Perlentaucher - Online Kulturmagazin mit Presseschau, Rezensionen, Feuilleton

zuletzt aktualisiert 10.02.2026, 15.41 Uhr
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Sortiert nach Datum | Rubriken

Freitag, 01.07.2022

Efeu - Die Kulturrundschau

Eigentlich alles in Butter

01.07.2022 Am Mittwoch hatte Kassel zur Diskussion über Antisemitismus in der Kunst geladen - "Schlimmer könnte es kaum laufen", resümiert die SZ, die ihr halbes Feuilleton heute der Aufarbeitung des Skandals widmet. "Wer den 'globalen Süden' bestellt, muss ihn auch als das akzeptieren, als was er sich tagtäglich, jahraus, jahrein beweist, unter anderem als antisemitisch", schreibt Bazon Brock an Sabine Schormann. Ebenfalls in der SZ erzählt Jacques Herzog, weshalb es leichter ist, Großprojekte in undemokratischen Ländern durchzubekommen. Die Berliner Zeitung wünscht dem deutschen Film mehr Wagemut.

9punkt - Die Debattenrundschau

Es gibt keine Korrektive mehr

01.07.2022 Zwei Attacken: Der Historiker Ulrich Herbert kritisiert in der taz Timothy Snyder: Die Begriffe "Faschismus", "Völkermord", "Vernichtungskrieg", die Snyder verficht, träfen auf den Ukraine-Krieg nicht zu, so Herbert. Bei der Frage der Waffenlieferungen ist Herbert skeptisch. Attacke Nummer 2: die New York Times bringt einen höchst kritischen Bericht über die einflussreiche Kunstsammlerin Julia Stoschek und den "Nazi-Hintergrund" ihrer Familie. Außerdem: Debatten zu Selbstbestimmungsgesetz und zu Abtreibung in Amerika.

Medienticker

Albatross

01.07.2022 Aktualisiert: Welche Art von Literatur im Dritten Reich gelesen & verkauft wurde - Entrussifizierung: Verbot russischer Bücher + Musik geplant - Geballtes Nachdenken über Mensch und Natur in der aktuellen Sachbuchbestenliste - Türkei sperrt den Internet-Zugang zur Deutsche Welle gesperrt - Einigung über Rückgabe an Nigeria der Benin-Bronzen - "Waffenstillstand jetzt"-Unterzeichner Merkel weist Vorwurf der Naivität zurück - Zukunftsforschung: Wie wir mit der Technik immer mehr eins werden + Wochenend-TV+Hörfunk-Tipps.

Bücherschau des Tages

Hoffnung auf Freiheit

01.07.2022 Die FAZ fürchtet sich vor der camouflierten Infrastruktur im Dämmerlicht, die Isik Kaya und Thomas Georg Blank fotografiert haben. Die FR staunt, wie vortrefflich Khaled Kalifa Familiengeschichte mit der Geschichte Syriens um die Jahrhundertwende verknüpft. Die NZZ lässt sich von Roberto Savianos Geschichten über Giordano Bruno, Martin Luther King oder Pasolini ermutigen. Die SZ vergnügt sich mit Josef Guggenmoos' Naturgedichten für Kinder. Dem DlfKultur eröffnen sich dank James Poskett neue Horizonte.

Samstag, 02.07.2022

Efeu - Die Kulturrundschau

Der Reiz von Oberflächen

02.07.2022 Der Weg zum Massaker von Butscha führt nicht über die russische Literatur, sondern über Publikationsverbote von Dostojewski und Bulgakow, ruft in der FAZ Michail Schischkin all jenen zu, die keine russische Literatur mehr sehen wollen. Die taz bewundert die Stoffbilder von Nadira Husain. 54books bewundert Tom Cruises Fokus auf versimilitude. Pitchfork erliegt den ekstatischen Qualitäten des Elektronik-Duos Two Shell.

9punkt - Die Debattenrundschau

Ein konstitutives Anderes Europas

02.07.2022 Deutsche "Antifaschisten", die zum Krieg bisher nicht viel zu sagen hatten, sind nach Äußerungen von Botschafter Andryj Melnyk über den ukrainischen Ultranationalisten Stepan Bandera endlich aufgewacht. Alice Bota und Franziska Davies erklären auf Twitter geduldig den Kontext und warum Melnyks Äußerungen unhaltbar sind - so auch Thomas Schmid in der Welt. Bei Deskrussie.fr schildert  Sergej Medwedew Russland als Reich der Angst. "Amerika zerbricht", schreibt Hubert Wetzel im Leitartikel der SZ, und das sei keine Metapher.

Bücherschau des Tages

Zum Glück gehe ich nicht oft aus

02.07.2022 Die Welt taucht mit  David Mitchells "Utopia Avenue" ein in die Musikwelt Londons in den glorreichen Sechzigern. Die taz liest gespannt Serhii Plokhys Geschichte der Ukraine, "Die Frontlinie", und mit Najat El Hachmis Roman "Am Montag werden sie uns lieben" vom Ausbruchsversuch eines spanischen Mädchens aus muslimischen Konventionen. Die FAZ lernt mit  Gudrun Krämers Biografie Hasan al-Bannas den "Architekten des Islamismus" kennen. Die SZ bewundert die politischen Gedichte Ilya Kaminskys.

Montag, 04.07.2022

9punkt - Die Debattenrundschau

Diejenigen, die am meisten bedroht sind

04.07.2022 Die Schweden werden Nato-Mitglieder. Gut so, meint der schwedische Schriftsteller Richard Swartz in der NZZ - damit hat die Heuchelei ein Ende. In einem sind sich Rechte und Linke einig: Frauen zählen nicht, schreibt die New York Times-Kolumnistin Pamela Paul, die nicht nur über das  Supreme-Court-Urteil zu Abtreibung entsetzt ist, sondern auch über die Reaktion vieler linker Organisationen. Für viele deutsche Journalisten sei es immer noch schwierig, über die Kontinuität reicher Familien seit der Nazi-Zeit zu schreiben, sagt der Historiker David de Jong im Tagesspiegel - zu einflussreich seien die Familien noch heute.

Efeu - Die Kulturrundschau

Ein Mann geht durch den Raum

04.07.2022 Peter Brook ist tot. FAZ, NZZ und Tagesspiegel trauern um den großen Theatermagier, den König des Welttheaters und das Genie der Einfachheit. Die SZ kniet nieder vor René Pollesch und Sophie Rois, allerdings im Deutschen Tehater, nicht in der Volksbühne. In der NZZ erklärt David Chipperfield, wie er reiche Leute dazu bringen will, die Anwesenheit von Armen zu ertragen. Die NZZ erkennt zudem das Erbe El Grecos bei Pablo Picasso. Im Standard erzählt Vicky Krieps, wie ihr das Korsett bei den Dreharbeiten zu Marie Kreutzers Sisi-Film "Corsage" die Gefühle abschnürte.

Medienticker

Feelings auf Deutsch

04.07.2022 Cancel-Culture an der Berliner Humboldt-Universität - Nachchristliche Generation: Der Glaube hat seine Relevanz verloren -  So steht es im Kampf ums Google-Geld - Untergrundliterat + Pop-Poet: Der türkische Schriftsteller Hakan Günday - Hör+TV-Tipps: Astor Piazzolla zum 30. Todestag + James Baldwin.

Bücherschau des Tages

Femme fatale und Trüffelrisotto

04.07.2022 Die SZ lernt von Michael Paul, wie dramatisch sich der "Kampf um den Nordpol" in Zukunft gestalten wird, wenn Russland und China die Rohstoffe ausbeuten und auch Atom-U-Boote die eisfreien Schiffspassagen nutzen können. Der DlfKultur erfährt in Hermann Bausingers Poesie des Alltags, das Erzählen nicht harmlos ist. Die FAZ nimmt mit Kevin Barry die "Nachtfähre nach Tanger". Der Dlf bewundert die gedankliche Tiefe und emotionale Wucht in den Gedichten Jürgen Beckers. 

Dienstag, 05.07.2022

Efeu - Die Kulturrundschau

In einen finsteren Kanal hinein

05.07.2022 Der Standard kann auf der Gmunden Photo nachverfolgen, wie die russische Aggression seit 2014 das zivile Leben der Ukraine zerstört. Die taz meldet, dass Kirill Serebrennikows Gogol-Center jetzt  wieder Gogol-Theater heißt und auf Linie gebracht wurde. Die SZ rechnet vor, was eine Mindestgage für Solobeschäftigte für die Theater bedeutet. Die NZZ besucht das neue Oscar-Museum in Los Angeles. Außerdem huldigt die taz den Ikonen der Tropicália, Gilberto Gil und Gal Costa.

9punkt - Die Debattenrundschau

Licht aus gnostischen Hinterwelten

05.07.2022 Gewalt ist in der russischen Gesellschaft tief verankert und fängt schon bei der Kindererziehung an, schreibt Inna Hartwich in der taz. Georg Witte in der FAZ und Franziska Davies bei den Salonkolumnisten fragen, was in Deutschland mit der Debatte über den Krieg schiefläuft. Für Micha Brumlik in der Berliner Zeitung ist Andrij Melnyk "Holocaustleugner und damit auch Antisemit". Viel diskutiert wird auch über die Biologin Marie-Luise Vollbrecht, die an der Humboldt-Uni fast behauptet hätte, es gebe zwei Geschlechter.

