Mittwoch, 01.09.2004
Heute in den Feuilletons
01.09.2004 In der SZ erklärt Götz Aly, wer den modernen, sozialpolitisch warmgehaltenen Gefälligkeitsstaat erfunden hat: die Nazis. Die taz beklagt den Abschied vom Denken in Alternativen. Die Welt prophezeit die Erneuerung der Gesellschaft aus der Moma-Schlange. Leipzig brodelte nicht, schreibt die FAZ über Lafontaines Rede.
Bücherschau des Tages
01.09.2004 Mit Kritiken zu Sophie Dannenberg: "Das bleiche Herz der Revolution" in der FR, Alain de Botton: "StatusAngst" in der FR, John Le Carre: "Absolute Freunde" in der NZZ, Benjamin Prado: "Als einer von uns Laura Salinas töten wollte" in der NZZ und Jacob Grimm / Wilhelm Grimm: "Deutsches Wörterbuch - der digitale Grimm" in der SZ.
Medienticker-Archiv
01.09.2004 Heute u.a.: Weniger soll mehr werden - Der Herbst ist da: Stadtneurotiker a. D. - Dünnster Personal Computer der Welt - Moore TV - Tabloid-Alarm - Starker Tobak: Protest gegen Caroline-Urteil oder Pressefreiheit dick aufgetragen + Welt erscheint samstags mit DVD. Von Rüdiger Dingemann
Donnerstag, 02.09.2004
Heute in den Feuilletons
02.09.2004 In der Zeit kritisiert Tahar Ben Jelloun die Buchmesse, die sich an die arabischen Staaten und nicht an die Autoren wandte. In der Berliner Zeitung kritisiert die pakistanische Regisseurin Sabiha Sumar das Frauenbild des Islam. Die FAZ bewundert die massige Überlebensstatur des Tom Hanks in Steven Spielbergs neuem Film.
Bücherschau des Tages
02.09.2004 Mit Kritiken zu Terezia Mora: "Alle Tage" in der SZ, Antje Ravic Strubel: "Tupolew 134" in der ZEIT, Terezia Mora: "Alle Tage" in der ZEIT, Dorothea Dieckmann: "Guantanamo" in der ZEIT und Sophie Dannenberg: "Das bleiche Herz der Revolution" in der ZEIT.
Medienticker-Archiv
02.09.2004 Heute u. a.: Unterstützung für Caroline-Urteil: Bild, BamS und Glotze lassen Kanzler kalt oder Schutz ja, Zensur nein - Amerika, geschlossen: Wir lagen vor Manhattan - Hoffen auf den Cheney-Effekt - Drahtlos ins Internet über TV-Kabel - Wer ist der Beste im Online-Land? + 1.230 neue Viren im Monat August + Eco beklagt Sexualisierung der Politik. Von Rüdiger Dingemann
Freitag, 03.09.2004
Heute in den Feuilletons
03.09.2004 In der Welt erzählt der Dirigent Christoph von Dohnanyi, wie er seinem Bruder Klaus mal einen kulturpolitischen Tipp gab. Die FR besucht das Salzburger Museum der Moderne. Die taz gibt "The Libertines" verloren. Die NZZ präsentiert einen konservativen Punk für Bush. Die FAZ schreibt lieber dreckig.
Bücherschau des Tages
03.09.2004 Mit Kritiken zu Sophie Dannenberg: "Das bleiche Herz der Revolution" in der SZ, Wolfgang Schömel: "Ohne Maria" in der FAZ, Christian Wagner: "Eine Welt von einem Namenlosen" in der SZ, : "Das Interesse des Denkens" in der FAZ und Claus Volkenandt: "Rembrandt" in der SZ.
Vorgeblättert
03.09.2004 "Blut, Bruder, Balkan, Belgrad, Blutbad, Bakschisch, Bombe, Baby, Buchstabe, Borer Notizen"... Das Revolutionsalphabet des Ungarn Peter Zilahy ist ein wunderbarer Mix aus Wörterbuch, Reportage, Roman, Essay, Erlebnisbericht und geschichtliches Handbuch. Lesen Sie einen Auszug aus "Die letzte Fenstergiraffe".
Essay
03.09.2004 Der Nationalsozialismus war ein revolutionärer Triumph über den Reformstau der ersten deutschen Republik und erkaufte sich den sozialen Frieden mit der Gründung des deutschen Sozialstaats. Krieg und Judenmord dienten der Steigerung des allgemeinen deutschen Wohlstands.
Samstag, 04.09.2004
Heute in den Feuilletons
04.09.2004 Alle Feuilletons sind tief bestürzt über den Brand der Weimarer Anna-Amalia-Bibliothek. Die SZ und die FAZ suchen nach humanen Motiven für die inhumanen Taten von Geiselnehmern. In der FR schreibt György Dalos eine Bilanz der Tschetschenienkonflikte. Die taz erfreut sich am Fluss der Wellen durch die Wirbelsäulen der Tänzerinnen von Pina Bausch.
Bücherschau des Tages
04.09.2004 Mit Kritiken zu Volker Braun: "Das unbesetzte Gebiet" in der TAZ, Hart Crane: "Die Brücke. Ein Gedicht / The Bridge. A Poem" in der NZZ, : "Geschichtsbilder im George-Kreis" in der NZZ, Eva Kanturkova: "Freundinnen aus dem Haus der Traurigkeit" in der NZZ und Elmar Holenstein: "Philosophie-Atlas" in der NZZ.
