Perlentaucher - Online Kulturmagazin mit Presseschau, Rezensionen, Feuilleton

zuletzt aktualisiert 10.02.2026, 15.41 Uhr
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Sortiert nach Datum | Rubriken

Montag, 02.10.2023

9punkt - Die Debattenrundschau

Diese Straßenmacht-Erinnerung

02.10.2023 In der FAZ erklärt die - wenn man so sagen kann - russische Autorin Irina Rastorgujewa am Beispiel ihrer Heimat Sachalin, was russische Identität ist. Antirassismus kann zu Rassismus führen, warnt Yascha Mounk in seinem Blog. Die Popularität der AfD in den Neuen Ländern hat auch mit schlecht verarbeiteten Erfahrungen des demokratischen Aufbruchs 1989 zu tun, meint die Historikerin Christina Morina im Tagesspiegel. Journalisten sind nicht besonders links und sollten darauf achten, dieses Narrativ nicht selbst in den Medien zu verbreiten, meint der Medienwissenschaflter Thomas Hanitzsch in der SZ.

Efeu - Die Kulturrundschau

Ihre Körper sind wie Messer!

02.10.2023 Die taz besucht den 6. Berliner Herbstsalon im Gorki Theater, der den postjugoslawischen Raum in den Blick nimmt. Der Guardian bewundert die Wut Shirin Neshats, die in einer Londoner Ausstellung den iranischen Mullahs die Macht der Frauen vorführt. Die Welt verheddert sich in einer hypnotischen Variation von drei Tönen des Musikers Steven Wilson. NZZ und Welt sind uneins über Kilian Riedhofs Verfilmung von Takis Würgers Roman "Stella": Sechs Millionen Holocaustopfer und Riedhof stürzt sich ausgerechnet auf eine jüdische Kollaborateurin, fragt entsetzt die NZZ. Die Welt wüsste hingegen gern, warum der Film nicht auf der Berlinale gezeigt wurde.

Medienticker

Willkommen im Land der Befangenheit

02.10.2023 Adam Soboczynski erzählt von seinem Leben und trauert der Zeit zwischen den Achtzigern und heute hinterher -  Hörtipps: Die goldenen Jahrzehnte haben wir inzwischen hinter uns & Am Tisch mit dem "Zuspitzer" Dirk Oschmann - Der Ebook-Markt wächst + Die neue musikalische Freiheit: Porträt von Bandleaderin Cymin Samawatie. Und viele Hörtipps.

Bücherschau des Tages

Poetische Macht des Traums

02.10.2023 Die FAZ ist beeindruckt von Rijula Das' Roman "Die Frauen von Shonagachi", der ziemlich präzise das Elend der Prostitution in Bangladesch beschreibt. Die NZZ begrüßt freudig die Erstübersetzung von Gedichten Phillis Wheatleys, der ersten schwarzafrikanischen Lyrikerin, die noch vor der Gründung der Vereinigten Staaten von Amerika publizierte.Die SZ empfiehlt einen Architekturführer für Kiew. Die taz liest Sandra Rummlers Graphic Novel "Seid befreit" über das Ende der DDR.

Mittwoch, 04.10.2023

Efeu - Die Kulturrundschau

Alles Finesse

04.10.2023 FAZ und FR schwelgen in einem zähnefletschenden Frankfurter "Figaro". Ein gigantisches Marx-Mosaik wird in Halle ausgerechnet mit Wüstenrot-Geld restauriert, berichtet Zeit Online. Die Welt sieht in einer Bonner Architekturausstellung Berliner Häuser mit den Augen klimpern. Die Literaturkritik trauert um den syrischen Schriftsteller Khaled Khalifa, der sich von den Fundamentalisten dieser Welt die Komik nicht nehmen ließ. Und Teodor Currentzis lässt sich in Russland direkt von Wladimir Putin finanzieren, hat das Badblog herausgefunden.

9punkt - Die Debattenrundschau

Hier wird nichts nachgeplappert

04.10.2023 Die russische Schriftstellerin Natalja Kljutscharjowa erzählt in der NZZ vom Überlebenskampf der verbliebenen Opposition im Land. Vor hundert Jahren wurde der Begriff des "Totalitarismus" geprägt, und eine antitotalitäre Haltung ist aktueller denn je, schreibt Richard Herzinger im Perlentaucher. Can Dündar schreibt in Zeit online über die neue türkische Auswanderungswelle - von der Deutschland profitiert. Und in Amerika ist etwas nie Dagewesenes passiert: Der Sprecher des Repräsentantenhauses wurde abgewählt - erste Kommentare zum Chaos in der amerikanischen Politik.

Medienticker

Die Stasi hörte immer mit

04.10.2023 Der Sänger & Entertainer Gunther Emmerlich im Gespräch - Markenrecht: Facebook-Mutter Meta wird erneut wegen des Namens verklagt - Rundfunkgeschichte: Bertolt Brecht und der Rundfunk + Murdoch-Biograph Michael Wolff der Prophet und die Erfüllung

Bücherschau des Tages

Es bediente Herr Stiller

04.10.2023 Die SZ blättert durch zwei neue Bücher, die Pornografie enttabuisieren wollen: Gute Sache, findet sie, aber es geht leider auch das Anarchische der Sache flöten. Außerdem stellt sie ein neues Kulturmagazin vor: Delfi. Die FAZ lässt sich anregen von Harald Hartungs "Provisorischen Schlüssen". Und mit Drago Jancars Roman "Als die Welt entstand" durchlebt sie eine Dreiecksgeschichte im Slowenien der 60er. Die NZZ versucht dem grauenhaften Panorama der chinesischen Kulturrevolution standzuhalten, das Liao Yiwu vor ihr entfaltet.

Donnerstag, 05.10.2023

Efeu - Die Kulturrundschau

Es werden sämtliche Triggerpunkte gedrückt

05.10.2023 Die Filmkritiker suchen mit Paul Schrader und einem Ex-Neonazi im Garten Eden nach Erlösung. Die FAZ plustert mit Constantin Brancusi im rumänischen Temeswar ihren Bronzeleib auf. Die Welt blickt mit Jean-Michel Landon in Mannheim hinter die Fassaden der Massenbauten in den Pariser Banlieues. In der SZ möchte Matthias Schulz, Intendant der Berliner Staatsoper, seine Schutzfunktion gegenüber Anna Netrebko nicht aufgeben. Dank Yussef Dayes atmet die SZ auf: Polyrhythmen können wir immer noch besser als Maschinen.

9punkt - Die Debattenrundschau

Potenzial zu einer globalen Eskalation

05.10.2023 In der Zeit verzweifelt die Autorin Laura Cwiertnia angesichts der Ereignisse in Bergkarabach: Die Erinnerung an die dort lebenden Armenier wird systematisch ausgelöscht - so wie schon einmal in der Türkei. In der FAZ blickt der russische Soziologe Lew Gudkow deprimiert auf den Zustand der Russen im allgemeinen und der Opposition im besonderen: Ohne eine Aufarbeitung der sowjetischen Vergangenheit werde sich nie etwas ändern, bescheinigt er beiden. In der taz ermuntert der Sozialwissenschaftler Tim Engartner zu mehr Investitionen in die Bahn: Dann klappt das Bahnfahren so gut wie in der Schweiz!

Medienticker

Wir alle fallen

05.10.2023 Den Literaturnobelpreis 2023 erhält der norwegische Autor Jon Fosse - Alexander Bartl über den elektrischen Traum im 19.  Jahrhundert - Monika Maron über ihren neuen Roman "Das Haus" (+ eine Rezension von Jörg Magenau) - Klützer Kulturnacht. Ein Spaziergang zu Uwe Johnson - Normalitas Bavariae: Die Jammer-Bayern oder im Freistaat hat man ganz eigene Vorstellungen davon, was anständig, normal oder gar witzig ist ....  Aus dem Alphabet des bürgerlichen Klassenhasses +  "Soziale Medien sind Ursache und Lösung", meint Sascha Lobo.

Bücherschau des Tages

Realitätsbezüge sollte man keine suchen

05.10.2023 Dlf Kultur zieht mit Monika Marons "Das Haus" in eine Alten-WG auf dem Land, in der das Feuer immer näher rückt. Die FAZ liest mit Dennis Coopers "Ich wünschte" einen Millenialroman, der eher die Möglichkeiten der Literatur austestet als die der Liebe. Die FR empfiehlt das Prosadebüt Amir Gudarzis, der in großer Klarheit vom konfliktreichen Leben eines iranischen Asylbewerber in Österreich erzählt. Die Zeit liest fassungslos das gemeinsame Buch von Franz Xaver Kroetz und Marie Theres Relin.

Freitag, 06.10.2023

9punkt - Die Debattenrundschau

Weder Autorität noch Heiligkeit

06.10.2023 Die Deutschen sind die Gewinner von gestern und darum die Verlierer von heute, sagt Ivan Krastev in einem Gespräch mit Robert Habeck im Spiegel. Das in Dänemark geplante Gesetz gegen Koran-Verbrennungen geht über das vor wenigen Jahren abgeschaffte Blasphemiegesetz sogar noch hinaus, fürchtet die NZZ. Die Ruhrbarone untersuchen das segensreiche Wirken der Mercator-Stiftung. In Ravensbrück waren nicht nur Frauen eingesperrt, sondern auch Männer, darunter viele Homosexuelle. Eine Ausstellung erinnert daran - die taz rät zum Besuch.

