Perlentaucher - Online Kulturmagazin mit Presseschau, Rezensionen, Feuilleton

zuletzt aktualisiert 10.02.2026, 15.41 Uhr
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Sortiert nach Datum | Rubriken

Dienstag, 01.12.2020

Magazinrundschau

Oma war musikalisch, arm, komisch und bockig

01.12.2020 In Magyar Narancs empört sich der Schriftsteller Dénes Krusovszky über den Missbrauch von Kertesz-Zitaten für die antisemitische Agenda der Orban-Regierung. Keine Demokratie ist stark durch ihre Güte, verkündet in Atlantic der Historiker Peter Turchin. Der Merkur analysiert den Trend zum Ausschlusswort "Pöbel". Deník Referendum deckt die bis zum Premierminister Andrej Babiš reichenden Hintergründe einer ökologischen Katastrophe in Tschechien auf. Guernica zeichnet das weibliche Bild der Appalachen.

9punkt - Die Debattenrundschau

Gerda, Elvira und Marlene, die kenne ich doch

01.12.2020 In der FAZ attackiert Sebastian Turner die Deutsche Post, Twitter und Facebook, aber auch die deutsche Presse. Thomas M. Eppinger kritisiert bei Mena-Watch die Voreingenommenheit der heutigen "woken" Linken für das Religiöse. Die Bundesregierung hat ein Milliardenprogramm zur Rassismusbekämpfung beschlossen. Naika Foroutan äußert sich im Dezim-Institut milde angetan, verlangt aber mehr. In der NZZ übt die  Migrationsforscherin Sandra Kostner scharfe Kritik am Begriff "struktureller Rassismus". Die meisten Bürger sind fest überzeugt, sich an die Corona-Regeln zu halten, stimmt aber nicht, beobachtet die SZ.

Efeu - Die Kulturrundschau

Herr der Erschöpfung

01.12.2020 Der DlfKultur begeistert sich für die Parallelwelten des Schriftstellers Hervé Le Tellier, der gestern mit dem Prix Goncourt ausgezeichnet wurde. Diversität der Sprache, findet Olga Martynova in der FAZ, umfasst auch Begriffe wie "Tunte, Zigeuner und Jude". Die NZZ lernt von der indischen Architektin Anupama Kundoo, wie man ein Biryani kocht. Die SZ bewundert die Raumschiffe, die Captain Corbusier in die französischen Alpen rammte. Die taz dankt Coco Chanel noch immer für die Befreiung der Taille. Der Guardian sucht Trost in Blumenbildern.

Medienticker

Schlange im Wolfspelz

01.12.2020 Streit über Rundfunkgebühren: Haseloff zieht die Notbremse - Was Denker in der Corona-Krise raten würden - Gleichstellung: Wie sinnvoll ist das Gendersternchen? - DDR-Bürgerrechtler: Vom SED-Gegner zum Corona-Leugner - Kunstraub in der DDR: Beschlagnahmt zur Beschaffung von Devisen - Wahrheit: Gespräch mit Markus Gabriel - Ethnische Minderheiten verdienen weniger + Glückwunsch: Bette Midler wird 75.

Bücherschau des Tages

Immer radikal, niemals konsequent

01.12.2020 Als herrlich schrulliges Amerika-Epos feiert die FAZ den "Volkswagen Blues" des Kanadiers Jacques Poulin. Der DlfKultur erkundet mit Helon Habilas "Reisen" den Transitraum Berlin. Auch Germano Almeidas kapverdischer Roman "Der treue Verstorbene" gefällt ihm gut. Die taz empfiehlt Kaska Brylas Debütroman "Roter Affe", der um eine Gefängnispsychologin der JVA Moabit kreist. Die FR ballt die Faust beim Blick auf den Atlas der Weltwirtschaft. Die Welt feiert Enrico Marinis Germanen-Comic "Die Adler Roms", der drastisch, aber nicht eindimensional die Geschichte der Hermannschlacht erzählt.

Mittwoch, 02.12.2020

Efeu - Die Kulturrundschau

Das Fanatische fehlt komplett

02.12.2020 Solange Wien so viele Zumutungen aushalten muss, wird Katharina Cibulka die Stadt schonen, erfährt der Standard von der Interventionskünstlerin. Der Tagesspiegel reist mit dem Omniversal Earkestra durch Mali. Die FAZ erkundet mit Tomohiko Itôs Animationsfilm "Hello World" die Liebe in Zeiten des Quantencomputers. Die stets kunst- und sachverständige Literaturredakteurin Angela Schader verabschiedet sich in edito.ch von der NZZ mit einem besorgten Blick auf die Zukunft der Kritik und der freien Mitarbeiter.

9punkt - Die Debattenrundschau

Die unzähligen vorgeschobenen Argumente

02.12.2020 Im Perlentaucher kritisiert Peter Mathews das "Wehrhafte-Demokratie-Fördergesetz", mit dem die Bundesregierung Rechtsextremismus bekämpfen will - und nebenbei einen bestimmten Antirassismusbegriff instituiert. Allein schon die Debatte um die Erhöhung der  Rundfunkgebühren ist ein Erfolg der Rechtsextremen, meint Leonhard Dobusch in Netzpolitik. In der taz will sich Charlotte Wiedemann ihren Abscheu vor den Mohammedkarikaturen nicht untersagen lassen. In der NZZ will der Kulturtheoretiker Homi Bhabha den Begriff der Staatsbürgerschaft neu definieren.

Medienticker

Das Digitale ist ein Stiefkind

02.12.2020 Zoff über Rundfunkbeitrag + Digitalgipfel: Merkel fordert mehr Tempo - Der erste Buch von Monika Maron bei Hoffmann und Campe - Esther Safran Foer über ihr Buch "Ihr sollt wissen, dass wir noch da sind" - BookExpo America:  Ende einer Ära - Mit Paul Cézanne neues Denken lernen - Buch-Weihnachtsgeschäft in Gefahr -  Zum Zusammenschluss von Thalia & Mayersche & Ossiander - Rettung des Kinos: Kulturpolitisches Kino-Zukunfts-Programm - Aktuelle Buchcharts + Konzert zum 30. Todestag von Aaron Copland.

Bücherschau des Tages

Loblied auf die Poesie

02.12.2020 FAZ und SZ atmen erleichtert auf: Nichts anstößiges oder erregungswertes fanden sie in Michel Houellebecqs Essays und Monika Marons Erzählung über den Hund Bonnie Propeller. Die FAZ empfiehlt außerdem Gabriel Josipovicis mit viel Kompositionswitz verfassten Roman "Wohin gehst du, mein Leben?" Die NZZ liest Aischylos' "Der gefesselte Prometheus" als postdramatisches Theater avant la lettre. Dlf Kultur vertieft sich in Joni Saegers "Frauenatlas".

Donnerstag, 03.12.2020

9punkt - Die Debattenrundschau

Letztes Bollwerk gegen das Chaos

03.12.2020 In der FR schlagen Claus Leggewie und Patrizia Nanz vor, aus der Paulskirche einen Ort "für aktuelle demokratiepolitische Experimente" zu machen. In der FAZ fordert Bernhard Schlink eine "europäische Dienstpflicht" für Jugendliche. In der Zeit erinnert Adam Krzeminski am Willy Brandts Kniefall vor fünfzig Jahren und erklärt, warum er in Polen zensiert wurde. Die Verhaftung Joshua Wongs steht für die Zerstörung Hongkongs, schreibt Lea Deuber in der SZ. Und laut Emma kann Nasrin Sotoudeh den heute verliehenen "Right Livelihood Award" nicht entgegennehmen: Ihr Hafturlaub läuft aus.

Efeu - Die Kulturrundschau

Harte Ambivalenzen

03.12.2020 So hat Adoleszenz ausgesehen kurz nach der Jahrtausendwende, ruft die taz vor den Comicfiguren der Bunny Rogers. Die nachtkritik taucht ein in die immersive Theaterszene Britanniens. In der SZ wirft Maxim Biller der Kabarettistin Lisa Eckhart Antisemitismus vor - und kritisiert ihre Einladung ins Literarische Quartett. Und: Isabelle Huppert, Hanns Zischler und die Feuilletons gratulieren Jean-Luc Godard zum Neunzigsten.

Medienticker

Liebe, Tod, le Cinéma

03.12.2020 Plattform für junge Autoren & Webportal "Patreon" als Zukunftschance für Musiker - Rhythmus & Klang der Sprache: Ulrike Draesner im Gespräch - Wolff-Christoph Fuss über Geisterball - Susan Sontags Essay "Wie wir jetzt leben" - Micha Brumlik über Religion: Ohne Glaubensbezeugung geht es nicht - S wie Siegfried" oder Samuel: Wir buchstabieren immer noch wie die Nazis -  "Wir graturilieren": Alice Schwarzer wird 78., First Lady des deutschen Feminismus - Wie die Pandemie die Grenzen des Nationalstaats sichtbar macht - Verschwinden die Kinos?, Online-Streaming boomt! - Und ewig währt die Wurstsemmel.

