Perlentaucher - Online Kulturmagazin mit Presseschau, Rezensionen, Feuilleton

zuletzt aktualisiert 10.02.2026, 15.41 Uhr
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Aus dem Archiv
  • Perlentaucher-Debatte Literaturkritik im Netz: Angestoßen von Wolfram Schütte. Mit Beiträgen von Sieglinde Geisel, Jan Dress und anderen
  • Daniele Dell'Agli: Aufruhr im Zwischenreich: Plädoyer für eine Befreiung des Themas Sterbehilfe aus dem Griff der Politik und mit ihr paktierender Verbandseliten
  • Monotheismus-Debatte im Perlentaucher: Angestoßen von Jan Assmann. Mit Beiträgen von Klaus Müller, Peter Sloterdijk und anderen
  • Die Beschneidungsdebatte: im Perlentaucher und in anderen Medien
  • Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
  • Der dänische Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
  • Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
  • Der 11.September: Eine Presseschau
  • Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Perlentaucher-Autoren
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Perlentaucher-Fakten

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Bücher
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Buchautoren

Perlentaucher Archiv

Sortiert nach Datum | Rubriken

Samstag, 01.12.2007

Heute in den Feuilletons

"Der Schläger lässt nicht locker"

01.12.2007 In der Berliner Zeitung ärgert sich Stefan Rosinski, Chef der Berliner Opernstiftung, über eine kulturimperialistischen Geste der Kanzlerin. In der NZZ schreiben Schriftsteller über ihre Bibliotheken. In der SZ sieht die Politologin Margarete Mommsen kaum noch einen Unterschied zwischen dem Putinismus und dem einstigen Sowjetstaat. In der Welt stellt sich E.L. Doctorow vor, er wäre Abraham Lincoln begegnet. Die FR berichtet über eine Performance im öffentlichen Raum, die beweist, dass nicht immer niemand eingreift, wenn ein Weißer einen Schwarzen schlägt. Außerdem würde die FR die neue Enzyklika des Papstes nicht drucken.

Bücherschau des Tages

Großer Schriftsteller, großes Ekel

01.12.2007 "Wahre die Wahrnis, / denn sie ist die Sparnis" - einiger Aussetzer zum Trotz kann Heinz Schlaffer in der SZ den Gedichten Martin Heideggers viel abgewinnen. Georg Klein stellt nach Lektüre des Briefwechsels von Arno Schmidt fest: großer Schriftsteller, großes Ekel. Die FAZ findet Überraschungen in Reclams großem Buch der deutschen Gedichte. Die taz verfolgt begeistert den endgültigen Niedergang des Berliner Großbürgertums in Philipp Tinglers Debütroman "Fischtal".

Sonntag, 02.12.2007

In eigener Sache

Warum sieht das hier so komisch aus?

02.12.2007 Der Perlentaucher wird umgebaut. In der Übergangsphase könnte ein leichtes Chaos entstehen.

Montag, 03.12.2007

Heute in den Feuilletons

Lass, o Welt, o lass mich sein!

03.12.2007 Bei den europäischen Filmpreisen wurden zwar die richtigen Filme ausgezeichnet, aber niemand kam zur Preisverleihung, klagen die Zeitungen. Im Tagesspiegel wirft Wolfgang Templin Florian Havemann erneuten Vatermord vor. Brandeins macht sich Sorgen um die Printpresse: Magazine machen nur noch fünf Prozent der Mediennutzung aus, bekommen aber 20 Prozent der Werbung. Die NZZ besucht neue Berliner Moscheen.

Die Buchmacher

Der Durchschnitt ist nicht innovativ

03.12.2007 Warum Verlagsgründer nie auf Buchhändler oder Feuilletons hören sollten. Wo sich die Kalenderbranche konzentriert. Und wie der Buchhandel ins Weihnachtsgeschäft startet.

Bücherschau des Tages

Auf Töten programmiert

03.12.2007 Vor 150 Jahren wurde Joseph Conrad geboren. Die SZ empfiehlt Elmar Schenkels Biografie "Fahrt ins Geheimnis", die Conrad zwischen Kafka und Kipling verortet. Auch die Lesung von "Herz der Finsternis" durch Extremschauspieler Manfred Zapatka hat ihr gut gefallen. Für seine "Bekenntnisse" attestiert sie Nicolas Sarkozy Esprit und einen passablen Stil. Die FAZ begeistert sich für das "Störfeuer der Synkopen" in Gerlind Reinshagens Buch über Gertrud Kolmar "Die Frau und die Stadt". Von David Buss' "Der Mörder in uns" lernt sie, dass wir rein genetisch aufs Töten programmiert sind.

Medienticker-Archiv

Spiegels Matussek soll gehen

03.12.2007 Heute u.a.: Springers Döpfner gibt Macht ab - Die Gewöhnung ans Schlechte - Googles Übermut - Handelsblatt will FTD schlucken - Peter Weibel über User Art_Nutzerkunst - Zerstört die Netzkultur den musikalischen Film - Wolfram Schütte über George Steiner + Buchkritik und Kultur im Radio.

Dienstag, 04.12.2007

Magazinrundschau

Die Metaphysik des Opfers

04.12.2007 Outlook India kürt Indien nach der Hetzjagd auf Talisma Nasrin zum humorlosesten Land der Welt. Der New Yorker staunt über unerreichbare Eitelkeit von Tagebuchschreibern. Im Nouvel Obs erklärt Garri Kasparow seine Guerillataktik gegen den Kreml. Europa warnt vor der gefährlichen Bestie des russischen Nationalismus. Der Merkur verteidigt die freie Gesellschaft. Nepszabadsag möchte das Übel der ungarischen Parteien an der Wurzel packen. Portfolio beschreibt, wie Gratis-Videos im Internet der Pornoindustrie zu schaffen machen. Der Economist versucht, den Erfolg einer Website zu messen - in Hits, Click-Throughs, Impressions und Anfragen. Il Foglio feiert ein italienisches Wunder: das Lyrikmagazin Poesia.

Heute in den Feuilletons

Unterhaltungsschock!

