Perlentaucher - Online Kulturmagazin mit Presseschau, Rezensionen, Feuilleton

zuletzt aktualisiert 10.02.2026, 15.41 Uhr
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  • Die Beschneidungsdebatte: im Perlentaucher und in anderen Medien
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  • Der dänische Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
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Perlentaucher-Fakten

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Buchautoren

Perlentaucher Archiv

Sortiert nach Datum | Rubriken

Montag, 02.08.2010

Heute in den Feuilletons

Die Ehre der Familie, ja des Clans

02.08.2010 In der NZZ erzählt Azar Nafisi die Geschichte der Sakineh Mohammadi Ashtiani, die gesteinigt werden soll. In der Jungle World meint Jeffrey Herf, dass die neuen Forschungen über den Mufti von Jerusalem geeignet sind, den Blick auf Befreiungsbewegungen in der Dritten Welt zu verändern. Laut SZ diskutiert Italien über das Ende der Ära Berlusconi, für den es dummerweise keine Alternative gibt.

Bücherschau des Tages

Menschenbilder, sowas Grausliches

02.08.2010 Die SZ setzt in Zeiten der Kapitalismusverdrossenheit und ideologischer Desillusionierung auf Niklas Luhmann. Aber sie bestaunt auch, wie Le Corbusiers Entwurf im indischen Chandigarh eine bessere Welt entwarf. Außerdem lacht sie über ungefähr 500 Witze aus dem Ostblock, die Ben Lewis' in seinem "komischen Manifest" zusammengetragen hat. Die FAZ liest Christian Meiers Essay über das "Das Gebot zu vergessen".

Vorgeblättert

Francis Wyndham: Der andere Garten

02.08.2010 Die dreißigjähre Kay steht im Mittelpunkt dieser Geschichte aus dem England des Zweiten Weltkriegs. Erzählt wird sie von einem Jungen, der sich mit ihr anfreundet und in der Zeit erwachsen wird. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Roman "Der andere Garten" von Francis Wyndham.

Medienticker-Archiv

Lügenmaschinen

02.08.2010 Bilder, die das Sehen verhindern: Das Bild des Krieges in den Medien und Künsten - Helden-Bilder: Heldendarsteller gesucht - Ästhetisches Inferno für den Weltfrieden: Rolf Hochhuths "Inselkomödie" in Berlin - Prometheus in Athen: Weil er riskierte zu leiden, ein Theaterabend über einen Theaterabend - Lulu in Salzburg: "Wer eine Hexe ist, bestimmen immer die anderen" - Julian Assange: Der Enthüllungskünstler.

Dienstag, 03.08.2010

Magazinrundschau

Die Quelle meiner Zungenängstlichkeit

03.08.2010 Der New Yorker weiß nach Lektüre der Wikileaks-Dokumente nicht mehr, wer Freund, wer Feind ist. In Ungarn werden nur garnierte Dokumente veröffentlicht, berichtet Elet es Irodalom. In der NYRB beruhigt Malise Ruthven: Dem Islamismus geht es nur um Symbole. In Eurozine fragt sich der britische Künstler Victor Burgin: Wenn schon Bioläden bei Juden kaufen, welche Hoffnung gibt es dann noch für die Kunst? Ein Fest für Systemtheoretiker bietet der Merkur. Open Democracy fragt, wann die Linke rechts wurde. Philosophy Now richtet die Überwachungskamera auf Eva.

Heute in den Feuilletons

Hervorbringung von Einfachheiten

03.08.2010 In Slate schildert Christopher Hitchens die Reaktion Hugo Chavez' auf die Knochen von Simon Bolivar. Jeremy Bernstein erzählt im Blog der New York Review of Books, wie er Duke Ellingtons Trompeter an Nat King Cole vermitteln wollte. Die Inszenierung der Salzburger "Lulu" kam nicht so gut: Die Beurteilung des Dirigenten hing offenbar ab von der Platzierung des Kritikers: Manche sprechen von Transparenz, manche von Intransparenz.

Bücherschau des Tages

Wahrnehmungsemphase

03.08.2010 Die taz spaziert mit Stephan Wackwitz freudig über die Hauptstraße des 20. Jahrhunderts: die Fifth Avenue. Die SZ erlebt mit Ricarda Junges Roman "Die komische Frau" echtes  Friedrichshainer Kreativprekariat. Die FR lernt von Fernando Pessoa alles über "Genie und Wahnsinn". Und die NZZ empfängt von Alexander von Villiers eine E-Mail aus dem 19. Jahrhundert.

Medienticker-Archiv

Deus ex machina

03.08.2010 Ein öffentliches Geschäft: Hans Leyendecker über Kachelmann und die Medien sowie der E-Mail-Wechsel des Wettermanns mit Alice Schwarzer - Ralph Giordano: Die Charta der deutschen Heimatvertriebenen ist eine Farce! - Vor 30 Jahren und heute: Svende Merians "Tod des Märchenprinzen" + Die Gazette: "Postdemokratie: Gemeingefährliche Regierungsmethoden"

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

03.08.2010 Sommerloch-Aktivitäten

Mittwoch, 04.08.2010

Heute in den Feuilletons

Kehlkopfgequietsche

04.08.2010 In der NZZ erzählt Aatish Taseer, dass sich der Krieg der Islamisten zuallererst gegen die islamische Kultur richtet. Im Guardian liefert der Ayatollah Khamenei ein Beispiel. In der taz betont Azar Nafisi dass der Kampf gegen den Islamismus in erster Linie ein Kampf für Kultur ist. Medien und Blogs berichten über eine bevorstehende Steinigung im Iran. Christopher Hitchens schreibt in Slate über seinen Lungenkrebs. Die SZ kritisiert den Popanz der "Gentrifizierung", der gerade in Berlin jeden Fortschritt verhindert. Die FAZ berichtet über eine erstaunliche Wendung nach den Wikileaks-Enthüllungen zum Irak.

Bücherschau des Tages

Ein zärtliches Gefühl plötzlich

04.08.2010 Schaurig schön findet die SZ Tom Schulz' Gedichte "Kanon vor dem Verschwinden". Nach Heinrich Deterings Analyse von Nietzsches "Wahnsinnszetteln" kommt sie zu dem Schluss, dass dessen Ich zwar nicht identisch, aber lange nicht verrückt war. Die NZZ lobt sehr Christian Mareks "Geschichte Kleinasiens in der Antike". Die FAZ freut sich, über einen zur Abwechslung mal wieder richtig jungen Erzähler in Vincent Overeems Roman "Misfit".

Im Kino

Ein Furz, ein Schiss, ein Kinderspiel

04.08.2010 In Dennis Dugans Komödie "Kindsköpfe" lümmeln die Protagonisten vor der Kamera rum und lassen den Plot einen guten Mann sein. Total sinnbefreit, aber auch irgendwie amüsant. In "Mother" des koreanischen Regisseurs Bong Joon-ho ordnet die Mutter eines Mordverdächtigen die Welt.

