Perlentaucher - Online Kulturmagazin mit Presseschau, Rezensionen, Feuilleton

zuletzt aktualisiert 10.02.2026, 15.41 Uhr
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  • Perlentaucher-Debatte Literaturkritik im Netz: Angestoßen von Wolfram Schütte. Mit Beiträgen von Sieglinde Geisel, Jan Dress und anderen
  • Daniele Dell'Agli: Aufruhr im Zwischenreich: Plädoyer für eine Befreiung des Themas Sterbehilfe aus dem Griff der Politik und mit ihr paktierender Verbandseliten
  • Monotheismus-Debatte im Perlentaucher: Angestoßen von Jan Assmann. Mit Beiträgen von Klaus Müller, Peter Sloterdijk und anderen
  • Die Beschneidungsdebatte: im Perlentaucher und in anderen Medien
  • Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
  • Der dänische Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
  • Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
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Perlentaucher-Fakten

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Buchautoren

Perlentaucher Archiv

Sortiert nach Datum | Rubriken

Mittwoch, 01.12.2010

Heute in den Feuilletons

Absatz 1 gilt nicht für Nachrichtensendungen

01.12.2010 Die deutschen Blogs sind höchst erregt wegen des, äh, Jugendmedienschutzstaatsvertrags, der die Medien im Netz künftig arg bürokratisieren soll. Erste Blogs schließen. Eine originelle Theorie zu den jüngsten Wikileaks hat laut Gawker Ahmadinedschad: Das ist eine amerikanische Verschwörung! Auch der Daily Star im Libanon ist schockiert: Die Scheichs haben sich bis unter die Zähne bewaffnen lassen und fühlen sich doch so hilflos und verletzlich gegenüber dem Iran! die FAZ fragt, ob der Staat an Vertuschungen im Fall Buback beteiligt war.

Bücherschau des Tages

Tendenz zum Surrealen

01.12.2010 Von Macht, Komplizenschaft und Bosheit liest die FAZ in Ceridwen Doveys Roman "Der Koch, der Maler und der Barbier des Präsidenten". Fasziniert ist die NZZ von Stefan Rinkes Geschichte der ersten lateinamerikanischen Revolutionen. Sehr poetische Gedichte über Pilze und das Gegacker von Hühnern entdeckt die SZ in Christian Enszensbergers Band "Eins nach dem andern".

Medienticker-Archiv

Medienwandel

01.12.2010 Internet saugt die Zuschauer aus dem TV ab - Online-Netzwerk Diaspora: Ein erster Blick aufs Anti-Facebook - Datenkrake: Wie Google drei Branchen aufmischt - WikiLeaks: Das Watergate der Gossip Girls oder Transparenz pur? Die Transparenz der digitalen Revolution steht noch aus - Interview mit Wladimir Kaminer: "Berlin ist die Mediterrane des Nordens" - Es reicht jetzt!: Die ARD-Talkshowoffensive + 4. Runde: SZ+FAZ vs. Perlentaucher.

Im Kino

Da capo

01.12.2010 Woody Allen feiert heute seinen 75. Geburtstag. Passend dazu kommt sein jüngstes Werk "Ich sehe den Mann deiner Träume" ins Kino, der eines auf jeden Fall ist: mit Naomi Watts, Josh Brolin, Anthony Hopkins und Freida Pinto eklatant gut besetzt. Ganz anderer Schauplatz: Mit logistischer Unterstützung von Tom Tykwer hat die Regisseurin Hawa Essuman in Nairobi den Spielfilm "Soul Boy" gedreht. Ein Projekt, auf dessen Fortsetzung man gespannt sein kann.

In eigener Sache

Weiter in die vierte Runde

01.12.2010 In Sachen SZ und FAZ gegen den Perlentaucher wollte der BGH kein abschließendes Urteil fällen und hat ans OLG Frankfurt zurückverwiesen.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

01.12.2010 Kann jemand seinen Job nicht?

Donnerstag, 02.12.2010

Heute in den Feuilletons

Ästhetik der Außenseiter

02.12.2010 Die FR hört den tollsten neuen Pop: Witch House. Die Welt hält am Totalitarismus-Begriff fest. Die taz porträtiert Jean-Luc Godard als sehr lose Kanone. Im Freitag joggt Jochen Schmidt mit Proust im Ohr. In der Zeit erklärt Tariq Ramadan, wie man emanzipiert ist, ohne unislamisch zu werden. Die SZ beschreibt den türkischen Justizskandal um den inhaftierten Schriftsteller Dogan Akhanli.

Bücherschau des Tages

Gefühlte Intelligenz

02.12.2010 Beglückt lässt sich die SZ mit Edward Abbeys neuaufgelegten Ökoterror-Roman "Die Monkey Wrench Gang" vom Zeitgeist der 70er umwehen. Außerdem sucht sie mit dem südafrikanischen Erzähler Damon Galgut die Liebe in Indien, Lesotho und Genf. Die FAZ freut sich über die Neuauflage von Joaquim Machados "Tagebuch des Abschieds" und kämpft sich wacker durch Kathy Ackers obsessiv postmodernen Roman "Meine Mutter". Die Zeit lobt eine Biografie des Stauferkaisers Friedrich II. und wird schlau "In null Komma nichts".

Medienticker-Archiv

Lachhafter Geheimnisverrat

02.12.2010 Wolfram Schütte: WikiLeaks verhebt sich - Der Briefwechsel Adorno-Kracauer: Friedels seltsame Freundschaft mit Teddie - Nick Denton: Warum das Blog endgültig tot ist - Robert Musil: Erinnerungen an einen - Verkannten - Der gerade Weg ist das Labyrinth: Über Olli Jalonens "Vierzehn Knoten bis Greenwich" - Kriegsreporter in Afghanistan: "Sieg heißt, lebend da rauszukommen" + Take That "Progress": Was für 'ne Zumutung!

In eigener Sache

Klage von FAZ und SZ erfolglos

02.12.2010 Der BGH hat den Rechtsstreit FAZ/SZ gegen den Perlentaucher an das OLG Frankfurt zurückverwiesen. Mit ihrem Hauptantrag sind die Zeitungen gescheitert. Nun sind noch einige Details zu klären. War's das wert?

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

02.12.2010 Heute: Weibliche Logik

Freitag, 03.12.2010

Heute in den Feuilletons

Radikale Veröffentlichung des Herrschaftswissens

03.12.2010 In der Jungle World erzählt der dänische Autor Frederik Stjernfelt, wie die Linke einer an sich reaktionären Ideologie - dem Kulturalismus - aufsaß. Die SZ analysiert den Cypherpunk Julian Assange. Carta erzählt, was Wikileaks mit den Medien macht (vor allem mit denen, die nicht zu seinen Auserwählten zählen). In der NZZ schreibt Slavenka Drakulic über Zensur an Angelina Jolie, die in Bosnien einen Film drehen wollte. In der FAZ spricht Daniel Cohn-Bendit über Freundschaft, Zerwürfnis und Wiederbegegnung mit Jean-Luc Godard und schweigt auch nicht über das Thema Antisemitismus.

Bücherschau des Tages

Welt zwischen allen Welten

03.12.2010 Ganz schön munter erzählt findet die FAZ Leda Forgos bitteren Roman "Vom Ausbleiben der Schönheit". Als Bewusstseinsgeschichte der Moderne liest sie Peter-Andre Alts "Ästhetik des Bösen". Die FR stellt Sabrina Janeschs Roman "Katzenberge" vor, der von einer Spurensuche in Galizien erzählt. Und die SZ hält bewundernd den Band "Before Color" mit Schwarzweiß-Fotografien von William Eggleston in den Händen.

