Perlentaucher - Online Kulturmagazin mit Presseschau, Rezensionen, Feuilleton

zuletzt aktualisiert 10.02.2026, 15.41 Uhr
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  • Daniele Dell'Agli: Aufruhr im Zwischenreich: Plädoyer für eine Befreiung des Themas Sterbehilfe aus dem Griff der Politik und mit ihr paktierender Verbandseliten
  • Monotheismus-Debatte im Perlentaucher: Angestoßen von Jan Assmann. Mit Beiträgen von Klaus Müller, Peter Sloterdijk und anderen
  • Die Beschneidungsdebatte: im Perlentaucher und in anderen Medien
  • Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
  • Der dänische Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
  • Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
  • Der 11.September: Eine Presseschau
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Perlentaucher-Fakten

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Buchautoren

Perlentaucher Archiv

Sortiert nach Datum | Rubriken

Montag, 02.04.2012

Heute in den Feuilletons

Zahle und herrsche

02.04.2012 Die FR verteidigt Andrea Breths Modernisierung von Bergs "Lulu" in Berlin. Die Welt wirft einen Blick auf die deutsche  Befindlichkeit zu Beginn des Falklandkriegs vor dreißig Jahren. In der NZZ beklagt David Simon, Autor von "The Wire", den Krieg gegen die Armen in den USA. In der FAZ fragt sich Christoph Lauer von der Piratenpartei, nachdem er von Kurt Beck angerüffelt wurde, ob er jemals wieder in einer Talkshow auftreten will.

Bücherschau des Tages

Naturtalente

02.04.2012 Die FR empfiehlt Kathrin Hartmanns wütendes Buch über die gesellschaftliche Spaltung in Deutschland "Wir müssen leider draußen bleiben". Ziemlich ausgefuchts findet sie auch Franziska Gerstenbergs Roman über ein verschwundenes Mädchen "Spiel mit ihr". Die SZ freut sich, wie klar und gelehrt ihr der Philosoph  Herbert Schnädelbach die Grundprobleme der Erkenntnis, der Sprache und des Handels erklärt.

Mord und Ratschlag

Schönheit in den Gesten

02.04.2012 In Oscar Urras Madrid-Trilogie raffen sich erschöpfte Männer noch einmal auf, um gegen die Mafia, einen korrumpierten Apparat und ihre Abschiebung aufs Abstellgleis zu kämpfen. Fred Vargas lässt in ihrem neuen Roman "Die Nacht des Zorns" die Wilde Jagd durch die Normandie reiten.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

02.04.2012 Der neue Pariser Chic.

Dienstag, 03.04.2012

Magazinrundschau

Sun Tzu trifft John Locke

03.04.2012 Vanity Fair berichtet vom World War 3.0. Im Merkur feiert Michael Maar den Schriftsteller Wolfgang Herrndorf. In der New York Review of Books liest Neal Ascherson die Geschichte des Großen Afrikanischen Kriegs im Kongo. In Slate.fr verteidigt der spanische Regisseur Alex de la Iglesia die "Internetpiraterie". In The New Republic lernt Timothy Snyder mit Paul Prestons Geschichte des Spanischen Bürgerkriegs etwas über die Selbstkolonialisierung Europas. In Frontline erklärt Shajahan Madampat: Islamismus ist auch in seiner gemäßigten Form nicht mit Demokratie vereinbar. Der New Yorker beschreibt die Nöte der Spielcasinos in Macau.

Heute in den Feuilletons

Vor allem die Leerkassette

03.04.2012 In der FR/Berliner Zeitung erklärt Ralf Bönt, was er mit "Kritik von links" am Feminismus meint. Auf Vocer stellt Stephan Weichert seinen Bericht zur Innovationsfähigkeit des deutschen Journalismus vor, um die es besser bestellt sein könnte. In der taz fasst sich Micha Brumlik angesichts eines "friedensbewegten" Appells in Sachen Iran und Israel an den Kopf. Außerdem singt die taz eine Hymne auf die Sopranistin Mojca Erdman. In NZZ und SZ geht die Debatte zum "Kulturinfarkt" weiter: Hat der Kulturbetrieb die Berührungsangst gegenüber der Kunst zum System gemacht?

Bücherschau des Tages

Perlende Gekräusel auf kulturgeschichtlichen Wellen

03.04.2012 Die NZZ lässt sich kundig und weise von Anita Albus durch die Kathedrale von Prousts "Recherche" führen. Fröstelnd begibt sie sich zudem in Tom McCarthys unterkühltes Romanuniversum "K". Die FR begegnet Peter Berling in seinen Erinnerungen "Hazard & Lieblos" als begnadetem Bohemien. Die SZ verfolgt interessiert, wie Linda Maria Koldau den Mythos Titanic re- und dekonstruiert. Die Euro-Norm der Paarbeziehung zu fürchten, lernt die FAZ von Christiane Rösingers Bilanz "Liebe wird oft überbewertet".

Mittwoch, 04.04.2012

Heute in den Feuilletons

Mit letzter Tinte

04.04.2012 In der SZ und der übrigen Weltpresse droht Günter Grass, mit Lyrik den Weltfrieden wieder herzustellen - gegen voraussehbare israelische Verbrechen. In der Welt holt Henryk Broder zum Gegenschlag aus. In der FAZ bedauert Monika Maron die Pleite der Solarfirma Q-Cells, die der Stadt Bitterfeld neue Hoffnung gegeben hatte. Und der Internetbuchhändler Libri.de streicht alle FAZ und SZ-Zitate aus Angst, dass es ihm wie dem Perlentaucher ergeht.

