 Viel Wagner, viel Krebs, viel Zeige deine Wunde, viel bitter Erfahrenes: Christoph Schlingensiefs "Mea Culpa"-Abend hat die Kritik aufgewühlt, oder naja, zumindest beeindruckt. Immateriblog polemisiert gegen die taz-Attacke auf "Open Access". Im Perlentaucher antwortet Götz Aly auf die Kritiker seines 68er-Buchs. Gawker schimpft auf die amerikanischen Zeitungen, die von Google ein besseres Ranking in den Suchergebnissen wollen.

Bücherschau des Tages

Akrobatik, Ästhetik und Athletik

23.03.2009 Die FAZ lernt, in Peter Sloterdijk den intellektuellen Dreizehnkämpfer zu bewundern. Hiromi Kawakamis Liebesreigen "Herr Nakano und die Frauen" verfolgt sie mit großer Sympathie. Die FR liest Herman Melvilles große Erzählungen in neuer Übersetzung. Und die SZ preist Rolf Michaelis' Stundenbuch "Ein Tag der Liebe".

Vorgeblättert

Charles Chadwick: Eine zufällige Begegnung

23.03.2009 Charles Chadwick erzählt in seinem Roman "Eine zufällige Begegnung" von zwei Außenseitern: der hässlichen Elsie und dem angeblichen Mörder Stan. Beide treffen sich eines Tages zufällig in einem Bus... Lesen Sie hier einen Auszug aus Charles Chadwicks neuem Roman.

Essay

Gegen den Muff von 40 Jahren

23.03.2009 Humorfrei und stahlgrau reagierten die 68er auf die Erkenntnis, dass sie die Kinder ihrer Eltern waren. Den Nichtwiderstand gegen die Tyrannei, den sie den 33ern vorwarfen, wollten sie durch den Widerstand gegen die Nichttyrannei kompensieren. Eine Antwort auf die Kritiker von "Unser Kampf".

Medienticker-Archiv

Kuckuckskonzil

23.03.2009 Peter Handkes (serbische) Nachschrift - Fröhlicher Medienstunt: Attac fälscht Die Zeit - Das Echtzeitmonster: Köln, Winnenden, Amstetten im Vor-Frühling 2009 - Ein Widerspruch: Schmidt liest Proust - Online-Buchsuche: Die Welt ist Google - Die Erfindung der Jugend: Jon Savage "Teenage" - LeadAwards 2009: Die Web-Nominierten - Deutschland AG vor der Insolvenz + Jazz aus der Tube: Thelonious Monks "Ruby My Dear".

Dienstag, 24.03.2009

Magazinrundschau

Wie Mama ihn schuf

24.03.2009 In der Lettre stimmt Juri Afanassjew einen Schwanengesang auf Russland an. The Nation fordert staatliche Dollar für die alten Medien. In El Pais Semanal hofft Javier Cercas auf einen Roman über Hitlers Schnurrbarthaar. Im Guardian macht Mary Beard jede Hoffnung auf einen guten Tod zunichte. Im Nouvel Obs schreibt Alain Finkielkraut nicht über die Kundera-Affäre. In der New York Review of Books lernt John Gray von Margaret Atwood einiges über Schulden. Elet es Irodalom grübelt über das Anderssein. Das TLS feiert Josef Skvorecky. Im Espresso betrachtet Umberto Eco die Körper Mussolinis und Berlusconis. In der New York Times erzählt Carlos Fernando Chamorro, wie man gegen seine Mutter opponiert.

Heute in den Feuilletons

In Spanien im Straßengraben

24.03.2009 In verschiedenen Zeitungen wird ein Aufruf annonciert, der gegen die Enteignung von Autoren und Verlegern durch Google und Open Access plädiert. Die SZ fragt, was Jammer-Wessis wie Maxim Biller noch mit diesem Achtziger-Jahre-Individualismus wollen. Die Welt wandelt über den Platz des Himmlischen Friedens und stellt fest, dass die chinesische Jugend nichts über die Geschehnisse vor 20 Jahren weiß. Der Tagesspiegel porträtiert die polnische "Geisterfahrer-Poetin" Dorota Maslowska.

