Samstag, 01.09.2012
Heute in den Feuilletons
01.09.2012 Wird das Leistungsschutzrecht von seinen eigenen Verfassern sabotiert?, fragt sich Sascha Lobo. In der taz bekräftigen Horst Meier und Claus Leggewie die Forderung nach der Auflösung des Verfassungsschutzes. Judith Butler wehrt sich in der FR gegen den Vorwurf des Antisemitismus. In der SZ beurteilt Drehbuch-Guru Robert McKee die narrativen Qualitäten des US-Wahlkampfes. Die NZZ sieht im Internet eine nachkapitalistischen Wissensordnung am Werk. FAZ und NZZ porträtieren John Cage zum bevorstehenden 100. Geburtstag.
Bücherschau des Tages
01.09.2012 Die FAZ ist schwer beeindruckt von "Gerechtigkeit für Igel", dem Opus Magnum des amerikanischen Philosophen Ronald Dworkin. Außerdem begrüßt sie eine - wenn auch stark gekürzte - Hörbuchfassung von Hans Falladas "Ein Mann will nach oben" und freut sich über einen neuen Roman von Wolf Haas. Christoph Peters etabliert sich mit seinem Internatsroman "Wir in Kahlenbeck" endgültig als grandioser Erzähler, meint die taz. Die FR gratuliert António Lobo Antunes zum 70. Geburtstag und zu seinem neuen Roman "Der Archipel der Schlaflosigkeit". Die NZZ liest mit Interesse Philipp Theisons Studie über "Literarisches Eigentum" und Verantwortungslosigkeit im digitalen Zeitalter. SZ und NZZ sind begeistert von Ljudmila Ulitzkajas Sowjet-Roman "Das grüne Zelt".
Montag, 03.09.2012
Heute in den Feuilletons
03.09.2012 Die Welt begibt sich mit und gegen Judith Butler auf die Suche nach multiplen Identitäten in Israel. Der sueddeutsche.de-Chefredakteur Stefan Plöchinger erzählt in seinem Blog, wie deutsche Zeitungswebsites, wenn sie nicht gerade nach Leistungsschutzrechten jammern, ihre Google-Statistik frisieren. Bei den Berichten aus Venedig fällt auf, dass Terrence Malick nun gar nicht mehr angesagt ist. Statt dessen wird Paul Thomas Anderson gefeiert, dessen Film über Ron Hubbard zwar nicht Scientology-kritisch, dafür aber ein Meisterwerk sei.
Bücherschau des Tages
03.09.2012 Die SZ preist die Wucht und die Zartheit, mit der A.L. Kennedy von der Liebe zweier Totenbeschwörer erzählt. Auch stürzt sie sich freudig in die wilde Welt Ottos des Großen, die Matthias Becher in seiner Biografie "Kaiser und Reich" anschaulich macht. Die FAZ freut sich über die schöne Anthologie schottischer Lyrik "Beredter Norden". Außerdem empfiehlt sie Toralf Stauds und Johannes Radkes Recherche "Neue Nazis".
Bücherbrief
03.09.2012 Sabrina Jensch führt uns durch Danzig. Richard Ford plant einen Doppelmord in Kanada. Michael Frayn folgt am Flughafen einer schönen Blondine. Alfred Brendel spielt auf dem Jammerklavier. Tim Wu betätigt den Master Switch. Dies und mehr in den besten Büchern des Monats September.
Vorgeblättert
03.09.2012 Victor Serges (1890-1947) Roman "Die große Ernüchterung" erschien erstmals posthum 1950 und schildert die Repressionen und die Innenwelt der sowjetischen Nomenklatur der Stalin-Diktatur der 30er Jahre: die Bespitzelungen, Deportationen und Morde. Lesen Sie hier den Anfang.
Medienticker-Archiv
03.09.2012 "Wieso sind Sie eigentlich noch bei einem Verlag?": Zoë Beck über E-Books - In der Dunkelkammer des Schreibens: Péter Nádas als Fotograf - Godfathers of Political Racism, American-Style: Thomas Adcock über Obama, Rassismus und die Republikaner - Der Bleifuß-Zarathustra: Peter Münder über James Sallis' "Driver 2".
Dienstag, 04.09.2012
Magazinrundschau
04.09.2012 Keine Revolution bei der Beschneidung bitte, wünscht sich der New Humanist. The New Republic weiß, warum Rupert Murdoch Mitt Romney nicht mag: der trägt keine Anzüge von der Stange. Rue89 stellt syrische Künstler vor. Das TLS liest Noam Chomsky. Im Guardian vermisst Colm Toibin Christopher Hitchens. Der Economist porträtiert den guten Hacker Chris Soghoian. In Japan machen Katzen Menschen reich, berichtet Wired.
Heute in den Feuilletons
04.09.2012 In der FR rät Götz Aly zur Wiederherstellung des Landfriedens. Ein Adorno-Preis für Judith Butler? Theoretisch liegen die beiden ja gar nicht so weit auseinander, meint Richard Herzinger in seinem Blog. Eine Gruppe prominenter Akademiker verteidigt Butler in einer Petition. In der FAZ behandelt Ex-Bankier Otmar Issing Jürgen Habermas und Martin Walser als Euroblütenträumer. Und ein Baby, das aufwacht, durchleidet hundert Emotionen pro Minute.
Bücherschau des Tages
04.09.2012 Schmiss und stellenweise Brillanz attestiert der Historiker Norbert Frei in der SZ der Helmut-Kohl-Biografie seines Kollegen Hans-Peter Schwarz. Robert Gottliebs Lebensgeschichte der göttlichen Sarah Bernhardt liest sie immerhin mit Vergnügen. Die FAZ preist Julia Schochs neuen Roman "Selbstporträt mit Bonaparte". Und die FR versinkt in Cornelia Funkes neuem Reckless-Schmöker "Lebendige Schatten.
Medienticker-Archiv
04.09.2012 Piano Media: Polnische Medien mit gemeinsamer Paywall - TV-Serien: Deutsches Fernsehen macht dumm - Precht macht dumm oder wie das ZDF versucht, Philosophie zu vermitteln - Interviews: Hans Hoff über die Autorisierungsplage - E-Books: Amazon gefährdet klassischen Buchhandel - Bertelsmann-Zahlen: Sadomaso gegen schwere Zeiten + Die ekstatische Wahrheit des Werner Herzog.
Karikaturen und Cartoons
04.09.2012 Unser liebes Monster.
Mittwoch, 05.09.2012
Heute in den Feuilletons
05.09.2012 In der FAZ läutet Jochen Schimmang die Saison mit Kritik am Literaturbetrieb ein. Die taz stellt sich zwar nicht an die Seite der Kritiker von Judith Butler, aber so ganz geheuer ist sie ihr auch nicht. Der New Yorker bringt einen Vorabdruck aus D.T. Max' Biografie über David Foster Wallace. In der FR sprechen die Pet Shop Boys über das Altern in der neuesten Musik. Die Welt denkt anlässlich des hundertsten Geburtstags von John Cage über den Erkenntnisabstand des Zuschauers nach. Die NZZ feiert den ultraorthodoxen Heiratsmarkt in Venedig.