Efeu - Die Kulturrundschau

Enigmatische Mitteilungen

06.10.2023 Der Literaturnobelpreis für Jon Fosse kam etwas unerwartet. Und älter, weißer und männlicher ging's auch nicht. Aber die Literaturkritiker sind dennoch zufrieden: atemberaubendes sprachliches Rhythmusgefühl bescheinigt ihm die taz. Die Welt geht sehr gern mit ihm auf Sinnsuche in die Grenzregion des Poetischen. Die FAZ würdigt ihn als Meister der Schwarzmalerei. Die FR freut sich schon, ihn für sich entdecken zu können. Außerdem: Ihr habt keine Chance, aber nutzt sie, ermuntert Dominik Graf laut Artechock den deutschen Filmnachwuchs. FR und Berliner Zeitung freuen sich über die neue Wertschätzung von DDR-Malern wie Willi Sitte und Eric Keller.

Medienticker

Literatur des Unsagbaren

06.10.2023
Aktualisiert: Hörtipp: Italo Calvino und die Suche nach einer unsterblichen Literatur - Übersetzer Hinrich Schmidt-Henkel stellt den neuen Roman "Der neue Name" aus der Heptalogie-Reihe von Jon Fosse vor  + Der Friedensnobelpreis 2023 geht andie  iranische Frauenrechtlerin Narges Mohammadi + TV+Hörtipps für das Wochenende ...

Bücherschau des Tages

Hinreißend knapp, liebevoll und leise

06.10.2023 Die taz blickt mit José-Louis Bocquets und Catel Mullers Graphic Novel über die Filmpionierin Alice Guy in die Filmgeschichte um die Jahrhundertwende. Die SZ ist ganz verliebt in David Grossmans zweites Kinderbuch über die Beziehung zwischen einem Enkel und seinem Opa. Dlf Kultur staunt, wie reich ihn der Blick Heinrich August Winklers auf das Verhältnis der Deutschen zur Revolution beschenkt. Mit Frank Witzel driftet er in Bernhard'sche Satzkaskaden ab.

Samstag, 07.10.2023

Efeu - Die Kulturrundschau

Jede seiner Figuren schweigt anders

07.10.2023 Die SZ begeistert sich für Wes Andersons unsagbar kluge Verfilmung von Roald-Dahl-Geschichten. In der FAZ trauert die Schriftstellerin Iris Hanika um die Musen, die derzeit Zwangsarbeit in Russland verrichten. Die FAS fragt entsetzt, warum amerikanische, deutsche, italienische und französische Verlage so gar kein Problem mit dem Antisemitismus von Bernardo Zannonis Tierfabel "I miei stupidi intenti" haben. Die Welt geht mit der britischen Künstlerin Sarah Lucas Spaghetti Bolognese frühstücken. Und: Die Theaterregisseure Thomas Ostermeier, Marius von Mayenburg und Falk Richter erinnern sich an ihre erste Begegnung mit Literaturnobelpreisträger Jon Fosse.

9punkt - Die Debattenrundschau

Das linksbürgerliche Verdrängen

07.10.2023 Unter anderem die taz würdigt den heroischen Einsatz der Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi für die Demokratie im Iran. Die Welt fragt, ob Elon Musk mit seiner Twitter-Übernahme einem rechtsextremen und antisemitischen Szenario folgt. Es ging im bayerischen Wahlkampf um fast nichts, aber dafür in immer schärferer Polarisierung, beobachtet die FAZ. Die SZ porträtiert den Medienmanager Mark Thompson, der CNN ins Streaming-Zeitalter bugsieren soll. Mit Faschismus-Vergleichen kommt man nicht weiter, schreibt Hedwig Richter ebenfalls in der SZ mit Blick auf den neuen Rechtsextremismus.

Bücherschau des Tages

Besserer Sex für alle

07.10.2023 Die FAZ liest Daniel Kehlmanns Roman über G.W. Pabst. Und lernt von Johannes Ehrmann, welche Rolle eine deutsche Familie bei der Gründung der USA spielte. Die FR lernt mit Sylvie Schenk "Maman" kennen. Die NZZ denkt mit Miranda Fricker über "Epistemische Ungerechtigkeit" nach. Der Dlf nistet sich mit Thomas Lehrs Außerirdischen in das Hirn von Manfred ein. Die SZ lernt aus zwei neuen Büchern von Manon Garcia und Johannes Kleinbeck, warum Sex nicht nur Privatsache ist.

Montag, 09.10.2023

9punkt - Die Debattenrundschau

Ein neues Trauma

09.10.2023 Der sadistische Spaß, den die Terroristen bei ihren Verbrechen zeigen, soll unterstreichen, dass Juden auch in ihrer Heimat Opfer von Pogromen werden können. Die Medien und die sozialen Medien versuchen den Schock zu verarbeiten, den diese Verbrechen in Israel und der Weltöffentlichkeit auslösen. Zugleich versuchen erste Kommentare die neue Weltlage zu verstehen.

Efeu - Die Kulturrundschau

Endlich wieder Menschenopfer in Athen!

09.10.2023 Die FAZ erlebt ein "Maximum an künstlerischer Originalität" in der Werkschau des georgischen Malers Niko Pirosmani, die die Fondation Beyeler ausgerichtet hat. Die NZZ bewundert im Strauhof Zürich wilde, anarchische und bösartige Kinder - . zumindest in der Literatur. Die nachtkritik hat wenig Freude an Tina Laniks Inszenierung von Nino Haratischwilis "Phädra, in Flammen": zu viel Herzschmerz. Die taz stellt die ukrainische Modedesignerin Irina Dzhus vor. Die FAZ verneigt sich vor dem Bluesmusiker John Fahey.

Medienticker

Die glücksberaubten Pinguine

09.10.2023 Hörtipp: Und wieder hat der Bestsellerautor & Meister der arabischen Erzählkunst, Rafik Schami, einen neuen Roman vorgelegt: "Wenn Du erzählst, erblüht die Wüste" - Michael Köhlmeiers Huldigung im Gepräch an die künstlerische Schönheit & über prägende Werke - Reform der Öffentlich-Rechtlichen: Wenn der BR fällt, fallen alle + Ausstellungsbericht über Katja Novitskova in Siegen

Bücherschau des Tages

Von schwachen Drehbüchern genervt

09.10.2023 Die taz liest Daniel Kehlmanns neuen Roman "Lichtspiel" über den Regisseur G.W. Pabst, der aus dem Exil nach Deutschland zurückkehrte, um unter den Nazis Filme zu drehen, mit gemischen Gefühlen. Die NZZ besucht mit Oliver Schulz die "Neue Weltmacht Indien". Gaia Vince mag ein Star der neuen Öko-Publizistik sein - die SZ will bei ihrem Vorschlag, den Klimawandel mit Atomkraft zu bekämpfen, nicht mitmachen. Viel lieber ist der SZ Jürgen Resch von der "Deutschen Umwelthilfe", der in "Druck machen!" seinen Kampf gegen die Lobbys schildert.

Dienstag, 10.10.2023

Efeu - Die Kulturrundschau

Das Wort bannt die Wirklichkeit

10.10.2023 Nach den Anschlägen auf Israel herrscht in der hiesigen Kunst- und Clubszene "ohrenbetäubendes Schweigen". Kein Wunder, wenn man BDS-Sympathisanten und Antisemiten in die Institutionen lässt, notieren taz und Welt. Die FAZ nimmt Salman Rushdies angekündigten Besuch auf der Frankfurter Buchmesse zum Anlass einer literarischen Würdigung. Im c/o Berlin entdeckt sie Schönheit, die wehtut in den Fotografien von Mary Ellen Mark. Essen ist zu beneiden, ruft die SZ nach dem Saisonauftakt am dortigen Schauspielhaus.

9punkt - Die Debattenrundschau

Und jetzt? Das Schweigen

10.10.2023 Nach wie vor okkupieren die Ereignisse in Israel unsere ganze Aufmerksamkeit - und wieder können wir nicht einen konzisen Überblick liefern, sondern viele Splitter, die versuchen, wenigstens den Moment ein wenig einzufangen. Es gibt viele Reaktionen auf Reaktionen: FAZ-Herausgeber Jürgen Kaube ist zornig, unter anderem über die eiskalten Öffentlich-Rechtlichen. Sollen wir die Bilder zeigen, fragt Deniz Yücel, in der Welt? Ja, wir sollen. Die BBC und die Washington Post zeigen, wie man mit den Videos umgehen kann. Der Streit setzt sich auch auf Berliner Straßen fort, protokolliert unter anderem die Berliner Zeitung. Spiegel online resümiert: 900 Israelis sind gezählt, die von den Hamas-Terroristen umgebracht wurden. Nicht nur Israel war abgelenkt, schreibt Ayaan Hirsi Ali in Unherd, wir waren es.