Medienticker

Lesen und rechnen immer schlechter

05.07.2022 Neues EU-Digitalgesetz: Wer wird Digital-Koordinator? - Nach Internet-Sperrung: Deutsche Welle will weiter in Türkei präsent sein - Liken. Hassen. Töten: Wie Gamer sich in Online-Foren radikalisieren -  Rainer Herrn über Magnus Hirschfelds Institut für Sexualwissenschaft 1919-1933 + Der leere Raum: Nachrufe  auf den Theatermacher Peter Brook

Magazinrundschau

Gute und schöne Häuser

05.07.2022 Die New York Times beobachtet das Verschwinden der gemäßigten Demokraten. Die LRB blickt auf die trostlose Lage der afghanischen Bevölkerung. Deník Referendum verteidigt russische Filme auf dem Filmfestival von Karlovy Vary. INews bewundert die Opferbereitschaft regierungskritischer Russen. In Magyar Narancs weigert sich Anna T. Szabo, ihre Vergangenheit zu bereinigen. Der Guardian erkundet die intellektuellen Kampftechniken von Janet Malcolm und Joan Didion.

Bücherschau des Tages

Wahrnehmungssatt

05.07.2022 Die FAZ reist mit der Historikerin Astrid M. Eckert ins „Zonenrandgebiet“ und birgt weniges Bekanntes zwischen Ost und West. Außerdem empfiehlt sie zwei Bücher über den Wald. Die FR amüsiert sich prächtig mit Monica Alis Roman über die dunklen Geheimnisse einer islamischen Familie. Die NZZ lernt von Timo Feldhaus, wie der Ausbruch des Vulkans Tambora im Jahr 1816 Poesie, Liebe und die ganze Moderne beeinflusste. Und Dlf Kultur stößt auf Schauerliches in Rainer Herrns Geschichte des Instituts für Sexualwissenschaft in Berlin.

Mittwoch, 06.07.2022

9punkt - Die Debattenrundschau

Zwölf Punkte beim Songcontest

06.07.2022 Im Moment sieht es so aus, als würde sich die russische Armee in der Ukraine festsetzen, aber das wird nicht so bleiben, prognostiziert der Militärhistoriker Lawrence Freedman in seinem Blog. Sind die Westeuropäer wirklich bereit, für die Ukraine einzutreten, fragt der belarussische Autor Sasha Filipenko in der FAZ.  Andrij Melnyk wird gehen. Ferda Ataman wird kommen.

Efeu - Die Kulturrundschau

Energien, die aufeinandertreffen

06.07.2022 In der Berliner Zeitung weist der Historiker Michael Rothberg darauf hin, dass Taring Padis Agitprop-Bild "People's Justice" nicht nur antisemitisch ist, sondern auch rassistisch. In der taz macht der Schriftsteller Leander Steinkopf ein paar Vorschläge für den Deutschunterricht. Die SZ wünscht sich den Wagemut und Aufbruchsgeist von München 1972 in die Architektur zurück. In der taz konstatiert Schauspielerin Julischka Eichel ein erschüttertes Grundvertrauen im Theater. Jochen Distelmeyer macht jetzt Erwachsenenpop, stellt der Standard fest.

Bücherschau des Tages

Eine etwas skurrile Zeitgenossin

06.07.2022 Die FAZ nähert sich furchtlos, aber auch beglückt Senthuran Varatharajahs Roman über den Kannibalismus-Fall von Rotenburg. Catalin Dorian Florescu verdankt sie ein lebendiges Bild von Bukarest um 1900. Die SZ probt verschiedene Wahrnehmungen der Wirklichkeit mit Mary Rufles leuchtenden Prosaminiaturen. Die NZZ lässt sich von Adorno durch die „Eiswüste der Abstraktion“ leiten. Und Dlf Kultur folgt Kathrin Köller und Irmela Schautz interessiert durch die Geschichte der LGBTIQA+-Communities.

Donnerstag, 07.07.2022

Efeu - Die Kulturrundschau

Wie ein Korsett auf die Eingeweide drückt

07.07.2022 Gestern tagte der Ausschuss für Kultur und Medien über die documenta, Schormann und Geselle fehlten, dafür brachen Ruangrupa ihr Schweigen: "Es gibt keinen stillen Boykott gegen Israel." "Unser Thema ist Klasse, nicht Rasse", sagen indes Taring Padi im Zeit-Gespräch. Gehört Israel überhaupt zum "globalen Norden", fragt der Politikwissenschaftler Johannes Becke in der FAZ. Die Filmkritiker entdecken dank Marie Kreutzer unter dem Monarchenkitsch von "Sisi" eine kompromisslos-autonome Frau. Noch ein Kollektiv: Auf Yvonne Büdenhölzer als Leiterin des Berliner Theatertreffens folgen vier Frauen, melden die Zeitungen.

9punkt - Die Debattenrundschau

Ständig nur Opfer und Privilegierte

07.07.2022 Stinkt nach zynischer Gleichgültigkeit, antwortet Serhij Zhadan auf den zweiten Brief der Emma-Friedenstruppe.  In der NZZ schildert Zhadan, wie eine kurze Episode der Ruhe in Charkiw zu Ende geht. Heute wird wohl Ferda Ataman zur unabhängigen Antidiskriminierungsbeauftragten des Bundes gewählt. Die Debatte über sie hat sich noch intensiviert: Sie soll sich der Diskussion mit ihren Kritikern stellen, fordert Hamed Abdel-Samad in der Jüdischen Allgemeinen. Der Journalist Stephan Anpalagan verteidigt Ataman gegen die "Kampagne von CDU, AfD, Bild, Welt und vielen anderen Medien".

Medienticker

Dschungel-Diskurs

07.07.2022 Susan Arndt und Harald Martenstein diskutieren über das Wort Dschungel & ob dieses rassistisch sei - Marina Abramovic über ihre Blockchain-Performance: "Wir brauchen neue Helden" - Ralf-Dieter Brunowsky über die goldenen Zeiten des Wirtschaftsjournalismus -  Mastermind der Beach Boys: Brian Wilson zum 80.Geburtstag + Jazzpianist mit Wiener Schmäh: Joe Zawinul 90.

Bücherschau des Tages

Das Sanfte zartet aus

07.07.2022 Die Großen und Mächtigen der Weltpolitik kennt keiner so gut wie Henry Kissinger, erkennt die Zeit. In Piotr Sochas „Buch vom Dreck“ lernt sie allerhand über das stille Örtchen, mit Balzac sinniert sie über das Gehen. Die FAZ lässt sich betören von der „Laune Gottes“ der kanadischen Autorin Margaret Laurence. Die NZZ vergnügt sich mit trostlosen Geschlechtsakten von Heinz Strunk und verleiht ihm die Thomas-Mann-Medaille. Und Dlf Kultur annonciert ein „veritables Meisterwerk“ mit Alan Hollinghursts „Der Hirtenstern“.

Freitag, 08.07.2022

Efeu - Die Kulturrundschau

Ja, es ist ein Tatort

08.07.2022 Die FAZ fordert, dem "würdelosen Verantwortungsverschiebekarussell" auf der documenta ein Ende zu setzen: mit dem Rücktritt Sabine Schormanns. In der NZZ erklärt Rainer Moritz, weshalb er Uwe Tellkamp trotzdem nach Hamburg einlädt. Die SZ ist hingerissen, wenn Romeo Castellucci in Aix-en-Provence Gustav Mahlers "Auferstehungssymphonie" als Kriegsszenario mit zwitschernden Vögeln inszeniert, die Welt ist genervt. Und die Filmkritiker trauern um Klaus Lemke, den verspielten Rebellen, der die Sprache der Straße sprach.

9punkt - Die Debattenrundschau

Mystische Lösungen für reale Probleme

08.07.2022 Verhandlungen können auch auch als Gelegenheit zu weiterer Eskalation genutzt werden, schreiben die Osteuropaforscherinnen Susann Worschech und Franziska Davies an die Adresse der Emma-Friedenstruppe. Boris Johnson geht und hinterlässt bei den Kommentatoren nicht gerade gute Stimmung. Ferda Ataman ist mit recht kümmerlicher Mehrheit zur Antidiskriminierungsbeauftragten gewählt worden, konstatiert Spiegel online.

Medienticker

Beinahe genial

08.07.2022 Aktualisiert: Wie der  Papiermangel die Buchbranche trifft - Ein Plus mit Schattenseiten:  Buchmarkt 2021 - Einzelhandel: Inflation frisst Umsatz-Zuwachs - Robert-Walser-Preis für Magdalena Schrefel - Neuer PEN Podcast: Mit Sönmez, Dangarembga und Hapeyeva -  Hörtipp: Krautrockmuseum im WDR 3 open: Diskurs  - Strassenkritik zu Günter Grass' Blechtommel + Der Low-Budget-Regisseur Klaus Lemke ist tot + Die TV-Radio-Wochenende-Tipps.