Bücherschau des Tages

Etwas kreativ Neues

04.04.2012 In der Zeit entdeckt Clemens Setz mit John Burnsides Roman "In hellen Sommernächten" einen neuen rätselhaften Literaturkontinent. Mit Begeisterung hat sie auch Adam Zamoyskis Geschichte von Napoleons Russlandfeldzug "1812" gelesen. In der taz feiert Stephan Wackwitz Heinz Schlaffers Geschichte der Lyrik "Geistersprache". Großartig findet die FAZ Tim Weiners spannende Geschichte des FBI.

Im Kino

Heldinnen in Primärfarben

04.04.2012 In Tarsem Singhs "Spieglein, Spieglein" fehlt der Apfel, dafür gibt es aber einen fantastischen Color Designer. In Klaus Lemkes ambivalenter Jungsfantasien "Berlin für Helden" muss man die widerständigen Details gegen das falsche Ganze verteidigen.

Donnerstag, 05.04.2012

Heute in den Feuilletons

Das mit dem Schweigen

05.04.2012 Wird Deutschland sich je von Grass' lyrischem Erstschlag gegen Israel erholen? Das Entsetzen ist jedenfalls ziemlich einhellig von taz über FAZ bis FR. Grass mogelt sich in die Rolle eines Opfers und Verfolgten, analysiert die FAZ. Da steigen die "Prägungen der Jugend" wieder an die Oberfläche, meint die Welt. Grass ist unaufrichtig, meint Micha Brumlik in der taz. In den Blogs kursieren Gegengedichte. Und in der SZ versichert man: "Veröffentlichen heißt ja nicht zustimmen."

Bücherschau des Tages

Freundlicher Anarchismus

05.04.2012 Die FAZ gratuliert Bora Cosic, der heute achtzig wird, und liest seine Erinnerungen an seine Kindheit in Zagreb und an seine Zeit mit den Surrealisten in Belgrad. Die NZZ vergnügt sich mit John Kennedy Tooles "Verschwörung der Idioten" und läutet mit Alexander Demandts Pontius-Pilatus-Biografie die Osterfeierlichkeiten ein.

Vorgeblättert

David van Reybrouck: Kongo - Eine Geschichte

05.04.2012 Der belgische Autor David van Reybrouck erzählt die Geschichte des Kongo aus der Sicht seiner Bewohner: von der blutigen Kolonialherrschaft der Belgier, der Mobutu-Diktatur bis hin in die Gegenwart. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Kongo - Eine Geschichte".

Samstag, 07.04.2012

Heute in den Feuilletons

Kalte, klare Gedanken

07.04.2012 Die NZZ entdeckt die Moderne im weißen Kleid von Renoirs Geliebter Lise Tréhot. Die FR stellt fest, dass Kultur für die Piratenpartei ja nur ein Wirtschaftsfaktor ist. Das Handelsblatt lässt beim Angriff auf die Piraten die Gedankenfreiheit untergehen und dekretiert: "Kluge Ideen sind kein Allgemeingut." Außerdem schlägt Günter Grass' Israel-Gedicht weiter Wellen. In der SZ verteidigt er seine lyrische Attacke. Die taz findet seine Rede von der gleichschalteten Presse sehr fragwürdig. Auf Spiegel Online meint Jakob Augstein allerdings: Günter Grass hat recht.

Bücherschau des Tages

Kann-nicht-ruhn

07.04.2012 Pardon für die Verspätung! Irgendjemand da oben hat was gegen Samstagsarbeit und nutzt alle technischen Tricks, sie zu torpedieren. Wer jetzt noch Zeit hat, sich ein Buch zu besorgen, findet hier noch einige Tipps: Die FAZ grölt mit Jägerwürstchen unanständige Lieder auf die Mohnschnecke Eloise von Piroggen. Die NZZ lernt von Lisa Elsässer "Die Finten der Liebe". Die taz amüsiert sich im "Hotel Nirgendwo" über den urban arroganten Humor der Heldin Ivana Bodrozics. Die SZ lernt von den Fitzgeralds, wie man die 10 Gebote und sich den Hals bricht. Allen Lesern friedliche Ostertage!

Bücher der Saison

Frühjahrsbücher 2012

07.04.2012 In der Literatur schickt Ungarn uns in die Abendschule, Prag in die Vorstadt, Israel in den Schlaf, Schottland liefert uns der Huldra aus, Amerika stellt uns auf ein Schlachtfeld, die Niederlande grübeln in Wales über Emily Dickinson, das Surselva veranstaltet ein letztes Besäufnis. Und dann gibt es noch diese multiethnischen Autoren, die feste Identitäten nur lächerlich finden. Die Sachbücher geben uns eine Lektion in Sachen Aufklärung, Rückzug und Beethoven.

Montag, 09.04.2012

Essay

Wege aus dem Schlamassel

09.04.2012 Wer im Namen des "guten Lebens" Verzicht predigt, ist ein Heuchler. Es ist nicht die Aufgabe der Ökologie, die Annehmlichkeiten des Fortschritts in Frage zu stellen oder sie anderen nicht zu gönnen, sondern sie mit Respekt für den Planeten zu vereinbaren. Der totalitären Versuchung eines ökologischen Diskurses, der sich in die intimsten Aspekte und Daseins einmischt, darf Europa ebenso wenig nachgeben wie den Einflüsterungen des Finanzkapitals oder der religiösen Intoleranz. Plädoyer für ein solidarisches Europa, das seine Energie aus den Ideen der Aufklärung zieht.