Medienticker-Archiv

Der & das Ganz Andere

03.12.2010 Ein "melancholischer Solitär" des Kinos, ein "Clown Gottes" in dessen Abwesenheit: Wolfram Schütte über Jean-Luc Godard - Jünger-Forschung: "Verrat an Ernst Jünger?" - Facebook-Fans lästern über Amazons Cyber Monday - Beziehungskiller: Scheidungsgrund Facebook - Bevorzugung: Widerstand gegen Sponsoringverbot für ARD und ZDF - Wider das Vergessen: Links der verwehenden Woche + Budenzauber: Mit Siegfried Kracauer auf dem Weihnachtsmarkt.

Samstag, 04.12.2010

Heute in den Feuilletons

Humanistische Gehölzwahrnehmungstechnologie

04.12.2010 In der FR erzählt der chinesische Verleger Bao Pu von seiner Zusammenarbeit mit Whistleblowern. In der Welt attackiert Theodore Dalrymple die "Lumpenintelligentsia" Großbritanniens. Die NZZ bewundert die spezifischen Schönheiten der von Kees van Dongen porträtierten Damen. In der SZ lehnt Peter Glaser den Internet-Kulturpessimismus von Frank Schirrmacher bis Klaus Staeck rundweg ab. Spiegel-Online berichtet über Versuche, Wikileaks aus dem Netz zu kicken.

Bücherschau des Tages

Verunstaltung eines großen Gedankens

04.12.2010 Die taz liest mit großem Vergnügen Rainer Wieczoreks hochmusikalische "Tuba-Novelle"; es geht um einen Autor, der an einen Musiker als Nachbarn gerät. Die FAZ würdigt den Regimekritiker Jürgen Fuchs, der heute sechzig Jahre alt geworden wäre und dessen Texte das Hörbuch "Das Ende einer Feigheit" versammelt. Es spricht Herta Müller. Gelobt wird auch Jochen Racks Flieger-Roman "Menschliches Versagen".

Montag, 06.12.2010

Heute in den Feuilletons

Selbstgerechte Lust am Ersterben

06.12.2010 In der taz fürchtet der britische Diplomat Hugh Mortimer, dass die jüngsten Wikileaks der Transparenz eher schaden als nützen. Im Perlentaucher problematisiert Matthias Küntzel die weiche Linie der Regierung und des Bundestags gegenüber dem Iran - besonders im Fall der Journalisten Marcus Hellwig und Jens Koch. Die NZZ ist verstört: Die Brücke-Künstler haben Kinderakte gemalt. Und das Sprengel-Museum stellt sie aus. Die SZ macht sich Sorgen um die künftige Architektur der letzten Baulücken in Berlin: Ist und bleibt die Stadt eine begehbare Grabplatte?

Bücherschau des Tages

Die Summe der Aufstandserfahrung

06.12.2010 Sehr raffiniert findet die die taz Leila Marouanes Roman "Das Sexleben eines Islamisten in Paris". Die SZ kann Wlodzimierz Borodziejs liebevoll-kühl Geschichte Polens im 20. Jahrhundert sehr empfehlen. In Daniel Clowes' Comic "Wilson" erfährt sie, wie uninteressant schlechtgelaunte Vierzigjährige sind. Die FAZ stellt Kerstin Thomas' kunstwissenschaftliche Studie "Welt und Stimmung" vor.

Medienticker-Archiv

Der H.C.

06.12.2010 Thomas Rothschild zum 10. Todestag von H.C. Artmann - Wen Google sperrt, der existiert nicht mehr ...: Der Hackerangriff auf Glanz & Elend - Wie "Der Faust" aufs Auge: Frank-Patrick Steckel zum Streit um die Verleihung des Deutschen Theaterpreises 2010 - Alles nur der Liebe wegen in München: Der himmlische Rausch, der sich nicht einstellt - Die Ausgenüchterten: Die Bakchen in Hannover - Brubeck 90: Cool ist nur ein kleiner Teil.

Essay

Brennende Sorge?

06.12.2010 Warum erwähnt das jüngst verabschiedete Papier des Bundestags zur Menschenrechtslage im Iran die beiden Journalisten Marcus Hellwig und Jens Koch nicht? Wie erklärt sich die Zurückhaltung der Medien?

Dienstag, 07.12.2010

Magazinrundschau

Schwerkraft-Wellen

07.12.2010 In Eurozine suchen Tomas Kavaliauskas und Ivaylo Ditchev nach der litauischen und bulgarischen Identität. Der Economist betrachtet die Big Bangs von Roger Penrose. Elet es Irodalom erklärt, warum es letzte Woche mit leerer Titelseite erschien. OpenDemocracy erzählt, wie in Russland Persönlichkeitsrechte benutzt werden, um Geschichtsforschung zu verhindern.

Heute in den Feuilletons

Allerhand rätselhafte Zuckungen.

07.12.2010 Clay Shirky stürzt sich in den Zwiespalt von Transparenz und Geheimnis. In der FR vergleichen Geert Lovink und Patrice Riemens Hacker und Agenten.  Die vier Kritiker der Berliner Zeitung sind sich uneins über Thielemanns Beethoven-Zyklus. Der eine in der FAZ auch. Aber dann der langsame Satz! Netzpolitik ist entsetzt über Rot und Grün in NRW. Die taz erscheint heute mit Migrationshintergrund. Die Welt schwärmt von den "Trojanern" an der Deutschen Oper Berlin und vor allem vom Zottelschotten Runnicles. In der SZ wehrt sich der Historiker Gregor Schöllgen gegen den Vorwurf, erst durch den Band "Das Amt" sei die deutsche Außenpolitik der Nazizeit angemessen ausgeleuchtet worden.

Bücherschau des Tages

Das Klacken der Setzmaschinen

07.12.2010 Ein bisschen konservativ, aber trotzdem ganz schön ganz findet die NZZ Tom Rachmans "Die Unperfekten", ein Abgesang auf die krisengeschüttelte Welt der Zeitungsverleger, Nachrufeschreiber und Korrektoren. Die SZ empfiehlt kann den mal bissigen, mal entspannten Sammelband "Bürgerlichkeit ohne Bürgertum" sehr empfehlen. Die FAZ stellt Niklas Holzbergs Buch über "Aristophanes" vor.

Medienticker-Archiv

Revolution für Faule

07.12.2010 Peter Glasers kurze Geschichte des Kulturpessimismus - Virtueller Buchladen: Google macht Amazon Konkurrenz - Neues Online-Netzwerk: Mehr Freunde mit "Google +1" - Playbuttons: Musik, die aus der Brosche kommt - Paypal-Boykottaufrufe: Wikileaks-Fans schlagen zurück - "Made in Germany": Broder interviewt Sarrazin - Der schuldlose Stellvertreter: Thomas Rothschild über den Kniefall von Warschau.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

07.12.2010 Zwei Neue.

Redaktionsblog - Im Ententeich

Wikileaks' Julian Assange verhaftet

07.12.2010 Der Versuch in Sachen Wikileaks auf dem Laufenden zu bleiben, war heute ein echter Marathon. Hier kurz die neuesten Entwicklungen: Wikileaks-Gründer Julian Assange hat sich heute in London Scotland Yard gestellt. Inzwischen hat es eine erste Anhörung gegeben, in der die Schweden ihre Vorwürfe gegen Assange etwas präzisiert haben, berichtet der Guardian: "Assange wurde in Verbindung mit vier Beschuldigungen gesucht, darunter Vergewaltigung und Belästigung.

