Perlentaucher - Online Kulturmagazin mit Presseschau, Rezensionen, Feuilleton

zuletzt aktualisiert 10.02.2026, 15.41 Uhr
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Sortiert nach Datum | Rubriken

Samstag, 01.08.2020

Efeu - Die Kulturrundschau

Entschlossen horizontal

01.08.2020 In der FAZ lässt die Schriftstellerin Helga Schubert kein gutes Haar an Christa Wolf und Sarah Kirsch, die ihr beide zu SED-treu waren. Die FR bewundert die rot-gelb-blauen Collagen Marion Eichmanns. Epd-Film erklärt, was Virtual Production ist. Die SZ stellt das Architekturbüro Barkow Leibinger vor, das auch in Berlin ohne Sandstein baut. Die NZZ hüpft sich auf einem pinkfarbenen Trampolin ins Eiscremeglück.

9punkt - Die Debattenrundschau

Quasi ein Fadenkreuz

01.08.2020 Der Streit über Antisemitismus und und angeblich inflationär vorgebrachte Antisemitismusvorwürfe in Deutschland geht weiter. Nein, schreibt Alan Posener in Zeit online an die Adresse der sechzig Intellektuellen, die sich bei Angela Merkel beschweren, Antisemitismus ist nicht allein rechts verortet. Auch Ze'ev Avrahami unterstützt Felix Klein in der taz.  Ist Isabel Wilkersons Essay "Caste" das "bedeutendste amerikanische Sachbuch des bisherigen Jahrhunderts"? Hunderprozentig, findet Dwight Garner in der New York Times. Je absurder Trumps Äußerungen, desto größer seine Chancen, fürchtet Armin Nassehi im Tagesspiegel. In der FR spricht Natascha Strobl über Hassmails von Rechtsextremen.

Bücherschau des Tages

Demokratie statt Demenz

01.08.2020 Die Welt lässt sich anregen von Toni Morrisons Essayband "Selbstachtung". Sehr unterschiedlich besprechen FAZ, Welt und SZ Robert Seethalers Mahler-Roman "Die letzte Fahrt". Die NZZ taucht mit Komtess Mizzi ins Wien um 1900. Die FR erfährt aus Brendan Simms' Hitler-Biografie, dass dieser nicht nur Antisemit, sondern zuerst vor allem Antiamerikaner und Antikapitalist war. FAZ und taz erkunden mit Emanuel Richter die "Seniorendemokratie".

Montag, 03.08.2020

9punkt - Die Debattenrundschau

Das Publikum findet's lustig, haha

03.08.2020 Befremdung löst die große Anti-Corona-Demo vom Wochenende aus. Und auch ins Links-Rechts-Schema lässt sie sich nicht so recht einordnen, findet die taz. Auch jenseits von Corona tosen vor allem die Shitstorms: Dieter Nuhr darf nicht mehr für die DFG werben, weil er Follow Friday kritisierte. Er ist aber auch eine dubiose Figur, findet die SZ. In Amerika befriedet sich dagegen das Klima in den sozialen Netzen - die Konservativen ziehen einfach ab, und so bleiben die Blasen schön getrennt, nicht zur Zufriedenheit der NZZ. Die Migration qualifizierter Briten in die EU hat rasant zugenommen, notiert der Observer.

Efeu - Die Kulturrundschau

Husten im Rang

03.08.2020 Endlich wieder große Oper, jubeln die KritikerInnen nach Richard Strauss' "Elektra" bei den Salzburger Festspielen: Herrlich fand es die SZ, wie sie von der Raubtier-Musik angesprungen wurde. Die FR genoss Krzysztof Warlikowskis kalten Blick auf die Frauen. Der Standard gönnt sich eine ordentliche Polemik gegen Hugo von Hofmannsthals "Jedermann". Das neue hygienische Theater haben wir übrigens nicht nur Corona zu verdanken, bemerkt der Tagesspiegel, sondern auch den Dramaturgen. Die taz lernt in Dresden Pilzparasiten zu schätzen. ZeitOnline unterhält sich mit Rapperin Nura übers Hate ertragen und fame werden.

Medienticker

MicroTok

03.08.2020 Übergibt ByteDance das US-Geschäft von Tiktok an Microsoft? - Neuer Algorithmus erkennt Deepfake-Videos - Felicitas Hoppe über die Nibelungen - Poesie & Fotografie:  Marcel Beyers "Stadtplan. Weltatlas. Sich Zuhause verlieren" - Gespräch mit der Lyrikerin Daniela Danz - Rassismus im Kinderbuch - Frido Mann wird 80: Stolze Pflicht des Enkelseins - Krimibestenliste August & Sachbücher des Monats - Unter Verschwörungstheoretikern + Matthias Brandts Arkadien.

Bücherschau des Tages

Freie Liebe, grünes Essen, kein Internet

03.08.2020 Der Dlf verfolgt der Künstlerin Emily Carr auf ihren frühen Erkundungen der indigenen Kulturen Kanadas. Die NZZ lässt sich von Tanya Tagaqs schamanistischen Sprechgesängen verzaubern. Die SZ liest "enorm irritiert" Oskar Roehlers Roman "Der Mangel". Der DlfKultur amüsiert sich dagegen prächtig mit Emmanuelle Bayamack-Tams Aussteigersatire "Arkadien". Und die FAZ liest Krimis, darunter James Lee Burkes "Blues in New Iberia" und Lauren Wilkinsons Thriller "American Spy".  

Dienstag, 04.08.2020

Magazinrundschau

Helden der Globalgeschichte

04.08.2020 Überreiche Ausbeute diese Woche: Die NYRB lernt, dass man im 18. Jahrhundert als Schwarzer gegen Rassendiskriminierung kämpfen und trotzdem Sklaven besitzen konnte. La vie des idees lernt, dass Aufklärung ein Ursprung des Rassismus ist und trotzdem die Abolition beförderte. Der Guardian lernt in Melbourne, dass es jetzt eine globale schwarze Identität gibt. Africa is a Country blickt auf die neuen Privatstädte in Afrika. Auch in Weißrussland hätte es nach der Wende eine Stasi-Aufarbeitung geben müssen, erklärt Swetlana Alexijewitsch in Eurozine. Die NYT staunt über die irakische Kleptokratie, die fröhlich das Land plündert.

9punkt - Die Debattenrundschau

Dauernd am Rand der Erschöpfung

04.08.2020 Die Coronakrise legt lange verdrängte Schwachstellen im deutschen Kulturbetrieb offen, schreiben Dieter Haselbach und Pius Knüsel in der Welt: Zeit für Reformen. Politico.eu erzählt, wie schwer sich die Brüsseler Institutionen tun, die prostaatliche Medienkonzentration in Ungarn zu bekämpfen. In der SZ erklärt Ruben Verborgh, warum es wichtig wäre, seine Daten in ein anderes soziales Netzwerk mitnehmen zu können. und in der FR erklärt Micha Brumlik, warum er einen offenen Brief gegen den Antisemitismusbeauftragen der Bundesregierung unterzeichnet hat.

Efeu - Die Kulturrundschau

Nasen auf der Straße brechen

04.08.2020 Die ganze Verheerungswut der Liebe und tiefe Melancholie erleben die KritikerInnen in Salzburg mit Mozarts "Cosi fan tutte". Die SZ ist auch hingerissen von der Sopranistin Elsa Dreisig, die Strahlenhöhe und dunkle Tiefe gleichermaßen beherrscht.  Die Welt trauert um Sonia Darrin, die Sätze über Männer sagte, wie sonst keine Frau im Hollywood der Vierzigerjahre. Domus feiert die Wiederaufserstehung italienischer Ingenieurskunst in Genua. Und ZeitOnline vernimmt deutlich den Plüschhammer auf dem neuen Album von Apache 207.

Medienticker

Trostlos verdorrt

04.08.2020 Uraufführung: Langeweile mit Handkes "Zdeněk Adamec" - Robert Seethaler im Gespräch über Gustav Mahler -  Ein freiheitsliebender Weltenbummler: Zum Tod von Tilman Jens - 60 Jahre: Jim Knopf & die Lokomotive - Origami-Simulator & multimediale Gedichte -  Markus Gabirel über Moral & den Forschritt + Warum greift Helga Schubert ihre (DDR-)Kolleginnen Christa Wolf & Sarah Kirsch an?.

Bücherschau des Tages

Schnaps und wilde Geschichten

04.08.2020 Die SZ gräbt mit Roberto Bolanos Cowboys drei Liebeserklärungen an die Literatur aus und erfrischt sich mit Christoph Heins Briefroman über Lessings letzte Tage. Die FAZ empfiehlt Petra Webers emphatisches Mammutwerk zur deutschen Einheit und Dennis Jelonneks Monografie über das Polaroid. Dlf-Kultur lässt sich von Anna Kordsaia-Samadschwili die flirrende Geschichte Georgiens erzählen und erliegt bei Sören Mosdal und Julian Voloj der grellen Wucht von Basquiat. Und der Dlf lauscht mit Bushra al-Maktari Stimmen aus dem vergessenen Jemen-Krieg.

