Perlentaucher - Online Kulturmagazin mit Presseschau, Rezensionen, Feuilleton

zuletzt aktualisiert 10.02.2026, 15.41 Uhr
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Sortiert nach Datum | Rubriken

Montag, 02.05.2022

9punkt - Die Debattenrundschau

Die Bourgeois der Satire

02.05.2022 Der Aufruf Alice Schwarzers und ihrer Weggenossen gegen Waffenlieferungen an die Ukraine hat eine Menge zorniger Reaktionen ausgelöst: "Was mit der Ukraine passiert, ist das staatliche Äquivalent zu einer Vergewaltigung durch den Ex-Mann, mit angedrohter Vernichtung bei Gegenwehr", schreibt der Musiker Wolfgang Müller in seinem Blog. Armin Nassehi nimmt auf Twitter Schwarzers Idee von einem "Kompromiss", den die Ukraine schließen solle, auseinander.  In der NZZ fragt sich Reinhard Mohr, wie lange das Selbstbild der SPD noch von der Verklärung der Ostpolitik getrübt sein wird. Und ist außer Putin auch Sergej Lawrow verrückt?

Efeu - Die Kulturrundschau

Die intellektuelle Unfallgefahr

02.05.2022 In der FAZ erkennt Viktor Jerofejew im Draufgängertum der Fernfahrer ein Russland, das sich keiner Schuld bewusst ist. Dänemark ist entsetzt über die Zerstörung eines Kunstwerks, das ein Kunstwerk zerstörte, berichtet Politiken. Die Ruhrbarone lassen in der Diskussion um die BDS-Nähe der Documenta nicht nach. Die FR feiert Berlioz' Oper "Béatrice et Bénédict" als Wunderwerk. Die SZ offenbart ihre Liebe zum guten alten Gasteig. Ben Frosts Oper "Der Mordfall Halit Yozgat" jagt der Nachtkritik Kälteschauer über den Rücken.

Medienticker

Geteilt wie einst das rote Meer

02.05.2022 Das Projektil Novalis: Zum 250. Geburtstag des Frühromantikers Friedrich von Hardenberg, der in einer Zeit dichtete, als sich die Naturerfahrung ähnlich stark veränderte wie heute - Ausstellung:  "Wozu die Utopie. Max Frisch und Helmut Schmidt" - Ostkontakt: Ein deutsch-deutsches Date - TV-Kritik "Anne Will": Deutschland im Waffenfieber + Ry Cooder trifft Taj Mahal: Die alten Männer und der ewig junge Blues.

Bücherschau des Tages

Hauen und Stechen

02.05.2022 Sehr instruktiv findet der DlfKultur Wolfgang Müller-Funks Diskursgeschichte der Grausamkeit "Crudelitas". Die SZ liest bei Tobias Moorstedt nach, wie und warum sich Männer erfolgreich vor mehr Familienarbeit drücken. Die FAZ lernt bei Daniel Dettling ein wenig klimaneutralen Optimismus und übt sich mit  Riku Ondas Kriminalroman "Die Aosawa-Morde" in der hohen Kunst des Shin-Honkaku.

Dienstag, 03.05.2022

Magazinrundschau

Ein Zuckerbergsches Pornoversum

03.05.2022 Rest of World lernt, wie man das Internet abschaltet - und es kostet nur 6000 Dollar! Harper's sieht in Las Vegas unsere sexuelle Zukunft. Der Guardian lässt sich erklären, warum Igbo gewissermaßen traditionell jüdisch sind. In Atlantic denkt Peter Pomerantsev über eine demokratische Reeducation der Russen nach. Im Merkur erklärt Steffen Martus, was richtig schlechte Laune macht: Moral ohne Arbeit. Die LRB erkundet die Realität der Landwirtschaft. GQ besucht einen Stamm der digitalen Nomaden auf Madeira.

9punkt - Die Debattenrundschau

Feindbilder, in Stein gemeißelt

03.05.2022 Im Tagesspiegel antworten ukrainische Organisationen auf den Aufruf von Alice Schwarzer und Co. und machen sie darauf aufmerksam, dass die Zivilisten in Butscha "nicht gekämpft haben - und trotzdem von russischen Soldaten massakriert wurden".  "Es hilft nichts: Das Biest muss besiegt werden", sagt auch Greg Yudin in Zeit online. Empörung in den USA: Ein geleaktes Papier zeigt, dass der Supreme Court die bisherigen Abtreibungsregeln des Landes wohl kippen wird. Die FR übernimmt Karl Schlögels Vortrag bei den Römerberggesprächen. Im Perlentaucher macht Jochen Hörisch der katholischen Kirche einen Reformvorschlag.

Efeu - Die Kulturrundschau

Es herrscht Triebhaftigkeit

03.05.2022 Tagesspiegel und FR jauchzen vor Freude darüber, dass Franz Schrekers Oper "Der Schatzgräber" nach hundert Jahren wieder auf eine Berliner Bühne zurückkehrt. Und selbst die Berliner Zeitung findet es nicht mehr provinziell, vergessene Stücke auszugraben. Mit Beklommenheit sieht sich die taz in Dresden Theater aus Belarus an. Die NZZ ahnt auf der Biennale, dass der digitale Surrealismus unsere Zukunft sein wird. Die SZ bekommt mit der Nawalny-Film auf dem Müncher Dok.Fest Einblick in die Informationskriege.

Medienticker

Krumme Beats

03.05.2022 Tag der Pressefreiheit: Wer sägt an den  Stützen? Auf der Rangliste  rutscht Deutschland weiter ab & Belarus ist ein Land ohne Medien - "Meinungsfreiheit ist die Freiheit, von der alle anderen Freiheiten abhängen", weiß Salman Rushdie - Konservativer Kulturkampf: Buchzensur in den USA - Geschichtspolitik: Warum historische Vergleiche hinken & der Leberwurst-Diplomat - Allen Ginsberg: In den besten Köpfen stecken Jazz und Sex und Suppe

Bücherschau des Tages

Schmerzhafter Rausch

03.05.2022 Der DlfKultur freut sich, dass Kathy Ackers lange indexierter Roman "Bis aufs Blut" endlich auf Deutsch zugänglich wird: Ein Roman wie eine SM-Session. Die FR liest in Annekathrin Kohouts Kulturgeschichte der "Nerds" nach, wie sich technikaffine Soziopathen in Erfolgsmenschen wandelten. Der Dlf übt das geistige Flanieren mit Lilian Peters Essays "Mutter geht aus". Beeindruckt liest die FAZ, wie  Khaled Khalifa in "Keiner betete an ihren Gräbern" ein gesellschaftliches Panorama Aleppos entfaltet.

Mittwoch, 04.05.2022

9punkt - Die Debattenrundschau

Gegebenenfalls verbrecherisch

04.05.2022 Es sei allgemein bekannt, dass Juden mit Nazis kollaborierten, erklärt das russische Außenministerium in einer Antwort auf eine israelische Protestnote zu Sergej Lawrows Geschichtsklitterungen. Deutschland muss unterdessen die Verheerungen des Emma-Briefs verkraften: Die Unterzeichner Juli Zeh und Harald Welzer suchen in Interviews den "Kompromiss" mit Putin. Aber wie sieht ein Kompromiss aus, wenn dein Gegenüber dich vernichten will, fragt Henryk Broder in der Welt. In der FAZ erzählt Experte Martin Hellwig, wie Gerhard Schröder als Kanzler den Tisch für Gazprom deckte. Die taz erklärt, warum die Entscheidung des Supreme Court zu Abtreibung eine Katastrophe ist.

Efeu - Die Kulturrundschau

Es geht immer ums Donnern

04.05.2022 Wie haben sich Theater und Kritik verändert, fragt Christine Wahl zum fünfzehnjährigen Jubiläum der Nachtkritik mit Gegenverkehr. Die FR spürt mit Barbara Kruger in der neuen Nationalgalerie den Stiefel im Gesicht unserer Zukunft. Der Observer schaudert vor der dunklen Zweideutigkeit, mit der Walter Sickert seine Serie "The Camden Town Murder" malte. Die taz huldigt dem Experimentalfilmer Jonas Mekas. Das Pop-Magazin Kaput erklärt die Grandiosität des italienischen Schlagers: Das Leichte ist in Italien quasi eine noble Pflicht.

Medienticker

Täuschen als Gesellschaftsspiel

04.05.2022 Russland führt einen Kulturkrieg - Pressefreiheit in Deutschland: Mehr Gewalt gegen Medienschaffende - Judith Hermanns Poetikvorlesung in Frankfurt - Wolfram Lotz über seine Heilige Schrift I - Musk erwägt nach Twitter-Übernahme: Gebühr für kommerzielle Nutzer - DOK.fest München + Sönke und Wotan Wilke Möhring im Gespräch.

