Montag, 01.07.2002
Magazinrundschau
01.07.2002 Highlight der Woche: Der New Yorker feiert eine amerikanische Verinigung von Nachrufschreibern. Der Economist analysiert die neue Weltordnung. L'Espresso stöhnt über die ewige Jugend der Achtundsechziger. Outlook India untersucht die Krise des Hinduismus. Die NYT Book Review hat auch nach der Lektüre von Richard Rhodes Studie über die SS-Einsatzgruppen nicht verstanden, wie das Böse entsteht. Die London Review of Books erklärt, warum der iranische Film so gut ist. Im Spiegel resümiert Elke Schmitter die Walser-Debatte: Skandale sind hilfreich. NZZ Folio lanciert die Walzer-Debatte.
Heute in den Feuilletons
01.07.2002 Ein weithin grassierendes Muttersterben diagnostizierte ein seit der Walser-Debatte erstmals wieder einhelliges deutsches Feuilleton beim Klagenfurter Wettlesen. Schlimmer noch: Gestorben wird in Mittelmaß. Die FAZ tröstet sich mit dem aleatorischen Durcheinander in Messiaens Franziskus-Oper, welche in Berlin zur Aufführung gebracht wurde. In der taz behauptet Christoph Schlingensief, dass es bei Möllemanns spukt. Und die NZZ beklagt ein Möbelrücken in der Berliner Stadtlandschaft.
Die Buchmacher
01.07.2002 In dieser Woche lesen Sie: Welchen Verlagen es trotz allem gut geht. Warum die Schweiz eine zweite Buchmesse bekommt. Was ein SMS-Roman ist. Was die Tonträgerindustrie von Schwarzkopien hält. Und wo Lehrerinnen und Lehrer Arbeitsblätter abonnieren können. Von Hubertus Volmer
Bücherschau des Tages
01.07.2002 Mit Kritiken zu Norman Davies / Roger Moorhouse: "Die Blume Europas" in der SZ, Ted Conover: "Vorhof der Hölle" in der FAZ, Paul Spiegel: "Wieder zu Hause?" in der FR, Joseph Zoderer: "Der Schmerz der Gewöhnung" in der SZ und Ahmed Rashid: "Heiliger Krieg am Hindukusch" in der FR.
Vorgeblättert
01.07.2002 Ab heute präsentiert der Perlentaucher wöchentlich eine Leseprobe aus den Neuerscheinungen des Herbstes. Den Auftakt macht Walter Gronds Roman "Almasy".
Dienstag, 02.07.2002
Heute in den Feuilletons
02.07.2002 Die FAZ bat Schröder und Stoiber um einen Kommentar zur WM. Die NZZ berichtet, dass der Marquis Astolphe de Custine nach 150 Jahren die Russen immer noch ärgert. Die FR berichtet von einer Reise ins tschechische Lezaky, das nach dem Attentat auf Heydrich zerstört worden war. Die taz ist fasziniert von der Sprachvermischung beim Theater der Welt. Die SZ erklärt, warum Dänemark kein Ausländerproblem hat.
Bücherschau des Tages
02.07.2002 Mit Kritiken zu Michael Lentz: "muttersterben" in der NZZ, John Edgar Wideman: "Schwarzes Blut" in der NZZ, Bernd Pfarr: "Sondermann im Glück" in der FAZ, : "Mufti-Papiere" in der FAZ und : "Kriegsende 1945 in Deutschland" in der FAZ.
Mittwoch, 03.07.2002
Heute in den Feuilletons
03.07.2002 Die NZZ fasst Jan Philipp Reemtsma an die jüdische Nase. Die FR sieht in der Walser-Debatte Ödipus am Werk. In der FAZ beklagt ein Lehrer die schlechten Schulen in Bayern. In der SZ warnt der Historiker Volker Berghahn vor einer Rebellion der Amerikaner.
Bücherschau des Tages
03.07.2002 Mit Kritiken zu Rudolf Lorenzen: "Alles andere als ein Held" in der NZZ, Marianne Brentzel: "Anna O. Bertha Pappenheim" in der NZZ, Magnus Mills: "Indien kann warten" in der NZZ, Peter Truschner: "Schlangenkind" in der FAZ und Sherwin Nuland: "Der Blick unter die Haut" in der SZ.