Montag, 06.09.2004
Heute in den Feuilletons
06.09.2004 Die taz besucht Sven Regener, dessen neuer Roman - natürlich eine Fortsetzung von "Herr Lehmann" - morgen erscheint. Die NZZ beobachtet mit Grausen die demokratiefeindlichen Äußerungen ostdeutscher Demonstranten: " Ich häng se mit uff, die Politiker, die!" SZ und FAZ analysieren die Massaker von Beslan als Niederlage der russischen Politik.
Die Buchmacher
06.09.2004 In dieser Woche: Warum die Auflage des Duden trotz harscher Kritik nicht sinkt. Wer am Rennen um das schnellste Olympiabuch teilnimmt. Und wie der Spiegel im Buchmarkt mitmischt. Von Sandra Evertz
Magazinrundschau
06.09.2004 Im Schweizer Magazin DU beweisen Amerikaner, dass sie immer noch die besten und schärfsten Kritiker ihres Landes sind. Die New York Review of Books erklärt die Demokratisierung des Iraks für beendet. Im Nouvel Obs erläutert Gilles Kepel den Unterschied zwischen Dschihad und Fitna und was das alles mit Andalusien zu tun hat. In Plus-Minus erinnert sich Jadwiga Staniszki an die Gründung der Solidarnosc. In der Gazeta Wyborcza erklärt uns Jurij Lewada die Regeln von Putinistan. Al-Ahram stellt ein jüdisches Kochbuch vor. Im New Yorker lernen wir von Philip Gourevitch, warum George W. Bushs Körper die Wahlen gewinnen könnte. In L'Express konstatiert Alain Finkielkraut die Niederlage des antitotalitären Denkens.
Bücherschau des Tages
06.09.2004 Mit Kritiken zu Sven Regener: "Neue Vahr Süd" in der TAZ, Wilhelm Schmid: "Mit sich selbst befreundet sein" in der SZ, Bettina Gaus: "Frontberichte" in der FR, Yves Bonnefoy: "Beschriebener Stein und andere Gedichte" in der SZ und Claus Offe: "Selbstbetrachtung aus der Ferne" in der FAZ.
Dienstag, 07.09.2004
Heute in den Feuilletons
07.09.2004 In der Berliner Zeitung fragt Georg Seeßlen: "Welcher Hitler spukt durch unsere Filme?" Die FAZ erzählt die Geschichte der ethnischen Säuberungen in Tschetschenien. Der SZ graut vorm allgemein grassierenden "Notationswahn". Die taz befährt den Palast der Republik per Bötchen.
Bücherschau des Tages
07.09.2004 Mit Kritiken zu Doron Rabinovici: "Ohnehin" in der SZ, Sven Regener: "Neue Vahr Süd" in der FR, Sophie Dannenberg: "Das bleiche Herz der Revolution" in der TAZ, Martin Amis: "Yellow Dog" in der NZZ und Franz Walter: "Abschied von der Toskana" in der SZ.
Vorgeblättert
07.09.2004 Drei junge Algerier, die als Mudschaheddin gegen die Sowjets in Afghanistan kämpften, geraten nach ihrer Rückkehr in einen Strudel aus Elend, Erpressung, Gewalt und Mord. Habib Tengour schildert in seinem Roman "Der Fisch des Moses" das Phänomen der in Algerien sogenannten "Afghanen", die das Netzwerk der GIA (Groupe Islamique Arme) aufbauten. Lesen Sie hier einen Auszug.
Mittwoch, 08.09.2004
Heute in den Feuilletons
08.09.2004 In der FAZ bekennt Viktor Jerofejew seine Verwirrung über die Ereignisse von Beslan. In der SZ schildert der tschetschenische Dichter Apti Bisultanow Tschetschenien als Schlachthaus. Die FR trauert um Rotterdam. Die taz trauert um das Haus der Kulturen der Welt in Berlin. In der NZZ konstatiert der libanesische Journalist Hassan Dawud den totalen Verfall des arabischen Buchmarkts.
Bücherschau des Tages
08.09.2004 Mit Kritiken zu John Horne / Alan Kramer: "Deutsche Kriegsgräuel 1914" in der NZZ, Roger Caillois: "Die Schrift der Steine" in der FR, Albert Hopman: "Das ereignisreiche Leben eines Wilhelminers" in der SZ, : "Tausendundeine Nacht" in der NZZ und D. H. Lawrence: "Aarons Stab" in der SZ.
Vom Nachttisch geräumt
08.09.2004 Künstlerische Privatmythologien verrückter Frauen, der Traum des Theodor Herzl, Sprachfex Dilek Güngör, Ruth Berlaus Fotografien, Lord Byrons Erfahrung als Solidaritätskomitee in Griechenland.
