Montag, 02.01.2006
Heute in den Feuilletons
02.01.2006 Die FR stellt ein virtuelles Museum über den sowjetischen Gulag vor. In der Welt beschreibt Hans Josef Ortheil das "Wunder" von Mozarts Musik. Die SZ bringt einen Abgesang auf den Palast der Republik. Und wir wünschen ein Frohes Neues Jahr!
Die Buchmacher
02.01.2006 In dieser Woche: Wer mit dem Weihnachtsgeschäft halb und wer "äußerst" zufrieden ist. Und wer demnächst in der Buchbranche 500 Millionen Euro Jahresumsatz macht. Von Sandra Evertz
Bücherschau des Tages
02.01.2006 Mit Kritiken zu J. M. Coetzee: "Zeitlupe" in der FAZ, Christoph Butterwegge: "Krise und Zukunft des Sozialstaats" in der SZ, James Thurber: "Vom Mann, der die Luft anhielt und andere Geschichten" in der SZ, : "Verletzte Seelen" in der SZ und William Trevor: "Seitensprung" in der SZ.
Medienticker-Archiv
02.01.2006 Heute u.a: Das war 2030 - Lauter Jubel - Warum Mozart? - Die Entdeckung des eigenen Hohlraums - Nun nuschelt der Dichter wieder - Wie unspontan, dieser Tote - Ah, Susan! Toujours fidele - Halb voll, halb leer oder irgendwie dazwischen? - Google's sorry: Absicht oder Fehler? - Dies ist kein Manifest - Das eigene Geheimnis suchen + Fernsehen zum Weinen. Von Rüdiger Dingemann
Dienstag, 03.01.2006
Magazinrundschau
03.01.2006 In Granta beobachtet Lindsey Hilsum den Einzug der Chinesen nach Afrika. Al Ahram beschreibt den Kulturschock über den Wahlerfolg der Muslimbrüder. Im Espresso warnt Umberto Eco vor einem Exzess der Veränderung. Das ungarische ES-Magazin begleitet den Schriftsteller Miklos Meszöly im Geiste durch Triest. Der New Yorker findet Woody Allens "Match Point" leicht deprimierend. Im Spiegel sieht Karl Schlögel Europa im Osten neu erstehen. Das New York Times Magazine porträtiert Julia Timoschenko.
Heute in den Feuilletons
03.01.2006 In der SZ kritisiert Wolfgang Benz, die Konzeption für das geplante Berliner Zentrum gegen Vertreibungen. Die taz kritisiert die französischen Geschichtsgesetze, die ein bestimmtes Bild von der Kolonialgeschichte oder vom Holocaust dekretieren wollen. In der Welt geißelt John Le Carre die Mitverantwortung des Westens für die Entstehung des Islamismus. Die FAZ fragt sich, welche Auswirkungen der Streit zwischen Russland under Ukraine für die EU haben wird. Die NZZ stellt neue Museumsbauten von Ieoh Ming Pei vor.
Bücherschau des Tages
03.01.2006 Mit Kritiken zu Geert Mak: "In Europa" in der NZZ, Rene Girard: "Die verkannte Stimme des Realen" in der SZ, Eric-Emmanuel Schmitt: "Oskar und die Dame in Rosa" in der NZZ, Eric-Emmanuel Schmitt: "Das Evangelium nach Pilatus" in der NZZ und Ferenc Szijj: "Sturzlicht" in der NZZ.
Medienticker-Archiv
03.01.2006 Heute u.a.: Anfang gut, alles gut - Arbeite mit, plane mit, regiere mit - Sprüche und Schliche - Umbau und Aneignung: in zerstreuter Gewöhnung - Höhepunkte des Kulturjahres 2006 - Die Band als Kunstprojekt - Wer ist schuld am Denglisch? - Das Überall-Radio - Bildung beim Bügeln - Letztes Aufgebot: Süßstoff-Offensive. Von Rüdiger Dingemann
Mittwoch, 04.01.2006
Heute in den Feuilletons
04.01.2006 Die NZZ will die Kultur Asiens in unseren Bildungshorizont aufnehmen. In der FR fordert Heinz Bude ein Engagement der Linken für die Mitte der Gesellschaft. Die FAZ analysiert den Umbruch in der deutschen Fernsehlandschaft. Im Tagesspiegel kommentieren die ukrainischen Autoren Oksana Sabuschko und Mykola Riabtschuk den Streit zwischen der Ukraine und Russland. Die Welt porträtiert den Choreografen Marco Goecke. Und Andreas Dresens Film "Sommer vorm Balkon" stößt nicht nur in der Berliner Zeitung auf Begeisterung.
Bücherschau des Tages
04.01.2006 Mit Kritiken zu Leon Blum: "Beschwörung der Schatten" in der FR, Kenzaburo Oe: "Tagame Berlin-Tokyo" in der FR, David M. Crowe: "Oskar Schindler" in der FR, Franz Kafka: "Die Verwandlung" in der NZZ und Andreas Münzner: "Geografien" in der FR.
Medienticker-Archiv
04.01.2006 Heute u.a.: So ist das Leben. Aber wirklich! - Mit dem Zeitgeist röhren - Geschäfte mit G'schmäckle - German Schrecklichkeit - Das große Spiel - Springer opfert Bild-TV - Döpfner gibt Medienfusion nicht verloren - NZZ macht sich frisch - Kommt der Google-PC? + Das bürgerliche Dilemma. Von Rüdiger Dingemann
Donnerstag, 05.01.2006
Heute in den Feuilletons
05.01.2006 Die Zeit bringt einen Schwerpunkt über den Kind-Gott-Engel-Mensch und Witz-Ernst-Sonnen-Nacht-Künstler Mozart. Die FAZ macht sich Sorgen um Europa nach dem Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine. Die Welt hofft, dass Angela Merkel uns aus der von Gerhard Schröder verursachten Schopenhauerschen Willenlosigkeit herausholt. Und in der SZ spricht Daniel Barenboim über sein israelisch-palästinensisches Orchester.
