Perlentaucher - Online Kulturmagazin mit Presseschau, Rezensionen, Feuilleton

zuletzt aktualisiert 10.02.2026, 15.41 Uhr
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Sortiert nach Datum | Rubriken

Dienstag, 01.11.2016

Efeu - Die Kulturrundschau

Das Grausige ist auch ein Schauwert

01.11.2016 In schwärmerische Verzückung versetzt Frank Castorf die Kritiker mit seiner süffigen Inszenierung von Gounods "Faust" in Stuttgart: Oper von ihrer opulenten Seite erlebte die FR, glanzvolle Debüts die FAZ, einen klasse Chor die Welt. In der NZZ preist Marilynne Robinson die Tugend  amerikanischer Kleinstädte. Der Standard erlebt in der Pariser Ausstellung "The Color Line" eine große Schau schwarzer Kunst aus den USA. Und in der Tell Review verteidigt Sieglinde Geisel den Page-99-Test gegen kulturamtliche Gütesiegel.

9punkt - Die Debattenrundschau

Verdacht auf Unterstützung

01.11.2016 Die taz demonstriert für Cumhuriyet. Die letzte Zeitung, die sich in der Türkei für die Trennung von Staat und Religion einsetzt, wird mundtot gemacht.  In der Berliner Zeitung prangert Götz Aly den Neonationalismus in Osteuropa an.  Die Virgin Islands wollen laut Politico.eu eine "positive Rolle" beim Brexit spielen. Und Google und die Gema haben sich geeinigt: Nun dürfen auch deutsche Musikfreunde eine Menge bisher gesperrter Youtube-Videos sehen - FAZ.Net kennt die Konditionen.

Magazinrundschau

Literarische Blauwale für postheroische Zeiten

01.11.2016 Angela Carter wollte gerne schreiben wie eine Stahlklinge am Schaft eines Penis. Polizisten mochten sie trotzdem, hat die LRB herausgefunden. Wesley Morris fragt unterdessen in der New York Times, warum im Film so gut wie nie die Penisse schwarzer Männer zu sehen sind. Auch En attendant Nadeau  interessiert sich für das Los schwarzer Bürger in den USA. Dank Brexit: Der Guardian erzählt, wie britische Tabloids von Papiertigern zu Tigern mutierten. Der Merkur stellt Ferrante in einen reizvollen Kontrast zu Knausgard. Laut János Kornai  in HVG lässt sich nichts mehr beschönigen: Ungarn ist eine Autokratie.

Bücherschau des Tages

Verrückte Improvisation

01.11.2016 Die ganze Zerrissenheit der Türkei tritt der NZZ mit Elif Shafaks Roman "Der Geruch des Paradieses" vor Augen. Die FAZ liest mit Vergnügen Leonardo Sciascias wiederaufgelegten Roman "Das ägyptische Konzil" als lakonisch-leichte Parabel auf Siziliens Adel und Klerus. Von Georg Denzler lässt sie sich gleich noch ein paar gute Argumente gegen den Zölibat mitgeben.

Mittwoch, 02.11.2016

Efeu - Die Kulturrundschau

Kaum sichtbare Risse im Beton

02.11.2016 Die NZZ blickt in Lissabon einem gigantischen, aber wunderschönen Haifisch ins Maul. Im Freitag fürchtet der ungarische Regisseur Kornél Mundruczó, dass zu viel Tagesaktualität im Theater das System zementiert. Mit Bangen sieht die Welt neue Hoffnung für die alte Volksbühne aufkeimen. The Quietus lauscht in die Tiefen des deutschen Waldes und es schallt Ambient heraus. Dirty Laundry und Jugend ohne Film ergründen bei der Viennale die Morbidität des Films.

9punkt - Die Debattenrundschau

Besenreine Netzwerke

02.11.2016 In der Welt prangert Can Dündar die zahnlose Reaktion der deutschen Regierung auf die Gleichschaltung in der Türkei an. In der NZZ stellt der Thologe Jan Heiner Tück eine wohlwollende Prüfung der Reformation durch die katholische Kirche in Aussicht. Der Guardian bringt einen langen Hintergrund über die Rechtspopulisten in Europa, die so geschickt die Diskurse der Linken kapern. Erstmals wird das Internet mehr über mobile Geräte als über Computer rezipiert, meldet Quartz.com. Es gibt einen  Wermutstropfen bei der Einigung von Youtube und Gema, meint Netzpolitik.

Medienticker

Die Vergeltung nimmt kein Ende

02.11.2016 Aktualisiert: Reporter ohne Grenzen: Neue "Feinde der Pressefreiheit" veröffentlicht, weitere Journalisten im Visier Erdogans & seine Unterlassungsklage in HH - Das Mediendesaster: Meer von Informationen - Was geschieht, wenn man einen Facebook-Nazi bei der Polizei anzeigt? - Die Paradoxie des Vertrauens in Medien, Legislative, Wissenschaft - Regionalpresse: Wie  Lokalzeitungen kaputtgespart werden + Glückwünsche: Ruth Klüger zum 85., Günter de Bruyn zum 90. & Ilse Aichinger zum 95.

Bücherschau des Tages

Technokratische Funktionselite

02.11.2016 Die FAZ findet mit Lukas Hartmann auch keinen passenden Mieter. Die NZZ befasst sich, angeregt von David Kertzer mal wieder mit Pius XI. und dem Faschismus. Außerdem bespricht sie Jugendbücher. Die SZ empfiehlt Michael Hochgeschwenders Geschichte der amerikanischen Revolution rein aus Interesse. Und die FR versenkt sich in die Geschichte des linken Buchhandels.

Im Kino

Weltensprengung

02.11.2016 Werner Herzog blickt bei seiner ewigen Suche nach der ekstatischen Wahrheit in den Schlund des Vulkans: "In den Tiefen des Infernos" startet nicht im Kino, aber dafür auf Netflix. Chad Hartigans "Morris aus Amerika" schickt einen schwarzen Jungen in die sehr deutsche real-life-Disney-Märchenstadt Heidelberg.

Donnerstag, 03.11.2016

Efeu - Die Kulturrundschau

Etwas wird sich verändern

03.11.2016 Einen seltenen Moment der Erhabenheit erleben die Zeitungen mit der Hamburger Elbphilharmonie. Die NZZ entdeckt in Basel den figurativen Jackson Pollock. Der Tagesspiegel erschließt beim Berliner Jazzfest die verschwenderischen Landschaften von Wadada Leo Smith und seinem Great Lakes Quartet. Und in der FAZ erinnert Christoph Menke noch einmal daran, was bei der Volksbühne auf dem Spiel steht: die Möglichkeit ästhetischer Weltveränderung nämlich.

9punkt - Die Debattenrundschau

Der Strom ist jetzt eingeschaltet

03.11.2016 Der Eintritt wird frei sein: Gestern wurden konkretere Pläne für das Humboldt-Forum vorgestellt. Die Zeitungen finden das gut. Sehr scharf kritisieren die Verbraucherzentralen das von Günther Oettinger geplante europäische Leistungsschutzrecht, das jeden Link zum Risiko macht. In der Welt fürchtet Sylke Tempel, dass auch in den Talkshows das postfaktische Zeitalter angebrochen ist.  Google und Facebook machen gigantische Gewinne - und der Guardian knirscht mit den Zähnen.

Medienticker

50 Jahre & immer noch subversiv

03.11.2016 Unesco-Bericht: Jeden fünften Tag wird ein Journalist getötet - VG Wort & KMK über Intranetnutzung: Viele Hochschulen wollen nicht mitziehen & VG Wort-Rückzahlungen: Hilferuf der Independents - #OettiGate: Zwischen "Nebelsprech" &  Populismus - Marcel Beyer. Hallraum der Geschichte & Ein poetischer Abend über Vögel - Wolfram Schüttes Petits riens: Nachhilfe-Kommentatoren - Tears Of A Clown: Oleg Popow ist tot + Vor 60 Jahren begann das ganze TV-Elend: Der erste Werbespot im deutschen Fernsehen.

Bücherschau des Tages

Beeindruckende Beflissenheit

03.11.2016 Wilhelm Genazinos Roman "Außer uns spricht niemand über uns" ist vielleicht sein traurigster, meint die FAZ. Mit großem Gewinn liest sie außerdem Iwan Bunins Erzählungen aus dem Jahr 1913. Die SZ freut sich über die "Auto-Biografie und andere Feuilletons" der Bohèmienne Christa Winsloe. Die Zeit reiht "Augustus" unter John Williams' Meisterwerken ein. Mit den Studien von Karlheinz Stierle und Marc Auge lässt sie sich überdies nach Paris entführen.

Freitag, 04.11.2016

Efeu - Die Kulturrundschau

Poetik des Brechens

04.11.2016 In der NZZ macht sich Georg Klein mit seinem künftigen Pflegeroboter vertraut. Im Logbuch Suhrkamp analysiert Marie Luise Knott die Wespe in Marcel Beyers Mund. Im Freitext-Blog stellt Senthuran Varatharajah den Dichter Ocean Vuong vor. Der Musikexpress unterhält sich mit Christoph Hochhäusler über das Genrekino in Deutschland. In Spon schildert die Fotografin Regine Schmeken ihre Arbeit über die Tatorte der NSU-Morde. Die nachtkritik applaudiert Laura Linnenbaums Stück "Beate Uwe Uwe Selfie Klick".

