Perlentaucher - Online Kulturmagazin mit Presseschau, Rezensionen, Feuilleton

zuletzt aktualisiert 11.02.2026, 09.05 Uhr
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  • Daniele Dell'Agli: Aufruhr im Zwischenreich: Plädoyer für eine Befreiung des Themas Sterbehilfe aus dem Griff der Politik und mit ihr paktierender Verbandseliten
  • Monotheismus-Debatte im Perlentaucher: Angestoßen von Jan Assmann. Mit Beiträgen von Klaus Müller, Peter Sloterdijk und anderen
  • Die Beschneidungsdebatte: im Perlentaucher und in anderen Medien
  • Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
  • Der dänische Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
  • Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
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Buchautoren

Perlentaucher Archiv

Sortiert nach Datum | Rubriken

Montag, 02.08.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Wo eine Dame fluchte

02.08.2021 Die taz ruft "Laschet uns beten" und leuchtet die erzkatholischen Hintergründe des CDU-Kanzlerkandidaten aus. In starke-meinungen.de erklärt Alan Posener, warum er A. Dirk Moses für einen Israelhasser hält.  In der NZZ analysiert der Politikwissenschaftler Eckhard Jesse den Niedergang der großen Volksparteien. In der FAZ staunt Livia Gerster, welcher Zauber bloßen Wörtern in den neuesten Ideologien innewohnt. Das Verfassungsblog fragt, was man ab jetzt zitieren darf und zu welchem Preis.

Efeu - Die Kulturrundschau

Komm, beglücke mich!

02.08.2021 Die FAS untersucht mit einem Parfum der Künstlerin Pamela Rosenkranz das gestörte Verhältnis von Mensch und Tier. Die NZZ stellt den polnisch-jüdischen Autor Leopold Tyrmand vor. Warum sind deutsche Liebesfilme nur immer so unromantisch, fragt sich in der NZZ Tobias Sedlmaier. Perfekten Verführungsstoff hört dagegen die hüftschwingende SZ mit "Paani Paani" von Rapper Badshah. Die nachtkritik reagiert entgeistert auf den "Chor der Mütter, die den Holocaust überlebt haben" in Marta Górnickas Inszenierung "Still Life. A Chorus for Animals, People and all other lives". Die FAZ feiert den Orpheus des zwanzigsten Jahrhunderts: Enrico Caruso.

Medienticker

Schneller Schlau

02.08.2021 Schleichwerbung auf Instagram: Bundesgerichtshof prüft an der Realität vorbei -Philosophie hat kein Ergebnis: Karl Jaspers im Hörfunk-Archiv - Urlaubszeit=Lesezeit! Bücher für den Ferienkoffer oder Lust aufs Lesen machen: Der Literatursommer im DLF Kultur + Inga Rumpf: Mit 75 noch Trumpf!

Bücherschau des Tages

Clowneske Kollisionen

02.08.2021 Die FAZ staunt, wie Sergej Lebedew in seinem Nervengift-Roman verdrängte russische Geschichte in „schwebende“ Literatur verwandelt. Die SZ empfiehlt zwei neue Bücher über Rechtsextreme in Polizei und Bundeswehr. Die FR lässt sich von Fritz Pleitgen eine unmögliche Geschichte über die Mächtigen erzählen. Die NZZ macht mit Leopold Tyrmands Hochstapler „Filip“ Frankfurt unsicher. Der Dlf liefert mit Ferdinand Schmalz Tiefgekühltes während der Hundstage aus und blickt mit Judith Schmidt auf die Saisonarbeit. Und Dlf Kultur denkt mit Jean-Pierre Wils über Sterbehilfe nach.

Dienstag, 03.08.2021

Magazinrundschau

Die Macht der Salbung

03.08.2021 Bloomberg beobachtet den Ausverkauf des brasilianischen Regenwaldes unter Jair Bolsonaro. De Nederlandse Boekengids stellt sich "Commons" als eine Praxis vor, die bewusst betrieben wird. Der New Yorker beschreibt, wie die Republikaner versuchen das Wahlsystem der USA zu untergraben. Im Film Dienst empfiehlt Alexander Kluge eine Senkung der Ich-Schranke. Die New York Times trifft sich mit Gaddafis Sohn Saif.

Efeu - Die Kulturrundschau

Raubzüge am schönen Tier

03.08.2021 Die Tupfen und Kleckse des einen ergänzen die Schmierereien und Kratzer des anderen: Commonweal sieht die Gemeinsamkeiten im Werk von Willem de Kooning und Chaim Soutine. Die taz bewundert die kollektiven Fantasien der Mode von Birgit Jürgenssen. In der FAZ ruft Martin R. Dean dem vor der "political correctness" aus Deutschland fliehenden Kollegen Matthias Politicky zu: Was wir gerade erleben, ist Aufklärung! Der Standard erinnert an den belarussische Nationaldichter Janka Kupala. Die SZ lässt sich von Christian Thielemanns Bruckner mitreißen.

9punkt - Die Debattenrundschau

Der schreckliche Adolf Hitler

03.08.2021 Die Karibik ist Paradies und Hölle zugleich, schreibt Hans Christoph Buch in der NZZ.  Der Antisemitismus ist ein Rassismus, sagte der israelische Außenminister Jair Lapid und löste damit eine heftige Debatte aus, berichtet die FAZ. Der Holocaust ist einer unter vielen, schreibt der Literaturproessor Silvio Vietta in der Wiener Zeitung. Der New Statesman zeigt, wie Google und Co. die Forschung über sich gleich selbst finanzieren. Und Robin DiAngelo erzählt in einem Interview, wie sie entdeckte, dass sie weiß ist.

Medienticker

Frauenpower als Statement

03.08.2021 Wie Social Media & Smartphones echte Beziehungen unterbinden - Zur Debatte um den "Buhlschaftsbusen" + Leopold Federmair über Handkes Rache - Mehr als ein Buch: Frank Sinatra has a cold + Mit Smoking & Fliege neben Lady Gaga & Amy Winehouse - The Good Life: Tony Bennett wird 95 Jahre alt.

Bücherschau des Tages

Durch Ruhestand erledigt

03.08.2021 Die FAZ taucht ein in eine literarische Collage zur Geschichte von St. Petersburg. Von Markus Materna lernt sie, wie sich die NS-Juristen nach Kriegsende gegenseitig exkulpierten und ohne Hindernisse in der BRD weiter Karriere machten. Die NZZ schwankt zwischen Faszination und Entsetzen bei der Lektüre von David G. Marwells Mengele-Biografie. Die SZ blättert sich tief beeindruckt durch die Fotos, die Gilles Peress 1972 am Bloody Sunday in Derry, während des Massakers der britischen Armee an irischen Zivilisten, aufgenommen hat. Geradezu prophetisch für die Corona-Epidemie findet die taz Ling Mas Zombieroman "New York Ghost".

Mittwoch, 04.08.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Ein paar einzelne Schaumkronen

04.08.2021 "Es war Auftragsmord", schreibt die taz zum Tod des Aktivisten belarussischen Witali Schischow in Kiew. In der SZ gibt der Soziologe Henning Melber den Herero und Nama recht, die die deutsche Entschuldigung für den Völkermord kritisieren: Die Nachfahren hätten in die Verhandlungen mit einbezogen werden müssen. Ebenfalls in der SZ wünscht sich der Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen einen Abschied von der "Fetischisierung des Neuen". In Frankreich braut sich was zusammen, fürchtet Ulrike Guérot in der Berliner Zeitung.

Efeu - Die Kulturrundschau

Die Geometrie ist nirgendwo dogmatisch

04.08.2021 Die FAZ erliegt dem Zen Tadao Andos auch in der Zentrale eines Karlsruher Bauunternehmers. In der nachtkritik wirft Barbara Frey, neue Intendantin der Ruhrtriennale, einen feministischen Blick auf das Industriezeitalter. Die SZ schwärmt von Dominik Grafs Kästnerverfilmung "Fabian oder der Gang vor die Hunde". Zu viel Romantik, beschwert sich dagegen die FAZ. Aber die SZ hat es heute mit den großen Gefühlen: Sie applaudiert unverfroren Theodor Currentzis, der in Salzburg Mozart mit einer Raserei am Rande des Möglichen aufführt.

Medienticker

200 Jahre Sauregurkenzeit

04.08.2021 Wenn im Sommer alles dämmert und döst - Auszeichnung: Marieluise-Fleißer-Preis geht an Autorin Ines Geipel - 74. Filmfestival in Locarno startet - Graphic Novel "Vogelschiss": Mit Sprechblasen gegen Rechtsextremismus - Jazz-Vokalistin Jeri Southern wäre heute 95 Jahre alt geworden + Billie Eilishs Songs, die die Zukunft umarmen.

Bücherschau des Tages

Offene Textwunden

04.08.2021 Die FAZ bekommt dank Dominik Graf und Lisa Gotto große Lust, sich osteuropäische Filme aus der Zeit des "Kalten Kriegs" anzuschauen.  Die SZ geht mit Lavinia Branistes ruppiger Sonia der verdrängten Ceaușescu-Zeit nach. Die taz lernt dank Antje Maria Warthorst endlich den Zeichner hinter Erich Kästner kennen: Walter Trier. NZZ und Dlf Kultur  lesen melancholische Gedichte von Yari Bernasconi und Matthias Göritz. Außerdem lässt sich Dlf Kultur von Naomi Klein kindergerecht erklären, wer schuld am Klimawandel hat.