04.12.2007 Die SZ stellt klar: Kunstkritiker sind keine Grenzschützer. Die FR sucht in den Texten deutscher Rapper mit Migrationshintergrund vergeblich nach Verständigungsbotschaften. Die taz staunt: In Großbritannien gibt's Historiker, die erzählen können. Im Tagesspiegel spricht der rumänische Regisseur Cristian Mungiu über einen großen Schock nach 1989: den Unterhaltungsschock. Und im Titel-Magazin wirft Wolfram Schütte einen bewundernden Blick auf Frank Schirrmacher, der als einziger deutscher Journalist einen Walkürenritt auf einem Bambi hinlegen kann.

Bücherschau des Tages

Verschleierter Reichtum

04.12.2007 Als Buch von hoher Intelligenz und seltener Schönheit preist Kurt Flasch in der NZZ Andrea Köhlers Meditation über das Warten "Lange Weile". Die FAZ erlebt in Robert Grays Gedichten "Schwindendes Licht" einen schockierenden Frieden. Zur Wut aufgerufen fühlt sich die FR von Dorothee Beck und Hartmut Meine, die in "Armut im Überfluss" auch den oft verschleierten  Reichtum in Deutschland enthüllen. Die SZ liest mit Hingabe "Das Buch der vierzig Hadithe".

Medienticker-Archiv

Fast-Food-Literatur

04.12.2007 Heute u.a.: Wolfram Schüttes "Petits riens" über Don DeLillos "Falling Man" Fast-Food-Fassung, Ulli Hoeneß und Ingo Schulz - Jimmy Page im Video-Interview - 68% der Deutschen sind Internetnutzer - Forschungsreport: Google muss zerschlagen werden - Top-10 der Yahoo-Suche - Bertelsmann will RTL Group ganz + Buchkritik und Kultur im Radio.

Mittwoch, 05.12.2007

Heute in den Feuilletons

Moralisch unglaubwürdig

05.12.2007 Die taz dokumentiert einen offenen Brief einer Reihe prominenter europäischer und afrikanischer Autoren an die Staatschefs des bevorstehenden EU-Afrika-Gipfel: "Wir staunen über so viel politische Feigheit." In der FR meint Robert Kaltenbrunner: Die Architektur der Stadt ist eine Bewirtschaftung der Zeit. Der Tagesspiegel fragt: Ist Martin Amis ein Rassist? Die taz schildert die unwürdige Odyssee, zu der Taslima Nasrin in Indien gezwungen wird. Das Deutschlandradio ist nicht hundertprozentig zufrieden mit dem Buch zur Perlentaucher-Debatte über Islam in Europa.

Bücherschau des Tages

Humorfreie Ironie

05.12.2007 Die FR hat parfümierte Prosa und humorfreie Ironie gehört - in der zehn CDs umfassenden Audioversion von Thomas Manns "Doktor Faustus" mit Musik von Hermann Kretzschmar. Die FAZ begibt sich mit Peter Hobbs' "Am Ende eines kurzen Tages" in die Zinkminen von Cornwall. Und die NZZ folgt gespannt Kirsten Boie ins Jahr 1492 und mitten in die "Alhambra".

Medienticker-Archiv

Reich-Ranicki, der Film

05.12.2007 Heute u.a.: Marcel Reich-Ranickis Autobiografie wird verfilmt - Das Handy-Web-Radio kommt - Studie: Wikipedia besser als Brockhaus (?) - Springers Döpfner unter Beschuss.

Im Kino

Die nichts mehr schrecken kann

05.12.2007 Eine gänzlich unfanatische Suchbewegung zum türkisch-kurdischen Konflikt ist die Dokumentation "Close Up Kurdistan" des in Deutschland lebenden kurdischen Filmemachers Yüksel Yavuz. Rudolf Thomes jüngster Film "Das Sichtbare und das Unsichtbare" hat sehr schöne Momente, aber leider auch die Tendenz, seine Künstlergeschichte im Klischee zu ertränken.

Donnerstag, 06.12.2007

Heute in den Feuilletons

CO2 in der Ehe

06.12.2007 In der taz erklärt Seyran Ates, warum sie keinen Artenschutz für Minderheiten will. Auch Amartya Sen setzt sich in einer von der Zeit dokumentierten Rede mit dem Thema Multikulti auseinander. Die NZZ besucht Avantgardetheater im Libanon. Die Welt besiegelt das Ende der CD jetzt auch in der Klassik. Die SZ befasst sich mit einem schwerwiegenden Thema: CO2 in der Ehe. In der FAZ rät Donata Elschenbroich: Singen Singen Singen! Und viele fragen: Wie geht's weiter beim Spiegel?

Bücherschau des Tages

Doch keine Kitschnudel

06.12.2007 Die FAZ lobt Peter Webers Roman "Die melodielosen Jahre", der ganz und gar nicht nostalgisch vom Fall der Mauer und dem Verschwinden der Melodien im neuen Europa erzählt. Die SZ stellt nach dem neuen Roman "Die Offenbarung" erleichtert fest, dass Robert Schneider doch keine reine Kitschnudel ist. Unsere Auswertung der heutigen Zeit-Literaturbeilage finden Sie hier in Kürze.

Medienticker-Archiv

Blog-Schlamassel

06.12.2007 Heute u.a.: Blog-Zensur (?) - Wikipedia soll angeblich besser als der Brockhaus sein - Kunst und Kritik: "Da, da, da" - Neuer "Esra"-Prozess - Michael Maar über Kinderbücher: Blütenstaub der Verklärung.

Freitag, 07.12.2007

Heute in den Feuilletons

Den roten Hebel umgreift sie

07.12.2007 In der SZ erklärt Andras Schiff, wann und warum er Bösendorfer spielt. Die FR begrüßt einen bedeutenden Moment in der Geschichte der Musikübertragung: Die Freischaltung des Katalogs der Deutschen Grammophon im Internet. Die NZZ feiert die europäischen Medien Economist, International Herald Tribune, Perlentaucher und Eurotopics. In der FAZ erklärt der Psychiater Karl Kreutzberg, warum Mütter, die morden, morden. In der Welt erzählen die Gebrüder Reding, wie ihnen die Deutsche Bahn einmal das Leben rettete.