Bücherschau des Tages
05.09.2012 Die FR liest begeistert Joachim Zelters verblüffenden Neuentwurf von Heinrich Manns "Untertan". Die FAZ mag Andreas Engelhardts Argumenten für die verheerende Umweltbilanz der Baumwolle mehr, Manfred Spitzers These über "Digitale Demenz" weniger folgen. Außerdem liest sie Francisco Suniagas melancholischen Krimi über einen toten deutschen Hahnenkampfexperten auf der venezolanischen Ferieninsel Margarita. Die SZ begegnet in Dietrich Fischer-Dieskaus Nachlass noch einmal einer wahren Kunstreligion.
Medienticker-Archiv
05.09.2012 Zukunftsperspektiven: Ist Buchhandel Harakiri? und Was macht die taz, wenn gedruckte Zeitungen aussterben? - Digitalerlöse: Paid Content für Verlage - Umkämpfter Traum: Das Internet in Zeiten von Anonymous, ACTA und WikiLeaks - Google und die Wissenschaft: Nach der Genomik nun die Kulturomik - Kunst der Zerstörung: 50 Jahre Fluxus - Über das Erzählen: 60 Jahre Diogenes - Ein Autor dreht an der Uhr + 78.956 x 23.547: Mind Sports Olympiad.
Im Kino
05.09.2012 Drew Goddards "Cabin in the Woods" blickt hinter die Kulissen des Horrorkinos und macht die Apocalypse popcorn-tauglich. Dominique Abel, Fiona Gordon und Bruno Romy erwecken in "Die Fee" die Tradition des Slapstick-Kinos wieder zum Leben.
Karikaturen und Cartoons
05.09.2012 Leeren Hosen auf Leerem Stuhl.
Donnerstag, 06.09.2012
Heute in den Feuilletons
06.09.2012 Auf der Website von Bayern 2 wendet sich Platon gegen neue Medientechnologien, die das Hirn schädigen könnten. Manfred Spitzer kann ihm in der Zeit nur zustimmen. Kenan Malik greift in seinem Blog die deutsche Debatte um Judith Butler auf und findet Butler und ihre Kritiker gleichermaßen problematisch. Die Gema kündigt laut Berliner Zeitung an, die Internetdiskussionen über ihr segensreiches Wirken mithilfe einer Armee verdingter Kommentatoren sachlich steuern zu wollen. In der NZZ und SZ träumen Adriaan van Dis und Robert Menasse von der Überwindung des Nationalstaats. Die FAZ lauscht den fernen Echos des Urknalls der Fotografie.
Bücherschau des Tages
06.09.2012 Die Zeit feiert Ferdinand Beneke, dessen umfangreiche Tagebücher eine vollständige Geschichte des deutschen Bürgertums zwischen Französischer Revolution und Vormärz bieten. Gleich zweimal bespricht die Zeit außerdem "Johann Holtrop", den neuen Gesellschaftsroman von Rainald Goetz, ohne sich dabei zu einem klaren Urteil durchzuringen. Die NZZ wirft mit Lars Henrik Gass einen Blick auf "Film und Kunst nach dem Kino". Die SZ liest mit Interesse, wie Moshe Idel jüdischer Mystik im Denken europäischer Intellektueller nachforscht. FR und FAZ stimmen ins Lob für Chad Harbachs Baseball-Roman "Die Kunst des Feldspiels" ein.
Medienticker-Archiv
06.09.2012 Bauer Media Group: Die Print-Gläubigen - Zur Leistungsschutzrechts-Debatte: Der Code ist das Gesetz - Sascha Lobo: "Eure Internetsucht ist unser Leben" - Antisec vs. FBI: Big-Brother-Revival in den USA? - Friedenspreisträger Liao Yiwu fordert Freiheit für Tibet - Theater des Jahres: Lilienthal, Rois, Rudolph und Handke - Allerfeinstes Handwerk: Dominik Graf zum 60. + Mit Musik in die Wirklichkeit eingreifen: Hanns Eisler starb vor 50 Jahren.
Karikaturen und Cartoons
06.09.2012 Heute: Im Keller.
Freitag, 07.09.2012
Heute in den Feuilletons
07.09.2012 Der Adorno-Preis für Judith Butler sorgt nach wie vor für Debatten: In der Welt fragt Henryk Broder, was Butler eigentlich meint, wenn sie behauptet, sie sei denunziert worden. Auch Stephan J. Kramer vom Zentralrat der Juden antwortet in der FR auf ihre Vorwürfe. Detlev Claussen nennt in seinem Blog schon mal die nächsten Kandidaten für den Preis: Zizek, Agamben, Sloterdijk. Springer-Lobbyist Christoph Keese bietet Google in seinem Blog ein Gespräch über Leistungsschutzrechte an. Aber Google scheint nicht zu antworten. Die SZ rät der Documenta, mal wieder was mit Maßstäben zu machen.
Bücherschau des Tages
07.09.2012 Umwerfend komisch findet die FR Martin Walsers neuen Roman "Das dreizehnte Kapitel" über die Amour fou eines älteren Schriftstellers und einer Theologin. Deutlich verhaltener nimmt die FAZ Rainald Goetz' "Johann Holtrop" auf, stößt darin aber immerhin auf eine der komischsten Szenen der deutschen Literatur. Großes Lob gibt es außerdem für Ulf Erdmann Zieglers Typografie-Roman "Nichts Weißes". Die SZ ist beeindruckt von den in "NarcoZones" versammelten Studien über Drogenkartelle in Lateinamerika. Die von Harry Rowohlt übersetzte Autobiografie von Monty Pythons Graham Chapman erscheint ihr hingegen nur mäßig geglückt.
Medienticker-Archiv
07.09.2012 Rainer Moritz über den Herbst der Krisenromane - Wolfgang Michal über öde Wiederholungen im Fernsehen und im Netz - Thomas Stadler fragt: Sind die neuen Rundfunkbeiträge verfassungswidrig? - Reform: Gema verteidigt Gebührenerhöhung - AGOF: Bild ist die mobile Medienmarke Nr. Eins - Aufgedeckt: Die Vergangenheit des Luchterhand Verlages + Play it again Sophie: René Polleschs Inszenierung "Neues vom Dauerzustand".
Karikaturen und Cartoons
07.09.2012 Nichts Persönliches.
Samstag, 08.09.2012
Heute in den Feuilletons
08.09.2012 In der NZZ ruft V.S. Naipaul die Schriftsteller auf, neue Formen des Schreibens auszuprobieren. Die taz macht sich Sorgen um den syrischen Filmemacher Orwa Nyrabia, der spurlos verschwunden ist. Die Literarische Welt feiert eine monumentale Briefedition Max Hermann-Neißes, die die Zeit des Londoner Exils zur Gegenwart werden lasse. In seinem Blog erklärt Wolfram Siebeck, warum er bei allzu radikaler Regionalküche ein Kribbeln im Magen bekommt. Und die künftige Zwangsgebührenzahlerin Clara aus der zehnten Klasse fordert mehr Originalität von ARD und ZDF.
