Perlentaucher - Online Kulturmagazin mit Presseschau, Rezensionen, Feuilleton

zuletzt aktualisiert 10.02.2026, 15.41 Uhr
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  • Perlentaucher-Debatte Literaturkritik im Netz: Angestoßen von Wolfram Schütte. Mit Beiträgen von Sieglinde Geisel, Jan Dress und anderen
  • Daniele Dell'Agli: Aufruhr im Zwischenreich: Plädoyer für eine Befreiung des Themas Sterbehilfe aus dem Griff der Politik und mit ihr paktierender Verbandseliten
  • Monotheismus-Debatte im Perlentaucher: Angestoßen von Jan Assmann. Mit Beiträgen von Klaus Müller, Peter Sloterdijk und anderen
  • Die Beschneidungsdebatte: im Perlentaucher und in anderen Medien
  • Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
  • Der dänische Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
  • Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
  • Der 11.September: Eine Presseschau
  • Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Perlentaucher-Autoren
  • Götz Aly
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Perlentaucher-Fakten

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Bücher
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Buchautoren

Perlentaucher Archiv

Sortiert nach Datum | Rubriken

Dienstag, 02.04.2013

Heute in den Feuilletons

Temporäre Realitätsflucht in beide Richtungen

02.04.2013 In der Welt spricht der große Songwriter Stephen Stills über seine Schwerhörigkeit und über seine Ideen für Hörhilfen, die nicht barbarisch sind. In der FAZ empfiehlt Dominik Graf Fritz Umgelters Fernsehfünfteiler "Am grünen Strand der Spree" von 1960. Die taz begeistert sich für die Punk-Künstlerin Linder. Die FAZ berichtet außerdem über den Kauf der Social-Reading-Plattform Goodreads durch Amazon. Auf der Seite wasjournalistenverdienen erzählen sich Journalisten, wie sie von Medien bezahlt werden. Spiegel Online erinnert an die Sympathien westlicher Intellektueller für Pol Pot.

Magazinrundschau

Erst Geld macht Medien

02.04.2013 In der LRB fragt John Lanchester, warum Fantasy vom literarischen Publikum gesnobbt wird. Der New Yorker erklärt am Beispiel von Vice, wie man im Internet mit Inhalten Geld verdient. Für Salon.eu.sk besucht Andrzej Stasiuk die lebenslustigen Goralen. Die Lettre feiert ihren Fünfundzwanzigsten. Slate.fr berichtet über israelische Mafiakriege. Der Hollywood Reporter besucht einen Pionier des Filmnerdtums im Netz. HVG durchleuchtet am Beispiel von Janos Esterhazy die Abgründe der slowakisch-ungarischen Beziehungen.

Bücherschau des Tages

Härtere Methoden

02.04.2013 Die SZ lernt mit John Lanchester, endlich die bizarren Mechanismen der Finanzwelt zu verstehen. Die taz liest bei Semiya Simsek nach, wie die Familie des NSU-Mordopfers Enver Simsek jahrelang von der Polizei schikaniert wurde. Und die FAZ arbeitet sich durch zwei weitere Aktenjahrgänge zur deutschen Außenpolitik.

Medienticker-Archiv

Alle meschugge

02.04.2013 Zeit zu bleiben: Di Lorenzo will nicht zum WDR - "Das Internet ist kein Massenmedium: Medientheoretiker Wolfgang Hagen über Aktualität und Wirklichkeit im digitalen Zeitalter - Klaus Pflieger fragt: Wer kritisiert die Medien? - Glückwunsch: György Konrad zum Achtzigsten - Vom "Übermut der Ämter": Wolfram Schütte zur Vergabe der Presseplätze im NSU-Prozess + Web-TV: Dieter Hildebrandts Störsender ist online.

Essay

Europa Jetzt und Immer

02.04.2013 Die verzagte Europa-Rede des Bundespräsidenten Joachim Gauck zeigte, dass sich die europäische Idee ihrer eigenen Geschichte nicht bewusst ist. Aber die bis zum Überdruss wiederholte Formel vom "fehlenden Gründungsmythos" ist falsch. Europa muss sich nur trauen - und an das "Junge Europa" erinnern.

Mittwoch, 03.04.2013

Heute in den Feuilletons

Jede Menge elektronisches Gefiepe

03.04.2013 In der SZ Online bekennt Adam Krzeminski sein Entsetzen über die ignoranten polnischen Passagen in der Serie "Unsere Mütter Unsere Väter". Das Blog Meedia fürchtet: paid content wird auch nicht funktionieren. In der Berliner Zeitung fordert Götz Aly die Benennung einer Kreuzbeger Straße nach Moses Mendelssohn. Aber die Grünen sind dagegen. Die FAZ ärgert sich über die weiter versagende Elite der Politiker in Italien und erhofft sich auch nichts von Italiens Populisten.Und in der New York Review of Books verkündet Robert Darnton: Die National Digital Public Library of America steht vor der Eröffnung..

Bücherschau des Tages

Museum der Traumata

03.04.2013 Chris Wares "Jimmy Corrigan" ist nicht nur ein Genuss für den Leser, es hat die Graphic Novel zur ernstzunehmenden Gattung erhoben, schwärmt die NZZ, die sich außerdem von Francisca Loetz in die historische Gewaltforschung einführen lässt. Die FAZ ist beeindruckt von Ismet Prcics semiautobiografischem Roman "Scherben". Die SZ dankt dem Wallstein Verlag für die Werkausgabe von Barthold Heinrich Brockes. Die taz taucht derweil mit Daniel Rysers Biografie der Punkband "Slime" ins linke Hamburg der Achtziger ein.

Medienticker-Archiv

10 x 10 cm

03.04.2013 Ende einer Generation: Digitalfeudalismus, gescheitert & Lesen mit Links: Nimm das, Hipster! - Abo statt Anzeigen. Web-Zeitung sammelt über 1 Mio. ein - Digital first. Und dann …? Ansgar Mayer weiß, was Deutschlands Medienhäuser beachten müssen - Technologiekritik: Nachrichten an niemand Bestimmten - Marcel Weiß über den Hitman der Feuilletons Evgeny Morozov + Der Pixi-Format-Streit: Wie Goliath David in die Knie zwingt.

Redaktionsblog - Im Ententeich

Berliner Zeitung lässt Artikel verschwinden

03.04.2013 Kaum staunte man über die innere Größe des Verlegers Alfred Neven DuMont, 86, und der Chefredaktionen der Berliner Zeitung (online) und der Frankfurter Rundschau (ebenfalls online), die eine Neven DuMont-kritische Kolumne publiziert haben – da muss man sein Bild schon wieder revidieren. Die verlegerkritische Passage in Arno Widmanns Kolumne "Vom Nachttisch geräumt" ist von beiden Redaktionen stillschweigend entfernt worden. Ein solcher tiefer nachträglicher Eingriff in einen online gestellten Artikel ohne jede Kennzeichnung widerspricht der "Netikette".

Donnerstag, 04.04.2013

Heute in den Feuilletons

Unsere journalistischen Standards

04.04.2013 Im Tagesspiegel schimpft der Intendant der Komischen Oper Berlin, Barrie Kosky, auf Spaßverderber Martin Luther. Die Berliner Zeitung unterdrückt in ihrem Online-Auftritt eine Passage, in der sich Kolumnist Arno Widmann kritisch mit dem Verleger Alfred Neven-DuMont auseinandersetzt. Wir lesen sie. Außerdem im Perlentaucher: Adam Krzeminski kritisiert die ZDF-Serie "Unsere Mütter Unsere Väter" aus polnischer Perspektive. In der Zeit entschlüsselt Harald Welzer die genau dreißig Jahre alte Affäre um Hitlers gefälschte Tagebücher. Die FAZ erinnert an den großen italienischen Filmemacher Elio Petri. Zur Illustration der SZ bringen wir acht Minuten Kuscheltechno. Zur Kompensation der jahreszeitlich bedingten Frustration: den Gesang einer Nachtigall.