Bücherschau des Tages

Trittsteine im Wasser

08.07.2022 Die FR liest zwei Gedichtbände von Jürgen Becker mit dem Stift, so anregend findet sie dessen kraftvolle Poesie. Die SZ lauscht wehmütig den Gesprächen von Claude Sautet und Michel Boujut, entzaubert mit Anastasia Samoylova den „subtropischen Fiebertraum“ Floridas und erkennt in Carla Kaspari einen Hauch von Sally Rooney. Die FAZ hört genau zu, wenn Dorota Danielewicz die Fluchtgeschichten von neun BelarussInnen erzählt. Und Dlf Kultur wechselt die Perspektive mit Antje Schrupps „Reproduktiver Freiheit“.

Samstag, 09.07.2022

Efeu - Die Kulturrundschau

Ich bin ein bisschen sauer

09.07.2022 Meron Mendel hat die Nase voll von Sabine Schormanns Hinhaltetaktik und wirft hin, wie er im Spiegel erklärt. Den Machern wirft er in der SZ außerdem "neokoloniales" Verhalten gegenüber Ruangrupa vor. Die FAZ gönnt sich lieber Glückssekunden mit Sascha Wiederhold in der Neuen Nationalgalerie. Die SZ blickt in die Zukunft der Mode mit den genderlosen Menschenskulpturen von Balenciaga. Die nachtkritik zieht eine nüchterne Pollesch-Bilanz an der Volksbühne: Castorf war rauflustiger, seufzt sie. Und alle trauern um Klaus Lemke und James Caan.

9punkt - Die Debattenrundschau

Dunkelste Motive und gewaltige Irrtümer

09.07.2022 Im Guardian hofft Fintan O'Toole, dass sich die demokratische Welt von den Wunden erholen wird, die ihr Boris Johnson geschlagen hat. In der NZZ verabschiedet sich Ivan Krastev von der EU als einem Imperium der harten Budgets und weichen Ränder. Transgender-Aktivisten säen eine Kultur des maximalen Misstrauens, meint die FAZ. Aber nein, meint die FAZ, mit der Hysterie wollen die Republikaner nur Stimmen fangen.

Bücherschau des Tages

Nie ein weißer Fleck

09.07.2022 FAZ, SZ, taz und Welt freuen sich über zwei Gedichtbände zum Neunzigsten von Jürgen Becker: Die FAZ verfällt der „sachlichen Melancholie“ in den „Gesammelten Gedichten“, die SZ verdankt den „Journalgedichten“ Augenblickseindrücke aus der BRD. Die FAZ empfiehlt zudem Bernd Brunners schöne Kulturgeschichte des Obstanbaus. Die taz lauscht den Stimmen schwarzer, queerer Frauen, die Saidiya Hartman im Band „Aufsässige Leben, schöne Experimente“ versammelt hat. Dlf Kultur bewundert die Gedankenschärfe, mit der Rachel Cusk in ihren Essays auf die Bedingungen weiblicher Existenz blickt.

Montag, 11.07.2022

9punkt - Die Debattenrundschau

Gegenstand aus Holz

11.07.2022 David Patrikarakos schildert für Unherd Szenen der Gewalt aus den von den Russen besetzten Gebieten um die Stadt Cherson.  Jean-Baptiste Jeangène Vilmer erklärt in Le Monde, warum der modische "Realismus" in außenpolitischen Fragen keiner ist. Die Unterzeichner der Emma-Briefe machen sich zu "Anwälten eines Aggressors", sagt Marina Weisband in der FAS. Der Slawist Wolfgang Kissel erzählt in der FAZ, warum das Abreißen und Wiederaufstellen von Puschkin- und Schewtschenko-Büsten im Ukraine-Krieg eine so große Rolle spielt.

Efeu - Die Kulturrundschau

Alte Freunde des Intendanten

11.07.2022 Die SZ sieht im neuen Trend zum Leitungskollektiv nicht mehr als eine anarchische Geste, die feudale Machtstrukturen eher kaschiert als korrigiert. Die FR entdeckt im Maastrichter Bonnefantenmuseum mit Melati Suryodarmo fantastische Kunst aus Indonesien. In der Welt betont Monika Maron: Ich bin Gegner, kein Opfer. In der FAZ wünschte sich der Musikjournalist Rolf Witteler auch für die deutschen Radios eine Quote für frankophone Musik.

Medienticker

Mit den Ohren zur Wand

11.07.2022 Über Grenzen: Betrachtungen eines Zoologen - "Der Antifaschismus ist die wichtigste Bewegung des 20. Jahrhunderts", meint Durs Grünbein - Befreit die Liebe: Schreiben gegen konservative Sexualmoral in Marokko - Neues Digitalgesetz der EU = Freiheit für die Presse? Eher nicht, meint Michael Hanfeld - Kabarettist Ursus Wehrli im Gespräch - Loveparade 2.0? - Bericht über die  Rave The Planet Parade + Glückwünsche: Jazztrompeter Tomasz Stańko zum 80. & dem schwedischen Dirigent Herbert Blomstedt zum 95.

Bücherschau des Tages

Porsche oder Bahlsen

11.07.2022 Sehr aufschlussreich findet der DlfKultur, wie Frank Uekötter in "Atomare Demokratie" die Geschichte von Atomenergie und bundesdeutscher Demokratie verbindet. Der Dlf entdeckt die überraschende Aktualität von Martin Heidegger in "Bauen Wohnen Denken". Lesenswert findet die FAZ David de Jongs Recherche zur braunen Vergangenheit deutscher Großkonzerne.

Dienstag, 12.07.2022

9punkt - Die Debattenrundschau

Die ideologische Dimension des Kampfes

12.07.2022 Osteuropa übersetzt die jüngste Rede Wladimir Putins vor der Duma, in der sich westliche Debatten auf bizarre Art spiegeln. Die taz berichtet über die "Kampfgruppe Anarcho-Kommunisten" (Boak), die im russischen Hinterland Angriffe auf Nachschublinien verübt. Im Tagesspiegel mokiert sich Herfried Münkler über die Autoren der Emma-Briefe, die sich im Adressaten geirrt hätten. Die FAZ berichtet über drohende neue "Slapp-Klagen" gegen Catherine Belton, diesmal aus der Schweiz. Die FAZ beleuchtet auch das neue spanische "Gesetz über die demokratische Erinnerung".

Efeu - Die Kulturrundschau

Zerfallen wie eine Hochzeitstorte

12.07.2022 Die Diskussion um die Documenta schaukelt sich weiter hoch. Der Tagesspiegel nimmt die Mitglieder der Findungskommission ins Visier. Die Berliner Zeitung würde dagegen die Kunstschau gern aus der Kampfzone identitätspolitischer Ideologien retten. Nicht die Pandemie hält die Zuschauer von den Bühnen fern, glaubt die SZ, sondern ein Theater, das niemand sehen will. Die SZ bewundert auch die Schönheit der Vicky Krieps. Die taz erliegt auf dem Montreux-Festival dem Dancefloor-Sound der Londoner Saxofonistin Nubya Garcia.

Magazinrundschau

Sie lieben das Meer nicht?

12.07.2022 The Atavist recherchiert die Geschichte des berüchtigten Neonazis Michael Kühnen und seines Dresdner Führungsoffiziers Wladimir Putin. Desk Russie betrachtet die Beziehung zwischen Russland und der Türkei: Eine gewalttätige Ehe ist nichts dagegen. Die NYRB fragt, wann eine Literatur unlesbar wird, die sich nicht mit dem Klimawandel auseinandersetzt. The Nation beklagt den neuen Konformismus einer Kunst, die in der Öffentlichkeit nur noch saubere Wäsche wäscht. Der Spectator huldigt dem bengalischen Regisseur und Renaissancemenschen Satyajit Ray.

Medienticker

Geburt der Steine

12.07.2022 Nachruf: Der Journalist Johannes Willms ist tot - Schreiben ist ein Handwerk: Drehbuchautor Robert Krause im Gespräch mit Marco Schreyl -  Wie Lektüre der Jugend prägt: Bücher verändernden Blick auf die Welt -  Gelesen von Gregor Keuschnig : Karl Ove Knausgårds Morgenstern - Digitalisierung: Woran es bei Elster hakt + Vor 60 Jahren: Das erste Konzert der Rolling Stones.

Bücherschau des Tages

Innenraum einer großen Seele

12.07.2022 Luz hat Virginie Despentes' Kultroman "Vernon Subutex" illustiert, und zwar so wild und rasant wie ein Gedicht von Rimbaud, jubelt die NZZ berauscht. Der DlfKultur probt mit Carl-Christian Elzes "Freudenberg" den Identitätstausch an der polnischen Otseeküste. Die taz freut sich über eine Werkübersicht zu den Berliner Architekten  Inken und Hinrich Baller. Die FAZ feiert Sabine Doerings Biografie des jungen Hölderlin. Tapfer schluckt der Dlf die unbequemen Wahrheiten, die ihr Josef H. Reichholf in "Waldnatur" präsentiert.

Mittwoch, 13.07.2022

9punkt - Die Debattenrundschau

Immer gekühlter Champagner

13.07.2022 Die Feuilletons trauern um Johannes Willms, der wie ein gut gelauntes Denkmal aus glücklicheren Medienzeiten in die Gegenwart ragte. In der Welt macht sich Timothy Garton Ash nach Boris Johnsons Abgang Hoffnung auf eine zaghafte Annäherung von UK und EU. Die taz kommt auf den Mord an Shinzo Abe und die Rolle der Moon-Sekte zurück. Was in der Ukraine stattfindet, ist ein "Urbizid", schreibt Klaus Englert ebenfalls in der taz, darin manifestiere sich der Hass auf einen " Feind, der einem selbst so sehr gleicht".