Mittwoch, 08.12.2010

Heute in den Feuilletons

Am wahrsten ist seine Mutter

08.12.2010 Der Tagesspiegel wundert sich: Ausgerechnet die UN-Menschenrechtskommissarin Navi Pillay bleibt der Nobelpreiszeremonie für Liu Xiaobo fern. Der Guardian zählt außerdem alle Länder auf, die aus Angst vor China niemanden nach Oslo schicken. Es gab Zeiten und Gegenden, wo die aggressive Genvariante von Vorteil gewesen sein mag, schreibt der Biologe Gottfried Schatz in der NZZ. Die FR stellt (wie fast alle Zeitungen) die diesjährige Turner-Preisträgerin Susan Philipsz vor. Die FAZ sagt: danke, Julian Assange.

Bücherschau des Tages

Kleine scharfe Lichter

08.12.2010 Die NZZ bejubelt eine editorische Meisterleistung: die gesetzte Ausgabe von Arno Schmidts verrücktem Monumentalwerk "Zettel's Traum". Gern liest sie Patricia Cloughs Biografie des unkonventionellen Kolonialherrn von Äquatoria "Emin Pascha". Die SZ lernt aus Hans Maiers "Gesammelten Schriften", was ein gelehrter Liberalkonservatismus ist. Die FAZ lobt Paolo Grossis "Das Recht in der europäischen Geschichte".

Medienticker-Archiv

Vergangenheitsbewältigungstrunken

08.12.2010 Dem Filmemacher und Autor Hans Jürgen Syberberg zum 75. - Poetry: Die reichen Poeten von Chicago - Nowhere Boy: John Lennon ist Marius Müller-Westernhagens Held - Digitale-Buchhandlung: Google kopiert das Kindle-Prinzip - Jazz-Bücher: Glitzertöne wie Sterntaler - Ein Lob auf das Lesen und die Fiktion: Mario Vargas Llosas Nobelpreisrede + Vom Vergnügen haptischen Lesens.

Im Kino

Imitat, eher opak

08.12.2010 Wer "Nowhere Boy", Sam Taylor-Woods Spielfilm-Debüt, sieht, könnte glauben, die Künstlerin hätte ihr Leben lang nichts anderes getan als John-Lennon-Biopics zu drehen. Ein Debüt ganz anderer Art ist Gareth Edwards' billigst budgetierter "Monsters" - mehr als nur ein Achtungserfolg, der das Genre einerseits in die Allegorie und andererseits ins Leere laufen lässt.

Donnerstag, 09.12.2010

Heute in den Feuilletons

Der gestisch verteilte Farbstoff

09.12.2010 Im Freitag kritisiert der Wikileaks-Dissident Daniel Domscheit-Berg die jüngste Veröffentlichungspolitik seines jüngsten Arbeitgebers. In der Zeit stellt er klar, dass ihm zwar Transparenz in der Organisation, aber mehr noch überall sonst fehlt. Würde ein Medium spo angegriffen wie Wikileaks, dann würden die Medien aber laut schreien, meint Neunetz. Mario Vargas-Llosas Nobelpreisrede spaltet die Feuilletons: Der SZ ist sie zu phrasenhaft und nicht links genug. Die FAZ lobt ihre politische Weitsicht. In der Zeit outet die des Zickenkriegs bezichtigte Alice Schwarzer die wahren Meister des Genres. In der taz lässt Ai Weiwei kein gutes Haar an Liu Xiaobo.

Bücherschau des Tages

Superfeminine Killertechnik

09.12.2010 Die SZ begrüßt freudig die erste vollständige Übersetzung von Roland Barthes' "Mythen des Alltags" und liest mit Spannung Colin McAdams untergründigen Internatsroman "Fall". Die FAZ schwärmt von Ralph Dutlis absurder Poesiesammlung "Fatrasien": Welch ein Unsinn! Die Zeit lässt sich sanft von Haruki Murakamis schallgedämpfter Romanlimousine "1Q84" überrollen und überwindet mit der neuen Ausgabe von "Zettel's Traum ihr Arno-Schmidt-Trauma.

Medienticker-Archiv

Geknebelte Wut und passive Aggression

09.12.2010 Gerald M. Boyd über seine Zeit bei der New York Times - Studie: Paid Content bleibt Nischenprodukt - "Es war ein langer und lauter Furz": Henryk M. Broders taz-Interview mit Thilo Sarrazin in voller Länge - Kultur statt Gulag: Russlands heimliche Kulturhaupstadt Perm - Höher, schneller, müder: Über Byung-Chul Hans "Müdigkeitsgesellschaft" - Die Reize der Mündlichkeit: Ein Porträt des suppose-Verlegers Klaus Sander.

Virtualienmarkt

Ebooks unterm Weihnachtsbaum

09.12.2010 Der Markt für digitale Bücher ist immer noch chaotisch. Und er kompliziert sich, weil zwischen Buchhandel, Antiquariaten und Bibliotheken kaum mehr zu unterscheiden ist. Der Google Bookstore bietet drei Millionen Titel!

Freitag, 10.12.2010

Heute in den Feuilletons

Jene Ehemaligen

10.12.2010 In der NZZ verteidigt der der kolumbianische Autor Hector Abad seinen Kollegen Mario Vargas Llosa gegen europäische Lateinamerikaromantiker. In der Welt plädiert Gerhard Schulze gegen totale Transparenz im Internet, auf das er übrigens gern verzichtet hätte. Das Feuilleton der Welt feiert die Freilassung  Dogan Akhanli, die sich möglicherweise der Angst vor einer Aktion Günter Wallraffs verdankt. In der FR erklärt der Sinologe  Heiner Roetz, warum der Konfuzianismus nicht im Widerspruch zu Menschenrechten steht. SZ und FAZ bringen großformatige Verteidigungen des Buchs "Das Amt".

Bücherschau des Tages

Subtil und bisweilen poetisch

10.12.2010 Einen sehr schönen Einblick in die chinesische Prosa der Gegenwart gewinnt die FAZ mit der Anthologie "Neue Träume aus der Roten Kammer". Die SZ folgt Joachim Dyck durch das Berlin Gottfried Benns, in Kaschemmen, die Staatsbibliothek oder die Arztpraxis in der Belle-Alliance-Straße.

Medienticker-Archiv

Zufall und Notwendigkeit

10.12.2010 Aktualisiert: Wolfram Schütte über Peter Sloterdijks Gaben-Philosophie - Existentialistisch radikal: Jacques Monods Epochenwerk wiedergelesen - Wie lesen die Digital Natives und die Generation Warum? - Im Labyrinth des Laberns: Sachbuch-Phänomen Sprache - Wo der Irrtum beginnt: Carl Wilhelm Macke über Michael Krügers Lyrikband "Ins Reine" - Assanges Hacker-Roman von 1997 + Der verzweifelte Kampf der Macht gegen das Wissen.

Redaktionsblog - Im Ententeich

Wikileaks zeigt: Das Netz kann man nicht regulieren

10.12.2010 Kinderpornografie, Glücksspiele, Google Street View und jetzt Wikileaks - jedesmal, wenn was passiert, ruft jemand nach "Regulierung" des Internet

Samstag, 11.12.2010

Heute in den Feuilletons

Die Aus-Funktion wird mitgedacht

11.12.2010 Wikileaks treibt die Zeitungen immer noch stark um. Leiden Journalisten an dem Umstand, dass nicht sie die Dokumente lancierten? Sie sind erstaunlich schlechte Verlierer, schreibt Hans-Martin Tillack in seinem Stern-Blog. Wikileaks ist totales Denunziantentum, meint James Carinsson in der Welt. Im digitalen Zeitalter lassen sich Daten nicht mehr schützen, informiert Tim Renner mit der Erfahrung der Musikindustrie in Carta. Hans Leyendecker stellt sich in der SZ die bange Frage, ob er Teil des Systems sei. Taz und Tagesspiegel staunen über die Linke auf dem Kunstmarkt.