Donnerstag, 04.07.2002
Heute in den Feuilletons
04.07.2002 In der Zeit meditiert Salomon Korn über das "Unbehagen am Unbehagen" zwischen Deutschen und Juden. In der FAZ gibt Jan Philipp Reemtsma zu, dass er sich an der falschen Nase kratzte. In der SZ veröffentlicht Julian Nida-Rümelin seine Gedanken zur Filmförderung. In der FR erklärt Herfried Münkler, wie der Krieg zum Geschäft wurde. Die taz spricht mit dem südkoreanischen Regisseur Park Chan-Wook, dessen Film "Joint Security Area" heute anläuft.
Bücherschau des Tages
04.07.2002 Mit Kritiken zu Steffen Kopetzky: "Grand Tour oder die Nacht der Großen Complication" in der ZEIT, Aris Alexandrou: "Die Kiste" in der SZ, Christian Meier: "Von Athen bis Auschwitz" in der ZEIT, Felix Hartlaub: "In den eigenen Umriss gebannt" in der ZEIT und Wendelin Schmidt-Dengler: "Nestroy" in der FR.
Freitag, 05.07.2002
Heute in den Feuilletons
05.07.2002 Die FAZ berichtet von düsterer Stimmung bei den Literaturverlagen. In der SZ nimmt Georg Klein Walsers Tod eines Kritikers zum Anlass für eine Philippika gegen den Literaturbetrieb. Die taz beklagt ein Interview, das Joachim Kaiser der rechtsnationalen Jungen Freiheit gegeben hat.
Bücherschau des Tages
05.07.2002 Mit Kritiken zu Christoph König: "Hofmannsthal" in der SZ und Abu l'Ala Al-Ma'arri: "Paradies und Hölle" in der FAZ.
Mord und Ratschlag
05.07.2002 Die Krimikolumne. Heute: Astrid Paprotta weiß nicht nur, wie Psychopathen morden, sondern auch wie sie denken.
Virtualienmarkt
05.07.2002 Die Medienindustrie prodiziert ein heiteres Nebeneinander - und durchlebt selbst ein klassisches Drama.
Samstag, 06.07.2002
Heute in den Feuilletons
06.07.2002 Heute kommentieren alle die Stadtschloss-Entscheidung - mit Ausnahme der taz, die neue deutsche Landschaftsliteraten vorstellt. Walser-Nachwehen gibt es in der FAZ und in der NZZ.
Bücherschau des Tages
06.07.2002 Mit Kritiken zu Henning Ahrens: "Lauf Jäger lauf" in der TAZ, Bodo Kirchhoff: "Schundroman" in der SZ, Henning Ahrens: "Lauf Jäger lauf" in der NZZ, Andreas Maier: "Klausen" in der TAZ und Michael Lentz: "muttersterben" in der TAZ.
Montag, 08.07.2002
Magazinrundschau
08.07.2002 Der Nouvel Obs präsentiert ein Dossier zur Krise des Islam. Im New Yorker wirbt Nick Hornby für den Fußball. Karl-Heinz Bohrer geißelt im Merkur die deutsche Konsensideologie. Die NY Review of Books sieht journalism's age of melancholy anbrechen. In der LRB philosophiert John Lanchester über die Frisuren der WM-Spieler. Die NYT Book Review bedauert J.M. Coetzee, der in seiner Jugend freudlosen Sex hatte. Der Economist bläst zur Energie-Revolution. Und in L'Espresso schwärmt Gabriel Garcia Marquez von Shakira!.
Heute in den Feuilletons
08.07.2002 Die FAZ analysiert die missliche Lage des Buchhandels in Deutschland. Die taz verzweifelt an Japan, die FR an den schönen neuen Jazzfrauen. Die NZZ wohnte im Köln-Bonner Raum der Rückkehr des Politischen ins Theater bei. Die SZ meditiert über "Deutschland, Israel und die anderen".
Bücherschau des Tages
08.07.2002 Mit Kritiken zu Hans-Jörg Rheinberger: "Experimentalsysteme und epistemische Dinge" in der TAZ, Julius Posener: "In Deutschland 1945 bis 1946" in der FR, Marcel Beyer: "Erdkunde" in der SZ, Bartolome Bennassar: "Cortez der Konquistador" in der FR und Theodor W. Adorno: "Zur Lehre von der Geschichte und von der Freiheit" in der SZ.
Vorgeblättert
08.07.2002 Während der Sommermonate präsentiert der Perlentaucher wöchentlich eine Leseprobe aus den Neuerscheinungen des Herbstes. Heute lesen Sie Auszüge aus V.S. Naipauls "Jenseits des Glaubens. Eine Reise in den anderen Islam".