Dienstag, 10.04.2012

Heute in den Feuilletons

Als Unausgesprochenes umso mehr präsent

10.04.2012 Im Perlentaucher denkt Pascal Bruckner über das "gute Leben" nach, das jedenfalls nicht in der Preisgabe des westlichen Lebensstils bestehen kann. In der FAZ erzählt Liao Yiwu, warum er das Exil wählte. Die SZ verteidigt die Gema gegen Youtube. Und natürlich Grass: In der Welt nennt Hans-Ulrich Gumbrecht die wahren Gründe für sein Schweigen. Salman Rushdie wendet sich per Twitter gegen das israelische Einreiseverbot. In der New Republic glaubt Jeffrey Herf, dass der linke und linksliberale Mainstream in Deutschland nicht so weit von Grass abweicht.

Magazinrundschau

Preziöser Puritanismus

10.04.2012 Reason erklärt, warum im Journalismus die Verlierer die Geschichte schreiben. Salon.eu.sk erklärt, worin sich Tschechen und Slowaken unterscheiden. In der New York Review of Books erklärt J.M. Coetzee, warum Werther sterben musste.

Bücherschau des Tages

Dupfen, Hatschern, Schweiben

10.04.2012 Die NZZ freut sich über Matthias Nawrats gelungenes Debüt "Wir zwei allein". Sehr schön findet sie auch die Wiederbegegnung mit Georges Perros und seinem Gedichtroman "Luftschnappen war sein Beruf". Die FAZ feiert Ernst Augustins Roman "Robinsons blaues Haus". Und die SZ lässt sich von Corine Defrance und Ulrich Pfeil die deutsch-französische Gemengelage ausleuchten.

Mittwoch, 11.04.2012

Heute in den Feuilletons

Ergreifend dosiertes Pathos

11.04.2012 Die Feuilletons nehmen Abschied von Ivan Nagel. Die FR empfiehlt sein letztes Buch über "Gemälde und Drama", die FAZ erinnert sich vor allem an den großen Theatermann, die SZ an den großen Essayisten. Wir verlinken auf seine Autobiografie in Gesprächen bei Deutschlandradio Kultur. Die NZZ ist streng mit Amsterdams neuesten Kulturbauten mit Ausnahme des EYE Filminstituts. Die taz porträtiert den Folksänger Michael Hurley. Und Peter Glaser antwortet Grass mit einem richtigen Gedicht: "Der Blechrommel".

Bücherschau des Tages

Das Moment des Unseriösen

11.04.2012 Die SZ lernt von Atiq Rahimi, Dostojewski als Stimme der Hoffnung zu lesen. Herzzerreißend und hochpoetisch findet die FR Janet Frames Roman "Wenn Eulen schreien". Die NZZ empfiehlt Wells Towers Erzählungen "Alles zerstört, alles verbrannt". In der FAZ übst sich Jochen Schimmang mit Thierry Paquot in der Kunst des unproduktiven Mittagsschlafs.

Im Kino

Frustriertes Versprechen

11.04.2012 Joe Carnahans todesverliebter Männerfilm "The Grey" setzt Liam Neeson in Alaska aus und hetzt eine Horde hungriger Wölfe auf ihn. Sean Durkin setzt seinen Debütfilm "Martha Marcy May Marlene" aus Erinnerungsbruchstücken zusammen und weigert sich, seine Figuren durchzuerklären.

Redaktionsblog - Im Ententeich

Pascal Bruckner in Berlin

11.04.2012 Im Rahmen des "tazlab" über das "Gute Leben" am Samstag in Berlin wird Pascal Bruckner über den "Fanatismus der Apokalypse" sprechen - so der Titel seines letzten, bisher nur in Frankreich erschienenen Buchs. Einige der Themen des Buch schneidet er auch in seinem Essay "Wege aus dem Schlamassel" an, der zuerst auf deutsch im Perlentaucher erschien.

Donnerstag, 12.04.2012

Heute in den Feuilletons

Aber Grass war schon immer so

12.04.2012 Günter Grass äußert sich in der SZ irritiert: Trotz seiner massiven dichterischen Intervention zeigt sich Israel "keiner Ermahnung zugänglich". In der FAZ schlägt Durs Grünbein die Hände über dem Kopf zusammen: So dumm, so krass kann Dichtung sein. Die Medien sind der Skandal, schreibt Robert Menasse auf news.at. In der Welt diagnostiziert Henryk Broder: Grass hat den Antisemitismus einen Schritt weiter gebracht. In der Jungle World konstatiert Yoram Kaniuk: Grass hat nie über den Holocaust geschrieben. Die Zeit erklärt, warum sie das Gedicht nicht druckte: Kein Redakteur in der Zeitung wäre bereit gewesen, es publizistisch zu verteidigen.

Bücherschau des Tages

Fünf Pfund Kulturkitt

12.04.2012 Die Zeit empfiehlt sehr herzlich Nedim Gürsels Roman "Allahs Töchter", in dem üppige Göttinnen eine größere Rolle spielen als zornige alte Männer. Inspirierend und ärgerlich, klug und verwirrend findet sie zudem die dreibändige Edition "Europäische Erinnerungsorte". Die NZZ preist den amerikanischen Lyriker Wallace Stevens und seine formvollendeten Gedichte "Hellwach, am Rande des Schlafs". Die SZ mag kaum glauben, wie unbefangen R.M. Douglas in seinem Buch "R.M. Douglas 'Ordnungsgemäße Überführung' über die Vertreibung der Deutschen schreibt.