Bücherschau des Tages

Entrümpelt unseren Geist

11.12.2010 Die NZZ sitzt mit Georges Perec im Cafe de la Mairie auf der Place Saint-Sulpice und lässt die Welt an sich vorbeiziehen. Die SZ gräbt sich durch Ken Folletts tausendseitigen Roman "Sturz der Titanen" und stellt fest: Gut gemeint, okay gemacht, bestens verfilmbar. Idealen Lesestoff fürs pubertierende Zielpublikum erkennt die FAZ in drei amerikanischen Kurzromanen, die in dem Band "Tage wie diese" versammelt sind. Gar nichts abgewinnen kann Detlev Claussen in der taz Norman M. Naimarks Buch über "Stalin und den Genozid".

Sonntag, 12.12.2010

Redaktionsblog - Im Ententeich

Amazon nicht erreichbar

12.12.2010 Wow, amazon.de, amazon.fr, amazon.co.uk., amazon.es sind seit 22.04 Uhr nicht erreichbar. Wenn dies das Werk von Anonymous ist, dann ist es die eindrucksvollste Demonstration saurer Kunden, von der ich je gehört habe!

Montag, 13.12.2010

Heute in den Feuilletons

Dogan K.! Wie Josef K.

13.12.2010 Im Journal du dimanche erzählt Bernard-Henri Levy, wie er die neuesten Wirren im Fall Sakineh Ashtiani erlebte. Die Diskussion um Wikileaks geht weiter: Auch in den Medien häufen sich die Stimmen für die Enthüllungen. Nachdem Frits Bolkesteins den Juden der Niederlande empfohlen hat zu emigrieren, bringt Trouw eine Reportage über die jüdische Gemeinde im Land. Im Perlentaucher kritisiert Pascal Bruckner die "Erfindung der Islamophobie". In der SZ erzählt Dogan Akhanli, wie er seine Inhaftierung in der Türkei erlebte.  Die FAZ diagnostiziert eine Verschwörung zwischen Rechtspopulisten aus Israel und Europa. Inszenierung des Wochenendes: ganz klar Volker Löschs Wedekind-Montage nach "Lulu" mit original Berliner Prostituierten. Und ein Igel ist geboren: gegen das Leistungsschutzrecht. 

Bücherschau des Tages

Geist aus der Flasche

13.12.2010 Die FAZ bespricht ausführlich Peter Longerichs Biografie des narzisstisch schwer gestörten Joseph Goebbels. Lob spendet sie auch Thomas A. Szlezak, der mit hellenistischem Geist dem halbgebildeten Opportunisten zu Leibe rücken will. Die SZ liest beschwingt Thomas Welskopps Kulturgeschichte der Prohibition "Amerikas große Ernüchterung". Sehr empfehlen kann sie auch Avi Primors Buch der Missverständnisse "An allem sind die Juden und Radfahrer" schuld.

Medienticker-Archiv

Fantasievolle Pirouetten

13.12.2010 David Bösch taut im Burgtheater-Kasino Franz Xaver Kroetz' schockgefrorenen Sozialrealimus auf - Jens-Daniel Herzog holt die Schnitzler-Figuren am Residenztheater dicht an ihre ungelebten Lebensoptionen - Lulu oder Die Nuttenrepublik in Berlin: Erschlaffendes phallisches Gemüse - Der Meister und Margarita in Graz: Der Teufel schlägt Stalin mit den eigenen Waffen - John Rawls über Sünde,Glaube und Religion.

Essay

Die Erfindung der Islamophobie

13.12.2010 Kritik an Religion ist nicht Rassismus. Der Begriff will einschüchtern. Vor allem aber will er all jene Muslime zum Schweigen bringen, die den Koran in Frage stellen und die Gleichheit der Geschlechter fordern.

Redaktionsblog - Im Ententeich

Wikileaks und die Pressefreiheit

13.12.2010 Was sagt der Umgang mit Wikileaks eigentlich über den Stand der Pressefreiheit in den westlichen Staaten aus? Dazu sind in den letzten Tagen eine Reihe sehr interessanter Artikel erschienen. Zunächst mal geht es um die Frage, ob das Internet geholfen hat, Zensur zu erleichtern oder zu erschweren. Im vorletzten Blogeintrag habe ich James Cowie von der IT-Sicherheitsfirma Renesys zitiert, der in einer sehr lesenswerten Analyse am Beispiel von Wikileaks beschrieb, wie schwer Zensur heute durchsetzbar ist. Für eine so bekannte Seite wie Wikileaks mag das richtig sein, aber für alle anderen?

Dienstag, 14.12.2010

Magazinrundschau

Schöpferische Zerstörung

14.12.2010 The Nation erinnert daran, dass nur die Whistleblower gehasst werden, die richtig liegen. El Espectador wundert sich, dass Gringo-Diplomaten sympathischer sind als Alvaro Uribe. Salon.com bespricht eine Geschichte der Informationsindustrien. In der LRB erklärt John Lanchester den Zeitungen, was und wie er im Internet lesen möchte. Europa wird mestizisch, verkündet der französische Philosoph Sami Nair in der Lettre. In Open Democracy erklärt der Schriftsteller Uladzimier Arlou, wovor die Weißrussen Angst haben. Und in Salon.eu.sk erwartet Andrei Dynko Lukaschenko 4.0.

Heute in den Feuilletons

Der Elefant im Raum, Berliner Version

14.12.2010 Die NZZ ist entgeistert über die Stillhaltepolitik deutscher Politiker und Medien im Fall der beiden im Iran inhaftierten Journalisten Marcus Hellwig und Jens Koch. Die Blogs erklären einen Tag nach der Gründung des "Igels" gegen das Leistungsschutzrecht, was es mit diesem Spezialpolster für Verleger auf sich hat. Die SZ erklärt die Grundlagen des Cyberkriegs. Die FR beleuchtet die keineswegs vorteilhafte Rolle Pius' XII. und Ernst von Weizsäckers bei der Rettung der Juden von Rom.

Bücherschau des Tages

Kummerstadt

14.12.2010 Ganz verzaubert liest die NZZ Erwin Mortiers Roman "Götterschlaf", in dem sich eine alte Frau an das Ende der Belle Epoque und den Ersten Weltkrieg erinnert. Außerdem preist sie die Gedichte des Koreaners Kwang-Kyu Kim "Botschaften vom grünen Planeten". Die SZ lobt sehr Peter-Andre Alts "Ästhetik des Bösen.

Medienticker-Archiv

Viva Sisyphos!

14.12.2010 Carl Wilhelm Macke über das Lebensrisiko von Reportern - Die Pressefreiheit liegt schon im Bett: Jakob Augstein über das Selbstverständnis von Journalisten - Schafft viele Wikileaks!: So funktioniert Openleaks - Anonymer Upload: Whistleblower gesucht oder WAZ spielt Wikileaks + Mathias Tretter: "Steffi kuscht Hindu" oder Zum Shooting nach Afghanistan.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

14.12.2010 Heilige am Hindukusch.

Mittwoch, 15.12.2010

Heute in den Feuilletons

Kreuzung von Dagobert Duck und Kim Il Sung

15.12.2010 CNN erklärt, warum die Cyberkrieger von Anonymous gegen den Weihnachtsmann keine Chance haben. In den Digitalen Notizen wendet sich der Medienwissenschaftler Stefan Münker gegen die Vermutung, früher sei für Inhalt bezahlt worden. In der FAZ erklärt Frank Rieger vom Chaos Computer Club, warum er das Prinzip Wikileaks für segensreich hält. Die taz wirbt für die Sharjah Art Foundation. Für die SZ ist Xavier Beauvois' Film "Von Menschen und Göttern" ein Wunder. Die NZZ fühlt mit Norwegens totem König Olav.

