Montag, 01.08.2005
Heute in den Feuilletons
01.08.2005 In der SZ erklärt Juri Andruchowytsch, warum die Russen, anders als die Ukrainer, am Brot nur riechen. In der FAZ wendet sich Ernst Jandl an die verehrten lederriemen und leser. In der taz fordert Herfried Münkler: Die Europäer müssen eine imperiale, zumindest aber sub-imperiale Aufgabe übernehmen. In der Berliner Zeitung sagt Rita Kuczynski eine Wiedervereinigung von SPD und Linkspartei an.
Bücherschau des Tages
01.08.2005 Mit Kritiken zu Roberto Juarroz: "Vertikale Poesie. Poesia Vertical" in der FR, Santiago Gamboa: "Die Blender" in der FAZ, Stephen Walker: "Hiroshima" in der FR, Arturo Barea: "Spanientrilogie" in der FAZ und Antonio Porchia: "Voces completas" in der FR.
Vorgeblättert
01.08.2005 ".....vierzig Minuten Warten in der ungarischen Puszta kommt für mich vierzig Tagen gleich. Selbst die unfruchtbarste Steinwüste ist mir lieber als Europas Kornkammer. Eigentlich hasse ich die wogenden Kornfelder, auch wenn ich dafür keinen besonderen Grund habe, es ist nun mal so. ..." Attila Bartis erzählt in "Die Ruhe" - Künstlerroman und Familiengeschichte gleichermaßen - über die Wende in Ungarn. Hier ein Auszug.
Medienticker-Archiv
01.08.2005 Heute u.a.: Deutsche Literaturinstitut Leipzig: Ohne Talent geht gar nichts - Martin Walser: Der ewige Antisemit? - Fleissig, sparsam, fromm - Sex im Spiel - Heute bloggen, morgen bereuen - Expandierende Bibliotheken - Thomas Mann: Die Maniküre ist gelungen + Der Rechtschreibreform-Countdown. Von Rüdiger Dingemann
Vom Nachttisch geräumt
01.08.2005 Widmann hängt an Heinz Erhardt, er denkt an Europa, er gedenkt Benns schwächster Stunde, er versenkt sich in Nootebooms Paradiese und lenkt den Blick auf Tangers überhöhte Bordellpreise.
Bücherbrief
01.08.2005 Für alle, die wissen möchten, wie ein perfekter Samstag, urdeutscher Terror oder der Seemann von Welt aussieht: Hier sind die besten Bücher der vergangenen vier Wochen.
Dienstag, 02.08.2005
Magazinrundschau
02.08.2005 Im Merkur beschreibt Walter Laqueur das vergreiste Europa 2050. In der London Review of Books klärt uns Eric Hobsbawm über die sexuell aktivsten Abendländer auf. Das ES-Magazin erinnert an die Väter der Atombombe - fast alles Ungarn. Prospect und die Gazeta Wyborcza bilanzieren Rot-Grün. Im Nouvel Obs wehrt sich der Afrika-Historiker Elikia M'Bokolo gegen jede Form von Ethnizismus. In Polityka kündigt Jeremy Rifkins die Ära des Wasserstoffs an. Der Spectator verteidigt den Abwurf der Atombombe auf Hiroshima. New Republic fürchtet den Konservatismus der Republikaner.
Heute in den Feuilletons
02.08.2005 Die NZZ reist durch Böhmen und spürt Tendenzen zur deutsch-tschechischen Versöhnung auf. Die SZ entdeckt in den aktuellen Wahlprogrammen kein ehrliches Rezept für die Neuen Länder. In der taz beklagt Zafer Senocak die emotionale Kälte der Deutschen, die ihr Problem mit der Integration durch Statistiken kaschieren. Die FR fragt: Ist Al Qaida eine Erfindung der westlichen Geheimdienste? Der FAZ fehlen 90 bis 150 Millionen Frauen.
Bücherschau des Tages
02.08.2005 Mit Kritiken zu Nina Jäckle: "Noll" in der FAZ, Claus Leggewie / Erik Meyer: "'Ein Ort, an den man gerne geht'" in der NZZ, Pawel Huelle: "Castorp" in der FR, Christine Pitzke: "Versuche, den Morgen zu beschreiben" in der FAZ und Antonio Porchia: "Voces completas" in der NZZ.
Medienticker-Archiv
02.08.2005 Heute u.a.: John Le Carre: Wir ernten, was wir säten - Leon de Winter: Manchmal haben wir nur die Wahl zwischen Desaster und Katastrophe - Wenn Väter töten - Georg Dehio und seine Erben - Jede Menge Klone - Programm a la TV im Internet immer beliebter - Das Internet verändert die politische Kommunikation + Deutschland, deine Fernseh-Holländer.Von Rüdiger Dingemann
Mittwoch, 03.08.2005
Heute in den Feuilletons
03.08.2005 Die Welt schlägt die bench mark der Kathederprophetie: Giorgio Agamben. Die NZZ besucht Christian Diors Geburtshaus in Granville. Die FR besichtigt die Bauten von Alvaro Siza in Porto. In der SZ fragt der Schriftsteller Ernst-Wilhelm Händler: Wer hat meinen Daimler Chrysler so zerstört? In der FAZ erklärt der irische Schriftsteller John Banville, warum sich die IRA nicht auflöst.
Bücherschau des Tages
03.08.2005 Mit Kritiken zu Anka Muhlstein: "Die Gefahren der Ehe" in der NZZ, Gerd Langguth: "Angela Merkel" in der FR, Joseph Coulson: "Abnehmender Mond" in der SZ, Hans Keilson: "Hans Keilson: Werke in zwei Bänden" in der NZZ und Gudrun Ensslin: "'Zieht den Trennungsstrich, jede Minute'" in der FR.