9punkt - Die Debattenrundschau

Logik tribaler Zugehörigkeit

04.11.2016 Nach einer historischen Entscheidung des High Court, der dem britischen Paralement sehr wohl zugesteht, über den Brexit mitzubestimmen, streitet der Guardian über die Frage, ob die Parlamentarier den Brexit noch verhindern sollen. Der amerikanische Wahlkampf spitzt sich in den letzten Tagen mit immer neuen Ungeheuerlichkeiten zu, die die Washington Post resümiert. Libération analysiert das religiöse Element am Rechtspopulismus.

Medienticker

Fürchten Sie sich, aber richtig

04.11.2016 Aktualisiert: Zensurrichter & Verschwörungstheorien: Der fliegende Holländer im Presserecht - Türkei, "alarmierend": Asli Erdogans Brief aus der Haft, der Kolumnist Hikmet Çetinkaya in Haft, Erdoğans großer Egotrip & Springer zieht sich aus Türkei zurück - Digitale Revolution: Anleitung zur Netzangst - Frankreich: Prix Goncourt für Leïla Slimani - Auszeichnung am Samstag: Marcel Beyer erhält den Büchner-Preis + "Besser als eine Psychoanalyse wäre die Revolution": Peter Weiss, der Ästhetiker des Widerstands zum 100.

Bücherschau des Tages

Echte Wahrheitsskeptiker

04.11.2016 "Der Himmel gibt, der Himmel nimmt" - auch einem Bettlerkind, lernt die NZZ von dem marokkanischen Autor Mahi Binebine. Die FR steigt mit Aravind Adigas "Golden Boy" in die Geheimnisse des Cricket-Spiels und der indischen Mittelschicht ein. Die FAZ sucht mit Klaus Volk "Die Wahrheit vor Gericht".

Samstag, 05.11.2016

Efeu - Die Kulturrundschau

Die dreckige Rückseite der Stadt

05.11.2016 Die SZ bewundert den Drive-by-Architekturparcours in Westmanhattan. Die Berliner Zeitung möchte die "NSU Monologe" lieber nicht als emotionale Privatereignisse serviert bekommen. Die nachtkritik verweigert das Knien in Frankfurt Michael Thalheimers Theatergottesdienst um den Prinzen von Homburg. Die taz feiert den 100. von Peter Weiss mit einem Schwerpunkt. Endlich mal Gegenwart im deutschen Kino, applaudiert der Freitag Simon Verhoevens Komödie "Willkommen bei den Hartmanns".

9punkt - Die Debattenrundschau

Neues Zeitalter der Finsternis

05.11.2016 Heute gibt's nicht viel anderes als die Panik vor der Wahl in den USA. Hillary Clinton ist sehr wohl eine erfahrene und qualifizierte Kandidatin, meint die taz, aber wird sie Amerika von der Propagandamaschine Trumps befreien können? Melodramatisch wird Andrew Sullivan im NYmag, der Trump einen Faschisten nennt, und Clinton fast noch mehr zu verachten scheint.  In seltsamem Kontrast steht eine eigentlich positive Botschaft der Obama-Präsidentschaft, die Louis Begley in der FAZ benennt.

Bücherschau des Tages

Fluch der unendlichen Erinnerung

05.11.2016 Sowohl die akzeptierten, als auch die akzeptablen Erzählungen in Javier Marias' Band  "Keine Liebe mehr" scheinen der Welt wesentlich besser als akzeptabel. Und der neue Ian McEwan kommt auch sehr gut an. Die FAZ befasst sich mit Magie im Strafrecht und im neuesten Thriller von Stephen King. In der SZ blättert Hans Christoph Buch durch sämtliche Cover von Rowohlts Rotationsromanen.

Montag, 07.11.2016

Efeu - Die Kulturrundschau

Völlig postideologische Sprachliebe

07.11.2016 Einfach großartig fanden die Kritiker Marcel Beyers Büchnerpreisrede - vom Ferkeldeutsch bis zum patzergesprenkelten Dünkeldeutsch. Die taz porträtiert den Berlin feiernden amerikanischen Regisseur Yony Leyser. In Hard Sensations spricht Dominik Graf über seinen neuen, vom Gurlitt-Fall inspirierten Film "Am Abend aller Tage". Die NZZ besucht die Ausstellung Roni Horns in der Fondation Beyeler, die Berliner Zeitung fröstelt im Rijksmuseum vor den Un-Orten des Hercules Seghers.

9punkt - Die Debattenrundschau

Die Mitte und die Mehrheit

07.11.2016 Im Guardian beschreibt Nick Cohen, wie die Brexit-Anhänger inzwischen die zentralen Institutionen des britischen Rechtsstaats angreifen. Nigel Farage kündigt unterdessen laut Telegraph einen "Marsch der Hunderttausend" auf den Supreme Court an, der die Entscheidung des High Court zur Rolle des Parlaments im Brexit-Prozess nun prüfen muss. In Atlantic analysieren Peter Pomerantsev und Arkady Ostrovsky die Rolle Putins im amerikanischen Wahlkampf. in der taz wird eine strikte Überwachung der sozialen Netze gefordert.

Medienticker

Der Wille zur Form

07.11.2016 Rettet die Fakten! Was leisten Faktenckeck-Portale? - News: Roboterjournalisten setzen die Agenda - Türkei: Warten auf den Untergang & sie holen uns, ein Aufschrei gegen das Schweigen von Can Dündar - Amazon: Volksverhetzung on Demand? - Facebook: Ermittlungen gegen Zuckerberg - Theater-Nachtkritiken aus Dresden, Frankfurt, Gelsenkirchen, Stuttgart &  Wien + Glückwünsch: Art Garfunkel wird 75.

Bücherschau des Tages

Zwischen Unrecht und Schuld

07.11.2016 In der FAZ ist heute Hörbuch-Tag. Unter anderem begibt sie sich mit Gerhard Jäger in den Schnee, das Feuer, die Schuld und den Tod - kurz nach Tirol. Außerdem lauscht sie den Gesprächen Eckermanns mit Goethe. Die SZ sucht den Übergang in die Postwachstumsgesellschaft und lässt sich über Ferdinand Schirachs "Terror" rechtlich belehren.

Essay

Zerstörung einer Leistung

07.11.2016 Andreas Gursky möchte seine Bilder bitte in Farbe, Neo Rauch will bestimmte Bilder gar nicht abgebildet sehen. Doug Aitken möchte auch einen Blick auf die Texte werfen: Künstler benutzen ihr Urheberrecht immer mehr als  Kontrollinstrument und behindern die Beschäftigung mit ihrem Werk. Es geht dabei um ihre Marktposition. Bald gibt es über Kunst nur noch Werbetexte.

Dienstag, 08.11.2016

Magazinrundschau

Der perfekte Meeresklang

08.11.2016 In El Salvador können Frauen wegen einer Abtreibung für 50 Jahre ins Gefängnis wandern, berichtet Harper's. Der Guardian staunt über die mercedesfahrende Mörderin der spanischen Politikerin Isabel Carrasco. In Ceska pozice möchte J.M. Coetzee  lieber kein Afrikaaner sein. In HVG fordert Gáspár Miklós Tamás die Ungarn zum Trauermarsch für Népszabadság auf. Die New York Times blickt der Virtual Reality ins Auge.

Efeu - Die Kulturrundschau

Leise radikale Gesten

08.11.2016 Im Perlentaucher geißelt Wolfgang Ullrich den Missbrauch des Urheberrechts durch Künstler. Eine Retrospektive des Architekten Peter Cook erinnert die taz an den fröhlichen Zukunftsoptimismus der Sechziger. Die New Filmkritik verlässt das Kino mit Mervyn LeRoy. In der FR möchte sich Jagoda Marinic nicht als irgendwie migrantische sondern als deutsche Autorin verstanden wissen. Zeit online feiert das neue Album von Alicia Keys.

9punkt - Die Debattenrundschau

Mit hohem politischem Druck

08.11.2016 Am Tag Null des Countdowns holt Trump noch die Waffe des Antisemitismus aus seinem Arsenal, analysieren die Washington Post und der Youtube-Kanal The Young Turks.  In der New York Times fragt Harry Belafonte: "Was haben wir zu verlieren?" Und antwortet: "alles".  In der taz klagt der Verleger Jörg Sundermeier nochmal über die VG-Wort-Entscheidung des BGH. Irights.info zitiert aus einem Papier der VG Wort, die überlegt, wie man die Autoren doch noch zum Verzicht auf ihre Ansprüche bewegen kann.  In der Presse spricht Olga Tokarczuk über die national-katholische Ideologie der polnischen Regierung.

Medienticker

Im Vorraum eines Gesamtkunstwerks

08.11.2016 New York Times: Zur Not auch ohne Print - Blocker & Keule: Wie Verlage auf Adblocker reagieren können - Debatte Netz-Hetze: Ein §130-Button, aber schnell! - Keine Angst vor dem Publikum: Wenn Nutzer sich im Ton vergreifen - Appell an Angela Merkel: "Setzen Sie sich für die inhaftiertenKulturschaffenden in der Türkei ein" - Urheberrecht: Gemeinsam für Bildung und Forschung - Kopiervergütung: Börsenverein setzt auf Verzicht der Autoren - Überlebensglück: Interview mit Oskar Negt + US today: Siegt Clinton, befürchtet Jonathan Franzen "bewaffnete Aufstände".