Bücherschau des Tages

So abgründig böse, so anziehend klug

04.04.2013 Michail Gorbatschows Autobiografie "Alles zu seiner Zeit" und "Falken", der zweite Teil von Hilary Mantels Thomas Cromwell-Trilogie, beglücken die Zeit mit packend verabreichter Weltgeschichte. Die FAZ staunt über den Recherchefleiß und Sensualismus in Jochen Missfeldts Theodor Storm-Biografie. Die NZZ ist tief beeindruckt von Navid Kermanis Reisereportagen aus dem "Ausnahmezustand" des Nahen Ostens. Und die FR lässt sich von Nele Maya Fahnenbruck über "Pferdesport und Politik im Nationalsozialismus" informieren.

Medienticker-Archiv

Funktionaler Analphabetismus

04.04.2013 Joachim Güntner über einen Kollateralschaden der Wissensgesellschaft - Wie E-Books unser Lesen verändern: Malte Herwig über die Bücherrevolution - Goodbye Print? Die Zukunft der Online-Werbung & Aldi Süd testet Online-Offensive - Ägypten: Behörde droht TV-Sender - Bisher unveröffentlicht: Der Briefwechsel zwischen Kracauer, Suhrkamp und Unseld + Was für ein kolossaler Kerl! Wolfram Schütte zum 25-jährigen Jubiläum von Lettre International.

Im Kino

Ein Film wie eine Scherbe

04.04.2013 Joachim Triers "Oslo, 31. August" erzählt von der problematischen Rekonvaleszenz eines Drogenabhängigen und verweigert sich dabei simplen Erklärungsmustern. Eher nicht in der Kinogegenwart, dafür auf DVD entdecken kann man freie, lässige, lakonische deutsche Filme wie Ulrich Schamonis "Chapeau Claque".

Redaktionsblog - Im Ententeich

Was Arno Widmann nicht sagen durfte

04.04.2013 Der Berliner Verlag hat eine kritische Auseinanandersetzung mit dem Verleger Alfred Neven DuMont nach der Onlinestellung sang- und klanglos unterdrückt - ohne jede Kenntlichmachung. Soviel zu den "journalistischen Standards" eines führenden deutschen Medienhauses, das überdies die Chuzpe hat sich in seinem Zensurakt auf eben jene Standards zu berufen (mehr in unserem vorigen Blogeintrag). Die Passage steht in Widmanns monatlicher Kolumne "Vom Nachttisch geräumt", in der der Autor neue Bücher vorstellt. Da es in der aktuellen Kolumne um Spätwerke geht, hat sich Widmann auch den Roman "Drei Mütter" seines 86-jährigen Verlegers angesehen. Es handelt sich nur um eine erstaunlich kurze Passage in Widmanns Kolumne, die von der Berliner Zeitung online und der FR gestrichen wurde. Im Grunde verreißt Widmann Alfred Neven DuMonts Roman "Drei Mütter" nicht einmal. Er schildert ihn als das Werk eines betagten Mannes, der keinerlei Rücksicht auf political correctness mehr nehmen muss und durchaus mit Details inzestuöse Erotik schildert. Allerdings findet Widmann: "Sie sind schlampigst lektoriert. Wer es aber schafft, darüber weg zu surfen, der bekommt Einblicke, die jüngere Autoren einem so lässig, unaufgeregt nicht bieten können." Außerdem biete der Roman ja auch ein interessantes Schlüsselloch: "Man blickt in den Gefühlshaushalt eines der entscheidenden Unternehmer…

Redaktionsblog - Im Ententeich

Auf dem Rücken des Nachbarn

04.04.2013 Spätestens nach dem Zeit-Gespräch mit Nico Hofmann, dem Produzenten von "Unsere Mütter, unsere Väter", müssen beim ZDF Alarmglocken geläutet haben, dass es mit der Darstellung der polnischen Partisanen als endemische Antisemiten beim Nachbarn Ärger geben könnte. Zur Schadensbegrenzung schob der Sender nach der dritten Folge hastig einen Dokumentarfilm über eine polnische Familie nach, die Juden versteckt hatte und dafür von Deutschen ermordet wurde. Die Reaktion in Polen war jedoch nicht mehr aufzuhalten.

Freitag, 05.04.2013

Heute in den Feuilletons

Blitzender Reflektor

05.04.2013 Die Welt gibt den polnischen Kritikern der ZDF-Serie "Unsere Mütter Unsere Väter" recht. Im Freitag denkt Herfried Münkler über den Krieg mit Drohnen nach. Wir bringen viele Links amerikanischer Medien und Blogs zum Tod des großen Filmkritikers Roger Ebert und ein Video, in dem er erzählt, wie er seine Stimme wiederfand. Die SZ staunt über das pompejanische Sexleben. Die taz feiert James Blake. FAZ und Welt kritisieren das bürokratische OLG München, das sich außerstande sieht, türkischen Journalisten Zutritt zum NSU-Prozess zu gewähren. 

Bücherschau des Tages

Ausbruch aus der Ich-Höhle

05.04.2013 Die SZ taucht mit Thomas Stangl in die Eigenlogik des Textes ein und lernt bei Jochen Missfeldt den Landsmann Theodor Storm kennen, samt seiner Abneigung gegen Preußen und Affinität für Kindfrauen. Die FR schickt mit Abbas Khider einen "Brief in die Auberginenrepublik". Die taz lernt von Scott Bradfield, dass auch der Kapitalismus poetisch sein kann. Und die FAZ entdeckt im Roman "So etwas wie ein Leben" ganz neue Seiten an Amélie Nothomb: Mitleid mit Dicken!

Medienticker-Archiv

Offshore Leaks

05.04.2013 Wie Computer-Forensik das Offshore-System entschlüsselte: Ein Werkstattbericht von Bastian Brinkmann - Netz-Ka(c)kofonie: Das Phänomen Shitstorm - USA: Internet verdrängt klassisches TV - 50 Jahre ZDF: Quote, Event und Klamauk - Strategische Akquisition: Amazon kauft Buch-Community Goodreads - Melancholie am Monte Verita: Christian Kracht und seine Kathmandu-Bibliothek + Elke Heidenreich über Jeanette Wintersons Autobiografie.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

05.04.2013 Das kann doch niemand verstehen.

Samstag, 06.04.2013

Heute in den Feuilletons

Ganz großes Senioren-Tennis

06.04.2013 Der Spiegel setzt seine beiden Chefredakteure ab, meldet die Welt. Außerdem begrüßt Necla Kelek Shereen el Fekis Buch über Sexualität in der arabischen Welt. Die NZZ betrachtet Tod und Auferstehung der Ana Mendieta im Castello di Rivoli. Die SZ zieht die Richter im Münchner NSU-Prozess an den Ohren und sitzt selbst einem Hoax auf. Die FAZ betrachtet japanische Künstler der Gruppe Gutai bei der Entfesselung der Materie. In FR/Berliner Zeitung fürchtet Filmemacher Edgar Reitz die Tücken der Digitalisierung. Die taz berichtet, dass jeder dritte ungarische Student rechtsextrem wählt.

Bücherschau des Tages

Leichthändige Komplexität

06.04.2013 Frauen bringen den Frühling! Die NZZ schwebt noch: zum himmelhochjauchzenden Jubelsprung katapultiert von Valeria Luisellis Roman "Die Schwerelosen". Die FAZ ruft nach der Wiederentdeckung Marchesa Colombis und ihres Romans "Ein Bräutigam fürs Leben": Von dieser Autorin sollte man unbedingt mehr lesen. Schlicht atemberaubend findet die FR Taiye Selasis Roman "Diese Dinge geschehen nicht einfach so". Und die taz empfiehlt Bethan Roberts und georgische Erzählerinnen.

Montag, 08.04.2013

Heute in den Feuilletons

Die berühmte Betroffenheit

08.04.2013 Die SZ erlebte bei der Ausstellung  "Erschütterung der Sinne" eine ebensolche. Die Welt findet den Streit um die Berliner "East Side Gallery" ziemlich verlogen. Die NZZ erzählt,. wie die Kultur des Irak aus der Hand Saddam Husseins auf den Boden fiel. In der FR erklärt Johannes Fried, was Globalgeschichte ist. Und außerdem wird munter spekuliert, wer Chefredakteur beim Spiegel wird.