Medienticker-Archiv
03.08.2005 Heute u.a.: Wollen Sie sich mal so richtig unbeliebt machen? - An die Blogs, deutsche Politiker! - Kleckern und Klotzen im Online-Wahlkampf - Wissensprotze unerwünscht - Deutsche Bibliothek kooperiert mit Wikipedia - Die Privaten springen auf - Real existierender Islamismus - Projektionsfläche für Ideen und Visionen + Blattsalat: Zwischen Menasse und Sartre. Von Rüdiger Dingemann
Donnerstag, 04.08.2005
Heute in den Feuilletons
04.08.2005 In der Zeit erklärt Heinrich August Winkler, warum es die Iraker gar nicht verdient haben, von den Amerikanern besetzt zu werden. Der Tagesspiegel diagnostiziert: Brandenburg mental verwahrlost. Die NZZ stellt die letzte jemals von der EMI herausgebrachte "Tristan"-Aufnahme vor. In der taz schildert Navid Kermani bedrückende Erlebnisse von einer Palästina-Reise. Die SZ begutachtet die Museumsinsel in Berlin.
Bücherschau des Tages
04.08.2005 Mit Kritiken zu Jonathan Franzen: "Schweres Beben" in der ZEIT, Valentin Katajew: "Kubik" in der ZEIT, Roberto Juarroz: "Vertikale Poesie. Poesia Vertical" in der NZZ, David Cannadine: "Winston Churchill" in der ZEIT und Luigi Guarnieri: "Das Doppelleben des Vermeer" in der SZ.
Vorgeblättert
04.08.2005 Als Leon Blum 1935 seine Erinnerungen an die Dreyfusaffäre von 1898 niederschrieb, ahnte er, dass er über das Wetterleuchten einer Katastrophe schrieb, die Europa noch bevorstand. Lesen Sie einen Auszug aus "Beschwörung der Schatten" von Leon Blum.
Medienticker-Archiv
04.08.2005 Heute u.a.: New York Times vereint Print- und Online-Redaktion - Familienkrach im News-Imperium - Es streiten sich die Gelehrten: Rechtschreibung an Unis - Im Wikiversum geht die Sonne niemals unter bzw. in vier Jahren die Welt erobert: Der Weltkongreß der Alleswisser - Sony soll 1,5 Mio. Dollar Bußgeld an Fans zahlen - Bundesliga: TV-Übertragung wird teurer. Von Rüdiger Dingemann
Freitag, 05.08.2005
Heute in den Feuilletons
05.08.2005 In der NZZ will der Autor David Lodge den Irak-Krieg nicht als Grund für die Londoner Attentate ansehen. Die FAZ kritisiert die Museen für zeitgenössische Kunst, die sich zu Geiseln der Sammler machen. In der Welt fürchtet Ralf Dahrendorf, dass die Sozialmodelle in Deutschland und Frankreich mehr Traum als Wirklichkeit seien. Die taz entdeckt eine ganz neue Zwillingsschwester der Freiheit: die Gleichheit. Die SZ bringt eine ganze Seite über Hiroshima. Im Guardian fordert Hanif Kureishi einen Multikulturalismus des Konflikts.
Bücherschau des Tages
05.08.2005 Mit Kritiken zu : "Zweiter Anlauf" in der FAZ, Hans-Dieter Zimmermann: "Martin und Fritz Heidegger" in der SZ, Julian Barnes: "Der Zitronentisch" in der SZ, Elsbeth Büchin / Alfred Denker: "Martin Heidegger und seine Heimat" in der SZ und Jutta Bauer / Peter Stamm: "Warum wir vor der Stadt wohnen" in der SZ.
Medienticker-Archiv
05.08.2005 Heute u.a.: Google-Bibliothek: Kulturkrieg im Cyberspace - buch.de steigert Umsatz und Ergebnis - Der Bundeskanzler als Schröder und Mensch - Axel Springer schluckt ProSiebenSat.1 - Springer-Chef Döpfner ergreift mit Kauf von ProSiebenSat1 einzigartige Gelegenheit + UN-Diplomat fordert Grenzen für Pressefreiheit. Von Rüdiger Dingemann
Samstag, 06.08.2005
Heute in den Feuilletons
06.08.2005 "Hier wächst zusammen, was nicht zusammengehört." Alle kommentieren die Übernahme von ProSieben Sat. 1 durch Springer, wenn auch nicht alle so eindeutig wie die SZ, die außerdem die Verwandtschaft von Politik und Frischkäse herausstreicht. Die FAZ befragt vier Schriftsteller nach ihren Lieblingsrandfiguren bei Thomas Mann, während die Welt über dessen Mut staunt. Die NZZ reanimiert die klassische Musik, zumindest in der Wochenendbeilage. Und alle äußern sich zu Hiroshima und der wieder anwachsenden atomaren Bedrohung.
Bücherschau des Tages
06.08.2005 Mit Kritiken zu Gretel Adorno / Walter Benjamin: "Gretel Adorno / Walter Benjamin: Briefwechsel" in der SZ, Ines Geipel: "Heimspiel" in der NZZ, Holly-Jane Rahlens: "Wie man richtig küsst" in der TAZ, Paula Fox: "Luisa" in der TAZ und Anna Politkowskaja: "In Putins Russland" in der NZZ.
Montag, 08.08.2005
Heute in den Feuilletons
08.08.2005 In der FAZ porträtiert Mario Vargas-Llosa den wahrscheinlich letzten französisch gesinnten Ästheten dieser Welt. Die SZ beschreibt, wie die Mafia respektabel wird. In der NZZ behauptet der Japanologe Florian Coulmas, dass die Amerikaner die Atombombe niemals auf die Deutschen abgeworfen hätten. In der taz erklärt Gretchen Dutschke, warum Rudi Dutschke kurzfristig mit der Gewalt kokettierte: Das Establishment war schuld.
Die Buchmacher
08.08.2005 In dieser Woche: Was Sortimentsbuchhändler in mittleren Städten gegen die Expansion der Ketten unternehmen. Und was der Börsenverein zum Streit um die ISBN-Nummern auf seiner Internetplattform sagt. Von Sandra Evertz
Bücherschau des Tages
08.08.2005 Mit Kritiken zu Herfried Münkler: "Imperien" in der FAZ, Viktor von Weizsäcker: "Pathosophie" in der SZ, Werner Spies: "Duchamp starb in seinem Badezimmer an einem Lachanfall" in der SZ, Fred Vargas: "Der vierzehnte Stein" in der FAZ und Otto von Bismarck: "Otto von Bismarck: Gesammelte Werke - Neue Friedrichsruher Ausgabe" in der FAZ.