Bücherschau des Tages

Degradierter Klassiker

07.12.2007 Die SZ hält zwar Stendhals "Kartause von Parma" für einen schlechten Roman, aber großartig neuübersetzt von Elisabeth Edl. Von Kim Christian Priemel fühlt sie sich dagegen sehr präzise über die schmutzigen Geschäfte des Flick-Konzerns informiert. Die FAZ lobt Niels Werbers kreative Lektüren in "Die Geopolitik der Literatur". Und die NZZ beschäftigt sich mit Schweizer Schokolade.

Medienticker-Archiv

"O Tempora, O Mores"

07.12.2007 Aktualisiert: Karlheinz Stockhausen ist tot - Wird Claus Kleber Spiegel-Chef? - Hat die Süddeutsche Fachverlage verkauft? - Meinhof-Tochter Bettina Röhl: "Jutta Ditfurth poliert das RAF-Image" + Peter Handke 65: Im Elfenbeinturm der Niemandsbucht.

Link des Tages

Austs Aus - Autsch!

07.12.2007 Claus Kleber soll neuer Chefredakteur beim Spiegel werden, Mathias Müller von Blumencron Stellvertreter. Das Ende der Ära Stefan Aust und des Kulturchefs Matthias Matusseks hat die Fantasie der Blogs angeregt.

Samstag, 08.12.2007

Heute in den Feuilletons

Sabotage, Verschwörung, Häme, Denunziation

08.12.2007 Die SZ würdigt Karlheinz Stockhausen als Romantiker im eigentlichen Sinne des Wortes. Außerdem ärgert sie sich im Namen der Qualität über das Netz. Die NZZ besucht das weltweit erste und einzige Mahnmal für 68. In der Welt macht sich Niall Ferguson Gedanken über die Hochkonjunktur des Gedenkens. In der taz gibt Tariq Ramadan beruhigende Antworten auf islamkritische Fragen.

Bücherschau des Tages

Polnische Wunder

08.12.2007 Noch ist Polen nicht erklärt, wenn man dem "Alphabet der polnischen Wunder" und der taz glauben darf, die das Lexikon abseits aller Klischees wärmstens empfiehlt. Die FAZ begibt sich mit Jan Siebelink in die Niederlande der Siebziger, die es so nicht mehr gibt. Die NZZ lässt ihr Zwerchfell durch P.G. Wodehouses autobiografischen Ausschweifungen erschüttern. Und die SZ ist dankbar, endlich aus erster Hand etwas über Alexander von Humboldts Reise durch Deutschland im Herbst 1789 zu erfahren.

Montag, 10.12.2007

Heute in den Feuilletons

Volle Konsequenz der Materialästhetik

10.12.2007 Das Blog Medienlese ist gar nicht einverstanden mit der SZ, die gar nicht einverstanden ist mit all diesen von ihr nicht autorisierten Blogs. Die NZZ fürchtet um den Schmaltz Factor bei Hillary Clinton. Die taz fragt: Ist Coolness die fast hysterische Angst vor der Entgleisung? Die FR und andere Zeitungen ziehen die volle Konsequenz der Materialästhetik Stockhausens. In der Welt sieht Wolf Lepenies das Frankreich-Bashing des Time-Magazins als Dokument eines gegenseitigen Neids. BHL wertet den selben Artikel im Guardian als Ausdruck der amerikanischen Angst vor der eigenen Deklassierung.

Die Buchmacher

Teufels Scheißhaufen

10.12.2007 Wie der Buchhandel ins Weihnachtsgeschäft gestartet ist. Welcher Verlag das größte Kochportal Europas chefkoch.de angreift. Weshalb Bücher Überlebensnischen brauchen. Und wie "Teufels Scheißhaufen" aussieht.

Bücherschau des Tages

Bei Tito

10.12.2007 Dringend empfehlen muss die SZ die Erinnerungen des Schriftstellers Ivan Ivanjis an seine Zeit als "Titos Dolmetscher". Sehr schön findet sie auch Anita Albus' Pflanzenbuch "Das botanische Schauspiel". Die FAZ schwärmt von Michael Schneiders Roman über den hinreißendsten Hochstapler des 18. Jahrhunderts "Das Geheimnis des Cagliostro".

Mord und Ratschlag

Winter im Gemüt

10.12.2007 Auf den ersten Blick gleichen sich die verwitweten Helden von Brian Freemans "Doppelmord" und Peter Temples "Vergessene Schuld" - dennoch gibt es einen Unterschied zwischen den Büchern: Das eine taugt was, das andere nicht.

Medienticker-Archiv

Kunstkapitale Berlin

10.12.2007 Die neue Kunstmetropole neben New York und London - Digitale Bilderrahmen und W-Lan-Radios - ZDF kämpft um Kleber.

Dienstag, 11.12.2007

Magazinrundschau

Warum nicht nach den Sternen greifen?

11.12.2007 In Outlook India fragt Priyamvada Gopal die Linke: Warum schweigt ihr, wenn Taslima Nasrin verfolgt wurde? In der New York Times fragt Ayaan Hirsi Ali die gemäßigten Muslime: Warum schweigt ihr, wenn 20-jährige Vergewaltigungsopfer ausgepeitscht werden? Im Espresso erklärt Umberto Eco dem Papst: Religion ist Kokain fürs Volk. In The New Republic fordert James Wolcott Blitz und Donner von der Literaturkritik. In Nepszabadsag erklärt Imre Kertesz atonale Prosa. Die Gazeta Wyborcza kommentiert den Niedergang des Stalinismus in Nordkorea. Der Spectator trinkt indischen Wein. Das du-Magazin reicht zum Abschied ein Alphabet des Verschwindens.