Dienstag, 09.07.2002
Heute in den Feuilletons
09.07.2002 In der FR vergleicht John Berger den 11. September mit Hiroschima. Die taz geht auf dem Alexanderplatz spazieren. Die FAZ meldet, dass die italienische Regierung ihre Kulturgüter verkaufen will - eine Aktiengesellschaft ist schon gegründet. Die NZZ schildert, wie sich das südafrikanische Theater mit der Männergewalt auseinandersetzt. Die SZ erzählt vom beruflichen Selbstmord eines Hollywoodproduzenten.
Bücherschau des Tages
09.07.2002 Mit Kritiken zu : "Napoleons Gesetzbuch - Code Napoleon" in der TAZ, Bruno Richard: "Desaster" in der TAZ, Jan Kjaerstad: "Der Eroberer" in der FR, Larry Siedentop: "Demokratie in Europa" in der TAZ und Martin Kessel: "Die Schwester des Don Quijote" in der TAZ.
Mittwoch, 10.07.2002
Heute in den Feuilletons
10.07.2002 In der SZ weist Martin Mosebach in Martin Walsers "Tod eines Kritikers" die typischen Mängel von Schlüsselromanen nach. In der taz trägt Diedrich Diederichsen "eine individuelle Symptomdichte wie bei Walser in eine politische Symptomatologie" ein. In der FR outet Tariq Ali den amerikanischen Präsidenten als christlichen Fundamentalisten. Die NZZ ruft Grass und Enzensberger zum Engagement für einen jemenitischen Schriftsteller auf. Die FAZ versteht die Amerikaner.
Bücherschau des Tages
10.07.2002 Mit Kritiken zu Dubravka Ugresic: "Lesen verboten" in der SZ, Michael Wildt: "Die Generation des Unbedingten" in der NZZ, John Irving: "Die vierte Hand" in der NZZ, Marc Bloch: "Apologie der Geschichtswissenschaft oder Der Beruf des Historikers" in der SZ und Markus Kirchhoff: "Häuser des Buches" in der SZ.
Vom Nachttisch geräumt
10.07.2002 Kein Fitzelchen mehr auf dem Nachttisch. Arno Widmann hat aufgeräumt: Bildbände von Gerhard Richter, Günter Pfannmüller und Camilo Jose Vergara. Lyrik von Jose Hierro, einen Roman von Ved Mehta, Briefe von Adorno und Thomas Mann. Und dann beklagt er auch noch den Tod des Lektors.
Donnerstag, 11.07.2002
Heute in den Feuilletons
11.07.2002 Die Zeit beruhigt den Rest der Welt: "Der Berliner selbst hofft traditionell nicht auf einen Ruck." Die SZ gedenkt ihrer großen Kritikerin Frieda Grafe. Die NZZ erzählt von der Versöhnung der Stadt Sydney mit Jörn Utzon, dem Architekten ihrer Oper. In der FR erzählt Anatolij Koroljow die Leidensgeschichte seiner Mutter. In der FAZ plädiert David Grossmann gegen den "Sicherheitszaun" in Israel.
Bücherschau des Tages
11.07.2002 Mit Kritiken zu Walter Kempowski: "Das Echolot" in der SZ, Martin Z. Schröder: "Allgemeine Geschäftsbedingungen" in der ZEIT, Alice Munro: "Der Traum meiner Mutter" in der NZZ, Durs Grünbein: "Das erste Jahr" in der ZEIT und Durs Grünbein: "Erklärte Nacht" in der ZEIT.
Vom Nachttisch geräumt
11.07.2002 Wolf Singers Essays zur Hirnforschung, zwei Fotobände von Camilo Jose Vergara, Ved Mehtas Buch "All for Love" - ein Rückblick auf die wichtigsten Frauen in seinem Leben -, der Briefwechsel zwischen Thomas Mann und Adorno.
Freitag, 12.07.2002
Heute in den Feuilletons
12.07.2002 Die SZ beschimpft die Rolling Stones zum 40. Geburstag als tragbares Las Vegas. In der taz beklagen DAF das Verschwinden des Kassettenrecorders aus der Technomusik. Die NZZ spottet über britische Euroskeptiker. Die FR fürchtet sich vor einer Ethik des Marktes. In der FAZ ängstigt sich Marcel Reich-Ranicki vor Martin Walser, Joachim Kaiser und dem Suhrkamp Verlag.