Vorgeblättert
08.08.2005 ..."Die in der akademischen Welt gegenwärtig vorherrschende Meinung sieht Washington als Mitschuldigen an der Schaffung einer Nation, die imperialistisch, rassistisch, elitär und partriarchalisch gewesen ist" schreibt Joseph J. Ellis im Vorwort zu seiner Biografie "Seine Exzellenz George Washington". Lesen Sie einen Auszug.
Vom Nachttisch geräumt
08.08.2005 Widmann lässt sich von einem kleinen Erzählband von Rabindranath Tagore anfixen, widerspricht Jürgen Habermas und Joseph Ratzinger, erliegt dem Dichter Henry Luque Munoz, staunt über die Lieblingstugend von Karl Marx und verliert die Lust bei Candace Bushnell.
Medienticker-Archiv
08.08.2005 Heute u.a.: Chatten ohne Grenzen: Multi-Messenger sprechen mit jedem - Sakrileg-Autor Brown freigesprochen - Da wird von vielen ein Popanz aufgebaut - Döpfner mit ProSiebenSat1 gegen Google - Bild widerspricht Gysis Gegendarstellung - Google-Chef will nicht "gegoogelt" werden - Nordlicht am Horizont? + Wacht auf, Verdammte dieser Erde! Von Rüdiger Dingemann
Dienstag, 09.08.2005
Magazinrundschau
09.08.2005 Im Espresso berichtet Andrzej Stasiuk von einem leicht gruseligen Schriftstellertreffen in Belgrad. Al-Ahram erklärt die politische Stagnation Saudi-Arabiens. Die Weltwoche findet Filme und Bilder vom Irakkrieg auf einer Amateur-Pornoseite. In der Gazeta Wyborcza diagnostiziert Ryszard Kapuscinski die Entthronung Europas. Im Guardian feiert der Schriftsteller Blake Morrison einen aussterbenden Berufsstand: den Lektor. Magyar Narancs stellt uns hunnenstämmige Ungarn vor. In Polityka erinnert Adam Krzeminski an die Potsdamer Konferenz. NZZ Folio erforscht die neuen Kerle. Die New York Times besucht einen jähzornigen V.S. Naipaul.
Heute in den Feuilletons
09.08.2005 Die knuffig-knusprige Anna Netrebko versetzt die Feuilletons in Schwingung. Die FAZ ruft "Danke, Anna!" Die NZZ seufzt: "Mon Dieu, welche Aufregung". Die SZ gesteht "Überraschung und Glück" beim Hören und Betrachten der "Traviata" in Salzburg. Die NZZ betrachtet außerdem ein Kunstwerk von Xiao Yu in Bern und fragt: Ist der Kopf eines Fötus auf dem Körper einer Möwe echt?
Bücherschau des Tages
09.08.2005 Mit Kritiken zu William Boyd: "Eines Menschen Herz" in der SZ, Bernd Roeck / Andreas Tönnesmann: "Die Nase Italiens" in der FR, Juan Jose Saer: "Ermittlungen" in der NZZ, Nadeem Aslam: "Atlas für verschollene Liebende" in der NZZ und : "Bürgertum nach 1945" in der FR.
Medienticker-Archiv
09.08.2005 Heute u.a.: Der Tag, als Philip Roth anrief - Stunde der Amateure - Elefantenhochzeit: Springer greift Bertelsmann an - Sprengstoff-Wikipedia: Missverständnisse und Gutmenschen unter sich - PC wird immer mehr zum Unterhaltungszentrum - Das Duell der Denk-Panzer - Nachruf auf die Single + Die Pille für das Vergessen. Von Rüdiger Dingemann
Mittwoch, 10.08.2005
Heute in den Feuilletons
10.08.2005 In der Welt stellt Rolf Schneider richtig: Die DDR war nicht proletarisch, sondern kleinbürgerlich. Die FAZ wirft einen Blick auf die kommende Theatersaison: Sie wird links und fromm. In der SZ fragt Alfred Grosser nach den Gründen für die soziale Unzufriedenheit in Europa.
Bücherschau des Tages
10.08.2005 Mit Kritiken zu Hans Pleschinski: "Leichtes Licht" in der NZZ, Jens König: "Gregor Gysi" in der FR, Julian Nida-Rümelin: "Über menschliche Freiheit" in der NZZ, Lajos Parti Nagy: "Meines Helden Platz" in der FR und : "Neue Politikgeschichte" in der FR.
Medienticker-Archiv
10.08.2005 Heute u.a.: ARD will ProSiebenSat.1-Übernahme verhindern - Google-News als RSS-Feed - ARD-Tagesschau als Podcast - Premiere im Plus - Yahoo überholt Google - Schreiben für die Freiheit - Zwölf Rügen für Bild - Der Buchhändler gibt die rote Laterne ab + Deutsch-englischer Handtuchkrieg entschieden! Von Rüdiger Dingemann
Donnerstag, 11.08.2005
Heute in den Feuilletons
11.08.2005 In der Zeit schreibt eine begeisterte Patti Smith über die Symbolik des Hasen in Christoph Schlingensiefs Bayreuther "Parsifal"-Inszenierung. In der NZZ beklagt Hanif Kureishi die Unfähigkeit des Islam zum Multikulturalismus. Die Welt fühlt sich durch die Heuschrecken-Debatte an Gustav Freytags antisemitischen Roman "Soll und Haben" erinnert. In der taz fürchtet der Historiker Gabriel Kolko: In einem demokratischen China würden die Kommunisten die Wahlen gewinnen.
Bücherschau des Tages
11.08.2005 Mit Kritiken zu Herfried Münkler: "Imperien" in der ZEIT, Cees Nooteboom: "Paradies verloren" in der ZEIT, Volker Braun: "Auf die schönen Possen" in der SZ, Curzio Malaparte: "Kaputt" in der ZEIT und Paulo Coelho: "Der Zahir" in der ZEIT.