Heute in den Feuilletons

Habituelles Beleidigtsein

11.12.2007 Die NZZ beobachtet die leise Revolution weiblicher und schwuler SchriftstellerInnen in Polen. Stefan Niggemeier fragt in seinem Blog: Wie ist die SZ auf die Schnapsidee mit dem Web 2.0 gekommen? In der Welt schildert die Filmemacherin Irene Langemann, wie auf der Rubljovka in Moskau Putins Eskorte vorbeirauschte. Die FR bemerkt: Die neuen Länder verdauen den real existierenden Nicht-Sozialismus mithilfe gehäufter Faust-Inszenierungen. Die SZ fühlt bei Betrachtung Matthias Grünewalds schwerste Pein.

Bücherschau des Tages

Hohltransport

11.12.2007 Die SZ schätzt nicht nur die liebevolle Nüchternheit von Zvi Yavetz' "Erinnerungen an Czernowitz", sondern auch seinen deftigen Humor. Jörg Friedrichs Buch über den Koreakrieg "Yalu" fällt dagegen bei ihr als Hohltransport auf ganzer Linie durch. Die NZZ liest gespannt Salim Alafenischs Roman "Die Feuerprobe" und Arno Schmidts Briefwechsel mit Kollegen.

Medienticker-Archiv

"Whole Lotta Love"

11.12.2007 Led Zeppelins Altherren-Fete oder die hohe Kunst genialer Riffs - Schweden haben Krimis satt - Thomas Hettche und die einsame Madonna - erste Reaktionen auf das Perlentaucher-Urteil.

In eigener Sache

Perlentauchen gestattet

11.12.2007 In Sachen FAZ und SZ/Perlentaucher zum zweiten. Der Perlentaucher gewinnt in zweiter Instanz: Das Oberlandesgericht Frankfurt will kein Verbot von Abstracts aussprechen, wenn es sich - wie beim Perlentaucher - um ausreichend selbständige Werke handelt.

In eigener Sache

Erste Reaktionen zum Urteil des OLG Frankfurt

11.12.2007 Perlentaucher gewinnt auch in zweiter Instanz gegen FAZ und SZ, die erwägen, in Revision zu gehen. Erste Reaktionen.

Mittwoch, 12.12.2007

Heute in den Feuilletons

Beatlessche Ausmaße

12.12.2007 Die NZZ findet Led Zeppelin laut, aber subtil. In der taz erklärt der chinesische Menschenrechtsaktivist Teng Biao, warum Treffen westlicher Politiker mit dem Dalai Lama gut sind. Die SZ erklärt, warum die Idee eines Museums des Zweiten Weltkriegs in Danzig Sprengstoff birgt. Außerdem wird über das Perlentaucher-Urteil des Oberlandesgerichts Frankfurt und die guten Sitten im Netz diskutiert.

Bücherschau des Tages

Alte Kader, neue Reiche

12.12.2007 Melancholie und Trauer findet die NZZ in Richard Swartz Anthologie südosteuropäischer Autoren "Der andere nebenan". Restlos begeistert ist die FAZ von Martin Cruz-Smith' Thriller "Stalins Geist", der das Russland der Tschetschenienkriege heimsucht. Und die SZ amüsiert sich bestens mit Ali Magoudis "Mitterrand auf der Couch".

Essay

Ungewollte Widersprüche

12.12.2007 Von einem neuerdings in der deutschsprachigen Lyrik gepflegten intellektuellen Plauderton. Randnotizen zu Beispieltexten.

Medienticker-Archiv

Springers Döpfner fest im Sattel (?)

12.12.2007 Axel Springers Scherbenhaufen - SZ-Aufkauf: Kartellamt prüft - Trojaner 2.0 nutzen Web 2.0 - Zensur? Nein, Zivilität - Christoph Ransmayr greift Bush an + Wo wir uns Wallraff wünschen.

Im Kino

Melodram und Augenzwinkern

12.12.2007 James Mangold macht in seinem Western-Remake "Todeszug nach Yuma" vieles richtig, aber leider nicht bis zum Schluss. Und Jerry Seinfelds animiertes Comeback "Bee Movie - Der Honigkomplott" hat Witz, aber leider auch ein Zielgruppenproblem.

Donnerstag, 13.12.2007

Heute in den Feuilletons

"Du machst es wie Maxim Vengerov"

13.12.2007 In der taz erklärt der algerische Schriftsteller Boualem Sansal: Opposition ist Opposition gegenüber allem. Nur in Deutschland trägt die Opposition gern Schutzplanen, beklagt sich Gert Voss in der Zeit. Die NZZ hätte lieber gar keine Opposition. Die FR blickt bekümmert auf die asozialen deutschen Reichen. In der SZ empfiehlt der Pianist Fazil Say den Assistenten von Maxim Vengerov als Kofferträger mit Massagefähigkeiten. Die FAZ bietet der Steinway-Mafia Paroli.

Bücherschau des Tages

Berlin, nicht Mitte

13.12.2007 FAZ und Zeit freuen sich über Detlef Kuhlbrodts Feuilletons "Morgens leicht, später laut", die von Berlin erzählen und dabei nicht Mitte, sondern Kreuzberg meinen. Sehr bewegend findet die Zeit auch Peer Hultbergs Roman "Eines Nachts". Die SZ attestiert György Dalos' Roman "Jugenstil" moralische Tiefgründigkeit und literarische Höhe. Außerdem liest sie den inzwischen siebten Band von Harry Graf Kesslers Tagebüchern.

Medienticker-Archiv

Leser-Klau

13.12.2007 Online-Nachrichten nehmen Zeitungen Leser weg - Claus Kleber mag nicht Spiegel-Mann werden - Das Berliner Zeitungsviertel - Was sollen Kinder lesen? - Das Kind im Künstler: Paul Maar wird 70 + Auch Grass obsiegt über die FAZ.

Freitag, 14.12.2007

Heute in den Feuilletons

"Noten von Eiche"

14.12.2007 In der Welt hasst die Dramatikerin Malgorzata Sikorska-Miszczuk linke westliche Intellektuelle und liebt Ulrike Meinhof. In der FR konstatiert der Physiker Klaus Michael Meyer-Abich einen bewussten Zynismus der Klimaoptimisten. Die SZ nickt und nennt Beispiele. In der NZZ prophezeit der Literaturwissenschaftler Manfred Schneider die perfekte Orbitalisierung der Selbstbeobachtung.