Vorgeblättert

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012 Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne".

Freitag, 13.04.2012

Heute in den Feuilletons

Nein, Sie haben Guernica gemacht!

13.04.2012 Die Welt erklärt, wie man sich heute noch im Roggen versteckt. In der NZZ meint Richard Wagner: die Frage ist nicht, ob Grass antisemitisch ist, sondern wie er zur Demokratie steht. In der taz meint die Grünen-Politikerin Agnes Krumwiede: Das Internet kann keinen Verleger und Investor ersetzen. Die New York Times und die FAZ kommentieren den jüngsten Sieg von Amazon über Apple, der es Amazon wieder erlaubt, Ebook-Preise zu senken. Und Salon erzählt, wie Amazon bei kleinen Verlagen und Literaturzeitschriften für Sympathie wirbt: mit Geld.

Bücherschau des Tages

Das Glück im idyllischen Winkel

13.04.2012 Gut geschrieben ist gut gedacht: Die FR freut sich über Rolf Hosfelds "wunderschöne" Tucholsky-Biografie. Die SZ lässt sich von David Vann in die "Unermesslichkeit" einer Ehehölle ziehen. Als Liebeserklärung an den Schwarzwald liest die FAZ Matthias Nawrat Debütroman "Wir zwei allein".

Samstag, 14.04.2012

Heute in den Feuilletons

Der Eisberg ist das Monument dieses Misstrauens

14.04.2012 In der FAZ bekennt Fritz Stern seine Bestürzung über Günter Grass. In einem posthumen Video bespricht Christopher Hitchens die zehn Gebote. Vor hundert Jahren sank die Titanic - aber das war nur die Spitze des Eisbergs! Die NZZ bringt einen wunderbaren Text von Hans Blumenberg aus diesem Anlass. Außerdem geht Jan Koneffke dem philippinischen Autor Miguel Syjuco fast auf den Leim. Und Isolde Charim fragt in der taz: Kann es ein gutes Leben in der Apokalypse geben? (Und wird darüber heute mit Pascal Bruckner auf dem "tazlab" diskutieren.)

Bücherschau des Tages

Raffiniertes Spiel

14.04.2012 Die SZ lässt sich von Martin Gayford erzählen, wie es ist, von Lucian Freud gemalt zu werden. Die taz zieht sich mit Tony Judt in dessen Chalet der Erinnerung zurück. Die NZZ liest mit Miguel Syjucos "Die Erleuchteten" einen trickreichen und informativen Roman über die mächtigsten Familien auf den Philippinen. Die FAZ erlebt ganz großes Hörkino mit einer Hörspielversion von Kafkas Roman "Der Verschollene".

Montag, 16.04.2012

Heute in den Feuilletons

Sie spricht sich in Form

16.04.2012 Im Guardian nennt Sergey Brin von Google die Hauptgefährder der Freiheit im Internet: China, Facebook, Iran und Apple. In den Blogs wird über die Marktmacht von Amazon bei Ebooks diskutiert: Begeben sich die Verlage aus Angst vor Piraten in die Klauen des als Großmutter verkleideten Wolfs? In der Welt kritisiert der Philosoph Byung-Chul Han den Demokratiebegriff der Piratenpartei. In der SZ plädiert Dirk von Gehlen für eine Kulturflatrate, während Kathrin Passig im Tagesspiegel erklärt, wie sie sich gegen den Ausverkauf ihrer Urheberrechte wehrt. In der FAZ stellt sich Ingo Schulze an die Seite von Günter Grass.

Bücherschau des Tages

Antiurbaner Furor

16.04.2012 Die FAZ wirft mit Robert Laughlin einen Blick in die Energie-Zukunft, in der Roboter unsere untermeerischen Pumpspeicherkraftwerke betreiben werden. Als Buch der Stunde empfiehlt die FR Nihad Siris' syrische Satire "Ali Hassans Intrige". Die SZ stellt eine Monografie des Mietshaus-Architekten Albert Gessner vor und bespricht politische Jugendbücher.

Dienstag, 17.04.2012

Magazinrundschau

Um die Prinzessin zu retten

17.04.2012 Amazons Preisdruck wird am Ende auch für die Kunden nicht gut sein, warnt Slate. In El Espectador überlegt Hector Abad, welche Länder besser Kolonien geblieben wären. The Atlantic porträtiert den Videospiel-Erfinder Jonathan Blow als Künstler. In Le Monde verteidigt Frederic Beigbeder den Realismus in der Literatur. Im Guardian kritisiert Ma Jian die Londoner Buchmesse für ihren Kotau vor der chinesischen Zensurbehörde. In Morning News verliert Alex Jung seine Angst vor einem nicht männlichen Kleidungsstück.

Heute in den Feuilletons

Warnungen vor dem Endgericht

17.04.2012 Die Grass-Debatte ist definitiv abgeflaut. Jetzt ist wieder Urheberrecht dran. Marcel Weiß wendet sich in Neunetz scharf gegen die von Dirk von Gehlen in der SZ vorgebrachte Idee einer Kulturflatrate. In der FAZ plädiert die Grünen-Politikerin Agnes Krumwiede gegen eine Verkürzung der Schutzfristen, die nur Google nützen würde. Zwei andere Grüne wollen dagegen in der FR eine Modernisierung des Urheberrechts. Die NZZ berichtet über Mario Vargas Llosas Warnung vor Kulturverfall qua Internet. Außerdem rät sie von urheberrechtlichen Klagen gegen den Perlentaucher ab. Aber nicht alles ist Internet: Die Zeitschrift Landlust verkauft inzwischen mehr Exemplare als der Spiegel, meldet turi2.