Efeu - Die Kulturrundschau

Schade, dass du weg bist

13.07.2022 Der Guardian entdeckt die Abstraktion in Milton Averys poetischen Landschaften. In der FAZ verabschiedet sich der Schriftsteller Wolfgang Hedewald vom deutschen PEN und dessen friedenspolitischer Ideologie. Die FR plädiert für regional unterschiedliche Bauweisen und gegen global optimierte Klimatechnik. FAZ und Welt erliegen dem Belcanto, den Tobias Kratzer mit Rossini in Aix-en-Provence aufblühen lässt.  Die taz wiegt sich zu den ultramelancholischen Chansons von Brezel Göring.

Medienticker

Außerirdisches

13.07.2022 Buchcharts: Die aktuellen Bestsellerlisten - Die Buchkäufer wandern ins Internet, aber nicht mehr nur zu Amazon - Anna Hetzer über ihren neuen Gedichtband: Pandoras Playbox Verse über Mythos und Eros - Zu Gast beim zweiten Literaricum: Frank Witzel und "Bartleby, der Schreiber" - IG Meinungsfreiheit fordert sofortige Freilassung von Julian Assange - documenta-Generaldirektorin: Künstler fühlen sich zensiert und nicht willkommen - Humor in Krisenzeiten: Wir sollten mehr lachen: gerade jetzt!

Bücherschau des Tages

Enthemmung, Brexit und Jesus

13.07.2022 Die FAZ empfiehlt die unbestechlich feinen Gedichte des Litauers Tomas Venclova. Die FR seziert mit Essays von Rachel Cusk den Alltag und andere Unhöflichkeiten. Die NZZ lernt bei Ulrike Ackermann anschaulich die Abgründe der Woke-Kultur kennen. Außerdem bewundert sie, wie kühn Georgi Gospondinov  populistische Sehnsüchte zerlegt. Die SZ kann sich den widerspenstig-poetischen Alltagsnotizen von Peter Handke nicht entziehen. Und der Dlf Kultur denkt mit Rebecca Solnit über Orwell, Liebe und Botanik nach.

Donnerstag, 14.07.2022

9punkt - Die Debattenrundschau

Ganz friedlich einmarschieren

14.07.2022 Der absolut chaotische Beschuss von Wohnhäusern, Schulen, Krankenhäusern, Verwaltungsgebäuden, der Infrastruktur des Hafens und der Felder ist charakteristisch für Russlands Krieg in der Ukraine geworden, berichtet Anastasia Magasowa für die taz aus Mykolajiw. Ralf Fücks fürchtet in Spiegel online, dass die Solidarität mit der Ukraine wegbricht. In der FAZ fordern Militärexperten ein dezidierteres Agieren der deutschen Politik. Omri Boehm attackiert in der Zeit Natan Sznaider und den Zentralrat der Juden.

Efeu - Die Kulturrundschau

Eine ganze Giraffe

14.07.2022 Meron Mendel wirft Sabine Schormann im Tagesspiegel vor, Lügen zu verbreiten, die SZ ärgert sich über die "Wagenburgmentalität" in Kassel und fordert: Schließt die documenta endlich! Außerdem fragt sie: Wo ist Schormann eigentlich? Während in München das Festival Cinema Iran beginnt, wo Abed Abest mit "Killing the Eunuch Khan" die Mullahs das Fürchten lehrt, wie Artechock schreibt, verhaftet der Iran drei seiner prominentesten Filmemacher. In der Zeit ruft Navid Kermani die Bundesregierung zum Protest auf. Welt und Tagesspiegel gewinnen in Avignon den Glauben ans Theater zurück.

Medienticker

Bildpoetik

14.07.2022 Antisemitismus-Debatte: Was israelische Künstler über die Documenta denken - Wolfgang Ullrich über die Kunst nach dem Ende ihrer Autonomie - Offene Schatzkammer: Eröffnung des Berliner Stabi-Kulturwerks - Junge Nutzer ticken anders: Google fürchtet TikTok & Instagram - Lothar Struck über die akribische Recherche von Marit Heuß zu ihrem Handke-Buch - Der Meister der Zweideutigkeit: Der Kabarettist Florian Schroeder.

Bücherschau des Tages

Wundersame Flaschenpost

14.07.2022 Die Zeit kniet nieder vor Ralf Rothmann, der sie mit seinen Romanen über die deutsche Nachkriegszeit immer wieder moralisch und stilistisch herausfordert. Nicht weniger inbrünstig empfehlen FAZ und Dlf Kultur Norbert Scheuers zarten, rätselhaften neuen Eifel-Roman "Mutabor". Die SZ erfährt von Jürgen Gottschlich und Dilek Zaptcioglu-Gottschlich, wie tolldreist sich deutsche Archäologen und Politiker bei den Schätzen des Osmanischen Reichs bedienten. Dlf Kultur birgt mit Grete Weils knappem Roman über die Vertreibung der Juden aus Amsterdam  ein Kunstwerk der besonderen Art.

Freitag, 15.07.2022

9punkt - Die Debattenrundschau

Die Erreichung relativer Ziele

15.07.2022 22 Menschen kamen bei einem Terroranschlag in der ukrainischen Stadt Winnyzja ums Leben. Denn Angriffe auf Wohngebäude sind Terrorismus, nichts anderes, kommentiert die FAZ.  Trump will 2024 wieder kandidieren, sagt er dem New York Magazine, er will nur noch nicht sagen, wann er es sagen will. SZ und heise.de untersuchen das fatale Wirken von Bots.

Efeu - Die Kulturrundschau

Eine Art Einhorn aus fernen Wäldern

15.07.2022 Die tägliche Dosis Documenta: Claudia Roth reagiert "befremdet" auf Sabine Schormanns Statement und hält sie für nicht mehr tragbar, meldet der Tagesspiegel. Die SZ sieht in einem geleakten Video, wie die Guides geschult wurden, um Antisemitismusvorwürfe beiseitezuräumen. Und die Welt fragt: Wieso schweigt der Kunstbetrieb? Die Filmkritiker erkennen in Zhang Yimous Komödie "Eine Sekunde" trotz Zensur die Schatten der Kulturrevolution. Und die taz hört das "Abgefuckte der Welt" aus jeder Pore dringen im neuen Album von Shed.

Medienticker

Das kann doch keiner mehr hören

15.07.2022 Aktualisiert: BGH-Urteil: Stadtportale dürfen journalistische Inhalte einbauen - Fake-Meldungen: Wie Urheberrechtsbeschwerden bei YouTube zur Waffe werden - Urheberrecht: Internet Archive wehrt sich gegen Millionenklage - Journalismus im Zeitalter der Dauerkrisen: Das kann doch keiner mehr hören -  Generation Z und Social Media: Tausche Daten gegen Ruhm - Premiere: Pippi-Langstrumpf-Show von Abba-Star Björn Ulvaeus + BR2- hör!spiel!art.mix: "Radau um Kasperl" von Walter Benjamin + TV+Hör-Tipps für das Wochenende.

Bücherschau des Tages

Kaulquappen in Kannenpflanzen

15.07.2022 Die FAZ empfiehlt gleich zwei Bände der amerikanischen Kulturwissenschaftlerin  Saidiya Hartman, die helfen, Erfahrungen schwarzer Frauen während der Great Migration zu verstehen. Der Dlf lässt sich von Rebecca Solnits Essays mühelos von Orwells Naturliebe zum Spanischen Bürgerkrieg bis zu Lügenbaronen wie Trump und Putin führen. Die SZ stürzt sich mit Linde Faas in ein Wimmelbild des Regenwalds. Und Dlf Kultur schätzt das Buch des Kunsthistorikers Wolfgang Ullrich dafür, dass es eine Wende in der Kunst auf den Begriff bringt, ohne gleich kulturpessimistisch zu werden.

Samstag, 16.07.2022

9punkt - Die Debattenrundschau

Der Wunsch nach Echtheit

16.07.2022 Europa befindet sich gegenüber dem längst schon siegreichen Putin in einer total aussichtslosen Situation, ist sich Jörg Baberowski bei t-online.de sicher. Die Mehrfachraketenwerfer vom Typ Himars haben dabei aber noch ein Wörtchen mitzureden, informiert die SZ. Sehr viel wird in den Medien über den Misserfolg der westlichen Sanktionen diskutiert. Auch in der italienischen Regierungskrise spielt der Krieg gegen die Ukraine eine Rolle, berichtet die FAZ. Xi Jinping nimmt unterdessen in Xinjiang eine Parade gleichgeschalteter Uiguren ab, berichtet ebenfalls die FAZ.

Efeu - Die Kulturrundschau

Die Metzel-Maschinerie

16.07.2022 Die FAZ fragt, ob der Kunstbetrieb wirklich antisemitisch ist oder nur opportunistisch. Ebenfalls in der FAZ flucht die libanesische Schriftstellerin Alawiya Sobh über die Misogynie in den arabischen Ländern. Die NZZ würde auch gern mal Kunst von Frauen wiederentdeckt sehen, die nicht laut und herrisch auftraten. Die Nachtkritik verzichtet bei den Wormser Nibelungen-Festspielen nur zu gern auf einen weiteren Bitch-Fight. Der Filmdienst spürt der melancholisch zögerlichen Lust am Dasein nach, die ihr die Filme von Claude Sautet bescherten.

