Perlentaucher - Online Kulturmagazin mit Presseschau, Rezensionen, Feuilleton

zuletzt aktualisiert 10.02.2026, 15.41 Uhr
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  • Die Beschneidungsdebatte: im Perlentaucher und in anderen Medien
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Sortiert nach Datum | Rubriken

Montag, 01.11.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Der Dieb und der Blutsauger

01.11.2021 In der FAZ beschreiben Christopher Walker und Jessica Ludwig, wie Russland und China immer mehr die Institutionen des Westens infiltrieren und beeinflussen. Und Kirill Rogow  beschreibt die neue Symbiose von Autokratie und Kapitalismus. Philipp Sarasin  sucht in geschichtedergegenwart.ch nach den Gründen für Michel Foucaults anhaltende Beliebtheit. In der NZZ fragt Alain Finkielkraut: "Was ist Antirassismus also geworden? Ein Verbot, der Realität ins Auge zu sehen." In der FAZ erzählt der ehemalige Mafioso Luigi Bonaventura, was es heißt, im Milieu der 'ndrangheta  aufzuwachsen. 

Efeu - Die Kulturrundschau

Fühlen Sie sich verantwortlich?

01.11.2021 Die taz kratzt mit Nicole Eisenman in der Kunsthalle Bielefeld am dünnen Firnis der Zivilisation. taz und FAZ loten Höhen und Tiefen des politischen Theaters aus. In der FR setzt die haitianische Schriftstellerin Yannick Lahens ihre Hoffnungen auf die Kreativität der Jugend. Im Tagesspiegel erzählt die Regisseurin Shahrbanoo Sadat von der Liebe der AfghanInnen zu Bollywood-Filmen. Und die FAS fragt, wieviel Afrofuturismus in Kraftwerk steckt.

Medienticker

Schlampiger Journalismus

01.11.2021 Aktualisiert: Pointiert bis zuletzt: Die taz-Politikjournalistin Bettina Gaus ist tot - Ilse Aichinger zum 1000. - Elke-Heidenreich im Interview Gendersprache ist reaktionär - Holz vor der Verlagshütte: FAZ pflanzt sich einen Wald - Robert Macfarlanes verlorenene Zaubersprüche" - Benjamin Brittens A Midsummer Night's Dream an der Deutschen Oper Berlin - Lange Nacht: Jean-Luc Godards "Filme über (das) Filmemachen + Helmut Schmidt am Klavier.

Bücherschau des Tages

Das drohende Nichts

01.11.2021 Der Dlf liest bewegt die Briefe Ilse Aichingers an ihre Zwillingsschwester und an Ingeborg Bachmann. Mit Patricia Highsmith stürzt er sich in die Abgründe der Misanthropie. Der DlfKultur besteht mit Olga Tokarczuk die "Übungen im Fremdsein". Die FAZ liest Kriminalromane, darunter Kaja Malanowskas "Nebeltage".

Dienstag, 02.11.2021

Magazinrundschau

Ein Archipel des Denkens

02.11.2021 Einwanderer gesucht! Wanderarbeiter räumen jetzt nach Klimakatastrophen in den USA auf. Im Merkur versichert Verfassungsrechtler Christoph Möllers: Talent und Intelligenz finden sich eher im  Schachclub als im Golfclub. Facebook ist auch nicht dümmer als Goldman Sachs glaubt die Boston Review und fordert umfangreiche Offenlegungspflichten für die sozialen Medien. Elet es Irodalom würdigt den den Lyriker István Kemény. Harper's fürchtet eine militärische Explosion im Weltall.

9punkt - Die Debattenrundschau

Im Zustand der Selbsttrunkenheit

02.11.2021 Rebranding ist in Mode, schreibt Kenan Malik im Observer - Unis benennen Gebäude um im Namen einer antirassistischen Komplexitätsreduktion. Dass der nordmazedonische Ministerpräsident zurückgetreten ist, bedeutet auch eine Niederlage der EU, findet die FAZ.  Woke ist nicht progressiv, konstatiert Jan Feddersen in der taz nach dem Rücktritt der britischen Professorin Kathleen Stock. Die SZ fordert ein "Superministerium der zukünftigen Lebensraumplanung".

Efeu - Die Kulturrundschau

Wasserrauschen auf dem Himmeltindan

02.11.2021 In der Welt schreibt Deniz Yücel zum Tod des Schriftstellers Doğan Akhanli, der das Deutschen um den Plural von Heimat bereicherte. Nach dem Besuch der Willi-Sitte-Schau in Halle möchte die FR eigentlich die Suche nach dem guten Menschen in der Kunst abblasen. Vom chinesischen Dokumentafilmer Wei Deng lernt sie, wie viel Selbstbestimmtheit in der Tragik liegen kann.  Die NZZ lernt am Schauspiel Köln, was ein Schaupieler macht, wenn er nicht spielt. ZeitOnline folgt dem Saxofonisten Mulo Francel auf Berggipfel, in deren dünner Luft selbst Schwermut leicht klingt.

Medienticker

Ende offen

02.11.2021 Thomas von Steinaecker über eine Kulturgeschichte der gescheiterten Kunstwerke - Was jetzt, Spion? Thomas Wörtche über John Le Carrés Roman "Silverview" - Das Geheimnis ist gelüftet: Gerhard Henschel ist der Autor der "Trump-Tagebücher": "Er greint, heult, jammert" - "Sie war unglaublich mutig" Nachrufe zum Tod von Bettina Gaus + Hörbuch: "The Cat Inside" von William S. Burroughs...

Bücherschau des Tages

Empathische Kaltblütigkeit

02.11.2021 Der DlfKultur lernt von Robert Macfarlane, die Welt mit den Sinnen anderer Lebewesen wahrzunehmen. Die NZZ erliegt der brodelnden Psychologie, die Marie NDiaye in ihrem subtilen Schauerroman "Die Rache ist mein" entfaltet. Die taz vertieft sich mit F.C. Delius in die Sprachen des Schweigens. Und die FAZ lernt von Richard Girling, wie nah sich Mensch und Tier wirklich sind.

Mittwoch, 03.11.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Die eigene Geschichte derart umzudeuten

03.11.2021 In China steht alles zum besten. Naja, jedenfalls dürfen seit August in China keine "negativen Prognosen zur chinesischen Wirtschaft" mehr verbreitet werden, erzählt Zeit online.  Nicht ihre antisemitischen Positionierungen sind das Problem, sondern dass die Bild-Zeitung eine rassistische Kampagne gegen sie fuhr, meint Nemi El-Hassan in der Berliner Zeitung. Immerhin hat nun auch Polen erfahren, dass Migration alle angeht, konstatiert die SZ und ruft nach einem Migrationspakt zur Bewältigung der neuen Flüchtlingskrise. Die FAZ berichtet, dass die nicaraguanische Autorin Gioconda Belli, einst eine sandinistische Kämpferin, nun zum zweiten Mal ins Exil geht.

Efeu - Die Kulturrundschau

Kein akademisches Ordnungsprinzip, nirgends

03.11.2021 SZ und Welt huldigen dem malenden Partisan Georg Baselitz, der in die Académie des Beaux-Arts aufgenommen wurde und dem das Centre Pompidou eine imposante Retrospektive widmet. Die NZZ lauscht noch einmal den revolutionären Eruptionen in einem Live-Mitschnitt von John Coltranes "Love Supreme". Die FAZ bewundert die Konsequenz, mit der Kate Winslet die Erwartungen der Filmindustrie an sie unterlief. Zärtliche Grüße gehen an Monica Vitti, mit deren Modernität nicht einmal Antonioni mithalten konnte.

Medienticker

Vor den Vätern sterben die Söhne

03.11.2021 Aktualisiert: Thomas Rothschild zum 20. Todestag von Thomas Brasch - Verbände gründen historisches Bündnis: Koalition Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland  (k3d) - Tag der Literatur-Preise: Prix Goncourt (für Mohammed Mbougar Sarr) & der Booker Prize - Deutscher Lesepreis geht an den  "Vorlesefriseur" - Verdi bestreikt Amazon - Autorin klagt gegen Gendern ihres Textes - Hörfunk-Tipps: "Rechtsextremer Terror in Deutschland" - Die letzte Diva: Motown-Legende Diana Ross - Literatur zum Nulltarif: Wo Tucholsky auf Konsalik trifft - Assange wird PEN-Ehrenmitglied + US-Justiz legt Klage gegen Bertelsmann ein.

Bücherschau des Tages

Wie tief Lummen tauchen

03.11.2021 FAZ und SZ vergnügen sich mit Kafkas Strichmännchen: Sensationelle Erzählungen aus einer absurden Welt, meint die FAZ. Dlf beugt sich über einen spät übersetzten Agententhriller von Stefan Heym. Die NZZ erfährt von dem Historiker Richard J. Evans, dass Verschwörungstheorien keine Erfindung des 21. Jahrhunderts sind. Und Dlf Kultur erkennt die Provokation, wenn Tamar Tandaschwili mit der Homophobie und Misogynie der georgischen Gesellschaft abrechnet.