Bücherschau des Tages

Das Quaken der Unken

17.04.2012 Das Scheitern im Jahr 2011 als evolutionäres Phänomen lernt die SZ in Patricia Görgs "Handbuch der Erfolglosen" kennen - und ist hellauf begeistert. Von Martin Walser erfährt sie, wie Rechtfertigung zu Rechthaberei wurde. Sehr berührt liest die NZZ Aharon Appelfelds elegischen Roman "Der Mann, der nicht aufhörte, zu schlafen". Die FAZ bewundert Matthias Göritz' raffinierte Gedichte "Tools".

Virtualienmarkt

Auf den Kopf gestellter Zauberlehrling

17.04.2012 Wie konnte es geschehen, dass eine so abstrakte wie randständige Materie wie das Urheberrecht solch massive politische Wirkung entfaltet, mit Hebeln, die von den Rändern bis ins ideologische Zentrum der Gesellschaft einhaken? Ein Plädoyer für pragmatische Lösungen

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

17.04.2012 Nussschale voraus!

Mittwoch, 18.04.2012

Heute in den Feuilletons

Heizwärme aus dem Parlamentsgebäude

18.04.2012 In der FAZ fordert Necla Kelek die deutschen Islamfunktionäre auf, eine klare Position zu den Salafisten einzunehmen. In der FR erklärt die Kunstkritikerin Jennifer Allen von der Zeitschrift frieze, warum brasilianische Künstler in Berlin besser Deutsch sprechen als italienische oder britische. Das nepalesische Magazin Himal würdigt die Rolle von Sufi-Dichterinnen. Die NZZ schildert die Schwierigkeiten bosnischer Kultureinrichtungen. Außerdem 50 rätselhafte Schwarzweißfotos. Und Nicolas Cage spielt John Cage.

Bücherschau des Tages

Viel lesen und viel schreiben

18.04.2012 Die FR feiert Jaroslav Rudis' magischen Roman "Die Stille in Prag". Die NZZ verinnerlicht die "Zehn Gebote des Schreibens", wie sie 42 SchriftstellerInnen im gleichnamigen Buch verkünden. Die SZ sieht mit Georges-Arthur Goldschmidts Erzählung "Ein Wiederkommen" die Poesie der Selbstbespiegelung auf neue Gipfel geführt (Hier unser "Vorgeblättert"). Die FAZ empfiehlt Herbert Schnädelsbachs "Was Philosophen wissen".

Im Kino

Detailintensitäten

18.04.2012 Bertrand Bonello entwirft in "Haus der Sünde" ein Luxusbordell als samtene Hölle auf Erden. Josh Trank stülpt in "Chronicle" den Superheldenfilm mit wenig Geld auf Indie-Ästhetik um.

Donnerstag, 19.04.2012

Heute in den Feuilletons

Dieser Aaskäfer des französischen Leids

19.04.2012 In der Welt spricht BHL deutlich aus, wie er über Marine Le Pen denkt. Außerdem fürchtet der Philosoph Pierre Zaoui einen Erfolg des Linkspopulisten Jean-Luc Mélenchon bei den Wahlen am Sonntag. Als perfide Propaganda sieht die Jüdische Allgemeine  die Arte-Miniserie "Gelobtes Land". Die Columbia Journalism Review untersucht den sagenhaften Erfolg der Huffington Post: Networking ist das Geheimnis. Und Charles Simic gibt es im Blog der NYRB zu: Er liest gern auf dem Klo.

Bücherschau des Tages

Techniken der Kälte

19.04.2012 Große Freude hat die FAZ am schrulligen Snobismus, mit der Tom Hodgkinson uns in die "Schöne alte Welt", also auf seinen Bauernhof nach Devon führt. Außerdem rät sie nachdrücklich, Rahel Varnhagens "Buch des Andenkens für ihre Freunde". Die SZ liest berührt Stefan Blocks Roman über seinen manisch-depressiven Großvater "Aufziehendes Gewitter". Die Zeit entdeckt die französische Autorin Hélène Bessette wieder.

Vorgeblättert

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012 Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten".

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

19.04.2012 Kopf an Kopf, rollend und laufend.

Freitag, 20.04.2012

Heute in den Feuilletons

Ohne Film, ohne Oper, ohne elitäre Spitzenkultur

20.04.2012 In der FAZ fürchtet der Tatort-Autor Niki Stein, dass ihm die Piraten sein geistiges Eigentum wegnehmen. Die Welt protestiert gegen den Rückbau der Stadt Duisburg. Und: Sensation bei Spiegel online: Wird das erfolgreiche Portal kostenpflichtig?

Bücherschau des Tages

Nerv für klare Worte

20.04.2012 Die FR liest mit Vergnügen Laurie Pennys Abrechnung mit dem "Fleischmarkt" für weibliche Körper. Die NZZ empfiehlt Bram Stokers "Dracula"-Roman als nach wie vor einprägsame Mischung aus Pornografie und Kitsch. Die SZ lässt sich von F.C. Delius in die heroische Zeit der Gruppe 47 versetzen (hier unser Vorgeblättert).