Bücherschau des Tages

Blindlings ins Glück

16.07.2022 Die taz versinkt in den berückend schönen japanischen Landschaften, die Catherine Meurisse in "Nami und das Meer" entwirft. Vergnügt liest sie auch die "Kulturgeschichte des Bettes" von Brian Fagan und Nadia Durrani. Very sophisticated findet die FAZ den Flirt, von dem Markus Grundtners in seinem Debütroman "Die Dringlichkeit der Dinge" erzählt. Mit George Saunders lernt sie von russischen Romanciers lesen, schreiben und leben. Und der DlfKultur lernt im "Buch vom Dreck", dass Schmutz und Hygiene zusammengehören.

Montag, 18.07.2022

9punkt - Die Debattenrundschau

Es ist nicht nur die Ukraine

18.07.2022 Was Putins Armee in der Ukraine treibt, ist nicht Krieg, sondern Terrorismus, schreibt Anne Applebaum in Atlantic - aber er hat einen Zweck. Olaf Scholz und Gesine Schwan erklären in FAZ und SZ  die "Zeitenwende". Jan Fleischhauer fragt in seiner Focus-Kolumne, wie Politiker annehmen konnten, "dass jemand, der Giftgas auf Kinder regnen lässt, kein Problem damit hat, den Gashahn zuzudrehen, wenn er meint, dass ihm das nutzt". Die FAZ erzählt, wie Frankreich der "Razzia des Vel d'Hiv" vor achtzig Jahren gedenkt.

Efeu - Die Kulturrundschau

Ähnliches bis Immergleiches

18.07.2022 Nach langem Gezerre ist Documenta-Generaldirektorin Sabine Schormann zurückgetreten, für Erleichterung sorgt sie damit nur bedingt: Ob und wie der Schaden, der ihr Missmanagement angerichtet, noch reparabel sei, fragen Tagesspiegel, SZ und Berliner Zeitung. Die FAZ erhebt schwere Vorwürfe gegen Documenta-Beraterin Emily Dische-Becker, die diese prompt pariert. In der spricht Nachtkritik Sasha Marianna Salzmann über die Traumata der UkrainerInnen. Critic.de pilgert zum Festival Il Cinema Ritrovato nach Bologna und erlebt in Mikko Niskanens Film "Eight Deadly Shots" eine Erleuchtung. Die Welt erliegt dem existenziellen Grübeldrive von Neil Young.

Medienticker

Kultiviert boshaft

18.07.2022 Geh'ma ...: Heute vor 100 Jahren wurde Georg Kreisler geboren & ein Gespräch mit dem Kreisler-Interpreten Tim Fischer - Nachruf auf die Ingeborg-Bachmann-Preisträgerin Erica Pedrett - Begegnung mit Vincent Message und seinem Roman "Ein Moment der Unachtsamkeit" - Gespräch mit Claudia Ott und ihre "Tausendundeine Nacht. Das Buch der Liebe."+ Urlaubsgrüße von Franz Schubert

Bücherschau des Tages

Schweine in menschlicher Robe

18.07.2022 Richtungsweisend scheint der SZ Rebecca Cliffords Band mit Fallgeschichten von Kindern des Holocaust. Die taz versinkt in einem Sammelband mit Comics von indigen Aktivistinnen. Dlf Kultur lernt von Alex von Tunzelmann, dass es sich beim Stürzen von Denkmälern um eine Kulturtechnik handelt. Der Dlf setzt sich mit dem Philosophen Matthew B. Crawford ans Steuer. Und die FAZ empfiehlt heute Hörbücher, darunter besonders Sergej Gerassimows Kriegsjournale aus der Ukraine: Ein künftiger Klassiker der Antikriegsliteratur, meint sie.

Dienstag, 19.07.2022

Magazinrundschau

Verbannt das Grün!

19.07.2022 Der New Yorker schippert auf einer Superjacht über die Untiefen des faustischen Kapitalismus. In Lidove noviny blickt Miloš Urban auf das von der russischen Highsociety verlassene Karlsbad. Republik erzählt die Geschichte der russischen Suchmaschine Yandex. In Elet es Irodalom fragt sich Gáspár Miklós Tamás, von welcher Plattform wir heute noch auf Kapitalismus blicken können.  Die LRB erzählt, wie der Lockdown an den Nerven der Shanghaier zehrte. Und Filmdienst würdigt den Filmemacher Shinji Aoyama, der sich konsequent Japans Schönheit verweigerte.

9punkt - Die Debattenrundschau

Kriegsmitarbeiter für das Patriarchat

19.07.2022 Die Politologin Tatiana Stanovaya skizziert in der New York Times einen Sieg Putins, wie er ihn sich erträumt. Das Thema Mafia ist aber beileibe kein rein italienisches, mahnt die Krimiautorin Petra Reski dreißig Jahre nach dem Mord an Mafia-Ermittler Paolo Borsellino in der FAZ. Die SZ hofft, dass Viktor Orban demnächst zu ungewohnter Demut gezwungen wird. Kritisch setzt sich Hubertus Knabe in seinem Blog mit dem Dokumentationszentrum "Zweiter Weltkrieg und deutsche Besatzungsherrschaft in Europa" auseinander. Und laut Marlene Streeruwitz in der NZZ kann Jürgen Habermas schon gar nichts zum Frieden beitragen.

Efeu - Die Kulturrundschau

Einfach alles und alles zugleich

19.07.2022 Die Nachtkritik schildert, wie Putins Kulturfunktionäre dem russischen Theater den Freigeist ausgetrieben haben. Hans Eichel findet in der FR, eigentlich müsste sich Deutschland bei Indonesien entschuldigen. Die NY Times schreibt zum Tod von Claes Oldenburg, der die öffentliche Skulpturen von Stieren und nackten Frauen befreite. Die FAZ schlendert mit Georges Perec durch das Paris der Siebziger. Die NZZ kaut in der Bayerischen Staatsoper an Knäckebrot. Die Welt pilgert nach Düsseldorf, wo Lady Gaga ihre Tournee mit einem Mix aus Bauhaus und Metropolis begann.

Medienticker

Leider weiß ich zu viel

19.07.2022 Durs Grünbeins neuer Gedichtband  "Äquidistanz": Höhepunkt seines Schaffens - Architekturpsychologin Tanja Vollmer im Gespräch über Häuser, die krank machen können - Nach Schormann-Rücktritt: Wie geht es mit der Documenta weiter? - Alexander Farenholtz wird Interims-Geschäftsführer - Der Nacktbader Johannes Brahms + Themenfeld: Der Klimawandel in der Graphic Novel.

Bücherschau des Tages

Signale der Seelen

19.07.2022 NZZ und Dlf Kultur machen Zeitreisen mit Durs Grünbein und begegnen dem Dichter auf ganz neuen Schaffenshöhen. Die FAZ liest gebannt und mitfühlend Tash Aws Geschichte eines von der Globalisierung ausgebooteten malaiischen Arbeiters, der mordet. Die SZ feiert ein Fest der Laute und Rhythmen mit Robert Macfarlanes verlorenen Zaubersprüchen. Die FR blickt mit Femi Kayode in die patriarchalische nigerianische Gesellschaft. Die Welt empfiehlt einen Band mit Graphic Novels über die Kinder des Holocaust. Und die taz folgt Ralf Rothmann sehnsüchtig in die Nachkriegszeit.

Mittwoch, 20.07.2022

9punkt - Die Debattenrundschau

Die vierte narzisstische Verletzung des Menschen

20.07.2022 Verhandlungen mit Russland ja, aber erst wenn es auf die Linien vor dem 24. Februar zurückgedrängt ist, schreibt die  Historikerin Liana Fix in Zeit online.  In der Welt geht Thomas Schmid der italienischen Russland-Liebe auf den Grund. Verschiedene Medien berichten über den "Schlesinger-Filz" beim RBB. In der Welt erinnert der Historiker Thomas Weber die russischen Eliten an die deutschen am 20. Juli: "Es braucht regimetreue Persönlichkeiten, die sich gegen Putin wenden und zur Tat schreiten."

Efeu - Die Kulturrundschau

Vögel spotten auf Psychoanalytisch

20.07.2022 Reine Willkür sieht der Tagesspiegel in den Haftsrafen, die das iranische Regime die beiden Filmregisseure Jafar Panahi und Mohamad Rasoulof jetzt antreten lässt. Die FR blickt im Städel der Malerin Ottilie Roedenstein ins entschlossene Gesicht. Die NZZ stellt den Verleger Tony Lyons vor, der sich gewinnträchtig auf gecancelte Bücher spezialisiert hat. Death Metal muss nicht männlich sein, erklärt die Castrator-Schlagzeugerin Carola Perez in der Jungle World.  Das Zeitmagazin rät, der Hitze aufrecht im Dreiteiler gegenüberzutreten.

