Perlentaucher - Online Kulturmagazin mit Presseschau, Rezensionen, Feuilleton

zuletzt aktualisiert 10.02.2026, 15.41 Uhr
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Sortiert nach Datum | Rubriken

Dienstag, 03.04.2018

9punkt - Die Debattenrundschau

In der Falle

03.04.2018 Horst Seehofers Idee von der "christlich-jüdischen Prägung" Deutschlands stößt weder bei Claudius Seidl in der FAS noch bei Necla Kelek auf Zustimmung. Der Theologe Johann Hinrich Claussen beteuert in der SZ: Wenn man die "vage Spiritualität" hinzuzählt, steht es gar nicht so schlecht ums Christentum. Emily Bell ist sich im Niemanlab sicher: Nur öffentlich-rechtliche Medien können die Öffentlichkeit retten. Le Monde stellt eine Untersuchung vor, die eine starke Hinwendung junger Muslime zur Religion belegt.

Efeu - Die Kulturrundschau

Kein Recht zu verzagen

03.04.2018 In der Berliner Zeitung sperrt sich Regisseur Christian Petzold gegen die Musealisierung der Vergangenheit. Außerdem bewundert die Zeitung, wie Carsten Nicolai auf immateriellen Lichtstrahlen die Fantasie tanzen lässt. Die taz lernt im Gastspiel von Kirill Serebrennikovs Gogol Theater, wie man den Zwängen der Verhältnisse über unvernünftige Schräglagen entkommt. Die Architektinnen Yvonne Farrell und Shelley McNamara fordern in der SZ schönere Mauern. Die Jungle World fragt sich noch immer, ob Pop tot ist.

Magazinrundschau

Ich bin die einzige Frau hier

03.04.2018 Il Mulino erforscht die Ideologie des Chavismus in Venezuela. Die LRB feiert den Pullover für Frauen. Die Romanischen Studien erklären, warum die Poststrukturalisten 1968 so alt aussahen. In Cinema Scope erklärt Paul Schrader, warum er den Tarkowski-Ring nicht überschreitet. Der New Yorker porträtiert die pakistanische Dokumentarfilmerin Sharmeen Obaid-Chinoy. Im New Statesman erklärt John Gray, wie die 68er den Kapitalismus retteten. 

Bücherschau des Tages

Der leidenschaftliche Ernst seiner Körperfixierung

03.04.2018 Die NZZ lernt von Walt Whitman: Der schöne Mann isst Burger und trägt Bart. Michael Zeuske erklärt ihr allerdings, dass "Sklaverei" die Hälfte der Menschheit betrifft, und zwar seit Jahrtausenden. Die SZ erkennt mit F.C. Delius, wie mickrig sich die eigene Jugend in einem New Yorker Freejazz-Club ausnimmt. Außerdem versinkt sie in Hideo Yokoyamas epischem Thriller "64". Auch FR und FAZ lesen Krimis, darunter Tom Hillenbrands "Hologrammatica" und Graeme Macrae Burnets "Unfall auf der A35".

Mittwoch, 04.04.2018

9punkt - Die Debattenrundschau

Äußerst sensible Details

04.04.2018 Im Guardian fordert der Open-Software-Miterfinder Richard Stallman ein Gesetz gegen jegliche Datensammelei. Die Diskussion um die Online-Dating-Plattform Grindr zeigt, dass es dafür fast schon zu spät ist. Les Echos berichten über die Sorgen der BBC um ihr junges Publikum, das inzwischen mehr Netflix guckt. Martin Luther King war kein Revolutionär, aber er erinnerte an das Versprechen einer Revolution, sagt der französische Amerika-Historker Pap Ndiaye in Le Monde.

Efeu - Die Kulturrundschau

Von wem, für wen und wozu

04.04.2018 Der Standard erlebt im Wiener KHM, wie das warme Licht Rembrandts bei Rothko nachhallt. Die SZ lernt im Palazzo Reale in Mailand, wie das Spiel mit scheinbaren Identitäten in den siebziger Jahren italienische Mode wurde. Die NZZ kommt in der Entschlüsselung des Voynich-Manuskripts einen kleinen Schritt voran. Von Eslam El Sha'ary lässt sie sich mit Tars und Rubabs den Körper massieren. Die Zeit stürzt sich in Salzburgs entschlossen tranige HipHop-Szene.

Bücherschau des Tages

Dachdecker mit Dachschaden

04.04.2018 Die FAZ freut sich an der feinen Ironie von Giuseppe Tomasi di Lampedusas Erzählband "Die Sirene".  Die NZZ macht es sich auf "Henrikes Dachgarten" gemütlich. Die taz empfiehlt Fabien Toulmés Graphic Novel "Die zwei Leben von Balduin".

Donnerstag, 05.04.2018

9punkt - Die Debattenrundschau

Exklusive Vision der Geschichte

05.04.2018 In der SZ geißelt Paul Lendvai die Mobilisierung des Antisemitismus durch Viktor Orban im ungarischen Wahlkampf. Die Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes fordert in einem Positionspapier ein Verbot der Vollverschleierung. In der NZZ kritisiert Bassam Tibi die Fixiertheit der deutschen Politik auf die Islamverbände. Die SZ hofft auch, dass die "Erklärung 2018" im Bundestag diskutiert wird. In Zeit online fordert die Journalistin Carolin Rosales eine Legalisierung von Abtreibung. Und in der Zeit fürchtet Jens Jessen den "Triumph eines totalitären Feminismus".

Efeu - Die Kulturrundschau

Franz Rogowski ist die neue Nina Hoss

05.04.2018 Die Filmkritiker würdigen Christian Petzolds "Transit". In der Zeit wünscht sich Christian Duda etwas weniger rosafarbene Jugendliteratur. Die zweite Vorstellung ist immer die gefährdetste, erklärt die Sopranistin Diana Damrau im Tages-Anzeiger. Die Welt hat nicht viel Sympathie für die Art, wie The Who auf die Ermordung Martin Luther Kings reagierten.

Bücherschau des Tages

Jeder ist sein eigenes Zentrum

05.04.2018 Die SZ empfiehlt die melancholischen Erzählungen des rumänischen Autors und Ex-Ministers Varujan Vosganian. Die FAZ zieht den Hut vor Friederike Mayröcker, deren Bildströme auch im Alter nicht sprachversöhnlich werden. Die FR vertieft sich in Slavko Goldsteins Erinnerungen an das Jahr 1941 in Kroatien.

Freitag, 06.04.2018

9punkt - Die Debattenrundschau

Die Hütte steht noch

06.04.2018 In Zeit Online erklärt der Lehrer Mansur Seddiqzai, wie subtil der Zwang zum Kopftuch bei Schulmädchen funktionieren kann. Bei cicero.de befürwortet Necla Kelek das Kopftuchverbot in Kindergärten und Grundschulen in Österreich. Mit Befremden betrachtet Thomas Schmid in der Welt all jene konservativen Herren, die sich seit den Fünfzigern ideenlos in Selbstmitleid wälzen. Zeitungsredakteure, die sich über Horst Seehofers reines Männer-Team mokieren, sollten sich zunächst an die eigene Nase fassen, rät die taz.