Bücherschau des Tages

Von der Kosmologie bis zu Rihannas Nagellack

04.05.2022 Nach dreißig Romanen entdeckt die FAZ Percival Everett, der ihr in "Erschütterung" die Geschichte eines Kontrollverlusts erzählt. Die FR hört nochmal genau hin, wenn Joachim Bessing, Annette Humpe und andere 33 fast perfekte Pop-Songs auf Ohrwurmtauglichkeit prüfen. Die SZ lässt sich auf das Experiment ein, alles zu lesen, was Wolfram Lotz innerhalb eines Jahres in endloser Detailfülle niedergeschrieben hat. Wertvoll findet der Dlf Shulamit Volkovs Beitrag zur deutschen Geschichte aus jüdischer Sicht. Und Dlf Kultur macht sich mit Stephen Walker auf den Weg ins All.

Donnerstag, 05.05.2022

9punkt - Die Debattenrundschau

Hauptsache, die eigene Weste bleibt sauber

05.05.2022 AP recherchiert zur russischen Bombardierung des Theaters von Mariupol im März und schätzt die  Zahl der Toten auf 600, weit mehr als bisher angenommen. Herta Müller, Karl Schlögel, Ralf Fücks und viele andere setzen dem Emma-Brief einen Aufruf zur Solidarität entgegen.  Der Tagesspiegel gräbt ein Helmut-Schmidt-Interview von 2014 aus: Wieder einmal stellt sich heraus, dass die Ukraine gar nicht existiert. Da hat Schmidt Verständnis für Putin. Für die Zeit reist Navid Kermani in die Ukraine. In der SZ schreibt Dan Diner über die komplexen russisch-ukrainisch-jüdischen Verhältnisse.

Efeu - Die Kulturrundschau

Stumm bleibt die Prophetin

05.05.2022 Die Filmkritiker schwärmen von den Traumbildern, Tilda Swinton und einem Ding aus dem B-Film-Kosmos in Apichatpong Weerasethakuls "Memoria". Die FR groovt sich beim Festival der jungen Talente im Frankfurter Kunstverein mit einem Pilz ein. Die nachtkritik beobachtet den großen William Kentridge bei den Vorbereitungen für seine Kammeroper "Sibyl". Die SZ bewundert neue Dorfarchitektur. Die FAZ hört die Poetikvorlesung von Judith Hermann.

Medienticker

Readymade

05.05.2022 Telekommunikationsgesetz: Bundesregierung beschließt Recht auf "schnelles" Internet - "Ocean State" oder Ende des amerikanischen Traums: Gespräch mit Stewart O'Nan - Readymade: Ai Weiwei über Marcel Duchamp - Mit Kerzen und Petroleumlampen: Interview mit Michael Haneke.

Bücherschau des Tages

Mehr Nackte, die tanzen

05.05.2022 NZZ und FR sind uneins über Sibylle Bergs "RCE": Ein Blockbuster-Feuerwerk zündet die FR, die NZZ fragt: "Ist das noch Kitsch, oder ist es schon unfreiwillige Selbstparodie?" Der neue Handke entzweit indes FAZ und SZ: Schön kauzig findet die SZ das Bändchen, während die FAZ aufatmet: "Das neue Buch von Peter Handke kommt ohne Pilze aus." Zeit und Dlf lassen sich mit Eckhart Nickel und Carl Spitzweg auf einen prickelnden Flirt mit dem Biedermeier ein. Döblin wäre begeistert, glaubt die FAZ nach der Lektüre von Andrea Roedigs Roman über das Zerbrechen einer Metzgersippe.

Freitag, 06.05.2022

9punkt - Die Debattenrundschau

Das Freizeitverhalten der Gesundheitsämter

06.05.2022 Ein Team von Reuters-Journalisten ist nach Butscha zurückgekehrt und macht einige der Täter namhaft. Oxana Matiychuk in der SZ und Herfried Münkler in der NZZ fragen, wie die Brutalität der russischen Soldaten zu erklären ist. Die Moscow Times erklärt, wie die Moskauer Eliten ihr schmutziges Geld in Zeiten der Sanktionen waschen. Laut New York Times ist die Übersterblichkeit durch Corona dreimal so hoch wie bisher bekannt: 15 Millionen Tote.

Efeu - Die Kulturrundschau

Die Liebe wird für alle reichen

06.05.2022 Der Tagesspiegel lernt in einer Münchner Ausstellung, wie die "Stillen Rebellen" Polens kulturelle Identität prägten. Die FAZ fühlt in der Ausstellung "Beirut and the Golden Sixties" den politischen Pulsschlag des Libanon. Die SZ findet Haltung und Hoffnung in William Kentridges Oper "Sibyl", die die Ruhrfestspiele eröffnete. Die NZZ erzählt, wie in der Haas'schen Schriftgiesserei AG die Schrift des Fortschritts erfunden wurde. Die taz lauscht den sonischen Autobiografien der Klangkünstlerin Ain Bailey.

Medienticker

Doomscrolling

06.05.2022 Aktualisiert: Warum Sie aufhören sollten, "News" zu lesen, erklärt Christian Jakubetz - Mathias meets Elon: "Welt" sendet Gespräch von Mathias Döpfner mit Elon Musk. - RBB setzt Werbemaßnahmen der "Jungen Welt" ab. - Viel Konstanz und eine Kooperation in der Krimibestenliste Mai 2022 - Songs, die den Pop veränderten: Eine Fundgrube auf YouTube + TV+Radio Wochenend-Tipps

Bücherschau des Tages

Chopin-Platten als Wurfwaffen

06.05.2022 Die FAZ träumt mit Nicklas Brendborg davon, sich wie die kleine Qualle Turritopsis immer neu zu regenerieren. Die FR verdankt dem Historiker Michael Wildt einen Reichtum an Erkenntnissen über die deutsche Geschichte zwischen 1918 und 1945. Die SZ kämpft mit Zoran Drvenkas süßen Schlampen gegen kriminelle Banden. Wahrhaftige Kunst ist für sie Eckhart Nickels "Spitzweg". Der Dlf begibt sich mit Re Soupault auf eine Radreise durch die Fünfziger. Und Dlf Kultur hebt Hamid Ismailov in den "literarischen Olymp".

Samstag, 07.05.2022

9punkt - Die Debattenrundschau

Immer groteskere Formen

07.05.2022 Am Montag ist "Tag des Sieges über den Hitlerfaschismus". Putin will ihn auch in Mariupol begehen, berichtet die taz. taz und Guardian erzählen, wie Putin diesen Tag immer mehr zu einer Propagandashow für seine eigene Geschichtsversion umbaute. Der russische Begriff dafür ist: Pobedobesie, "Siegeswahn". Der Musiker Wolfgang Müller, Autor einer wichtigen Replik auf den Emma-Brief, wendet sich in der NZZ gegen eine Rhetorik der Angst. In der FAZ fragt Hubertus Knabe, wie es eigentlich um das Deutsch-Russische Museum in Berlin-Karlshorst steht. HPD.de erinnert an die Beschneidungsdebatte vor zehn Jahren.

Efeu - Die Kulturrundschau

Stilblüten des betreuten Lesens

07.05.2022 In der Welt besteht Viktor Jerofejew darauf, dass er kein Emigrant sei: "Es ist Russland, das in die Emigration gegangen ist." Die NZZ sucht die Arsenale des Widerstands in der Literatur. Monopol lässt sich von den Kuratorinnen der  8. Foto-Triennale in Hamburg den "black gaze" erklären. Die FAZ bewundert im neuen Berliner Samurai-Museum Museumspädagogik in Vollendung. Die taz berichtet von völlig verhärteten Fronten im Streit um PEN-Präsident Deniz Yücel.

Bücherschau des Tages

Mut zum Optimismus

07.05.2022 Die Welt lernt von Keiichiro Hiranos "Das Leben eines Anderen", wie sehr Romane einem Identitätsschwindel gleichen. Etwas traurig winkt sie ab bei Uwe Tellkamps neuem Roman "Der Schlaf in den Uhren": hochpoetisch, aber so fremdenfeindlich. SZ, Welt und Dlf Kultur versinken in Sibylle Bergs Dystopie "RCE". Die FAZ liest zwei Bücher, die sich kritisch mit dem Konzept der Genderidentät und ihren Tabus auseinandersetzen. Die taz amüsiert sich mit Asa Larssons Thriller "Wer ohne Sünde ist". Der Dlf bleibt "nachts wach" mit der Pflegerin Berthe Arlo.

Montag, 09.05.2022

9punkt - Die Debattenrundschau

Unter dem Jubel des Westens

09.05.2022 Heute ist ein Gedenktag, an den man sich lange erinnern wird. Von einem als Sieg getünchten Einhalten bis zur Generalmobilmachung ist alles denkbar, schreibt taz-Korrespondentin Inna Hartwich. Viele beschäftigen sich mit Putins Geschichtsklitterungen. In der FAZ spricht Claus Leggewie aber auch Tabuzonen im deutschen Blick auf die Geschichte an. Im Standard bleibt Franzobel bei seiner pazifistischen Position. Im Tagesspiegel fragt Antje Rávik Strubel, was die Aufforderung, mit Putin Frieden zu machen, eigentlich bedeuten soll: "Dass Putin die Ukraine dem Erdboden gleichmachen darf, weil er eine Atommacht ist?" Im Observer fordert Nick Cohen Sanktionen gegen Rupert Murdoch. Aktualisierung von 9.30: Putins Rede blieb vage, Link zu Live-Berichten.

