Perlentaucher - Online Kulturmagazin mit Presseschau, Rezensionen, Feuilleton

zuletzt aktualisiert 10.02.2026, 15.41 Uhr
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Sortiert nach Datum | Rubriken

Donnerstag, 01.11.2018

9punkt - Die Debattenrundschau

Freiheitsverwöhnung

01.11.2018 Die CDU wird nach rechts rücken. Die taz würde einen Kandidaten Friedrich Merz begrüßen, weil er ein "Garant für klare Fronten" wäre. Jens Spahn legt in der FAZ einen Grundsatztext vor, in dem er behauptet, das die CDU eigentlich gar nicht nach rechts rücken muss - solange es nur christlich und familienfreundlich zugeht. Der Zeit wird bei beiden mulmig. Die New York Times erzählt, wie Donald Trump und seine rechtsextremen Weggenossen die Diabolisierung George Soros' betrieben haben. 

Efeu - Die Kulturrundschau

Ich muss Beethoven sein

01.11.2018 NZZ und Hyperallergic betrachten indische Kunst. Die FAZ vermisst die unabschließbare Reflexivität in der Netflix-Version von Orson Welles' Filmruine "The Other Side of the Wind". Die Welt stört die allzu gut gemeinte Oswalt-Kollehaftigkeit in Adina Pintilies Film "Touch Me Not". Die taz porträtiert den Komponisten und Kornettisten Rob Mazurek und sein Exploding Star Orchestra, die das Berliner Jazzfest eröffnen.

Medienticker

Kultur & Medien

01.11.2018 Aktualisiert: Wie die AfD Kulturpolitik betreibt: Vermeintlich linke Kunst soll verhindert werden - Merkel-Nachfolge: Medien im Personalisierungsexzess - Sortiments-Buchhandel: Kein Traumberuf! - Zu nah dran an Facebook? Kooperation der Hamburg Media School - Umfragen-Quatsch: Handelsblatt reagiert auf Kritik an nichtssagender Umfrage - Epidemie der Ablenkung: Die Entzauberung der sozialen Medien + Das Jazzfest Berlin in den Hörtipps.

Bücherschau des Tages

Passion und Natur

01.11.2018 Die FAZ mischt sich mit Paolo Giordanos Roman "Den Himmel stürmen" unter Ökofundamentalisten und biblische Schwätzer. Die FR beobachtet in Katrin Gerlofs Roman "Nenn mich November" ein Paar beim Neuanfang auf dem Land. Die NZZ reist fröhlich durch 2000 Jahre Geburtsgeschichte Europas.

Freitag, 02.11.2018

9punkt - Die Debattenrundschau

Indolenz damals, Indolenz heute

02.11.2018 Die taz erinnert an die Konferenz von Evian vor achtzig Jahren, wo sich die Staaten nicht auf die Aufnahme jüdischer Flüchtlinge einigen konnten.  Der Tagesspiegel bringt einen Abgesang des Dramatikers Moritz Rinke auf Angela Merkel. Die Organisation Freedom House zeigt in einem Bericht, wie Regierungen das Internet kapern und mit dem Argument, "Fake News" zu bekämpfen, jegliche Kritik ersticken. Spiegel online berichtet, wie Jan Böhmermann mit einer müden Pointe der Kritik ausweicht.

Efeu - Die Kulturrundschau

Subtil ins Opernhafte

02.11.2018 Die FR feiert Nicolas Cages großartiges Comeback in Panos Cosmatos' Horrorfilm-Grandezza "Mandy". Die NZZ porträtiert die britische Künstlerin Sarah Lucas, die Sex wie keine andere heute inszenieren kann. Warum kam #metoo so spät, fragt der emeritierte Kunstprofessor Klaus vom Bruch auf Zeit online. In der taz knöpft sich Musiker Jens Friebe die Theorie-Alphatiere vor.

Medienticker

Klingeln, zwecklos

02.11.2018 Aktualisiert: Privatkopievergütung: VG Media verliert Berufung - Heftbezogene Auflagen: Nach der Kritik machen Spiegel, Stern & Zeit einen Rückzieher - Online-Nachrichten verschleiern ihre Herkunft - Der Spiegel: Ein Klatschmagazin? - Polen sagt Medien in deutschem Besitz den Kampf an - Reporter ohne Grenzen zur Überwachungstechnik - Can Dündar: "Wo ich schreibe, ist die Türkei" - Wikimedia: Urheberrecht abgelaufen, trotzdem abgemahnt? + Hörfunk-Tipps fürs Wochenende.

Bücherschau des Tages

Der Mensch als erlösungsbedürftiges Wesen

02.11.2018 Die SZ reist in Denis Pfabes Debütroman mit einem Konzeptkünstler durch die Achtziger und entdeckt unverbrauchte Bilder. Die NZZ tanzt mit neuen Erzählungen von Ulf Erdmann Ziegler durch Schottland. Die FR lernt mit Karen Duves Droste-Hülshoff-Roman eine ganze Epoche kennen. Und die Welt liest bei Timothy Snyder bedrückt nach, wie Russland die westlichen Demokratien schwächt.

Samstag, 03.11.2018

9punkt - Die Debattenrundschau

Referendum über das Zeitalter des Donald Trump

03.11.2018 Im New York Magazine macht Andrew Sullivan den Amerikanern Mut: Schon vor zwei Jahren waren sie gegen Trump in der Mehrheit, und diesmal wird die Mehrheit größer sein. Nein, das Attentat von Pittsburgh war kein Attentat gegen Religion, es war eines gegen Juden, weil sie Juden sind, insistiert Yair Rosenberg in der Washington Post. Fact-Checking hat auch Schattenseiten,  erklärt der Kommunikationswissenschaftler Christian Hoffmann in der NZZ.

Efeu - Die Kulturrundschau

Was haben die Leguane hier zu suchen?

03.11.2018 Art Space betrachtet Madelon Vriesendorps Vision des Empire State Building und des Chrysler Building, post coitus. Die taz träumt von einem goldenen orientalischen Krummdolch - entworfen von Gianfranco Ferré für Christian Dior. Lens Culture stellt den Fotografen Ronghui Chen vor. In der SZ erzählt der italienische Autor Edoardo Albinati wie man als Mann im  Italien der Siebziger aufwuchs. Der Freitag hört David Hollanders "Unusual Sounds".

Bücherschau des Tages

Auf der Höhe des Kunstwerks selbst

03.11.2018 Die taz beobachtet mit Jan Gerber in Paris Karl Marx' Verwandlung in einen Kommunisten. Die FR feiert die kultivierte Schnoddrigkeit des Berliner Kritikers Friedrich Luft und wendet sich dann einem dicken Band mit Nadas-Quickies zu. Die NZZ liest zwei Bücher zum Antisemitismus in Deutschland. Die FAZ begleitet in Karl-Heinz Otts Roman "Und jeden Morgen das Meer" eine abgehalfterte Hotelchefin beim Neuanfang in Wales.

Montag, 05.11.2018

9punkt - Die Debattenrundschau

Der Lärm hat kaum mehr ästhetische Bedeutung

05.11.2018 Herta Müller schaut in einer Rede, die im Tagesspiegel abgedruckt ist, nach Osteuropa und erblickt ein Zerrbild von 1989. Der Neubeginn von 1918 war von Anfang an vergiftet, ruft Heinrich August Winkler in der FAZ in Erinnerung. Die ukrainische Aktivistin Kateryna Gandsjuk ist ermordet worden, meldet Radio Free Europe.  Le Monde blickt nach Kiel. Und die NZZ  fragt bang: "Wird in Zukunft Stille herrschen?"

Efeu - Die Kulturrundschau

Mit oder ohne Zwiebel

05.11.2018 Die Kritiker von FAZ bis taz jubeln über Johan Simons, der ihnen in Bochum, nicht in Berlin, München oder Wien gezeigt hat, wie  globales Stadttheater in unserer Zeit aussehen muss. Die SZ applaudiert den Berliner SchauspielstudentInnen, die den jetzt eröffneten Neubau der Ernst-Busch-Hochschule ermöglicht haben. Die taz lauschte beim Berliner Jazzfest dem Trompeter Ife Ogunjobi. Cargo ärgert sich über die Preise beim Leipziger Dokfilmfestival. Und die NZZ huldigt den Schweizer Künstlern am Bauhaus, Johannes Itten und Hannes Meyer.

