Perlentaucher - Online Kulturmagazin mit Presseschau, Rezensionen, Feuilleton

zuletzt aktualisiert 10.02.2026, 15.41 Uhr
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  • Monotheismus-Debatte im Perlentaucher: Angestoßen von Jan Assmann. Mit Beiträgen von Klaus Müller, Peter Sloterdijk und anderen
  • Die Beschneidungsdebatte: im Perlentaucher und in anderen Medien
  • Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
  • Der dänische Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
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Sortiert nach Datum | Rubriken

Freitag, 01.10.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Einmal im Monat eine CSV-Datei

01.10.2021 Can Dündar porträtiert in einer neuen SZ-Serie nach Deutschland geflüchtete Türken der jüngeren Generation, heute den Journalisten Erk Acarer. Welt und SZ gucken entgeistert die Videos der coronaskeptischen Aktion #allesaufdenTisch. Wenig Effekt hat der "Google News Showcase" auf die digitale Reichweite der Zeitungen, konstatiert Netzpolitik - aber das Geld fließt weiter. Den Brexiteers fällt der Brexit gerade auf die Füße, konstatiert Ian Dunt in der Washington Post angesichts der anhalten britischen Benzinkrise. Unterdessen wartet der Berliner Bezirk Charlottenburg/Wilmersdorf, wo die Stimmen geschätzt wurden, auf die Wahlbeobachter*innen der OSZE, fürchten taz, RBB und andere Medien.

Efeu - Die Kulturrundschau

So eine altmodische, schmutzige Eleganz

01.10.2021 Moskau leuchtet, beteuert der Tagesspiegel nach einem Gang über die Moskauer Kunstmesse. Für die FAZ müssen die Arbeiten der Finalisten zum Preis der Nationalgalerie nicht mit kunsttheoretischem Jargon aufgebrezelt werden - sie gefallen auch so. Artechok lauscht den Erinnerungen des Schriftstellers Walter Kaufmann. Wunderbar aktuell findet die nmz in Wien Emilio de' Cavalieris 420 Jahre alte Oper "Rappresentatione di Anima et di Corpo". In der NZZ erklärt Regisseur Paul Schrader, warum er seine Filme lieber mit wenig Geld dreht.

Medienticker

Kessel Schwurbel

01.10.2021 Aktualisiert: Jüdische Literatur in Deutschland: Die Suche nach Identität -  Die plappernde Republik: Politik im Fernsehdiskurs oder Talk-Exzesse & Tortenschlachten - Wenn die Kunst eine Falle ist: Politische Schönheit (ZPS) legt AfD rein - Instagram-Studie: Ganz schön deprimierend, oder? #AllesDichtMachen legt jetzt #AllesAufDenTisch - Kai Diekmanns Storymachine: Die Scheinfluencer - Krimi-Bestenseller im Oktober + Vor 100 Jahren fanden die ersten Donaueschinger Musiktage statt & Robert Stadlober singt Stefan Heym + TV+Radiotipps für das Wochenende.

Bücherschau des Tages

Homer und Zartbitterschokolade

01.10.2021 Die FAZ lernt Funktionsweisen der KI von Gerd Gigerenzer. Die SZ stapft mit dem Norweger Svein Jarvoll über Umwege durch Schnee- und Wüstenlandschaften. Außerdem begrüßt sie Sasha Marianna Salzmann in der Reihe der großen Autorinnen der Gegenwart. Die taz lernt bei Jacqueline Woodson das Lieben und Leiden einer Schwarzen Familie in New York von den 1980ern bis ins Jahr 2001 kennen. Dlf Kultur verdankt Herbert Kapfer eine utopische Vision vom besseren Leben und lässt sich von Ciani-Sophia Hoeder in der Wut auf männliche Machtinteressen bestärken.

Samstag, 02.10.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Ich bin erstens keine Jungfrau

02.10.2021 Bei Dlf Kultur erklärt der Historiker Stephan Malinowski, wie die Hohenzollern als Clan agierten, und wie sie alle auf die Nazis hofften, und warum der Kronprinz Gründe hatte, Mussolini zu lieben. Die Idee der Kunstfreiheit wurde gegen den Staat entwickelt - heute wird sie aus der Gesellschaft attackiert, sagt Peter Raue in der SZ. Bei Zeit online entwickelt Andreas Rödder gar nicht so konservative Ideen für einen neuen Konservatismus. Die FAZ zeigt, wie die russischen Behörden über das Ausmaß der Corona-Pandemie lügen. Bei hpd.de erklärt Natalie Grams-Nobmann den Coronagegnern, dass sie ein Recht auf Unvernunft haben - aber nur die eigene.

Efeu - Die Kulturrundschau

Hauptbehörde der Ich-Auskunft

02.10.2021 Ich habe die Krücke zeitgenössischer Relevanz endlich weggeworfen, ruft Jonathan Franzen im Interview über seinen neuen Roman in der Welt. Warum malen Künstler Frauen so gerne nackt, fragt die NZZ - eine Fragestellung, die der Standard in der großen Wiener Tizian-Ausstellung vermisst. Sehnsucht nach Freiheit statt Kritik an repressiven Regimes findet die nachtkritik in Kirill Serebrennikows Hommage an den chinesischen Fotografen Ren Hang. Der Filmdienst würdigt den mauretanischen Filmemacher Abderrahmane Sissako, der mit dem Konrad-Wolf-Preis ausgezeichnet wird. Die SZ bewundert Tirzahs Mischung aus R'n'B und Noise.

Bücherschau des Tages

Durchaus smarte Kulturkritik

02.10.2021 Die FAZ amüsiert sich prächtig mit Irene Disches Roman über den französischen Transvestiten, Diplomat, Spion und Fechter Charles Geneviève Louis Auguste André Timothée d'Éon de Beaumont, bekannt auch als Chevalier d'Eon. Jonathan Franzen kann männliche Midlife-Crisis wie kaum ein anderer, loben FAZ und SZ, nur bei der Erzähltechnik verdreht die FAZ die Augen. Wer's eher nüchtern mag, dem empfiehlt sie Philipp P. Metzgers "Wohnkonzerne enteignen!" Die NZZ zieht den Hut vor Omer Bartovs Studie "Anatomie eines Genozids" einer Stadt namens Buczacz. Die taz freut sich über einen Sammelband neuveröffentlichter Briefe zwischen Herbert dem Greisen und Leo dem Weisen.

Montag, 04.10.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Die große Dynamik der Weltgeschichte

04.10.2021 Warum geht Max Czollek nicht einfach zum Rabbi und wird Jude?, wundert sich die Rabbinerin Elisa Klapheck in der Welt. Die taz berichtet von den perfiden Tricks, mit denen in Texas im Rahmen des neuen Herzschlaggesetzes gegen Abtreibung vorgegangen wird: Jeder ist zum Denunzieren aufgerufen. Im FAS-Interview blickt Stephan Malinowski in das "rechte Netzwerk" der Hohenzollern. Ebenfalls in der FAS will Ronya Othmann nichts mehr vom "unterdrückten" Nahen Osten hören. Auf ZeitOnline macht sich Can Dündar nach der Bundestagswahl leise Hoffnung auf eine Post-Erdogan-Ära. "Afghanistan - war da was?", fragt die SZ die deutsche Politik.

Efeu - Die Kulturrundschau

Blutopfer des Kapitalismus

04.10.2021 Berlins Kritiker streiten über Barrie Kosky, der Brechts "Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny" an der Komischen Oper als tiefernstes Moralitätentheater macht. Die FAZ erklärt am Beispiel des Milliardärs Alischer Usmanow, wie Repression und Mäzenatentum in Russland zusammengehen. Die taz beleuchtet die Kontroverse um den Dokumentarfilm "Sabaya", dessen Mitwirkende von allen Seiten unter Druck gesetzt wurden. Der Tagesspiegel leidet am Deutschen Filmpreis.

Medienticker

Strahlend Unprofessionell

04.10.2021 Verquastes Behördendeutsch: Warum es Ämtern an klaren Worten mangelt - Translationale: Das erste internationale Festival für Literaturübersetzung - Blogs & Literaturkritik: Die Grenzen werden fließend - Männerwissen in Wikipedia: Warum die Online-Enzyklopädie weiblicher werden muss -  Einige Bemerkungen über Paul Nizon - Sting zum 70.: Vom Englischlehrer zum Popstar - Büchse der Pandora: Investigativ-Allianz von WDR, NDR & SZ enthüllt "Pandora Papers".

Bücherschau des Tages

Mathematik und Emotion

04.10.2021 Die SZ blickt mit dem Historiker Daniel Hedinger auf die Globalgeschichte des Faschismus anhand der Achse Berlin - Rom - Tokio. Die FAZ empfiehlt heute Krimis, darunter besonders Tade Thompsons hemmungslosen Thriller-Koloss „Wild Card“. Die NZZ lässt sich von Jonathan Franzen mit Wucht an den Weihnachtstisch einer amerikanischen Pastorenfamilie katapultieren. Die FR setzt dem weltabgewandten Maler und Satiriker Heino Jaeger mit Rocko Schamoni ein würdiges Denkmal. Der Dlf lernt mit Dietmar Dath und Lady Gaga im Kino Mitmenschlichkeit. Und Dlf Kultur erfährt von Robert Rauh, warum es keinen Aufstand gegen den Mauerbau gab.