Bücherschau des Tages

Lebenserklärung

14.12.2007 Die FAZ liest berührt Andre Gorz' Geschichte seiner Liebe und seines Lebens "Brief an D." (hier eine Leseprobe). Die NZZ verbringt gespannt mit Abdellah Hammoudi eine "Saison in Mekka". Die FR fühlt sich erfrischt von Aurel Kolnais freiem Geist und bestens aufgeklärt von seiner Phänomenologie feindlicher Gefühle "Ekel Hochmut Hass". Die SZ liest Neues über Celine.

Medienticker-Archiv

Social Networks

14.12.2007 Aktualisiert: Das Geschäft mit den Nutzerdaten - Googles Frontalangriff auf Wikipedia - DuMont, Bertelsmann und das Internet - Abmahnungen für Antiquare, Kataloge und ein Vademecum - Harter Hund für den Spiegel gesucht - + Dow-Jones Bahn frei für Murdoch.

Virtualienmarkt

Das Benzin des Internets

14.12.2007 Gebt mir mein hierarchisches Mediensystem zurück! Printjournalisten befürchten den Tod des "guten Journalismus" durch das Web 2.0. Gleichzeitig wird ein Blogger zum Journalisten des Jahres gewählt. Während der Diskurs rauscht, verdient Google geräuschlos an Millionen deutscher Nutzer je 3 Euro im Monat.

Samstag, 15.12.2007

Heute in den Feuilletons

Das ist Qualitätsjournalismus!

15.12.2007 In der FAZ meint Necla Kelek: Muslime sind integrierbar, der Islam ist es nicht. Im kress-report pocht Frank Schirrmacher auf das Monopol des Qualitätsjournalismus: "Wir sagen, was in der Welt passiert ist." Bei Spiegel Online ist Martin Suter stolz auf das Schweizer Parlament, das seinen Stolz wiedergefunden hat. Die NZZ huldigt der spontanen Kreativität von Kevin Speaceys Londoner 24-Stunden-Stücken. Die FR lernt mit Olli Dittrich den blanken Horror zu lieben: Männer im Elektro-Markt. Die Welt sorgt sich um die Journalisten, die Deutungsmacht verlieren und keine Frauen finden. Und die SZ besucht Stella Rimington, die Ex-Chefin des MI5.

Bücherschau des Tages

Monument des Sinns

15.12.2007 "oberkünftig herles in der grand-/ iche ruchekitt schefft ein nille. der hauret link": Diese Gedichte sind ein Affront, schwärmt die SZ von Ulf Stolterfohts "holzrauch über heslach". Die FAZ preist Elizabeth Bowens Short Stories "Sommernacht", die allerdings eine für die Autorin ungewöhnliche Tendenz zum aufmüpfigen Charakter aufweisen. Die NZZ empfiehlt Ferdinand Schmatz' Roman "Durchleuchtung" als Monument der Sinnlichkeit und des Sinns.

Montag, 17.12.2007

Die Buchmacher

Repression gegen Raubkopierer

17.12.2007 Wer im Weihnachtsgeschäft besonders glücklich ist. Wie Marvel die Comicbranche umwälzt. Warum sich die Börsenvereins-Tochter BAG in die Krise manövriert hat. Und mit welchen Methoden sich die Verlage am besten gegen Raubkopierer wehren - nämlich mit Repression und attraktiven Inhalten.

Heute in den Feuilletons

Ist die Demokratie ein Tanzmausverein?

17.12.2007 In der SZ wendet sich der Philosoph John Gray gegen einen dogmatischen Atheismus. In der Welt erklärt der Althistoriker Martin Jehne, warum die EU kein Imperium ist - wegen Reißzahnlosigkeit. Die NZZ beobachtet bei den Russen eine "Sehnsucht nach Zensur". Die FAZ ist gelassen: Die vielen Kochsendungen können unsere kulinarische Kultur auch nicht mehr kaputtmachen.

Bücherschau des Tages

Asyl der Poesie

17.12.2007 Als eigenwilligstes Werk der türkischen Avantgarde preist die SZ Sabahattin Alis Roman aus dem Istanbul der dreißiger Jahre "Der Dämon in uns". Brutalität und Romantik findet die FAZ in Michal Zamirs Roman "Das Mädchenschiff", ein "Asyl der Poesie" in Peter Rühmkorfs "Märchen". Und mit großer Freude nimmt sie Bruno Latours Plädoyer für "Eine neue Soziologie" auf.

Medienticker-Archiv

Von Creamcheese, Spex und Kraftwerk

17.12.2007 Aktualisiert: Droht den Tageszeitungen das Ende? - Die Kultur-Rebellion der 60er Jahre - Wurde Spiegels Matussek zu Recht abgesetzt? - BBC manipulierte Wikipedia - Amazon startet Online-Datenbankdienst + Medienwirksam unsichtbar werden.

Dienstag, 18.12.2007

Magazinrundschau

Happy Newton Day!

18.12.2007 Elet es Irodalom und HVG wünschen sich etwas mehr Zivilcourage angesichts von Anti-Roma-Demonstrationen der ungarischen Garde. In The American Interest feiert Mario Vargas Llosa die Mestizisierung des lateinamerikanischen Kontinents. In Itogie findet Boris Akunin das friedliche Leben nur in Frankreich. Dem Economist fällt auf, dass Sarkozy die französische Tradition des Konzeptualismus verändert. Przekoj patrouilliert an der neuen Ostgrenze der EU. Im New Statesman wünscht Richard Dawkins: Happy Newton Day!

Heute in den Feuilletons

Gehe nicht fort, kämpfe

18.12.2007 In der Welt antwortet Tariq Ramadan auf Ayaan Hirsi Ali: Nur wer in beiden Welten gehört wird, hat Gewicht. Don Alphonso kommentiert in seiner Blogbar die Meldung, dass Spiegel Online Inhalte von Wikipedia übernehmen will. Die FAZ berichtet über den Pianisten Fazil Say, der die Türkei verlassen will. Außerdem bringen die Feuilletons die Wahrheit über die Managergehälter.