Donnerstag, 09.09.2004
Heute in den Feuilletons
09.09.2004 Die SZ fragt: Müssen wir uns diesen Film über Hitlers Untergang jetzt ansehen? Im Tagesspiegel erzählt Bruno Ganz seinen Hitler. Die FAZ stellt den italienischen Bestseller der Saison vor: einen Krimi, in dem Dante der Kommissar ist. Die NZZ staunt über eine Einsicht der deutschen Band Mouse on Mars: "Die Hüfte kriegt man nie ohne den Kopf".
Bücherschau des Tages
09.09.2004 Mit Kritiken zu Xavier Tilliette: "Schelling" in der FR, Lojze Kovacic: "Die Zugereisten. Eine Chronik" in der ZEIT, Stefan George: "Der Teppich des Lebens und die Lieder von Traum und Tod mit einem Vorspiel" in der ZEIT, Louise Welsh: "Dunkelkammer" in der ZEIT und DBC Pierre: "Jesus von Texas" in der NZZ.
Freitag, 10.09.2004
Heute in den Feuilletons
10.09.2004 In der FAZ legt A.L Kennedy ein Silbertablett unter prachtvolle Genitalien Sylter Art. Die FR versucht das Grauen der Bilder von Beslan zu benennen. Die SZ stellt einen Pardigmenwechsel im HipHop fest - vom Pimp zum Paten. Die NZZ bringt ein Interview mit dem Regisseur Errol Morris.Und Venedig: Wim Wenders' neuer Film stößt auf eher skeptische Reaktionen.
Bücherschau des Tages
10.09.2004 Mit Kritiken zu Bodo Kirchhoff: "Wo das Meer beginnt" in der SZ, Barbara Honigmann: "Ein Kapitel aus meinem Leben" in der FAZ, Claus Dierksmeier: "Der absolute Grund des Rechts" in der SZ, Friedrich Wilhelm Joseph von Schelling: "F.W.J. Schelling: Werke" in der SZ und Wilhelm G. Jacobs: "Schelling lesen" in der SZ.
Vorgeblättert
10.09.2004 Alia Mamduch schildert in ihrem Roman "Die Leidenschaft" die Begegnung von vier Exil-Irakern in England und die Gefühle einer zweiten und vierten Ehefrau bei ihrem Zusammentreffen. Lesen Sie einen Auszug.
Samstag, 11.09.2004
Heute in den Feuilletons
11.09.2004 In der taz erklärt Francis Fukuyama, warum er diesmal nicht Bush wählt. In der Welt erklärt Bruno Ganz, wie er "rrrücksichtslos!" wie Hitler sprechen lernte. In der NZZ warnt Navid Kermani: eine bloß militärische Repression des Terrors führt zu Terror. In der SZ beschreibt Andrzej Stasiuk , wie die Donau im Schwarzen Meer versinkt.
Bücherschau des Tages
11.09.2004 Mit Kritiken zu Brigitte Kronauer: "Verlangen nach Musik und Gebirge" in der NZZ, Xavier Tilliette: "Schelling" in der NZZ, Martin Pollack: "Der Tote im Bunker" in der NZZ, Robert Harms: "Das Sklavenschiff" in der TAZ und Javier Marias: "Dein Gesicht morgen" in der TAZ.
Montag, 13.09.2004
Heute in den Feuilletons
13.09.2004 "Springen Sie: Dritter Stock. Das dürfte reichen", rät der polnische Autor Tadeusz Rozewicz im Tagesspiegel. In der SZ behauptet der Soziologe Harald Welzer: Hartz und Hitler hängen irgendwie zusammen . Die FAZ feiert die Neuausgabe der Werke von Alexander von Humboldts in mehreren Aufmachern. Der Preis für Mike Leighs Sozialdrama "Vera Drake" in Venedig wird allgemein mit müdem Lächeln quittiert.
Die Buchmacher
13.09.2004 In dieser Woche: Wie das Caroline-Urteil die Buchbranche betrifft. Warum die Bücher schneller drehen. Was die Branche von der Bestselleraktion der Bild-Zeitung hält. Von Sandra Evertz
Magazinrundschau
13.09.2004 Im ungarischen Elet es Irodalom ärgert sich Istvan Eörsi über die Heuchelei des abgedankten Premiers Peter Medgyessy. Reportajes annonciert Gabriel Garcia Marquez' ersten literarischen Text seit zehn Jahren. Al-Ahram beschreibt die unerwarteten Folgen der Diskriminierung arabischer Amerikaner. Der New Yorker befürchtet eine Umdefinierung des Wahlrechts. In der Gazeta Wyborcza erklärt die Historikerin Anna Wolff-Poweska, warum uns die Polen so gern anbrüllen. Im Espresso erzählt der Regisseur Michael Radford, wen Marlon Brando als Shylock sehen wollte. Der Merkur widmet sich dem Ressentiment, Folio dem Erdöl.
Bücherschau des Tages
13.09.2004 Mit Kritiken zu John Maynard Keynes: "Freund und Feind" in der FAZ, Michael Pauen: "Illusion Freiheit" in der FAZ, Studs Terkel: "Die Hoffnung stirbt zuletzt" in der FR, Wolfgang Kersting: "Kant über Recht" in der SZ und Dragan Velikic: "Dossier Domaszewski" in der FAZ.
Post aus der Walachei
13.09.2004 Schwimmen im Schwarzen Meer, Flanieren in Kronstadt, Tuica trinken in der Maramures. Und Dracula? Ein Sommer in Rumänien.