Magazinrundschau

Shiva war ein Kiffer

10.10.2023 Warum war Netanjahu so vertrauensselig gegenüber der Hamas, fragt der Militärhistoriker Edward Luttwak in Tablet. Der New Yorker fürchtet den Fischhunger der Chinesen. Harper's würde sich gern einen legalen Joint in Nepal drehen. Der Chronicle hält fest: Identitätspolitik ist keine Frucht der Postmoderne, sondern des Nationalismus. Somalier würden wohl widersprechen, lernt man in Africa is a Country. Rest of World wirft einen Blick auf die Lage der Feministinnen in China. Die New York Times erzählt, wie in Mexiko der Journalismus zerstört wird.

Medienticker

Frieden im Krieg

10.10.2023 Helmut Böttiger über Daniel Kehlmann: Sein neuer Roman "Lichtspiel" erscheint heute - Offener Brief gegen die Schließung der französischen Goethe-Institute - Deutsch-Israelische Literaturtage in Berlin abgeagt  - Israel: Bilder und Videos, vorsichtig abwägen - Branchen-Monitor Buch September: Höhere Preise, geringere Absätze zeigt die Neunmonats-Bilanz +  Vor 60 Jahren starb Edith Piaf.

Bücherschau des Tages

Godzilla im Kopf

10.10.2023 FAZ und Dlf empfehlen Günther Seuferts und Christopher Kubasecks kompakten Überblick zu den aktuellen Krisen in der Türkei. Die FAZ heilt außerdem  ihre von schnöder Gegenwartsliteratur gebeutelte Seele mit Marion Poschmanns "Chor der Erinnyen". Die FR bricht mit Evelyn Roll das familiäre Schweigen. Die SZ lässt sich mit Thomas Hettche durch ein Reich der Mythen treiben. Und die taz taucht mit Francesca Cartier Brickell in die Geschichte der Cartier-Dynastie.

Mittwoch, 11.10.2023

Efeu - Die Kulturrundschau

Die Stille ist doch laut

11.10.2023 Ausgerechnet die deutschen Theater, die sonst so groß sind in Solidaritätsbekundungen, im Mahnen und Einmischen, vermeiden Solidaritätsbekundungen mit Israel, stellt die nachtkritik fest. Kaum auszuhalten findet es die taz, dass Adania Shibli auf der Frankfurter Buchmesse für ihren Roman "Eine Nebensache" der "Literaturpreis 2023" verliehen werden soll, obwohl er antisemitische Narrative bedient. Wer ethische Leitlinien sucht, sollte sich besser an die Literatur als an die Religion halten, empfiehlt Salman Rushdie im Tagesspiegel.

9punkt - Die Debattenrundschau

Dieser alptraumhafte Moment

11.10.2023 Die Zahl der von Hamas umgebrachten israelischen Zivilisten steigt laut New York Times auf über tausend. Die Namen der Orte mit den schlimmsten Massakern sind das Nova-Musikfestival, der Kibbuz Be'eri und der Kibbuz Kfar Aza. "Der ultimative israelische Albtraum ist Hilflosigkeit", schreibt der israelische Politologe Yossi Klein Halevi in Atlantic. Aber er hofft, dass die Ereignisse das Land zusammenschweißen. Israel steht vor dem größten moralischen Dilemma seit seiner Gründung, schreibt Ronen Steinke in der SZ. In der FAZ macht Amin Maalouf auf einen Unterschied zu 1973 aufmerksam: Die arabischen Staaten halten sich raus. In der Welt attackiert Mirna Funk jene Linke, die jetzt ausnahmsweise mal keine Worte findet.

Medienticker

Hörst du, was da tönt?

11.10.2023 100 Jahre Radio - Annette Pehnt erhält Großen Preis des Deutschen Literaturfonds - U2 erinnert an Festival-Opfer in Israel & Lizzie Doron fühlt sich an einen weiteren Holocaust  erinnert + Lothar Struck über den Kärtner Slowene Florjan Lipuš und seinen Roman "Die Verweigerung der Wehmut".

Bücherschau des Tages

Aufschrei einer gequälten Seele

11.10.2023 Die FAZ blickt entgeistert auf Max Porters Teenager Shy - so nah ist sie einem Systemsprenger vielleicht noch nie gekommen. Die SZ versucht mit Daniel Kehlmanns Pabst-Roman "Lichtspiel" warm zu werden. Die FR erkennt mit Anne Rabes "Die Möglichkeiten von Glück" die Schattenseiten der DDR. Dlf Kultur findet das Glück in Philip Waechters Bilderbuch "Weltreise mit Freunden".

Donnerstag, 12.10.2023

Efeu - Die Kulturrundschau

Wir sind gefordert, uns einzumischen

12.10.2023 FAZ und SZ verteidigen Adania Shiblis Roman "Eine Nebensache" gegen den Vorwurf des Antisemitismus: "Lesarten sind Interpretationen, noch keine Tatsachen", meint die FAZ. In der Zeit möchte Jon Fosse vollkommen hinter seinem Werk verschwinden. Die taz findet in Dresden Trost in den surrealen Kabinetten von Orhan Pamuk. Die SZ lässt sich in Wolfsburg von Kapwani Kiwangas Farben manipulieren. Ist das noch Pollesch, fragt sich die nachtkritik nach dessen Fantomas-Inszenierung an der Volksbühne. Und die Zeit erschrickt vor der "klirrenden Kälte", die ihr nach dem Hamas-Massaker aus der hiesigen Clubszene entgegenweht. 

9punkt - Die Debattenrundschau

Endlose Schande

12.10.2023 Esther Schapira schreibt in der Jüdischen Allgemeinen über Vivian Silver, eine überzeugte Pazifistin, die sich in Gaza für palästinensische Frauen einsetzte. Sie gehört heute wohl zu den Geiseln. Ofer Waldman, ehemaliger Hornist des West-Eastern Diwan Orchestra, spricht aus, was ihm heute mit am meisten wehtut: "Das Schweigen fast aller palästinensischer Freundinnen und Freunde." Warum, fragt Philipp Peyman Engel im Tagesspiegel, rufen die Leute immer nur "Free Palestine" und nie "Free Palestine from Hamas"? Die einzige Chance auf eine dauerhafte Lösung besteht darin, den radikalen Islam zu besiegen, sagt Alain Finkielkraut in der Welt. Es gibt keine mildernden Umstände für linken oder muslimischen Antisemitismus, hält Armin Nassehi in der Zeit fest.

Medienticker

PressReader

12.10.2023 Florian Werner zur Kulturgeschichte der Zunge - Slowenien auf der Frankfurter Buchmesse: Das Land mit der dichtesten Dichte an Dichtern - Engagierte Literatur: Mit der Schreibmaschine die Welt retten & Kann Literatur Krisen prophezeien? - Video-Streaming: ARD+ZDF verschränken Mediatheken-Inhalte - New York Times will mit PressReader internationale Reichweite steigern - Nach dem Terror der Hamas: Deniz Yücel über die Grenzen der Meinungsfreiheit auf deutschen Demos

Bücherschau des Tages

Literarische Fieberträume

12.10.2023 Vielleicht keine anspruchsvolle Literatur, aber doch ein Zeitdokument liest die FAZ mit Hans Flesch-Brunningens 1939 im englischen Exil erschienenen Roman "Maskerade". Die NZZ empfiehlt wärmstens die von Daniel Leese und Shi Ming herausgegebenen Schlüsseltexte zum "Chinesischen Denken der Gegenwart". Der Dlf lässt sich von Dulce Maria Cardoso mit "Eliete" in das ganz normale Leben einer portugiesischen Hausfrau einführen. Außerdem haben wir die Literaturbeilage der Zeit ausgewertet, alle Notizen finden Sie hier. Besonders hervorgehoben sei die Hymne auf Viktor Jerofejews neuen Roman "Der Große Gopnik".

Freitag, 13.10.2023

Efeu - Die Kulturrundschau

Mozart, Matrose, Zylinder-BH

13.10.2023 Die taz berichtet über einen Kongress des Instituts für Neue Soziale Praktik, der die antisemitische Kritik an Israel in der Kunstszene aufs Korn nimmt. Die SZ fragt sich in einer Hamburger Otto-Dix-Ausstellung: Wo bleibt sein Opportunismus? Die NZZ feiert die sinnlichen Qualitäten des italienischen Kinos mit Alice Rohrwachers "La Chimera". Die Theaterkritiker amüsieren sich mit Tanz und mit hundert Millionen Svarowski-Kristallen besetzten Gaultier-Kostümen in der neuen  Friedrichstadtpalast-Revue "Falling in Love". In der taz erinnert der israelische DJ Moscoman die zum Terror der Hamas schweigende Clubszene: Es hätte auch sie treffen können.