Bücherschau des Tages

Verzweiflung und Kampfgeist

08.11.2016 Die FAZ empfiehlt frühe Essays von Peter Weiss und liest Bücher zum Antisemitismus der Linken. Die FR lernt von Haruki Marukami den Beruf des Schriftstellers. Die NZZ steht ratlos vor autobiografischen Erzählungen Thomas Melles und Dmitrij Kapitelmans. Die SZ legt kopfschüttelnd Judith Butlers "Anmerkungen zu einer performativen Theorie der Versammlung" aus der Hand: Proteste gegen die Wall Street möchte sie nicht mit Protesten gegen einen Diktator verglichen wissen.

Mittwoch, 09.11.2016

Efeu - Die Kulturrundschau

Mit der Liebe zum Zufall

09.11.2016 MTV.com huldigt dem russsichen Trickfilmer Yuri Norstein. Die SZ fordert vom Dokumentarfilm etwas weniger Noblesse und mehr Klarheit. Außerdem bewundert sie das rationale Design der Ulmer Hochschule für Gestaltung. Auf ZeitOnline stellt Georg Friedrich Haas klar: Ohne einen Begriff von Freiheit kann man John Cage nicht verstehen. Der Guardian bewundert Bob Dylan als traditionellen Maler. Der Standard gratuliert Friederike Mayröcker zum ersten Österreichischen Buchpreis - und umgekehrt.

9punkt - Die Debattenrundschau

Eine sehr schlechte Nachricht

09.11.2016 Die Katastrophe ist eingetreten: Donald Trump wird der 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Die New York Times hat es im Aufmacher zur Kenntnis genommen: Es sei der "bestürzende Höhepunkt einer populistischen Kampagne gegen die Institutionen und die lange hochgehaltenen Ideale der amerikanischen Demokratie". Herausgestellt hat sich auch, dass der Sexismus in Amerika noch schlimmer ist als der Rassismus, so der Komiker Patton Oswalt in einem viel zitierten Tweet. Auch die Medien sind mit schuld, sagen die New Republic und die Washington Post. Wir bündeln erste Reaktionen.

Medienticker

Hybris der Meinungsmacher

09.11.2016 Ungarn: Hin zu einem autoritären Medienregime - Journalist des Jahres: Hadi Abdullah - VG Wort: Presseverlage hoffen auf finanzielle Hilfe durch Journalisten - VDZ-Umfrage: Deutsche vertrauen Zeitschriften mehr als Facebook - Friederike Mayröcker erhält Österreichischen Buchpreis - Peter Weiss & Jack London zum Hundertsten - Charme, Chansons, Cinéma: Vor 25 Jahren starb Yves Montand + Das Buch zur US-Wahl: Nathan Hill über seinen Roman "Geister".

Bücherschau des Tages

Hoffnung auf Milde

09.11.2016 Die FAZ empfiehlt die Reportagen der Kriegsreporterin Janine di Giovanni aus Syrien. Die NZZ liest angeregt Hans-Jörg Rheinsbergers Essay über die kunstphilosophische Partnerschaft zwischen dem Wissenschafts- und Kunstphilosophen Gaston Bachelard und dem Kupferstecher Albert Flocon. Die SZ ergibt sich den dunklen Versen Esther Kinskys. Und die taz amüsiert sich über die "Siffilisation" von Teresa Präauers Helden "Oh Schimmi".

Im Kino

Erkundung einer Fremderfahrung

09.11.2016 Millimeterarbeit im Fantastischen leistet Denis Villeneuve, der in seinem Science-Fiction-Film "Arrival" Amy Adams die Kommunikationsmöglichkeiten mit Außerirdischen austesten lässt. Edward Zwicks "Jack Reacher: Never Go Back" ist auf den ersten Blick ein romantischer Film noir der mittleren Budgetklasse und auf den zweiten Blick Tom Cruise beim Dienst nach Vorschrift.

Donnerstag, 10.11.2016

9punkt - Die Debattenrundschau

Ist erstmal eine Fensterscheibe eingeworfen

10.11.2016 Der Guardian fasst zusammen: Der Satz, der angeblich Trumps Wahlchancen zerstörte, brachte ihn an die Macht. Für David Remnick im New Yorker und andere Autoren ist Facebook allerdings genauso schuld. Naomi Klein wünscht sich im Guardian eine kräftige Linke, die die Depossedierten mit der Aussicht auf Umverteilung zurückholt. Judith Butler bekennt in der SZ nun doch ihr  Unbehagen. Und Andrew Sullivan vibriert im NYMag wie stets vor Pathos.

Efeu - Die Kulturrundschau

Der letzte renitente Stachel

10.11.2016 In der NZZ bedauert John Burnside den Sieg des britischen Pragmatismus über die deutsche Metaphysik. In der SZ bekennt sich T.C. Boyle zu den Grenzen seines Einfühlungsvermögens. Der Tagesspiegel beobachtet Peter Handke beim Pilzesammeln. Im Freitag spricht die Cutterin Ursula Höf über den weiblichen Blick. Die taz huldigt der schrillen Exzentrik der grandios schlechten Sängerin Florence Foster Jenkins. Die Welt stellt fest: Pop gewinnt keine Wahlen mehr.

Medienticker

Verschwörungstheoretiker-Report

10.11.2016 Teile & herrsche: VG Wort fordert von Verlagen 100 Millionen Euro zurück & Monika Grütters sorgt sich um die Zukunft der Verlage - Medienversagen: Die US-Wahl, die Medien & ihre Vorhersagen - Medien &  Politik: Die Rechtspublizisten der AfD - Reporter ohne Grenzen: Journalisten nicht ins Asylverfahren treiben! - Arthur Rimbaud: "Ich ist ein anderer" + Jazzfest in Berlin: Beiläufiges Tosen von der Schweinehaut.

Bücherschau des Tages

Poetisches Zeremoniell

10.11.2016 Die Zeit erhebt Pierre Rosanvallons Abhandlung "Die gute Regierung" zum Buch der Stunde. Anschließend vergnügt sie sich mit Fanz Doblers "Ein Schlag ins Gesicht". Die SZ liest mit der "Geschichte des Geldes" den Abschluss von Alan Pauls' großer Argentinien-Trilogie. Und die NZZ seufzt nach Richard Flanagans aufwühlendem Roman "Die unbekannte Terroristin": Wo nicht die Liebe herrscht, da regiert der Tod. 

Freitag, 11.11.2016

Efeu - Die Kulturrundschau

Im Modus des suspendierten Zweifelns

11.11.2016 Leonard Cohen ist tot. In amerikanischen Zeitungen finden sich schon erste lange Nachrufe. Die SZ zieht eine ernüchterte Zwischenbilanz von Matthias Lilienthals Intendanz an den Münchner Kammerspielen. Das Konzert von Sampha im Berghain tröstet die Berliner Zeitung vorübergehend über das Trump-Fiasko hinweg. In der NZZ denkt Christian Saehrendt über aufgebende Künstler nach. Denis Villeneuves Science-Fiction-Film "Arrival" lässt die Kritiker mit einem dumpfen Sehnen zurück.

9punkt - Die Debattenrundschau

Viele von uns sind Mittelschicht

11.11.2016 Politico.eu fürchtet, das die Chancen Marine Le Pens, französische Präsidentin zu werden, nun steigen. Mit Populisten reden heiißt nicht, wie Populisten reden, sagt der Politologe Jan-Werner Müller in der taz. Mark Zuckerberg wies auf eine Konferenz alle Verantwortung von Facebook: Wer glaubt, es liege an Verschwörungstheorien, habe keine Empathie mit den Wählern. Dietmar Dath in der FAZ und Henry Broder in der Welt meinen in ihrer je eigenen Art: Die privilegierten Weicheier von der Linken haben selber schuld.

Medienticker

Marxismus im Dauerminus

11.11.2016 Aktualisiert: Ilse Aichinger ist tot - Bertelsmann: Rekordergebnis nach dem dritten Quartal - Den Rubriken sei Dank: Axel Springers operativer Gewinn - Quellenarbeit mit einer Hetzschrift: Hitlers "Mein Kampf" im Unterricht - Trump in Deutschland: "Breitbart News" will expandieren - Amerika verstehen: Mark Twains Satiren helfen + So long Mr. Cohen + Sonntag, 20:15 Uhr, Mord: Die 1.000 Tatort-Folge.

Bücherschau des Tages

Das ganz normale, drückebergerische Leben

11.11.2016 Mit Gewinn und Erstaunen liest die FAZ Andreas Gehrlachs Kulturgeschichte der "Diebe". Als unbefangen und faktenfest lobt sie außerdem Lutz Bergers Darstellung der "Entstehung des Islam". Die FR freut sich über Matthias Wittekindts neuen Krimi mit dem so unscheinbaren wie gewitzten Ermittler Ohayon. Und die SZ erkundet mit den "Abenteuern von Jo, Jette und Jocko" das Frühwerk von Hergé.