Dienstag, 05.10.2021

Magazinrundschau

Die Aura des Gefühls

05.10.2021 Die NYRB beleuchtet die narzisstische Verzerrung, die mit Künstlicher Intelligenz einhergeht. Im Spiegel pocht Jonathan Rauch auf die Regeln der Wahrheitsfindung. Osteuropa blickt aufs pragmatische Tschechien. Der Merkur fragt, wer in Indonesien den Traum der Reisscheune träumt. Der New Yorker erinnert daran, wie Jasper Johns der Kunst den Macho-Existenzialismus austrieb. Die LRB begnadigt Bigger Thomas. Africa is a Country empfiehlt den Streamindiensten Investionen in die afrikanische Filmkultur. Und The Quietus lässt einen Hauch von West-Berlin durch die Londoner Glaspaläste ziehen.

9punkt - Die Debattenrundschau

Wir haben Netzwerkprobleme

05.10.2021 Viel Nachdenken über Grüne und FDP in taz und FAZ. Einer der Hauptunterschiede zwischen den beiden Wählermilieus ist, dass die Grünen heute zu einer "Partei des öffentlichen Dienstes" geworden sind, so die taz. Und die FDP zu einer Partei der jungen Männer, wie die FAZ zwar nicht feststellt. Dafür aber: Sie sind nicht viele und sie studieren gern Betriebswirtschaft. Die SZ staunt nach den jüngsten Enthüllungen, wie genau Facebook seine Probleme analysiert (und wie wenig es dagegen tut). Die bitterste Erkenntnis aus den "Pandora-Papieren" ist, "In welchem Umfang Politiker auf der ganzen Welt durch die eigene Steuerflucht korrumpiert sind", konstatiert die SZ.

Efeu - Die Kulturrundschau

Gute Gefühle und schöne Stimmungen

05.10.2021 Die SZ berauscht sich an den schwindelerregenden Blicken, die ihr das neue Museum Küppersmühle in Duisburg gewährt. Ein Fenster zur Welt eröffnet ihr dagegen Alexander Zelgins Theater der nüchternen Empathie auf dem Berliner FIND-Festival. Die taz stromert mit dem schwedischen Künstler Lars Cuzner durch das Steirische Spielfeld reicher Kinder. ZeitOnline feiert das Kino als physische Steigerung von Film. Und die NZZ bekommt einen letzten Brief von Roots-Musiker Geoff Muldaur.

Medienticker

Freiheit des Wortes

05.10.2021 100 Jahre PEN: Kampf um Meinungsfreiheit - Autorenkollektiv fordert vielfältigeren Literaturbetrieb - Leselisten-Plattform "Auf ein Buch mit": Bestseller-Autoren verraten ihre Lesetipps - Hörfunk-Interview: Helene Hegemann über Patt Smith - Jonathan Franzen über "Crossroads. Schlüssel zu allen Mythologien" -  Wer stoppt Facebooks Übermacht? & Wie es zum Blackout bei Facebook, Instagram und WhatsApp? -  Roger Taylors neues Album "Outsider"+ Über Kent Naganos "10 Lessons of my Life".

Bücherschau des Tages

Hinreißend verklatscht

05.10.2021 Die FAZ begegnet den toten Seelen in den Reportagen des schwedischen Autors Stig Dagerman aus der Ruinenlandschaft Deutschland des Jahres 1946. Wie es um die Demokratien steht, erfährt sie bei den Politikwissenschaftlern Armin Schäfer und Michael Zürn: Nicht gut. Die SZ probiert deshalb Christina Lafonts Rezepte für eine „deliberative Demokratie“ aus. Die taz liest Bruce Schoenfelds Biografie der Tennisspielerin Althea Gibson, die1958 als erste Schwarze das Turnier von Wimbledon gewann, als Buch über Rassismus, Klassismus und Sexismus. Dlf folgt atemlos, wenn Nina Bouraoui eine 53jährige Mutter zum großen Befreiungsschlag ansetzen lässt.

Mittwoch, 06.10.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Beim Bodenpersonal Gottes kaum heitere Mienen

06.10.2021 Für viele Hunderte Millionen Nutzer in Ländern in Afrika, Asien oder Lateinamerika ist Facebook buchstäblich das Internet, schreibt die SZ und spricht von "digitalem Kolonialismus". Aber eben oft auch das einzige Kommunikationsmittel, ergänzt netzpolitik. hpd und taz berichten erschüttert vom sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche - und in allen anderen Religionsgemeinschaften. Die SZ blickt nach dem Wahldesaster in Berlin auf den Zustand der Verwaltung und rät: Termine am besten um 2 Uhr morgens machen. Und in der Welt freut sich Julian Nida-Rümelin auf acht Jahre Olaf Scholz.

Efeu - Die Kulturrundschau

Zum Rand der Unerträglichkeit

06.10.2021 Welt und Tagesspiegel erliegen der animalischen Zärtlichkeit von Julia Ducournaus in Cannes prämiertem Horrorfilm "Titane". FAZ und FR lernen im Frankfurter Städel von Rembrandt, wie man sich selbst vermarktet und trotzdem ein integrer Künstler bleibt. Der Observer wünscht dem Turner-Preis eine baldige Implosion. Die SZ setzt ihrer Hoffnungen auf die wilden Frauen des Theater. Die Literaturkritik fiebert dem morgen verliehenen Nobelpreis entgegen.

Bücherschau des Tages

Der Christus unter den Schriftstellern

06.10.2021 Die FAZ zieht mit Udo Di Fabio Coronabilanz. Der Dlf empfiehlt Cimamanda Ngozi Adichies eindringliches Trauerbuch über den Tod ihres Vaters im Corona-Jahr. Die Welt geht auf die Knie vor Michel Houellebecq. Die taz lässt sich von Douglas Stuart ins Arbeitermilieu im Glasgow der Achtziger entführen. Und Dlf Kultur probt mit Imbolo Mbue in einem afrikanischen Dorf den Aufstand gegen die rücksichtslosen Machenschaften eines amerikanischen Ölunternehmens.

Donnerstag, 07.10.2021

Efeu - Die Kulturrundschau

Korrespondenz zwischen Ich und Welt

07.10.2021 In FAZ und Freitag erklärt Edouard Louis, weshalb ihn die Franzosen hassen und wie er eine Armee linker Kämpfer erschaffen will. Im Tagesspiegel erzählt Julia Ducournau, warum sie das Monströse zurück in die Gesellschaft bringen will. Sie sei gewarnt worden, dass ihr neuer Roman gecancelt würde, verrät Irene Dische der Zeit: Sie hat über eine Transperson geschrieben, ohne selbst eine zu sein. Der Guardian porträtiert die Duftkünstlerin Anicka Yi, die mit Gerüchen, Vagina-Bakterien und Spucke gegen den schmierigen männlichen Blick kämpft.

9punkt - Die Debattenrundschau

Bring mir drei Bucheckern

07.10.2021 Thomas Friedman sagt in der New York Times einen sehr kalten Winter voraus: Schuld ist auch Angela Merkel. Mithu Sanyal formuliert in der Zeit die Lösung aller Menschheitsprobleme: Kinder in Waldkindergärten und Abschaffung der Bundeswehr. In der SZ erläutert der Psychologe Gerd Gigerenzer das sogenannte "Privatsphären-Paradox". SZ und Welt erklären nach dem antisemitischen Vorfall in Leipzig auch nochmal: Die israelische Flagge ist nicht das Symbol des Judentums. In der Welt spricht Timothy Snyder über das Massaker von Babyn Jar, das eine neue Dimension des Mordens eröffnete. Der Falter erzählt, wie sich österreichische Zeitungen schmieren lassen.

Medienticker

Social Nirvana

07.10.2021 Aktualisiert: Weltweite Störung: Was hinter dem Facebook-Ausfall steckte & die Nachwehen - "Pack deinen Stern ein": Antisemitische Anfeindung - Aktionskunst: Wie die AfD auf einen fiktiven Flyerservice reinfiel  -  Buchcharts: Die aktuellen Bestsellerlisten - Nobelpreis für Literatur 2021 geht an den tansanischen Schriftsteller Abdulrazak Gurnah.

Bücherschau des Tages

Schrullige Gestalten in universitären Talaren

07.10.2021 Brillant und subtil findet Christopher Clark in der Zeit Stephan Malinowskis Geschichte der Kollaboration der Hohenzollern mit den Nazis. Außerdem hätte die Zeit Jenny Erpenbeck den Literaturnobelpreis gegönnt. Die FAZ begegnet Wüstenprinzessinnen, tollkühnen Reitern und Sultanen in Marmaduke Pickthalls Reisegeschichten aus dem Orient. Die NZZ staunt über Alexander Goldstein:  Was immer der Autor anfasst, fängt an zu glitzern. Als Buch der Stunde empfiehlt die SZ Dave Eggers "Every". Die taz hebt einen Schatz mit Zeichnungen von Klaus Heinrich. Und Dlf Kultur verdankt Abi Daré ein differenziertes Bild der nigerianischen Gesellschaft.