Efeu - Die Kulturrundschau

Harte Poesie gegen harte Fakten

09.05.2022 Die Welt sieht im derzeigtigen Publikumsschwund auch eine ästhetische Krise des Theaters. Die Nachtkritik fährt mit dem Staatstheater Kassel zur wahren Bühne der Weltpolitik: der Panzerteststrecke für den Leopard 2. In der NZZ verteidigt der Slawist Jens Herlth die russische Literatur gegen ihre ukrainischen Verächter. In der SZ wünscht sich die Künstlerin Barbara Kruger von der Linken mehr Rhetorik und weniger Gewissen. Im Tagesspiegel würde der Musikmanager Karsten Witt gern den Klassikbetrieb umkrempeln.

Medienticker

Unter Druck

09.05.2022 Sensationsfund: "Guerre" von Louis-Ferdinand Céline erscheint in Frankreich - Pressefreiheit in Deutschland unter Druck   Festung Europa oder offene Gesellschaft: Der Europa-Gedanke im Spiegel des Pop - Hörtipp: Hörspiel "Die Geschichte eines neuen Namens" von Elena Ferrante - Jazzneuheiten: Bird in der Carnegie Hall 1943 6 Der Gitarrist John Scofield mit 1.Solo-Album seiner Karriere + Die Luft der Yoko Ono: "Welt in der Schwebe".

Bücherschau des Tages

Schön-scheußliche Sinnestäuschungen

09.05.2022 Die SZ reist mit Franziska Davies und Katja Makhotina zu den "Offene Wunden Osteuropas" und fragt sich, warum Orte wie Blagowschtschina und Korjukiwka  nicht zu unserer Erinnerungskultur gehören.  Der Dlf feiert eine Edition mit den Essays des bestürzend gebildeten Schriftstellers Max Hermann-Neiße. Der DlfKultur folgt dem finnischen Fotografen Perttu Saksa zu den Ölfeldern Nigerias. Die FR lernt von Silke Kipper, woher die Romantik der Nachtigall rührt.

Dienstag, 10.05.2022

9punkt - Die Debattenrundschau

Die Erben des Tyrannen

10.05.2022 Putins Rede zum "Tag des Siegs" offenbart seine Ratlosigkeit, kommentieren taz und FAZ. In der taz beschreibt der Aktivist Alexey Sakhnin Putins Krieg als Flucht nach vorn eines intern maroden Regimes. Putin hat schon verloren und wird den Krieg nicht überleben, annonciert Boris Groys in der FR. Wer oder was kommt nach Putin, fragen auch andere Medien. Am Beispiel der Stadt Luzk in der Westukraine beschreibt Juri Konkewitsch in der taz, wie ein Gedenken ein anderes begraben kann. hpd.de und Zeit online schildern den Rollback in Afghanistan.

Efeu - Die Kulturrundschau

Legt eine Mine unter das Alter

10.05.2022 In einem Offenen Brief in der Berliner Zeitung antwortet das Kuratorenkollektiv der Documenta auf die Vorwürfe des Jüdischen Zentralrats. SZ und Nachtkritik halten am Münchner Residenztheater Knut Hamsuns "Kareno" gut aus, der seine antidemokratische Redlichkeit aufgibt. In der taz schildert Guillermo Arriaga den Zwiespalt, in dem Mexikos Indigene oft stecken. Die NZZ porträtiert den Pariser Plumassier Eric Donatien, der die vollkommene Metamorphose der Feder beherrscht.

Magazinrundschau

Mehr als dreißigtausend Reden

10.05.2022 Der New Yorker begibt sich ins Kriegsgebiet Ukraine, wo vor allem zivile Einrichtungen bombardiert werden. In Soziopolis erklärt Osteuropa-Experte Manfred Sapper, wie sehr Putins Weltbild in den Siebzigern verankert ist. New Lines findet die Verantwortlichen für ein Massaker in Syrien. Wired porträtiert den größten Konkurrenten von Zara, H&M und bald vielleicht sogar Amazon: den chinesischen Onlinehändler Shein. Die London Review lässt sich von Richard Butterwick in die Welt der herrlich streitsüchtigen und exzentrischen Szlachta führen.

Medienticker

Unendliche Poesie

10.05.2022 Diffamierung: Russische Propaganda unterstellt Astrid Lindgren Nazi-Nähe -  "Die Frauen von Belarus" nominiert für den Sachbuchpreis: Gespräch mit Alice Bota - Kategorie Dienst an der Öffentlichkeit: Washington Post gewinnt Pulitzerpreis für Berichte über Sturm auf US-Kapitol im Januar 2021 - Aktuelle Studie zeigt Kritik an deutschen Medien: Sie vermeiden Hintergründe.

Bücherschau des Tages

Schnitte ins Gelände

10.05.2022 Ein wenig überraschend lobt Micha Brumlik in der taz James Lindsays und Helen Pluckroses Streitschrift "Zynische Theorien" gegen identitätspolitischen Dogmatismus für argumentativen Reichtum und Scharfsinn. Der Dlf liest bei Nathaniel Rich über die Versumpfung Louisianas und giftige Stoffe in Funktionsjacken. Die SZ wünschte sich, Eltern würden ihren Kindern Christian Schultz-Gersteins Essays und Kritiken vermachen. Die FAZ kommt mit Katharina Adlers Roman "Iglhaut" voll auf ihre Kosten. Und der DlfKultur beobachtet fasziniert, wie Jürgen Nendza mit der Sprachschaufel das lyrische Wortfeld bestellt.

Mittwoch, 11.05.2022

9punkt - Die Debattenrundschau

Die Zone der Ratlosigkeit

11.05.2022 Die antisemitischen Äußerungen Sergej Lawrows kommen nicht von ungefähr, sie legen des Kern des putinistischen Verschwörungswahns offen, schreibt Richard Herzinger in seinem Blog. Verschiedene Berichte prüfen laut Welt und hpd.de Extremismus und Verschwörungsdenken in Deutschland. Bei Zeit online versucht sich Meron Mendel einen Reim aus den Äußerungen Harald Welzers zu deutscher Geschichte zu machen. Nach den nordirischen Wahlen fragt Fintan O'Toole im Guardian, wie es um die irische Vereinigung steht. Elon Musk will Donald Trump wieder auf Twitter zulassen, aber es ist fraglich ob der überhaupt will, berichtet die New York Times.

Efeu - Die Kulturrundschau

Tendenz zum Tunnelblick

11.05.2022 Die SZ macht für den Publikumsschwund im Theater auch ein zunehmendes Dramaturgenstrebertum verantwortlich. Außerdem porträtiert sie das jüdisch-äthiopische HipHop-Trio Fo Sho aus Charkiw. Die Welt beklagt das dürftige Ergebnis nach zehn Jahren Internationaler Bauausstellung in Heidelberg. Im Perlentaucher porträtiert Angela Schader die nordirische Autorin Anna Burns. FAZ und taz freuen sich, dass Julian Radlmaier mit seinem "Blutsauger" dem linken Kino neues Leben einhaucht. Der Guardian schwebt mit Dreamachine im Orangenmarmeladenhimmel.

Medienticker

Genauso bloß anders

11.05.2022 Apple verkündet Produktionsende des iPods - Google zahlt Verlagen weltweit eine Milliarde Dollar für journalistische Inhalte - Neuer Günter Grass-Preis der Hansestadt Lübeck: Ulrike Edschmid wird fürs Lebenswerk geehrt - in der Kategorie "Bester Roman": Joshua Cohen gewinnt den Pulitzer-Preis 2022 - Vermögen und Macht: Falsche Vorstellung vom Teilen + Hörspiel-Tipp: Punkerin in der DDR von Antje Meichsner. 

Bücherschau des Tages

Idee der Rebellion

11.05.2022 Die FAZ begrüßt die Wiederauflage von C.L.R. James' Klassiker über die Revolution von Haiti und liest im Anschluss interessiert Sudhir Hazareesinghs Biografie des Revolutionärs Toussaint Louverture. Gerbrand Bakker folgt sie gebannt bei der "fortschreitenden Selbstentblößung". Die FR erinnert sich mit Gedichten von Ulrike Almut Sandig an das Kinderlied-Wesen Zippelonika. Zornig und brillant wie Jelinek wird die NZZ von Heike Geissler daran erinnert, dass die Klage eine literarische Form sein kann. Und die SZ kann Delphine de Vigans Social-Media-Krimi nicht aus der Hand legen.

Donnerstag, 12.05.2022

9punkt - Die Debattenrundschau

Die Nacht mit allen ihren Gespenstern

12.05.2022 Das Leben kehrt zurück nach Butscha, berichtet die SZ - auch die Aufarbeitung der Schrecken geht weiter. CNN rekonstruiert aus Material von Überwachungskameras ein Kriegsverbrechen. Belarus ist nicht Täter, sondern "Opfer und Geisel" in diesem Krieg, sagt der belarussische Autor Artur Klinau im NZZ-Gespräch. Die Zeit bereitet kritisch die Russland-Berichterstattung der Leitmedien seit 2014 auf: Besonders die größten Zampanos im eigenen Hause schneiden da nicht so gut ab.  Der FAZ fehlen in der Berliner Moses-Mendelssohn-Ausstellung die Ideen.