Vorgeblättert
11.08.2005 "Liebster Max, meine letzte Bitte: Alles, was sich in meinem Nachlaß (.....) an Tagebüchern, Manuscripten, Briefen, fremden und eignen, Gezeichnetem und so weiter findet, restlos und ungelesen zu verbrennen, ebenso alles Geschriebene oder Gezeichnete, das Du oder Andre, die Du in meinem Namen darum bitten sollst, haben (....). Dein Franz Kafka." Lesen Sie einen Auszug aus der Biografie von Peter-Andre Alt: "Franz Kafka. Der ewige Sohn".
Medienticker-Archiv
11.08.2005 Heute u.a.: Veni, vidi, Wiki - eMail: gar nicht sauber - Google: mal ganz persönlich, mit Sternchen zum Philosophen und man spricht nicht mit kritischen Journalisten - News Corp will Suchmaschine kaufen - Springers Werbeblock: Sorge im Pay-TV-Markt - Der Cavaliere und sein Trojanisches Pferd - Sin City: Rote Lippen, weißes Blut + Miss Ellie ist tot. Von Rüdiger Dingemann
Freitag, 12.08.2005
Heute in den Feuilletons
12.08.2005 Nun ist Thomas Mann fünfzig Jahre tot. Die taz äußert sich misstrauisch über das inszenierte Gedenken. Aber die FAZ entscheidet: Thomas Mann ist der Referenzpunkt. Uwe Tellkamp findet Mann dagegen in der Welt recht merkwürdig, während er in der SZ "Glockenschall, Glockenschwall" anstimmen lässt. In der SZ enthüllt Irshad Manji den "verborgenen Unterleib" des Islam. Im Tagesspiegel wendet sich Orhan Pamuk gegen ein konservatives Europa, das die Türkei ausschließen will.
Bücherschau des Tages
12.08.2005 Mit Kritiken zu Andrea Kaiser / Barbara Sichtermann: "Frauen sehen besser aus" in der NZZ, Wigbert Benz: "Paul Carell" in der FAZ, Amir D. Aczel: "Der Kompass" in der FAZ, Hermann Broch / Thomas Mann: "Freundschaft im Exil" in der FAZ und Lothar Späth: "Strategie Europa" in der FAZ.
Medienticker-Archiv
12.08.2005 Heute u.a.: Das Wichtigste: Be cool - Wie es euch gefällt! - Potter-Fans stimmen über Cover ab - Yahoo steigt groß in China ein - Hackerangriff auf Deutsch-Englisch Wörterbuch - Windows macht Google unglücklich - Google sucht nach Antworten - Beweise aus dem Müll - Das Vierte - Auf den Bush geklopft + Seine Eingeweide dachten mit: Thomas Manns wunderbares Weiterleben. Von Rüdiger Dingemann
Samstag, 13.08.2005
Heute in den Feuilletons
13.08.2005 Wim Wenders erklärt in der Berliner Zeitung, warum Remmidemmi 5 nicht die Zukunft des Kinos sein kann. Die NZZ begutachtet kritisch den Versuch, die Schriftstellerei zu akademisieren. Die taz widmet sich dem Blogger-Phänomen. In der FAZ erzählt Josef Winkler, wie er in Neu Delhi Gedichte von Gerald Zschorsch falsch las, und Andrzej Stasiuk erklärt, warum Johnnes Paul II. auf keinen Fall ein Amtsheiliger werden darf. In der SZ erklärt der Schriftsteller Dag Solstad, warum die Norweger nicht so reich wie die Saudis sind.
Bücherschau des Tages
13.08.2005 Mit Kritiken zu Jürgen Habermas: "Zwischen Naturalismus und Religion" in der SZ, Peter Handke: "Gestern unterwegs" in der FR, Michael Wildenhain: "Russisch Brot" in der NZZ, Helmut Koopmann: "Thomas Mann - Heinrich Mann" in der NZZ und Henner Voss: "Vor der Reise" in der SZ.
Montag, 15.08.2005
Heute in den Feuilletons
15.08.2005 In der Welt spricht Christoph Schlingensief über Karol Wojtyla und im Tagesspiegel über Ossis, die aua machen. Die taz outet den Weltjugendtag als leicht zynische Veranstaltung. Die NZZ sah die Schriftstellerin Fabrizia Ramondino wie eine bunte Fledermaus majestätisch gleiten. Die FAZ feiert aus Anlass des 50. Todestags von Thomas Mann den großen Kritiker Marcel Reich-Ranicki.
Bücherschau des Tages
15.08.2005 Mit Kritiken zu Volker Reinhardt: "Der unheimliche Papst" in der FAZ, : "Der Geist der Tiere" in der FAZ, Leo Tuor: "Onna Maria Tumera" in der FAZ, Carsten Kasprzok: "Der Sozialökonom Heinrich Dietzel" in der FAZ und : "Enzyklopädie Medizingeschichte" in der FAZ.
Vorgeblättert
15.08.2005 Was hat den berühmten Filmemacher Goro in den Freitod getrieben? Die Suche nach einer Antwort führt seinen engsten Freund Kogito von Tokio nach Berlin. Kenzaburo Oe zeichnet in seinem Roman "Tagame. Berlin-Tokyo" das Porträt einer außergewöhnlichen Freundschaft. Lesen Sie einen Auszug.
Medienticker-Archiv
15.08.2005 Heute u.a.: Google scannt vorerst keine Bücher mehr - Das zweite Web-Wunder - Das Kind im Dichter - Weltenwandererphantasie - Ach wie gut, dass niemand weiß, dass ich Rumpelstilzchen heiß: WinSweep oder das anonyme Surfen - Man nehme USB - Narratologen und die Ludologen - Nicht revolutionär, aber ordentlich + Achtung, Fritz! Von Rüdiger Dingemann
Dienstag, 16.08.2005
Magazinrundschau
16.08.2005 In Outlook India will Sunil Khilnani die Geschichte der Teilung Indiens neu schreiben. In Reason erklärt Salman Rushdie, was er am Islam überhaupt nicht liebenswert findet. Im ungarischen Magazin 2000 erzählt Laszlo Krasznahorkai, wie ihn beim Ball der Bergarbeiter das Glück verließ. Der Guardian sucht englischschreibende indische Schriftsteller der Oberliga. In Le Monde diplomatique erklärt Jan Philipp Reemtsma, was die Islamisten mit Johannes Paul II. gemeinsam haben. Sollen die Iraner doch ihre Bombe bauen, meint der Spectator. In der Weltwoche behauptet MRR: Deutschsprachige Frauen können keine Dramen schreiben. Der Nouvel Obs feiert die Köche der Generation C.