Bücherschau des Tages
08.09.2012 Die SZ feiert Alexander Nitzbergs sprachschöpferische Übersetzung des unzensierten Bulgakow-Meisterwerks "Meister und Margarita". Die NZZ schließt sich Manfred Kochs "Lob der Faulheit" an. Amir Hassan Cheheltan lehrt die FR mit dem letzten Teil seiner Teheran-Trilogie das Fürchten. Liebe, Theologie und Hirnforschung - was will man mehr, seufzt die FAZ beglückt über Martin Walsers Roman "Das dreizehnte Kapitel". Die taz probt mit Wolf Haas die Missionarsstellung. SZ und FR stellen sich der stürmischen Kapitalismuskritik von Rainald Goetz.
Montag, 10.09.2012
Heute in den Feuilletons
10.09.2012 Sollte man Google verklagen, weil seine Autovervollständigung bei Suchanfragen die Entstehung von Gerüchten verstärkt? Darüber streiten sich Netz und Medien nach juristischer Intervention von Bettina Wulff. Google will jedenfalls keine Unterlassungserklärung unterschreiben, berichtet die SZ. Die Kritiker sind mit den Preisen von Venedig soweit ganz zufrieden und staunen noch mal über die religiöse Tendenz des Festivals. Hans-Magnus Enzensberger schießt in einer Anzeigenbeilage in der FAZ sehr scharf gegen die EU. Und die FAZ erklärt, warum die Niederländer morgen trotz Eurokrise nicht die Populisten wählen werden.
Bücherschau des Tages
10.09.2012 Als anarchischer Essay gefällt Chan Koonchungs Realsatire "Die fetten Jahre" der FAZ sehr gut, als Roman weniger. Zur anschließenden Lektüre empfiehlt sie den Debattenband "Wird China das 21. Jahrhundert beherrschen?" Trunken vor Leseglück feiert die SZ die Vereinigung von Verstand und Gefühl in Martin Walsers "Dreizehntem Kapitel".
Medienticker-Archiv
10.09.2012 Ach Broder: Der 3sat-"kulturzeit"-Blog und die Judith Butler-Debatte - Erlösung im Dorf der Schmerzen: Nachtkritiken von der Ruhrtriennale, aus Berlin und Wien - Großer Pläne & große Klappe: Stefan Raabs Kampfansage an Günter Jauch - Musikdienst: Apple entwickelt eigenes Internetradio - "Tempest": Bob Dylan bereist die Traditionen, die ihn hervorgebracht haben + Neues vom Automuffel: James Sallis und sein Roman "Driver 2".
Karikaturen und Cartoons
10.09.2012 Europas Spitzen-Cyborgs.
Dienstag, 11.09.2012
Magazinrundschau
11.09.2012 Im TLS denkt Gabriel Josipovici darüber nach, warum man Kafka so leicht missversteht. In Nepszabadsag ermuntert Ákos Szilágyi die ungarische Zivilgesellschaft mit Augustinus. Al Ahram setzt sich der Kunst zuliebe den Ratten aus. In der NYRB fordert George Soros: Deutsche raus aus dem Euro. Slate.fr stellt klar: das Netz ist nicht Vichy. Sozialstaat gibt's bald nur noch in Asien, meint der Economist. Der New Statesman lernt die vegasmäßige Definition von unfair. In der NYT bewundert Zadie Smith, wie Jay-Z die Welt schwarz malt.
Heute in den Feuilletons
11.09.2012 Der New Yorker bringt einen Vorabdruck aus Salman Rushdies Erinnerungen an die Zeit der Fatwa und des Lebens im Versteck. Im Tagesspiegel macht sich der palästinensisch-israelische Psychologe Ahmad Mansour Sorgen um Antisemitismus in der muslimischen Community. In der FAZ hat Oskar Lafontaine herausgefunden, warum sich linke Ideen nicht durchsetzen: Es liegt an der Sprache. Die SZ bleibt skeptisch nach Robert Menasses Plädoyer für eine Überwindung der europäischen Nationalstaaterei.
Bücherschau des Tages
11.09.2012 Die taz liest staunend, aber doch sehr interessiert Emmanuel Carrères Buch "Limonow", das der laschen Zivilgesellschaft in Frankreich die Manneskraft entgegenstellt. Die FR liest Tom McCarthys Roman "K" gleich dreimal, und zwar mit wachsender Begeisterung. Die NZZ feiert noch einmal Julie Otsukas Roman "Wovon wir träumten". Und die FAZ empfiehlt Ivan Klimas "Stunde der Stille" als Buch der Emanzipation.
Medienticker-Archiv
11.09.2012 Tim Berners-Lee: Der Erfinder des World Wide Web attestiert Deutschen Mittelmaß - IVW misst ab 2012 Apps und Paid Content - E-Books: Nicht nur Novitäten und wie der Tablet-Boom die E-Book-Nachfrage ankurbelt - Printmedien: Presse-Großhändler beklagen Umsatzeinbruch - Türkischer Journalisten-Prozess mit vielen absurden Aspekten - Widersprüchliche Realität: Haifaa Al Mansours Film "Wadjda" + Andreas Kilb über das Berliner Literaturfestival.
Karikaturen und Cartoons
11.09.2012 Beste Kundschaft.
Mittwoch, 12.09.2012
Heute in den Feuilletons
12.09.2012 In Berlin soll ein Drei-Religionen-Haus entstehen. Es soll 44 Meter hoch sein. Die Welt hofft, dass die Religionen darin einen Gegenentwurf zur "weitgehend laisierten Stadt" liefern. In der FAZ empfiehlt der Historiker Andreas Wirsching, dass Deutschland den Euro rettet, und zeigt schon mal die "notwendigen politischen Instrumente", auch George Soros wird zitiert, der sich mit ihm einig ist. In der FR sieht es Richard Sennett genauso. Die SZ ersehnt sich nach einem Sommer der Hektik eine langsame Erschließung von Kunst.
Bücherschau des Tages
12.09.2012 An Bernd Eichingers erfülltes Leben reicht keiner seiner Filme heran, stellt die FAZ bei der Lektüre seiner von Katja Eichinger verfassten Biografie fest. Die FR freut sich angesichts des ersten Bands von Jan Rohls' "Ideengeschichte des Christentums" über einen Meilenstein der Geisteswissenschaft. Außerdem lässt sie sich von Beqe Cufaj in die entmutigende Welt von UN-Aufbauhelfern im Kosovo entführen. Die NZZ wundert sich über unschweizerischen Furor in den poetischen Tagebucheinträgen des Schweizer Autors Hanjörg Schneider und liest mit Interesse Christina von Brauns Kulturgeschichte des Geldes. Die SZ lässt sich derweil von drei Wirtschaftsprofessoren versichern: "Geld macht doch glücklich".
Medienticker-Archiv
12.09.2012 Nicola Jenne über Macht und Masse im digitalen Zeitalter - Social Media: Holtzbrinck verkauft VZ-Netzwerke - Vorratsdatenspeicherung zur Terrorismusbekämpfung? Sinnlos! - Leistungsschutzrecht: Deutschlands gestörtes Verhältnis zum Netz - "Frauenhass und Lust an der Gewalttätigkeit": Marlene Streeruwitz über die Angriffe auf Judith Butler + Deutschland wird zum Bildungsabstiegsland, meint die OECD.
Meldungen
12.09.2012 Der Börsenverein veröffentlicht die Shortlist für den Deutschen Buchpreis. Suhrkamp ist jedenfalls schon mal Gewinner.