Donnerstag, 04.11.2021

Efeu - Die Kulturrundschau

Wie ein zart schattiertes Schönwetterwölkchen

04.11.2021 Die FAZ hört die Erotik knistern, wenn Christian Thielemann aus Wagners Ring spielt. In der Welt erklärt die Autorin Deboray Levy ihr Konzept der weiblichen Subjektivität. Die Zeit liest mit langen Ohren die Twitter-Verse von Clemens Setz. Die Filmkritiker schweben heiter durch Mia Hansen-Løves Anti-Bergman-Film "Bergman Island". Die Zeit spiegelt sich im phantastischen neuen Depot des Boijmans Van Beuningen Museums. Die NZZ entdeckt mit dem Maler Otto Wyler einen leisen Meister. Und eine sehr müde nachtkritikerin lernt in Sebastian Hartmanns Inszenierung von Dostojewskis "Der Idiot": Tiere und Hitler gehen immer.

9punkt - Die Debattenrundschau

Kompatibel mit bürgerlicher Reputation

04.11.2021 Wurde das schicke dicke Kreuz auf der Kuppel des Berliner Stadtschlosses von einem Rechtsradikalen finanziert? Das Humboldt Forum ist laut SZ schockiert und lässt ermitteln. Vor 17 Jahren verbrannte der gefesselte Asylbewerber Oury Jalloh aus Sierra Leone im Dessauer Polizeigewahrsam. Ein Gutachten zeigt, dass er wohl angesteckt wurde, berichtet die taz. Das Kopftuch ist "Freiheit und Freude", behauptete der Europarat noch bis vor kurzem, dann protestierte laut Welt die französische Regierung. Welche Chancen haben säkulare Ideen in der neuen Koalition, fragt hpd.de.

Medienticker

Finaler Bruch

04.11.2021 Vertrauenssache: WDR beendet die Zusammenarbeit mit Nemi El-Hassan - Döpfner-Affäre: Privates  & Gedrucktes - VG Wort-Klausel in Verlagsverträgen: Wie geht es mit der Verlagsbeteiligung weiter? - Literatur zum Klimawandel - Jüdischer Humor: Zwischen Klischee und Grenzüberschreitung - Literatur-Preise: Damon Galgut erhält Booker Prize & Der Prix Goncourt geht an Mohamed Mbougar Sarr + Unsportlich: Peking behindert ausländische Olympia-Berichterstattung.

Bücherschau des Tages

Hoch virtuoser Heimatroman

04.11.2021 Die Zeit feiert Laszlo Krasznahorkais Roman "Herscht 07769" als brueghelhaftes Wimmelbild einer Kleinstadt in Thüringen. Mit größtem Vergnügen folgt sie außerdem den Spuren von Gerhard Henschls Helden Martin Schlosser durch Berlin-Kreuzberg in den 90ern. Dlf Kultur empfiehlt Richard Powers' Roman "Erstaunen" mit einer männlichen Greta als Held. Die NZZ liest angeregt Tim Weiners "Macht und Wahn" über den politischen Krieg zwischen den USA und Russland. Die FR kann kaum glauben, dass Frauen Mitte des 20. Jahrhunderts noch behandelt wurden wie Thea Sternheim von ihrem Mann.

Freitag, 05.11.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Wassermelone essen

05.11.2021 "Wie ein schrecklicher Angsttraum, wenn man seinen Namen an jeder Wand kleben sieht": Kathleen Stock hat sich in der BBC erstmals öffentlich zu ihrem Rückzug aus der Uni Sussex geäußert. Es gibt keine "Cancel Culture", versichert Stanford-Professor Adrian Daub in der WoZ. Mit den rechtsradikalen Spendern für das Berliner Stadtschloss hat sich nicht der Spenderverein blamiert, sondern die Bundespolitik, meint Andreas Kilb in der FAZ. Die Welt erklärt, was "zusammenhaltssensibler Journalismus" ist.

Efeu - Die Kulturrundschau

Bevor das Fallbeil niedergeht

05.11.2021 Die FAZ verfällt im Museum Rietberg der Kultiviertheit narrativer Kunst aus Japan. Die NZZ fragt: Musste man wirklich die antisemitischen Passagen aus Patricia Highsmiths Tage- und Notizbüchern streichen? Der Tagesspiegel erlebt finales Kopfkino in Sebastian Hartmanns Inszenierung des "Idioten", die SZ nur eine Parade hechelnder Soloauftritte. Die taz steht im Kunstmuseum Bonn vor den Zigarettenstummeln von Ingeborg Lüscher und staunt: Rauchen galt mal als schick. Die Musikkritiker erleben ein verstörendes deja vu mit Abbas neuem Album "Voyage".

Medienticker

Hurensöhne!

05.11.2021 Aktualisiert: Über die Schönheit+Notwendigkeit des Schimpfens - Die Krimibestenliste November - Die Barockdichterin Sibylla Schwarz im Comic - Hörtipps des Tages: u. a. Literatur im Gespräch mit Clemens J. Setz: Sprachkunst &  verstörende Drastik, Väterchen Franz zum 90. Geburtstag von Franz Josef Degenhardt & Ein Album wird 50.: Das legendäre Album "Led Zeppelin IV" + Cymin Samawatie und das Trickster Orchestra beim Jazzfest Berlin 2021 + Die TV+Hörtipps zum Wochennende.

Bücherschau des Tages

Plötzlich ganz Körper

05.11.2021 Die FAZ bewundert die Originalität, mit der die Illustratorin Nora Krug Timothy Snyders Buch "Über Tyrannei" auf eine neue Ebene hebt. Mit Gaston Dorren lernt sie die 20 größten Sprachen besser kennen. Dlf Kultur erfährt bei Wolfgang Schivelbusch, wie aufregend Kultur- und Geistesgeschichte abseits des akademischen Mainstreams sein kann. Und die SZ feiert die Leichtigkeit und das Leben mit neuen Kinderbüchern, etwa von Philip Waechter.

Samstag, 06.11.2021

Efeu - Die Kulturrundschau

Poetisches neben Kolloquialem

06.11.2021 In der Literarischen Welt blickt die Soziologin Carolin Amlinger auf das prekäre Dasein von Schriftstellern. Wir bauen die Künstler auf und die subventionierten Orchester greifen sie dann ab, ärgert sich der Konzertveranstalter Andreas Schessl im VAN-Magazin. Der Standard lässt sich von Jonathan Meese mit Hakenkreuzbinde durchs Wiener Volkstheater peitschen. Die FAZ macht es sich in München gemütlich zwischen Riesenhalmen und Gartenei. Und Hyperallergic bewundert Fotografien von Georgia O'Keefe.

9punkt - Die Debattenrundschau

Alles in Ordnung?

06.11.2021 Die taz empfiehlt der Trans-Bewegung, für Gleichberechtigung zu kämpfen anstatt vermeintliche EndgegnerInnen zu jagen. Ebenfalls in der taz schildert der Reporter Samidullah Mahdi die Lage derJournalistInnen in Afghanistan. In der NZZ erzählt Bernd Stegemann, wie er sich aus dem perpetuum mobile der Wut befreite. Die SZ lernt vom British Museum, was das neue Fortschrittlich ist: Nationalstaatliche Eigentumsrechte für völlig überholt zu halten. Im Börsenblatt empfiehlt Deniz Yücel der Buchmesse, die Schmuddelverlage künftig neben dem Herrenklo zu platzieren.

Bücherschau des Tages

Lebendigstes Jetzt

06.11.2021 Die FAZ lernt in Paul McCartneys „Lyrics“, dass es für einen Beatles-Hit manchmal nur einen Traum brauchte. Die taz deckt mit dem Historiker Richard J. Evans die Verschwörungstheorien des Dritten Reichs auf. Die Welt staunt über die Tiefe, mit der Christian Dittloff den Tod beider Eltern verarbeitet. Der Dlf wartet gespannt auf die „explosive Ablehnung“, die Marieke Lucas Rijnevelds Roman „Mein kleines Prachttier“ hervorrufen wird. Und Dlf Kultur bewundert die Schärfe, mit der Arundhati Roy in ihren Essays Kritik an der indischen Regierung übt.

Montag, 08.11.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Beängstigende 537

08.11.2021 Auf 14 Millionen Personen schätzt die FAZ die Zahl der Deutschen, die sich partout nicht impfen lassen will: Sie werden maßgeblich über den Verlauf der vierten Corona-Welle entscheiden. Linke Antisemiten sagen nicht "Ich hasse Juden", erklärt David Baddiel in der FAS, "es geht um etwas Unauffälligeres, Schleichenderes". Zeit online ist enttäuscht von den Plänen zur Baupolitik der kommenden Ampelkoalition.