Mittwoch, 05.08.2020

Efeu - Die Kulturrundschau

Ein Maximum an Sonne

05.08.2020 Die SZ fragt am Beispiel von Jon Rafman, welche Strafe im Kunstbetrieb auf aggressives Mackertum steht. In der taz erinnert sich der Verleger Benno Käsmayer, wie er in den Siebzigern literarische Konterbande nach Deutschland brachte. In der Berliner Zeitung erzählt Matthias Lilienthal, wie er erfolgreich die Münchner Kammerspiele versaute. Die FAZ erlebt mit Jon Stewart, wie das amerikanische Kino und ein demokratischer Wahlkampfmanager nach dem suchten, was das Land noch zusammenbringen könnte. Gegen Pandemien setzt Domus auf architektonische Antikörper.

9punkt - Die Debattenrundschau

Die bahnbrechenden Formulierungen dieser Freiheiten

05.08.2020 Die SZ druckt die Rede, die Achille Mbembe auf der Ruhrtriennale gehalten hätte, wenn die nicht abgesagt worden wäre: Schuld ist auf jeden Fall der Kapitalismus, auch an Corona. Nachdem sich die DFG für Dieter Nuhr entschuldigt hat, entschuldigt sie sich nun bei ihm, aber der will nicht mehr. Der israelische Wissenschaftshistoriker Gideon Freudenthal erklärt in der Berliner Zeitung, warum er den Aufruf der sechzig Intellektuellen gegen Felix Klein unterzeichnet hat.

Medienticker

Es ist alles eitel

05.08.2020 Aktualisiert: Die Macht der großen Zahl oder Die Strategie hinter dem Kampf um die Köpfe - Rechercheplattform Addendum wird eingestellt - Plagiate: Berliner Gericht verschärft Zitierregeln - Kolonialismus in deutschen Schulbüchern  - Ethik & Grundgesetz: Rolf Schneider fragt: "Würde, was ist das?" - Wortmeldungen von DDR-Literaten 1990 -  Helga Schubert im Gesräch über Christa Wolf & Sarah Kirsch + Buchcharts: Die aktuellen Bestsellerlisten.

Bücherschau des Tages

Im Niemandsland der Sehnsüchte

05.08.2020 Dlf Kultur lauscht dem von Hans Thill beschworenen "Heiseren Anarchimedes". Die FAZ erkundet mit der Philosophin Donatella Di Cesare die Erkundung des Fremdseins als theoretische Kunst. Die taz taucht ein in die Welt der Vagabunden. Die NZZ bewundert die beschwingte Genauigkeit von Sandra Gugics Familienroman "Zorn und Stille". Die SZ reist mit Lina Meruane nach Palästina. Die FR reist mit Norman Davies ins Unbekannte.

Donnerstag, 06.08.2020

Efeu - Die Kulturrundschau

Diesem jungen Mann ging es nicht um den Körper

06.08.2020 Die Filmkritiker liegen der großartigen Barbara Sukowa in Filippo Meneghettis Lesben-Thriller "Wir beide" zu Füßen. Der Tagesspiegel entdeckt in den Fotografien von Maria Sewcz letzte Reste von Toleranz in Istanbul: Etwa ein nachlässig gebundenes Kopftuch. Die nachtkritik reist mit Rimini Protokoll lieber in die eigenen Ohrmuscheln. Nicht Sarah Kirsch, sondern Anna Seghers bezeichnete sie als SED-Funktionärin, erklärt Helga Schubert im Dlf-Kultur. Die taz erzählt, wie deutsche Bands versuchen, die Sympathie der Italiener zurückzugewinnen.

9punkt - Die Debattenrundschau

Die amorphen Räume der res publica

06.08.2020 Zornig prangert Arundhati Roy im Guardian die Zustände in Kaschmir an, das vor einem Jahr von der hindunationalistischen Regierung gleichgeschaltet wurde und bis heute unter dem Militärregime leidet. Der Tagesspiegel offenbart einen möglichen Justizskandal in Berlin: Rechtsextreme Sympathien in der Staatsanwaltschaft. Die FAZ schildert die schwierige Lage amerikanischer Museen in Corona-Zeiten. In der taz ruft Ronya Othmann : "Der Kampf gegen den Islamismus ist Teil des antifaschistischen Kampfes."

Medienticker

Wenn blische fubbern

06.08.2020 Lyrik für Kinder von Nils Mohl & Katharina Greve - Sortiments-Buchhandel: Stationäre Verkäufe steigen wieder - Kritik an Re-Commerce-Unternehmen Momox - Buchbloggerin darf ihre Rezensionen auch im Laden präsentieren - Hamburger Literaturfest streicht Auftritt der Kabarettistin Lisa Eckhart - Einige Lektüreeindrücke zu Olga Tokarczuk - Otto A. Böhmer: Wie Hegel zum Philosophen wurde - Vor 75 Jahren:  Atombombenabwurf auf Hiroshima & die Popmusik.

Bücherschau des Tages

Gestrichener Basston

06.08.2020 Die FR bestaunt die Radikalität von Sayaka Muratas Roman über eine Fünftklässlerin aus der fünften Dimension. Die SZ begleitet Filmregisseur Kore-eda Hirokazu in "So weit wir auch gehen" zu einem Familientreffen. Dlf Kultur bewundert die politischen Essays Eliot Weinbergers. Die FAZ liest mit Nicolas Mathieus Roman "Rose Royal" die Geschichte von einer Frau, die nicht mehr Opfer sein will.

Freitag, 07.08.2020

Efeu - Die Kulturrundschau

Die letzte große Party

07.08.2020 Die Cancel Culture greift weiter um sich: Das Harbourfront Literaturfestival hat die österreichische Kabarettistin Lisa Eckhart, der Rassismus vorgeworfen wird, aus Angst vor der autonomen Szene ausgeladen. Sie ist nur nicht links genug, meint die FAZ. Auch die Ausstellungen des kanadischen Künstlers Jon Rafman wurden nach Missbrauchsvorwürfen abgesagt. Die Museen reagieren auf Nachfrage mit dröhnendem Schweigen, weiß die Welt. Die FAZ blickt traurig auf die Kulturszene in Beirut zurück, wo die Menschen vor kurzem noch hungrig nach Kunst Museen und Theater stürmten. Die taz fordert Ganztagstheater und Kulturgutscheine für Arbeitnehmer.

9punkt - Die Debattenrundschau

Unausstehliche Andersdenkende

07.08.2020 Es gibt einen Protest gegen den weißrussischen Autokraten Alexander Lukaschenko, notiert die taz, und er ist weiblich. Und jugendlich, hofft die Welt. In der FR erklärt Felix Klein, warum er keine Hierarchisierungen einführen will im Kampf gegen Antisemitismus. Es gibt Ärger bei bei Facebook vor den amerikanischen Wahlen - und er geht von kritischen Angestellten der Plattform aus, berichtet Buzzfeed. Jonathan Rauch entwickelt auf der von Yacha Mounk ins Leben gerufenen Plattform Persuasion einen Kriterienkatalog, um kritische Kultur von "Cancel Culture" zu unterscheiden.

Medienticker

Redaktionszwist

07.08.2020 Aktualisiert: Generationenkampf bei der New York Times & taz - Stabilisierter Buchmarkt: BuBiZ 2020 mit Zahlen, Fakten, Analysen & Debatte um Gebrauchtbuchverkauf- Volker Schlöndorff über Beirut - Coronazeit: Nora Gomringer hat das nicht gut verkraftet - Pressefreiheit: Twitter will Konten von staatlich kontrollierten Medien kennzeichnen - Zensur: Kabarettistin Lisa Eckharts Auftritt abgesagt & offener Brief an die Mitwirkenden des Harbour Front Literaturfestivals + TV+Hörfunk-Tipps fürs Wochenende.

Bücherschau des Tages

Sie frisst gerne Menschenkinder

07.08.2020 Die FAZ lässt sich von dem Ornithologen Walter A. Sontag in die Welt der Vögel entführen und denkt mit Lara Huber über "Relevanz" nach. Die NZZ findet Colum McCanns Geschichte über die Freundschaft zwischen einem Israeli und einem Palästinenser fast zu schön um wahr zu sein: Wahr ist sie dennoch. Mit Bushra al-Maktari hört sie erschüttert Stimmen aus dem Krieg im Jemen. Die FR kämpft mit William Boyds wahrer Freundin gegen Ganoven und andere Männer. Und Dlf-Kultur nähert sich mit Marion Poschmann und Christoph Ransmayr den Arbeiten von Anselm Kiefer.

Samstag, 08.08.2020

Efeu - Die Kulturrundschau

Gepfefferte Bonmots und riskante Witze

08.08.2020 In der taz erzählt der Schriftsteller Pedro Baran, wie Corona Kolumbien noch gefährlicher macht. Die Berliner Zeitung schaut in Orhan Pamuks Fotografien des nächtlichen Istanbul wehmütig auf das Sterben der Freiheit in der autoritären Türkei. Der neue Held im Film ist der Verräter, erkennt der Filmdienst. Und die SZ hört mit den "neißen" Hits der Glass Animals den perfekten Soundtrack für Post-Corona-Zeiten.

9punkt - Die Debattenrundschau

Die Kontrolle des Hafens

08.08.2020 In der taz erklärt Selim Nassib, dass sich im Libanon eine geradezu homerische Wut aufstaut. Die SZ berichtet von einer Meuterei der Museumsdirektoren in der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. In der Welt verteidigt Slavoj Zizek die Aufklärung gegen die Identitätspolitik. In der NZZ erklärt Hans Ulrich Gumbrecht die Geschichte der Intellektuellen für beendet. Und die New York Times steigt hinter die Barrikaden von Seattle und begegnet dort der Black Lives Matter Community Patrol.