Bücherschau des Tages

Kniehoch im Fischsud

05.11.2018 Frösteln lässt es die SZ, wenn Ursula Krechel am Beispiel der Sinti-Familie Dorn die Gefühllosigkeit der deutschen Nachkriegsgesellschaft vor Augen führt. Von Thomas Darnstädt erfährt sie, dass immerhin auf den Verstand des Verfassungsrichter Verlass war. Die FAZ verfolgt mit Stephan Scheuer Chinas Aufstieg zur Hightech-Herrschaft.  Aber sie vergnügt sich auch mit Kriminalromanen, etwa mit Christoph Peters' Yakuza-Roman "Das Jahr der Katze".

Dienstag, 06.11.2018

9punkt - Die Debattenrundschau

Sonst ist die Debatte so hilflos

06.11.2018 Nach dem Mord an der Aktivistin Kateryna Gandsjuk äußern Bürgerrechtsgruppen scharfe Kritik an den ukrainischen Behörden, berichtet Radio Free Europe. Tim Berners-Lee lanciert eine Charta für eine freies Internet, berichtet der Business Insider. Auf der Website von Rowohlt erklärt die Kolumnistin Margarete Stokowski, warum sie in der Buchhandlung Lehmkuhl in München nicht lesen wollte - und der Buchhändler Michael Lemling erklärt in der SZ, warum er es für richtig hält, auch Bücher von Rechtsintellektuellen anzubieten.

Efeu - Die Kulturrundschau

Grundiert durch eine tiefere Melancholie

06.11.2018 In Zürich wurde Mozarts "Così fan tutte" aufgeführt, nach den Vorgaben des in Moskau unter Hausarrest stehenden Regisseurs Kirill Serebrennikow. Die NZZ sieht darin den Beweis, dass sich Kunst nicht so leicht "unter die Knute von Willkürherrschern" zwingen lässt. Die SZ bejubelt eine der aufregendsten Così-Inszenierungen der letzten Jahre. Die Welt feiert die Fotografin und Humanistin Martine Franck, der die Fondation Henri Catrier-Bresson endlich eine Retrospektive widmet. Im Logbuch lässt sich Matthias Jügler fantastische Geheimdienstgeschichten aus Usbekistan erzählen.

Medienticker

Faktenfreie Wut

06.11.2018 Journalismus: Härtetest - Brandstifter: Wut & Hass zum parteipolitischen Vorteil. & Warum man gar nicht erst öffentlich mit denen reden sollte - Es gilt das gesprochene Wort: Zum Autorisierungswahn in deutschen Redaktionen - Bild-Chef verweigert die "Goldene Kartoffel" mit Hinweis auf Rassismus gegen Deutsche - YouTube-Stars verbreiten: Panik ums 'Ende von YouTube' - Presserechtsgeschichte: Die gescheiterte "Lex Soraya für jedermann" + Zeitungssterben in den USA. Enthüllen ist zu teuer.

Magazinrundschau

Kein Sein, nur eine Geltung

06.11.2018 Der New Yorker traut keinem Bild mehr. In Slate beharrt Kwame Anthony Appiah auf seiner Individualität, Identität be damned. Die London Review sucht das Leben bei Knausgard und findet Listen. Im Merkur erklärt der Rechtsphilosoph Uwe Volkmann, warum Carl Schmitt mit seiner Kritik an Werten leider richtig liegt. Die Paris Review schaltet mit Arthur Machen in den Gothic-Modus. Die New York Times prophezeit den Saudis ein Vietnamdebakel im Jemen.

Bücherschau des Tages

Zeremonienmeister seines Ruhms

06.11.2018 Die FAZ erkennt in Andor Gelleri einen Meister der kurzen Prosa. Außerdem liest sie neue Publikationen zum Illiberalismus in Polen und Ungarn.  Die NZZ flüchtet mit Titus Gebel vor dem Staat in eine Privatstadt. Die FR vergnügt sich mit Bill Beverlys Gangster-Ballade "Dodgers". Und die SZ entdeckt wunderbare Unverschämtheiten in Gerhard Henschels "Erfolgsroman".

Mittwoch, 07.11.2018

9punkt - Die Debattenrundschau

Foucault nannte das Diskurspolizei

07.11.2018 Leise Hoffnung nach den Midterm-Wahlen: Die Demokraten sollen sich das Konfetti aus dem Haar schütteln und jetzt bloß keinen Mist bauen, meint die New York Times. In der FR spricht Yehuda Bauer über die Zeit, als die Palästinenser noch keine Palästinenser waren. Die FAZ giftet gegen Bundesjustizministerin Katarina Barley, die das Leistungsschutzrecht in Frage stellte. Und Amazon verdient laut Handelsblatt jeden fünften Euro im deutschen Buchmarkt (off- und online zusammengenommen).

Efeu - Die Kulturrundschau

Objekte in Grünnuancen

07.11.2018 Die NZZ lässt sich von der Royal Academy in London zu einem ozeanischen Festschmaus einladen. Der Standard inspiziert mit Wes Anderson die Depots des Kunsthistorischen Museums in Wien. Der Tagesspiegel erlebt in Kirill Serebrennikows Film "Leto" den Clash von Kommunismus und Rockmusik.  Die taz bewundert die skulpturalen Formen der  Berliner Modedesignerin Isabel Vollrath. Und ZeitOnline bemerkt, dass Metalfestivals für ihr alterndes Publikum jetzt mehr auf Wellness setzen.

Medienticker

Brauhaus statt Bauhaus

07.11.2018  Aktualisiert: Internetkonzerne: Olaf Scholz bremst EU-Digitalsteuer - Debatte: Darf man mit Rechten lesen? "Habe nicht gesagt, die Bücher sollten verboten werden", sagt Margarete Stokowski zur Absage ihrer Lesung - Stimmungsmache mit Messer-Migranten: Konstruierte Geschichte aus unserem Berichtsgebiet - Rote Linie: Floskel des Monats - Vor 50 Jahren ohrfeigte Beate Klarsfeld Kurt Georg Kiesinger + Feine Sahne Fischfilet in Dessau: Das Brauhaus war besser als das Bauhaus.

Bücherschau des Tages

Wischfische, Quasselasseln und Elefanten

07.11.2018 Die FAZ schwelgt in Guram Dotschanaschwilis funkelnd abgründiger Prosa. Die SZ lässt sich gern von einem Gedicht des hochbetagten Yves Bonnefoy verwirren und taucht mit Elena Ferrante in den Höllenschlund des neapolitanischen Patriarchats. Die NZZ stellt neue Kinder- und Jugendbücher vor.

Donnerstag, 08.11.2018

9punkt - Die Debattenrundschau

Mit einem Handstreich

08.11.2018 In der FAZ erzählt Georg Stefan Troller, 1922 geboren,wie die Juden in Wien in der Pogromnacht vor achtzig Jahren schikaniert wurden. Julius Schoeps vermutet im Tagesspiegel, dass die Bevölkerung nichts gegen die Pogromnacht unternahm, weil die Kirchen sich duckten. CNN  legt dar, wie Donald Trump seine größere Mehrheit im Senat nutzt, um die Untersuchungen zu seinem Wahlkampf abzuwürgen - Trump entzieht einem CNN-Journalisten zugleich die Akkreditierung. 

Efeu - Die Kulturrundschau

Trügerisch dauergoldener Herbst

08.11.2018 Die Presse freut sich über Edmund de Waals Netsuke-Sammlung, die nach Wien kommt. In Lens Culture stellt der Fotograf Marwan Bassiouni sein neues Projekt "New Dutch Views" vor. Spon betrachtet in Ulrich Köhlers Film "In my Room" die Muskeln des letzten Menschen in Ostwestfalen-Lippe. Die Zeit schickt anlässlich des Prozesses gegen den russischen Regisseur Kirill Serebrennikow eine Reportage über die ungemütliche Lage der Künstler in Russland. Der Tagesspiegel hört Grönemeyer.