Efeu - Die Kulturrundschau

Ein Anarchist zwischen den Klängen

06.04.2018 Die taz würdigt das Proletarische im Werk des Musik-Dadaisten und Can-Musikers Holger Czukay. Auch Ryan Cooglers schwarzer Superheldenfilm "Black Panther" muss sich jetzt für kulturelle Aneignung rechtfertigen, berichtet die SZ. Im Logbuch Suhrkamp erzählt der Dramatiker Martin Heckmanns von seiner ersten Begegnung mit seiner künftigen Übersetzerin Shino Nagata. Die NZZ staunt über die Aktualität von Donizettis "Don Pasquale".

Bücherschau des Tages

Peinvoll ergreifend

06.04.2018 Die FAZ lernt von Manuela Lenzen alles zum Thema Künstliche Intelligenz und lässt sich von Jonathan B. Losos locker die Evolution erklären. Die FR wirbt in Paul Therouxs "Mutterland" um die Liebe einer manipulativen Matriarchin. Die NZZ reist mit Olga Martynovas Essays ins heutige Jerusalem und zurück in die Sowjetunion der Achtziger. Und die SZ bringt heute eine kleine Krimi-Beilage: Am besten gefällt ihr Lars Lenths Lachs-Krimi "Der Lärm der Fische beim Fliegen".

Samstag, 07.04.2018

Efeu - Die Kulturrundschau

Abstufungen von Breitbeinigkeit

07.04.2018 Das Theater ist nach wie vor männlich, weiß, privilegiert, klagt die Autorin Darja Stocker auf Zeit Online. Währenddessen feierte Tilmann Köhlers Christa-Wolf-Stück "Medea. Stimmen" am Deutschen Theater Premiere: Feministisches Fingerspitzengefühl, lobt die nachtkritik, wenig subtil, meint der Tagesspiegel. Die taz freut sich über winzige blasphemische Schritte auf der Kunst-Biennale in Pakistan. Die SZ konstatiert ein Antisemitismus-Problem im Deutschen Rap. Und alle trauern um den japanischen Anime-Filmer Isao Takahata und den Jazzmusiker Cecil Taylor.

9punkt - Die Debattenrundschau

Paradox von gleichzeitiger Anmaßung und Demut

07.04.2018 Keine Kunst vermag, was Cristiano Ronaldo gelang, das Glücken mit dem Fall zu verbinden, konstatiert die NZZ. In der New York Times blickt Madeleine Albright in einen Abgrund namens Donald Trump. Bei app12 kritisiert die schweizerisch-jemenitische Politologin Elham Manea das Wohlwollen vieler Linker für das Kopftuch als Rassismus.  In der FAZ erzählt Ralph Ghadban die Geschichte der "arabischen Clans", die heute die Kriminalität in Berlin dominieren. Die Welt beklagt das Versagen des Berliner Städtebaus. Und in der taz und SZ ist es fünfzig nach 68.

Bücherschau des Tages

Anflug von Glücksahnung

07.04.2018 So geht Journalismus, schwärmt die FR nach der Lektüre von Joan Didions Reise-Notizen aus dem Süden der USA im Sommer 1970. Fasziniert liest sie auch Peter Härtlings postum erschienenen, wuchtigen Roman über das langsame Sterben eines Architekten. Die FAZ blickt mit Elisabeth Borchers hinter die Kulissen von Suhrkamp. Die SZ freut sich über den zweiten Teil des Vernon Subutex. Die taz staunt, wie gnadenlos und sinnlich Garth Greenwell in seinem Debütroman von einer schwulen Liebe in Bulgarien erzählt.

Montag, 09.04.2018

Efeu - Die Kulturrundschau

Mentale Käfighaltung

09.04.2018 Die DNA des 21. Jahrhunderts ist nicht mehr westlich - und Blasphemie ist illegal, lernt die FAZ bei der Frühlingsausstellung der Sharjah Art Foundation. Derweil feiern Berliner Zeitung und Tagesspiegel den biblisch-pornografischen Auftakt des FIND-Festivals an der Schaubühne. Wo bleibt die Debatte über Sexismus und Antisemitismus im Deutsch-Rap, fragt der Deutschlandfunk verärgert. Alles nur Intrigen und Neid, winkt James Levine in der FAZ die Missbrauchs-Vorwürfe gegen ihn ab. In Indonesien soll die Dichterin Sukmawati Soekarnopurti, die bereits 2006 in einem Gedicht die Scharia ablehnte, Selbstkritik üben, meldet die FAZ.

9punkt - Die Debattenrundschau

Immortalisten und Biokosmisten

09.04.2018 Wenn es der saudische Prinz Mohammed bin Salman mit seinen Reformen ernst meinte, hätte er längst Raif Badawi freigelassen, schreiben zwei Aktivisten in Marianne. Das Philosophie Magazin staunt über Gemeinsamkeiten von Kommunisten und Silicon-Valley-Propheten. Die Debatte über Facebook geht weiter: Das größte Problem ist intransparente und individualisierte Wahlwerbung. Aus der Falle der Religiosität gibt es kein Entkommen, meint Religionssoziologe Hans Joas in der Berliner Zeitung.

Bücherschau des Tages

Etwas zutiefst Sehnsuchtsvolles

09.04.2018 Die NZZ entdeckt in Christian Kienings autobiografischen Erzählungen ein Mosaik deutscher Zeitgeschichte von der Kaiserzeit bis zur Nachkriegszeit. Die taz stöbert interessiert in den Tagebüchern von Arno-Schmidt-Witwe Alice. Die SZ entdeckt in Luca Cariagales Erzählungen "Humbug und Variationen"  einen großen rumänischen Querkopf und fragt mit Nathalie Quintane: Wohin mit den Mittelklassen?

Dienstag, 10.04.2018

Magazinrundschau

Spektraler Schussfaden

10.04.2018 Alle wählen in den USA! Im Guardian möchte Rana Dasgupta die Staatsbürgerrechte vom Staat entkoppeln. In Eurozine feuert der Psychologe Jordan Peterson gegen die egalitäre Utopie der radikalen Linken in Kanada. Die NYRB analysiert das System Orban. Simon Reynolds würdigt in Pitchfork  das schottische Elektronik-Duo Boards of Canada. Man muss dem Populismus politisch statt moralisch begegnen, fordert der Merkur. In Edge.org erklärt Kai-Fu Lee, warum wir keine Angst vor Künstlicher Intelligenz haben müssen. Die NYT veröffentlicht die IS-Files.

9punkt - Die Debattenrundschau

Zusammengeraffte Dinge

10.04.2018 Ilija Trojanow hat für die FAZ Julia Kristevas bulgarische Stasi-Akte gelesen und kommt zu dem Ergebnis: So harmlos war sie wohl doch nicht. Auf La Règle du Jeu behauptet Kristevas Ehemann Philippe Sollers unterdessen, die Akten seien erfunden. In Dlf Kultur liest Bernhard Pörksen "Die Zeit der Zauberer" von Wolfram Eilenberger - und blickt beschämt auf den gegenwärtigen Zustand der Debatte. Heute stellt sich Mark Zuckerberg den Fragen der amerikanischen Abgeordneten. Sie sollten ihn am besten gar nichts fragen, meint Zeynep Tufekci in der New York Times.