Bücherschau des Tages

Gemeinheit, Brutalität und Opportunismus

08.04.2013 Die FAZ verzweifelt an Italien, kann aber gleich mehrere Bücher zum Bel Paese empfeheln, darunter Giovanni Tizians "Mafia AG" und David Gilmours "Auf der Suche nach Italien". Die taz lernt von Tony Judt und Timothy Snyder, dass Kritik an den Verhältnissen dem Nachdenken entspringen muss, nicht utopischen Träumereien. Die SZ stößt in Wilhelm Klemms "Gesammelten Versen" auf wahre Feuernester. Und die FR feiert Olga Martynovas Roman "Mörikes Schlüsselbein".

Mord und Ratschlag

Liebe wie Blut

08.04.2013 In ihrem wunderbar dunklen Roman "Opfer" erzählt Cathi Unsworth von einer traurigen Jugend in England zwischen New Wave und Gothic, von Freundschaft, Musik und Stil - und von wirklich bösen Menschen. In Sara Grans "Das Ende der Welt" fährt Superdetektivin Claire DeWitt gegen ihre eigene Drogennebelwand.

Medienticker-Archiv

Monotonie und Witz

08.04.2013 #Offshore-Leaks: Wolfgang Michal über reine Routinefragen - Suhrkamp-Streit: Hans Barlach beendet Vermittlungsgespräche - "Es hat auf allen Seiten geknirscht": Steffen Grimberg über den Rausschmiss der Spiegel-Chefredakteure - Theater-Nachtkritiken aus Essen, Göttingen, Köln, München, Schwerin, München und Wien + In beiden Deutschländern zu Hause: Rolf Schneider über seine Autobiografie "Schonzeit".

Vorgeblättert

Gottfried Wagner: Du sollst keine anderen Götter haben neben mir

08.04.2013 Ein Familienbeitrag zum Wagner-Kult: Gottfried Wagner rechnet mit seinen Urgroßvater ab, nicht mit dem Werk, sondern mit der Person Richard Wagner, den er als Antisemiten, Frauenfeind und Lebensverächter beschreibt, der von Selbstvergötterung und Todessehnsucht getrieben war. Lesen Sie hier ein Kapitel aus Gottfried Wagners Streitschrift "Du sollst keine anderen Götter haben neben mir".

Dienstag, 09.04.2013

Magazinrundschau

Amoralische Landschaften

09.04.2013 In The Virginia Quarterly Review sieht der Verleger Richard Nash Bücher im Cockpit in die Zukunft fliegen. Rue 89 erklärt das chinesisch-koreanische Verhältnis. Micromega beobachtet weibliche Proteste beim Weltsozialforum in Tunis. In The Brooklyn Rail erklärt der Regisseur Olivier Assayas, warum die Siebziger für den Einzelnen so gefährlich sein konnten. Im New Yorker kennt Susan Faludi dafür ein konkretes Beispiel: die Feministin Shulamith Firestone. Vice schildert die Situation der Roma in Slowakien. Die NYRB lernt von Lawrence Wright, wie das amerikanische Finanzamt aus Scientology eine Religion machte.

Heute in den Feuilletons

Unter den giftigen Farben von Erde und Schimmel

09.04.2013 Der FAZ graut es vor dem Deutschlandbild der Louvre-Kuratoren. In der SZ zweifelt Architekt Hans Kollhoff am Verstand seiner Kollegen. Die Paywall bei Zeitungen ist auch eine Einschränkung der gesellschaftlichen Debatte, findet Thomas Wiegold auf Carta. Die NZZ gratuliert der Lettre International zum 25. Geburtstag.

Bücherschau des Tages

Die Bewegungsgesetze der Geschichte

09.04.2013 Um China zu verstehen, muss man dieses Buch lesen, meint die SZ über Richard McGregors "Der rote Apparat". Auch Claudia Kemferts "Kampf um Strom" kann sie sehr empfehlen. Sehr gern lässt sich die FR auch Jonathan Sperbers ideologiefreie Karl-Marx-Biografie gefallen. Sympathisch findet die taz die klugen und bescheidenen Texte von Georg Klein "Schund & Segen". Und die NZZ feiert die Welthaltigkeit und Eleganz von Elizabeth Taylors Roman "Versteckspiel".

Medienticker-Archiv

Der Klang der Revolte

09.04.2013 Enthüllungen: WikiLeaks kündigt neue Veröffentlichungen an - Priority Messages: Facebook testet bezahlte Nachrichten - Spiegel: Das Haus der Unregierbaren - Warum "Ginster" lesen? Jürgen Nielsen-Sikora über Kracauers ersten Roman und "Frankfurt liest ein Buch" - Was Philosophen wissen: Dieter Kaltwasser über Philosophie als Kultur der Nachdenklichkeit + Die magischen Jahre des westdeutschen Musik-Underground.

Essay

Mose, der Politiker

09.04.2013 Die wirkliche Sensation der Sinaierzählung besteht in der Transformation eines Königskults in eine Volksreligion, im Bundesschluss zwischen Gott und seinem Volk - ohne Vermittlung durch einen König. Nach der von Jan Assmann lancierten Debatte wäre eine erinnerungsgeschichtliche Rekonstruktion der Mosefigur als internationales Projekt anzuregen.

Mittwoch, 10.04.2013

Heute in den Feuilletons

Das Palimpsest als Werkbegriff

10.04.2013 Die NZZ hat herausgefunden: Das Internet macht die Literatur doch neu. Das Internet der Konzerne ist zugleich Straße, Karte und selbstfahrendes Auto und entmündigt seine Nutzer, meint Felix Stalder in der Berliner Gazette. Ian McEwan erinnert im Guardian an Großbritannien vor Thatcher - und will auf keinen Fall dahin zurück. FAZ,  Independent und Presse staunen über den Hass, der Thatcher bis heute entgegenschlägt. Die Welt schwankt zwischen Wolfgang Büchner und Jakob Augstein als Chefredakteur des Spiegel. In der SZ schämt sich Heribert Prantl im nachhinein über den Journalismus in der Causa Wulff.

Bücherschau des Tages

Vor lauter Lesermangel schon ganz löchrig

10.04.2013 Relevant, brisant und spannend wie ein Krimi findet die SZ Zülfü Livanelis Roman "Serenade für Nadja" über den Untergang eines Schiffs mit jüdischen Flüchtlingen vor der türkischen Küste 1942. SZ und FAZ widmen sich Stefan Heym, der heute 100 geworden wäre. Gut, dass Karlheinz Deschner auch im zehnten Band seiner "Kriminalgeschichte des Christentums" auf wissenschaftlichen Anspruch verzichtet, meint die FAZ. Die NZZ ist tief ergriffen von Geoff Dyers Roman "Sex in Venedig, Tod in Varanasi". Und die taz würdigt den deutsch-georgischen Autor Giwi Margwelaschwili.

Medienticker-Archiv

Der Trotz auf Erden

10.04.2013 "Vergebühren" oder nicht: Print vs. Online - Symposium "Krimis machen": Ein Interview mit den "Machern" Tobias Gohlis und Thomas Wörtche - Gier und Gewalt: Peter Buwaldas Debütroman "Bonita Avenue" - William Gaddis: Chronist der menschlichen Dummheit - Orden der Freundschaft Serbiens für Peter Handke - Ein Amerikaner in der DDR: Stefan Heym zum Hundertsten + Graham Parkers "Last Bookstore in Town".

Im Kino

Atombombengefühle

10.04.2013 Sally Potters "Ginger & Rosa" erzählt eine Coming-of-age-Geschichte in zerbrechlich wirkenden Bildern entlang der Kubakrise. In der Werkschau, die das Berliner Kino Arsenal den Filmen des Frankokanadiers Denis Côté widmet, kann man das Kreatürliche in sich selbst entdecken.