Efeu - Die Kulturrundschau

Mit Drahtbürsten und Schneebesen

12.05.2022 Die FAZ bewundert in Ulm die Plakate Otl Aichers, die auf alle Herrschaftsfarben verzichten. Die SZ widmet zwei Seiten Uwe Tellkamp, dessen neuer Roman "Der Schlaf in den Uhren" heute erscheint. nachtkritik und taz lernen bei der Burning Issues Konferenz 2022, wie mühsam das Bohren dicker Theaterbretter ist, die den strukturellen Machtmissbrauch an deutschen Bühnen tragen. Die SZ warnt: Zu viel Kritik an Ruangrupa könnte die Documenta 15 ins Wasser fallen lassen. Die Welt rollt die Augen: Kritik an der BDS-freundlichen Haltung Ruangrupas ist kein Rassismus. Van berichtet von den letzten Wittener Tagen für Neue Kammermusik unter Harry Vogt. Ab jetzt werden sie weiblich, glaubt die FAZ.

Medienticker

Geld für Klicks

12.05.2022 Google erweitert Bezahl-Angebot von Verlagen - "Arschloch", "Leberwurst", "Putin-Versteher": Die Top Ten der Andrij-Melnyk-Attacken - Al-Dschazira-Reporterin getötet: Wessen Schuss traf Shireen Abu Akleh? - Geschichte hinter Mauern verborgen: Gespräch mit Stefan Hertmans im Gespräch über seinen Roman -"Der Aufgang + Was wird diskutiert auf der PEN-Jahrestagung, die heute Abend startet? - Buchkritik: "Die Entdeckung des Selbst" von Eberhard Rathgeb

Bücherschau des Tages

Wassermänner, Rabbatze und Mord

12.05.2022 Die FR begeistert sich für Yade Yasemin Önders Sprachkunstwerk "Wir wissen, wir könnten, und fallen synchron". Die FAZ  lacht sich scheckig mit Juhani Karilas Roman "Der Fluch des Hechts" aus der nordfinnischen Pampa, der Krimi, Fantasy und Lovestory vereinigt. Lob gibt es auch für  Michael Kempes Leibniz-Biografie. Nur: Wo bleibt der Sex, fragt die FR. SZ und Zeit verheddern sich hoffnungslos in Uwe Tellkamps neuem Roman "Der Schlaf in den Uhren".

Freitag, 13.05.2022

9punkt - Die Debattenrundschau

Undenkbar noch vor Monaten

13.05.2022 Alissa Ganijewa schildert in der FAZ die Mentalität der Machtfixierung in Russland: Putin ist nicht der Herrscher Russlands, weil er so beliebt ist, sondern er ist so beliebt, weil er der Herrscher ist. Entweder "Nie wieder Krieg" oder "Nie wieder Auschwitz", meint Thierry Chervel im Perlentaucher - beides zusammen geht nicht. Die Welt erzählt die Geschichte der rührenden Männerfreundschaft zwischen Gerhard Schröder, dem Unternehmer Bernd Freier und dem Historiker Gregor Schöllgen. Zornig antwortet Karl-Markus Gauß im Standard auf Emma-Brief-Initiator Peter Weibel.

Efeu - Die Kulturrundschau

Öfter "Buh!" rufen

13.05.2022 In Geschichte der Gegenwart fragt der Historiker Philipp Sarasin, warum Bilder aus dem Krieg eigentlich nicht emotionalisieren dürfen. Die taz erzählt am Beispiel der Theaterregisseurin Maja Kleczewska, wie die polnische Regierung auch ohne Verbote missliebige Stimmen mundtot macht. Die SZ freut sich, dass man das Werk des mexikanischen Architekten Luis Barragán künftig im Vitra Design Museum betrachten kann. Die NZZ vertieft sich in eine nachgelassene Skizze zu Imre Kerteszs "Roman eines Schicksallosen".

Medienticker

Hallo Höllenpforte!

13.05.2022 Aktualisiert:  PEN: Yücel möchte nicht Präsident dieser Bratwurstbude sein - Event Horizon Telescope: Das Schwarze Loch im Zentrum im Herzen der Milchstraße wurde sichtbar gemacht - Bleibt der Tod von Shireen Abu Akleh ungeklärt? - Hörtipp: Geschichten der Geschichte entgegensetzen: Der Schweizer Schriftsteller Peter Bichsel + Der neue Tellkamp-Hype + TV+Hörtipps fürs Wochenende

Bücherschau des Tages

Leuchtfeuer im Konjunktiv

13.05.2022 Die SZ staunt, wie heiter und dicht Yade Yasemin Önder von einer jungen Bulimikerin und ihrem 400 Kilo schweren Vater erzählt. Die FR bekommt Gänsehaut angesichts der Aktualität von Ingo Schulzes Bericht von einer Podiumsdiskussion 2016 im ukrainischen Charkiw. Die FAZ bewundert, wie der amerikanische Fotograf Mitch Epstein den Umgang mit Eigentumsrechten in North Dakota oder an der Grenze zu Mexiko einfängt. Der Dlf experimentiert mit Endre Kukorelly im Ungarn zwischen 1944 und 1995. Und Dlf Kultur probiert mit Slata Roschal "153 Formen des Nichtseins".

Samstag, 14.05.2022

Efeu - Die Kulturrundschau

Boten eines besseren Morgen

14.05.2022 Finale einer Schlammschlacht: Deniz Yücel ist als PEN-Präsident zurückgetreten, er möchte nicht "Galionsfigur einer Bratwurstbude" sein. Die Feuilletons blicken auf einen Scherbenhaufen. Die FR kann nach einem Besuch in Mannheim kaum fassen, dass Hanna Nagel, die "Pionierin der feministischen Kunst", vergessen wurde. Menschen in der Kunstwelt üben Druck aus, damit Institutionen sich mehr in Richtung BDS orientieren, erfährt die Welt von israelischen Künstlern. Fasziniert dechiffrieren die Musikkritiker zu marodierenden Geigen das neue Album von Kendrick Lamar.

9punkt - Die Debattenrundschau

Demokratie macht mich nicht schön

14.05.2022 In der Schlacht um Charkiw kann die Ukraine Analysten zufolge den Sieg für sich verbuchen. In der taz fragt Herfried Münkler, welche Kriegsziele die Ukraine und der Westen verfolgen. In der NZZ wirft Ulrike Ackermann den Linken vor, immer noch nicht den Stalinismus aufgearbeitet zu haben. In der SZ opponiert Roberto Saviano gegen Italiens Neidkultur. In der FAZ erkennt DHM-Direktor Raphael Gross, wie mörderisch  ideologische Geschichtsbilder sein können. In Atlantic fragt Margaret Atwood, ob der Supreme Court demnächst auch das Frauenwahlrecht abschaffen wird.

Bücherschau des Tages

Straff geflochtener Kranz

14.05.2022 Die taz lässt sich von Olaf Bernau über die Dauerkrise in der Sahelzone aufklären. Die FAZ hofft mit Katja Diehl auf mehr autofreien Lebensraum in der Stadt. Die FR lässt sich von Szepan Twardoch gebannt durch europäische Geschichte treiben. Der Dlf lauscht Steinunn Sigurdardottirs lyrischem Abgesang auf isländische Gletscher. Und FAS, FAZ und taz ringen mit dem neuen Tellkamp: Ein Ungeheuer, meint die FAS, „grandios gehässige“ Passagen wecken die taz, immerhin anders als der übliche „Eineitsbrei“, beschwichtigt die FAZ.

Montag, 16.05.2022

9punkt - Die Debattenrundschau

In einem Depot in Helsinki

16.05.2022 Wer redet in Europa noch über Nawalny? Kein Mensch mehr. Nawalny im Lager ist normal geworden, "alles, was weniger als ein Atomkrieg ist, ist bereits die Norm", schreibt der russische Journalist Mikhail Zygar bei Spiegel online. Finnland kappt seine Verbindung zu Russland - der Zugverkehr wird eingestellt, berichtet politico.eu. Es gibt keine Partei in Deutschland, die nicht Mitschuld trägt an der deutschen Energieabhängigkeit von Russland, konstatiert die FAZ. In Buffalo hat ein Rechtsextremist zehn Menschen umgebracht. Der New Yorker versucht, die Theorie des "Großen Austauschs" zu erklären.

Efeu - Die Kulturrundschau

L'Eclat, c'est moi

16.05.2022 Nach der Schlacht von Gotha fegen die Feuilletons zusammen: Der PEN hat sich gründlich zerlegt, klagt die FAZ, die SZ sieht Narzissmus und Eitelkeit auf allen Seiten am Werk, die taz möchte die Bilder von Siebzigjährigen mit Trillerpfeifen aus dem Kopf bekommen. Inbrunst, aber mit Qualität bescheinigen SZ und Nachtkritik dem bayrischen Mega-Event der Oberammergauer Passionsfestspielen. taz und ZeitOnline feiern den ukrainischen Sieg beim ESC.