9punkt - Die Debattenrundschau

Der Rand des Abgrunds

13.10.2023 Die Welt hat Angst vor diesem Freitag. Die israelische Armee ruft die Bewohner des nördlichen Gaza-Streifens auf, ihn in Richtung Süden zu verlassen. Die Bilder, die aus dem Gaza-Streifen kommen, sind grauenhaft. In der taz schildert der Militärsoziologe Yagil Levy das tragische Dilemma der israelischen Armee. In Deutschland fürchtet man nach Aufrufen der Hamas zu neuer Gewalt Demonstrationen und Attentate: Wo bleibt das Zeichen der Solidarität der Mehrheitsgesellschaft auf den Straßen, fragt die Jüdische Gemeinde. In Paris feiern Tausende die Morde der Hamas.

Medienticker

Zeit finden

13.10.2023 Aktualisiert: Literaturnobelpreisträgerin Louise Glück ist tot - Vom Punk zum Soziologen: Aladin El-Mafaalani im Gespäch über Bildung, Integration & Rassismus -  Alfred Kerr: Geistreich und gehasst - Barbi Markovic über großen und kleinen Horror in Wien - Terror in Israel: Wie reagiert die Buchmesse auf den Angriff? Interview mit Juergen Boos + Die wuchernde Verwestlichung der Welt + Die Hörfunk+TV-Tipps für das Wochenende.

Bücherschau des Tages

Geballte Fäuste und zarte Fingerchen

13.10.2023 Als wertvollen Beitrag zum Verständnis Israels und des Nahost-Konflikts würdigt der Dlf Saul Friedländers Tagebuch "Blick in den Abgrund". Mit Sarah Bakewell begibt er sich auf eine tour d'horizon durch die Geschichte des humanistischen Denkens. Die SZ blickt mit Norbert Frei auf die Bundespräsidenten und die NS-Vergangenheit. Die FAZ denkt mit Armin Nassehi frisch über "Gesellschaftliche Grundbegriffe" nach. Als "Nummernrevue der Verluste" empfiehlt die NZZ Erzählungen von Isolde Schaad.

Samstag, 14.10.2023

Efeu - Die Kulturrundschau

Stimmig, kostbar, seltsam und schräg

14.10.2023 Gut, dass Salman Rushdie den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhält, meint die taz. Aber gerade jetzt hätte die Jury auch würdigen können, dass Rushdie mit den "Satanischen Versen" eines der wichtigsten Bücher des 20. Jahrhunderts geschrieben hat. Auf Zeit Online betont der polnische Fotograf Rafal Milach die Bedeutung linker Protestkultur in Polen, nur: Die katholische Kirche ist immer mächtiger. Der Tagesspiegel lernt in der Berliner AdK, dass die Masse allen verbauten Betons bald die weltweite Biomasse übertrifft. Die amerikanische Lyrikerin Louise Glück ist gestorben, melden die Zeitungen.

9punkt - Die Debattenrundschau

Und schleuderte einen Stein

14.10.2023 Für die taz gibt es keine Alternative: "Die Hamas muss jetzt zerstört werden." Das Trauma wird Israel für immer verändern, schreibt Eva Illouz in der NZZ. In der SZ sagt der Nahosthistoriker Eugene Rogan voraus, dass die Hamas für ihr Morde in der arabischen Welt "trotzige Anerkennung" bekommen wird. Die Mordaufrufe der Hamas für den gestrigen Freitag hatten Wirkung: In Frankreich wurde der Lehrer Dominique Bernard erstochen. In Berlin sind jüdische Kinder gestern zuhause geblieben - aus Angst vor Angriffen. Auch jene Feuilletondebatten, die die letzten Jahre dominierten, stehen in neuem Licht: Kann es sein, dass die "Weltoffenheit" genozidalen Diskursen galt? Die Aufarbeitung beginnt.

Bücherschau des Tages

Wodka zur Brotzeit

14.10.2023 Die taz erfährt von Julia Bernstein, dass Juden in Deutschland oft mit Überforderung begegnet wird. Die FAZ greift zu Erzählungen des jiddischen Autors Dovid Bergelson, der ihr unter anderem von sowjetischer Siedlungspolitik erzählt. Außerdem empfiehlt sie zwei Bände zum Thema Klimawandel und Demokratie. Dlf und NZZ sind sich uneins über Thomas Hettches Roman „Sinkende Sterne“: Eine „klugen Abgesang auf die Postmoderne" liest die NZZ, ein bisschen viel des Guten, meint der Dlf. Außerdem habe wir bereits die Literaturbeilagen von Welt und FAS zur Buchmesse ausgewertet: Hervorzuheben sind Hymnen auf Daniel Kehlmanns neuen Roman und Georgi Demidows Roman "Fone Kwas oder der Idiot".

Montag, 16.10.2023

9punkt - Die Debattenrundschau

Israelis, die zufällig Juden sind

16.10.2023 FAZ und taz betrachten den Nahostkonflikt von Ägypten, Iran und Libanon aus. Der Tagesspiegel staunt über die Geschwindigkeit, mit der die Brandmauern bei der extremen Linken fallen, sobald es um Israel geht. Im Observer fragt Howard Jacobson alle jene, die Israel eine Mitschuld an den Terrorattacken der Hamas geben: Galt "victim blaming" für die Linke nicht immer als Verbrechen? Die NZZ erinnert daran, wie klarsichtig Friedrich Dürrenmatt schon in den Siebzigern palästinensischen Terror benannte. Und Zeit online begrüßt die historische Wahl in Polen.

Efeu - Die Kulturrundschau

Zwischen den Gedichten

16.10.2023 Die Feuilletons trauern um Literaturnobelpreisträgerin Louise Glück: Die FAZ umarmt mit ihr das Nichts als stofflichen Wert des bedeutsamen Gedichts, die FR feiert ihr Genie der Einfachheit. Die Nachtkritik erlebt mit Johan Simons "Die Brüder Karamasow" in Bochum einen monumentalen Abend der großen Fragen. Die FAZ stellt fest: Franz von Assisis Ideen sind heute aktueller denn je, genauso wie die Kunstwerke, die ihn zeigen.

Medienticker

Seelenblinden

16.10.2023 Linguistik und Generationskonflikt: Rezo über das Meme' Ok, Boomer' - Ausstellung, Künstler, Skulptur: Alicja Kwade in Duisburg .

Bücherschau des Tages

Das Mysteriöse im Bekannten

16.10.2023 Dlf Kultur entdeckt freudig das Werk des slowenischen Zwischenkriegs-Autoren Slavko Grum, der von den Wechselwirkungen von Liebe und Gewalt erzählt. Außerdem erkundet er mit den Aufzeichnungen des Autors und "obsessiven Wanderers" Hans Jürgen von der Wense das ganze Universum im Kleinen. Die FAZ bekommt mit einer hervorragenden Hörspielfassung von F. Scott Fitzgeralds "The Great Gatsby" Lust auf ausschweifende Parties. Die SZ empfiehlt zwei Bände, die die Probleme der deutschen Politik, aber auch Lösungswege aufzeigen.

Dienstag, 17.10.2023

9punkt - Die Debattenrundschau

Es geht allein um das Töten von Juden

17.10.2023 Der Mord an über tausend israelischen Zivilisten lässt sich weder als Widerstand noch als Dekolonisierung rechtfertigen, stellt der israelische Soziologe Natan Sznaider in der FAZ klar. Das sehen Demonstranten und einige Politiker in Europa und Lateinamerika anders, berichtet die taz, während ihr die "Yallah Intifada"-Rufe um die Ohren fliegen. Auch die israelischen Intellektuellen Omri Boehm und Omer Bartov kritisieren vor allem Israel: Wer bei den Massakern der Hamas von Pogromen spricht, verweigert sich der politischen Analyse, erklärt Bartov in der FR. Und Boehm wirft seinen Landsleuten "Verleugnung der Realität" vor. Die FAZ fragt: Wie lassen sich die Menschen in Palästina und Israel von der Hamas befreien? Außerdem: Im Guardian gratuliert Timothy Garton Ash der polnischen Opposition zum Wahlerfolg.

Efeu - Die Kulturrundschau

Gedankenreiche Paradoxie

17.10.2023 Tonio Schachinger erhält für "Echtzeitalter" den Deutschen Buchpreis 2023. ZeitOnline ist begeistert, die übrigen Kritiker zürnen zumindest nicht. Ein gutes Buch zur falschen Zeit, findet die Welt. Im Freitag spricht der slowenische Schriftsteller Drago Jančar darüber, warum in seinen Romanen zwar der Zweite Weltkrieg eine Rolle spielt, aber nicht der Zerfall Jugoslawiens. Bei dem am Samstag ermordet aufgefundenen iranischen Regisseur Dariusch Mehrdschui sind zuletzt offenbar Morddrohungen eingegangen, schreiben taz und FAZ.

Magazinrundschau

Die Vögel des Friedens weinen in Käfigen

17.10.2023 Die London Review versucht den Konflikt um die Republik Arzach in Bergkarabach aufzudröseln. Himal hört, wie sich die alltägliche Entrechtung der Paschtunen in Pakistan in ihrer Lyrik niederschlägt. Die komische ungarische Gegenwart ist fantastischer literarischer Stoff, versichert Lajos Parti Nagy in HVG. Es wird niemals eine Entputinisierung in Russland geben, fürchtet Michail Schischkin in Desk Russie. In Quietus erklärt Thurston Moore von Sonic Youth, wie man stilvoll ausverkauft. Der New Yorker erforscht das äußerst lukrative Geschäft mit CO2-Kompensationen.