Medienticker

Schmutzwäsche-Waschen

08.11.2018 Aktualisiert: Zur Lage der Fiction: "Enorme Diskrepanz, die zulasten der Qualität geht" - Schriften der Neuen Rechten: Der naive Glaube an eine neutrale Buchhandlung - Unmissverständliche Töne beim Bayerischen Buchpreis -  Pressekonferenz: "Sie sind eine furchtbare, unverschämte Person"- Svenja Flaßpöhler: "Man wird schnell zur Verräterin" - Zukunftskonferenz: "Die Buchbranche am Rand des Abgrunds?" + Zum 50. Jubiläum als fettes Reissue: The Beatles & ihr "Weißes Album".

Bücherschau des Tages

Die Opfer reden

08.11.2018 Die FAZ lässt sich genussvoll von Ömür Iklim Demirs Erzählband "Das Buch der entbehrlichen Gedanken" an der Nase herumführen. Sehr gut gefallen hat ihr auch der Erstling von Jane Gardam, "Weit weg von Verona", die Geschichte eines Mädchens, das Schriftstellerin werden möchte. Die FR lernt mit Akwaeke Emezi eine in New York lebende nigerianische Autorin igbo-tamilischer Herkunft kennen, die sich als "nonbinary trans and plural person" beschreibt und nur im Plural von sich spricht. Die Zeit liest Antonio Ruiz-Camachos Erzählband "Denn sie sterben jung".

Freitag, 09.11.2018

9punkt - Die Debattenrundschau

Ein Bruchteil jener Aufmerksamkeit

09.11.2018 Das Humboldt-Forum wird wohl doch erst später eröffnet, meldet die SZ, und das Ethnologische Museum und das Museum für Asiatische Kunst werden gerupft. Die taz fragt, warum sich Deutschland mit dem 9. November so schwer tut. Und warum wird der Novemberrevolution kaum gedacht? In der SZ fordert Heribert Prantl, dass der 9. November zum Feiertag erklärt wird. Die internationale Journalistenschaft streitet über den Clash zwischen Donald Trump und dem CNN-Reporter Jim Acosta.

Efeu - Die Kulturrundschau

Größere Freude, bessere Kunst

09.11.2018 Annekathrin Kohout feiert in ihrem Blog den Female Gaze der Künstlerin Florine Stettheimer. Die taz sucht mit dem Fotografen Michael Ruetz nach Spuren des Frohsinns in den Gesichtern der Zuschauer bei der Pogromnacht 1938. Die SZ lernt von einem Film Barbara Millers, dass Religion da ist, alle #FemalePleasures zu töten. Nico Bleutge wandert für die NZZ auf den Spuren Guillaume Apollinaires durch Rom. Open Culture findet eine Datenbank für Papierflugzeuge.

Medienticker

9.11.18, 38 & 89

09.11.2018 Aktualisiert: Urheberrecht: Verwässerter Schutz für Künstler - Bertelsmann: Umsatz gewachsen & Verleger in Verlegenheit - Mangelnde Zeit für Bücher: Jochen Jung über den egoistischen Leser -  White-House perfider Medien-Umgang - Gewinner von Frankreichs Literaturpreisen - Ennio Morricone zum 90.: Noch lange kein Lied vom Tod! - Iwan Turgenjew zum 200.: Der sanfte Riese, der Russland verabscheute + Wochenend-Hörfunk-Tipps.

Bücherschau des Tages

In einen Koffer passt kein Obstbaum

09.11.2018 Die NZZ tanzt mit A. L. Kennedys Roman "Süßer Ernst" einen kunstvollen Pas de deux. Die FAZ lernt von Constanze Kurz und Frank Rieger, wie angreifbar die digitale Gesellschaft ist. Außerdem blickt sie mit Mouhanad Khorchide und Klaus von Stosch auf "Jesus im Koran". Die SZ liest Kinder- und Jugendbücher und empfiehlt mit Nachdruck David Grossmanns Gute-Nacht-Geschichten. FAZ, taz und SZ betrachten erschüttert Michael Ruetz' Bildband über das Pogrom 1938.

Samstag, 10.11.2018

Efeu - Die Kulturrundschau

Zwischen den Zeiten

10.11.2018 In der FAZ kann sich Steven Uhly die Bolsonaro-Wahl in Brasilien nur mit mangelnder Solidarität innerhalb der Gesellschaft erklären. Überwältigt kommt die New York Times aus der großen Andy-Warhol-Retrospektive im Whitney Museum: Nur den Künstler-Unternehmer hätte sie auch gern gesehen. Auf ZeitOnline erzählt Ennio Morricone, wie Stanley Kubrick seine Zusammenarbeit mit Sergio Leone vereitelte. Und die taz erinnert an das einstige Zentrum für jüdische Modehändler am Berliner Hausvogteiplatz.

9punkt - Die Debattenrundschau

Das zu sehen, ist unheimlich

10.11.2018 In der Welt erklärt Per Leo, dass es im Kampf gegen Rechts nicht reicht, seine Haltung zu demonstrieren: Man braucht Strategie. Auch die taz warnt vor Konfliktscheu. Außerdem erinnert sie an die große Frauenrechtlerin Marie Juchacz. Die Berliner Zeitung ruft: Die SPD hat 1919 die Arbeiterbewegung nicht verraten, sondern gerettet. Peter Sloterdijk wirft die Frage auf, ob wir zur Freiheit genötigt werden. Die NYRB beschreibt den innigen Clinch von CNN und Donald Trump. Und Britannien droht Jo Johnson zufolge: Vasallentum oder Chaos.

Bücherschau des Tages

Die verschwundenen Bücher des Mani

10.11.2018 Als Triumph der Imagination feiern SZ und Welt Judith Schalanskys "Verzeichnis einiger Verluste", das den Kaspischen Tiger, den Palast der Republik , das Einhorn und ein Südseeatoll versammelt. Die Welt liest bei der grandiosen A.L. Kennedy auch wieder von der Liebe in Versalien. Die taz trifft Laksmi Pamuntjak. Die FR folgt Tom Franklin schaudernd fasziniert in die Abgründe von Mississippi. Und die FAZ versteht mit Walter Filz' "Es ist noch Känguruschwanzsuppe da" endlich den Witz am Kölner Karneval.

Montag, 12.11.2018

Efeu - Die Kulturrundschau

Rolle knallt gegen Leben

12.11.2018 Auf der Anti-Biennale in Athen wandelt die NZZ zwischen Cyborgs und Geisterwesen.  Der Tagesspiegel verabschiedet Werner Ružička, der 34 Jahre lang die Duisburger Filmwochen leitete. Im Standard erklärt der ungarische Autor Zoltán Danyi, wie er von Proust lernte, den Ersten Weltkrieg zu verstehen. Die Nachtkritik lauscht in Dresden der Meth-Poesie von Goethe und Eric Stehfest. Und die NZZ widmet sich dem Brennstoff der Literatur.

9punkt - Die Debattenrundschau

Verhängnisvolles Zusammendenken

12.11.2018 In der FAZ erzählt Alexander Gallus, was die Novemberrevolution in den Köpfen der Rechtsextremisten anrichtete. Robert Menasse und Ullrike Guérot riefen von mehreren Berliner Balkonen die Europäische Repubilk aus. Der Text ist in der Berliner Zeitung zu lesen, das Publikum war schütter. Golem.de erläutert, was Katarina Barley am Leistungsschutzrecht kritisiert, und warum sich die Zeitungen bei der der Eprivacy-Verordnung mit Google und Co. auf einmal so gut verstehen.

Medienticker

Poetisiert euch!

12.11.2018 Aktualisiert: Branchen-Monitor Buch: Zarter Goldglanz im Oktober - Irene Dische über Trump & die Medien:"Wir haben in Amerika eine Art Bürgerkrieg" - Berlin kürt unabhängige Verlage - Erklärung der Vielen: "Künstler müssen nicht neutral sein" - Investigative Reportage: Debatte über rechte Bücher - Tagessatz von 1.428 Euro: Krisenberater soll überforderter Bauhaus-Führung beistehen - Studie: Die Macht des Online-Händlers + KI: Eine Million Bücher mit automatisch erzeugten Texten.

Bücherschau des Tages

In die Abgründe des schlechten Gewissens

12.11.2018 Die SZ begibt sich mit Kent Nerburn auf die alten Pfade der Lakotas und lernt von ihm, vor der widerständigen Weltsicht der Indianer zu kapitulieren. Ré Soupaults Erinnerungen "Nur das Geistige zählt" liest sie als Lebensgeschichte aus Arbeit, Gefahr und Glamour. Und die FR freut sich über die Emanzipation der Betty Boob.