Donnerstag, 05.08.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Verstörend inhaltsleer

05.08.2021 Werden denn Plagiatsaffären und "törichtes Gekicher" alles sein, was von diesem Wahlkampf bleibt, fragt die SZ, der durchaus auch ein paar andere Themen einfielen. Schlimmer als die Pandemie ist die gegenwärtige "Sehnsucht nach der Rückkehr zur Normalität", glaubt der Historiker Volker Reinhardt in der NZZ. Die FR zieht eine zwiespältige Bilanz von Monika Grütters' kulturpolitischem Wirken. 

Efeu - Die Kulturrundschau

Leider nur ein Teddy

05.08.2021 Alles Natur in der Kunst der heutigen Zeit: monopol kniet in Berlin vor Christiane Löhrs Pusteblumen. Die FAZ bewundert in Karlsruhe Pflanzenporträts. Die FR besucht in Wuppertal den neuen Waldskulpturenpark von Tony Cragg. Der Standard sieht sich beim Wiener Impulstanz einer Gruppe Flüchtlinge, einem Wald und einem Bären gegenüber in Wim Vandekeybus' neuer Choreografie "Traces". Van berichtet über antiasiatischen Rassismus im Klassikbetrieb. In der Jungle World distanziert sich Carsten Friedrichs, Bandleader der Liga der gewöhnlichen Gentlemen, von der Linken, bei der er heute Klassenbewusstsein vermisst.

Bücherschau des Tages

Casablanca des Nordens

05.08.2021 Die FAZ begeistert sich für Daniel Birnbaums spannenden Spionageroman "Dr. B.", der Birnbaums Großvater und den Verleger Gottfried Bermann Fischer ins schwedische Exil 1939/40 begleitet. Die SZ blättert hingerissen durch Alexander Brauns Buch über den Comic-Avantgardisten Will Eisner. Die Zeit empfiehlt Per Leos "Tränen ohne Trauer" als unbedingt lesenswerten Beitrag zur Debatte um die deutsche Erinnerungskultur. Dlf  lobt die Gesellschaftsanalyse in Joseph de Wecks Biografie des französischen Präsidenten Emmanuel Macron.

Freitag, 06.08.2021

Medienticker

Sich verrückt schreiben

06.08.2021 Aktualisiert: Bertelsmann: RTL & Gruner+Jahr schließen sich zusammen - Buchcharts: Die aktuellen Bestsellerlisten & Die August-Krimi-Besten -  Jürgen Kaube zum Tod von Karl Heinz Bohrer: König im literarischen Reich der Unmittelbarkeit - Zum Tod des Cartoonisten Martin Perscheid - Der Extremismus der Mitte - Rockschreiber, Schallplattenverkäufer, Dauer-Bochumer & Nachtwächter:  Wolfgang Welt. Bundesverfassungsgericht: Rundfunkbeitrag steigt auf 18,36 Euro - Vor 30 Jahren ging erste Webseite online - Von Sonneberg nach New York: Designerin und Spielzeugproduzentin Renate Müller im Gespräch + TV+Hörfunk-Tipps fürs Wochenende.

Efeu - Die Kulturrundschau

Von einsamer Zärtlichkeit

06.08.2021 Die taz swingt zu modularen Synthesen aus analogen und digitalen Klängen des Jazzdrummers Gerald Cleaver. Zeit online gruselt sich in Locarno in Ferdinando Cito Filomarinos Politthriller "Beckett" vor den dunklen Kräften des Staates. Im Standard warnt Matthias Politycki vor Verlagen in Deutschland, die die Backlist ihrer Autoren den neuen Sprachmoden anpassen wollen. Die FAZ steht baff vor einem Kubikmeter unveröffentlichter Manuskripte von Céline. Die SZ hält den Atem an, wenn Cecilia Bartoli einen silbernen Stimmfaden durchs Salzburger Festspielhaus schweben lässt.

9punkt - Die Debattenrundschau

Mehr Frivolität

06.08.2021 Karl Heinz Bohrer ist tot, für die Feuilletons quasi der zweitwichtigste nach Gott. Alle Feuilletons würdigen sein Irisisieren zwischen Reaktion und Avantgarde. Und zitieren einige zweifelhafte Wortschöpfungen. Außerdem wurden die "Mainzelmännchen" (auch ein Lieblingsausdruck von Bohrer, lesen wir) und damit die Demokratie gerettet. Denn die öffentlich-rechtlichen Sender dürfen jetzt die Gebühren erhöhen - die meisten Zeitungen sind dafür. Die taz recherchiert ferner zu der christlich-fundamentalistischen Gruppe "CitizenGo", die eine Resolution der Europäischen Parlaments zum Recht auf Abtreibung verhindern will.

Bücherschau des Tages

Achterbahnfahrt in Abgründe

06.08.2021 Die FAZ lernt von Markus Kleinert, wie sich Verklärung in Philosophie, Kunst und Religion manifestiert. Außerdem erlebt sie einen "Moment der Selbstentfremdung" mit einem bisher unbekannten Text von Sigmund Freud. Die SZ plaudert angeregt mit Christoph Dallach und Krautrock-Pionieren. Die FR lernt von Naomi Klein, weshalb ärmere Menschen eher unter dem Klimawandel leiden. Dlf Kultur  gerät mit Doris Knecht und einer internetaffinen Witwe in die Fänge eines Stalkers.

Samstag, 07.08.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Vor allem aus Mitteilungsdrang

07.08.2021 Es kommt nicht so sehr darauf an, ob "der Islam zu Deutschland" gehört, schreibt Ahmad Mansour in seiner Focus-Kolumne - es komme viel mehr darauf an, "die Muslime selbst in das deutsche Wertesystem zu integrieren".  Die FAZ erklärt, was ein "German Standoff" ist: Drei Duellisten, die sich lieber in Ruhe lassen. A. Dirk Moses antwortet in der Berliner Zeitung nochmals auf seine Kritiker und beklagt einen in Deutschland angeblich grassierenden "Erlösungs-Philosemitismus". In der NZZ denken Herfried Münkler und die Schweizer Philosophin Katja Gentinetta über Souveränität nach (und was in der Schweiz nach Abschaffung des Bankgeheimnisses davon bleibt).

Efeu - Die Kulturrundschau

Geiger mit Lockenpracht

07.08.2021 Die FAZ steht staunend vor der Skyline des 80 Meter langen Buntglasfensters, das Sabine Hornig in New Yorks Flughafen LaGuardia eingebaut hat. Und sie entdeckt mit Alice Guy-Blaché einen der frühesten französischen Filmpioniere. In der Literarischen Welt erklärt Jonathan Lethem, warum sich Deutsche und Amerikaner so ähnlich sind. Die nachtkritik beobachtet in Bregenz das Treiben um Carlas Würstelstand in Bernhard Studlars antikapitalistischem Stück "Lohn der Nacht". Bei monopol stellt die Künstlerin Heike Gallmeier ihr Projekt "Outlines" vor, für das sie die deutsche Außengrenze bereist. Die SZ bewundert in Bonn den Einfluss der japanischen Mode auf Avantgarde und Mainstream im Westen.

Bücherschau des Tages

Überwindung des Fragmentarischen

07.08.2021 FAZ und SZ empfehlen wärmstens die Lektüre des Sammelbandes "Stimmen der Hoffnung" aus Belarus: ein Kassiber der Hoffnung und Chronik des Bösen. Die Welt liest mit großen Interesse Fabian Bernhardts Kulturgeschichte der Rache. Dlf Kultur annonciert eine neue Bibliothek der Holocaustliteratur im Wallstein Verlag und den ersten dort erschienenen Roman: Bogdan Wojdowskims "Brot für die Toten" über das Warschauer Ghetto. Die FR bespricht Wolfgang Streecks "Zwischen Globalismus und Demokratie".

Montag, 09.08.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Arbeit am Fortschritt

09.08.2021 In Berlin haben zwei afghanische Männer ihre Schwester ermordet. Nun entbrennt ein Streit über die Frage, ob dieser Mord als "Femizid" oder als "Ehrenmord" zu bezeichnen sei. Seyran Ates begründet bei cicero.de, warum sie am Begriff "Ehrenmord" in Anführungszeichen festhält. So oder so: solchen Morden dürfen keine mildernden Umstände zugebilligt werden, schreibt Ronen Steinke in der SZ. Das Anthroposophie.blog beleuchtet die Rolle der Anthroposophen bei den Coronaskeptikern - am Beispiel Brasiliens. Das Bauen muss verändert werden, und das geht nur mit einem Bundesbauministerium, fordert die Bauingenieurin Lamia Messari-Becker ebenfalls in der SZ.

Efeu - Die Kulturrundschau

Revolution beginnt immer in der Musik

09.08.2021 In Salzburg schickt Jossi Wieler die berückten Kritiker auf Sinnsuche mit seiner Inszenierung von "Das Bergwerk zu Falun" nach Hugo von Hofmannsthal. Im Standard denkt die Schriftstellerin Anna Kim über den Begriff "Muttersprache" nach. In der NZZ erzählt der Schriftsteller Tom Schulz, wie der Dichter W.H. Auden einst im Wienerwald Zuflucht fand. Der Guardian bewundert den Umgang der Blumendesignerin Constance Spry mit Grünkohl und Mangold. In der FAS erzählt Kiveli Dörken, wie man ein Musikfestival auf Lesbos in Hörweite von 13.000 Flüchtlingen macht.

Medienticker

Murmeltiermodus

09.08.2021 Klimawandel: Katastrophe ohne Ereignis + Bericht des Weltklimarats IPCC: Klimakrise im letzten Winkel des Planeten spürbar -  Schreiben nach der Katastrophe - Geniale Luftschlösser: Die Wirkung eines ungebauten Hauses - Alexander Fest verlässt Rowohlt: Der Hamburger SV der Verlagsszene - TV-Tipp: Truffauts "Taschengeld" (2016) - Philosophische Flaschenpost: Wang Yangming über Verstehen & Handeln.