Medienticker

Gefallener Engel

17.10.2023 Hörtipps: Mit Dylan Thomas unter dem Milchwald, vor 50 Jahren starb Ingeborg Bachmann & Ein Spaziergang mit ihrem Bruder Heinz durch Klagenfurt + Geborgensein im Suchen: Eine Begegnung mit der Schriftstellerin Ilse Helbich - Richard David Precht, der ewige Schwätzer liegt einmal mehr falsch, meint Jürgen Kaube.

Bücherschau des Tages

Party im Literatenmilieu

17.10.2023 Die FR erkundet mit Amanda Petrusichs Buch "Um keinen Preis verkaufen" die faszinierende Welt der Schellack-Schallplatten-Sammler. Die FAZ empfiehlt Martin Mainkas erhellendes Buch über die ambivalente Funktion von Transparenz im politischen Raum. Außerdem steigt sie begeistert ein in Sarah Bakewells Humanismus-Wimmelbuch "Wie man Mensch wird", fragt sich am Ende aber, wo der Posthumanismus bleibt.

Mittwoch, 18.10.2023

9punkt - Die Debattenrundschau

Das humanitäre Gewissen des Westens

18.10.2023 Der Historiker Arie M. Dubnov geht in der FAZ hart mit der israelischen Regierung ins Gericht, die die eigene Bevölkerung nicht geschützt habe. Die Ruhrbarone raten den Unterstützern der Hamas, mal einen Blick in deren "Charta" zu werfen: Wer kann diesen antisemitischen Irrsinn gutheißen? Die Palästinenser hätten sich schon längst von der Hamas emanzipieren können, ruft Mirna Funk in der NZZ. Natalie Amiri fordert Deutschland in der SZ auf, endlich politische Konsequenzen daraus zu ziehen, dass Iran Terror in Milliardenhöhe finanziert.

Efeu - Die Kulturrundschau

Divers kuratiert

18.10.2023 Die Frankfurter Buchmesse hat eröffnet: Israel sollte eigentlich Ehrengastland werden, findet die FAZ. Slavoj Zizek hingegen wirbt in seiner Eröffnungsrede um Verständnis für die Palästinenser. Auch die Debatte um Meinungsfreiheit zündet weiter: Im Fall der verschobenen Preisverleihung für die Autorin Adiana Shibli sieht Ilija Trojanow in der taz tribale Selbstgerechtigkeit am Werk. Die Welt wiederum fragt, wie divers der Literarische Herbst in Leipzig ist, wenn Alice Schwarzer wie gefordert ausgeladen wird. Die FAZ begeistert sich für rotierende Totenschädel in einer Londoner Frans-Hals-Ausstellung. Die NZZ begutachtet nigerianische Architektur auf dem Wasser.

Medienticker

Debüts

18.10.2023 Konzerte im Wohnhaus von Jean Sibelius mit Werken von Sebastian Hilli, Jean Sibelius & Outi Tarkiainen - Live von der Frankfurter Buchmesse mit Frank Meyer im Gespräch und Charlotte Gneuß, Valery Tscheplanowa  & Necati Öziri über ihre Debüts sowie Stephanie Oppens Messesplitter über slowenische Debüts - Wir sehen zu viel, zu schnell, zu unmittelbar und zu direkt, meint Bernhard Pörksen über Vernetzung, die verstört - In den nächsten zwei bis fünf Jahren wird KI verlässlich, weiß Bill Gates

Bücherschau des Tages

Sein Streicheln ist wie Kokain

18.10.2023 In der SZ empfiehlt der Dichter Nico Bleutge wärmstens einen Band mit slowenischer Lyrik des 20. und 21. Jahrhunderts: "Mein Nachbar auf der Wolke" - und man glaubt es sofort von einem Land, in dem jährlich 300 Gedichtbände erscheinen. Die NZZ schiebt gleich noch Tomaz Salamuns spektakulären Gedichtband "Steine aus dem Himmel" hinterher, für dessen Assoziations- und Anspielungsfuror man jedoch starke Nerven braucht. Die taz lernt eine wahrhaft beängstigende Mutter kennen in Rachel Yoders "Nightbitch".  Dlf Kultur analysiert mit der Psychotherapeutin Philippa Perry vertrackte Lebensdilemmata.

Donnerstag, 19.10.2023

9punkt - Die Debattenrundschau

Zögerliche Solidarität

19.10.2023 Slavoj Zizek sorgte auf der Frankfurter Buchmesse mit seiner Rede für einen Eklat: In dieser Situation der kühle Analytiker sein zu wollen ist für einen Philosophen verständlich, für einen aufmerksamen Menschen naiv, meint die SZ. Die Zeit fragt, warum die postmoderne Linke so offensichtlich ein Problem damit hat, das Hamas-Massaker an Israelis zu verurteilen. Die taz weist daraufhin, dass die Algorithmen der sozialen Medien dabei helfen, die Propaganda der Hamas zu verbreiten.

Efeu - Die Kulturrundschau

Wesen mit Besenfrisur

19.10.2023 Die abgesagte Preisverleihung an Adania Shibli sorgt weiter für Wirbel. In der taz greift Julia Hubernagel die Verteidiger der Autorin an: Möglich, dass Shibli nicht mehr gar so krasse Anti-Israel-Positionen vertritt wie früher; aber warum schweigt sie jetzt? Martin Scorseses "Killers of the Flower Moon" begeistert die Kritiker durch Opulenz, Bildgewalt und Rassismuskritik. Nur der Tagesspiegel findet, der Film hätte etwas mehr Critical Race Theory vertragen. Außerdem trauert das Feuilleton um die Jazzmusikerin Carla Bley und den Architekturkritiker Wolfgang Pehnt.

Medienticker

Satire darf nicht nach unten treten

19.10.2023 Bremst Bürokratie die Wirtschaft aus? - Von der Buchmesse im Gespräch mit Urban Priol, Elke Heidenreich, Elke Schlinsog & die Erfinderin überirdischen Glücks  - Merian kehrt als Premium-Magazin zurück - Die Pianistin und Komponistin Carla Bley ist tot: Ihre Musik vereint Rock, Jazz und Musiktheater: Ihr letztes Album "Life goes on" hat sie gemeinsam mit dem Saxophonisten Andy Sheppard und ihrem Lebensgefährten, dem Bassisten Steve Swallow 2020 veröffentlicht + Die Donaueschinger Musiktage starten heute unter neuer Leitung von Lydia Rilling.

Bücherschau des Tages

zählt denn kein sternenbild auf papier?

19.10.2023 Der Dlf stürzt sich glücklich mit Arno Rautenberg in den "sekundenfrühling". Die FAZ liest gerührt Maria Kuncewiczowas Geschichten aus dem Weichselstädtchen Kasimierz Dolny, kurz bevor die Nazis der anmutigen Idylle ein Ende machten. Die Zeit empfiehlt wärmstens Tonio Schachingers "Echtzeitalter": So schön ignoriert niemand den Zeitgeist. Die SZ erhört Armin Nassehis Ordnungsruf zu "Gesellschaftlichen Grundbegriffen".

Freitag, 20.10.2023

Efeu - Die Kulturrundschau

In Schweiß gebadet von der Jubel-Permanenz

20.10.2023 Permanente Polizeibewachung und angespannte Stimmung auf der Buchmesse: Der Hamas-Terror und der Fall Shibli sind die bestimmenden Themen, auch bei ZeitOnline. Die SZ ist genervt von Verlagen, die sich in den sozialen Medien als infantil jubelnde Marktschreier betätigen. Mit dem Opernmonstrum "Die Frau ohne Schatten" von Richard Strauss hat die Lyoner Oper einiges gewagt - und gewonnen, schreibt die mitgerissene nmz. Dass Schriftsteller ihr Leben gerne wie eine ihrer Geschichte inszenieren, lernt die FAZ in einem Doku-Film über John Le Carré. Der Standard empfiehlt außerdem die Einnahme von Halluzinogenen für den vollen Krautrock-Hörgenuss.

9punkt - Die Debattenrundschau

Zwei Gedanken gleichzeitig

20.10.2023 Der Filmdienst fragt sich, wie man mit den Bildern umgehen soll, die die Hamas von ihrem Massaker publiziert: Man kann eigentlich nur davon erzählen, nicht sie zeigen. Die FAZ notiert, dass die Hamas die Bilder zwar selbst ins Netz stellt, gleichzeitig aber behauptet, nie israelische Zivilisten angegriffen zu haben. Diese Bilder haben einen Zweck, erklärt der Soziologe Stefan Malthaner auf Spon: Sie spiegeln die eigene Macht in der Angst des Opfers. Die taz beklagt mangelndes Mitgefühl in Deutschland für die Palästinenser. Die NZZ versucht den Zivilisationsbruch zu verarbeiten, der in dem Massaker liegt. Im Guardian freut sich der polnische Autor Witold Szabłowski, dass Polen wieder eine "vibrierende Demokratie" ist.