Im Kino
12.09.2012 Philip Scheffners Dokumentarfilm "Revison" über den Tod zweier Roma geht von einer dürren Zeitungsnachricht aus und entwickelt eine unheimliche Wucht. Andrés Baiz' Spiegel-Horrorfilm "Das verborgene Gesicht" enthält eine doppelte Metapher aufs Kino.
Donnerstag, 13.09.2012
Heute in den Feuilletons
13.09.2012 In der Zeit fragt Wolfgang Kraushaar: War am 2. Juni 1967 in Berlin ein Attentat auf den Schah von Persien geplant? Die Welt kann es nicht fassen: Rainald Goetz steht nicht auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises. In der NZZ erklärt Bahman Nirumand, was hinter dem Studierverbot für Frauen im Iran steckt. Auf der Grosso-Tagung forderte Richard David Precht eine Stärkung von Print gegen die "Pöbelkultur" im Internet. In der FAZ schildert der Pirat Bruno Kramm die byzantinischen Ungerechtigkeiten des Systems Gema. In der FR spricht Teju Cole über seinen Roman "Open City".
Bücherschau des Tages
13.09.2012 Die SZ wünscht, München wäre jemals so frivol gewesen wie in Jens Jessens Roman "Im falschen Bett". Jessen wiederum bekennt in der Zeit, Martin Walsers Liebesroman "Das dreizehnte Kapitel" habe ihm masochistisches Lesevergnügen bereitet. Mit großem Gewinn liest die Zeit außerdem Biografien über Helmut Kohl und Bernd Eichinger und lässt sich von Wolf Schmidt erklären, wie junge Deutsche für den Dschihad radikalisiert werden. Die FAZ ergötzt sich derweil an einem Bildband über "Die Diamanten der Queen".
Medienticker-Archiv
13.09.2012 Googles Autocomplete-Funktion und Amazon knickst vor Bettina W. - Informationsforensik und Post-Fact-Society: Medien als Think Tanks und Journalismus für 1,50 Euro die Stunde - Urheberrecht: Albtraum Abmahnindustrie und Vera Bunse über Informationsfreiheitsgesetz und Kostenfreiheit exklusive + Amerikanische Einblicke: Angela Davis über Black America und für Paul Auster hat Clint Eastwood zwei Gehirne.
Freitag, 14.09.2012
Heute in den Feuilletons
14.09.2012 Deutsche Theater treten laut SZ aufs Bremspedal. Schuld sind unsere hektische Lebensweise sowie der Kapitalismus. Auch die FAZ fühlt sich schon mal den Puls - mit dem Smartphone. Der interkulturelle Dialog zwischen extremistischen Christen und entfesselten Muslimen löst in der deutschen Journalistenschaft unterdes Debatten über die Schuldfrage aus. All diese grandiosen Leistungen wären selbstverständlich ein Leistungsschutzrecht wert, das von den Piraten aber bekämpft wird.
Bücherschau des Tages
14.09.2012 Bewegt und beeindruckt ist die FAZ von A. F. Th. van der Heijdens Requiemroman "Tonio" über seinen durch einen Unfall ums Leben gekommenen Sohn. Die SZ begibt sich mit "Indigo" in die Fantasiewelt des literarischen Außerirdischen Clemens J. Setz. Die NZZ schließt sich dem einhelligen Lob für Chad Harbachs Baseball-Roman "Die Kunst des Feldspiels" an. Und die FR gibt sich mit Chris Adrian einer Shakespeareschen Sommernachts-Orgie im San Francisco der Gegenwart hin.
Medienticker-Archiv
14.09.2012 Googles neue Messgröße: Blicke statt Klicks? - Ankündigung: Paid Content für welt.de & bild.de - Print vs. Web: Verleger, fallt nicht auf den Philosophen Precht rein - Anti-Islam-Video: Youtube schränkt Zugang ein - Gemeinschaft in der Leistungsgesellschaft ein Interview mit Richard Sennett - Wie sich die Intellektuellen überlebt haben, erklärt Hans Ulrich Gumbrecht + B. W.: Wolfram Schütte über den Auftritt einer neuen Frauengeneration.
Literarischer Rettungsschirm für Europa
14.09.2012 Von heute bis Sonntag ist beim
Internationalen Literaturfestival in Berlin
"Europe now" angesagt: Europäische Autoren spannen einen literarischen Rettungsschirm auf. Wir bringen in Kooperation mit dem Festival ab heute 19 Texte von
19 Autoren, jeden Tag einen. Den Anfang macht die Moldawierin Nicoleta Esinescu, die vom Leben in MDA,
Brrrr, erzählt.
Karikaturen und Cartoons
14.09.2012 Ohne mich!
Samstag, 15.09.2012
Heute in den Feuilletons
15.09.2012 In der NZZ hilft Georg Klein, der kleinen Zeit zu entkommen. Die SZ singt eine Ode an das Urheberrecht, die einzige Möglichkeit, superreich zu werden und cool zu bleiben. Die taz lernt: Der Weg zur wahren Kunst-Hipness führt über das Kottbusser Tor. Die FR dokumentiert Judith Butlers Adornopreis-Rede. Und die FAZ fragt, ob Kafka heute ein twitternder Nerd wäre.
Bücherschau des Tages
15.09.2012 Hellauf begeistert ist die SZ von John Sullivans Geschichten aus Amerika "Pulphead", besonders gut gefallen hat ihr der Essay über den Blues. Die FAZ rühmt die Reportagen der einzigartigen Gabriele Goettle, die nun gesammelt in dem Band "Der Augenblick" erscheinen. Hymnisch feiert sie auch Ludmilla Ulitzkajas Roman über die sowjetische Intelligenzija "Das grüne Zelt". Die taz lobt Clemens Setz' Roman "Indigo", der ihr buchstäblich Kopfschmerzen und Schwindel bereitete. Und die NZZ empfiehlt Daniel Mezgers Debüt "Land spielen".
Literarischer Rettungsschirm für Europa
15.09.2012 Heute ist beim
Internationalen Literaturfestival in Berlin noch
"Europe now" angesagt: Europäische Autoren spannen einen literarischen Rettungsschirm auf. Wir bringen in Kooperation mit dem Festival 19 Texte von
19 Autoren, jeden Tag einen. Heute sieht der irische Dichter
Matthew Sweeney einen Schnappschuss vom bekannten Ende des Universums.
Montag, 17.09.2012
Heute in den Feuilletons
17.09.2012 In der NZZ erklärt der Theologe Friedrich Wilhelm Graf, warum Blasphemie-Gesetze keinen Sinn haben. Wer sagt, dass man den Muslimen keinen Spott über ihre Religion zumuten darf, ist ein subtiler Rassist, meint Henryk Broder in der Welt. Während dessen meldet der Telegraph, dass eine iranische Stiftung die Morddrohung gegen Salman Rushdie erneuert. Viele Blogs setzen sich heute mit der Zukunft des Journalismus auseinander.
Bücherschau des Tages
17.09.2012 Die SZ liest Stephan Thomes Roman "Fliehkräfte" als wehmütigen Abschied von der bürgerlichen Lebensform. Die FR amüsiert sich hervorragend mit Veronique Olmis Roman "In diesem Sommer". Sehr beeindruckt ist die FAZ von Michael C. Blumenthals Roman "Alle meine Mütter und Väter". Außerdem bespricht sie zwei Bücher über die Piratenpartei.