Donnerstag, 11.04.2013

Heute in den Feuilletons

Propaganda des Glücks

11.04.2013 Heute schauen wir der Welt beim Leiden unter Deutschland zu. Die Welt erinnert an den größten Horror im Leben Margaret Thatchers: Saumagen essen mit Helmut Kohl. Die Deutschland-Ausstellung im Louvre sorgt nach wie vor für Streit. Im Louvre muss man sich als Gast nun mal unterordnen, findet die SZ. Die Zeit ist entsetzt über Giorgio Agamben, der eine Abkehr der "lateinischen" Länder von Deutschland fordert. Die FAZ bringt ein Gespräch mit der New Yorker Avantgardefilm-Legende Jonas Mekas. Im Guardian wendet sich der Moskauer Patriarch Kirill I. gegen die Pseudo-Freiheit der Frauen. Die taz staunt über die Unbedenklichkeit der Niederländer im Umgang mit dem Erbe des Kolonialismus.

Bücherschau des Tages

Wo bleiben die Hymnen, die großen Rezensionen?

11.04.2013 Benoît Peeters' großartige Biografie lässt der Zeit Jacques Derrida ans Herz wachsen. Außerdem ruft Rainald Goetz angesichts der verhaltenen Resonanz auf Joachim Bessings Poproman "untitled" zu mehr Begeisterung auf. Die NZZ gratuliert Valter Hugo Mãe zu seinem Roman "Das Haus der glücklichen Alten". Die FAZ ist beeindruckt von den Briefen von Thomas Manns Schwiegermutter Hedwig Pringsheim an ihre Tochter Katia. Und die SZ lernt von Peter Ames Carlin: in Sachen Rockstar-Gehabe ist Bruce Springsteen bloß Mittelmaß.

Vorgeblättert

William T. Vollmann: Europe Central

11.04.2013 Die verschiedenen Geschichten in "Europe Central" erzählen aus sowjetischer und deutscher Sicht vom 20. Jahrhundert, vom zweiten Weltkrieg und dem Leben von Künstlern (wie Schostakowitsch und Kollwitz) und Militärs (wie Wlassow und Paulus, dem Verlierer von Stalingrad). Lesen Sie hier einen Auszug aus dem historischen Roman des amerikanischen Schriftstellers William T. Vollmann.

Medienticker-Archiv

Würstchenjournalismus

11.04.2013 Autor gegen ARD: Wenn Journalisten bei Kollegen klauen - Journalisten und Wissenschaftler: Stumme Kommunikationsspezialisten - Offshore-Leaks: Angsterregender Datenhandel - BDZV-Studie untersucht Potential von Bezahl-Inhalten - Das Runde muss nun auch in der Zeit ins Eckige - Miles Tones: Giacomo Gates singt Miles Davis + Die Stones auf Mielkes Dach.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

11.04.2013 Verkrampft gehoben.

Essay

Respektabel, aber falsch

11.04.2013 Ein historischer Rundblick zeigt, dass es keine "mosaische Unterscheidung" brauchte, um im Namen einer Religion die eigenen Leute und andere zu massakrieren: eine Widerlegung der Assmann-Sloterdijk-Hypothese.

Redaktionsblog - Im Ententeich

Pamphlet für den Ernst

11.04.2013 Rainald Goetz gibt uns seinen dringenden Aufruf aus der heutigen Print-Zeit: Joachim Bessing, UNTITLED, Roman!

Redaktionsblog - Im Ententeich

Der Medienwandel als interne Revolution

11.04.2013 Das Problem des Spiegels ist keines der Chefredaktion. Es kann im Grunde nur dann in Angriff genommen werden, wenn die Printleute aus der Mitarbeiter-KG die Online-Leute (und auch TV) integrieren. ==

Freitag, 12.04.2013

Heute in den Feuilletons

Süße Katermusik

12.04.2013 In der taz erklärt stellt die DJane Jennifer Cardini klar, dass ihre Berufsbezeichung nicht "Girl" ist. Auch die Verlagsbranche ist so sexistisch wie eh und je, erklärt die Autorin Deborah Copaken Kogan in The Nation. Im Tagesspiegel weiß man jetzt, wie man Gemälde und Skulpturen kombiniert - das Rijksmuseum macht es vor. Carta wischt ein paar Qualitätstränchen der deutschen Presse beiseite. Auf Achgut wird erzählt, wie Hardy Krüger mal als Nazi identifiziert wurde. Die NZZ sucht nach dem Einfluss Margaret Thatchers auf die Kunst. Im NYRBlog stellt Ian Buruma zwei japanische Fotografen vor. Und schließlich: Katzen in Jalousien.

Bücherschau des Tages

Veitstanz vor dem krampfenden Auge des Lesers

12.04.2013 Höchste Zeit, dass Christopher Isherwood nicht mehr nur als Autor von "Cabaret" bekannt ist, freut sich die FAZ über die Südamerika-Reisereportage "Kondor und Kühe". Große Begeisterung lösen bei ihr auch Angelika Meiers Kleinsterzählungen und Bühnenstückchen in "Stürzen, drüber schlafen" aus. Die FR staunt, wie es Hilary Mantel in "Falken" gelingt, sich hart an historische Fakten zu halten und gleichzeitig als kühne Erzählerin zu brillieren.

Medienticker-Archiv

Tempo - Tempo

12.04.2013 Thomas Stadler fragt sich: Wann ist Internet eigentlich Rundfunk? - Der Sachbuch-Blogger Michael Schikowski über die Dialektik des Digitalen - Faszination des Schreckens: Peter Münder über schrillen Dark Tourism - Marktmacht Krimi: Kolja Mensing über den Boom der "Spannungsliteratur" - Wolfram Schütte über die Karnevalisierung der Politik oder Wie die repressive Toleranz das Kabarett lächerlich macht + Im Wettlauf mit der Zeit: Eine Ausstellung in Berlin.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

12.04.2013 Ich kann Sie beruhigen.

Samstag, 13.04.2013

Heute in den Feuilletons

Welchen Staub muss man erhalten?

13.04.2013 In der Zeit stellt Werner Herzog klar, dass er sich in Deutschland nicht missverstanden fühlte, höchstens von ignoranten Kretins. In der FAZ spricht der Islamforscher Gilles Kepel über Verbitterung und Antisemitismus in der Banlieue. Der Tagesspiegel sieht der partiellen Eröffnung der Digital Public Library of America entgegen. In der taz fragt Volker Gerhardt, ob die Öffentlichkeit des Netzes auch sichtbar ist. Die SZ steht vor der Schwierigkeit, einen Traum zu restaurieren. Die Welt erfährt, wie gefährlich es ist, für Alfred A. Knopf zu arbeiten. Und die NZZ begibt sich in Jean Pauls vielfach gefaltete Landschaften.

Bücherschau des Tages

Buch eines Verliebten

13.04.2013 Ein Meisterwerk und auch noch hervorragend übersetzt! Die FAZ hat mit William T. Vollmanns "Europe Central" (Leseprobe) einen hochmusikalischen Roman über die Totalitarismen des 20. Jahrhunderts gelesen. Großes Lob auch für Jonathan Littells Traumerzählung "In Stücken". Die FR unterhält sich vorzüglich mit David Gilmours Geschichte Italiens. Die NZZ empfiehlt Nora Bossongs Familientragödie "Gesellschaft mit beschränkter Haftung". Die taz lässt sich von Marko Martin durch Tel Aviv führen.

Montag, 15.04.2013

Heute in den Feuilletons

Raumschiffe hin oder her

15.04.2013 Die Welt ist stinksauer über die Entscheidung des Berliner Senats, am Alexanderplatz keine Wohnungen zu bauen. In der taz fragen Micha Brumlik und Hajo Funke, was die evangelische Akademie Loccum reitet, mit iranischen Schergen zu paktieren. In der NZZ protestiert die Pharmakologin und Bloggerin Ghada Abdelaal gegen die Sexualmoral der Muslimbrüder, die die Lage der Frauen in Ägypten noch verschlimmert haben.