Bücherschau des Tages

Homerisches Gelächter

08.08.2020 Die FAZ erfreut sich in drei Erzählungen noch einmal an der zynischen Komik von Roberto Bolano. Die SZ empfiehlt Dany Laferrieres Roman „Ich bin ein japanischer Schriftsteller“ als autofiktionale Satire auf den identitätspolitischen Essenzialismus. Die taz lässt sich von Ivan Krastev leise Hoffnung auf die Zeit nach Corona machen. Die FR bewundert die Menschlichkeit, mit der Emily Carr Indigene in Kanada porträtiert. Die Welt begegnet in mit Monika Marons Artur Lanz einem unangenehmen Zeitgenossen in der Männlichkeitskrise. Sascha Filipenko verdankt sie einen unverzichtbaren, schockierenden Roman über den Stalinismus.

Montag, 10.08.2020

9punkt - Die Debattenrundschau

Durch Mustererkennung in Kontexte gebracht

10.08.2020 Nach den gefälschten Wahlen von Belarus gingen die Weißrussen in dieser Nacht auf die Straße - erste Impressionen. In Berlin revoltieren die Chefs der Staatlichen Museen gegen die Preußen-Stiftung und Ministerin Grütters, die Berliner Zeitung erklärt, warum. Die SZ erklärt, was anders ist, wenn eine Maschine dein Gesicht erkennt. In der Welt geißelt Peter Schneider das "Klima verbaler Ausfälle", dem sich heute Kabarettisten, aber auch Landtagsabgeordnete, Notärzte, Polizisten, Feuerwehrleute, Journalistinne ausgesetzt sehen.

Efeu - Die Kulturrundschau

Oft nach Moll getrübt

10.08.2020 Die taz erkundet mit Dawn Mellor die sexuelle Dynamik im Verhältnis zur Polizei. Der Freitag bewundert die filmische Präzision, mit der Anna Sofie Hartmann in ihrem Film "Giraffe" vom Baum des Fehmarnbelttunnels erzählt. Die FAZ hört in Salzburg Mahlers Sechste in Hundertschaftsstärke. Und über Lisa Eckhart in Hamburg wird weiter diskutiert.

Medienticker

Das, was man "umstritten" nennt

10.08.2020 Vorwürfe, Verwechslungen & Verkürzungen: Die fehlinformierte Debatte um Christa Wolf - Schmutziges Geld vom Staat: Debatte für und wider Presseförderung - Satire. Peer Review für unsere Moral - Hörfunk: Doris Dörrie liest ihre Erzählung "Die Heldin reist" -  Claus Leggewie über "Cancel Culture" - "Museumskrieg" in Berlin? - Pekings Sicherheitsgesetz: Hongkonger Medienmogul festgenommen + Hauch des Todes: Fächerverbot in Salzburg.

Bücherschau des Tages

Sound aus Glück und Trauer

10.08.2020 Die SZ feiert mit dem Dichter Xoşewîst die Mehrsprachigkeit in der Lyrik und die Re-Pidginisierung des Deutschen. Auch Lauren Wilkinsons Thriller "American Spy" gefällt ihr gut. Der Dlf erkennt in Colum McCanns Roman "Apeirogon" ein Gesamtkunstwerk. Die taz empfiehlt der "elitären Literaturhistorie" mit dem Band "Die untergründigen Jahre" auch den Aufbruchsgeist der Siebziger. Die NZZ erkennt mit Georges Perros' "Klebebildern" alle Vergeblichkeit.

Dienstag, 11.08.2020

Magazinrundschau

Sturz aus dem Himmel

11.08.2020 Wired analysiert Videos und weitere Informationen aus Beirut. In Atlantic überlegt Anne Applebaum, mit welchen Strategien Donald Trump zu schlagen ist. Tim Parks wandert für die LRB Garibaldis Weg von Rom nach Porto Garibaldi nach. Der Nationalismus ist tot, statt dessen gibt's jetzt Ethnizismus: Kein Fortschritt, findet der Philosoph Gáspár Miklós Tamás in Magyar Narancs. Im Guardian begibt sich Shaun Walker auf die Spuren seines zoroastrischen Großvaters. Slate.fr würdigt den haitianischen General Toussaint Louverture, der half, die Franzosen aus Amerika zu vertreiben. 

9punkt - Die Debattenrundschau

Haut-Hunger

11.08.2020 Die Drohung der chinesischen Regierung erstreckt sich keineswegs nur auf chinesische Bürger. Der Amerikaner Samuel Chu erzählt in der New York Times, was es für ihn heißt, auf den Verhaftungslisten der Chinesen zu stehen, obwohl er in Amerika lebt. Bei den Salonkolumnisten wirft Marko Martin einen Blick auf die "verlorene Gegenwart" Hongkongs. Die EU muss die Zivilgesellschaft in Weißrussland stärken, fordert Marieluise Beck in der taz. Die FAZ fürchtet, dass auch die Digitalisierung unseren Bedürfnissen nach Berührung kein Ende macht. NBC News veröffentlichen interne Facebook-Dokumente über die millionenstarke Anhängerschaft der QAnon-Grupppen auf dem Netzwerk.

Efeu - Die Kulturrundschau

Buntfarbig Zweifelhaftes

11.08.2020 Die taz fürchtet den Angriff der Tradition auf die bescheiden-elegante Nachkriegsmoderne. Die SZ staunt, vor welch rauschenden Dekors die Fotografin Deana Lawson ihre meist armen Modelle in Szene setzt. Flüssiges Gold bewundert die FAZ in der Innsbrucker Inszenierung von Ferdinando Paërs Oper "Leonora". Der Dlf wirft einen ersten Blick auf Lisa Eckharts misanthrope "Omama". Auf Tell plädiert Frank Heibert gegen den Verriss und für eine Demut der Erkenntnis. Die NZZ sorgt sich um die modische Zukunft der Socke.

Medienticker

Inhalteherz

11.08.2020 Update zum Fall Lisa Eckhart: Offener Brief des PEN "Es gibt vielfältige Formen von Zensur" & Paul Zsolnay Verlag + Lisa Eckhart gegen die AfD-Hessen - Neuer Duden mit 3.000 neuen Begriffen - Mediengruppe RTL besetzt Spitzenposten neu - Belarus: Reaktionen der Literaturszene auf Lukaschenkos Wahl & die Proteste - "Bis zum Ende der Zeit" von Brian Greene + Momente der Vergänglichkeit: Friederike Mayröckers "da ich morgens und moosgrün. Ans Fenster trete".

Bücherschau des Tages

Blass-blasiert, aschgrau getönt

11.08.2020 John Dos Passos in seiner ganzen Coolness erlebt die FAZ in der Neuübersetzung seiner USA-Trilogie von Nikolaus Stingl und Dirk van Gunsteren. In den Gedichten von Jo Shapcott lernt sie, wie sich Erotik auf Elementarteilchen reimt. Die FR streift mit Lorenz Just durch die Gegend um die Oranienburger. Und der Dlf versucht, den Humor von Lisa Eckarts "Omama" zu ergründen.

Bücherschau des Tages

Blass-blasiert, aschgrau getönt

11.08.2020 John Dos Passos in seiner ganzen Coolness erlebt die FAZ in der Neuübersetzung seiner USA-Trilogie von Nikolaus Stingl und Dirk van Gunsteren. In den Gedichten von Jo Shapcott lernt sie, wie sich Erotik auf Elementarteilchen reimt. Die FR streift mit Lorenz Just durch die Gegend um die Oranienburger Straße. Und der Dlf versucht den Humor von Lisa Eckharts "Omama" zu ergründen..

Mittwoch, 12.08.2020

9punkt - Die Debattenrundschau

Empiriekontakte

12.08.2020 Die taz erzählt, wie die weißrussische Präsidentschaftskandidatin Swetlana Tichanowska unter Druck gesetzt wurde und nach Litauen fliehen musste - sollte es Sanktionen geben? Zwei Artikel befassen sich mit der Debatte über den Zustand der Debatte: Kritik muss man aushalten können, schreibt Deniz Yücel in der Welt. Und auch, dass die Realität die eigenen schönen Theorien falsifiziert, notiert Bernhard Pörksen in der NZZ. In der FAZ schildert der Videokünstler Akram Zaatari die ausweglose Lage im Libanon.

Efeu - Die Kulturrundschau

Sehr boshaftes Missverstehen

12.08.2020 Die nachtkritik lässt alle Hoffnung auf Utopie fahren im Theater im Bunker. Die FAZ freut sich über Kammermusik beim Young Euro Classic. Im NDR hat Lisa Eckhart ein Problem mit dem hohen Ross, dass wir sittlich überlegen seien. Die SZ feiert die visionäre Kunst des texanischen Fischers und Malers Forrest Bess. Epd Film und FAZ bewundern den italienischen Schauspieler Pierfrancesco Favino als Mafioso auf Sparflamme.