Medienticker

Blumige Metaphern

20.07.2022 Gespräch mit Ralf Rothmann über seinen neuesten Roman  "Die Nacht unterm Schnee" - Berlin und Güstrow: Bibliotheken des Jahres 2022 - Jenny Erpenbeck erhält den Uwe-Johnson-Preis - Zensur in Aserbaidschan: Pressefreiheit und Menschenrechte versus Gasgeschäft - Immer Ärger mit Laila: Unanständige Musik für Parties - Urlaubsgrüße von von Johann Sebastian Bach - Regisseur Dieter Wedel ist gestorben + Carlos Santana wird 75 ...

Bücherschau des Tages

Entdeckung der manuellen Bestäubung

20.07.2022 Die FAZ lässt sich Iwan Bunins "Prosa der Eile" schmecken. Die SZ bewundert, wie "wagemutig poetisch" Ralf Rothmann geschichtliche Wahrheiten einkreist. Die FR erkennt die unveränderte Aktualität von Ann Petrys Roman aus dem Jahr 1953 über Rassismus und Sexismus. Und Dlf Kultur schwelgt in Noemi Harnickells Orchideenbuch und lernt allerhand über Sternorchidee und Sphinxfalter.

Donnerstag, 21.07.2022

Efeu - Die Kulturrundschau

Gelegentlich große Kunst für ein großes Publikum

21.07.2022 Bei e-flux.com solidarisiert sich das brasilianisch-jüdische Kollektiv "Casa do Povo" mit Ruangrupa und beklagt eine "äußerst beunruhigende Umkehrung antisemitischer Gewalt". Die FAZ verteidigt die SZ gegen Emily Dische-Becker und ihre Fürsprecher. Ein abgefahrenes Spektakel der anderen Art erleben die Filmkritiker indes mit Alex Garlands antipatriarchalem Horrorfilm "Men", in dem Männer gebären. In Kiyoshi Kurosawas Mediensatire "To the Ends of the Earth" bestaunen sie, wie japanische Popkultur auf die Spuren der Sowjetunion trifft. Der Tagesspiegel erhält von Andreas Taubert seltene Einblicke in das Leben in Nordkorea. Außerdem verabschieden die Feuilletons Dieter Wedel, der sich für irgendwie schon göttlich hielt.

9punkt - Die Debattenrundschau

Die Frage "Was kannst du tun?"

21.07.2022 In der Welt staunt Henryk Broder über "die Gelassenheit, mit der ein relevanter Teil der deutschen Öffentlichkeit einem Massenmord unweit der eigenen Haustür zuschaut und sich dabei um das eigene Wohlergehen" sorgt. In der Zeit streiten Carlo Masala und Wolfgang Merkel über Waffenlieferungen an die Ukraine. Die FAZ erzählt aus Anlass von Ken Aulettas Weinstein-Biografie, dass auch amerikanische Medien zwanzig Jahre lang über Weinsteins Praktiken schwiegen. Die Palästinenser sind keine unschuldigen Opfer der Geschichte, antwortet Ulrike Klausmann auf Charlotte Wiedemann in der taz.

Medienticker

Saurer Blick des Helden

21.07.2022 Covid, Zensur & Willkür: Der PEN dokumentiert die Lage der Meinungsfreiheit - Gespräch mit Andreas Schäfer über sein neues Buch "Die Schuhe meines Vaters" - Crowdfunding rettet das Herbstprogramm -  UNESCO kürt Straßburg zur "Welthauptstadt des Buches" 2024 - Ein Verlag zum Verlieben: Zeitgenossen erinnern sich an Egon Ammann - Dietmar Dath zum Tod des Erzählers, Physikers & Höhlenforschers Herbert W. Franke - Melt away: a Tribut to Brian Wilson von She & Him + Joseph Haydn: Urlaubsanspruch mit Ansage.

Bücherschau des Tages

Grausam, wenn Köpfe rollen

21.07.2022 Eine lebendigere, gegenwärtigere Tausendundeine Nacht gab es nie, jubelt die FAZ über Claudia Otts Übersetzung. Die NZZ versinkt im Gesamtkunstwerk Meret Oppenheimer. Die Zeit empfiehlt  Keiichirō Hiranos Krimi als perfekte Lektüre für unsere von "identitätspolitischen Spiegelfluchten faszinierte Zeit". Die SZ lernt von Saidiya Hartman, dass Versklavung und Rassismus auch nach dem offiziellen Ende der Sklaverei in den USA fortbestanden. In Claire Keegans Roman "Kleine Dinge wie diese" bewundert sie, wie sich ein Einzelner gegen die Macht der katholischen Kirche in Irland stemmt. Und Dlf Kultur erinnert sich mit Sigrid Nunez an die Kindheit.

Freitag, 22.07.2022

Efeu - Die Kulturrundschau

Vom Papiergebirge heruntertrippeln

22.07.2022 Vorbildlich findet die taz, wie sich das Tropenmuseum in Amsterdam dem kolonialen Erbe der Niederlande stellt und ganz nebenbei fragt: Reproduziert die Sprache der Diversität nicht auch rassistische Kategorisierungen? Hyperallergic wird im New Yorker New Museum unbehaglich zumute, wenn Robert Colescott dem weißen Amerika zeigt: Rassismus ist überall. Bei aller Filigranität von Andreas Homokis "Madame Butterfly"-Inszenierung in Bregenz vermissen die Theaterkritiker doch Feingefühl. Der Filmfilter erkennt in Alex Garland den Philosophen der Science-Fiction. Und in der SZ erinnert sich Stefanie Sargnagel an ihre schlimmsten Lesungen vor linksradikalem Publikum.

9punkt - Die Debattenrundschau

Putin hat uns nicht gezwungen

22.07.2022 Catherine Belton meint in der Zeit ein leises Knistern im vermeintlich so soliden Machtgebälk im Kreml zu hören. Dmitri Medwedew profiliert sich dabei immer neu als der schärfste Hund von allen, notiert die taz. Die Politik hat Angst vor einem kalten Winter. Verständlich, so die Ruhrbarone. Sie ist aber auch schuld an der Lage. In Italien droht unterdessen eine rechtspopulistische Regierung à la Ungarn oder Polen. In der SZ denkt Micha Brumlik über die Verbindung von Antiamerikanismus und Antisemitismus nach.

Medienticker

SDS für Literatur

22.07.2022 Aktualisiert: Polnische Holocaust-Literatur: Ist die Zukunft Leben oder Tod? - Verlagsstreit:  Thomas Brussig will den Fischer Verlag verlassen - SDS für Literatur: Deutschland sucht den Superautor. Geht das? - Noam Chomsky meint: "Wir können uns vom grausamen Staatskapitalismus befreien!" - Berlinale-Gewinner: Iranischer Regisseur Panahi muss sechs Jahre in Haft - Urlaubsgrüße von Antonin Dvorak + Das TV+Hörfunk-Wochenend-Programm.

Bücherschau des Tages

Von allen Kater genannt

22.07.2022 Die NZZ versteht die Gegenwart besser nach der Lektüre von Stefan Creuzbergers Geschichte der deutsch-russischen Beziehungen. Fasziniert ist sie auch von der Aktualität von Josef Winklers Roman aus den frühen 1980ern über eine als Kind aus der Ukraine geflohene Kärtner Bäuerin. Die FAZ verdankt Marie Luise Knotts Doppelporträt Hannah Arendts und Ralph Ellisons großen Lesegenuss. Die SZ reiht Andreas Schäfers "Die Schuhe meines Vaters" ein in die Tradition großer Vater-Texte. Und Dlf Kultur entschlüsselt Hieroglyphen mit Edward Dolnick.

Samstag, 23.07.2022

Efeu - Die Kulturrundschau

Dieset Jefühl von Verrat

23.07.2022 "Für Russland sind die gefährlichsten Menschen in der Ukraine momentan die Kulturleute", sagt die ukrainische Kunstwissenschaftlerin Yulia Berdiiarova in der taz und berichtet, wie die Russen versuchen, die Geschichtsschreibung zu verändern. Wir möchten nicht zensiert werden, fordern die Documenta-Künstler in einem anonymen Brief an Alexander Farenholtz. Thomas Brussig verlässt den S. Fischer Verlag und fordert die Rechterückgabe seiner Romane, FAZ und FR haben bei den Beteiligten nachgefragt. Von MeToo-Vorfällen in Bayreuth berichtet der Nordbayerische Kurier: Auch Katharina Wagner ist betroffen.

9punkt - Die Debattenrundschau

Ohne Illusion oder Sentimentalität

23.07.2022 Maxim Biller wirft in der SZ Eva Menasse vor, nicht links und eigentlich auch nicht jüdisch zu sein. In der Welt wirft Kathleen Stock den Trans-Aktivisten vor, reaktionär und eigentlich auch kapitalistisch zu sein. In der NZZ will der ukrainische Schriftsteller Wolodimir Rafejenko die Schuld am Krieg nicht Putin allein geben: Die Russen haben ihn erschaffen. Die FAZ widerspricht vehement der Vorstellung eines gespaltenen Amerikas: Es seien die Republikaner, die an der Schwächung des Systems arbeiteten.