Medienticker

Hotzenplotz & seine lauten Jünger

20.10.2023 Aktualisiert: Live von  der Frankfurter Buchmesse: Gespräche mit Uwe Timm, Jan  Costin Wager,  Alice Hasters über Identikrise & - Ilija Trojanow - Harald Schmidts Annäherung an Thomas Bernhard - Die komplizierte Freundschaft zwischen einer Linksdenkenden und einer Querdenkerin - Sechste Geschmacksrichtung entdeckt - Otfried Preußler zum 100 + TV+Radio-Tipps fürs Wochenende.

Bücherschau des Tages

Ostdemokratische Ideen

20.10.2023 Die FAZ lernt aus Christina Morinas instruktivem Band "Tausend Aufbrüche", wie sich das Demokratieverständnis während der Teilung in Ost- und Westdeutschland entwickelt hat. Die SZ vertieft sich angeregt in Tilman Spreckelsens Biografie Otfried Preußlers. Die FR empfiehlt Jörn Leonhards "Über Kriege und wie man sie beendet" als Buch der Stunde.

Samstag, 21.10.2023

9punkt - Die Debattenrundschau

Dieses mutige gegen den Hass kämpfende Deutschland

21.10.2023 Propaganda ist in diesem Krieg alles, lernt die SZ am Beispiel der Reaktionen auf den Raketeneinschlag auf das Ahli-Arab-Krankenhaus in Gaza. Die taz blickt ungläubig auf pro-palästinensische Schilder deutscher Studenten, die fordern, "Befreit Palästina von der deutschen Schuld": Was ist das anderes als die Forderung nach einem Schlussstrich von links? In der SZ hält der russisch-jüdische Schriftsteller Alexander Estis eine Rede an die "Sehr verehrten Antisemiten" in Deutschland. In der taz beklagt der in Berlin lebende israelische Autor Tomer Dotan-Dreyfus, dass es in Deutschland nicht möglich sei, sowohl die israelische Besatzung als auch die Hamas anzuklagen. In der Zeit warnt Gerhart Baum vor einer Verharmlosung der AfD.

Efeu - Die Kulturrundschau

Etwas zu viel Flow

21.10.2023 Die Feuilletons teilen Eindrücke von der Frankfurter Buchmesse: Wo bleibt bei den ganzen politischen Debatten eigentlich die Literatur, fragt die taz. Salman Rushdie folgen die Kritiker auf Schritt und Tritt: Die FR lauscht hingerissen seinem Geplauder und und hätte gerne noch mehr davon gehört. Die SZ denkt mit Ingrid Lausunds Monolog "Der geflügelte Froschgott" über Pizza im Jenseits nach. Und die Filmkritiker gratulieren Catherine Deneuve zum Achtzigsten.

Bücherschau des Tages

Eher Schreibtischmensch als Outdoorfreak

21.10.2023 Die FR empfiehlt Mikhail Zygars russisch-ukrainische Konfliktgeschichte "Krieg und Sühne". Die SZ lässt sich von Asfa-Wossen Asserate gern erzählen, was deutsch ist - vom Scheitel bis zur Sohle. Die FAZ feiert Gabriela Adamesteanus "Der Trevi-Brunnen" als ganz große Literatur. Die taz lernt von Martin Seel und Wittgenstein "Spiele der Sprache". Der Dlf ackert sich etwas mühsam durch Christopher Clarks "Frühling der Revolution" 1848.

Montag, 23.10.2023

9punkt - Die Debattenrundschau

Statt der Städte nur Staub und Ruinen

23.10.2023 Immerhin: Endlich hat in Berlin eine Solidaritätskundgebung für Israel stattgefunden, Frank-Walter Steinmeier redete, und betonte, dass Judenhass auf unseren Straßen nicht hinnehmbar sei. Währenddessen traf sich die die islamistische Sekte Hizb ut Tahrir auf dem Alexanderplatz. Ähnliche Szenen zeigen wir aus Amsterdam, Stockholm und Paris. Und Greta Thunberg? Die SZ fragt verzweifelt, wie sich Antisemitismus so ins linke Denken fräsen konnte. Die NZZ sucht nach Gemeinsamkeit zwischen Putin und der Hamas. Es gibt auch andere Themen: Die FAZ erinnert an hundert Jahre türkische Republik.

Efeu - Die Kulturrundschau

Ekstatische Posen als Genussverstärker

23.10.2023 Salman Rushdie erhält den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels: Die Welt schwärmt von seiner Rede, in der er den Ernst der politischen Lage mit den Spinnereien der Literatur zu verbinden wusste. Diese Rede war ein wahres Geschenk, freut sich auch die SZ. Eine Lizenz der Literatur auf beißende Satire sieht die FAZ darin. Die Zeit erklärt, warum sie ihr Gespräch mit Adania Shibli doch nicht veröffentlicht hat. Die Kritiker bewundern die Tänzerin Veronika Frodyma als verzweifelte "Bovary" in Christian Spucks Einstandsstück am Staatsballett Berlin.

Medienticker

Blick zurück

23.10.2023 Rückblicke auf die Frankfurter Buchmesse 2023 - Herausforderungen der Comic-Verlage - Godmother of Punk, Schriftstellerin, Künstlerin: All das ist Patti Smith + Die Deutsche Jazzunion veröffentlicht einen Offenen Brief an die Rundfunkräte und Intendanzen der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ...

Bücherschau des Tages

Die dunkleren Gestalten der Geschichte

23.10.2023 Die FAZ begegnet in Cornelia Funkes viertem Teil der "Tintenherz"-Reihe "Die Farbe der Rache" freudig dem liebgewonnenen Buchbinder Mo und seiner Tochter Meggie wieder, die mit ihrer Stimme Geschriebenes zum Leben erwecken. Die NZZ erkennt in Zoltan Danyis "Rosenroman" Züge von Kafka und Kertész. Die SZ fragt mit Ulrich Menzels Buch, ob wir am "Übergang zum autoritären Jahrhundert stehen" und wie man ein solches verhindern kann. Und die taz liest mit Paula Schweers Debütroman einen Appell, die prekär aufwachsende junge Generation nicht aus den Augen zu verlieren.

Dienstag, 24.10.2023

9punkt - Die Debattenrundschau

Der Terror setzt das Denken aus

24.10.2023 Warum schweigen palästinensische Intellektuelle zum Terror der Hamas? Es liegt an den deutschen Rederegeln, glaubt die Zeit, die jede Sympathie für Palästinenser verbiete. Wenn es um Demokratie im Nahen Osten geht, setzt in der FR Navid Kermani lieber auf die iranische Öffentlichkeit. Frieden beginnt mit der Ausschaltung der Hamas, antwortet Bernard-Henri Lévy all jenen, die um die Palästinenser fürchten. Im Guardian beklagt die bosnische Autorin Lana Bastašić eine einseitige Israelunterstützung der Deutschen. In Frankreich stehen die Antisemiten heute links, staunt die FAZ. Auch die Hamas schöpft gern aus dem Reservoir der Nazi-Ideen, meint Paul Berman in der NZZ.

Efeu - Die Kulturrundschau

Kaleidoskop der Details

24.10.2023 Wo war eigentlich das besondere Sicherheitskonzept auf der Frankfurter Buchmesse, fragt die SZ. Außerdem schwärmt sie vom neuen Entwurf für die deutsche Botschafterresidenz in Tel Aviv. Die Schriftstellerin Rebecca F. Kuang will vor allem als Geschichtenerzählerin, nicht als asiatische Autorin wahrgenommen werden, verrät sie ZeitOnline. Die taz blickt zurück auf das Werk von Füsun Onur - einer unerschrockenen Pionierin der türkischen Avantgarde.

Medienticker

Kulturkampf statt Anteilnahme

24.10.2023 Die Renaissance der Techno-Kapitalisten - Salman Rushdie, der Mann, der den Frieden als Preis bekam - Reaktionen auf den Hamas-Terror: Kulturkampf statt Anteilnahme - Antisemitismus in Deutschland: Mehr Vorurteile, mehr Gewalt und wachsende Angst - Hörtipp: Weil man Radio nicht sehen kann: Radiosongs aus 100 Jahren Radio.

Magazinrundschau

21 Variationen von Winnie the Pooh

24.10.2023 Harper's schickt eine Reportage über die Anti-Avocado-Milizen im Süden Mexikos. Der New Yorker stellt den unaufhaltsamen Aufstieg Chinas in Frage. Der New Statesman würdigt die Zivilgesellschaft in Polen. Bookforum denkt darüber nach, welchen Einfluss der Geist eines Ortes auf die dort lebenden Künstler hat. Lidove noviny erinnert an die große Dame der tschechischen Literatur, die hierzulande völlig unbekannte Zdena Salivarová. Desk Russie erzählt, wie Putin die Welt in Mafia-Territorien einteilt. Die LRB wirft ein hartes Schlaglicht auf die Eliten in Afrika.