Medienticker

Grenzen des Sagbaren

12.08.2020 Shortlist des Deutschen Lesepreises - Imagepflege: Facebook löscht sieben Millionen Corona-Falschmeldungen - Stefanie Sargnagel über Lisa Eckhart - Korrekturlesen als Fetisch: "Ich bin die Pest" - Zeitungsmarkt: Fusion in NRW - Jonas Lüscher über Covid-19-Leugner - Behörde mit Internetanschluss: Bund gründet Cyberagentur  - Hongkonger kaufen aus Protest Verleger Lais Apple Daily + Buchcharts: Die aktuellen Bestsellerlisten.

Bücherschau des Tages

Die Kunst der Unterbrechung

12.08.2020 Die FAZ liest in James Walvins Geschichte des Zuckers nach, wie die Plantagen der Karibik die Grundlage für das kapitalistische Wirtschaften lieferten: Energie und ein System der Ausbeutung. Die FR bescheinigt dem Duden mit 3.000 Neueinträgen innerhalb von drei Jahren echte Zurückhaltung. Die SZ liest mit eisigem Lächeln Monika Marons Roman "Artur Lanz". Und der Dlf setzt mit Amir Eshel das dichterische Denken gegen die Nützlichkeit.

Donnerstag, 13.08.2020

Efeu - Die Kulturrundschau

Kreise drehen sich wie kleine Planeten

13.08.2020 Die SZ hofft, dass der neue MIDI-Standard künftig sämtliche Anschlagdynamiken einer Gitarrensaite zum Klingen bringt. taz und Perlentaucher empfehlen wärmstens Marcell Jankovics' 1981 entstandenen Animeklassiker "Sohn der weißen Stute", der wieder in die Kinos kommt. Dlf Kultur fragt, warum die große Diversity-Mode in der Kunst so faul rüberkommt. Und: Die Debatte um Lisa Eckhart geht weiter.

9punkt - Die Debattenrundschau

Die Liebe zur kollektiven Zensur

13.08.2020 Bei der Cancel-Culture geht es nie nur um den Einzelnen, schreibt Yascha Mounk in der Zeit mit Blick auf die Debatten um Dieter Nuhr und Lisa Eckhardt. War auch die Debatte um Achille Mbembe ein Phänomen der Cancel Culture? Nein, ruft Ruhrbaron Stefan Laurin: Mbembe selbst und BDS repräsentieren sie. Nochmal in der Zeit will Andreas Reckwitz die alte und die neue Mittelklasse nicht gegeneinander ausspielen. Und die NZZ fragt, wie man schwierige Streitgespräche - etwa zum Thema Gender - überhaupt noch meisterInnen kann.

Medienticker

Haltet den Dieb

13.08.2020 Lit.Cologne abgesagt - Googles Inhalte+Datenklau - Literaturnobelpreisträgerin  Alexijewitsch zu Lukaschenko: "Verzieh dich, bevor es zu spät ist" - Diversität in den Medien: Lippenbekenntnisse reichen nicht - Soziale Netzwerke: Facebook will gegen Blackfacing und antisemitische Stereotypen vorgehen & "Jim Knopf": Rassistisches Klischee oder schwarzer Held? - Gespräch mit Andreas Schäfer über seinen Roman "Das Gartenzimmer" - RTL: 258 Mio. Euro Überschuss + Vor zehn Jahren starb Christoph Schlingensief.

Bücherschau des Tages

Annettes Subjektposition

13.08.2020 Die SZ vertieft sich in Yakov Rabkins Band über die jüdische Opposition gegen den Zionismus. Etwas überzeichnet findet die NZZ Patricia Purtscherts Geschichte der weißen Schweiz. Die FAZ applaudiert Joachim Zelter für seine Professorinnen- und Universitätsparodie "Imperia". Die Zeit bewundert bewundert Sally Rooneys ambivalente Beschreibungen der Liebe. Die taz empfiehlt Anne Webers Heldinnenepos über die französische Résistance-Aktivistin Annette Beaumanoir. Dlf Kultur amüsiert sich mit Monika Marons "Artur Lanz".

Freitag, 14.08.2020

9punkt - Die Debattenrundschau

So weit, so hart

14.08.2020 Simone Schmollack (taz) und Gustav Seibt (SZ) kritisieren das sehr strenge Urteil der TU Darmstadt gegen die Soziologin Cornelia Koppetsch, die kritisierten Bücher waren keine Qualifikationsschriften, so Seibt. In der taz verficht der israelische Philosoph Omri Boehm noch einmal seine Idee einer binationalen Republik Israel, die für ihn auch einen neuen Blick der Israelis auf den Holocaust erfordert. Es gibt auch einen muslimischen Rassismus, sagt der schwarze Araber Malcolm Ohanwe bei bento.de. Nein, denn dieser Rassismus ist auch nur ein Reflex des weißen, meint Mohamed Amjahid, marokkanischer Herkunft, in der taz.

Efeu - Die Kulturrundschau

Schrei ins Leere

14.08.2020 Die NZZ hört in Salzburg Werke von Salvatore Sciarrino und Georg Friedrich Haas: Mehr Gegenwartsbezug geht nicht, versichert sie. Die Jungle World kommt über Kanye West darauf, dass es ein Milieu schwarzer Alt-Right-Aktivisten gibt. Wie man Sinnlichkeit und Analyse verbindet, lernt der Tagesspiegel in einer Werkschau des Filmregisseurs Hartmut Bitomsky. Der Tagesspiegel ist ganz hingerissen von dem Museum, das David Chipperfield für die Sammlung Würth gebaut hat. Die FR sieht, von Aby Warburg inspiriert, in der Berliner Gemäldegalerie Heilige, die einen Drachen steigen lassen.

Medienticker

Macht kaputt, was euch kaputt macht

14.08.2020 Aktualisiert: Das Manifest der Renitenz wird 50. - Hölderlin-Resonanzen: Anklänge an einen Dichter - Glückwünsche: Wim Wenders zum 75. & Charles Bukowski zum 100. Geburtstag - Hörfunk-Interview mit Monika Maron - Künstliche Intelligenz: Multitalent für Sprache - Wachstum bei digitalen Büchern & Hörbüchern - Kristof Magnus Lieblingsbuch: Einar Karasons "Die Teufelsinsel" - Goldene Zeiten für den Neoliberalismus + Hörfunk+TV-Tipps am Wochenende.

Bücherschau des Tages

Zum Kitzel und zum Kitzeln

14.08.2020 Wie ein Kinoaushang in Buchform: Mit Lust und "einem Hauch Erinnerung" durchblättert die FAZ einen Band mit Filmstills aus Fassbinder-Filmen. Die SZ langweilt sich ein wenig mit Sally Rooneys dennoch lesenswerten "Normalen Menschen". Außerdem heute Kinderbücher in der SZ. Deutschlandfunk Kultur lernt mit Andrew Smiler, dass Männlichkeit gar nicht toxisch sein muss.

Samstag, 15.08.2020

Efeu - Die Kulturrundschau

Im besten Sinne theatralisch

15.08.2020 In der Welt erklärt Herta Müller, warum wir ein Exilmuseum brauchen. Die Berliner Zeitung fragt, ob der Entwurf der Architektin Dorte Mandrup für das Museum nicht zu viele Interessen bedienen muss. Monika Maron bricht im Gespräch mit dlf Kultur eine Lanze für die Ritterlichkeit. Die FAZ betrachtet mit einer Kuratorin und einem Museumswärter Kunst von "31: Frauen". Kunst kann zur Waffe werden - daran erinnert die nachtkritik anlässlich der vor hundert Jahren in Leizig gegründeten Massenfestspiele der Gewerkschaften. Zeit online widmet sich dem Phänomen rechter Rapper.

9punkt - Die Debattenrundschau

In Minsk wird rund um die Uhr gehupt

15.08.2020 "In Belarus findet eine Revolution statt. Unerwartet für alle", schreibt der weißrussische Autor Artur Klinau in der FAZ. taz und Zeit online berichtet über die brutale Polizeigewalt im Land. Die iranische Feministin Nasrin Sotoudeh ist in den Hungerstreik getreten, weil politische Gefangene nicht  von der Corona-Amnestie profieren, berichtet emma.de. Ein neuer Fall von Cancel Culture: Der schwarze Philosoph Adolph Reed kann in New York nicht vor den "Democratic Socialists of America" reden, weil er nicht antirassistisch genug ist, berichtet die New York Times. Selbst in Corona-Zeiten steigt die Zahl der MeToo-Hilferufe aus der Kultur, hat die Welt gelernt: Abhängigkeiten werden ausgenutzt.

Bücherschau des Tages

Die Buchstaben glotzen

15.08.2020 Die taz erkundet mit Deniz Ohdes Roman "Streulicht" das "Aufstieg durch Bildung"-Versprechen der Bundesrepublik. Und sie amüsiert sich mit Lisa Eckharts "Omama". Die Welt lässt sich von Reshma Saujani erklären, dass Frauen "Mutig, nicht perfekt" sein müssen. Dlf Kultur erlebt mit Thilo Krauses Roman "Elbwärts", Fremdenfeindlichkeit in der sächsischen Schweiz. Die FAZ lässt sich von Marcel Beyers "Dämonenräumdienst" das Hirn durchpusten. Die FR taucht mit Khaled Khalifas Roman "Keine Messer in den Küchen dieser Stadt" ins Syrien der 80er.