Bücherschau des Tages
12.07.2002 Mit Kritiken zu Jorge Semprun: "Der Tote mit meinem Namen" in der SZ, Andreas Schendel: "Fluchtpunkt" in der SZ, Günter Brus: "Die gute alte Zeit" in der FAZ, Volker Gebhardt: "Schnellkurs Kunstgeschichte: Deutsche Kunst" in der SZ und Laura Claridge: "Tamara de Lempicka" in der SZ.
Samstag, 13.07.2002
Heute in den Feuilletons
13.07.2002 Die SZ bewundert die Arbeitsintensität chinesischer Studenten. Die taz liebt Stettin. Die FR versteht Günther Anders nicht mehr. Die NZZ mag Marcel Reich-Ranickis neuen Antisemitismusvorwürfen gegen Martin Walser nicht folgen. Die FAZ fragt nach den Chancen des eBooks.
Bücherschau des Tages
13.07.2002 Mit Kritiken zu Bodo Kirchhoff: "Schundroman" in der FR, Lucien Febvre: "Das Problem des Unglaubens im 16. Jahrhundert" in der FR, Jonathan Crary: "Aufmerksamkeit" in der NZZ, Katherine Stroczan: "Der schlafende Dax oder Das Behagen in der Unkultur" in der NZZ und Andre Clot: "Al Andalus" in der NZZ.
Montag, 15.07.2002
Heute in den Feuilletons
15.07.2002 Die FR besucht Raul Hilberg. In der taz bekomt Charles Wilp "orgastische Manschetten". In der SZ fragt Sonja Margolina, warum man Autoren wie Vladimir Sorokin in Russland verfolgt, während Antisemiten ausgezeichnet werden. Die NZZ will sich kein U für ein E vormachen lassen. Und die FAZ beobachtet mit Sorge den Konflikt um die Petersilieninsel.
Die Buchmacher
15.07.2002 In dieser Woche lesen Sie: Warum die Krise des Buchhandels keine ist. Wie fest Axel Springer zu seinen Buchverlagen steht. Warum Vertreter überflüssig werden könnten. Und wie Outsourcing funktioniert. Von Hubertus Volmer
Magazinrundschau
15.07.2002 Der New Yorker misstraut smarten Managern. Die NYT Book Review will den Papismus zähmen. Der Economist empfiehlt Bücher über die Verbrechen Josef Stalins und die Tugenden George Orwells. Im Express erinnert sich Gallimard-Verleger Jean Dutourd, wie gut sich Manuskripte als Toilettenpapier eigneten. In Espresso untersucht Umberto Eco den aufrechten Schlaumeier. Das Times Literary Supplement entdeckt Cervantes.
Bücherschau des Tages
15.07.2002 Mit Kritiken zu Gore Vidal: "Ewiger Krieg für ewigen Frieden" in der FR, Elke Schmitter: "Leichte Verfehlungen" in der SZ, Niklas Holzberg: "Catull" in der FAZ, Robert Darnton: "Poesie und Polizei" in der FAZ und Norbert Elias / John L. Scotson: "Etablierte und Außenseiter" in der SZ.
Vorgeblättert
15.07.2002 1928 ging Philipp Halsmann im Tiroler Zillertal mit seinem Vater auf eine Bergtour. Der Vater verunglückte tödlich. Sein Sohn, der später ein weltberühmter Fotograf werden sollte, wurde wegen Verdachts auf Vatermord verhaftet.
Lesen Sie heute Auszüge aus Martin Pollacks dokumentarischem Roman: "Anklage Vatermord".
Dienstag, 16.07.2002
Heute in den Feuilletons
16.07.2002 Die SZ findet den Kompromiss zum Internationalen Strafgerichtshof faul. In der FR äußert der pakistanische Autor Mohsin Hamid Hoffnungen auf eine Liberalisierung seines Landes. Die taz erinnert an die Stuttgarter Weißenhof-Siedlung. Die NZZ weiß, warum Vladimir Sorokin in Russland verfolgt wird. In der FAZ untersucht Peter Bürger den Kunstbegriff der Documenta.
Bücherschau des Tages
16.07.2002 Mit Kritiken zu Bruno Richard: "Desaster" in der SZ, Charles Williams: "Adenauer" in der SZ, August Leugers-Scherzberg: "Die Wandlungen des Herbert Wehner" in der SZ, Christoph Schulte: "Die jüdische Aufklärung" in der SZ und Liane Dirks: "Vier Arten meinen Vater zu beerdigen" in der SZ.