Dienstag, 14.09.2004
Heute in den Feuilletons
14.09.2004 FR und taz sind sich einig: Den "Untergang" wird man schnell vergessen. Die SZ fragt nach der Zukunft der Historikerzunft. Die FAZ beschreibt Renzo Pianos gigantische Pläne für den Hafen von Genua.
Bücherschau des Tages
14.09.2004 Mit Kritiken zu Dagmar Leupold: "Nach den Kriegen" in der NZZ, Dezsö Kosztolanyi: "Ein Held seiner Zeit" in der SZ, Michel Foucault: "Hermeneutik des Subjekts" in der SZ, Christiane Oppermann: "John F. Kerry" in der SZ und Kamila Shamsie: "Kartographie" in der FAZ.
Vorgeblättert
14.09.2004 Fama Doumbouya ist der letzte Spross eines ehemals reichen und stolzen Malinke-Fürstengeschlechts. Angewidert von den Machenschaften der korrupten Führungsschichten verteidigt er aber noch immer wütend den Geist der großen Händler und Hauptleute, die schöne Welt der alten Fürstentümer. Ahmadou Kourouma schildert in "Der letzte Fürst" den Niedergang des traditionellen Afrika. Lesen Sie einen Auszug aus dem Erstlingsroman des 2003 verstorbenen westafrikanischen Schriftstellers.
Mittwoch, 15.09.2004
Heute in den Feuilletons
15.09.2004 In der FAZ schreibt ein hoch erregter Frank Schirrmacher: Dieser "Untergang" war meisterhaft. In der taz staunt Diedrich Diedrichsen über Eichinger und andere "Machtmenschen, die sich für andere Machtmenschen interessieren". In der Welt prophezeit der Historiker Tony Judt, dass die Demokraten die amerikanischen Wahlen leider verlieren werden. In der SZ erklärt Georg Klein, warum warum so heikel ist.
Bücherschau des Tages
15.09.2004 Mit Kritiken zu Lojze Kovacic: "Die Zugereisten. Eine Chronik" in der SZ, Johannes Kühn: "Ein Ende zur rechten Zeit" in der FR, Alexander von Humboldt: "Kosmos" in der FR, Alexander von Humboldt: "Kosmos" in der SZ und Gunnar Ekelöf: " Färjesang/Fährgesang" in der FR.
Vom Nachttisch geräumt
15.09.2004 Frauen zum Pflücken, Meditationstexte aus Kreta, Lehmhäuser der Dogon, ein Musee sentimentale des Ersten Weltkriegs.
Donnerstag, 16.09.2004
Heute in den Feuilletons
16.09.2004 In der Zeit erklärt der tunesische Autor Abdelwahab Meddeb die Ironie zum Mittel der Versöhnung zwischen den Kulturen. Die NZZ geißelt die neoarchaische Sitte der "Shame sanctions" in den USA. Die SZ findet unser dreigliedriges Schulsystem ungerecht. Die taz staunt: Acht der zehn erfolgreichsten Dokumentarfilme aller Zeiten stammen aus den letzten 18 Monaten und wurden von Amerikanern gemacht.
Bücherschau des Tages
16.09.2004 Mit Kritiken zu Markus Werner: "Am Hang" in der ZEIT, Francis Fukuyama: "Staaten bauen" in der ZEIT, Ralf Rothmann: "Junges Licht" in der ZEIT, Sven Regener: "Neue Vahr Süd" in der ZEIT und James Kelman: "Spät war es, so spät" in der NZZ.
Medienticker-Archiv
16.09.2004 Heute u.a.: Buchmessen-Vorhang zu - Wer Ideen entwickelt, kriegt einen auf die Nuss! - Handke boykottiert den "austrokoffer" - Paparazzi-Freispruch - Wurm hört Netzwerkverkehr ab - Internet steht vor dem Zusammenbruch - Amazons A9: Suchplatz oder Marktmaschine? - Eco allein unter Büchern + Vier deutsche Genusstypen. Von Rüdiger Dingemann
Freitag, 17.09.2004
Heute in den Feuilletons
17.09.2004 In der NZZ geißelt der irakische Schriftsteller Najem Wali den Männlichkeitskult und nationalistischen Übereifer arabischer Intellektueller. In der FR ahnt Buchmessen-Chef Volker Neumann, warum der Börsenverein ihn entlassen hat. In der taz prangert der FDP-Politiker Mehmet Daimagüler das "Taliban plus Öl"-Regime in Saudi-Arabien an. In der FAZ findet Ian Kershaw die Atmosphäre im Bunker wunderbar eingefangen. In Le Monde schreibt Andre Glucksmann über das Massaker von Beslan und die westliche Ignoranz.
Bücherschau des Tages
17.09.2004 Mit Kritiken zu Michael Pauen: "Grundprobleme der Philosophie des Geistes" in der SZ, Mariusz Wilk: "Schwarzes Eis" in der FAZ, : "Ein ganz einfach gepunktetes Kleid" in der FAZ, Petra Werner: "Himmel und Erde" in der SZ und Jürgen Schröder: "Einführung in die Philosophie des Geistes" in der SZ.