Bücherschau des Tages

Blutdurchströmte Dampfbäder

24.03.2009 Reine Magie: Die NZZ ist ganz und gar verzaubert von den Gedichten "Klimaforschung" der Performancekünstlerin Nora Gomringer. Loben kann die FR Gustav Seibts Buch über "Goethe und Napoleon". Nicholson Bakers vieldiskutierten "Menschenrauch" schmäht sie dagegen als Freakshow. Und die taz freut sich über die Wiederauflage der Comic-Klassiker von Enki Bilal und Pierre Christin.

Medienticker-Archiv

Kriminalgeschichte des roten Gespenstes

24.03.2009 Aufstieg und Fall des Kommunismus - Politiker rudern bei Datenschutzreform zurück - Telekom sperrt sich gegen Websperrung - Fernsehen und Unterschicht - Zeitschriften-Ausstellung: "Kreatives Beben" - Wissenschaftsjournalismus verlagert sich in Blogs und Blogcamp Switzerland 4 - Twitter und Internet bekommen Gelben Stern und Roten Stempel + Adam Green: Schnitzel, Bier und ein Job.

Essay

Open Excess: Der Heidelberger Appell

24.03.2009 Verleger und Autoren wehren sich auf Initiative des Heidelberger Professors Roland Reuß gegen eine "Enteignung" durch Google und Open Access. Ihre Argumentation ist haarsträubend, voller Fehler und gefährlich.

Mittwoch, 25.03.2009

Heute in den Feuilletons

Kollektiv zusammengezuckt

25.03.2009 In der FAZ beklagt der Schweizer Autor Thomas Hürlimann den schlechten Oberförsterstil des Peer Steinbrück. Die SZ hat bei Ulrich Wickert recherchiert: Es gibt kein Problem mit dem chinesischen Dienst der Deutschen Welle. Im Perlentaucher wird der "Heidelberger Appell" auseinandergenommen: Open Access ist nicht Teil des Problems mit dem Internet, sondern Teil der Lösung.

Bücherschau des Tages

Gefährliche Klassen

25.03.2009 Schlechterdings grandios findet die NZZ Thomas Stangls Roman "Was kommt" und genießt außerdem Schwarzbrot und Pralinen der arabischen Lyrik. Die FR empfiehlt Robert Castels Buch über Jugendrevolten in den Pariser Banlieues "Negative Diskriminierung". Die SZ liest Peer Hultbergs "Die Stadt und die Welt" und lernt alles über Bach und die Sphärenmusik.

Medienticker-Archiv

Im Land der versammelten Desaster

25.03.2009 Wolfram Schütte über Fernando Vallejos "Blaue Tage" - Shalom Auslander: Genese eines Gotteslästerers - Maxim Biller vs. Ossis: Ein Schlappschwanz klagt an - Taugenicht oder Kotzbrocken? Thomas Klupps fulminantes Debüt - Deathswitch, Slightly Morbid und Co.: Das Online-Leben nach dem Tod - The New Basics der Medien - Geschichte von unten: Der Schatzgräber Robert Hültner - Die Musikalität der Sätze: Tilman Rammstedt im Gespräch.

Im Kino

Ach, Hund. Ach, Bart.

25.03.2009 Barry Levinsons Satire "Inside Hollywood" ist reich an Anspielungen, Selbstdarstellern und Stars - und ging in den USA an den Kassen unter. Steve Carrs sympathische Komödie "Der Kaufhaus Cop" mit "King of Queens"-Darsteller Kevin James dagegen war ein Sensationserfolg. Heute treffen sie in deutschen Kinos aufeinander.

Virtualienmarkt

Die Strukturbrüche sind hausgemacht

25.03.2009 Der "Heidelberger Appell" lenkt nur von einem Versäumnis der Verlage ab: Sie haben sich nicht rechtzeitig um die Digitalisierung von Büchern und daran zu knüpfende Fragen gekümmert.

Essay

Hitlers Kinder? Eine Antwort auf Götz Aly

25.03.2009 Die 68er-Bewegung im Schatten der NS-Vergangenheit. Zur Analogiekonstruktion des NS-Historikers Götz Aly.

Donnerstag, 26.03.2009

Heute in den Feuilletons

Bitte nehmen Sie Ihre Dose

26.03.2009 Die NZZ stieß in Brüssel auf ein Frauengebirge mit Brustwarzen, die sich öffnen lassen wie Gartentüren. Warum gibt's Horst Köhlers Rede nicht auf Youtube?, beschwert sich Carta. Die SZ hat herausgefunden, wie man mit Schwarzgeld der Kunst (oder zumindest ihren Auktionatoren) dienen kann. In der Zeit kritisiert Ai Weiwei die Ideologie der Freiheit, mit der die USA die Welt ins Verderben führt.