Bücherschau des Tages

Kontrafaktisches und Paradoxes

15.12.2010 Heute ist ganz klar der Tag der Lyrik: Die FAZ stellt Gedichte von Uljana Wolf und Daniel Falb vor, die NZZ attestiert Harald Hartung für seine "Wintermalerei" poetische Meisterschaft und die SZ bewundert die quecksilbrigen Gedanken in Friederike Mayröckers "ich bin in der Anstalt". Die SZ hat außerdem die Geschichte der "Bismarcks" gelesen, die der heute 102-jährige marxistische Historiker Ernst Engelberg zusammen mit seinem Sohn Achim Engelberg.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

15.12.2010 Ein Rettungsschirm für den Cavaliere.

Im Kino

Sissi-Kino

15.12.2010 Fast ein Wunder: Xavier Beauvois' Mönchsdrama "Von Menschen und Göttern" ist der sehr selten gewordene Fall eines Films, der Kritik und Publikum gleichermaßen begeistert. Übrigens sehr zurecht. Weitgehend Einigkeit herrscht, wie es aussieht, auch bei Florian Henckel von Donnersmarcks Zweitling "The Tourist": Außer sauteuren Spesen wenig gewesen.

Redaktionsblog - Im Ententeich

Leistungschutzrechte? Wofür denn??

15.12.2010 Wenn man die "Fakten und Argumente" auf der Website des Zeitungsverlegerverbands liest, kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Verleger in der Verteidigung ihres so herbeigesehnten Leistungsschutzrechts bewusst einen falschen Eindruck erwecken.

Donnerstag, 16.12.2010

Heute in den Feuilletons

Attacke einer verlorenen Kohorte

16.12.2010 In der FR verteidigt Micha Brumlik den Begriff der Islamophobie und macht gleich mehrere Treitschkes der Jetztzeit ausfindig. Die Welt kritisiert die Schüchternheit der FDP bei der Verteidigung säkularer Werte. Die SZ findet nun auch, dass Wikileaks für einen Paradigmenwechsel im Verhältnis des Staates zu seiner Öffentlichkeit stehe. Ähnlich sieht es Julian Nida-Rümelin in der Zeit. Aber nicht Bernd Ulrich in der Zeit. Der Perlentaucher fragt: Leistungsschutzrechte? Wofür denn?? Alle Zeitungen besprechen höchst beeindruckt Xavier Beauvois' Film "Von Menschen und Göttern".

Bücherschau des Tages

Viel Erregung, wenig Vollzug

16.12.2010 Vergnügt folgt die Zeit Katharina Döblers Roman über eine Frau, die im Kulturbetrieb arrivieren will, ohne eine Meinung über Robert Wilson oder zur Pornografie zu haben. Sehr empfehlen kann sie auch Jean-Philippe Toussaints "Wahrheit über marie" und Aby Warbungs Bericht von einer Reise nach Italien mit College Bing. Die NZZ schwärmt von Cesar Airas ganz und gar unstringenten Roman "Gespenster". Und die FAZ liest verständnisvoll Gloria Vanderbilts Erinnerungen an ihr aussschweifendes Leben "Damals schien all das wichtig zu sein".

Medienticker-Archiv

Die Sehnsucht nach der Revolte

16.12.2010 "Der kommende Aufstand": Ein Text geht um in Europa, es ist ein Aufruf zum Aufruhr - Thomas Hummitzsch: Das Kommunistische Manifest 2.0 oder: Self-fulfilling prophecy - Gregor Keuschnig: Komm-Pot oder Im Spiegel des modernen Anarchismus - Wolfram Schütte: Nur eine schöne Kunstfigur? - Die Gazette: Die Zivilgesellschaft probt den Aufstand + Im Winterwonderland: Dostojewski an der Berliner Schaubühne.

Bücherbrief

Memphis in Schwarzweiß

16.12.2010 Barbara Conrad übersetzt Tolstois "Krieg und Frieden" mit allen Ecken und Kanten. Mathias Enard schreibt eine Urgeschichte der Gewalt. Janet Frame hat Heimweh nach Neuseeland. Ein unsichtbares Komitee verkündet den kommenden Aufstand. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats.

Dokumentation

Appell gegen die Angriffe auf Wikileaks

16.12.2010 die tageszeitung, Der Freitag, die Frankfurter Rundschau, der Tagesspiegel, ECCHR und Perlentaucher veröffentlichen zeitgleich diesen Appell gegen die Angriffe auf Wikileaks. 

Wir laden alle ein, sich an dem Appell für die Medienfreiheit zu beteiligen.

Freitag, 17.12.2010

Heute in den Feuilletons

Da erschrak er, da erschrak ich

17.12.2010 Alan Posener wendet sich in starke-meinungen.de gegen Pascal Bruckners Perlentaucher-Artikel über die "Erfindung der Islamophobie". Vera Lengsfeld erinnert in der Achse des Guten an Jürgen Fuchs. Die FR erklärt am Beispiel Italiens, was Selbstentmächtigung der Politik ist. Die SZ versucht ihren Lesern zu erklären, was Leistungsschutzrechte sind.

Bücherschau des Tages

Glück und Erleuchtung

17.12.2010 Die SZ ist voller Bewunderung für Horst Bredekamps radikale "Theorie des Bildakts", nach der Bilder Realität nicht abbilden, sondern erzeugen. Die FR liest Christoph Peters' Geschichten "Sven Hofestedt sucht Geld für Erleuchtung". Und die FAZ unterhält sich prima mit Ken Folletts Schmöker "Sturz der Titanen" und lernt dabei auch noch einiges über den Ersten Weltkrieg.

Medienticker-Archiv

Lenin, Gorki und ich

17.12.2010 Carl Wilhelm Macke über den Lyriker Stanley Moss - Die Sehnsucht nach der Revolte, Teil 2: Rudolf Maresch "Alle sind sich einig: Es wird knallen" - Goedart Palm: Zundelfrieder und der Rest der coolen Gang in Zeiten der Globalisierung - Jürgen Nielsen-Sikora: Kritik der affirmativen Vernunft in 30 Paragraphen - Peter V. Brinkemper: Wider den Napoleon-Komplex + Von der Abkoppelung von Evolution und Kultur oder Wie sich Thilo Sarrazin bei Jacques Monod bediente.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

17.12.2010 Wir nehmen nur noch deutsche Euro.

Essay

Ein Gebot der Stunde

17.12.2010 Islamophobe Diskurse sollen in der Öffentlichkeit Angst auslösen. Sie müssen benannt und bekämpft werden. Eine Antwort auf Pascal Bruckner

Samstag, 18.12.2010

Heute in den Feuilletons

Der Westen erzittert vor Ekel

18.12.2010 In der taz fragt Tom Tykwer, warum zum Teufel man im Film eigentlich nicht denken dürfen soll. In der Berliner Zeitung meint Sophie Rois: Können wir langsam mal über die Liebesheirat wegkommen? Die Presse überlegt, warum der Begriff "Islamophobie" so geliebt wird. In der Welt beschreibt Viktor Jerofejew den Bürgerkrieg zwischen Nationalisten und Liberalen in Russland. In der SZ feiert Evgeni Morozov DDoS-Attacken als neue Form digitalen Widerstands. Die FAZ berichtet über die Exhumierung von Mordopfer des Spanischen Bürgerkriegs.