Mittwoch, 17.07.2002
Heute in den Feuilletons
17.07.2002 Die FR zieht eine verheerende Bilanz der rotgrünen Stadtentwicklungspolitik, außerdem verteidigt Margarete Mitscherlich den deutschen Fußball. Die SZ sucht die weithin gerühmte Rationalität der Märkte (findet sie aber nicht). Die taz erinnert an den Gipfel von Genua - die Welt hat sich seitdem kein bisschen gebessert. Die NZZ fand die Ursprünge des Frühkapitalismus in Mexiko.
Bücherschau des Tages
17.07.2002 Mit Kritiken zu Jerome Charyn: "Der schwarze Schwan" in der NZZ, Elke Schmitter: "Leichte Verfehlungen" in der NZZ, Marcos Giralt Torrente: "In deinen Augen" in der SZ, Beatrix Langner: "Hölderlin und Diotima" in der FAZ und Alfred Lorenzer: "Die Sprache, der Sinn, das Unbewusste" in der NZZ.
Mord und Ratschlag
17.07.2002 Die Krimikolumne. Heute: Francois Emmanuels "Melancholischer Mörder" agiert in einem Zwischenreich der Unwirklichkeit. Von Ekkehard Knörer
Donnerstag, 18.07.2002
Heute in den Feuilletons
18.07.2002 Die Zeit sorgt sich um den Zustand der Weltmusik. In der SZ fragt Michal B. Oren, ob die Palästinenser bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. In der NZZ begründet Hans-Jost Frey, warum dichterische Übersetzungen auch anders sein sollen als das Original. Die FR begrüßt (wie die FAZ) den Spruch des Bundeverfassungsgerichts zur Homoehe. Die taz ist enttäuschet von den Men in Black.
Bücherschau des Tages
18.07.2002 Mit Kritiken zu Barbara Hahn: "Die Jüdin Pallas Athene" in der ZEIT, Bodo Kirchhoff: "Schundroman" in der NZZ, Andre Kubiczek: "Junge Talente" in der FR, Mirko Bonné: "Ein langsamer Sturz" in der SZ und Claude Simon: "Der Wind" in der FR.
Vorgeblättert
18.07.2002 In einem Haus nahe des Taj Mahal wächst der 15-jährige Pran Nath in angenehmen Verhältnissen auf. Als man jedoch feststellt, dass er ein englischer Bastard ist, landet er erst auf der Straße und dann in einem Harem. Lesen Sie heute Auszüge aus Hari Kunzrus Roman "Die Verwandlungen des Pran Nath".
Freitag, 19.07.2002
Heute in den Feuilletons
19.07.2002 Rudolf Scharping ist heute der Feuilletonstar. Die SZ fand ihn ideal besetzt. Die FAZ probiert seine Kleider an. Die taz bennent seine Sehnsucht, charmant zu sein. Außerdem: In der SZ spricht Paul Virilio über Fotografie und Krieg. Die FR erklärt, wie ein Aufwindkraftwerk funktioniert. Die FAZ beschreibt die Krise der amerikanischen Museen.
Bücherschau des Tages
19.07.2002 Mit Kritiken zu Isachar Falkensohn Behr: "Gedichte von einem polnischen Juden" in der SZ, Jean Echenoz: "Die großen Blondinen" in der SZ, Michael Sukale: "Max Weber. Leidenschaft und Disziplin" in der FAZ, Erich Auerbach: "Dante als Dichter der irdischen Welt" in der FAZ und Ernst Probst: "Nessie" in der SZ.
Post aus Neapel
19.07.2002 Gott vergibt - Berlusconi nie. Da staunt selbst Italiens Linke: ein Mann wagt es immer noch, sich offen gegen Berlusconi zu stellen. Sergio Cofferati, Sekretär der Cgil, der größten italienischen Gewerkschaft, ist der einzige Mann in Italien, den der Premier noch fürchten muss.
Samstag, 20.07.2002
Heute in den Feuilletons
20.07.2002 In der FAZ erklärt der irische Autor John Banville, was es mit der Entschuldigung der IRA auf sich hat: Der Krieg ist vorbei. Die NZZ fragt, ob es ein Salzburger Kulturleben außerhalb der Festspiele gibt (irgendwie schon). In der taz entwickelt Daniel Cohn-Bendit eine Horrorvision: Was wäre, wenn die Grünen so viele Wähler hätte wie die taz Leser? Die FR schimpft über rückwärtsgewandte Architektur. Die SZ fragt, warum die Deutschen nur misslingende Volksaufstände mögen.