Samstag, 12.11.2016

Efeu - Die Kulturrundschau

Eine dunkle Sonne

12.11.2016 In der Welt huldigt Jeffery Eugenides der großen Pelzjägerin Zadie Smith. Der Guardian erinnert daran, wie sich das Royal Ballet vor zehn Jahren gegen seinen heute allseits verehrten modernen Choreografie-Chef sträubte. In der taz spricht der Pariser Musikmanager Matthieu Couturier über die Schockstarre nach dem Attentat auf das Bataclan vor einem Jahr. In den Feuilletons herrscht weiter tiefste Trauer über den Tod Leonard Cohens, der doch die Melancholie in dunkel leuchtende Poesie verwandelte. Und auch Ilse Aichingers Tod betrübt die Kritiker.

9punkt - Die Debattenrundschau

'Das Volk' hat keine Sorgen

12.11.2016 Macht Donald Trump die acht Obama-Ära rückgängig? Oder darf man darauf setzen, dass er seine Wahlversprechen sowieso nicht hält? Die Beobachter schwanken zwischen Zweckoptimismus und Fatalismus. Bernhard Pörksen analysiert auf Zeit Online das mediale Klima, das Trump zum Sieg verholfen hat. Tagesspiegel und taz überlegen, wie Medien besorgte Bürger erreichen können. Im Guardian schreibt Manuel Valls zum morgigen Jahrestag der Terroranschläge von Paris.

Bücherschau des Tages

Die Frage der Erzählbarkeit

12.11.2016 Die Welt schenkt sich nichts und schlägt sich wacker, aber mit größtem Gewinn durch Karl Ove Knausgards Essays "Das Amerika der Seele". Außerdem huldigt sie Lucky Luke und seinem Schöpfer Morris. Die FAZ erkundet mit Michael Hochgeschwenders "Amerikanischer Revolution" den vormordernen Freiheitsbegriff der USA. Die taz erkennt beim Lesen von Anne Garretas Roman "Sphinx", dass Literatur ein Geschlecht braucht, will sie über Liebe und Sex sprechen.

Montag, 14.11.2016

Efeu - Die Kulturrundschau

Mit kaltem Grimm

14.11.2016 Am Berliner Gorki Theater erlebt die taz in Nurkan Erpulats Türkei-Stück "Love it or Leave it" eine Gesellschaft zwischen Depression und Selbstzerstörerung. Die Nachtkritik möchte nicht mehr ins Theater gehen, um das eigene Denken bestätigt zu bekommen. Slate.fr berichtet, wie Ashgar Farhadis neuer Film "Le Client" den Iran erschüttert. Gegen Trump hilft Richard Yates, glaubt die SZ. Die FR erinnert an Wolf Biermanns Kölner Konzert, bei dem alle feststellten: Aus der BRD will keiner weg, nicht mal ihre schärfsten Kritiker.

Medienticker

Galgen oder Freiheit

14.11.2016 Aktualsiert: Türkei: Aslı Erdoğan droht lebenslange Haft & Französischer Journalist soll abgeschoben werden - DPA-Hackathon für unabhängige Meinungsbildung - Medien schaffen Monster: Wie Populisten durch Facebook groß werden - Gegenwartskritik & Traumsequenzen: Mit Botho Strauss gegen das Digitale anträumen - In nahezu allen Wissensgebieten zuhause: Vor 300 Jahren starb Gottfried Wilhelm Leibniz + Jahrestag: Sting spielte bei Wiedereröffnung des Bataclan.

9punkt - Die Debattenrundschau

Unerklärliches Wunschdenken

14.11.2016 Eine Woche nach der amerikanischen Wahl verzweifeln die Kommentatoren nach wie vor an einer Arbeiterklasse, die gegen ihre eigenen Interessen gestimmt hat. Allerdings ist auch die neumodische Linke am Verhalten dieser Wähler schuld, meint Nick Cohen im Guardian. Auch bei Facebook wird jetzt darüber nachgedacht, ob man eine Filterblase erzeugt hat, berichtet die New York Times - der Begriff selbst wird allerdings laut Carta in Frage gestellt. Und alle lieben jetzt "die letzte Verteidigerin des freien Westens", Angela Merkel.

Bücherschau des Tages

Unversöhnlich zwischen Wut und Idealismus

14.11.2016 Als Gegengift zu Konformismus, Apathie und Trumpismus empfiehlt SZ Richard Yates' Erzählungen "Eine letzte Liebschaft". In Antony Beevors Geschichte der "Ardennen-Offensive" liest sie noch einmal nach, wie opferreich Briten und Amerikaner einst für Freiheit und Demokratie kämpften. Außerdem ackert sie sich durch den neuesten Band der Marx-Engels-Gesamtausgabe, während sich die FAZ mit Philipp Harms' Lehrbuch in Internationaler Makroökonomie schult.

Dienstag, 15.11.2016

Magazinrundschau

Ist das jemand wie ich?

15.11.2016 Trump-Wähler haben einen Horror davor, ihre weißen Privilegien zu verlieren, glaubt Toni Morrison im New Yorker. Bei den Wahlen geht es immer mehr um Identität, das versteht auch die abgehängte Landbevölkerung, meint die Soziologin Kathy Cramer in der Washington Post. Warum gibt's eigentlich keine ordentlichen Verrisse mehr in der Literaturkritik, fragt der New Statesman. Und Elet es Irodalom trauert um den Pianisten und Dirigenten Zoltán Kocsis.

Efeu - Die Kulturrundschau

Die Hand lügt nicht

15.11.2016 Nach der Berliner "Hugenotten"-Aufführung in Berlin jubelt die FAZ: Sage noch einer, man könne Meyerbeer nicht mehr aufführen! Auch die Welt ist hingerissen von den Gesangspartien. Der Standard lässt sich im Wiener Belvedere von Hubert Scheibl in die Alchimie des Sehens einführen. Die NZZ lernt in einer Hamburger Ausstellung alles über die Geschmeidigkeit von Schiffsarchitektur. Und Respekt findet auf dem Glatzer Schneeberg einen Weg in die Wolken.

9punkt - Die Debattenrundschau

Er hat sich nie im Kreis von Russen besoffen

15.11.2016 Trump, trumper am trumpesten: In der NZZ beweist Nicholas Taleb, dass man zugleich Finanzmathematiker sein und ressentimentgeladenen Stuss über Intellektuelle verbreiten kann - NZZ-Feuiletonchef René Scheu stimmt ihm auch noch zu. Herfried Münkler sieht das Problem in der Welt dann doch eher bei Trump selbst. Die Debatte um Facebook wird schärfer: Hat Facebook Instrumente zur Neutralisierung von Fake News bewusst nicht eingesetzt?, fragt Gizmodo. Buzzfeed berichtet, das Facebook-Angestellte eine inoffizielle Taskforce aufbauen, um Vorwürfe gegen die Plattform zu prüfen.

Medienticker

Pöbeln, klagen, drangsalieren

15.11.2016 Aktualisiert: Writers-in-Prison-Day: Schrifsteller in Haft & Pressefreiheit unter Donald Trump oder Rechte Medien USA: Wird "Breitbart" jetzt Trumps Staatsfunk? - Konrad Paul Liessmann über die Grenzen der Leichten Sprache - Schweiz: Land der Parallelwelten -  Wolf Biermann zum 80.:  "Man geht kaputt, wenn man sich nicht wehrt" & "Ich sollte wenigstens die Welt retten" + Faszination altes Ägypten: Jan Assmann über Götterwelten.

Bücherschau des Tages

Das Dasein als Einzelkind

15.11.2016 Die NZZ bewundert, wie Serhij Zhadan mit Poesie und Präzision dem Krieg in der Ukraine trotzt. Die SZ wirft mit Claus Leggewie einen Blick auf die "Anti-Europäer", die den Kontinent inzwischen von allen Seiten umzingeln. Die FAZ liest im Sammelband "Die Flüchtlingsrevolution" erschütternde Reportagen über Krieg, Gewalt, Armut und Entwurzelung. Außerdem fragt sie nach Cristina De Stefanos Oriana-Fallaci-Biografie, warum die Journalistin immer nur berühmt war, aber nie "angesehen".

Mittwoch, 16.11.2016

Efeu - Die Kulturrundschau

Wundersame Klopfzeichen

16.11.2016 Die SZ erlebt in der Münchner Pinakothek den Architekten Francis Kéré als Großmeister einer existenzieller Kunst. Die NZZ sieht in den Holzschnitten Hans Baldung Griens die ungebremste Kraft künstlerischer Innovation. Die Welt fragt, warum Max Liebermann eigentlich keine weiblichen Akte gemalt hat. Die FAZ erlebt auf dem "Enjoy Jazz" Festival die Troika pianistischer Meisterschaft. Einfach hingerissen sind die Kritiker von Jim Jarmuschs Film "Paterson", der von einem dichtenden Busfahrer erzählt.