Dienstag, 13.11.2018

Magazinrundschau

Man nannte es das Ding

13.11.2018 In der New York Review of Books taucht der Historiker Christopher Clark in die Kriege der Zukunft. Der Guardian erzählt, wie das suchterzeugende OxyContin bei Ärzten und Patienten durchgedrückt wurde. Les inrockuptibles widmet sich den blühenden antisemitischen Szenen in Frankreich. Der Film-Dienst sichtet Paul Schraders "Dark". Der New Yorker geht dem geheimnisvollen Havanna-Syndrom nach.

Efeu - Die Kulturrundschau

Um vor einer Jukebox zu sitzen

13.11.2018 Die NZZ erlebt auf griechischen Vasen des Exekias die existenzielle Einsamkeit des mythischen Helden. Die FAZ verfängt sich mit Sister Mary Bradley in Harlems süßem Leben. Die SZ verteidigt David Bowies "libertären" Umgang mit Teenagern und faschistoiden Symbolen . Dezeen blickt mit OMA in die Zukunft modularer Hochhäuser und sieht Fenster und Fertigbeton.

9punkt - Die Debattenrundschau

8 Millionen Aktivitäten zur ethnischen Einheit

13.11.2018 Im Guardian beschreibt der Sinologe Timothy Grose die brutale Unterdrückung der muslimischen Bevölkerung von China.  Laut New York Times präsentiert die Türkei neue Audiodokumente, die nachweisen sollen, dass Jamal Khashoggi auf höchste Weisung ermordet wurde. Politico.com erklärt, was es mit dem "Intellectual Dark Web" (IDW) auf sich hat. Und der Guardian freut sich über eine Million Leser, die ihn unterstützen.

Medienticker

Zensurheberrecht

13.11.2018 Leipziger Richter stärken Rechte von Journalisten beim Schutz der privaten Adresse - Erkenntnisse vom Vocer Innovation Day  - Berliner Verlagspreis: Wagenbach gewinnt - Peter Stamm erhält den Schweizer Buchpreis - Peter Sloterdijk über Freiheit: "Wir haben die Kosten der Freiheitskämpfe vergessen" - Jagoda Marinic & Thea Dorn diskutieren "Was soll 'deutsch' sein? + Hörtipp des Tages: Heinrich von Kleist über das Marionettentheater.

Bücherschau des Tages

Herzhafte Dialogduelle

13.11.2018 Die taz  reist mit der Fotografin Yan Wang Preston den Jangtsekiang entlang und entdeckt einen Fluss von spröder Schönheit. Die SZ bewundert die Virtuosität, mit der Alex Capus sein wahres Märchen der bäuerlichen "Königskinder" von Versailles erzählt. Die NZZ spürt echte Körperwärme in Peter Nadas'  Essays  "Leni weint". Die FAZ lässt sich Jennifer Clements Countrysong "Gun Love" gefallen und empfiehlt außerdem Franz Walters Geschichte der SPD.

Mittwoch, 14.11.2018

Efeu - Die Kulturrundschau

Eingesperrt zwischen Käse und Freiheit

14.11.2018 Das Lüders-Haus im Regierungsviertel sollte an die athenische Demokratie erinnern, aber es bleibt wohl eher ein Wahrzeichen Berliner Baukultur,  fürchtet die FAZ. Ähnliches sieht die taz  für das neue Bauhaus-Museum in Weimar, das keine Fassade aus Glas, sondern aus Beton bekommt. ZeitOnline hört bewegt, aber natürlich ganz unöffentlich "Female Voices of Iran". Und in der NZZ beobachtet Felicitas Hoppe das Schwanken der Literatur zwischen Welt und Feuilleton.

9punkt - Die Debattenrundschau

Nicht nur, dass man nicht weiß

14.11.2018 Die Irish Times unterscheidet mit Blick auf die Brexit-Anhänger zwischen drei Formen der Ignoranz: absichtliches Unwissen, krasse Selbsttäuschung und "pig ignorance". Die SZ erzählt, wie die Stadt Chemnitz ihren Ruf retten will. Die New York Times bringt eine dreiteilige Videoserie über russische Einflussnahme bei den amerikanischen Wahlen. Wieviele Paywalls werden die Leser von Medien wohl bezahlen, fragt das Nieman Lab. Die FAZ beklagt die öffentlich-rechtliche Schmonzettenexpansion.

Medienticker

Mit Wucht

14.11.2018 Aktualisiert: Auf kurzem Weg zum Verleger: Investor Benko kauft sich in Zeitungen ein - Facebook: Portale in die Bedeutungslosigkeit herunterpegeln - Berliner Erklärung der Vielen: Uwe Tellkamp spricht von "Gesinnungskorridor" - Leute : Debatten-Detlev + Michelle Obamas Autobiografie:mit einr Print-Startauflage drei Millionen Exemplaren.

Bücherschau des Tages

Von atheistischer Amoral und christlicher Doppelmoral

14.11.2018 Die FAZ definiert mit Knut Bergmann fröhlich Politiker über ihre Fähigkeit zu kulinarischem Genuss. Die FR taucht angeregt in den Briefwechsel Ingeborg Bachmanns mit Hans Magnus Enzensberger. Die NZZ lauscht gespannt Denis Diderots Gespräch mit der Marschallin de Broglie wider und für die Religion. Die SZ findet sich mit Adam Zamoyskis "Napoleon" in einem Kostümfilm wieder.

Donnerstag, 15.11.2018

9punkt - Die Debattenrundschau

Die kleinen Bestechungen

15.11.2018 Theresa Mays Brexit-Kompromiss mit der EU ist von ihrem Kabinett abgesegnet. Dem Guardian graut jetzt nur noch vor dem Parlament. In der NZZ prangert Steven Pinker linken Kulturpessimismus an.  Die New York Times bringt eine aufwändige Recherche über das unzureichende Krisenmanagement bei Facebook. Reuters erzählt, wie China sein System der Überwachung der Bürger per Personalausweis nach Venezuela exportiert. In der Welt wendet sich der Gymnasiallehrer Rainer Werner gegen das Kopftuch in Schulen. Aktualisiert: und außerdem die neue Tellkamp-Debatte.

Efeu - Die Kulturrundschau

Pausendurchwehte Sprachfähigkeit

15.11.2018 Die NZZ hört in der Generalprobe zu György Kurtags erster Oper unerhört dramatisch-dynamische Farbenpracht. In Hu Bos Film "An Elephant Sitting Still" spielt das Licht die Hauptrolle, staunt die taz. Der Western ist zurück, erkennt Zeit online, und betreibt Mythenlese. Die Feuilletons verneigen sich zum Siebzigsten vor dem Solitär Georg Ringsgwandl. Der Unternehmer Magnus Resch und der Dokumentarfilmer Nathaniel Kahn suchen die Qualität in der Kunst.

Medienticker

Endlich wieder cool sein

15.11.2018 Aktualisiert: Deutscher Medienmarkt: Der Buchmarkt wächst & auch bei Digitalbüchern -  Buchhandelsketten: Mit neuen Konzepte gegen Internet-Versandhändler - Pressefreiheit oder Persönlichkeitsrechte: Ein ungutes Gefühl im Bauch - Fernsehrat: Von "funk" für die Zukunft öffentlich-rechtlicher Medien lernen - Österreich: Absichtliche Zerstörung des ORF - National Book Award für Isabel Allende - Replik auf Uwe Tellkamp + Odyssee des Jonathan Meese in München.

Bücherschau des Tages

Das Alter ist ein Zwergenstaat

15.11.2018 Die FR streift mit Carol O'Connells Detective Kathleen Mallory auf der Suche nach einem blinden Jungen durch New York. Die FAZ liest angeregt die höchst aktuellen Reportagen des peruanischen Dichters Cesar Vallejo aus dem Europa der zwanziger Jahre. Die Zeit lernt von Perry Anderson, was Hegemonie ist. Die SZ leidet mit Bora Cosics Ich-Erzähler am einem Europa "Im Zustand stiller Auflösung". Die NZZ studiert mit Harro von Sengers "Moulüe" das Denkkonzept der chinesischen Supraplanung.