Montag, 17.08.2020

9punkt - Die Debattenrundschau

Ein ganz und gar politischer Konflikt

17.08.2020 Könnten wir nicht mal fünf Minuten vergessen, welche Hautfarbe oder Identität Kamala Harris hat und stattdessen nach ihren politischen Ideen fragen, ruft Kenan Malik im Observer. Überall wird über TikTok diskutiert: taz und Observer fürchten eine Balkanisierung des Internets, in der NZZ sieht Niall Ferguson TikTok wesentlich kritischer. In China (wie auch anderswo) führt die Coronakrise zu mehr Gewalt gegen Frauen und zementiert traditionelle Frauenfeindlichkeit, notiert Zeit online.

Efeu - Die Kulturrundschau

Der Skater nimmt sein Board

17.08.2020 Die SZ blickt in Chemnitz zur Abwechslung mal auf den Darm von Karl Marx. In der Berliner Zeitung widerspricht René Pollesch der Vorstellung, Theater beruhe auf Nähe und Körperkontakt. In der Berliner Zeitung fragt Lisa Eckhart, ob es eigentlich auch soziale Aneignung gibt. Die NZZ hört in Lucerne den schockierend unkonventionellen Beethoven. Klaus Lemke erzählt in der Jungle World von der Völkerverständigung am Sowjetischen Ehrenmal.

Medienticker

Mal wieder Publikum

17.08.2020 Aufklärung der Aufklärung: Immanuel Kant ein Rassist & was bedeutet das? - Geschichte &  Zukunft schreiben: Der Aufbau Verlag wird 75 - Paul Ingendaay über Charles Bukowski & seinen Nachlass - Lisa Eckhart widerspricht im Hörfunkinterview - Deutscher Idealismus: Hegel, der Erzieher - Marcel Beyer über seinen "Dämonen-Räumdienst" + Vor 60 Jahren traten The Beatles zum ersten Mal in St. Pauli auf.

Bücherschau des Tages

Der Zugereiste, der Einbeinige, der Tscheche

17.08.2020 Der DlfKultur liest gebannt David Grossmans Roman "Was Nina wusste" über die kroatische Kommunistin Eva Panic-Nahir. Einem wunderbaren Trio der Fremdheit begegnet die FR in Thilo Krauses Roman "Elbwärts". Fasziniert ist die SZ von der Sprachmacht des dänischen Autors Jonas Eika. Beeindruckt hat sie auch Karosh Tahas Roman "Im Bauch der Königin". Die taz fragt, warum die Millennials bei Sally Rooney viel reden, aber nicht handeln. Und die FAZ erlebt, wie Max Goldt sein Leiden am Humor selbst therapiert.

Dienstag, 18.08.2020

Magazinrundschau

Eine Nation von vielfarbigen Menschen

18.08.2020 In der New Left Review analysiert der Soziologe Göran Therborn den Zusammenbruch der Mittelschicht weltweit. Le Monde diplomatique nimmt das Konzept der Françafrique unter die Lupe. Im CultureMag fragt Georg Seeßlen, ob die Kultur wirklich systemrelevant sein will? Atlantic betrachtet die Untiefen der Identitätspolitik am Beispiel des Wikipediaeintrags zu Kamala Harris. In Tablet rollt Paul Berman die Urgeschichte der "Cancel Culture" auf. Wired zeigt die Grenzen des Werbetrackings auf.

9punkt - Die Debattenrundschau

Aus einer privilegierten Perspektive

18.08.2020 "Cancel Culture" überall: Mit Bewunderung guckt sich Claus Leggewie für die FAZ eine 55 Jahre alte Debatte zwischen James Baldwin und William Buckley an, die heute so nicht mehr geführt werden könnte. Die Fotoagentur Magnum sperrt wegen einer Fotoserie aus den achtziger Jahren ihr ganzes Online-Archiv, berichtet die FAZ. Wie werden die Russen auf die Unruhen in Weißrussland reagieren, fragen die SZ und Richard Herzinger in seinem Blog. Nein, nicht der Islam, der Kolonialismus ist schuld am Islamismus, schreibt  der  Entwicklungshelfer Pascal Gemperli in der NZZ gegen Ruud Koopmans' Buch  "Das verfallene Haus des Islam".

Efeu - Die Kulturrundschau

Mehr Geld für Werbung ausgeben

18.08.2020 Die NZZ lernt beim Zürcher Theaterspektakel von Yan Duyvendak, wie Krisenmanagement in wilden Aktionismus ausartet. Die taz beobachtet beim Sommerfestival auf Kampnagel, wie Oona Doherty und Mufasa den maskulinen Kern der Arbeiterklasse freilegen. Die Jungle World stöbert in den Leselisten der extremen rechten in Amerika. Und die SZ fragt in Sachen Filmförderung, seit wann Größe Professionalität garantiert.

Medienticker

Informationspraxis

18.08.2020 Die 20 von 187: Die Longlist des Deutschen Buchpreises - Presserat kritisiert Bundesverfassungsgericht - Künstliche Intelligenz: Ethik ersetzt keine erfolgreichen Produkte - Staatliche Spionagesoftware: Vom Trojaner zum Trojaner plus - Wir sind die Guten: TikTok startet PR-Plattform in eigener Sache - Zwei wöchentliche Live-Sendungen: Der Spiegel mit neuem Polittalk & Büchershow.

Bücherschau des Tages

Der große pleistozäne Overkill

18.08.2020 Voll des Lobes ist die SZ für Ronya Orthmanns Roman "Die Sommer", der vom Leben in zwei Welten erzählt. Die FR lernt von Josef Reichholf, wie sich der Wolf selbst domestizierte. Der Dlf stellt sich mit Marcel Beyers Gedichten "Dämonenräumdienst" Wortungetümen und Satzungeheuern entgegen. Und die FAZ versinkt freudig in den virtuellen Welten, die Ursula Poznanskiss in ihrem neuen Jugend-Thriller "Cryptos" entwirft.

Mittwoch, 19.08.2020

9punkt - Die Debattenrundschau

Diese Asymmetrie

19.08.2020 Viel New York Times heute: Thomas L. Friedman konstatiert, dass die Vereinigten Staaten in diesem November womöglich zum ersten Mal in ihrer Geschichte nicht in der Lage sein werden, eine freie und faire Wahl durchzuführen. Die New York Times stellt auch einen tausendseitigen Bericht des amerikanischen Senats vor, der die russische Einflussnahme auf die Wahlen 2016 bestätigt. Und Tim Wu erklärt, warum er es für eine sehr gute Idee hält, Tiktok zu verbieten. Im Perlentaucher fragt Matthias Küntzel, was Wolfgang Benz und sechzig Unterzeichner trieb, einen offenen Brief an Angela Merkel zu schreiben.

Efeu - Die Kulturrundschau

Unaufdringlich großartig

19.08.2020 Die Kritiker begutachten wohlwollend die Longlist des Deutschen Buchpreises: Schön vielfältig, loben taz und Tagesspiegel, auch im Erzählen. In der Berliner Zeitung spricht die Bühnenbildnerin Aino Laberenz über das Gebirge an Material, das Christoph Schlingensief hinterlassen hat. Wie gut würde ein Schlingensief dem heutigen Debattenklima tun, seuzft Monopol. Der Perlentaucher bewundert die Explosion des Lichts in Michael Almereydas Biopic "Tesla" .

Medienticker

Gesangs-Handwerker

19.08.2020 Paid-Content-Statistik: Sechs Zeitungen im Check - Süddeutsche Zeitung produziert mit Constantin künftig TV+ Kino-Filme - Digitale Bücher & Hörbücher in der Corona-Krise - Handbuch: Journalisten-, Medien- & PR-Index 2020 - Corona: Run auf Alt-Smartphones - John Bolton in den Buchcharts: Die aktuellen Bestsellerlisten - Salzburg: "Everywoman" oder letzte Fragen an das Sterben - Nell Zink über ihren Roman "Das Hohe Lied" + Ian Gillian von Deep Purple wird 75.

Bücherschau des Tages

Unverdiente Gewinne

19.08.2020 Die FAZ lernt aus Mieko Kawakamis Roman "Brüste und Eier" so manches über die Ziele der postmodernen japanischen Frau (Brustvergrößerung, hellrosa Brustwarzen). Ist Ben Lerners Roman "Die Topeka Schule" nun die "great american novel" oder nicht, fragt die SZ. Dlf Kultur verbringt eine Nacht mit Kamel Daoud im Pariser Picasso-Museum. Die FR durchlebt mit Ernst Hubeli "Die neue Krise der Städte" und möchte fortan den Spekulationen mit dem Gut Wohnen Einhalt gebieten.

Donnerstag, 20.08.2020

Efeu - Die Kulturrundschau

Herbst der Improvisation

20.08.2020 20.08.2020. In der FAZ staunt der algerische Schriftsteller Kamel Daoud immer noch, wie ähnlich Picassos Blick auf Frauen dem Blick des Islams ist. Die SZ besucht eine große Nam-June-Paik-Retrospektive. Außerdem stellt sie neue Pay-Per-View-Modelle für Klassikkonzerte vor. Zeit online ist enttäuscht von "Biohackers" und auch fast allen anderen deutschen Serien bei Netflix.