Heute in den Feuilletons
16.08.2005 Die SZ erklärt, warum Benedikt XVI. mit den Deutschen nicht warm wird. In der FAZ hält Kurt Biedenkopf fest, wer das demografische Problem zuerst erkannte: er, und zwar 1977. Die NZZ hätte gern Wislawa Szymborska besucht, wurde aber nicht empfangen. Und die Welt erzählt Geschichten aus Danzig: "Fünf einfache Arbeiter planten einen Aufstand..."
Die Buchmacher
16.08.2005 In dieser Woche: Problemstau an der Baustelle Verzeichnis lieferbarer Bücher. Und warum Weltbild alle Regeln außer Kraft setzt. Von Sandra Evertz
Bücherschau des Tages
16.08.2005 Mit Kritiken zu Peter Handke: "Gestern unterwegs" in der SZ, Markus Orths: "Catalina" in der FR, Santiago Gamboa: "Die Blender" in der FR, Dieter Hildebrandt: "Die Neunte" in der NZZ und Ricarda Junge: "Kein fremdes Land" in der NZZ.
Link des Tages
16.08.2005 Bei der Suchanfrage "blog bundestagswahl" spuckt Google 153.000 Seiten aus. Wir haben einige Politikerblogs gelesen. Von Miriam Sandabad
Werbung / Mediadaten
16.08.2005 Alle Informationen zu den AGB des Perlentauchers.
Mittwoch, 17.08.2005
Heute in den Feuilletons
17.08.2005 In der FAZ fragt Wilhelm Hennis, ob die 'Verfassungsorgane' nur noch Attrappen für die Machtgier der Parteien seien. Die NZZ beklagt den braindrain in Russland. Im Tagesspiegel erinnert sich Bertrand Tavernier an seinen Klassenkameraden Volker Schlöndorff. Die Welt erinnert an Oskar Lafontaines spontanen Widerwillen gegen all die Ostdeutschen im Jahre 1989.
Bücherschau des Tages
17.08.2005 Mit Kritiken zu Udo Di Fabio: "Die Kultur der Freiheit" in der FR, Nick Hornby: "A Long Way Down" in der FAZ, Jan Lurvink: "Lichtung" in der SZ, Rainer Merkel: "Das Gefühl am Morgen" in der NZZ und Girolamo Arnaldi: "Italien und seine Invasoren" in der NZZ.
Medienticker-Archiv
17.08.2005 Heute u.a.: Welt basiert auf Pfusch - Deutschlands Glück in Deutschlands Unglück - Medienwächter fordert externen Kontrolleur - Kursbuch kommt zurück - Lesen, staunen, angeben - Stellt euch vor, es ist Werbung, und keiner schaut hin - Google investiert in drahtloses Internet - Das Internet wird krimineller + Menschen sollen am Computer mehr blinzeln. Von Rüdiger Dingemann
Essay
17.08.2005 Der Terror zielt auf die multikulturellen Gesellschaften. Die falscheste Reaktion darauf wäre der Abschied von der Idee der multikulturellen Gesellschaft.
Donnerstag, 18.08.2005
Heute in den Feuilletons
18.08.2005 In der Zeit weist Philip Roth nach: Die schlechtesten Rezensenten der Welt sind die der New York Times, denn sie verstehen seine Bücher nicht. Die SZ ist erschüttert: Streit in dieser Gesellschaft! Auch der Strandurlaub in Italien ist viel zu teuer geworden, kritisiert die FAZ. Außerdem herrscht Dissens über eine kulturpolitische Diskussion in Berlin: Wer ist inkompetenter - die Politiker oder die Kulturschaffenden? Im Spiegel warnt Gerhard Richter vor überteuerten Gerhard-Richter-Bildern.
Bücherschau des Tages
18.08.2005 Mit Kritiken zu Philip Roth: "Verschwörung gegen Amerika" in der ZEIT, Jochen Missfeldt: "Steilküste" in der FR, : "Zweiter Anlauf" in der NZZ, Stefan Ehlert: "Wangari Maathai - Mutter der Bäume" in der ZEIT und Valeria Parrella: "Die Signora, die ich werden wollte" in der ZEIT.
Medienticker-Archiv
18.08.2005 Heute u.a.: Zeitungen im Web: Die Mauer zwischen Print und Online fällt - Zwischen Gefängnis und Regierungsbank: Aufbau Verlag wird 60 - Yahoos Suchindex entfacht Suchmaschinendebatte - Apple-Wahnsinn: Käufer prügeln sich um billige iBooks - Kulturkampf um das Gedächtnis der Menschheit + HipHop Halleluja. Von Rüdiger Dingemann
Vorgeblättert
18.08.2005 Der alte Mann fragt sich, warum er das Haus geerbt hat, in dem er jetzt wohnt, die Stadt verlassen hat, in der er sein Leben lang zu Hause war - ist er freiwillig hier? Lesen Sie hier den Anfang des zweiten Romans von Inka Parei: "Was Dunkelheit war".
Freitag, 19.08.2005
Heute in den Feuilletons
19.08.2005 In der FR wendet sich der Systemtheologe Peter Fuchs angwidert vom "betäubenden Spektakel der Gefühlsduselei" beim Weltjugendtag ab. Die taz lädt die Internetfilmserie "The Scene" herunter. Die FAZ erzählt die tragische Geschichte der von Gerhard Richter porträtierten Tante Marianne. Die SZ richtet mahnende Worte an die FAZ, deren groß angekündigte "Frankfurter Allgemeine Bücherei" nun nicht von Hans-Magnus Enzensberger herausgegeben werden darf.