Literarischer Rettungsschirm für Europa
17.09.2012 Inspiriert vom Aufsatz eines 18-jährigen Kosovaren denkt Beqë Cufaj über die Rolle des Balkan in Europa nach.
Medienticker-Archiv
17.09.2012 50 Jahre Spiegel-Affäre: Ein Kulturgespräch über die heutige Situation der Presse - Journalismus: Mehr Zitate, weniger Fakten - Orientierungslos im Shitstorm: Zoë Beck über Richard David Prechts Print-vs.-Netz-Thesen - Interview mit Judith Schalansky: Wie tut man Büchern Gewalt an? + Theaterkritik: "Genesis" in Zürich, "Dreigroschenoper" in Dresden, "Don Juan" in Berlin und "Faust" in Frankfurt.
Vorgeblättert
17.09.2012 Michail Schischkins neuer Roman erzählt von Sascha und Wolodja, einem Liebespaar, das sich in Briefen über Kindheit, Familie, Alltag und die Unwägbarkeiten des Lebens unterhält. Sie sind durch Raum und Zeit getrennt - nichts ungewöhnliches bei einem Briefwechsel - aber Sascha lebt in der Gegenwart und Wolodja am Anfang des 20. Jahrhunderts. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Briefsteller".
Karikaturen und Cartoons
17.09.2012 Alles wieder normal!
Dienstag, 18.09.2012
Magazinrundschau
18.09.2012 In Wired singt der Science-Fiction-Autor William Gibson ein Loblied aufs Internet. Der Merkur seziert die zertifizierte Brillanz des Experten. Vanity Fair darf mit Barack Obama auf den besten Ort des Weißen Hauses. Die polnische Jugend ist tiptop, versichert Polityka, man sehe nur den wohlinformierten Protest gegen Acta. In Newsweek erklärt Ayaan Hirsi Ali, was für Ost und West die größte Blasphemie ist: die Emanzipation der Mädchen. Film Comment porträtiert den österreichischen Regisseur Peter Kubelka. Moisés Naím hofft in Letras Libres, dass Venezuela einmal so demokratisch wird wie Chile.
Heute in den Feuilletons
18.09.2012 Nach Angela Merkels Plädoyer gegen eine Aufführung des Videos "Die Unschuld der Muslime" wird in deutschen Medien über Meinungsfreiheit diskutiert. Die FAZ fordert mehr Rücksichtnahme auf den Islam und lobt die traditionellen Medien für ihre Flexibilität. Die Welt ist gegen ein Aufführungsverbot. Auch Ayaan Hirsi Ali fordert, dass der Westen zu seinen Werten steht. Die SZ beharrt darauf: Der Protest gegen die Beleidung des Propheten hat rein soziale Ursachen!
Bücherschau des Tages
18.09.2012 Die NZZ feiert Ulf Erdmann Zieglers Roman "Nichts Weißes", der sehr elegant und feinfühlig von einer Zwanzigjährigen erzähle. Sehr spannend und sehr relevant findet die FAZ Gilbert Simondons Maschinen-Philosophie "Die Existenzweise technischer Objekte". Außerdem lobt sie Traudl Büngers Debüt "Lieblingskinder". Die SZ empfiehlt noch einmal sehr nachdrücklich Helon Habilas Nigeria-Roman "Öl auf Wasser".
Literarischer Rettungsschirm für Europa
18.09.2012 Wenn Europa sich im Bordrestaurant um die Rechnung streitet, zahlt am Ende der Dichter. Aber Islands Hallgrímur Helgason hat noch Wichtigeres im Gepäck.
Medienticker-Archiv
18.09.2012 Margarethe von Trotta über ihren Hannah-Arendt-Film - Stefan Plöchinger findet den Zustand des Web-Journalismus "peinlich" - Leistungsschutzrecht: Zeitschriftenverleger meinen andere Branchen würden besser geschützt - Islamischer Aufruhr: Aktion und Redaktion - Navid Kermani berichtet in Interviews über seine Reise durch Syrien + Strahlende Kinder: Clemens J. Setz über seinen Roman "Indigo".
Redaktionsblog - Im Ententeich
18.09.2012 Zum ersten Mal begegnete mir das Gerücht über Bettina Wulff lange Zeit vor der großen Jagd auf den Bundespräsidenten – nicht im Internet, sondern klassischer Weise in der Kneipe. Ein Freund servierte es mir im Brustton der Überzeugung. Bettina Wulff? Das weiß doch jeder! Als die Jagd auf den Präsidenten dann eröffnet war, hing dieses Gerücht wie eine üble Wolke in der Luft. Offiziell wurde sie beschwiegen. Aber wohin man man auch ging - irgendeiner zupfte einem immer am Ärmel. Am intensivsten war das Gerede in den Redaktionsstuben der deutschen Boulevard- und Qualitätsinstitute.
Mittwoch, 19.09.2012
Heute in den Feuilletons
19.09.2012 In der FAZ sprechen Timothy Snyder und Ian Kershaw über die "Bloodlands". Im Buchreport denkt der Literaturwissenschaftler Stephan Porombka über die Zukunft des Buchs, in Carta denkt Wolfgang Michal über die Vergangenheit des Urheberrechts nach. In der Welt fürchtet Necla Kelek, dass die Salafisten in arabischen Ländern weiter Terrain gewinnen. Die Debatte über ein Aufführungsverbot für das Video "Die Unschuld der Muslime" geht weiter. Und der Grünen-Politiker Omid Nouripour fragt in der FR, warum sich die arabischen Zivilgesellschaften nicht wehren. Außerdem liest Tilda Swinton "Moby Dick".
Bücherschau des Tages
19.09.2012 Die FR ist begeistert von Frode Gryttens heiter-melancholischem Roman über die Entführung des IKEA-Gründers Ingvar Kamprad. Allerdings fehlt der deutschen Übersetzung das letzte Drittel und damit die Pointe, bemängelt die NZZ. Die FAZ lässt sich von Bernhard Maier die "Geschichte und Kultur der Kelten" erklären und erinnert sich anhand der Tagebücher an den russisch-französischen Widerstandskämpfer Boris Vildé. Internetanfängern empfiehlt die SZ Markus Beckedahls und Falk Lükes Einblick in "Die digitale Gesellschaft".
Literarischer Rettungsschirm für Europa
19.09.2012 Was haben vierzig Jahre Europa Portugal gebracht? Warum haben die reichen Europäer in Portugal, Spanien oder Griechenland totalitäre Zustände geduldet, die sie in ihren eigenen Ländern nie toleriert hätten? Der portugiesische Autor Pedro Rosa Mendes zieht eine bittere Bilanz.
Medienticker-Archiv
19.09.2012 Qualitätsjournalismus: Die Gedankenspiele des Georg Mascolo und Kurt Kister - Presserat mahnt Journalisten zur Sorgfalt: "Soziale Netzwerke sind kein Selbstbedienungsladen" - Zahltag: Yahoo-Aktionäre kassieren Milliarden - Dialog: Bitkom & Börsenverein kooperieren - Charlie Hebdo: Französisches Satireblatt will neue Mohammed-Karikaturen drucken + Jakob Arjounis süffiges Porträt der Verlagsszene.