Bücherschau des Tages

Der lebensmüde Wildfleischfan

09.08.2021 Die FR badet in der poetischen Energie, die Martina Hefters Gedichtband "In die Wälder gehen, Holz für ein Bett klauen" entströmt. Mit Jubel quittiert die taz Ferdinand Schmalz' beißend-komischen Debütroman "Mein Lieblingstier heißt Winter". Großes Lob geht auch an Alice Botas Report "Die Frauen von Belarus". Freudig hält die NZZ die Respektlosigkeit von Mark Twains Reisereportagen "Unterwegs mit den Arglosen" aus. Als leidenschaftlichen Lokaljournalismus feiert die SZ Martin Debes' Thüringen-Report "Demokratie unter Schock". Und der DlfKultur lässt sich von Fred Vargas die Fakten zum Klimawandel an den Kopf knallen.

Dienstag, 10.08.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Statt sich mit vagen Zielen zu schmücken

10.08.2021 In der Jungle World erklärt der Ideenhistoriker Bruno Chaouat, warum es wichtig ist, eine Archäologie auch des linken Antisemitismus zu betreiben. Der Bericht des Weltklimarats muss Auswirkungen auf den Wahlkampf haben, fordert die taz. Es wird weiter über die Begriffe "Ehrenmord" und "Femizid" gestritten. In der SZ rät Lothar Müller, Impfgegner nicht durch Sanktionen erziehen zu wollen. Und die Welt konstatiert: Das Auto abschaffen zu wollen, ist nun wirklich mal ein Elitenprojekt.

Efeu - Die Kulturrundschau

So ungeheuer vieles zur gleichen Zeit

10.08.2021 Der Filmdienst bewundert die raue Schönheit in den Filmen von Alberto Lattuada, dem das Festival Locarno seine Retrospektive widmet. In der FR sinniert Max Dax über die Langeweile des Alltags und den Trost der Sprache. Die aufregendste Architektur kommt momentan aus China, ist die SZ überzeugt. Hyperallergic blickt betrübt auf die muffigen Teppiche, mit der in der Hagia Sophia christliche Kunstwerke verdeckt werden, seit der Bau zur Moschee umgewandelt wurde. Und die NZZ huldigt dem Musiker, Bodybuilder und Lebenskünstler Rummelsnuff.

Magazinrundschau

Lyrisch, viszeral und roh

10.08.2021 In der LRB fragt der Autor Adewale Maja-Pearce, ob es eine gute Idee ist, die Benin-Bronzen an Nigeria zurückzugeben und kommt nach Schilderung der Wirren im Land zu dem Ergebnis: eindeutig nein. Das NYT Mag bringt eine fulminante Reportage über die Demokratie-Aktivistin Nancy Tao Chen Ying und das drohende Schicksal Taiwans. Elet es Irodalom wirft einen düsteren Blick auf das Orban-Regime. Neotext würdigt die großen Koloristinnen der Comic-Kunst.

Medienticker

Extremismus-Prävention

10.08.2021 70 Jahre Goethe-Institut - Präventionsprojekt RISE: Mit Filmen gegen Geschlechterklischees - Schreiben nach der Katastrophe - "Zeit der Aussteiger": Künstler-Kolonien von Barbizon bis Worpswede -  Interview mit Daniela Krien - Spendenaktion für die Leseförderung - Auszeichnungen: Radio-Bremen-Krimipreis geht an Anne Holt & Selfpublishing-Buchpreis. Die 30 auf der Longlist - Ungarn geht gegen den Verkauf "anstößiger" Bücher" vor + 150. Geburtstag des Dirigenten & Komponisten Oskar Fried.

Bücherschau des Tages

Der Mensch als Nährboden

10.08.2021 Ganz verliebt ist die NZZ in den Helden von Jean-Philippe Toussaints Roman "Die Gefühle": einem wirklich aufregenden Brüsseler Bürokraten. Zumindest allen Geimpften empfiehlt die SZ Michael Lichtwarck-Aschoffs brandaktuellen Roman "Robert Kochs Affe". Die Romantik war keine deutsche Affäre, sondern eine europäische, liest die FAZ bei Rüdiger Görner und Stefan Matuschek. Der Dlf vertieft sich mit James Canton in die achthundertjährige "Biografie einer Eiche". Und der DlfKultur bekommt mit Alfred Galls Biografie wieder Lust, Stanislaw Lem zu lesen.

Mittwoch, 11.08.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Sie werden mit jeder Woche stärker

11.08.2021 In Polen ist Regierungskrise. Das Regierungsbündnis fällt auseinander. 800 JournalistInnen machen die internationale Öffentlichkeit auf die drohende Gleichschaltung der Medien in ihrem Land aufmerksam. Der deutsche Wahlkampf ist mau: Dabei gäbe es ein paar Dinge zu bereden, zum Beispiel die demografische Krise, findet politico.eu. Die NZZ schildert die verzweifelte Stimmung in Belarus. Der Terror in Afghanistan hat wieder angefangen, ruft ganz laut Zeit online dem desinteressierten Publikum entgegen: Taliban morden Patienten in Krankenhäusern, weil sie ausländisch finanziert sind.

Efeu - Die Kulturrundschau

Kino ganz ohne Wuschelmähne

11.08.2021 Nach achtmonatigem Filmstau genießt die SZ den verregneten Sommer wie nie zuvor. Der Freitag liest Climate-Fiction. Die NZZ betrachtet Miriam Cahns verstörende Bilder im idyllischen Palazzo Castelmur. Die FAZ blickt in der Kunsthalle Baden-Baden auf die Vernunft der Natur. Pitchfork zuckt zusammen, wenn Kristin Hayter auf ihrem neuen Album mit appalachischen Instrumenten Gott erklingen lässt. 

Medienticker

Wäre da nicht die Gier

11.08.2021 Ode an Jackson Pollock zum 65. Todestag - Lawrence Weschlers persönliches Porträt von Oliver Sacks - Gegenteil von Disney: Christian Brückners "Dschungelbuch" - Neuer Kanon-Verlag legt Bov Bjergs Debütroman neu auf - Kuba: Journalisten: Zu den Mitteln der Zensur gehört etwa Hausarrest - London: Assange erneut vor Gericht.

Bücherschau des Tages

Fieber der Kaltblütigkeit

11.08.2021 Die NZZ freut sich über den gewitzten Nonsens im ersten Roman des österreichischen Dramatikers Ferdinand Schmalz um einen entschlossenen Selbstmörder. Mutig und sehr erwachsen findet der Dlf Dilek Güngörs Roman über "Vater und ich". Die FR begegnet in Ulrich Woelks Roman "Für ein Leben" einigen höchst lebendigen Figuren im Berlin der späten 80er. Die taz begegnet mit Alain Mikhails Biografie des Sultans Selim einer Alternativgeschichte zum Aufstieg des Westens. Die FAZ empfiehlt angeregt Eckart Kröplins detailreiche Geschichte des Musiktheaters in der DDR.

Donnerstag, 12.08.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Dabei steht Verständlichkeit an erster Stelle

12.08.2021 Der Sejm hat für Kaczynskis umstrittenes Mediengesetz gestimmt, aber der Streit geht weiter, annonciert die New York Times. Das Kaiserreich war ein zwiespältiges Gebilde, urteilt Heinrich August Winkler in der FR zur Debatte um Hedwig Richter - modern, aber nicht demokratisch. In der NZZ fragt Michi Strausfeld mit dem mexikanischen Präsidenten López Obrador, wann sich der Vatikan für die Christianisierung Lateinamerikas entschuldigt. Richard Herzinger prangert in seinem Blog den schändlichen Zynismus der deutschen Afghanistan-Politik an.

Efeu - Die Kulturrundschau

Keine unbequemen Fragen

12.08.2021 Die taz erlebte ein absolutes Opern-Highlight mit Francesco Cavallis Barockoper "Ormindo" auf dem Bürgerplatz in Berlin-Schöneberg. Die Zeit fragt: Warum erklären Kuratoren nicht offen, wo für sie die Grenze zwischen High und Low liegt? Franziska Stünkels Film "Nahschuss" über einen Stasispitzel sagt mehr über die Wessis aus als über die Stasi, meint der Tagesspiegel. Der SZ gefallen die Braun-, Grau- und Sepia-Töne des düster glimmenden Films. Schmeißt die Leggings in die Ecke, Powerdressing ist wieder angesagt, versichert die NZZ den arbeitenden Frauen.

Medienticker

Trend zum Tagebuch

12.08.2021 Max Czolleks lyrischer Tageskommentar - Was sagen Corona-Diaries & Journaling über unsere Zeit - Porträt des politischen Comiczeichners Baru - Bestürzend aktuell? Brechts Dreigroschenoper - Comicverlage unter Druck? Batmanautor wechselt zur Plattform Substack - Wissenswertes über Mittelerde:  Unveröffentliches von J.R.R. Tolkien - Rechtsanwalt, Drehbuch-Autor, Pilot: Krimi-Autor Karsten Dusse im Gespräch + Mehr Klicks, mehr Geld: Wer von Musikstreaming-Abos profitiert.