Efeu - Die Kulturrundschau

Es sind auch die Pferde, die erzählen

08.11.2021 Die KritikerInnen feiern Yael Ronens Musical zur Cancel-Culture "Slippery Slope" als entspannteste Ideologie-Zertrümmerung seit Mel Brooks "Springtime for Hitler". Vom Londoner Old Vic Theatre wird derweil der ehemalige Monty Python Terry Gilliams gecancelt, wie die SZ berichtet. Die taz lernt vom frisch gekürten Büchner-Preisträger Clemens Setz  Klopfzeichen zu verstehen. Der Filmdienst erliegt der glimmenden Schönheit Vicky Krieps'. Warum sieht man auf gerenderten Architekturentwürfen, fragt die NZZ, nur noch Cappuccino schlürfende Hipster, aber keine Schneidereien?

Medienticker

Xi Jinpings Trojanische Pferde

08.11.2021 Wie China die Meinungsfreiheit an deutschen Unis bedroht -  Aktuelle Markttrends: Breites Spektrum im Sachbuch & Zur Genderdebatte: Gendern oder nicht? - Berliner Verlagspreis 2021 vergeben - FAQ: Was ist eine Digitale Identität? - RTLs Pläne für eine Streamingplattform - Büchnerpreis-Verleihung: Clemens Setz auf dem Rücken der Pferde + Berliner Jazzfest 2021: "Zähme mich, ich bin ein Steinway".

Bücherschau des Tages

Chronologie des Schreckens

08.11.2021 Die SZ lässt sich von Joachim Wagner in das Netzwerk AfD-naher Richter in Sachsen, Gießen oder Berlin einführen. Die Klimawende konkret erlebt sie mit Bernhard Pötters "Die Grüne Null" und Frank Uekötters "Einfach war gestern." Der Dlf lässt sich Rachel Cusks Künstlerroman "Der andere Ort" gefallen, der auf dem Memoiren der Mäzenin Mabel Dodge beruht. Der DlfKultur streift mit Kafka durch die Prager Cafés und Nachtklubs. Die FR bewundert Ai Weiwei.

Dienstag, 09.11.2021

Magazinrundschau

Tragischer Realismus

09.11.2021 Bloomberg wirft einen langen Blick auf Togo und stellt fest: Die können Digitalisierung. Der amerikanische Staat ist nicht die Plantage, ruft der Jurist Richard Thompson Ford in Liberties. Der New Yorker stellt uns die obersten Drogenhändler von Honduras vor: Präsident Juan Orlando Hernández und sein Bruder Juan Antonio. Osteuropa liest Putins jüngste Rede zur russischen Geschichte und stellt fest: Die Ukraine ist jetzt aufgegangen in Russland. Die London Review beschäftigt sich mit den kriegerischen Thesen des ökologischen Leninisten Andreas Malm. Die New York Times hat Appetit auf Sushi und stößt auf die Moon Sekte.

Efeu - Die Kulturrundschau

Das Herz virtuos auf der Zunge

09.11.2021 Die SZ erlebt im Folkwang Museum, wie die Avantgarde des Tanzes im Austausch der Kulturen entstand. Die NZZ berichtet von neuen schweren Vorwürfen gegen die Sammlung Bührle. ZeitOnline erinnert an die Empathie, die die verstorbene Filmemacherin Tamara Trampe selbst noch einem Oberstleutnant der Staatssicherheit entgegenbrachte. Der Standard lernt von Diana Ross das Downsexing.   

9punkt - Die Debattenrundschau

Gut gesteuerte Aktion

09.11.2021 An der Grenze zwischen Belarus und Polen spitzt sich die  Lage zu. Polen macht laut SZ Moskau für diese Zuspitzung verantwortlich. Die Dirk-Moses-Anhänger fragen nicht, ob der Holocaust singulär ist oder nicht, sondern ob es zeitgemäß ist, darüber zu reden, kritisiert der Historiker Martin Schulze Wessel in der FAZ. Um Wahrheit geht es auch der neuen Universität in Austin, verspricht der Anglist Pano Kanelos im Substack-Blog von Bari Weiss. Bei heise.de fürchtet Julia Reda, dass der "Digital Services Act" der EU zu vorauseilender Zensur führt. Und warum impfen die Spanier so gut, fragt Zeit online.

Medienticker

Wotans Fußabdruck

09.11.2021 Österreichischer Buchpreis für Raphaela Edelbauers "Dave" - Feuilletondebatte zu Literatur und Klima: Klima-Romane werden kommen - Bücher ganz oben auf dem Wunschzettel: Zwei Prozent mehr Weihnachtsumsatz - Was die Facebook-Whistleblowerin der EU rät - Investorengruppe kauft: McAfee für mehr als 14 Milliarden Dollar -  Hör+TV-Tipp.: Miles Davis in Dietikon 1971 & Verantwortung der Wissenschaft.

Bücherschau des Tages

Drama, Witz und Skepsis

09.11.2021 Die SZ jubelt über Ariane Kochs Debütroman "Die Aufdrängung", der ihr zeigt, dass Literatur nicht die Opferpose einnehmen sollte, sondern Polarisierungen überwinden. Berührt verfolgt sie auch, wie Joseph Ponthus in seinen Aufzeichnungen aus der Fabrik gegen die Ausbeutung auf Poesie und Liebe setzt. Der DlfKultur erkundet mit Ulrike Draesner die Steinzeit zwischen Themse und Rhein, immer an der Grenze des Wissens entlang. DlfKultur und NZZ platzieren außerdem Paul McCartneys großformatigen "Lyrics"-Band auf ihrem Coffeetable.

Mittwoch, 10.11.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Drei unzusammenhängende Sätze, mehr kommt da nicht

10.11.2021 Alexander Lukaschenko schleust Flüchtlinge nach Europa ein, um in erster Linie Deutschland unter Druck zu setzen und seine eigene Existenz abzusichern, meint die Menschenrechtsaktivistin Olga Karatsch in der taz. Die  Nobelpreisträgerinnen Svetlana Alexijewitsch, Elfriede Jelinek, Herta Müller und Olga Tokarczuk richten einen Aufruf an die EU, das Asylrecht zu respektieren. In der SZ findet es Nils Minkmar schwer fassbar, wie lethargisch die Politik auf das Ansteigen der Infektionsraten und auf die Impfskeptiker reagiert. Die "Freiheit" der Impfgegner gefährdet vor allem all jene mit anderen Krankheiten, deren Operationen jetzt warten müssen, meint Jo Schilling bei heise.de.

Efeu - Die Kulturrundschau

Das Auftauchen von Krähen

10.11.2021 Der Tagesspiegel berichtet, dass Orhan Pamuk in Istanbul ein weiterer Prozess droht: Er soll Atatürk verunglimpft haben. Verhalten nimmt die Kritik Andreas Kleinerts Biopic "Lieber Thomas" auf, das aus Thomas Brasch einen deutschen Riesen machen will. Die FAZ bewundert die kreative Strenge des schwedischen Architekten Sigurd Lewerentz. Die SZ amüsiert sich prächtig mit "Garland" in Granz. Die taz lässt sich von der brasilianischen Schlagzeugerin Mariá Portugal niederstrecken.

Medienticker

Literatur furniert

10.11.2021 Überlegungen zu Tendenzen gegenwärtiger Literatur - Glossar: Lokaljournalismus - Freiheit der Wissenschaften: Rückkehr ins Mittelalter - Plagiate im Dritten Reich: Als Hitler das Kochbuch meiner Oma stahl - Ein Grenzgang am Rande unseres Wissens: Ulrike Draesners "doggerland" - Hörtipps:"Jüdische Musiker zur NS-Zeit" Orchestrales Vergessen & Stockhausens "Aus den Sieben Tagen".

Bücherschau des Tages

Team Nietzsche gegen Team Levinas

10.11.2021 Die NZZ lässt sich von Arundhati Roy die Finessen der indischen Politik erklären. Die FAZ lobt Bernhard Maiers multiperspektivische Geschichte von "Der Bekehrung der Welt". Dlf empfiehlt Angela Steideles "In Männerkleidern", die Geschichte der Catharina Margaretha Linck, die 1687 wegen Homosexualität zum Tode verurteilt wurde. Die SZ ist hingerissen von Stephan Thomes Roman "Pflaumenregen"der ostasiatischen Geschichte zum Leuchten bringt. Dlf Kultur amüsiert sich mit Jonathan Coes Roman "Mr. Wilder und ich".