Freitag, 08.10.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Nahezu ideales Geschäftsklima

08.10.2021 Polen stellt seine gleichgeschaltete Justiz über europäisches Recht. Zeit für Sanktionen der EU gegen Polen, meint die Zeit. Die Niederlande sind zwar noch kein Narco-Staat, aber ein ideales Glacis für die Drogenmafia, fürchtet die FAZ. Jetzt wo sie abtritt, wird mit Angela Merkel abgerechnet werden, meint Monika Maron bei cicero.de. In Itzehoe steht derzeit derzeit die 96-jährige Irmgard F. vor Gericht. Und das hat sehr wohl seine Richtigkeit, findet die SZ.

Efeu - Die Kulturrundschau

Nichts Zweideutiges, Offenes, Flirrend-Freies

08.10.2021 Die Literaturkritiker nehmen dankbar den Auftrag an, mit Abdulrazak Gurnah einen Autor zu entdecken, der sich nüchtern und ohne Anklagen mit Fragen des Postkolonialismus auseinandersetzt. Für die FAZ ist Gurnah außerdem Aushängeschild für einen aufgeklärten Islam, nur die NZZ fühlt sich düpiert. Die taz versinkt in München in den Häuten der Heidi Bucher. Die FAZ blickt in Frankfurt indes angezogen und abgestoßen zugleich unter die Haut von Paula Modersohn-Becker. Außerdem bejubeln die Zeitungen die neue Isarphilharmonie und fragen: Warum nicht immer so?

Medienticker

Nihilismus statt Weltverbesserung

08.10.2021 Aktualisiert: Friedensnobelpreis für Meinungsfreiheit für Journalisten die Maria Ressa & Dmitri Muratow - Literaturnobelpreis Abdulrazak Gurnah: Gespräch mit dem Übersetzer Thomas Brückner - Leopold Tyrmand: Schriftsteller, begnadeter Rollenspieler & Überlebenskünstler - Treffen der Kulturminister: Arbeitslosenhilfe für Künstler? - Hörtipp: "Filme über (das) Filmemachen": Eine Lange Nacht über den radikalen Kinoerneuerer Jean-Luc Godard + TV+Radio-Wochenend-Tipps.

Bücherschau des Tages

Wohliges Stückchen Welt

08.10.2021 Die FAZ erkennt im Buch "Afropessimismus" von Frank B. Wilderson III. einen Meilenstein in den Debatten um Rassismus und Ausgrenzung. Der Dlf labt sich an der der Gelehrsamkeit von Walter Boehlich in dessen Briefen aus den Jahren 1944 bis 2000. Die SZ macht es sich mit einer kreativen Krähe in einer Ecke gemütlich und empfiehlt Kinder- und Jugendbücher. Die taz singt mit Kersty und Sandra Grether Songtexte von Popmusikerinnen der letzen Jahrzehnte. Und Dlf Kultur lernt von Bernhard Maier, dass Missionierung und Ausbeutung stets Hand in Hand gingen.

Samstag, 09.10.2021

Efeu - Die Kulturrundschau

Maliziös grinsende Mädchen

09.10.2021 Die FAZ wird in Basel von Hexen und Puppen durch den Krieg in der Psyche Goyas geschleudert. SZ und NZZ erstarren derweil angesichts des schieren Ausmaßes des Verfalls, dem das für einige Tage geöffnete Berliner ICC ausgesetzt ist. Dass Abdulrazak Gurnah hierzulande kaum bekannt ist, wirft ein Schlaglicht auf die Verdrängung der "historischen Schuld der deutschen Gesellschaft", meint Intellectures. Zeit und NZZ finden neuen Fehler in der von einer KI komponierten Zehnten Sinfonie Beethovens. Und die nachtkritik schaut bewegt zu, wenn Edouard Louis an der Schaubühne im Superheldenkostüm Chirac, Sarkozy, Hollande und Macron beschießt.

9punkt - Die Debattenrundschau

Stoisch und hart im Nehmen

09.10.2021 Die Medien nehmen den Friedensnobelpreis für die beiden Journalisten Maria Ressa und Dmitrij Muratow mit Genugtuung auf: Nicht nur in Russland und den Philippinen tobe zwischen autoritärem Staat und Zivilgesellschaft die offene Feldschlacht, meint etwa ZeitOnline. Der Standard beschreibt, wie sich Österreichs Politik an der eigenen Hintertriebenheit berauscht. Die taz spricht mit dem nicaraguanischen Schriftsteller Sergio Ramírez, der vom verkümmerten Sandinisten-Regime Daniel Ortegas ins Exil getrieben wurde. Im Guardian prophezeit Jonathan Freedland Facebook ein Ende wie der Tabakindustrie, auch wenn Mark Zuckerberg noch immer behaupte, Rauchen sei gut für uns.

Bücherschau des Tages

Die Frage nach der menschlichen Freiheit

09.10.2021 Die FAZ reist mit dem Philosophen Gaspard König in die Labore der KI und denkt mit Ralf Otte über Maschinenbewusstsein und neuromorphe Computer nach. Die FR sucht mit Emma Stonex an der englischen Küste nach drei verschwundenen Leuchtturmwärtern. Die taz notiert mit Hektor Haarkötter, um zu vergessen. Mit Oliver Nachtwey und Nicole Mayer-Ahuja schaut sie auf prekäre Arbeitsverhältnisse. Dlf Kultur blickt mit Anton Kusters' Polaroids auf die Himmel über den 1078 Konzentrationslagern der Nazis. 

Montag, 11.10.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Platz für eine Portion Buchweizengrütze

11.10.2021 Tschechien geht nicht den Weg Polens oder Ungarns, freut sich die SZ nach der Wahlniederlage Andrej Babiš'. Und die Polen lassen die Regierung Polens auch nicht in Ruhe, berichtet die SZ nach den großen Pro-EU-Demos in Polen.  Der Dlf erklärt, warum man in Österreich von "Anzeigenkorruption" spricht. Der Standard untersucht das Ausmaß dieser Korruption. Die FAZ liest den Abschlussbericht zur sexuellen Gewalt in der Katholischen Kirche Frankreichs: 330.000 Opfer.

Efeu - Die Kulturrundschau

Die überaus ergiebige Praxis der Aneignung

11.10.2021 So hingerissen wie verstört kommen taz, SZ und Nachtkritik aus der Performance von Angélica Liddell, die sie als Europas wütendste Theaterkünstlerin verehren. In der NZZ versucht Sergej Lebedes die russische Zeit wieder aufzutauen. Critic. de lässt sich auf dem Underdox-Festival von Norbert Pfaffenbichlers Bilderfluten umspülen. Der Standard erlebt in der Wiener Albertina die Wiederkehr der unintellektuellen Achtziger.

Medienticker

Die Literatur & das "Wir"

11.10.2021 Wie Literatur die Gesellschaft im Streit vereint - Gespräch mit Irene Dische über Ihren Roman "Die militante Madonna" - Hausbesuch bei Marie N'Diaye in Paris - Verlage entdecken vergessene Bücher: Neues von gestern - Papiermangel Buchhandel & Hersteller schlagen Alarm:  Warum Papier derzeit immer teurer wird - Erstmals in der Geschichte des Geschwister-Scholl-Preises wird ein Comic ausgezeichnet + "Resist!": Kolonialgeschichte als Widerstand.

Bücherschau des Tages

Die Tochter des Hauses

11.10.2021 Als ultimatives Standardwerk über Krautrock hält die FR Christoph Dallachs "Future Sounds" hoch. Der DlfKultur lässt sich von Marieke Rijnevelds Roman "Mein kleines Prachttier" in die seelischen Abgründe einer niederländischen Bauernfamilie führen. Der Dlf folgt einem realitätshungrigen Visagisten durch Heinrich Steinfests "Amsterdamer Novelle". Sehr instruktiv findet die SZ Magnus Brechtkens Band zur "Aufarbeitung des Nationalsozialismus". Als würdigen Nachfolger der eingestellten Fischer-Reihe lobt sie zudem den neuen Kosmos Welt-Almanach. 

Dienstag, 12.10.2021

Magazinrundschau

Zirkuläre Bewegungen

12.10.2021 Die LRB beobachtet den Untergang Louisianas. In HVG beschreibt der Dramatiker Csaba Székely die ungemütliche Lage transsilvanischer Schwuler. Die NYT legt ihr zwei Jahre altes Porträt der mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichneten philippinischen Journalistin Maria Ressa neu auf. Mikrokonflikte sind die Währung der Dschihadisten, erklärt Olivier Roy in Le Monde diplomatique. Dlf Kultur blickt nach Tunesien. Die tschechischen Medien analysieren die Parlamentswahlen.

9punkt - Die Debattenrundschau

Mit diesem und jenem und auch mit Sklaven

12.10.2021 Die taz bringt einen Schwerpunkt zu Polen: ein Polexit droht nicht, aber da Polen EU-Recht nur noch anerkennen will, wenn es ihm passt, muss die EU Sanktionen ergreifen, meint die Zeitung. Heute ist Weltmädchentag: Die Lage von Mädchen hat sich weltweit in der Coronakrise deutlich verschlechtert, berichtet emma.de. Afrika war vor dem Kolonialismus in großen Teilen auch schon kolonisiert, schreibt Richard Schröder in der NZZ. Necla Kelek und Lale Akgün kritisieren in cicero.de und Facebook, die Entscheidung der Kölner Bürgermeisterin, den Muezzinruf zuzulassen.