Bücherschau des Tages

Radikale Aufrichtigkeit

03.12.2020 Die SZ erkennt das künstlerische Talent Mary Warburgs in der Monografie von Michael Diers und Bärbel Hedinger. Die Zeit bewundert den prophetischen Blick Michel Houellebecqs. Seine Essays sind ganz auf der Höhe der Zeit, meint auch Dlf Kultur. Ebenfalls in der Zeit empfiehlt Peter Sloterdijk in Sachen Weltklugheit Baltasar Gracians Brevier der Verhaltenskunst am Hofe. Dlf Kultur lernt einiges über die Befindlichkeiten der Briten in Ali Smiths Roman "Winter".

Freitag, 04.12.2020

9punkt - Die Debattenrundschau

Geradezu groteske Interessenkonflikte

04.12.2020 Wie genau wird eine Stadt zur "Europäischen Kulturhauptstadt" erklärt? Durch ein "internationales Friends-and-Family-Netzwerk", das ähnlich wie die Fifa agiert, hat die SZ herausgefunden. Charlie Hebdo setzt seine Berichte über den Prozess zu den Massakern von 2015 fort: Warum starb die Polizistin Clarissa Jean-Philippe? Auch im Walter-Lübcke-Prozess wird um die Wahrheit gerungen, berichtet die taz. Die FAZ fragt im Wirtschaftsteil: Wie ungemütlich wird ein möglicher Boykott der Olympischen Winterspiele in China 2022 für die deutsche Wirtschaft? Viel diskutiert wird nach dem Debakel in Sachsen-Anhalt um Rundfunkpolitik.

Efeu - Die Kulturrundschau

Das Beben zwischen den Silben

04.12.2020 Die Berliner Zeitung lässt sich in die inneren Gärten und warmen Wellen der Outsiderkünstlerin Sonja Halbfass ziehen. Die taz sieht die Sonne aufgehen in einer Ausstellung mit feministischen Arbeiten aus den letzten sechzig Jahren. In der SZ sagt Terezia Mora nein, danke zu Tageslichtlampen. Der Freitag sucht einen Ausweg aus den Echokammern von Spotify. Und: die große Schauspielerin Jutta Lampe ist gestorben. In der FAZ erinnert Gerhard Stadelmaier an eine Unvergessliche.

Medienticker

Take Five and more

04.12.2020 Aktualisiert: Sachsen Anhalts Rundfunkgebühren-Streit: Ministerpräsident entlässt Innenminister - Scharfe Kritik am Gesetzentwurf zum Urheberrecht - EU-Kommission: Google, Amazon, Facebook & Apple beherrschen das Internet - Übersetzerfonds: 1,684 Millionen Euro für Übersetzungen - "Herzenssache" Christa+Gerhard Wolf: Leben und Literatur - KI: YouTube warnt User vor Hass-Kommentaren - Alternativer Nobelpreis für Mutige - Peter Stein zum Tod von Jutta Lampe + In memoriam:  Zum Hundersten von Dave Brubeck - Die Wochenend-Hör+TV-Tipps.

Bücherschau des Tages

Land der kleinen Wunder

04.12.2020 Die SZ bewundert, wie zärtlich Manuel Vilas in seinem Memoir „Die Reise nach Ordesa“ vom Schweigen in der Familie und vom Klassenbewusstsein in der spanischen Gesellschaft erzählt. Bewegt liest sie auch Carl Laszlos Erinnerungen an Auschwitz. Die FAZ staunt mit Jana Sophia Nolle über abenteuerliche Obdachenlosenbehausungen in San Francisco. Die NZZ empfiehlt nachdrücklich Andreas Kosserts Menschheitsgeschichte über die Flucht. Und Dlf Kultur erkennt in Jay Howard Gellers Geschichte der Sholems das ganze Panorama der deutsch-jüdischen Kultur im 19. und 20. Jahrhundert.

Samstag, 05.12.2020

9punkt - Die Debattenrundschau

Dieses Heilsgeschehen

05.12.2020 Klimawandel, Corona und islamistische Gewalt werden in Nordostnigeria zu einer einzigen Katastrophe, fürchtet die taz. Hat das iranische Regime erst die Bombe, ist der Schritt zur ersehnten Apokalypse nicht mehr weit, schreibt Richard Herzinger in seinem Blog. Die FAZ blickt auf das Coronajahr aus der Perspektive der Buchbranche - und am Ende ist es gar nicht so schlecht gelaufen. Im Charlie-Hebdo-Prozess haben die Anwälte der Nebenkläger ihre Plädoyers gehalten, über die Yannick Haenel in seiner Charlie-Kolumne berichtet.

Efeu - Die Kulturrundschau

Im Vorbeigehen gesetzte Killerpointen

05.12.2020 Die NZZ sucht ihre innere Balance in einer Ausstellung über die Welt der Buddhas. Was ist, wenn Corona aus ist und keiner geht mehr ins Theater, fragt der Standard. Der Freitag erzählt die Geschichte eines Theaterstücks, das ein hoffnungsfroher Michail Bulgakow 1939 zum 60. Geburtstag Stalins schrieb. Die SZ legt uns Jamaica Kincaids süß duftende Romane ans Herz.

Bücherschau des Tages

Welteroberung durch das Lesen

05.12.2020 Die FAZ vertieft sich in Melisa Erkurts Buch "Generation haram" mit seinem Erfahrungsschatz aus dem Schulalltag von Migrantenkindern. Die FR beobachtet staunend, wie sich die fünfeinhalbjährigen Rosalie 1916 selbst das Lesen beibringt. Die taz schwelgt in den Kochrezepten des Londoner River Cafés. Die Welt liest Robert Zoskes Sophie-Scholl-Biografie. Dlf Kultur wird mit Kate Davies zum "Love Addict".

Montag, 07.12.2020

9punkt - Die Debattenrundschau

Eine kleine Probe für die wirkliche Krise

07.12.2020 Der Brexit liegt in den letzten Zügen. Im Guardian fragen die PolitologInnen Anand Menon und Jill Rutter, warum sich am Ende die Brexit-Fundamentalisten fast ganz durchsetzten.  Heute vor fünfzig Jahren kniete Willy Brandt vor dem Mahnmal für das Warschauer Ghetto nieder. In der taz erzählt Gabriele Lesser, warum die Polen nichts davon erfuhren. Die Coronakrise wird vorübergehen, übrig bleiben wird ein digitaler Feudalismus, prophezeit Boris Groys in der SZ. Und der Klimawandel, sekundert Slavoj Zizek in der FR. Im Observer lernt Nick Cohen mit Blick auf Xinjiang: Sklaverei ist ein System, an das sich die Welt gewöhnt.

Efeu - Die Kulturrundschau

In den Sphären des Besonderen

07.12.2020 Der Guardian blickt mit Tracey Emin und Evard Munch gleich doppelt tief in die Seele gemarterter Frauen. SZ und Standard erschauern unter Martin Schläpfers Wiener Choreografie zu Gustav Mahlers vierter Sinfonie. Im Tagesspiegel sucht Agnès Gayraud die Versöhnung von Adorno und Pop. Die Zeiten stehen auf Kampf, erkennt ZeitOnline und schnürt sich ihre Chunky Boots noch ein wenig fester. Und die SZ gönnt sich mit Peter Stricklands Kurzfilmen eine Kopfmassage.

Medienticker

Raus aus der Kreidezeit

07.12.2020 Was haben Trump & Wilhelm II gemeinsam? Historiker Christopher Clark im Gespräch - Schulbuchverlage forcieren die digitale Transformation; virtueller Unterricht ist jedoch noch zu zaghaft - Dokumentation 50 Jahre ECM - Bayerischer Rundfunk untersagt "Gender-Lücke" + Krimibestenliste Dezember: Rassismus und Polizeigewalt im Krimi.

Bücherschau des Tages

Halbseidener Reiz

07.12.2020 Einer hinreißenden poéte maudite im iranischen Kerker begegnet der DlfKultur in Ava Farmehris Roman "Im düstern Wald werden unsre Leiber hängen". SZ und DlfKultur stillen mit Axel Schildts Geschichte "Medien-Intellektuelle in der Bundesrepublik" ihren Lesehunger und Theoriedurst. Große Klasse findet die taz Grant Geissmans Geschichte der EC Comics, deren Horror- und Crime-Stories so brutal genial waren, dass sie verboten wurden.

Dienstag, 08.12.2020

Magazinrundschau

Von Birke zu Tanne

08.12.2020 Die London Review lernt von Fernand Braudel am Beispiel der globalisierten Welt der Renaissance, wie sich Kultur ausbreitet. Intercept verfolgt die Cyberpolizei in Kaschmir. Die New York Times lernt die rhizomatischen Verbindungen der Bäume kennen. Respekt würdigt den großen Antonin Liehm. In Radar erzählt der Philosoph Ricardo Forster, wie ein Streit um Diego Maradona ums Haar einen Benjamin-Kongress sprengte. In Daily Beast überlegt Steven Soderbergh, wie sich die Filmhäuser als Repertoire-Kino neu erfinden könnte. Republik warnt vor der fundamentalistischen Internationale der Evangelikalen.