Bücherschau des Tages

Beredte Einsilbigkeit

26.03.2009 Beglückt liest die Zeit Cees Nootebooms Erzählungen "Nachts kommen die Füchse": lauter Bilder, die man nicht vergisst. Sehr zufrieden ist sie auch mit Tilmann Lahmes Golo-Mann-Biografie. Die SZ begeistert sich für Willy Vlautins Roman "Northline" über eine Trinkerin in Las Vegas. Und die FAZ lauscht hingegeben Umberto Ecos rhapsodischen Vorträgen "Die Kunst des Bücherliebens".

Medienticker-Archiv

Wortspiele 2009

26.03.2009 Aktualisiert: Dieter von Holtzbrinck kauft Halbbruder Stefan Zeitungen ab - Literaturfestival in München (+ Wien) - Grimme-Preise 2009: Öffentlich-Rechtliche triumphieren - Bild-Videoreporter: Wie Kai Diekmann zur Flip kam - Wolframen statt googeln? - Die New York Times wird persönlich - Zum 40. Todestag: Wer war B. Traven wirklich? - Zum Nachlass Charles Bukowski: Der letzte Mohikaner der literarischen Boheme - Journalisten: Vierte Gewalt oder Fünftes Rad?

Essay

Durban 2: Kompromiss mit dem Hass

26.03.2009 Was ist der deutschen Regierung wichtiger, ein ständiger Sitz im UN-Sicherheitsrat oder eine universale Geltung der Menschenrechte? Es ist zu fürchten, dass Deutschland an der Durban 2-Konferenz teilnimmt, um billige politische Vorteile zu erhalten.

Freitag, 27.03.2009

Heute in den Feuilletons

Mein Humus ist weg

27.03.2009 In Amerika schrumpfen nicht nur die Zeitungen, sondern auch die Vielfalt ihrer Themen, berichtet die NZZ. Die taz sucht nach Geschäftsmodellen, die Google moralisch überlegen sind. Die FAZ wirft einen sorgenvollen Blick auf den kommenden G 20-Gipfel. Der Streit um Open Access geht weiter. Der Verkauf von Holtzbrinck an Holtzbrinck führt zu erfreuten Reaktionen in den Zeitungen.

Bücherschau des Tages

Eine blöde Geschichte

27.03.2009 SZ und NZZ verehren ausgiebigst Golo Mann und loben auch sehr Tilmann Lahmes Biografie des großen Historikers und ganz eigenwilligen Konservativen. Als grundlegend empfiehlt die FAZ Wolfgang Benz' "Handbuch des Antisemitismus" und stürzt sich mit Friedmar Apel in die Berliner Kulturschickeria der 80er und 90er.

Medienticker-Archiv

Heideggers Nubbelisierung

27.03.2009 Harry Rowohlt und Gregor Gysi lesen Marx/Engels vor (Video) - Deutschland 09: Im Land der Emotionen - Rolf Hochhuth und die Krupps - Frames of Judy: Anne Dippel über Judith Butler - Das stete Versagen des 'Qualitätsjournalismus'!? - US-Zeitungskrise und ab ins Internet: US-Zeitung kickt tägliche Ausgabe - Fusion von Radio und TV: Medienkonvergenz tut weh.