Vorgeblättert
17.09.2004 Der junge Heinrich Böll besucht Wolf Jobst Siedler in dessen Dahlemer Elternhaus, Siedler verleiht als Juryvorsitzender Martin Walser seinen ersten Literaturpreis, im Kolbe-Haus trifft er den damals halbverfemten Gottfried Benn, der aus ungedruckten Gedichten liest.... Lesen Sie einen Auszug aus den Erinnerungen des letzten Berliner Bürgers Wolf Jobst Siedler: "Wir waren noch einmal davongekommen"
Medienticker-Archiv
17.09.2004 Heute u.a.: Die Zeit steigt ins Buchgeschäft ein - Bild startet Bestseller-Bibliothek - Des Spiegels Mehrheitsverhältnisse - Googlen auf österreichisch - Immer der Nase nach! - Strafe für den Stänkerer: Ein Interview und ein offener Brief + Infofrühstück für die Generation iPod. Von Rüdiger Dingemann
Samstag, 18.09.2004
Heute in den Feuilletons
18.09.2004 Die Welt bringt ein kritisches Dossier zum arabischen Buchmessenschwerpunkt. Auch die taz bereitet uns auf diesen Schwerpunkt vor. In der NZZ prangert der tschetschenische Lyriker Apti Bisultanov die Gleichgültigkeit des Westens an. Die FAZ beklagt anhand der Flick-Sammlung die Selbstentmachtung der Museen und die Apotheose der privaten Sammler. Die Berliner Zeitung kritisiert die schauspielerische Banalität des Films "Der Untergang".
Bücherschau des Tages
18.09.2004 Mit Kritiken zu Ulrike Brunotte: "Zwischen Eros und Krieg" in der TAZ, Barbara Beuys: "Der Preis der Leidenschaft" in der NZZ, Rüdiger Safranski: "Friedrich Schiller oder Die Erfindung des deutschen Idealismus" in der SZ, Salomon Malka: "Emmanuel Levinas" in der TAZ und Michael Jaeger: "Fausts Kolonie" in der NZZ.
Montag, 20.09.2004
Heute in den Feuilletons
20.09.2004 Zwei Themen dominieren die Feuilletons, die Flick-Sammlung und der Historikertag. Die FR zeichnet nach, wie die Flick-Sammlung nach Berlin gelangte. Die SZ bringt ein differenziertes Porträt des Sammlers. Der Historikertag wird mehr oder weniger als gelungene Veranstaltung ad acta gelegt: Es sei den Historikern gelungen, sich dem breiten Publikum zu öffnen, bemerkt die NZZ. In der FAZ gibt es kritische Worte zum Film "Der Untergang".
Magazinrundschau
20.09.2004 Al-Ahram wünscht sich für Frankfurt auch politische Diskussionen - auch wenn das einen Verstoß gegen die arabische Etikette bedeutet. Die London Review streitet mit einer amerikanischen Republikanerin über Kultur. Der New Yorker porträtiert das Naturkind Teresa Heinz Kerry. Outlook India verreißt den neuen Naipaul. Das ungarische ES-Magazin besucht das Museum für Tragbare Intelligenz zum Quadrat. Der Economist forderte eine Fatwa gegen Osama Bin Laden. Im polnischen Plus-Minus diagnostiziert der Philosoph Zdzislaw Krasnodebski eine Ungleichzeitigkeit in Polen und Deutschland. In der New York Times schreibt Philip Roth über den Antisemitismus und Arthur Miller schweigt über Marilyn.
Bücherschau des Tages
20.09.2004 Mit Kritiken zu Toni Morrison: "Liebe" in der SZ, Klaus-Peter Matschke: "Das Kreuz und der Halbmond" in der SZ, Sibylle Zehle: "Minna Wagner" in der FAZ, Leo Perutz: "Der Marques de Bolibar" in der SZ und Gerhard Schweizer: "Metropole Moloch Mythos" in der FR.
Medienticker-Archiv
20.09.2004 Heute u.a.: Noch mehr billige Bücher? - Zeitungs-Weltverband gegen Caroline-Urteil - Wieder Phishing-Mails unterwegs - Symantec kauft Hacker-Firma - Springer erhöht ProSieben-Beteiligung - Bücherpreis-Desaster - Enzensbergers Deutschland-Diagnose + Der Kapitalismus bekommt eine Seele. Von Rüdiger Dingemann
Dienstag, 21.09.2004
Heute in den Feuilletons
21.09.2004 Die FAZ veröffentlicht ein Hitler-Gedicht von Durs Grünbein. Die FR erklärt die Verdrossenheit Ostdeutschlands. SZ und Welt schreiben erste euphorische Kritiken der neuen Folgen von Edgar Reitz' "Heimat"-Epos. Die NZZ kritisiert die Stiftung Preußischer Kulturbesitz, die sich in der Debatte um die Flick-Sammlung wenig kommunikationsfreundlich zeigte. Viel Kritik auch am verkrampften Umgang der Fernsehsender mit den Rechtsradikalen.