Efeu - Die Kulturrundschau

Dass das Böse das Normale sein könnte

12.10.2021 Forward.com nimmt konsterniert zur Kenntnis, dass Sally Rooney verbietet, ihre Romane ins Hebräische zu übersetzen. Auf ZeitOnline beklagt sich der östereichische Autor Elias Hirschl über den Niedergang der Wiener Seifenoper. Die taz springt jubelnd in einen Tümpel aus Blut und Sperma, den ihr Pinar Karabulut und Sivan Ben Yishai in den Münchner Kammerspielen bereiten. Die FAZ übt sich mit Juri Pimenow in der optimistischen Antizipation der Zukunft. Und die NZZ versucht, Goyas kühlen Blick in die menschlichen Abgründe auszuhalten.

Medienticker

Eine andere Dimension

12.10.2021 Ulrike Draesner erhält den Großen Preis des Deutschen Literaturfonds - Warum piqd so wertvoll ist - Hausbuch: Edgar Selge über sein literarisches Debüt "Hast du uns endlich gefunden" - TikTok für Bücher: Was bringt das? - Lesemotive: Über 2 Millionen Titel zugeordnet - Plattform setzt Upload-Filter ein: Researchgate verliert Zugriff auf 200.000 Artikel + Gendern in der Literatur: So handhabt das die Buchbranche.

Bücherschau des Tages

Mit voller Absicht

12.10.2021 Die NZZ ist zwar nicht einverstanden mit Adam Toozes Gegenwartsanalyse "Die Welt im Lockdown", empfiehlt sie aber nachdrücklich zur Anhebung des Debattenniveaus. Die SZ lernt von Laurenz Lütteken, wie Monteverdi die individuelle Stimme anstelle des polyphonen Gesangs setzte. Die FAZ lässt sich gern von Stephan Thome eine taiwanische Geschichte erzählen. Die taz liest Sandro Veronesis Roman "Der Kolibri" über einen Mann, der sich lieber nicht ändern will.

Mittwoch, 13.10.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Wir verlieren nie

13.10.2021 China will in Hongkong eine Säule abreißen, die an das Tienanmen-Massaker erinnert. Es gibt nur ein Problem, so die SZ, sie gehört dem Künstler Jens Galschiøt, der gegen den Abriss klagen will - und der Abriss wäre so Teil seines Werks. taz  recherchiert zu sexueller Gewalt in religiösen Organisationen. Grüne und FDP sehen sich ähnlicher, als sie es beim Blick in den Spiegel vielleicht verkraften würden, sagen Andreas Reckwitz und Hartmut Rosa im Spiegel. Die NZZ erzählt, wie der Neokolonialist Tayyip Erdogan das Osmanische Reich wieder aufbauen will. Und ist Jürgen Habermas ein Extremist der NoCovid-Strategie, fragt die Welt.

Efeu - Die Kulturrundschau

Kein böses Wort mehr

13.10.2021 In der Irish Times versichert Sally Rooney, dass sie ihren Roman sofort ins Hebräische übersetzen ließe, wenn sich dies im Einklang mit den Boykott-Regeln gegen Israel der BDS-Bewegung bewerkstelligen ließe. In der SZ versichert Nele Pollatschek, dass Abdulrazak Gurnah nicht nur politisch, sondern auch literarisch interessant ist. Außerdem erlebt die SZ die Poesie Alban Bergs, indem sie sich mitten in den Klang setzt. Die taz hört den Sound Charlie Parkers in den Bildern Lee Friedlaenders.

Medienticker

Der Altersunternehmer

13.10.2021 Karlheinz Braun über Günther Rühles merkwürdiges Tagebuch "Ein alter Mann wird älter" - Das New York der kleinen Gangster: Hörfunkgespräch mit Colson Whitehead über seinen Roman "Harlem Shuffle" -  Israelfeindlich? Sally Rooney will nicht, dass ihr neues Buch "Schöne Welt, wo bist Du" auf Hebräisch erscheint - Heute vor 100 Jahren wurde Yves Montand als Ivo Livi geboren & Paul Simon wird 80 Jahre alt + Guerilla-Klimajournalismus: Der Wetterbericht ist politisch.

Bücherschau des Tages

Krankengeschichte moderner Subjektivität

13.10.2021 Die FR empfiehlt zwei Bücher über die Auswüchse der Identitätsdebatten: Pascal Bruckner schreibt gegen ein Denken an, dass Menschen in ihrer Hautfarbe, ihrer Herkunft und ihrem Glauben einsperre, Jan Feddersen und Philipp Gessler bemühen sich indes um eine konstruktive Lösung des innerlinken Generationenkonflikts. Die FAZ reist mit Andreas Schwab in Künstlerkolonien von Barbizon bis Taormina. Dlf Kultur lässt sich von Marie N'Diaye eine Aufstiegsgeschichte a la Eribon erzählen. Und die SZ sucht mit J. K. Rowling nach einem verlorenen Kuscheltier.

Donnerstag, 14.10.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Ohne ironischen Vorbehalt

14.10.2021 Die FAZ bringt Omer Bartovs furiose Replik auf den "Revisionisten " und Verschwörungstheoretiker A. Dirk Moses. In der Welt warnt Armin Nassehi vor der Idee, man könne den Klimawandel bewältigen, in dem man "durchregiert".  Der New Statesman bringt eine Hommage auf Deutschland. Die SZ dekonstruiert das System hinter dem System Kurz:  Man kann die öffentliche Meinung in Österreich mit Millionen korrumpieren, indem man auf einem völlig verzerrten Medienmarkt sein Image aufhübscht.  In der Zeit bringen zwei Historiker neue Erkenntnisse über den Völkermörder Lothar von Trotha.

Efeu - Die Kulturrundschau

Das kleine Oktoberfest der Avantgarde

14.10.2021 In der FAZ feiert die afghanische Künstlerin Kubra Khademi triumphale weibliche Nacktheit. In der Zeit erzählt Gregor Schneider von ursprünglichsten Ich-Erfahrungen. Scheinmoralisch finden NZZ und Zeit die Entscheidung Sally Rooneys, ihr neues Buch nicht von einem israelischen Verlag übersetzen zu lassen. Superhelden waren immer schwul, deklariert die Welt. Die taz schwärmt von Christophe Honorés Film "Zimmer 212", der ein Herz für den intellektuellen Boulevard zeigt.

Medienticker

Schlacht ums Wort

14.10.2021 Facebook kündigt besseren Schutz von Medienschaffenden an - Propyläen Online-Großprojekt zu Goethe macht Zehntausende Briefe zugänglich - 100 Jahre Donaueschinger Musiktage - Lesungen rund um den Dom: Schweriner Literaturtage - Europäische Kinder- und Jugendbuchmesse startet - Künstleraktion gegen Coronamaßnahmen: YouTube sperrt erneut zwei #allesaufdentisch-Videos - Die Geschichte des deutschen Hip-Hops - Claus Peymann im Gespräch: "... wie Handke, Wien und ich, die alle das gleiche Unwohlsein hatten!" + Spiegel Verlag verkauft Harenberg Verlag und damit auch den Buchreport.

Bücherschau des Tages

Noch bin ich wach. Es ist Nacht

14.10.2021 Die Zeit ist heute mit ihrer Literaturbeilage erschienen, der Aufmacher ist Emine Sevgi Özdamar gewidmet und ihrem kolossalen autobiografischen Prosagemälde "Ein von Schatten begrenzter Raum". Außerdem in der Bücherschau: Die FR liest hoch beeindruckt, wie Ugur Sahin und Özlem Türeci ihren Biontech-Impfstoff fanden. Die SZ sieht in Martina Hefters Gedichten Göttinnen und Fabelwesen ihr (Un-)Wesen treiben. Dlf Kultur lässt sich von Gaspard Koenigs Überlegungen zum Ende des Individuums anregen.

Freitag, 15.10.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Stets unter der Oberfläche

15.10.2021 In der SZ spricht der russische Friedensnobelpreisträger Dmitri Muratow über die Medien in Russland und ihre immer schärfere Drangsalierung durch den Putinismus. In Frankreich bringt die NGO "Reporters sans frontières" selbst eine Dokumentation über den Medienunternehmer Vincent Bolloré, der eine immer dominierendere Stellung im französischen Markt hat. Es kann keinen Rassismus gegen Weiße geben, befand die taz neulich, der Soziologe Sebastian Wessels sieht das in der Berliner Zeitung anders. Wer Facebook für den Hass in der Gesellschaft verantwortlich macht, macht es sich zu einfach, schreibt Richard Herzinger im Perlentaucher.

Efeu - Die Kulturrundschau

Stets löst sich das Feste auf

15.10.2021 Der Tagesspiegel feiert die Geburt des Kinos im Musée d'Orsay. Die NZZ staunt in der Fondation Louis Vuitton über den historischen Dialog von Meisterwerken der klassischen Moderne aus Europa und Russland. Die SZ erinnert sich an die Zeit, als Verlage noch Mut zu Debatten hatten. Die FAZ bewundert zur heutigen Eröffnung das neue Volkstheater in München. Zeit online hört Rap ohne Bullshit von Neromun. Wird Literatur ein Inselphänomen wie Jazz? Der Schriftsteller Tijan Sila fürchtet es auf Facebook.