Bücherschau des Tages
05.01.2006 Mit Kritiken zu Kathrin Schmidt: "Seebachs schwarze Katzen" in der ZEIT, Alex Capus: "Reisen im Licht der Sterne" in der NZZ, Friedrich Nietzsche: "Friedrich Nietzsche: Werke. Kritische Gesamtausgabe (KGW)" in der ZEIT, Martin Amis: "Die Hauptsachen" in der ZEIT und Edgardo Cozarinsky: "Die Braut aus Odessa" in der NZZ.
Medienticker-Archiv
05.01.2006 Heute u.a.: Kalter Putsch - Alles noch besser machen - Kapituliere nie! - Nehmt's sportlich, Leute - Sally Potter: Verwundbarkeit ist wichtig - Die Spaltung der Stadt - Reporter ohne Grenzen beklagt zunehmende Gewalt - Osloer Schnäppchen - Ade, CD + Warten auf Saddam: Die Stille vor dem Schuss. Von Rüdiger Dingemann
Freitag, 06.01.2006
Heute in den Feuilletons
06.01.2006 Die Welt erzählt, wie Jung Changs Mao-Biografie unter Chinas Dissidenten diskutiert wird. In der FAZ werfen zwei ehemalige Mossad-Agenten Steven Spielbergs "Munich"-Film eklatante Ungenauigkeiten vor. In der taz erklärt der Dokumentarfilmer Wilfried Huismann seine These, dass Fidel Castro den Kennedy-Mord in Auftrag gegeben habe. Die Berliner Zeitung feiert die Heimkehr der verlorenen Tochter Fritzi Haberlandt. Die NZZ freut sich auf den dreihunderttausendsten Isländer.
Bücherschau des Tages
06.01.2006 Mit Kritiken zu Guy Helminger: "Etwas fehlt immer" in der FAZ, Martin Andree: "Archäologie der Medienwirkung" in der FAZ, : "Filmkunst und Gesellschaftskritik" in der NZZ und Tatjana Hörnle: "Grob anstößiges Verhalten" in der FAZ.
Medienticker-Archiv
06.01.2006 Heute u.a.: Moralisches Gewissen Spaniens - Zwei Staaten im Sechsvierteltakt - Der Vater aller Schlachten - Die Härte: Bill Gates gegen Steve Ballmer - Noch effizienter als Google - Verschwende Zeit - Laptop-Brüllwürfel - In Schallgewittern: Tommy, I can't hear you! - Schwedens Piraten nehmen Urheberrecht ins Visier - Im Reich des Silbernen Löwen + Wir 'Unentschiedenen. Von Rüdiger Dingemann
Samstag, 07.01.2006
Heute in den Feuilletons
07.01.2006 In der Welt empfiehlt Daniel Goldhagen den Türken, sich die Deutschen zum Vorbild zu nehmen. In der FAZ kommentieren Amos Oz und David Grossman die Lage in Israel. In der NZZ erklärt Laszlo Földenyi, wie sich die Ungarn erinnern, indem sie vergessen. Die SZ bringt einen Schwerpunkt zum Thema Überwachen und Strafen.
Bücherschau des Tages
07.01.2006 Mit Kritiken zu Dan Diner: "Versiegelte Zeit" in der TAZ, Hanns-Josef Ortheil: "Die geheimen Stunden der Nacht" in der TAZ, Carlo Levi: "Die Uhr" in der SZ, Colm Toibin: "Porträt des Meisters in mittleren Jahren" in der NZZ und Edgardo Cozarinsky: "Die Braut aus Odessa" in der TAZ.
Montag, 09.01.2006
Heute in den Feuilletons
09.01.2006 Abschied von einem Titan: Die Figur Ariel Scharons beschäftigt Tom Segev in der Welt, Natan Sznaider in der NZZ und Moshe Zimmermann in der SZ. In der FR rät Peter Fuchs von der Folter in der Demokratie ab. Die FAZ hört unter Schmerzen das Kulturradio in Berlin. Die taz sieht die Pornografisierung gelassen.
Bücherschau des Tages
09.01.2006 Mit Kritiken zu Stefan Chwin: "Der goldene Pelikan" in der TAZ, Gregor Schöllgen: "Jenseits von Hitler" in der SZ, Barbara Victor: "Beten im Oval Office" in der SZ, Bruno Gebhardt / Edgar Wolfrum: "Gebhardt. Handbuch der deutschen Geschichte in 24 Bänden" in der SZ und Richard David Precht: "Lenin kam nur bis Lüdenscheid" in der FAZ.
Vom Nachttisch geräumt
09.01.2006 Wolfgang Kohlhaases Drehbuch "Sommer vorm Balkon", Martin Bucers Schriften zum Abendmahlsstreit, Roy Stuarts Pornofotos für die Besserverdienenden, Bora Cosics Gedichte aus Charlottenburg, Uwe Timms Roman über Benno Ohnesorg und ein Bildband über Mimese.
Medienticker-Archiv
09.01.2006 Heute u.a.: Haha, das wird lustig! - Was tun? Springer soll Bild verkaufen oder ... - Spielbergs trübe Quellen - Wimax: Luftangriff - Die Kompassnadel des Coolen - Das Gesetz der Serie - Aus allen Rohren - Kinderbücher sind die Sieger - Deutscher Literaturtempel: Akropolis des geschriebenen Wortes - Die einzige deutsche Theater-Soap: Grässlich, diese Prenzlwichser - Fidel will kein Kennedy-Mörder sein + Der Schrott, aus dem die Träume sind. Von Rüdiger Dingemann
Dienstag, 10.01.2006
Magazinrundschau
10.01.2006 In Clarin schildert John Berger die stumme Botschaft israelischer Siedlungen in Palästina. Im Guardian will Pankaj Mishra nichts mehr hören von Schriftstellern in Hotels. Im Nouvel Obs spricht Michel Rocard als wohl einziger Franzose schlecht über Mitterand. Magyar Hirlap ärgert sich über ein Online-Spiel zum ungarischen Aufstand von 1956. Folio macht Statistik lebendig. Outlook India beschreibt den neuesten Schrei von Fitness mit Weisheits-Aura. Der New Yorker hat 2005 wenigstens einen guten Film gesehen: Fatih Akins "Gegen die Wand". Und die New York Times untersucht "the hottest thing on earth" - die Maler der Leipziger Schule.