9punkt - Die Debattenrundschau

In einer ohnehin schon angstvollen Zeit

08.12.2020 Wieso schaffen wir es in Deutschland nicht, der Corona-Toten angemessen zu gedenken fragt die taz. Dass die Deutschen ein Problem mit Opfern haben, stellen auch neun ehemalige Geiseln der "Landshut" fest, die in der Welt ein Museum des Deutschen Herbstes fordern. Zeit online stellt Prabhat Agarwal vor, der den Widerstand des gallischen Dorfs EU gegen die  Macht von Google, Amazon, Facebook und Apple organisiert. In der FAZ spricht Johannes Willms über den Gaullismus als Gefängnis Emmanuel Macrons. New York Times und Heise.de thematisieren die neue Macht der Musikindustrie.

Efeu - Die Kulturrundschau

Notfalls auch in Sanskrit

08.12.2020 Mustergültig findet die Welt, wie klug und ehrlich das Stuttgarter Lindenmuseum seine ethnologische Sammlung aufarbeitet. Nach Erich Wolfgang Korngolds Oper "Die tote Stadt" taumelt sie in einem freudianischen Klangrausch. Die NZZ verliebt sich in Winterthur in ein Krokodil aus Holz. Louise Glück erklärt in ihrer Nobelpreisrede ihre Poetologie. Zum vierzigsten Todestag von John Lennon erinnert die SZ an den Schläger und Hamburger Kiezrocker, der er war, bevor er ein Hippie wurde.

Medienticker

Liebe, Macht, Gewalt

08.12.2020 Rundfunkbeitrag: Haseloff stoppt Erhöhung - Neue Streamingdienste: Bekannte Masche in neuem Gewand & Dylans Rechte-Verkauf - Künstliche Intelligenz: Das schiefe Bild des Richard David Precht - Antonio Pigafetta. Augenzeuge der Kolonisierung -  Online-Handel beklagt Lieferengpässe - Digitale Parteitage: Ohne Applaus & Jubel - Neologismen: Die Sprachknospen unserer Gegenwart - 40. Todestag von John Lennon & ein verschüttetes Interview aus den Siebzigern.

Bücherschau des Tages

Stiller Goldregen

08.12.2020 Mit allergrößtem Vergnügen lässt sich der DlfKultur von Laurent Binet erzählen, wie der Inkaherrscher Atahualpa nach der Niederlage des Kolumbus gen Osten aufbricht, Europa erobert und 95 freundliche Sonnenthesen verbreitet. Erhellend findet er allerdings auch Antonio Pigafettas Bericht von seiner Weltumsegelung mit Magellan. Als einleuchtend und informativ empfiehlt der Dlf Ute Freverts Lexikon der "Mächtigen Gefühle". Und die SZ schüttelt den Kopf über eine Edition von Heideggers Vorträgen, die ausgerechnet die Rektoraktsrede unter den Teppich kehrt.

Mittwoch, 09.12.2020

9punkt - Die Debattenrundschau

Letzte Warnung der Wissenschaft

09.12.2020 Es gibt politische Unterschiede in diesem Land, "um die es kein Herumreden mehr geben kann", schreibt die Schriftstellerin Anne Rabe in der taz: Und dieser Unterschied ist, dass in den Neuen Ländern der Rechtsextremismus - gerade unter Jugendlichen - wesentlich populärer ist. Erbittert wird über Corona gestritten: Die Regierung schränkt unser Freiheit ein, kritisiert Magnus Klaue in der Welt. Aber was wollen die Kritiker eigentlich, fragt Zeit online. Noch ein Streitthema: Der Rundfunkbeitrag wird dank der störrischen CDU in Sachsen-Anhalt nun erst mal nicht erhöht. Sind die Anstalten auch  selber schuld? Und Navid Kermani und andere werden die Bundesregierung morgen dringend auf den Fall Nasrin Sotoudeh hinweisen.

Efeu - Die Kulturrundschau

Etwas derart Eckiges

09.12.2020 Nach dem Verkauf seiner Songs an Universal Music feiern taz, FR und Tagesspiegel Bob Dylan jetzt als Singer, Songwriter und gerissenen Rechteverwalter. Der Standard bewundert, wie einladend rechtwinklig Adolf Loos bauen konnte. Die SZ bangt mit Florenz um sein ikonisches Stadio Artemio Franchi. Die taz stellt das Carrefour Théâtre von Ouagaoudou vor, das SchauspielerInnen eine ähnliche Zukunft wie Fußballern eröffnen möchte. In der FAZ meldet der Kunsthistoriker Harold von Kursk Zweifel an der These, dass eigentlich Charlotte Perriand die Cobusier-Liege erfunden hat. ZeitOnline weint dem Ikea-Katalog Tränen der Jugend nach.

Medienticker

Urheberrecht, Upload-Filtern & Lobby-Arbeit

09.12.2020 Journalistischer Mehrwert - Öffentlich-Rechtliche ziehen wegen Rundfunkbeitrag vor das Bundesverfassungsgericht - Washington Post: US-Kartellis wollen gegen Facebook klagen - Doppel-Interview: Martin Suter & Benjamin von Stuckrad-Barre plaudern vor sich hin - Im Gespräch: Thrillerautorin Melanie Raabe - Denken im Dürrenmatts Durcheinandertal - Buchcharts  Aktuelle Bestsellerlisten - Godard zum Neunzigsten: Mit den Händen denken + JetztMusik. John Cages "Etudes Australes".

Bücherschau des Tages

Ein bisschen Tschick

09.12.2020 Die FAZ zieht mit dem Debütroman des Lyrikers Thilo Krause "Elbwärts", zurück ins muffige Heimatdorf. Außerdem empfiehlt sie Katharina Rudolphs "Rebell im Maßanzug", die Biografie des Schriftstellers Leonhard Frank, die uns ins Schwabing der Weimarer Republik führt. Die FR bewundert die Bukowski-Porträts von Abe Frajndlich. Die NZZ empfiehlt die Feuilletons und Reportagen von Milena Jesenská aus Wien und Prag in den Jahren 1919 und 1939. Die SZ lernt das "diverse Italien" kennen mit den Erzählungen von Igiaba Scego.

Donnerstag, 10.12.2020

Efeu - Die Kulturrundschau

Härter wird's nicht

10.12.2020 Die Unpersönlichkeit des Humboldt-Forums korrespondiert aufs Schönste mit seiner Bedeutungsarmut - freundlicher wird es nicht in der Zeit. Will Maxim Biller sich für die Planstelle des obersten deutsch-jüdischen Zuchtmeisters bewerben, fragt zuckersüß Eva Menasse aus gegebenem Anlass. Die Fantasie der FR schlägt Kapriolen vor den Bildern von Michael Pfrommer. Der Standard bewundert die Mischung aus Abstraktion und Hyperrealismus in den Bildern von Maja Vukoje. Die FAZ tröstet sich im Lockdown mit A-cappella-Chören des späten 16. und frühen 17. Jahrhunderts. Die SZ spielt eine Runde "Cyberpunk 2077".

9punkt - Die Debattenrundschau

Entscheidend ist die abstrakte Recheneinheit

10.12.2020 Sehr zornig attackiert Sascha Lobo in seiner Spiegel-online-Kolumne die angebliche Solidarität der Regierung mit den Selbständigen. In der Welt plädieren Julian Nida-Rümelin und Eric Hilgendorf für eine effizientere Corona-App, auch gegen Datenschutzbedenken. In der Zeit erzählt Karina Urbach, wie deutsche Verlage in der Nazizeit Bestseller jüdischer Autoren arisierten - und auch nach dem Krieg jahrzehntelang davon profitierten. Ebenfalls in der Zeit ruft Navid Kermani die westlichen Politiker auf, diesmal die IranerInnen nicht zu vergessen, wenn sie wieder mit dem Regime reden.

Medienticker

Not der Autoren

10.12.2020 Preisbindungsdebatte: Kriegserklärung an das unabhängige Sortiment - Online-Plattform vs Online-Plattform: Bookshop.org der kleinen Buchläden gegen Amazon - Gebührenstreit vorm Bundesverfassungsgericht: Keine verdeckten medienpolitischen Eingriffe - Mit Jürgen Habermas auf der Suche nach Spuren der Vernunft + 40 Jahre Ensemble Modern.

Bücherschau des Tages

Alltagskultureller Stoff

10.12.2020 Die Zeit erkennt die melancholische Unzufriedenheit unserer Tage mit Annette Mingels' Episodenroman "Dieses entsetzliche Glück". Der Dlf fühlt sich schaudern an den NSU erinnert, wenn Dominique Manotti in ihrem Krimi "Marseille.73" von einer nie aufgeklärten Mordserie an Algeriern im Marseille der Siebziger erzählt. Wer glaubt, Leni Riefenstahls Begeisterung für Hitler lasse sich von ihren Filmen trennen, sollte Nina Gladitz' Riefenstahl-Biografie lesen, empfiehlt die SZ. Die FR lässt sich von Klaus Dörres Studie "In der Warteschlange" erklären, warum ein wachsender Teil der Arbeiter mit rechtsradikalen Parteien sympathisiert.