9punkt - Die Debattenrundschau

Mit Fabeln, Parabeln oder in der Lyrik

16.11.2016 Der italienische Autor Beppe Severgnini fragt sich in der New York Times, an wen ihn Donald Trump nur erinnert: Ein Siebzigjähriger, der sich mehr Sorgen um sein Haar als über die Weltlage macht? Buzzfeed klärt mit dem Transkript eines längeren Gesprächs von 2014 über die religiösen und politischen Vorstellungen des Trump-Beraters Stephen Shannon auf. Überall wird weiter über den Einfluss von Facebook auf die amerikanischen Wahlen recherchiert und gestritten. Die FAZ feiert sich unterdessen als Nachfolgerin der Frankfurter Zeitung.

Medienticker

Fakten? Fuck.

16.11.2016 Verlagsstrategie: Wall Street Journal relauncht, um zu sparen - Türkei: "Deutschland muss türkische Künstler unterstützen", meint Moritz Rinke und Reporter ohne Grenzen fordern: Justiz muss Anklage gegen Dündar fallenlassen - Toleranztag: Über Wahrheit, Dummheit und Toleranz + Lucky Luke wird 70: Belgischer Wunschtraum vom Wilden Westen.

Bücherschau des Tages

Metamorphosen

16.11.2016 Die FR liest die Briefe Christa Wolfs. Die SZ fragt besorgt: Gibt es noch gebildete Schwaben, die Hermann Bausingers Schwäbischer Literaturgeschichte folgen können? Und lässt sich dann von Marko Martin auf erotische Streifzüge durch Berlin mitnehmen. Die FAZ ist tief beeindruckt von Martin Heckels monumentalem Werk über kirchenrechtliche Entwicklungen vom 16. Jahrhundert bis heute.

Donnerstag, 17.11.2016

Efeu - Die Kulturrundschau

Stammtisch bürgerlicher Selbstvergewisserung

17.11.2016 Von wegen Pluralismus! Politisches Theater wird nur noch für Gleichgesinnte gemacht, donnert die nachtkritik. Die SZ wandelt begeistert durch das frisch renovierte Herzog-Anton-Ulrich-Museum in Braunschweig. Der Tagesspiegel fragt sich, ob Berlins neuer Kultursenator Klaus Lederer von der Linken jetzt in Donald-Trump-Manier Chris Dercon kündigen wird. Ganz zeitgemäß findet der Merkur eine Scheune als Museum des 20. Jahrhunderts in Berlin. Die Berliner Zeitung schläft ein mit Metallica.

9punkt - Die Debattenrundschau

Unvorhersehbare Nebenwirkungen

17.11.2016 Etwas mehr als eine Woche nach der Wahl graut dem New Yorker angesichts der Aufführungen des President-elect vorm Kommenden. Die Debatte um Facebook geht weiter: Buzzfeed behauptet, dass Fake News direkt vor der Wahl mehr geteilt worden seien als seriöse Nachrichten. In der NZZ fragt Ruud Koopmans, wie multikulturell westliche Gesellschaften sein sollen.  FAZ-Autor Paul Ingendaay traf Sprecher der polnischen Opposition, die die Kaczyński-Regierung als Spezialfall im rechtspopulistischen Spektrum sehen.

Medienticker

Graue Zone

17.11.2016 VG Wort-Urteil & gemeinsam die Härten abfedern - VDZ-Fachverband: G+J, Medweth, Spiegel & Zeit nicht mehr dabei - Buchmesse Istanbul: Deutschlands Gastlandauftritt - Test: Löscht Facebook Hetze & Morddrohungen - Pressefreitheit: Journalisten sind bei der AFD nicht willkommen - Eine Insel der Freiheit: 150 Jahre FAZ - Bob Dylan kommt nicht zur Nobelpreisverleihung - Pink Floyds early years + Jazz-Nachruf: Mose Allison ist tot.

Bücherschau des Tages

Von wegen liberales Weichei!

17.11.2016 Die FR amüsiert sich mit Anne Tylers "störrischer Braut". Die NZZ empfiehlt wärmstens die neuen Gedichte von Volker Braun. Die SZ feiert einen bilderreichen "Kosmos großer Entdecker". Und die Zeit entdeckt mit den Briefen des Theologen und Kulturphilosophen Ernst Troeltsch sowie Wolfgang Neugebauers Biografie des Berliner Historikers Otto Hintze, dass Max Weber nicht der einzige brillante Kopf seiner Zeit war.

Im Kino

Familienrituale

17.11.2016 In Omer Fasts Kinoversion seiner Installation "Continuity" wirkt die behauptete erzählerische Offenheit wie eine Absicherung. Netflix hat seit dieser Woche Jeff Wadlows "Die wahren Memoiren eines internationalen Killers" im Programm, eine sympathische Kevin-James-Komödie. Das Problem: Bekommt das überhaupt jemand mit?

Freitag, 18.11.2016

Efeu - Die Kulturrundschau

Die Grenzen des Schmerzes

18.11.2016 Die SZ bejubelt die Rettung der Thomas-Mann-Villa in Los Angeles durch die Bundesregierung. James Lee Burke erklärt im Tagesspiegel: Donald Trump ist nun das Problem der Republikaner. Die Jungle World überlegt, wie Barack Obamas Präsidentschaft den Rock'n'Roll verändert hat. In der Zeit erklärt Marina Abramović, dass sie von östlichen Männern und nicht von westlichen Teenagerinnen inspiriert wurde. Und alle orakeln, was ein Kultursenator Klaus Lederer für die Zukunft der Volksbühne bedeuten könnte.

9punkt - Die Debattenrundschau

Weltkanzlerin

18.11.2016 Die Wahlen in Amerika überschatten immer noch alle anderen Diskussionen. Im Moment wird allerdings weniger über Trump als über Facebook debattiert: Die New York Times zeigt, wie Desinformationen auf Facebook etwa die mörderische Drogenpolitik in den Philippinen unterstützen. Bei Carta fordert der Medienprofessor Wolfgang Hagen eine Ausdehnung der öffentlich-rechtlichen Anstalten ins Netz, um eine ausgewogene Öffentlichkeit aufrechtzuerhalten. FAZ und SZ berichten über die deprimierende Lage in der Türkei.

Medienticker

Tabus für Medien

18.11.2016 Aktualisiert: Intranetnutzung: VG Wort will mit Hochschulen sprechen - Gespaltene Medienwelt: Wahlkampf gegen die Medien - Das Leben hinterfragen: Welttag der Philosophie - Wortmächtig & fassungslos: Volker Brauns Gedichte - Populismus: Gefühlte Wahrheiten & Trump-Pravda - Ein Bildband von Steve McCurry: Eine Feier des Lesens.

Bücherschau des Tages

Ordnungen brauchen Störenfriede

18.11.2016 Als Krimi nur mittelspannend, aber als Schmuddelmilieuschilderung grandios findet die taz Franz Doblers "Ein Schlag ins Gesicht". Die FAZ erkundet mit Dieter Thomä die abenteuerliche Geschichte der philosophischen Figur des "Puer Robustus". Die FR ergründet mit Marie-Janine Calic die politischen und wirtschaftlichen Verstrickungen und Vernetzungen im Südosteuropa der letzten Jahrhunderte. Die SZ verliert sich derweil in Katharina Hagenas ausgeklügeltem Roman "Das Geräusch des Lichts".

Samstag, 19.11.2016

Efeu - Die Kulturrundschau

Kosmische Absaugemaschine

19.11.2016 Das Art Magazin besucht Begierde weckende Liebesnester in Barcelona. Die Berliner Zeitung fordert Neuverhandlungen für die Castorf-Nachfolge, der Tagesspiegel dagegen meint: Verträge muss man halten. Die Zeit begleitet die Dresdner Sinfoniker nach Armenien. Die SZ erliegt dem coolen Afrozentrismus der HipHop-Helden von A Tribe Called Quest. Der Guardian staunt über die postfaktische Kunstwelt, die ungerührt mutmaßliche van Gogh Fakes publiziert.

9punkt - Die Debattenrundschau

Dunkelheit ist gut

19.11.2016 Ein Arbeiterjunge mit Klassenbewusstsein, der sein Geld mit der Serie "Seinfeld" machte - Michael Wolff porträtiert für den Hollywood Reporter den Trump-Ideologen Steve Bannon und lässt sich von ihm erzählen, was "Macht" ist. Linke Identitätsideologie hat die Demokraten in den Abgrund geführt, schreibt Mark Lilla in der New York Times. In der FAZ bringt Gunnar Heinsohn deprimierende Zahlen über die USA. Die OSZE übt laut Buzzfeed scharfe Kritik an einem britischen Gesetz, das die Pressefreiheit einschränkt. Demokratien brauchen Eliten, insistiert die NZZ.

Bücherschau des Tages

Das beiläufige Eigentliche

19.11.2016 Die Welt lässt sich von dem Lyrikband "all dies hier, Majestät, ist deins" in das poetische Energiefeld des Anthropozäns ziehen. Der Dichter Volker Braun zeigt sich mit seiner "Handbibliothek der Unbehausten" in bester Spätform, versichert die SZ. Die FAZ lernt von Matthias Thöns, wie ausgeliefert der Mensch am Ende seines Lebens den Medizinern ist. Die FR verliebt sich in Anna Weidenholzers Rentner Karl.