Bücherschau des Tages

Reiche Frauen ohne Aufgabe

18.12.2010 Gern und mit Gewinn hat die FAZ Parsua Bashis "Briefe aus Teheran" gelesen, die vom Leben im Gottesstaat erzählen - und von der Revolte gegen ihn. Die FR lobt sehr das verdienstvolle Hörbuch von und über Jürgen Fuchs "Ende einer Feigheit". Die taz liest bewegt den Comic "Insel der Männer" von Sara Colaone und Luca de Santis: Er erzählt von einem schwulen Mann, der während der Faschismus auf der Insel San Domino interniert wurde.

Montag, 20.12.2010

Heute in den Feuilletons

I love Juice

20.12.2010 Der Comedian Ricky Gervais erklärt in einem Blogbeitrag für das Wall Street Journal, warum er nicht erklärt, warum er nicht an Gott glaubt. Kenan Malik erinnert in seinem Blog an eine sehr internetfreundliche und zensurfeindliche Rede der jetzigen Wikileaks-Jägerin Hillary Clinton von Anfang des Jahres. In der SZ  wundert sich der Berthold-Beitz-Biograf Joachim Käppner über Kritik an dem Buch "Das Amt": "Natürlich war das Auswärtige Amt 1933 bis 1945 eine verbrecherische Organisation."

Bücherschau des Tages

Fontane Street View

20.12.2010 Die SZ entflieht ihren lärmenden Nachbarn und spaziert mit Bernd W. Seiler durch "Fontanes Berlin" - bis runter nach Treptow zum Eierhäuschen. Sehr einleuchtend findet die FR Marie-Janine Calics "Geschichte Jugoslawiens im 20. Jahrhundert". Und die FAZ lässt sich von Nizamis altpersischer Liebesgeschichte "Chosrou und Schirin" bezaubern.

Medienticker-Archiv

Suchen und lesen

20.12.2010 Daniel Lenz über den verschärften E-Book-Wettbewerb - Klaus Theweleit über Claude Lanzmanns Erinnerungen und DVD-Gesamtausgabe - Peggy Pickit in Wien: Pick it like Schimmelpfennig - Nur wer arm ist, sündigt nicht? Die Früchte des Zorns in Berlin - A Dream within a Dream in Zürich: Über dem schwarzen Spiegel der Seele - Der Leib eine Schwiele, das Leben ein Kreuz: Der Mann ohne Vergangenheit in Berlin.

Virtualienmarkt

Kleine Verschiebung, große Dynamik

20.12.2010 Wer eBooks kaufen will, auf den wartet das Chaos - und nicht nur in preislicher Hinsicht. Wer eBooks verkaufen will, hat es aber ebenfalls nicht leicht. Rundgang über einen schwer durchschaubaren Markt.

Dienstag, 21.12.2010

Magazinrundschau

Verflochtene Körper

21.12.2010 Der Chronicle meint: Wenn Wagner den Kontrapunkt umkehrt, dann ist das auch eine Stellung. Polityka überlegt, wie der polnischen Filmindustrie zu helfen ist. Segregation gab es schon vor dem Multikulturalismus, erinnert uns Nepszabadsag. The New Republic erklärt, warum Französisch das neue Altgriechisch ist. Wikileaks ist diktatorisch, behauptet La Regle du Jeu. Das Buch wird zum Koop, meint der Guardian. Science Fiction lebt!, meldet Salon.

Heute in den Feuilletons

Die Kinder harrten mit Verlangen

21.12.2010 Spiegel Online berichtet über einen Plan der britischen Regierung zu rigoroser Internetzensur. In der Welt artikuliert  Riccardo Chailly seinen ganzen Frust über Sänger. Die SZ verteidigt das Regietheater gegen heute Abend zu erwartende Buhrufe in der Münchner Oper. Die FR sieht Gespenster des Bürgerkriegs in Italien.

Bücherschau des Tages

Ein griechischer Hippie

21.12.2010 Die NZZ lobt Wojciech Kuczoks Roman "Lethargie" als treffendes Gesellschaftsporträt Polens, außerdem rühhmt sie Roberto Calassos Essay über "Das Rosa Tiepolos" und das Ende der reinen Kunst. Die FAZ kommt voll auf ihre Kosten mit Hardboiled-Thriller "The Yellow-Dog-Kontrakt" von Ross Thomas aus der Ära Nixon.

Medienticker-Archiv

Unser Zappa

21.12.2010 Live Fast, Love Hard, Die Young: Thomas Rothschild über Frank Zappa, der heute 70 Jahre alt geworden wäre - Typisch Italien? Carl Wilhelm Mackes Einspruch gegen eine vorherrschende Stimmung - Und noch mal Saint Genet: "Verbrechen war seine Rache an der Gesellschaft" oder Eine moderne Heiligenlegende? - Peter Sloterdijks Theorie der Gaben: Auch der gute Mensch muss gelegentlich recht haben + Linke Seifenopern: Der Comiczeichner Andreas Michalke.

Mittwoch, 22.12.2010

Heute in den Feuilletons

Medea kann das!

22.12.2010 Der iranische Regisseur Jafar Panahi wurde zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt. La regle du jeu und die Welt erzählen, warum das Regime ihn hasst. Der Tagesspiegel bringt ein Gespräch mit Bei Ling, dem Freund und Biografen Liu Xiaobos. Die SZ besucht Julian Assange auf Ellingham Hall. Er klagt über Schweden und den Feminismus. Die Zeit war dabei, als Sophie Rois in einem Restaurant die Weingläser zum Klirren brachte. In der FR feiert Jan Wagner den italienischen Lyriker Mario Luzi.

Bücherschau des Tages

Foucaults lässiges Abschiedswinken

22.12.2010 Die Zeit rühmt den vertricksten Peter Esterhazy und sein Debüt von 1979 "Ein Produktionsroman". Die FR legt uns einen großen Dichter der italienischen Moderne ans Herz: Mario Luzi und seinen Band "Auf unsichtbarem Grunde". Mit Entsetzen liest die NZZ Peer Hultbergs posthum erschienene "Selbstbiografie", eine bittere Abrechnung mit seiner Mutter. Außerdem lobt sie Dietz Berings "Die Epoche der Intellektuellen". Und die FAZ liest mit großem Interesse Viktor Mayer-Schönbergers Geschichte des Speicherns und Vergessens im Internet "Delete".

Medienticker-Archiv

Medien-Maulkorb

22.12.2010 Presse, Internet, TV und Radio sollen in Ungarn künftig strikt überwacht werden: Darf es so etwas in der EU geben? - Besuch bei Julian Assange: "Wikileaks hat Reserven" - Meister subtiler Ironien: Jan Süselbeck über Peter O. Chotjewitz - Verleger erzürnt: Tagesschau-App deckt Abzocke auf + Ralf Bönt über die Jagd nach dem Gesetz, das die Welt im Innersten zusammenhält - Uraufführung: Simon Wills' Symphoniekonzert "Malebolge" + Mathias Tretters Kennzeichen T.

Im Kino

Dreizeit

22.12.2010 In seinem Film "Drei" erzählt Tom Tykwer vom Leben in Berlins kulturell arrivierten Schichten und zwar mit einem hundertköpfigen Orchester aus Pauken und Trompeten. In "Nostalgia de la luz" begibt sich Patricio Guzman in die Atacama-Wüste, um die astronomische und chilenische Vergangenheiten zu erforschen.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

22.12.2010 Ein ganz neuer Fernsehstil.

Donnerstag, 23.12.2010

Heute in den Feuilletons

Riesiger weißer Eber

23.12.2010 In der Welt äußert sich der deutsch-iranische Filmemacher Ali Samadi Ahadi entsetzt über die Verurteilung seines Kollegen Jafar Panahi. Die FR fragt, ob Filmfestivals zu intensiv mit dem iranischen Regime zusammenarbeiten.  Die NZZ empfiehlt Japan-Reisenden Schutzmaßnahmen gegen Waldgötter. In der FAZ rumort es noch mal sehr heftig gegen das Buch "Das Amt". 