Freitag, 16.11.2018

9punkt - Die Debattenrundschau

Jenes Fremdheitsgefühl

16.11.2018 Der Guardian fragt: Warum eigentlich verzichten so viele dezidierte Brexit-Anhänger darauf, den Brexit mitzugestalten und verlassen die Regierung? Soll das Gendersternchen in die amtliche Rechtschreibung eingeführt werden, oder ist das Gewalt an der Grammatik, fragt der Dlf. Aufruhr bei Facebook nach der Enthüllung der New York Times, dass der Konzern zur Not nicht mal davor zurückschreckt, George Soros anzuschwärzen. Und die FR erklärt, warum die öffentlich-rechtlichen Sender immer noch Gebühren für Zweitwohnungen wollen.

Efeu - Die Kulturrundschau

Alles Gesprochene bleibt diskret

16.11.2018 Die Filmkritiker sehen mit Luca Guadagninos "Suspiria" verfeinerten Horror. Der Schriftsteller Norbert Hummelt schwebt in der NZZ noch einmal die Treppe der Villa La Collina hinunter. Die FAZ hört noch einmal, wie Aretha Franklin einen Ton hält. Die NZZ begutachtet in einer Pariser Ausstellung, wie die Nadars in ihren Fotoporträts Charakter und Temperament großer Künstler bannten. Die Berliner Zeitung trauert um Rolf Hoppe.

Medienticker

Mehr Schmalz als Hirn?

16.11.2018 Aktualisiert: Writers in Prison-Tag: Die Türkei ist "weltweit das größte Gefängnis" für Autoren - Fixe Idee: Neutrale Berichterstattung sei absurd, meint Anja Reschke - Tellkamps Kritik an der Debattenkultur & auf rechten Blogs gegen den common sense - Marina Weisband über das kleine Einmaleins gegen Falschmeldungen - Spanischer Literaturpreis: Premio Cervantes für Ida Vitale + Hörfunk-Wochenend-Tipps.

Bücherschau des Tages

LSD-Kinder aus dem Märchenwald

16.11.2018 Die FAZ erfährt von Peter Neumann, was Kant, Fichte, Schelling, Hegel und Co. im Alltag in Jena um 1800 so trieben. Die NZZ begibt sich mit dem Historiker Arnold Esch auf eine faszinierende Reise durch italienische Landschaften von der Antike bis ins 20. Jahrhundert. Die FR blättert vergnügt in einer Comic-Biografie über Andy Warhol. Große Aktualität attestiert die SZ den Vorlesungen des Soziologen Stuart Hall über "Rasse, Ethnie, Nation".

Samstag, 17.11.2018

9punkt - Die Debattenrundschau

Don't be Sorry, Be Angry

17.11.2018 Carole Cadwalladr macht in NYRDaily klar, dass Trump und Brexit unauflöslich miteinander verbunden sind.  Es gibt eine Wahrheit im Krieg, auch im Syrienkrieg, und auch Gut und Böse lassen sich unterscheiden, sagt die Politologin Kristin Helberg an die Adresse all der Medien, die mal den Experten A, und dann Experten B interviewen.  Der Künstler Nils Pooker begründet im Blog  des Marta-Museums in Herford, warum es für ihn ein Skandal ist, dass das Reiss-Engelhorn-Museum in Mannheim Rechte auf Reproduktionen gemeinfreier Bilder geltend macht.

Efeu - Die Kulturrundschau

Vom Sichschütteln der Schellen am Tamburin

17.11.2018 Ganz große Kunst, Klangneuland gar, erlebten die Musikkritiker in der Uraufführung von György Kurtágs Oper "Fin de partie" nach Samuel Beckett. Die taz vertieft sich in die Soundskulpturen von Viola Klein. Die SZ liest Instapoetry. KI kann keine Kunst, ruft die NZZ. Die Italiener haben sich noch nie gern an den Faschismus erinnert, meint in der taz der Schriftsteller Boris Pahor. Und: Die "Lindenstraße" wird eingestellt, aber erst 2020. Erste Nachrufe in FAZ und Zeit.

Bücherschau des Tages

Fachsprachlich nicht mehr en vogue

17.11.2018 Hurra. Micky Maus wird neunzig. Und wer will, kann mit der FAZ einen monumentalen Bildband über Walt Disneys Geniestreich lesen, um dann gleich zur vierbändigen Ausgabe mit Theaterkritiken Theodor Fontanes zu greifen, die von der Welt empfohlen werden. Die taz liest Annie Ernaux. Die NZZ freut sich über die erstmalige Übersetzung des amerikanischen Naturbeschreibers Henry Beston.

Montag, 19.11.2018

9punkt - Die Debattenrundschau

Ganze Stadtviertel der Namenlosen

19.11.2018 Im Standard erzählt Wladimir Sorokin, wie Putin Russland die Zukunft raubte. Wir werden uns noch nach der unprätenziösen, vernünftigen Politik Angela Merkels zurücksehnen, prophezeit Herfried Münkler in der NZZ. In der FAZ plädiert Simon Strauß für mehr Autorität und Hierarchie, um die entfesselte Debatte zu bändigen. Im Tagesspiegel erzählt der im Exil lebende Uigure Ilham Lutfi von der Verfolgung der Uiguren durch die chinesischen Behörden.

Efeu - Die Kulturrundschau

Vereinigung von Fassbierliebhabern

19.11.2018 Die SZ erkennt vor Piero della Francescas Fresko "Auferstehung": Die Zentralperspektive hat die Kunst nicht zurecht, sondern ins Diesseits gerückt. Die taz erkundet mit Antje Majewski und Issa Samb die Wissensarchive der Fische und Elefanten. Die NZZ hört Igor Levitt Musik über Musik spielen. Die Jungle World erinnert an die frühe Intervention der Kinks gegen die entgrenzte Selbstverwirklichung. Der Freitag fürchtet die Rache des Patriarchats in Hollywood.

Medienticker

Abschaffung des Zufalls

19.11.2018 Zeitungssterben in den USA: Wenn die Gemeinschaft zahlt - Maßstäbe: Wie misst man journalistischen Erfolg? - Florian Illies: Die Generation Golf in der Villa Grisebach & bald Verleger -- Ulrich Raulff: Warum das Marbacher Literaturarchiv kein "Märchenpark" ist + Theater-Nachtkritiken: aus Bonn, Hamburg, München & Stuttgart.

Bücherschau des Tages

Betrunkene Argumente

19.11.2018 Berührt lauscht die FAZ  den von Elisabeth Orth gelesenen Briefen der Physikerin Lise Meitner aus dem schwedischen Exil. Mit "Tenderenda der Phantast" erlebt sie Hugo Ball erfrischend unchaotisch. Die SZ geht auf Kneipentour: Heinz Helle eröffnet ihr im Suff-Gespräch zweier Brüder das ganze Menschendasein. Kai Wielands "Amerika" findet sie nicht nur nur psychologisch komplex, sondern auch noch witzig.

Dienstag, 20.11.2018

9punkt - Die Debattenrundschau

Zuverlässig passive Stützen

20.11.2018 In Frankreich ist Revolution oder zumindest "Jacquerie". Die Medien versuchen die überraschend breite Bewegung der "Gilet jaunes" einzuschätzen, die ihre Diesel gegen eine Erhöhung der Benzinsteuer verteidigen. Götz Aly erinnert in seiner Dankesrede für den Geschwister-Scholl-Preis auch an die 3.000 Studenten, die in der Münchner Universität das Todesurteil gegen die Scholls beklatschten. Aber in der Berliner Zeitung lobt er auch den Willen der Deutschen, ihre Geschichte aufzuarbeiten. Die taz berichtet über die zügig voranschreitende Gleichschaltung Hongkongs.

Efeu - Die Kulturrundschau

Er haucht und schreit

20.11.2018 Zu Beginn der Vienna Art Week blickt der Standard auf den Kunstbetrieb, der zum Rattenrennen um die Aufmerksamkeit von Publikum, Museen, Sammlern und Kuratoren ausartet. Der Tagesspiegel will wieder über DDR-Kunst reden. Die FR blickt auf Abbas Kiarostamis antikontemplative Naturgedichte. Die SZ erlebt mit Karlheinz Stockhausens Schöpfungsoper "Donnerstag" in Paris den Dreiklang Raum, Klang und Licht. Und die Zeit lauscht verzückt John Grants Universalbeschimpungen.