Bücherschau des Tages

Schluffkessel und Geschiebewellen

12.08.2021 Die FAZ schlägt sich mit der Illustratorin Kat Menschik "Durch den wilden Kaukasus", genauer gesagt: durch Swanetien. Große Augen bekommt sie bei Katharina Volckmers Roman "Der Termin" über eine deutsche Frau, die sich in einer Londoner Praxis für ihre Geschlechtsumwandlung einen jüdischen Schwanz wünscht. Die NZZ geht vor Oswald Eggers "Entweder ich habe die Fahrt am Mississippi nur geträumt, oder ich träume jetzt" auf die Knie. Die Zeit taucht mit Herfried Münkler ins Unterbewusstsein des "Trio infernale" Marx, Wagner und Nietzsche.

Freitag, 13.08.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Jetzt ist das Haus fast abgebrannt

13.08.2021 Das Schicksal Polens in der EU ist "existenziell bedroht", warnt der polnische Verfassungsrechtler Tomasz Tadeusz Koncewicz in Zeit Online und macht der EU schwere Vorwürfe. In der Welt liest Viktor Jerofejew Putins jüngste geschichtspolitische Essays als Kriegserklärung. Die NZZ ruft dazu auf, das Bevölkerungswachstum  in Afrika als Chance zu sehen. Amerikanische Truppen stehen seit 1945 in Deutschland und Europa, konstatiert Zeit online, warum verlassen sie Afghanistan? 

Efeu - Die Kulturrundschau

Zur ewigen Transformation verdammte Flüchtigkeit

13.08.2021 Die FAZ staunt im Kunsthaus Bregenz, wie Anri Sala die Musik zur Akteurin seiner Installationen macht. In der SZ versucht Helmut Mauró seinem FAZ-Kollegen Jürgen Kesting das Phänomen Teodor Currentzis zu erklären. Außerdem erinnert sie daran, wie sehr vor allem Punkrocker die Mauer liebten. Zeit online feiert Sîan Heders Indie-Film "Coda", der von einer Hörenden inmitten von Gehörlosen handelt. Die NZZ fragt sich: Wurden die buddhistischen Kulthöhlen aus Xinjiang, die gerade im Humboldt Forum aufgebaut werden, geraubt oder gerettet?

Medienticker

Der überwachte Himmel

13.08.2021 Aktualisiert: Haben es Reichsbürger auf Bibliotheken abgesehen? - Polen: Kaczynski auf Geisterfahrt & die Kritik daran nur harte Worte ohne Konsequenzen - Elf Millionen Euro für den digitalen Wandel in der Kultur - Monika Maron ist mit dem S. Fischer Verlag noch lange nicht fertig -  Radionacht über den "Geburtsvater des Jazz" Louis Armstrong - Interview mit Tomas Espendal über seinen autofiktionalen Roman-Zyklus -  Dschungelbuch-Audio: Christian  Brückner über seine Lesung mit Jazz  ...  "So dient(e) der 13. August wahrer Menschlichkeit", meinte Walter Ulbricht, der zuvor noch behauptet hatte, niemand hätte die Absicht gehabt ... + TV+Hörtipps für das Wochenende.

Bücherschau des Tages

Misfits, Zweifler, Bürger

13.08.2021 Die SZ wird nach der Lektüre von Amanda Lelucs "Entstellt" über Märchen, Behinderung und Teilhabe Märchen nie wieder so lesen wie zuvor. Da greift sie lieber zu neuen Kinderbüchern über Feste, Reisen und Eulen. Die FAZ erfährt von Elna Matamoros alles über die Geschichte des Tanzkostüms. Die taz feiert den Exzess mit Oasis-Entdecker Alan McGee. Und Dlf Kultur verbringt mit Adolf Rudnickis Sommerfrischlergemeinschaft den "Sommer 1938" in Polen.

Samstag, 14.08.2021

Efeu - Die Kulturrundschau

Tempi, Themen, Tonlagen

14.08.2021 Wenige Künstler stellen Kinder so authentisch dar wie Yoshitoma Nara, stellt Hyperallergic in L.A. fest und blickt auf Kinder, die Botschaften sprengen und auf Hitlers Kopf stehen. In der taz befürchtet Stephan Erfurt, dass es am Ende gar kein Bundesinstitut für Fotografie geben wird. Die NZZ feiert die Unberechenbarkeit des Filmfestivals in Locarno.  Die SZ tanzt mit Patricia Kopatchinskajas "Dies Irae"-Projekt in Salzburg ein verrückten Totentanz zu Krieg und Klimakrise.

9punkt - Die Debattenrundschau

Komm auf keinen Fall zurück!

14.08.2021 Dem Guardian ist herzlich egal, ob sich in Afghanistan die Bilder von Saigon wiederholen, denn dem Land droht eine reale humanitäre Katastrophe. Dem Klimawandel ist nur mit den Mitteln der Vernunft beizukommen, betont der italienische Philosoph Maurizio Ferraris. In der Welt huldigt Klaus Vieweg dem Entdeckergeist der Enterprise. Auf ZeitOnline spricht die belarussische Leichtathletin Kristina Timanowskaja über ihre Flucht. Und die FAZ blickt dem kubanischen Sozialismus ins zahnlose Maul.

Bücherschau des Tages

Sommer in den Achtzigern

14.08.2021 Nur bewundern kann die Welt, wie virtuos Georg Klein in seinem neuem Roman "Bruder aller Bilder" Medien und Metaphysik verbindet. Die FAZ bekommt in Roberto Andos Roman "Ciros Versteck" den eisernen Griff zu spüren, mit dem die Camorra Neapels Quartiere in der Hand hält. Von Vince Beiser erfährt sie, warum uns der Sand ausgeht. Viel Gespür für emotionale Feinheiten entdeckt die taz in Mary Millers Erzählungen "Always Happy Hour". Auf ein geteiltes Echo stößt Yaa Gyasi bei DlfKultur und Welt mit ihrem Roman "Ein erhabenes Königkeich". Der Dlf empfiehlt dringend Cerstin Gammelins Buch über die Ostdeutschen "Die Unterschätzten".

Montag, 16.08.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Eine kollektive Tat

16.08.2021 Zwanzig Jahre lang behaupteten die westlichen Länder, in Afghanistan Menschenrechte und Demokratie aufbauen zu wollen, "sie können sich doch nicht abwenden und uns hier mit einem finsteren Regime zurücklassen", zitiert die taz eine Journalistin aus Kabul. Nicht nur die FAZ fragt, ob man den moderaten Tönen der Taliban glauben darf. Die Medien richten einen Aufruf an die Bundesregierung, auch ihre Helfer und Übersetzerinnen aufzunehmen.  In der FAZ erklärt die Kriminologin Clara Rigoni, warum ein Ehrenmord nicht einfach ein Femizid ist. Und politico.eu fragt, wer in Frankreich gegen den Impfpass demonstriert.

Efeu - Die Kulturrundschau

Nonos Musik kann man nicht singen

16.08.2021 Rotflammende Süffisanz und sehnige Minimalverbiegungen bewundern die KritikerInnen in der Salzburger "Maria Stuart" mit Birgit Minichmayr und Bibiana Beglau. Im Tagesspiegel setzt René Pollesch für seine Volksbühnen-Intendanz ganz auf Beratungsresistenz. Die FR jubelt über die Versöhnung von Genrekino und Autorenfilm beim Filmfestival von Locarno. In der FAS berichtet Jürgen Wertheimer vom "Projekt Cassandra". Und die taz sorgt sich um die Minsker Mittelalter-Folk-Band Irdorath, die es im August 2020 wagte, einen Protestsong zu spielen.

9punkt - Die Debattenrundschau

Die größten Bücherfans

16.08.2021 Klimakrise in Science-Fiction-Literatur: Gehen wir unter oder bleiben wir am Leben? - Wie vertragen sich freie Forschung und faire Teilhabe? - Auftakt der Ruhrtriennale: Auseinandersetzung mit unseren dunklen Seiten - Neuer Streit um Louis-Ferdinand Céline: Mehr vom verfluchten Dichter -  Die Kunst, ein Gedicht zu übersetzen.

Medienticker

Politdrama mit feministischem Kern

16.08.2021 Auftakt der Ruhrtriennale: Eine Auseinandersetzung mit unseren dunklen Seiten - Mehr vom verfluchten Dichter: Neuer Streit um Louis-Ferdinand Céline - Buchhandel: Eifrigste Buchkäufer weiterhin im Rhein-Main-Gebiet - Feministische Krimis:  Die zornigen Töchter der Patricia Highsmith -  Ein Leben im Sturm: Zum Tod von Gerd Müller +  Roman über Adolf Eichmann: Eine spöttische Teufelsaustreibung.

Bücherschau des Tages

Teufelsaustreibung

16.08.2021 Die SZ reist mit Achim Engelberg an die Ränder Europas und mit Michael Hansen in die Lvante. Die FAZ kann auch die Hörbuchfassung von Lizzie Dorons "Who the Fuck is Kafka" nur wärmstens empfehlen. Der DlfKultur schluckt schwer an Ariel Magnus' Roman "Das zweite Leben des Adolf Eichmann".  Die NZZ begrüßt die neue Edition von Bogdan Wojdowskis Roman "Brot für die Toten". Und der Dlf preist den Erzählungsband der Frankfurter Thomas-Mann-Ausgabe.

Dienstag, 17.08.2021

Magazinrundschau

Listen aller Mädchen und Frauen

17.08.2021 Der Krieg in Afghanistan ist vorbei. Für uns. Für viele Afghanen hat er gerade erst angefangen. Nach 20 Jahren Aufbauarbeit, mit Geld in der Höhe (auf heutige Verhältnisse umgerechnet) des Marshallplans für Deutschland - wie konnte das alles in einem derartigen Desaster enden? Der New Statesman, Spectator, Unherd, der New Yorker und Atlantic suchen nach Antworten.