Medienticker

Gepflegte Langeweile

15.10.2021 Hype am Kunstmarkt: Banksys Schredder-Werk "Love is in the Bin" erzielt Rekordsumme - Konzertveranstalter wollten Claudia Roth  "oft verarschen" - Judith Hermann im Interview: Was hat sich durch ihren Erfolg für sie verändert? - Rassismus: Die Irrwege der Elke Heidenreich + Gegen die Zensur: Nachbemerkungen zu Nachworten von Christoph Hein + Radio+Video-Tipps fürs Wochenende u. a. "Le poète est mort" Zum 100. Geburtstag von Georges Brassens.

Bücherschau des Tages

Charmante Gentlemaneinbrecher

15.10.2021 Dlf und Dlf Kultur freuen sich über einen frühen Roberto Bolano: Ein schwungvolle Mischung aus Thriller, Gaunerkomödie und Milieustudie, lobt Dlf Kultur. Die SZ macht mit Richard Russo eine charmante Zeitreise in eine Campus-Realität von 1997. Die FAZ versucht mit Armin Nassehi zu analysieren, welche sozialen Strukturen der Lösung gesamtgesellschaftlicher Krisen im Weg stehen. Und die taz blickt mit Marina Schwarz in die Untiefen der Popmusik.

Samstag, 16.10.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Die Demokratie schrumpft

16.10.2021 Dass der britische Abgeordnete David Amess bei einer Bürgersprechstunde ermordet wurde, hat eine besonders düstere symbolische Dimension, kommentiert der Guardian nach dem wohl islamistischen Attentat auf den Politiker. In Frankreich hat sich der Diskurs zu Einwanderung verschärft, das zeigt besonders eine Figur wie der mögliche rechtsextreme Präsidentschaftskandidat Eric Zemmour, notiert die FAZ. Was wird, wenn die AfD, die ebenfalls immer weiter nach rechts rückt, nun auch noch ihren Anteil aus den 700 Millionen Euro jährlich für die Parteistiftungen bekommt, fragt Heribert Prantl in der SZ. Hanno Loewy übt in der taz Kritik an A. Dirk Moses.

Efeu - Die Kulturrundschau

Unsere Suche nach Ägypten

16.10.2021 Ein Akt später Wiedergutmachung: Das Whitney Museum zeigt abstrakte Kunst, die es nie gesammelt hat - von Frauen. Auch im Marbacher Literaturarchiv sind Frauen enorm unterrepräsentiert. Über eine Wiedergutmachung denkt Leiterin Sandra Richter im Interview mit der Welt nach. Die FAZ besucht im Museum Folkwang eine Ausstellung über kulturelle Aneignung im Tanz. Die Junge Welt hört New Orleans in Mahlers Fünfter, wenn Teodor Currentzis sie mit dem Music-Aeterna-Orchester spielt.

Bücherschau des Tages

Realitätssplitter

16.10.2021 Die Welt erkennt eine neue Schattierung Simone de Beauvoirs in ihrem bislang unveröffentlichten autofiktionalen Roman "Die Unzertrennlichen". Die SZ stöbert im Fotoband von Chas Gerretsen, der den Filmdreh von Coppolas "Apocalypse Now" dokumentierte. Großes Lob auch für Edgar Selges Roman "Hast du uns endlich gefunden". Die FAZ vertieft sich in Voltaires fünf Katechismen "Gegen den Herrschaftsanspruch der Religionen" und begleitet mit Maria Jose Ferradas "Kramp" Vater und Tochter auf einem heiteren Road-Trip durch Pinochets Chile.

Montag, 18.10.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Unsichtbare Spuren der wahren Genies

18.10.2021 In der SZ wettert Bernard-Henri Lévy gegen Eric Zemmour. In der Welt sprechen sich Gabriele von Lutzau, Flugbegleiterin der 1977 von der RAF entführten "Landshut"-Maschine, und der FDP-Politiker Till Mansmann vehement für ein Gedenken des "Deutschen Herbstes" aus. Die New York Times kommt auf die Sexaffären Im Springer Verlag zu sprechen, der neuerdings auf dem amerikanischen Markt konkurriert, und behauptet, Springer kille Geschichten über Julian Reichelt in deutschen Medien. Der Guardian untersucht die britische Rolle bei den antikommunistischen Massakern in Indonesien in den sechziger Jahren.

Efeu - Die Kulturrundschau

Zerkratzt und bearbeitet

18.10.2021 Die KritikerInnen strahlen vor Glück in Pink und Schwarz nach der Eröffnung von Münchens neuem Volkstheater. Wunderschön ist es geworden, versichern sie. Allerdings müssen sie jetzt auch fürchten, dass die Meinung über die Liebe gesiegt hat. In der FR wirft die indigene Autorin Joanna García Cherán einen kritischen Blick auf Frida Kahlos Umgang mit der Tehuana-Kultur. Die SZ versinkt bei den Donaueschinger Musiktagen in einer unendlichen Symphonie. In der FAZ erinnert sich Ilija Trojanow daran, wie er lernte, Tsitsi Dangarembga zu übersetzen. ZeitOnline und Jungle World begeben sich mit Todd Haynes in das queere Universum von The Velvet Underground.

Medienticker

Freiheit in Gefahr

18.10.2021 Hans-Jürgen Papier: Erkämpftes nicht leichtfertig verspielen - Alkohol in den Religionen: Rausch ohne Kater nur im Paradies -  Kulturgeschichte des Vampirismus: Untote, die an den Tod erinnern - Abdulrazak Gurnah: Literaturnobelpreisträger bald auch auf Deutsch - Autoren gegen E-Book-Ausleihe - Im Fokus der Buchmesse: Die einzigartige Vielfalt Kanadas + Wynton Marsalis zum 60.Geburtstag auf Tour.

Bücherschau des Tages

Die glückliche Feige

18.10.2021 Die FAZ berauscht sich an der Nüchternheit, mit der Werner Herzog seinen Roman "Das Dämmern der Welt liest". Als einen von Elif Shafaks bisher schönsten Romanen preist die NZZ die zyprische Liebesgeschichte "Das Flüstern der Feigenbäume". Gefesselt verfolgt die SZ, wie Tim Weiners in "Macht und Wahn" vom Kalten Krieg zwischen Russland und den USA erzählt. Der DlfKultur erfährt mit Erleichterung von Mehmet Daimagüler und Ernst von Münchhausen, dass der Umgang der deutschen Justiz mit alten und neuen Nazis etwas entschiedener wird.

Dienstag, 19.10.2021

Magazinrundschau

Arbeiter und Müßiggänger

19.10.2021 Quillette erzählt, wie sich Boston Pride, eine der ältesten und bekanntesten Schwulen- und Lesbenorganisationen der USA, selbst zerlegt hat. Afar besucht die Mikronation Westarctica. Eurozine erzählt, wie Anfang des 20. Jahrhunderts Eugenik dem Sozialstaat auf die Sprünge helfen sollte. Der New Yorker erzählt die Geschichte des afroamerikanischen Kommmunisten Lovett Fort-Whiteman. En attendant Nadeau erinnert an das Massaker an Algeriern in Paris 1961. Der Surrealismus war eine zutiefst antikoloniale Bewegung, lernt die New York Times im Met Museum.

9punkt - Die Debattenrundschau

Achtkantig

19.10.2021 Es gibt nur ein Thema in den Medien: Springer feuert Julian Reichelt. Zehn AutorInnen gehen bei Spiegel online den ungeheuren Vorgängen um Julian Reichelt auf den Grund. Deutsche Medien hatten unter anderem deshalb nichts gegen Springer ausrichten können und brauchten das diskrete Hüsteln der New York Times, weil sie die Klagen des Konzerns fürchten, erläutert die FAZ. Digitalexpertre Enno Park wirft in seinem Steadyblog einen kritischen Blick auf die Position der Verleger in der Debatte um "Online-Ausleihe". In der taz kritisiert Joachim Wagner die deutsche Justiz, die nicht ausreichend gegen rechtsextreme Richter und Staatsanwälte in ihren Reihen vorgeht.

Efeu - Die Kulturrundschau

Jene wundersame Künstlichkeit

19.10.2021 Antje Ravik Strubel erhält den Deutschen Buchpreis. Die FAZ feiert die Entscheidung auch als Auszeichnung für herausfordernde Literatur. In ihrer Dankesrede betont sie: "Rávik und ich sind Schriftstellerinnen, nicht Schriftsteller." Die SZ feiert die Wiederentdeckung der Surrealistin Toyen, der jede Anbiederung fremd war, was ihr die Kunstgeschichte wohl leider mit dem Vergessen heimzahlte. In der taz spricht die Band Kabul Dreams über die unerträgliche Lage in Afghanistan. FR und Standard trauern um die Sopranistin Edita Gruberova, die Königin der Koloraturen.