Freitag, 11.12.2020

9punkt - Die Debattenrundschau

Kommunikativer Stress

11.12.2020 Eine Truppe hochmögender Kulturfunktionäre möchte die "eigene privilegierte Position als implizite Norm kritisch zur Disposition" stellen und befürwortet darum eine Aufhebung des Bundestagsbeschlusses zu BDS, der die Meinungsfreiheit gefährde. taz und SZ sind angetan, andere Medien doch eher kritisch. In der NZZ ärgert sich der Orientalist Michael Kreutz über jene Islamwissenschaftler, die den Islamismus als zwar verwerfliche, aber doch irgendwie verständliche Reaktion auf europäisches Gebaren darstellen. Im Perlentaucher erinnert Richard Herzinger an das Abkommen von Dayton., das vor 25 Jahren den Krieg um Bosnien-Herzegowina beendete.

Efeu - Die Kulturrundschau

Absurd, aber ziemlich 2020

11.12.2020 Was genau soll eigentlich nachhaltiges Material sein, fragt sich in der NZZ die Schreinerin und Kunsthistorikerin Franziska Müller-Reissmann. Die Kunstkritikerinnen winken ab vor Dennis Mesegs blutiger Schaufensterpuppenarmee auf dem Potsdamer Platz: Feministische Kunst gern, aber nicht so. Die FR hört den verstörendsten Simon Boccanegra ihres Lebens. In China hat Paul W.S. Andersons Videospielverfilmung "Monster Hunter" wegen eines Witzes einen Shitstorm ausgelöst, berichtet die Welt. Der Standard staunt über den zeitgeistigen Fanklub der K-Popgruppe BTS.

Medienticker

Bezaubernd & kraftvoll

11.12.2020 Aktualisiert:  Medienunternehmer Jimmy Lai in Hongkong angeklagt - Navid Kermani & der Freiheitskampf im Iran - Der Buchhandel steht in der Pandemie gut da & eine Riesenaufgabe - Initiative "GG 5.3 Weltoffenheit: Kultureinrichtungen kritisieren BDS-Beschluss des Bundestages - "The Prom":  Mit flotter Sohle gegen Homophobie - - Kindern spielerisch Medienkompetenz vermitteln + Die TV+Hörfunk-Tipps fürs Wochenende

Bücherschau des Tages

Erdflöhe und Schinkenkäfer

11.12.2020 Die FAZ lässt sich von Kat Menschik und Mark Benecke in die prächtigen Wunderkammern des Tierreichs führen und lernt von Björn Spiekermann, dass die Aufklärung keineswegs den Sieg der Gottlosigkeit bedeutete. Die FR erobert mit Laurent Binet und den Inka Europa. Die SZ staunt über die Modernität von Olive Schreiners 1882 erstmals erschienenem Roman über die Bewohner eines Kaps im kolonialen Südafrika. Dlf Kultur erkennt dem weiblichen Maupassant in Janet Lewis und in Andy Warhol dank Blake Gropnik den wichtigsten Künstler des 20. Jahrhunderts.

Samstag, 12.12.2020

Efeu - Die Kulturrundschau

Diese neue Entspanntheit

12.12.2020 Die SZ blickt in die irrlichternden Augen von Louise Glück. Die NZZ lernt in David Chipperfields diskretem Erweiterungsbau der Kunsthalle Zürich mit Architektur zu tanzen. 54 Books seziert mit der dänischen Schriftstellerin Olga Ravn die Rolle der Mutter in der Literatur. Die taz staunt in der Hamburger Kunsthalle, wie William Kentridge die Kolonialgeschichte Südafrikas ohne Identitätspolitik aufarbeitet. Die SZ vertreibt sich mit dem neuen Album von Taylor Swift die Angst vor Mammuts. Und die Filmkritiker trauern um den koreanischen Autorenfilmer Kim Ki-Duk.

9punkt - Die Debattenrundschau

Stein gewordene Verkrampfung

12.12.2020 In der Welt warnt der Demokratieforscher Alexander Görlach, dass China demnächst agieren dürfte wie der Westen in den Opiumkriegen. Nächste Woche wird das Humboldt-Forum eröffnet, die SZ fühlt sich eigentlich nur im Keller wohl. Der Tagesspiegel gibt zu Bedenken, dass die Benin-Bronzen sowieso nicht mehr lange in Berlin bleiben könnten. Die FAZ beobachtet, wie die Kultur in Paris in Depression und Resignation verfällt. In der SZ fragt Bartosz T. Wieliński, ob Europa dulden wird, dass nun auch in Polen die Medien an die Kandarre gelegt werden. Und vor dem ultimativen Brexit-Showdown rätselt der Guardian, ob Boris Johnson mit Selbstmord drohen wird.

Bücherschau des Tages

Wunderkammerbegehung

12.12.2020 Die SZ empfiehlt Markus Ostermairs Obdachlosenroman "Der Sandler" - gegen Selbstmitleid und als Münchner Stadtführer. Die FAZ erinnert sich mit Victor Klemperer an die Zeit, als Kino noch reale Utopie war. Der Dlf bewundert, wie die Lyrikerin Maria Stepanova Dichtung zum widerständigen Medium macht. Die taz durchlebt mit Eric Hazans "Erfindung von Paris" die Dialektik von Aufstand und Unterdrückung. Mit Meredith Ericksons "Alpen Kochbuch" entdeckt sie auch den Reiz deftiger Speisen. Und der DlfKultur vergnügt sich mit Mick Herrons Agentenkomödie "Real Tigers".

Montag, 14.12.2020

Efeu - Die Kulturrundschau

Herzklopfen der Freiheit

14.12.2020 Der große John Le Carré ist tot. Guardian und Welt trauern um den Analytiker des Verrats und Ankläger der Ehrlosigkeit. Die FAZ besichtigt Riken Yamamotos japanische Altstadt am Zürcher Flughafen. Der NZZ bilanziert das Beethoven-Jahr, in dem für ihren Geschmack zu viel gelächelt wurde. Die FR bricht eine Lanze für Normen und Standards. Bellezza und Sprezzatura sind ja schön und gut, stöhnt die Welt über die italienische Oper. Aber wie wäre es mal wieder mit etwas Relevanz?

9punkt - Die Debattenrundschau

Ausfahrbare Griffe

14.12.2020 Die taz erzählt die Geschichte des iranischen Journalisten Ruhollah Sam, der am Wochenende vom Regime ermordet wurde. Jetzt kommt der harte Lockdown. Aber woran ist der weiche gescheitert, fragt Zeit online. Wohl an uns, meint die SZ. Deutsche KulturfunktionärInnen fordern eine größere Offenheit für die Israelboykottbewegung und fühlen sich von einer Resolution des Parlaments gestört. Die Debatte darüber geht weiter: Mbembe wurde nicht ausgeladen, sondern angegriffen, stellt die FAZ klar.

Medienticker

Stade Zeit

14.12.2020 "Es wird Zeit" Stille (Nacht) in Deutschland oder Die ewige Notbremse: After all the hoopla dies down ... - Der Status Quo & die Zukunft der Medien - Druck von der Straße: Wie Verdi versucht, Amazon zu Tarifverhandlungen zu bewegen - Nostalgische Melancholie: Walter E. Richartz "Büroroman" (1978; gelesen 2020) + Thomas Wörtche zum Tod des Spion, der Romane schrieb ...

Bücherschau des Tages

In seiner ganzen Lautstärke

14.12.2020 Die SZ lernt von Katharina Pistor, welche Rolle Großkanzleien bei der Schaffung und Sicherung von Recht und Eigentum spielen. Etwas mulmig wird ihr beim Lesen von Thomas Reicharts Bericht aus China "Das Feuer des Drachen". Unter den Büchern zum 150. Jubiläum der deutschen Reichsgründung sticht für den DlfKultur Eckart Conzes "Schatten des Kaiserreiches" hervor. Und der Dlf kann gar nicht genug bekommen von Thomas Klings Gedichten.

Dienstag, 15.12.2020

Magazinrundschau

Verwickelte Rivalitäten

15.12.2020 Wer hat das nochmal gesagt: "Wenn ich arbeite, habe ich das Gefühl, meine Zeit zu vergeuden." Genau, das war eine Mitbesitzerin des Tages-Anzeigers, hat die Republik herausgefunden. In der LRB erzählt Perry Anderson die Geschichte der EU als die eines Staatsstreichs. Elet es Irodalom anaylsiert den Opferdiskurs der ungarischen Rechtspopulisten. Buzzfeed untersucht die Verbandelung zwischen Pharmaindustrie und Ärzten.

Efeu - Die Kulturrundschau

Eine grandiose Kapitulation vor den Gefühlen

15.12.2020 Die NZZ berauscht sich an der Sinnlichkeit in den Skulpturen von Auguste Rodin und Hans Arp. Die FAZ bewundert, wie der libanesische Tänzer Alexandre Paulikevitch den Bauchtanz befreit. Der Freitag lernt, dass Berlin auch als Filmkulisse für Paris, Moskau oder Mexiko taugt. Und die SZ schmilzt dahin, wenn Sophie Hunger, Faber und Dino Brandão in Schweizer Mundart singen.