9punkt - Die Debattenrundschau

Anständig zu Ende

17.08.2021 Die Entscheidung, die amerikanischen Truppen just zum Jahrestag des 11. September aus Afghanistan abzuziehen, war mutig und weise findet die New York Times. Eine der Fragen, die sich die Welt nun stellen könnte, ist allerdings: "Was für ein Verbündeter sind die Vereinigten Staaten", bemerkt NYT-Koluminst Bret Stephens. Die Bundesregierung versichert unterdessen laut Zeit online "schon seit Monaten" die Evakuierung afghanischer Mitarbeiter vorzubereiten. Außerdem: Die SZ erklärt, warum die Wähler über die Mediokrität des Personals, das kandidiert, so erleichtert sind.

Efeu - Die Kulturrundschau

Die Realität ist dagegen

17.08.2021 Überwältigt sind SZ und Standard von Wut und Verzweiflung in Luigi Nonos Politoper "Intolleranza 1960" - und von der Schönheit, ergänzt die Welt, wir sind ja schließlich in Salzburg. Die NZZ erzählt, wie das Victoria and Albert Museum die Londoner Bezirke Hackney, Newham und Tower Hamlets aufmöbeln will. In der SZ erzählt der Schriftsteller Matthias Jügler von einem IM mit quälenden Schuldgefühlen. Der Freitag fordert angesichts der Klimakrise mehr utopische Literatur.

Medienticker

Erde umgraben

17.08.2021 WhatsApp & Co.: Kommunikation auf unterstem Niveau - Ippen kauft weitere Zeitungen in Hessen & Penguin Random House Ratgeber Verlag - Gespräch mit Wolfram Eilenberger über "Das Ruhrgebiet: Versuch einer Liebeserklärung" - Luigi Nonos "Intolleranza 1960" in Salzburg: Brutalität & ein Publikum, das sich nicht angesprochen fühlt + Diskussionskultur: Gefühle ersetzen keine Argumente.

Bücherschau des Tages

Einzelkinder in einem Ankerglas

17.08.2021 Die FAZ zieht mit Susanne Schröter und "Allahs Karawane" durch die Welt des Islams und lässt sich seine Vielfalt jenseits des Fundamentalismus vor Augen führen. Die SZ erkennt in Lutz Seilers Gedichten "schrift für blinde riesen" fast schon eine Benn'sche Kühnheit. Die NZZ liest neue Bücher zu 50 Jahren Frauenstimmrecht in der Schweiz. Der Dlf rekapituliert mit Ursula Weidenfeld die Wendepunkte der "Kanzlerin". Und die taz lauscht erschüttert den "Stimmen der Hoffnung" aus Belarus. 

Mittwoch, 18.08.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Diplomatisches Geflöte

18.08.2021 Die Taliban sind in Afghanistan an der Macht. Die Hoffnungen auf ihre Läuterung sind groß. Wird diplomatischer Druck helfen, nun "ein neues inklusives, transparentes politisches System" zu errichten, fragt der  afghanische Schriftsteller Taqi Akhlaqi in der SZ. Ayaan Hirsi Ali erinnert in Unherd daran, dass man einst überzeugt war, auch unsere Sicherheit am Hindukusch zu verteidigen. Armin Nassehi geißelt in der FAZ die Ängstlichkeit deutscher Politiker, die vor einer rechtzeitigen Evakuierung der Helfer zurückschreckten. Außerdem: Kronprinz Wilhelm von Hohenzollern konnte den Nazis gar keinen "erheblichen Vorschub" leisten. Dazu war er viel zu doof, lernt die SZ von Lothar Machtan.

Efeu - Die Kulturrundschau

Wie unbekannt das Leben ist

18.08.2021 Die taz feiert mit dem Centre Pompidou in Metz die Kulturgeschichte des Aufblasbaren. Die SZ lässt sich von Anne Nguyens "Underdogs" beim Tanz im August K.O. schlagen. Außerdem gratuliert sie dem Filmplakat-Gestater Joseph Caroff zum Hundertsten. Critic.de berichtet in "ergriffener Verdatterung" vom Festival "Il Cinema Ritrovato" in Bologna. Und der Guardian erkennt in einer "Tokio"-Ausstellung in Oxford: Mondgestalten und Feuerwerke leuchten im Holzschnitt explosiver als in der Fotografie.

Medienticker

Teilzeitfalle

18.08.2021 Journalistenverbände: Apple-Pläne gefährden Pressefreiheit - Ticketverkauf für Frankfurter Buchmesse gestartet - Shortlist für Deutschen Kinderbuchpreis steht - Philosophie war immer politisch, meint Margherita von Brentano - Hörfunk-Gespräch mit Eva Menasse über ihren neuen Roman "Dunkelblum" - Jaco Pastorius & die verlorene Tonbanddokumentation - Erfinder des Soundscapes R. Murray Schafer ist tot - Buchcharts: Die aktuellen Bestsellerlisten - TV-Tipps: Der Spielfilm "Die Wand" nach Marlen Haushofer + dokumentation Eric Claptons Leben mit dem Blues.

Bücherschau des Tages

Elefanten ja, Insekten lieber nicht

18.08.2021 FAZ und Dlf Kultur geraten in heftige Turbulenzen mit Herve Le Telliers Roman "Die Anomalie", ein Doppelgänger-Mystery der Extraklasse. Die SZ lässt sich von Blai Bonets "Das Meer" auf einen Zauberberg auf Mallorca versetzen. Die FR erlebt - nicht ganz ohne Hoffnung - mit Yanick Lahens "Sanfte Debakel" auf Haiti. Die taz amüsiert sich mit Yassin Musharbashs Thriller "Russische Botschaften". Und der FAZ wird alles Zahl mit Thomas de Padova.

Donnerstag, 19.08.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Der große Vater Westen

19.08.2021 Folgt jetzt das "chinesische Jahrhundert" fragt Timothy Garton Ash im Tagesspiegel und hätte doch wesentlich lieber Amerika als Ersten unter Gleichen. Wir müssen aufhören, die Afghanen nur als Opfer ihrer Geschichte zu sehen, fordert Ulrich Ladurner in der Zeit. Bei den Kolumnisten fragt der Historiker Leonid Luks, warum sich die Russen, anders als die Deutschen, nicht aus ihrem Totalitarismus befreien konnten. Bei den Ruhrbaronen analysiert Thomas Wessel A. Dirk Moses' verräterischen Gebrauch theologischer Begriffe.

Efeu - Die Kulturrundschau

Mit lakonischem Blick auf die Todesstrafe

19.08.2021 Die Taliban haben sich nicht geändert, sie können sich jetzt nur besser verkaufen, erklärt der afghanische Künstler Yama Rahimi im Interview mit monopol. Weshalb Künstler nur raus wollen aus dem Land. Das bestätigt ein afghanischer Musiker im Van Magazin: "Die gesamte musikalische Gemeinschaft Afghanistans lebt in Angst, Panik", sagt er, und ganz besonders die Musikerinnen. In der NZZ überlegt der Architekturtheoretiker Stephan Trüby, ob es so etwas wie ethische Architektur gibt. SZ und FR loben den auf subtile Weise revolutionären Film "Doch das Böse gibt es" von Mohammad Rasoulof. Die Welt empfiehlt Viktor Kossakovskys essayistischen Dokumentarfilm "Gunda" über eine norwegische Sau und ihre Ferkel.

Medienticker

News im Ohr

19.08.2021 Studie: Info-Podcasts liefern Tiefgang und fördern Meinungsbildung - Bertelsmann klittert schon wieder die eigene Geschichte - Christoph Butterwegge: "Am härtesten trifft Covid-19 die Immun- und die Finanzschwächsten" - "Kipppunkt": FAZ mit dem neuen Klimablog -  Wolfgang Hilbig: "Ich glaube, ich habe kein Heimatgefühl." - Blixa Bargelds Klangkunst: "sonambiente berlin txl" - "Missa Solemnis": Beethovens Landung in unserem Jahrhundert in Salzburg.

Bücherschau des Tages

Quintessenz-Kaskaden

19.08.2021 FAZ und Zeit empfehlen wärmstens Eva Menasses Roman "Dunkelblum": Vergangenheitsaufarbeitungsthriller und kleinstädtisches Sittenstück in einem. Die NZZ schwelgt in Hans Jürgen Balmes seelenvoller Biografie des Rheins, die FR in 700 Minuten mit Rudi Dutschkes Reden. Die SZ vertieft sich in zwei Bände zu Neuen Materialismen in Soziologie und Literaturtheorie. Die Zeit verbeugt sich vor Horst Bredekamps kolossaler Michelangelo-Biografie.

Freitag, 20.08.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Die ultimative Konfrontation

20.08.2021 Wie mild sind die neuen Taliban? Nicht mild zu Journalisten: Ein Familienangehöriger eines Journalisten der Deutschen Welle wurde erschossen. Andere Journalisten wurden entführt oder ebenfalls ermordet, berichtet die Deutsche Welle. Der Sieg der Taliban hat für Islamisten weltweit einen ungeheuren Glamour, fürchtet der Terrorexperte Peter Neumann in der taz. Einen "Hauch von Kryptomonarchie" spürte die SZ  bei der Präsentation von Lothar Machtans Hohenzollern-Buch, das von den Hohenzollern bezahlt wurde. Alexei Nawalny veröffentlicht in europäischen Zeitungen einen Text über Korruption, und warum Politiker so ungern drüber sprechen.