Efeu - Die Kulturrundschau

Der Mann mit dem Stein am Berg

10.04.2018 FR und taz stellen sich einige sehr grundsätzliche Fragen zur Kunst: die FR anlässlich der Pariser Ausstellung von Anselm Kiefer und Jean Fautrier, die taz anlässlich einer Florentiner Ausstellung über die italienische Kunst 1950 bis 1968. Die NZZ lernt im Theater Konstanz von Christoph Nix und Katrin Hentschel, wie man eine biblische Erzählung in ein feministisches Manifest verwandelt. Antisemitismus, Sexismus und Homofeindlichkeit im HipHop? Nein danke, meint der Tagesspiegel.

Bücherschau des Tages

Nuancen im Zeitkolorit

10.04.2018 Die NZZ feiert zwei große russische Romane des Existenzialismus: Gaito Gasdanows "Nächtliche Wege" und Georgij Iwanows "Zerfall des Atoms". Die FAZ liest hingerissen die kolumbianischen Erzählungen Esther Fleisachers. Außerdem lässt sie sich von Petra Terhoeven in die Geschichte der RAF einführen. Wunderbar unprätentiös findet die FR Anne Wiazemskys Erinnerungen an "Paris, Mai '68" und ihre Ehe mit Godard.

Mittwoch, 11.04.2018

9punkt - Die Debattenrundschau

Was wollen die also? Diese Dutschkes?!

11.04.2018 Le Monde befürchtet, dass Emmanuel Macron dem Laizismus in Frankreich den Rücken zudreht. In Ungarn wird mit Opfermythen, in der Türkei mit Osmanenschinken der Nationalismus geschürt, berichten SZ und FAZ. Die Ukraine setzt indes auf sprachliche Vereinheitlichung in Schulen, meldet die taz. In der NZZ erklärt der Philosoph Reinhard K. Sprenger, wie mit Moral Interessenpolitik gemacht wird.

Efeu - Die Kulturrundschau

Aufstäubende Moskitos

11.04.2018 Die taz bewundert im Rijksmuseum Porträts der Reichen und Schönen. Der Tagesspiegel besucht das Pariser "Google Arts and Culture Lab". In der NZZ erklärt der Autor Marcelo Figueras, warum sich junge argentinische Autoren heute eher an Rodolfo Walsh orientieren als an Jorge Luis Borges. Erst Kollegah und Farid Bang, jetzt Bounty Killer - die Musikkritiker schauen plötzlich genauer auf die Texte der Rapper.

Bücherschau des Tages

In Schönheit gehüllt

11.04.2018 Die FAZ lässt sich von Wioletta Greg ins dörfliche Polen der frühen 80er Jahre führen und von Thorsten Schulz ins Skandinavische Viertel in Ostberlin, wo ein Immobilienmakler Großkotze vergrault. Die NZZ beobachtet erschüttert, wie Milena Michiko Flasars "Herr Katō" Familie spielt. Die SZ feiert das Bild- und Klangbewusstsein des amerikanischen Dichters W.S. Merwin.

Donnerstag, 12.04.2018

Efeu - Die Kulturrundschau

Nie stolpern. Nie niesen

12.04.2018 In der New York Review of Books schreibt Ian Buruma über das Werk des japanischen Fotografen Daidō Moriyama. Die Filmkritiker feiern John Krasinskis "A Quiet Place" als Horrorfilm der Stunde. In der Berliner Zeitung erklärt Monika Maron, warum sie nicht rechts ist, aber trotzdem über Positionen Gaulands reden möchte. Die taz möchte weniger über den Antisemitismus der Deutschrap-Szene reden und mehr über den der Deutschen allgemein.

9punkt - Die Debattenrundschau

Vernetzung verstört

12.04.2018 Mark Zuckerberg ist nach wie vor in allen Medien. Zeit, Facebooks Macht zu zerschlagen, meint die Welt. Sascha Lobo schreibt in seiner Spiegel-online-Kolumne, dass es um weit mehr als um Datenschutz geht. Die taz analysiert den Double Bind, in den die AfD die Medien bringt. In Frankreich wird weiterhin über den Laizismus des christlichen Präsidenten Macron debattiert. Der Rassismus beginnt in den USA laut einer New-York-Times-Reportage bei der Geburt.

Bücherschau des Tages

Mit Ennui und linkem Sendungsbewusstsein

12.04.2018 Alexander Schimmelbuschs Roman "Hochdeutschland" nimmt als Populismus-Satire den Kapitalismus aufs Korn - FAZ und Zeit sind hingerissen. Die SZ geht mit Jan Böttcher zurück "ins Kaff". Die FR liest das Tagebuch Erich Kästners aus dem Krieg. Und die Zeit erliegt der Selbstironie Monika Marons.

Freitag, 13.04.2018

9punkt - Die Debattenrundschau

Nun ja, der Staat ist schon da

13.04.2018 In der Welt kommt Christoph Nehring vom Spionagemuseum Berlin zum Ergebnis, dass Julia Kristeva wohl doch als IM arbeitete. Just in dem Moment, wo das skandalöse Verhalten des Saarländischen Rundfunks im Fall Dieter Wedel durch einen Untersuchungsbericht dokumentiert wird, weitet sich auch der Missbrauchsskandal beim WDR aus, berichten verschiedene Medien. In Zeit online nimmt Jens Jessen ein probates Mittel gegen "totalitären Feminismus" vor "hasserfüllten Atheisten" in Schutz: das Kopftuch.

Efeu - Die Kulturrundschau

Zynismus auf höchster Stufe

13.04.2018 Nachtrag: Der RBB meldet: Volksbühnen-Intendant Chris Dercon tritt zurück. Der Freitag steigt nach dem Echo-Preis ausgerechnet für Kollegah und Farid Bang in den antisemitischen Morast des Gangsta-Rap. Die NZZ stellt sich der intellektuellen Herausforderung einer Ausstellung über Musik und Kunst im Museum Tinguely. Der Standard erklärt den Hegemoniekampf in der Filmbranche, der gerade in Cannes ausgetragen wird. Und das Nobelkomitee könnte nach den jüngsten Rücktritten international werden, schlägt die NZZ vor.

Bücherschau des Tages

Himmel und Hölle

13.04.2018 Die NZZ verliebt sich in Ernst Halters "Mermaid", die Geschichte einer amour fou. Die SZ reist mit Steve Parkers "Space Kids" durchs Weltall. Die FAZ lässt sich von Ute Daniel die Voraussetzungen der Pressefreiheit erklären. Die FR studiert mit Gerrit Confurius Theorieströmungen der Architektur.

Samstag, 14.04.2018

9punkt - Die Debattenrundschau

Ohne Verbindung zur Wahrheit gar nicht denkbar

14.04.2018 Den jüngsten Luftschlag der Amerikaner, Briten und Franzosen in Syrien kommentiert die New York Times als begrenzt. Putin könnte trotzdem ziemlich sauer reagieren - aber vor allem, weil die wirtschaftlichen Sanktionen funktionieren, meint die taz. Journalisten wollen Facebook gar nicht kritisieren, hat Netzpolitik beim Journalismus-Festival in Perugia beobachtet - lieber lassen sie sich von Facebook finanzieren. Bei emma.de erklärt Serap Güler, CDU-Staatssekretärin für Integration in NRW, warum sie die neue Kopftuchdbatte angestoßen hat. Die NZZ bringt ein Dossier über Michel Foucault.