Medienticker

Wilde Blütezeit

19.10.2021 Ein ereignisreicher Tag für die Medienbranche: New York Times, Ippen, und das Ende von Julian Reichelt bei Springers Bild + die BuzzFeed-Recherche dazu im Spiegel - Die 70er & Die Jahre der wahren Empfindung - Stefan Austs "Zeitreise": Stets mittendrin, doch nie involviert - Zwangslizenzen für E-Books: "Wir haben gepennt", sgt Juli Zeh von Initiative "Fair lesen" + Die Buchmesse hat ihre Tore geöffnet: Gastland Kanada.

Bücherschau des Tages

Kumulative Kalamitäten

19.10.2021 Mit angehaltenem Atem liest Jürgen Osterhammel in der FAZ Daniel Headricks Umweltgeschichte "Macht euch die Erde Untertan", die zehntausend Jahre Dummheit zu einer recht düsteren Anthropologie vereint. Als Manifest für den Erhalt von Bibliotheken und Archiven liest der Dlf Richard Ovendens "Bedrohte Bücher".Der DlfKultur bekommt das erbarmungslose Klima des Kolonialismus in Anna Kavans Burma-Roman "Wer bist du?" zu spüren. Und die SZ greift mit einem melancholischen Seufzer zu John Le Carrés posthumen Spionageroman "Siverview" .

Mittwoch, 20.10.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Sich in eine pluralistischere Gesellschaft einbringen

20.10.2021 Polen ist "ganz an den Rand Europas" gerückt, fürchtet die FAZ nach dem gestrigen Auftritt des polnischen Premierministers  Mateusz Morawiecki vor dem EU-Parlament. geschichtedergegenwart.ch erzählt, warum es Griechenland und Bulgarien so schwerfällt, sich mit der Existenz Nordmazedoniens abzufinden. Die Aufregung um den Rauswurf Julian Reichelts ist immer noch sehr groß. Die SZ reduziert ihren Lokalteil um drei Seiten, schimpft das Münchner Lokalradio Lora.

Efeu - Die Kulturrundschau

Gut zureden und drucken

20.10.2021 Übersatt, aber glücklich feiern die KritikerInnen von SZ bis Presse Wes Andersons Pralinenschachtel von einem Kinofilm "The French Dispatch". Die taz berichtet vom Filmfestival Fespaco in Ouagadougou, wo es vor allem um die beklagenswerte Lage der afrikanischen Filmindustrie ging. Die FAZ macht sich mit Kara Walker in der Frankfurter Schirn an eine Archäologie schwarzer Identität. Der Standard entschwebt mit Lee Morgan in den siebten Jazzhimmel.

Medienticker

Grüner Buchabdruck

20.10.2021 Verlage auf dem Weg zur Klimaneutralität - Papiermangel: Buchverleger sorgen sich - Exklusive Sortiments-Umsatzzahlen: Kleinere Buchhandlungen übertreffen die großen - Buchmessen-Gespräche mit Jo Lendle & mit  Dmitry Glukhovsky - Peter Rühmkorfs letzter Auftritt - Ippen vs. BuzzFeed: Übergriffiger Verleger wirbt um "Verständnis" - Recherche - Größte Übernahme: Springer kauft US-Newsseite Politico - Google verpasst seiner Bilder-Suche ein Diversity-Update + Nachruf auf Gerd Ruge.

Bücherschau des Tages

Wenn die Engel Faxen machen

20.10.2021 Dlf liest einen Brief David Chariandys an seine Tochter, der darin seine Identität als migrationserfahrener Mensch mit afrikanischen Wurzeln in Kanada reflektiert. Die SZ erkundet mit Erzählungen von Clemens Meyer die menschliche Psyche. Dlf Kultur empfiehlt wärmstens Uwe M. Schneedes Biografie der Malerin Paula Modersohn-Becker. Die FAZ entdeckt den Ursprung von Nicaraguas Gewalt in Sergio Ramirez' biblischem Roman "Sara".

Donnerstag, 21.10.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Irgendwo auf diesem Spektrum

21.10.2021 Nichts fasziniert alle Verlage, die nicht Springer sind, mehr als Springer: Die Affäre hat der Recherche über Springer aber geschadet, weil viele betroffene Frauen nun nicht mehr über ihre Geschichten reden wollen, berichtet die SZ. Die Zeit greift die Versuche auf, eine kommende Parteistiftung der AfD zu verhindern.  Die taz staunt über die Polen im Osten des Landes, die den Flüchtlingen grüne Lichter ins Fenster stellen. Die Zeitungen diskutieren außerdem über die Frage, wie sinnvoll ein Boykott der Buchmesse wegen der Präsenz rechtsextremer Verlage ist.

Efeu - Die Kulturrundschau

Und dann wird geklatscht. Immer.

21.10.2021 Die FR bewundert die verteufelte Coolness, die Clint Eastwood noch als 91-Jähriger in seinem neuen Film "Cry Macho" ausstrahlt. Die FAZ begreift in Donaueschingen, dass Herrschaftskritik auch eine Strategie der Dominanzsicherung sein kann. Van fremdelt eher mit den französischen und alemannischen Algorithmusfetischisten, die die Lautsprecher knuspern lassen. Dass auch Unbestimmtheit zu menschlicher Wahrheit führen kann, lernen nachtkritik und die SZ in der Münchner Uraufführung von Anne Habermehls Stück "Frau Schmidt fährt über die Oder". Die Literaturkritiker beugen sich über den neuen Asterix-Comic, der Michel Houellebecq in die Ukraine schickt.

Medienticker

Wie das glühende Leben

21.10.2021 Neue Penguin Edition. Klassiker der Weltliteratur - Gegen Sprechverbot & Verschwörungstheorie - Nach Kritik an der Buchmess wegen rechter Verlage: Meinungs - & Publikations-Freiheit stehen an erster Stelle - Religiös, spirituell, rechts: "Amerikas Gotteskrieger" - Antje Rávik Strubel im Gespräch - Verführerisch: Maurice Ravel und die orientalische Musik.

Bücherschau des Tages

Das Buch als Entwurf für die Zensoren

21.10.2021 Die FAZ arbeitet sich durch einen Band über die Begutachtungspraxis im Leseland DDR. Die SZ liest beklommen die Kindheitserinnerungen des Lyrikers Bei Dao in Maos China. Dlf Kultur lernt von Carlo Rovelli, dass man auch als Laie gut über Probleme der Quantenphysik nachdenken kann. Die FR sieht sieht die Verfilmung von Ferdinand Schmalz' Debütroman "Mein Lieblingstier heißt Winter" schon vor sich: Mit Josef Hader in der Hauptrolle, versteht sich.

Freitag, 22.10.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Diese leise, fuchshafte Art

22.10.2021 Fintan O'Toole fragt im Guardian, ob sich Boris Johnson politisch nicht eher an Groucho Marx als an Churchill orientiert. Die FAZ  beobachtet mit Staunen, wie "Super Mario" Italien vom Populismus heilt. In der taz denken Jan Feddersen und Philipp Gessler über die Entgrenzung des Begriffs der "Rechten" bei Linken nach. Die Springer-Affäre erzeugt immer noch große hermeneutische Anstrengungen in allen Medien.

Efeu - Die Kulturrundschau

Die einzige kleine Rebellion

22.10.2021 In der SZ porträtiert Can Dündar die im Exil lebende kurdische Künstlerin Zehra Doğan. Die Welt fragt: Ist Max Liebermann wirklich ein europäischer Künstler? Die taz unterhält sich mit Jean-Yves Ferri über den neuen Asterix. Im Filmdienst erzählt die Doku-Filmerin Janna Ji Wonders Emanzipationsgeschichten aus ihrer Familie.

Medienticker

Green Motion

22.10.2021 Aktualisiert: Film+Fernsehen sind jetzt Öko - Ein neues Haus für Edvard Munch in Oslo -
Kunstfreiheit in Gefahr? Darüber debattiert die Buchmesse - Die Krisen der Buchbranche - Neue Literatur für den Herbst - John Coltranes "A love supreme" live in Seattle - Hachrufe: Dirgent Bernard Haitink im Alter von 92 Jahren verstorben & Komponist + Musik-Manager Udo Zimmermann ist tot + TV+Radio-Tipps fürs Wochenende.

Bücherschau des Tages

Vegetarische Riesen und Schnodderwürmer

22.10.2021 Die FAZ reist mit Tonio Hölscher zum Grabbildnis des "Tauchers von Paestum" und lernt die Lebenswelt junger griechischer Aristokraten kennen. Von Michaela Karl lässt sie sich zu Tanz und Champagner mit Isadora Duncan einladen. Die NZZ lotet mit Eva Illouz und Dana Kaplan neoliberales erotisches Kapital aus. Die SZ begibt sich mit Veronica Cossanelli auf eine Abenteuerreise durchs Schnergenland. Dlf Kultur spürt die allgegenwärtige Angst, wenn ihr Bei Dao von einer Jugend in Peking erzählt.