Medienticker

Höllenspektakel ohne Neuanfang

16.05.2022 Die Jahrestagung des deutschen PEN: Ach Leute, bitte!  - Katja Petrowskajas Gedanken zu Bildern - Hörfunkgespräch mit Roberto Saviano über sein Buch "Aufschrei" - Krieg und Spiele: Wie die Games-Branche auf den Ukraine-Krieg reagiert + Leipziger Buchmesse 2023 wird verschoben.

Bücherschau des Tages

In den Hauptstrommedien

16.05.2022 Die FAZ folgt Wolfgang Heckl in die Welt der Technik, von Röntgens erstem Schattenbild bis zum Covid-Impfstoff von Biontech. Empfehlen kann sie auch die Hörbuchversion von Karl Schlögels "Entscheidung in Kiew". Die SZ bringt sich mit dem "Atlas der Unordnung" auf den aktuellen Stand der Geopolitik. Der Debütroman des iranischen Filmemachers Asjadi lässt den DlfKultur berührt, aber ratlos zurück. FR und Dlf raufen sich die Haare über Uwe Tellkamps Verschwörungsepos "Der Schlaf in den Uhren".

Dienstag, 17.05.2022

9punkt - Die Debattenrundschau

Die äußersten Ränder der Sprache

17.05.2022 Das Asow-Stahlwerk in Mariupol scheint nach neuesten Meldungen geräumt zu werden - damit ist die zerstörte Stadt vorerst russisch besetzt, berichtet unter anderem der Guardian. BBC begleitet Ermittlungen in Butscha: Mindestens 650 Menschen wurden ermordet. Im Standard geißelt Maria Aljochina von Pussy Riot, die aus Russland geflohen ist, westliche Mitverantwortung. Golem warnt vor dem chinesischen Projekt der "Digitalen Seidenstraße". Der Kulturwissenschaftler Andreas Bernard fragt in der SZ, was Wokeismus von heute mit K-Gruppen von einst verbindet.

Efeu - Die Kulturrundschau

Sehnsucht nach dem analogen Glamour

17.05.2022 Heute eröffnen die Filmfestspiele von Cannes. Die taz ist gespannt, wie das Weltkino dem Krieg in der Ukraine entgegentreten wird. Die SZ sieht die Kinoliebe neu erwachen. In der FAZ erklärt F.C. Delius seinen Austritt aus dem PEN. Die NZZ feiert den Maler Brice Marden als Kontrolleur seiner Gefühle. taz und Nachtkritik erliegen in Lies Pauwels "Baroque"-Schauspiel der Sinnenfülle. Und ZeitOnline annonciert die Rückkehr der Botanisieriens in der Mode.

Magazinrundschau

Penny an der Tür

17.05.2022 The Atlantic staunt: Die Rechte hat den Frauen den Krieg erklärt, und die Linke will in der Abtreibungsdebatte das Wort "Frauen" nicht benutzen. Chinesische Studenten sind oft alte Seelen, lernt der New Yorker. Russische Studenten sind oft Kinder, lernt Deník Referendum. Die LRB macht die kaum regulierten Rohstoffmärkte verantwortlich für den globalen Hunger. Die New York Times erzählt, wie man seinen Körper nur mit dem Hirn und ein paar Elektroden im Cortex steuert. Wired untersucht das blockchainbasierte Web3.

Medienticker

Austritte

17.05.2022 F.C. Delius tritt nach fünfzig Jahren aus dem PEN aus - Gescheitert: Die 43 größten Google-Flops- 100 Jahre Otl Aicher: Er gestaltete den Wiederaufbau - Josef Joffe lässt Herausgeber-Amt bei der Zeit ruhen -  Hörspieltipp: Drei Schauspielerinnen im Vorzimmer eines Casting "Jule, Julia, Julischka" von Frank Witzel - Sakrales Hauptwerk der Moderne: Olivier Messiaens La Transfiguration de Notre Seigneur Jésus-Christ + Vor 80 Jahren geboren: Großexperimentator Taj Mahal

Bücherschau des Tages

Die Grundidee des Unterhaltsamen

17.05.2022 Als wundersamen Erzählkosmos feiert die FR Louis Ginzbergs "Die Legenden der Juden", die mit fast hundert Jahren Verspätung endlich auch auf Deutsch erscheinen. Der Dlf stutzt über Isaac Babels Reportagen "Wandernde Sterne": War der gerühmte Autor der "Reiterarmee" etwa ein lupenreiner Propagandist? Der DlfKultur begibt sich mit Bryan Washingtons Roman "Lot" in eine Nachbarschaft der Abgehängten. Die FAZ liest mit Vergnügen Verena Roßbachers Roman "Mon Chéri".

Mittwoch, 18.05.2022

9punkt - Die Debattenrundschau

Nicht registrierte Geisterwaffen

18.05.2022 Der Verlust von Mariupol ist eine Niederlage für die Ukraine, aber ist er ein Sieg für Putin? Die Medien fragen, was mit den Soldaten aus dem Asow-Stahlwerk geschieht. Die größte Gefahr, dass sich der Ukraine-Krieg internationalisiert und das die Nato hineingezogen wird, besteht auf dem Meer, schreibt der Oxforder Militärhistoriker Lawrence Freedman in seinem Blog. In Afghanistan werden wieder Frauen ermordet, schreibt eine anonyme afghanische Autorin in Zeit online. In Frankreich setzen sich Feministinnen laut Charlie Hebdo für den Burkini ein.

Efeu - Die Kulturrundschau

Wie datieren Sie diese Madonnenskulptur?

18.05.2022 In der FAZ erklärt Ursula Krechel, warum sie nicht aus dem PEN austritt: "Wenn man nicht um ein Haus kämpft, kommt die Abrissbirne." In der Zeit möchte Kirill Serebrennikow nicht der russischen Kultur die Schuld am Krieg geben, sondern der Unkultur. Ähnlich sieht das der Pianist Alexander Melnikov. Die SZ beklagt das Schwinden der Kennerschaft im Kunstbetrieb. Der Guardian begegnet in den Bildern Glyn Philpots gutaussehender Kultiviertheit. Und in Cannes sitzen die Filmkritiker Michel Hazanavicius' Zombiekomödie "Coupez" zum Auftakt pflichtschuldig, aber unterwältigt ab.

Medienticker

Neurechter Tonfall

18.05.2022 Spiegel-Gruppe kann ihren Gewinn 2021 fast verdoppeln - Young Excellence Award #yeaward22: Die Nominierten - Buchcharts: Die aktuellen Bestsellerlisten - Der Duden hat versagt: David Eisermanns "Seitenwechsel" - Audiobiografin Judith Grümmer im Gespräch - TV-Tipp: Der Fall Tellkamp & der Streit um die Meinungsfreiheit.

Bücherschau des Tages

Der fröhliche Kanonier

18.05.2022 Die FAZ mischt sich mit Adam Bodors Roman "Die Vögel von Verhovina" unter eine Schar renitenter Internatszöglinge in Transsylvanien. Und sie lernt von  Thomas O. Höllmann, dass die neue Seidenstraße längst nicht so kosmopolitisch ist wie die alte. Die NZZ bewundert den Dreiklang von Poesie, Ironie und Finesse in Andrej Bitows "Leben bei windigem Wetter". Die taz lauscht dem "RussenRap" Andrej Gelassimows. Die SZ wagt sich mit einem brandneuen Corto Maltese auf den schwarzen Ozean.

Donnerstag, 19.05.2022

9punkt - Die Debattenrundschau

Sehr viele sensible Informationen

19.05.2022 Die Russen brauchten fast drei Monate für die Eroberung Mariupols. Für Putin ist die Übernahme einer komplett zerstörten Stadt eine moralische Niederlage, schreibt Jen Kirby bei vox.com. Wie rechts ist das Asow-Regiment, fragt die taz. Der größte blinde Fleck der Vergangenheitsbewältigung in Deutschland heißt Ukraine, erklärt Timothy Snyder in der Zeit. Zeit online erklärt, warum der russische Cyberkrieg nicht stattfindet.

Efeu - Die Kulturrundschau

Das ganze peinliche Nazi-Kapitel

19.05.2022 Die Welt lernt in einer Lese-Ausstellung in Wuppertal-Vohwinkel, wie der Kanon der deutschen Nachkriegskunst zustande kam. In der FAZ gibt Judith Hermann Einblick in ihre Schreibwerkstatt. Der ukrainische Staatspräsident Selenski wünschte sich in seiner Eröffnungsrede für das Filmfestival von Cannes einen neuen Charlie Chaplin: Tagesspiegel und FR nicken zustimmend. Die SZ bewundert den Mut Marija Aljochinas. In der nachtkritik empfiehlt der Kulturwissenschaftler Andreas Reckwitz ein Stück über Verlust von Rimini Protokoll. Und im Van Magazin denkt Thomas von Steinaecker darüber nach, wie Werner Herzog Musik in seinen Film einsetzt.

Medienticker

Woke

19.05.2022 Wörterbuch der Gegenwart historisch erläutert - Klimawandel und die Folgen: Die Medien versagen in der Berichterstattung Verlagsgeschichte: Die Albatross Connection -  Aus für den kleinen Buchhandel? Leipziger Bibliotheken ändern ihre Einkaufspraxis - Auszeichnung: Max Goldt erhält den Kulturpreis Deutsche Sprache - Hörbuchuchkritik von Rainer Moritz: "Liebe ist gewaltig" von Claudia Schumacher + Komponierte Achterbahnfahrten: Porträt der Komponistin Georgia Koumará.