Montag, 21.11.2016

Efeu - Die Kulturrundschau

Ich kann höher

21.11.2016 Das hohe C ist gar kein Problem, versichert Tenor Juan Diego Floréz in der Welt. Die NZZ erlebt den Pianisten Grigory Sokolow in Luzern als Meister der Anschlagfarben. In Angela Schanelecs neuem Film "Der traumhafte Weg" sind sogar die Berliner Busfahrer nett, staunt critic.de. Und Herausgeber Walter Fanta stellt im Gespräch mit dem Standard die neue Musil-Ausgabe und das Musil-Internetportal vor.

9punkt - Die Debattenrundschau

Katholisch und römisch und wohlanständig

21.11.2016 Tag 1 nach der Bekanntgabe von Angela Merkels vierter Kanzlerkandidatur: Sie wird's wohl bleiben, meint die taz. Rot-Rot-Grün ist nach Trump unmöglich geworden. Le Monde sagt uns, wer François Fillon ist: ein Putin-Freund mit drastischen Programmen. In der NZZ erklärt Mark Lilla den Unterschied zwischen Reaktionären und Konservativen. Im Tagesspiegel erklärt Trump-Biograf David Cay Johnston, warum  Donald Trump nicht nur seinen Musiklehrer nicht verprügelte und dies um so mehr gegen ihn spricht.

Medienticker

Bleiwüste der Banalitäten

21.11.2016 Der amerikanische Journalismus hat im Wahlkampf versagt, meint Jeff Jarvis - 60 Jahre Presserat: Freiwilliges Kontrollorgan, nicht weniger, aber auch nicht mehr - Social Media & Journalismus: 99 Gedanken von Martin Giesler - Theater-Nachtkritiken aus Düsseldorf, Hamburg, Stuttgart & Wien - Kleist-Preisverleihung an Yoko Tawada + Die Poesie des Banalen: Wolfram Schütte über die wagemutige filmische Idylle "Paterson" von Jim Jarmusch.

Bücherschau des Tages

Übung in freiem Denken

21.11.2016 Ganz hingerissen ist die FAZ vom neuen "Professor-Astrokatz"-Band, der über die Physik noch fröhlicher und freundlicher erzählt als über das All. Sehr raffiniert findet sie auch Cornelia Funkes neuen "Drachenreiter"-Roman "Die Feder eines Greif". Nicht nur Kurzsichtigen empfiehlt die SZ Javier Marias' Erzählungen "Keine Liebe mehr", in denen sie der Ästhetik des Vagen gehuldigt sieht. Außerdem gehört ihrer Ansicht nach der Fischer Weltalmanach noch immer in jedes Bücherregal. Die taz liest Najem Walis Essay "Im Kopf des Terrors"

Dienstag, 22.11.2016

Efeu - Die Kulturrundschau

Vergangenheit von morgen

22.11.2016 Krach in der Volksbühne: Soll Chris Dercon aus dem Amt gemobbt werden, bevor er auch nur angetreten ist? Und wer bezahlt die 5 bis 8 Millionen teure Abfindung, fragt die Berliner Zeitung. Krach an den Münchner Kammerspielen: Matthias Lilienthal stellt sich seiner Kritikerin Christine Dössel von der SZ. Epd-Film porträtiert den kanadischen Filmemacher Denis Villeneuve als Philosophen. Die SZ besucht das umgebaute London Design Museum. Die Spex hört French House mit epischen Motown-Chören.

9punkt - Die Debattenrundschau

An diesem Punkt wird etwas brechen

22.11.2016 Zwei Propheten hatten es vorher gewusst, haben SZ und New York Times herausgefunden: Ralf Dahrendorf und Richard Rorty (dessen Zitat von 1998 klingt, als sei es gestern geschrieben).  Die Alt Right-Bewegung versammelt sich unterdessen in Washington und  ruft "Heil Trump, Heil Sieg", berichtet der Atlantic. Die NZZ wundert sich über die neue Verklärung der Nationen. Die Katholische Kirche entschuldigt sich laut taz für ihren Anteil am Genozid in Ruanda. Und Großbritannien erlässt laut Netzpolitik das schärfste Überwachungsgesetz aller Demokratien.

Magazinrundschau

Selbstliquidierung der Demokratie

22.11.2016 Brexit war schon schlimm. Nach Trump ist alles schlimmer. John Gray verzweifelt im New Stateman wie stets in wohlgesetzten Worten.  Der Sieg Trumps ist unter anderem auch eine krachende Niederlage des Politkberater- und Medienguru-Genres, meint die New Republic. Die New York Times erzählt, warum gar nicht so wenige Latinos für Trump stimmten. In Novinky fragt Vaclav Belohradsky, ob Mitteleuropa zum Westen gehört und warum nicht? Filmcomment rät zur Wiederentdeckung Tomu Uchidas. En attendant Nadeau lotet die innige Feindschaft von Wissenschaft und Religion aus.

Medienticker

Wenn Schnecken Ballett tanzen

22.11.2016 Krautreporter starten in ihr drittes Jahr - New Yorker im Höhenflug: Eine Stimme gegen Furcht & Hass - Fake News: Spiegel-Klon wirbt bei Facebook - Snapchat oder Instagram: Erst mal Mobile, dann alles andere - "Große Teile des Volkes sind dumm": Michael Hartmann kritisiert Herfried Münkler - Internationale der Frauenpower: Wolfram Schütte über 65. Filmfestival Mannheim-Heidelberg - Nachruf: William Trevor ist tot + In memoriam: Heute vor 100 Jahren strab Jack London.

Bücherschau des Tages

Das Schwere mit Leichtigkeit nehmen

22.11.2016 Sehr nerührt ist Silke Scheuermann in der FAZ von Bettina Spoerris "Herzvirus", in dem sie die Geschichte ihrer manisch-depressiven Mutter erzählt. Gut zu lesen, aber ebenfalls nicht leicht zu verdauen findet die SZ Arnon Grünbergs Buch über seine sterbenden Mutter. Die FR lobt Lutz Bergers Frühgeschichte des Islam. Und die NZZ hält Jarett Kobeks Tirade gegen das Internet für das Buch der Stunde.

Essay

Das Hirngespinst

22.11.2016 Warum die Debatte um den literarischen Nachwuchs in die Irre geht: Nicht die jungen AutorInnen sind das Problem, sondern der Betrieb, in den sie hineinwollen.

Mittwoch, 23.11.2016

Efeu - Die Kulturrundschau

Ja, die gute alte Fiktion

23.11.2016 Die NZZ porträtiert den neuen Bühnenstar, die Schauspielerin Stefanie Reinsperger. Wie sie Künstler in aller Welt mit dem Atombombenabwurf auf Japan auseinandersetzten, lernt das Art Magazin in einer Münchner Ausstellung. Die FAZ besucht die nach 225 Jahren endlich fertig gestellte neue Nationalkirche Polens, den "Tempel der Göttlichen Vorsehung". In der NZZ denkt Kathrin Röggla über Literatur in der postfaktischen Gesellschaft nach. Die SZ unterhält sich mit dem Kulturwissenschaftler James Hamilton über schwarze und weiße Musik.

9punkt - Die Debattenrundschau

Dethematisierung, ja Verachtung

23.11.2016 Die türkischen Intellektuellen sind eingeschüchtert, schreibt Ilija Trojanow nach seiner Rückkehr von der Istanbuler Buchmesse in der taz. Politico.eu überlegt, wie die EU dem  Kaczynski-Regime Einhalt gebieten kann. Facebook macht bei Zensurtechniken Fortschritte, berichtet die New York Times. Die Diskussion um die VG-Wort-Entscheidung des BGH geht weiter. Verlegerin Susanne Schüssler schildert in der taz die Probleme der Verlage, Autorin Nina George reicht ihr Geld gleich weiter. Wolfgang Michal rät in diesem Kontext zu Fact Checking. Und, ach ja: Donald Trump. Er hat der New York Times ein erstes stubenreines Interview gegeben.

Medienticker

Die Angst der Populisten

23.11.2016 #FakeNews jetzt auch im Feuilleton? - Ben Goldman kassiert für Lügen für Trump - Gesammelte Infos: Das machen Online-Dienste mit ihren Nutzerdaten - Spaactor: Suchmaschine für audiovisuelle Medien - Faktencheck: Braucht Wikipedia unser Geld? - Joshua Cohen: Der ausgeträumte American Dream + Yahoo scheitert mit Verfassungsklage gegen Leistungsschutzrecht.

Bücherschau des Tages

Funkelndes Reich der Ambivalenz

23.11.2016 Die SZ erfreut sich an einem farbenprächtigen Band über "The Houses and monuments of Pompeii". In der NZZ lässt sich Nico Bleutge von Brigitte Kronauers "Scheik von Aachen" verführen. Die FAZ wittert verborgene Skandalgeschichten in einem verdienstvollen Bildband über deutsche Künstler im Exil.

Bücher der Saison

Kartografierung der Wirklichkeit

23.11.2016 Frisch für Sie zusammengestellt, liebe Leser: die aktuellesten, besten und umstrittensten Bücher in diesem Herbst warten auf Ihre Entdeckung.

Im Kino

Wie ein schlafendes Monstrum

23.11.2016 In "ALIPATO: The Very Brief Life of an Ember" erforscht der philippinische Workaholic Khavn ein weiteres Mal das Prinzip der permanenten Eruption. Clemens Klopfensteins "Geschichte der Nacht" verweigert sich dem inszenatorischen Kontrollwahn.