Efeu - Die Kulturrundschau

Verharren im Provinziellen

14.04.2018 Volksbühnenintendant Chris Dercon ist weg. Die Kritiker sind trotzdem nicht froh. Dercons Demontage war so hässlich, dass jetzt keiner verantwortlich sein will: Kultursenator Klaus Lederer nicht, OB Michael Müller nicht, die teils unglaublich gehässigen Kritiker nicht und die Castorf-Verehrer an der Volksbühne, die Dercon Kot an die Tür schmierten, natürlich auch nicht. Bleibt die Frage, wer will jetzt noch nach Berlin? Auch in Schweden ist keine Lösung im Streit um die Akademie in Sicht. Jetzt sollen wir uns auch noch an Antisemitismus gewöhnen, stöhnt die FAZ nach der Verleihung des Echo an die Rapper Kollegah und Farid Bang. Und der Hollywoodreporter bringt noch eine traurige Meldung: Milos Forman ist gestorben.

Bücherschau des Tages

Radikale Einsamkeit

14.04.2018 Die Welt begibt sich  mit Hans Magnus Enzensberger auf die Spur von 99 Überlebenskünstlern und der Widrigkeiten, die sie überlebten. Die taz ist nach Lektüre zweier Bücher über den NSU-Prozess bestürzt über das Ausmaß des Ungeklärten und Vertuschten. Die NZZ empfiehlt dringend Roman "Wie ein Schwertstreich" von Ahmet Altan, der vor kurzem von der Erdogan-Justiz zu einer lebenslangen Gefängnisstrafe verurteilt wurde.

Montag, 16.04.2018

9punkt - Die Debattenrundschau

Für herumstreunende Touristen

16.04.2018 Politico.eu beschreibt, wie Schweden zu einem der Länder mit der schlimmsten Kriminalität in Europa wurde. Und Spiegel online weiß, warum es in London so brutal zugeht. Bei tichyseinblick.de beschreibt Hamed Abdel-Samad sämtliche Fallstricke der Integration in einem Absatz. Franz Walter stellt in der FAZ die Idee der Zivilgesellschaft in Frage. Und nebenbei stirbt wegen überhöhter Mieten "das Konzept Stadt", klagen taz und FAS. Da ist es doch besser, gar nicht erst geboren zu werden, meint Théophile de Giraud in Zeit online.

Efeu - Die Kulturrundschau

Was Neues, mit Tradition

16.04.2018 Der Standard staunt über den Jazz von Andrea Breths Eugene-O'Neill-Inszenierung "Eines langen Tages Reise in die Nacht" an der Burg. Die Berliner Kritiker streiten noch ein bisschen über die Volksbühne. Wie man Prozesse neu denken kann, lernt die taz in Paris von dem japanischen Architekten Junya Ishigami. Die Welt verteidigt die viel kritisierten Deutschrapper Kollegah und Farid Bang: Ist doch alles nicht so gemeint mit dem Antisemitismus und der Misogynie. Die Rechten können jetzt auch Ironie im Design, erkennt der Standard. Die Filmkritiker trauern um Milos Forman.

Medienticker

V ∝ n² ...

16.04.2018 Aktualisiert: ... Facebooks Macht steckt in dieser Formel - Verlagsbranche im Wandel: Bleibt das Buch auf der Strecke? - Leben in der Übergangszeit: Jochen Jung über Zahlen & das Verstummen der Kunst - Adil Demirci: Deutscher Journalist vermutlich in der Türkei festgenommen - Ein Beobachter meiner selbst: Péter Nádas im Interview +- Nobelpreis-Machtkampf: Jeder gegen jeden & nichts übrig als ein jämmerlicher Haufen.

Bücherschau des Tages

Überirdisches Stimmspiel

16.04.2018 Die FAZ geht in die Knie vor Sandra Hüller, die Wolfgang Herrndorfs "Bilder deiner großen Liebe" spricht, singt und spielt. Die SZ lässt sich von Benedikt Goebel in die Architekturgeschichte der Berliner Mitte einführen. Die taz versinkt in Kazuaki Takanos Justizdrama "13 Stufen".

Dienstag, 17.04.2018

Magazinrundschau

Die Idee eines freien Graswurzel-Internets

17.04.2018 Vom Verderben der Mütter zum James Bond der Destillation - Prospect analysiert die Entweiblichung des Gin. Im Believer erzählt Michelle Tea von der großen Zeit der HAGs. Hospodarske noviny erinnert an Milos Forman. Im New York Magazine diskutieren ein paar Digital-Veteranen ihre schlimmsten Fehler. In La vie des idees erinnert der Sozialhistoriker Cédric Passard an die Ära der Pamphlete. In der LA Review of Books will der Schriftsteller Richard Powers mehr Bäume als Protagonisten.

Efeu - Die Kulturrundschau

Man sieht Fleisch, Fleisch, Fleisch

17.04.2018 In der NZZ erklärt die Schriftstellerin Rachel Cusk das Baumaterial ihrer Romane. Die Welt schwelgt in den Körpern von Delacroix. Pop-Veteran Klaus Voormann erklärt, warum er seinen Echo zurückgegeben hat. Zu spät, findet der Tagesspiegel. Und auch die Dercon-Debatte schwelt weiter: Klaus Lederer weist alle Schuld von sich, critic.de staunt über die Selbstgerechtigkeit der Berliner Kulturszene. Der war Dercon wohl nicht männlich genug, spottet Zeit online.

9punkt - Die Debattenrundschau

Wie Zucker in heißem Wasser

17.04.2018 In der taz erklärt Sonja Fatma Bläser vom Verein HennaMond, warum das Kopftuch für Mädchen unter 14 an Schulen, aber auch Beschneidung von Jungen verboten werden sollten. Mark Zuckerberg hat bei der Befragung durch amerikanische Abgeordnete eine Menge Nebelkerzen geworfen, analysiert Netzpolitik. Die Menschen wandern von Filterblasen in Echokammern ab, fürchtet die SZ. Eine Gruppe von Autoren und Politikern ruft die Kanzlerin in politico.eu auf, sich von Viktor Orban zu distanzieren.

Medienticker

Mehr Nonkonformismus

17.04.2018 Aktualisiert: Mathias Döpfner kritisiert Mainstream-Mentalität im Journalismus - Pulitzerpreise für New York Times &  New Yorker sowie  Kendrick Lamar - Online-Shops: Bücher Schlusslicht in der E-Commerce-Entwicklung - IT-Sicherheit: USA & Großbritannien werfen Russland Hackerangriff vor - Russland: Behörden blockieren Messenger-Dienst Telegram & der Tod des Investigativ-Journalisten Maxim Borodin - Österreich: FPÖ droht ORF-Journalisten mit Entlassung - China: Massenüberwachung durch Gesichtserkennung + Mollathisierung des Rechts in Bayern.