Medienticker

Populistische Verbiegung & Wirbellose ARD

20.11.2018 Spiegel Literatur: Verlag reduziert Beilage auf vier Ausgaben pro Jahr - Urheberrechtskonferenz: "'Kultur für alle!' heißt noch lange nicht: 'Kultur umsonst für alle!'" - Leistungsschutzrecht: Google droht mit Ende für Google News wegen Plänen - Führungsstreit bei Facebook: Zuckerberg gibt Sandberg die Schuld an der Krise  -  Lokaljournalisten:  Nannen-Preis zeichnet investigative Recherchen in Regionalpresse aus - CNN-Gründer Ted Turner über "eine neue Art, Nachrichten zu verbreiten" + Ausdehnung der Bürgerschafts-Zone: Peter Sloterdijk über Gleichheit.

Magazinrundschau

Lieben oder geliebt werden

20.11.2018 Der New Yorker gibt eine Pyjama-Party für einen depressiven Roboter. Slate.fr begutachtet das chinesische Umerziehungsprogramm für Uiguren. Die LRB lernt aus zwei neuen Büchern, warum Britannien absteigt. Im New Statesman nimmt der Historiker Richard J. Evans seinen Landsleuten auch noch die glorreiche Vergangenheit. Wired sieht sich im neuen Werbemarkt von bezahlten Kritiken um. Die NYT bringt den ersten Teil ihre großen China-Dossiers.

Bücherschau des Tages

Wie das Wünschen sich in Text verwandelt

20.11.2018 Die SZ lernt mit Alexander Demandt, die Milde Marc Aurels zu lieben. Die NZZ geht mit Matias Faldbakken ins Nobelrestaurant. FR und FAZ lesen Martin Walsers nicht ganz stubenreine Bekenntnisse "Spätdienst". Die FAZ lernt zudem von Bruno Latour, warum der französische Transrapid scheiterte, und von Archie Brown, warum individuelle Herrschaft gefährlicher ist als kollektive.

Mittwoch, 21.11.2018

Medienticker

Geld & Risiko

21.11.2018 Shitstorm gegen Journalisten nicht auf die leichte Schulter nehmen - Pressefreiheit: Polizei überwacht (möglicherweise) Journalisten & Frankreich beschließt Gesetz gegen Fakenews - Punktsieg für CNN: Weißes Haus gibt CNN-Reporter Jim Acosta die Akkreditierung zurück - Nach Beschwerde der AfD: Eingriff in die Kunstfreiheit + Arno Geiger über seine Schriftstellerexistenz.

9punkt - Die Debattenrundschau

Offerte an die Bevölkerung flacher Inselstaaten

21.11.2018 Zumindest in der Ost-Ukraine arbeiten Linkspartei und AfD als Wahlbeobachter für Russland traut zusammen, erzählt die investigative Plattform Codastory. Donald Trump veröffentlicht eine Liebeserklärung an Saudi-Arabien, die New York Times ruft zur Rebellion der Abgeordneten auf. In der SZ träumt Claus Leggewie von einem Klimapass, der eine unkomplizierte Migration erlaubt. Le Point hat den Bericht von Bénédicte Savoy über die Restitution afrikanischer Kunstwerke aus französischen Museen schon gelesen. Das europäische Leistungsschutzrecht wird vor allem ein Axel-Springer-Recht sein, erklärt Julia Reda im Standard.

Efeu - Die Kulturrundschau

Ganz easy messerscharf seziert

21.11.2018 Die SZ lernt im ARos Museum Aarhus, geduldig Julians Schnabels freundschaftliche Kunst zu betrachten. Die NZZ begegnet in der Frankfurter Schirn der inneren Wildnis. Standard und Berliner Zeitung feiern Pawel Pawlikowskis palmengekrönten Schwarzweiß-Film "Cold War", der vom Verlust künstlerischer Integrität erzählt. In der taz erinnert Vladimir Kulić  an die architektonische Utopie Jugoslawiens. Außerdem singt sie eine Hymne auf linke Liedermacher.

Bücherschau des Tages

Wille zur Nüchternheit

21.11.2018 Man muss nicht glücklich sein mit seiner Familie und kann dennoch unterhaltsame und gute Romane über sie schreiben, lernt die FAZ aus Hervé Le Telliers "All die glücklichen Familien". Außerdem empfiehlt sie Hans Kelsens Demokratietheorie zur Relektüre. Die SZ freut sich über Jane Gardams Erstling "Weit weg von Verona". Die NZZ verreißt Juli Zeh.

Donnerstag, 22.11.2018

9punkt - Die Debattenrundschau

Vierstufiger Irritationsindex

22.11.2018 Der Bericht von Benedicte Savoy und Felwine Sarr zur Restitution afrikanischer Kunstwerke, der zugleich eine Handreichung für Emmanuel Macron sein soll, wird die Debatte auf ein neues Niveau heben, ist die SZ sicher. Für die NZZ stellt er eine "brillante Rücksichtslosigkeit" dar, auch weil wesentlich mehr Werke zurückgegeben werden sollen als bisher gefordert. In der Zeit  gibt die "Initiative säkularer Islam" ihre Gründung bekannt. In seinem Blog erzählt der österreichische Anchorman Armin Wolf, wie Politiker Medienregie übernehmen.

Efeu - Die Kulturrundschau

Götterfünkchen

22.11.2018 Die FR feiert ein schmerzhaftes Kino der Dissonanzen mit Philip Grönings "Mein Bruder heißt Robert und ist ein Idiot". Die NZZ amüsiert sich bei den Tagen für Neue Musik mit Cornelius Cardews Komposition "The Great Learning". Der Tagesspiegel besucht die Literaturszene in Riga. In der nachtkritik ruft Dramaturg Christian Tschirner: Solidarität statt Privilegien. Theatertreffen raus aus Berlin!

Medienticker

Heilige Kühe

22.11.2018 Aktualisiert: Digitalisierung: Das geistige Eigentum als Menschenrecht? - Schlechte Nachrichten: Die dreifache Krise des Journalismus - Grenzen der Satire: Sodomie & Kapitalismuskritik - Die Stasi spielte mit: Videospiele in der DDR - Lösch dich: Wie der Hass im Netz die Politik beeinflusst - Die NS-Zeit in Österreichs Schulbüchern - Erneutes Bashing: Martin Walsers "Spätdienst" + Eine neue Welt: 50 Jahre "White Album" von den Beatles.

Bücherschau des Tages

Sehnsucht nach unasphaltierter Freiheit

22.11.2018 Die FAZ taucht mit A.L. Kennedys "Süßer Ernst" in das London der Jetztzeit ein. Die SZ versucht, Hans Magnus Enzensbergers Charme nicht ganz auf den Leim zu gehen. Die Zeit liest für ihre Literaturbeilage zwei ganz unsentimentale Dorfromane von Dörte Hansen und Kathrin Gerlof und vertieft sich in Christopher Clarks Buch über den Machtwillen in der deutschen Geschichte.

Freitag, 23.11.2018

Efeu - Die Kulturrundschau

Es geht ja ums Erschrecken und Aufrütteln

23.11.2018 Die Filmkritiker feiern Herbert Achternbuschs Achtzigsten mit Liebeserklärungen an den großen Grübler, Spinner, Biertrinker, Provokateur und Poeten. Die SZ bewegt sich zum Parliament-Groove George Clintons. Die taz hört dreckigen Funk von Waajeed. Im Interview mit Tell erklärt der Linguist Hossam Abouzahr, warum das Hocharabische bei arabischen Muttersprachlern keinen allzu guten Ruf genießt. Die SZ fragt sich mit Victor Papanek: Wann ist Design gut, wann böse?

9punkt - Die Debattenrundschau

Millionenfache Ichs

23.11.2018 Heute übergeben Bénédicte Savoy und Felwine Sarr ihren Bericht zur Restitution afrikanischer Kunst an Emmanuel Macron - sie fordern eine fast totale Rückgabe und stoßen damit bisher kaum auf kritische Reaktionen. Eine wirkliche Debatte ist zu dem Bericht aber noch nicht entbrannt: Die Welt drängt zunächst auf Entschlüsselung der Objektbiografien. Laut Tagesspiegel äußert sich Hermann Parzinger von der Stiftung Preußischer Kulturbesitz eher skeptisch. Außerdem: Wie geht's weiter mit der SPD? Was macht die AfD mit ihren Millionen? Und das Klima mit Gender?