Samstag, 21.04.2012

Heute in den Feuilletons

Sogenannter Sechser

21.04.2012 In der NZZ erklärt der jugoslawische Schriftsteller Miljenko Jergovi?, warum Völker so gern Opfer sein wollen. Im Filmmagazin artechock ärgert sich Rüdiger Suchsland über die Feigheit der "Tatort"-Autoren. In der Welt erklärt Pascal Bruckner die Gesetze des Politischen in Frankreich. Die taz feiert Günter Netzers Ankunft aus der Tiefe des Raums vor 40 Jahren. Die SZ gibt ihr okay zum Urteil des LG Hamburg im Streit zwischen Youtube und der Gema. Die FAZ lauscht den Phrasen der Revolution in Andrej Belyis "Petersburg".

Bücherschau des Tages

Scheibe vom Brot des Lebens

21.04.2012 Die FAZ lässt sich von David Vann in Beziehungskämpfe griechischen Ausmaßes vor der Kulisse Alaskas hineinziehen. Die SZ hätte Oliver Storz' Romanfragment "Als wir Gangster waren" gern zuende gelesen. Die taz staunt über Milena Michiko Flasar: dezent, fast scheu, und doch knüppeldick ist ihre Prosa. Die NZZ empfiehlt Dubravka Ugresics "Karaokekultur" als radikale Kritik am postmodernen Kulturbetrieb.

Montag, 23.04.2012

Heute in den Feuilletons

Die Karotte vor der Nase

23.04.2012 Ai Weiwei wird gegen die chinesischen Steuerbehörden Klage erheben, berichtet die Welt. Nicolas Sarkozys Niederlage ist auch eine moralische, meint Michel Wieviorka in rue89. In der taz geißelt der Wirtschaftstheoretiker Yanis Varoufakis die europäische Griechenland-Politik. In der FAZ konstatiert Olaf Kühl, dass man in Russland durchaus über Michail Chodorkowski sprechen kann - und dass nicht wenige mit ihm sympathisieren.In Spiegel Online fordert der Blogger Michael Seemann glatt eine Abschaffung des Urheberrechts.

Bücherschau des Tages

Wozu nützen die Gesetze

23.04.2012 Heute muss einfach Samar Yazbeks "Schrei nach Freiheit" gelesen werden, meint die FR, die selbst diesen mutigen Bericht der syrischen Autorin voller Bewunderung aufgenommen hat. Die FAZ empfiehlt Bruno Schulz' traumhafte Erzählungen "Das Sanatorium zur Sanduhr". Die SZ lobt ein neues Adorno-Handbuch und versinkt in Daniel Glattauers Roman "Ewig dein".

Medienticker-Archiv

Olle Kamelle dick aufgeblasen

23.04.2012 Die Welt fragt: Schrieb die Stasi bei Wallraffs "Ganz unten" mit? - Welttag des Buches: Der "Wälzer" ist nicht totzukriegen - Spiegel-Bestsellerliste Sachbuch: Ein literarischer Menschenversuch - New York Times: Gewinn schrumpft, Umsatz stagniert - Kirch-Prozess: Deutsche Bank in neuer Bedrängnis - Friedrich Christian Delius: 40 Jahre (im) Literaturbetrieb + Der Filmemacher Peter Weiß.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

23.04.2012 Gefährdet der Wutbürger den ohnehin brüchigen Weltfrieden?

Dienstag, 24.04.2012

Magazinrundschau

Und sagen kein Wort

24.04.2012 Frauen könnten die Verlierer der Arabellion werden, fürchtet Mona Eltahawy in Foreign Policy.  Der Reporter des Smithsonian Magazine besichtigt nackt das neue Kunstmuseum auf Tasmanien. Der Espresso lacht und weint über Roberto Benigni. In The New Republic wirft Adam Thirlwell Claude Lanzmanns Shoah-Bild Mystizismus vor. Elet es Irodalom würdigt Laszlo Földenyis intellektuelle Empfindsamkeit. In der London Review of Books porträtiert Jacqueline Rose Marilyn Monroe als Feministin. Maisonneuve erklärt am Beispiel von Schneeräumverträgen in Montreal, wie Korruption funktioniert. In Granta erzählt Julie Otsuka eine Geschichte japanischer Katalogbräute.

Heute in den Feuilletons

Per Hand oder per Maschine

24.04.2012 Der Verlierer der französischen Wahlen heißt Nicolas Sarkozy - und besiegt wurde er von Marine Le Pen, meint Gilles Hertzog im Blog La Règle du jeu. Nein, der Islam gehört nicht zu Deutschland, schreibt Monika Maron in der Welt. Die NZZ stellt den  italienischen Autor und politischen Paradiesvogel Antonio Pennacchi vor. In der taz preist Najem Wali John Freelys Kulturgeschichte der arabischen Welt. In der SZ hält Franzobel eine Laudatio auf Nora Gomringer.

Bücherschau des Tages

Gebrochene Offenheit

24.04.2012 Schwer schlucken musste die NZZ bei Antonio Pennacchis Roman "Canale Mussolini", der von ihr verlangt, den Faschismus des Duce zu verachten, aber seine Trockenlegung der Pontinischen Sümpfe zu verehren. In der taz feiert Najem Wali John Freelys Geschichte des arabisch-europäischen Wissenstransfers "Platon in Bagdad". Die FAZ lernt in David Gutersons Satire "Ed King", wie man aus seinem Kind einen milliardenschweren Internet-Tycoon macht.

Medienticker-Archiv

Quo vadis Jazz?

24.04.2012 Die Bremer Musikmesse jazzahead! - Nach dem Youtube-Urteil: Die Urheberrechts-Rakete - Enzensbergers Titanic-Lesung in Belfast - Keiner hört dem anderen zu: Karin Henkel inszeniert Dostojewskis "Der Idiot" nach in Köln - Biografie als Eigenkapital: Erhard Schütz über Alfred Anderschs beschönigte NS-Vergangenheit + Freispruch im Inquisitionsprozess: Über Terry Eagletons "Warum Marx recht hat".