Samstag, 23.10.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Unter dem Label des Fortschritts

23.10.2021 Die Aufregung um die Springer-Affäre ist immer noch sehr groß. Die taz analysiert bisherige Meinungsäußerungen Johannes Boies. Unterdessen macht Holger Friedrich, der Verleger der Berliner Zeitung, auf einige Elefanten im Raum aufmerksam. Zum Beispiel diesen: "Die letzte Wahl des BDZV-Präsidenten Döpfner erfolgte mit einer hundertprozentigen Befürwortung der anwesenden deutschen Zeitungsverleger." Und die Unternehmenskultur des Hauses Springer habe die Liebe der Branche zu ihrem Lobbyisten nicht schmälern können! Die FAZ zieht eine eher traurige Zwischenbilanz der Buchmesse. In der taz erinnert der Historiker Jürgen Luh an die Rolle der Hohenzollern bei der Annäherung rechtsextremer Organisationen in der Weimarer Republik.

Efeu - Die Kulturrundschau

Was Männer fürchten

23.10.2021 Großes Entsetzen über den Unfall bei den Dreharbeiten zu "Rust", bei denen ein Schuss von Alec Baldwin zum Tod einer Kamerafrau führte: Die L.A. Times berichtet von den erdrückenden Arbeitsbedingungen am Set. Cancel Culture ist eine "Form von Bürgerkrieg", sagt Kirill Serebrennikow, der sich in der SZ an die Stalin-Zeit erinnert fühlt. Cross-Gender-Ikone Marlene Dietrich hätte über die Mätzchen von heute nur müde gelächelt, glaubt ebenfalls die SZ. Und alle trauern um den Dirigenten Bernard Haitink, der noch bei heftigsten Mahler-Passagen die Ruhe bewahrte.

Bücherschau des Tages

Wie ein Sardellensalat

23.10.2021 Die FR ist wieder Erwarten begeistert von Hillary Rodham Clintons und Louise Pennys Politthriller "State of Terror".  Die taz amüsiert sich mit Goethes schlechtesten Gedichten und empfiehlt Paco Rocas Graphic Novel "Rückkehr nach Eden", die sich mit der Franco-Diktatur auseinandersetzt. Die FAZ ordnet Tiere mit David Bainbridge und begibt sich widerstrebend, aber fasziniert in die hässliche Welt des Antonio Lobo Antunes.

Montag, 25.10.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Wie eine allergische Reaktion

25.10.2021 Tayyip Erdogan droht, zehn westliche Botschafter aus der Türkei auszuweisen. Hat er seinen politischen Kompass endgültig verloren?, fragt die taz. Die SZ hofft dagegen auf eine Versöhnung der Türkei mit sich selbst. Die NZZ erzählt die blutige Geschichte der Benin-Bronzen. In der FR problematisiert der Zukunftsforscher Daniel Dettling die Enteignungsfantasien, die hinter dem Volksentscheid in Berlin stehen. Viel wichtiger sei die Förderung von Wohneigentum.

Efeu - Die Kulturrundschau

Ich bin, weil Du bist

25.10.2021 Die Frankfurter Buchmesse endet mit dem Friedenspreis für die simbabwische Autorin Tsitsi Dangarembga, die Descartes' Rationalismus und die Philosophie des Ubuntu zu etwas neuem Drittem verbinden möchte. Die SZ bemerkte allerdings mit Unbehagen Tränen der Rührung in den Augen der der versammelte Kulturelite. Als offene Kampfansage an die Buchmesse versteht die FAZ allerdings die Forderung des Frankfurter Oberbürgermeisters Peter Feldmann, künftig rechtsextreme Verlage auszuschließen. Außerdem vermisst die Zeit die Klimakrise in der Literatur. Die taz macht es sich auf den Bundestagsstühlen von Mario Bellini bequem.

Medienticker

"Cringe"

25.10.2021 Philosophie verlegen: Mit Liebe & langem Atem - Jugendliche entscheiden sich für "Cringe" als  Jugendwort des Jahres - Übersetzerin Sandra Hetzl: Wie wird Welt zu Text? - Buchmessen-Nachklapp: Skandale, News & Entdeckungen - Bregenz: Die Wüste im Museum - Autoren-Fußball-Weltmeister Moritz Rinke: Alles, was die Welt aktuell bewegt - Lothar Struck über die "Jahre der wahren Empfindung" von Helmut Böttiger - Hörtipp: NTR Zaterdag Matinee: Steve Reich zum 85. Geburtstag!

Bücherschau des Tages

Der Rächer aus Thüringen

25.10.2021 Die FAZ verschlingt Ursula Poznanskis neuen Roman "Shelter", in dem eine studentische Clique Opfer ihrer eigenen Verschöwrungstheorie wird. Verzaubert ist sie von Anita Kreituses Version der japanischen Fabel vom Jungen, der Katzen malte. Die SZ lässt sich von Tim Marshall "Die Macht der Geographie" fürs 21. Jahrhundert erklären. Und der Dlf verzweifelt freudig an Laszlo Krasnahorkais Roman "Herrscht 07769", der ohne Punkt, Psychologie, Moral, Charaktere oder Handlung auskommt.

Dienstag, 26.10.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Änderungen an den Löschregeln

26.10.2021 Eric Zemmour versetzt Frankreich in Aufregung. Einige Journalisten bei Médiapart wollen ihn jetzt unsichtbar machen - aber Marianne glaubt nicht an den Trick. Die SZ zeigt zusammen mit anderen Medien, wie bei Facebook politische Erwägungen die Regeln für Hassrede außer Kraft setzen. Der Guardian erzählt, was passiert, wenn Onlindienste anfangen, nicht nur illegale, sondern  inopportune Inhalte zu löschen. Netzpolitik berichtet über mögliche illegale Absprachen zwischen Google und Facebook bei Werbung.

Efeu - Die Kulturrundschau

Alle Städte dieser Welt

26.10.2021 Die Feuilletons widersprechen der Frankfurter Stadtabgeordneten Mirrianne Mahn, die sich als Schwarze auf der Buchmesse nicht willkommen fühlt. "Unwillkommen" sind dort eindeutig die rechtsradikalen Verlage, stellt die SZ klar. Und schwarze AutorInnen sind dort so sicher wie es einst auch Salman Rushdie war, ergänzt die NZZ. Die FR schaudert im Frankfurter Kunstverein angesichts der Tragik und Stärke gefällter Bäume. Die SZ stürzt sich an der Bayerischen Staatsoper mit Schostakowitschs "Nase" in einen kontrollierten Rausch. In der FAZ ruft Orhan Pamuk vor der Klimakonferenz dazu auf, Venedig zu retten. Und die NZZ beobachtet erfreut den architektonischen Aufbruch in Mexiko.

Magazinrundschau

Sprengen sich zwei Termiten in die Luft

26.10.2021 The Atlantic beobachtet, wie der Hedgefonds Alden Global Capital ungeniert Lokalzeitungen aussaugt. So mutig kann ungarisches Theater sein, staunt HVG über die neue Inszenierung von Béla Pintér. In Eurozine erklärt Myroslaw Marynowytsch den Unterschied zwischen russischen und ukrainischen Dissidenten. In der NYRB zeichnet Alma Guillermoprieto ein vernichtendes Porträt von Nicaraguas Daniel Ortega. Die London Review lernt, warum die Regierung im Libanon Auswanderer liebt. Der New Yorker bewundert Ohrwürmer mit zwei Penissen.

Medienticker

Szenen des Lesens

26.10.2021 "Viel Gluck mit die Bücher!": Peter Graf über seine Buchhandlung am Prenzlauer Berg - Schelmenstreich von Anfang an: Irene Disches "Militante Madonna" - Julika Griem über Schauplätze gesellschaftlichen Selbstverständigung - Kerstin Gier und ihre Romane der Erwartungshaltung - Absage einer Lesung aus dem Buch über Xi Jinping sorgt für Kritik - Wo bleibt der Jubel? Frankfurter Buchmesse 2021 & der letzte Messe-Tag + Situation der Neuen Musik oder Von der Kunst, an der Macht zu bleiben.

Bücherschau des Tages

Zwischen Eichendorff und Supertramp

26.10.2021 Erhellend und berührend zugleich findet die FAZ den Erlebnisbericht "Nachtschicht in Neukölln" der Polizeioberkommissarin Lana Atakisieva. Beeindruckt liest sie auch Matthias Lohres Roman "Der kühnste Plan seit Menschengedenken" über einen Plan zur Trockenlegung des Mittelmeers. Als Meisterwerk der Geschichtsschreibung rühmt sie zudem Leon Poliakovs "Vom Hass zum Genozid". Voll des Lobes ist der Dlf für Ronya Othmanns Gedichtband "die verbrechen". Und der FR wird es richtig ungemütlich bei Sarah Raichs Jugendroman "All that's left".

Mittwoch, 27.10.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Wüste Geräusche in fragmentierten Öffentlichkeiten

27.10.2021 China weitet seine Repressionspolitik längst über seine eigenen Grenzen aus, notiert der Guardian und schildert, wie Exilchinesen von Peking aus drangsaliert werden. Auch an deutschen Unis nimmt China massiv Einfluss, berichtet die SZ. Zeit, die deutsche China-Politik zu ändern, ruft politico.eu. Die FAZ schildert den Geschwisterkampf in der extremen Rechten Frankreichs. Die FAZ beleuchtet auch das Bild, das sich Jürgen Habermas an entlegener Stelle vom Internet machte. Bei Netzpolitik spricht Gerhart Baum über Datenschutz.