Bücherschau des Tages

Momente innerer Freiheit

17.04.2018 Integration kann trotz bester Voraussetzungen und besten Willens scheitern kann, lernt die taz von Can Mereys Geschichte seines Vaters. Marx wäre ohne Engels nicht jener Marx gewesen wäre, den wir kennen, lernt die SZ von Jens Grandt. Wie buchstäblich lebenswichtig eine ordentlich funktionierende Verwaltung ist, lernt die FAZ aus einem Band über "Verwaltungsdesaster". Und die NZZ empfiehlt Yan Liankes Roman über die Kulturrevolution, "Die vier Bücher".

Mittwoch, 18.04.2018

9punkt - Die Debattenrundschau

Deutlich fahleres Licht

18.04.2018 Könnte es sein, dass das "postfaktische Zeitalter" ein düsterer Wiedergänger der Postmoderne ist, fragt Albrecht Koschorke in der NZZ. Europäische Journalisten recherchieren gemeinsam zum Mord an ihrer Kollegin Daphne Caruana Galizia  - die Familie der maltesischen Journalistin erhebt unter anderem im Guardian schwere Vorwürfe. Nach der Aussage einer Cambridge-Analytica-Mitarbeiterin könnte sich der Facebook-Skandal ausweiten, berichtet Meedia. Und die FDP zeigt, wie sie ihren Säkularismus mit ihrer Toleranz unter ein Kopftuch bringt.

Efeu - Die Kulturrundschau

Antike würde ich machen

18.04.2018 In der Berliner Zeitung erinnert Volksbühnen-Interimschef Klaus Doerr daran, dass außer Chris Dercon keiner die Castorf-Nachfolge hatte antreten wollen. Regisseur Ersan Montag hat sich jetzt gemeldet: Volksbühne wär ok für ihn, oder sonst die Schaubühne? Die Welt betrachtet Claude Monets "effets". Und der Zivilcourage-Tsunami schwillt an mit weiteren Echo-Rückgaben und Protest-Notizen.

Medienticker

Mit Büchern sprechen

18.04.2018 Aktualisiert: Büchersterben oder Das Buch ist tot, es lebe das Buch! - Semantische Suchmaschine Googles AI - Digitale Medien: Anhaltender Aufwärtstrend - Netzwerkdurchsetzungsgesetz: Virtueller Hass, säuberlich sortiert - Eugen & Nora Gomringer im Gespräch: "Wir sind viel still miteinander" - Geschlechtergerechte Sprache: Sprache ist kein Kulturdenkmal + Der Chronist der amerikanischen Gegenwart Philip Roth wird fünfundachtzig.

Bücherschau des Tages

Geschichten auf Ortsnamisch

18.04.2018 Die NZZ erfährt mit den Erzählungen Helen Simpsons die angenehmen Seiten des Älterwerdens. Die SZ entdeckt einen Sonderfall unter den Büchern über die Nazizeit: Eric Vuillards "Die Tagesordnung". Die FR verliert sich in den immer noch modernen Romanen Irmgard Keuns. Die FAZ empfiehlt die Gedichte von Giorgos Seferis.

Donnerstag, 19.04.2018

Efeu - Die Kulturrundschau

Was für ein Licht!

19.04.2018 Zum Echo äußert sich jetzt auch das Label der Rapper, Bertelsmanns BMG: Was wollt ihr denn? Läuft doch! Die nachtkritik fragt, warum sich alle über Dercon streiten, wo das Land doch nach rechts driftet. Schafft die Schwedische Akademie ab, ruft die NZZ. Die Filmkritiker liegen Greta Gerwigs "Lady Bird" zu Füßen. Die SZ  feiert eine Bremer Ausstellung niederländischer Malerei aus der Sammlung Schünemann. In der Zeit erklärt Ingrid Mössinger, wie man erfolgreich ein Museum leitet: Man muss sein Publikum kennen.

9punkt - Die Debattenrundschau

Via Style-Check-Funktion

19.04.2018 Die taz interviewt die Historikerin Ruta Vanagaite, die in ihrem Buch "Musiskiai" (Die Unsrigen) die Beteiligung der Litauer am Holocaust nachweist - all ihre Bücher sind jetzt von ihrem litauischen Verlag zurückgezogen worden. Die SZ erläutert, wie staatliche Spionage-Software neuartige Geräte wie Amazons lauschenden Lautsprecher "Alexa" nutzt. Bei Zeit online fordert Cigdem Toprak ein Kopftuchverbot für Mädchen unter 14. Und in der FR erklärt die Juristin Ann-Katrin Kaufhold, dass ein systemrelevantes Bankinstitut niemals allein ist.

Medienticker

Labyrinth aus 14 Kapiteln

19.04.2018 Likemedien-Ranking: 80 der Top 100 legen zu - i.tungs-Abo: Apple startet Abo-Flatrate für Zeitschriften - Verlage: Kartellamt blockiert Bündnis von Bauer, Burda & Funke.- ARD+ZDF: Bundesländer erwarten Sparvorschläge & Akzeptanzstudie 2018 - Bild macht Rundfunk!: Livestreams brauchen Sendelizenzen - Wegen Papierfliegern in Haft: Pussy Riot protestiert gegen App-Verbot + "Es steckt in der Sprache etwas, das drückt und drängt": Andreas Isenschmid über den "Fortführer" Botho Strauß.

Bücherschau des Tages

Zwischen den Welten des Wachsens

19.04.2018 Die SZ liest schockiert Matthew Desmonds große Reportage über Zwangsräumungen in den USA. Die NZZ lernt vom belgischen Bürgermeister Bart Somers, wie man Null-Toleranz mit Multikulti verbindet. Die FR freut sich über die Experimentierlust in Yara Lees Roman "Als ob man sich auf hoher See befände". Endlich hat die Kultur den Kapitalismus im Griff, freut sich die Zeit über Alexander Schimmelbuschs Roman "Hochdeutschland".

Freitag, 20.04.2018

Efeu - Die Kulturrundschau

Genug Worte gesammelt

20.04.2018 Im Freitext erzählt die in Petersburg geborene Schriftstellerin Lena Gorelik, wie sie sich das Deutsche eroberte. Im Dlf Kultur wirbt Jörg Buttgereit für die Unterstützung des Videodroms, einer der schönsten, besten und engagiertesten Videotheken hierzulande. Die Plattenfirma BMG will jetzt doch nicht mehr mit ihren Goldeseln Kollegah und Farid Bang weiterarbeiten. Pffft, denkt dazu Jens Balzer in der Zeit. Die NZZ feiert das dunkle Stimm-Metall des Countertenors Max Emanuel Cencic.

9punkt - Die Debattenrundschau

Auf den Prüfstand

20.04.2018 Was ist gegen "migrantischen Antisemitismus" zu tun, gibt es ihn überhaupt, und werden Angriffe auf Muslime auch ausreichend wahrgenommen, fragen die Medien nach der antisemitischen Attacke in Berlin. Die NZZ greift einen amerikanischen Streit um den Genetiker David Reich auf, der behauptet, dass es genetische Unterschiede zwischen Ethnien gibt. Die ARD will nicht mehr sparen, berichtet die taz. Ebenfalls in der taz: die bange Frage, was wäre, wenn es in Facebook Meinungsfreiheit gibt, auch für Trolle? Und in der SZ nimmt der Archäologe Markus Hilgert die Argumente des IS zur kolonialen Konstruktion der Vergangenheit auf.