Karikaturen und Cartoons
19.09.2012 Unsere Flaggen brennen optimal.
Im Kino
19.09.2012 Wer hätte das gedacht: Michael Hanekes "Liebe" ist ein sanfter Film über die letzten Dinge, frei von Weisungen und Urteilen. Paul W.S. Andersons "Resident Evil: Retribution" ist Legobaukastenkino im besten Sinne.
Donnerstag, 20.09.2012
Heute in den Feuilletons
20.09.2012 Völlig fassungslos steht die Welt vor dem neuen Anbau des Stedelijk Museums in Amsterdam. In der FR fordert Tariq Ramadan einen verantwortungsvollen Umgang mit der Meinungsfreiheit. In der Zeit sieht Salman Rushdie das Problem ganz woanders: "Wir leben in einer Gesellschaft, deren Plage die Rückkehr der Religionen ist." Das Blog critic.de fragt: Darf ein Filmemacher wie Til Schweiger, der Millionen aus der Filmförderung erhält, seine Filme an der Presse vorbeischmuggeln?
Bücherschau des Tages
20.09.2012 Nicht bloß eine Autobiografie, eine Weltgeschichte hat Salman Rushdie mit "Joseph Anton" geschrieben, jubelt die SZ. Die FR stimmt prinzipiell zu, ist aber genervt vom Namedropping. Nach mehrmaliger Lektüre stellt die NZZ fest: Juan Goytisolos "Reise zum Vogel Simurgh" ist eine großartige Zumutung. Die Zeit feiert Kai Vogelsangs "Geschichte Chinas" als großen Wurf und erliegt bei Stefan aus dem Siepen fasziniert dem Sog des suggestiven Sprachklangs. Die FAZ findet den postmodernen Meta-Montageroman "Indigo" von Clemens J. Setz zum Verrücktlachen und stimmt Heinz Buschkowsky begeistert zu: "Neukölln ist überall".
Literarischer Rettungsschirm für Europa
20.09.2012 Flavio Soriga, eine Rothaut aus der Campidano-Ebene bei Cagliari, ist Argentinier, Grieche, Lusitanier und vor allem - Sarde. Was hat Europa mit ihm zu tun? "Eine ganze Menge, denn Europa ist, glaube ich, was wir sein wollen".
Medienticker-Archiv
20.09.2012 Leitbegriffe: Kann politische Sprache die Menschen noch erreichen? - Ingo Schulze über soziale Polarisierung und Thomas Hettche über das Ende des Buches - Julia Schramm: Klick mich nicht, kauf mich - Außergerichtlich: SZ und echobot.de einigen sich - 100 Tage: Was bleibt von der Documenta? - Für immer: Michael Hanekes "Liebe" + Feng Shui vom Schwein und Frosh-Enkel: Axel Hacke über die Poesie des Speisedeutsch.
Virtualienmarkt
20.09.2012 Weder ein amerikanischer Präsident noch die Kanzlerin sollen sich einmischen, wenn irgendjemand irgendwo einen Film macht oder eine Karikatur zeichnet. Abwiegelung ist keine Technik der Deeskalation und die Kunstfreiheit wichtiger als Tagespolitik.
Freitag, 21.09.2012
Heute in den Feuilletons
21.09.2012 Die FR feiert zwei Ausstellungen: Ron B. Kitaj in Berlin und Narren, Künstler, Heilige in Bonn. In der Welt wundert sich Henryk Broder: Ein neuer Faschismus erhebt sein Haupt, und der Rest der Welt steckt den Kopf in den Sand. Das war schon vor zwanzig Jahren nicht anders, meint Kenan Malik in seinem Blog. Für Tim Wu geht's mit Apple bergab. Michael Wolffsohn bedankt sich im Tagesspiegel für die Beschneidungsdebatte. Zwei deutsche Alpha-Journalisten fetzen sich auf Twitter über #LSR. Und dräuend dröhnt es aus der FAZ, denn Drohnen drohen.
Bücherschau des Tages
21.09.2012 Gleich zweimal setzt sich die FAZ mit Mozarts "Zauberflöte" auseinander, mit Jan Assmanns kundigem "Opernbegleiter" und Eva Gesine Baurs Biografie des Librettisten Emanuel Schikaneder. Für die SZ ist Hans Blumenbergs Analyse der Wassermetaphorik eine Quelle der Inspiration. In Hans-Joachim Maaz' Studie über "Die narzisstische Gesellschaft" lernt die NZZ den Narzissmus als Wurzel allen Übels kennen. Und die taz erfährt aus der Steinbrück-Biografie von Eckart Lohse und Markus Wehner: "Steinbrück kann Kanzler, aber es würde nicht gutgehen" (Theo Waigel).
Literarischer Rettungsschirm für Europa
21.09.2012 In vier Bilddichtungen und einem Essay schreitet der bulgarische Dichter Georgi Gospodinov die Skala des europäischen Radios von der Vorkriegszeit bis heute ab, bis zum Europa der Krise.
Medienticker-Archiv
21.09.2012 Von wegen Wut: Newsweek-Aktion zu muslimischen Protesten - Aggregatoren vs. Verlage: Webfirmen gegen Leistungsschutzrecht - Rundfunkreform: GEZ kassiert in Kitas - Vom Studenten-Experiment zur Welt-Bühne: Peter Iden über 50 Jahre Berliner Schaubühne - Wolfram Schütte über die biografische Miniatur "Blitze" von Jean Echenoz - Reinhold Neven DuMont zum Tod von Herbert Rosendorfer + Nationalhymnen: Dieter Hildebrandt würde gerne darauf verzichten.
Karikaturen und Cartoons
21.09.2012 Ruhe bewahren.
Samstag, 22.09.2012
Heute in den Feuilletons
22.09.2012 In der Welt erinnert Wolfgang Kraushaar an den Brandanschlag auf ein jüdisches Altenheim in München 1970 und hofft, dass das Schweigen der Täter und Mitwisser demnächst gebrochen werden kann. Die taz hat gelesen und befunden, dass die deutsche Literatur sehr wohl auf der Höhe der Zeit sei. NZZ und FAZ erinnern an den Skandal der Fatwa gegen Salman Rushdie. Die SZ bringt Jürgen Habermas' Rede zum Juristentag, in der er einen Zusammenschluss Europas gegen die Finanzmärkte empfiehlt.
Bücherschau des Tages
22.09.2012 Die FAZ verliebt sich in einen Superwurm und anderes zappelndes Getier. Die SZ lässt sich von Christoph Peters' Roman "Wir in Kahlenbeck" in eine katholische Erziehung einführen. Die taz betritt großäugig die prächtige historische Wunderkammer, die David Mitchell mit seinem Roman "Die tausend Herbste des Jacob de Zoet" öffnet. NZZ und FAZ durchleiden an der Seite Salman Rushdies die Fatwa.
Literarischer Rettungsschirm für Europa
22.09.2012 Julia lebt in einem Dorf in der Westeifel, direkt an der belgischen Grenze. Hier verlief Hitlers Westwall, hier wurden während des Kriegs Juden über die Grenze geschmuggelt und nach dem Krieg Kaffee und Zigaretten. Heute machen hier die Kraniche Rast auf ihrem Weg in den Süden. Eine Geschichte aus dem Grenzland.