Bücherschau des Tages
20.07.2002 Mit Kritiken zu Theodor W. Adorno / Thomas Mann: "Theodor W. Adorno - Thomas Mann: Briefwechsel 1943-1955" in der NZZ, Johann Gottfried Seume: "Johann Gottfried Seume: Briefe" in der FR, Georg Pöhlein: "Großvater geht" in der NZZ, Marion Poschmann: "Baden bei Gewitter" in der NZZ und Karl Schlögel: "Die Mitte liegt ostwärts" in der SZ.
Montag, 22.07.2002
Magazinrundschau
22.07.2002 Der Economist untersucht den Crash der Telekom und bespricht zum Trost Bücher über Sex. Outlook India stellt ein Buch vor über die gentleman-poets in Bengalen. L'Express porträtiert den Verlag Flammarion. Die NYT Book Review hat einen sensationellen trostlosen jungen Autor entdeckt. L'Espresso sucht den G-Punkt. Die LRB ruft das Ende des Jihad aus. In Profil wehrt sich die Winifred-Wagner-Biografien Brigitte Hamann gegen Vorwürfe aus der wagnerlichen Familie.
Die Buchmacher
22.07.2002 In dieser Woche lesen Sie: Wer die Schuld an der Buchhandelskrise trägt. Was der Kiepert-Betriebsrat der Geschäftsleitung der Berliner Buchhandlung vorwirft. Was aus Sicht der Buchhändlerinnen und Buchhändler die Sommerhits 2002 sind. Wie es der Frankfurter Buchmesse geht. Und was der Sachbuch-Herbst 2002 bringt. Von Hubertus Volmer
Heute in den Feuilletons
22.07.2002 Architektur überall - der Weltkongress beginnt. Die SZ und die FR berichtet über New Yorker Proteste gegen die Wiederaufpläne für den Ground Zero. In der taz konstatiert der Architekt Christoph Ingenhoven einen Berliner Horror Vacui. Die FAZ klagt, dass deutsche Architekten vor allem bei Häusern für die Toten überzeugen. In der NZZ denkt Michael Brenner über den Begriff des Antisemitismus nach.
Bücherschau des Tages
22.07.2002 Mit Kritiken zu Norman Davies / Roger Moorhouse: "Die Blume Europas" in der FR, Christiane Grefe / Mathias Greffrath / Harald Schumann: "Attac" in der NZZ, Christiane Grefe / Mathias Greffrath / Harald Schumann: "Attac" in der FAZ, Jürgen Hogrefe: "Gerhard Schröder" in der FR und Reinhard Urschel: "Gerhard Schröder" in der FR.
Vorgeblättert
22.07.2002 Der Kronprinz eines nordindischen Königreichs ist nicht nur in einen Kampf um die Macht verwickelt, sondern muss auch seine Frau mit einem Gott teilen. Kiran Nagarkars Roman "Krishnas Schatten" entführt den Leser in die mittelalterliche Rajputenwelt. Lesen Sie einen Auszug.
Dienstag, 23.07.2002
Heute in den Feuilletons
23.07.2002 In der SZ verzweifelt der Historiker Moshe Zimmermann an der Radikalisierung der israelischen Gesellschaft. Die FR schildert das drastische French Bashing in den USA. Die taz behauptet, dass die DDR an zuviel Freiheit zugrundeging. Die NZZ erzählt die Geschichte des russischen Liberalismus. Die FAZ meldet, dass die italienischen Prinzen wieder in die Heimat ziehen dürfen.
Bücherschau des Tages
23.07.2002 Mit Kritiken zu Heike Geißler: "Rosa" in der TAZ, Alice Cherki: "Frantz Fanon" in der TAZ, Jonathan Lethem: "Motherless Brooklyn - Erzähl Deine Geschichte im Gehen" in der FR, Kenzaburo Oe: "Der schwarze Ast" in der SZ und Julia Leigh: "Der Jäger" in der TAZ.
Mittwoch, 24.07.2002
Heute in den Feuilletons
24.07.2002 Die NZZ stöhnt über den Störfaktor Sex. Die taz erklärt, warum die Ossis so unzuverlässige Wähler sind. In der FR beschreibt Predrag Matvejevic die unvollkommene Identität des heutigen Kroatiens. Die SZ beklagt die Inflation der Mittler. Die FAZ konnte in Wien kein Fahrrad leihen.