Medienticker

Die Welt ist eine Scheibe

20.04.2018 Aktualisiert: Zahlenparadies IVW-Zahlen 1/2018: So hoch ist die "Harte Auflage" wirklich - BGH-Urteil: Sieg auf ganzer Linie für Adblock Plus - Facebook-Datenschutz: Von wegen europäische Standards für alle - Online-Magazin Mediapart: Erfolgreiche Bezahl-Nachrichten aus Frankreich - Schweizer Zeitungsmarkt neu sortiert: Basler Zeitung wechselt Besitzer - ARD:  Strukturreform könnte Politik enttäuschen + Marx & die "Akkumulation": Die große Verwertung geht immer weiter.

Bücherschau des Tages

Ephemere Papierzylinder

20.04.2018 Die NZZ singt, träumt und tanzt zu Pietro de Marchis sinnlichen Gedichten im Band "Das Orangenpapier". Die FR springt mit Milena Michiko Flasars rührigem Rentner aus dem Alltagskorsett. Die taz löst sich mit F.C. Delius und Free Jazz von Vaterdiktaten und Muttergeboten. Die SZ schmunzelt über Hans Magnus Enzenbergers kauzige Vignetten zu Benn, Neruda und Co. Und die FAZ vertieft sich in drei neue Bücher über Karl Marx und empfiehlt vor allem Kurt Bayertz.

Samstag, 21.04.2018

9punkt - Die Debattenrundschau

Von Blöckchen haltenden Höflingen notiert

21.04.2018 Wer das Kopftuch verbieten will, muss auch Kippa und Castingsshows verbieten, fordert Khola Maryam Hübsch auf Zeit Online. Und wer das Kopftuch kritisiert, dem wird sofort Rassismus vorgeworfen, ärgert sich die taz. Der Guardian erzählt, wie Cambridge Analytica und Co. von Nazis Propagandatechniken lernen. Gebt Katalonien bloß nicht noch mehr Autonomie, ruft der katalanische Schriftsteller Ignasi Ribo auf politico.eu. Die NZZ kritisiert die quasireligiöse Kapitalismuskritik der Linken. Und von 68 ist auch nicht viel geblieben, meint sie.

Efeu - Die Kulturrundschau

Es scheppert, witzelt und knallt an allen Ecken

21.04.2018 In der FAZ lässt Helmut Krausser weder am deutschen Literaturkanon noch an der Gegenwartsliteratur ein gutes Haar: Belanglos und gaga. In der Welt geißelt Rainer Moritz die Literaturverlage, die das Lesen als Vanille-Eis für die Seele anpreisen. Die SZ schlendert geschockt über die Mailänder Möbelmesse: überall Farben, Konfetti, Lebensfreude! Die Musikkritiker streiten über Antisemitismus und Homophobie im Rap und im Dancehall.

Bücherschau des Tages

Liebe und Tod

21.04.2018 Die FAZ entdeckt mit Sutan Takdir Alisjahbanas Roman "Verlieren und gewinnen" das indonesische "Krieg und Frieden". Die FR begleitet atemlos und bedrückt Ulrich Alexander Boschwitzs "Reisenden". Die SZ staunt, wie klug und pragmatisch Amos Oz in seinen "Plädoyers" über die Lage in Israel schreibt. Die taz lernt mit Les Edgertons Krimi einen sehr eloquenten Vergewaltiger kennen. Die Welt erkennt mit Wolfram Eilenberger und Helmut Lethen: Philosophie ist wie Fußball.

Montag, 23.04.2018

9punkt - Die Debattenrundschau

Etliche Erben wider Willen

23.04.2018 Der Parisien publiziert einen Auszug aus einem Manifest gegen den "neuen Antisemitismus", das diese Woche in Frankreich erscheint. Der Tagesspiegel staunt: Woher kommen all die Lobeshymen der ausländischen Presse auf Berlin, während die Berliner es besser wissen? In der NZZ benennt Pascal Bruckner zwei missliche Folgeerscheinungen von 1968, den linken Meckerfritzen und den rechten Moralisten, der nebenbei den Komfort der Befreiung genießt.

Efeu - Die Kulturrundschau

Bebender, sehnender Gesamtzweifel

23.04.2018 Die taz erlebt beim Theaterfestival Radical in München, wie Schauspieler, Regisseure und Performer die Rollen wechseln. Außerdem lernt sie den neuen Pragmatismus der Dokumentarfilm-Kollektive kennen. Dass der Eklat bei der Tabori-Inszenierung in Konstanz ausblieb, lässt die SZ aufatmen.  Der Hip-Hopper Ben Salomo kündigt in der FAS an, den Battle-Rap zu verlassen, der so antisemitisch sei wie Rechtsrock.

Medienticker

Den Büchern kommen die Leser abhanden

23.04.2018 Heute Welttag des Buches: Noch zeitgemäß? & Warum so viele YouTuber Bücher schreiben - Zensoren sehen anders aus: Amerikas Zank um "Sensitivity Readers" - YouTube: Weiterhin Werbung mit extremistischen Inhalten - Verschwörungstheorien sind ein Riesengeschäft, meint Michael Butter - In memoriam: Über die anhaltende Popularität des Henry James + 100 Jahre "Untergang des Abendlandes": Was wollte Oswald Spengler?

Bücherschau des Tages

Erklären und Mutmachen

23.04.2018 Die SZ preist die Geschichten der syrischen Autorin Rasha Abbas, die von Schuld, Abstumpfung und dem Verlust der Schönheit in Zeiten des Krieges erzählt. Sehr erhellend findet sie auch Tom Segevs Biografie des israelischen Staatsgründers David Ben Gurion. Die FAZ liest Kinderbücher: Mit großer Begeisterung folgt sie Rose Lagercrantz' Geschichte "Wozu hat man eine Freundin?" und lernt von Thomas Engelhardt und Monika Osberghaus einiges über das Leben "Im Gefängnis".

Dienstag, 24.04.2018

Magazinrundschau

Rubinschwefel, Zinnober und Cochenilleschildläuse

24.04.2018 Outlook India versucht zu begreifen, warum die Mehrheit in Indien zur Vergewaltigung und Ermordung der achtjährigen Asifa schweigt. Die tschechischen Magazine streiten über Milos Forman. Die LRB blickt auf Nigeria und stellt fest, dass die Fulani-Hirten noch brutaler sind als Boko Haram. Bloomberg sucht ein neues Rot. Quanta skizziert die Entwicklungen chaotischer Systeme, die künftig für weniger Chaos sorgen sollen. La vie des idees fragt sich, was Rasse und Geschlecht unterscheidet.

9punkt - Die Debattenrundschau

Nur fair trade, nur bio, flüchtlingsfreundlich

24.04.2018 Die Eta löst sich auf und gibt das in einem Abschiedsschreiben bekannt. Was sich nicht auflöst ist aber die "teigige Revolutionsprosa" der Terrorgruppe, so Paul Ingendaay in der FAZ. Siebzig Jahre Israel haben nur einen größeren Nachteil: siebzig Jahre Israelkritik aus Deutschland, meint Marko Martin in Dlf Kultur. In der SZ schlägt Adrian Lobe einen Datenemissionshandel vor, der nach Michael Sandel in der NZZ sicher auch unserem Gehirn bekommen würde. In der taz blickt Isolde Charim auf den durch den Neoliberalismus erzeugten Riss in ihr.