Medienticker-Archiv

Abschied von Print

04.08.2010 Print ohne Web-Ergänzung ist out - Digitale Herausforderung: Verlage zögern digitale Angebote hinaus - Afghan War Diar: Wikileaks droht mit mehr - Comeback der Zombies: Neue Lust auf Gammelfleisch auf Leinwänden und Buchseiten - Alles ist überall: Vergisst das Internet wirklich nichts? - Prozessjournalismus: Einen Abstellknopf gibt es nicht - Independent-Labels: Je kleiner, desto Jazzer.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

04.08.2010 Von Krokodilen und Schlangen.

Donnerstag, 05.08.2010

Heute in den Feuilletons

Und es muss schnell gehen

05.08.2010 In der taz erklärt der koreanische Regisseur Bong Joon-ho, wie und warum man in Südkorea trinkt. Der Freitag erklärt, warum  Serien wie "The Wire" eigentlich erst heute als Meisterwerke rezipiert werden können. Im telemedicus erklärt der Google-Justiziar Arnd Haller, warum er die Forderung der Presseverlage nach einem Leistungsschutzrecht für dreist hält. Die NZZ ist traurig: Die Golf-Araber planieren Beirut zu Tode. 

Bücherschau des Tages

Kunst der Seinsbeschreibung

05.08.2010 Die Zeit warnt vor Peter Kurzeck und seinem Hörbuch "Da fährt mein Zug": Dieser Erzähler macht süchtig. Sehr begeistert ist sie auch - wie die NZZ - von Juan Gabriel Vasquez' Roman "Die Informanten", den beide Zeitungen heute noch einmal gebührend feiern. Die FR lernt in Anne Wiazemskys Roman "Mein Berliner Kindheit" die Stadt als gigantische Sortiermaschine kennen. Die FAZ liest Christian Demands Schrift"Wie kommt die Ordnung in die Kunst?" und nimmt Abschied vom Engel der Geschichte.

Vorgeblättert

Regie: Ruth Berghaus. Geschichten aus der Produktion

05.08.2010 Irene Bazinger hat einen Band mit Erinnerungen an die große Regisseurin Ruth Berghaus zusammengestellt. In unseren Leseproben erzählt Hans Neuenfels, wie ihm Berghaus einen Antrag machte, Achim Freyer streitet sich über Kommunismus, und Jürgen Flimm erinnert sich an "Generalin Ruth".

Medienticker-Archiv

Kunstblut zeigen, um Verständnis werben

05.08.2010 Notre Terreur (Im Bann des Schreckens) bei den Salzburger Festspielen - Wer frisst wen? Brecht mit brasilianischen Mitteln - Google wird giftig: Justiziar wettert gegen "Presse-GEZ" - Haushaltsgebühr: WAZ will eine finanzielle Beteiligung für Verlage - Nach Duisburg: Georg Altrogge über die "weltfremde Medienmoral-Debatte" + Evangelikale Extremisten rufen für den 11.9.2010 zum "Burn a Koran Day" auf.

Bücherbrief

Ich verhungere auch

05.08.2010 Marketa Pilatova zeigt uns vier Frauen, die ums Glück kämpfen. Elizabeth Strout zeigt uns eine nicht nette Frau mit Empathie. Vladimir Sorokin schickt uns noch einmal zur Bruderschaft des Lichts. Wojciech Jagielski porträtiert die irre ugandische Lords Resistance Army. Kirsten Heisig erklärt, warum jugendliche Straftäter nicht härter, sondern schneller bestraft werden sollen.

Essay

Väinemöinen greift zur Kantele

05.08.2010 Der estnische Komponist Veljo Tormis, der mit seiner zugleich modernen und archaischen Chormusik die "Singende Revolution" inspirierte, ist im Westen noch viel zu unbekannt. Sein Leben. Seine Musik - mit Hörbeispielen.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

05.08.2010 Zeit zum Wäsche waschen.

Freitag, 06.08.2010

Heute in den Feuilletons

Zu Monstern aufgebohrt

06.08.2010 In der Berliner Zeitung erklärt der Regisseur Armin Petras, warum Deutschland heute moralisch ebensosehr darniederliegt wie vorm Befreiungskrieg gegen Napoleon. Im Tagesspiegel macht sich Hans-Christoph Buch nicht allzuviel Hoffnungen auf den Reformwillen der Caudillos von Kuba. Die NZZ trifft einen deprimierten Juri Andruchowytsch in Iwano-Frankiwsk. Die Blogs und Medienseiten fragen: Wie netzneutral will Google sein? In der SZ sagt Amitai Etzini: Cuius regio, eius religio.

Bücherschau des Tages

Himmelsbeamtinnen

06.08.2010 Josef Reichholfs saftige Streitschrift über und gegen den "Naturschutz" liest die SZ mit Gewinn und übt sich ab jetzt in Gelassenheit gegenüber Neophyten. Die NZZ lernt mit Eyal Weizmanns Studie "Sperrzonen" Architektur als Waffe zu fürchten. Die FAZ freut sich über Michal Vieweghs Roman "Engel des letzten Tages".

Medienticker-Archiv

Gefesselter Prometheus in Essen

06.08.2010 Theodoros Terzopoulos' Aischylos: Der babylonische Feuerbringer und das Reclam-Heft - Die Spur des Geldes: Wikileaks und seine Spender - Abfuhrtermine für Informationsmüll: Miriam Meckel über Datenflut im Internet - Alles Freunde: Das Leben bei Facebook und die Piratenpartei - "Ich zieh mal den Stecker": Ein Gespräch mit Alex Rühle + Hölle, Hölle, Hölle: Wacken Open Air oder Dosenbier, Dauerregen und Death Metal.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

06.08.2010 Eheringe.

Samstag, 07.08.2010

Heute in den Feuilletons

Das arabische Tabu-Dreieck

07.08.2010 In der Welt erzählt der gefürchete Literaturagent  Andrew Wylie, der die E-Book-Rechte seiner Autoren selbst vermarkten will, was er vom Verfall der Musikindustrie gelernt hat. In der taz bekennt der Unternehmer Dieter Philippi seine Leidenschaft für Hüte von Geistlichen. Die FR kann  über die Probleme von Barnes & Noble nicht richtig traurig sein. Die FAZ befasst sich mit militärischem Datenwahn. 

Bücherschau des Tages

Weg wie nix

07.08.2010 Die FAZ ist sich uneins mit Ferdinand von Schirachs "Schuld"-Geschichten, empfiehlt aber mit Nachdruck Stefan Zweigs "Schach"-Novelle als Hörbuch. Die taz liest  Reisebücher für Kinder. In der FR bespricht der Musil-Biograf Karl Corino einen weiteren Band mit Kritiken von Alfred Kerr. Die SZ vertieft sich in die Liebesgeschcihte von "Humboldt und Charlotte".

Montag, 09.08.2010

Heute in den Feuilletons

Reproduktion romantisierender Vorstellungen

09.08.2010 Tony Judt ist tot: (Fast) alle Zeitungen bringen ausführliche Nachrufe. Wir verlinken auf die wichtigsten Artikel von der New York Review of Books bis zur Jerusalem Post. In der taz meint Lars Rensmann: Israelkritiker sollten auch die Palästinenser endlich mal als handelnde Subjekte wahrnehmen. In der FAZ schildert der Schriftsteller Abbas Khider sehr eindringlich die Zensurpolitik in Ägypten. Die SZ besucht ein Gewächshaus auf einem Dach im Wedding, das nur duch einen Anker am Wegfliegen gehindert wird.

Bücherschau des Tages

Praktische Irritation

09.08.2010 Sehr gut gefällt der FR Nino Haratischwilis Debütroman "Juja", in dem es um die Liebe, Paris, das Cafe de Flore und einige andere harte Themen geht. Die taz lässt sich von Ole Frahm mit Begeisterung "Die Sprache des Comics" erklären. Die SZ kann Ulrike Jureits und Christian Schneiders Buch "Gefühlte Opfer" sehr empfehlen, das einige Fehlentwicklungen in unserer Erinnerungskultur beleuchtet.