Bücherschau des Tages

Krähe im Strandmüll

19.05.2022 Die FAZ bewundert die Erdnähe des Dichters Ted Hughes, der übrigens auch schon von Robert Habeck übersetzt wurde. Die FR lässt sich von Christian Bommarius in den "Rausch des Aufruhrs" versetzen, den Deutschland 1923 durchlebte. Die NZZ lernt von Peter Sloterdijk die Grundzüge des grauen Denkens. Die SZ vertieft sich in Wolfgang Knöbls Kritik soziologischer Vernunft. Die Zeit lässt sich von Robert Pfaller den Unterschied zwischen Scham und Pseudoscham erklären.

Freitag, 20.05.2022

9punkt - Die Debattenrundschau

Von diesen besetzten Gebieten aus

20.05.2022 Herfried Münkler weiß es schon: "Die Ukraine wird unter die Räder kommen, wie auch immer die Sache ausgeht", annonciert er in der NZZ - und hat auf Twitter bereits heftige Gegenreaktionen ausgelöst. Putin ist ein Faschist, schreibt Timothy Snyder in der New York Times, wir verstehen's nur nicht, weil wir Stalin nicht verstehen. In der FAZ antwortet Anatoliy Yermolenko scharf auf Habermas' Rhetorik des Dilemmas. Der Tagesspiegel liest Viktor Orbans Antrittsrede - er malt - wie der Attentäter von Buffalo, über den Paul Mason in der FR schreibt  - den "großen Austausch" an die Wand. In Quillette liest Sol Stern Jeffrey Herfs neues Buch über Nahost im Nachkrieg.

Efeu - Die Kulturrundschau

Wie ein frisch gebügelter Himmel

20.05.2022 458 Kulturstätten wurden in der Ukraine seit Beginn des Kriegs von russischen Truppen systematisch beschädigt oder zerstört, lernt die SZ. In Belarus wurde die belarusische Übersetzung von George Orwells Roman "1984" verboten und der Verleger verhaftet, informiert die FAZ. Für Tom Cruises neue Kampfjet-Sause "Top Gun" malte die französische Luftwaffe glatt eine Tricolore in den Himmel von Cannes, staunen die Kritiker. Die SZ rümpft die Nase und unterhält sich lieber mit dem russischen Filmregisseur Kirill Serebrennikow über den Krieg. Der Designer Dieter Rams feiert Neunzigsten: In der FR würdigt Designhistoriker Klaus Klemp die poetische Formensprache von Rams.

Medienticker

Kampf der Identitäten

20.05.2022 Aktualisiert: Digital Wellbeing statt dauernder Stress - Die Zeit: Das war's für Josef Joffe - Kampfjets am Himmel - Filmfestspiele Cannes: "Mariupolis 2": Bilder eines Zusammenbruchs - Zahlungsschwierigkeiten: Google Russland ist pleite - Neue Whatsapp-Funktion: Gruppen heimlich verlassen - Identitätspolitik: Für eine Rückbesinnung auf linke Ideale + TV+Hörfunk-Tipps für das Wochenende.

Bücherschau des Tages

Digitale Dämonen

20.05.2022 Der Dlf blickt mit den beiden Historikerinnen Franziska Davies und Katja Makhotina in die "Offenen Wunden Osteuropas". Die NZZ erkennt mit Oliver Lubrichs intellektueller Humboldt- Biografie: Reisen in die Fremde befördert die Selbstwahrnehmung! Die FAZ staunt mit Juliane Rebentisch über die Ambivalenzen im Denken Hannah Arendts. Die SZ empfiehlt heute Kinderbücher, darunter besonders Nikolaus Heidelbachs fantastische Reise über den Meeresboden.

Samstag, 21.05.2022

9punkt - Die Debattenrundschau

Eine langjährige Tendenz

21.05.2022 Die SPD steht vor der Geschichte nicht so honorig da, wie man lange Zeit dachte: Die FAZ durchleuchtet die Russland-Liebe Sigmar Gabriels. Der Spiegel blickt auf die aktuelle SPD in Niedersachsen. Und Jan-Werner Müller wirft in der London Review of Books einen Blick zurück in die einstige Ostpolitik der SPD. Angela Merkels Beitrag verdient aber ebenfalls eine Würdigung, findet der Tagesspiegel. Der britische Autor Paul Mason staunt in der taz: "Einige Stimmen aus der deutschen Linken haben der Ukraine die Kapitulation nahegelegt. Das habe ich nirgends sonst gehört." Die FR bringt Masons Antwort auf Habermas. 

Efeu - Die Kulturrundschau

Die Paradoxie klopft an

21.05.2022 Bilder ohne Trost sehen die Filmkritiker im letzten Werk des in Mariupol erschossenen Dokumentarfilmers Mantas Kvedaravičius: Für den Tagesspiegel ist es ein Dokument menschlicher Widerstandskraft, für die FAZ ein Wunder, einfach weil es ihn gibt. Die Berliner Zeitung wirft den Kritikern der indonesischen Künstlergruppe Ruangrupa Rassismus vor. Die FAZ fragt, warum Ruangrupa auf der Documenta kein Wort über die rassistische Behandlung der indigenen Völker im eigenen Land verliert. In der taz spricht Schriftstellerin Katja Petrowskaja über ihr Verhältnis zur russischen Sprache. In der NZZ denkt die angolanisch-portugiesische Autorin Djaimilia Pereira de Almeida über ihre Privilegien nach.

Bücherschau des Tages

In einem Sommerhaus am Hudson

21.05.2022 Die SZ begibt sich mit Gary Shteyngart auf "Landpartie" und unterhält sich so blendend, dass sie sich den Roman auch als TV-Serie erträumt. Mit Eva Biringer lernt die SZ außerdem, dass  auch die Zukunft des Trinkens weiblich ist. Es geht überhaupt viel ums Weibliche, etwa in Clarice Lispectors neuen Erzählungen, wahre "Rohdiamanten", findet die taz. Und bei Julia May Jonas, deren Protagonistin zur Verwirrung ihrer Gefühle etwas mit "Vladimir" anfängt.

Montag, 23.05.2022

9punkt - Die Debattenrundschau

Zweitliebste Kandidaten

23.05.2022 Der russische Krieg hat sich verheddert, ebenso wie die Propaganda des Putin-Regimes, konstatiert die taz. Die Behandlung der Gefangenen von Mariupol zeigt, was geschieht, wenn die Ukrainer keine schweren Waffen haben, meint die FAZ. Die Bürger sollen künftig, eine Erst-, Zweit- und Drittstimme bekommen, um den Bundestag zu wählen - die FAS protestiert. In der SZ fordert Christoph Schwennicke von der Verwertungsgesellschaft Corint Media Geld von Google. Im Guardian erzählt die Schrifstellerin Bisi Adjapon, was die mögliche Abschaffung des Rechts auf Abtreibung in den USA für Ghana bedeutet.

Efeu - Die Kulturrundschau

Hundert wohlplatzierte Pointen

23.05.2022 In Cannes schlürfen FR und Tagesspiegel genüsslich Ruben Östlunds Sozialsatire "The Triangle Of Sadness", die ihnen runtergeht wie ein schlecht gemixter Martini. Der Tagesspiegel bewundert auch kapriziöse Kaktus-Architekturen in den Fotografien Graciela Itubides. FAZ und FR schwirrt der Kopf nach einem Elfriede-Jelinek-Abend am Schauspiel Frankfurt. taz und SZ sehen nach dem Theatertreffen das postdramatische Theater wohlauf. Die NZZ ruft mit Anne Kaestle die Architektur zum zivilen Ungehorsam gegen die Bauvorschriften auf.    

Bücherschau des Tages

Wiesel, Wiesosel und Warumsel

23.05.2022 Leider notwendig findet die SZ Rüdiger von Fritschs Buch "Zeitenwende", das ihr Ignoranz und Opportunismus des Westens in Bezug auf Russland in aller Peinlichkeit vor Augen führt. Instruktiv findet sie auch Serhii Plokhys Essays zur ukrainische Geschichte "Die Frontlinie". Die taz folgt Fiston Mwanza Mujilas Roman "Tanz der Teufel" in die Diamantenminen von Lubumbashi. Die FAZ empfiehlt Kinderbücher, darunter Juri Johanssons und Stefanie Jeschkes einfallsreiches Bestiarium "Von Schildflöten, Herdmännchen und Großmaulnashörner."

Dienstag, 24.05.2022

9punkt - Die Debattenrundschau

Ohne rot zu werden

24.05.2022 Leider ist kein gesichtswahrender Ausweg für Putin in Sicht, schreibt Anne Applebaum in Atlantic, sondern er muss den Krieg verlieren. Die taz fragt, ob sich die Nato von der Türkei und Kroatien erpressen lässt. In der FAZ warnt der ehemalige Thatcher-Berater Ferdinand Mount, dass Boris Johnson gerade die britische Demokratie schleift. In der SZ erklärt Bernd Scherer vom Haus der Kulturen der Welt, wie wir mit der Aufklärung ins "Anthropozän" geschlittert sind und mit dem Fahrrad wieder rauskommen. Ein Internationaler Medienverbund veröffentlicht die "Xinjiang Police Files", die das Ausmaß der Repression in Xinjiang dokumentieren.