Montag, 24.09.2012
Heute in den Feuilletons
24.09.2012 Im Tagesspiegel findet Günter Wallraff den Ausweg aus dem Kampf der Kulturen: Überschwemmt die Zeitungen mit Karikaturen. Die FAZ feiert einen ZDF-Film über die Entführung Jakob von Metzlers. In der Welt hält Ian Wardropper von der Frick Collection die Stadt Berlin für fähig, die Gemäldegalerie zu verlegen. Neil McGregor vom British Museum glaubt das in der FAZ auch. taz und FR staunen über den chinesischen Begriff der Menschenrechte. Bei den angeblich spontanen Protesten gegen ein dummes Video geht es nur um eins, meint Salman Rushdie im CNN-Interview: Macht.
Bücherschau des Tages
24.09.2012 Die SZ freut sich über die beißende Politsatire "Drei weiße Särge" des Kolumbianers Antonio Ungar, der Lateinamerika-Romantik und Magischen Realismus weit hinter sich lasse. Andächtig in Händen gehalten hat sie auch den Bildband "Sense of Place" mit europäischer Landschaftsfotografie. Die FAZ liest Adalbert Stifters Erzählungen der Unmöglichkeit "Nachkommenschaften". Außerdem würdigt sie noch einmal Hans-Peter Schwarz' voluminöse Kohl-Biografie.
Literarischer Rettungsschirm für Europa
24.09.2012 Der kroatische Dichter Marko Pogacìar resümiert seine wichtigsten Integrationserfahrungen: hinter den verschlossenen Türen der Polizeistation in der Zagreber Petrinska-Straße, auf der Titelseite der größten türkischen Tageszeitung, in einer Massenschlägerei beim Lyrikfestival im polnischen Bydgoszcz und auf dem Flughafen in Kopenhagen, wo ihm ein Licht aufgeht.
Medienticker-Archiv
24.09.2012 Das Who's who der Lesegeräte: Die Vermessung der E-Book-Welt - Web 2.0: User bei Medienhäusern tonangebend - Die Wut-Onliner kommen: Konsumisten oder schlichte Handlanger der Industrie? - 100 Jahre Echtzeitkommunikation: Kafka erweckt das Internet und fürchtet sich - Interviews: Wolf Haas über seinen neuen Roman und Michael Haneke über seinen neuen Film + Widmar Puhl über Wulf Kirstens "Fliehende Ansicht".
Karikaturen und Cartoons
24.09.2012 Welche Hingabe!
Dienstag, 25.09.2012
Magazinrundschau
25.09.2012 Fette Beute diese Woche! Virginia Quarterly schickt eine adrenalingeladene Reportage vom Wahlkampf in Burma. Die NYT erfährt eine authentisch antikapitalistische Behandlung auf Kuba. Im Guardian erklärt Alan Hollinghurst, wie man Racine übersetzt. Die Medien sind entsetzt über die Reaktion der Medien auf das Mohammed-Video. Im New Statesman erklärt Neal Stephenson, warum heute keiner mehr Leibniz sein kann. Il Post diagnostiziert die Misere des italienischen Internets. In der Boston Review fragt Philip Gourevitch: Für wen sind wir in Syrien? Und The New Republic sagt dem Kino leise Servus.
Heute in den Feuilletons
25.09.2012 Die Welt erzählt, wie Glenn Gould und Elisabeth Schwarzkopf einmal nicht zusammen musizierten. Dafür spielt Lang Lang auf dem Klavier von Gould Bach, und zwar recht schnell. Zu Goulds Achtzigstem. In der FR spricht sich Götz Aly für eine Velegung der Stasiakten ins Bundesarchiv aus. Die NZZ liest eine Studie, die herausgefunden hat, dass Deutschland von Fukushima doppelt so heftig betroffen war wie Großbritannien. Und in der SZ erklärt der ehemalige Verfassungsrichter Dieter Grimm zornigen jungen Männern, was es mit dem öffentlichen Frieden auf sich hat.
Bücherschau des Tages
25.09.2012 Die taz feiert Reinhard Kaiser-Mühleckers tragischen Roman "Roter Flieder", der konsequent alle Moden des Literaturbetriebs unterlaufe. Die FAZ wirft mit Lisa Randalls "Die Vermessung des Universums" einen Blick in die Physik von morgen und versinkt mit Carol Birchs Roman "Der Atem der Welt" im London des Jahres 1850. Die SZ liest Edmund Stoibers Autobiografie und erkennt in Heinz Buschkowskys Klage "Neukölln ist überall" die Text gewordene Berliner Schnauze.
Literarischer Rettungsschirm für Europa
25.09.2012 Von Europa sprechen, heißt von Freiheit sprechen. Für den ungarischen Autor György Dragomán ist diese Freiheit nach den Erfahrungen der Diktatur der einzige Sinn von Europa.
Medienticker-Archiv
25.09.2012 Zeitungskrise in Schweden: Svenska Dagbladet verzichtet auf ihr tägliches Feuilleton - Urheberrechtsstreit: Die ideologisierte Debatte - BVDA: Zeitungen gehen in die Offensive und Huffington Post gibt italienische Ausgabe heraus - The European: Aus dem Netz an den Kiosk - "E-Books werden die Buchbranche töten": Jussi Adler-Olsen über den digitalen Wandel + Inszenierte Empörung: Die Medien und das Mohammed-Video.
Mittwoch, 26.09.2012
Heute in den Feuilletons
26.09.2012 In der NZZ freut sich der Amsterdamer Schriftsteller Abdelkader Benali über die Marginalisierung des Geert Wilders. Im Blog der NYRB erinnert sich Charles Kaiser ans große Jahrzehnt des homosexuellen Coming Outs in New York - die siebziger Jahre. Die FAZ erzählt die Geschichte des Kairoer Bloggers Albert Saber, dem Atheismus vorgeworfen wird. GQ interviewt Pussy Riot. Alle gratulieren Karl-Heinz Bohrer zum Achtzigsten. Und Charlie Hebdo bringt erstmals in seiner Geschichte ein verantwortungsvolles Magazin heraus.
Bücherschau des Tages
26.09.2012 Die FAZ freut sich über "Notationskunde", Manfred Hermann Schmids anregende Studie über die Geschichte musikalische Schriftlichkeit. Außerdem lernt sie von Charles Duhigg der "Macht der Gewohnheit" zu trotzen. Die NZZ ist begeistert von Sepp Malls ironischer Familiensaga "Berliner Zimmer". Zu viel des Guten!, ächzt die FR über Clemens J. Setz' Roman "Indigo".
Literarischer Rettungsschirm für Europa
26.09.2012 Im europäischen Haus ist kein Platz für den russischen Bären. Wo soll er hin, fragt sich Michail Schischkin. Er vergleicht Russland mit einem Metrozug, "der vom einen Ende des Tunnels zum anderen fährt - von der Diktaturordnung zur Anarchodemokratie und zurück. Das ist seine Strecke. Kein anderes Ziel erreicht man in diesem Zug."