Redaktionsblog - Im Ententeich

NYT kündigt Gehaltskürzung an

27.03.2009 (Via Gawker.) Die New York Times hat ihren Mitarbeitern in einem Memo eine fünfprozentige Kürzung der Gehälter ab April angekündigt, berichtet Nicholas Carlson im Silicon Alley Insider. Außerdem müssen sie in diesem Jahr 10 Tage unbezahlten Urlaub nehmen (vorausgesetzt, die Times einigt sich mit den Gewerkschaften). Er hat auch das Memo von "Arthur" [Sulzberger] und "Janet" [Robinson] veröffentlicht. In einem zweiten Memo, das Gawker veröffentlicht hat, informieren "Scott, Bill, Martin & Andy" die Redaktion außerdem, dass 100 Angestellte auf der Verlagsseite der Times entlassen werden. Nach Ansicht von Carlson ist das bei weitem nicht genug: Die Times müsste ihre Redaktion um 30 Prozent reduzieren, um wenigstens eine Weile kostendeckend arbeiten zu können. Aber wie lange? Wenn man sich die finanzielle Entwicklung der NYT anguckt und die Entwicklung ihrer Aktien (siehe Grafik), wird einem richtig schlecht. Das ist kein Niedergang, das ist ein Sturzflug. Der Times gönnt man das wirklich nicht. Während die Medien hierzulande den Kopf in den Kopf in den Sand stecken, und das Thema Internet ignorieren, hat die NYT wirklich was ausprobiert im Netz, auch wenn man das nicht alles

Samstag, 28.03.2009

Heute in den Feuilletons

Obwohl wir doch nur Tiere sind

28.03.2009 In der taz wendet sich der  Doch-Nicht-Verfassungsrichter Horst Dreier gegen die Dampfmichel in den Feuilletons und ihre Einstellung zur Selbstbestimmung. In der Berliner Zeitung warnt Timothy Garton Ash vor der roten Erika. In der Welt erklärt Rolando Villazon, warum er gerne auch mal einen Spitzenton von Händel singt. Die Blogs fragen sich, warum die Mainstreammedien nichts gegen die Internetzensur der Bundesregierung unternehmen. Die FR sucht nach Überbleibseln der DDR in der Literatur.

Bücherschau des Tages

Schischka heißt nicht Warze

28.03.2009 Mit atemloser Spannung verfolgt die FAZ John Wrays Tunnelfahrt in "Retter der Welt". Auch Karl-Markus Gauß' Reise zu den Assyrern und Karaimen kann sie begeistert empfehlen. Die NZZ liest Neuübersetzungen Nikolaj Gogols. Die SZ rät dringend zu Colm Toibins Erzählungen - und die taz einmal mehr zu Roberto Bolano.

Montag, 30.03.2009

Heute in den Feuilletons

Stenografen statt Watchdogs

30.03.2009 In der SZ erklärt die Bloggerin Arianna Huffington, warum das Internet dem Journalismus ganz gut tut. Carta fragt sich, was in den Musiklobbyisten Marek Lieberberg gefahren ist, der in der SZ den Perlentaucher attackierte. Im Perlentaucher antwortet Wolfgang Kraushaar auf Götz Aly. Und alle waren beim Symposion über den Jürgen Habermas der deutschen Lyrik.

Bücherschau des Tages

Fortschreitende Theodiversität

30.03.2009 Als einzigartigen Essay über menschliche Moral und tierisches Schmerzempfinden feiert die FAZ David Foster Wallaces "Am Beispiel des Hummers". Die FR lobt in höchsten Tönen Friedrich Wilhelm Grafs 2000 Jahre umfassende Geistesgeschichte "Missbrauchte Götter". Die SZ liest Bücher zu 1989.

Medienticker-Archiv

Leben in Fragmenten

30.03.2009 Ljudmila Ulitzkajas Roman "Daniel Stein" - Mit Fritz J. Raddatz in der Kunsthalle Emden - Wieder Zeitungs-Fälschung: G20-Gegner kopieren Financial Times - Sechsmal um den Blog: Neues vom Kinderspielplatz und "Blogger sind wie Pitbulls" - Cindy Sherman will dicke, pickelige Menschen sehen - In ganz Europa geht es seit Jahrzehnten mit der Religiosität bergab - Jazz aus der Tube: Astrud Gilbertos "The Girl From Ipanema".

Redaktionsblog - Im Ententeich

Wer ist jetzt der Spießer?

30.03.2009 Vor zwanzig Jahren starb der österreichische Schriftsteller Thomas Bernhard an Herzversagen. Achtzehnjährig hatte er mit Tuberkulose bereits im Sterbezimmer gelegen und die Sakramente erhalten. In den vierzig Jahren danach entstand sein umfangreiches erzählerisches und dramatisches Werk unter dem Eindruck der Todeskrankheit.