Bücherschau des Tages

Geist der Buchhaltung

23.12.2010 Begeistert ist die FR von Dinaw Mengestus Roman "Die Melodie der Luft", der ihrer Ansicht nach ebenso klug wie komisch von Menschen in der Fremde erzählt. Mit Interesse, aber ohne rechten Glauben liest sie auch Jan Assmanns "Religio duplex". Die SZ rühmt Samuel Pepys' Tagebücher aus dem barocken London. Berührt zeigt sich die FAZ von Tadeusz Rozewicz' Textcollage "Mutter geht".

Medienticker-Archiv

Die Sonderbegabten

23.12.2010 Alex Rühle über Assange, Obama und die anderen Nerds - Ohne Anlass und totale Tinte: Jan Süselbeck über Ernst Jüngers Kriegstagebücher und die Marbacher Ausstellung - Dauerdiskussion: Lauschangriff von Libreka? - Pressefreiheit in Gefahr: Italien, Frankreich und jetzt Ungarn - Ausgeskyped: Internet-Telefondienst fällt aus - Literaturkritik in ihrer radikalsten Form: Krimis des Monats und des Jahres.

Freitag, 24.12.2010

Heute in den Feuilletons

Asche und Schnee

24.12.2010 Im Guardian schimpft Orhan Pamuk auf Europa, das die Türken nicht integrieren will. In der FAZ diagnostiziert Thilo Sarrazin überbordenden Opportunismus und kriecherische Feigheit in Politik und Medien. Die NZZ auch. Der Freitag gibt Sarrazin rechter als ihm recht sein. Die SZ stellt die Frage "Wie leer wäre die Welt doch ohne Hausmusik?" Die FR erzählt das Leben eines gewissen Jesus von Nazareth. Angesichts derart guter Nachrichten wünscht der Perlentaucher seinen Lesern und Leserinnen ein schönes Wochenende!

Bücherschau des Tages

Ein heikler Charakterzug

24.12.2010 Die FAZ liest begeistert und ergriffen E.L. Doctorows Roman "Homer und Langley" über die so liebens- wie bedauernswerten Brüder Collyer. Freudig lässt sie sich auch von Aviad Kleinberg an "Die sieben Todsünden" erinnern und lobt noch einmal Francis Wyndhams Roman "Der andere Garten" (hier unser Vorgeblättert). Die FR empfiehlt die Erinnerungen der Anarchistin Emma Goldman "Gelebtes Leben". Und die NZZ erliegt dem melancholischen Charme von Tove Janssons "Mumins" auch in der Comicversion.

Medienticker-Archiv

Komm, wir spielen ein Buch!

24.12.2010 Ist die Zukunft des Romans interaktiv? - "Wir müssen jetzt schnell sein": In der e-Gesellschaft ankommen - Gefroren hat es heuer: Burkhard Müllers literarisches Weihnachtsquiz - Was singen wir da eigentlich? Hermann Kurzke über Weihnachtslieder im Wandel der Zeit - Ulrich Weinzierl über eine Theaterlegende namens Friedrich Luft - Witz-Absurdistan: Chuck Norris braucht keine Überschrift + Bevor alles vorbei ist: 12 Lieblingsmomente bei rebell.tv.

Montag, 27.12.2010

Heute in den Feuilletons

Wir brauchen totale Sanktionen

27.12.2010 In der taz lässt sich Gabriele Goettle erzählen, wie man als 67-Jährige mit 287 Euro Rente und vier Putzjobs über die Runden kommt. Junge libanesische Literatur interessiert sich nicht mehr für Politik, berichtet die NZZ. Mit Bhutan geht's aufwärts, meldet die Architektin Ingeborg Flagge in der FR: Jetzt haben auch buddhistische Mönche ein Handy. In der SZ fordert die weißrussische Kulturszene von der EU totale Sanktionen gegen die Regierung Lukaschenko. In der FAZ erklärt Daniel Bayaz, warum die "Mehmet-Scholl-Türken" nicht über Integration debattieren wollen.

Bücherschau des Tages

Der Autor als Aufreger und Aufgeregter

27.12.2010 Die FR liest, wie Thomas Bernhard sich in der Reibung mit der Öffentlichkeit verausgabt und ist gerührt. Die NZZ wirft in "Marjams Geschichten" einen Blick auf die Folgen des libanesischen Bürgerkriegs und ist beeindruckt. Die SZ vertieft sich in Insa Wilkes biografischen Essay über Thomas Brasch und ist inspiriert.

Medienticker-Archiv

Den Alltagswahnsinn voll im Blick

27.12.2010 Angriff der Monsternadeln: Kunst mit Google und kuriose Fotos auf Street View - dpa-Chef Wolfgang Büchner: Chefredakteur des Jahres - WikiLeaks-Enthüllungen: US-Drogenfahnder operieren wie Geheimdienst - Die katholische Kirche feiert das Glücksspiel - Der Mann aus London: Tilman Spreckelsens Simenon-Staffel 4 - Sarrazin zieht Bilanz: "Ich hätte eine Staatskrise auslösen können" + Ausgelesen: ZDF stellt "Die Vorleser" ein.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

27.12.2010 Heute: Das letzte Sushi

Dienstag, 28.12.2010

Heute in den Feuilletons

Machodiskurs

28.12.2010 In der Welt erklärt Frederick Wiseman, warum man beim Filmen besser nicht über die Wahrheit nachdenkt. Die FR entdeckt bei der Lektüre der Magna Carta den Rousseauisten in sich. Sind wir im Pop schon in der postrassistischen Gesellschaft angekommen, fragt die taz. Die FAZ liest im Internet, wie Al Qaida potentiellen Selbstmordattentätern etwas mehr Selbstbeherrschung nahe legt.

Bücherschau des Tages

Auf einer Wiese

28.12.2010 Viel Euphorie heute: Die NZZ feiert Gerald Sterns selbst recht emphatische Gedichte "Alles brennt". Die taz lässt sich von wahnhaften Kakerlakengeschichten in Rawi Hages neuem Roman fesseln. Die SZ stellt Luc Boltanskis Vorlesungen zu "Soziologie und Sozialkritik" vor. Und die FR taucht tief und freudig in die Geschichte der Verfassungen in Europa: Das beste Recht, weiß sie jetzt, findet sich im Freien.

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Deutscher Genius

28.12.2010 Geistesgeschichte: Michael Stürmer über Peter Watson und warum Deutschland "einflussreicher" als England war - Ein Broder unterm Christbaum: Der neue Welt-Autor über Thilo Sarrazin, die FAZ und Jakob Augstein - Internet-Spionage: Deutschland rüstet sich gegen die Cyber-Bedrohung - Vergesst Mankell und Larsson: Der neue Krimisuperstar ist Däne + Ambulatorische Weltbetrachtung: Wolfram Schütte über Gabriel Josipovicis Roman "Moo Pak".

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

28.12.2010 Innere Angelegenheiten.

Mittwoch, 29.12.2010

Heute in den Feuilletons

Glück in Zahlen

29.12.2010 In der FR erklärt die Sopranistin Simone Kermes, von wem Händel geklaut hat. In der taz beklagt Paul Lendvai das Fehlen einer echten Opposition in Ungarn. In der Welt erklärt Avishai Milstein, warum das israelische Theater so lebendig ist: Es gibt kaum staatliche Subventionen. Die NZZ fürchtet, dass Leser digitaler Bücher einem Fundstellen-Fetischismus frönen. Die FAZ durchschaut den Angriff der Pandas auf das Empire State Building.