Bücherschau des Tages

Heilsamer Grusel

24.10.2023 Eine spannende Entdeckung macht der Dlf mit dem Roman "Der Schlüssel zum großen Tor", in dem Hinko Gottlieb vier jüdische Brüder in einem Gefängnis über Freiheit und Widerstand diskutieren lässt. Die FR freut sich, dass das Lesebuch "Durch innere Kontinente" endlich einen Einblick in das auf Jiddisch verfasste Werk der Shoah-Überlebenden Chava Rosenfarb gibt. Die FAZ lobt Simone Schlindweins profund recherchiertes Buch über die Konflikte um afrikanische Nationalparks.

Mittwoch, 25.10.2023

9punkt - Die Debattenrundschau

Kein Akt des Widerstands

25.10.2023 "Wie viel moralische und politische Blindheit ist möglich?", fragt Natan Sznaider in der SZ eine globale Linke, die "Palästina von deutscher Schuld befreien" will. Vielleicht sollten sich die Palästinenser erstmal von der Hamas und der Fatah befreien, ergänzt die FAZ. Ebenfalls in der FAZ denkt Dan Diner angesichts der Bedrohungen Israels über eine Zweistaatenlösung nach. Was muss noch passieren, dass führende westliche Intellektuelle begreifen, mit wem wir es hier zu tun haben, fragt der israelische Journalist Ben-Dror Yemini, der in der Welt klarstellt: Es ist offensichtlich, dass hier ein Völkermord geplant ist. Außerdem: Nach den Wahlen in Polen hofft Ivan Krastev, dass der Rechtsruck in Europa aufhaltsam ist.

Efeu - Die Kulturrundschau

Die Formen unserer Fantasie

25.10.2023 Der Tagesspiegel wirft einen vielleicht letzten Blick auf die marmorweiße elegante spätsowjetische Architektur in Taschkent, die vom Abriss bedroht ist. In Dezeen klagt der Architekturprofessor Aaron Betsky über die neue Langeweile der niederländischen Architektur, findet dann aber doch ein paar eindrucksvolle neue Blüten. Die FAZ bewundert in Timm Krögers Film "Die Theorie von Allem" elegante Schwünge im Inneren der Schweizer Berge. Der Antizionismus der Clubszene ist immer stärker antisemitisch grundiert, meint in der SZ der Antisemitismusforscher Jakob Baier.

Medienticker

Die Reise hinters Licht

25.10.2023 Mit Florian Illies & Caspar David Friedrich durch 250 Jahre Geschichte - Steffen Kopetzky über seinen "Damenopfer" & Unterwegs in Zügen und seinen Romanen - Sigmund-Freud- und Merck-Preis 2023 an Matthias Glaubrecht und Jutta Person vergeben + Hörtipp: 100 Jahre Radio: Die USA und der Jazz im Rundfunk ...

Bücherschau des Tages

Rund um Sex

25.10.2023 Die FAZ lässt sich von Manon Garcia inspirieren, zwischen Vergewaltigung und schlechtem Sex zu unterscheiden. Die SZ durchlebt mit Stephan Lohse "Das Summen unter der Haut", das die erste Liebe auslöst. Dlf Kultur blättert fasziniert durch eine große Bild-Biografie Marina Abramovics. Die NZZ begeistert sich für Tine Melzers lakonische Beschreibung eines Sonderlings in "Alpha Bravo Charlie".

Donnerstag, 26.10.2023

Efeu - Die Kulturrundschau

Niemand braucht hier einen safe Space

26.10.2023 Der neue Asterix-Band ist da, erstmal getextet von Fabcaro: Weder woke noch anti-woke, dafür ausgesprochen spritzig, freuen sich die Kritiker. Seit der Nachkriegszeit ist der Judenhass in Deutschland unverändert, meint in der Zeit Michel Friedman, dessen Roman "Fremd" nun von Sibel Kekili auf die Bühne gebracht wird. Die FAZ starrt in Berlin in der Ausstellung "Läuft" auf blutige Sporthosen und lernt, dass Menstruationsblut Pflanzen doch nicht tötet. Und in der FR erklärt Timm Kröger: Er wollte einen Film machen, der so wirkt, als würden Hitchcock und Lynch auf dem Teppich einer alten Hotellobby Liebe machen.

9punkt - Die Debattenrundschau

Radikale Verbindungen

26.10.2023 In vielen Medien steht heute linker Antisemitismus zur Debatte: "Das Bindeglied zwischen der radikalen Linken und fundamentalistischen Organisationen wie der Hamas ist der Glaube an absolute Gerechtigkeit", schreibt Yuval Noah Harari in der SZ. Der Antisemitismus gehört von Anfang an zur Linken, sagt der Historiker Michael Brenner im Gespräch mit der Zeit. In Berlin wird heftig über Integration debattiert: Die Berliner Integrationsbeauftragte Katarina Niewiedzial fürchtet im Tagesspiegel, "dass die aktuelle Debatte ein Verstärker für den antimuslimischen Rassismus ist". Ihre Neuköllner Kollegin Güner Balci fordert ein "Ende des Empowerments reaktionärer und demokratiefeindlicher Imame". Unterdessen teilt Seyran Ates mit, das sie ihre liberale Ibn-Rushd-Gothe-Moschee wegen Terrordrohungen schließt.

Medienticker

Nullerjahre

26.10.2023 "Wir lassen uns nicht unterkriegen": Lesung jüdischer Sachbuch-Autoren in Weimar - Steven E. Aschheims Studie über  Scholem, Arendt & Klemperer - Ein Bildband  zeigt den Strukturwandel in Lauchhammer: Gespräch mit der Fotografin Christina Glanz - "Ich wollte kein Ostdeutscher sein" sagt der Rapper Hendrik Bolz + Hörtipp: Jean-Luc Ponty & Charles Lloyd zusammen mit Kurt Edelhagen ...

Bücherschau des Tages

Herausschweben aus den Wörtern

26.10.2023 SZ und Welt amüsieren sich prächtig mit dem neuen Asterix: der beste seit langem, versichern beide. Darauf eine in Straußenfett gebratene Wachtel! NZZ und Zeit leiden mit Britney Spears. Die Zeit trifft sich mit Zadie Smith, um über deren Roman "Betrug" zu plaudern. Und sie stellt drei neue Krimis vor, darunter Monika Geiers lang erwartetes "Antoniusfeuer". Die FAZ empfiehlt Amir Gudarzis Roman "Das Ende ist nah". Die FR lässt sich vom Optimismus des Dichters Robert Schindel anstecken.

Freitag, 27.10.2023

Efeu - Die Kulturrundschau

Wer Erlösung erwartet, ist falsch

27.10.2023 In der Welt fordert Mirna Funk - nachdem der Münchner Kunstverein auch nach unsäglichen Tweets an der Künstlerin Noor Abuarafeh festhält - eine Ent-Hamasifizierung des Kunstbetriebs. In der nachtkritik steht der linke israelische Theatermacher Gad Kaynar Kissinger ratlos vor dem Schweigen seiner palästinensischen Kollegen. Der iranische Regisseur Ali Samadi Ahadi erinnert in der Welt an den iranischen Filmemacher Dariush Mehrjui, der vor wenigen Tagen in seinem Haus ermordet aufgefunden wurde. Van resümiert die Donaueschinger Musiktage. FAZ und FR feiern die große Lyonel-Feininger-Ausstellung in der Frankfurter Schirn.

9punkt - Die Debattenrundschau

Kein Verlangen nach Demokratie

27.10.2023 Es wird schwer für Israel, die Hamas ist nicht nur eine Organisation, sondern eine Ideologie, sagt der israelische Hamas-Experte Assaf Moghadam in der taz. Die türkische Republik wird hundert. Aber bis heute gibt es in der Türkei keinen Gesellschaftsvertrag, kein ziviles Gefühl für die Gesellschaft, sagt der türkische Politologe Cengiz Aktar in der FR. Terroristen, das sind für Erdogan demokratisch gewählte kurdische Bürgermeister, Journalisten oder Feministinnen, die Hamas zählt nicht dazu, schreibt Deniz Yücel in der Welt. Alle Medien sind entsetzt über die krass antisemitischen Instagram-Posts der "Fridays for Future".

Medienticker

Betreutes Sterben

27.10.2023 Aktualisiert: Der Untergang linker Print-Medien könnte unaufhaltsam sein - Compliance-Bericht:  RBB - Donaueschinger Musiktage 2023 unter der Leitung von Lydia Rillings - Claudius Seidl über Studio Babelsberg in der Krise: Tage des Stillstands & Nächte der Schrecken + Andreas Platthaus über Alice Schwarzer in Leipzig + Hör+TV-Tipps für das Wochenende ...

Bücherschau des Tages

Pistole unter der Kutte

27.10.2023 SZ und NZZ liegen Florian Illies zu Füßen, der sie geistreich und raffiniert durch das Werk von Caspar David Friedrich führt. Die FAZ lässt sich von dem Ideenhistoriker Anton Jäger in die Dynamiken hyperpolitischer Zustände einführen. Als poetischen Roman über den Niedergang von Berlin empfiehlt der Dlf Tim Staffels "Südstern". Und Dlf Kultur spürt in Maya Binyams Roman "Galgenmann" über einen politischen Flüchtling in den USA die Isolation am eigenen Leib.