Bücherschau des Tages
19.08.2005 Mit Kritiken zu Hans-Ulrich Treichel: "Menschenflug" in der SZ, Robert Castel: "Die Stärkung des Sozialen" in der FAZ, William Boyd: "Eines Menschen Herz" in der FR, Agota Kristof: "Die Analphabetin" in der FR und Salvatore Settis: "Die Zukunft des 'Klassischen'" in der SZ.
Medienticker-Archiv
19.08.2005 Heute u.a.: Gericht stoppt Enzensberger: FAZ-Buchreihe geplatzt - Die Party ist vorbei - Abschreiben von Webseiten erlaubt - Der Feind im Büro: Leben Sie noch oder leben Sie schon? - Warum der MP3-Player keine deutsche Erfolgsgeschichte ist - Am perfektesten formuliert - Kulturförderung: Subvention? Investition? Definition! + Benedetto-Mania. Von Rüdiger Dingemann
Samstag, 20.08.2005
Heute in den Feuilletons
20.08.2005 Die FR wettert gegen kulturpolitische Querschüsse aus der Hauptstadt. In der Welt beklagt Anne-Sophie Mutter den geringen Stellenwert der Musik in Deutschland. Die taz ärgert sich über Hohlphrasen im katholischen Pop. In der NZZ warnen Claus Leggewie und Erik Meyer vor Erika Steinbachs Zentrum gegen Vertreibungen. Die SZ erklärt das Problem mit der Kultursubvention. In der FAZ will Hans Magnus Enzensberger nicht behaupten, dass er Opfer eines Berufsverbots sei. Und Ralph Dahrendorf fordert die Deutschen auf, nicht immer so schlecht gelaunt zu sein.
Bücherschau des Tages
20.08.2005 Mit Kritiken zu Udo Di Fabio: "Die Kultur der Freiheit" in der TAZ, Philip Roth: "Verschwörung gegen Amerika" in der FR, Cees Nooteboom: "Paradies verloren" in der TAZ, Michel Foucault: "Geschichte der Gouvernementalität I" in der TAZ und Leonie Swann: "Glennkill" in der TAZ.
Montag, 22.08.2005
Heute in den Feuilletons
22.08.2005 Die NZZ vermisst unkonventionelle Lebendigkeit in Schanghai. Die FAZ stellt apokalyptische Visionen über die Zukunft der französischen Tagespresse vor. Die SZ jubelt über hochdissonante Reibeflächen bis zur Emanation bei einer Aufführung von Bruckners Dritter. Die FR feiert Christoph Schlingensiefs Geschichtsrevue "Odins Parsipark". In der Welt untersucht der Kunsthistoriker Klaus Honnef die Folgen der Digitalisierung für die Fotografie. Die taz fordert eine interkulturell modifizierte Leitkultur.
Die Buchmacher
22.08.2005 In dieser Woche: Warum die Sortimenter Weltbild mit seiner Comic-Bibliothek Manipulation vorwerfen. Wieviel Rabatt Hörbuchverlage künftig bei der GEMA bekommen. Warum Google Print nur halb gestoppt wurde - und selbst das nur vorübergehend. Wie erfolgreich sind die Buch-Sondereditionen der Zeitungen und Zeitschriften sind. Von Sandra Evertz
Bücherschau des Tages
22.08.2005 Mit Kritiken zu Michael Hardt / Antonio Negri: "Multitude" in der SZ, Annie Proulx: "Hinterland" in der FAZ, Girolamo Arnaldi: "Italien und seine Invasoren" in der FAZ, : "Kritisches Wörterbuch" in der FAZ und Dietmar Dath: "Für immer in Honig" in der TAZ.
Vorgeblättert
22.08.2005 Seit September ist Uwe Timm mit seinem neuen Buch "Der Freund und der Fremde" auf Lesereise. Aus diesem Anlass aktualisieren wir unser "Vorgeblättert" zu dem Buch - mit den Terminen der Reise.
Medienticker-Archiv
22.08.2005 Heute u.a.: Enzensberger: jetzt oder gar nicht - Leicht instrumentalisierbare Beharrungskräfte - Kleine Wunschmaschine - Rummel um Houellebecqs Klon-Roman - Aus die Maus: Ende des Disney-Zeichentricks - Noten in Nöten - Tausende Zahlen, aber keine Welt + Man muss nur wollen. Von Rüdiger Dingemann
Dienstag, 23.08.2005
Heute in den Feuilletons
23.08.2005 Die SZ feiert die "beeindruckendste Interpretation von Beethovens Fünfter, die jemals irgendwo stattfand". Die FR besucht schon mal den neuen Berliner Club "Goya". In der NZZ beklagt der syrische Dichter Sadiq al-Azm den mangelnden Willen zur Demokratie in den arabischen Ländern. In der FAZ träumt Amos Oz von einem Israel ohne Besetzung und Siedlungen.
Magazinrundschau
23.08.2005 Die Franzosen verreißen den neuen Houellebecq, die Deutschen feiern ihn - bis jetzt zumindest. Der Economist ertastet die Muckis der deutschen Wirtschaft. Outlook India fragt, ob koloniale Demütigung der Grund für Selbstmordattentate sei. Al-Ahram hält das für Unsinn. Der Spectator geißelt ein Bündnis zwischen islamischen Fundamentalisten und westlichen Marxisten. In Tygodnik Powszechny erzählt Andrzej Stasiuk von einer Reise ins schwarze Loch Europas. Im ES-Magazin denkt der Schriftsteller Yann Martel über Identitäten nach. Die New York Times stellt einen jüdischen Sammler antisemitischer Kunst vor.
Bücherschau des Tages
23.08.2005 Mit Kritiken zu Matthias N. Lorenz: "Auschwitz drängt uns auf einen Fleck" in der SZ, Cees Nooteboom: "Paradies verloren" in der NZZ, Friederike Mayröcker: "Und ich schüttelte einen Liebling" in der FR, Santiago Gamboa: "Die Blender" in der NZZ und Edward Thomas: "Die Unbekümmerten" in der FR.