Vorgeblättert

Cesarina Vighy: Mein letzter Sommer

09.08.2010 In ihrem Romandebüt erzählt die über 70-jährige Italienerin Cesarina Vighy von ihrem Leben in Venedig und Rom und zieht Bilanz angesichts einer unheilbaren Krankheit und von Fragen, die nie beantwortet werden. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Mein letzter Sommer".

Medienticker-Archiv

Im offenen Raum

09.08.2010 Schlusswort zur SZ-Serie "Wozu noch Journalismus?" - Immer mehr Artikel kosten Geld: Zeitungen wittern Geld im Internet - Mediathek: Privatsender planen Fernseh-Plattform im Internet - Mark Zuckerberg und Ende der Privatsphäre? Der Traum von einem idealen Leben -Thomas Ostermeiers Othello in Epidauros: Die Geburt der Brutalität aus den Untiefen des Nicht-Charakters + Interview mit dem Szene-Zeichner Christophe Szpajdel über Logos von Metalbands.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

09.08.2010 Verödete Bücherregale.

Dienstag, 10.08.2010

Magazinrundschau

Die menschliche Antwort auf das Massif Central

10.08.2010 In Newsweek diskutieren Hinterbliebene von Opfern über eine geplante Moschee in der Nähe von Ground Zero. Der New Yorker beschreibt die Lähmung der amerikanisch-iranischen Beziehung. In Eurozine beklagt Alexei Venediktov den deprimierenden Zustand der freien Presse in Russland. Magyar Narancs warnt die Ungarn davor, sich die russische Demokratie zum Vorbild zu nehmen. Das TLS erzählt, wie ein Anzug HG Wells zum Theaterkritiker machte. In Telerama beklagt Alain Badiou Frankreichs Ermattung. Der Boston Globe fordert, die Diskriminierung von Dicken und Ungeschminkten zu verbieten. Al Ahram denkt über das Schreiben des Dichters in der Fremde nach.

Heute in den Feuilletons

Das Gebaren der neuen Sozialkontrolleure

10.08.2010 Freie Journalisten sollen nach Einführung eines Leistungsschutzrechts doch irgendwie bezahlen, wenn sie auf Zeitungsseiten im Netz recherchieren, fordert ein Verdi-Funktionär. Aber die Verlage sollen es ihnen dann zurückzahlen. Darauf setzt es in den Blogs Kritik an den Journalistengewerkschaften. Die SZ-Online appelliert im Schlusswort zu ihrer Serie "Wozu noch Journalismus" an die Medienpolitik. Und die NZZ kündigt an, ihr Netzangebot zahlbar zu machen.

Bücherschau des Tages

Gebrauchsanweisung für gefährliche Geräte

10.08.2010 Die FR lernt mit Peter Kemper Muhammad Alis "Leben, Werk und Wirkung" zu bewundern, das heißt seinen Kampfstil. Die NZZ liest in Patrick Modianos "Place de l'Etoile" von einem  Menschenfresser, der gern kleine Arierinnen verspeist. Die FAZ freut sich über Albert Renger-Patzschs "Freude am Gegenstand". Und die SZ lauscht verzückt Thomas Manns "Wunschkonzert".

Medienticker-Archiv

Ressentiment-Kritiker

10.08.2010 Wolfgang Behrens: Zu welchem Ende erdulden wir Gerhard Stadelmaiers Kritikertypologie? - Methode Bertelsmann: Eine Stiftung regiert im Land - Rüdiger Suchsland über "No Sex in the City" oder Wie uncool ist die Kritik an der Gentrifizierung? - Spendendebatte: Von der tristen Obrigkeitsgläubigkeit in Deutschland - Publikumsabstimmung: Last Chance für Buch-Hotlist der Independents.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

10.08.2010 Zwölf Uhr Mittags.

Mittwoch, 11.08.2010

Heute in den Feuilletons

Alle Voraussetzungen zum Glücklichsein

11.08.2010 In der FAZ erwacht Juri Andruchowytsch aus dem europäischen Traum - und findet sich im Stalinismus wieder. In der Welt beschreibt Claudio Magris Berlusconi als vulgäre Parodie seiner selbst. Die SZ sieht den Vorschlag von Google und Verizon gegen die Netzneutralität in mobilen Netzen als Rückeroberung der Internets durch große Konzerne.In Telepolis erklärt der Historiker Eckhard Höffner, warum weniger Urheberrechte mehr Dichter und Denker brachten.

Bücherschau des Tages

Im Pool der Sorglosigkeit

11.08.2010 Die SZ liest bei Richard Powers nach, wie aus den Geheimnissen seines Lebens eine Gensequenz auf USB-Stick wurde. Als intelligent und erotisch preist die FR Nora Iugas Roman
"Die Sechzigjährige und der junge Mann". Die NZZ juchzt vor Freude über die wiederaufgelegten Essays des großen Narzissten Peter Hacks: "Die Maßgaben der Kunst". Und die FAZ ist einverstanden mit Werner Schiffauers Studie über Milli Görüs "Nach dem Islamismus".

Medienticker-Archiv

Sag mir, wo die Leser sind

11.08.2010 Auflagenschwund der Tageszeitungen: Mehr Singles, printferne Jugend, gestiegene Preise - Interview mit Paul Auster: "Amerika ist blockiert" - Merkels Neuer: Steffen Seibert betritt die Welt der Intriganten - Der etwas andere Paid Content: Journalismus mit Erfolgsbeteiligung - Bestechlichkeit, Untreue und Betrug: Hans Leyendecker über den Fall Heinze - Thibaut de Saint Maurice: Kant, Nietzsche, Glotze!

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

11.08.2010 Auf die pragmatische Art.

Im Kino

Superrechner vs. Supergroßmutter

11.08.2010 In seinem Anime "Summer Wars" lässt Mamoru Hosoda die virtuelle Welt OZ gegen die japanische Tradition antreten und entwirft dabei ein Projekt der Versöhnung von Gegenwart und Vergangenheit, von Generationen und Geschlechtern: angenehm komplex, ohne Berührungsängste mit alten und neuen Welten und offen für ins Große gehende Fantastik.

Donnerstag, 12.08.2010

Heute in den Feuilletons

Rauschbereite

12.08.2010 Die Huffington Post bringt eine Liste mit den fünfzehn am meisten überschätzten amerikanischen Autoren. Schuld ist Michiko Kakutani von der New York Times. Gawker kolportiert ein Brüllduett zwischen Larry Page und Sergey Brin. Es ging um Datenschutz. Es gibt Wichtigeres als Religionsfreiheit, meint Eva Quistorp in The European. In der FR heißt es Hirn statt Hintern statt Knackhirn statt Knackarsch in der Berliner Zeitung.

Bücherschau des Tages

Ontotextologie

12.08.2010 Als "großes Werk in Tiefe und Weite der Gedanken" rühmt die Zeit Thomas Hettches Roman "Die Liebe der Väter". Norbert Gstreins bereits heftig erwarteter Suhrkamp-Schlüsselroman "Die ganze Wahrheit" enttäuscht sie dagegen: keine Schundliteratur der Premiumklasse! Die SZ reist mit Edouard Glissant zur Osterinsel Rapa Nui. Und die FAZ liest mit Begeisterung Giwi Margwelaschwilis versponnene Lese-Lebensbeschreibungen "Der Kantakt" (hier unsere Leseprobe).