Heute in den Feuilletons
10.01.2006 In der SZ begutachtet der Architekt Eyal Weizman Ariel Sharons Architektur der Ruinen. Hassan Khader dagegen versucht Sharons Masterplan für die Rekonstruktion der Wirklichkeit zu verstehen. In der FAZ erklärt Lars Henrik Gass, was Wissenschaft und Kunst niemals am Kino verstehen werden. Die FR prophezeit japanische Verhältnisse in Deutschland. Und die taz beteuert, dass in Berlin entgegen anderslautender Vermutungen doch Geld verdient wird.
Die Buchmacher
10.01.2006 In dieser Woche: Warum gerade die großen Ketten von der Buchpreisbindung profitieren. Und warum die Sortimenter nach dem Weihnachgeschäft dennoch selbstbewusst bleiben. Von Sandra Evertz
Bücherschau des Tages
10.01.2006 Mit Kritiken zu Minna Bernays / Sigmund Freud: "Sigmund Freud / Minna Bernays: Briefwechsel 1882-1938" in der FR, Helena Henschen: "Im Schatten eines Verbrechens" in der SZ, Ulrich Schreiber: "Opernführer für Fortgeschrittene. Die Geschichte des Musiktheaters" in der NZZ, Gustav Seibt: "Canaletto im Bahnhofsviertel" in der FR und Matthias Wegehaupt: "Die Insel" in der NZZ.
Medienticker-Archiv
10.01.2006 Heute u.a.: Springer erwägt Rückzug und Bauer zeigt Interesse - Mit Walser einen trinken gehen - Das Kulturradio schafft sich selbst ab - Unglaublich, aber unwahr - Die Medienpolitik treibt steuerlos auf hoher See - Literaturkritik kann schlimme Folgen haben - Die Gerüchteküche brodelt - Er ist es oder auch nicht - Der Fuchs kann die Gans einfach so entfedern - Nobody hat den perfekten Schuss - Stoßseufzer auf Berlin - Was heißt heute "konservativ"? Von Rüdiger Dingemann
Mittwoch, 11.01.2006
Heute in den Feuilletons
11.01.2006 Bei Spiegel Online beschreibt Gerd Koenen, wie uns der internationale Terror in die Falle der moralischen Indifferenz geführt hat. Die taz analysiert den Unterschied zwischen Bundesrepublik und Deutschland. Der NZZ fehlten im Kosovo Strom, Jobs und Identität. In der FR erfahren wir, dass die Documenta 2007 irgendwie ein Spannungsfeld zwischen Lokal und Global aufbauen wird. Die FAZ fürchtet angesichts der Honorarforderungen der Übersetzer um das deutsche Verlagswesen. In der Berliner Zeitung erklärt Patrice Chereau, warum er Joseph Conrad verfilmte - wegen seines Satzes: "Wenn ich gewusst hätte, dass Sie mich lieben, wäre ich nie zurückgekehrt."
Bücherschau des Tages
11.01.2006 Mit Kritiken zu Haruki Murakami: "Afterdark" in der FR, Sabine Schiffner: "Kindbettfieber" in der FR, Aram Mattioli: "Experimentierfeld der Gewalt" in der NZZ, Martina Kieninger: " Die Leidensblume von Nattersheim" in der SZ und Henryk Sienkiewicz: "Wirren" in der NZZ.
Medienticker-Archiv
11.01.2006 Heute u.a.: Von Forschern und Fälschern - Springer gestoppt und unterliegt Wallraff - NZZ-Designer-Glatze - Irrtum ausgeschlossen - Eudora oder die mörderische Geschichte, wer mit wem mailt - Die CIA ist immer dabei - Wie gefährlich ist der deutsche Staat? - Medienmogul Murdoch entdeckt das Internet - Geheimwaffe Hochamt: Schmidt und Heidenreich - Methusalem komplett: So viel Funk in den Fingern - Von Rüdiger Dingemann
Donnerstag, 12.01.2006
Heute in den Feuilletons
12.01.2006 "Europa hat keine Seele, kein Herz, keine feste Form" verraten Richard Swartz und Rolf Gustavsson in der SZ. Die taz analysiert den neuen intuitiven Schuldaffekt im amerikanischen Politkino. Die FR besingt die kulturhistorische Leistung von Filmpiraten. Leon de Winter pocht in der Welt auf das Recht der Juden, sich als Antisemiten zu beschimpfen. Und in der Zeit stellt Robert Rauschenberg die einzige Kunstkritikerin vor, von der er sich was sagen lässt.
Bücherschau des Tages
12.01.2006 Mit Kritiken zu Werner Dahlheim: "Julius Caesar" in der ZEIT, Kevin Vennemann: "Nahe Jedenew" in der ZEIT, Salman Rushdie: "Shalimar der Narr" in der ZEIT, Zsuzsanna Gahse: "Instabile Texte" in der NZZ und Henry Roth: "Requiem für Harlem" in der ZEIT.