Bücherschau des Tages

Im kugelsicheren Ohrensessel

18.12.2007 Die FAZ muss vor Mordecai Richlers Roman "Die Lehrjahre des Duddy Kravitz" warnen: Aussteigen schlicht unmöglich. Die SZ befindet zu Frank Göhres wiederaufgelegtem Roman "St. Pauli Nacht": nichts für Leser in kugelsicheren Ohrensesseln. Die NZZ liest einen der ersten Angestelltenromane der Weltliteratur, Italo Svevos neu übersetztes Debüt "Ein Leben". Sehr loben kann sie auch die von Khalid Al-Maaly herausgegebenen Gedichte aus dem Irak "Rückkehr aus dem Krieg".

Medienticker-Archiv

Zeitung und Internet ergänzen sich

18.12.2007 "Die Zeitung ist ein in sich übersichtlicher Kosmos" - Das Netz der Nutzer - Webseiten des Jahres - Amnesty bei YouTube - Handkes langsame Heimkehr - Ein trauriger Medienstar - Spam ist Kunst + 15 Jahre SMS.

Mittwoch, 19.12.2007

Heute in den Feuilletons

Gott ist gefährlich

19.12.2007 Die schwedische Axess-Stiftung dokumentiert eine Diskussion, in der Timothy Garton Ash die auf Ayaan Hirsi Ali gemünzte Formulierung von der "Fundamentalistin der Aufklärung" in aller Form zurückzieht. In der Zeit enthüllt Ulrich Beck kurz vor Weihnachten den totalitären Charakter der Religion. Die FR fragt als Zeitung: Gibt es Gründe das Netz zu fürchten? Für die FAZ bereiste Katharina Narbutovic Weißrussland und fand es fremd und zur Einsamkeit verdammt.

Bücherschau des Tages

Stahlkugel in Marshmellow

19.12.2007 Die Zeit liest Engelbücher: Von Giorgio Agamben erfährt sie, dass Engel keine lieblichen Geschöpfe, sondern bürokratische Handlanger der Macht sind. Von Andrei Plesu lernt sie, dass man nicht versuchen sollte, sein eigener Schutzengel zu sein. Bei der FAZ schlägt Meir Shalevs Roman "Der Junge und die Taube" ein wie eine "Stahlkugel in einem Marshmellow", und auch die SZ bescheinigt ihm Präzisionsarbeit. Ironie und Melancholie entdeckt die NZZ in György Dalos' Roman einer Jugend im Ungarn der sechziger Jahre "Jugendstil".

Medienticker-Archiv

Zur Kasse, Schätzchen

19.12.2007 Fernsehen im Internet - ARD will Digitalisierung bis zur Marktverstopfung - Wer sieht noch die Tagesthemen? - Web-TV: Droemer Knaur startet mit Lesungen.tv - Magna Carta verkauft + Wolfram Schütte über David Albahari.

Im Kino

Die Unberührbare

19.12.2007 Der Disney-Film "Verwünscht" schickte eine Zeichentrick-Märchenprinzessin in die New Yorker Wirklichkeit und hat dazu so hübsche wie harmlose Ideen. Die Historienfilm-Fortsetzung "Elizabeth - Das goldene Königreich" ist ein weiterer Triumph für Cate Blanchett, aber nicht unbedingt zum Nutzen des Films.

Essay

Kein Fortschritt, keine freie Rede

19.12.2007 Tariq Ramadan sagt: "Eine Vergewaltigung ist eine Vergewaltigung". Aber er sagt nicht: "Eine Steinigung ist eine Steinigung", also ein Verbrechen. Anmerkungen zu der Debatte zwischen Ramadan und Ayaan Hirsi Ali

Donnerstag, 20.12.2007

Heute in den Feuilletons

Ein hübsches Wort, eine vage Utopie

20.12.2007 In der Welt hält der Schriftsteller Rolf Schneider den von der SPD wieder propagierten Begriff des "demokratischen Sozialismus" für einen Popanz. Im Tagesspiegel bestreitet Muhabbet, den Mord an Theo van Gogh gerechtfertigt zu haben. In der FR plädiert Ernst Piper für den Perlentaucher. Im Perlentaucher greift Necla Kelek in die Debatte zwischen Ayaan Hirsi Ali und Tariq Ramadan ein. Nachtkritik hat schon Thomas Langhoffs "Wallenstein"-Inszenierung besprochen. In Spiegel Online glaubt Sonja Margolina nicht an die Stabilität des Putinismus. In der FAZ sieht Viktor Jerofejew schwarz für Russland.

Bücherschau des Tages

Unterwanderungen

20.12.2007 Die FAZ entdeckt einen Jahrhundertautor wieder: Den Schriftsteller, Komponisten, Übersetzer und Universalgelehrten Jürgen von der Wense. Die NZZ preist die Neuausgabe von Michail Lermontovs avantgardistischen Kaukasus-Roman "Ein Held unserer Zeit". Die FR empfiehlt Eberhard Straubs "Die Furtwänglers" zwar nicht als Biografie, aber als kluge Abhandlung über das Versagen des Bildungsbügertums.

Medienticker-Archiv

Idealistische Selbstausbeuter

20.12.2007 Kleinverleger und ihre Arbeit - Will Bertelsmann Gruner+Jahr verkaufen? - Transaktionsmonitor Verlagswesen - Weltbild.de: 40% Umsatzplus - puk-Journalistenpreis 2007 - Frank Wolff mit dem Cello durch die Zeitgeschichte + Das katholische YouTube.

Freitag, 21.12.2007

Heute in den Feuilletons

Schillerfern erzählt

21.12.2007 Nach Thomas Langhoffs Wiener "Wallenstein"-Inszenierung konstatieren die Feuilletons: Das deutschsprachige Theater hat ein Schiller-Problem. Die NZZ hat sich eine Holocaust-Serie im iranischen Staatsfernsehen angesehen. Die Berliner Zeitung stellt eine Parallele zwischen Murat Ersen und Murat Kurnaz her, die Frank-Walter Steinmeier alt aussehen lässt. Der Blogger Don Alphonso antwortet auf die jüngsten Blogophobien der etablierten Medien. Die taz kommentiert mit Sorge eine Studie zum Islam in Deutschland, die den jungen Muslimen große Distanz zur Demokratie bescheinigt. Die SZ meldet: Handke sieht das genauso, nur genau andersrum.