Bücherschau des Tages
24.07.2002 Mit Kritiken zu Steffen Kopetzky: "Grand Tour oder die Nacht der Großen Complication" in der NZZ, Lucien Febvre: "Das Problem des Unglaubens im 16. Jahrhundert" in der NZZ, Czeslaw Milosz: "Mein ABC" in der SZ, Wolfram Prinz: "Die Storia oder die Kunst des Erzählens" in der NZZ und Alan Bennett: "Vater, Vater lichterloh" in der FAZ.
Post aus Borneo
24.07.2002 Warum eine Bärenforscherin aus dem Urwald zwischen Samarinda und Balikpapan schneller an ihren Arbeitsplatz kommt als eine Philosophenforscherin aus Frankfurt.
Donnerstag, 25.07.2002
Heute in den Feuilletons
25.07.2002 Die Zeit stellt klar: Die Nazis ließen nicht in erster Linie die Reichen, sondern den kleinen Mann von Zwangsarbeit und Arisierung profitieren. Die SZ eröffnet das Bayreuther Sommertheater mit Nachfolgefragen (Thielemann?) Die FR stellt islamische Reformdenker vor. Die FAZ porträtiert Moritz Hunziger als heiteren PR-Berater. Die taz feiert indisches Kino, die NZZ japanischen Pop.
Bücherschau des Tages
25.07.2002 Mit Kritiken zu Francis Wheen: "Karl Marx" in der SZ, : "Bruno Taut 1880-1938" in der FR, Ulla Berkewicz: "Vielleicht werden wir ja verrückt" in der FR, Stefan Beuse: "Die Nacht der Könige" in der ZEIT und Anna Enquist: "Die Verletzung" in der FR.
Vorgeblättert
25.07.2002 Der 28jährigen Ben soll ein noch nicht zugelassenes Medikament namens "Venus" testen, das eine starke sexuelle Wirkung entfaltet, mit der verglichen sich "Viagra" wie Klosterfrau Melissengeist ausnimmt. Das hat unvorhersehbare Folgen! Lesen Sie einen Auszug aus Charles Simmons neuem Roman "Das Venus-Spiel".
Freitag, 26.07.2002
Heute in den Feuilletons
26.07.2002 Die NZZ erzählt die Geschichte des chinesischen Marshalls Zhang Xueliang, der 1936 General Tschiang Kai-schek festnehmen ließ. In der FAZ feiert Mario Vargas Llosa den Kritiker Marcel Reich-Ranicki für seine Autobiografie. Die FR fordert eine neue Vertriebenendebatte. München ist pleite, klagt die SZ.
Bücherschau des Tages
26.07.2002 Mit Kritiken zu Paul Auster: "Das Buch der Illusionen" in der SZ, Jeanette Winterson: "Das Powerbook" in der FAZ, Morris Berman: "Kultur vor dem Kollaps?" in der SZ, Thomas Struth: "Thomas Struth" in der SZ und : "Bignes? - Kritik der unternehmerischen Stadt" in der FAZ.
Samstag, 27.07.2002
Heute in den Feuilletons
27.07.2002 In der NZZ erinnert sich Ralf Dahrendorf an seinen Lehrer Karl Popper. Die FAZ erklärt, warum in der russischen Literatur die Verschwörungstheorien so beliebt sind. Die SZ läutet die Salzburger Festspiele ein. In der taz spricht die Autorin Juli Zeh über ihre Bosnien-Reise. Die FR beschwert sich, dass sich die deutschen Vertriebenen nicht multiperspektivisch erinnern.
Bücherschau des Tages
27.07.2002 Mit Kritiken zu Brigitte Hamann: "Winifred Wagner oder Hitlers Bayreuth" in der NZZ, Moritz Baßler: "Der deutsche Pop-Roman" in der FR, Hans-Ulrich Treichel: "Der irdische Amor" in der FR, Durs Grünbein: "Erklärte Nacht" in der NZZ und Harald Bluhm: "Die Ordnung der Ordnung" in der NZZ.
Essay
27.07.2002 "Meine Lehrer hatten es auch nicht so mit Sartre. Zuviel Glamour, zuviel Kettenraucherei, zuviel Nachtclub war ihnen da im Spiel." Georg M. Oswald erzählt, wie er sich gegen seine 68-er Lehrer einen Begriff des Engagements eroberte.