Medienticker-Archiv
26.09.2012 Spiegel-Affäre 1962: Selbstreflexion und Relativierung - BDZV: Zukunft des Zeitungsjournalismus - Zeitungskrise 2012: Hilflos in Nürnberg - Nachrichtenaggregator: Google macht News in Deutschland "sozialer" - Ein bisschen unheimlich: Alexander Kluge über "Mensch 2.0." und die Evolution in unserer Hand - Vati war der Beste: Die neue Liebe der Journalisten zu Helmut Kohl + Willkommen in Frogtown: Daniel Woodrell über seine "Bayou"-Trilogie.
Karikaturen und Cartoons
26.09.2012 Witz mit so 'nem Bart.
Im Kino
26.09.2012 Ein sinnlicher Film über Menschen, die sich gegenseitig Verletzungen zufügen ist Mia Hansen-Løves "Un amour de jeunesse". In Terence Davies' "The Deep Blue Sea" bekommt man Liebe vorgeführt als starres Regime, das starke Subjekte produziert.
Donnerstag, 27.09.2012
Heute in den Feuilletons
27.09.2012 Auf der Website von Litflow annonciert Clemens J. Setz den Tod des Todes des Autors. Die Welt ist leicht irritiert: Quietschbunt wie ein Kinderladen ist die Lobbyzentrale von Google in Berlin. In der FAZ freut sich BHL über die Demokratiebewegung in Libyen. Die Zeit veröffentlicht Gefängniskassiber Hans von Dohnanyis. Die taz befreit sich mit Mühe vom Übergewicht Helmut Kohls. Die in diesen Dingen vorsichtige SZ spricht sich gegen aufdringlichen Mut von Mohammed-Karikaturen aus.
Bücherschau des Tages
27.09.2012 Die FAZ lobt Stefan Krolls Studie über "China und das europäische Völkerrecht" als Musterbeispiel interdisziplinärer Forschung. Die SZ freut sich, dass Nadine Gordimer mit "Keine Zeit wie diese" einen hochpolitischen Roman geschrieben hat. Nicht ganz so spannend und komplex wie die Wirklichkeit findet Stefan Aust den Ulrike-Meinhof-Roman "Theres" von Steve Sem-Sandberg in der Zeit. Herzhafte Verrisse gibt es außerdem von Neil Youngs Autobiografie und Stephan Thomes "Fliehkraft", einem Favoriten auf den Deutschen Buchpreis.
Literarischer Rettungsschirm für Europa
27.09.2012 "Mehrstaatlichkeit ist meine Identität. Ich glaube an Vermischung und Verfärbung." Deshalb und weil die Niederlande immer antieuropäischer werden, möchte Adriaan van Dis endlich einen europäischen Pass, eine europäische Krankenversicherung und europäische Steuern zahlen.
Medienticker-Archiv
27.09.2012 Man muss immer modern sein: Wolfram Schütte zum 100. Geburtstag von Michelangelo Antonioni - Netzpolitik: Wer bestimmt, was Redefreiheit ist? - Gegen die Big Four: Die Plattform der Zeitschriftenverleger - Thomas Stadler über sauberes, schönes Internet - T. C. Boyle: "Amerika droht eine Diktatur der Reichen" + Friedrich Küppersbusch über die geistig-moralische Wende vor dreißig Jahren.
Essay
27.09.2012 Wir treten ein in die Boom-Zeit der Literatur. Und wer jetzt die Augen zumacht und behauptet, das alles sei flach, sei nur technische Spielerei, der ist taub. Wie der Text zum Flow wird, lässt sich noch nicht absehen. Die Litflow in Berlin erlaubt morgen und übermorgen, neues Denken über das Schreiben zu tanken.
Karikaturen und Cartoons
27.09.2012 Heute: Schon besetzt.
Freitag, 28.09.2012
Heute in den Feuilletons
28.09.2012 Im Perlentaucher skizziert Stephan Porombka die Zukunft des Schreibens. Felix Schwenzel nahm an einer Diskussion über "geistiges Eigentum" teil und verließ sie in tiefer Hoffnungslosigkeit. Die Tagesschau-App eines bestimmten Tages wurde gerichtlich verboten - und die FAZ feiert das als "Zeichen der Freiheit". Die NZZ beleuchtet die bewegte Geschichte der Inselgruppe Senkaku beziehungsweise Diaoyu. Die SZ verzweifelt an Berlin. Aber Kai Biermann weist einen Weg aus der Krise.
Bücherschau des Tages
28.09.2012 Große Begeisterung lösen bei der FAZ die Debütromane von David Bezmozgis und Germán Kratochwil aus. Die NZZ gratuliert Donna Leon zum Siebzigsten und zum neuen Krimi "Himmlische Juwelen". Die SZ ist entzückt von den zwischen dem Deutschen und dem Russischen changierenden Gedichten der Bachmann-Preisträgerin Olga Martynova.
Literarischer Rettungsschirm für Europa
28.09.2012 Wenn der lettische Autor Sergej Timofejew versucht, sich Europa vorzustellen, steht er "vor einer kilometerlangen und stummen Mauer, der Europäischen Mauer, der Mauer meiner eigenen Unfähigkeit, der Mauer eines tiefen Unverständnisses". Nur die Alten wissen, was Europa für sie ist.
Karikaturen und Cartoons
28.09.2012 Von Äpfeln und Birnen.
Samstag, 29.09.2012
Heute in den Feuilletons
29.09.2012 Die SZ sieht die Strahlkraft westlicher Werte vom Aufstieg Chinas nicht bedroht. Angesichts des Putinkults fühlt sich die taz in die Zarenzeit zurückversetzt. Welt und FAZ werfen einen Blick auf Neuseeland, das Gastland der Frankfurter Buchmesse. Nadine Gordimer zeigt sich in der NZZ enttäuscht von der Entwicklung Südafrikas. NZZ, taz und FR würdigen Michelangelo Antonioni, der heute vor 100 Jahren geboren wurde. Von Joanne K. Rowlings Erwachsenen-Roman ist man einhellig unterwältigt.
Bücherschau des Tages
29.09.2012 Ein Jahrhundertpanorama entfaltet Alan Hollinghurst in seinem neuen Buch "Des Fremden Kind", stellt die FAZ beeidruckt fest. Äußerst angetan ist sie außerdem von Alexander Kluges Fukushima-Hörbuch "Die Pranke der Natur" und einer neuen Brecht-Biografie von Jan Knopf. Die NZZ staunt über den enzyklopädischen Bienenfleiß in Ralph Dutlis "Kulturgeschichte der Biene". Die taz warnt Krimi-Puristen vor kabarettistischem Beiwerk in Horst Evers' "König von Berlin". In Joanne K. Rowlings sozialkritischem Kleinstadtroman "Ein plötzlicher Todesfalle" vermissen alle Harry Potter.
Literarischer Rettungsschirm für Europa
29.09.2012 Interpretation bedeutet in der modernen Welt, in der verschiedene Werte und Sichtweisen des Lebens koexistieren, zwangsläufig auch Konfrontation. Davon jedoch, fürchtet der slowenische Autor Drago Jan?ar, wollen die Pragmatiker des freien Handels nichts wissen. Und darum stehen wir heute vor einer apokalyptischen Vision: Fällt der Euro, fällt Europa.