9punkt - Die Debattenrundschau

Eine Art sowjetischer Stabilität

20.08.2020 Kann man eine Frau sein, obwohl man ein Mann ist? (Und umgekehrt?) Marianne erklärt, warum einige französische Lesben daran denken "nicht gemischte lesbische Räume" zu schaffen. Hanno Rauterberg fordert in der Zeit ein "autonomes Museum für Kolonialismus".  Die NZZ erzählt, was das Washingtoner Nationalmuseum für afroamerikanische Kultur und Geschichte unter "Whiteness" versteht. Atlantic staunt über  das Ausmaß russischer Einflussnahme bei den amerikanischen Wahlen 2016. Die taz porträtiert Alexander Lukaschenko, und libmod.de fordert Neuwahlen in Weißrussland.

Medienticker

Bildethik

20.08.2020 Visual-History-Forschung:  Umgang mit stereotypen Bildern - Aus Hanau wurde nichts gelernt: Nachdenklichkeit über die Rolle in der Medienbranche - Apples Börsenwert erreicht zwei Billionen Dollar-  Großneffe: Schriftsteller Friedrich Dönhoff im Gespräch - Paris im Ausnahmezustand: Hilmar Klute über seinen Roman "Oberkampf" + Daten zerteilen: Der unaufhaltsame Aufstieg der Überwachungs-Technologien + 50 Jahre die Hausbesetzer-Hymne "Macht kaputt, was euch kaputt macht".

Bücherschau des Tages

Ich bin in hohem Bogen ein Diesseitiger

20.08.2020 In Dlf Kultur erfährt Michael Braun eine Wiederverzauberung der Welt mit den Gedichten von Volker Sielaff. Die Zeit liest amüsiert, wie Mieko Kawakami über Brustvergrößerung, das Kinderkriegen und japanische Schriftzeichen räsoniert. Die NZZ beugt sich über einen Sammelband zum fast 50 Jahre alten Traktat "Learning from Las Vegas" von Venturi und Scott Brown. Die FAZ empfiehlt wärmstens David Grossmans Roman "Was Nina wusste".

Freitag, 21.08.2020

9punkt - Die Debattenrundschau

Der schöne Schein dieser virtuellen Demokratie

21.08.2020 Warum sollte Alexei Nawalny ausgerechnet jetzt ermordet werden, fragt Masha Gessen im New Yorker. Es könnte reine Willkür sein - aber auch Angst vor den Ereignissen in Belarus, vermutet sie. Im Guardian macht sich Timothy Garton Ash nicht allzu viele Hoffungen für die Belarussen. Eine russische Intervention in Belarus ist leider nicht so abwegig, wie Experten annehmen, fürchtet Richard Herzinger in seinem Blog. Und die FAZ schildert, wie die Bundesländer den Reformprozess der SPK blockieren.

Efeu - Die Kulturrundschau

Edel, gut und ein wenig einfältig

21.08.2020 Die SZ wandert über den neuen Berliner Flughafen und lernt, was Tragik ist. Welt, Zeit und Freitag laufen mit Visar Morinas Film "Exil" die deutsche Via Dolorosa der Debatten über Identität, Heimat, Zugehörigkeit ab. Im Interview mit der Welt ärgert sich Monika Maron über die Art, wie in Coronazeiten über alte Menschen gesprochen wird. Die FAZ wirft einen Blick auf die Musikszene von Belarus. Der Standard vermisst den lauten, unberechenbaren Christoph Schlingensief.

Medienticker

Glücklich ist, wer vergisst ...

21.08.2020 Aktualisiert: Thomas Rothschilds Salzburger Wette  Quo vadis?  Die  Zukunft der Stiftung Preußischer Kulturbesitz - Lakonisch Elegant: Warum ist keiner so wie Schlingensief? - "Glücksritter": Lothar Struck über Michael Kleebergs Vater-Recherche - Salman Rushdie: Autor & Kämpfer für Meinungsfreiheit -  Sebastian Stuertz über seinen Debütroman - Untote des Kapitals: Raul Zelik über politische Monster & grünen Sozialismus-  Kulturgut Innenstadt: Wie kommt wieder Leben in die City? + Die Wochenend-TV+Hörfunk-Tipps.

Bücherschau des Tages

Hinter dem Referenzfeuerwerk

21.08.2020 Die SZ verfolgt mit Vergnügen Christoph Schlingensiefs Gedankenwegen, Abschweifungen und Witz in dem Interviewband "Kein falsches Wort jetzt". Der Dlf lässt sich von Kai Wieland vom schwäbischen Backnang nach L.A. entführen. Die FAZ liest Anna Bikonts große Recherche von 2004 über Polen und Juden während der Shoah, "Wir aus Jedwabne". Der Dlf lässt sich inspirieren von Danielle Allens Frankfurter Adorno-Vorlesung über "Politische Gleichheit".

Samstag, 22.08.2020

9punkt - Die Debattenrundschau

Der Wechsel des Stilregisters

22.08.2020 Russland dominiert die Debatten. Dass Putin in irgendeiner Weise in die mutmaßliche Vergiftung Alexei Nawalnys verwickelt ist, liegt für die New York Times auf der Hand. Nur Trump hat sich zu der Sache noch nicht geäußert, notiert CNN. Auch in der Debatte um Belarus ist eine Hauptfrage, wie Putin agieren wird. Anderswo ist die Welt nicht besser: Golem.de gibt Aufschluss über die Wahnsinnswelt der "QAnon"-Verschwörer - die aber bis in die Republikaner hinein einflussreich sind. Die neue Dauerausstellung des Jüdischen Museums Berlin wird von NZZ und taz sehr positiv aufgenommen.

Efeu - Die Kulturrundschau

Die Krise, die Chance. Klar.

22.08.2020 Die SZ entdeckt den Humanismus im Berliner Grau, das der Fotograf Michael Schmidt gegen die Radikalität von Schwarz und Weiß setzte. Die Filmkritiker vergnügen sich nach Monaten der Kinoflaute in Christopher Nolans Blockbuster "Tenet": "Spektakel in höchster Vollendung" , versichert der Tagesspiegel. FAZ und Welt empfehlen dringend den Film "Coronation", für den Ai Weiweis Videos aus Wuhan zu einem Kaleiskop der Unterdrückung zusammengefügt hat. Die taz beoabchtet, wie die Gräben zwischen U- und E-Musik gerade wieder aufreißen.

Bücherschau des Tages

Coole Gegenkultur zu den Karrieristen

22.08.2020 Ganz und gar hingerissen ist die taz von Giulia Caminitos Roman "Ein Tag wird kommen", der zwei ungleichen Brüder aus den Marken durch die Weltläufe des 20. Jahrhunderts folgt. Gut gefällt ihr auch, wie Max Czollek mit "Gegenwartsbewältigung" der Literaturgeschichte Dampf macht. Die Welt feiert Ulrike Draesners Roman über Kurt Schwitters im englischen Exil. Die SZ spürt mit Franco Morettis Essays "Ein fernes Land" der Magie der Form nach. Die FAZ erfährt in Anna Wieners Reportage "Code kaputt" mit welch militärischen Strategien das Silicon Valley seine Angestellten ausbeutet.

Montag, 24.08.2020

9punkt - Die Debattenrundschau

Die Jungen haben Putin satt

24.08.2020 In der NZZ ist der weißrussische Journalist Artjom Schraibman überzeugt, dass Putin nicht in Belarus  einmarschieren wird - sofern sich eine Revolution nicht gegen seinen Einfluss richtet. In Le Monde spricht der belarussische Oppositionelle Alexander Milinkewitsch über den völlig uneinsichtigen Alexander Lukaschenko. Im Blog starke-meinungen.de kritisiert die Ur-Grüne Eva Quistorp Achille Mbembe und die mit ihm verbündeten Professoren für ihre Ferne von tatsächlichen sozialen Kämpfen. Während Stefanie Carp, die scheidende Intendanten der Ruhrtriennale, in Dlf Kultur (transkribiert von den Ruhrbaronen) nochmal betont, welch "ganz infamer Intrige" sie und Achille Mbembe zum Opfer gefallen seien. 

Efeu - Die Kulturrundschau

Infiziert, verstrahlt und melancholisch

24.08.2020 Die FAZ atmet auf der Riga-Kunstbiennale beglückt einen Hauch von sowjetischer Bunkerlandschaft ein. Der Standard beobachtet das Gerangel unter den Platzhirschen der Wiener Hochkultur. Die New York Times weist die allseits verehrte Criterion-Collection auf den peinlichen Mangel an schwarzer RegisseurInnen hin. Und die SZ erkennt in Cardi Bs versautem "WAP"-Video die Utopie der Stunde.

Medienticker

Wortgeklingel

24.08.2020
Cancel-Culture-Debatte: Vom falschen Umgang mit Kritik - Vom Werden einer Weltmacht: John Dos Passos neu übersetzt - Pressefreiheit: Journalistenmorde in Mexiko - Rundfunkbeitrag: Wie Unions-Politiker seriöse Medienpolitik zerstören - Wolfram Schütte über Ulrike Draesners Roman-Hybrid "Schwitters" - Literaturdokument von 1993 mit Karl Mickel, Adolf Endler & Stephan Hermlin - Zehn Jahre "Tschick": Kleines Wunderbuch - 250 Jahre Hegel: Eine Philosophie, die aufs Ganze geht

Bücherschau des Tages

Joch der Herkunft

24.08.2020 Die SZ feiert Deniz Ohdes Roman "Streulicht", der sie mit beschreibungsmanischer Düsternis in das migrantischen Industrieproletariat führt. Dem DlfKultur gefällt der wilde Mix aus Selbstgespräch, Rilke-Versen und DDR-Kinderliedern, mit dem Judith Zander von "Johnny Ohneland" erzählt. Großes Lob vergibt der Dlf an Klaus Viewegs Hegel-Biografie. Die FAZ empfiehlt Kinderbücher, darunter Rüdiger Bertrams und Heribert Schulmeyers Bilderbuch "Richtig dicke Freunde" und Michael Siebens Jugendroman "Das Jahr in der Box".