Vorgeblättert

Zora del Buono: Big Sue

12.08.2010 Zora del Buono erzählt in ihrem Roman "Big Sue" von der Suche eines Mannes nach seinen Wurzeln. Dabei trifft er unter anderem auf eine neugierige Journalistin, Geister in einer Villa, Alligatoren in den Sümpfen Georgias und gutgehütete Geheimnisse. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Big Sue".

Medienticker-Archiv

Die Menschenleser

12.08.2010 Norbert Schneider über Sozialkontrolle im Netz - Kulturpessimist und Internet-Kritiker Nicholas Carr: "Wer bin ich, wenn ich online bin?" - Tod in Theben in Salzburg: Die im Dunkeln sieht man nicht - Tugendterror: Iranerin Sakineh droht Steinigung oder der Galgen - Jazz-Trompeter Christian Scott: Den Heuchlern in die Fresse blasen oder Boxer statt Bildungsbürger + Lob des Müßiggangs: Den Kopf frei haben für Neues.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

12.08.2010 Tag der Entscheidungen.

Freitag, 13.08.2010

Heute in den Feuilletons

Mehr Wumms, mehr 3D

13.08.2010 Die NZZ findet die städtebauliche Idee hinter dem Stuttgarter Bahnhofsprojekt, totz aller Probleme, weiterhin bestechend. In der taz verteidigt der Architekt Christoph Ingenhoven sein Projekt. In der Welt beschleicht Stephan Wackwitz beim Besuch New Yorker Universitäten ein Deja-vu-Erlebnis: nicht 1968, aber mindestens 1975. Im Tagesspiegel sehnt sich Norbert Bolz nach einer Partei rechts von der CDU. Die amerikanische Blogosphäre diskutiert über einen Artikel in Atlantic Monthly zur Frage, ob und wann Israel den Iran angreifen wird.

Bücherschau des Tages

Juristengeburtstagsgeschenkmäßig

13.08.2010 Gut gefallen hat der FAZ Mari-Jeanne Urechs Roman "Mein sehr lieber Herr Schönengel" über den kleinen Angellten eines großen Wirtschaftszirkus. Routiniert gewürdigt wird Joyce Carol Oates' routinierter Roman "Geheimnisse". Erschöpft, aber beeindruckt berichtet die SZ von Uwe Johnsons Gesprächen mit Fluchthelfern "Ich wollte keine Frage ausgelassen haben".

Medienticker-Archiv

Glotzen, Gaffen, informieren

13.08.2010 Burkhard Müller-Ullrich über Google Street View, Nacktscanner und der Ganzkörperschleier - Verhärtete Fronten: CDU und FDP wollen Gesetz zu Street View und will der Suchmaschinenkonzern nun auch Drohnen einsetzen? - Open Data: Landkarten mit Mehrwert - Printmedien: Apocalypse? No! - Kultfernsehen: Welche Serie bist du? - Die Neuro-Ästheten: Hirnforscher erkunden das Gute, Schöne und Wahre + Storch Heinar darf Thor Steinar veräppeln.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

13.08.2010 Superhelden.

Samstag, 14.08.2010

Heute in den Feuilletons

Das Rohe und das Gekochte

14.08.2010 In der Welt liest Bernard-Henri Levy Nicolas Sarkozy die Leviten und die geheiligten Grundsätze der Resistance, der Menschenrechte und der französischen Verfassung. Die taz unterhält sich mit Jonathan Safran Foer über Tiere, Essen und Werte. Die NZZ porträtiert die türkische Autorin und Aktivistin Pinar Selek. Der SZ graut es vor Google Street View. Die FR findet: Die Voyeure sind wir. Außerdem besprechen alle Norbert Gstreins Vielleicht-Suhrkamp-Schlüsselroman "Die ganze Wahrheit".

Bücherschau des Tages

Ambivalenzproduktion

14.08.2010 Es gibt es doch noch, das Buch, auf das alle warten. Oder ist das wieder nur eine Marotte des Literaturbetriebs? Norbert Gstreins Roman "Die ganze Wahrheit", der ein Schlüsselroman über Ulla Berkewicz und den Suhrkamp Verlag sein soll (und dann auch wieder nicht), wurde heute in allen fünf Zeitungen besprochen. Das Urteil reicht von virtuos (NZZ) bis zum Vorwurf des Rufmords (taz) und der Ausrufung eines neuen Genres, des Berkewicz-Romans (FR). Außerdem: die NZZ begeistert sich vorbehaltlos für Katharina Hackers Roman "Die Erdbeeren von Antons Mutter". Die FAZ staunt über Michael Pawliks souveränen Umgang mit den Theorien Kants. Die taz ackert sich durch "Die Cambridge School der politischen Ideengeschichte".

Montag, 16.08.2010

Heute in den Feuilletons

Der heutige Kulturhass

16.08.2010 In der NZZ schreibt Olga Martynova in einem Artikel, der sich wie eine Antwort auf einen FAZ-Artikel Juri Andruchowytschs liest: Wir waren doch sowieso alle Sowjetmenschen und kulturell homogen. Jungle World findet, dass Jörg Haiders Liebe zu arabischen Potentaten keineswegs nur eine Skurrilität war. Die jetzige Regierung will den Bürgern nicht allzu viel Freiheit zumuten, meint Ulrike Ackermann im Tagesspiegel. Die Blogs diskutieren weiter über Netzneutralität. Die SZ erklärt Thomas Hettches neuen Roman zur Makulatur. Und in der New York Times bespricht Michiko Kakutani den neuen Roman von Jonathan Franzen.

Bücherschau des Tages

Eine Art Epochengefühl

16.08.2010 Groß findet die FR Jonathan Safran Foers Essay "Tiere essen". Sehr beeindruckt ist die SZ von Thomas Lehrs sehr komplexem Roman "September". Thomas Hettche handelt sich mit "Die Liebe der Väter" dagegen einen geharnischten Verriss ein. Die taz entdeckt für sich Michel Georges-Michels "Die von Montparnasse".

Vorgeblättert

Ngugi wa Thiong'o: Träume in Zeiten des Krieges

16.08.2010 "Ich hatte keine Farm in Afrika" könnte der erste Satz von Ngugi wa Thiong'os Buch lauten. Der kenianische Schriftsteller erzählt von seiner Kindheit in einer Bauernfamilie mit dreiundzwanzig Geschwistern, den Befreiungskämpfen der Mau-Mau und vom großen Glück, die Schule besuchen zu dürfen. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Träume in Zeiten des Krieges".

Medienticker-Archiv

Von Roßtäuschern & Seifensiedern

16.08.2010 Wolfram Schütte über Rudi Pallas "Verschwundene Arbeit" - Urlaub vom linken Selbst? Über Christa Wolfs Autotherapeutikum "Stadt der Engel" - Lost Generation 2010: Edinburgh International Festival eröffnet - Von Fröschen und Schweinchen: Fräulein Julie in Neuhardenberg - Der Judaic Park: Doron Rabinovicis neuer Roman "Andernorts" - Internet und die Utopie der Demokratie: Filmemacher Jean Mach über seinen Cyberthriller "8th Wonderland".

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

16.08.2010 Das Ende des Sommers.

Dienstag, 17.08.2010

Magazinrundschau

Eine Art Bauchrednerei

17.08.2010 Dawn beklagt die Unfähigkeit der politischen Klasse in Pakistan. In der LRB erklärt Colm Toibin, wie man gleichzeitig wissen und nicht wissen kann, dass man schwul ist. In Eurozine erklärt der Historiker Faisal Devji, warum Osama bin Laden nie über die Rolle des Nachahmers westlicher Kritiker hinausgekommen ist. Der Figaro wartet auf den neuen Roman von Michel Houellebecq.