Donnerstag, 24.11.2016

Efeu - Die Kulturrundschau

Brutal gewordene Realität

24.11.2016 Laut Zeit steht die Ausstellung der Sammlung Farah Dibas in Berlin in Frage - diplomatische Schwierigkeiten mit dem Iran. Die FR staunt über englische Pop-Art in Wolfsburg: England damals ganz vorn. Die Welt ist heute von der Künstlerin Isa Genzken gestaltet, samt Totenkopf-Ring. In der NZZ beschreibt der Dichter und Theologe Christian Lehnert das religiöse Untergrundgeräusch der Poesie. Die FAZ berichtet vom Musikfestival Wien Modern. Die Filmkritiker streiten über den sozialkämpferische Furor in Ken Loachs "Ich, Daniel Blake".

9punkt - Die Debattenrundschau

Dass alle Angst hatten, nur Einzelne nicht

24.11.2016 Sollte Hillary Clinton nachzählen lassen? Nach bloßer Stimmenzahl führt sie inzwischen mit 1,5 Prozent, hat die New York Times herausgefunden. Tanja Maljartschuk erinnert in Zeit online an Ukrainer, die nach der Annexion der Krim nach wie vor in russischen Gefängnissen sitzen und zum Teil schwer gefoltert werden. In der SZ schlägt der Anwalt Joachim Kersten vor, dass die Verlage aus der Künstlersozialkasse aussteigen - wenn sie schon nichts von der VG Wort kriegen. In der Zeit gibt  Peter Sloterdijk dem President-elect bestenfalls zwei Jahre - bis dahin wird er wohl ohnehin erschossen.

Medienticker

Eine große Kiste Konjunktive

24.11.2016 Inszenierung der Demokratie: Die große Verstörungstheorie - Falschmeldungen: Lernt von den Fake News! meint Jeff Jarvis & Der Kampf gegen Fake News - Journalismus: Die Wahrheit ist nicht bloß Befindlichkeit - Türkei: Aslı Erdogan bleibt weiter in Haft - Porträt: Kate Tempest & Wolkendienste von Klaus Reichert & Florian Illies + Wolfram Schütte: Wider den "Übermut der Ämter", über Ken Loachs Verteidigung der menschlichen Würde.

Bücherschau des Tages

Hochtrabender Perückenton

24.11.2016 Die gleißende Helligkeit einer Solarkraftanlage in Kalifornien, ja die Sonne selbst ist Protagonistin in Angelika Meiers Roman "Osmo". Blendend, findet die SZ. Die NZZ rauscht mit den Comicautoren Alexandre Clerisse und Thierry Smolderen durch einen diabolischen Sommer 1967, samt junger Freundschaft, Sex, Drogen und Kaltem Krieg. Die FAZ versinkt in Irene Nemirovskys "Pariser Symphonie". Erste Notizen zur Zeit-Beilage finden Sie hier, der Rest folgt in den nächsten Tagen.

Fotolot

Menschen im demokratischen Wald

24.11.2016 Beim Durchblättern des Bandes erinnert man sich: Es gibt durchaus Menschen in den Bildern William Egglestons. Einige der Fotos mit Menschen gehören sogar zu den ganz berühmten, oder wie man heute sagt "ikonischen".

Freitag, 25.11.2016

Efeu - Die Kulturrundschau

Im Blitzlicht einer großen Stadt

25.11.2016 Anselm Kiefer ist wütend: Seine Werkschau in Peking, von der er nichts wusste, ist ein Riesenerfolg. Alle lieben "Affe", ein Musical mit der Musik von Peter Fox an der Neuköllner Oper. Berlins Regierender Michael Müller bringt das Kunststück fertig, sich gleichzeitig hinter Dercon und Lederer zu stellen, staunt der Tagesspiegel. Artechock will laut Welt die deutsche Filmflut eindämmen, die sogar den Filmdienst an den Rand der Pleite treibt. Im Logbuch Suhrkamp sieht Dorothea Studthoff die Mode von Gareth Pugh aus dem Geist der Science-Fiction-Romane von Michel Faber entstehen.

9punkt - Die Debattenrundschau

Echte Michael-Kohlhaas-Typen

25.11.2016 Das Problem mit den Wählern rechtspopulistischer Parteien ist kein soziales, sondern ein kulturelles, meint die Politologin Silja Häusermann in der WOZ. Die NZZ hat herausgefunden, dass Trump gar nicht beißt, sondern nur die Demokratie neu entdeckt. Die FAZ und die SZ attackieren den Juristen und Perlentaucher-Autor Martin Vogel, der ohne ihre Approbation im VG-Wort-Streit in allen Instanzen Recht bekommen hat. Die Berliner Zeitung freut sich über die Kür Raphael Gross' als Chef des Deutschen Historischen Museums.

Medienticker

Auf die Neune

25.11.2016 Aktualisiert: Die Schaubühne als moralinsaure Anstalt: Wie sich das politische Theater selbst betrügt, weiß Michael Wolf - Aus für Spiegel Plus? Keiner kauft Nachrichten im Netz, meint Jens Rehländer - Online-Handel: Amazon verbietet bezahlte Rezensionen - Medienmagazin des Deutschlandfunks in Zeiten der Lügenpresse & ARD denkt über Zusammenlegung von Sendeanstalten nach + Die Traurigkeit der Handlungsreisenden: Frank Jakubziks Erzählungen  "In der mittleren Ebene" + "Anarchy in the UK": 40. Jahrestag des Punk.

Bücherschau des Tages

Flüssige Inspiration

25.11.2016 Ergriffen und mitgerissen folgt die NZZ in "Nichts, um sein Haupt zu betten" Françoise Frenkel auf ihrer Reise an die Ränder des Erträglichen. Tief beeindruckt ist sie auch von den autobiografisch-literarischen Experimenten Kalin Terzijskis. Die FAZ staunt, wie Jörg Später in seiner Biografie Siegfried Kracauers Lebens-, Ideen- und politische Geschichte verknüpft. Und die SZ liest Rafael Cirbes' letzten Roman "Paris-Austerlitz" mit Faszination und Beklemmung.

Samstag, 26.11.2016

Efeu - Die Kulturrundschau

Direkt in die, pardon, Fresse

26.11.2016 Die Welt traut ihren Augen kaum: in Berlin soll ein Baudenkmal rekonstruiert werden - und alle sind dafür! Nicht dem Titel, wohl aber dem Anspruch der Kritiker wird Herbert Fritschs "Pfusch" an der Berliner Volksbühne gerecht. Die Presse freut sich über die erste umfassende Schau des slowakischen Konzeptkünstlers Julius Koller in Wien. Die Welt lässt sich in die assoziativ-verschwörungstheoretischen Filmcollagen von Adam Curtis hineinziehen. Und die FAZ lässt sich noch einmal von der ungeheueren Energie der Rolling Stones mitreißen.

9punkt - Die Debattenrundschau

Eine Revolution ist kein Rosenbett

26.11.2016 Fidel Castro ist tot. Im kubanischen Fernsehen verkündete sein Bruder Raúl die Nachricht mit geballter Faust. Die New York Times bringt schon einen großen Nachruf auf den Revolutionsführer und Autokraten, der fünfzig Jahre über Kuba herrschte und für kurze Zeit die Welt an den Rand eines Atomkriegs führte. In der FR betont der Ökonom Branko Milanovic: Die Globalisierung ist eine Kraft zum Guten. Die taz empfiehlt gegen Ungleichheit Eigentumsbildung. Und der Guardian spricht Boris Johnson das Verdienst zu, die Europäer geeint zu haben.

Bücherschau des Tages

Neigungswinkel des Ohrs

26.11.2016 Zum fünfzigsten Todestag von Siegfried Kracauer lesen FR, NZZ und taz mit großem Gewinn Jörg Späters Biografie. Die NZZ rät dringend, Stephen Crane wiederzuentdecken und Quentin Mouron kennenzulernen. Viel Freude bereitet ihr außerdem Ilma Rakusas Gedichtband "Impressum: Langsames Licht". Kein Schriftsteller erschafft so einzigartige Misanthropen wie William H. Gass, schwärmt die taz.  Und die Welt liest mit Jan-Werner Müllers Essay "Was ist Populismus?" und Aris Fioretos' Roman "Mary" zwei Bücher der Stunde.

Montag, 28.11.2016

Efeu - Die Kulturrundschau

Stellvertreter für unüberbrückbare Differenzen

28.11.2016 Die NZZ betrachtet Urgründe des Wachstums in den Zeichnungen Peter Wechslers. Im Interview mit Fandor erklärt der chilenische Regisseur Alejandro Jodorowsky wie man als Außenseiter Filme dreht. Die Presse sah am Burgtheater mit Ayad Akhtars "Geächtet" die beste Zimmerschlacht seit Edward Albee. Der Tagesspiegel berichtet von der mühsamen Zwangsfusion des SWR-Symphonieorchester.