Efeu - Die Kulturrundschau

Plötzlich liegt da ein Brocken Käse

24.04.2018 Der Standard erlebt im Kunsthaus Bregenz, wie Mika Rottenberg Männer gebären lässt, allerdings keine Kinder. Die taz entdeckt im Berliner Gropiusbau die Videos der kubanischen Künstlerin Ana Mendieta. Die NZZ sieht in der Zürcher Greencity die Architektur in die Knie gezwungen. Die SZ huldigt dem Krächzevogel. Die Berliner Zeitung warnt davor, die Zukunft der Volksbühne einem Verwaltungsfunktionär zu überlassen.

Medienticker

Gutes lesen, mehr verstehen

24.04.2018 Tageszeitungen: Print schrumpft unaufhaltsam & Markt der Sonntagszeitungen in Großbritannien schrumpft dramatisch - Nochmal neu: Das digitale Bezahlmodell des Spiegel - Debatte um aufgeklärten Patriotismus - DSGVO: Tipps für Fotografen - Falschmeldungen bei Twitter: Fake News als Kampfansage - Lösch-Optimierung: Facebook löscht 1,9 Mio extremistische Beiträge + Dylan in Nürnberg: Der Große Bob zeigt sein Gesicht.

Bücherschau des Tages

Schöngeistige Redeblumen

24.04.2018 Die FAZ lauscht gefesselt, wenn Madarewuwa Tenharim,  "Der letzte Herr des Waldes" vom Leben im Amazonas erzählt - und von dessen Abholzung. Gebannt blickt sich auch auf das Menschheitspanorama, das Olivier Rolin in seinem Roman "Meroe" von Khartoum ausbreitet. Die SZ hält den Atem an, wenn Sorj Chalandon erzählt, wie er von seinem tyrannischen Vater zum OAS-Komplizen gemacht wurde.  Und die taz ist sich sicher, dass Ernst Dronkes "Polizei-Geschichten" von dem kritischen Auge von Marx und Engels Bestand hatten.

Mittwoch, 25.04.2018

Efeu - Die Kulturrundschau

Der Kuss ist eben der Kuss

25.04.2018 Der Guardian erlebt, wie Rodin im British Museum von griechischen Göttinnen deklassiert wird. Die SZ geißelt anlässlich der Hamburger Ausstellung "Mobile Welten" Kuratoren-Klimbim und schamanistisches Kulturerspüren. Außerdem diskutiert sie den Feminismus im Pop. Die NZZ stellt auf der Mailänder Möbelmesse fest, dass Luxus einfach nicht nachhaltig sein kann. Der Freitag erinnert an Versuche in der alten Bundesrepublik, einen literarischen Schutzwall gegen Anna Seghers zu errichten. 

9punkt - Die Debattenrundschau

Sehr kleine Ausschnitte

25.04.2018 Die Bayern behaupten, das Kreuz sei kein christliches Symbol und dürfe darum in bayerischen Ämtern hängen. Die Welt wertet das als Zwangssäkularisierung des Kreuzes. Ebenfalls in der Welt ahnt Necla Kelek, warum auch die Islamfunktionäre weiter gut bedient werden: Es könnten sonst die überholten Privilegien der Kirchen in Frage gestellt werden. Politico.eu erklärt, warum Facebook im Kampf um Abtreibungsrechte in Irland keine Rolle spielt: Er wird in den alten Medien geführt. Netzpolitik stellt ein neues Bündnis gegen EU-Leistungsschutzrechte für Presseverlage vor. Wir erleben eine Krise der Erinnerungskultur, fürchtet der Zeithistoriker Martin Sabrow im Tagesspiegel.

Medienticker

Wohin bewegt sich die Literatur?

25.04.2018 Regio-Hub: Geschäftsmodelle für regionale Tageszeitungen - Rangliste der Pressefreiheit 2018: Immer mehr Hetze gegen Journalisten in Europa - Schweizer Freiwild: Der Whistleblower - Soziale Medien: Familienministerium hat fast 80 Twitter-Accounts blockiert - Onlinehandel: Das visionäre Steuervermeiden des Jeff Bezos & sein Mantra - Jochen Jungs kleine Liebeserklärung an das Gedicht + "Haste mal'ne Kippa?"

Bücherschau des Tages

Nicht ohne die gewisse Grausamkeit

25.04.2018 Die taz probt mit Giovanni Rossi Anarchie und freie Liebe in der Kolonie Cecilia. Die NZZ sieht endlich den ganzen Dostojewski mit Andreas Guskis Biografie des russischen Autors. Die FR balanciert mit Eric Vuillard auf dem schmalen Grat zwischen Geschichtsschreibung und Poesie durch die Nazizeit. Die FAZ lässt sich von Christoph Jehlickas Roman "Das Lied vom Ende" in einen norddeutschen Familien-Albtraum führen.

Donnerstag, 26.04.2018

9punkt - Die Debattenrundschau

Nicht die allergeringste Bohne

26.04.2018 Der bayerische Kruzifixbeschluss löst erstaunlich wenig säkulare Empörung aus. Der Bund für Geistesfreiheit München kündigt immerhin Widerstand an. Die taz macht auf das Netzwerk "Agenda Europe"aufmerksam, das der katholischen Kirche nahesteht und seine Ansichten über Abtreibung und Homoehe in Ländern wie Kroatien oder Slowenien bereits durchsetzen konnte. Die Zeit bringt zwei Seiten über das kommende Humboldt-Forum, dessen Hierarchie-Struktur aber schwer zu verstehen ist. In Frankreich wird weiter über den "neuen Antisemitismus" gestritten.

Efeu - Die Kulturrundschau

Die skandalöse Realität der aktuellen Popkultur

26.04.2018 In der Zeit erklärt Thea Dorn, warum Kulturpatriotismus links ist. Bilder einer zerbrochenen Männlichkeit findet die Berliner Zeitung in Lynne Ramsays Film über einen traumatisierten Auftragskiller, "A Beautiful Day". Die NZZ studiert den Einfluss afrikanischer Kunst auf die europäische Avantgarde am Beispiel Karl Schmidt-Rotluffs. Die Musikkritiker sind zufrieden, dass der Echo abgeschafft wird. Das Zeit Magazin unterhält sich mit dem Klaus Kinski des Designs, Luigi Colani.

Medienticker

Literatur als Business-Strategie

26.04.2018 Aktualisiert: Reporter ohne Grenzen: Europa fällt bei Pressefreiheit weit zurück - Angriff auf den Journalismus: "Unrechtsurteile" im Cumhuriyet-Prozess - Aslı Erdoğans Exilschock am Main - Deutsche Medienwelt: Kiosk-Zahlen, das vorhersehbar gewesene Ende von Spiegel Daily & Ippens Zeitungs-Imperium: Frankfurter Neue Unsicherheit - Facebook-Quartalszahlen: Nettogewinn von 5 Milliarden Dollar +  Schwedische Medien melden, dass die  Akademie erwägt, auf Vergabe des Literaturnobelpreises zu verzichten.