Donnerstag, 11.11.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Wir werden uns alle irgendwann anstecken müssen

11.11.2021 Voilà, willkommen in der vierten Welle! "Ich halte es für sicher, dass man kontakteinschränkende Maßnahmen braucht", sagt Christian Drosten in der Zeit. In Österreich wird das Gänseessen zum Martinstag schon storniert, berichtet die taz. Bei Unherd erzählt Ayaan Hirsi Ali, wie sie lernte, dass Cancel Culture nicht nur islamistisch ist. Die FAZ prüft die Pläne für eine antiwoke Uni in Austin. In der Welt ruft Deniz Yücel an die Adresse der polnischen Grenzsoldaten: "Lasst sie doch einfach kommen." Die SZ will lieber Sanktionen gegen Belarus.

Efeu - Die Kulturrundschau

Sauerkraut mit Schink und Wurst

11.11.2021 Die Filmkritiker feiern Andreas Kleinerts Biopic über den Schriftsteller Thomas Brasch: Der Film sieht aus wie ein Stück DDR-Nouvelle-Vague, die es niemals gab, freut sich die FR. Höchst angeregt kommt die Zeit aus einer Ausstellung über die Porträtkunst, wie sie Edouard Manet und dem Kunstkritiker Zacharie Astruc vorschwebte. Die FAZ amüsiert sich prächtig in der Urfassung von Jacques Offenbachs "La vie parisienne": Tchî tchî, boum boum. Die Literaturkritiker gratulieren Dostojewski zum 200. Geburtstag. Und VAN fordert die Sender auf, nicht mehr jede Marketing-Möhre anzuknappern, die die Klassische-Musik-Labels ihnen hinhalten.

Medienticker

Multitalent FD

11.11.2021 Anna, die Frau, die Dostojewski vor dem Ruin rettete + Wladimir Kaminer gratuliert ihm zum Zweihundertsten & Die unaufhörliche Suche des Thomas Brasch + der Regisseur Andreas Kleinert über seinen Film "Lieber Thomas" -  Anklage gegen Orhan Pamuk: Juristische Jagd auf einen Literaturnobelpreisträger + Olga Tokarczuks Blicke über den Rand der Welt.

Bücherschau des Tages

Schönheiten im deutschen Winter

11.11.2021 SZ und Dlf Kultur feiern zum 200. Geburtstag von Dostojewski die lebenssatten Memoiren seiner Frau Anna. Die FAZ lässt sich von Herta Müllers lyrischen Collagen die Sinne schärfen und lernt mit Ai Quing den chinesischen Rilke kennen. Die Zeit lernt Ernst Jünger in seinen Briefen derweil als "bis zur Schäbigkeit egomanen Charakter" kennen. Universalismus und Identitätspolitik müssen sich nicht ausschließen, erfährt sie von Jörg Scheller. Die taz folgt berührt dem kleinen Edgar Selge durch die Fünfziger.

Freitag, 12.11.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

In die Panik

12.11.2021 Ist es Zeit, eine Triage für Ungeimpfte zu erwägen, fragt Daniela Wakonigg bei hpd.de. Ist es wirklich so, dass Politik aus Angst vor ein paar krakeelenden Dummköpfen nicht agiert, fragt Mely Kiyak in Zeit online. In der SZ fürchtet Karl Schlögel, dass es in Berlin eine Inflation der Mahnmale für Opfer des Zweiten Weltkriegs gibt: "Es wäre besser gewesen, eine Denkmal-Lösung zu finden, die alle einbezieht." Xi Jinping ist in China jetzt quasi Gott, resümiert Jürgen Kremb in seinem Blog die Ergebnisse des Sechsten Plenums des ZKs der KPCh.

Efeu - Die Kulturrundschau

Die Realität hinter der Angst

12.11.2021 Zeit und FAZ diskutieren über das Erbe des ARD-Programmdirektors Hans Abich: Propagandahelfer der Nazis oder Speerspitze des televisionären Fortschritts? Möglicherweise war er beides. Oicanadian entdeckt die "Nazi Death Parade" des Comickünstlers August M. Froehlich. Monopol lernt in der Kunsthalle Mannheim, dass Muttersein sehr viel mehr ist, als nur Madonna mit Kind. Manchmal ist es auch ein Dackel mit Stinkefinger. Die taz streckt ein Ohr ins imaginäre Außen des Noise-Musikers Helm.

Medienticker

Leiche & Leberwurst

12.11.2021 Aktualisiert: Nikolai Erdmanns "Der Selbstmörder" am Wiener Burgtheater - Ausstellungen: Für Sie nicht, Herr Hitlerin Wien und Berlin - Dostojewski gilt als Verkünder der "russischen Seele", doch das ist falsch - Das bisschen Haushalt: Gespräch mit Evka Rulffes über "Die Erfindung der Hausfrau" - Ein Stern namens Bach + Hörspiel "Zikaden" von Ingeborg Bachmann & der Musik von Hans Werner Henze + Die Hörfunk+TV-Wochenendtipps.

Bücherschau des Tages

Der Eigensinn des Kakadus

12.11.2021 SZ, Dlf und Dlf Kultur können gar nicht genug bekommen von der "Sprache der Zärtlichkeit", mit der Edouard Louis seine Mutter beschreibt. Die taz befreit sich derweil mit Simone de Beauvoir aus Rollenzwängen. Die FAZ blickt mit Christiana Figueres und Tom Rivett-Carnac ein bisschen optimistischer auf die Klimakrise. Dlf Kultur bestaunt mit Tim Flach die Pracht der Vogelwelt. Und die NZZ ist nach Daniel Hedingers Studie geschockt über das Tempo, mit dem die italienisch-deutsch-japanische Allianz die Welt in den Krieg führte.

Samstag, 13.11.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Metamaterialien

13.11.2021 Während die Kölner und die Kölnerinnen mit ihren lustigen Hüten und geimpft Karneval feiern (für die SZ eine Episode in der Kulturgeschichte des Idiotentums), fordern in Welt und Berliner Zeitung letzte Kandidaten für die Intensivstation ein Ende der Impfdebatte. Österreich plant unterdessen einen Lockdown für Ungeimpfte. In Bosnien-Herzegowina lauert laut taz neue Kriegsgefahr. Wladimir Putin löst laut FAZ die Menschenrechtsgruppe "Memorial" auf. Und an der belarussischen Grenze erfrieren laut Caroline Fourest die Sieger über den Islamischen Staat.

Efeu - Die Kulturrundschau

Strategisches Vertippen

13.11.2021 Der Filmdienst unterhält sich mit Vanessa Lapa über ihre Doku "Speer goes to Hollywood". Die NZZ empfiehlt neue Literatur aus Grönland. Die FAZ lernt im Münchner Architekturmuseum, wie man Obdachlosen helfen kann. Standard und Zeit begreifen nicht, warum Damon Albarn sein neues Album in Island aufgenommen hat: Nebel gibt's schließlich überall. Dem Tagesspiegel sitzt die Antimaterie eines Pollesch-Abends in den Knochen.

Bücherschau des Tages

Die große Verlassensangst

13.11.2021 Für die taz zieht Ilja Richter mit Arthur Koestler in den "Sklavenkrieg". FAZ und Dlf Kultur lesen mit Interesse zwei popläriwssenschaftliche Neuerscheinungen: David J. Edmonds' "Die Ermordung des Professor Schlick" über den Wiener Kreis und Ernst Peter Fischers und Detlev Gantens Buch über Rudolf Virchow und Hermann von Helmholtz und das Erbe der Charité. Dlf Kultur ruft außerdem mit Elizabeth Strout: "Oh, William".

Montag, 15.11.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Im karmischen Geschehen

15.11.2021 Während Alexander Lukaschenko an der Grenze zu Polen düstere Bilder produziert, verschärft er die Repression nach innen, berichtet die FAZ - immer drakonischer werden die Strafen. Martin Pollack appelliert im Standard an die EU, die Flüchtlinge aufzunehmen. Auf Twitter boostert  Irmgard Griss' emphatisches Plädoyer für die Vernunft die Widerstandskraft der Geimpften. Die Katholiken waren gar nicht so Nazi, wie Kurt Flasch behauptet, schreibt Hans Maier in der SZ.

Efeu - Die Kulturrundschau

Zu viele Kalorien, zu viele Fette

15.11.2021 Im Standard erzählt Eva Menasse, wie sie in Berlin lernte, mit der Sprachaxt durch den Wald zu gehen. SZ und Nachtkritik feiern in München eine dunkle Messe mit Thomas Köck. Die FAS versteht mit der Netflix-Serie "Squid Game" allmählich, wie antikapitalistisches Entertainment funktioniert. Die taz empfiehlt nachdrücklich Daniel Mendozas Leals kolumbianische Dokuserie "Matarife" über die Verstrickung von Drogenkartellen und Politik. Außerdem huldigt sie der Legende Zygmunt Blask.

Medienticker

Der Kosten-Tsunami

15.11.2021 Pressefreiheit: Spanische Nachrichtenagentur darf nicht mehr aus Kuba berichten - Großmächte der Weltliteratur auf der Messe Buch Wien: Optimismus trotz Pandemie + "Je planmäßiger die Menschen vorgehen, desto wirksamer trifft sie der Zufall", wusste Friedrich Dürrenmatt.