Medienticker-Archiv
12.01.2006 Heute u.a.: Sie küssen und sie schlagen ihn - Verrückt nach Folklore - Dann wird dieses Land andere Literaturverlage bekommen - Notebook-Fernsehen über den Wolken - Springer will ProSieben abstoßen - Neue Nahrung für Schröder - BKA macht mobil bei Arbeit, Sport und Spiel - Eine Welle der Asexualität geht durchs Land - Unwort 2005 - Quertreiber, Miesmacher, Trittbrettfahrer - Geboren zu herrschen - Mein Literaturpapst. Von Rüdiger Dingemann
Freitag, 13.01.2006
Heute in den Feuilletons
13.01.2006 Die FAZ stellt fest, dass die besten Schweizer Bücher derzeit von eingewanderten Autorinnen kommen. In der SZ warnt Timothy Garton Ash vor Chinas leninistischen Kapitalismus. Die NZZ schildert, wie Adam Michnik ins Kreuzfeuer der polnischen Kritik geriet, und surft über arabische Websites. Die Welt erliegt der Sinnlichkeit der chinesischen Stummfilm-Diva Ruan Lingyu.
Bücherschau des Tages
13.01.2006 Mit Kritiken zu Hermann Scheer: "Energieautonomie" in der FAZ, Julia Encke: "Augenblicke der Gefahr" in der SZ, Henryk Sienkiewicz: "Wirren" in der FAZ, Ha Jin: "Kriegspack" in der SZ und Jürgen K. Hultenreich: "Westausgang" in der SZ.
Medienticker-Archiv
13.01.2006 Aktuell! Premiere will Pro7 kaufen - Wenn Blicke töten - Die Literatur, die wir haben, verrät, wie wir uns fühlen - Auch Literatur hat ein Verfallsdatum - Anständige Pornos, schmutzige Literatur - Bluterguss und Tumorbeule - Der dänische Fall Rushdie - Transatlantischer Veitstanz - Mozart-Werkverzeichnis online - Möpse können kränkeln - Sag mal einen Satz mit John Wayne - Und damit ist Schluss. Von Rüdiger Dingemann
Samstag, 14.01.2006
Heute in den Feuilletons
14.01.2006 Paul Berman staunt in der Welt über den französischen Antiamerikanismus von fast schon nordkoreanischen Ausmaßen. Der Politikwissenschaftler Franz Walter rügt seine Kollegen für ihre Arroganz gegenüber dem Volk. Die NZZ reist ins chinesische Pingfang, um die Greueltaten der japanischen Besatzer zu erleben. Kinder sind Mitläufer, erkennt Irene Dische in der Berliner Zeitung. Die SZ attestiert dem Suhrkamp Verlag heroischen Wahnsinn, die taz seziert das sich selbst reproduzierende System Marcel Reich-Ranicki. Und in der FR hofft Meir Shalev auf das Ende der Generäle in der israelischen Politik.
Bücherschau des Tages
14.01.2006 Mit Kritiken zu Haruki Murakami: "Afterdark" in der TAZ, Bret Easton Ellis: "Lunar Park" in der TAZ, Hermann Scheer: "Energieautonomie" in der TAZ, Salman Rushdie: "Shalimar der Narr" in der NZZ und Matias Faldbakken: "Macht und Rebel" in der NZZ.
Montag, 16.01.2006
Heute in den Feuilletons
16.01.2006 In der NZZ besingt Bahman Nirumand die befreiende Wirkung des Internets im Iran. Außerdem wird der Film "Grounding" über das Ende des Symbols Swissair vorgestellt. Die Welt sagt ade Palast, hallo Stadtschloss. Und der Zoologe Josef H. Reichholf äußert seine Bewunderung für die europäische Bauernschaft, den einzigen Stand, der es schafft, sich fürs Nichtstun bezahlen zu lassen. In der taz verteidigt die Migrationsforscherin Necla Kelek den "Muslim-Test".
Die Buchmacher
16.01.2006 In dieser Woche: Wie der Streit zwischen Verlegern und Übersetzern weitergeht. Und warum die klassische Vertreterreise ein Auslaufmodell ist. Von Sandra Evertz
Bücherschau des Tages
16.01.2006 Mit Kritiken zu Horst Siebert: "Jenseits des sozialen Marktes" in der NZZ, Antony Beaumont: "Alexander Zemlinsky" in der FAZ, Christoph Türcke: "Vom Kainszeichen zum genetischen Code" in der FAZ, Michel Serres: "Atlas" in der TAZ und Paul Celan / Peter Szondi: "Paul Celan - Peter Szondi: Briefwechsel" in der FAZ.
Vorgeblättert
16.01.2006 "Ich habe so viel außergewöhnliche, einzigartige Erfahrung und will der Nation etwas geben. So creare, so commandare, so farmi amare. Ich kann schöpferisch sein, ich kann Menschen führen, ich kann Menschen dazu bringen, mich zu lieben." So Silvio Berlusconi in der Biografie von Alexander Stille. Lesen Sie einen Auszug aus "Citizen Berlusconi".
Medienticker-Archiv
16.01.2006 Aktuell! Springer will ProSieben doch nicht abstoßen. - Und heute unter anderem: Der Weg ins Ohr oder Ich bin der Sender - Der Anspruch bleibt - Goldene Suchmaschinen-Regeln - Der erste Eindruck zählt - Alles ist erleuchtet - Ein Rave-Fürst von barocker Gestalt - Chatten während der Arbeit erwünscht - Wenn Geschichte spricht - Suhrkamp in Not - Dumm und frech, das passt zusammen. Von Rüdiger Dingemann
Dienstag, 17.01.2006
Magazinrundschau
17.01.2006 Der Economist glaubt nicht an Alan Greenspan. Wer hat Angst vor W.A. Mozart, fragt Il Foglio. In Elet es Irodalom feiert Laszlo Földenyi die Kraft DADAs. In Polityka bekundet Andrej Konchalovsky seine Verachtung der Demokratie. Die Weltwoche berichtet über geraubte Kunst in der Schweiz. Im Express versucht Nicolas Baverez die westlichen Demokratien wachzurütteln. Die New York Times informiert uns über das japanische Phänomen Hikikomori.
Heute in den Feuilletons
17.01.2006 In der Welt schreibt Niall Ferguson über den kommenden Krieg zwischen Israel und dem Iran. Und Peter Schneider wendet sich keineswegs gegen einen Wissenstest für muslimische Einwanderer, wohl aber gegen einen Gesinnungscheck. In der SZ erzählt Zhang Ziyi, wie sie alle zum Heulen brachte ohne zu weinen. In der taz erklärt Norbert Bolz, wie man zugleich links sein und sich mit Relativismus abfinden kann.