Efeu - Die Kulturrundschau

Ein Quantum Trost im Algorithmen-Modus

20.08.2021 Die Kunstkritiker feiern schon mal die Eröffnung der Neuen Nationalgalerie, die am Sonntag mit gleich drei Ausstellungen fulminant startet. Nur die FR ist unzufrieden, dass die Rolle Werner Haftmanns, Naziverbrecher und erster Direktor der Neuen Nationalgalerie, kaum thematisiert wird. Der Tagesspiegel erzählt am Beispiel einer Theatergruppe, warum selbst Afghanen, die auf deutschen Ausreiselisten stehen, nicht aus Kabul wegkommmen. Der Standard verteidigt Teodor Currentzis gegen Kritik. Die taz erliegt dem suggestiven Soundvoodoo von Fehler Kuti.

Medienticker

Intellektuelle Beziehungsgeschichte

20.08.2021 Aktualisiert: Marx, Wagner, Nietzsche: Revolutionäre der bürgerlichen Epoche - Festivals trotz Pandemie: Das menschliche Bedürfnis nach Feiern und Extase - Besseres Klima durch weniger Menschen? & Warum hat die Klimabewegung keine Songs?  James Cantons Biografie einer Eiche - Der etwas peinliche Onkel der Hohenzollern: "Resonanzverstärker des Nationalsozialismus" - Generalintendant des Humboldt Forums Hartmut Dorgerloh im Gespräch - Rettung der aussterbenden Geräusche - Die anderen: Mit Sartre auf dem Campingplatz - Düsseldorf: Die Influencer:innen-Hauptstadt + TV+Hör-Tipps für das Wochenende.

Bücherschau des Tages

Zwischen Anmaßung und Demut

20.08.2021 FAZ und Dlf Kultur ziehen den Hut vor Horst Bredekamps prächtiger Michelangelo-Monografie. Außerdem lässt sich die FAZ von Herfried Münkler zum Plaudern mit Marx, Wagner und Nietzsche einladen. Die FR bewundert die Beiläufigkeit, mit der Bryan Washington von einer müde gewordenen schwulen Liebe erzählt. Die NZZ taucht mit Philipp Sarasin überwältigt ins Jahr "1977" ein.  Die taz folgt mit Fotos von Elisabeth Neudörfl den Spuren der Demonstrationen in Hongkong. Und der Dlf entdeckt eine leidenschaftliche Christa Wolf in drei Bänden mit Reden und Essays.

Samstag, 21.08.2021

Efeu - Die Kulturrundschau

In ihrer gewaltsam paranoiden Suggestion

21.08.2021 Domus staunt über die Bilder des Fotografen Richard Mosse, deren Ästhetik genau durch die Techniken entsteht, die der dokumentierten Vernichtung dienen. Im Interview mit Van zeigt sich der aus Lagos stammende Künstler Emeka Ogboh überrascht von der Stille in Berlin. Artechock versucht die Katastrophe in Afghanistan mit John Hustons Film "Der Mann, der König sein wollte" dialektisch zu reflektieren. Im Interview mit der Literarischen Welt erklärt der afroamerikanische Schriftsteller Colson Whitehead allen Lesern seines neuen Romans, warum er darin das Wort verwendet, das nicht verwendet werden darf.

9punkt - Die Debattenrundschau

Diese normativen Dilemmata

21.08.2021 Der afghanisch-amerikanische Autor Tamim Ansary begründet in Zeit online, warum er überhaupt nicht an die "Taliban-Chimäre" glauben will und auf Widerstand hofft. Juli Zeh in der Welt und Anne Applebaum im Atlantic erklären, warum sie Joe Bidens Maxime "Not our tragedy" nicht folgen wollen. Andere Autoren wie Ebrahim Afsah in der NZZ sind pessimistisch. Für sie ist auch die Idee, die "Fluchtursachen vor Ort zu bekämpfen", nunmehr gescheitert. Die taz porträtiert den AfD-Politiker Waldemar Herdt, der den brasilianschen Evangelikalismus importieren will.

Bücherschau des Tages

Entschieden erlösend

21.08.2021 Der Deutschlandfunk entziffert Lutz Seilers "schrift für blinde riesen", Deutschlandfunk Kultur bewundert, wie Birgit Kreipe in "aire" nach Gemälden dichtet. Die FAZ versenkt sich in die Dichtungen der Staufer. Die SZ leidet mit Douglas Stuarts "Sugggie Bain" in schöner Sprache. Und dlf Kultur schnippt die Finger nach Colson Whitehads "Harlem Shuffle".

Montag, 23.08.2021

Efeu - Die Kulturrundschau

Der Fortschritt muss uns glücken

23.08.2021 Die Nachtkritik lernt beim Zürcher Theaterspektel, den Knall  der Peitschen zu genießen. Die FAZ erlebt beim Kampnagel-Festival, wie Choreograf Kyle Abrams den Tanz in Ritual, Wettkampf und Machtdemonstration zurückverwandelt. In der SZ zeigt der Autor Fridolin Schley, wie heuchlerisch die Beschwörung edler Gesinnung ist. Die NZZ erlebt beim Lucerne Festival die Dirigentendämmerung. Im Standard betont Stefanie Sargnagel, dass auch Frauen derben Humor können.

9punkt - Die Debattenrundschau

Jetzt sind die Taliban die Sieger

23.08.2021 Im Moment des ruhmlosen Rückzugs aus Afghanistan müssen auch an Angela Merkel und Frank-Walter  Steinmeier Fragen gestellt werden, fordert Sönke Neizel in der FAS. Ebenfalls hofft die Feministin Aqelah Nazari-Hossain auf die neuen Frauen in Aghanistan. Es besteht eine moralische Verpflichtung der Demokratien, die belarussische Opposition zu unterstützten, schreibt die Politikerin Swetlana Tichanowskaja in der New York Times. Le Point interviewt den  Politiker Amine El Khatmi, der in Frankreich eine säkulare Linke wiederherstellen will.

Medienticker

Heißer Protest & kühler Schmerz

23.08.2021 Journalismus in der eigenen Blase: Die neuen Audio-Stars - Überteuerte Papierlieferungen: Bei Suhrkamp gehen die Pappen aus - Julia Jäkel nun bei derHoltzbrinck Publishing Group -  Friederike Mayröckers erster Gedichtband: "Tod durch Musen" - "Beethoven ist nicht ungefährlich", meint Nike Wagner - Reportagenkunst: Roger Willemsens "High Heels am Hindukusch" + Claus Leggewie über Bilder aus Afghanistan.

Bücherschau des Tages

Hat jemand eine bessere Idee?

23.08.2021 SZ und DlfKultur schöpfen mit George Packer eine letzte beste Hoffnung für das freie, gerechte und gleiche Amerika. Außerdem emanzipiert sich der DlfKultur mit Wolfgang Streeck von Hyperglobalismus. Die FR empfiehlt, Georg Kleins neuen Roman "Bruder aller Bilder" gleich zweimal zu lesen. Der Dlf tapst mit Michael Köhlmeiers "Matou" auf Samtpfoten durch die Kulturgeschichte. Und die FAZ feiert Jordan Scotts und Sydney Smith' Geschichte "Ich bin wie der Fluss" über einen stotternden Jungen als Wucht von einem Kinderbuch.

Dienstag, 24.08.2021

Efeu - Die Kulturrundschau

Zwischen shampoonierten Podencos

24.08.2021 In der FR pocht Colson Whitehead auf die Freiheit des Schriftstellers zur kulturellen Aneignung: Man darf es nur nicht verbocken. Die FAZ zieht den Hut vor Gerhard Steidl, dem Göttingen das neue Kunsthaus zu verdanken hat. Der Obsver feiert die subtile Kunst des Iraners Abbas Akhavan, der den Tempel von Palmyra neu erblühen lässt. Die taz huldigt Kurt Mühlenhaupt, dem Erfinder Kruezbergs. Und die SZ tanzt mit Marcia Moretto.

9punkt - Die Debattenrundschau

Dieses wir zerfällt vor unseren Augen

24.08.2021 Der Rückzug mag eine Katastrophe sein, aber das Engagement in Afghanistan war keineswegs gescheitert, schreibt Khaled Hosseini in der SZ. Die Universitäten hatten bis zu 60 Prozent Studentinnen, ergänzt die Politikerin Naheed Esar in der taz. Im Guardian schildert Mohammed Hanif die Angst der Pakistaner vor den Taliban. Katharina Raabe und Olga Radetzkaja unterhalten sich im Perlentaucher über das Gendern in Verlagen und Literatur.

Magazinrundschau

Gesellschaft der Unzufriedenen

24.08.2021 Harper's Magazine erzählt, wie eine Kommission mit Prince Harry, sowie ehemaligen Facebook-, Google-und Murdoch-Mitarbeitern den Menschen den Glauben an die evidenzbasierte Realität wiedergeben wollen. Atlantic stellt einen frühen Aufklärer und Feministen vor: den französischen Cartesianer François Poullain de La Barre. New Easter Europe fragt: Wen interessiert noch die Besetzung der Krim? In Eurozine macht der ukrainische Philosoph Mykola Riabchuk seinen Frieden mit der Ukraine.

Medienticker

Schülerfernsehen

24.08.2021 Longlist Deutscher Buchpreis - Belarusischer Schriftstellerverband vor dem Aus: "Als ob man die gesamte Literatur ausradierte" -  Infodemie: Achtsamkeit  & Informationsflut - Neues TV-Programm Bild - Gespräch mit Ulrich Woelk über seinen Roman: "Für ein Leben": Zufälle, Schicksale & Zeitläufte seit 1950.