Bücherschau des Tages

Feuilleton-Depression

15.04.2013 Die FAZ liest mit großem Interesse Shereen El Fekis Buch "Sex und die Zitadelle" über das Liebesleben in der arabischen Welt. Außerdem lernt sie von Franz Walter, dass "die Macht der Bürger" eine des pensionierten Diplomingenieurs ist. Die SZ freut sich über "Grimms Märchen ohne Worte" und lobt Saskia Hennig von Langes Novelle "Alles, was draußen ist".

Bücher der Saison

Frühjahrsbücher 2013

15.04.2013 In diesem Frühjahr dominieren autobiografisch grundierte Romane, Bücher über die Geburtstagskinder Jean Paul und Wagner, eine fette Derrida-Biografie und ein Band über Sexualität in der arabischen Welt. Reichlich Lektüre für die Sonnentage im Park, die jetzt hoffentlich anstehen.

Medienticker-Archiv

Pop ist kein falsches Bewusstsein

15.04.2013 Popkulturelle Zeitrechnung: Die Zeitschrift Spex feierte 33 1/3sten Geburtstag in Berlin - Neue Werte: Kritik der Schaffenskraft oder Schaffenskraft ist doof - Steht auf und macht Tumult oder Das große Glühen vorm finalen Frost: Theater-Kritik aus Berlin, Dresden, Frankfurt, Hamburg, Wien und Zürich - Nick Knattertons Vater: Manfred Schmidt wurde vor 100 Jahren geboren - Henry James zum 170. + Jazz-Tipp des Tages: Das Tingvall Trio in Concert.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

15.04.2013 Heute: Swiss made.

Dienstag, 16.04.2013

Magazinrundschau

Selbstzensur ist ein Thema

16.04.2013 Wer Mathematik besser verstehen will, sollte stricken, empfiehlt der American Scientist. The Quarterly Conversation erklärt, warum Czesław Miłosz Kalifornien liebte. Elet es Irodalom besucht eine Robert-Capa-Ausstellung. Der New Yorker porträtiert die Mars-Pioniere Adam Steltzner und John Grotzinger. In n+1 erklärt Sally Potter, warum sie den Hass auf Margaret Thatcher frauenfeindlich findet. In La regle du jeu erklärt Atiq Rahimi, warum sich globale Krisen immer in Afghanistan kristallisieren. Der Global Mail besucht Flüchtlinge im indonesischen Sex-Ferienort Cisaru. Vanity Fair porträtiert Felix Baumgartner.

Heute in den Feuilletons

Sie steht scheu bei ihm am Mikrofon

16.04.2013 In der FAZ spricht William T. Vollmann über Schostakowitsch und auch über "deutsche Ideen". Warum wollen Institutionen, die sich vom Journalismus wegbewegen, auch noch Leistungsschutzrechte?, fragt Marcel Weiß in neunetz. In der NZZ spricht Peter Sloterdijk über den Medienwandel und vergleicht die heutigen Journalisten mit dem katholischen Klerus des 15. Jahrhunderts. Der Schauspieler und Musiker Lars Rudolph stellt in der taz fest, dass Kleist Rock ist, nicht Pop. Die Welt schildert das Damaskus-Erlebnis des Snoop Dog. Die SZ gerät in Rage über den Slogan "Kultur macht stark".

Bücherschau des Tages

Die Tendenz zu verrieseln

16.04.2013 Die FR feiert Ulli Lusts kraftvolle Comic-Adaption von Marcel Beyers Roman "Flughunde". Außerdem liest sie noch einmal Siegfried Kracauers Roman über den Existenzdienstverweigerer "Ginster". Die SZ preist William Vollmanns "Europe Central" als großen Weltkriegsroman. Und die FAZ lässt sich von Klaus Kempter an den zu Unrecht vergessenen Holocaustforscher Joseph Wulf erinnern.

Medienticker-Archiv

Der langsame Tod des Autors

16.04.2013 Scott Turow kritisiert Verlage, Bibliotheken & Suchmaschinen - David Weinberger: Wissen entsteht künftig in Netzwerken - Ines Pohl, Daniel Cohn-Bendit und Arnd Festerling über Informationsmedien der Zukunft - Wie kreativ bleiben: Martin Weigerts Lehren aus 2313 Blogeinträgen - ARD-Intendanten wollen Digitalkanäle zusammenlegen, das ZDF nicht + Décadence und Wagner: Über Élémir Bourges' "Götterdämmerung".

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

16.04.2013 Ungestopfte Löcher.

Mittwoch, 17.04.2013

Heute in den Feuilletons

Der Knüppel hängt ständig über deinem Kopf

17.04.2013 In der Welt beschreibt der Putin-Kritiker Alexej Nawalny, wie er mit dem heute beginnenden Prozess gegen ihn mundtot gemacht werden soll. In der NZZ fragt sich Hannelore Schlaffer, warum man heute lieber Biografien über Schriftsteller statt deren Werke liest. Die taz berichtet vom Filmfestival in Istanbul, wo man sich gegen die Gentrifizierung wehrt. In der FAZ spricht Christoph Waltz über den "Rosenkavalier", den er in Antwerpen inszenieren wird. In der SZ schildert Arundhati Roy den brutalisierten Alltag in Indien.

Bücherschau des Tages

In Griechenland lieben die Götter hinkende Hunde

17.04.2013 Von griechischen Tragödien, wenn auch nicht im klassischen Sinne, liest die FR in Christos Ikonomous Erzählungsband "Warte nur, es passiert schon was". Die SZ freut sich, dass Martin Mulsow in seiner Studie über "Prekäres Wissen" vergessene Gelehrte und die Gefährdung des Wissenstransfers ins Bewusstsein ruft. Die NZZ staunt über die unerhörte Gelehrsamkeit von Hans Beltings "Geschichte des Gesichts". Und die FAZ entdeckt den schottischen Dichter Robin Robertson in Jan Wagners Übersetzung.

Medienticker-Archiv

Schwindende Zeichen

17.04.2013 Gerüchteköche: Wie oft das Wall Street Journal mit vermeintlichen Insider-Infos richtig lag - US-Studie: Publikums-Bindung der Zeitungen besser als bei anderen Medien - FRAZ-Schrumpfkur: FR im Auflagentief - Pulitzer-Preis für Adam Johnson: Spionage und schräge Figuren - Krimitagung: Perlen statt läppischer Schnitzelkost - LSD in Wissenschaft und Literatur: Eine Kulturgeschichte des Rauschs + Sammlung von Scherben: Alfred Kolleritschs neue Gedichte.

Im Kino

Gute Mutter, böse Mutter

17.04.2013 In Andrés Muschiettis Horrorfilm "Mama" sucht ein anorektischer Muttergeist das hedonistische Hipsterleben eines jungen Paares heim. Kein Land in Sicht ist derweil in Moussa Tourés Flüchtlingsdrama "Die Piroge".

Donnerstag, 18.04.2013

Heute in den Feuilletons

Die alte Bombe der Gedankenlosigkeit

18.04.2013 Die Zeit veröffentlicht in Auszügen einen offenen Brief des Louvre-Chefs Henri Loyrette, der sich gegen Kritik am düsteren Deutschlandbild seiner Ausstellung "De l'Allemagne" wehrt. Die Welt wendet sich gegen die deutsche Parole "Gemeinnutz geht vor Eigennutz". Im Freitag erzählt das  Kairoer Medienkollektiv Mosireen, wie es das Internet auf die Straße brachte. Indiewire leakt (oder fälscht) die Liste der Wettbewerbsfilme von Cannes. In Paidcontent erklärt Alan Rusbridger, warum der Guardian keine Paywall einführt: Wegen der BBC. In der SZ schlägt Adam Krzeminski eine deutsch-polnische Großproduktion vor.

Bücherschau des Tages

Liebesidiotie wird kuriert mit Spachidiotie

18.04.2013 Mehr Frage- und weniger Ausrufezeichen hätte sich die SZ in dem von Alice Schwarzer herausgegebenen Band über "Sexismus im Beruf" gewünscht. Die Zeit begrüßt Allen Frances' Vorstoß "Gegen die Inflation psychiatrischer Diagnosen" und Karen Lauers ungekürzte Neuübersetzung von J. F. Coopers Wildwestroman "Der letzte Mohikaner". Die FAZ betrachtet staunend Renate von Mangoldts Literatenporträts und liest sich mit Gewinn durch 8000 faksimilierte Seiten portugiesisch-osmanischer Geschichte.