Mittwoch, 25.04.2012

Heute in den Feuilletons

Wir waren bei 30 Sendern

25.04.2012 Der Tagesspiegel stellt drei Regisseuren eine heikle Frage: Wie lebt man eigentlich vom Filmemachen? Rue89 trifft den syrischen Karikaturisten Ali Ferzat, der weiter zeichnet, auch nachdem ihm  Schergen Assads die Hände gebrochen haben. Sascha Lobo kritisiert auf spiegel.de die Kritiker der Seltsternannten. In der Welt fragt sich BHL, wir Frankreich auf den Erfolg von Marine Le Pen reagieren soll. Und: wie sich der Vatikan, israelische Ultraorthodoxe und iranische Geistliche um die Tugend der Frauen sorgen.

Bücherschau des Tages

Melancholie und Slapstick

25.04.2012 Als Meisterwerk der japanischen Erzählkunst feiert die NZZ Ogai Moris zarten Liebesroman "Die Wildgans". Sehr verdienstvoll findet sie Werner Fulds "Buch der verbotenen Bücher". Als schwungvollen Schmöker über Philologie, Humanismus und Klosterleben lässt sich die SZ Stephen Greenblatts Renaissance-Geschichte "Die Wende" gefallen. Die FAZ nähert sich mit Gunnar Gunnarssons Roman "Vikivaki" echt isländischem Lebensgefühl.

Medienticker-Archiv

Lärmspirale

25.04.2012 Vom Umgang mit einer immer lauteren Welt - Weltwoche: Roger Köppels Freude, den Frieden zu stören - Frankreichs Intellektuelle: Wo sind Sartres Erben? - IVW-Zahlen: Alle Regionalzeitungen verlieren, bis auf eine - Google präsentiert: Onlinespeicher Drive - Vorratsdatenspeicherung: Deutschland lässt sich von der EU verklagen - Jahrhundertbuch im Radio und auf CD: Vor "Ulysses" muss sich niemand fürchten.

Im Kino

Liebe Deutschland

25.04.2012 Morgen beginnen die 58. Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen, jenes Festival, auf dem vor genau 50 Jahren das wichtigste Dokument der deutschen Nachkriegs-Kinogeschichte, das Oberhausener Manifest entstand. Eine Internetserie setzt sich mit dem Erbe dieses Manifests auseinander. Aber schon das Zustandekommen dieser Serie sagt einiges über den Stand filmischer Produktionsbedingungen in Deutschland aus, meint Maximilian Linz, Regisseur und Produzent der Serie.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

25.04.2012 Auf dem Amt.

Donnerstag, 26.04.2012

Heute in den Feuilletons

Im Rausch der akademisierten Veredelung

26.04.2012 In der Zeit warnt Dominik Graf vor dem deutschen Relevanzkino: Der Verlust an Trivialität ist dramatisch. Die taz setzt sich in Wiesbaden unerschrocken der russischen Realavantgarde aus. Im Freitag schildert die Journalistin Hani Yousuf die gefährliche Lage in Pakistan. Die FR eruiert Hintergründe zum berüchtigten "Todesspiel" von 1942 in Kiew. In der NZZ warnt Miriam Meckel vor drastischen Etiketten in Feuilletondebatten. SZ und FAZ widmen sich salafistischen Umtrieben in Köln und Kairo.

Bücherschau des Tages

Universelle Weißwerdung

26.04.2012 Die Zeit feiert die wunderschönen und gelassenen Erzählungen "Heimsuchungen" der Nigerianerin Chimamanda Adichie. Sehr empfehlen kann sie auch David van Reybroucks Geschichte des Kongo (hier unser Vorgeblättert). Die NZZ liest beeindruckt Indra Sinhas Roman "Menschentier". Die FR begeistert sich für Stephen Greenblatts elegante Renaissance-Geschichte "Die Wende".

Medienticker-Archiv

Verfeindete Freunde

26.04.2012 Streitgespräch: Martin Walser und Mathias Döpfner diskutieren über Axel Springer, Israel und Günter Grass - Werner Fuld schreibt über verbotene Bücher und provoziert: DDR-Literatur war nur "Lebenshilfe" - WAZ-Gruppe plant Einführung eines Bezahlmodells für digitale Inhalte + Hans Jacob Christoffel von Grimmelshausen: Vom Bäckerjungen zum Weltliteraten.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

26.04.2012 Gut betreut.

Freitag, 27.04.2012

Heute in den Feuilletons

Tendenz zur Selbstzerfleischung

27.04.2012 Vor der Verleihung der Deutschen Filmpreise heute Abend bereitet der Zustand der Branche weiter große Sorge: Die SZ sieht schon Anzeichen von Gremiendenken bei den Kreativen. Viel Politkitsch und begriffliche Schludrigkeit entdeckt die FAZ auf der Berlin-Biennale. Die NZZ kann im französischen Wahlkampf keinen Mangel an Ideen erkennen, die meisten sind nur leider recht unschön. Dafür haben Franzosen wenigstens eine Vorstellung vom Internet, tröstet sich die taz.

Bücherschau des Tages

Ins Surreale neigend

27.04.2012 Die SZ freut sich über eine Neuausgabe von Paul Bowles' marokkanischen Reiseberichten "Taufe der Einsamkeit", denen sie absolut keine pädagogische Absichten nachsagen kann. Außerdem arbeitet sie sich beglückt durch Thomas von Aquins
"Quaestiones Disputatae". Die FAZ durchlebt mit Alan Pauls' "Geschichte der Haare" argentinische Traumata.