Efeu - Die Kulturrundschau

Wie ein Künstler seine Beherrschung verliert

27.10.2021 Der junge John Constable war vielleicht ein englischer Landschaftsmaler, aber der späte war ein radikaler Moderner, erkennt der Guardian in der Royal Academy. Die NZZ sieht einen neuen Malerstar am Renaissance-Himmel aufgehen: den Lübecker Hans Kemmer. Mit einem feurigen "Troubadour" reißt Gianandrea Noseda die FAZ vom Sitz im Zürcher Opernhaus. In der Debatte um den Klimawandel in der Literatur setzt die SZ lieber auf den schönen Herbst als auf das drängende Anliegen. Und die Jungle World erzählt, wie Uwe Nettelbeck der Plattenfirma Polydor die Krautrockband Faust unterjubelte.

Medienticker

Very much alive

27.10.2021 "Writers in Exile". Die neue PEN-Beauftragte für verfolgte Schriftsteller Astrid Vehstedt im Gespräch - Argentinische Avantgarde: Alfonsina Storni, jetzt komplett auf Deutsch - Wirksamkeit von Kunst: Forensische Architekturen und ein Gespräch über die juristische, politische und gesellschaftliche Wirksamkeit von Kunst + Hörtipps: "Schon mal von The Beatles gehört?" & Frank Zappa & der Jazz.

Bücherschau des Tages

Aus dem Augenwinkel

27.10.2021 Die FAZ freut sich riesig, dass mit Christoph Dallachs "Future Sounds" endlich der Krautrock gebührend gewürdigt wird. Lob gibt's auch für Robert Fleck, der mit "Art" zeitgenössische Kunst auf knappem Raum einem breiten Publikum nahe bringt. Einfach meisterhaft findet die SZ Barbara Honigmanns Texte über das Jüdischsein. Dlf entdeckt allgemein Menschliches in Edgar Selges autofikionalem Roman "Hast du uns endlich gefunden".

Donnerstag, 28.10.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Ernsthafte Kulturprobleme

28.10.2021 Zur Not auch gegen die Guten: Deniz Yücel wird als Präsident des deutschen PEN-Club die Meinungsfreiheit verteidigen, und zwar wirklich, hoffen taz und FAZ.  Mark Zuckerberg ist seinen Aufgaben nicht gewachsen, sagt Kara Swisher im NY Mag, aber wer genau könnte Facebook schon? Sascha Lobo fragt bei Spiegel online: Wie weit kann ein Internetmob gehen, ohne dass der Staat interveniert? Die EU hat Polen zu einer Geldstrafe verurteilt. Aber "was, wenn Polen nicht zahlt?", fragt die Zeit.

Efeu - Die Kulturrundschau

Im September flogen die Fetzen

28.10.2021 Die FAZ besucht eine Ausstellung der Londoner Künstlerin Lynette Yiadom-Boakye im Düsseldorfer K20. Im Gespräch mit der Zeit erklärt Antje Rávik Strubel, warum Westler für sie Züge von Vergewaltigern haben. In der Berliner Zeitung mokiert sich der Schriftsteller Bernhard Schlink über Westler, die staunen, dass die Ostler immer noch nicht so sind wie sie. Die FR empfiehlt wärmstens Gen Iwamas Doku-Porträt des japanischen Fotografen Daido Moriyama. Die SZ erzählt, warum plötzlich so viele österreichische Filmschaffende, die meisten davon Frauen, aus dem Verband "Österreichisches Filminstitut" ausgetreten sind.

Bücherschau des Tages

Gegen Misteln, Frost und Bürokraten

28.10.2021 Patricia Highsmiths Tage- und Notizbücher, die nach ihrem Tod aus einem Wäscheschrank geborgen wurden, haben die Rezensenten in NZZ, Zeit und Dlf Kultur ganz schön aufgescheucht: ekstatisch, aphoristisch und scharf auch sich selbst beobachtend schreibt Highsmith über Liebschaften, Parties, Konflikte mit ihrer Mutter und das Schreiben. Die SZ ist am Boden zerstört nach der Lektüre von Josef H. Reichholfs Buch über die bedrohten Regenwälder. Dlf lernt von René Weiland das Denken.

Freitag, 29.10.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Erinnert sich noch jemand an De-Mail?

29.10.2021 Welt und Tagesspiegel fragen, warum ein queeres Filmfestival in Berlin bedauert, einen Film über Seyran Ates gezeigt zu haben. taz und FAZ blättern in den Facebook Papers, aber Facebook heißt jetzt Meta. Im Tagesspiegel fragt Philipp Oswalt, ob wir das goldene Kuppelkreuz auf dem Stadtschloss womöglich einem Rechtsradikalen verdanken. "Der 20. Deutsche Bundestag muss sich klar zur jüdischen Gemeinschaft und zum jüdischen Staat positionieren", schreibt Rafael Seligman in der Jüdischen Allgemeinen. Und das gilt auch für die Jusos.

Efeu - Die Kulturrundschau

Diese radikale optische Zerlegung

29.10.2021 Die FAZ lernt in einer Ausstellung Bruce Naumans nicht nur etwas über das Gehen, sondern auch über menschliche Identität. Die nachtkritik ist hin und weg, wie Christiane Jatahy in Zürich Shakespeares "Macbeth" ins heutige Brasilien verlegt und dabei toxischer Männlichkeit auf die Spur kommt. In der Zeit erklärt Adam Soboczynski, warum die Zeit einfach noch nicht reif ist für Romane über den Klimawandel. In der SZ porträtiert Can Dündar den im deutschen Exil lebenden türkischen Filmemacher Mustafa Altıoklar. Die NZZ fragt, warum Christian Thielemann gerade überall abserviert wird.

Medienticker

Alleinherrscher

29.10.2021 Aktualisiert: Zuckerberg gibt Namensänderung bekannt: Aus Facebook wird "Meta" - Soziale Medien, Habermas & die Demokratie 2.0 - Vergesst uns nicht": Marc Sinans polytopisches Oratorium wird zum Brennpunkt des dezentralen Theaterprojekts: "Kein Schlussstrich!" über die NSU-Verbrechen - GOTT von Ferdinand von Schirach in Frankfurt - Schönheits-OPs (4): MKM Museum Küppersmühle + Ronya Othmanns über Gedichte über Verbrechen + Wochenend-Hör+TV-Tipps.

Bücherschau des Tages

Liebespost an den Schneckerich

29.10.2021 Die SZ kann gar nicht genug kriegen vom Briefwechsel zwischen Gretha und Ernst Jünger. Die FR bewundert noch einmal die ganze Feinheit des Carréschen Könnens in dessen letzem Roman "Silverview". Mit Dagmar von Gersdorffs "Schwiegertochter" stürzt sie sich in die Liebes- und Geistesabenteuer der Ottilie von Goethe. Die FAZ staunt mit Sarah Salomon über Außenseiterkunst abseits der höfischen Akademie. Der Dlf reist mit Susan Taubes "Nach Amerika und zurück im Sarg". Und Dlf Kultur reist derweil mit Bill Hansson in die Parallelwelt der Düfte.

Samstag, 30.10.2021

9punkt - Die Debattenrundschau

Weit ins Spekulative hinein

30.10.2021 Vor sechzig Jahren kamen die ersten "Gastarbeiter" nach Deutschland. Heute sind die Einwanderer aus der Türkei eher Exilanten, schreibt Can Dündar in der SZ. Der Spectator erinnert an die konfliktuelle Symbiose der New York Times mit Trump, die der Zeitung sagenhaftes Wachstum bescherte. Marcel Weiß erklärt in seinem Blog, was es mit dem Begriff "Metaverse" auf sich hat, und warum Mark Zuckerberg ihn so mag. "Cancel Culture" ist nicht ein Problem der "Linken", sondern kultureller Institutionen, erklärt Anne Applebaum in der NZZ und erklärt am Beispiel der Sowjetunion, wie Gleichschaltung durch Angst funktioniert.

Efeu - Die Kulturrundschau

Der Krapfen posiert in rosa

30.10.2021 Hyperallergic steht gebannt vor den tropfenden, überquellenden Donuts der Emily Eveleth. Die SZ erlebt phantastisches Theater beim Spielart-Festival. Fehler sind gut, auch in der Architektur, ruft in der NZZ der Architekturhistoriker Laurent Stadler unter Berufung auf Virilio. Die FAZ amüsiert sich mit alten DDR-Fernsehthrillern, die sich Frankfurt am Main als dekadentes Höllenloch phantasieren.

Bücherschau des Tages

Du siehst nicht, was du weißt

30.10.2021 Die SZ ist bezaubert von der sensorischen Fülle der Gedichte Ronya Othmanns in "die verbrechen". Die FAZ lässt sich von einem Ilse Aichinger Wörterbuch umgarnen. Für den Weihnachtsbaum empfiehlt sie schon mal David Baddiels "Und die Juden?" als wichtigen Teil des Antirassismus-Diskurses, der den Antisemitismus so oft unter den Tisch fallen lasse. Die taz vertieft sich zwecks Rettung Europas in "Die Visegrád-Connection" von Ireneusz Pawel Karolewski und Claus Leggewie. Dlf Kultur fühlt sich mit Tana Frenchs irischem Krimi "Der Sucher" in einen Western von John Ford versetzt.

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