Bücherschau des Tages

Die letzten Zuckungen einer Fliege

15.11.2021 Das Glück in Buchform überkommt den Dlf mit den Gesammelten Werken des  magischen Realisten Juan Rulfo. Selten ist der FAZ Robert Musil so nahe gegangen wie in der Lesung von Birgit Minichmayr und Peter Simonischek. Der DlfKultur flaniert mit Kirsty Bell durch Berliner Hinterhöfe. Und die SZ blickt mit Friedrich Kießling und Christoph Safferling auf die ehemaligen NS-Kader in der Bundesanwaltschaft.

Dienstag, 16.11.2021

Magazinrundschau

Eine etwas chaotische Gemeinschaft

16.11.2021 In Atlantic nimmt Anne Applebaum die Autocracy Inc. unter die Lupe. Die Afrikaner waren auch vor der Kolonisierung oft schwulenfeindlich, erklärt David Tonghou Ngong in Africa is a Country. Was Kunststudenten als Kamikazeflieger qualifiziert, erklärt die LRB. Im New Yorker fürchtet Masha Gessen um die Pressefreiheit in Russland. The Nation gibt der Ukraine die Schuld am andauernden Krieg im Donbass. Im New York Magazine deutet David Wallace-Wells die Klimakrise als Betrug des Nordens am Süden.

9punkt - Die Debattenrundschau

Bereit zur Selbstverteidigung

16.11.2021 Die taz spricht mit zwei Repräsentantinnen von Memorial, die trotz der geplanten Auflösung der Organisation keineswegs kampfesmüde wirken. Die SZ fürchtet, dass die Parteistiftung der AfD zu einer Stärkung der "Neuen Rechten" auch an Hochschulen führen könnte. "Kindischer Trotz als 'Freiheit' - so tief sind Teile selbst des politischen Liberalismus gesunken", schreibt Gustav Seibt in der SZ zur Diskussion über Impfpflicht. In der NZZ hofft Robert Badinter, dass selbst in den USA die Todesstrafe abgeschafft wird.

Efeu - Die Kulturrundschau

Aus dem Jetzt heraus

16.11.2021 Die FAZ feiert die schädelsprengende Fotografie Katharina Sieverdings. Die taz erlebte auf der Duisburger Filmwoche einen neuen Fetischismus des Bildes.  SZ und Welt blicken konsterniert auf die Massensex-Szenen in Feinripp in Stefan Herheims "Ring"-Inszenierung. Crescendo verzweifelt am Sparwahn in der Klassik. Außerdem trauern die Feuilletons um die libanesisch-amerikanische, zutiefst humanistische Schriftstellerin Etel Adnan.

Medienticker

Nichts bleibt mehr privat

16.11.2021 Meinungsfreiheit: Kuba verschärft Repressionen gegen Andersdenkende - Österreichische Buchhandlungspreise 2020/21 & Wissensbücher des Jahres - Theorie der politischen Öffentlichkeit des Jürgen Habermas zum Digitalen & Die wüsten Geräusche + Diedrich Diederichsen über das Jazzfest Berlin 2021:"Schmissig-elegantes Zeug".

Bücherschau des Tages

Der getäuschte Albatros

16.11.2021 Als Psychogramm eines Kämpfers liest die FR die Erdogan-Biografie von Can Dündar und Mohamed Anwar. Der taz knurrt der Magen beim Lesen von Shigeru Mizukis "Mangaka". Die FAZ lässt sich von Puschkin erzählen, wie dessen Großvater versklavt und an den Hof Peter des Großen verbracht wurde. Mit Bill Hansson wandert sie durch Duftlandschaften.

Mittwoch, 17.11.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Wahrscheinlich zur Bewährung

17.11.2021 In der FAZ erzählt der chinesische Künstler Badiucao, wie ihn die chinesische Regierung bis hin nach Italien, wo er heute lebt, verfolgt. Hubertus Knabe bespricht in seinem Blog Freya Kliers Buch über Stasi-Morde. In der SZ zieht Ronen Steinke eine bittere Bilanz der deutschen Rechtsprechung zum Holocaust. Im Interview mit der FR wird der Soziologe Heinz Bude kategorisch bei Impfverweigerern.

Efeu - Die Kulturrundschau

Schießerei ohne Pistolen

17.11.2021 Die FAZ erlebt mit Jane Campions Western "The Power of the Dog" ein Massaker der Sinne. Hans Pleschinski attestiert der deutschen Literatur in der Welt einen Hang zur Griesgrämigkeit. Der Guardian liegt der freundlichen Rhinozeros-Dame Miss Clara zu Füßen. Die SZ ergründet im Wallraf-Richartz-Museum die Maltechniken der Moderne. Standard und Welt gehen mit Adele in Trennungstherapie.

Medienticker

Gedankenaustausch auf dem Berg

17.11.2021 literaturlesen: Neue App für Leseforschung & Buchkritik: Ulrich Kochs Gedichte "Dies ist nur der Auszug aus einem viel kürzeren Text" - Das Literaturfestival Eventi letterari + Jüdische Lebenswege auf deutschen Bühnen.

Bücherschau des Tages

Das Verschwinden der manipulativen Millionärsgattin

17.11.2021 Olivier Rolin lässt in "Port Sudan" einen alten Maoisten Rückschau halten - ganz ohne Revolutionsromantik, lobt die FAZ. Gern folgt sie auch Bae Suahs Heldin Ayami durch die "Weiße Nacht" von Seoul. Eine Sensation!, ruft die NZZ angesichts der Wahnsinnssprache von Volter Kilpis "Im Saal von Alastalo" von 1933. Die SZ gewinnt eine Reihe einsamer und misstrauischer Bauern lieb in Colin Niels Polar "Nur die Tiere". Dlf Kultur folgt dem verlassenen lyrischen Ich Ulrich Kochs.

Donnerstag, 18.11.2021

Efeu - Die Kulturrundschau

Die Denkerei ist nichts für mich

18.11.2021 Liebe findet sich in den kleinsten Ecken, erkennt critic.de in Sebastian Meises Gefängnisfilm "Große Freiheit". In der Jungle World erklärt die äthiopische Autorin Maaza Mengiste, warum die Frauen kaum bekannt sind, die gegen Mussolinis Einmarsch kämpften: Nach dem Krieg mussten sie wieder in die Küche. Die SZ stöhnt über die Tiefsinnshochstapelei von Jon Fosses neuem Stück "Starker Wind" am Deutschen Theater und begeistert sich für die Aufnahme aller 299 Schumann-Lieder durch Christian Gerhaher und Gerold Huber. Prospect sucht ein anderes Wort für Blau.

9punkt - Die Debattenrundschau

Ausgerechnet die Etablierten

18.11.2021 In der FR erklärt der irakische Journalist Kamal Chomani, warum so viele Kurden aus seinem Land fliehen wollen. Die SZ notiert beschämt, wie fassungslos die Spanier auf Deutschland blicken. Die Zeit recherchiert zum "Klima der Angst" in der Berliner Zeitung. Und sie vermisst Frank Schirrmacher. Und eine wichtige RBB-Meldung für alle moribunden Berliner: "Auf den Friedhöfen im Berliner Bezirk Mitte können ab Mitte Dezember für drei Wochen keine Bestattungen stattfinden."

Medienticker

Absurde Märchen

18.11.2021  Roger Willemsens Archiv wird an die Akademie der Künste Berlin übergeben - Hörtipps:  Klang wie Holznektar oder Der Saxofonist+Komponist Leonhard Huhn & Die Musik des Ernő Király  - JFK Revisited: Neue Dokumente zu einer alten Verschwörungstheorie + Berner Alpine Museum treibt die Klischees über die Berge aus.

Bücherschau des Tages

Ihr lichtes, zugleich abgründiges Deutsch

18.11.2021 Clemens Meyer überzeugt die FAZ als angry young man mit seinem Erzählband "Stäube". Die FR badet mit Mary Lawson "Im letzten Licht des Herbstes". Dlf durchstreift mit Pierre Lotis "Ramuntcho" ein atemberaubend schönes Baskenland. Die NZZ zieht sich mit Michael Krügers Erzählgedichten zurück in den Wald, ins Holzhaus. Dlf Kultur empfiehlt wärmstens Elisabeth Edls Neuübersetzung von Flauberts erstem Roman, den "Memoiren eines Irren". Unsere Notizen zur heute erschienenen Literaturbeilage der Zeit finden Sie hier.