Efeu - Die Kulturrundschau

Verstörung des geschlossenen Weltbilds

24.05.2022 Wenn man schon weiß, wie die Welt zu sehen ist, braucht niemand mehr Filme zu machen, schimpft Lars Henrik Gass im Filmdienst nach dem Kongress "Zukunft Deutscher Film". Der Freitag hätte gern Marie Kreutzers Sisi-Film "Corsage" im Wettbewerb in Cannes gesehen. 54books erinnert an die erschossene Renaissance der ukrainischen Literatur. In der taz führt der kolumbianische Schriftsteller Juan Gabriel Vásquez durch die Gewaltgeschichte Bogotás. Die NZZ feiert das amoralische Werk der südafrikanischen Künstlerin Marlene Dumas. Und Crescendo blickt traurig auf das große Grau im Klassikbetrieb.

Magazinrundschau

Nach der Musik wollen wir Sinn

24.05.2022 Warum der Kosovo-Krieg Wladimir Putin keine Legitimation für seinen Angriff auf die Ukraine gibt, erklärt in Osteuropa die Völkerrechtlerin Angelika Nussberger. Desk Russie staunt über den Papst, der sich lieber mit dem russischen Patriarchen verbündet als mit dem ukrainischen. Der American Spectator erinnert an sehr abfällige Verse Brodskys und Puschkins über die Ukraine. Elet es Irodalom und iLiteratura beschäftigen sich mit der Frage, wie frei ein Dichter sein muss und wie ehrlich man damit umgehen muss. Auf Nonsite kritisiert Soziologin Zine Magubane die Critical Race Theory aus marxistischer Perspektive. Die New York Times erzählt die Geschichte der Ausbeutung Haitis.

Bücherschau des Tages

Niemand kann Euch hören

24.05.2022 Als die politische Lyrik der Stunde preist der DlfKultur Ilya Kaminskys narrativen Gedichtband "Republik der Taubheit". Darin stellt sich eine ukrainische Stadt taub aus Protest gegen ihre Belagerer. Die FAZ lässt sich von Fang Fangs Roman "Wütendes Feuer" die Augen öffnen für die Umbrüche, denen China in den Neunzigern ausgesetzt war. Mit  Sarah M. Brooms "Das gelbe Haus" erlebt sie noch einmal die Verheerungen, die Hurrikan Katrina über New Orleans brachte. Die FR spürte Wahrhaftigkeit in Mary Paulson-Ellis' Roman "Die andere Mrs. Walker".

Mittwoch, 25.05.2022

9punkt - Die Debattenrundschau

Wem wie viel Respekt gebührte

25.05.2022 In der Zeit versucht der Helmut-Schmidt-Biograf Thomas Karlauf eine Ehrenrettung des ehemaligen Kanzlers und Zeit-Herausgebers, der für die Ukraine wenig übrig hatte. Was tun, "wenn Putin öffentlich die 'endgültige Lösung' der ukrainischen Frage in den Raum stellt", fragen Übersetzerinnen in der FAZ, die das komplexe Verhältnis der ostslawischen Sprachen durchleuchten. In Amerika richten Gunmen täglich Massaker an, und die Amerikaner kaufen  immer noch mehr Waffen, konstatiert verzweifelt David Frum im Atlantic nach den neuesten Morden in Texas. Und der Welt graut vor einem  Berlin-Bullerbü voller Begegnungszonen.

Efeu - Die Kulturrundschau

Chirurgie ist der neue Sex

25.05.2022 In Cannes pilgern die Kritiker in David Cronenbergs Body-Horrorfilm "Crimes of the Future", einem Schönheitswettbewerb der Organe. Kontrovers nehmen FAZ und Tagesspiegel Sergei Loznitsas "Natural History of Destruction" auf, einen Essay über den Luftkrieg. Die Nachtkritik verfällt mit Thom Luz dem traurigen Zauber der Klavierstimmer. In Suhrkamps Logbuch bekennt Herausgeber Thomas Wörtche, dass er das Wort Krimi kaum noch in den Mund nehmen mag. Und in der Zeit prophezeit Wolfgang Ullrich ein neues Zeitalter des Maskenspiels.

Bücherschau des Tages

Grün leuchtende Kaninchen

25.05.2022 Die FAZ rät dringend, zunächst Stephen Cranes "Geschichten eines New Yorker Künstlers" und erst dann Paul Austers monumentale Crane-Biografie zu lesen. Die NZZ blickt mit Lacy Kornitzer einer finsteren Zukunft in Ungarn entgegen. Die Zeit lernt von N. K. Jemisin: Die allerschlimmsten Schurken sind weiße Männer mit Dutt. Die SZ lauscht J. M. G. Le Clezios sinnlichem Bretonischen Lied. Maria Stepanovas feministische Gedichte sind für den Dlf Kultur nicht weniger als Höhepunkte im "Stimmenkonzert der Weltpoesie". Für ein Meisterwerk hält er auch den neuen Prachtband über Otl Aicher.

Freitag, 27.05.2022

Efeu - Die Kulturrundschau

Das Alltägliche zum Schweben bringen

27.05.2022 Endspurt in Cannes: FAZ und FR küren Hirokazu Kore-Edas Tragikomödie "Broker" zum Palmen-Favoriten. Eine Frau wird das Rennen vermutlich nicht machen, denn nur drei der 18 Filme stammen von Frauen, ärgert sich die Zeit und wirft dem Festival "geistige Günstlingswirtschaft" vor. Der Osten bekommt momentan den "vierten Nackenschlag", klagt der Schriftsteller Lukas Rietzschel in der FAZ. Der Tagesspiegel blickt mit dem Fotografen Ruslan Hrushchak auf eine Ukraine, die es so nicht mehr gibt. Von Beifallsstürmen für Anna Netrebko in Paris berichtet die SZ: Aber vorher schickte man einen Rundbrief.

9punkt - Die Debattenrundschau

So viel Desinteresse

27.05.2022 Putin ist nicht verrückt, meint Karl Schlögel in Zeit online, er hat es geschafft, sowohl linke als auch rechte Ideologien gegen die Globalisierung zu seinem Vorteil zu bündeln. In der SZ warnt Alexander Rhotert, ehemals Kabinettschef im Stab des Hohen Repräsentanten in Sarajewo, dass ein zweiter Krieg in Bosnien-Herzegowina ausbrechen könnte. Wandel durch Handel ist längst passiert, meint Sascha Lobo in Spiegel online: Die Autokratien haben den Westen gewandelt. Auch nach dem 27. Schulattentat in diesem Jahr wird Amerika seine Waffengesetze nicht ändern, ist der New Yorker überzeugt.

Medienticker

Vogelfrei

27.05.2022 Aktualisiert: Hannah Arendt lesen und autoritäre Politiker von Putin bis Trump verstehen - Macron schafft die Rundfunkgebühr ab - Jochen Schimmangs "Laborschläfer" oder Das kollektive Gedächtnis der BRD im Halbschlaf - Depeche-Mode-Keyboarder Andrew Fletcher ist tot + TV+Hörtipps für das Wochenende.

Bücherschau des Tages

Bundesdeutsche Gefühlslandschaften

27.05.2022 Die FAZ lernt von dem Kunsthistoriker Johannes Grave, was die Rezeption von Bildern zum kreativen Akt macht. Die NZZ staunt, wie der Ex-Marine Phil Clay seine Erfahrungen von Krieg und Drohnenkampf zu einem raffinierten Roman verarbeitet. Von Julia Weber lässt sie sich über Mutterpflichten aufklären. Dlf Kultur entdeckt in Jochen Schimmangs „Laborschläfer“ einen Proust der Gegenwart. Walter Isaacson verdankt er Einblicke in die CRISPR-Forschung.

Samstag, 28.05.2022

Efeu - Die Kulturrundschau

Zum Reinflauschen

28.05.2022 Die Welt gibt sich in Potsdam den utopischen Autonomievorstellungen der deutschen Abstrakten hin. Die taz reist zur Art Dakar und findet gestretchte Kuhhaut aus China. Die SZ blickt im zerstörten Charkiw bang in eine Stadt der Zukunft mit Bunkern und Radwegen. Das Beste kam in Cannes zum Schluss, nämlich Kelly Reichardts Künstlerinnenkomödie "Showing Up" und die Familiengeschichte "Mother and Son" von Léonor Serraille, notiert der Tagesspiegel. Den "Odeur der Notlösung" vernimmt indes die FAZ. Die SZ feiert mit Abba in London den Sieg des Nichtseins über das Sein.