Bücherschau des Tages
17.01.2006 Mit Kritiken zu Peter Handke: "Gestern unterwegs" in der NZZ, Matthias Politycki: "Herr der Hörner" in der NZZ, Edmund S. Morgan: "Benjamin Franklin" in der SZ, Thomas Palzer: "Ruin" in der FAZ und Arno Orzessek: "Schattauers Tochter" in der SZ.
Medienticker-Archiv
17.01.2006 Heute u.a.: Schmelz des Abschieds: Der Spree-Arkadier WJS - Wieder alles anders: Springers Pirouette - Funken müssen fliegen - Jede Sekunde ein neues Blog - Sehnsucht nach dem Noblen - Höherer Jux und niedere Tollerei - Cowboys räumen ab - Traumwandler seiner Erinnerungen - Übersetzerstreit: Friss oder stirb. Von Rüdiger Dingemann
Mittwoch, 18.01.2006
Heute in den Feuilletons
18.01.2006 Im Tagesspiegel verteidigt Tony Kushner sein Drehbuch zu Steven Spielbergs umstrittenem "Munich"-Film. Die FAZ schildert Exzesse des katalanischen "Nationalismus". Die FR macht uns mit der "Jesus-hat-uns-alle-lieb-Architektur" vertraut. Laut SZ gefährdet die CDU gerade ihr traditionelles Bild der Normalfamilie. Die Welt stellt die neue Dauerausstellung im Haus der Wannsee-Konferenz vor.
Bücherschau des Tages
18.01.2006 Mit Kritiken zu Bret Easton Ellis: "Lunar Park" in der FR, Michael Gielen: "Unbedingt Musik" in der NZZ, Jiri Kratochvil: "Der traurige Gott" in der FR, Thomas Lackmann: "Das Glück der Mendelssohns" in der NZZ und James Risen: "State of War" in der FR.
Medienticker-Archiv
18.01.2006 Heute u.a. Wortmörder ahoi! - Der Minister soll's für Springer richten - Updikes Kleinstadt, Ehe und Betrug - NZZ jetzt auch für Querleser - FDP lehnt Kulturflatrate ab - Sensationen, selbst gemacht - Fliegenfalle für Spammer - Raschvernaschkino und Die goldene Adele - Können Sie mich hören? - Google kauft Radio-Werber + Als wär's der letzte Klang Von Rüdiger Dingemann
Virtualienmarkt
18.01.2006 Jeden Tag fallen einem weniger Gründe ein, warum das Netz das Leitmedium Fernsehen nicht ebenso stark verändern könnte wie die Musikindustrie. Diesmal könnte es wirklich klappen. Auch wenn Google Video noch erschreckend beta ist.
Donnerstag, 19.01.2006
Heute in den Feuilletons
19.01.2006 In der Zeit spricht Michael Haneke über das schlechte Gewissen Frankreichs. Die NZZ schildert das arabische Verhältnis zum Holocaust. Die Welt porträtiert die Jungdramatikerin Anja Hilling. Die FAZ verteidigt Suhrkamp und begibt sich auf die Spur des "Stanislauer Phänomens".
Bücherschau des Tages
19.01.2006 Mit Kritiken zu Haruki Murakami: "Afterdark" in der NZZ, Wolfgang Pehnt: "Deutsche Architektur seit 1900" in der ZEIT, Paul Celan / Peter Szondi: "Paul Celan - Peter Szondi: Briefwechsel" in der SZ, Matias Faldbakken: "Macht und Rebel" in der ZEIT und Kirsten Fuchs: "Die Titanic und Herr Berg" in der NZZ.
Medienticker-Archiv
19.01.2006 Heute u.a.: Podcasting: Die neue Anarchie im Netz? - DJV sieht Pressefreiheit in Gefahr - Suhrkamps Kurs: Kritik der merkantilen Vernunft - Die Tücken der Gewöhnlichkeit - Springers Ministererlaubnis: Pro & Cotra - Stephen King auf dem Handy - Von Jacobs und Wilhelms eigener Hand + Journalismus skeptisch sehen. Von Rüdiger Dingemann
Freitag, 20.01.2006
Heute in den Feuilletons
20.01.2006 Im Spiegel ruft Götz Aly die EU zur Organisation einer Gegenveranstaltung zu einer im Iran geplanten Konferenz von Holocaustleugnern auf. In der Welt warnt Mario Vargas Llosa vor umgekehrtem Rassismus in Lateinamerika. Die NZZ hofft auf die Effekte der in Japan eingeführten weiblichen Thronfolge. In der Berliner Zeitung meditiert der Historiker Moshe Zimmermann über das Attentat auf die israelische Olympiamannschaft im Jahr 1972. In der SZ schildert Ibrahim Al-Hariri, wie die Angst vor Al Sarkawi im Irak zur Obsession wird.
Bücherschau des Tages
20.01.2006 Mit Kritiken zu Sabine Schiffner: "Kindbettfieber" in der FAZ, Tilman Rammstedt: "Wir bleiben in der Nähe" in der SZ, Walter Kappacher: "Selina oder Das andere Leben" in der SZ, : "Wolfgang Schadewaldt und die Gräzistik des 20. Jahrhunderts" in der SZ und Hugh Miles: "Al-Dschasira" in der NZZ.
Medienticker-Archiv
20.01.2006 Heute u.a.: Akutell! Carola Stern gestorben - Der lange Atem im tiefen Raum - Amazon talkt live - Hase und Google - Blöder Kasten, armes Blatt - Von Derrida zu Spielberg - Wikipedia.de offline (und wieder doch nicht) - Heraus aus der Nische - Aldi sucht das Internet - Es gilt das besprochene Wort - ju:ni:k oder lesen hilft - Ein Grabstein für den Palast + Genieße den Schmerz. Von Rüdiger Dingemann
Post aus der Walachei
20.01.2006 Rumänien ist ein Land der Widersprüche: Der Zoll zum Beispiel kontrolliert lieber die Pakete der Rentnerinnen als die Koffer der Vielflieger. Und Istanbul liegt zwar näher als Budapest, aber man betont eher die Bindung zum Westen.