9punkt - Die Debattenrundschau

Wir wissen, was richtig ist

28.11.2016 Westeuropäische Demokratien in der Krise: Die Vorwahlen der französischen Konservativen zeigen nicht ihre demokratische Stärke, sondern ihre Schwäche, meint der Politologe Rémi Lefebvre auf slate.fr. Im Observer analysiert Nick Cohen den Verfall des Konservatismus in Britannien. Politico.eu schildert die Risiken des kommenden Referendums in Italien. Im Blog der NYRB rät Masha Gessen mit Blick auf Trump: "Do not compromise." Stefan Niggemeier staunt nach der neuerlichen VG-Wort-Versammlung am Samstag über das Verhalten der Gewerkschaften.

Medienticker

Weltkasperletheater

28.11.2016 Die News-Abstinenzler mehren sich & junge User klicken an Qualitätsjournalismus vorbei - Analyse: Qualität der Medien - Kollektives Verrechnungsmodell: Klare Mehrheit dafür bei der VG-Wort-Mitgliederversammlung - AdBlock-Klage: Spiegel Online unterliegt - Verleger des Jahres 2016: Ein Gespräch mit Klaus Schöffling & mit seinem Autor Joshua Cohen über seinen wahnwitzigen 500-Seiten Monolog + Theater-Nachtkritik aus Bautzen, Berlin, Hamburg & Wien.

Bücherschau des Tages

Das Schlüpfrige und das Metaphysische

28.11.2016 In höchsten Tönen lobt die SZ Thomas Kaufmanns strikt historisch vorgehende Reformationsgeschichte "Erlöste und Verdammte". Weniger Polemik und mehr Analyse hätte ihr bei Michael Hudsons Buch über die Finanzmärkte besser gefallen. Ausgesprochen apart findet die FR Patrick McGinley Roman mit Mörder "Bogmail". Die taz streift mit Fil Tägerts "Mitarbeiter des Monats" durch das West-Berlin der achtziger Jahre.

Essay

Austerix taugt nix

28.11.2016 Österreich war ein europäischer Vorreiter in der Wiederbelebung künstlichen nationalen Identitätsdenkens. Bei der Bundespräsidentenwahl am Sonntag geht es auch um die Frage, ob das Land noch ökonomische Vernunft hat: "Identität" kommt danach.

Dienstag, 29.11.2016

Magazinrundschau

Ich brauche keinen Dolly

29.11.2016 Die Wähler vertrauen auf die Institutionen, glaubt die London Review, sonst hätten sie nicht Brexit oder Trump gewählt. Die politische Führung in Ost und West war  vor 1989 fortschrittlicher als heute, meint Gáspár Miklós Tamás in Magyar Narancs. Russen und Weißrussen wollen keine Freiheit, meint Swetlana Alexijewitsch in Hospodarske noviny. Regisseur Yasujiro Ozu fand seine Freiheit erst in der Beschränkung, erklärt Paul Schrader in Film Comment. En attendant Nadeau denkt mit Maurice Blanchot über Shelleys Gedicht "The Revolt of Islam" nach.

Efeu - Die Kulturrundschau

Sanft auf Lendenhöhe

29.11.2016 Am Deutschen Theater rutscht Stefan Pucher mit seiner Inszenierung des Peter-Weiss-Stücks "Marat/Sade"  auf der Ironieschmierseife aus, notiert die Berliner Zeitung. No sir, entgegnet die nachtkritik, der Stückeleichnam wurde wiederbelebt. Der Guardian porträtiert die Künstlerin Heather Phillipson, die gerade den Jarman Award gewonnen hat. In der NZZ erklärt der irakisch-kurdische Autor Bachtyar Ali, warum das Exil ihm beim Schreiben hilft.

9punkt - Die Debattenrundschau

Die kulturelle Aneignung der Cevapcici

29.11.2016 Mark Lilla in der SZ und Colin Crouch in der taz machen sich Gedanken darüber, wie die Linke sich vom Schock erholen soll: auf nationaler Ebene geht es nicht, meint Crouch. Die SZ warnt vor einem "monströsen Zivilisationsbruch" in Aleppo. Bei irights.info erklärt der Anwalt Ansgar Koreng, wie schwer es sein kann, eine Kirche zu fotografieren. In der Basler Zeitung erinnert der Historiker Diarmaid MacCulloch die staatsfrommen Deutschen an den Schweizer Beitrag zur Reformation.

Medienticker

Lügner sind immer die anderen

29.11.2016 Bürgerjournalismus: Belebung des Mediensystems - Lesefutter für die "Kreative Elite": Anmerkungen zum neuen Magazinen der FAZ-Gruppe - Öffentlich-rechtliches Fernsehen: Was machen ARD & ZDF mit den gesparten Olympia-Ressourcen - Medienschelte nach Trump: Die dunkle Seite der Macht - Wenn Kino etwas über die Gesellschaft verrät: Über die politische Theorie im Film - Was kann "Weltliteratur" heute sein?, fragt sich Hans Ulrich Gumbrecht + Meister der subtilen Farbgebung: Vor 500 Jahren starb Giovanni Bellini.

Bücherschau des Tages

Mit Feder und Messer zugleich

29.11.2016 Wunderschön und klug komponiert findet die SZ Efrat Gal-Eds Buch über den jüdischen Dichter Itzik Manger "Niemandssprache". Begeistert ist sie auch von Callan Winks Geschichten "Der letzte beste Ort", die wuchtig und dezent zugleich aus dem amerikanischen Hinterland erzählen. (Die heutige Literaturbeilage der SZ werden wir in den nächsten Tagen auswerten.) Ein erstes Porträt der Generation Whatsapp erkennt die NZZ in Birgit Birnbachers Debüt "Wir ohne Wal". Lehrreich findet sie auch Kathrin Schmidts Familiensaga "Kapoks Schwestern".

Mittwoch, 30.11.2016

Efeu - Die Kulturrundschau

Geschoss oder Geschenk?

30.11.2016 Die NZZ kommt nachhaltig beeindruckt aus der Münchner Premiere der von Kirill Petrenko dirigierten Schostakowitsch-Oper "Lady Macbeth von Mzensk": Kühne Klangwirkungen, radikale Differenzierungen, aber ein moderat wiedergegebener Geschlechtsakt. Bayern Klassik singt ein Loblied auf die Sängerin Anja Kampe in der Rolle der Lady Macbeth. Die FAZ saß wie ein hypnotisiertes Kaninchen auf der Stuhlkante. Außerdem: Die NZZ besucht den Schriftsteller John Wray in Brooklyn. Die FAZ erkennt die Wolfsnatur des Menschen in František Vláčils avantgardistisch-experimentellem Mittelalter-Filmepos "Marketa Lazarová".

9punkt - Die Debattenrundschau

Das Unsagbare

30.11.2016 Die Franzosen werden nicht Marine Le Pen wählen. Sie würden sich niemals erlauben, Briten und Amerikaner nachzuäffen, beteuert politico.eu. Buzzfeed beleuchtet das Mediennetzwerk der populistischen Fünf-Sterne-Bewegung in Italien.  Arge Verstimmung in der FAZ: Die Deutsche Nationalbibliothek hindert sie, Bücher haptisch zu rezipieren - schuld ist mal wieder George Soros. Der Manufacturing Belt wurde nicht durch die Globalisierung zum Rust Belt, legt der Stadtplaner Reinhart Wustlich in der FR dar. Je jünger die Leute, desto weniger glauben sie an Demokratie, hat die New York Times herausgefunden.

Medienticker

Unsinn, der sich hält

30.11.2016 Aktualisiert: Projekt "Schmalbart" gegen Breitbart News Network: Eine Einladung von Christoph Kappes & ein Interview - Österreich: Presserat bietet "Checkliste" für Berichterstattung über Flüchtlinge - IT-Sicherheit: Die drei Missverständnisse der digitalen Debatte - Naivität des Feuilletons: Buchblogger:sind keine Marketingpuppen - Interview mit Barbara Vinken über "Die Blumen der Mode" - "Runter mit den GEZ-Gebühren!": Medien zum Olympia-Blackout von ARD & ZDF + Die Lust an der Wiederholung: Interpolation in der Popmusik.

Bücherschau des Tages

Keine schöne neue Wüstenwelt

30.11.2016 Die SZ begeistert sich für Kurt Steinmanns undogmatische neue Übersetzung der "Orestie", sollen die Philologen doch schmollen. Die NZZ entdeckt mit den Biografien von Franz Rueb und Peter Opitz einen ganz neuen Zwingli: der Musik und den Frauen zugetan, fehlbar und selbstkritisch. Die FAZ lässt sich von Claire Vaye Watkins' Climate-Fiction-Roman "Gold Ruhm Zitrus" ins ausgetrocknete Kalifornien entführen, und Dmitrij Belkin macht ihr mit seiner Migrationsgeschichte "Germanija" die Paradoxien von Zuwanderung und Integration begreiflich.

Essay

Ein viel umfassenderes Wahrnehmen

30.11.2016 Deutsche Museen stellen sich der Digitalisierung bisher eher zögernd, auch aus Angst, sich überflüssig zu machen. Aber sie kann auch der Generierung von Aufmerksamkeit, der Bildung von Communities, und der Verwandlung der Nutzer von rezipierenden Konsumenten in agierende Kunstbürgern dienen. ein paar Beispiele aus der Praxis.

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