Dienstag, 25.08.2020

Magazinrundschau

Blauer als Flieder

25.08.2020 Die Paris Review erliegt dem speziellen Violett der Blüte des Immergrüns. Osteuropa sieht Polen im Visier von Putins geschichtspolitischem Revisionismus. Der New Yorker sucht nach den Quellen des Coronavirus. Novinky berichtet von einem Historikerstreit in Tschechien. In The Diplomat erzählt eine uigurische Lehrerin von den grauenvollen Zuständen in den Umerziehungslagern in Xinjiang. Die New York Times taucht in die Untiefen der Boogaloo-Bewegung.

9punkt - Die Debattenrundschau

Eine neue Technologie des Protestes

25.08.2020 Der belarussische Schriftsteller Viktor Martinowitsch singt in der FAZ ein Loblied auf die protestierenden Frauen von Belarus. "Europa muss verstehen, dass es allein ist", wenn es darum geht, die Proteste in Minsk zu unterstützen, schreibt Bernard-Henri Lévy in La Règle du Jeu, denn auf Amerika kann es nicht mehr zählen. In der SZ propagiert der  afroamerikanische Philosoph Frank Wilderson seinen "Afropessimismus": Erst gemeinsam am Abgrund werden wir frei. In der FAZ warnt Roberto Saviano: Corona nützt der Mafia.

Efeu - Die Kulturrundschau

Eine große Vergessmaschine

25.08.2020 In der NZZ gesteht Maxim Biller, dass er am Internet noch mehr als an Deutschland leidet. Die Einführung eines genderneutralen Schauspielpreises bei der Berlinale stößt bei der Berliner Zeitung auf Widerspruch. Die taz feiert den Fotokünstler Josef Schulz, der Allerweltsbauten in ihrer ganzen Einfalt erstrahlen lässt. Die SZ lauscht betört dem karibischen Groove der Londoner Tenorsaxofonistin Nubya Garcia.

Medienticker

Rückkehr zu den eigenen Wurzeln

25.08.2020 Buchhandelsaktion: Jakob Hein liefert persönlich aus - PEN-Zentrum Deutschland / VS in ver.di: Für die Freiheit des Wortes in Belarus - Übernahme: Ippen Digital übernimmt BuzzFeed Deutschland - Gespräch mit Wolfgang Büscher über sein "Heimat" & Nora Bossong liest ihre Erzählung "Fallen" im ARD Radiofestival + Im Wald, im Holzhaus Michael Krügers Gedichte aus der Quarantäne.

Bücherschau des Tages

Steife Johnnys zur Weißglut bringen

25.08.2020 Welt und Dlf sind sind uneins über Sally Rooneys Roman "Normale Menschen": Ist das nun sozialkritische Millennial-Literatur oder viktorianischer Liebeskitsch? Philipp Winklers Roman "Carnival" über das Sterben der Jahrmarktkultur haut die FAZ zumindest sprachlich um. Der FR öffnet sich der Horizont mit Kai Wielands "Zeit der Wildschweine". Und die SZ bekommt Herzklopfen, wenn Jean-Baptiste Karr auf der Reise durch seinen Garten den Duft blühender Linden beschwört.

Mittwoch, 26.08.2020

9punkt - Die Debattenrundschau

Käserei für Connaisseure

26.08.2020 In der SZ staunt Stefan Kornelius über die lethargische Reaktion auf die Nachricht, dass Alexej Nawalny vergiftet wurde. Bei Twitter vergegenwärtigt Ralf Fücks die sadistische Brutalität der Attacke. Da haben wir's, konstatiert Ingo Dachwitz in Netzpolitik: Die Regierung will uns eine universelle Personenkennziffer geben. In der NZZ macht Lina Abirafeh klar: Die Frauen werden dafür sorgen müssen, dass der Libanon säkular wird. Und Zeit, mal über Bauern nachzudenken, meint Gunda Bartels im Tagesspiegel, nachdem sie Uta Ruge gelesen hat.

Efeu - Die Kulturrundschau

Zum Adonis modelliert

26.08.2020 Die FAZ erlebte auf dem Literatufestival von Lana, wie Swetlana Alexijewitsch Weißrusslands Präsidenten Lukaschenko zum Dialog aufforderte - mit der Gesellschaft, mit der Zeit, mit den neuen Menschen. Die SZ feiert die neue Geschlechtergerechtigkeit im deutschen Tanz und den Ballettstar Friedemann Vogel. Im Tagesspiegel befindet Barrie Kosky zur Mohrenstraße: Der Name muss weg. Monopol freut sich über den rowdyhaften Künstler-Humor, mit dem die Familie Grässlin das Schwarzwaldstädtchen St. Georgen beglückt.

Medienticker

Egoistische Eichhörnchen

26.08.2020 Recht auf Blockieren von Kritik: Trump zieht für Twitter-Blocks vor Höchstgericht - Es hilft nicht, Nazi zu schreien: Empörung über MDR-Interview mit Höcke - Belarussische Literaturszene & Friedenspreisträgerin Swetlana Alexijewitsch im Interview - Comeback eines frühen elektronischen Instruments + Buchcharts: Die aktuellen Bestsellerlisten.

Bücherschau des Tages

Mit seinem verstockten Napoleongesicht

26.08.2020 Die NZZ freundet sich an mit den Gespenstern im etwas anderen Heimatroman "Späte Gäste" von Gertrud Leutenegger. Die FR genießt mit Garry Dishers "Hope Hill Drive" ein zwischen Gewalt und Alkoholismus ausgewogenes Krimivergnügen. Die FAZ erliegt der Ausstrahlung Max Reinhardts. Dlf Kultur lernt von einem Eichhörnchen in Olivier Tallecs "Das ist mein Baum" Tücken des Eigentums.

Donnerstag, 27.08.2020

9punkt - Die Debattenrundschau

Herrlicher Sonnenaufgang

27.08.2020 Heute ist Hegels 250. Geburtstag. Sein Biograf Klaus Vieweg hält bei rnd.de daran fest: Hegel war ein Philosoph des Universalismus und der Freiheit. Aleida Assmann schildert ihn in der SZ als Rassisten. Slavoj Zizek sieht ihn in der NZZ als Kapitalismuskritiker. Die Zeit schildert das sadistische Kalkül des giftmischerischen Putin-Regimes. In Zeit online schildert die Journalistin Vera Dziadok die Brutalität, mit der Alexander Lukaschenko die Proteste niederschlägt. Die SZ recherchiert zu Rechtsextremismus in der Polizei.

Efeu - Die Kulturrundschau

Charme des Provisorischen

27.08.2020 Der Tagesspiegel landet mit Diao Yinans Film "Der See der wilden Gänse" in der neonbunten, aber auch elenden Provinz Chinas. Der Berlinale fliegt gerade ihre Entscheidung um die Ohren, nur noch einen genderneutralen Preis für schauspielerische Leistungen zu vergeben: Das geht nur auf Kosten der Frauen, rufen die Kritiker. Die taz feiert den Fotografen Michael Schmidt. Die FAZ amüsiert sich mit Alessandro Melanis Barockoper "L'empio punito".

Medienticker

Hegel reloaded

27.08.2020 Weltgeist & Freiheit: Ist er geistreich oder wirr? Er ist schwierig! oder Was wir von Hegel heute noch lernen können, Otto A. Böhmers Hörspiel: "Hegels Hund" & Philosophenstreit-Lyrik - Anton Wilhelm Amo: Der afrikanische Philosoph der Aufklärung - Politische Haltung (nicht) mit Journalismus verwechseln - Werbe-Allianz: Spiegel hadert mit Bertelsmanns Ad Alliance -  NZZ schreibt Verlust von 1,2 Millionen - virtuelle Kulturzentrum: "Decameron Row" - Sachbuchbestenliste: Kritische Blicke auf Israel, Deutschland & die USA - Genderdebatte bei der Berlinale.

Bücherschau des Tages

Als wär's die eigene Erinnerung

27.08.2020 Die FAZ taucht mit Iris Wolffs "Die Unschärfe der Welt" in den schillernden Mikrokosmos des Banat. Die FR amüsiert sich prächtig mit Kristof Magnussons Künstlersatire "Ein Mann der Kunst". Die taz empfiehlt Ronya Othmanns Roman "Die Sommer" der die Bedrohung und Ermordung der Jesiden durch den IS mit dem sorgenfreien Leben in München gegeneinanderschneidet. Die Zeit schlägt sich durch das Dickicht von Dorothee Elmigers Romanessay "Aus der Zuckerfabrik".