Heute in den Feuilletons

Wenn sich der Usbeke rächt

17.08.2010 Die SZ war auf Pressereise in nicht verschwundenen niedersächsischen Dörfern. Die FAZ ermittelt, was Deutsche unter Hitler lasen: seichte Unterhaltung.Die NZZ erzählt, dass Robert Walser sich auch auf seinen Job als Lakai gründlich vorbereitete. Außerdem studiert die NZZ die unklaren Musikfatwas des Ayatollah Khamenei. Die taz lauscht der popmusikalischen Bewältigung der Unruhen in Kirgistan.

Bücherschau des Tages

Abfolge von Lebensmomenten

17.08.2010 Großes Leseglück beschert der SZ Roberto Bolanos aus dem Nachverlass veröffentlicher "Lumpenroman", der in dunkel leuchtender Poesie von einer betrogenen Betrügerin erzählt. Die Rettung der Welt findet die NZZ in Rolf Lapperts Roman "Auf den Inseln des letzten Lichts". Als kleines Meisterwerk feiert sie Natalja Kljutscharjowas "Endstation Russland". Und die FR liest mit stockendem Atem Klaus Böldl unerbittlichen Roman "Der nächtliche Lehrer".

Medienticker-Archiv

Mädchen drehen Löckchen

17.08.2010 Focus: Intellektuelle Wellungen und Schwellungen - Gerd Haffmans über Samuel Pepys' sämtliche Tagebücher - Gestus gehässiger Abrechnung: Sigrid Löffler über Norbert Gstreins neuen Roman als Literaturskandal mit Ansage - "Das ist ein Jammer": Norbert Bolz über Kulturjournalismus - Umberto Eco und Jean-Claude Carriere über die große Zukunft des Buches + Geschmacklos und unzüchtig: The Beatles heute vor 50 Jahren in Hamburg.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

17.08.2010 Essen ist fertig.

Mittwoch, 18.08.2010

Heute in den Feuilletons

Bottich sagt er, Rettich

18.08.2010 Die taz wundert sich überhaupt nicht über die geringe Spendenbereitschaft für Pakistan: ein Scheißstaat. Die FR erklärt einige gemeinsame Traditionen der NPD und der Linken. Die Welt schleppt sich deprimiert über die Hamburger Museumsmeile. Die FAZ warnt vor egoistischen, kinderschädigenden Patchworkfamilien. Die SZ stellt Günter Grass' neues Buch über die Brüder Grimm vor.

Bücherschau des Tages

Der feine Stoff des Alltags

18.08.2010 Auch ein Wörterbuch lässt sich also erzählen, staunt die SZ, die schon Günter Grass' Erzählung "Grimms Wörter" gelesen hat. Als großen Wurf lobt sie Beatrice Heusers Studie über die Entwicklung militärischer Strategien "Den Krieg denken". Die FAZ liest Abraham B. Jehoschuas hintergründigen Roman "Freundesfeuer". Wenigstens die Engländer können noch richtige Globalgeschichte erzählen, freut sich die FR über John Darwins "Der imperiale Traum".

Medienticker-Archiv

War das denn alles?

18.08.2010 Wolfram Schütte über Julian Barnes' "Nichts, was man fürchten müsste" - Kaddisch für den Vater: Thomas Rothschild über Doron Rabinovicis "Andernorts" - Wut und Unsicherheit, ohne Chance, voller Hoffnung: Thomas Hettches "Liebe der Väter" - Netzneutralität: Welche Netzneutralität meinen die eigentlich? - Bühne statt Psychiater: Dieter Hildebrandt kann doch auch nichts dafür + Pluto-Komplex: Zum 80. des einzig wahren Disney-Hundes.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

18.08.2010 Ein twitternder Datensack.

Im Kino

Von Spinnen und Russen

18.08.2010 Als Action-Perpetuum-Mobile macht Angelina Jolie in Phillip Noyces Kalter-Kriegs-Revival-Film "Salt" immerhin eine gute Figur. In Thomas Siebens Filmdebüt "Distanz" schweigt, schießt und liebt ein Gärtner als Mörder und weiß nicht warum.

Donnerstag, 19.08.2010

Heute in den Feuilletons

Auf die Mutter kommt alles an

19.08.2010 Die Festivalberichterstattung der freien Mitarbeiter der FAZ setzt sich fort. Nachdem Elke Heidenreich erzählt hat, wie Salzburg für sie war, darf nun Thomas Gottschalk berichten, was ihm in Oberammergau widerfuhr. Der Tagesspiegel plädiert für die Literarizität Thomas Hettches. Huntingtons Diagnose vom "Clash of Civizations" traf zu, erklärt Ayaan Hirsi Ali im Wall Street Journal. Die Zeit feiert Peter Wawerzineks Roman "Rabenliebe". Techcrunch erzählt, wie Facebook den Markt für Lokalanzeigen aufrollen will. Und Aporrea erklärt, wie es zum 11. September kommen konnte.

Bücherschau des Tages

Eine Entladung

19.08.2010 Als literarisches Ereignis feiert die Zeit Peter Wawerzineks Roman "Rabenliebe", in ihren Augen ein einziger, aber sehr sprachgewaltiger Schrei nach der Mutter. Die FR hat das Buch mit angehaltenem Atem gelesen und viel Bitternis, Einsamkeit und Entgeisterung entdeckt. Charmant findet die SZ Michael Köhlmeiers Liebesgeschichte "Madalyn". Die NZZ begrüßt sehr das Große japanisch-deutsche Wörterbuch.

Vorgeblättert

Maria Sonia Cristoff: Patagonische Gespenster

19.08.2010 Die argentinische Journalistin Maria Sonia Cristoff bereist Patagonien und berichtet von den Menschen, die es dorthin verschlagen hat, in diese gottverlassenen Landschaften am anderen Ende der Welt. Lesen Sie hier einen Auszug aus: "Patagonische Gespenster".

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"Nicht hysterisch werden"

19.08.2010 Street View: Nur Symptom unserer degenerierten Gesellschaft und die Privatsphäre im Netz: Interview mit Thomas de Maiziere und Google-Boss Eric Schmidt sorgt sich um die gläserne Generation - Steile These: Wired erklärt das Web für tot - Hyperlocals: Eine Chance für Journalisten? - Paid Content bei der Times: Zahlschranke sperrt eine Million aus - Währungs-Mäntelchen: Stolz auf Stabilitätskultur - Zukunft: Natur-Defizit-Syndrom.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

19.08.2010 Von Hotels und Moscheen.

Redaktionsblog - Im Ententeich

Wie tot ist das Web?

19.08.2010 Die amerikanischen Medien haben in den letzten Jahren so viele Leichen aus den eigenen Reihen beerdigt, dass eine Zeitschrift jetzt den Spieß umdreht: "Das Web ist tot", titelt Wired und führt damit total in die Irre. Gemeint ist nämlich: Für die Medien ist das Web gestorben. Michael Wolff, als Vanity-Fair-Autor, Murdoch-Biograf und Gründer des Internetmagazins Newser mit reichlich eigener Erfahrung ausgestattet, nennt den Grund, den jeder kennt: Im offenen Web zählt nur Masse in der Größenordnung von Googlenutzern.