Medienticker

Einmal Burger mit Buch, bitte!

23.11.2018 Aktualisiert: Wenn die Gondeln Trauer tragen ... Nicolas Roeg ist tot - Gegen Falschmeldungen: Medienkonzerne für journalistische Qualität & Wahrheit - Forschungsvielfalt: Urheberrecht in der Digitalära - Pressefreiheit: In Pakistan schwierig & gefährlich - Buch-Nebenmärkte: Aldis Appetit auf Bestseller & McDonald's als Leseförderer - Verlage & das Umsatzplus der Buchhandlungen + Glückwünsche: Krzysztof Penderecki wird 85. & Doch nur ein Depp (?) & Rohling mit sanftem Herzen: Herbert Achternbusch zum 80. + Hörtipps fürs Wochenende.

Bücherschau des Tages

Mikrobe auf Reisen

23.11.2018 Die FAZ liest einen Band über die Restitution von Ernst Ludwig Kirchners "Berliner Straßenszene" als warnendes Lehrstück. Die NZZ verschlingt den zweiten Teil von Florian Illies' "1913". Noch radikaler als Döblins "Berlin Alexanderplatz" findet sie  Roberto Arlts Roman "Die sieben Irren". Die SZ liest Kinder- und Jugendbücher und empfiehlt besonders Claudia Liebs und Volker Mehnerts Porträt über Alexander von Humboldt.

Samstag, 24.11.2018

Efeu - Die Kulturrundschau

Infusionstierchen oder Aufgusstierchen

24.11.2018 Für Schauspielerinnen hat sich in Hollywood nach #MeToo nicht viel geändert, klagt die SZ. Wenigstens der Einfluss von Denise Scott Brown in der Architektur wird nun erkannt, freut sich ebenfalls die SZ. taz und FAZ blicken im Berliner Fotografie-Museum in entschlossene Alltagsgesichter während der Revolution 1918. Die Welt staunt, wie Wolfgang Tillmans Benjamin Britten ganz neue Dimensionen abgewinnt. Von den Problemen, Darwin zeitgemäß zu übersetzen, erzählt Eike Schönfeld der Literarischen Welt.

9punkt - Die Debattenrundschau

Tonnen von dem Zeug

24.11.2018 In der NZZ fürchtet Damiano Cantone, dass Italien zum Paternalismus zurückkehrt: Künftig wird der Staat überwachen, dass niemand sein Bürgergeld für Zigaretten, Alkohol oder Pornos ausgibt. In der FAZ betont die Etnologin Larissa Förster, dass kolonialisierte Gesellschaften den Kunstraub schon immer für Unrecht hielten. Im Guardian fordert auch Simon Jenkins: Gebt den Osterinseln ihre Statue zurück. In der Financial Times fragt Lionel Barber resigniert: Wen interessieren eigentlich noch Scoops?

Bücherschau des Tages

Hymne auf den Winter

24.11.2018 Die NZZ träumt mit Erzählungen von Jeffrey Eugenides vom großen Ausbruch. Die taz erkundet mit Kirk Wallace Johnsons "Federdieb" den größten Museumsraub der Naturgeschichte. Die FAZ kocht mit Nigel Slater Rebhühner und Quittenmousse gegen die Winterdepression. Von dem Humangenetiker Adam Rutherford lernt sie, was Gene über uns verraten. Die SZ freut sich über eine opulente Simenon-Gesamtausgabe.

Montag, 26.11.2018

9punkt - Die Debattenrundschau

In allem, was lebt, lebt der Wille

26.11.2018 Die NZZ besucht Ungarn, ein Land, in dem zwei lebhaft diskutierende Menschen auf der Straße bereits als Demonstration gelten. In Berlin tagten Experten zur Frage der Restitution von Kunstwerken an ehemalige Kolonien, fanden laut taz aber keine definitive Antwort. Das Museum von Dahomey, wohin einige von Emmanuel Macron zurückgegebene Statuen wohl gelangen sollen, sieht traurig aus, konstatiert RFI. Laut Observer muss sich Facebook nach Beschlagnahme einiger Dokumente zu Cambridge Analytica nun weitere Fragen stellen lassen.

Efeu - Die Kulturrundschau

Die erkaltete Lava der bizarren Gefühlsformen

26.11.2018 Die Feuilletons trauern um den britischen Filmemacher Nicolas Roeg, in der FAZ schreibt Dominik Graf den Nachruf auf den "Cutter unserer Gehirnströme". Der Standard erkundet mit  Lois Weinberger die Natur der poetischen Möglichkeiten. Ebenfalls im Standard pocht A.L. Kennedy auf die existenzielle Macht der Sprache. Die SZ erlebt in München die Goldene Hochzeit von Otello und Desdemona. Und in der FR fürchtet Shermin Langhoff, dass die Politik dem Theater die Emotionen stiehlt.

Medienticker

Zensur findet nicht statt

26.11.2018 Aktualisiert: Interview Juli Zeh: "Ich bin eine gut bezahlte Arbeitslose" - Der letzte Tango: Bernardo Bertolucci ist tot - Rechte Bücher in der Stadtbibliothek Bremen - Buchbranche: Willy Haas vor 90 Jahren "An die deutschen Verleger!" & Was sich geändert hat - Medien übernahmen unbedarft eine Lüge -  In memoriam: Vor 50 Jahren starb Arnold Zweig, ein deutscher Idealist & jüdischer Traditionalist.

Bücherschau des Tages

Mit sprachlichem Mehrsinn

26.11.2018 Die taz lernt von Erich Hackls Geschichte "Am Seil": Narzissmus und wahres Heldentum schließen sich aus. Die SZ revidiert mit Edith Sheffer gründlich ihr Bild vom mildtätigen Kinderarzt Hans Asperger. Die FAZ liest Kinderbücher, mit viel vergnügen etwa Chris Priestleys absonderlicher Internatsschauersatire "Modermoor Castle".

Dienstag, 27.11.2018

Magazinrundschau

Miranda trifft Steve in einer Bar

27.11.2018 Magyar Narancs und die New York Review of Books lernen verstehen, wie Orban und Trump den größten Schaden anrichten: indem sie nichts tun. Überwachung ist die neue Religion in China, meint Slate.fr. The Hindu hat wenig Hoffnung für eine Lösung des Kaschmir-Konflikts. Novinky möchte in Brasilien überhaupt nicht mehr über Politik reden. Warum will keiner mehr Sex, fragt The Atlantic.

Efeu - Die Kulturrundschau

Mutmaßlich Tausende von Nuancen

27.11.2018 Jetzt ist auch noch Bernardo Bertolucci gestorben! Die Feuilletons würdigen den italienischen Filmemacher, der dem Kino "gewaltiges und gewalttätiges revolutionäres Pathos" einschrieb. Die FAZ erinnert auch an seine Tiefpunkte. Die SZ besucht zudem die große Fotoschule von Bamako. Und mit erkennbarem Genuss verreißen taz und Welt  Rameaus "Hippolyte et Aricie" an der Berliner Staatsoper. Und die FAZ gratuliert Isa Genzken zum Achtzigsten. Aber die SZ zum Siebzigsten. Und sie hat recht!

9punkt - Die Debattenrundschau

An diesem Graben entschied sich die Wahl

27.11.2018 In der SZ erklärt Guido Gryseels vom belgischen Afrika-Museum, warum er erst Provenienzforschung betreiben will, bevor er Kunstwerke zurückgibt.  Im Tagesspiegel beschreibt die libanesische Autorin Iman Humaydan, wie ein bürgerlicher Staat abhanden kommt. Die FAZ stellt den Denker der Stunde vor: Christophe Guilluy versteht die Gilets jaunes, und mehr noch: die rebellierende Provinz der Weltgesellschaft. In der Washington Post fragt Anne Appplebaum, ob Wladimir Putin aus innenpolitischen Gründen neue Scharmützel sucht. 