Redaktionsblog - Im Ententeich

Was die Zeitungen mit Urheberrecht meinen

30.03.2009

Dienstag, 31.03.2009

Magazinrundschau

Eloquente Nichtskönner

31.03.2009 Im Spectator erklärt John Cleese einem Kritiker, was ein Kritiker ist. In Tygodnik Powszechny gelingt dem Philosophen Jean-Luc Marion doch noch der Gottesbeweis. In Prospect findet Hanif Kureishi heutige Texte ängstlich, die Autoren schreckensstarr. Im New Yorker skizziert Seymour Hersh eine komplizierte und kluge Diplomatie gegenüber Syrien und dem Iran. Der Espresso beobachtet die kalabrische Mafia beim ptt. Wired lässt sich erzählen, wie der größte Diamantenraub der Geschichte ablief. n+1 ist glücklich, dass die Deutschen wieder seltsamen Sex haben. Viel zu ernst findet die Gazeta Wyborcza die Berliner Inszenierung von Maslowskas "Wir kommen gut klar mit uns". In der NYT erhitzt Freeman Dyson das Klima.

Heute in den Feuilletons

Mahlender blauer Schmerz

31.03.2009 Mit der Globalisierung ist es gar nicht so weit her, wie ihre Hohepriester meinen, stellt die FR fest. Der Tagesspiegel beleuchtet den Kulturkampf zwischen Bloggern und Journalisten. Nach dem Brockhaus gibt auch Microsoft seine Enzyklopädie Encarta auf, meldet techcrunch. Und in der FAZ stöhnt Urs Widmer: So einer wie Steinbrück ist in der Schweiz undenkbar.

Bücherschau des Tages

Stummes Leiden

31.03.2009 Ganz und gar hingerissen ist die NZZ von Florian Werners Kulturgeschichte des Rindviechs "Die Kuh". Die FR liest sehr berührt Lizzie Dorons israelischen Roman "Es war einmal eine Familie". Die SZ steigt mit Daniel Alarcons Roman "Lost City Radio" die Abgründe einer südamerikanischen Militärdiktatur hinab.

Medienticker-Archiv

Es gab einmal ...

31.03.2009 ... die beste digitale Enzyklopädie: "Die deutschen Lexikonverlage haben die Herausforderung noch gar nicht begriffen" (Die Zeit, 1996 !) - Das Zwitschern der Tontaube: Wie ein neuer Kommunikationsraum im Internet für Furore sorgt - Nachtgestalten: Olivier Adams "Nichts was uns schützt" - Killerspiele verbessern die Sehfähigkeit - Dem Sozialismus eine Chance - Wolfram Schütte über Emine Sevgi Özdamar.

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Tomer Gardi. Liefern - Roman. Tropen Verlag, Stuttgart, 2026.Tomer Gardi: Liefern
Aus dem Hebräischen von und in Zusammenarbeit mit Anne Birkenhauer. Sie sind überall, wir sehen sie jeden Tag. Egal ob in Delhi, Tel Aviv, Buenos Aires, Istanbul oder Berlin,…
Susanne Heim. Die Abschottung der Welt - Als Juden vor verschlossenen Grenzen standen. 1933-1945. C.H. Beck Verlag, München, 2026.Susanne Heim: Die Abschottung der Welt
Mit 19 Abbildungen und 2 Karten. In Deutschland drangsaliert und verfolgt, versuchten viele Juden verzweifelt, sich ins Ausland zu retten. Doch potenzielle Zufluchtsstaaten…
Ben Shattuck. Eine Geschichte der Sehnsucht. Carl Hanser Verlag, München, 2026.Ben Shattuck: Eine Geschichte der Sehnsucht
Nantucket im Jahre 1796. Die verwitwete Laurel bekommt überraschend Besuch von ihrer Jugendliebe Will in Begleitung seiner jungen Braut. Sie sind auf dem Weg nach Barbados…
Christoph Bartmann. Attacke von rechts - Der neue Kampf um die Kultur. Carl Hanser Verlag, München, 2026.Christoph Bartmann: Attacke von rechts
Anhand internationaler Beispiele zeigt Christoph Bartmann wie Rechtspopulisten die Kulturpolitik als Kampfplatz für ihre Ideologie nutzen. Museen, Theater und Bibliotheken…

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