Bücherschau des Tages

Metaphorische Pracht

24.08.2021 Der Dlf liest leicht schaudernd Henning Ahrens' Roman "Mitgift" über großmäulige, Frauen verachtende Narzissten. Die NZZ wiegt sich in Peter Stamms Sound der sanften Melancholie. Die SZ möchte doch lieber kein chilenischer Dichter werden, wie sie nach Alejandro Zambras Roman "Fast ein Vater" feststellt. Der DlfKultur lauscht mit Werner Herzog dem Herzschlag des philippinischen Dschungels. Die FAZ erkennt Stefan Austs Talent, zur richtigen Zeit mit den angesagtesten Typen rumzuhängen.

Mittwoch, 25.08.2021

Efeu - Die Kulturrundschau

Außerdem wollte er nicht schwitzen

25.08.2021 "Die Rolling Stones sind Geschichte", verkündet die SZ mit dem Tod ihres Schlagzeugers, des stets gut gekleideten Charlie Watts. Der Tagesspiegel erzählt, wie Matthias Lilienthal und der libanesische Künstler Rabih Mroué mit dem Festival "This Is Not Lebanon" das zusammengebrochene Land wiederaufrichten wollen. Die FAZ stößt mit der polnischen Künstlerin Agnieszka Polska auf die Partisanen der Gegenmoderne. Der Filmdienst huldigt Guy Gilles' Kino der Entwurzelung. Und Slate blickt demoralisiert auf Spike Lees 9/11-Doku, die auch weidlich Verschwörungstheoretiker zu Wort kommen lässt.

9punkt - Die Debattenrundschau

Vernunft in Bewegung

25.08.2021 Heute hält Angela Merkel ihre wohl letzte Regierungserklärung. Sie wird sich dafür rechtfertigen müssen, dass die Regierung erst so spät mit der Evakuierung von Ortskräften aus Afghanistan angefangen hat, meint die taz. Für die Afghanen wird es vermutlich gar nicht so schlimm mit den Taliban, meint der Politikwissenschaftler Olivier Roy in der FR, die haben inzwischen am Golf Zivilisation gelernt. In Zeit online schildert die Politikwissenschaftlerin Maheen Atif die Lage der meist schiitischen Hazara, die bei den Taliban besonders verhasst sind. In der FAZ nimmt Patrick Bahners die Deko-Ideen Herfried Münklers für die Paulskirche auseinander. Die Feuilletons trauern um den Philosophen Jean-Luc Nancy.

Bücherschau des Tages

Schnelldrehende Literatur

25.08.2021 Die FAZ macht mit Colson Whitehead im Harlem der Fünfziger krumme Geschäfte und lauscht angetan Steffen Menschings Prosaminiaturen zur Pandemie und zu Besserwessis. Die NZZ fliegt aus der Kurve, wenn Maxim Biller die Scheinheiligkeit des Berliner Literaturbetriebs aufspießt. Die FR lässt sich von Rüdiger Safranski durch die Galerie der großen Einzelnen und Vereinzeler der Philosophiegeschichte führen. Und der Dlf Kultur erkennt bei Baptiste Bouthier und Heloise Chochois: Ein origineller Comic über 9/11 kann gelingen.

Donnerstag, 26.08.2021

Efeu - Die Kulturrundschau

Schoppe blieb cool

26.08.2021 Ein betretener Tagesspiegel lernt aus einer Ausstellung über Künstler des Nationalsozialismus, wie ungeniert diese oft ihre Karriere nach dem Krieg fortsetzen konnten. Sogar NS-Gedenkstätten durften einige gestalten, erzählt Kurator Wolfgang Brauneis in Monopol. Frauen hatten es in der Bundespolitik dagegen deutlich schwerer, weiß die Zeit aus Torsten Körners Doku "Die Unbeugsamen". Die neue musikzeitung hört in Bayreuth Siegfried Wagners polyamourösen "Friedensengel". Die taz lässt sich vergnügt auf dem Dancefloor zwischen Waldbrand und Flutkatastrophe von der Hamburger "School of Zuversicht" beschallen.

9punkt - Die Debattenrundschau

Eine merkwürdig kalte Art

26.08.2021 Die Katastrophe in Afghanistan resultiert nicht aus dem Engagement, sondern aus dem Desengagement zuerst Trumps, dann Bidens, schreibt Navid Kermani in der FAZ. Er wird bestätigt von dem afghanischen General Sami Sadat, der in der New York Times für die Ehre seiner Truppen eintritt. Emma.de macht auf einen unheimlichen Zug der deutschen Öffentlichkeit aufmerksam: Opfer von Verbrechen werden nicht beim Namen genannt - man vergisst sie gern schnell. Die Journalistin Ljubou Kaspjarowitsch und Alexei Nawalny erzählen in Zeit und New York Times, wie sie im Gefängnis schikaniert werden.

Medienticker

Dekonstruktionismus

26.08.2021 Deutscher Buchpreis 2021 und was die Medien von der Longlist halten -  Gespräch mit Uwe Wittstock über sein Sachbuch "Februar 33"; Die deutsche Literaturszene nach der Machtübernahme - Es gibt den Text - mich gibt es nicht", sagt Georges-Arthur Goldschmidt - Wie geht es weiter? Die Situation der Musikszene in Afghanistan - Zum Tod des Philosophen Jean-Luc Nancy: Der politische Dekonstruktivist - Musikstreaming: Die meisten Künstler gehen leer aus + Bandmitglieder nehmen Abschied von Charlie Watts.

Bücherschau des Tages

Literatur mit Anspruch

26.08.2021 Beeindruckt betrachtet die SZ  Ann-Christine Woehrls Bildband "Witches in Exil" - die Fotografin porträtiert Frauen, die in Ghana als "Hexen" verfolgt werden. Zeit-Kritikerin Ingeborg Harms reiht sich ein in die Bewunderinnenn Maxim Billers, der mit "Der falsche Gruß" ein brillantes Zeitbild vorlege. Der Deutschlandfunk bewundert, wie Peter Stamm in "Das Archiv der Gefühle" den Lockdown einarbeitet, ohne ihn  zu benennen. Die FR empfiehlt Stuart Turtons Schmöker "Der Tod und das dunkle Meer".

Freitag, 27.08.2021

Efeu - Die Kulturrundschau

Die Stille wird laut

27.08.2021 Der Tagesspiegel erlebt im Barberini Museum einen schmissigen Frühling auf der Krim. Das Van Magazin hört einen zutiefst menschlichen Schrei in Luigi Nonos "Intolleranza". FAZ und FR feiern das neue Romantik-Museum in Frankfurt. Die nachtkritik erhält einen Theaterbrief aus dem Iran. Die NZZ trauert um den belarussischen Dichter Ales Rasanau.

9punkt - Die Debattenrundschau

Was eine andere Großmacht ärgern könnte

27.08.2021 Mit ihrem Abzug aus Afghanistan signalisieren die westlichen Länder, dass sie Unrecht künftig einfach geschehen lassen, vermutet die taz. Allerdings scheinen die Afghanen die Präsenz der internationalen Truppen als Besatzung empfunden zu haben, meint die Welt. Die SZ verweist auf einen wegweisenden Artikel von Medizinern in Foreign Affairs, die uns auf eine dauerhafte Präsenz von Corona als neue Normalität einstimmen. In seinem Blog protestiert Edward Snowden gegen die von Apple geplante vorsorgliche Überwachung von Iphones. In Odessa wurden die Überreste von Tausenden Stalin-Opfern gefunden. Aber es ist schwierig, diese Funde aufzuarbeiten, erklärt die taz.

Medienticker

Medienticker

27.08.2021 Aktualisiert: Das Internet vollschreiben: Neue Formen für Literatur?  - Journalisten beklagen Eingriffe in die Pressefreiheit durch US-Militär  - Europäischer Buchmarkt verzeichnet deutliche Umsatzgewinne & Buchmärkte im Vergleich -  Erstes bundesweites Leseclubfestival - Wohlig unentschieden: Überraschende Vielfalt der Longlist des Deutschen Buchpreises & Leseproben erschienen - Sebastian Brants Narrenschiff "Der erste Top-Seller der deutschen Literatur" + TV+Hörfunk-Tipps fürs Wochenende.

Bücherschau des Tages

Götterhimmel über Frankreich

27.08.2021 Die FAZ hört den Schlachtenlärm der letzten Jahrhunderte mit Margaret MacMillans Universalgeschichte des Krieges. Die SZ flaniert mit Edward Quinns neuaufgelegtem "Riviera Cocktail" noch einmal durch die glamourösen Fünfziger an der Cote d'Azur. Außerdem empfiehlt sie neue Kinderbücher. Der Dlf folgt gebannt den durch die jüngere jüdische Geschichte verletzten Seelen in Lizzie Dorons neuem Roman. Und Dlf Kultur mischt mit Mercerdes Rosendes übergewichtige Ursula aus Urugay die Männerwelt in Montevideo auf und sticht mit Hannes Bahrmann ins argentinische Rattennest.

Samstag, 28.08.2021

Efeu - Die Kulturrundschau

Zwei Sprünge vom Gaumen abwärts

28.08.2021 Wo sind die "wütenden arabischen Stimmen, die Gerechtigkeit fordern gegen die Talibanisierung der gesamten muslimischen Welt?", fragt der Künstler Ibrahim Quraishi in der taz. Die Nachtkritik hört mit Lawrence Abu Hamdan das Dröhnen im Kopf der Libanesen beim Frankfurter Festival "This Is Not Lebanon". In der FAZ betet Durs Grünbein eine ihm unbekannte Dame an: Europa. Der Tagesspiegel blickt in Paris in die blutorangen Abgründe der Anne Imhof. Die FAZ lernt in Bergen, wie Pestizide in die Muttermilch von Inuit gelangen. Und im Perlentaucher meint Daniele Dell'Agli: Wenn etwas in die Jahre gekommen ist, dann die "Befreiung der Klänge" durch die Musik.