Die Buchmacher
21.09.2004 In dieser Woche: Wie gespannt die Branche auf die Bild-Bestsellerbibliothek reagiert. Und wie diese logistisch organisiert wird. Von Sandra Evertz
Bücherschau des Tages
21.09.2004 Mit Kritiken zu Rujana Jeger: "Darkroom" in der FAZ, Georg Witkowski: "Von Menschen und Büchern" in der SZ, : "Geschichte der Universität in Europa" in der SZ, Frieder Günther: "Denken vom Staat her" in der NZZ und Carlo Lucarelli: "Laura di Rimini" in der NZZ.
Vorgeblättert
21.09.2004 "Quicksilver", der erste Band von Neal Stephensons Barock-Trilogie, beschreibt das Zeitalter der Aufklärung in den Naturwissenschaften: Daniel Waterhouse, Querdenker, Puritaner und Verächter der alten Geheimwissenschaften, strebt mit seinem Freund Isaac Newton und einigen anderen großen Geistern des barocken Europa nach Wissen und Erkenntnis, während die Welt ringsum ein einziges Chaos ist. Überall ringt die Vernunft mit dem blutigen Ehrgeiz der Mächtigen, und jederzeit können Katastrophen die politische Landschaft über Nacht verändern. Lesen Sie einen Auszug.
Medienticker-Archiv
21.09.2004 Heute u.a.: Keiner weiß mehr - Kreativer Wettbewerb - Amazon.com gibt A9-Suchern Rabatt - Microsoft legt Office-Quellcodes offen - Kopfgeldjäger sollen Spammer überführen - UMTS klappt nicht immer + MoMA in Berlin macht 6,5 Mio. Euro Gewinn. Von Rüdiger Dingemann
Mittwoch, 22.09.2004
Heute in den Feuilletons
22.09.2004 Die FAZ fällt nach einem ersten Rundgang durch die Ausstellung der Flick-Sammlung ein strenges Urteil über den Sammler. Auch die anderen Zeitungen finden die Sammlung zugleich beeindruckend und irgendwie profillos.Die NZZ fragt: Was lernen wir in einem Film über das Ende eines blutigen Vegetarier? In der SZ sieht der Politologe Franz Walter die Erfoge der Rechtsradikalen als Quittung für Hartz IV.
Bücherschau des Tages
22.09.2004 Mit Kritiken zu Rafael Chirbes: "Alte Freunde" in der NZZ, Rüdiger Safranski: "Friedrich Schiller oder Die Erfindung des deutschen Idealismus" in der FR, Sigrid Damm: "Das Leben des Friedrich Schiller" in der FR, Ilija Trojanow: "An den inneren Ufern Indiens" in der NZZ und Elfriede Jelinek: "Jackie" in der NZZ.
Vom Nachttisch geräumt
22.09.2004 Ein phantastischer Wutausbruch Frida Kahlos, Männergespräche bei Sandor Marai, der Untergang als Event bei Bettina Rheims und Elmar Holensteins buntes Kartenwerk zur Philosophiegeschichte.
Medienticker-Archiv
22.09.2004 Heute u.a.: 50.000 Bücher vernichtet - Flick-Collection: Es war ein Spießrutenlauf - Der Computer wird gebührenpflichtig - Roman-Ideen auf Einkaufszetteln: ein Schaumbad gegen die Realität - Bild kann es nicht lassen - Kritik nicht gestattet - Stasi im Original - Wahre Liebe beim Spiegel + Yahoo erweitert News. Von Rüdiger Dingemann
Essay
22.09.2004 In den meisten Feuilletons war Oliver Hirschbiegels Film "Der Untergang" Chefsache. Die Kritiker mussten schweigen. Und darum weiß niemand, wie der Film wirklich ist: langweilig, verlogen, bieder.
Donnerstag, 23.09.2004
Heute in den Feuilletons
23.09.2004 "Wir dürfen vor diesen Bildern nicht flüchten", schreibt Andre Glucksmann über die Geiselnahme von Beslan in der SZ (und im Perlentaucher). In der Zeit versucht der Schriftsteller Jens Sparschuh die Wahlerfolge der Rechten in Ostdeutschland zu erklären. In der taz verteidigt Lawrence Lessig die Freiheit des Internets. Die FAZ spricht aus, was bei der Eröffnung der Flick-Sammlung kommunikativ beschwiegen wurde - überhaupt wird noch viel über die Sammlung diskutiert.
Bücherschau des Tages
23.09.2004 Mit Kritiken zu Adrian Tomine: "Sommerblond" in der NZZ, Anton Tschechow: "Flattergeist" in der SZ, : "Europa. Kultur der Sekretäre" in der FR, Per Olov Enquist: "Hamsun" in der NZZ und Elena Esposito: "Die Verbindlichkeit des Vorübergehenden" in der FR.
Medienticker-Archiv
23.09.2004 Heute u.a.: Sehr geehrte Damen und vereinzelte Herren - Christian Krachts Freund(e) - Schröder wirbt: Verliebt, verlobt, verheiratet? - Post plant neuen Ebay-Service - Google unterstützt Internet-Zensur - Minimal invasiv gegen Spam + Wie rentabel ist Lyrik? Von Rüdiger Dingemann
Essay
23.09.2004 Wir dürfen vor den Bildern von Beslan nicht flüchten. Sie sind prophetisch. Die apokalyptische Szene, die sich da am 3. September unter unseren Augen abspielte, hat Zukunft. Eine scheußliche Zukunft. Wie eine dreistufige Rakete zielt sie nicht nur auf Kaukasien und Russland, sondern auf ganz Europa.