Freitag, 19.11.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Dass wir alle sehr feinstofflich sind

19.11.2021 Hätte Europa eine gemeinsame Migrationspolitik, könnte es nicht von Lukaschenko erpresst werden, meint die SZ. Allerdings müsste die neue Bundesregierung zugleich gegen Russland eine härtere Linie fahren, fordert der Historiker Jan C. Behrends bei libmod.de. Die FAZ sieht Xi Jinping bei der Vergottung zu. Im Dlf sucht der Soziologe Oliver Nachtwey nach den Ursachen deutschen Impfversagens. Die taz liest eine deprimierende Studie zur Kontinuität der Nazis in der Justiz der Bundesrepublik. In der FR fordert Niall Ferguson einen kalten Krieg gegen China.

Efeu - Die Kulturrundschau

Das Schwungrad der Poesie

19.11.2021 Bei der Probe zum "Troubadour" in Nürnberg stellt sich die Frage: Ist Rassist, wer einer schwarzen Chorsängerin bei der Probe ein Beispiel aus Afrika gibt, wie Peter Konwitschny es tat? Die Literaturkritiker trauern um den Avantgardisten Oswald Wiener. Die SZ porträtiert die Dramatikerin Nora Abdel-Maksoud, die eine Erbschaftslotterie auf die Bühne stellt. Van weiß, warum auch heute Komponistinnen kaum zu hören sind.

Medienticker

Geistig unberechenbar

19.11.2021 Aktualisiert: Der Sprachexperimentator Oswald Wiener: u. a. Dietmar Dath zu seinem Tod - Annalena Baerbocks Buch wird nicht mehr gedruckt - Ursula März über die "Memoiren eines Irren" von Gustave Flaubert - "Die Lage bleibt sehr ernst", meint auch der Verband der Bahnhofsbuchhändler - Hörfunk-Reportage über Brotjobs & Literatur + Der Bildhauer & Zeichner Thomas Schütte im Hörfunk-Gespräch + TV+Radio-Tipps für das Wochenende.

Bücherschau des Tages

Raben, die an Ampeln warten

19.11.2021 Die SZ annonciert mit den kommentierten Mitschriften zum Halle-Prozess ein wertvolles Zeitdokument. Außerdem empfiehlt sie Kindersachbücher über Frauen, Krähen und Kulinarik. Alarmiert hört sie zudem zu, wenn Rutger Bregman erzählt, was passiert, wenn das Wasser kommt. Die FAZ schaut sich mit Kevin Krautgartner das Wasser lieber aus der Vogelperspektive an. Die FR bewundert Kafkas Zeichnungen. Und Dlf Kultur ermittelt mit Carlo Lucarelli im letzten Kriegswinter in Bologna.

Samstag, 20.11.2021

Efeu - Die Kulturrundschau

Großes Mutterfinale

20.11.2021 Die Theaterkritiker liegen Angela Winkler zu Füßen, die in Jan Bosses Adaption des Kracht-Romans "Eurotrash" an der Schaubühne die Crostinis fliegen lässt. Zeit Online erinnert an die Ondes Musicales des Cellisten Maurice Martenot, ein Instrument, um arabische Musik auf europäischer Klaviatur zu spielen. Die Jungle World entdeckt den subversiven Humor der Neuen Deutschen Welle. Die FAZ schreibt über den langen Schatten von Vichy in der französischen Literatur.

9punkt - Die Debattenrundschau

Bitte vier Stunden vor Abflug

20.11.2021 Auf ZeitOnline fordert die Philosophin Olga Shparaga die EU auf, mit Alexander Lukaschenko nicht nur über die Lage an den Grenze zu reden, sondern auch über die Lage in seinen Gefängnissen. Die taz erinnert daran, dass die Frauenquote nicht dem politischen Fortkommen von Männern dienen soll. Im Spiegel pocht Max Czollek darauf, auch ohne amtliche Besiegelung Jude zu sein. Die SZ möchte den Berliner Flughafen bitte abgerissen sehen.

Bücherschau des Tages

Archipelisches Denken

20.11.2021 Der Dlf gewöhnt sich mit Edouard Glissant das kontinentale Denken in Beton ab. Als Einstieg in das revolutionäre Denken Frantz Fanons kann die FAZ die Comic-Biografie von Frederic Ciriez und Romain Lamy empfehlen. Die SZ feiert Alex Schulmans dunklen Familienroman "Die Überlebenden". Die taz lässt sich von Gisele Halimi "Seid unbeugsam!" nicht zweimal sagen. Außerdem freut sie sich über die Neuauflage von Octavia Butlers afrofuturistischem Science-Fiction-Roman "Wilde Saat".

Montag, 22.11.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Aus dem Zug geworfen

22.11.2021 FAZ-Korrespondent Friedrich Schmidt besucht die Menschenrechtsorganisation Memorial in Moskau, der die Auflösung droht, weil sie sich nicht eilfertig genug als "ausländischer Agent" bezichtigt. Die SZ erklärt nochmal, warum von mRNA-Impfstoffen nichts zu befürchten ist. Die taz bespricht die Ausstellung "Ausgrenzung - Raub - Vernichtung", die am Beispiel eines Landstrichs in Baden-Württermberg zeigt, wie gründlich die Deutschen die Juden ausraubten. Nach einer Tagung stellt sich die Frage, ob alle Kulturgüter in den ethnologischen Museen zurückgegeben werden müssen. Gilt das auch für den Pergamon-Altar?, fragt der Tagesspiegel.

Efeu - Die Kulturrundschau

Berührung wird möglich

22.11.2021 Die erschöpften Theaterkritiker von Standard, taz und Nachtkritik erholen sich in der Hamburger Signa-Performance "Ruhe" mit Birkenrohrling-Tee, Aal-Ritualen und afrikanische Riesenschnecken. In der FAS bekennt Jane Campion ihr Mitgefühl für Western-Scheusale. Der Freitag fragt, woher der große Wille zur Poesie rührt, wenn Männer über ihre Mütter schreiben. Die SZ wünscht sich von der Architektur den Einfallsreichtum eines Günther Ludwig Eckert, der die Biosphären retten wollte, indem er die Menschheit in eine weltumspannende Röhre pferchte.

Medienticker

Abhauen & Ahoi

22.11.2021 Gespräch mit Kirsten Fuchs über ihre "Mädchenmeuterei" - Die IG Digital wird sich im kommenden Jahr mit drei Kernthemen befassen - Zum Tod von Ted Herold: Ein Leben für den Rock'n'Roll auf Deutsch - Über die Linie:  Wolfgang Rihm - Männer, lest Bücher von Frauen! + Das neue Infektionsschutzgesetz: Das gilt für den Buch- und Einzelhandel

Bücherschau des Tages

Zadeks Wüten

22.11.2021 Die NZZ erlebt in Klaus Pohls Roman "Sein oder Nichtsein", wie komisch und inspierend alte weiße Männer sein können. Außerdem schöpft sie mit Johannes Krause aller "Hybris" zum Trotz Hoffnung für den Menschheit. Der DlfKultur liest mit Freude Pier Paolo Pasolinis späte Gedichte "Nach meinem Tod zu veröffentlichen". Die Wut in Ziad Majeds Essay "Syriens verwaiste Revolution" kann er nur zu gut verstehen. Und die FAZ träumt mit Nora von der Jagd nach dem großen Bären.

Dienstag, 23.11.2021

Magazinrundschau

Fröhliches Mitsing-Delirium

23.11.2021 Rest of World wirft in Singapur einen Blick auf den fast schon perfekten Überwachungsstaat. Welche Auswirkungen der Klimawandel auf eine 11-Jährige in Afghanistan haben kann, erzählt Unherd. Atlantic staunt, wie links die neue Rechte in den USA ist. Nonsite erzählt die faszinierende Geschichte des Privilege Walks. The Intercept fragt, ob Interpol wirklich von einem Beamten aus den Vereinigten Arabischen Emiraten geleitet werden sollte. Collectors Weekly stellt den Architekten und Möbeldesigner Jock Peters vor.

9punkt - Die Debattenrundschau

Der größte Gegenspieler von Veränderung

23.11.2021 Woher kommt die Impfverweigerung in Deutschland und Europa? In einem gemeinsamen Artikel für die FAZ staunen sogar Winfried Kretschmann und Markus Söder. Sie hätten auf Vernunft gesetzt. Aber nun setzen sie auf Impfpflicht und erklären, warum das der Idee der Freiheit nicht entgegensteht. Im Südwesten kommt die Verweigerung eher von (ehemals?) Grünen, fürchtet die taz. Im Osten ist sie der extremen Rechten näher und hat mit tiefstem Misstrauen gegen Wissenschaftlichkeit zu tun, die vom Kommunismus eingeimpft wurde, konstatiert die FAZ. Sonst noch ein Streit? Ach ja, das Kopftuch.

Efeu - Die Kulturrundschau

Eine andere Hölle als die zuvor

23.11.2021 Jubelnden Applaus spenden taz und SZ Nora Abdel-Maksouds Münchner Komödie "Jeeps", die der Eierstocklotterie des Erbens ein Ende macht. Die FAZ bewundert im Prado die Pracht lateinamerikanischer Kunst in Spanien. Der Standard stellt die Verlegerin Ann Kathrin Doerig vor, die der Misogynie der Welt mit schönen Büchern entgegentreten möchte. Das Comeback des Minirocks versetzt die NZZ in Hochstimmung.