Medienticker-Archiv

Und wieder ein Sommer ..

27.04.2012 Lothar Struck über Peter Handkes Sommerdialog in Aranjuez - Experiment: Trockenschwimmen im digitalen Teich - Tagesschau im Dauerbetrieb: Eins Extra wird zu Tagesschau24 - Oper-Posse: Bizarrer Streit um Kölns Bühnen - "Ich habe versagt" - Murdoch zeigt Reue - Vor dem Parteitag: Piraten warnen Journalisten vor Hacker-Attacken - Philipp Keel neuer Diogenes-Verleger + Michael Jürgs blättert im Testament des Axel Cäsar Springer.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

27.04.2012 Arm dran.

Samstag, 28.04.2012

Heute in den Feuilletons

Ebenso viel Weiterbildung wie Vergnügen

28.04.2012 Die taz schildert die Angst einer afghanischen Metal-Band vor dem Abzug der Alliierten. Die FR vermisst Popkritik im Internet. Die NZZ erklärt, warum die Documenta so gut nach Kassel ("eine der hässlichsten Städte westlich Sibiriens") passt. Die FAZ fragt: Was macht das Saxofon in Ambroise Thomas' Hamlet-Oper? Und was der Staat in der Hand des Finanzkapitals?

Bücherschau des Tages

Furchterregend düster

28.04.2012 Die FAZ liest erstmals die Rohversion von Raymond Carvers Erzählungen "Beginners" und findet sie gar nicht mal schlechter als die berühmte, fettfreie Version seines Lektors. Sehr empfehlen kann sie auch Gerbrand Bakkers Roman "Der Umweg". Die NZZ begeistert sich für Christina Maria Landerls Wien-Roman "Verlass die Stadt". Die SZ lobt die formale Präzision von Dea Lohers Romandebüt "Bugatti taucht auf". Und die taz preist noch einmal Guy Delisles Comicreportage "Aufzeichnungen aus Jerusalem".

Montag, 30.04.2012

Heute in den Feuilletons

Eitle Cervelats

30.04.2012 FAZ und taz schimpfen über die Auswahl für die Deutschen Filmpreise: kleinbürgerlich und bieder. Der Tagesspiegel findet dagegen aufregendes Relevanzkino gewürdigt. Im Blog der New York Review of Books denkt Verleger Jason Epstein darüber nach, was die Preispolitik Amazons für die Verlage bedeutet. Die NZZ trauert um David Weiss, der zusammen mit Peter Fischli Fleischteppich kaufende Essiggürkchen einen glänzenden Auftritt bot. Die SZ bewundert die neue Bildsprache avancierter Infografiken.

Bücherschau des Tages

Der Geist blüht, wo er hinfällt

30.04.2012 In hohen Tönen lobt die FAZ John Freelys Kulturgeschichte "Platon in Bagdad", die sehr schön erzählt, wie die arabische Welt einmal die Wissenskultur zum Explodieren brachte. Die SZ begibt sich mit Jens Mühling auf "Russische Abenteuer" und lässt sich von Ursula Kossers Buch "Hammelsprünge" an die grotesken Gockeleien der Bonner Republik erinnern. Die taz liest Wolfgang Kraushaars Untersuchung der Protesbewegungen des Jahres 2011 "Der Aufruhr der Ausgebildeten".

Medienticker-Archiv

Moralischer Tsunami in der Erregungsgesellschaft

30.04.2012 Wolfgang Michal: So schnell wie die Nazis oder Die Kunst des politischen Vergleichs - Qualtinger als Thoreau: Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat - Horváth an der B1: Nis-Momme Stockmanns "Der Freund krank" uraufgeführt + Der glückliche Gärtner Jakob Augstein.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

30.04.2012 Neue Freunde.

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BuchLink: Aktuelle Leseproben. In Kooperation mit den Verlagen (Info)

Alexander Schnickmann. Gestirne - Weltraumgedichte. Matthes und Seitz, Berlin, 2026.Alexander Schnickmann: Gestirne
Kometen und Sonnenfinsternisse, schwebende Planeten und galaktische Stürme: Im endlosen Raum des Weltalls ist alles von Licht durchwebt und strahlt in finsterer, ewiger Nacht.In…
Barbara Honigmann. Mischka - Drei Porträts. Carl Hanser Verlag, München, 2026.Barbara Honigmann: Mischka
Eigentlich war es kein Kreis, eher ein Kosmos, ein Universum, das mich in meiner Kindheit und Jugend umstrahlte." Barbara Honigmann erzählt vom Leben und Überleben der Freunde…
Natascha Strobl. Kulturkampfkunst - Ein Handbuch. Suhrkamp Verlag, Berlin, 2026.Natascha Strobl: Kulturkampfkunst
Ein "Zuschauer*innen" in den Nachrichten, und das Internet kocht. Ein Verlag zieht zwei Winnetou-Bücher zurück, und die Angelegenheit weitet sich fast zu einer Staatsaffäre…
Abbas Khider. Der letzte Sommer der Tauben - Roman. Carl Hanser Verlag, München, 2026.Abbas Khider: Der letzte Sommer der Tauben
Wie totalitäre Herrschaft in den Alltag dringt. Noah ist vierzehn Jahre alt und Taubenzüchter. Eines Tages flattern seine geliebten Tiere unruhig durch die Lüfte, über der…

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