Freitag, 24.09.2004
Heute in den Feuilletons
24.09.2004 Die NZZ erklärt uns die Geschäftsmodelle amerikanischer Weblogs. In der FR beruhigt uns der Philosophieprofessor Josef Früchtl: Man darf Hitler ruhig als Menschen sehen. In der taz erklärt der britische Soziologe Paul Gilroy, was unter Black Atlantic zu verstehen sei. In der SZ besucht der palästinensische Autor Hassan Kader seine Lieblingsbuchhandlung in Kairo - und kommt deprimiert wieder heraus. Im Tagesspiegel erklärt der Philosoph und Neurobiologe Peter Bieri, warum wir auf die Vorstellung des Freien Willens nicht verzichten sollten.
Bücherschau des Tages
24.09.2004 Mit Kritiken zu Sven Regener: "Neue Vahr Süd" in der SZ, Willi Jasper: "Deutsch-jüdischer Parnass" in der FAZ, Peter Fuchs: "Der Sinn der Beobachtung" in der FAZ, Richard Hamilton: "Lisabeth und die knallharten Piraten" in der SZ und Yecheskiel Cohen: "Das misshandelte Kind" in der SZ.
Medienticker-Archiv
24.09.2004 Heute u. a.: SZ schlägt FAZ - Die Zeit macht Tempo - Wenn der Kontrolleur zweimal klingelt - Der Bursche soll zahlen - Verleger fordern: Zeitunglesen! - Wirtschaft ist eine Frage des richtigen Bewusstseins - Interaktiver Museumsbesuch via Handy - Emotionale Instabilität durch Internet-Verzicht: Internet macht süchtig + Web-Nutzer tarnen sich gut. Von Rüdiger Dingemann
Virtualienmarkt
24.09.2004 Dem Buchmarkt stehen ähnlich revolutionäre Änderungen bevor wie der Musikindustrie.
Samstag, 25.09.2004
Heute in den Feuilletons
25.09.2004 In der Berliner Zeitung erzählt Durs Grünbein, warum er lieber Uwe Lehmann geheißen hätte. In der taz springt Thomas Brussig ins Dunkle. In der SZ kritisiert der chinesische Intellektuelle Zhu Dake die Städtebaupolitik in Schanghai. In der Welt verrät Wim Wenders, warum es ohne die Franzosen in Europa kein Kino mehr gäbe und wen der Papst als Antichrist bezeichnet haben soll.
Bücherschau des Tages
25.09.2004 Mit Kritiken zu Toni Morrison: "Liebe" in der NZZ, Barbara Honigmann: "Ein Kapitel aus meinem Leben" in der NZZ, Ford Madox Ford: "Manche tun es nicht" in der NZZ, Sigrid Damm: "Das Leben des Friedrich Schiller" in der NZZ und Jakob Ejersbo: "Nordkraft" in der SZ.
Montag, 27.09.2004
Heute in den Feuilletons
27.09.2004 Heute ist Gabriele-Goettle-Tag in der taz. Die begnadete Reporterin besucht für ihr monatliches Expertenporträt Regina Geis, die Leiterin der Berliner Außenstelle Nord II der Opferschutzorganisation Weißer Ring. In der Welt spricht der Filmregisseur Errol Morris über seinen Film "Fog of War". Die NZZ besucht den irischen Romancier John Banville zum Werkstattgespräch. Die SZ bringt eine Seite über den Einfluss des Bertelsmann-Konzerns.
Die Buchmacher
27.09.2004 Diese Woche lesen Sie: Warum der Börsenverein die Buchmesse nicht verkaufen darf. Wie der Bertelsmann Club das Potsdamer Abkommen sabotiert. Von Sandra Evertz.
Magazinrundschau
27.09.2004 Der New Yorker sagt den nächsten Irakkrieg an. In Literaturen erklärt Toni Morrison, warum das Leben für die Afroamerikaner nach dem 11. September leichter wurde. Die New York Review of Books erklärt, warum Arafat mit dem Friedensprozess leben kann, aber nicht mit einem Friedensschluss. In Prospect erklärt der Biologe Richard Dawkins, wen man an einer roten Krawatte erkennt. Der Espresso sucht Abu Mussab Al Zarqawi. Le Point bringt ein unveröffentlichtes Interview mit dem Feuerwerker Michel Foucault. Al Ahram wundert sich über Otto Schily. Das New York Times Magazine ortet die Zukunft des politischen Journalismus.
Bücherschau des Tages
27.09.2004 Mit Kritiken zu John Banville: "Caliban" in der NZZ, David Rose: "Guantanamo Bay" in der FR, Silke Scheuermann: "Der zärtlichste Punkt im All" in der SZ, : "Glossar der Gegenwart" in der FR und Detlef Horster: "Was soll ich tun?" in der FAZ.