Medienticker

Schreibmaschinenrock

23.11.2021 Zum Tod von Medicus-Autor Noah Gordon - Ausstellung in New York: Der katholische Einfluss auf Andy Warhols Werk - Hexen: Die gefährliche Frau mit unheimlichen Kräften als Archetyp des weiblich Abgründigen - "Anastasia"-Sekte in der Ostprignitz: Völkische Siedler bedrängen Anwohner - Auszeichnung: Josef Hader erhält den Deutschen Kleinkunstpreis - Hörfunk-Tipp: Der Komponist & Dirigent Matthias Pintscher.

Bücherschau des Tages

Die naiven Frauen bei Brecht

23.11.2021 Die taz seziert mit Ruth Klüger frauenfeindliche Stereotype in der deutschen Nachkriegsliteratur. Der Dlf schöpft mit Golineh Atai Hoffnung für den Iran. Die FAZ folgt nur widerstrebend dem Mittelschichtszögling Gabriel Krauze auf Raubzug durch die armen Viertel von London. Sandro Veronesis "Kolibri" verzeiht sie dagegen die Spuren von Kitsch angesichts seiner eleganten Erzählkunst. Der DlfKultur frönt Hervé Guibert der exzessiven Sexualität.

Mittwoch, 24.11.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Lernen, Kapuzenpullover zu tragen

24.11.2021 Im SZ-Gespräch erläutert der Religionshistoriker Helmut Zander die Überschneidungen zwischen dem anthroposophischen Milieu und den Querdenkern. Unterdessen wird Triage zur realen Perspektive, notiert die FAZ. Die EU ist sich der Gefahr, die vom Brexit ausgeht gar nicht bewusst, warnt der Politologe Eoin Drea bei politco.eu. Die NZZ fragt, warum die Amerikaner beschlagnahmte Nazikunst nicht an Deutschland zurückgeben. hpd.de erhofft sich von der Ampelkoalition eine Stärkung säkularer Positionen.

Efeu - Die Kulturrundschau

Stauchfalten im blauen Wasser-Papier

24.11.2021 Die Nachtkritik bemerkt alarmiert, dass wir vom Theater entwöhnt werden. Die FAZ ergründet in Santander die Welten Thomas Demands. Die SZ stößt im palästinensischen Flüchtligslager Dheisheh auf das Erbe einer Kultur des Exils. Im Freitag beklagt der slowenische Schriftsteller Goran Vojnović eine kommerzialisierte Jugonostalgie. Angefeuert von Christiane Rösinger befreit sich der Tagesspiegel auf dem Planet Egalia von seinem PH. Und Critic.de erfreut sich an den überkrachten Dialogen in Gábor Altorjays DDR-Fantasie "Pankow '95".

Medienticker

Things Are Going Down

24.11.2021 Und noch mal: Wie man dem toten Hasen Joseph Beuys erklärt - Verlagsübernahme: Kampa übernimmt Jung und Jung - Ein Kofferraum voll Lyrik: 10 Jahre Elif Verlag -  Philosophie in Amerika: Was hat Hegel mit Rassismus zu tun? - Rudolf Steiner & die Querdenker: Wirkt Impfen gegen Spiritualität? - Saurer Apfel: Apple verklagt den Spyware-Anbieter - Spionage durch NSO: Apple verklagt "amoralische Söldner" - Springer-Chef: Was will Mathias Döpfner?+ Hörtipp: Eine spezielle Klangreise. 

Bücherschau des Tages

Ein Purgatorium

24.11.2021 Die FAZ sticht mit David Abulafias kenntnisreicher Geschichte der Ozeane in See. In Dmitri Schostakowitschs Briefen an Iwan Sollertinski gewinnt sie keinen neuen Freund. Die FR durchleuchtet mit Olga Tokarczuk die imaginativen Räume der Literatur. Die NZZ freut sich, dass Thomas von Steinaecker sein Werk über gescheiterte Kunstwerke vollendet hat. Der Dlf warnt vor der Härte von Roxane Gays „Schwierigen Frauen“, der Dlf Kultur vor der Gnadenlosigkeit von Rachel Cusk.

Donnerstag, 25.11.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Allgemeine Solidaritätspflicht

25.11.2021 Der Koalitionsvertrag ist raus: Die Ampel steht auf rot, gelb und grün gleichzeitig. In den ersten Reaktionen pickt sich jeder raus, was er mag oder auch nicht. Außerdem: Jana Hensel in der Zeit und Deniz Yücel in der Welt reagieren ziemlich sauer auf Max Czolleks Interview in Spiegel online. Der Verfassungsrechtler Christoph Mölllers hat in der Zeit keine Bedenken gegen eine Impfpflicht.

Efeu - Die Kulturrundschau

Dramatisch willkommene Krisen

25.11.2021 In der NZZ berichtet der chinesische Schriftsteller Liao Yiwu vom spurlosen Verschwinden jener Reporter, die in Wuhan recherchierten. Im VAN-Gespräch vermisst der Pianist Rudolf Buchbinder indes die großen Charaktere in der Klassik: Am Ende kommt immer Christoph Thielemann. Die Filmkritiker vermissen derweil Aretha Franklin in Liesl Tommys Biopic über die Künstlerin. Die Welt ärgert sich, dass der "Nussknacker" am Berliner Staatsballett gecancelt wurde. Und die SZ lernt von Louise Brown, was ein guter Tod ist.

Medienticker

Kulturpolitik der Ampel-Koalition

25.11.2021 Blick in den Koalitionsvertrag: Welche Unterstützung plant die neue Regierung für den Kulturbereich? -  Lockdown: Onlinehandel als Gewinner - ARD startet Kultur-Plattform in Weimar - Peter Jackson über die Beatles-Dokumentation: Sieben Stunden Fab Four ohne Filter - Buchcharts: Die aktuellen Bestsellerlisten dieser Woche & die Sachbuchbestenliste Dezember + Für immer Nscho-tschi ...

Bücherschau des Tages

Ausbruch aus der Misere

25.11.2021 Die FAZ verbringt mit dem Japankenner Christoph Peters „Tage in Tokio“ und staunt, wie selbstverständlich Bryan Washington von Rassismus, Homophobie und Angst im Leben eines schwulen Paares erzählt. Zeit und NZZ erliegen der Sogkraft von Edouard Louis’ Porträt seiner Mutter. Die SZ analysiert mit Ulrich von Loyen die „Literatur der Mafia“. Und Dlf Kultur empfiehlt Tom Buk-Swientys Biografie über Tania Blixen.

Freitag, 26.11.2021

Efeu - Die Kulturrundschau

Das Ende der Seifensekte

26.11.2021 Die Kritiker versinken mit Peter Jacksons achtstündiger Beatles-Doku in "Wolken von grenzenloser Kreativität". Die SZ hebt ab im Raumschiff der Stuttgarter John-Cranko-Ballettschule. In Hamburg verneigt sie sich noch einmal vor Tomi Ungerer, der sich nie korrumpieren ließ. Im Freitag erzählt Gisela von Wisocky, wie sie mit Adorno die verschmähte Kindheit freiließ. Und die nachtkritik fordert "intimitätssensibles" Arbeiten am Theater.

9punkt - Die Debattenrundschau

Fürsorglich, vor- und nachsorgend

26.11.2021 Die Grünen-Politikerin Claudia Roth wird Nachfolgerin Monika Grütters' als Kulturbeautragte des Bundes. Die Meldung überrascht, weil es eigentlich hieß, dass die SPD das Amt bekommen sollte, notieren die Zeitungen. Roth wird die freien Szenen stärken, vermuten sie. Die taz freut sich, dass die Ampelkoalition verspricht, den NSU-Komplex aufzuarbeiten. Die Welt recherchiert zur Ditib, die in vielen Bundesländern Partner für den Religionsunterricht wird.

Medienticker

Very much alive

26.11.2021 Aktualisiert: Kultur-Ampel-Koalitionsvertrag: So richtig Freude kommt nur bei der FDP auf + Andreas Kilb über die Grüne Bundeskulturpolitik: Die fetten Jahre sind vorbei & der Ex-Präsident des Goethe-Instituts Klaus-Dieter Lehmann über die  kulturaffine Ermöglicherin: Die zukünftige Kulturstaatsministerin Claudia Roth - Frank Zappa & der Jazz: "Jazz ist nicht tot, er riecht nur komisch" - Nachmittage in Tegna oder Erinnerungen an Patricia Highsmith + Das Wochenend-TV+Hörfunk-Programm ...