Bücherschau des Tages

Maximal offene Verse

23.07.2022 Die FAZ folgt Felix Philipp Ingold in "völlig irrer Faszination" auf die "Zeitinsel", wo ihr Onassis, Antonioni, Eurydike und Jesus begegnen. Patrick Modianos neuer Roman "Unterwegs nach Chevreuse" kommt bei SZ und Welt eher mittelgut an. Die taz muss zugeben, dass ihr Wolfram Lotz imponiert mit seiner zwischen Größenwahn und Selbstironie schillernden "Heiligen Schrift I". Mit  Ernesto Laclaus Klassiker "Die populistische Vernunft" lernt sie, dem rationalen Handeln Affekte entgegenzusetzen. In Sergii Rudenkos Selenski-Biografie verirrt sie sich allerdings im Dickicht Kiewer Innenpolitik.

Montag, 25.07.2022

9punkt - Die Debattenrundschau

Das ist Realpolitik

25.07.2022 Der Osteuropahistoriker Martin Schulze Wessel attackiert auf der Gegenwart-Seite der FAZ seinen Kollegen Ulrich Herbert, der sich gegen Vergleiche des Kriegs gegen die Ukraine mit dem Zweiten Weltkrieg gewandt hatte - und die deutschen Russlandhistoriker gleich mit. Der Soziologe Hartmut Rosa kann es im Spiegel kaum fassen: Trotz der akuten Klimakrise beharrt die Ukraine auf Selbstverteidigung. Ebenfalls Im Spiegel kritisiert Natan Sznaider den Universalismus der documenta-Macher.

Efeu - Die Kulturrundschau

Ein hübscherer Heiland

25.07.2022 Meron Mendel ruft in der SZ Maxim Biller entgegen: Auch Linke können echte Juden sein. Ebenfalls in der SZ erklärt der neue Documenta Geschäftsführer Alexander Farenholtz, wie er künftig Ruangrupa beraten wird. Die FR verfängt sich im Gropiusbau lustvoll schaudernd in den Tüll-Gespinsten von Louise Bourgeois. Die taz lernt von Schorsch Kamerun am Münchner Residenztheater nachhaltige Gemeinsamkeit. Die FAZ bewundert das Regenschirmhaus von Kazuo Shinohara in Weil am Rhein. 

Medienticker

Ärgernisse mit den Anderen

25.07.2022 Jürgen Habermas wird in den Orden Pour le mérite aufgenommen - Alex Capus über seinen Roman "Susanna" - Literatur und KI verschmelzen schneller als wir denken & Google wirft KI-Experten raus - Von der Schönheit mathematischer Probleme: Über Aeneas Roochs "Die Entdeckung der Unendlichkeit" - Anmerkungen zu Rachel Cusks Essayband "Coventry" - T-Mobile US will Nutzern Millionen-Summe zahlen -  Freie Journalisten beklagen Vorgänge beim RBB - Macher von "Babylon Berlin" gehen gegen Compact-Sonderheft vor - Rebecca Solnit im Interview: "Orwell rümpfte die Nase über die Striktheit der Linken".

Bücherschau des Tages

Getuschte Traumwelten

25.07.2022 Atemlos liest der Dlf Kultur Sergej Gerassimows so diskrete wie knappe Aufzeichnungen aus Charkiw. Mit dem Mathematiker Aeneas Rooch entdeckt er die Unendlichkeit. Die NZZ blickt mit Rebecca Gislers dickem Onkel in die Abgründe einer WG. Die FR hat das Gefühl, selbst dabei gewesen zu sein, wenn ihr Ralf Rothmann vom Zweiten Weltkrieg erzählt. Die SZ empfiehlt Armin Pfahl-Traughbers nüchterne Analyse der "Neuen Rechten". Und die FAZ bespricht heute Kinderbücher und verdankt Sonja Danowski das „beste Einschlafbuch“ des Jahres.

Dienstag, 26.07.2022

Magazinrundschau

Wenn Skynet besoffen ist

26.07.2022 Die New York Times beschreibt den aussichtslosen Kampf der Ukrainer um das Asow-Stahlwerk in Mariupol. Der New Yorker berichtet vom Kriegsgeschehen im Donbass. In Eurozine halten Francis Fukuyama und der ukrainische Autor Valerii Pekar einen "Dialogue on war". Harper's erinnert an den vor zehn Jahren verstorbenen britischen Intellektuellen Christopher Hitchens. A2Alarm erinnert an die fortschrittlichen Frauen der Ersten Tschechoslowakischen Republik. Und Verge amüsiert sich mit der Schreibhilfe Sudowrite.

Efeu - Die Kulturrundschau

Den Reizpunkt getroffen

26.07.2022 Die israelische Kunsthistorikerin Galit Noga-Banai wagt sich für die FAZ nach Oberammergau. Die NZZ hält der Documenta immerhin zugute, alle gegen sich aufgebracht zu haben. Der DlfKultur feiert mit Mode aus Afrika ein fest der Farben, Stoffe und Schnitte. The Critic bricht eine Lanze für den traurigen weißen Mann als Helden der Literaturgeschichte. Der Tagesspiegel blickt mit Ergun Çagatays zärtlich auf die 36 Boys. In der taz überlegt der Ska-Musiker Vadim Krasnookiy, wie er den Ukrainern Unterhaltung und ein gutes Gewissen geben kann.

9punkt - Die Debattenrundschau

Dieser Schmus ist keineswegs so menschenfreundlich

26.07.2022 Je mehr Putin von "Entnazifizierung" der Ukraine spricht, desto mehr gleicht er den Nazis, schreibt Pascal Brückner in der NZZ. Kamel Daoud legt in Le Temps einen großartigen Essay zu sechzig Jahren Unabhängigket Algeriens vor: Das Land lebe in gefrorener Zeit. Wir dürfen Myanmar nicht vergessen, schreibt Patrick Zoll in der NZZ: Dort wurden am Sonntag vier Dissidenten hingerichtet.  In der Welt poblematisiert Thomas Schmid den Kulturbegriff von Claudia Roth.

Medienticker

Täglicher Terror

26.07.2022 Verfolgte Journalisten in Ägypten - Bedrohte Pressefreiheit in Mexiko: Regierung versucht, kritische Stimmen zum Schweigen zu bringen" -  Was künstlicher Intelligenz fehlt ist gesunder Menschenverstand & der Computer hat kein Bewusstsein - Stigma, Selbst-Akzeptanz, Scham: Influencer/innen und ihre Bücher - Die Sachbücher des Monats August + Gerichtsverfahren: Übergroßer Einfluss darauf, wer und was veröffentlicht wird.

Bücherschau des Tages

Er mag es eigentlich elegant

26.07.2022 Ziemlich gut gefällt der FAZ Sang Young Parks traumartiger Roman "Love in the Big City" über eine schwule Jugend in Seoul. Die SZ lässt sich von Durs Grünbeins Gedichtband "Äquidistanz" in den Modus des Erkennens versetzen. Die NZZ stellt Katja Petrowskajas Kolumnen ins Regal der großen Foto-Literatur. Der Dlf lernt die Titotalität des Bauhaus-Architekten Franz Ehrlich kennen. Und die taz liebt einfach die Neopolars von Jean-Patrick Manchette, auch in der Comic-Version von Max Cabanes.

Mittwoch, 27.07.2022

9punkt - Die Debattenrundschau

Mit wem wir auf Whatsapp schreiben

27.07.2022 Demütigung ist das Schlüsselwort, um Putins Agieren zu verstehen, schreibt Peter Pomerantsev in der New York Times. Die SZ sieht die  real existierende Dystopie à la chinoise auf dem Vormarsch. Die Türkei überwacht ihre Bürger auch schon sehr intensiv, schreibt Bülent Mumay in seiner FAZ-Kolumne. Der Papst hat sich in Kanada für die Rolle der Kirche bei der Zwangsassimilierung indigener Völker entschuldigt, wenn er sie schon nicht entschädigt, berichtet die taz. Quillette beschreibt, wie die Geschichte der Indigenen in Kanada für einen Medienhype ausgebeutet wurde.

Efeu - Die Kulturrundschau

Wie Yoga in der Reha

27.07.2022 Mit "Tristan und Isolde" wurden die Bayreuther Festspiele eröffnet. Der große Liebesrausch blieb in Roland Schwabs Inszenierung aus, aber die Musik von Markus Poschner ließ NZZ und FAZ staunen: Wagner geht auch zart und intim. taz und FAS bewundern, wie der Filmemacher C. B. Yi mit seinem Film über die Prostitution junger Männer die Zerrisenheit der chinesischen Gesellschaft einfängt. Die SZ sucht die Literatur auf TikTok und findet Romanzen mit Spice. Der Standard diskutiert, wieviel Konformismus und Pose ein Popfestival verträgt.

Medienticker

Wie viele Bücher kann ich noch lesen ...

27.07.2022 Gespräch mit dem Autor & Musiker Steffen Mensching über seinen neuen Roman "Hausers Ausflug" - Lyrik-Krik: Doris Runges "die schönsten Versprechen"  - Rede Ilja Trojanows zur Eröffnung der Salzburger Festspiele + Bananenrepublik Deutschland: Lindner hat seinen Porsche verdient

Bücherschau des Tages

Das heiße Thema Identität

27.07.2022 Die FAZ lernt von Veronique Zanetti, was nötig ist für das Gelingen eines Kompromisses. Die SZ erkundet mit Katharina Hackers sprechenden Tieren "Möglichkeitsräume" jenseits der Realität. Der Dlf lauscht den zweifelnden Tönen und schönen Versprechen der Wasserfrau Melusine in den neuen Gedichten von Doris Runge. Und Dlf Kultur feiert ein Fest der Farben und Formen mit Emmanuelle Courreges Bildband "Atemberaubende Mode aus Afrika".