Medienticker-Archiv
27.09.2004 Heute u. a.: Skandal der Einsamkeit: Adieu!, Rebellin - Ebay tappt bei Sicherheitslücke offenbar im Dunkeln - Medienpreis für kreative Wortschöpfer - Raoul Schrott erhielt Breitbach-Preis - Internet aus Alltag nicht mehr weg zu denken: Nutzer wählen die OnlineStars - Legale Tauschbörse für Bücher geht online - Springer macht ernst + Rüffel-Parade. Von Rüdiger Dingemann
Dienstag, 28.09.2004
Heute in den Feuilletons
28.09.2004 In der FR grübeln Rupert von Plottnitz und Horst Meier über den Wahlerfolg der NPD. Die NZZ schreitet die Massen des neuen Rats für Rechtschreibung ab. Die taz trauert um das deutsche Kaufhaus. In der FAZ erzählt Ralph Rothmann, wie ihm Siegfried Unseld einen Streich spielte. In der SZ fordert der Fundamentaltheologe Johann Baptist Metz mehr Selbstkritik der katholischen Kirche.
Bücherschau des Tages
28.09.2004 Mit Kritiken zu Sabri Mussa: "Affäre halber Meter" in der NZZ, Pierre Michon: "Leben der kleinen Toten" in der SZ, Hartmut Binder: "Kafkas 'Verwandlung'" in der NZZ, Josef Früchtl: "Das unverschämte Ich" in der NZZ und Franz Kafka: "Die Verwandlung. Oxforder Quartheft 17" in der NZZ.
Medienticker-Archiv
28.09.2004 Heute u.a.: Hilflos vor dem Bücherberg - Zuviel Wissen verwirrt nur - Bitte aufhören - Der Araber und das Buch: Mit Peitsche und Schwert - DIN A Bildung - Abschied vom kleinsten gemeinsamen Nenner? - Ein seltsamer Heiliger + Ich glotz TV. Von Rüdiger Dingemann
Meldungen
28.09.2004 Die Welt ist gespannt: Am Samstag wird zum zweiten Mal der Lettre Ulysses Award für literarische Reportage verliehen. Einer der Finalisten, der portugiesische Journalist Paulo Moura hat ein Lager afrikanischer Flüchtlinge vor der Festung Europa besucht. Wir veröffentlichen seine aufsehenerregende Reportage online. Außerdem bringen wir einen Link des Tages über alle nominierten Autoren.
Mittwoch, 29.09.2004
Heute in den Feuilletons
29.09.2004 Popkomm in Berlin, alle streiten über die Radioquote: die Musiker (Ulla Meinecke in der taz, Smudo in der Welt) sind dafür, die Journalisten dagegen. Die FAZ beschreibt den dramatischen Konkurrenzkampf französischer Zeitungen. Die FR fürchtet um die arabischen Vertreter der Zivilgesellschaft.
Bücherschau des Tages
29.09.2004 Mit Kritiken zu Graham Gardner: "Im Schatten der Wächter" in der NZZ, Norman Davies: "Aufstand der Verlorenen" in der NZZ, John von Düffel: "Houwelandt" in der FR, Jonathan Lethem: "Die Festung der Einsamkeit" in der TAZ und : "Egon Eiermann: German Embassy, Washington" in der SZ.
Medienticker-Archiv
29.09.2004 Heute u.a.: Schreiben und verdienen - www.durchschnitt.de - Staat, steh uns bei - Heller Weitblick, manchmal Wehmut, niemals Düsternis und Geschäftsmann auf dem Markt der Ideen - Neues von Goethes Bandscheiben + Alles über meinen Regisseur. Von Rüdiger Dingemann
Donnerstag, 30.09.2004
Heute in den Feuilletons
30.09.2004 In der Zeit beschwert sich Christoph Hein: Nun haben wir schon den Schutzwall aufgemacht, und der Kapitalismus kommt trotzdem nicht. Kein Wunder, dass wir faschistisch wählen! In der FAZ schimpft der Germanist Thomas Anz über Feuilletonisten, die über Germanisten schimpfen. In der Berliner Zeitung versucht sich Gore Vidal an sein großes neues Thema zu erinnern - die Amnesie der Amerikaner. In der FR bekundet Natan Sznaider seine Verzweiflung über die Lage Israels und Palästinas. In der SZ hofft Marilyn Manson, dass den Amerikanern endlich das Lächeln vergeht. In der taz hofft Jeremy Rifkin, dass die Europäer endlich wieder anfangen zu lächeln.
Bücherschau des Tages
30.09.2004 Mit Kritiken zu Patrick Roth: "Starlite Terrace" in der ZEIT, Reinhard Müller: "Herbert Wehner" in der ZEIT, Bettina Gaus: "Frontberichte" in der ZEIT, George Saunders / Lane Smith: "Die furchtbar hartnäckigen Gapper von Frip" in der ZEIT und Tor Seidler: "Danny und der Herr der Spiele" in der ZEIT.
Link des Tages
30.09.2004 Die Welt ist gespannt: Am Samstag wird zum zweiten Mal der Lettre Ulysses Award für literarische Reportage verliehen. Wir suchen Links zu den Themen und den nominierten Autoren.
Medienticker-Archiv
30.09.2004 Heute u. a.: eBay auf dem Prüfstand - Das Wort Demokratie kommt in der US-Verfassung nicht vor - New York Times verklagt US-Justizminister - Nur noch 20 Fehler - Ist Googles Meta-Newsdienst rechtslastig + Amazon und Microsoft verklagen Spammer. Von Rüdiger Dingemann