Samstag, 21.01.2006
Heute in den Feuilletons
21.01.2006 Die NZZ staunt über die Mythomanie in der jüngsten amerikanischen Erinnerungliteratur. In der Welt identifiziert Emanuele Ottolenghi einen neuen europäischen Antisemitismus, und Hanns-Joseph Ortheil hört Mozart. In der taz analysiert Hanns Zischler Steven Spielberg. Die Berliner Zeitung rekonstruiert das palästinensische Attentat auf die israelische Olympiamannschaft in München 1972. Spiegel Online interviewt Götz Aly zum neuen Bündnis des Irans mit europäischen Holocaustleugnern.
Bücherschau des Tages
21.01.2006 Mit Kritiken zu Ljudmila Ulitzkaja: "Ergebenst, Euer Schurik" in der TAZ, John Irving: "Bis ich dich finde" in der TAZ, Jochen Jung: "Venezuela" in der NZZ, Herman Bang: "Stuck" in der SZ und Norbert Mappes-Niediek: "Die Ethno-Falle" in der NZZ.
Montag, 23.01.2006
Heute in den Feuilletons
23.01.2006 In der NZZ beklagt der Philosoph Otfried Höffe das Fehlen einer europäischen Öffentlichkeit. Die FR staunt über die eindrucksvoll jähen Forte-Attacken der Edita Gruberova als "Norma". In der FAZ findet der kosovarische Schriftsteller Beqe Cufaj recht kritische Worte über Ibrahim Rugova.
Die Buchmacher
23.01.2006 In dieser Woche: Warum Kleinstbuchhandlungen nicht kreditwürdig sind. Und wann man Bücher auf dem Handy liest. Von Sandra Evertz
Bücherschau des Tages
23.01.2006 Mit Kritiken zu Gertrud Kolmar: "Gertrud Kolmar: Das lyrische Werk" in der FAZ, Heinz Schott / Rainer Tölle: "Geschichte der Psychiatrie" in der SZ, Marcia Angell: "Der Pharma-Bluff" in der FAZ, Ilka von Zeppelin: "Dieses Gefühl, dass etwas nicht stimmte" in der SZ und Johanna Sinisalo: "Troll: Eine Liebesgeschichte" in der SZ.
Vom Nachttisch geräumt
23.01.2006 Antoinette lernt, dass sie ihrer Mutter überlegen ist. Turgenjew beklagt die deutsche, ganz vermaledeite Idealisation der Wahrheit. Adel Khoury erzählt von Mohammeds Vergewaltigung. Alfonos Hüppi liefert Sinnsprüche. Geert Mak setzt Akzente. Anton van Hooff untersucht die Selbsttötung in der Antike.
Vorgeblättert
23.01.2006 Sascha ist jung, schön und ungestüm. Sie lässt sich von niemandem etwas sagen und passt nirgendwohin, schon gar nicht in das enge Gefüge der jugoslawischen Großfamilie. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Roman von Natasha Radojcic: "Du musst hier nicht leben".
Medienticker-Archiv
23.01.2006 Aktuell! Verfahren gegen Pamuk eingestellt. Und heute u.a.: Was wir uns alles zu Gemüte führen - Durch Licht zur Nacht - Altmeister der Moderne - US-Regierung mit Daten füttern - Washington Post macht Blog dicht - Ihr Leben war Schreiben - Die Nationalbibliothek kommt - Mein Trikot so weiß - Der mit dem Dativ - Scheitern als Chance + Der Komödiant schießt auf sich selbst zuerst. Von Rüdiger Dingemann
Dienstag, 24.01.2006
Magazinrundschau
24.01.2006 In der New York Review of Books beschreibt Timothy Garton Ash die Kaczynski-Zwillinge als alte Besen. In New Republic versetzt sich der ägyptische Dramatiker Ali Salem in die Gedankenwelt eines Terroristen. Für den Espresso stapft Andrzej Stasiuk durch die verfluchten Berge in Albanien. Die London Review vergleicht Google mit der Eisenbahn. In der Revista de Libros fordert Juan Villoro Hilfe für Männer, die über Liebe reden wollen. In Magyar Narancs untersucht Eva Standeisky das Verhältnis der Schriftsteller zur Macht. Die Weltwoche gerät in eine Schlägerei. Die New York Times widmet sich Tieren, die Sex und Dinner nicht auseinanderhalten können.
Heute in den Feuilletons
24.01.2006 Die taz stellt das nächste große Ding vor: Türkisch-deutsche Arabesk-Musik. In der Welt erzählt Andrej Kurkow von seinem ersten Jahr mit dem ukrainischen Präsidenten Viktor Juschtschenko. In der SZ kritisiert der ägyptische Schriftsteller Ahmad al-Aidi die Angst der deutschen Verleger vor oppositionellen Autoren. Und der Figaro zeigt einen interkulturellen Dialog zwischen John Galliano und der katholischen Kirche.
Bücherschau des Tages
24.01.2006 Mit Kritiken zu Adolf Muschg: "Eikan, du bist spät" in der FAZ, Martin Geck: "Mozart" in der FR, Edgardo Cozarinsky: "Die Braut aus Odessa" in der SZ, Dieter Borchmeyer: "Mozart oder die Entdeckung der Liebe" in der FR und Edmund S. Morgan: "Benjamin Franklin" in der NZZ.