Freitag, 20.08.2010

Heute in den Feuilletons

Verbreitet sich in Windeseile massenhaft

20.08.2010 Vor siebzig Jahren starb Leo Trotzki an einem Eispickel. Für die Welt war er ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft. Die FAZ bringt eine ganze Seite über die Iranerin Sakineh Ashtiani, die zum Tod durch Steinigung verurteilt ist. Im Guardian spricht Christiane Kubrick über ihren Onkel Veit Harlan. Die FR zeigt am Beispiel der Bertelsmann-Stiftung, wie wohltätig Steuernsparen sein kann. Das Wall Street Journal fragt: Warum nimmt Guido Westerwelle seinen Lebenspartner nur in jene Länder mit, in denen Homosexualität erlaubt ist?

Bücherschau des Tages

Dumme, gierige Männer

20.08.2010 Großartig findet die taz Alan Pauls' Roman über die Diktatur des General Videla "Geschichte der Tränen". Die FAZ lernt von Alina Bronsky "Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche" und die talentierte Großmutter Rosalinda kennen. Die SZ liest Michel de Certeaus Schrift über die Mystiker der frühen Neuzeit.

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Kaufhäuser der Worte

20.08.2010 Richard Deiss über 222 Buchläden, die man kennen sollte - Wolfdietrich Schnurre zum Neunzigsten: Wilhelm Genazino über den "Schattenfotograf" - Das Normale im Bösen ist das Böse im Normalen: Über Thomas Siebens "Distanz" und Baran Bo Odars "Das letzte Schweigen" - Preis für das schrecklichste neue Gebäude: Architektur von anstößiger Hässlichkeit + Dazugehören dank Google: Wie Schweden Street View feiert.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

20.08.2010 Urlaubsbilder.

Samstag, 21.08.2010

Heute in den Feuilletons

Unmöglich, sich nicht beobachtet zu fühlen

21.08.2010 In der NZZ trauert Roland Barthes um seine Mutter. In der SZ shootet Nicholson Baker sein Ego. Die Welt greift literaturkritische Insiderspielchen auf. Da geht's ums Gstrein und Hettche und FAZ und Zeit und SZ. Und wir setzen die Links! Die FAZ geißelt die Rolle westlicher Handy-Produzenten in den Kriegen  im Kongo. In der taz ruft Romani Rose anlässlich der Ausweisung von Roma aus Frankreich: "Die Roma sind Bürger Europas."

Bücherschau des Tages

Stoff zum Jubilieren und Weiterdenken

21.08.2010 Die NZZ verbringt wonnevolle Stunden mit dem Durchblättern von Eric Karpeles' Band über "Marcel Proust und die Gemälde aus der Verlorenen Zeit". Die FAZ empfiehlt wärmstens Hilary Mantels historischen Roman "Wölfe". Die FR lernt aus dem Interviewband "Ein halbes Leben" eine Menge über die heutige Arbeitswelt. Die taz liest gleich drei interessante argentinische Romane.

Montag, 23.08.2010

Heute in den Feuilletons

Christoph hatte mindestens 11 Dimensionen

23.08.2010 Christoph Schlingensief ist tot. Die Feuilletons feiern ihn als Künstler jenseits der Kunst: "als wäre der Messias, dessen Rolle er als Künstler gespielt hatte, zum Heiland geworden",  als ins Scheitern Verliebten, aber auch als zart, verletzlich, zugeneigt. Schlingensief selber dachte bis zum Schluss pragmatisch und erzählt in einem Interview auf seinem Blog, wie er im Kino klauen lernte und diese Kunst im Theater perfektionierte.

Bücherschau des Tages

Kalt und klug, hart und wachsam

23.08.2010 Gewagt, aber plausibel findet die SZ, wie Hilary Mantel in ihrem Roman "Wölfe" vom Machtkampf zwischen Thomas Morus und Thomas Cromwell am Hofe Heinrich VIII. erzählt. Beeindruckt ist sie auch von Gerhard Vinkens Studie, aus der sie lernt, das Altstädte nicht Produkte der Geschichte, sondern moderner Städteplanung sind. Die FAZ liest hingerissen "Die Legende von Sigurd und Gudrun" aus dem Nachlass J.R.R. Tolkiens.

Vorgeblättert

Elisabeth Badinter: Der Konflikt

23.08.2010 Frauen sollten wieder zurück zu Heim und Herd. Diesmal nicht, um den Mann zu umsorgen, sondern das Kind. Unter dem Banner der Natürlichkeit werden die Ansprüche an die gute Mutter so in die Höhe geschraubt, dass Frauen ihre Freiheiten wieder zu verlieren drohen, fürchtet Elisabeth Badinter. Lesen Sie hier einen Auszug aus ihrem neuen Buch "Der Konflikt".

Medienticker-Archiv

Der geöffnete Kosmos

23.08.2010 Oliver Schwarzmann: Auf der Suche nach postpersönlichen Realitäten oder Wie das Internet seine Zukunft als Medium der Nähe aufs Spiel setzt - Autonomisierung: Analoge Rückzugsgefechte - WikiLeaks: Assange-Gate oder Rufmordversuch? - Eine Traumwelt voller Geister und Ahnungen: Über Hiromi Kawakamis Roman "Am Meer ist es wärmer" - "Distanz der Freundlichkeit": Zum Tod des Worst-Case-Künstlers Christoph Schlingensief.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

23.08.2010 Himmelstheater.

Dienstag, 24.08.2010

Magazinrundschau

Diese Russland-Polen-Theorie

24.08.2010 In Salon.com erklärt Clay Shirky, warum Bücher keine Bücher mehr sind. Poets & Writers berichtet über neue Formen elektronischer Ausleihe in Bibliotheken. Elet es Irodalom erinnert daran, dass es neben der geschriebenen auch noch eine unsichtbare Verfassung gibt. Im New Yorker erzählt Francois Truffaut, wie er Renoir und Gabin kopierte. Die New York Times liest bei Lewis Hyde, wie eine Gelehrtenrepublik entsteht: indem man das Urheberrecht ignoriert.

Heute in den Feuilletons

Noch immer herrscht Ausnahmezustand

24.08.2010 Die NZZ würdigt die Anerkennung des dritten Geschlechts in Indien und Pakistan. In La regle du jeu schreibt Isabelle Adjani an Sakineh Ashtiani, die gesteinigt werden soll. Die Welt schickt eine Reportage aus Thailand, wo der Krieg der Roten und der Gelben nur oberflächlich befriedet ist. Die SZ beschreibt den Kampf des türkischen Pianisten Fazil Say gegen den Arabesk-Pop seines Landes. Die FAZ erstirbt mit Mahlers Neunter unter Abbado.

Bücherschau des Tages

Apokalypse als Bienenstich

24.08.2010 Sehr gut gefallen haben der SZ die Gedichte "Narrativ" der amerikanischen Lyrikerin Rae Armantrout. Rundum glücklich und kein bisschen erschöpft ist sie nach Marcel Proust "Die wiedergefundene Zeit" als Hörbuch. So bizarr und verstörend wie Dostojewski, nur ein bisschen kleiner findet die FAZ Emmanuel Boves Roman "Schuld". Und die NZZ liest die Schriften des Marquis de Condorcet zu "Freiheit, Revolution, Verfassung".