Bücherschau des Tages

Mitten ins Sprachlustzentrum

26.04.2018 Die Zeit liest zwei Geschichten einer großen Liebe von Gert Loschütz und von  Kristine Bilkau. Die SZ sieht "Kleine Feuer überall" in der ordentlichen Welt Celeste Ngs. Die FR beugt sich begeistert mit John Lewis-Stempel über Maulwürfe, Aronstab und Ziegenmelker auf "Einem Stück Land". Die FAZ lernt mit Lewis Grassic Gibbons schottischem "Lied vom Abendrot" Plattdeutsch.

Freitag, 27.04.2018

Efeu - Die Kulturrundschau

Kipppunkte der Systemstabilität

27.04.2018 Der Standard gerät beim Donaufestival ins Grübeln. Wie kann man heute noch modern sein, wenn Aufbrüche quasi seriell geworden sind. Dezeen und der Observer porträtieren Eyal Weizmans Forschungsgruppe "Forensic Architecture", die für den Turner Preis vorgeschlagen wurde. Die taz schwärmt für Janelle Monáe. Die nachtkritik hat ein Ohr für die chronisch unterfinanzierte Off-Theaterszene. Der Tagesspiegel freut sich über die Entdeckung einer neuen Schriftstellergeneration Nigerias beim African Book Festival in Berlin.

9punkt - Die Debattenrundschau

Setzen auf den Brückenbauer

27.04.2018 Emma.de bringt ein großes Porträt über Tariq Ramadan, das auf längst verflossene Tage des Glamours zurückblendet. Die taz stellt Ärzte und Ärztinnen vor, die nach wie vor über Abtreibung informieren - in der SZ beharrt Hessens Justizministerin Eva Kühne-Hörmann weiterhin auf dem Informationsverbot. Die FAZ plädiert nach dem Echo-Skandal für mehr Jugendschutz. Die taz stellt eine Online-Datenbank vor, die über Assads Giftgaseinsätze informiert.

Medienticker

Sind Leser einfach Angeber?

27.04.2018 Aktualisiert: Onlinehandel: Amazon verdoppelt Gewinn & übertrifft Wall Street-Erwartungen - Der mysteriöse Todesfall des russischen Journalisten Maxim Borodin - Das gute Netz: Nominierungen für den Grimme Online Award - Rassismus-Eintrag gelöscht: Wikipedia sperrt 62.000 sächsische Rechner aus - Lesen gegen das Vergessen: Erinnerung an die Bücherverbrennung + Daniel Cohn-Bendit erzählt von 1968 & Ulrike Meinhof hat ihrer Tochter Bettina Röhl erzählt: "Die RAF hat euch lieb" + Hörfunk-Wochenend-Tipps.

Bücherschau des Tages

Innere Hängemattenhaftigkeit

27.04.2018 Die NZZ begleitet Maxim Kantor gebannt von der russischen Revolution bis zu Putins Krieg auf der Krim. Die FR freut sich über vier Neuausgaben von Werken des jiddischen Schriftstellers Moyshe Kulbak. Die FAZ lässt sich von Birgit Schneider den Klimawandel in Bildern erklären. Die SZ  bespricht Kinder- und Jugendbücher: Am besten gefällt ihr Maja Lundes "Battle".

Samstag, 28.04.2018

9punkt - Die Debattenrundschau

Stolpern wir durch die Dunkelheit

28.04.2018 Die NYRB findet die Banlieue von Paris inzwischen so aufregend wie New Yorks East Village in den neunziger Jahren. In der taz erklärt der Historiker Pap Ndiaye, warum die kommunitaristischen Black Studies in Frankreich einen schweren Stand haben. Rechtsextreme und Islamisten teilen nicht nur ein antiwestliches Denken, sondern auch die Technik der strategischen Polarisierung, weiß Julia Ebner in der FR. Mit täglich tausend Stück Plastikmüll auf dem Henderson läutet die SZ das Anthropozän ein.

Efeu - Die Kulturrundschau

Küken stehen für den falschen Frieden

28.04.2018 In der Welt sieht Georges-Arthur Goldschmidt das innere Nazitum in Deutschland auf dem Vormarsch. Mit den sieben Lolas für Emily Atefs Romy-Schneider-Film sind die Kritiker weitgehend zufrieden. Wo bleibt die Anlaufstelle für Opfer sexueller Übergriffe bei Filmproduktionen, fragt Zeit Online verärgert. Nach vielen Querelen hat die Schau "Gewalt und Geschlecht" am Militärhistorischen Museum Dresden doch noch eröffnet: Surreal und opulent, finden FAZ und taz. Und: ABBA ist zurück.

Bücherschau des Tages

Lebensfrühjahrsputz

28.04.2018 Die taz preist Claudia Rankines Langgedicht über Rassismus im Alltag und in den Medien als literarisches Ereignis. Die NZZ lernt den russischen Kosmismus der Zwanziger als Vorläufer des Silicon Valleys kennen. Außerem liest sie Bücher über Sterbebegleitung und empfiehlt besonders Fanny Wobmanns schlackenloses Debüt "Am Meer dieses Licht". Die Welt erfährt von Willi Jasper, wie viel Mao in der APO steckte.

Montag, 30.04.2018

9punkt - Die Debattenrundschau

Irritierende Bündnisse

30.04.2018 Vor dem säkularen 1. Mai hat Deutschland nichts Besseres zu tun als übers Kreuz zu diskutieren. Die Ablehnung schallt Markus Söder, der dieses kulturelle Symbol des Bayerntums in die Eingangshallen der Ämter hängen will, auch aus überraschenden Richtungen entgegen: Selbst Bischof Marx spricht sich in der SZ gegen Söders Idee aus. Von Horst Dreier in der Welt zu schweigen. Im Observer staunt Nick Cohen darüber, wie offen in der Politik heute gelogen wird.

Efeu - Die Kulturrundschau

Die Belästigung Victorias

30.04.2018 Die Welt blickt ungläubig nach Stockholm, wo die Schwedische Akademie nach neuen Vorwürfen weiter zerfällt. Bitter nötig hatte Berlin das African Book Festival, erklärt die Berliner Zeitung. Wunderschön findet die SZ, wie das Theaterkollektiv Forced Entertainment vom Unsinn des Lebens erzählt.  Stephan Kimmigs Berliner Version von Elfriede Jelineks Trump-Stück "Am Königsweg" teilt die Kritik in zwei  Lager.  Und der Tagesspiegel feiert die Musikerin Janelle Monáe als würdige Prince-Nachfolgerin.

Bücherschau des Tages

Literarische Direktübertragung

30.04.2018 Die FR feiert Daniel Galeras Roman "So enden wir", der realitätsnah und hellwach von einer Gruppe brasilianischer Avantgardisten erzählt und ihrem Kampf mit den Ambivalenzen der Gegenwart. Die SZ liest erschüttert Aleksandr Petscherskis Bericht über den Aufstand in Sobibor, den er als Offizier der Roten Armee organisiert hatte und so zum Ende des Vernichtungslager beitrug.

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