Medienticker-Archiv
23.08.2005 Heute u.a.: Das letzte Tabu - Sie können es immer noch - Die Gnade der totalen Niederlage - Das bisschen Deutsch - Google wird zur Alles-Suche - Yahoo Japan kämpft gegen Apple - Die besten Spiele der Games Convention 2005 - Radio-Revolution - Der Papst, der I-Pod und der Hyperpolytheismus + Miss iPod kann sich keinen iPod leisten. Von Rüdiger Dingemann
Mittwoch, 24.08.2005
Heute in den Feuilletons
24.08.2005 George Tabori erzählt im Tagesspiegel, wie er Thomas Mann einst beim Gebrauch volkstümlicher Ausdrücke beobachtete. In der Welt erklärt Andrea Breth, wie sie das Theater gerne hätte, aber immer seltener vorfindet. Die NZZ streitet über Xiao Yus "Fötus-Objekt". Wim Wenders' neuer Film "Don't Come Knocking" bekommt laue bis freundliche Kritiken. Die SZ beklagt die herzlose Selbstgerechtigkeit der Künstler beim SPD-Kulturforum.
Bücherschau des Tages
24.08.2005 Mit Kritiken zu Philip Roth: "Verschwörung gegen Amerika" in der TAZ, Michel Houellebecq: "Die Möglichkeit einer Insel" in der SZ, Azar Nafisi: " Lolita lesen in Teheran" in der FR, Hubertus Knabe: "Tag der Befreiung?" in der FAZ und Paula Köhlmeier: "Maramba" in der FAZ.
Medienticker-Archiv
24.08.2005 Heute u.a.: Friede Springer ist virtuell enteignet - Amazon in den USA jetzt auch Verleger - Dem Tintenfraß zum Trotz - Der Asphalt-Cowboy - Laptops ersetzen Lehrbücher - Das Gespenst der Freiheit - Gute Vibrationen und Stecker rein + Oh, Angie! Von Rüdiger Dingemann
Donnerstag, 25.08.2005
Heute in den Feuilletons
25.08.2005 In der Zeit klärt Amos Oz die Europäer auf: Mit den Mitteln der Gruppentherapie ist im Nahen Osten kein Frieden zu erreichen. Die FR findet den neuen Houellebecq antisemitisch, antiislamistisch, frauenfeindlich, kinderfeindlich, ja menschenfeindlich. In der NZZ beklagt der irakische Lyriker und Verleger Khalid al-Maaly die mangelnde Qualität der irakischen Feuilletons. In der FAZ freut sich Wim Wenders über seine Fortschritte bei Frauen. Die SZ hatte Gespür für den untergetauchten Schriftsteller Peter Hoeg.
Bücherschau des Tages
25.08.2005 Mit Kritiken zu Peter Handke: "Gestern unterwegs" in der ZEIT, Michel Houellebecq: "Die Möglichkeit einer Insel" in der FR, Gretel Adorno / Walter Benjamin: "Gretel Adorno / Walter Benjamin: Briefwechsel" in der ZEIT, Milan Kundera: "Der Vorhang" in der ZEIT und Jens König: "Gregor Gysi" in der ZEIT.
Vorgeblättert
25.08.2005 "Am besten wurde die Schwarzarbeit offenbar im 'Ministerium' bezahlt. ... Sie nähten aus Leder, Gummi und Latex Kleidungsstücke für Sadomasochisten und Fetichisten. ... Ein S&M-Klub in Den Haag hieß 'Ministry of Pain'. Darum nannten meine Studenten ihren Job in der Pornoschneiderei 'Arbeit im Ministerium'". Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Roman der kroatischen Schriftstellerin Dubravka Ugresic: "Das Ministerium der Schmerzen".
Freitag, 26.08.2005
Heute in den Feuilletons
26.08.2005 In der FAZ fragt Monika Maron: Was hat man nur gegen Angela Merkel? Die FAZ ergründet auch die Höhen und Tiefen der Stimme von Anna Netrebko. Die Welt ergründet die Höhen und Tiefen der Zeitschrift Spex und bringt außerdem ein großes Porträt der Bechers. In der SZ bekennt Peter Zadek, dass er mit Konzepttheater nichts anfangen kann. Die taz spricht mit der meistgehörten Sängerin der Welt: Asha Bhosle.
Bücherschau des Tages
26.08.2005 Mit Kritiken zu Johannes Willms: "Napoleon" in der FAZ, Paul Morand: "Aufzeichnungen eines notorischen Schwimmers" in der FAZ, Michel Serres: "Atlas" in der FAZ, Elias Canetti: "Aufzeichnungen für Marie-Louise" in der SZ und Kim Seong-Dong: "Mandala" in der FAZ.
Samstag, 27.08.2005
Heute in den Feuilletons
27.08.2005 In der NZZ erklärt Kazuo Ishiguro die Psychologie der Gebildeten. In der FR erklärt Harald Welzer die Psychologie von Massenmördern. In der SZ erklärt Ayaan Hirsi Ali, warum die Tabus im Umgang mit dem Islam gebrochen werden müssen. Die Welt feiert den Maler Michael Burges. Und dann das Kreuz mit Houellebecq: Man will ihn nicht lesen, man muss ihn lesen, findet die FAZ.
Bücherschau des Tages
27.08.2005 Mit Kritiken zu Kristof Magnusson: "Zuhause" in der FR, Gerd Langguth: "Angela Merkel" in der TAZ, Martin Mosebach: "Das Beben" in der SZ, Michel Houellebecq: "Die Möglichkeit einer Insel" in der NZZ und Michel Houellebecq: "Die Möglichkeit einer Insel" in der TAZ.
Montag, 29.08.2005
Die Buchmacher
29.08.2005 Diese Woche lesen Sie: Warum sich der Börsenverein über die Deutsche Vermögensberatung aufregt. Was den Verlagen eine bessere Verhandlungsposition gegenüber Google Print sichern soll. Wie die Fnac ihr Konzept zum Exportschlager machen will. Von Sandra Evertz
Heute in den Feuilletons
29.08.2005 Die taz und die NZZ konstatieren, dass 25 Jahre nach der Gründung der Solidarnosc in Polen die Solidarität abhanden kam. In der taz taucht außerdem Gabriele Goettle in die Hölle der Arbeitsagenturen ein. Die SZ kommt nochmal auf die so fruchtbare wie furchtbare Zusammenarbeit zwischen Andrea Breth und Christian Boltanski bei der Ruhrtriennale zurück.