Freitag, 28.08.2020

9punkt - Die Debattenrundschau

Zur Normalität verklärte Mehrheitskultur

28.08.2020 Auch Berliner Lehrerinnen dürfen künftig mit Kopftuch unterrichten - das Berliner Neutralitätsgesetz ist in dieser Frage nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts hinfällig. Tagesspiegel, Migazin und die Welt bringen begeisterte Kommentare. Die Staatsanwaltschaft ermittelt laut Berliner Zeitung immer noch gegen die beiden Financial-Times-RedakteurInnen, die bereits Skandale bei Wirecard aufdeckten, als Politik, Wirtschaftsprüfer und deutsche Medien das Unternehmen noch für hoch seriös hielten. BuzzFeed bringt neue Informationen über immer neue Lager für Uiguren in China.

Efeu - Die Kulturrundschau

Le Grand Puzzle

28.08.2020 Das Moma eröffnet nach dem Lockdown mit einer großen Schau über den Sammler, Anarchisten und Dandy Félix Fénéon, berichtet die New York Times. In der SZ erklärt Direktorin Hedwig Fijen das Selbstverständnis der Manifesta, die am Freitag in Marseille eröffnet. NZZ und SZ bestaunen das neue Basler Stadtcasino von Herzog & de Meuron. Die FAZ fragt: Warum reagierte jahrelang niemand auf Berichte über Missstände an der Staatlichen Ballettschule Berlin?

Medienticker

Branchen-Monitor Buch

28.08.2020 Aktualisiert: Booker Prize für Marieke Rijneveld - Sortiment tastet sich vor & Grütters' Millionen machen mobil - Kritik der These vom "Überwachungskapitalismus" - Charles Bukowski: Schreiber, Säufer & Sexist - Walmart und  Microsoft wollen TikTok gemeinsam kaufen - David Grossman über "Was Nina wusste" - Iran: Hacker geben sich als Journalisten aus - Haltbarkeitsdauer? Monika Marons "Artur Lanz" - "Chasing The Bird" Charlie Parker zum Hundertsten + Hör+TV-Tipps fürs Wochenende.

Bücherschau des Tages

Von feinen Kellnerkatzen serviert

28.08.2020 FAZ und FR empfehlen Seweryna Szmaglewskas endlich veröffentlichte Reportage über die Frauen von Auschwitz als unmittelbares Dokument des Grauens. Die NZZ nimmt mit Charles Lewinskys "Halbbart" den Kampf gegen die Habsburger auf. Die taz bewundert die Eleganz von Helena Rubinstein in Ingo Roses und Barbara Sichtermanns Biografie. Dlf Kultur lernt bei Manuel Menrath die verdrängte Geschichte der indigenen Völker Kanadas kennen. Und die SZ empfiehlt heute Kinderbücher.

Samstag, 29.08.2020

Efeu - Die Kulturrundschau

Klang eines britischen Amphibienfahrzeugs

29.08.2020 Entsetzt blickt Kurt Drawert in der FAZ auf die Welle an Corona-Literatur, die der Herbst bereithält: Wo bleibt da die Hingabe, seufzt er. Ebenfalls in der FAZ träumt Volker Schlöndorff von einer Renaissance des Autorenfilms. Im Zeit-Online-Interview spricht der Regisseur Massoud Bakhshi über häusliche Gewalt und patriarchale Repression im Iran. Die SZ tanzt mit Marlene Monteiro Freitas auf Kampnagel ein dämonisches Evangelium mit Bataille, Tschaikowski und Kafka. Und die Orchester dürfen wieder näher zusammenrücken, freut sich die taz. 

9punkt - Die Debattenrundschau

Siegen mit dem Geist

29.08.2020 In der NZZ erkennt Peter Sloterdijk, dass der bon sens nicht ansteckend ist und fragt nach einem neuen Bewusstsein für nichtaristokratischen Abstand. Die Stadt darf kein Ort werden, meint die FAZ, an den sich Menschen ein Erlebnis gönnen dürfen, sondern in dem sie sie sich das Leben leisten können. In der SZ erklärt der Historiker Martin Schulze Wessel die Junta von Aleksandr Lukaschenko. Die taz erinnert an den Hohn, mit dem der Kreml seinen Kritker Alexej Nawalny von Anfang an belegte. Auf The Weekly Dish geißelt Andrew Sullivan die Radikalisierung der Demokraten.

Bücherschau des Tages

Himmelblau des immerwährenden Südens

29.08.2020 Knalleffekte à la Alexandre Dumas entdeckt die FAZ im neuen Roman von Elena Ferrante, "seltsam zeitlos", meint hingegen Dlf-Kultur. Bei Jeremy Tiang lernt die FAZ außerdem die gewaltsame Geschichte Singapurs kennen. Die SZ lässt sich von Christine Wunnickes "Dame mit der bemalten Hand" in eine fremde Welt führen. Die taz gerät mit Samanta Schweblin in kuriose Abhängigkeitsverhältnisse zu Plüschtieren, erkennt in Flavius Ardelean einen rumänischen Hieronymus Bosch und lernt von Mely Kiyak das „Frausein“. Derweil will die Welt dank JJ Bola lieber kein Mann mehr sein.

Montag, 31.08.2020

9punkt - Die Debattenrundschau

Die Identitätsmarker der gegnerischen Seite

31.08.2020 Vor fünf Jahren sagte Angela Merkel: "Wir schaffen das." Der Guardian gratuliert. "Auch Schüler haben das Recht, vor demonstrativer Zurschaustellung von Religiosität geschützt zu werden", schreiben säkulare Muslime gegen das Urteil des Bundesarbeitsgerichts, das das Kopftuch für Lehrerinnen nun auch in Berlin erlaubt. Die Bürgerrechtlerin Rabab Kamal erklärt in der NZZ, warum Trennung von Religion und Staat so wichtig ist. Die Demo der CoronaleugnerInnen am Samstag sorgt für Kopfzerbrechen: Seltsame Mischung. Und der Mindestabstand wird nicht mal zu Rechtsextremisten eingehalten. In der FAZ schreibt Viktor Jerofejew zärtlich und traurig über Belarus und Russland.

Efeu - Die Kulturrundschau

Hektik bei gleichzeitigem Stillstand

31.08.2020 Ziemlich deprimiert kommen die KritikerInnen aus René Polleschs Stück "Melissa kriegt": Das soll das Wiedersehen nach der Corona-Pause sein?, fragt etwa der Tagesspiegel. Im Standard verrät David Grossman, mit welchen Exerzitien er seine Übersetzer zu Höchstleistungen anspornte. Die FAZ gerät in der Basler Ausstellung "Real Feelings" in eine emotionale Feedbackschleife. Und beim Vergleich der Wiener und Berliner Philharmoniker stellt die SZ fest: Abstand erzeugt einen spröden Klang. Und natürlich trauern auch die deutschen Feuilletons um den Black Panther Chadwick Boseman.

Medienticker

Aufbauschen, skandalisieren, beschimpfen

31.08.2020 Aktualisiert: Neues Mitläufertum: Berliner Corona-Proteste - Van Morrison: Dem mürrischen Schweiger zum 65. - Kommunikation: Der Wille zum Missverständnis & Smartphone-Sucht - Goethepreis für Dževad Karahasan - Kurzvideo-App: Der Erfolg von TikTok hat viel mit künstlicher Intelligenz zu tun - Germania: Heimat & HipHop - Interview mit Helge Schneider zum 65. - Gespräch mit Moritz Hürtgen über seinen ersten Gedichtband "Angst vor Lyrik" & Interview mit Clemens Meyers über "Nacht im Bioskop".

Bücherschau des Tages

Eintauchen und Einfühlen

31.08.2020 Sehr gelungen findet die taz, wie Paolo Bacilieri das Leben des Sandkokan-Erfinders Emilio Salgari als verträumte Fantasie rekonstruiert. Der DlfKultur bewundert mit der Fotografin Jamie Johnson die Irish Traveller, die frei und ungezwungen leben, allein ihren Rollenmustern unterworfen. Die SZ hält die Zeit reif für das "Stalinismus"-Buch des DDR-Historikers Wolfgang Ruge. Ab ob Jean Genets Essays heute noch verstanden werden?

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Tomer Gardi. Liefern - Roman. Tropen Verlag, Stuttgart, 2026.Tomer Gardi: Liefern
Aus dem Hebräischen von und in Zusammenarbeit mit Anne Birkenhauer. Sie sind überall, wir sehen sie jeden Tag. Egal ob in Delhi, Tel Aviv, Buenos Aires, Istanbul oder Berlin,…
Wolfgang Müller-Funk. Grenzen - Ein Versuch über den Menschen. Matthes und Seitz, Berlin, 2025.Wolfgang Müller-Funk: Grenzen
Grenzen sind in einer globalisierten Welt zum Dauerthema geworden: Die Überwindung von Grenzen wird zum Versprechen wie zum panischen Schrecken, und die Annahme, dass in…
Christoph Bartmann. Attacke von rechts - Der neue Kampf um die Kultur. Carl Hanser Verlag, München, 2026.Christoph Bartmann: Attacke von rechts
Anhand internationaler Beispiele zeigt Christoph Bartmann wie Rechtspopulisten die Kulturpolitik als Kampfplatz für ihre Ideologie nutzen. Museen, Theater und Bibliotheken…
Selma Asotic. Sag Feuer - Gedichte. Suhrkamp Verlag, Berlin, 2025.Selma Asotic: Sag Feuer
Aus dem Bosnischen von Marie Alpermann und Rebekka Zeinzinger. Selma Asotić hat sich als junge feministische Stimme aus Bosnien einen Namen gemacht. Ihre Lyrik ist einfach,…

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