Medienticker-Archiv
24.01.2006 Heute u.a.: Absage an Springer - Nonbooks vorn, Billigbuch hinten - Netzeitung vor Spiegel Online - Amazons Verkaufs-Show per Videostream - Journalismus wird zum Gespräch - 2005 schlimmstes Jahr für Journalisten - Kofler wirft mit Liebesperlen - Sein Leben geht uns alle an + Elite-Debatte führt in die Irre. Von Rüdiger Dingemann
Mittwoch, 25.01.2006
Heute in den Feuilletons
25.01.2006 Die taz widmet ihre Seite 1 dem Pinocchio-Preis für Silvio Berlusconi - mit einer Laudatio von Dario Fo. Die Welt spricht mit der Mao-Biografin Jung Chang über die Viererbande. Die Zeitungen bestaunen Steven Spielbergs "München"-Film, aber sie bewundern ihn nicht.
Bücherschau des Tages
25.01.2006 Mit Kritiken zu John Updike: "Landleben" in der FR, David M. Crowe: "Oskar Schindler" in der NZZ, Jan-Christoph Hauschild: "Heiner Müller oder Das Prinzip Zweifel" in der NZZ, Brigitte Maria Mayer / Heiner Müller: "Der Tod ist ein Irrtum" in der NZZ und : "Pest" in der SZ.
Medienticker-Archiv
25.01.2006 Heute u.a.: Die Mutter aller Schlachten - Angola: die Rettung des Fußballs - Bob Dylan und der Struwwelpeter - Springer ist selber schuld: Geduld gegen Geld - Typologie der Buchkäufer und -leser - Phischers Fritz fischt Konten ab - Computernutzer lernen besser - Wer "Stoppt den US-Imperialismus" wiehert - Leser bestimmen Titelseite + "Entlassungsproduktivität". Von Rüdiger Dingemann
Donnerstag, 26.01.2006
Heute in den Feuilletons
26.01.2006 Die NZZ staunt über deutsche Identitätsdiskurse, die SZ über dänische. In der taz trägt Michael Haneke ein Büßerhemd. Die Zeit bewundert den King of Afrorap, die FAZ den Bauch von Daniel Auteuil und die FR Karl Lagerfelds Lolitas.
Bücherschau des Tages
26.01.2006 Mit Kritiken zu Durs Grünbein: "Porzellan" in der ZEIT, Andrzej Stasiuk: "Unterwegs nach Babadag" in der SZ, Ilse Aichinger: "Unglaubwürdige Reisen" in der ZEIT, Agota Kristof: "Die Analphabetin" in der ZEIT und Attila Bartis: "Die Ruhe" in der ZEIT.
Medienticker-Archiv
26.01.2006 Heute u.a.: Von Lesern und Leitern - Jetzt kommen die Wir-Medien - Der neue Dagobert: Steve Jobs - Sometimes Evil: Der allwissende Gigant oder die Allmacht im Internet - Mit Google am Pool der coolen People - Wir haben kein Recht auf Tragödie - Dänischer Kulturkampf - Zukünftige Internet-Inhalte + Love is in the air. Von Rüdiger Dingemann
Freitag, 27.01.2006
Heute in den Feuilletons
27.01.2006 Joannes Chrisost Wolfgangus Theophilus ist heute allpräsent, auch wenn die FAZ daran erinnert, dass dergleichen Historien Leopold Mozart vor genau 250 Jahren noch auf die Nerven gingen. In der Welt staunt der Komponist und Klarinettist Jörg Widmann über die ausbleibende Durterz in der Bläserserenade KV 388. In der SZ versucht Wolfgang Rihm zu ergründen, warum die im Grunde gleichen Komponisten Vanhal, Cannabich, Kozeluch, Jommelli, Kraus heute vergessen sind. Die NZZ fragt, warum die Südkoreaner den Klonfälscher Hwang Woo Suk so lange verteidgten. Die taz entlarvt Papst Benedikts XVI. Taschenspielertricks.
Bücherschau des Tages
27.01.2006 Mit Kritiken zu Annegret Held: "Die letzten Dinge" in der FAZ, : "Das Alter" in der FAZ, Jean-Philippe Toussaint: "Der Fotoapparat" in der FAZ, Gregor von Rezzori: "Der Schwan. Über dem Kliff. Affenhauer" in der SZ und Tim Moore: "Zwei Esel auf dem Jakobsweg" in der SZ.
Medienticker-Archiv
27.01.2006 Heute u.a.: Mein Leben, mein Netz, mein Über-Device - Edit-Wars der Wikipedia - Vermessung eines Erfolgs - Unglaubwürdiger Spielberg - Schneekuchen und Elementarteilchen auf der Berlinale - Kein Grimme-Preis für Osthoff - Google-News - Urheberrechtsnovelle entzweit - Springers Rückendeckung - Schreibtische der Chefredakteure + Rock me, Amadeus und vergesst M. Von Rüdiger Dingemann
Virtualienmarkt
27.01.2006 Google Book Search scannt längst auch Bücher ein, deren Rechte nicht frei sind. Frankreich erregt sich, Deutschland nicht. Und die Verlage sehen eine Chance, die Dominanz des Handels zu brechen - falls jemand mit Google Fraktur spricht.
Mord und Ratschlag
27.01.2006 Ein Professor beobachtet einen Mord und greift nicht ein. Ein Büchernarr mordet, um seine Bibliothek finanzieren zu können. Dag Solstad und Detlef Opitz erzählen in ihren Romanen von Männern, denen die Liebe zu Büchern zum Verhängnis wurde.
Samstag, 28.01.2006
Heute in den Feuilletons
28.01.2006 In der NZZ hält Dirigent Nikolaus Harnoncourt das Mozartjubiläum für einen Skandal und eine Schande. Die FR preist Martin Heckmanns Theater als den besten Espresso in der Latte-macchiato-Soße. In der Welt beschreibt die Schriftstellerin Zeruya Shalev die Macht des Todes in Israel. In der SZ vermisst Alexander Stille demokratisches Muskelgedächtnis in Italien. Die taz bringt ein Interview mit Salman Rushdie. Die FAZ beschreibt, wie türkische Vereine versuchen, Berliner Schüler um ihre Zukunft zu bringen.