9punkt - Die Debattenrundschau

In einem Meer aus Tragödien

28.05.2022 In der FAS beleuchtet der Schriftsteller Boris Schumatsky die Muster russischer Schuldabwehr. In der taz weist der Umweltschützer Wladimir Sliwjak darauf hin, dass Moskau Europa nicht nur mit seinen fossilen Brennstoffen in der Hand hat, sondern auch mit nuklearen. Ebenfalls in der taz beschreibt Marcia Pally, wie sich Abtreibungsgegner und Waffenliebhaber in den USA aus dem Erbe von Puritanern und Kolonisten speisen. Die bosnische Schriftstellerin Lana Bastašic beobachtet in der NZZ die Rückkehr der Hexenjagd auf dem Balkan.

Bücherschau des Tages

Bei Kurbeldoris

28.05.2022 Dem Leid ins Gesicht zu sehen, lernt die taz von Deborah Nelson, die in ihrem Buch "Denken ohne Trost" unsentimentale Denkerinnen porträtiert. Aufgewühlt liest sie in Bettina Wilperts Roman "Herumtreiberinnen" von reaktionärer Sexualmoral, Misogynie und Rassismus in der DDR. Die FAS kann den grimmigen Humor in Anna Burns Nordirland-Roman "Amelia" gut verkraften. Der Dlf bewundert, wie Ursula Krechel in ihren Essays Abstraktes und Körperlich-Sinnliches verbindet. Der DlfKultur lässt sich von Julio Cortazar neue poetische Welten eröffnen.

Montag, 30.05.2022

9punkt - Die Debattenrundschau

In der Sprache von Robespierre und Lenin

30.05.2022 Im Observer fürchtet Peter Pomerantsev, dass sich die Öffentlichkeit an den Krieg gewöhnt. In der Berliner Zeitung wird über Mitschuld des Westens gestritten. In der NZZ beschreibt Pascal Bruckner französische Mentalität: "Man bekämpft hier jede noch so kleine Veränderung - und setzt dabei auf revolutionäre Gesten." In Kanada droht laut Journal de Montréal eine Verfassungskrise wegen eines laizistischen Gesetzes in Québec. In der Moscow Times sieht Kirill Serebrennikov russische Kultur immer im Gegensatz zum Staat. FAZ und SZ kritisieren Michelle Bachelets Besuch in China.

Efeu - Die Kulturrundschau

Hey Leute! Das Theater hat wach und offen zu sein

30.05.2022 In Cannes sind die Filmfestspiele mit einer Goldenen Palme für Ruben Östlunds Reichensatire "The Triangle of Sadness" zu Ende gegangen. FR, NZZ und Standard hätten feinsinnigere Filme bevorzugt, nur Artechock freut sich über diese Provokation des Publikums. In den Augen von FAZ und ZeitOnline ist Cannes alt geworden. In der Berliner Zeitung zieht Claus Peymann gegen Theaterintendanten zu Felde, die ihre Häuser führen wie Bankfilialleiter. Die taz lässt sich in die kosmischen Tiefen des Loop-Sounds fallen.

Medienticker

30 Jahre arte

30.05.2022 30 Jahre arte: Dokus, Konzerte, Filme & Serien zum Jubiläum des Senders - Streik beim Bücher-Riesen: Thalia-Mitarbeiter fordern Tariflöhne zurück - Eine gewisse Art von ungewissen Geschichten: Wolfram Schütte über Claude Sautets detaillierte Auskunft - Was macht eigentlich ein Sachbuch aus? - Real-fantastische Texte eines Großen der Literatur: Julio Cortázas Sprache springt, tanzt, fliegt - Gespräch mit Sven Regener über Jazz-Leidenschaft, Vol.2. 

Bücherschau des Tages

Kaleidoskop der Verwundungen

30.05.2022 Der Dlf bemerkt anerkennend, dass sich auch Gerhard Roths neuer Roman nahtlos in das pessimistische Menschheitsbild des Autors einfügt. Gefesselt liest er zudem Liz Kesslers Jugendroman über drei Freunde in Wien Mitte der dreißiger Jahre. Die FR lässt sich gern von Katharina Hacker mit sanfter Melancholie und Herz aus der Pandemie führen. Die SZ lernt mit Mark Jones "1923" als das Erfolgsjahr der deutschen Demokratie kennen.

Dienstag, 31.05.2022

9punkt - Die Debattenrundschau

In Russlands virtueller Welt

31.05.2022 Die Städte des Donbass werden durch das unaufhörliche Bombardement der russischen Armee förmlich pulverisiert, berichtet der BBC-Korrespondent Quentin Sommerville. "Die Ukraine hat keine andere Wahl als zu siegen, wenn sie überleben will", schreibt Richard Herzinger in seinem Blog. Wer glaubt, dass Putin einen "gesichtswahrenden" Ausweg braucht, um den Krieg zu beenden, irrt sich in der Realität, meint Timothy Snyder. Was sagt die Missbrauchsaffäre um Walter Homolka über das Judentum in Deutschland und deutsche Politik, fragt die Welt.

Magazinrundschau

Von pervers zu produktiv pervers

31.05.2022 In Granta erkundet Jason Allen-Paisant den Rhythmus von Port-au-Prince. Artforum erkundet mit Che Onejoon den Einfluss nordkoreanischer Kunst in Afrika. Ungarn ist heute die lustigste Baracke von Gazprom, seufzt Elet es Irodalom. In Eurozine beschreibt Rumena Filipova, wie Bulgarien seinen Platz zwischen Westeuropa und Russland sucht. Im New Statesman wünschte John Gray, jemand hätte einen Plan für das postglobale Zeitalter. Himal würdigt die Ästhetik des Exzesses in der Punjabi-Tradition des südostasiatischen Kinos.

Efeu - Die Kulturrundschau

Ein Sprengmeister am Werk

31.05.2022 Die Welt bewundert in Stuttgart die nachdenkliche Eleganz der Carrie Mae Weems. Die FAZ entdeckt in Oskar Zwintscher den sächsischen Klimt. Die NZZ würdigt den verstorbenen slowenischen Dichter Boris Pahor als Verteidiger einer nicht geduldeten Wahrheit. Auf ZeitOnline erklärt Regisseur und Cannes-Gewinner Ruben Östlund, wie Marx ihn davor feit, die Welt in Gut und Böse einzuteilen, selbst wenn es um Superreiche geht. Die SZ feiert die explosive Kraft im Blues von Albert Ayler und Mary Parks.

Medienticker

Digitalisierung im Zeichen der Krise

31.05.2022 Friedrich Christian Delius ist tot - Hannover Messe 2022: Digitalisierung im Zeichen der Krise - Deutscher Sachbuchpreis 2022: Stephan Malinowskis "Die Hohenzollern und die Nazis" - Gegen den Schlussstrich: Hannah Arendt und die Verjährungsfrage - Nachruf: slowenischer Schriftsteller Boris Pahor im Alter von 108 Jahren gestorben + Bjarne Mädel bekommt gleich zwei Grimme-Preise.

Bücherschau des Tages

Zwe Männer, aber zwu Frauen

31.05.2022 Die FAZ liest berührt Anna Yeliz Schentkes Roman "Kangal", der ihr unterschiedliche Sichtweisen auf ein Leben zwischen Istanbul und Frankfurt eröffnet. Außerdem schult sie ihr Hessisch und ihr Plattdeutsch. Die NZZ leckt mit Steinunn Sigurdardottirs Gedichten "Nachtdämmern" an der abblätternden Gletscherglatze. Die FR stellt Andrea Sawatzkis "Brunnenstraße" in die Reihe beeindruckender Demenzromane neben Arno Geiger und Gabriele von Arnim. Und der DlfKultur empfiehlt Rahul Rainas "Bekenntnisse eines Betrügers" als einen Mix aus Bollywood und Heute-Show.

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Frode Grytten. Der letzte Tag des Fährmanns - Roman. Penguin Verlag, München, 2025.Frode Grytten: Der letzte Tag des Fährmanns
Aus dem Norwegischen von Ina Kronenberger. Mit sanftem Ton und warmem Humor erzählt Frode Grytten von einer großen Liebe und dem Glück eines einfachen Lebens. An einem ruhigen…
Gabriel Zucman. Reichensteuer - Aber richtig! . Suhrkamp Verlag, Berlin, 2026.Gabriel Zucman: Reichensteuer
Aus dem Französischen von Ulrike Bischoff. Gabriel Zucman gehört zu den bekanntesten und renommiertesten Ökonomen weltweit. Seit Jahren forscht er zu Steuergerechtigkeit…
Gerhard Poppenberg. Maria voll der Gnade - Geschichte und Gehalt eines Denkbilds. Matthes und Seitz, Berlin, 2025.Gerhard Poppenberg: Maria voll der Gnade
Ein paar Berichte in den apokryphen Evangelien und, alles in allem, keine fünf Seiten im Neuen Testament - mehr umfasst die Geschichte von Maria nicht. Und doch ist daraus…
Daniel Gerlach. Die Kunst des Friedens - Eine andere Geschichte des Nahen Ostens. C. Bertelsmann Verlag, München, 2025.Daniel Gerlach: Die Kunst des Friedens
In den Nachrichten erscheint der Nahe Osten oft als ewiger Krisenherd, wo Konflikte mit unerbittlicher Gewalt ausgetragen werden und niemand Kompromisse machen will. In einer…

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