Bücherschau des Tages
29.08.2005 Mit Kritiken zu Agota Kristof: "Die Analphabetin" in der SZ, Rolf Clement / Paul Elmar Jöris: "50 Jahre Bundeswehr" in der FAZ, Cosima Wagner: "Cosima Wagner: Tagebücher" in der SZ, : "Goethes Weimar und die Französische Revolution" in der FAZ und Susan Neiman: "Fremde sehen anders" in der FAZ.
Vorgeblättert
29.08.2005 Von pietistisch verzückten Pfarrern des 18. Jahrhunderts, nationalistisch entzündeten jungen Männern des Dritten Reiches, marxistischen Weltrevoluzzern der 70er Jahre bis hin zu islamischen Selbstmordattentätern von heute geht Stephan Wackwitz den Spuren der "Neuen Menschen" nach. Hier ein Auszug aus dem Bildungsroman "Neue Menschen".
Medienticker-Archiv
29.08.2005 Heute u.a.: Musil zitieren, nicht Marx - Das Medium ist die Masse - Gesucht: Der Beste - Wolfgang Bauer war das Genie - Heilende Kraft der Literatur - Ein Licht, das niemals ausgeht - Die total komplexe Mausefalle - Quasseln im Namen von Google + Kapitalismus ohne Unterhose. Von Rüdiger Dingemann
Dienstag, 30.08.2005
Magazinrundschau
30.08.2005 In der Weltwoche antwortet Abu Mussab al-Sarkawi seinem ehemaligen Mentor Abu Mohammed al-Makdisi, der die Enthauptungen und Entführungen der Terrorgruppe al-Sarkawis kritisiert hatte. Literaturen spricht mit Michel Houellebecq über den Tod. Der Nouvel Obs spricht mit Houellebecq über seine Sympathien für die Rael-Sekte. In Litera kommentiert György Szerbhorvath Andrzej Stasiuks Reportage über den Schriftstellerkongress in Belgrad. Der Espresso erklärt China zum neuen gelobten Land der New Economy. Der New Yorker lernt, wie man mit sechs Händen kocht. In der Gazeta Wyborcza begeht Adam Michnik den 25. Jahrestag der Solidarnosc verletzt und frustiert. Der Spectator erklärt al-Qaida zum militärischen Flügel des westlichen Liberalismus. Al-Ahram erliegt der Poesie Gerard de Nervals.
Heute in den Feuilletons
30.08.2005 In der Süddeutschen analysiert Timothy Garton Ash messerscharf: Die Iraker sind die Buren der Amerikaner. Im Tagesspiegel untersucht Matthias Greffrath die drei Kategorien von "Arbeitern" in Deutschland. Die NZZ hat Ohrensausen vom Tanz im August. Auch die FR ist glücklich: In der Chansonsängerin Camille entsteht etwas Besonderes. Die taz schickt Impressionen vom Filmfestival in Sarajewo.
Bücherschau des Tages
30.08.2005 Mit Kritiken zu Jürgen Habermas: "Zwischen Naturalismus und Religion" in der NZZ, Paul Morand: "Aufzeichnungen eines notorischen Schwimmers" in der FR, Stefan Chwin: "Der goldene Pelikan" in der NZZ, Dieter Kühn: "Schillers Schreibtisch in Buchenwald" in der FR und James Meek: "Die einsamen Schrecken der Liebe" in der SZ.
Medienticker-Archiv
30.08.2005 Heute u.a.: Yahoo und Google: Duell der Titanen - Akute Duellitis - Der Märchenvernichter - BookCrossing: Ein echtes Schnäppchen - Vertrauen in Online-Inhalte wird stärker - Man schleicht lieber unerkannt - Geschichte von oben + Adieu Klischee. Von Rüdiger Dingemann
Bücherbrief
30.08.2005 Wozu Wahlen führen können, wie ein Engel in den Schrank kommt und was der 25. Klon denkt: alles und mehr in den besten Büchern des Monats, die der Perlentaucher nach unzähligen Wahlgängen ermittelt hat.
Mittwoch, 31.08.2005
Heute in den Feuilletons
31.08.2005 In der Welt bekennt sich Mario Vargas-Llosa trotz allem irgendwie doch zu Sartre. Die taz versucht Slavoj Zizek zu verstehen, der Darth Vader zu verstehen versucht. Die NZZ fühlt sich durch unsere engagierten Literaten an Musterknaben aus der Staatsbürgerkunde erinnert. Die FAZ lauschte einem Scherz von Lech Walesa. In der FR träumt Marcia Pally von einem Weltjugendtag für aufgeklärte Jugendliche.
Bücherschau des Tages
31.08.2005 Mit Kritiken zu Kristof Magnusson: "Zuhause" in der FAZ, Ljudmila Ulitzkaja: "Ergebenst, Euer Schurik" in der NZZ, Tim Parks: "Weißes Wasser" in der NZZ, Astrit Schmidt-Burkhardt: "Stammbäume der Kunst" in der SZ und Joachim Perels: "Entsorgung der NS-Herrschaft" in der FR.
Medienticker-Archiv
31.08.2005 Heute u.a.: Mario Vargas Llosa: "Wir haben uns geirrt" - Romantik rostet nicht - Erlanger Poetenfest: Wir Badeliegenbeleger - Handy mit Festnetz verbunden - Netz und Glotze heiraten - Dutschke nimmt Springer die Vorfahrt - Sehnsucht nach Lummerland - Udo zieht den Hut vor Angie + Einfach Nein? Von Rüdiger Dingemann
Essay
31.08.2005 "Es muss endlich Schluss sein damit, dass unter Berufung auf die deutsche Geschichte Menschenrechtsverletzungen in muslimischen Parallelgesellschaften in Deutschland hingenommen werden." Jutta Limbach hat im Perlentaucher einen Minderheitenschutz für die islamische Gemeinschaft gefordert. Die Berliner Anwältin Seyran Ates widerspricht.