9punkt - Die Debattenrundschau

Der nächste logische Schritt

28.08.2021 Der Anschlag von Kabul zeigt, dass der weltweite Dschihadismus Auftrieb erhält. Sein größter Nährboden, schreibt der Economist, sind schlechte Regierungen. In der taz erklärt der Historiker Philipp Lenhard, wie gut der Postkolonialismus China ins ideologische Konzept passt. Die FAZ blickt mit der Frauenrechtlerin Aljona Popowa auf die systemische Gewalt in Russland. Und in der SZ trauert A.L. Kennedy mit Charlie Watts auch um sozialen Aufstieg Wohlstand und Hoffnung in Britannien.

Bücherschau des Tages

Zwischenstopp im Katzenjenseits

28.08.2021 Die FAZ taucht mit Silvia Ferrara ein in die Geschichte der Schrift und trocknet mit Natascha Wodin „Nastjas Tränen“. Die FR besucht mit Michael Köhlmeiers Kater Matou Hegel-Seminare. Die SZ tastet sich mit Werner Herzog und dem japanischen Guerillakämpfer Hiroo Onoda durch den Dschungel. Die taz rebelliert mit Angela Lehner in der österreichischen Provinz. Als "Sensation" preist die Welt die Edition des Briefwechsels zwischen Boris Pasternak und Marina Zwetajewa. Und der Dlf lernt bei Jenny Erpenbeck die "existenzielle Verlorenheit" der Generation der Wendejahre kennen.

Montag, 30.08.2021

Efeu - Die Kulturrundschau

Jedes Wort ein Kraftakt

30.08.2021 Ulrich Rasches Inszenierung von Sophokles' "Oedipus" spaltet wie immer die Feuilletons: SZ und Nachtkritik feiern den wuchtigen Abgesang aufs Individuum, taz und FAZ fühlen sich an Rammstein erinnert. Im Standard sucht Natascha Gangl mit den Zapatistas in Madrid die Möglichkeit der Möglichkeit. Die FAZ sieht mit Geoff Muldaur die Folkmusik vor dem Verknöchern bewahrt. Und die Welt unterzieht mit Mario Adorf den großen Welterfolg des Schauspielers, Robert Siodmaks "Nacht, wenn der Teufel kam", einer Revision.

9punkt - Die Debattenrundschau

Auf Kreolisch keineswegs ein Schimpfwort

30.08.2021 Zweimal Karibik: Hans Christoph Buch erzählt in der NZZ, wie kompliziert das etwa in Haiti mit dem Rassismus ist, und wie wenig die Begrifflichkeiten der Antirassisten greifen, um die Verhältnisse vor Ort zu beschreiben. Und politico.eu berichtet über  ein krasses Missverhältnis zwischen dem "metropolitanen" Frankreich und den Inseln in der Karbik, wo sich die Menschen nicht impfen lassen wollen. Laut dem Historiker Bernd Greiner in der FAZ beherrschen die Amerikaner nur eins, das " Handwerk der Einschüchterung, Nötigung und Erpressung". Die taz erinnert an die Gleichgültigkeit, mit der das deutsche Publikum zuletzt die Anschläge in Afghanistan zuletzt wahrnahm.

Medienticker

Moderner Animismus

30.08.2021 Hat das Smartphone eine Seele? - Rocko Schamoni im Gespräch über seinen neuen Roman "Der Jager und sein Meister" - Die talentierte Frau an seiner Seite: Die Jazzmusikerin Lil Hardin Armstrong - Bei Musikstreaming gehen die  meisten Künstler leer aus -  Philosophie von Maß & Moral: Schwindendes Vertrauen in die Ordnung der Welt + Zum 500. Todestag des Renaissance-Komponisten Josquin Desprez.

Bücherschau des Tages

Hagelbrocken und Blitze

30.08.2021 Verstörend findet die FR, dass Jenny Erpenbecks "Kairos" nicht auf der Longlist für den Buchpreis steht: Sie findet den Roman zum Untergang der DDR hart, scharf und groß. Freudig lässt sie sich auch von Martin Hedberg über extreme Wetterlagen belehren.  Brillant findet die NZZ auch Sjòns isländische Romantrilogie "CoDex 1962". Der Dlf liest beglückt Gabriele Tergits Berliner Zeitroman "So war's eben" von 1956, der  jetzt erstmals aus den Nachlass veröffentlicht wird. Sehr erhellend findet er auch Umberto Ecos Essays über die Macht von Verschörungstheorien.

Dienstag, 31.08.2021

Magazinrundschau

In gegenseitiger Verklärung

31.08.2021 Foreign Affairs fragt, ob Osama bin Laden seinen geostrategischen Zielen näher gekommen ist. Hlidaci pes fragt: Können die Deutschen auch digital? Bookforum sieht mit Bohumil Hrabal und Vladimír Boudnik Bilder in der Materie. En attendant Nadeau ist beeindruckt von Georgi Demidows Erzählungen aus dem Gulag. Im Merkur freut sich Diedrich Diederichsen, dass an den Intersektionen der neuen Theorien die richtigen Karrieren beendet werden.

Efeu - Die Kulturrundschau

Wuchtige Cluster

31.08.2021 Einen wahren Rausch aus Schrecken, Schuld und Tragik erleben FAZ und Tagespiegel in Berlin mit Mark Anthony Turnages "Greek" und George Enescus "Oedipe". Bei der SZ schmilzt die Hoffnung auf eine live stattfindende Frankfurter Buchmesse. "'Was liegt, das pickt", lernt der Standard vom Maler Hubert Scheibl. Die Musikkritiker feiert mit Kanye West eine Messe.

9punkt - Die Debattenrundschau

Ihre Haltung zur Kultur ist unverändert geblieben

31.08.2021 Die Taliban in Kabul mögen Kreide gefressen haben, die Taliban in der Provinz ermorden Musiker, berichtet Libération. Die New York Times fragt: Was wird jetzt aus Afghanistan und all den Waffen, die die Amerikaner zurücklassen. Die taz bringt ein Dossier zum 11. September - und setzt sich unter anderem kritisch mit dem "Truther" Mathias Bröckers aus den eigenen Reihen auseinander. Der belarussische Diktator Alexander Lukaschenko schleust weiter Flüchtlinge in EU-Länder. Das ist eine Art der hybriden Kriegsführung, schreibt die lettische Innenministerin Marija Golubeva bei politico.eu. Die FAZ fragt: Was treibt A. Dirk Moses?

Medienticker

Freiheit durch Weglassen

31.08.2021 Russland: Schläge gegen die Pressefreiheit - LobbyControl-Studie: Digitalbranche lässt sich Lobbying in Brüssel 100 Millionen Euro im Jahr kosten - Selbstversuch mit rechten Medien: Nichts als Hass, Hetze und Häme - Bildhauerische Moderne: Rodin & Arp - Cyberangriffe auf die Demokratie - Zum Tode des Dub-Musikers Lee Perry, dem Meister der musikalischen Schockwellen -  Hörfunk-Interviews mit Christine Wunnicke & mit Jenny Erpenbeck.

Bücherschau des Tages

Universalgeister

31.08.2021 Der DlfKultur verfällt mit Eliot Weinberger der poetischen Anziehungskraft der Sterne. FAZ und SZ preisen den Romantiker und schreibenden Arbeiter Wolfgang Hilbig, dessen Werkausausgabe der Fischer Verlag mit einem Essayband abschließt. Sensible Momente entdeckt die FAZ in Tatiana Tibuleacs Roman "Der Sommer, als Mutter grüne Augen hatte". Wie die Suche nach sich selbst in der Sackgasse endet, erlebt die NZZ mit Caleb Azumah Nelsona Roman "Freischwimmen".

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BuchLink: Aktuelle Leseproben. In Kooperation mit den Verlagen (Info)

Ben Shattuck. Eine Geschichte der Sehnsucht. Carl Hanser Verlag, München, 2026.Ben Shattuck: Eine Geschichte der Sehnsucht
Nantucket im Jahre 1796. Die verwitwete Laurel bekommt überraschend Besuch von ihrer Jugendliebe Will in Begleitung seiner jungen Braut. Sie sind auf dem Weg nach Barbados…
Natascha Strobl. Kulturkampfkunst - Ein Handbuch. Suhrkamp Verlag, Berlin, 2026.Natascha Strobl: Kulturkampfkunst
Ein "Zuschauer*innen" in den Nachrichten, und das Internet kocht. Ein Verlag zieht zwei Winnetou-Bücher zurück, und die Angelegenheit weitet sich fast zu einer Staatsaffäre…
Barbara Honigmann. Mischka - Drei Porträts. Carl Hanser Verlag, München, 2026.Barbara Honigmann: Mischka
Eigentlich war es kein Kreis, eher ein Kosmos, ein Universum, das mich in meiner Kindheit und Jugend umstrahlte." Barbara Honigmann erzählt vom Leben und Überleben der Freunde…
Kari Leibowitz. Wintern - Wie wir mit der richtigen Einstellung durch die dunkle Jahreszeit kommen. Klett-Cotta Verlag, Stuttgart, 2025.Kari Leibowitz: Wintern
Aus dem Amerikanischen von Nastasja Dresler. Der Winter ist schön! Die Winterzeit hält viel Schönes bereit. Doch sie schlägt vielen aufs Gemüt: Warum ringen die einen mit…

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