Bücherschau des Tages

Normalitätsexorzisten

29.12.2010 Die SZ liest bewegt Bei Lings Biografie des Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo. Ein schönes Geburtstagsgeschenk hat Brigitte Kronauer den Rezensenten an ihrem Siebzigsten gemacht: Der Essayband "Favoriten" verschaffte der SZ Licht und Glück. Die FR bewundert ihre Verve. Die NZZ ist nach Lektüre von Michael Kempes Buch über Piraten und Völkerrecht um eine Illusion ärmer: Die Freibeuter der Meere sind so frei nicht. Die FAZ freut sich über eine deutsche Gesamtausgabe der Werke des tschechischen Dichters Vladimir Holan.

Medienticker-Archiv

Wilde Zivilisation - künstliche Natur

29.12.2010 Literatur, Meer und Gebirge: Brigitte Kronauer zum 70. - Die Liebesblicke der Waren: Roland Barthes' "Mythen des Alltags" neu und wie zum ersten Mal gelesen - Literaturkritik in Zeiten des Internets: Thomas Anz' Thesen zu ihrer Verteidigung und einige Bedenken - Populärwissenschaftliche Literatur: Wunderbar spannend und entspannend wunderbar? - Wahnsinn Erinnerung: Enda Walshs "The Small Things" + Karen Duve und ihr Huhn "Rudi".

Im Kino

Tanz den Wiseman!

29.12.2010 Zum Jahresabschluss: Vergnügen und Genuss. Dokumentarfilm-Großmeister Frederick Wiseman zeigt die Arbeit, die Virtuosität und den Alltag, die in und hinter den Aufführungen des Pariser Opernballetts stecken. Und die Berliner Filmreihe "Unknown Pleasures" ermöglicht seltene Blicke auf weitere Beispiele wahrer amerikanischer Independents - darunter aufs Werk des Essayfilmers Thom Andersen.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

29.12.2010 Heute: Passagiere sortieren

Donnerstag, 30.12.2010

Heute in den Feuilletons

Am Abgrund nervenstark

30.12.2010 In der FR empfiehlt Timothy Garton Ash etwas weniger Hysterie und Dogmatismus und etwas mehr Pragmatismus in der Integrationsdebatte. Die FAZ guckt zum 150. Geburtstag auf Italien und findet: immer noch die fidelste Suite im europäischen Haus. Die taz lernt einiges über Onlinebanking beim Kongress des Chaos Computer Clubs.

Bücherschau des Tages

Metaanalysen

30.12.2010 Stark und mächtig und klar findet die Zeit Sebastian Jungers Reportage über den Afghanistankrieg als existenzielles Erlebnis. Als fremdartig schönes Ganzes rühmt die FAZ Cesar Airas' Roman "Gespenster", der nach zwanzig Jahren endlich ins Deutsche übersetzt ist. Die SZ huldigt Hans Magnus Enzensberger. Und die taz liest Provinzromane.

Medienticker-Archiv

Schöne Buchhandelswelt

30.12.2010 Der Buchreport-Jahresrückblick in fünf Teilen - Prophetic Art Made in Germany oder Ein Gespräch als politische Fälschung: Ein Dialog in Scheiben und Schichten zwischen Anselm Kiefer und Klaus Dermutz - Medial-hysterische Zeiten und die Tugend des selbsterfundenen Widerstandes: Neuere Überlegungen zu Foucaults Frage: "Was ist Kritik?" - Wonne, Mond und Sterne: Susanne Derges' Fotografien ohne Kamera.

Karikaturen und Cartoons

Karikaturen und Cartoons

30.12.2010 Schon wieder bergauf?

Freitag, 31.12.2010

Heute in den Feuilletons

All diese Liebesworte im Vietnamesischen

31.12.2010 Die NZZ denkt über Freiheit nach: Vorsicht, anstrengend, warnt Rüdiger Safranski. Wo ist die Freiheit auffindbar?, fragt Peter Nadas. Die taz erscheint heute als Erzähl-taz mit Geschichten von 20 SchriftstellerInnen. In der Welt plaudert Christian Thielemann über seine bevorzugten Drogen. Die FAZ erzählt, warum Renzo Piano das Pariser Kino Le Gaumont-Gobelins Rodin in einen Insektenpanzer verwandelt. In der SZ erzählt der Comic-Künstler Stephane Heuet, wie man seinen Proust vom Sockel holt. Wir wünschen allen Lesern einen guten Rutsch und viele Liebesworte im neuen Jahr!

Bücherschau des Tages

Abenteuer des Alltags

31.12.2010 In der FAZ rühmt Martin Mosebach Samuel Pepys' erstmals komplett übersetztes Tagebuch, das den ganzen, faszinierend vielseitigen Autor zeigt, und nicht nur "die Stellen". Die FR vertieft sich in Leo Tolstois Lebensbuch "Für alle Tage" und sehnt sich nach einem einfachen Leben auf dem Land. Der NZZ gefällt die Zurückhaltung, mit der Carlos Maria Dominguez in seinem Roman "Die blinde Küste" die Spätfolgen der argentinischen Militärdiktatur beschreibt.

Medienticker-Archiv

Literarische Schneewehen

31.12.2010 Rückblick 2010: Wann wird's mal wieder richtig Deutschland? Selbstironische Egozentriker, Satzzeichenpolizisten und dann immer wieder Ärger mit Thilo - "Ich müsste Sie umbringen": Pulitzer-Preisträger Paul Steiger über Recherchepech, Wikileaks und Gratisjournalismus - Das Unwort des Jahre: Der Wutbürger, der keiner sein will - Gans war gestern: Ab heute wird wieder gerannt! + Wie kommt das Bläschen ins Gläschen?

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BuchLink: Aktuelle Leseproben. In Kooperation mit den Verlagen (Info)

Thomas Halliday. Urwelten - Eine illustrierte Entdeckungsreise durch die Erdgeschichte. Carl Hanser Verlag, München, 2026.Thomas Halliday: Urwelten
Aus dem Englischen von Friedrich Pflüger. Mit Illustrationen von Gavin Scott. In diesem Buch reisen wir rückwärts durch 550 Millionen Jahre Erdgeschichte und besuchen die…
Charlotte Mew. Alle belebten Dinge halten den Atem an - Gedichte. Zweisprachige Ausgabe. C.H. Beck Verlag, München, 2026.Charlotte Mew: Alle belebten Dinge halten den Atem an
Aus dem Englischen von Wiebke Meier. Mit einem Nachwort von Norbert Hummelt. Charlotte Mew war eine der herausragenden lyrischen Stimmen ihrer Zeit. In ihren mit den Geschlechterrollen…
Hans Jürgen von der Wense. Routen II - Ostwestfalen. Matthes und Seitz, Berlin, 2025.Hans Jürgen von der Wense: Routen II
Mit zahlreichen Abbildungen und zwei beigelegten Messtischblättern aus dem Nachlass. Der Privatgelehrte, Übersetzer, Komponist, Landschaftsforscher, Briefkünstler Hans Jürgen…
Katja Diehl / Mario Sixtus. Picknick auf der Autobahn - Wie wir in Zukunft unterwegs sein werden. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main, 2025.Katja Diehl, Mario Sixtus: Picknick auf der Autobahn
Mit zehn Schwarzweiß-Abbildungen. Wie werden die Menschen in Deutschland in Zukunft autofrei und klimafreundlich unterwegs sein? Dieses Buch bietet Antworten und ist somit…

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