Bücherschau des Tages

Dissonanzen in leisen Texten

21.12.2007 Geradezu Mannsche Ironie entdeckt die SZ in Peter Altenbergs exquisiter Prosa "Wie ich es sehe". Auch Niels Werbers "Geopolitik der Literatur" veranlasst sie zu Lobeshymnen. Als sehr aktuellen Text um Schuld, Verstrickung und Projektion liest die FAZ die "Melusine" und ist auch von Virginia Woolfs Briefen begeistert. Die NZZ empfiehlt den anspruchsvollen Band "Konfliktfeld Islam in Europa".

Medienticker-Archiv

Recherchieren und erzählen

21.12.2007 Aktualisiert: SZ an Medienholding SWMH verkauft - Der neue New Journalism gleicht dem alten Journalismus - Die ausgesaugte Klasse - Suhrkamp zieht Florian Havemanns Buch zurück - Schöne Bescherung für RTL und Bertelsmann + Wolfram Schütte über Jean-Luc Godard & Mörike.

Samstag, 22.12.2007

Heute in den Feuilletons

Damit er schneller explodiert

22.12.2007 In der FAZ lüftet Raoul Schrott das Geheimnis Homer. Die SZ entschwebt ins antike Rom. Die FR genießt das Befremden über Neo Rauchs Kirchenfenstern. Die Welt weiß, dass nicht Wolf Biermann Florian Havemanns Buch "Havemann" hat verbieten lassen. In der taz geht es für Stefan Niggemeier in Ordnung, nicht nur für Geld und Karriere zu schreiben, sondern weil man was zu sagen hat. Im Tagesspiegel feiert Bora Cosic Slava.

Bücherschau des Tages

Der Journalist hat nichts gelernt

22.12.2007 Die FAZ findet die Blumenzeichnungen von Anita Albus überhaupt nicht anachronistisch, sondern einfach hinreißend schön. Auch Thomas Gsellas Spottgedichte "Der kleine Berufsberater" kann sie wärmstens empfehlen. Die SZ bewundert die Anmut von Andrea Köhlers Essay über das Warten "LangeWeile". Die taz liest fasziniert die Lebenseinsichten der isländischen Elfenbeauftragten Erla Stefansdottir "Lifssyn min".

Montag, 24.12.2007

Heute in den Feuilletons

Es geht nicht auf nett

24.12.2007 In der Welt will sich Veit Heinichen erst richtig über den erweiterten Schengen-Raum freuen, wenn auch Kroatien dazugehört. Die NZZ zieht die besorgniserregende CO2-Bilanz leerstehender Kirchen. Die taz hat den Untergrundfilmer Klaus Lemke nach neuen Einsichten zum Geschlechterverhältnis gefragt. Außerdem bringt die taz ein Tagesthema zum Verkauf der SZ. Die FAZ besucht den "Delaware Saengerbund", der in den USA original deutsche Weihnacht feiert. Die SZ ist ergriffen von dem Tenor Neil Shicoff als Eleazar in der Zürcher Aufführung von Jacques Fromental Halevys Oper "La Juive". Und außerdem: Frohe Weihnachten!

Bücherschau des Tages

Engelskunde

24.12.2007 Die SZ lernt in Hans Försters Buch über "Die Anfänge von Weihnachten und Epiphanias", dass die christlichen Feste nicht auf die heidnische Feier des ägyptischen Sonnengotts zurückgehen. Von Andrei Plesu und Giorgio Agamben lässt sie sich in die Angelologie einführen. Die FAZ liest Alex Capus' Kolonial-Roman "Eine Frage der Zeit".

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Huch, ich bin ja religiös

24.12.2007 Bertelsmanns Religionsmonitor - Schon wieder Weihachten! - Fest-Fernsehen: Warum wir Wiederholungen wollen - Rätselraten um Zukunft der Süddeutschen Zeitung - Medien und Militainment - Antiquariatskataloge sind wahre Fundgruben.

Donnerstag, 27.12.2007

Heute in den Feuilletons

Abgeschabte Dekadenz

27.12.2007 Lars Gustafsson erklärt in der SZ, warum der Liberalismus in der Klimafrage an seine Grenze kommt. Die NZZ trinkt Wein in der islamischen Welt, der laut Koran übrigens nicht mal den Muslimen verboten ist. Die taz zieht eine Parallele zwischen dem Extremismus muslimischer und dem Rechtsextremismus deutscher Jugendlicher. Die FAZ liest Stefan George.

Bücherschau des Tages

Sozialdemokratische Callas

27.12.2007 Die NZZ schildert die Faszination von Daniel Silvas Geheimdienstthrillers "Der Schläfer" - es geht um einen israelischen Geheimdienstagenten a.D. und einen extremistischen Ziehsohn Yassir Arafats. Der SZ imponiert die reflektierte Direktheit, mit der die albanische Fotografin und Autorin Ornela Vorpsi "Das ewige Leben der Albaner" beschreibt. Angenehm unzeitgemäß findet die Zeit "Kurzer Abriss meines Lebens in der mongolischen Steppe", ein Roman der tschechischen Autorin Petra Hulova über ein mongolisches Mädchen, das aus der Steppe in die Stadt kommt. Sehr gelobt wird auch Torben Lütjens Biografie des SPD-Wirtschafts-Superministers Karl Schiller.

Im Kino

Die Schrift ist ein Virus

27.12.2007 David Cronenberg konfrontiert in seinem Film "Tödliche Versprechen" Körper, Inschriften und einander sehr ferne Milieus - das Ergebnis ist eine hoch explosive Mischung. Und Pia Marais' erzählt in ihrem Spielfilmdebüt "Die Unerzogenen" von der großen Freiheit, als Teenager von den Eltern alleingelassen zu sein.