Medienticker-Archiv

Pariser Palaver

24.08.2010 Johannes Willms über den Niedergang der französischen Intellektuellen - Lust und Notwendigkeit: Comic- und Theoriemagazin "Kultur & Gespenster" - Seltene Grooves aus Afrika: Auf der Suche nach dem Schlaghosen-Sound - Zensur in Chin: Der Schüttel-Wen - Totes Gestein, das zu sprechen beginnt: Über Durs Grünbein "Aroma" - Überwachungsideen: Apple patentiert das Spy-Phone + Die Gazette: "Deutsche Zustände", 8. Folge.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

24.08.2010 Ein Vermittler.

Mittwoch, 25.08.2010

Heute in den Feuilletons

Die kleinen Pfützen

25.08.2010 Das Handelsblatt hat von der Wikipedia gelernt: Es gibt im Leben auch Altruismus. Die FR ist nicht zufrieden mit der neuen Dauerausstellung der "Topografie des Terrors". In der taz macht Dani Levy folgende Alternative auf: Entweder es ist lustig, oder es kostet mich den Kopf. Die New York Times meldet: Die Agentur Wylie wird keine eigenen Ebooks produzieren - Randomhouse hat gewonnen. Carta legt offfen, wie die Stadt Duisburg im Interesse der Transparenz auf Kommunikation verzichtet.

Bücherschau des Tages

Sieben Frauen, achtzehn Kinder

25.08.2010 Hingerissen ist die NZZ von Jose Eduardo Agualusas Roman "Die Frauen meines Vaters", in dem sie ein betörendes Porträt Afrikas erblickt. Freundlich nimmt die SZ Tahar Ben Jellouns Roman "Zurückkehren" auf. Die FAZ lässt sich Günter Grass' Erzählung "Grimms Wörter" gefallen.

Medienticker-Archiv

Der letzte Lausbub

25.08.2010 Sempes und Goscinnys kleiner Nick als Kinoheld - Zukunft des Internet: Totgesagte leben länger - Kolonialmächte der Datenwolke: Christian Stöckers Appell für ein offenes und chaotisches Netz - Kulturkampf: Online und Offline oder das Leben in zwei Welten - Debatte um Wikileaks: Julian Assange und die geheime Finanzierung von Wikileaks - TV-Krimi: Juristen rezensieren "Tatort" - Street View: Monty Python gegen Google.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

25.08.2010 Kein Entkommen.

Im Kino

Allzu baumhafter Vater

25.08.2010 Eine sehr schönes Patchwork-Familien-Konflikt-Parallelogramm gelingt Franz Müller mit seiner Doppeldramödie "Die Liebe der Kinder". Und in Yoav Shamirs Dokumentation "Defamation" lernt man sehr viel mehr über Antisemitismus, als man zunächst denkt.

Donnerstag, 26.08.2010

Heute in den Feuilletons

Wir brauchen keine Achsen mehr

26.08.2010 In der Jungle World spricht Agnes Heller über die Kontinuität des Antisemitismus in Ungarn. Im Freitag unterhalten sich vier Architekten über Sinn und Unsinn des Stadtschloss-Wiederaufbaus in Berlin. Die FAZ wirft Thilo Sarrazin Rassi... äh, Biologismus vor. In der Zeit sagt Sarrazin: "Ich bin kein Rassist" und stellt dann Thesen über Fertilität und Durchschnittsintelligenz auf. Außerdem feiern wir die Renaissance des Lindy Hop.

Bücherschau des Tages

Wie das erste Menschenpaar

26.08.2010 Die Zeit liest hin und hergerissen Elisabeth Badinters Polemik gegen die neue Mütterlichkeit "Der Konflikt" (hier unsere Leseprobe). Als grandiose archaische Männerfantasie preist sie Roberto Bolanos "Lumpenroman". FR und NZZ feiern die Wiederentdeckung von Emmanuel Boves Roman "Schuld". Fasziniert ist die FAZ von Gwendolyn MacEwens "T.E. Lawrence Gedichten". Thilo Sarrazins Kampfschrift "Deutschland schafft sich ab" schmäht sie als biologistisches, antimuslimisches Dossier.

Mord und Ratschlag

Die Farbe von Kopfweh

26.08.2010 Louise Welsh zeichnet in ihrem Krimi "Das Alphabet der Knochen" ein wenig charmantes Bild vom Universitätskader. Selbst Kindermörder sehen besser aus. Jedediah Berry pflanzt uns das "Handbuch der Detektive" ins Unterbewusstsein.

Medienticker-Archiv

Exkulturation des Religiösen

26.08.2010 Über Olivier Roys "Heilige Einfalt" - Ein deutsches Drama und die Biographie einer Epoche: "Flick der Konzern, die Familie & die Macht" - Fernsehen vereint: Politische Einstellung hat nur wenig Einfluss auf TV-Konsum - Die Bundesregierung (ver)erklärt: Märchenstunde, Verdummung oder Propaganda? - Coeur de Pirate: Chansons mit Tattoos + Verballhornungen: Die Welt als Schopenhauer und Überschrift.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

26.08.2010 Ohne Illusionen.

Freitag, 27.08.2010

Heute in den Feuilletons

Ein Hahn auf dem Nacken festgebunden

27.08.2010 Wolf Biermann erzählt in der Welt, wie Manes Sperber ihm einen Zahn zog. In der FAZ schreibt Jan Faktor über das Konzentrationslager Christianstadt, wo seine Mutter und Großmutter Zwangsarbeit für die Nazis leisteten. In der SZ kritisiert Herfried Münkler die Rolle von Wikileaks bei den jüngsten Enthüllungen über Afghanistan. Techcrunch amüsiert sich über die Anwälte von Facebook, die das Wort Face als Markenzeichen schützen wollen.

Bücherschau des Tages

Bestimmte Typen

27.08.2010 Ganz auf ihre Kosten kommt die FAZ mit Herman Kochs Roman "Angerichtet", dessen Held, eigentlich ein echtes Ekel, sich durch seine Vorliebe empfiehlt, Kellner runterzuputzen. Die FR erlebt vergnügt, wie Tanguy Viel mit "Paris - Brest" dem Familienroman einen ordentlichen Tritt verpasst. Die NZZ amüsiert sich mit Tommi Musturis echt finnischem Comic "Unterwegs mit Samuel". Und die taz huldigt dem Pionier im Popentwicklungsland Deutschland: Helmut Salzinger.

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Kunst kommt von Kauen

27.08.2010 Streit um Urheberrechte - E-Books: Digitaler Milchkaffee und die Rechte: Buch bleibt Buch, Punktsieg für die Verlagswelt - Zur Verbesserung der Welt beitragen: Wolfram Schütte über die "politischen Lehrjahre" des Verlegers Andre Schiffrin "Paris, New York und zurück" - Wikileaks: Angebliches CIA-Memo veröffentlicht - Das große Schrumpfen: Drei-Stufen-Test bei ARD und ZDF - Gothic-Szene: Wenn die Kinder Trauer tragen + Am Ende: Der Killerfisch.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

27.08.2010 Guter Nährboden.

Samstag, 28.08.2010

Heute in den Feuilletons

Mit strengem Imperatorenblick

28.08.2010 Die NZZ beschreibt einen Streit zwischen dem Übersetzer Laszlo Kornitzer und dem toten Autor Istvan Örkeny. Die Welt schrumpft unter den kühlen Augen Marianne Brüns auf Hamstergröße zusammen. In der taz sieht Barbara Vinken eine unheilige Allianz aus Reaktionären, Feministinnen und Grünen am Werk, Frauen zurück an den Herd zu scheuchen. Die SZ lernt von Bangkok, wie man tote Plätze neu belebt.