Montag, 29.07.2002
Die Buchmacher
29.07.2002 In dieser Woche lesen Sie: Warum in den Publikumsverlagen die falschen Bücher von den falschen Leuten gemacht werden. Wer im Fahrwasser von Harry Potter auf Erfolgskurs ist. Wo Thalia weiter wächst. Was der Süddeutsche Verlag mit seiner Fachsparte vorhat. Und dass der Ausverkauf der Kunst nichts Neues ist.
Heute in den Feuilletons
29.07.2002 In der NZZ beklagt Laszlo F. Földenyi die "Stromlinienförmigkeit des Subversiven". Die FAZ versteht nicht, wie man den genialen Thomas Middelhoff chassen kann, die SZ versteht es ein klein bisschen besser. In der taz porträtiert Gabriele Goettle de Chef des Schiffhebewerks Niederfinow. Die FR kommt noch einmal auf den Weltkongress der Architekten zurück.
Magazinrundschau
29.07.2002 Die NYT Book Review stellt Martin Amis' zorniges Buch über Stalin vor. In L'Express beschreibt Jean-Luc Godard seine Suche nach dem Unsichtbaren. In der NY Review of Books wirft Pankaj Mishra der indischen Regierung vor, Massaker an Moslems zu dulden. In Prospect fürchtet sich Antony Lerman nicht vor einem neuen europäischen Antisemitismus. Der Economist lässt Bush fallen. Das TLS beklagt anlässlich zweier Proust-Biografien den Verfall der Literaturkritik. Und der New Yorker erzählt die Geschichte eines amerikanischen Terroristen.
Bücherschau des Tages
29.07.2002 Mit Kritiken zu Norbert Frei: "Karrieren im Zwielicht" in der FR, Yoram Kaniuk: "Der letzte Berliner" in der SZ, Elisabeth Niejahr / Rainer Pörtner: "Joschka Fischers Pollenflug und andere Spiele der Macht" in der SZ, Helene Hanff: "84, Charing Cross Road" in der SZ und Lars-Broder Keil / Sven Felix Kellerhoff: "Deutsche Legenden" in der NZZ.
Vorgeblättert
29.07.2002 "Sie ist ein Wanderer mit einem Rucksack voll selbsternannter Dämonen", sagte Truman Capote über sie, und William Faulkner erklärte, ihr Werk gehöre "zu den besten unserer Zeit". Die Rede ist von Carson McCullers, die ihren ersten Roman "Das Herz ist ein einsamer Jäger" mit 23 Jahren veröffentlichte. Lesen Sie Auszüge aus ihrer Autobiografie.
Dienstag, 30.07.2002
Heute in den Feuilletons
30.07.2002 Die FAZ ist enttäuscht. Der neue "Jedermann" ist ein "Oberjammergau". Die NZZ macht sich Sorgen: Warum ist das Schweizerkreuz so sehr in Mode? In der SZ analysiert Andrew J. Bacevich den amerikanischen Imperialismus. In der FR ficht Anatolij Koroljew für seinen Kollegen Wladimir Sorokin. Die taz fürchtet, dass sich die öffentlichen Museen immer mehr auf private Sammler verlassen.
Bücherschau des Tages
30.07.2002 Mit Kritiken zu Jana Simon: "Denn wir sind anders" in der FAZ, John Wray: "Die rechte Hand des Schlafes" in der NZZ, Lena Kugler: "Wie viele Züge" in der FAZ, Michael Ignatieff: "Die Politik der Menschenrechte" in der TAZ und Jürgen Trittin: "Welt Um Welt" in der TAZ.
Mittwoch, 31.07.2002
Heute in den Feuilletons
31.07.2002 Wenigstens einer, dem's gut geht: Claus Peymann plaudert über die "unglaublich gute Geschäftsentwicklung" beim Berliner Ensemble. Seine Salzburger Inszenierung eines neuen Stücks von Peter Turrini gilt der NZZ allerdings als "Peinlichkeit der Sonderklasse". Die taz findet Product Placement in Romanen akzeptabel. Die FR bringt ein Interview mit dem Tel Aviver Architekt Eyal Weizman über israelische Besatzungsbauten. Die FAZ vermisst Middelhoff.
Bücherschau des Tages
31.07.2002 Mit Kritiken zu Norbert Miller: "Der Wanderer" in der FAZ, Evelyn Adunka: "Der Raub der Bücher" in der NZZ, Oskar Panizza: "Die Menschenfabrik" in der SZ, Amy Bronwen Zemser: "Wo der Mangobaum singt" in der NZZ und Ernst-Otto Czempiel: "Neue Sicherheit in Europa" in der FAZ.