Bücherschau des Tages

Literarische Folterkammer

26.11.2021 Die FAZ blättert angetan in Friederike Kitschens Geschichte der Entstehung der Kunstmonografien und labt sich am Wissensschatz von Wolfgang Schivelbusch. Die taz taucht mit Mania D., Malaria! und Matador ab in die Westberliner Kunstszene der Siebziger. Dlf schaut mit Gine Cornelia Pedersen dem Werden eines Ichs unter Volldampf zu. Und Dlf Kultur zieht mit Gisela von Wysocki Denklinien von der Dietrich zu Bach und Adorno.

Samstag, 27.11.2021

Efeu - Die Kulturrundschau

Die Kakofonie ist beabsichtigt

27.11.2021 Erschüttert erkennt der Tagesspiegel auf den Fotos von Zanele Muholi, welchen Verfolgungen und Verbrechen Homosexuelle und trans Menschen noch immer in Afrika ausgesetzt sind. Hyperallergic entdeckt mit Catherine Murphy das Unheimliche im Alltäglichen. In der taz erklärt Kim Stanley Robinson, weshalb seine Science-Fiction-Romane zum Klimawandel längst Realität geworden sind. Und die Jungle World lernt von Hackedepicciotto, wie gut Klänge aus dem mittleren Orient und Metal zusammenpassen.

9punkt - Die Debattenrundschau

Omikron

27.11.2021 Die neue Covid-Variante heißt Omikron. Sie ist sehr ansteckend, aber wie gefährlich sie ist, kann man noch nicht sagen, hält spektrum.de fest. Im New Statesman ist der Diplomat Peter Rickett  erschüttert über die Verschlechterung der Beziehungen zwischen London und Paris. Die SZ erklärt, warum Angehörige der Opfers des Olympia-Attentats von 1972 Entschädigung von den UN fordern. FAZ und taz setzen Erwartungen in Claudia Roth.

Bücherschau des Tages

Vernunft in allzu dominanter Form

27.11.2021 FR-Rezensent Björn Hayer hat einen Gedichtband gefunden, der ihm gerade auch in einsamen Pandemiezeiten Trost spendet, Albert Ostermaiers "Teer". Die SZ findet nach der Lektüre von Ai Weiweis "1000 Jahre Freud und Leid", dass dem Künstler vielfach Unrecht angetan wurde, auch von den Kritikern. Die FAZ liest mit Schrecken Annie Ernaux' eindringliches Buch "Das Ereignis" über eine Abtreibung in jungen Jahren. Die taz bespricht Bücher gegen Rassismus.

Montag, 29.11.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Im Gewand der unschuldigen Frage

29.11.2021 Der Hohenzollern-Streit geht in eine weitere Runde: Die taz fragt, ob der CDU-Experte Benjamin Hasselhorn ein neuer Rechter ist. Im Spiegel zieht Adam Michnik eine traurige Lehre aus der Geschichte: "In Polen spielt  die katholische Kirche eine entscheidende Rolle. Sie hat viel getan, um das Land in die Unabhängigkeit... zu führen. Heute steht sie auf der Seite der PiS." In der Berliner Zeitung spricht Hartwig Masuch, Chef der Bertelsmann Music Group, überaus kritisch über die Musikindustrie und fordert eine Verzehnfachung der Anteile der Musiker am Streaming.

Efeu - Die Kulturrundschau

Entweder niedrig und breit oder hoch und schmal

29.11.2021 Im Standard blickt Wiener Staatsopern-Intendant Bogdan Roscic deprimiert auf eine Zukunft, in der weite Tele der Gesellschaft in völlige Irrationalität abgesunken sind. Sibylle Lewitscharoff gewährt der NZZ Zutritt ins brodelnden Ungemach. Das Grün gehört zum Urbanen, erklärt in der FR der Stadttheoretiker Robert Kaltenbrunner. Die SZ gönnt sich mit Thom Luz' Münchner Aristophanes-Inszenierung ein bisschen Eskapismus. Die FAS verteibt sich die Zeit mit dem Kino der alten weißen Männer. Die Feuilletons trauern zudem um den Komponisten und Boradway-Texter Stephen Sondheim.

Medienticker

Lebenslanges Türenöffnen

29.11.2021 Was bleibt, was kommt? Tomi Ungerer zum Neunzigsten: Diogenes-Verleger Philipp Keel im Gespräch -  "Hitler-Tagebücher" als TV-Serie: Der Altnazi-Sumpf der 80er-Jahre - Armin Nassehi über das Impfen - Verfälschte Suchergebnisse: Wenn Amazon Desinformation liefert - Gut besuchte Stuttgarter Comic-& Fantasymesse - Auszeichnung: Gert Loschütz erhielt den Wilhelm-Raabe-Literaturpreis + Von sehr politischen Albträumen: Shirin Neshat in München.

Bücherschau des Tages

Zuspitzung, wo Analyse angebracht wäre

29.11.2021 Viele politische Bücher heute: In der SZ kritisiert der Historiker Dietmar Süß den Reader "Die Hohenzollerndebatte", in dem sich das Who's Who der pro-Hohenzollern-Fraktion versammelt. In Deutschlandfunk Kultur ist Marko Martin bestürzt über die Beziehungen zwischen "Rechtspopulismus und Dschihad", die der Journalist Marc Thörner zu Tage fördert. Nochmals in der SZ empfiehlt Peter Burghardt die Aufarbeitung des "Falls Colonia Digindad" durch Jan Stehle.

Dienstag, 30.11.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Noch bestehende Differenzen

30.11.2021 China sei wie ein riesiger tausend Jahre alter Baum, mit einer prächtigen Krone, aber zur Hälfte bereits hohl und morsch, sagt Ai Weiwei in der NZZ. libmod.de und die Welt untersuchen chinesische Einflussnahme und vorauseilende Unterwerfung in Deutschland und Hollywood. In der SZ erklärt die Anthropologin Heidi Larson, wie sie mit einem Anthroposophen umgehen würde, der überzeugt ist, dass die Impfung seinen Inkarnationszyklus durcheinanderbringt. Die FAZ amüsiert sich über Gassenmonarchisten, die über Stubenjakobiner*innen schimpfen.

Efeu - Die Kulturrundschau

Ästhetik des Eises

30.11.2021 Aus einmal regnet es Dirigentinnen, freut sich die SZ und feiert die überlegene Meisterschaft der Litauerin Giedre Slekyte, die in Berlin Janaceks "Katja Kabanova" dirigierte. In Peter Eötvös' neuer Oper "Sleepless" klöppelt selbst der Tod noch mit knochentrockener Zartheit, staunt die FAZ, der Tagesspiegel stört sich allerdings am gütigen Retter in versöhnlicher Baritonlage. Die taz erlebt auf dem Climate Cultures Festival, wie poetisch sich vom Klimawandel erzählen lässt. Außerdem besucht sie das Cinéma Numérique Ambulant in Ouagadougou.

Magazinrundschau

Gift ins Brot gemischt

30.11.2021 Der New Yorker blickt in die Kerker, in die libysche Milizen für die EU afrikanische Migranten sperren. Die LRB ringt in Delhi nach Luft. Eurozine stellt sich dem Hexenglauben in Papua-Neuguinea entgegen. Elet es Irodalom hofft, dass die ungarische Gesellschaft mit einer neuen Verfassung ihre Souveränität zurückgewinnt. Im Guardian wirft Jill Lepore einen Blick auf die Gesellschaft und zurück schaut ein blasses, übellauniges Wesen, das den ganzen Tag vor dem Bildschirm hockt. Le Monde raubt dem reaktionären Medienmogul Vincent Bolloré das Weihwasser. Und der Filmdienst setzt sich der Vehemenz des frömmelnden Kinos aus.

Medienticker

Korrekt performen

30.11.2021 Marina Abramović zum 75. - "Neue Schule": Welche Texte vermitteln Jugendlichen Freude am Lesen? - Neuausgabe von "Ökotopia" - Andreas Kilb über die Hohenzollerndebatte: Preußen gegen Jakobiner (?) + Hörtippps: Feature "Alte Lieben" & Liebesgeschichten aus den Zeiten des Festnetztelefons.

Bücherschau des Tages

Wortschönheiten wie Erzschule

30.11.2021 Die FR lernt mit Susanne Fischer Arno Schmidt in dessen Nachlass als dirty old man kennen. Die SZ stürzt sich derweil auf die ausufernde Zettelwirtschaft von Johann Jakob Spreng. Die NZZ setzt noch einmal den Walkman auf und empfiehlt Tobi Müllers schöne Technik- und Sozialgeschichte des Pop. Der Dlf lernt von Heinrich Greving und Ulrich Schreiber: Das System der Behindertenwerkstätten ist menschenverachtend! Und Dlf Kultur staunt, wie Kayo Mpoyi das Schicksal einer Sechsjährigen im heutigen Daressalam mit der Kolonialgeschichte im Kongo verbindet.

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