Samstag, 28.10.2023

Efeu - Die Kulturrundschau

Explosives kulturelles Material

28.10.2023 Im Spiegel kritisiert die Künstlerin Hito Steyerl scharf einen Offenen Brief "für die Befreiung Palästinas!" in Artforum, den Tausende Künstler unterzeichnet haben. Warum Antimoderne und Antisemitismus fast zwangsläufig Hand in Hand gehen, erklärt in der taz der Künstler Leon Kahane. In der FAS staunt Salman Rushdie noch immer, dass seine "Mitternachtskinder" nicht das Ende einer Tradition einläuteten, sondern einen Anfang. Die taz amüsiert sich mit Lars von Triers "Geistern" und berichtet begeistert von der Kibera Fashion Week in Nairobi. Die SZ bewundert in Venedig die Frechheit Marcel Duchamps.

9punkt - Die Debattenrundschau

Schneller laufen

28.10.2023 Der Terror ist nicht vorbei, wir sind mittendrin, sagt  Ricarda Louk, Mutter der entführten Deutschen Shani Louk, in der FAZ. In der SZ stellt Eva Illouz fest: "Die Linke hat terrorisierte Juden in der ganzen Welt und in Israel schamlos im Stich gelassen." Auch die taz versucht zu begreifen, was die Linke umtreibt, und konstatiert, dass in den Kibbutzim gerade linke Israelis umgebracht und entführt wurden. In der FR erklärt der Historiker Richard Overy, warum der Zweite Weltkrieg für ihn im Jahr 1931 anfing.

Bücherschau des Tages

Ziemliches Vokabeltraining

28.10.2023 Die FR freut sich, dass die Erinnerungen Leonard Woolfs an seine Frau Virginia zumindest in Teilen neu auf deutsch erscheinen. Britney Spears ist mit "The Woman in Me" ein berührendes Buch über ihre Geschichte gelungen, finden die Kritiker von FAS und Welt. Pedro Lemebels "Torero, ich hab Angst" ist ein besonderer Roman über Chile und ein besonderer Roman über Homosexualität, freut sich die taz. Der Deutschlandfunk widmet sich ausführlich Frank Trentmanns deutscher Nachkriegsgeschichte "Aufbruch des Gewissens".

Montag, 30.10.2023

9punkt - Die Debattenrundschau

Es gibt ein Umdenken

30.10.2023 Wie kann Deutschland weiterhin Beziehungen zu einem Staat unterhalten, dessen Staatschef, Erdogan, die Hamas als Befreiungsbewegung und Israel als Kriegsverbrecher bezeichnet, fragt Deniz Yücel, der in der Welt auch an türkische Pogrome erinnert. Für die insgesamt noch knapp 20.000 Juden in der Türkei brechen wieder schwere Zeiten an, ergänzt die taz. Spätestens seit den "Al-Quds"-Märschen, die 2014 auch Deutschland erreichten, hätte man wissen müssen, welcher Judenhass hier "schlummert", ärgert sich die jüdische Schauspielerin Raquel Erdtmann in der FAS. Die SZ verabschiedet den Postkolonialismus.

Efeu - Die Kulturrundschau

Für das Auge wäre das zu viel

30.10.2023 Im Kino kehrt der Krieg in der Ukraine wieder in die Aufmerksamkeit zurück: Zeit-Online hat beim Ukrainian Film Festival in Berlin erschütternde Dokumentarfilme gesehen. Die NDR-Doku "Deutsche Schuld" über die Kolonialzeit in Namibia ruft viel Protest hervor, berichtet die taz. Die FAZ schmilzt dahin, wenn Keith Jarrett Bach spielt: Was für eine behutsame Anschlagskultur! Außerdem entdeckt sie auf der Fotobuch-Messe in Bristol wahre Schätze. Die Nachtkritik reist mit Jan-Christoph Gockels Inszenierung von Heiner Müllers "Der Auftrag" ins Herz der Finsternis.

Medienticker

Lizenz zum Hören

30.10.2023 Am Anfang war Musik! 100 Jahre Radiomusikgeschichte - Keine Hoffnung für die Ameise: Eleonore Büning über die Donaueschinger Musiktage 2023 - Eine nationale Gefahr: Netanjahu darf keine Minute länger bleiben - Cohn-Bendit meint zum Nahostkonflikt: Israel müsse den Krieg gegen die Hamas führen + In einem offenen Brief fordern Schriftsteller Solidarität mit Israel ...

Bücherschau des Tages

komiker in der stummfilmära der schöpfung

30.10.2023 Die NZZ schwelgt mit "Steine und Erden" in Jan Wagners poetischen Schilderungen des Irdischen und Vergänglichen. SZ und FR empfehlen nachdrücklich Saul Friedländers Tagebuchaufzeichnungen zur politischen Situation in Israel. Die SZ liest außerdem mit Niklas Franks Buch "Zum Ausrotten bereit" eine Wutrede auf das Weiterleben des Antisemitismus in der deutschen Gesellschaft.

Dienstag, 31.10.2023

Magazinrundschau

Wird die Geschichte uns noch einmal gnädig sein?

31.10.2023 Der New Yorker schickt eine erschütternde Reportage aus dem von der Hamas attackierten Kibbuz Kfar Aza, wo der Gestank des Todes noch immer in der Luft liegt. Desk Russie ahnt nach Putins Reaktionen auf das Massaker, das Netanjahu sich auch hinsichtlich seiner Russlandpolitik verkalkuliert hat. Der Guardian schildert das Leid philippinischer Arbeitsmigrantinnen, die in ihrer Heimat als nationale Heldinnen, im Nahen Osten aber wie Sklavinnen behandelt werden. Und der Merkur liest Edward Said, um Dirk Oschmann zu verstehen.

9punkt - Die Debattenrundschau

Die volle Ladung intersektionaler Feinfühligkeit

31.10.2023 Wie konnten wir so dumm sein zu glauben, es ginge der Internationalen Linken um Menschenrechte, fragt Nele Pollatschek in der SZ. In der FR verurteilt auch Eva Illouz die Linke, vor allem aber fordert sie, Netanjahu, der die größte Katastrophe über Israel gebracht habe, aus dem Amt zu entfernen. In der Berliner Zeitung empfiehlt der Historiker Manfred Kittel jenen, die Israel Völkermord vorwerfen, einen Blick auf die UN-Genozidkonvention von 1948 zu werfen. In der taz behauptet Hasan Özbay, auf den laut FAZ die antisemitischen Posts von Fridays for Future zurückgehen, die Positionen seien im Konsens entschieden worden. Es gibt gar keinen Konsens, entgegnet Luisa Neubauer auf ZeitOnline: Das Thema Israel hatte man bisher ausgespart, um miteinander arbeiten zu können.

Efeu - Die Kulturrundschau

Exitus und Riesenjubel

31.10.2023 Die Filmkritiker gehen auf die Knie vor Sandra Hüller: In Justine Triets cannes-prämiertem Gerichtsdrama "Anatomie eines Falls" spielt die deutsche Schauspielerin auf Oscar-Niveau! Veröffentlicht mehr Bücher aus dem ukrainischen Krieg, ruft die Lyrikerin Ulrike Almut Sandig in der FAZ . Die Literaturinstitutionen reagieren auf die Vorwürfe, sie würden zu Israel schweigen, etwas verschnupft. Die taz bewundert, wie der Künstler Sarkis Traumata heilt. Die SZ schwärmt von Asmik Grigorians girrender und zärtelnder "Salome" an der Staatsoper Hamburg. 

Medienticker

Szenen keiner Ehe

31.10.2023 Ein freundschaftliches Streitgespräch mit Franz Kroetz & Marie-Theres Relin über ihr Buch - Mehr Kultur im BR - Begegnung mit Zadie Smith & Hörtipp in rbb Kultur Literatur: Lesung aus  "Betrug"; Live aus dem Großen Sendesaal mit Marie Kaiser und Jackie Thomae (deutsche Texte) - Zum Tod von Janina David - Einblicke in die Technoszene Beiruts: Bürgerkrieg, Hyperinflation und Krieg in Israel + Reformationstag: Wo der 31. Oktober ein Feiertag ist ...

Bücherschau des Tages

Ein Faible für Ice Cream

31.10.2023 Die FAZ schwelgt in einem literarischen Bildband über das Leben der Familie Mann in Los Angeles. Außerdem feiert sie NoViolet Bulawayos zweiten Roman "Glory" über ihr Heimatland Simbabwe als einen Glücksfall der Literatur. Dlf Kultur lernt mit Nando Arbs Comic über Angststörungen, wie man sich richtig fürchtet. Die NZZ zieht mit dem homosexuellen Protagonisten in Lion Christs Roman "Sauhund" in das München der Achtziger und findet dort Freiheit, aber nur bedingt Glück.

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