Bücherschau des Tages
28.01.2006 Mit Kritiken zu Joshua Sobol: "Whisky ist auch in Ordnung" in der TAZ, Hans-Jürgen Döscher: "Seilschaften" in der TAZ, Thomas Lang: "Am Seil" in der TAZ, Steinunn Sigurdardottir: "Die Liebe der Fische" in der TAZ und Gudbergur Bergsson: "Vater, Mutter und der Zauber der Kindheit" in der TAZ.
Montag, 30.01.2006
Heute in den Feuilletons
30.01.2006 Die FAZ findet die deutschen Theater theaterblutrünstig. Die FR mochte Roland Schimmelpfennigs Stück "Auf der Greifswalder Straße" dagegen sehr. Für die Welt scheitert Michael Hanekes Hyperrealismus im Pariser "Don Giovanni" an Mozarts Surrealismus. In der SZ schreiben ein israelischer und ein palästinensischer Autor über die neue Lage nach dem Wahlerfolg der Hamas. In der taz porträtiert Gabriele Goettle die Präparatorin Navena Widulin. Außerdem streiten hier Nadeem Elyas, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime, und die Frauenrechtlerin Seyran Ates über den baden-württembergischen Fragebogen für einwanderungswillige Muslime.
Die Buchmacher
30.01.2006 In dieser Woche: Wo der ehemalige Bertelsmann-Manager Thomas Middelhoff noch besser verdiente als bei Karstadt. Und warum sich der Börsenverein mit Amazon zum Meinungsaustausch zusammensetzen will. Von Sandra Evertz
Bücherschau des Tages
30.01.2006 Mit Kritiken zu Horst Bredekamp: "Darwins Korallen" in der FAZ, Luc Bondy: "Meine Dibbuks" in der FAZ, Ferdinand Schlingensiepen: "Dietrich Bonhoeffer 1906-1945" in der SZ, David M. Crowe: "Oskar Schindler" in der SZ und Helmut Schmidt: "Auf dem Weg zur deutschen Einheit" in der NZZ.
Vorgeblättert
30.01.2006 Drei Frauen, drei verwobene Lebensgeschichten: Es geht um Ida Marzec, die im südwestlichen Polen strandet, es geht um Idas Mutter, die mit ihrer Ziege Tekla in den Bergen lebt und es geht um Idas Tochter, die auf Reisen in Asien glaubt ihren Vater wiederzufinden. Lesen Sie einen Auszug aus dem neuen Roman von Olga Tokarczuk: "Letzte Geschichten".
Medienticker-Archiv
30.01.2006 Heute u.a.: Google-Crash ante portas? - Torten und Konzerte - Döpfner ist ausgesprochen sympathisch - Kiemenatmung auf dem Sofa - Wer Fragen stellt, macht sich verdächtig - Wenn es richtig weh tut - Götter, Meer und Plündereien - Ein sehr guter Jahrgang - Hilferuf eines Autors + Hosenträger plus Gürtel. Von Rüdiger Dingemann
Dienstag, 31.01.2006
Magazinrundschau
31.01.2006 Elet es Irodalom dokumentiert die Spitzelberichte, die Istvan Szabo als Student für die Staatssicherheit schrieb. In Nepszabadsag erklärt Szabo, er sei dankbar und nachträglich stolz auf seine Mitarbeit, weil er damit ein Leben gerettet habe. Der Spectator möchte Hitlers rotes Telefon lieber nicht anfassen. Das DU-Heft ist eine Hommage an Ang Lee und sein Kino. In Prospect fordert William Davies eine Ethik der Unbequemlichkeit. Für Przekroj kann allein Moskau den Iran am Bau einer Atombombe hindern. Im TLS erklärt der kanadische Komponist Stephen Brown, was Mozart und Sid Vicious gemeinsam haben. Die New York Times rechnet mit Bernard-Henri Levys Amerika-Buch ab.
Heute in den Feuilletons
31.01.2006 In der Welt warnt Geert Mak die Deutschen vor dem "holländischen Fieber". Nach dem Comicfestival von Angouleme empfiehlt die NZZ den Zeichner Kotobuki Shiriagari, der in dem Comic-Roman "Yaji-Kita in Deep" zwei schwule und drogensüchtige Samurais auf eine Odyssee durch Japan schickt. Die Berliner Zeitung staunt, wie spitz der Pianist Martin Stadtfeld manche Mozart-Noten nimmt. Die SZ wendet sich entschieden gegen das neue Bürgerlichkeitsgeschwätz, schon wegen des notorischen Mangels an gutem Personal. Ferner stellt sich angesichts verstärkten Schneefalls von neuem die Flachdachfrage: Konservative Zeitungen plädieren fürs Spitzdach.
Bücherschau des Tages
31.01.2006 Mit Kritiken zu Karl-Markus Gauß: "Die versprengten Deutschen" in der FAZ, Hartmut Lange: "Der Wanderer" in der SZ, Stephan Wackwitz: "Neue Menschen" in der NZZ, Andreas Kossert: "Ostpreußen" in der SZ und Hans Küng: "Der Anfang aller Dinge" in der NZZ.
Medienticker-Archiv
31.01.2006 Heute u.a.: Das nächste große Ding im Internet - Vorlesungen über iTunes - Das Publikum an der Macht - Premiere auf dem Web-Weg - Das Fernsehen und das wirkliche Leben und die Zukunft ist flach - Sie hielten ihn für ein Arschloch - Ewig glimmt der Sehnsuchtsfunke - Ethik der Unbequemlichkeit + Ritter von der strahlenden Gestalt. Von Rüdiger Dingemann
Bücherbrief
31.01.2006 Das Bücherjahr ist in voller Fahrt: Thomas Lang hängt preisgekrönt "Am Seil", zwei Altmeister melden sich zurück, Mozart und Franklin stellen sich vor, und Fernandel plädiert ohne Worte für ein sündiges Leben.