9punkt - Die Debattenrundschau

Regionale und akademische Perspektiven

15.12.2020 In der New York Times geißelt die pakistanische Autorin Fatima Bhojani die Gewalt gegen Frauen in ihrem Land. Nicht erst in der letzten Woche, schon 1972 hatte Nigeria versucht, Benin-Bronzen von der Stiftung Preußischer Kulturbesitz zurückzubekommen, schreibt Bénédicte Savoy in der FAZ. Die Stiftung sträubte sich. Statt Weltkulturen werden Video-Animationen über die Berliner Stadtgeschichte das Piano Nobile im Stadtschloss zieren, fürchtet die FAZ außerdem. Die New York Times erzählt, wie Tim Cook eine Apple-TV-Serie über das einstige Klatschblog Gawker kippt, das ihn einst als schwul outete. Und was Xi Jinping damit zu tun hat.

Medienticker

Kultur ins Grundgesetz!

15.12.2020 Aktualisiert:  Mediensüchtige Jugendliche - Verfassungspetition mit prominenter Unterstützung Jahresbilanz von Reporter ohne Grenzen: Weltweit sitzen 387 Journalisten hinter Gittern - Zukunftsprämie für Verlage - Baden-Württemberg vergibt Literaturstipendien - More digital reading: Bücher als Geschenk & Trost: Online, aber regional, denn Lokal ist das neue Global -  Ingeborg Bachmanns "Undine geht" im Hörfunk + Beethovenpreis 2020 für Patti Smith.

Bücherschau des Tages

Die Abgründe der Sprachausdenker

15.12.2020 Die FAZ durchlebt mit Kate Davies' "Love Addict" die Strapazen eines sexpositiven Lebens. Die taz blättert beglückt durch die "New Queer Photography" und weiß auch den Band über die Künstlerin Mary Warburg zu schätzen. Der Dlf empfiehlt nachdrücklich Katharina Pistors "Der Code des Kapitals". Der DlfKultur feiert die Entdeckerlust des ästhetischen Bienenzüchters Clemens J. Setz und lauscht mit Hiromi Goto dem "Chor der Pilze".

Mittwoch, 16.12.2020

9punkt - Die Debattenrundschau

So eine Art Partisanenkampf

16.12.2020 Der Protest in Belarus hört nicht auf, nur weil er auf den Straßen in der Kälte nachlässt, versichert Swetlana Tichanowskaja  in der taz.  Hunderte von Künstlern und Autorinnen wenden sich gegen den Bundestag, weil er das Recht auf gewaltfreien Widerstand verweigere. Es geht natürlich um das Recht, gewaltfrei israelische Künstler und Waren zu boykottieren.  Die SZ setzt ihre Recherchen zur Vergabe des Titels Europäische Kulturhauptstadt fort.  Revolutionär nennt Netzpolitik die Vorschläge des europäischen Digitale-Dienste-Gesetzes.

Efeu - Die Kulturrundschau

Der hässliche Aschenbecher

16.12.2020 im Guardian erklärt die Bildhauerin Maggi Hambling, warum ihre Mary Wollstonecraft nackt sein musste. Der Standard lässt sich von Hans Werner Henze zum Tee mit einem Mörder laden. Die Marktkirche von Hannover darf sich ein Fenster von Markus Lüpertz gestalten lassen, die SZ erinnert an all die Architekten, die Veränderungen an ihren Bauten als Gotteslästerung begriffen. Die FAZ huldigt Beethoven.

Medienticker

20 Sekunden, 1.000 Zeichen

16.12.2020 Bedarf an Literatur: Buchhandels-Umsatzsteigerung in ungeahnter Höhen - Transparenz+Haftung: EU-Kommission will digitale Märkte & Plattformen besser kontrollieren - Vietnam: Regierungskritischer Schriftsteller Tran Duc Thach verhaftet -  Debatte um das Urheberrecht - Studie: Wie Jugendliche mit Falschnachrichten umgehen - Modern Monetary-Theorie: Warum Ökonomen zu Staatsschulden raten + Buchcharts: Die aktuellen Bestsellerlisten.

Bücherschau des Tages

Drift ins Fantastische

16.12.2020 Die SZ lässt sich von nature writer Robert Macfarlane auf den Hohlpfad führen. Die taz empfiehlt die wiederentdeckten Horrorromane von Arthur Machen. Dlf Kultur lernt neue Perspektiven kennen mit dem Mathematiker Mickael Launay und feiert mit Francesca Cavallos Kinderbuch "Das Wunder von R." ein so diverses wie lesbisches Weihnachten.

Donnerstag, 17.12.2020

9punkt - Die Debattenrundschau

Wer lernt schneller: die Repression oder die Rebellion?

17.12.2020 Heute vor zehn Jahren entschloss sich der tunesische Markthändler Mohammed Bouazizi zur Selbstverbrennung und löste mit seiner Tat den "arabischen Frühling" aus. Die taz bringt ein sehr lesenswertes Dossier zum Thema. Über die "Weltoffenheit" für Israelfeinde wird weiter diskutiert - dass ein Rassist ist, wer BDS antisemitisch findet, bestreitet Tobias Rapp bei spiegel.de. Ein Problem der freien Meinungsäußerung hat laut SZ auch Julie Burchill, deren neues Buch gecancelt wurde, weil sie Mohammed einen Pädophilen nannte. Und die Presse ist nicht ganz froh mit dem Humboldt Forum.

Efeu - Die Kulturrundschau

Peitschenhiebe in Luft und Raum

17.12.2020 Die nachtkritik sieht Milo Raus Film "Das Neue Evangelium" als heillose Geschichte aus der Perspektive afrikanischer Asylsuchender. Wie unsolidarisch sich viele Theater mit freien Künstlern verhalten, berichtet der Tagesspiegel. Die FAZ bewundert Figuren aus Dynamik und Energie von Rodin und Arp. Die Berlinale wird nun doch ins Netz verlegt, meldet Variety. SZ, Zeit und Standard blicken auf das Beethovenjahr.

Medienticker

Im Rausch der Aufmerksamkeit

17.12.2020 Aktualisierung: Streaming-Ökonomie 2020 - Ein ganzes Leben lang im Büro - Ode an Beethoven zum Zweihundertfünfzigsten - Humboldt Forum soll ein lebendiger Ort sein - Münchner Bücherschau: Hohe Klickzahlen & positive Resonanz - Kampa kauft Atlantis Verlag - Massive Einschränkung der Berufsfreiheit: Eilantrag gegen das Verbot von Abholstationen + Norbert Bolz über Platon.

Bücherschau des Tages

Großstadtblues

17.12.2020 Die staunende NZZ liest mit Antanas Skemas "Apokalyptischen Variationen" moderne, apokalyptische Prosa aus Litauen. Musik der Gothic-Band "Fatal Foetus" im Ohr, gruselt sich die FAZ durch Larry Tremblays Horrorroman "Der feiste Christus". Nicht weniger gruselig scheint "Maurice Guest" zu sein, ein in Leipzig um 1900 spielender, bitterböser Liebesroman der australischen Autorin Henry Handel Richardson. Die SZ stürzt sich mit Simon Ravens "Die Säbelschwadron" ins von Geheimdiensten durchschwirrte Göttingen der Nachkriegszeit. Außerdem: Die Notizen zur heute erschienenen Literaturbeilage der FR finden Sie hier.

Freitag, 18.12.2020

9punkt - Die Debattenrundschau

Diese Keule

18.12.2020 Die Debatte um "Initiative GG 5.3 Weltoffenheit" geht weiter. Der Freitag übernimmt einen Ha'aretz-Artikel über die "Hexenjagd auf Israelkritiker". Hier klagt auch Peter Schäfer, einst Chef des Jüdischen Museums in Berlin,  dass der  Antisemitismusvorwurf instrumentalisiert werde. BDS ist sowieso nicht antisemitisch, schreibt Omri Boehm in Zeit online und fordert den Bundestag auf, seine Definition von Antisemitismus zu ändern. Die SZ stimmt zu. Angela Merkel trägt durchaus  eine Mitschuld an der Verschlechterung der Beziehungen der EU zu Ungarn und Polen, meint politico.eu. In der SZ fordert der Jurist Christoph Vedder einen schärferen Rechtsstaatsmechanismus.

Efeu - Die Kulturrundschau

Könner im Klang

18.12.2020 Die NZZ streift durch wilde Schweizer Mode. Die FAZ denkt über postdramatisches Theater nach. Kathrin Passig hat beim Aufräumen im Keller eine unveröffentlichte Kurzgeschichte von Wolfgang Herrndorf entdeckt. Die taz erinnert an den Protestsänger Phil Ochs, die NZZ schmilzt dahin bei den neuen Liebesliedern von Sophie Hunger. Die Filmkritiker diskutieren die Pläne für die Corona-Berlinale - mit einem Onlinewettbewerb für die Jury im Februar und einem Publikumsfestival im Juni.