Medienticker-Archiv

Aller Welts Wissen

18.04.2013 Traum von einer Universalbibliothek: Heute wird die Digital Public Library of America eröffnet - IVW-Zahlen: FAZ, SZ & Co. im Auflagen-Minus - Schlechte Ernte: Große Fachtitel verloren 2012 Anzeigen - BBC-Newsroom: Imagepolitur für die "alte Tante" - Onlinemagazin De Correspondent: Leser bezahlen ihre eigenen Korrespondenten - Open ARD ZDF: Aufruf zur Mitarbeit + Ästhetik der Massenkultur: Werkschau "Phil Collins" in Köln.

Freitag, 19.04.2013

Heute in den Feuilletons

Ziemlich nackt

19.04.2013 In der taz feiert György Dalos das revolutionäre Umdenken. In der Welt gratuliert David Wagner Aldi zum Jubiläum. In der NZZ singt Miriam Meckel ein Liebeslied an das Buch. In der SZ versucht der Schriftsteller Dogan Akhanli zu verstehen, warum er in der Türkei schon wieder angeklagt wird. Die FAZ stellt den russischen Autor Sergej Lebedew vor, der die Gulag-Toten nicht der Natur überlassen will. Und Gawker meldet, dass drei Emiratis aus Saudiarabien abgeschoben wurden, weil sie zu hübsch sind.

Bücherschau des Tages

Unglücklichsein als Lebensform

19.04.2013 Bei der Lektüre des nach sechzig Jahren erstmals veröffentlichten Romans "Claraboia" stellt die FR erfreut fest: der junge José Saramago ist ganz der alte. Catherynne M. Valentes "Wundersame Geschichte von September, die sich ein Schiff baute und das Feenland umsegelte" hält auch für Fantasy-erfahrene Leser noch Überraschungen bereit, staunt die SZ.  Die FAZ ist tief beeindruckt von Claire Keegans Erzählung "Das dritte Licht".

Medienticker-Archiv

Die Arbeit des Zuschauers

19.04.2013 AGOF-Zahlen: SpOn schließt zu Bild.de auf - Wolfgang Michal fragt: Ist die Bündelung von Inhalten wirklich von gestern? - Bundestag: Netz-Kommission fordert Internet-Minister - #music: Twitter stellt Musik-App vor - Theater-Nachtkritiken aus Jena und Mainz - Wien: Peter Handke und das Theater und Jugoslawien - Bilder des Ruins in Zeiten des Krieges: Über Herman Bangs "Tine" + Glückwünsche für Hans Werner Kettenbach & Alexis Korner zum 85.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

19.04.2013 Relativ schlimm.

Redaktionsblog - Im Ententeich

Glauben und Heucheln

19.04.2013 Die Zeit schwärzt ohne Not die Mohammed-Figur in einer Comiczeichnung und verkauft das auch noch als höhere Moral. =========

Samstag, 20.04.2013

Heute in den Feuilletons

Der gute alte Antagonismus

20.04.2013 Tieftraurig schreibt Jonathan Wilson in der NZZ über den Bostoner Marathon. Die SZ liest im papierlosen Buch der Zukunft. Das dann laut Frank Schirrmacher in der taz wohl von automatisierten Medien rezensiert wird. In der Welt schildert Bernard Lewis die drei Phasen des Kampfs der Kulturen. Die Zeit schwärzt schon mal den Mohammed (und der Perlentaucher regt sich drüber auf). Und deutsche Journalisten sind nicht übermäßig zu Selbstkritik geneigt - kress.de resümiert eine Studie zum Thema.

Bücherschau des Tages

Lust am Text

20.04.2013 Helen Hessel ist nicht nur die Mutter von Stéphane Hessel, sondern auch das Vorbild für Jeanne Moreaus Figur in "Jules et Jim", erfährt die SZ in Marie-Françoise Peteuils Biografie. Die FAZ begleitet Felix Hartlaub auf eine "Italienische Reise", lernt von Alois Prinz einen "Jesus von Nazaret" zum Anfassen kennen und empfiehlt nachdrücklich Ulrich Woelks Roman "Was Liebe ist". Angesichts ihres Romans "Der gleiche Weg an jedem Tag" wünscht die NZZ der rumänischen Autorin Gabriela Adamesteanu endlich angemessene Bekanntheit.

Montag, 22.04.2013

Heute in den Feuilletons

Im gleißenden Weiß

22.04.2013 Auch die NZZ findet das Deutschlandbild der Louvre-Ausstellung "De l'Allemagne" recht gestrig. Wer Immigration will, sollte gegen Multikulti sein, meint Kenan Malik in seinem Blog. Die FR ist ziemlich sicher, dass Wolfgang Büchner Chefredakteur des Spiegels wird. Die FAZ fürchtet nach den Bostoner Morden eine noch stärkere Videoüberwachung der Städte. Die Washington Post beschreibt neue Fahndungsmethoden, die in Boston eingesetzt wurden. Die SZ fürchtet Kapitalismuskritik in Osteuropa. Der Welt gefällt Norman Fosters Anbau an das Lenbachhaus.

Bücherschau des Tages

Befreiung von kleinbürgerlichen Vorbehalten

22.04.2013 Sehr faszinierend für den hart gesottenen Polyhistoriker findet die FAZ Philip Hoares Melville-Buch "Leviathan oder Der Wal", vielleicht nur etwas zu lyrisch-ozeanisch. Die SZ liest ehrfürchtig Michel Foucaults Vorlesungen von 1970 "Über den Willen zum Wissen". Erhellend findet sie auch den Band "Introducing" über Design für Museen und Theater.

Medienticker-Archiv

Roulette auf Vollnarkose

22.04.2013 IVW: Die wichtigen Rankings auf einen Blick - Selbstreflexion: Wie selbstkritisch sind die deutschen Journalisten? - Theater-Nachtkritiken aus Berlin, Düsseldorf, Hamburg und Linz - Bernhard Schlink im Interview: "Nicht nur Monster begehen Verbrechen" - Gottfried-Benn-Funde: Mein schäumender Lebensbecher - Philosophie. Jacques Derrida war Monsieur 100.000 Volt + Kunst im geteilten Deutschland: Doppelt zensiert hält auch nicht besser.

Dienstag, 23.04.2013

Magazinrundschau

#surreal

23.04.2013 Das Attentat von Boston wird vor allem den Tschetschenen schaden, fürchtet The Atlantic. Das New York Magazin beobachtet die Verdrängungstaktiken der Chassidim in New York. In Rumpus erklärt Aleksandar Hemon, warum nur die ganz Privilegierten glauben, es gebe keinen Fortschritt. Die LRB singt dem russischen Performancekünstler Vladik Monroe ein Abschiedslied. In Eurozine erklärt Etgar Keret das Hebräische als Literatursprache. Dem Murdoch-Imperium geht's prächtig, meldet Bloomberg Businessweek. In der NYRB ärgert sich John Gray über den inkohärenten Mischmasch der Marxschen Philosophie. In Bidoun erzählt Larry Gagosian, warum Cy Twombly den armenischen Maler Arshile Gorky liebte.

Heute in den Feuilletons

Im Getümmel vor dem Strafraum

23.04.2013 Der Economist hat herausgefunden: Es gibt im heutigen China keinen Autor unter 35 Jahren, der nicht im Internet entdeckt wurde. Atemlos verfolgte die NZZ einen Berliner Streit russischer Autoren auf der Suche nach der Erklärung für die Probleme des Landes. In der Berliner Zeitung schimpft Götz Aly auf die Grünen, die Moses Mendelssohn in Berlin keinen Platz geben wollen. Für die FAZ schimmern unter Ferdinand Hodlers Alpen die Farbflächen Rothkos und Newmans.Netzpolitik warnt: die neuen Tarife der Telekom zerstören die Netzneutralität.