Bücherschau des Tages

Dunkle Sachlichkeit

27.11.2018 Als wirklich kostbar und große Entdeckung rühmt die FAZ die Anthologie "Die Morgendämmerung der Worte", die moderne Poesie der Sinti und Roma aus ganz Europa versammelt. Zart wie eine Bleistiftzeichnung findet sie Magdalena Jagelkes Novelle "Ein gutes Verbrechen". Die NZZ lernt von Thomas Bauer, dass es in der islamischen Welt kein Mittelalter gab. Die SZ mit Gerald Murnanes Roman "Grenzbezirke" in ein Mosaik funkelnder Gedankenpunkte. Und die FR folgt James Anderson in die Wüste von Utah.

Mittwoch, 28.11.2018

9punkt - Die Debattenrundschau

Der entscheidende Erfahrungsunterschied

28.11.2018 Horst Bredekamp, einer der drei Gründungsintendanten des Humboldt Forums, widersetzt sich in Dlf Kultur den weitreichenden Forderungen Bénédicte Savoys zur Restitution afrikanischer Kunst. Netzpolitik spricht mit dem Whistleblower Christopher Wylie, der eine intensivere Aufarbeitung des Cambridge-Analytica-Skandals fordert. Ursula Pachl vom europäischen Verbraucherschutzverband erklärt in SZ-Online, warum sie Beschwerde gegen Googles Erhebung von Standortdaten der Nutzer einlegen will. Libération fragt: Wo ist der Fotograf Lu Guang?

Efeu - Die Kulturrundschau

Männermonstermythologie

28.11.2018 SZ und FAZ sezieren Lars von Triers neuen Film "The House that Jack Built", der einen Serienmörder als Künstler darstellt. In der NZZ erzählt Mircea Cartarescu, wie Thomas Manns Romane zur Wirbelsäule seines Lebens wurden. Das Zeitmagazin huldigt den theatralischen Visionen des Modeschöpfers Alexander McQueen. Der Standard blickt auf Asmaras futuristische Vergangenheit. Und die taz bewundert in der JVA Plötzensee Hamlet als Checker.

Medienticker

Ade, du schöne Hutgerechtigkeit!

28.11.2018 Aktualisiert: Vom Kommen & Gehen der Wörter: Sprachwandel als Mentalitätsgeschichte - Urheberrechte im Internet: Verantwortungslosigkeit als Geschäftsprinzip - Recherchen: Distanzierung von der Distanzierung - Verbraucherjournalismus zwischen Lebenshilfe & PR-Geflüster - Schweizer Medien: Brutale Restrukturierungen - Pressefreiheit in Litauen: "Stille Orbánisierung" - Gegendarstellungen: Sorgenkind Fairness + Glückwunsch: Randy Newman zum 75.

Bücherschau des Tages

Mosaik einer rohen Wirklichkeit

28.11.2018 Die taz liest radikale Frühaufklärer über die "Drei Betrüger". Die SZ bewundert das geile Grün rund um die Villa der Manns in Pacific Palisades und vertieft sich in einen deutsch-nordafrikanischen Sammelband zur Redefreiheit. Die FAZ schwelgt in der morbiden Schönheit von Wanda Marascos Neapel.

Donnerstag, 29.11.2018

9punkt - Die Debattenrundschau

Raum der Stille

29.11.2018 Zur Restitutionsdebatte äußert sich jetzt auch Hermann Parzinger von der Preußen-Stiftung und stimmt den Forderungen mit Einschränkungen zu. In Frankreich gibt es einen kritischen Museumsdirektor in dieser Frage, berichtet die Zeit. Aber der wird sowieso pensioniert. Im Philomag ruft Nancy Fraser im Namen eines linken Populismus zu einer Politik der Spaltung auf. Vollends demontiert ist Tariq Ramadan, nachdem er nun auch die Unterstützung von Katar verliert, weiß Libération.

Efeu - Die Kulturrundschau

Mr. Raffinesse

29.11.2018 Die Filmkritiker entwickeln steile Thesen, um Lars von Triers Künstler-Killer-Film "The House that Jack Built" verreißen und gleichzeitig gut finden zu können. Die SZ spaziert begeistert durch eine Psychiatrieruine im belgischen Melle und lernt: So geht neue Architektur. Die nachtkritik erkundet, was in Ostdeutschland aus der Theater-Initiative #RefugeesWelcome wurde. In der FAS versichert Jean-Michel Jarre: Computer sind nicht seelenlos, die können Musik.

Bücherschau des Tages

Alles sehr, sehr geil

29.11.2018 Alles ganz toll hier! Die Zeit lässt sich in den "Mindstate Malibu" einführen. Die SZ sucht lieber mit dem Podemos-Vordenker Cesar Rendueles in der Literatur nach Alternativen zum Kapitalismus. Die FAZ liest mit Linn Ullmanns "Die Unruhigen" einen Roman über Abschied und Tod des Vaters Ingmar Bergman. Die FR schwebt durch die Assoziationsräume der Gedichte Nora Bossongs.

Freitag, 30.11.2018

9punkt - Die Debattenrundschau

Und alles führte ins Verderben

30.11.2018 The European bringt einen Facebook-Beitrag Hamed Abdel-Samads, den Facebook wegen angeblicher "Hassrede" gestrichen hatte - Abdel-Samad attackiert dort jene deutschen Muslime, die immer nur Deutschland kritisieren. Die neueste Runde der Islamkonferenz hat begonnen, und schon gibt es Ärger, berichtet die Zeit. Die taz bringt ein Dossier zum Bündnis zwischen rechtspopulistischen und -extremen Parteien und christlichen "Lebensschützern".  In der NZZ erinnert Bora Cosic an die Gründung des jugoslawischen Königreichs vor hundert Jahren.

Efeu - Die Kulturrundschau

Ins metaphysische Fatum verliebt

30.11.2018 Unerhörte Perspektiven findet der Tagesspiegel in einer großen Kölner Ausstellung amerikanischer Kunst aus 300 Jahren. Die SZ begeistert sich für die Vertikal-Wälder eines Münchner Blumengroßhändlers, der das neue Kairo begrünen will. Im Standard kokettiert Lars von Trier mit der Popularität seiner Filme. Die Zeit erklärt einem FAZ-Kritiker, wie man Martins Walsers Gedichte richtig liest. Die taz hört das neue Album des Rappers Anderson Paak.

Bücherschau des Tages

Mit Wirklichkeit beschmutzt

30.11.2018 Die SZ staunt, wie bitterböse Anke Stelling in ihrem Roman "Schäfchen im Trocknen" das Berliner Selbstverwirklichungsmilieu auseinandernimmt. Als echte Großtat im Sinne eines jeden Bach-Fans preist sie außerdem Friedhelm Krummachers Bände über Bachs Kantaten und Passionen. Die NZZ entdeckt tiefschwarze Geniestreiche unter den Gedichten des aus Nordsyrien stammenden Dichters Aref Hamza. Die FR bewundert Ann-Christine Janssons Fotografien der Berliner Vor- und Nachwendezeit.

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Aus dem Hebräischen von und in Zusammenarbeit mit Anne Birkenhauer. Sie sind überall, wir sehen sie jeden Tag. Egal ob in Delhi, Tel Aviv, Buenos Aires, Istanbul oder Berlin,…
Susanne Heim. Die Abschottung der Welt - Als Juden vor verschlossenen Grenzen standen. 1933-1945. C.H. Beck Verlag, München, 2026.Susanne Heim: Die Abschottung der Welt
Mit 19 Abbildungen und 2 Karten. In Deutschland drangsaliert und verfolgt, versuchten viele Juden verzweifelt, sich ins Ausland zu retten. Doch potenzielle Zufluchtsstaaten…
Ben Shattuck. Eine Geschichte der Sehnsucht. Carl Hanser Verlag, München, 2026.Ben Shattuck: Eine Geschichte der Sehnsucht
Nantucket im Jahre 1796. Die verwitwete Laurel bekommt überraschend Besuch von ihrer Jugendliebe Will in Begleitung seiner jungen Braut. Sie sind auf dem Weg nach Barbados…
Christoph Bartmann. Attacke von rechts - Der neue Kampf um die Kultur. Carl Hanser Verlag, München, 2026.Christoph Bartmann: Attacke von rechts
Anhand internationaler Beispiele zeigt Christoph Bartmann wie Rechtspopulisten die Kulturpolitik als Kampfplatz für ihre Ideologie nutzen. Museen, Theater und Bibliotheken…

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