Medienticker

Vom Text zum Werk

18.12.2020 Aktualisiert: Türkei: Neuer Prozess gegen Medienunternehmer Kavala - Philosophischer Jahresrückblick mit Wolfram Eilenberger (& Hannah Arendt) -  Jahr der Fake-News & Verschwörungstheorien - Buchhandlungen im Lockdown: Unterschiedliche Regeln & Literatur per Fahrradkurier - Urheberrecht: Ab wann ist ein Text eigentlich ein Werk? - Bundeskartellamt hat keine Einwände gegen gemeinsames Bezahlsystem - Phonetik gegen rechts der Familie Hesselbach - 100 Jahre Radio & die  V+Radio-Tipps für das Wochenende.

Bücherschau des Tages

Die Unentrinnbarkeit des Teufelskreises

18.12.2020 Die FR bewundert Alexandra Villings prall gefüllte Kunst- und Literaturgeschichte Trojas. Außerdem lauscht sie hingerissen den Klängen in Moritz Stetters Beethoven-Comic. Die FAZ lernt von Sarah Lentz Sklavereikritik in einem größeren atlantischen Kontext zu sehen. Für die NZZ flaniert Daniel Kehlmann mit Peter Sloterdijk heiter durch die Epochen der Theopoesie. Dlf Kultur protestiert mit Corine Pelluchon gegen die Ausbeutung von Tieren. Und der Dlf folgt Najat El Hachmis „fremder Tochter“ berührt durch ein zerrissenes Leben zwischen Spanien und Marokko.

Samstag, 19.12.2020

9punkt - Die Debattenrundschau

Dieser Subtext des Manifests

19.12.2020 Warum bemüht der "Weltoffenheit"-Aufruf ausgerechnet die Debatte um Achille Mbembe als Beleg, fragt Volker Beck bei starke-meinungen.de. Und übrigens: Was heißt es, dass die Kulturkoryphäen für ihre Institutionen sprechen? Die Debatte um "Weltoffen" ist eine verkappte Schlussstrichdebatte, meint Thomas Schmid in der Welt. Bald zwanzig Jahre regiert Tayyip Erdogan in der Türkei - am besten lässt sich sein Erfolg an der Geburtenrate messen, meint Bülent Mumay in der FAZ. In kontext kritisiert die Grünen-Politikerin  Margit Stumpp die 220 Millionen Euro, die das Wirtschaftsministerium ausschließlich auf bestimmte Medien herniederregnen lassen will.

Efeu - Die Kulturrundschau

Taube Momente auf den Geschmackskapillaren

19.12.2020 Die NZZ versinkt in Azurblau, während sie versucht, nicht auf eine Krabbe zu treten in der Wiener Ausstellung des Malers Hugo Canoilas. In der Welt fragt die 23-jährige Zelda Biller, warum Journalisten heute so viel Angst haben, etwas falsch zu machen. In der NZZ schnuppert Sibylle Lewitscharoff markanten Gerüchen und Düften ihrer Jugend nach. ZeitOnline hört den Blues im Netflix-Biopic "Ma Rainey's Black Bottom" und er klingt ganz unromantisch. Pitchfork malt einen grauen Samstag bunt mit dem Musikvideo zu Tierra Whacks "Dora".

Bücherschau des Tages

Unter Berücksichtigung des Grobianischen

19.12.2020 Wieder einmal ist dem Guggolz Verlag eine Wiederentdeckung gelungen: Die SZ lobt Tarjei Vesaas Roman "Die Vögel" als Geschichte eines norwegischen Sonderlings und Taugenichts, der die Vögel versteht, die Menschen aber weniger.  Die Welt begibt sich mit Ulrich Breuer auf die Spur des deutschen Nationalcharakters in der Literatur: "ungeschickt" ist er. Die taz liest schon mal die Biografie des nächsten Bundeskanzlers. Der Deutschlandfunk feiert Charles Lewinskys neuen Roman "Der Halbbart".

Montag, 21.12.2020

Efeu - Die Kulturrundschau

Die kosmischen Dimensionen

21.12.2020 In der SZ wagt Durs Grünbein die Überlegung, dass sich mit Corona eine höhere Intelligenz zeigen könnte. Die NZZ setzt auf Düfte und Parfüms als Sinnen betörenden Gegenzauber. Der Standard erkundet die hybride Zukunft des Kinos. Die Jungle World bricht eine Lanze für die Lyrik des Noirserockers Jens Rachut. Und in der FAZ erzählt László F. Földényi, wie er Beethovens Bollwerk der Ungerechtigkeit erklomm.

9punkt - Die Debattenrundschau

Von der Gegenwart abgehängt

21.12.2020 Im Perlentaucher antwortet der Antisemitismusbeautragte des Bundesregierung Felix Klein auf den "Weltoffen"-Aufruf und verteidigt den BDS-Beschluss des Bundestags. In der FAZ versteht Hanno Loewy überhaupt nicht, warum man BDS eine solche Bedeutung zuschreibt. In der NZZ staunt Hubertus Knabe über die Wiederkehr des politischen Plakats. Heute wird das Urteil gegen den Halle-Attentäter erwartet. Zeit online lobt die Prozessführung der Richterin. In der FAS fragt sich der  "Latino" Hernán D. Caro, warum 32 Prozent der amerikanischen Latinos für Trump stimmten.

Medienticker

Mehr Geld & weniger Hetze

21.12.2020 Buchhandels-Studie: Marken vor Ort oder Erfolgsfaktoren der Unabhängigen: wichtige Nischen & Klassiker mit Horizont - Umstrittener Prozess gegen den türkischen Kulturmäzen Osman Kavala-  Helden des Hightech oder Was Silicon Valley denken nennt - Streik bei Amazon bis Heiligabend - Glückwunsch: Thomas Hürlimann zum Siebzigsten + Frank Zappa wäre heute achtzig geworden ...

Bücherschau des Tages

Maurereinstellung

21.12.2020 Die NZZ folgt Karl-Markus Gauß auf seiner "Unaufhörlichen Wanderung", bei denen er immer wieder an Europas Grenzen stößt. Die FR begleitet Thomas Hürlimann aufmerksam beim "Abendspaziergang mit dem Kater". Die SZ liest Biografien über Sophie Scholl. und die FAZ erlebt beglückt, wie Bertolt Brecht bei den Proben zum Galilei aus der Haut fährt.

Dienstag, 22.12.2020

Magazinrundschau

In der Krise ist hartes Licht gefragt

22.12.2020 Kunst mag politisch sein, meint Peter Schjeldahl im New Yorker. Aber politische Kunst mag auch ein Verfallsdatum haben. Himal staunt über die einst charmante Stadt Dhaka, die zur schwindelerregenden und brutalen Metropole wurde. In Tablet ärgert sich Tony Badran über den Orientalismus der linken Eliten. BBC bringt neue Erkenntnisse über die Ausbeutung der Uiguren auf Baumwollplantagen. In Magyar Narancs erklärt der Sohn von Péter Esterházy , warum sich die Familie entschieden hat, die Archive des Autors nach Berlin zu geben. In TLS kommt Caryl Phillips auf den Windrush-Skandal zurück.

9punkt - Die Debattenrundschau

In heiliger Sachlichkeit

22.12.2020 Judentum, Christentum und Islam wollen es vielleicht verbergen, aber sie sind vor allem Dichtung, erklärt Peter Sloterdijk in der FR. Corona hat zwar alles überschattet, aber eigentlich war 2020 ein Jahr der Fortschritte, schreibt Michael Miersch bei den Salonkolumnisten und nennt Impfstoffe aus Gentechnik, Fusionsreaktoren, Laborfleisch. Der Attentäter von Halle hat die Höchststrafe bekommen - aber wieder wurde für den Prozess nicht sein Umfeld beleuchtet, kritisiert die taz.

Efeu - Die Kulturrundschau

Sowas kann man doch nicht erfinden!

22.12.2020 In Cargo erinnert sich Elfriede Jelinek an ihr erstes, überwältigendes Kinoerlebnis im Albertkino in der Josefstädter Straße. In der Zeit blickt Marlene Streeruwitz auf die Verheerungen der Corona-Pandemie. Die Nachtkritik stellt fest, dass die Wiedervereinigung auch nach dreißig Jahren die deutsche Theaterlandschaft, nun ja, spaltet. Der Rolling Stone erkennt mit dem Podcast von Tocotronic-Bassisten Jan Müller den Vorzug, kein Journalist zu sein. Und Dezeen meldet, dass von jetzt an amerikanische Bundesgebäude in den USA schön und bewundert sein müssen.

Medienticker

Theopoetik

22.12.2020 Aktualisiert: Erschöpfte der Intropie: Thermodynamik trifft auf die Buddenbrooks in Kevin Vennemanns "Die Welt vom Rücken des Kranichs"   VGH Mannheim: Buch-Abholung bleibt in Baden-Württemberg verboten - 80 Paletten Nazi-Bücher - Onlinehandel: Abgabe für Pakete? - Verlagspreis Literatur für Kunstanstifter Verlag - Fachlitertur: Weitere Open-Access-Vereinbarung - Daniel Kehlmann über Peter Sloterdijks neue Theopoetik - Fall Nawalny: Russland verhängt Sanktionen gegen Deutschland.