Bücherschau des Tages

Prozesse von lebenswichtiger Tragweite

28.08.2010 Die taz feiert Elisabeth Badinters Streitschrift gegen den neuen Mutterkult "Der Konflikt" und lobt auch Klaus Böldls Roman "Der nächtliche Lehrer" in höchsten Tönen. Die FAZ ist begeistert von Doron Rabinovicis Roman "Andernorts", und auch Michael Kleebergs raffinierte Experimentalanordnung "Das amerikanischen Hospital" hat sie fasziniert. Die NZZ ist hingerissen von der um 1600 entstandenen Liebesgeschichte der Unyong, außerdem empfiehlt sie Muhammad al-Bissatis Roman "Hunger".

Montag, 30.08.2010

Heute in den Feuilletons

Auf dieser Position bleibe ich

30.08.2010 Thilo Sarrazin beherrscht die Debatte. Für Necla Kelek in der FAZ liefert er eine korrekte Beschreibung der deutschen Zustände. In der Welt erklärt er selbst, warum seine Intervention als sozialdemokratisch zu verstehen sei. Außerdem: Die FR ist begeistert von der Architekturbiennale in Venedig, wo Rem Kohlhaas laut SZ die Exzesse des Denkmalschutzes bekämpft. Im Economist warnt Jay Rosen die Zeitungen: Drucken bringt Geld, hat aber keine Zukunft.

Bücherschau des Tages

Chaotische Zufallsordnung

30.08.2010 Die erfreute FR erfährt in Lars Gustafssons und Agneta Blomqvists Handbuch für das Leben "Alles, was man braucht" und über schwedische Pilze und Gießkannen. Berückt ist sie von Huberts und Kerascoets "Fräulein Rühr-mich-nicht-an". Exotismus deluxe genießt die FAZ mit Isabel Allendes neuem Roman "Die Insel unter dem Meer". In FAZ und SZ geht es außerdem pro und contra Thilo Sarrazins "Deutschland schafft sich ab".

Vorgeblättert

Hannah Arendt, Gershom Scholem: Der Briefwechsel

30.08.2010 Von 1939 bis 1964 führten Hannah Arendt und Gershom Scholem einen intensiven Briefwechsel, in dem sie sich über jüdische Geschichte und jüdisches Selbstverständnis auseinandersetzten. Lesen Sie hier Auszüge aus der Korrespondenz, in denen es um Walter Benjamins Tod und Hannah Arendts Bericht "Eichmann in Jerusalem" geht.

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Welt der Klick-Arbeiter

30.08.2010 Norbert Bolz über die Freiheit im Internet - Mehr für wenige: Solopfade der Autoren im Internet - Studie: Mehr als jeder zweite Onliner interessiert sich für Bücher - Wilhelm Meister in Frankfurt: Im Vogelflug über die Kleinkrämerei - Kaminer goes Kaukasus: Bei der Sippe aus der Steppe - Sarrazins Thesen im Spiegel: Chefredakteur Müller von Blumencron hat lange mit sich gerungen + Im Sog des Erzählers: Über Bernhard Schlinks "Sommerlügen".

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

30.08.2010 Ansichtssache.

Dienstag, 31.08.2010

Magazinrundschau

Ich mag einen kräftigen Downbeat

31.08.2010 Im Guardian erklärt John Gray, warum es genügt, Tariq Ramadan zu tolerieren statt zu respektieren. Das Magazin liest den neuen Roman von Bret Easton Ellis. Der New Yorker wendet sich ab vom Originalitätsdünkel. In El Pais Semanal feiert Wole Soyinka die befreienden Auswirkungen der Globalisierung. Magyar Narancs hält nichts vom französischen Burkaverbot. Die New York Times ruft: Hebe deine nördliche Hand und bewege dein südliches Bein ostwärts.

Heute in den Feuilletons

Die Richtung ist eindeutig

31.08.2010 Thilo Sarrazin auf allen Kanälen. Es ist zwar peinlich, aber es gibt auch einen demokratischen Rassismus, muss die SZ feststellen. Die FAZ erzählt, wie Sarrazin den flachen Haken eines Reporters aus Holland parierte, der ihn mit Geert Wilders verglich. Und was hat es mit den Genen der Juden auf sich?, fragt die Welt. Außerdem: Youtube wird zahlbar, meldet Gawker, zumindest teilweise. Micha Brumlik graut in der taz vor Juden, die der Hamas stolz die Hand drücken. Reuters meldet: Putin will 2012 wieder russischer Präsident werden und findet, dass Demokraten, die demonstrieren, verprügelt gehören.

Bücherschau des Tages

Im Theater fremder Albträume

31.08.2010 Die FR liest sehr beeindruckt Daniel Mendelsohns Buch "Die Verlorenen", in dem dieser sich auf Spurensuche nach seinen im Holocaust ermordeten Verwandten macht. Die FAZ findet in Daniel Millers Essays den "Trost der Dinge", aber auch den des Staubwischens, einer Bierglassammlung oder eines Hundes. Die NZZ empfiehlt Michel Serres' Schrift über Aneignung und Verschmutzung "Das eigentliche Übel". Und die SZ lobt sehr Marica Bodrozics Roman "Das Gedächtnis der Libellen".

Medienticker-Archiv

Das Querulanten-Gen

31.08.2010 Der isolierte Banker: Eine Figur von Wolfgang Menge, seine Sympathisanten, Kritiker und Günter Wallraff über die Grenzen der Polemik - Über Einflussnahme auf die Politik: Deutschland, eine Lobbyisten-Republik? - Lieferant wird Partner: Google darf weiterhin AP-Nachrichten verbreiten - Norbert Gstrein: Besessen von der Causa Suhrkamp und sein Hörbuch ist eckig, frauenfeindlich, aber gut gelesen + Die Gazette über Klimaflüchtlinge.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

31.08.2010 Das Gier-Genom.

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BuchLink: Aktuelle Leseproben. In Kooperation mit den Verlagen (Info)

Abbas Khider. Der letzte Sommer der Tauben - Roman. Carl Hanser Verlag, München, 2026.Abbas Khider: Der letzte Sommer der Tauben
Wie totalitäre Herrschaft in den Alltag dringt. Noah ist vierzehn Jahre alt und Taubenzüchter. Eines Tages flattern seine geliebten Tiere unruhig durch die Lüfte, über der…
Claudia Gatzka (Hg.) / Sonja Levsen (Hg.). Neue Wege zu einer Geschichte der Bundesrepublik. Suhrkamp Verlag, Berlin, 2025.Claudia Gatzka (Hg.), Sonja Levsen (Hg.): Neue Wege zu einer Geschichte der Bundesrepublik
Lange erzählten Historiker der Bundesrepublik Geschichten von wachsendem Wohlstand, Modernisierung, erlernter Liberalität und stabiler Demokratie. Deutschland schien "im…
Ben Shattuck. Eine Geschichte der Sehnsucht. Carl Hanser Verlag, München, 2026.Ben Shattuck: Eine Geschichte der Sehnsucht
Nantucket im Jahre 1796. Die verwitwete Laurel bekommt überraschend Besuch von ihrer Jugendliebe Will in Begleitung seiner jungen Braut. Sie sind auf dem Weg nach Barbados…
Magdalena Schrefel. Das Blaue vom Himmel - Roman. Suhrkamp Verlag, Berlin, 2026.Magdalena Schrefel: Das Blaue vom Himmel
Was, wenn es die Möglichkeit gäbe, die Erde abzukühlen, der Himmel dadurch aber nie wieder blau wäre? Hannah arbeitet an einer Ausstellung mit, die dieses Blau bewahren soll,…

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