Bücherschau des Tages

Attraktiv wie Gift

23.04.2013 Zum neunzigsten Geburtstag von Paula Fox feiert die NZZ noch einmal ihren großen, vor Energie berstenden Eheroman "Was am Ende bleibt". Ungebrochen auch ihre Freude an Yves Bonnfoys Gedichten "Streichend schreiben". Der FAZ gefällt die schamhaft Melancholie, mit der Torsten Schulz in seinem Roman "Nilowsky" die DDR-Geschichte vergegenwärtigt. Und die SZ liest mit Interesse Rudolf Schlögls Ideengeschichte "Alter Glaube und moderne Welt".

Medienticker-Archiv

Buch & Bier

23.04.2013 Welttag des Buches & des Bieres: Jeder dritte Autor ist unzufrieden mit seinem Verlag - Börsenverein: Studie zur digitalen Content-Nutzung - Weltmeister in der Selbstbeschädigung: Giovanni di Lorenzos Branchenschelte - Qualitätsjournalismus: Constantin Seibt erklärt, warum der Begriff Quatsch ist - IVW: Regionalzeitungen verlieren - Apocalypse Now: Der Antisemit Wagner + Richie Havens ist tot: Noch einmal Woodstock ...

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

23.04.2013 Münchner Tombola.

Mittwoch, 24.04.2013

Heute in den Feuilletons

Sei wie der Kuckuck im Juni

24.04.2013 Bei Spiegel Online wirft Sascha Lobo der Telekom vor, am 2. Mai die Netzneutralität abschaffen zu wollen. Dann ist es auch mit dem anonymen Surfen vorbei, warnt Malte Spitz von den Grünen auf zeit.de. In der Welt kann Ioan Holender genau erklären, warum bekannte Opernsänger heute mehr Allüren haben denn je. Der Tagesspiegel macht sich ernste Sorgen um das deutsche Kino. In der FAZ erzählt der Biograf Charles Moore, was er an Margaret Thatcher mochte. Die Washington Post erinnert an den Aufstieg des amerikanischen Romans. Die SZ resümiert italienische Diskussionen über Primo Levi, der als Partisan an der Exekution von Kameraden teilnahm.

Bücherschau des Tages

Dünnes Eis über tiefem Wasser

24.04.2013 Richard Wagners Verehrer und Verhohnepipler geben sich seit jeher die Hand, erfährt die FR in der von Bernd Loebe und Norbert Abels herausgegebenen Studie über "Richard Wagner in Frankfurt". Hans-Jürgen Schings zeigt der SZ, wie sich bei Schiller, Goethe und Kleist bereits die Schrecken des 20. Jahrhunderts ankündigen. Die Neuübersetzung von Richard Hughes' Seefahrerroman "In Bedrängnis" beeindruckt die NZZ besonders durch die nüchterne Präzision der nautischen Sprache.

Medienticker-Archiv

Rammdösig

24.04.2013 In medias ras: Die News-Revolution frisst ihre Kinder - Entwicklungen auf dem digitalen Buchmarkt: Amazons Pläne & Interaktive App als Buchergänzung - Erfahrungsbericht: Gewitter im Twitterversum - Heuschreckenalarm: Wettbieten um Springer Science - Analyse: Die politische Verarmung der FAZ - Mit piepsender Stimme in die Wüste der Dichtung: Über Deleuze/Guattaris "Kafka. Für eine kleine Literatur" + Vor 90 Jahren: Freuds "Das Ich und das Es" erscheint.

Donnerstag, 25.04.2013

Heute in den Feuilletons

Zwischen sauberer Recherche und Unsinn

25.04.2013 Der Freitag greift die Debatte um Daniel Cohn-Bendits pädophile Texte auf. Literaturcafé meldet, dass die CDU die Mehrwertsteuer für Ebooks auf 7 Prozent senken will. In der Zeit erklärt Julian Assange, was das Internet ist: nichts anderes als die Öffentlichkeit selbst. Die taz bringt ein Gespräch mit der Filmemeacherin Miriam Faßbender, die zwei Afrikaner beim Versuch begleitete, nach Europa zu gelangen. Die FAZ guckt die Lieblingsfilme von Frieda Grafe. Ganz aktuell: tanzen mit Tilda Swinton. Und nachhaltig pinkeln mit Dezeen.

Bücherschau des Tages

Narrative Litfaßsäulen

25.04.2013 Berlin muss froh sein, einen Chronisten wie Eberhard Klöppel zu haben, schwärmt die SZ angesichts des Bildbandes "Berlin - Ecke Schönhauser". Die Zeit würde am liebsten einfach nicht glauben, was sie von Sonia Mikich über das deutsche Gesundheitssystem erfährt. Die FAZ lernt in dem von Philipp Meuser herausgegebenen Prachtband "Architektur für die russische Raumfahrt" die Kosmonautik als Zivilreligion kennen. Und die NZZ ist ein wenig eifersüchtig auf Günter de Bruyn und seine "Gräfin Elisa".

Medienticker-Archiv

Sozusagen

25.04.2013 Top 10 der Agentur-Enten - Hitler-Tagebücher: Posse oder Skandal vor 30 Jahren - Fürsorgliche Vernichtung: Hans-Ulrich Jörges über Kritik und Selbstkritik der Medien - Wenn Aufklärung zu Abschirmung wird: Wolfgang Michal über Hoeneß und die Medien - Rufraub: Die Zeit tritt nach - Russland: Blogger Alexej Nawalny vor Gericht - Spiegel: Augstein-Witwe will Stefan Aust + Rainald, sozusagen Goetz: Ein Schriftsteller und sein Lieblingswort.

Im Kino

Haptisches Verstümmelungskino

25.04.2013 Der Splatterfilm ist im Mainstream angekommen: Fede Alvarez' "The Evil Dead" wird nicht mehr auf Schulhöfen unter der Hand getauscht, sondern läuft in Multiplexen neben RomKoms und Pixar-Filmen. Neu auf DVD: Alma Har'els "Bombay Beach", ein ethnografischer Dokumentarfilm, dem der empathische Blick leider nicht genug ist.

Freitag, 26.04.2013

Heute in den Feuilletons

Atmosphärisches Make-up

26.04.2013 Die Welt fragt sich, warum ausgerechnet das autoritär regierte Vietnam als erstes asiatisches Land die Schwulenehe einführen will. Die NZZ besucht Gabriel García Márquez' Geburtsort Aracataca. Die taz rümpft die Nase über die in Kunst, Fernsehen und Literatur grassierende New Sincerity, wenn sie dabei Lena Dunhams Titten sehen muss. In der FAZ betätigt Frank Schirrmacher nach Lektüre eines Buchs von Eric Schmidt die Alarmsirene. Aber auch die wird künftig hinter die Paywall gesteckt, verkündet FAZ-Geschäftsführer Tobias Trevisan im Interview mit der SZ.

Bücherschau des Tages

Selbstdenker interessieren sich naturgemäß für alles

26.04.2013 Skizzen, Notizen und Erinnerungen dominieren heute die Besprechungen: John Berger führt, sehr zur Freude der FAZ, in "Bentos Skizzenbuch" die Aufzeichnungen Spinozas fort. Christa Wolf schließt mit "Ein Tag im neuen Jahrhundert" ihre Chronik des 27. Septembers ab und vermittelt der SZ die Widersprüche der menschlichen Verfassung. Und die taz lernt in Jeanette Wintersons autobiografischem Roman "Warum glücklich statt einfach nur normal?", dass auch die Zeit nicht alle Wunden heilt.