Bücherschau des Tages

Begib dich in Gefangenschaft

22.12.2020 Die FAZ lernt von Linda Nochtin, warum uns das Elend des 19 Jahrhunderts noch heute berührt. Mit Achim Bednorz und Walter Buschmann blickt sie auf die untergegangene Industriekultur des Ruhrgebiets. Die SZ folgt Sophy Roberts gebannt auf Spurensuche zu "Sibiriens vergessenen Klaviere". Die FR lernt von Christian Niemeyer Studie über Nietzsches Syphilis, wie Krankheiten den Zeitgeist prägen. Herrliches Vergnügen bereitet ihr dagegen Mairtin O'Cadhains Roman "Die Asche des Tages". Der DlfKultur schmilzt dahin mit Christopher McDougalls Eselsgeschichte "Das Glück ist grau". Und die taz tanzt in "Ten Cities".

Mittwoch, 23.12.2020

9punkt - Die Debattenrundschau

In den falschen Händen

23.12.2020 In der taz erklärt die Richterin Nancy Poser, warum sie wegen der Triage-Leitlinien der Ärzteschaft Verfassungsbeschwerde eingelegt hat. Hanser und dtv ziehen ein Buch, das seit 2002 auf dem Markt war, auf Druck zweier feministischer Blogs aus dem Handel zurück, berichtet das Börsenblatt. BDS ist sehr wohl antisemitisch insistiert die FAZ. Wer BDS fördert, stellt sich gegen die große Mehrheit der Juden, für die Israel Zuflucht bleibt, sagt Alex Feuerherdt bei den Ruhrbaronen. Ratlos steht die NZZ vor dem Berliner Stadtschloss.

Efeu - Die Kulturrundschau

Dieser geniale Lackierroboter

23.12.2020 Im Neuen Deutschland analysiert Berthold Seliger, wie Hedgefonds und Private-Equity-Firmen von Steueroasen aus riesige Songrecht-Konglomerate aufbauen. Andy Warhol muss kein Mensch im Museum sehen, ruft die Zeit dem Kölner Museum Ludwig zu, druckt lieber T-Shirts. In der Berliner Zeitung stellt Kang Sunkoo klar, dass seine Statue of Limitations nicht Teil des Humboldt-Forums ist, sondern Protest dagegen. Die FAZ ahnt, dass die Öffentlichkeit noch mit jeder Rekonstruktion ihren Frieden gemacht hat. Der Freitag huldigt der Naturlyrik.

Medienticker

Künstler-Arbeits-Versicherung

23.12.2020 Prozess in der Türkei: 27 Jahre Haft für Can Dündar - Branchen-Monitor Buch: Nie dagewesene Umsatzschwankungen - Hacker-Angriff auf die Funke Mediengruppe - Russland: Dokumentarfilmer Vitali Manski festgenommen. - Hamburgs Kultursenator schlägt Künstler-Kurzarbeitergeld vor - Grammatik widerspricht dem Grundgesetz + Rassismus beschäftigt das Sachbuch: Buchcharts, die aktuellen Bestsellerlisten.

Bücherschau des Tages

Außerhalb des Seins

23.12.2020 Die Zeit taucht mit der Schweizer Historikerin Brigitte Studer tief in die Geschichte der Komintern ein. Dlf Kultur lässt sich von Maggie O'Farrell die Geschichte von Shakespeares Frau Agnes erzählen. Die FAZ lauscht einem poetischen Streit von Sibylle Lewitscharoff und Heiko Michael Hartmann über das Jenseits. Die SZ lässt sich von Meg Wolitzer hineinziehen in einen Familienroman über eine alleinerziehende Mutter und ihre drei Töchter. Und sie empfiehlt nachdrücklich Peter Sprengels "Geschichte der deutschsprachigen Literatur 1830-1870". Die taz legt sich italienische Weihnachtsgeschichten unter den Christbaum.

Donnerstag, 24.12.2020

9punkt - Die Debattenrundschau

Wer dazu gehören soll

24.12.2020 Zu Weihnachten wird selbst Slavoj Zizek in der NZZ christlich, allerdings mit eigenwilliger Botschaft. Josef Joffe findet in der Zeit sehr wohl, dass in BDS Antizionismus und Antisemitismus verschmelzen. Hegel-Biograf Klaus Vieweg verteidigt in der Welt den Aufklärer Hegel und verteidigt ihn vehement gegen den Vorwurf des Rassismus.In der FR skizziert der Historiker Andreas Kossert eine Weltgeschichte der Heimatlosigkeit. In der SZ verteidigt Gottfried Knapp die Paulskirche gegen Herfried Münkler und Co.

Efeu - Die Kulturrundschau

Eine Kapazität im Aushalten

24.12.2020 Die taz blickt fasziniert durch die Handykamera der Fotografin Barbara Wolff auf die Metropole Berlin. Die FAZ erkundet, was Abstände unter Musikern für den Orchesterklang bedeutet. In der Welt schildert Schriftsteller Jonathan Coe die Corona-Lage in Britannien. Und die SZ trauert um den Schauspieler Charles Brasseur, der wunderbar bourgeois und zugleich fies, brutal und unberechenbar sein konnte

Medienticker

Unberechenbar

24.12.2020 Corona-Bonus für Journalisten gefordert &  Bayern zahlt für Freie für Oktober bis Dezember bis zu 1.180 Euro "Unternehmerlohn"-  Sehr lebendige kleine Tode: 100 Jahre Schnitzlers "Reigen" & die TV+Hörfunk-Tipps bis Sonntag  ... Der Medienticker+die Perlentaucher/innen wünschen alles Gute für die stade Zeit + darüber hinaus ...

Bücherschau des Tages

Eine gut durchdachte Form der Magie

24.12.2020 Die taz liest in der "Schwarzen Botin" nach, wie sich Elfriede Jelinek, Gisela Elsner und Silvia Bovenschen gegen das Patriarchat in Stellung brachten. Große Klasse findet sie auch Barbara Wolffs Fotoband "Metropolis, Berlin". Die NZZ gewinnt mit Dirk Boll Einblick in die Mechanismen des Kunstmarkts. Die SZ lässt sich von Axel Block zu den Filmsets des Weimarer Kinos führen. Und die FAZ lernt mit Wilhelm Bode die hiesigen Tannen zu schätzen und schützen.

Montag, 28.12.2020

9punkt - Die Debattenrundschau

Fragwürdige Pauschalsolidarität

28.12.2020 Ok, nun hat es in letzter Minute doch noch einen Brexit-Deal gegeben. "Die Briten haben tatsächlich wichtige Ziele erreicht", sagt die Ökonomin Dorothea Schäfer in der taz - leicht wird's dennoch nicht. Fintan O'Toole erinnert im Guardian daran, dass die EU Britannien und Britannien der EU auch eine Menge Positives brachten. Der Streit um den "Weltoffen 5.3"-Aufruf geht weiter. Der Wissenschaftliche Dienst des Bundestags bestätigt in einem Gutachten, dass die Ängstlichkeit der KulturfunktionärInnen unbegründet war: Eine Zensur findet nicht statt. Die Agenda der MandarinInnen war ohnehin eine andere, vermuten Stefan Laurin bei den Ruhrbaronen, Alan Posener in starke-meinungen.de und Thomas Schmid in der Welt.

Efeu - Die Kulturrundschau

Zwischen Funktionalität und Glamour

28.12.2020 Im Dlf spricht Swetlana Alexijewitsch in einer Essay-Reihe zur Lage in Belarus. Die New York Times lernt vom Harlemer Fotografen-Kollektiv Kamoinge, wie man einen Berg erklimmt. Der Freitag erkennt in der Mode des südafrikanischen Designer Thebe Magugu das alte Spionage-Prinzip, sich bei voller Sichtbarkeit zu verbergen. Die FAZ beobachtet, wie sich nun auch Warner mit "Wonder Woman" vom Kino verabschiedet. 125 Jahre nach der ersten Kinovorführung in Paris, wie die Welt erinnert.

Medienticker

Startup-Denken

28.12.2020 Keine stille Nacht: Cyberangriff auf den Funke-Verlag noch nicht vorbei - Miriam Meckel übers Lernen im Lockdown -  Krimi: Die besten dieses Jahres & Zoë Becks "Paradise City" - Heiner Müller: "Der Terror, von dem ich schreibe, kommt aus Deutschland" - Geschlossene & offene Form: Thomas Rothschild über Volker Kloz' "Scheu vorm Artefakt? Abenteuer eines kunstbedachten Gambusinos und Wanderpredigers" + Lutz Seilers Schlafanzug & seine "Zimmerreise"...

Bücherschau des Tages

Diese Unübersichtlichkeit

28.12.2020 Die FR verfolgt gefesselt, wie Polly Clark nach Sibirien aufbricht, um dort ihre Abneigung gegen Tiger zu bändigen. Der DlfKultur feiert Hubert Mingarellis vor atmosphärischer Dichte berstenden Roman "Ein Wintermahl". Die NZZ lernt die "99 besten Schweizer Bücher" kennen. Und die FAZ empfiehlt Kinderbücher, darunter Rose Lagercrantz' liebenswerte Geschichte "So glücklich wie noch nie?" und Sydney Smith' Fantasie "Unsichtbar in der großen Stadt".