Donnerstag, 28.07.2022

9punkt - Die Debattenrundschau

Eine Linke, die sich selbst vergisst

28.07.2022 In Foreign Affairs schildern Andrei Soldatov and Irina Borogan den Krieg gegen die Ukraine als totale Machtübernahme des FSB. In der Zeit meditiert Thomas E. Schmidt über die vertrackte und nicht unschuldige Psychologie der Restitution. Ebenfalls in der Zeit wirft der Historiker Georgiy Kasianov einen wohltuend nüchternen Blick auf ukrainische Nationalerzählungen. In der FAZ verteidigen Saba-Nur Cheema und Meron Mendel die zur Funktionärin gemachte Aktivistin Ferda Ataman gegen ihre säkularen Kritiker.

Efeu - Die Kulturrundschau

Lichtes Gambenquartett der Zuversicht

28.07.2022 Die Zeit bestaunt den evident toten Jesus des frisch restaurierten Isenheimer Altars. Die SZ bewundert den Respekt vor den Älteren in der senegalesischen Street Art. Die Eröffnung der Salzburg Festspiele mit Béla Bartóks Einakter "Herzog Blaubarts Burg" und Carl Orffs Opernoratorium "De temporum fine comoedia" lässt den Tagesspiegel schaudern: Esoterischer Kitsch lautet das Urteil über Romeo Castelluccis Inszenierung. Die SZ ist ergriffen. Die FAZ erlebt beim Konzert von Iron Maiden ein klanginduziertes Woanderssein.

Medienticker

Mäßige Alphabet-Zahlen

28.07.2022 Aufgeschriebenes Leben: Was macht eine gute Biografie aus? - Poesie & Politik: Szenen einer riskanten Beziehung - Christian Baron über seinen neuen Roman - Hälfte der Bevölkerung liest täglich Zeitung: Reichweiten von Zeitungen und Zeitschriften - TF1 + M6: Kartellbehörde durchkreuzt Bertelsmanns Fusions-Pläne - Corint Media schließt Lizenzvertrag mit Suchmaschine Ecosia - Google-Cloud wächst kräftig - Duden-Duell bei RTL: Deutschtest als Samstagabendshow   -  Documenta-Besucherin findet noch mehr Antisemitismus + Buchcharts: Die aktuellen Bestsellerlisten.

Bücherschau des Tages

Transitzonen des Glücks

28.07.2022 In der Zeit singt Daniel Kehlmann eine Hymne auf Helmut Krausser und dessen neuen Roman "Wann das mit Jeanne begann", der mühelos Jeanne d'Arc, die Piratin Jeanne de Belleville, ein Magierpaar a la Jarmusch, die sterbende europäische Kultur und die Liebe zusammenbringt. Die FAZ sagt mit Atsuhiro Yoshida "Gute Nacht, Tokio". Die NZZ lernt von Henry Kissinger "Staatskunst". Die SZ taucht mit Amir Hassan Cheheltans "Eine Liebe in Kairo" ein in den Iran der späten vierziger Jahre.

Freitag, 29.07.2022

9punkt - Die Debattenrundschau

Nur ein Gebet in der Fortschrittskirche

29.07.2022 Im New Statesman attackiert Bruno Maçães Intellektuelle wie Jürgen Habermas, die über den "kindlichen Glauben der Ukraine, noch siegen zu können, mit Amüsement hinweggehen". In der SZ fordert Hedwig Richter, dass die SPD auch den "kleinen Mann" auffordert, den Gürtel enger zu schnallen. Das chinesische Modell ist im 21. Jahrhundert gefährlicher für die liberale Weltordnung als die morsche Autokratie Russlands, fürchtet die Welt. Die sozialen Medien wachsen weiter, so die SZ. Aber News kaufen sie nicht mehr, so Axios.

Efeu - Die Kulturrundschau

Hyper, hyper. Pop eben

29.07.2022 Es wird schon wieder über antisemitische Kunst auf der Documenta gestritten. Die FAZ kann das Ausmaß an Inkompetenz der Leitung nicht fassen. Die Welt macht das neofeudale Selbstbild der Unkündbaren des Betriebs dafür verantwortlich. Javier Bardem erklärt im Interview mit epd-Film, warum ein Nilpferd ihn für seine Rolle als Drogenbaron Escobar inspiriert hat. Die SZ feiert die Architektur Günter Behnischs. Der Standard hat die Zukunft des Pop gesehen, und sie heißt Moonchild Sanelly.

Medienticker

Selbstsucher

29.07.2022 Aktualisiert: Antisemitismus der Documenta: Kuratieren hätte der Documenta geholfen & Mehr Kontext für Kunst gefordert und Sind sie blind oder böse?, fragt sich Claudius Seidl -   Betriebsgewinn bei Amazon halbiert: Aktie schießt nach oben - Langsamkeitsentdecker mit eigenem Zeitbegriff: Sten Nadolny wird 80 Jahre alt - Kritische "Mein Kampf"-Ausgabe kostenlos online verfügbar - Prozess gegen Tsitsi Dangarembga am 4. August - Drei Selbstsucher im Vergleich: Ein Philosoph kann nur in Distanz zur Ehe existieren - Heinz Strunk schreibt ein Ballermann-Lied + TV+Hörfuk-Tipps fürs Wochenende ...

Bücherschau des Tages

Auf anstößige Art geistreich

29.07.2022 Die FAZ blickt ganz neu auf das Werk von Giovanni Segantini dank Michael Krüger. Die NZZ macht mit Tom Kummer einen fesselnden Trip in die Schweiz. Der Dlf bewundert, wie knapp der Dichter SAID seine Erinnerungen an eine persische Kindheit zu fassen vermag. Der Dlf Kultur erfährt von Jochen Hörisch, wie verführbar Dichter sind, wenn es um Politik geht. Außerdem begrüßt er, dass Linda Boström Knausgard bedeutend weniger Raum braucht als ihr Exmann. Und die SZ empfiehlt heute Kinder- und Jugendbücher.

Samstag, 30.07.2022

Efeu - Die Kulturrundschau

Disparater Wechselbalg

30.07.2022 Zehn AutorInnen haben für Salzburg Schnitzlers "Reigen" umgeschrieben. Das Ergebnis? Debatte statt Sex. Nachtkritik, SZ und FAZ sind mäßig beeindruckt. Die FAS besucht die Manifesta in Prishtina. Der Filmdienst begutachtet in der Berliner Ausstellung "No Master Territories" die Geschichte des feministischen Kinos der Siebziger- und Achtzigerjahre. Der Standard fängt sich ein aufgegamseltes Schleckerbussi von Beyonce ein.

9punkt - Die Debattenrundschau

Aber der Nahostkonflikt

30.07.2022 Richard Herzinger untersucht im Perlentaucher die antikoloniale Rhetorik, mit der Wladimir Putin den "globalen Süden" für sich gewinnen will. Herfried Münkler weiß schon, warum die Emma-Pazifisten ihre Friedensforderungen an die Ukraine, und nicht den Angreifer richten, und erklärt es in der NZZ. Nicolas Tenzer fragt in seinem Blog, ob man Russland zum terroristischen Staat erklären soll. Und die New York Times erklärt, warum Antony Blinken davor zurückscheut.

Bücherschau des Tages

Nerdiges Anspielungsbingo

30.07.2022 Die FAZ blickt mit dem Lyriker Rüdiger Görner in einer Mischung aus Bewunderung und Pessimismus auf das Dichterlos. Die FAS ermisst mit Louise Nealons Roman "Snowflake" den Abstand zwischen akademischem Leben in Dublin und Dorfpub. Die FR wärmt ihr Herz mit Marc Hamers Gartengeschichten "Vom Blühen und Vergehen". Außerdem empfiehlt sie Serhii Plokhys "Die Frontlinie" zum Ukrainekrieg. Die taz vertieft sich in die Bände "Treiber des Autoritären" und "Intellektuelle Rechtsextremisten". Dlf Kultur schaudert gepflegt mit Chris Whitackers Krimi "Was auf das Ende folgt".

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Aus dem Schwedischen von Ulla Ackermann. Bo ist 89, und ihm läuft die Zeit davon. Andererseits ist Zeit wenigstens etwas, das er noch zur Genüge hat. Denn seit seine Frau…
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Aus dem Amerikanischen von Nastasja Dresler. Der Winter ist schön! Die Winterzeit hält viel Schönes bereit. Doch sie schlägt vielen aufs Gemüt: Warum ringen die einen mit…
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Aus dem Niederländischen von Annette Wunschel. Integration im Zeitalter superdiverser Gesellschaften Niemals zuvor in der Geschichte der Menschheit haben so viele Leute aus…
Claudia Gatzka (Hg.) / Sonja Levsen (Hg.). Neue Wege zu einer Geschichte der Bundesrepublik. Suhrkamp Verlag, Berlin, 2025.Claudia Gatzka (Hg.), Sonja Levsen (Hg.): Neue Wege zu einer Geschichte der Bundesrepublik
Lange erzählten Historiker der Bundesrepublik Geschichten von wachsendem Wohlstand, Modernisierung, erlernter Liberalität und stabiler Demokratie. Deutschland schien "im…

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