Medienticker-Archiv

Kunst = Natur - x

26.04.2013 Datengeschäfte: Wie Bertelsmann an der Rundfunkgebühr verdient - New York Times: Korrektur der Internetstrategie - Wirbel um "Conni": Carlsen streicht Amazon-Passage - Interview mit Werner Herzog: "Ich sehe nicht so viele Filme, ich lese" - Größenwahnsinniger Erneuerer: Arno Holz zum 150. - Zwiesprache mit einer Kunstfigur: Über Martin Walsers "Meßmers Momente" + Die ganze Vielfalt des deutschen Fernsehens in Sendungstiteln.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

26.04.2013 Geld legal parken.

Samstag, 27.04.2013

Heute in den Feuilletons

Entwürfe für gutes Wetter

27.04.2013 Mehr Mut zu einem klaren Programm wünscht sich der Architekt Vittorio Magnago Lampugnani in der NZZ von Stadtplanern - am Ende kommt es sowieso anders als gedacht. Die moderne Stadt ist auf Temperaturen über 20 Grad ausgelegt, weiß die FAZ und freut sich, dass es endlich wieder soweit ist. Antje Ravic Strubel denkt in der Welt über Tabus nach. Susie Linfield zeigt sich in der taz beeindruckt von der Chuzpe der deutschen Studentenbewegung im Umgang mit dem Holocaust. Und die FR vollzieht in der Frankfurter Ausstellung "Juden. Geld. Eine Vorstellung" das Stationendrama des Antisemitismus nach. Auf Freude stößt der Fiilmpreis für Jan-Ole Gersters "Oh Boy".

Bücherschau des Tages

Kultivierter Verhaltensstil

27.04.2013 Schlicht den Atem raubt der FAZ Reinhard Jirgls kosmische Phantasmagorie "Nichts von euch auf Erden". Adam Johnsons allenthalben gefeierter Nordkorea-Roman "Das geraubte Leben des Waisen Jun Do" fällt dagegen bei ihr glatt durch. Berührt liest die FR Miriam Toews' Erinnerung an ihren manisch-depressiven Vater "Mr T., der Spatz und die Sorgen der Welt". Wie eine prallgefüllte literarische Wundertüte erscheint der SZ César Airas "Literaturkongress". Und die taz folgt Tina Uebel freudig durch die "Nordwestpassage für dreizehn Arglose und einen Joghurt".

Montag, 29.04.2013

Heute in den Feuilletons

Zurück ins Kommunardisch-Mädchenhafte

29.04.2013 Im Standard plädiert Franzobel ganz klar gegen Arbeit. In der NZZ beteuert der syrische Schriftsteller Fawwaz Haddad: Wenn sich die Syrer die Köpfe einschlagen, dann darum weil der Westen daran schuld ist. In der Welt fragt Hans-Joachim Müller, ob Künstlerinnen benachteiligt werden - und will aber erstmal den Mythos von männlicher Künstler-Grandiosität abschaffen. Die FAZ wirft Daniel Cohn-Bendit vor, seine Archive gesperrt zu haben. Für die SZ fühlte sich Gustav Seibt fremd unter 68ern.Und die HuffPo kommt nun doch noch, meldet kress.de.

Bücherschau des Tages

Das Prunkstück des Louvre

29.04.2013 Die Kunst eines großen Erzählers erblickt die SZ in Pierre Michons Novelle "Die Elf" über das berühmteste Bild der Französischen Revolution. Außerdem bereitet sich sich auf langsam auf das 500-jährige Jubiläum der Reformation vor. Die FAZ liest Peter Beinarts Buch "Die amerikanischen Juden und Israel", das unter anderem vorschlägt, Israel in eine undemokratische und eine demokratische Zone zu teilen.

Medienticker-Archiv

Für lau oder Alle für einen

29.04.2013 Aktuell: Wolfgang Büchner wird Chefredakteur beim Spiegel - Mitarbeiter gesucht (Bezahlung nicht vorgesehen) oder Die Huffington Post kommt, sie kommt nicht, sie kommt im Herbst bei Burda - Alle für einen: Das Phänomen Crowdfunding - Medienmacher: Warum "Zapp" kurzfristig einen Beitrag absetzte - Theater-Nachtkritiken aus Berlin, Bern und Heidelberg & Ulrich Matthes über seine zweite Regiearbeit - Laut, schrill, bunt: Vor 150 Jahren wurde William Randolph Hearst geboren + Zeitungsreporter ist der übelste Job.

Dienstag, 30.04.2013

Magazinrundschau

Übermaß an Liebe

30.04.2013 n+1 geht den Tonarten Hilary Mantels nach. The New Republic bewundert die chinesische Einfachheit des georgianischen Dichters Edward Thomas. Slate.fr sucht eine neue revolutionäre Klasse. Rumänische Filmregisseure werden auf der ganzen Welt geachtet, nur nicht in Rumänien, lesen wir in HVG. In The National Interest sucht Walter Laqueur vergeblich nach der vielbeschworenen Marx-Renaissance. Der New Yorker liest Bücher über den amerikanischen Drohneneinsatz. Der Guardian erleidet den Liebestod.

Heute in den Feuilletons

Wo es ernst wird, reicht das Netz nicht aus

30.04.2013 Die FAZ schreitet über die Stege des Mucem ins mediterrane Glitzerlicht der Kulturhauptstadt Marseille. Jürgen Habermas hat in Belgien über Europa gesprochen - und die Deutschen zu Opfern aufgefordert. Die NZZ erkundet die Möglichkeiten des Netzes als Medium des Protestes. Brigitte eröffnet die Berichterstattung über den NSU-Prozess. Und in der Welt hält Matthias Küntzel fest: Richard Wagner war ein Klassiker - und zwar des deutschen Antisemitismus.

Bücherschau des Tages

Ein noch viel boshafteres Höheres

30.04.2013 Die NZZ feiert Sergio Pitol, dessen Erzählungen "Drosseln begraben" ihr zeigten, dass der Zufall noch viel bitterer zuschlägt als der Mensch. Die SZ liest mit Begeisterung Szilard Rubins Klassiker "Die Wolfsgrube", der mit kriminalistischen Mitteln im Ungarn der siebziger Jahre ermittelt. Und die FAZ begibt sich auf den Spuren von George Brassens über Jean-Claude Izzo nach Marseille.

Medienticker-Archiv

Salon-Öffentlichkeit

30.04.2013 NSU-Presseplätze: Ohne FAZ & SZ und taz & Welt prüfen Klage - Buch "The New Digital Age": Google-Männer wollen die Welt retten - Datenbrille: Google Glass ist schon gehackt - Umfragen: Wettbewerb durch Selfpublisher & E-Books im Handel: Buchhändler werden zu Servicedienstleistern - Dirk von Gehlen über das Schreiben in der (Salon-)Öffentlichkeit + Patrick Roth: Durch die Windschutzscheibe des Autor.

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BuchLink: Aktuelle Leseproben. In Kooperation mit den Verlagen (Info)

Hartmut Rosa. Situation und Konstellation - Vom Verschwinden des Spielraums. Suhrkamp Verlag, Berlin, 2026.Hartmut Rosa: Situation und Konstellation
Die Lehrerin, die Noten nicht zur Ermutigung vergeben kann, die Ärztin, die Bildschirme statt Patienten behandelt, der Schiri, dessen Augenmaß vom VAR verdrängt wird: Unmerklich…
Son Lewandowski. Die Routinen - Roman. Klett-Cotta Verlag, Stuttgart, 2026.Son Lewandowski: Die Routinen
Ein Gummibärchen essen, heute den Arm, morgen ein Bein. Was sich anhört wie ein Witz, ist Alltag für die Leistungsturnerin Amik. Für sie zählt jedes Gramm, jeder Wettkampf,…
Katja Diehl / Mario Sixtus. Picknick auf der Autobahn - Wie wir in Zukunft unterwegs sein werden. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main, 2025.Katja Diehl, Mario Sixtus: Picknick auf der Autobahn
Mit zehn Schwarzweiß-Abbildungen. Wie werden die Menschen in Deutschland in Zukunft autofrei und klimafreundlich unterwegs sein? Dieses Buch bietet Antworten und ist somit…
Christoph Bartmann. Attacke von rechts - Der neue Kampf um die Kultur. Carl Hanser Verlag, München, 2026.Christoph Bartmann: Attacke von rechts
Anhand internationaler Beispiele zeigt Christoph Bartmann wie Rechtspopulisten die Kulturpolitik als Kampfplatz für ihre Ideologie nutzen. Museen, Theater und Bibliotheken…

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