Medienticker-Archiv

Maharadscha der Klaviertasten

27.12.2007 Oscar Peterson ist tot - Brockhaus kontert: Neue Lexikon-Plattform geplant - Wer ist Tutu in Florian Havemanns Buch? - Hans-Ulrich Jörges ist im Zauberreich der Alphajournalisten - Die Wirklichkeit des Jahres der Geisteswissenschaften + Zwischen allen Stühlen: Sebastian Haffner zum Hundertsten.

Freitag, 28.12.2007

Heute in den Feuilletons

Weder dreschen noch mahlen

28.12.2007 Die FAZ wird Martin Walsers kommenden Roman als Vorabdruck bringen. Der Tagesspiegel fragt: War da nicht mal was? Die Welt fragt, warum 2008 das Jahr der Kartoffel ist. Die NZZ fragt: Was wird, wenn die Sagrada Familia einstürzt? Die FAZ fragt: Kann China einen konkurrierenden Universalismus entwickeln? Die taz empfiehlt Rudresh Mahanthappa.

Die Buchmacher

Klassiker ohne Ende

28.12.2007 Warum Klassiker nicht bis zu Ende gelesen werden müssen. Weshalb es beim marebuchverlag gekracht hat. Wie das Weihnachtsgeschäft kurz vor dem Finale gelaufen ist. Und wie opulent Rowohlt das 100-jährige Bestehen bewirbt.

Bücherschau des Tages

Eroten und Amoretten

28.12.2007 Die SZ verliebt sich in die Putten von Venedig, denen Rainer Hoffmann ein enthusiastisches und schön betiteltes Buch gewidmet hat: "Im Himmel wie auf Erden". Die NZZ lernt von Miriam Meckels "Das Glück der Unerreichbarkeit", wie man sich dem Kommunikations-Overkill entzieht. Die FR stellt zwei Bücher über 1968 vor. Die FAZ zieht mit Klaus Heinrich der Aufklärung den Stachel des Negativen.

Medienticker-Archiv

Klauen wird schwerer

28.12.2007 Urheberrecht: Vertragsänderungen empfehlenswert - Epoche des "digitalen Nihilismus" - Umgang mit der Sprache: "Das ist ja eine verpanschte, vermanschte Geschichte geworden" - Mogeln die Österreicher? - Jaan Kross ist tot - Klassiker: Und dann und wann ein weißer Elefant

Samstag, 29.12.2007

Magazinrundschau

Da wurzelt nichts als Wahnsinn

29.12.2007 Im Merkur erklärt Rainer Paris, wie bescheuert es ist, immer recht zu haben. Il Foglio erzählt eine katholische Heldengeschichte aus Sibirien. Prospect beschreibt die Folgen des irischen Reichtums. Literaturen fragt Autoren, wie sie überleben. ADN cultura stellt bloggende Schriftsteller aus Brasilien vor. Elet es Irodalom leuchtet die dunkelsten Ecken der ungarischen Krise aus. Die London Review of Books macht uns die internationale Kreditkrise verständlich. Reset.doc debattiert über die westliche Linke und den Islam. Die New York Times hätte um ein Haar die Wahlen in Kenia gesprengt.

Heute in den Feuilletons

Soll ich mich einmischen?

29.12.2007 In der Welt macht Juli Zeh einen großen Satz aus dem Jahr 2007. In der FAZ fragt sich Durs Grünbein, ob er sich einmischen soll in verkehrter Welt. In der taz konstatiert Silvia Bovenschen: Im Vergleich zu heute war 1968 gar nicht mal so schlecht, zumindest theoretisch. Im Tagesspiegel gibt Anselm Kiefer keinen Sinn. In der FR ergibt auch die Lage Pakistans laut Tariq Ali keinen Sinn. Die SZ fordert: Schluss mit der unwürdigen Exhumierung ehemaliger Rockbands.

Bücherschau des Tages

Innere und äußere Reisen

29.12.2007 Selig steht die NZZ im "Roten Regen" von Cees Nooteboom und lässt die hier versammelten Erinnerungen und Reflexionen auf sich einwirken. Die FAZ staunt, wie bildgewaltig die Illustratorin Bernice Eisenstein ihre Erfahrungen als Kind von Holocaust-Überlebenden darstellt. Bilder von Karl May genießt die SZ, und zwar in der opulenten Neuauflage der Bildbiografie "Karl May und seine Zeit".

Montag, 31.12.2007

Heute in den Feuilletons

Das Jahr des Exits

31.12.2007 In der FR sagt der Schriftsteller Aharon Appelfeld: "Die einzige Moral eines Schriftstellers ist ein guter Satz." In der Welt schreibt Zafer Senocak: "Der Terror kommt aus dem Herzen des Islam." In der Blogbar meint Don Alphonso, dass viele auch der bekannteren Blogger Deutschlands demnächst aufgeben werden. Die Medienlese stellt eine Blütenlese der schönsten dümmsten Zitate über das Internet zusammen. In der taz geißelt Gabriele Goettle das Anti-Roma-Gesetz in Italien. Die SZ begibt sich unter die Dandys von Kinshasa. Die FAZ bedauert.

Bücherschau des Tages

Übervater Stalin

31.12.2007 Die FAZ lässt sich von Stefan Schleims Band "Gedankenlesen" auf den beängstigenden Stand der Hirnforschung bringen. Außerdem empfiehlt sie dringend Charles Lewinskys wiederaufgelegten Krimi "Johannistag". Die FR führt sich das nicht ganz vollständige Werk Michelangelos zu Gemüte. Die NZZ freut sich, dass die Hermeneutik bei Hans Krämer wieder einen Zugang zur Wahrheit findet. Die SZ beschäftigt sich mit Barack Obama.

Medienticker-Archiv

Therese philosophe

31.12.2007 Warum Jungfern (keine) Romane lesen sollen - Der Körper als Speicher - Datenhunger, das letzte Gefecht - Wie legitim ist die Neuzeit? + Die Silvester-Beilage: u. a. Rückblick 07: Angeklickt und abgesurft + Ausblick wohin: Richlings Köhlers Neujahrsansprache + Ein Feuerwerk für die Ohren + Die Ilias im Radio.

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