Dienstag, 29.12.2020

Efeu - Die Kulturrundschau

Fröhlicher Pestwalzer

29.12.2020 Der Tagesspiegel blickt mit dem Fotografen Anton Laub in die verrauschte und verrätselte Welt Rumäniens unter Nicolae Ceaușescu. Auf Zeit Online hat der Filmemacher Errol Morris wenig Hoffnung, dass Joe Biden die USA aus der Epoche des Irrationalismus führen wird. In der SZ verrät Steffen Kopetzky, wie er die Angst vorm Sterben besiegt. Der Standard lässt mit Lieselott Beschorner Avantgarde-Puppen tanzen. Und Monika Grütters möchte ihr Mitspracherecht bei den Bayreuther Festspielen geltend machen, melden die Zeitungen.

9punkt - Die Debattenrundschau

Überdosis an Pathos

29.12.2020 In Norwegen gibt's Streit über die (vielleicht doch nicht so) heroische Rolle des Landes im Zweiten Weltkrieg, berichtet die taz. In der Welt erklärt Zeitungslobbyist Thomas Düffert, warum er für eine Unfallmeldung auf dem Onlineportal des Göttinger Tageblatts den selben Schutz will wie für ein Gedicht. Allerdings entwickelt Facebook schon eine Software, die Presseartikel resümieren kann, ohne das Urheberrecht zu verletzen, berichtet die taz. Die NZZ erzählt, wie Julie Burchill der Cancel Culture zum Opfer fiel. Russland hat seine Corona-Opferzahlen dreimal niedriger angegeben als sie sind, berichtet AFP.

Medienticker

Tresore des Weltgeistes

29.12.2020 Aktualisiert: Türkei: Verfassungsgericht erklärt Osman Kavalas Untersuchungshaft für rechtmäßig - Reporter ohne Grenzen: 2020 wurden weltweit 50 Journalisten getötet - Spotify: Echokammer des Geschmacks - Öffentliche Bücherschränke bergen etliche Schätze - Teresa Präauers "Zimmerreise" - Was ist Erfolg? Voltaire, eine gescheiterte Indie-Karriere - Alfred Brendel über Goethe, Musik & Ironie - Tragischer Held: US-Folk-Bluesrocker Tim Hardin (39) starb vor 40 Jahren + Mit Jan Schwochow die Welt verstehen.

Bücherschau des Tages

Mummenschanz und Schauriges

29.12.2020 Die FAZ bewundert die Frische der Gedichte von Paul Bowles in Neuübersetzung von Jonis Hartmann. Immens politisch erscheint ihr Yoko Ogawas Romandystopie „Insel der verlorenen Erinnerung“. Die taz lässt sich von der französischen Bloggerin Emma die toten Winkel der Klitoris zeigen und lernt nebenbei viel über den Male Gaze und Rassismus. Die FR träumt von den Gespenstergeschichten von Leanne Shapton. Und Dlf Kultur entdeckt mit Marcel Atze das Schillern von Felix Salten „im Schatten von Bambi“.

Mittwoch, 30.12.2020

Efeu - Die Kulturrundschau

Alles leuchtet verlockend

30.12.2020 Der Modeschöpfer Pierre Cardin ist tot. Die Zeitungen verabschieden einen Pionier, der die Demokratie in die Mode brachte. ZeitOnline erinnert an die türkische Dichterin Semra Ertan, die sich 1982 aus Protest gegen den Rassismus nach Verlesen eines ihres Gedichte in Hamburg auf offener Straße umbrachte. Die FR sieht in Pete Docters Pixar-Produktionen "Soul" pastellenen Künstlerträumen beim Platzen zu. Und die New York Times nippt an den Körperflüssigkeiten von Ulay.

9punkt - Die Debattenrundschau

Dem Lachen ausliefern

30.12.2020 BuzzfeedNews bringt neue Enthüllungen über chinesische Lager in Xinjiang, die praktischer Weise gleich mit Fabrikhallen für Zwangsarbeit ausgestattet sind. Der Journalist Klaus Hartung ist gestorben - die taz gedenkt ihres einst sturmumtosten Kommentators. Der Islam ist nicht reformierbar, sagt Hamed Abdel-Samad in Charlie Hebdo: "Es nützt nichts, die guten Passagen aus dem Koran herauszupicken und die schlechten neu zu interpretieren." Im Tagesspiegel fordert Ferda Ataman eine Migrantenquote.

Medienticker

Universalpoesie & Wach-Denken

30.12.2020 Neues Klassenbewusstsein: Habitus schafft Identität - Buch-Jahrescharts 2020: Fitzek + Obama räumen ab + Sachbücher des Monats Januar 2021 - Journalismus 2020: Im Zeichen von Corona - Urteil gegen Osman Kavala: "Seine Bedeutung als Feindbild wog schwerer" - Beste Lyrik 2020: Das Jahr der Altmeister - Interview über Günter Grass: Zwänge & Schwächen oder Gejagt von seinen eigenen Bildern - Licht und Klang: Schola Cantorum Reykjavicensis + Musikjournalismus+Generation: Fließtext ist nicht mehr zeitgemäß.

Bücherschau des Tages

Glimmend wie Sternenstaub

30.12.2020 Die FAZ lernt von Bernward Gesang und Johannes Müller-Salo die Bedeutung von Philosophie und Sprachkritik im Klimadiskurs kennen. Die FR stellt mit Jan Koneffkes Schrumpfkopf große Fragen an die Geschichte. Insgesamt ist die Wiedervereinigung doch gut gelaufen, liest die NZZ bei Karl-Heinz Paque und Richard Schröder. Die SZ taucht fasziniert ab in die vielfältigen Welten queerer Paare. Die taz lernt dank Ralph Hammerthaler "Kosovos Töchter" kennen. Und Dlf Kultur bricht mit Dana Ranga lyrisch ins All auf.

Donnerstag, 31.12.2020

Efeu - Die Kulturrundschau

Endlich von den Menschen befreit

31.12.2020 Für die Kultur endet ein hartes Jahr: "Das Theater und die Oper in Italien sterben", sagt der Regisseur Romeo Castellucci in der taz. Aber die arabische Lyrik blüht in Zeiten der Pandemie, hält die NZZ fest. Die taz geht mit Filmen von Philip Scheffner in den poetischen Widerstand. Ebenfalls in der taz erinnert sich Jane Birkin an alte Skandale und einen schüchternen Serge Gainsbourg. Und die SZ träumt von einem autofreien Times Square.

9punkt - Die Debattenrundschau

Die Tragweite von Krisen

31.12.2020 Es war nicht alles schlecht im Jahr 2020, ruft die taz: Die Revolution in Belarus lebt. Afrikanischen Ärzten gelang es, Ebola  einzudämmen. Argentininen feiert ein liberales Abtreibungsrecht. Die Diskussion um Corona dominiert dennoch: Deutschland hat düstere Sterbezahlen, konstatieren die Ruhrbarone. Corona verändert auch die Gesellschaft tiefgreifend, schreiben Konrad Paul Liessmann in der NZZ, Udo di Fabio in der FAZ, Jakob Simmank bei Zeit online.

Medienticker

Im Steinbruch der Literatur

31.12.2020
Aktualisiert: Wochenend-TV-Tipps u.a. Wiederholung des Neujahrskonzerts der Wiener Philharmoniker - In memoriam Heiner Müller: Arbeit im Steinbruch der systemrelevanten Literatur & der etwas andere Jahresrückblick 2020 & Rückblick auf die Feuilletondebatten 2020 - Alarmismus des Wirtschaftsrats - Beuys-Jahr 2021 Was Joseph Beuys uns heute noch zu sagen hat - Jonathan Meese im Gespräch - Nachtwach Berlin: Der Autor David Wagner & der Fotograf  Ingo van Aaren über ihre Spapziergänge mit Schildkröte ... Der Medienticker & die PerlentaucherInnen wünschen alles Gute fürs neue Jahr + darüber hinaus ...

Bücherschau des Tages

Wie ein Bootsmannsfisch brummt

31.12.2020 Die FR leidet mit Ruth, die in Emma Flints "In der Hitze eines Sommers" in New York 1975 beschuldigt wird, ihre Kinder ermordet zu haben. Dlf Kultur lässt sich mit Mary Beth Kanes Roman "Wenn du mich heute wieder fragen würdest" in den Streit zweier New Yorker Familien verwickeln. Die SZ liest Kinderbücher und lernt von Tim Marshall, "Was unsere Welt zusammenhält", und von Sheddad Kaid-Salah Ferróns "Professor Albert und das Abenteuer der Relativitätstheorie", was kein Physiklehrer ihr beibringen konnte. Wir wünschen all unseren Leserinnen und Lesern einen guten Rusch in ein hoffentlich befreiteres neues Jahr!

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